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Sara, 11 Jahre aus Innsbruck: Clara ist ein sehr liebes Mädchen, hat aber auch ihren eigenen Kopf. Sie interessiert sich für Musik seit ihrem 6. Lebensjahr. So fing sie an, Klavier und Geige zu lernen. Deswegen hat sie nun in der Schule beinahe keine Zeit mehr für ihre Freunde. Clara fährt auch zu Meisterkursen. Ein Meisterkurs - das ist eine Art Wettbewerb für sehr gute Schüler von Professor Eisenstein. Das ist ihr Klavierlehrer, von ihrer früheren Lehrerin, Frau Bette, empfohlen. Clara hat leider ein kleines „Problemchen" mit ihren Händen - sie sind (fast) immer eiskalt. Und trotzdem tut sie sich in Klavier sehr leicht. Sie liest zwar nicht so gern von den Noten, aber sie spielt nach Gehör. Ihre größte Rivalin ist Beatrice. Clara will besser sein als Beatrice, viel besser. Sie hat eine große Reise vor sich, sie will berühmt werden!!! So wie ihr Vorbild Matilda Vining.
 

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Alina, 10 Jahre aus Salzburg: Die zehnjährige Franka freut sich. Denn in ein paar Tagen zieht ihre fünfzehnjährige Halbschwester Kim zu ihnen. Und dann verschwindet die Fünfzehnjährige auf einmal! Mir hat das Buch sehr gut gefallen, zum Schluss wars spannend. Die Stelle, wo Franka ihre Schwester in der Regentonne gesehen hat, gefiel mir am besten.
 

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Isabel, 9 Jahre aus Salzburg: Greg versucht endlich wie Rupert auf eine Party zu kommen. Er greift mit allen möglichen Mitteln ein, um auch dorthin zu kommen z.B. wie er mit Rupert versucht, einen Horrorfilm zu drehen oder wie er ein Klavier und dann ein Waldhorn bekommen hatte und damit nichts anfangen konnte. Es hat mir sehr gut gefallen, und es war lustig. Besonders hat mir die Stelle gefallen, wo Greg Waldhorn übt, weil er so gerne auf eine Party möchte
 

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Ingo, 11 Jahre aus Hall: Als Athur eines Tages ein Stipendium von einer neuen Schule erhält, ist er mistrauisch, da er doch gerade von seiner alten Schule geflogen ist. Gleich fällt Athur auf, dass die Schulleiterin ihn nicht mag und sie behandelt ihn immer so ungerecht wie nur möglich. Vielleicht hat das alles mit den gruseligen Sagen zu tun, die von der Schule handeln. In den Dämonengeschichten handelt es sich um merkwürdige Erbschaften. Doch zum Glück findet Athur schnell Freunde, die ihm bei seinen Ermittlungen so gut wie möglich unterstützen... Das Buch ist spannend und sehr interessant. Ich würde das Buch ab 10 Jahren empfehlen.
 

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Milo, 12 Jahre aus Innsbruck: Ich gebe dem Buch 9 von 10 Punkten, weil es sehr spannend, aber auch manchmal kompliziert ist. Der Clan der Wölfe wandert über die Eisbrücke, weil die clanlosen Wölfe ihr Heimatland regieren. Es gibt auf der anderen Seite der Eisbrücke ein neues Land, das ferne Blau. Der Clan der Wölfe möchte dorthin wandern, weil das ferne Blau das Land der Freiheit ist. Doch die clanlosen Wölfe folgen ihnen auch dorthin...
 

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Fanny, 9 Jahre aus Innsbruck: In diesem Buch handelt es sich um eine Familie, die auf einem Boot im Kanal wohnt. Sie sind aber nicht alleine, sondern es leben auch noch andere im Kanal auf einem Boot. Doch eines Tages auf dem Boot Lorella fällt die Frau Lehrerin bei einem Klassenfest ins Wasser, weil der Zaun so alt war. Deshalb wollen sie es richten, aber sie finden kein richtiges Material. Nun denkt jeder, dass sie in eine richtige Wohnung ziehen wollen. Alle waren wütend und traurig. Aber sie haben dann doch nur ein neues Boot gekauft. Deshalb ging alles gut aus. Mir hat es sehr gut gefallen , weil am Anfang ein großes Bild ist, auf dem ein Plan zu sehen ist und ich es mir dadurch besser vorstellen kann. Die Geschichte selber ist cool und toll. Das einzige, was ich nicht so toll finde, ist, dass es kein Inhaltsverzeichnis gibt.
 

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Ingo, 11 Jahre aus Hall: Micah lebt bei seiner Tante Gertrud. Eines Tages wird sein Großvater sterbenskrank und erzählt Micah von dem Zirkus Mirandus. Gertrud hält die Geschichten über den Lichtkrümmer und die Vogelfrau für Blödsinn, doch Micah glaubt seinem Großvater. Einer der großen Zauberer von dem Zirkus schuldet Großvater noch ein Wunder. Was wird das wohl sein? Das Buch ist spannend, doch mir hat es nicht so gut gefallen. Das Buch ist für 9-10 jährige Kinder gut geeignet.
 

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Christian, 7 Jahre aus Kundl: Es hat mir sehr gut gefallen. Es waren sehr schöne Bilder gemalt und die Schrift konnte ich gut lesen. Es waren drei Geschichten vom Hasen und Holunderbär drinnen. In jeder Geschichte geht es um die Freundschaft und wie wichtig gute Freunde sind.
 

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Fanny, 9 Jahre aus Innsbruck: Mir hat es sehr gut gefallen weil vor einem neuen Kapittel dann immer eine Zeichnung ist und deswegen kann man sich es besser vorstellen. In diesem Buch handelt es sich um ein Kind, das heißt Hanna, die neu in ein großes Haus zieht und sich um alles in der Welt eine Katze wünscht. Mit Hilfe ihrer Oma bekommt sie endlich eine Katze, die sie Niedlich nennt. Eines Tages kommt dann auch noch eine Schülerin Namens Zoe aus New York in die Klasse, deswegen hat sie endlich eine beste Freundin gefunden.
 

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Sonja, 13 Jahre aus Sistrans: June freut sich sehr, als sie den Brief mit der Nachricht, dass sie ein Stipendium auf der Saint Gilberts High School erhält, bekommt. Alle außer ihrer Tante sind begeistert. Diese denkt, dass June durch die Aufnahme womögich von dem uralten Fluch getroffen werden könnte. Anfags schlägt June die Sorgen der Tante in den Wind. Sie interessiert sich mehr für Jacob. Nach und nach bemerkt sie, dass es gefährlich werden könnte. Es geschehen seltsame Dinge und es taucht ein unheimlicher, schwarzer Rabe auf. Um den Fluch zu beheben, müsste June ihre große Liebe opfern und das will sie auf keinen Fall... Ich fand das Buch ab und zu etwas langatmig, und das Ende hat mich ein bisschen enttäuscht. Sprachlich ist es angenehm und einfach zu lesen. Insgesamt hat es mir gut gefallen, und ich würde es denjenigen, die - so wie ich - Fantasy mögen, daher weiterempfehlen.
 

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Florian, 10 Jahre aus Aurach: Linus und Finn glauben, Campen mit Opa wird langweilig. Aber ihr Opa ist zwar in Rente, aber er ermittelt auch, will ungeklärte Fälle lösen. Durch ein Unglück müssen die Kinder alleine zurecht kommen. Sie verfolgen Spuren, die führen zu Bertie und Jack, zwei Gauner. Schade war, dass der Bär so selten erwähnt wurde, obwohl das Buch "Das Geheimnis der Bärenhöhle" heißt. Ich habe immer darauf gewartet, mehr vom Bären zu lesen. Aber ich würde das Buch weiterempfehlen. Vor allem der Steckbrief mit den Bildern fand ich sehr gut. Die Einleitung hat mir etwas zu lange gedauert, aber es hat sich ausgezahlt, dass Buch trotzdem weiterzulesen.
 

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Eigentlich wollte ich das neue Buch von Amelie Fried nur kurz anlesen, da es bereits viele Romane gibt, die vom Erwachsenwerden handeln und aus der Perspektive eines Kindes erzählt werden." Ich fühle was, was du nicht fühlst" ist trotzdem originell, da Indias Eltern Künstler bzw. Hippies sind und völlig antiautoritär ihre beiden Kinder erziehen. Die Suche nach einer eigenen Identität in der Pubertät gestaltet sich schwierig und Indias Bruder fühlt sich zu einer Gruppe von Neonazis hingezogen. Ich war begeistert von der Geschichte, denn soviel Tiefgang und Erzähltalent hätte ich mir nicht erwartet. Überraschend gut und empfehlenswert!
 

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Hamlet in der Nussschale, so könnte man Ian McEwans neuen Geniestreich wohl auch nennen. Trudy betrügt ihren Ehemann mit dessen Bruder Claude und beschließt ihn zu vergiften - so weit, so konventionell. Nun stammt diese Geschichte aber von einem der originellsten und intelligentesten Schriftsteller des englischsprachigen Raums, und so lässt er das Geschehen von einem ungeborenen Embryo im Mutterbauch kommentieren. Wir haben es hier mit einem klugen Kerlchen mit ungeheurem Wissen und philosophischer Grundeinstellung zu tun, und so stellt sich zuletzt die Frage "Raus oder nicht raus, und vor allem Wann?". Ein literarisches Kabinettstück, das alles enthält, was das LeserInnenherz begehrt!
 

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Bezaubernde Anregungen zum Basteln und dekorieren findet man in diesem Buch. Für viele kreative Hände sind Anleitungen abgebildet und es gehört zu meinem Lieblingsbuch im November!
 

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Der 54järige verheiratete Ich-Erzähler hat ein Verhältnis mit der 23 Jahre jüngeren Alix. Doch er liebt auch seine Frau und seine Tochter und möchte diese nicht verlassen, aber von Alix kann er sich auch nicht trennen. Unter der Woche ist er in Paris bei Alix und am Wochenende am Land bei seiner Familie. Was geht ihm durch den Kopf? Für was wird er sich entscheiden? Es ist sehr interessant, einen Roman über Ehebruch mal aus der männlichen Perspektive zu lesen!
 

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Der norwegische Schriftsteller und Pianist legt mit seiner Annäherung an Mozart ein zutiefst persönliches Buch vor. Einerseits beschreibt er seine eigene Entwicklung vom Kind, das Mozart hasste und nur ungern Klavier übte, über den klassischen Wunderkindpianisten, der viele Wettbewerbe gewann und Mozart lieben lernte, hin zum gefeierten Jazzpianisten, der über Mozart-Themen improvisiert. Andererseits zeichnet er ein sehr lebendiges Bild des Musikanten und Menschen Mozart, indem er viele Originalbriefe der Familie Mozart zitiert. Da Björnstad auch ein sehr erfahrener Schriftsteller ist, entsteht ein farbenprächtiges Panorama dieser Epoche. Wenn Sie nach der Lektüre Ihre Lieblingsaufnahmen von Mozartwerken oder Björnstads CDs anhören, werden Sie wahrscheinlich einiges anders begreifen. Die Welt wird wahrscheinlich nicht besser, wenn wir Mozart hören, schöner wird sie aber allemal.
 

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Dieser Roman hatte schon im Sommer Premiere und ich habe völlig vergessen, diese junge Autorin zu erwähnen. Immer wieder, wenn ich dieses Buch weiterempfohlen habe, bemerkte ich aktiven Widerstand beim Thema Krebs. Und trotzdem begeistert es die Leser und sie können sich diesem Roman nicht mehr entziehen. Wochen später sind mir noch gewisse Szenen gegenwärtig, denn Catharina Junk trifft den Nerv der Zeit. Mit 20 Jahren an Leukämie zu erkranken, ist bitter. Nina hat gerade mit ihrem Studium begonnen, als sie davon erfährt. Das Buch beginnt mit ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus, doch ist sie wirklich geheilt? Wann kommt der nächste Rückfall? Kann sie sich wieder neu verlieben und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen? Die Autorin schafft es, richtig authentisch und unpathetisch zu schreiben. Mit Humor und Sarkasmus treibt sie die Geschichte voran, Leid und Glück wechseln sich ab.
 

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Der Papst stirbt unvorhergesehen und alle 117 Kardinäle werden in den Vatikan gerufen, als unerwartet noch ein unbekannter Kardinal auftaucht. In mehreren Wahlgängen, völlig abgeschottet, warten sie auf göttliche Eingebung und Führung, während die Pilger mit großen Hoffnungen auf weißen Rauch warten. Kardinal Lomeli leitet das Konklave und wird selbst von einer Glaubenskrise geplagt. Die Kirche ist ohne Führung und es droht ihr Zerfall, diese Entwurzelung bringt Korruption und Skandale hervor, die Kardinäle werden von ihrer Vergangenheit eingeholt. Es gibt für den Leser kaum Überraschungen, und doch hat schon lange niemand mehr so offen über die heutige Glaubenskrise geschrieben. Ein Sensationsfund, der gut recherchiert und zeitgemäß zusammengefasst ist.
 

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Der Blick zurück in die eigene Kindheit ist nicht neu, doch die Anwesenheit einer Katze verändert den Betrachter, schenkt ihm Ruhe, Entspannung, und Zufriedenheit. Mit der Erzählung über seine Großmutter (Eine sehr kleine Frau) hat sich Peter Henisch bereits vor Jahren in mein Gedächtnis eingeschrieben." Suchbild mit Katze" ist genauso sensibel und klug erzählt. Auch wenn dieser neue Roman an seine älteren Werke anknüpft, kann der Leser sofort in seine Kindheit in Wien nach dem Krieg eintauchen. Für mich sind seine Bücher wie ein wundervoll komponiertes Musikstück, diese Leichtigkeit und der stille Humor klingen noch lange nach!
 

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Dieses Buch beschäftigt mich noch immer, ich kann mich nicht entscheiden, was ich von dem niedergeschriebenen SMS-Verkehr der beiden Persönlichkeiten halten soll. „Ein moderner Briefwechsel“ – nein, ein Briefwechsel ist es wirklich nicht, dafür aber wirklich modern. SMSe unterliegen einer ganz eigenen Norm, und ich bewundere Thomas Edlinger, der ein literatur- und kulturgeschichtliches Vorwort geschrieben hat und dieses Buch auch herausgibt. Dieses Buch ist eine Zumutung, es taugt zu nichts, und doch würde ich es nicht missen wollen! Für mich ein Mysterium, das ich nicht klären kann!
 

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Claire kündigt ihren Job, ohnen einen neuen zu haben, einfach weil sie sich finden will und eine Auszeit nimmt. Aber: "Ich dachte immer, das Problem sei, dass ich meinen Job nicht mag; aber inzwischen sehe ich ein, das Problem ist, dass das nicht das ganze Problem war." Und so verbringt sie ihre Tage ein bisschen mit Bewerbungen schreiben, sich mit Freundinnen treffen, aber vor allem mit Nichtstun. Ihr Freund Luke, der als Assistenzarzt arbeitet, sieht das zwar nicht immer ganz ein, denn die Wohnung verdreckt zusehends, aber er ist sehr geduldig. Und als LeserIn möchte man Claire oft einfach an der Schulter packen und sagen: Mach endlich was! Aber so treibt Claire in ihrem Leben in London umher und sucht weiter nach ihrer Berufung ... Ein amüsanter, lebensnaher und zutiefst menschlicher Roman.
 

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TV-Serien erfreuen sich nun schon seit Jahren enormer Beliebtheit - Tendenz steigend. Neben den traditionellen TV-Sendern treten inzwischen auch Streamingdienste oder Amazon als Player auf, produzieren Formate jeglichen Genres von beachtlicher Qualität. Das vorliegende Buch trägt diesem Trend Rechnung und gibt einen historischen Überblick über die TV-Seriengeschichte, beginnend mit den Anfängen 1948, um in Dekadenabschnitten schließlich zu aktuellen Formaten zu gelangen. In zugegeben etwas kurzen Beiträgen werden alle Eckdaten der einzelnen Serien angeführt und herausgestrichen, was gerade diese Serie zu etwas Besonderem gemacht hat bzw. macht. Das reichliche Bildmaterial ist ebenfalls sehr reizvoll. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit - immerhin sind aber 1001 TV-Serien & Shows gelistet - ist dieses Kompendium allen Serienjunkies und denen, die es werden wollen, empfohlen.
 

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In dem Roman "Charlotte" von David Foenkinos geht es um die begnadete Malerin Charlotte Salomon, die in der wahrscheinlich schrecklichsten Zeit aufwachsen muss: während des Holocausts. Schon damals erkannte man das enorme Talent der jungen Jüdin. Aufgewachsen ist Charlotte Salomon in Deutschland bei ihrem Vater Albert und ihrer Stiefmutter Paula, die zur damaligen Zeit eine bekannte Sängerin war. Viele berühmte Persönlichkeiten gingen bei ihnen Zuhause ein und aus, darunter auch Albert Einstein. In dieser Zeit in Deutschland lernt sie auch ihre große Liebe Alfred kennen, den Gesangslehrer ihrer Mutter. Doch auch die Salomons wurden von den Gräueltaten der Nazis nicht verschont. Noch heute ist Charlotte Salomon eine der angesehensten Künstlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum, leider hat sie ihren Erfolg nicht mehr selbst miterleben können. Ein wirklich sehr bewegendes Buch, das ich weiterempfehlen möchte.
 

