ZusatzinfosBesprechung
"Die Party bei den Jacks ... das nun in einer herausragenden Edition und Übersetzung bei Manesse in München erschienen ist ... ist ein fabelhaft aktuelles Buch. Es zeigt eine Kunstwelt, in der Kunst das ganz große Ding ist und es Künstler mit sehr beschränktem Talent, aber medialer Unterstützung durch Schwafelköpfe zu geradezu fabelhaft teurer Berühmtheit bringen. Wolfe pinselt traumhafte Porträts der Partygänger an die Wände des Appartements über der Park Avenue. Man staunt, man tanzt durch dieses Fegefeuer der Eitelkeiten und Träume. Und möchte gar nicht aufhören." Berliner Morgenpost
Langtext
Dieses erstmals ins Deutsche übersetzte Prosajuwel führt uns empor in die höchsten Sphären von Manhattan mitten hinein in die Glamourwelt der Schönen und Reichen. Starlets und Damen von Welt, Broker und Magnaten, Privatiers und Parvenüs geben sich auf einer Penthouse-Party die Ehre. In stakkatohaften Sequenzen fängt Thomas Wolfe den Rhythmus einer rastlosen Metropole ein, in der der Tanz ums goldene Kalb immer ausgelassenere Formen annimmt.
Alles, was Rang und Namen hat, findet sich im Art-déco-Ambiente von Esther und Frederick Jack ein: sie eine gefeierte Broadway-Künstlerin, er ein aus Koblenz stammender Jude und Selfmade-Millionär. Die Roaring Twenties sind auf ihrem Höhepunkt angelangt, schon wirft die Große Depression ihre Schatten voraus. Doch vom drohenden Ende der Sause will man bei den Jacks noch lange nichts wissen Mit seiner Innenansicht einer New Yorker Luxusadresse von der Dachterrasse bis hinab in den Untergrund, von wo die Subway feine Vibrationen durchs Gebäude schickt zeichnet Wolfe das Panoptikum einer faszinierenden Stadt und einer faszinierenden Epoche.
Erstmals auf Deutsch eine literarische Entdeckung
VerfasserBiografische Anmerkung zu den Verfassern
Thomas Wolfe (1900-1938) wurde als letztes von acht Kindern in Asheville, North Carolina, geboren. Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, schaffte es der hochbegabte Junge bis nach Harvard und wurde Dozent für amerikanische Literatur an der New York University. Kaum hatte sein Schaffen weltweit Anerkennung gefunden, als er im Alter von nur siebenunddreißig Jahren starb.
ZitateZitat aus einer Besprechung
»1928 in New York, vor dem Börsencrash: Auf der Dachterrasse wird ordentlich gefeiert, unten zittern die Fundamente. Einer der besten Romane der Gatsby-Ära.«