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Der Autor Martin Krist schafft es in seinem Thriller "Märchenwald" Spannung zu erzeugen, die unter die Haut geht. Der Einstieg ist schon aufregend: die beiden Kinder Elli und Max werden von ihrer Mutter geweckt und im Wandschrank versteckt. Fast zeitgleich findet ein Einbruch mit Todesfolge statt. Eine junge Frau verliert ihr Gedächtnis und irrt durch Berlin. Wie aber passen die einzelnen Handlungsstränge zusammen? Scheinbar gar nicht! Am Ende jedoch werden die Stränge gekonnt miteinander verwebt und in einem spannenden Finale klärt sich alles auf. Diesen Thriller von Martin Krist kann ich allen empfehlen, die gerne Gänsehautfeeling haben und schnelle Szenenwechsel lieben. Ein Buch, das man in einem Zug durchlesen muss.
 

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Pieter Webeling beschreibt in seinem neuen Roman die Auswirkungen des Krieges auf das alltägliche Leben der Menschen, ihre Beziehungen und ihre Freundschaften. Am Beispiel von vier Freunden aus der sächsischen Provinz erzählt er von Liebe, Freundschaft und Verrat, Konflikten innerhalb der Familien und der Dorfgemeinschaft. Er schreibt aber auch von den Tröstungen, die der Glaube, die Literatur und die Natur für jeden bereithalten können. Ein vielschichtiger Roman über das Leben im Krieg.
 

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Endlich wieder einmal ein Roman von Jonathan Safran Foer, und das Warten hat sich für seine Fans gelohnt. Mit ungezügelter Fabulierlust, schrägem Humor, beißendem Spott und politischer Aufrichtigkeit rückt er jüdische Identitäten aller Schattierungen in den Mittelpunkt seiner Geschichte. Herausgekommen ist ein wahrhaft wilder Roman, der verschiedenste Leserschichten anzusprechen vermag.
 

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Alle LeserInnen warten auf ihr Buch des Jahres, und mein persönlicher Favorit ist nun endlich im Handel erhältlich. Von Christoph Ransmayr hat man immer das Außergewöhnliche zu erwarten, und auch diesmal wird man nicht enttäuscht. Er entführt uns wieder in ferne Welten und Zeiten, taucht mit uns in rätselhafte Rituale und Denkmuster ein und stellt wieder philosophisch hintergründige Gedankenexperimente an. All dies in einer klaren präzisen und poetisch - farbenprächtigen Sprache, die einen wohlig seufzen lässt. Ein perfektes Geschenk für alle BücherfreundInnen!
 

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Frankreich im zweiten Weltkrieg: Das Land ist von Deutschen besetzt. Vianne´s Mann ist in Kriegsgefangenschaft, sie kämpft täglich um das Überleben für ihr Kind und sich. Muss zusehen, wie ihre jüdischen Freunde abgeholt werden, muss schlimme Erniedrigungen und Schmerzen ertragen … Und dann ist da ihre Schwester, Isabelle, sie kämpft für die Résistance auf eine unheimlich tapfere Art und Weise. Der Roman ist kraftvoll, spannend, aber auch sehr berührend. Entsetzen breitet sich mitunter aus, wozu Menschen im Krieg fähig sind und wie es möglich ist, danach weiterzuleben, weiterzulieben. Die Geschichte hat mich sehr tief bewegt, auch im Wissen, dass es unzählige solcher Geschichten wirklich gab und wahrscheinlich irgendwo auf der Welt immer noch gibt. Ich habe geweint.
 

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Endlich wieder mal was Neues von Sebastian Fitzek. Inzwischen schreibt der deutschsprachige Meister der Psychothriller schon seit mehr als 10 Jahren und das ist auch gut so. Mich hat er wieder einmal begeistert, und ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen. Es war wieder einmal kaum zu überbieten in Sachen Spannung und hält wie auch schon seine Vorgänger Romane wieder allerhand Überraschungen für den Leser bereit. Also ein absolutes Muss für gruselige Winterabende Zuhause!
 

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Abwechselnd erzählen die 35-jährige Franziska und ihre 58-jährige Mutter Elisabeth aus ihrem Leben: Franziska, die endlich ihre Dissertation fertig schreiben möchte, aber mit ihrem Sohn Manuel und all der Hausarbeit vom Ehemann im Stich gelassen wird. Die Mutter von ihrem bürgerlichen Leben und dem Pensionsantritt ihres Mannes. Einen genialen Einfall finde ich die Einladungen - ob zu Taufe, Begräbnis, Kindergeburtstag, Weihnachtsfeier etc. - zu Beginn jedes Kapitels. Ein amüsanter, bitterböser und zutiefst ehrlicher Roman über zwei Frauengenerationen!
 

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Das erste Hörbuch, das ich mir vor Jahren anghört habe, war eine kurze Erzählung von Elke Heidenreich. Eigentlich nur eine Hörprobe, aber ihre Stimme hat mich sofort überzeugt. Elke Heidenreich ist jetzt auch schon über 70 Jahre alt, für mich aber eine junggebliebene Autorin, die immer eine Geschichte parat hat. Und diese Erzählungen sind ihre besten! Ich könnte sofort wieder von vorne anfangen, denn immer wieder entdeckt man eine neue Satzkonstruktion, die einem beim ersten Mal entgangen ist! Niemand schreibt besser übers Leben als Elke Heidenreich!
 

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Es geht um Geld, um das Familienerbe, und wenn es plötzlich nicht mehr da ist, dann gerät die Familie aus den Fugen. Für mich ist Sweeney jetzt schon eine große amerikanische Autorin, die beste Unterhaltung für alle bietet! Mit ihrer einzigartigen Stimme erzeugt sie unglaubliche Spannung, man kann nicht mehr aufhören zu lesen! Mir sind die vier Geschwister mit ihren Eigenarten dermaßen sympathisch, dass ich sie am liebsten adoptieren möchte. Dieser Roman ist mein persönliches Herbsthighlight unter den Neuerscheinungen, ich kann den zahlreichen Lobeshymnen von Journalisten und Autoren, die sich jetzt überall verbreiten, mehr als zustimmen!
 

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Wenn man sich dieses Hörbuch anhört, dann stellt man sich ständig die Frage, was die beiden all die Jahre verbunden hat. Er geht sehr hart mit seiner Frau um, betrachtet sie als geisteskrank und als schlechte Romanschriftstellerin. Verbal ist Fitzgerald Zelda überlegen, er äußert sich dermaßen arrogant und verletzend ihr gegenüber, dass Zelda sich immer weniger rechtfertigt und schlussendlich gewinnt Fitzgerald sogar Dr. Rennie, der den beiden zuhört, für sich. Zelda versucht durch ihr Schreiben glücklich zu werden und es scheint ihr auch in ihrer Psychose zu helfen. Gelesen von Birgit Minichmayr und Tobias Moretti (auch sehr gute Schauspieler) ist dieses Hörbuch der Inbegriff einer zermürbenden Hassliebe!
 

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Viele, die Alex Capus nicht persönlich kennen, werden seinen neuen Roman als "nett" bezeichnen. Ich kann mich noch genau erinnern, wie Capus bei der Buchpräsentation von "Léon und Louise" seine Bar Sevilla erwähnt hat. Und jetzt können wir die Geschichten aus dem Alltag eines Schriftstellers und Barkeepers nachlesen. All die unterschiedlichen Gäste mit Ihren Lebenskrise bereichern dieses Buch und machen ihn zu einem noch besseren Schriftsteller. Die täglichen Aufgaben, sei es als Ehemann, Familienvater oder Geschäftsmann lassen ihn erkennen, dass er glücklich ist, und diese Zufriedenheit macht auch den Leser glücklich. Ein beachtenswertes Buch!!
 

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Der Titel lässt eine schöne Liebesgeschichte vermuten, doch es steckt mehr in Hannah Rothschild. Entstammt sie ja der bekannten Bankiersfamilie und arbeitet schon lange als Journalistin und Autorin. Ein Bild beherrscht die Kunstszene und dieses Setting erinnert an die Welt, die der Autor Julian Fellows uns des Öfteren schon vorgeführt hat. In Rothschilds Roman erhält sogar das Kunstwerk selbst eine Stimme, indem es immer wieder von seiner Vergangenheit berichtet. Jean-Antoine Watteaus Gemälde ging nämlich durch die Hände von Königen und Päpsten. Eine spannende Handlung und viel kunsthistorischer Hintergrund vermittelt uns "Die Launenhaftigkeit der Liebe".
 

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In diesem Psychothriller erfahren wir von Stella, wie es sein kann, wenn man auf menschenunwürdige Art missbraucht wird und sich dann nicht mehr aus dem Haus traut. Wie eine Seele von Außen so stark wirkt, aber dann doch sehr schnell gebrochen wird. Dass dadurch Ängste entstehen können, dass man sich nicht mehr traut, im Winter ein 14-jähriges Mädchen in das warme Haus zu holen. Das Buch ist ein Einblick auf die Psyche verschiedener Menschen (dem Opfer, Täter, und viele mehr), und es wird durch drei verschiedenen Zeitstränge zu einem richtigen Pageturner. Ich fand den Thriller genial und freue mich schon auf das nächste Buch von Luana Lewis.
 

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Wer einen Krimi sucht, der trotz schwerer Thematik oftmals ein Lächeln ins Gesicht zaubert, ist bei diesem Buch von Tessa Korber genau richtig. Es erinnert meiner Meinung nach ein bisschen an „Glennkill“, ist aber wesentlich lustiger. Katzen, die in Paris am Friedhof Sonne tanken, zwei Katzenbrüder, die sich immerzu balgen und die Menschen drumherum, ergeben ein Bild, das man nicht so schnell vergisst. Auch die Beschreibung der Stadt mit seinen Gassen lässt einen über einen Städtetrip nachdenken. Geschrieben ist der Krimi aus verschiedenen Katzensichten und ein paar mal auch aus menschlicher Sicht. Spätestens nach diesem Buch würde ich mir Katzen als Haustiere wünschen, wenn ich nicht schon 4 hätte!
 

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Der Tod des US-Außenministers an einem rätselhaften Virus in München; die Beförderung Jessicas zur Leiterin der Task Force; das Verschwinden der hochbegabten Jill; ein Maisfeld in Tansania welches ohne Pestizide und Dünger bestes Getreide liefert? All diese Fragen lässt der österreichische Autor Marc Elsberg (ein Pseudonym) zum Thema Genmanipulation zusammenspielen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, deshalb ist es empfehlenswert, bei diesem Science Fictionroman zügig dranzubleiben. Der Roman ist gut und sehr spannend geschrieben, ohne viel „Schnörkel“, Fachbegriffe werden kurz erklärt. Ein spannender Wissenschaftsthriller, der zum Nachdenken über unsere Zukunft anregt, so wie sie vielleicht (hoffentlich nicht) aussehen könnte.
 

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Was sagt es über ein Buch, wenn ich (die ich sonst immer auf den letzten Drücker aufstehe!) extra den Wecker auf 6 Uhr stelle, um einen Kuchen für den Nachmittag zu backen? Genau! Es ist ein tolles Buch! Vom Titel bitte nicht irreführen lassen, es sind auch jede Menge Kuchen und sogar ein paar Seiten mit Aufstrichen wie Honigbutter oder Erdnussmus dabei. Die Herstellung von Hefeteig ist mit diesen Rezepten idiotensicher und auch die Vollkornteige sind hervorragend. Und was ich gemacht habe? Die Cinnamon-Rolls! Nachbacken dringend empfohlen!
 

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Mit einer einzigen unbedachten Bemerkung hat die 15-jährige Maggie eine Kettenreaktion ausgelöst: Ihre Eltern trennen sich, ihr Bruder wendet sich von ihr ab, ihre Familie ist zerstört. Noch 20 Jahre später wirkt dieser eine Satz nach. Doch jetzt hat Maggie beschlossen, dass es an der Zeit ist, diese Schuld wiedergutzumachen. Nach und nach entblättert sich die Vergangenheit und man erfährt, warum Maggie zu der einsamen und verschrobenen Frau wurde, die sie heute ist. So kann man nachvollziehen, warum zumindest aus ihrer Sicht die Entführung des kleinen Sam die logische Folge ist. Ein ruhiger Roman über Schuld und Vergebung. Und über Mutterliebe.
 

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Für dieses Buch benötigt man als Leser einen Kompass, denn Mathias Enard bringt so viele Themen zur Sprache, dass man ständig nachschlagen möchte. Er verfügt über ein immenses Wissen über den Orient und über die Existentialisten aus dem 19. Jahrhundert. Dieses Werk wurde mit dem Prix Concourt ausgezeichnet und ist wirklich das "Buch der Stunde". Man begibt sich auf eine Forschungsreise, die niemals langweilig wird und Enard schlägt auch nie einen belehrenden Ton an. "Kompass" ist wie Opium für den Geist!
 

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Alle existentiellen Krisen lassen sich auf die Probleme der Familie zurückführen. Amos Grossmann muss dem Schlimmsten ins Auge sehen: in seiner Familie haben sich einige nicht sehr vorbildlich während des zweiten Weltkriegs verhalten. . Diese Scham lässt ihn mit allen brechen, bis ihn Julie wieder zurückholt. Man erlangt ein gesteigertes Bewusstsein über die Verbrechen im zweiten Weltkrieg, auch Juden, die verfolgt wurden, haben Verrat an ihren Mitmenschen geübt. Das Buch ist eine Befreiung und sehr erbauend. Dinge, die so leicht aus dem Familiengedächtnis verschwinden können, kommen wieder ans Licht.
 

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Dieses Buch ist zwar nicht neu, sollte aber doch zur Kenntnis genommen werden. Gretchen Rubin gibt Ratschläge, die man irgendwann brauchen kann. Angeregt hat mich die Tatsache, dass man alle notwendige Informationen erhält, glücklich zu sein und sich nicht mehr mit Mittelmäßigkeit zufrieden gibt. Man wird umsichtiger und großzügiger zu anderen. Rubin ist der Meinung, dass man aus der hedonistischen Tretmühle heraustreten kann und es zwar nicht täglich, aber doch immer öfter schaffen kann, die neuen Vorsätze im Leben umzusetzen. Das Wesen der Liebe und des Glücks ist keiner magischen Zauberformel unterworfen, nur wenn man aufhört, ständig Lob, Anerkennung oder Gegenleistung von anderen zu erwarten, hat man mehr Spaß und bereut weniger im Leben. Lassen Sie sich inspirieren und fangen Sie an, glücklich zu sein!
 

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Der Titel klingt fast wie ein Lob : braver Hund. Aber brav ist der 10-jährige Mickey nicht immer. Er ist anders und weiß, dass er es mit seiner femininen Art bei den Unruhen in Irland in den 80ger Jahren nicht leicht haben wird. Paul McVeigh hat einen Bildungsroman geschrieben, der Ich- Erzähler ist an der Schwelle zum Erwachsenwerden und seine Ehrlichkeit und Naivität schützt ihn nicht vor Gewalt, Lügen und eigener Schmach. Der Autor treibt die Erzählung sehr gekonnt voran und geschickt weicht er platten Wendungen aus. Herrlich ist auch der irische schwarze Humor, herrlich Mickeys schauspielerische Talent! Ein Lebenskünstler!
 

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Dieser Roman beginnt 1944 in Polen währen des Zweiten Weltkrieges und spannt die Handlung bis in das Jahr 1977. Er erzählt von Ghettos, Flucht, Vertreibung, Tod, Widerstand, Displaced Persons und Überleben in dieser furchtbaren Zeit. Der Roman zeigt aber auch, wie die Nazi-Ideologie nach dem Krieg in vielen Köpfen keineswegs ausgerottet war und viele SSler ohne Verurteilung davon gekommen sind. Steven Uhlys Roman spielt ebenfalls in Israel, indem die nachfolgende Generation ein Weiterleben versucht hat. Ein eindringliches, aufwühlendes und Mut machendes Buch!
 

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Wer mehr über Simbabwe erfahren möchte, muss diesen Roman unbedingt lesen. Aber auch ohne ein Interesse an der afrikanischen Kultur bleibt der Leser nach "Die Farben des Nachtfalters" atemlos zurück. Langsam und mit viel Fingerspitzengefühl erzählt Gappah die Geschichte einer Albinofrau, die wegen Mordes an ihrem Ziehvater seit zwei Jahren im Gefängnis sitzt und auf ihre Hinrichtung wartet. Memory hat nichts mehr, nur mehr ihre Erinnerungen. Und diese wechseln aber, wie der nachfalter seine Farbe. Spannend, eine literarische Sensation!
 

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Ich werde langsam aber sicher zu einem Reichlin-Fan. Eingestiegen bin ich mit "In einem anderen "Leben" (erschienen 2015), und ich denke, ich sollte mir seine früheren Werke, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, zu Gemüte führen. Zu "Manitoba": Ein Mann fährt nach Minnesota, um mehr über seinen Urgroßvater, der ein Indianer war, herauszufinden. Niemand versteht den Schriftsteller, weder seine Exfrau noch sein Sohn, auch ein Schriftsteller. Die Suche nach seinen Wurzeln bringt ihn an seine physischen Grenzen, sein Herzleiden ist symptomatisch für seinen seelischen Zustand. Linus Reichlin ist ein großartiger Autor. Er versteht seine Figuren und erzählt Geschichten, die berühren. Die Sehnsucht nach der Wahrheit treibt ihn an und mit Spannung reist der Leser mit ihm in die tiefsten menschlichen Abgründe.
 

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Ein wirklich bezauberndes Buch. Leicht zu lesen, obwohl die Thematik das nicht erwarten lässt. Von Sonja lernt man, ein bißchen gelassener und mutiger zu werden, gerne begleitet man die junge Frau auf der Suche nach ihrem Vater. Den Menschen, denen sie begegnet, ist sie nicht gleichgültig und mit Spannung taucht man in ihre Sätze ein. Babkina ist kreativ, aber nicht abgehoben, und gerade diese Bodenständigkeit an ihrer Geschichte weiß ich zu schätzen!
 

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Auf dieses Buch habe ich gewartet! Jamie Oliver hat diesmal wirklich etwas Besonderes abgeliefert: Über 150 internationale Rezepte, darunter auch essbare Geschenke, Drinks und clevere Resteverwertung. Mehrere Seiten sind beispielsweise der perfekten Truthahn-Zubereitung gewidmet. Ich weiß, man soll nicht nach dem Äußeren gehen, aber das Cover ist herzig, und auch die Fotos im Buch (ja, sicher Großteils gestellt) lassen eine festliche Stimmung aufkommen. Kaum war das Buch letzte Woche im Geschäft eingetroffen, stand am Abend schon das erste Gericht daraus auf dem Tisch. Wie könnte es bei mir als bekennendem Suppenfan anders sein, war es die Bratapfel-Kürbis-Suppe. Großes Lob an dieser Stelle: Mr. Oliver ist bei den meisten Rezepten von der unüberschaubaren Flut an Zutaten abgekommen, sehr angenehm. Die Suppe schmeckte übrigens hervorragend -- Freundin U. zur später eintreffenden Freundin B.: "Nimm dir Suppe, ich hatte schon 4 Teller!"
 

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Das ist der neue Feelgood-Bestseller aus Schweden, und seltsamerweise fühlt man sich danach auch ein wenig verzaubert, denn all die guten Ratschläge fürs Leben, die dieses Buch für uns bereithält, könnten wir jederzeit befolgen. Als Zauberer gelingt Anton schon länger nichts mehr, auch scheint er vom Unglück verfolgt zu werden. Bei diesem Roman braucht man sich über gar nichts mehr zu wundern, nicht über Tränentriefer, über Waldfeen und Hexen, über die Waldkönigin, die immer schläft und über die 3 Aufgaben, die Anton erfüllen muss, um von seinem Todesfluch befreit zu werden. Es geht zu wie im Märchen, denn dieser Wald im Naturschutzgebiet birgt viele Geheimnisse. Ich habe mich des Öfteren beim Schmunzeln ertappt, die Magie ist auch an mir nicht vorübergegangen. Für alle Leser, die schräge Bücher lieben und an Waldfeen und Nachtklopfer glauben!
 

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Hier ein absoluter Geheimtipp und vielleicht sogar das für mich schönste Buch der Saison: Eine meisterhaft erzählte und großartig übersetzte Geschichte über die Irrnisse und Wirrnisse der Liebe von einem bei uns eher unbekannten australischen Autor, bei deren Lektüre einem manchmal nur noch der Mund offen bleibt vor lauter Poesie und Schönheit, die selbst noch die brutalen Szenen des Buches durchzieht. Rätselhaft und immer wieder überraschend raubt der Autor den LeserInnen bis zum Schluss den Atem. Ein absolutes Lesefest!
 

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Der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa serviert sein neuestes Schmankerl: ein Pasticcio aus pikant prickelnder Erotik, Gesellschaftskritik, Medienschelte und schonungsloser Analyse politischer Gegebenheiten. Besonderes Augenmerk wird diesmal auf die Verquickungen von Medien und Politik in totalitären Regimen gelegt. Herausgekommen ist ein vielschichtiger, unterhaltsamer Roman, in dem der Meister alle Register seines Könnens zieht.
 

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Drei Tyrolia-Kolleginnen, die schon so manchen Spiele-Abend miteinander verlebt haben, machen sich dran, eines der EXIT-Rätselspiele zu knacken. Die sog. Escape Games boomen ja schon seit geraumer Zeit; alleine in München, wo eine von uns schon mal live gespielt hat, gibt es ein Dutzend verschiedene Anbieter, und auch in Innsbruck kann man seit einer Weile sein Glück versuchen. Nun hat der Kosmos Verlag diese Art der Unterhaltung als Spiel für Zuhause auf den Markt gebracht. Worum geht's? Wir haben uns für die Variante "Die verlassene Hütte" entschieden. Mit Hilfe verschiedener Rätsel, Hinweise und Codes versuchen wir nun, aus dieser imaginären Hütte zu entkommen. Über die Warnung auf der Schachtel -- "Achtung! Ihr könnt dieses Spiel nur einmal spielen!" -- haben wir zunächst gelacht; aber es stimmt: Man schnippelt und knickt an den Spielmaterialien herum und muss sich jede Menge Notizen machen, um die Rätsel zu knacken. Die Köpfe rauchen, man muss um die Ecke denken und jedes Detail beachten. Nur um dann immer wieder festzustellen, dass man doch auf der falschen Fährte ist. An dieser Stelle sei verraten: Wir sitzen immer noch in der Hütte fest! Fortsetzung folgt an einem anderen Abend...
 

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Rebecca, 14 Jahre aus Ebbs: Das Buch hat mir super gut gefallen. Die Spannung zieht sich wirklich durch das ganze Buch, und ich freue mich schon sehr auf den 2. Teil! Der 17-jährige, französische Sacha hat ein großes Geheimnis: Er kann nicht sterben. Bis zu seinem 18. Geburtstag. Denn diesen Tag wird er, wie zwölf andere Jungen vor ihm, nicht überleben. Es ist ein uralter Fluch, und sein Vater ist beim Versuch, ihn zu brechen, ums Leben gekommen. Aber er hat ein paar Hinweise hinterlassen, dass er durch eine dreizehnte Tochter gerettet werden kann. Was er nicht weiß, dass er Hilfe bekommen soll. Zwar eigentlich Englisch-Nachhilfe, aber die bekommt er von Taylor, die so ziemlich das Gegenteil von ihm ist. Doch die beiden freunden sich an und treffen sich in Paris. Dort erfährt Taylor von Sachas Geheimnis und will ihm helfen. So machen sie sich auf die Suche nach Hinweisen, welche die Sache retten könnten. Wie es weitergeht, verrate ich euch nicht. Ich würde das Buch für alle empfehlen,, die gerne Fantasy Geschichten lesen.
 

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Es ist nicht so leicht, den Gedankengängen dieses Autors zu folgen. Die Ereignisse sind schnell erzählt: nach der Lesung trifft der Autor seine Jugendliebe wieder, von der er in seinem letzten Roman erzählt hat. Jutta nimmt in mit in ihr Zuhause und klagt über ihre Ehe, nebenan befinden sich die Kinder und der Ehemann. Teilweise ist man sich nicht sicher, ob dieses Gespräch überhaupt stattfindet, denn der Autor beginnt im Kopf einen neuen "Eheroman" zu schreiben. Im Regal hinter der Couch bemerkt er bekannte französische Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts, Proust und Stendhal werden am öftesten zitiert. Ihre Debatten über die Liebe sind auch heute noch aktuell. Sie wussten schon damals, was eine Ehe ausmacht!
 

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Zum 400. Todestag von William Shakespeare hat der Knaus Verlag ein tolles Projekt gestartet! Bekannte zeitgenössische Autoren wie Jo Nesbo, Margaret Atwood u.a. interpretieren seine Werke neu. Los geht's mit "Der Kaufmann von Venedig", "Das Wintermärchen" und "Der Widerspenstigen Zähmung". Weitere Titel wie "Othello", "Der Sturm" und "Hamlet" usw. werden folgen. Ich habe zunächst "Die störrische Braut" gelesen. Anne Tyler macht aus dem reichen Kaufmann Baptista den verschrobenen Wissenschaftler Battista, der (von seiner Uni längst in einen vergessenen Keller abgeschoben) nach Jahrzehnten der Forschung endlich kurz vor dem Durchbruch steht. Schon allein diese Figur ist so wunderbar dargestellt, dass ich des Öfteren lauthals lachen musste und zufällig anwesende Familienmitglieder durch lautes Vorlesen ebenfalls (zwangs-)beglückte. Ich empfehle wirklich jedem, der sich mit Shakespeare beschäftigen möchte, aber weder ins Theater kommt noch Lust auf eines der kleinen gelben Hefte hat, sich durch diese wunderbare Reihe durchzulesen! Ich mache mich demnächst an "Das Wintermärchen" = "Der weite Raum der Zeit"...
 

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Mit dem Kriminalroman "Anonym" haben wir endlich wieder was Neues aus der Feder des schon bekannten Autorenduos. Schon mit dem Vorgängertitel "Fremd" konnten mich die beiden als Fan gewinnen. Also war es natürlich klar, dass ich auch dieses Buch unbedingt Lesen muss. Ganz anders als erwartet handelt es sich hierbei um einen richtigen Krimi, mit allem drum und dran. Die sympathischen Ermittler Nina Salomon und Daniel Buchholz schließt man schon auf den ersten Seiten ins Herz. Was mich aber so fasziniert an der Art des Schreibens der beiden ist, dass man beim Lesen merkt, dass der Part Nina Salomons von Frau Poznanski geschrieben wurde und der Part von Buchholz von Herrn Strobel. Es ist positiv, dass es zwei Autoren geschrieben haben und die Story wirkt umso lebendiger. Außerdem greifen die beiden ein aktuelles Thema auf: die Nutzung des sogenannten "Darknets", (das Darknet ist ein eigener Bereich im Internet, für den man einige Computerkenntnisse braucht, um dort hinzugelangen) das sich immer mehr verbreitet und wo sich größtenteils Kriminelle rumtreiben, um anonym Geschäfte abzuwickeln. Alles in allem ein absoluter Pageturner, den ich nur empfehlen kann.
 

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Sophia Heim, 11 Jahre aus Mayrhofen: Das zwölfjährige Mädchen Serafina lebt seit sie denken kann mit ihrem Vater in den Kellergewölben des riesigen Herrenhaus Biltmore. Serafina schleicht oft mitten in der Nacht durch den Keller, da sie die ORF (Oberste- Ratten-Fängerin) im Haus ist. Doch auf einem ihrer Streifzüge entdeckt Sera einen geheimnisvollen Mann im schwarzen Umhang. Er zerrt ein kleines Mädchen hinter sich her, dass laut um Hilfe schreit! Der Mann presst dass Mädchen an sich und - es ist verschwunden!!! Serafina macht sich anschließend auf den Weg, um den Mann im schwarzem Umhang aufzuhalten ... Ich finde das Buch wirklich sehr, sehr spannend. Es ist lustig und zugleich auch ein bisschen traurig. Ich kann dass Buch nur weiterempfehlen! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!!!
 

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Erik, 11 Jahre aus Bludenz. Ben findet seine Oma langweilig. Leider muss er aber jeden Freitag zu ihr, weil seine Eltern tanzverrückt sind. Als er dann aber das dunkle Geheimnis seiner Oma enthüllt, will er unbedingt mehr Zeit bei ihr verbringen. Ben plant mit ihr den größten Juwelenraub aller Zeiten: Die Kronjuwelen zu stehlen ... Das Buch war echt gut. Es war so witzig, dass ich oft Tränen gelacht habe! Ich kann es nur empfehlen!
 

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Fanny, 9 Jahre aus Innsbruck: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil ich es lustig finde. Besonders lustig finde ich diese verrückten Ideen, z. B. dass die Menschen mit Kühen spazieren gehen und es statt Lasagne Erdbeerlasagne gibt. Statt Eis gibt es Gemüse in der Waffel. Das alles passiert, weil der Wetterhahn auf dem Kopf steht. Ich finde die Zeichnungen auch sehr gut gelungen, und durch diese kann man sich alles besser vorstellen. Danke für dieses tolle Buch!
 

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Jetzt weiß ich, wieso Camilleri immer Bücher schreibt, die sich gut verkaufen. Er ist einfach unterhaltsam und dieser Roman hat ein verblüffendes Ende. Ein Ende, das ich wahrscheinlich nicht ganz begriffen habe, aber genau aus diesem Grund bleibt einem „Die Verlockung“ in Erinnerung. Ein bißchen erinnert mich Camilleri an Umberto Eco, mit dem Thema der Korruption in Italien kein Wunder. Kein Montalbano, aber trotzdem ein guter Roman!
 

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Bergmann wird sich noch als ein berühmter Diogenes Autor etablieren. „Der Trick“ ist ein flüssig geschriebener Roman mit Tiefgang. Und das gibt es selten. Als „hochliterarisch“ kann man ihn nicht bezeichnen, aber die Geschichte des Magiers Zabbatini hat Tiefgang. Die Geschichte entwickelt sich langsam, doch Überraschungen bleiben nicht aus. David Grossmans Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ weist Ähnlichkeiten mit Bergmanns Geschichte auf, und ich bin überzeugt, dass Emanuel Bergmann die Leserschaft bewegen wird. Er ist witzig und wer Thomas Meyer kennt, sollte wissen, dass der jüdische Humor herrlich ist!
 

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Hier hat Sebastian Fitzek sich wieder einmal selbst übertroffen. Indem Thriller "Das Joshua- Profil" widmet er sich zwei brisanten Themen: Kindesmisshandlung und Predictive Policing (die Polizei arbeitet vermehrt mit Computer Programmen, die ein Verbrechen schon erkennen sollen bevor es passiert), was schon lange nicht mehr reine Science Fiction ist sondern schon in mehreren Staaten angewendet wird. Max Rhode, der Protagonist in diesem Buch, ist Autor und Vater und überzeugt davon, verrückt geworden zu sein, da gerade sein ganzes Leben zusammen bricht. Alles gerät aus den Fugen und die Sache ist am Ende viel größer als sie am Anfang zu sein scheint. Intrigen, Lügen und Gaunereien beherrschen diesen tollen Roman. Sebastian Fitzek führt seine Leser wieder einmal gekonnt in die Irre und überrascht zum Finale mit einer spannenden und ungeahnten Wendung, die einem den Atem raubt. Ich würde jedem Thrillerfan dieses Buch ans Herz legen und zum Abschluss noch einen kleinen Zusatz Tipp: wenn man diesen Thriller gelesen hat, kommt man nicht umhin, auch das Buch "die Blutschule", von Max Rhode, zu lesen, das ebenfalls aus Fitzek´s Feder stammt.
 

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Morena, 9 Jahre aus Aldrans: Es geht um Felicitas, ein Mädchen das immer Pech hat. Sie verliert ihren Kanarienvogel. Auf der Suche nach ihm geht sie in den verbotenen Wald und findet dort die Villa der Zaubertiere. Das ist ein Tierheim mit Zaubertieren. Sie beginnt in den Sommerferien dort auszuhelfen und erlebt viele Abenteuer. Dieses Buch hat mir bis jetzt am allerbesten gefallen. Es ist spannend, lustig und geheimnisvoll. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen!
 

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Francesco, 11 Jahre aus Innsbruck: Das Buch ist sehr lustig und spannend. Man kann nicht aufhören zu lesen. Sehr empfehlenswert! Zwei Brüder namens Hidde und Jeppe kämpfen um einen geheimen Keller. Den Eingang haben sie zusammen mit ihrem verstorbenen Bruder Ward im Schuppen gefunden. Nachdem Ward gestorben ist, machten Jeppe und Hippe aus, dass Hidde den Keller haben könne, wenn er nie ihr Geheimnis erzählen wird. Hidde hat aus diesem Keller ein Insektenlabor gemacht. Aber nun will Jeppe den Keller für sich haben und ein Schlagzeug hineinstellen. Er ist bereit dafür alles zu tun: laute Schlagzeug-Bombardierungen, mit dem Gartenschlauch durch das Luftgitter des Keller spritzen und Hidde für einen halben Tag im Keller einsperren. Das Buch hat mir sehr gut gefallen!
 

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Erik, 11 Jahre aus Bludenz: Als der Vater des Jungen Parker entführt wird, erfährt Parker zum ersten Mal von dem geheimen Projekt Six, an dem sein Vater arbeitet. Durch eine Erfindung seines Vaters kann er Gedanken lesen. Er erfährt, dass er Solomon Gladstone finden soll, damit er zum Planeten Six reisen kann. Doch das ist eine Herausforderung wie nie zuvor ...In all meinen Lesejahren hatte ich oft sehr spannende Bücher, doch das Buch ist wirklich toll zu lesen!
 

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Nicole, 10 Jahre aus Gries: In dem Buch geht es um 3 Mädchen – Beverly, Raymie und Louisiana. Die drei Mädchen gehen zur Twirling-Stunde bei Ida Nee. Alle drei wollen den großen Wettbewerb zur "Little Miss Florida" gewinnen. Beverly, Raymie und Louisiana sind alle sehr unterschiedlich. Aber leicht haben sie es alle nicht. Louisianas Eltern sind gestorben, und sie lebt bei ihrer Großmutter in ärmlichen Verhältnissen. Das Preisgeld würde sie dringend für ihre Großmutter und sich brauchen. Beverlys Papa ist fast nie zu Hause. Mit dem Titel erhofft sie sich mehr Aufmerksamkeit. Raymies Papa ist mit einer anderen durchgebrannt. Und wenn Raymie gewinnt, würde vielleicht ihr Papa zu ihr und ihrer Mutter zurückkommen. Obwohl die drei so unterschiedlich sind, entwickelt sich eine große Freundschaft zwischen ihnen. Und ob am Ende alles gut wird, müsst ihr selber lesen… Ich kann das Buch weiterempfehlen. Es hat mir sehr gut gefallen!
 

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Maximilian, 7 Jahre aus Rankweil: Gulliver ist ein englischer Schiffsarzt, der gern auf Reisen geht. Auf seiner ersten Reise in dem Buch trifft sein Schiff auf einen Sturm und wird zerstört. Gulliver wird im Lande Liliput an den Strand gespült. Die Bewohner fesseln ihn, da sie Angst vor ihm haben. Nach einiger Zeit wird er freigelassen, um ihnen im Krieg gegen ihre Nachbarn zu helfen. Gulliver würde aber lieber nach Hause reisen. Nach Hause zurück gekehrt, hält er es nicht lange aus und geht erneut auf Reisen. Dieses Mal gelangt er in das Land der Riesen. Ein Bauer-Riese entdeckt Gulliver und nimmt ihn mit nach Hause. Er zeigt ihn seiner Frau und später auch der Königin des Riesenreiches. Gulliver führt Kunststücke vor, wie ein dressiertes Tier. Ob und wie er nach Hause gelangt, muss man selbst lesen. Das Buch war spannend und lustig. Mir hat besonders gut gefallen, dass Gulliver beide Seiten erlebt hat. Am Anfang war er der Riese und alle hatten anfangs Angst vor ihm. Im Riesenreich war es für ihn genau umgekehrt.
 

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Wie kann so ein fröhlicher und geistreicher Mensch wie Dirk Stermann ein derart trauriges Buch schreiben? Wieso bleibt Claudes Leben so endlos bedrückend, obwohl er doch von einzigartigen und gewitzten Menschen umgeben ist? Wäre wohl zu banal zu behaupten, dass dem Kind die Liebe der Eltern fehlt, der gesamte Familienverband löst sich auf. Das Buch ist überraschend gut geschrieben, inhaltlich wohl durchdacht, nur muss man diese Tragik schon aushalten können. Das ist kein Humor, der weh tut, das ist der Alltag um uns herum, der schmerzt.
 

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Nathan Hill erzählt hier eine hervorragende Geschichte. Er besitzt das Talent, allen Charakteren eine eigene Stimme zu verleihen und schafft einen Roman, in dem sich jeder wiedererkennen kann. Man bekommt ein Gefühl der Zugehörigkeit und Aktualität, vor allem wenn Nathan Hill über die Polizeigewalt bei den Protesten in Chicago 1968 schreibt. Diese Geister sind Generationen später noch sehr lebendig, auch wir sind ein Produkt unserer Orte und unserer Zeit. 890 Seiten hat man schnell durch ohne sich zu langweilen, es wundert mich nicht mehr, dass Nathan Hill als einer der größten amerikanischen Autoren behandelt wird.
 

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Dieser Roman hat mich zunehmend erschreckt. Wie weit wir uns doch oft von der Wahrheit entfernen. Wir wollen Gina als Terroristin sehen, weil wir einen Schuldigen brauchen, auf den wir uns stürzen können. In "Der schmale Pfad durchs Hinterland" sind es die Grausamkeiten des Krieges, die mich erschüttert haben, in diesem Roman geht es um die Wahrheit, die nicht erkannt wird. Flanagan ist ein Autor, der fesselt, indem er denjenigen eine Stimme gibt, die nicht berühmt sind und auch das große Glück niemals finden. Irgendwie traurig, und doch so unglaublich wahrhaftig!
 

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Ingo, 11 Jahre aus Hall: Nicholas' Mutter verdient nicht mehr genug Geld, um ihr Haus zu erhalten. Deshalb muss sie es verkaufen. Das will Nicholas überhaupt nicht, denn er liebt das Haus und seinen großen Garten. Eines Tages taucht Opa Rose auf und erzählt von verschollenen Erbstücken. Das wäre DIE Chance, um wieder an Geld zu kommen und das Haus nicht verkaufen zu müssen, denkt Nicholas und sucht nach Hinweisen auf den kleinen Schatz. Ob er den Schatz findet? Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn es ist sehr spannend und manchmal lustig. Ich würde das Buch jedem empfehlen!
 

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Hannah, 13 Jahre aus Sistrans: Emi hasst ihr neues Leben in Hamburg. Und dann ist da auch noch die Neue ihres Vaters. Wie kann die nur immer so positiv sein? Auch ihr kleiner Bruder Oliver nervt die ganze Zeit. Und dann ist da auch noch Erik, der sie dauernd provoziert. Doch wegen eines Chemieunfalls müssen Emi und Erik zusammen Grafittis schrubben gehen. Und Emi fällt auf, dass Erik doch ganz nett sein kann... Das Buch ist sehr humorvoll und jugendlich geschrieben. Außerdem gefällt mir die Handlung auch sehr gut. Bis auf ein paar Stellen, die etwas langwierig waren, hat mir "Für dich soll's tausend Tode regnen" gut gefallen.
 

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Denken Sie doch beim nächsten Einkauf einer Tütensuppe mal nach, woher das pflanzliche Fett - also Palmöl - kommt? Woher beziehen die Lebensmittelkonzerne angeblich ihr "nachhaltiges" Palmöl? Nachdem man dieses Buch gelesen hat, wird man nie wieder Tütensuppe kaufen und bei jedem Lebensmittel nachschauen, ob Palmfett drinnen ist und dieses tunlichst im Regal lassen! Denn dass dafür Regenwälder gerodet und Kleinbauern um ihre Existenz gebracht werden, wissen wohl nur die wenigstens. Und fragen Sie sich mal, ob Sie wirklich Shrimps auf Ihrem Speiseplan haben müssen. Wenn Sie einmal die riesigen Flächen Aquakulturen in Bangladesch gesehen haben, vergeht Ihnen hoffentlich eh der Appetit! Wenn man hinter die Motive der Bill- und Melinda-Gates-Foundation blickt, erscheinen diese gar nicht mehr altruistisch ... Ein sehr kluges, aufrüttelndes Buch mit der Kernaussage: Dass nur wir alle als Gemeinschaft mit Solidarität, Mut und Entschlossenheit gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt ankämpfen können, damit unser Planet noch lange bewohnbar bleibt!
 

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Nun liegt die Old Filth Trilogie endlich komplett auf Deutsch vor, und auch der letzte Band enttäuscht die LeserInnen nicht. Vielmehr wird das Bild, das in den letzten beiden Bänden gezeichnet wurde, abgerundet, letzte Lücken werden gefüllt, und Unklarheiten werden beseitigt. Jane Gardam hat es geschafft, drei vollkommen gleichwertige Romane zu einem spannenden, unterhaltsamen Gesellschaftspanorama zusammenzufügen, das die Leserinnen vollkommen zufriedenstellt und beglückt. Und noch ein Hinweis zum Schluss: Bitte lesen Sie die Bücher wirklich in der vorgegebenen Reihenfolge - Sie werden mehr Spaß und Genuss dran haben, wenn sich die Zusammenhänge langsam erschließen.
 

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Christoph, 11 Jahre aus Flaurling: Danke für das coole Buch! Jimmy Coates ist 12 Jahre und für sein Alter eigentlich ein ganz gewöhnlicher Junge. Doch eines Tages musste er feststellen, dass er doch nicht wie alle anderen Kinder war. Wie aus heiterem Himmel hetzten ihn schwarz gekleidete Agenten durch ganz London und er wusste nicht, was mit ihm geschah. Im Laufe der Zeit erfährt er, dass er nur zu 38 Prozent menschlich ist und dass man ihn entwickelt hat zum Töten. Jetzt muss er sich entscheiden, wird er zur Killermaschine, oder rettet er sein und viele andere Leben? Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen. Es ist sehr aufregend geschrieben und hat sehr viel mit Technik zu tun.
 

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Ida Simons war ursprünglich eine gefeierte Konzertpianistin, deren Karriere durch ihre Deportation ins KZ Theresienstadt beendet wurde. Sie überlebte und schrieb den autobiographischen Roman Vor Mitternacht, der 1959 erstmals in Holland erschien und zum Sensationserfolg wurde. Danach verschwand das Buch aus dem Handel und wurde nun wiederentdeckt. Ida Simons beschreibt eine Kindheit in einer jüdischen Familie im Den Haag der 1920er Jahre. Liebevoll beschreibt sie die mehr oder weniger verschrobenen Mitglieder der Familie und erzählt anekdotisch aus ihrem Alltag. Die schicksalhafte Begegnung mit einer Familie der Oberschicht, die einen Steinway besitzt, wird für sie zum Schlüsselerlebnis. Der elegante Stil und der Humor der Autorin machen diese Kindheitserinnerung zu einem literarischen Leckerbissen.
 

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„Ein Leuchten im Sturm“ war mein erstes Buch von Nora Roberts, das ich gelesen habe, und Frau Roberts hat mich wirklich positiv überrascht! Dieser Roman ist der perfekte Begleiter für regnerische Tage, um es sich mit einer Decke auf dem Sofa gemütlich zu machen. Er sorgt für Urlaub im Kopf, ein Strahlen im Herzen und Spannung in den Fingern. Bis zur letzten Seite eine fesselnder und spannender Liebesroman.
 

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Früher hat mir immer mein Opa wundersame Märchen erzählt, die mich damals fasziniert haben. Sein Großvater erzählt Jacob auch Geschichten, so fantastisch, dass sie nicht wahr sein können. Doch Jahre später bekommt Jacob einen Brief von seinem Opa. Er soll sich auf die Suche nach der Insel machen, die viele Geschichten aus seiner Kindheit umspannte. Der Roman ist Spitzenklasse und auch die Comic Adaption lässt nichts zu wünschen übrig. Tolle Zeichnungen und auf den Punkt gebrachte Konversationen. Ich wünsche mir noch weitere Bücher von Riggs Ransom in so einer lesenswerten Adaption!
 

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Paul, 8 Jahre aus Schwaz: Das Buch war sehr spannend und toll! Im Buch gibt es Einmal-Eins-Zaubersprüche und eine geheimnisvolle Steintafel. In der Geschichte kommen 10 verschiedene Tiere vor, die verschiedene Aufgaben lösen müssen. Lasst euch überraschen und viel Spaß beim Lesen!
 

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Leonie, 9 Jahre aus Schwaz: Die Tintenkleckser sind los! Das Buch heißt Schulhofalarm. Es hat 140 Seiten und viele Bilder, was sehr lustig ist. Mit "Die Tintenkleckser - Schulhofalarm" ist bereits der zweite Teil dieser Serie erschienen, "Mit Schlafsack in die Schule" ist der erste Teil. Ich kenne das erste Abenteuer noch nicht, allerdings hat mir der zweite Teil so gut gefallen, dass ich auch den ersten sicherlich einmal lesen werde. Die Tintenkleckser - das sind die Kinder der Klasse 3a mit Frau Fauser als Klassenlehrerin. Sie haben einen Schulgarten angelegt, der ihnen einen Riesen-Spaß bereitet. Dieser Garten soll aufgrund eines Bauprojekts verschwinden. Leider kann auch der Rektor der Schule nichts dagegen unternehmen. Auf keinen Fall wollen die Tintenkleckser auf ihr geliebtes Baumhaus, das auch dort steht, verzichten. Jetzt sind Mut und gute Ideen gefragt. Doch die Kinder wollen ihren Schulgarten behalten und hecken einen Plan aus. Besonders schön fand ich, dass die Kinder Stärken und Schwächen haben ...jedes Kind ist halt anders. Auch ist ab und zu genau derjenige ein "Held", dem man es anfangs nicht zugetraut hätte. Die Geschichte gefällt mir sehr gut, weil die Kinder so zusammenhalten und so mutig sind. P.S. Auch der Mama hat die Geschichte sehr gut gefallen, denn sie ist vom Inhalt genau auf das Alter von Kindern im Volksschulalter abgestimmt.
 

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Adrian, 10 Jahre aus Mötz: Der Junge Jack landete in einem Heim namens St. August. Dort sind auch andere "Problemkinder" untergebracht. Jack flog aber sogar dort raus. Er wurde in ein neues Heim gebracht - "Mount Caravan". In diesem Heim waren noch einige Kinder, welche unter den „normalen“ Menschen als Problemkinder galten, nur hatten alle diese Kinder viele verschiedene Fähigkeiten und diese wurden von dem Heiminhaber, der eigentlich diese Schule leitet, gefördert. Durch diese Fähigkeiten kam es zu wunderbaren und interessanten Abenteuern ... Es ist ein sehr interessantes Buch und bleibt immer spannend. Es ist sehr detailreich. Ich finde es schön gestaltet. Es hat mir sehr gut gefallen. Daher würde ich es jedem weiterempfehlen. Dieses Buch war so spannend und unterhaltsam, dass ich es sogar zweimal gelesen haben, so gut hat es mir gefallen.
 

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Wieder einmal ein großartiges Buch aus der Feder von Markus Heitz. Diesmal verschlägt es uns in eine Wüstenstadt voll mit merkwürdigen Gestalten und Zauberei. Durch Zufall geraten die zwei Hauptprotagonisten Tomeija und Liothan in diese Stadt. Und müssen sich mit Zauberern, Gesetzen die sie nicht kennen und einem Herrscher(den nie jemand zu Gesicht bekommt) herumschlagen. Eine von Heitz neu erschaffene Welt, die jeden Fan in den Bann schlagen wird! Rasantes Tempo, starke Charaktere und ein Brocken Humor machen Heitz aus. Und er hat es auch diesmal geschafft, mich voll und ganz zu überzeugen.
 

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Und schon wieder hat Stephen King ein 500 Seiten dickes Buch zustande gebracht. Wenn man so wie ich eine fanatische King Leserin ist, fängt man sich langsam an zu fragen, wie er das macht, in einem Jahr manchmal gleich 3-4 Bücher zu schreiben. Naja egal, Hauptsache die Qualität nimmt keinen Schaden daran. In „Mind Control“ hält Stephen King wieder an der bekannten Geschichte des sogenannten "Mercedes-Killer" fest. Es ist nun schon der dritte Teil über das Massaker vor einer Jobbörse, für das Brady Hartsfield verantwortlich ist, und ich habe das Gefühl, wir werden noch mehr davon zu lesen bekommen. Man bemerkt auch, dass King in diesem Band wieder in sein gewohntes Genre der Fantasy zurückfällt. Die ersten beiden Bände der Serie waren eindeutig Kriminalromane, doch dieses mal haben wir wieder die übernatürlichen Phänomene, die man als Stephen King Fan ja schon kennt. Alles in allem wieder einmal ein gelungenes Buch, das ich jedem King Leser ans Herz legen kann. Und natürlich auch die Vorgänger Bände Mr. Mercedes und Finderlohn auf alle Fälle lesen!
 

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Nach fünf endlos langen Jahren können wir uns endlich wieder mit Smoky an einen neuen Abgrund bringen lassen. Schon die ersten paar Seiten haben mich nach alter McFadyen Manier gefesselt, so dass ich augenblicklich wieder süchtig war. Die Spannung lässt den Leser von einer Seite zur nächsten hetzen. Es lässt einen nicht mehr los und man ärgert sich, wenn man innehalten muss, um die täglichen Aufgaben zu erledigen. Ein fulminanter fünfter Teil, der absolut lesenswert ist!
 

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Die Eltern mit ausgeprägtem Sinn für soziale Verantwortung fördern die Tierliebe ihres Sohnes Chris. Mit 13 Jahren übernimmt er die Pflege der Elster Melvin und dessen Rückführung in die Wildnis. Weitere Stationen in seinem tierliebenden und sparsamen Aussi-Leben: Die erste Praktikantenstelle im Pearl-Coast Zoo bringt die Erkenntnis seines Berufswunsches: Tierpfleger. Über den Tipperary Wildpark zu einer Krokodilfarm bis zum Fremdenführer, wo Barns Backpacker Touristen die Natur Australiens abseits der Pfade näherbringt. Er gründet ein Schulungzentrum, um dann ein Tierheim zu errichten, immer sein Hauptaugenmerk darauf gerichtet, verwaisten Känguru-Babys ein Leben in der Wildnis zu ermöglichen. Bisheriger Höhepunkt waren die Berichte über Kangaroo Dundee im Britischen Fernsehen 2013. Diese 2 Folgen wurden beim International Wildlife Film Festival in Montana als beste TV-Serie ausgezeichnet. Fazit: Ein wertvolles Buch, für die ganze Familie!
 

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„Das Schelling-Projekt“ ist ein philosophischer Roman besonderer Güte. Fünf Freunde stellen einen Forschungsantrag für ein Projekt „zwischen Biologie und Humanwissenschaft“, doch dem Projekt mangelt es nicht an Intimität! Peter Sloterdijk korrespondiert mit seinen Mitstreitern per Brief- bzw. E-Mail Verkehr. Dieser gestaltet sich höchst unterhaltsam, die weit ausgreifenden aber doch beflügelnden philosophischen Erörterungen verlangen dem Leser einiges ab, belohnen ihn aber mit der freudigen Erkenntnis, dass kaum Vorstellbares noch übertroffen werden kann. Die erotischen Passagen setzen jäh und unerwartet ein. Ich empfehle das Buch unbedingt an mutige neugierige Leser – es ist der aufregendste literarische Spagat, der mir je in die Hände gefallen ist.
 

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Eine irische Kleinstadt in den 60er Jahren; Nora Webster hat kürzlich ihren Mann verloren und versucht nun, ein neues Leben zu beginnen. Dabei muss sie gegen überkommene Traditionen und Konventionen ankämpfen, was ihr nicht immer leicht fällt - alle anderen wissen schließlich besser als sie, wie sie ihr Leben und das ihrer vier Kinder wieder in den Griff bekommen könnte. Doch Nora geht ihren eigenen Weg und lässt sich von niemandem aufhalten. Am Beispiel einer Familie portraitiert Colm Toibin meisterhaft die Gesellschaftsstrukturen eines Landes im Umbruch.
 

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Beim Lesen dieses irrwitzigen und sehr melanchonischen Romans habe ich mir öfters überlegt, ob ihn Woody Allen wohl schon gelesen und sich die Rechte für das Drehbuch gesichert hat! Da ist Edie, eine ehemalige Anwältin, die das Leben hart gemacht hat. In Rückblenden erfahren wir so allerhand über ihre Kindheit und Jugend, ihre Ehe und die Familie. Eingeteilt in Kapitel "Edie 28 kg -- 92 -- 73 -- 95 -- 109 -- 151" ergibt sich ein detailliertes Bild ihrer Persönlichkeit und ihrer (Fr)Ess-Sucht. Und da ist ihr Ehemann Richard, für mich die eigentliche Hauptfigur. "Er hat sich nie beklagt, er passte sich einfach an, bis es zu spät war: der Fluch der Middlestein-Männer." Aber nach über 30 Jahren Ehe kann er sich eingestehen , dass ihn nichts mehr mit Edie verbindet, "dass das Beste in seinem Leben plötzlich das Schlimmste geworden war." Und so macht sich dieser alternde und einst erfolgreiche, jetzt abgehalfterte Geschäftsmann auf die Suche nach einer neuen Liebe...
 

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Endlich ist das letzte Buch von John Williams auf Deutsch erschienen! Und wieder ist es ganz anders, so auch das historische Thema! John Williams beschreibt Augustus, als hätte er ihn selbst gekannt. In Briefform und in unterschiedlichen Erzählperspektiven übermittelt er uns ein ausführliches Bild dieser längst vergangenen Kultur. Was hat Augustus so mächtig werden lassen? Als alleiniger Herrscher hat er allen Widerständen getrotzt und dem römischen Reich Wohlstand und Frieden beschert. Mir ist nach wie vor nicht klar, wieso John Williams Zeit seines Lebens nicht die Beachtung bekommen hat, die ihm zugestanden hätte!
 

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Mit Hefeteig ist es ja so eine Sache. Schon öfter stand ich vor einem Hefeteig, der partout nicht aufgehen wollte, obwohl ich (wie ich meinte) doch alles richtig gemacht hatte. Diese Schreckenserlebnisse gehören jetzt der Vergangenheit an, denn bisher sind mir alle Rezepte aus diesem kleinen, aber feinen Buch perfekt gelungen. Hier geht also nicht nur der Teig, sondern auch das Herz auf. Das für mich beste Kapitel widmet sich dem Kleingebäck; besonders empfehlenswert hier die Flachswickel und wahrhaftig der Zwieback! Für Kinder sind die sog. Franzbrötchen ein Hit -- sie wurden bei uns innerhalb einer Woche 4x gebacken und von allen Kindern samt Spielbesuch genüsslich verspeist.
 

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Seit Jahren verfolge ich die Kolumnen von Doris Knecht, doch man gewinnt einen besseren Eindruck ihrer Schreibkunst, wenn man sie in konzentrierter Form liest. Zum Glück erscheinen immer wieder im Czernin Verlag ihre gesammelten Werke, so auch dieser neue Band „Neue Geschichten vom Leben unter Teenagern! Natürlich ist sie schonungslos, kein Thema wird ausgelassen. Ich empfinde sie aber nicht als bösartig in ihrer Kritik, sondern als realistisch und amüsant! Ihr trockener Humor hilft ihr, den Alltag mit Teenagern zu überleben! Ein einmaliger Diskurs über das wirkliche Leben!
 

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John Wray wurde von einem Literaturmagazin unter die besten 20 amerikanischen Autoren gewählt. Bemerkenswert ist jedoch seine Zweisprachigkeit, da er nicht nur an der Columbia sondern auch in Wien studiert hat und zeitweise auch in Kärnten lebt. Die Hauptfigur leidet obsessiv an seiner Familiengeschichte und erst wenn er das Rätsel der Zeit lösen kann, ist er fähig, Teil der Gegenwart zu sein. Mit analytischer Schärfe und doch unglaublich unterhaltsam stellt der junge Waldemar Tolliver diejenigen ins Zentrum, die auf wissenschaftliche und philosophische Weise Herr der Zeit werden wollten. Ein bemerkenswerter Roman, der in uns das Bedürfnis auslöst, die Gegenwart mehr auszukosten!
 

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Hannah, 13 Jahre aus Sistrans: In Celestines Welt muss jeder perfekt sein. Wer es nicht ist, ist fehlerhaft. Wird mit einem "f" auf die Haut gebrandmarkt. Muss sein restliches Leben nach strengen Vorweisungen leben. Celestine will unbedingt perfekt sein. Doch dann wird sie auf eine harte Probe gestellt. Perfekt oder fehlerhaft? Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt. Celestine handelt in diesem Buch so, wie ich es auch getan hätte... Es hat mir sehr gut gefallen!
 

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Lola, 11 Jahre aus Innsbruck: "Und dann passierte etwas, mit dem Owen nie im Leben gerechnet hätte." Und los geht das Abenteuer. Bethany, Owens Mitschülerin, kommt aus seinem Buch geklettert! Sie springen gemeinsam durch Bücher und Welten und leider halten sie sich nicht an die Regel: Niemals in die Geschichte eingreifen! Chaos bricht aus ... Owen hilft Bethany, die seit langer Zeit versucht, ihren Vater zu finden! Die Abenteuer von Kiel Gnomenfuß, der Held aus einer Fantasy-Reihe, werden am meisten beschrieben. Gott sei Dank ist Kiel am Ende doch nicht gestorben! Das Buch ist interessant und spannend, allerdings war es gar nicht so einfach, den Überblick über alle Personen zu behalten. Etwas kompliziert auf dem Laufenden zu bleiben, in welchem Buch oder welcher Welt sich jemand gerade befindet! Aber für gute Leser, die es gewohnt sind, dicke Bücher zu lesen, sollte das Buch schon gut zu schaffen sein! Es gibt auch schon einen 2. Teil inzwischen!
 

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Endlich haben Harry Potter Fans wieder neuen Lesestoff. Nach jahrelanger Unklarheit, ob die Geschichte jemals fortgesetzt wird, ist nun der 8 Band auch endlich in deutscher Sprache erschienen. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ich dieses Buch überhaupt lesen sollte. Da die eigentliche Geschichte ja abgeschlossen ist und das Buch noch dazu nur in Form des Theaterskriptums geschrieben ist. Aber als ich die ersten 20 Seiten gelesen hatte, war ich wieder gefesselt von der wunderbaren Welt, die J.K. Rowling für uns erschaffen hat. Ich habe es keine Sekunde bereut, dieses Buch zu lesen. Und es kann sich wirklich jeder Fan darauf freuen. Man verschlingt es ebenso schnell wie die ersten 7 Bände. Ich wünsche allen so viel Vergnügen mit diesem Buch, wie es mir bereitet hat.
 

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Während des Lesens dieses Romans habe ich mich geradezu in den Protagonisten, den Spinner Jesper Lier, verliebt. Jesper ist 20 Jahre alt und gerade von München nach Berlin geflüchtet. Mit großen Hoffnungen und Träumen widmet er sich seinem Roman "Der Leidensgenosse". Er hat es sich in den Kopf gesetzt, ein großer Autor zu werden. Doch das echte Leben ist trist. Jesper lebt in einem Kellerloch in Berlin, hat kaum zu Essen, studiert nur pro forma. Alkohol, Tabletten und peinliche Auftritte bestimmen seinen Tagesablauf. Er ist an der Schwelle zum Erwachsenwerden, jedoch völlig orientierungslos. Man möchte den Spinner am liebsten an der Hand nehmen und durch sein chaotisches Leben ein Stück weit begleiten. Stellenweise musste ich spontan lachen, da es echt witzig geschrieben ist. Manchmal war es hingegen wieder fast zum Weinen. Insgesamt fand ich es amüsant und trotzdem tiefgründig. Ich kann dieses Buch von Benedict Wells wärmstens weiterempfehlen.
 

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"Im dunklen, dunklen Wald" ist der Debütroman der jungen britischen Autorin Ruth Ware, von der wir hoffentlich in nächster Zeit noch einiges hören werden. In diesem rasanten Thriller schreibt die Autorin über einen entgleisten Junggesellinnenabschied, der in einen abseits gelegenem Haus mitten im Wald stattfindet. Ohne Verbindung zur Außenwelt verbringen die Freundinnen und ein homosexueller Freund nun den Abend dort alleine. Als sie in der Nacht merken, dass ein Eindringling im Haus ist, nimmt der Schrecken kein Ende mehr. Ein wirklich spannender Thriller, den man garantiert nicht mehr aus der Hand legt.
 

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Endlich ist es da, das neue Buch von der deutschen Bestsellerautorin Charlotte Link. Als Fan wird man auch dieses mal keineswegs enttäuscht. Wieder einmal verstrickt sie mehrere Handlungsstränge geschickt ineinander und baut somit die Spannung der Hintergrundgeschichte immer mehr auf. In diesem Teil hat sie mich allerdings überrascht, da sie ausnahmsweise mal über einen männlichen Protagonisten schreibt. Fazit: Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Eine spannende Story, die gut geschrieben ist, mehr braucht es nicht für einen der besten Krimis des Jahres!
 

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Leni, 15 Jahre aus Mils: Azmera hat nur einen Wunsch: Sie will zu ihrem Vater nach Stockholm reisen, weg von Eritrea, wo sie nicht mehr zur Schule gehen kann und die Milizen vor ihrem Elternhaus patrouillieren. Sie macht sich alleine auf den Weg, um per Schlepper nach Europa zu kommen. Sie lernt Petros kennen und zusammen fliehen sie weiter. Doch sie wurden von den Schleppern betrogen, und schließlich schipperten sie auf sich alleine gestellt mit fast hundert anderen Flüchtlingen auf einem mickrigen Schlauchboot auf dem Meer. Als das Boot zu sinken beginnt, wird es knapp für die zwei jungen Leute, und dann stirbt auch noch ein sehr guter Freund der beiden. Werden sie es sicher an Land schaffen? Eine packende und tragische Geschichte, die leider zu oft der Wahrheit entspricht. Mir hat das Buch gut gefallen, da es eigentlich eine Tatsachengeschichte ist und dadurch habe ich einen besseren Einblick auf das bekommen, das hinter den vielen Flüchtlingen steckt. Aufstände, Unterdrückung, Betrug ist der Alltag, auch für die junge Azmera in diesem Buch. Ich empfehle das Buch gerne weiter, da es einfach zu lesen ist, und außerdem ist es, trotz des tragischen Hintergrunds, eine schöne Geschichte.
 

Gerade gelesen

Verena, 11 Jahre aus Matrei: Jessica musste für ihre große Schwester Tammi einen Cartoon zeichnen, das Thema "Umweltschutz". Sie zeichnete zwei Delphine und Tammi stellte sie, ohne Jessica es wissen zu lassen, ins Internet. Viele Leute fanden es ganz toll, und die Zeitung bot ihr einen Job an. Als sie am nächsten Tag in die Schule ging, traf sie ihre Freundinnen Amelia und Natalie. Sie erzählte ihnen von ihrem Erfolg. Die beiden waren für das Jahrbuch zuständig, da das ihr letztes Jahr auf der Grundschule ist. Als besondere Leistung wollte Jessica ihre Cartoons nehmen, doch Amelia und Natalie ließen das nicht durchgehen. So ging sie weiter zu ihrer Cartoon-Gruppe. Tanya freute sich total über ihren Erfolg und Joshua auch, Lewis nickte wie immer beifällig. Sie wollte, dass sie zu jedem Zeitpunkt dafür Werbung mache. Doch das stellt sich als sehr schwierig heraus und bringt ihr Ärger ein. Doch Tanya will es weiter versuchen, was wird wohl noch alles passieren?
 

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Emilia, 12 Jahre aus Erl: Lisas Leben ist ziemlich langweilig. Erst vor Kurzem ist sie umgezogen und ihre Mutter erlaubt ihr nicht, ohne ihr mit GPS ausgestattetes Handy aus dem Haus zu gehen. Dann kommt auch noch dazu, dass Lisas beste Freundin sie - nachdem sie umzog - einfach ignoriert. Doch dann merkt Lisa, dass in ihrer Nähe ein Waisenhaus gebaut wird. Kurzerhand fährt sie dort hin. Doch dann kommt sie in Schwierigkeiten, denn sie erzählte dem Gärtner, dass sie auch ein Waisenkind sei und er und seine Frau kümmern sich um Lisa. Der Gärtner schenkt ihr eine Nuss, auf die sie leider allergisch reagiert und ins Krankenzimmer eingeliefert wird. Erst als Lasse, ein Junge aus dem Waisenhaus, der exakt gleich aussieht wie Lisa, ihr hilft, schafft sie es, wieder nach Hause zu kommen. Nun fährt Lisa fast jeden Tag zum Waisenhaus, um ihre neuen Freunde zu besuchen. Doch warum sieht Lasse exakt so aus wie sie? Um das herauszufinden, müsst ihr das Buch selbst lesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es spannend ist, und ich empfehle es Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.
 

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Robin, 12 Jahre aus Bruck: Jackson ist ein wahrer Glückspilz, plötzlich sind die Lehrer besonders nett, ein schönes Mädchen hat ein Auge auf ihn geworfen und in der Kantine bekommt er größere Portionen. Als er eine Anfrage von einem Institut bekommt, erfährt er, dass er Menschen hypnotisieren kann. Dort wird ihm beigebracht, seine Gabe gezielt einzusetzen. Dabei gerät er in eine Verschwörung. Wenn ihr wissen wollt, ob er es schafft, die Welt zu retten, müsst ihr das Buch selber lesen. Ich hab das Buch spannend gefunden, und es war fesselnd geschrieben.
 

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Ben, 9 Jahre aus Innsbruck: Luis und seine Cousine Jade stöbern wieder mal auf dem Dachboden von ihrem Opa und finden dabei eine dunkelblaue Flagge mit einem Kreuz. Dabei fängt der Zauberspiegel zu leuchten an und die Kinder steigen in diesen Spiegel und kommen in eine Dorf, wo gerade das Bergsteigerfest gefeiert wird. Dort lernen sie einen jungen Bergführer kennen und beschließen, mit ihm die Teufelsspitze zu besteigen. Auf dem Weg dorthin passieren viele seltsame Dinge, denn auf dem Berg soll ein Monster leben, so erzählt eine Sage. Das Buch war sehr spannend, in manchen Momenten war ich richtig geschockt. Ich würde es allen zwischen 9-12 Jahren empfehlen, die gerne Abenteuergeschichten lesen.
 

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Emma, 9 Jahre aus Aldrans: In diesem Buch geht es um folgendes: Wilma hat eine Freundin und zwar eine Prinzessin Namens Luna Lila, die nur Wilma sieht. Als Wilma noch in den Kindergarten ging, durfte Luna Lila zu Hause noch am Tisch sitzen und mit der ganzen Familie mitessen. Doch als Wilma mit der Schule anfing, meinten ihre Eltern, sie sei zu groß für solchen Quatsch und Fantasiefreunde. Für Wilma jedoch ist Luna Lila immer noch da. Als Wilma in die zweite Klasse kommt, sind zwei neue Schüler, Ulli und Olli, da. Sie sind zwei Fieslinge und wollen Wilma ihren Glitzerstift wegnehmen und sind überhaupt zur ganzen Klasse ziemlich gemein. Als Wilma Luna Lila von der Sache in der Schule zu Hause erzählt, beschließt diese am nächsten Tag mit in die Schule zu gehen. Luna Lila versucht den zwei Jungs immer wieder kleine Streiche zu spielen, damit sie aufhören, so gemein zu sein. Am Ende werden Ulli und Olli doch noch nett. Besonders lustig fand ich Aylin, Wilmas allerbeste Freundin, die versucht zu jedem nett zu sein. Zum Beispiel unterstützt sie Nils - Wilmas kleinen Bruder - als er immer seine alte Schildkappe tragen will und die Eltern dagegen sind. Am Ende muss Aylin die alte hässliche Schildkappe selbst tragen. Auch die Lehrerin mit Fledermausohren ist sehr lustig. Im Buch sind manchmal für mich schwierige Wörter, sodass ich den Satz öfters lesen habe müssen. Aber dann konnte ich es doch verstehen.
 

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Iris, 11 Jahre aus Sistrans: Nory stammt aus einer Zauberfamilie. Ihre Geschwister Laurenz und Dalia sind schon in der Genieakademie, einer Zauberschule, wo keine Murksmagie geduldet wird, was soviel heißt, dass die Zauberei unnatürlich und unlogisch ist. Nory ist auch vermurkst und kann sich in mehrere Tiere gleichzeitig verwandeln, z. B in eine Drachenkatze. Sie schafft daher die Aufnahmeprüfung in die Akademie nicht und ist bitter enttäuscht! Sie muss nun stattdessen zu ihrer Tante gehen. Dort besucht sie Zickzack, eine Zauberklasse für Murksmagie. Sie erlebt in dieser viele Abenteuer, bei denen sie herausfindet, dass Murksmagie gar nicht so schlecht ist ... Mir hat das Buch gut gefallen, und ich empfehle es weiter! Schöner Buchdeckel, nett und fantasievoll geschrieben, leicht zu lesen.
 

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Sonja, 13 Jahre aus Sistrans: Um Geld zu bekommen für eine Reise nach Neuseeland, meldet Lena ihre beste Freundin Moya für ein wissenschaftliches Liebesexperiment an. Moya glaubt nicht an die Liebe und deshalb ist sie besonders interessant für die Experten. Nur sie und drei Jungs, die für sie in Frage kommen, müssen weitermachen unter allen anderen. Sie ist sorglos, denn schließlich kann ja gar nichts passieren. Doch wider Erwarten kommt alles anders, als sie denkt. Es hat mir gefallen, Einblick in Moyas Gedanken zu erlangen. Spannend ist, dass die Erzählung zwischen Moya und Lena wechselt, obwohl mir Lenas Geschichte nicht so liegt. Ich bin mir selbst unsicher, ob ich das Buch nochmal lesen würde und gebe daher keine ausdrückliche Leseempfehlung weiter!
 

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Tobias, 11 Jahre aus Bludenz: In diesem Buch geht es um Carlo, der in einer Villa für Hochbegabte landet und dort eine spannende Zeit erlebt. Die Kinder machen einen Ausflug auf eine Insel und dort wird dann die Brücke zu der Insel gesprengt. Erpresser wollen schließlich Geld von den Eltern, wenn diese ihre Kinder wiedersehen wollen. Die Kinder versuchen natürlich wieder zurück zur Villa zu schwimmen, doch die Erpresser haben ein Gerät gebaut, das sie daran hindert zurück zu schwimmen. Schließlich versucht Carlo in der Nacht um dieses Gerät herum zu schwimmen und es gelingt ihm. Dort angekommen verständigt er die Polizei, und so werden die Kinder befreit und die Eltern, welche das Geld schon bezahlt haben, bekommen es wieder zurück. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe es in zweieinhalb Tagen fertig gelesen und kann es Abenteuerlustigen nur weiterempfehlen.
 

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Marie, 12 Jahre aus Innsbruck: Mein Name ist Sally Jones. Ich bin Maschinistin auf der Hudson Queen. Besser gesagt, ich war Maschinistin in der Hudson Queen. Bis mein Freund und Geschäftspartner Henry Koskela einen Transportauftrag vom sonderbaren Morro erhielt. Mir war der Mann mit dem Schnauzbart von Anfang an nicht geheuer. Er stank geradezu nach Angst. Aber da wir zu dieser Zeit gerade keine Arbeit hatten, nahmen wir den Auftrag an. Am gleichen Tag machten wir uns auf den Weg. Die Hudson Queen glitt mühelos durch den Fluss. Ab und zu mussten wir Sandbänken ausweichen, aber ansonsten lief alles perfekt. Am späten Abend kamen wir an einem Wasserfall an. Daneben stand am Ufer ein altes, zerfallenes Haus. Niemand war zu sehen, der uns die zu transportierenden Kisten mit Fliesen aufladen hätte können. Da es aber schon zu dunkel war, um weiter zu fahren, mussten wir über Nacht dort bleiben. Was ab diesem Zeitpunkt alles geschah, müsst ihr selbst nachlesen. Ich habe die ganze Geschichte mit einer von mir reparierten Underwood No. 5 (das ist eine Schreibmaschine) für euch aufgeschrieben. - Mir hat das Buch ziemlich gut gefallen. Es ist spannend und witzig erzählt. Ich denke aber, dass es für etwas jüngere Kinder besser geeignet ist. Erzählt wird die Geschichte von der Gorilladame Sally Jones, die ihren Freund, den Chief, vor einer 25jährigen Haftstrafe retten muss. Um seine Unschuld bei einem Unfall zu beweisen, reist sie um die ganze Welt.
 

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Francesco, 11 Jahre aus Innsbruck: Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es sehr spannend ist. Man denkt auch einen Moment nach, ob diese Geschichte wirklich geschehen könnte. Die internationale Firma Vindiqo erzielt große Gewinne mit der Züchtung im Labor von Killerbienen. Einem Wissenschaftler, der das Hirn von Vindiqo ist, ist es gelungen, gentechnisch veränderte Bienen zu züchten. Diese Killerbienen haben einen großen Stachel und einen noch größeren Giftbeutel. Diese Killerbienen werden dazu verwendet, sämtliche Honigbienen zu töten, damit jeder Imker gezwungen ist, diese Killerbienen zu kaufen. Jake ist ein ganz gewöhnlicher Junge in den USA, der in den Sommerferien nicht viel zu tun hat, da seine zwei besten Freunde Aaron und Pete auf Urlaub sind. Eines Tages, als er in der Vorratskammer den Vindiqo-Vorrat seiner Mutter anzapft, hört er seinem Vater zu seiner Mutter sagen, dass vielleicht jemand in dem verlassenem Haus in der Gleam-Street wohnt. Das interessiert Jake besonders, und er schlendert dorthin, um sich umzusehen. Dank seiner Beobachtungsgabe entdeckt er dort, dass der viele Müll, der immer da liegt, verschwunden ist. Auch das Vorhängeschloss ist nicht mehr da. Jake klettert auf einen Baum in der Nähe des Hauses und beobachtet mit dem Fernglas seines Vaters. Dann plötzlich starrt ein etwa gleichaltriges Mädchen ihn mit einem Fernglas an. Jake bekommt einen riesen Schock und wäre fast vom Baum gestürzt, doch er hält sich fest und klettert so schnell wie er kann hinunter und rennt nach Hause. Doch in dieser Nacht wird Jake von einem Geräusch aufgeweckt. Dann geht die Schreibtischlampe an und das Mädchen von vorher sitzt vor seinem Bett. Hinter Jake setzt sich jemand anderes auf das Bett und flüstert:"Denk ja nicht daran zu schreien, Greenhorn. Schlimme Dinge werden passieren wenn du schreist." Danach werden die beiden namens Lizzie und Filby etwas freundlicher und sie erzählen ihm, dass sie von Stormglass (Stormglass bildet Undercover-Agenten aus) sind und Jake jetzt auch, wenn er will, ein Stormglass-Agent sein kann. Das will er auch. Diese Agenten lassen ihn in Luxusfliegern von einem Ort zum anderen fliegen und er bekommt eine coole Ausrüstung, darunter ein Storm-Pad, auf dem man fast alles machen kann: Es führt ihn durch Verfolgungsjagden, Russland, England, Afrika und den Verrat eines Freundes. Dabei auch noch durch eine Schlacht beim Stormglass-Hauptquartier. Man könnte darüber nachdenken, ob diese Geschichte wahr sein könnte. Aber ich hätte Zweifel daran, dass es eine geheime Agenten-Organisation wie Stormglass gibt, die Undercover-Agenten wie Jake ausbildet. Aber so ein Storm-Pad wäre schon ziemlich cool, wie auch immer in diesen Luxusfliegern zu reisen, in denen ein Wirlpool oder andere Sachen sind, die Lizzie so gern mag. Und eigentlich sollten so große Organisationen wie Stormglass oder Vindiqo auf gewisse "Maulwürfe" wie Filby achten. Und man sollte auch ein bisschen Mut wie Jake und Lizzie haben, um sich in Flugzeugen voller eingepackter Killerbienenstöcke einzuschleichen. Das Buch ist sehr empfehlenswert, und ich freue mich schon auf den nächsten Teil!
 

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Johanna Eva, 14 Jahre aus Innsbruck: Quinn lebt abgeschieden mit ihrer Großmutter in einer verlassenen Gegend, hat Hausunterricht - dadurch keine Freunde und fühlt sich einsam. Ihre Mutter besucht sie nur, wenn Quinn Probleme macht, ihren Vater kennt sie nicht. Piper lebt mit ihren Eltern als Einzelkind in der Stadt, hat einen Freund, viele andere Freunde und lebt das normale Leben eines Teenagers. Es scheint so, als hätten sie nichts gemeinsam. Die beiden Mädchen lernen sich auf einem Begräbnis kennen - dem ihrer Mutter. Auch wenn sie geschockt sind, weil sie zudem auch noch haargenau gleich ausschauen und das gleiche Geburtsdatum haben, verbindet die Zwillinge etwas von Anfang an, und sie kommen langsam aber sicher einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur... Im großen und ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen, da man die Gefühle der Zwillinge kennen lernen und es sich ungefähr vorstellen kann, wie es ist, einander verschwiegen zu werden. Allerdings wurde mir das Ende dann zu mystisch und das Hauptthema war Magie. Wen aber diese Dinge interessieren, der ist bei diesem Buch definitiv richtig!
 

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Eigentlich ist mit dem Titel schon alles erklärt, das Buch ist in dieser Reihenfolge aufgebaut. Und doch schenkt uns Gerhard einen neuen Einblick in eine Dorfgemeinschaft, die sich beim Lawinenunglück im Januar 1951 aufgelöst hat. Max Schreiber kommt in das Dorf um über eine Hexenverfolgung zu schreiben, die vor genau 100 Jahren stattgefunden hat. Und er erfährt, wie es sich anfühlt, nicht Teil der Gemeinschaft und ausgestoßen zu sein, die Verbundenheit der Dorfbewohner zur Natur, wie die alten Geschichten heute noch Aberglauben verbreiten. Max Schreiber verfällt der Paranoia, seine Todesangst wird immer größer, bis die Lawine alles unter sich begräbt. Bald verwischen sich die Grenzen zwischen Realität und Aberglaube, immer spannender wird die Sprache und wir stellen uns die Frage, ob Aberglaube symptomatisch für eine Dorfgemeinschaft ist. Gerhard Jäger ist eine Lawine, die auf uns herabstürzt. Und die Vergangenheit, wie er sie beschreibt, gibt es auch nicht mehr, vom Fortschritt - auch in den Dörfern - überrollt. Was Robert Seethaler vorgemacht hat, kann Gerhard Jäger noch toppen!
 

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Joan Castleman beschließt auf dem Flug nach Helsinki, sich von ihrem Mann zu trennen, der dort einen renommierten Literaturpreis entgegennehmen soll. In Rückblenden erzählt die Autorin eine Geschichte von Selbstverleugnung auf der einen und Selbstverherrlichung auf der anderen Seite. Die stetig wachsenden Erfolge und die dadurch bedingten Affairen ihres Mannes veranlassen die Ehefrau dazu, ihre Rolle in dessen Karriere neu zu reflektieren. Und diese Rolle ist größer, als man zunächst glauben möchte. Eine bissige Geschichte über die Institution der Ehe, künstlerische Erfolge und andere Missverständnisse.
 

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Chaira, 12 Jahre aus Oberhofen: Ich finde dieses Buch einfach sehr empfehlenswert, doch ich mochte den ersten Teil auch gern und kann euch beide Teile nur sehr ans Herz legen. Aber bei Ostwind braucht man Pferde gar nicht mögen, denn es ist einfach immer ein neuer und sehr verrückter Abenteuertrip durch die Natur. In diesem Buch geht es um „34“, die trächtige Stute, und um OSTWIND. Eines Tages blieb Mika ganz allein mit den Pferden auf dem Kaltenbach Hof und Mikas Gabe mit Pferden zu reden, sagte ihr, dass 34 allein sein möchte. Darum ritt sie mit Ostwind in den weiten Horizont und lies sich von ihrem Pferd einfach treiben. Aber dann brach plötzlich ein heftiges Gewitter aus, ausgerechnet an dem Tag, an dem 34 ihr Fohlen zu Welt bringt. Danach ist nichts mehr, wie es war ... Mika bekam Schuldgefühle und wusste, sie muss weg, sie wollte mit Ostwind zurück in seine Heimat. Falls euch dieser Ausschnitt interessiert hat, könnt ihr euch das Buch gerne zulegen. Ich hoffe euch hat es gefallen - eure Testleserin!
 

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Sarah, 13 Jahre aus Innsbruck: Der Roman ist in der Ich-Perspektive der 15jährigen Madina geschrieben. Sie ist mit ihrer Familie vor dem Krieg, vor Hunger und Bombenhagel geflohen. In ihrem neuen "Zuhause", dem Flüchtlingsheim, sehnt sie sich nach Normalität. Aber das ist fast unmöglich. Ihr Vater ist immer noch sehr streng und tut sich schwer, die neue Situation anzunehmen. Ihre Tante und ihre Mutter streiten ständig, einer ihrer Nachbarn entscheidet sich für den Kampf als Dschihadist und ihr kleiner Bruder soll auf einmal auf sie aufpassen, obwohl Madina doppelt so alt ist wie er. Madina selbst geht zur Schule, lernt die neue Sprache, verliebt sich in einen Bub und würde am liebsten jeden Tag mit ihrer allerbesten Freundin Laura verbringen. Zugleich schämt sie sich für die schäbige Unterkunft im Fluchtlingsheim, leidet unter ihren Ängsten und träumt in der Nacht vom Krieg, der Flucht und von Gewalt. Je mehr Madina es schafft, sich an die neue Umgebung anzupassen, desto mehr wird sie von ihren Eltern wie ein Fremdkörper behandelt. Sie ist eine tolle junge Frau, nicht weil sie alles perfekt meistern kann, sondern weil sie es schafft, trotz der Schwierigkeiten des Alltags und ihrer Position als Flüchtling, immer wieder Hoffnung zu schöpfen und neue Auswege zu finden. Das Buch ist sehr schön geschrieben und die Geschichte fesselnd. Man hört ständig von Flüchtlingen und diese Geschichte hilft wirklich, die Situation etwas besser zu verstehen.
 

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Lorenzo, 13 Jahre aus Innsbruck: Die kleine Gemeinde in New Serenity ist die schönste, sauberste und sicherste Stadt in New Mexico, die man sich nur vorstellen kann. Die 185 Einwohner, die in einer Fabrik arbeiten, führen ein gutes Leben. So dachte auch Eli, bis er eines Tages die Stadtgrenze überquert und voller Schmerzen zusammenbricht. Von nun an ist es klar. Irgendwas stimmt in dieser Stadt nicht. Und gemeinsam mit seinen drei Freunden macht er sich daran, herauszufinden, was dort los ist. Dieses Buch hat mir nicht so gut gefallen, weil es einfach nicht sehr interessant war, mich nicht gefesselt hat und es immer um dasselbe geht. Der Autor wiederholt sich oft und ich habe die Geschichte als langweilig empfunden.
 

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Florian, 12 Jahre aus Ellbögen: Das Buch handelt von einem Jungen namens Leon und seinem Onkel Mike. Als Leon erfährt, dass sein Vater nicht mit ihm zum Camping Urlaub, sondern mit seiner neuen Freundin in ein Kinderhotel verreisen will, haut Leon ab und fährt nach Hinter-Oberdorf zu seinem Onkel. Dort will er mit ihm seinen besten Sommer erleben. Zusammen erleben sie viele Abenteuer, so u.a. die Beerdigung eines Schuhs und eine Hungersnot. Dabei lernen sie viele Leute kennen, zum Beispiel den Busfahrer Fritz Frankenstein und Paula mit ihrer Mama Sue. Ob es dann wirklich Leons bester Sommer wird, müsst ihr selber lesen. Viel Spaß dabei!
 

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Laila, 8 Jahre aus Innsbruck: Pelle von Pimpernell ist ein Hund, der leider schon gestorben ist und deshalb ein Geisterhund geworden ist. Als Geisterhund lebt er auch noch immer bei seiner Familie, aber die können das nicht verstehen und merken nicht, dass er noch da ist. Das heißt irgendwie merken sie es ja schon, aber sie verstehen eben nicht wirklich, was da passiert. Pelle hat zwar seine Geisterfreunde, aber er wäre viel lieber wieder allerbester Freund mit seinem Lieblings-Menschen-Mädchen Winnie. Doch das scheint einfach nicht klappen zu wollen. Doch auf einmal passiert etwas, das Pelle und Winnie wieder zusammen bringt. Pelle muss nämlich seine Menschen beschützen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil ich die Idee, dass gestorbene Tiere als Geistertiere weiterleben, sehr schön finde. Von uns ist auch einmal ein Welpe gestorben und auch schon einige Meerschweinchen. Vielleicht laufen die noch in unserem Haus herum und wir bemerken es nicht. Seit ich das Buch gelesen habe, versuche ich besser aufzupassen, ob nicht vielleicht ein Geistertier mit mir Kontakt aufnehmen will.
 

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Sophia, 11 Jahre aus Mayrhofen: Sasha ist ein Waisenkind! Seit Jahren wechselt sie von Waisenhaus zu Pflegefamilie und wieder zurück! Ihre letzte Pflegefamilie war ein wirkliches Desaster. Doch Sashas Betreuerin Fran steckt sich gleich wieder in die nächste Familie, Joe und Beth. Ihre Pflegeeltern sind wirklich nett und dass Beste - sie besitzen einen Pferdehof!!! Sasha kann es kaum glauben. Leider bekommt sie mit, dass es nur auf Zeit ihr neues Heim ist und stellt alle möglichen Aktionen an, um doch auf dem Hof bleiben zu können ... Dass Buch ist sehr lustig, aber auch ein bisschen traurig! Ich bin mir sicher, dass es jedem Pferdefreund mindestens genauso gut gefällt wie mir! Sasha und Meteor ist mein neues Lieblingsbuch!!!
 

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Maria, 11 Jahre aus Aldrans: In dem Buch geht es um ein Mädchen namens Alea. Bisher wohnte es bei seiner Pflegemutter Marianne, die eines Tages einen Herzinfarkt bekam. Als Alea alleine durch das Hafengelände geht, findet sie auf einem Schiff eine Bande mit zwei Jungen und einem Mädchen. Die Kinder überreden sie dazu, mit aufs Boot zu kommen, aber da Alea sterben könnte, wenn sie mit kaltem Wasser in Berührung kommt (sie hat eine Kaltwasserallergie), ist das doch nicht so eine gute Idee. Plötzlich fällt sie aber über Bord und verwandelt sich unter Wasser in einen Meermenschen. Dann lernt das Mädchen den Waisenjungen Lennox kennen, der auch mit auf das Schiff kommt. Die fünf Kinder machen sich auf den Weg, um Aleas Geheimnis ihrer Herkunft auf die Spur zu kommen. Für mich war das Buch sehr spannend, und ich hatte immer Lust, daran weiter zu lesen. Besonders toll fand ich, dass die Handlung nicht realistisch war.
 

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Chiara, 11 Jahre aus Bruck: Eines Nachts schaut Sophiechen aus ihrem Zimmerfenster des Schlafsaals, wo sie schläft, und sieht etwas, was sie noch nie gesehen hat. Sie sieht, wie ein Riese eine Trompete aus einem Koffer holt, sie in das Zimmerfenster der Nachbarn steckt und irgendwas hineinpustet. Sie fragt sich, was das wohl sein kann, doch plötzlich dreht sich der Riese um und sieht dem Mädchen in die Augen. Sophiechen duckt sich, doch der Riese hat sie gesehen und kommt auf ihr Fenster zu. Sie läuft zu ihrem Bett und schlüpft schnell hinein. Auf einmal kommt eine Hand herein und nimmt Sophiechen hoch. Sie erschrickt, doch sie schreit nicht, weil sie weiß, dass sie die anderen nicht aufwecken darf. Auf einmal rennt der Riese los und nimmt sie mit. Sie weiß nicht, wie ihr geschieht. Der Riese erklärt ihr alles, als sie in einem Land ankommen, von dem sie noch nie gehört hat. Und da erfährt sie, dass, wenn ein Mensch einen Riesen gesehen hat, dieser Mensch für immer und ewig bei dem Riesen bleiben muss. Sophiechen findet etwas heraus, dass so schlimm ist, dass sie mit der Königin von Endland reden muss. Werden Sophiechen und der Riese es schaffen und die Königin von England überzeugen? Das müsste ihr schon selbst nachlesen. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es wunderschön geschrieben ist und zeigt, dass manchmal das Unmögliche geschafft werden kann, wenn alle zusammen helfen.
 

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Paul, 8 Jahre aus Schwaz: Das Buch hat mir gut gefallen! Es war so spannend und toll, dass ich es an einem Tag ganz durch gelesen hab. Es geht um Lasse und Maja, das sind zwei Detektive, die etwas bei drei Feuer-Ausbrüchen und etwas bei drei gestohlenen Dingen zu tun haben. Lasst euch überraschen!
 

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Lena, 14 Jahre aus Innsbruck: In diesem Buch geht es um ein Mädchen namens Ellie. Dieser Montag ist ein wichtiger Tag für sie, da sie als Vizeschulsprecherin kandidiert, die Softball-try-Outs stattfinden, sie einen Geschichtetest hat und sie sich mit ihrem Freund Tristan nach einem Streit versöhnen möchte. Leider geht alles falsch, was nur falsch gehen kann und Tristan macht mit Ellie Schluss. Sie wünscht sich sehnlich eine zweite Chance und bekommt sie auch prompt. Die Montage wiederholen sich, aber Ellie hat keine Ahnung, trotzdem sie versucht, alles richtig zu machen, wie sie die „Montagszeitschleife“ beenden kann ... Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Zwar war es für meinen Geschmack nicht spannend genug, aber trotzdem war dieses Buch lebendig und lustig geschrieben.
 

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Marie, 12 Jahre aus Innsbruck: Anna führt das normale, gestresste Leben einer Jugendlichen. Sie trainiert Handball, geht Tanzen und würde am liebsten ihre gesamte Zeit auf dem Snowboard verbringen. Ihre Eltern erwarten mehr Anstrengung für die Schule und so hat Anna zu wenig Zeit, um das alles unterzubringen. Bis sie das Mädchen trifft. Es macht ihr einen sonderbaren Vorschlag: Es würde ab jetzt alle Hausaufgaben und das Lernen in Annas Gestalt übernehmen. Wenn Anna am Ende des Schuljahres seinen Namen weiß, wird es für immer aus ihrem Leben verschwinden. Wenn nicht, verschwindet Anna, als hätte es sie nie gegeben. Da Anna einen vermeintlichen Trumpf in der Tasche hat, nimmt sie das Angebot an. Doch schon bald bemerkt sie, dass das Mädchen einen immer größer werdenden Teil ihres Lebens beansprucht. Annas Bruder wird sterbenskrank, ihre geliebte Hündin Pila stirbt einen grausamen Tod und Anna weiß, wer sie auf dem Gewissen hat. Doch wie soll sie den Namen des Mädchens herausfinden? Und würde das etwas bringen? Hatte das Mädchen überhaupt einen Namen? All diese Fragen schießen Anna durch den Kopf, während sie verzweifelt versucht, das Rätsel zu lösen. Diese Geschichte ist etwas absurd. In einer normalen Welt geschehen unmögliche Dinge. Trotzdem ist das Buch spannend und ich habe es, da ich nicht mit dem Lesen aufhören, konnte, ohne Pause durchgelesen. Dieses Buch ist wegen seiner 135 Seiten genau richtig für eine Geschichte zwischendurch.
 

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Maximilian, 8 Jahre aus Rankeil: Hase und Holunderbär sind dicke Freunde und leben in einem Baumhaus in der Hasenheide. Dort ist es sehr gemütlich. Eines Morgens beobachten die beiden einen Regenbogen und finden in einem Buch einen Hinweis, dass sich am Fuß des Regenbogens ein Schatz befinden soll. So machen sich die beiden auf den Weg, diesen zu finden und rudern zur Holunderinsel. Dort angekommen, fangen sie nach einem Picknick sofort mit dem Graben an und finden zum Schluss eine große Überraschung. In der zweiten Geschichte geht es um spannende Detektivarbeit auf der Suche nach einem Futterdieb, der der Reihe nach allen Bewohnern der Hasenheide die Wintervorräte stiehlt und auffrisst. Zum Schluss machen sich Hase und Holunderbär noch auf den Weg, um das Geheimnis der alten Goldmine herauszufinden. Das Buch fand ich total lustig, besonders wenn sich die beiden Freunde tollpatschig auf Diebessuche gemacht haben. Die lustigen Zeichnungen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. So konnte ich mir das richtig toll vorstellen, wie es in der Hasenheide zugehen muss. Spannend ist es auf der Suche nach dem Dieb und später dann auch in der Goldmine. Über allem steht aber immer wieder die Freundschaft zwischen Hase, Holunderbär und allen anderen Bewohnern in der Hasenheide.
 

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Jacob, 10 Jahre aus Rankweil: Auf einer einzigartigen Insel leben Tiere, Pflanzen, Menschen, Magier und andere Wesen friedlich zusammen. Diese ist nicht auf normalem Wege erreichbar und wird außerdem von den Neblingen, kleinen Lebewesen, die Musik lieben und dann Nebel erzeugen, vor fremdem Blicken versteckt. Von einer Bucht gelangt man durch den "Gügel" - eine Art Portal - auf den still gelegten Londoner Bahnhof Kings Cross und wieder zurück. Eines Tages besuchen die 3 Kindermädchen zusammen mit dem Prinzenbaby ihre alte Heimat London. Während ihres Aufenthaltes dort, wird das Prinzenbaby von der reichen Frau Trottle entführt. Die Kindermädchen müssen nun dem König und der Königin die schlechte Nachricht überbringen. Erst 9 Jahre und 9 Tage später, beim nächsten Öffnen des Gügels, kann sich ein Rettungsteam bestehend aus der Blumenfee Gurkintrude, dem Zauberer Cornelius, dem Riesen Hans und der Hexe Lex auf den Weg machen, um den Prinzen zu finden. Das Abenteuer der 3 beginnt und endet mit einer dicken Überraschung für alle. Die detaillierten und witzigen Beschreibungen der Figuren und Szenen haben mich fasziniert und gefesselt. Es war so spannend und lustig zugleich, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Ich habe es in wenigen Tagen gelesen.
 

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Marie, 12 Jahre aus Innsbruck: An Charlottes 14. Geburtstag ist es so weit. Sie muss sich wie alle Kinder in ihrem Alter dem Trivium stellen. Bei dieser feierlichen Zeremonie wird über die Zukunft der Kinder bestimmt. Mit allem hatte Charlotte gerechnet. Nur nicht damit: Sie hat magische Fähigkeiten! Hier muss eindeutig ein Fehler passiert sein, denn ihre Eltern haben beide keine übernatürlichen Kräfte. Bald muss Charlotte feststellen, dass sie weit mehr ist, als das Kind mit den stummen Eltern. Ihr ist es bestimmt, alle magischen Wesen vor dem Untergang zu retten. Doch ist sie dieser Aufgabe gewachsen? Mit Hilfe ihrer Freunden hat sie auf jeden Fall eine Chance. Mir hat das Buch nicht so gut gefallen. Es ist etwas langatmig und langweilig zu lesen. Die Charaktere werden zwar genau, aber nicht sehr interessant beschrieben.
 

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Hannah, 13 Jahre aus Sistrans: Für die 17-Jährige Lou gibt es nur noch eine Chance ihrer krebskranken Mutter das Leben zu retten, nämlich an der neuen Castingshow "Battle Island" teilzunehmen. 10 Jugendliche aus ganz Europa sollen in 10 Tagen auf der Insel den versteckten Goldschatz im Wert von 1 Million Euro finden. Der Finder bekommt diese hohe Geldsumme in Goldbarren geschenkt. Da Lou dieses Geld dringend braucht, um ihrer Mutter die lebensrettende Therapie zu kaufen, meldet sie sich kurzerhand am Casting für die Show an und wird aufgenommen. Doch die Show endet ganz anders als erwartet...
 

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Christoph, 11 Jahre aus Flaurling: Lucius reist mit seiner Mutter um die Welt. Ihre Reise führt sie nach Paris, Shanghai, Rom ... und schlussendlich nach London. Hier fand Lucius drei neue Freunde, namens Sebastian, der Sohn des weltberühmten Abenteurers Allan Quatermain, Theodosia Paddington, die übernatürliche Kräfte besitzt, und Harold Cavor, ein Genie in Technik und Geographie. Zusammen verhindern sie, dass Gauner mit dem goldenen Machtkristall die englische Königin ermorden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es sehr spannend geschrieben wurde und spannende Wendungen hat.
 

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Die kleine Ziege Schneewittchen strickt nach endlos vielen Socken sieben kleine Geißlein, die ihr von der Nadel nur so runterspringen. Frau Schaf ist eifersüchtig und kritisiert die Qualität und ärgert damit Schneewittchen. Nun folgen Strickwolf und Stricktiger bis zum Strickmonster. Unsere kleine Ziege hat aber eine gute Idee, wie sie aus diesem Abenteuer wieder heraus kommt. Dieses total lustige Bilderbuch ist für alle strickbegeisterten Muttis und Tanten sowie für Kinder ab 4 Jahren und auch für Leseanfänger zum Selberlesen geeignet.
 

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Kornelia, 13 Jahre aus Sistrans: Mir hat das Buch gut gefallen. Am Anfang dachte ich, dass das Buch eine Kindergeschichte ist. Doch dann circa bei der Hälfte kommt das mit den Selbstmorden heraus. Das Buch ist interessant und man lernt, wie es sich anfühlt, Freunde zu haben und am Abgrund seines Lebens zu stehen. Das äußere Erscheinungsbild der Charaktere ist nicht ausführlich beschrieben, aber da es in dem Buch um Gefühle und Gewohnheiten geht, finde ich das nicht weiter schlimm.
 

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Leni, 15 Jahre aus Mils: Billy geht weg von Zuhause. Weg von seinem alkoholisierten Dad. Weg von der Longlands Road. Zuerst zu Fuß und dann mit einem Güterzug macht sich Billy auf, um neu zu starten. Oder so ähnlich. Er ist 16 und eigentlich obdachlos. Schließlich findet er einen ausgedienten Waggon, den er sich einrichtet und in dem er auch lebt. Er lernt Old Bill und Caitlin kennen, die sich schließlich zu seinen besten Freunden entwickeln und ihm durch die anfangs schwere Zeit helfen. Das Buch war sehr eindrucksstark, und ich fand es sehr interessant, wie sich Billy durchschlug, um sein Ziel zu erreichen. Obwohl das Buch etwas ungewöhnlich geschrieben ist, finde ich es wahnsinnig toll.
 

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Leni, 15 Jahre aus Mils: Greta will weg von Zuhause und macht sich mit Artjom, den sie in Berlin kennenlernte, auf den Weg nach Spanien. Mit dem Fahrrad. Zuerst scheint alles perfekt, doch dann wirbeln die Ereignisse durcheinander und Greta und Artjom verkaufen ihre Fahrräder und reisen mit der Bahn weiter. In Spanien, wo sie dann wirklich ankommen, machen sie viele interessante Bekanntschaften und Greta lernt José kennen. Als ihre beste Freundin Sophie Zuhause auch noch Probleme hat, ist Greta hin- und hergerissen. Soll sie nach Hause und Sophie unterstützen, oder bei José bleiben, in den sie sich verliebt hat? Ich fand das Buch sehr erfrischend und die Charaktere waren spitze. Ich empfehle das Buch gerne an kleine Abenteurer weiter, die Lust auf eine spannende Reise quer durch Spanien haben.
 

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Leni, 15 Jahre aus Mils: Lilac Rose LaRoux und Tarver sind die wohl einzigen Überlebenden des Raumschiff-Absturzes. Dass ausgerechnet die Tochter des berühmten Mr. LaRoux die Rettungskapsel vom Raumschiff trennen konnte, verwunderte Tarver, doch er ist zu sehr damit beschäftigt, sie zu hassen. Gemeinsam kämpfen sie um ihr Überleben, da sie auf einem für sie völlig fremden Planeten gestrandet sind, und kommen sich dabei über Umwege näher. Schließlich treffen sie auf ein Gebäude der LaRoux Industries und machen eine merkwürdige Entdeckung … Das Buch hatte etwas Geheimnisvolles an sich und es war sehr spannend. Mir gefiel die Idee, mit Lichtgeschwindigkeit durch das All zu fliegen und Planeten künstlich "aufzuforsten", um das menschliche Überleben zu sichern.
 

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Leni, 15 Jahre aus Mils: Elin ist begeistert! Sie wurde in das Pharmaunternehmen aufgenommen, in dem auch schon ihre Eltern gearbeitet hatten. Sie ist guter Dinge und will schnellst möglich etwas finden, das ihrem Bruder, der Krebs hat, das Leben retten kann. Als sie Esra trifft, scheint alles perfekt. Doch der Schein trügt, und schon bald erfährt Elin Geheimnisse und andere Sachen, von denen sie lieber nichts erfahren hätte. Stimmt es, dass das Pharmaunternehmen an dem Tod ihrer Eltern schuld ist? Ich fand das Buch sehr spannend und die Idee wirklich gut. Ich empfehle das Buch gerne weiter, da es sich auch sehr gut liest.
 

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Leni, 15 Jahre aus Mils: Jakob filmt gerne. Sehr gerne. Auch als er, mit dem Gedanken an Hannah, in die er verliebt war, etwas tat, das nur Jungs machen können. Dummerweise lieh sich ein Freund von ihm seine Kamera aus, ohne, dass Jakob etwas davon wusste. Bald schon war das Video in der ganzen Schule verbreitet und Hannah redete kein Wort mehr mit ihm. Die Situation wurde brenzlig und da kann auch sein Vater, der Polizist ist, nichts mehr machen. Nach einem Schulwechsel schien es wieder bergauf zu gehen, doch war Jakob wirklich darüber hinweg oder spielte er das alles nur, damit niemand sich Sorgen machte? Das Buch war interessant, aber ein bisschen eintönig. Ich finde das Thema gut, da es ein alltägliches ist und vielen geht es sicher gleich wie Jakob. Mir hat der Schreibstil gefallen und ich empfehle das Buch gerne weiter.
 

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Morena, 9 Jahre aus Aldrans: Das Buch handelt von einem Kater, der eine lebende Maus in seinem Pausenbrot findet. Sie freunden sich miteinander an und erleben einige Abenteuer. Es ist eine lustige und spannende Geschichte. Die Bilder gefielen mir auch sehr gut. Im Großen und Ganzen habe ich nur Gutes über dieses Buch zu sagen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich würde es weiter empfehlen.
 

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Phoebe, 12 Jahre aus Wien: Abby ist ein 15jähriges Mädchen aus New York. Eigentlich möchte sie ein normales Leben führen, doch täglich um 19:00 Uhr wird sie in die Fernseh-Serie Ashwort Park "gebeamt" - egal, wo sie sich gerade aufhält. Schon seit zwei Büchern kämpft sie sich durch verschiedene Situationen. Doch in diesem Band ist es nicht so einfach, da der Serienschurke DeWitt völlig durchdreht und alle in Ashwort Park als Geisel nimmt. Als sie erfährt, dass Jasper, in den sie schon so lange verliebt ist, auch noch gemeinsame Sache mit DeWitt macht, ist die Hoffnung, nach Hause zu gelangen, klein. Doch sie erfährt, dass jemand die Fäden in Ashwort Park zieht und sie nur die Geschichte umschreiben muss, um zu einem Happy End zu gelangen. Dann würde sie auch endgültig aus der Serie heraus kommen. Doch wer zieht die Fäden in Ashwort Park? Und wird es ein Happy End geben? "Tulpen und Traumprinzen" ist der letzte Band der "Verliebt in Serie"-Trilogie von Sonja Kaiblinger. Es war zu Beginn nicht ganz einfach, hinein zu finden, da ich die ersten beiden Bücher nicht kenne. Die Figuren sind zum Teil übertrieben dargestellt, vor allem in Ashwort Park, aber das macht es auch interessant. Es gibt in der Geschichte viele Situationen, die verrückt sind und zahlreiche Wendungen. So bleibt es immer spannend. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Es hat richtig Spaß gemacht, den Figuren zu folgen und dem Happy End entgegen zu fiebern. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich empfehle es gerne weiter!
 

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Valentina, 8 Jahre aus Bludenz: Ferdinand ist ein Esel und er wünscht sich schon lange, dass er mit seinen Eltern auf den Klausenhof wohnen darf. Das Problem ist, dass es dort nur Pferde und ein Pony gibt. Ein Mädchen namens Emmi versucht Ferdinand alles beizubringen, was ein Pferd so können muss. Opa Hoppe sagt zu Ferdinand eines Morgens, er dürfe mit zu dem Klausenhof. Die Freude ist riesengroß! Er und seine Eltern werden in Zukunft auf dem Klausenhof viele schöne Erlebnisse mit einer Menge Kinder haben. Eines Tages reißt das Pferd Pitt aus und da versucht Ferdinand ihn zu beruhigen und hält den Strick mit seinen Zähnen fest. Ob es Ferdinand gelingt, Pitt zu halten und wie die Geschichte ausgeht, lest ihr am besten selbst nach! Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen! Die Geschichte war zum größten Teil spannend und lustig!
 

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Patrick, 15 Jahre aus Bludenz: Matheó Walsh hat das perfekte Leben: Seine Eltern sind reich, er hat gute Chancen eine ausgezeichnete Ausbildung zu erlangen, er ist beliebt und hat im nächsten Jahr das Zeug, eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen im Turmspringen zu gewinnen. Außerdem ist Lola die Liebe seines Lebens. Eines Tages sind dann die Englischen Meisterschaften im Turmspringen in Brighton und er gewinnt diese. Danach jedoch passiert ihm etwas Schreckliches, an das er sich selbst für zwei Wochen nicht erinnern kann. Nur langsam kommen die Erinnerungen an diese Nacht zurück. Während dieser zwei Wochen verhält sich Matheó gegenüber seinen Freunden sehr komisch und mit der Zeit droht dieses seltsame Verhalten auch die Beziehung zwischen Lola und ihm zu zerstören. Nachdem die Schule zu Ende ist, kann sich Matheó dank einer Verletzung eine Auszeit genehmigen und fährt mit Lola und seinen Freunden in eine Luxusvilla in Südfrankreich. Dort benimmt er sich auch sehr seltsam, was das Verhältnis zu seinen Freunden langsam zerstört. Eines Abends dann gesteht er Lola, dass er in der Nacht in Brighton vergewaltigt worden ist. Diese erzählt die Neuigkeit bald den Anderen und auch diese wollen, dass Matheó zur Polizei geht. Matheó will aber nicht zur Polizei gehen, da er den Vergewaltiger kennt. Als Lola jedoch darauf besteht, erzählt Matheó ihr, dass der Vergewaltiger ihr Vater Jerry ist. Daraufhin fliegt Lola sofort zurück nach Hause und fragt ihren Vater aus. Dieser bestätigt die Vergewaltigung, woraufhin Lola sich umbringt. Matheó und seine Freunde sind währenddessen auch zurückgeflogen und Matheó findet die Leiche seiner toten Freundin. Jerry stellt sich nach dem Selbstmord seiner Tochter der Polizei. Nun kann er nie wieder seine Liebe des Lebens finden. Ich fand dieses Buch sehr spannend, da der Leser bis zum Schluss warten musste, um zu erfahren, was in dieser einen Nacht vor sich gegangen ist und auch der Täter bis zum Schluss unbekannt blieb. Viele Reaktionen von Matheó fand ich jedoch sehr übertrieben, jedoch kann ich persönlich nicht bewerten, wie man sich nach einer Vergewaltigung fühlt.
 

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Florian, 9 Jahre aus Aurach: Das Buch hat mir ganz gut gefallen. Nur waren teilweise so lange Fantasiewörter drinnen, zum Beispiel Silbergekritzekrückwärtser. Das Buch ist witzig. Die Autorin hat oft die Redewendung "aus der Welt verbufft" gebraucht, zu oft passiert das Gleiche. Aber sonst war es toll, alles da, was eine gute Geschichte braucht. Manchmal war es zu genau beschrieben, das störte beim Geschichteverstehen. Manchmal zu witzig, gefühlvolle, spannende Momente wurden dadurch unterbrochen. Dann wusste man am Ende nicht, was derjenige gesagt hätte. Sachen blieben unbeantwortet.
 

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Samuel, 10 Jahre aus Ötz: Die Kinder der Taylors wurden in verschiedene Länder geschickt. Quinn kam nach Göttingen zu seiner Tante Christiane. Dort traf er den Hund Spencer. Beides sind Checker, die versuchen einen Weg nach Hause zu finden. So geraten sie in einen spannenden Kriminalfall. Dieses Buch finde ich sehr lustig und es hat sehr viel Spannung. Am meisten gefällt mir, dass man die Szenen aus verschiedenen Sichtweisen erlebt (die von Quinn und die von Spencer). Es gibt nicht so viele lustige Szenen wie zum Beispiel bei Gregs Tagebuch, wenn es aber zum Lachen ist, dann richtig.
 

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Anna, 12 Jahre aus Niederndorf: Dieses Buch handelt von einer Person, die von jedem Möwe genannt wird. Man weiß eigentlich bis zum Ende des Buches nicht, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Jedenfalls hat Möwe einen kleinen Bruder und zwei Eltern. Seine beiden besten Freunde Rebecca und Robin halten immer zu ihm. Möwe ist unfassbar in ein Mädchen namens Henrietta verliebt. Immer wieder wiederholen sich die sogenannten "Henrietta Momente" im Kopf von Möwe. Zum Beispiel: Einmal nimmt Henrietta die Hand von Möwe. Rebecca verschafft immer wieder Momente, damit die beiden zusammen kommen. Möwe kommt aber nie auf Partys oder sonstiges. Doch einmal will Möwe die Chance nutzen. Doch genau an diesem Tag feiern sie den Geburtstag von Möwes Onkel. So kommt es, dass auch diese Chance vorbei geht. Vielleicht ist es sogar die letzte Chance gewesen. Doch auf der Feier von Möwes Onkel ist ebenfalls ein fast gleichaltriges Mädchen namens Eva. Die beiden verstehen sich super. Und für einen kurzen Moment wird Henrietta vergessen. Einmal fragt Möwe Robin, was er tun würde, wenn er verliebt wäre. Dieser antwortet: "Ich würde schauen, was sie interessiert und immer 'zufällig' am gleichen Ort sein." Das befolgt Möwe. Dass Henrietta boxt, ist Möwe schon bekannt. Zufällig ist auch noch Tag der Offenen Tür im Box Club von Henrietta. Wie es weiter geht, sage ich euch nicht, weil ihr sollt es ja selber lesen. Ich sage nur: Das Ende ist wirklich überraschend!
 

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Simon, 11 Jahre aus Aldrans: Es geht um einen Troll, der zusammen mit seinen besten Freunden – einem Schwein und einem Clown – versucht, den König zu retten. Dieser wird von Schnupfwieseln gefangen gehalten. Das sind Wiesel, die zwei Meter groß sind und immer Schnupfen haben. Die Schnupfwiesel wollen den König panieren und dann essen. Spotz und seinen Freunden gelingt es, den König zu retten und mit ihm zu fliehen. Auf der Flucht müssen sie noch mit einem Drachen kämpfen. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen. Hat man erst einmal angefangen, will man immer weiterlesen. Es ist total cool und spannend.
 

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Jonas, 14 Jahre aus Bruck: In dem Buch geht es um einen Jungen namens Dominic Silvagni, der bisher ein ganz normales Teenagerleben führt. Doch Dominic hat die Schnauze voll vom Clan, weil er nicht länger Futter bzw. Gejagter sein will. Seine Freunde belügen ihn, weil seine Freunde Mitglieder des Clans sind. Mit harten Lügen bringen sie ihren Freund in Gefahr. Doch die Mafia Organisation hat noch eine Aufgabe für Dom. Am Tag der Earth Hour muss er alle Lichter der Südküste Australiens ausschalten. Ein Rennen gegen die Zeit. Tom schafft es die Lichter auszuschalten. Wie es weiter geht, müsst ihr im Buch selber lesen. Mir hat das Buch gut gefallen, und ich empfehle es Leuten, denen Action und Abenteuer gefallen.
 

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Rebecca, 14 Jahre aus Ebbs: Das Buch ist toll geschrieben, da man auch die Geschichte der einzelnen Personen gut herauslesen kann. Als Viggo eines Tages von der Schule nach Hause kommt, erwartet ihn dort schon ein fremder Mann, der behauptet, eine Nachricht von seinen leiblichen Eltern überbringen zu müssen. Doch dieser Mann stellt sich später als Loki, der nordische Gott der Lüge heraus. Er führt Viggo tausend Jahre in die Vergangenheit - direkt auf ein Wikingerschiff. Dort wird Viggo in die Mannschaft aufgenommen, wenig später aber als Tauschgeschäft auf ein anderes Wikingerschiff geladen. Dort ist sein Schicksal schnell besiegelt, er soll auf dem Sklavenmarkt verkauft werden. Doch das Glück ist auf Viggos Seite, denn das Schiff fährt unter einem katholischen König und dieser ist von Viggo begeistert, da dieser lesen und schreiben kann. Von der Seherin erfährt Viggo von einer Prophezeiung, in der er seine Eltern finden und die Wikinger vor dem Untergang der Welt retten kann. Doch ob er das schaffen kann, müsst ihr selber lesen.
 

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Emma, 9 Jahre aus Aldrans: Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Luzie hat einen Papa, der gegen Tierhaare allergisch ist. Doch Luzie hat trotzdem ein Meerschweinchen, nur ohne Haare - und zwar Herkules. Nur leider wohnt seit kurzem eine Familie nebenan, die einen Kater namens Dracula hat. Das ist nicht nur schlecht für Luzies Papa sondern auch für Herkules, denn Dracula hält das Meerschweinchen für eine Maus. Seitdem muss Luzies Papa immer auf Herkules aufpassen, wenn sie zur Schule geht. Heute macht Luzies Klasse einen Ausflug in den Zoo. Aber leider hat ihr Papa genau an diesem Tag einen besonders großen Allergieschub und muss sofort zum Arzt. Also nimmt sie Herkules mit auf den Zooausflug. Nur leider kommt die Parallelklasse auch mit und in diese Klasse gehen Leon und seine Horrorbande. Leon ist der Besitzer von Dracula und der ist leider auch mit. Also ist Herkules in größter Lebensgefahr. Am Ende geht es im Zoo drunter und drüber. Das Buch ist lustig, die Schrift ist jedoch eher klein. Besonders nett fand ich Bella, Luzies Freundin. Sie ist besonders lustig.
 

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Das Ermittlerduo Tozer und Breen arbeitet diesmal großteils auf dem Land. Cathal Breen soll sich eigentlich auf der Farm von Helen Tozers Eltern von seiner Schussverletzung erholen, doch schon bald beginnt er sich zu langweilen. Er beginnt damit, den nie geklärten Fall von Helen Tozers ermordeter Schwester neu aufzurollen und macht dabei erstaunliche Entdeckungen, die bis in die Kolonialzeit in Kenia zurückreichen. Grausame Kriegsverbrechen, das Landleben im Mief der 60er Jahre und die Hippie Szene in London stehen diesmal im Mittelpunkt dieses ungemein spannenden und atmosphärisch dichten Romans. Falls Sie die Vorgängerromane Abbey Road Murder Song und Kings of London noch nicht kennen sollten, empfiehlt es sich, diese vorher zu lesen, denn die Bände bauen aufeinander auf.
 

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Drei junge Männer, drei Zeitalter, drei Lebensentwürfe und ein verbindendes Element: die Villa Malcontenta am Brenta-Kanal. Felix Kucher verknüpft die Lebensgeschichten eines Bohemiens in den 20er Jahren, eines lybischen Flüchtlings unserer Tage und eines Malers der Renaissance auf raffinierte Weise miteinander. Der Autor lässt die vergangenen Epochen lebhaft auferstehen und beschreibt die gegenwärtige Flüchtlingsproblematik sehr eindringlich. Der Text ist gespickt mit kunst- und kulturhistorischen Bezügen und Anspielungen, so dass ein gewisses Grundwissen von Vorteil ist, um den Roman in vollen Zügen genießen zu können.
 

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Bilqiss ist eine junge Frau im ländlichen Marokko. Aus einer Laune heraus beschließt sie eines Morgens, den Muezzin zu vertreten und zum Gebet zu rufen. Daraufhin soll sie gesteinigt werden, denn in ihrem Dorf herrscht die Scharia. Aus dieser Ausgangskonstellation entwickelt Saphia Azzedine eine bitterböse Farce, in der sie mit dem traditionellen Frauenbild in islamischen Gesellschaften abrechnet. Die Verlogenheit des religiösen Fundamentalismus und der Betroffenheitskult in den westlichen Medien und Social Media bieten weitere Angriffsflächen für diese interessante Autorin.
 

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Der 15-jährige Max verbringt sein Leben so wie es sein soll. Freunde, erste Partys und natürlich Fußball. Bis er schließlich eine geschwollene Stelle am Schlüsselbein entdeckt. Nach einigen Untersuchungen wird festgestellt, dass Max Lymphknotenkrebs hat. Nun muss Max kämpfen und nicht nur er, sondern auch seine Freunde und Familie. Dieser Roman schildert nicht nur die Gefühlswelt von Max, sondern auch von seinen Eltern und engsten Freunden. Anhand dieser Schilderung erkennt man, dass es wichtig ist, nicht allein gegen diese Krankheit anzukämpfen, sondern sich auch helfen lässt und die Unterstützung von "richtigen" Freunden ganz wichtig ist. Roy Looman erkrankte als Jugendlicher an Lymphknotenkrebs und konnte mit Hilfe von Van de Vendel seine Erlebnisse zu Papier bringen. Für mich heuer ein ganz wichtiges Buch mit der Botschaft : eine Krankheit kann auch gut ausgehen.
 

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Wieder ein großartiger, sprachgewaltiger und humoristischer Roman von Stefan Schwarz. Wie kein Anderer versteht er den kurzweiligen Sprachwitz ohne ins Lächerliche zu driften. Schon die "Großrussin" war genial, meines Erachtens ist dieser Roman eine weitere Steigerung! Bei Oberkante / Unterlippe überwiegt im ersten Drittel der Humor, bevor die Geschichte eine ernsthafte Wendung nimmt, um dann doch gut zu enden.
 

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Was für eine Wiederentdeckung: Rund 70 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung in einem kleinen Schweizer Verlag liegt dieser dramatische Lebensbericht einer polnischen Jüdin, die die erste französische Buchhandlung in Berlin gründete, in der hervorragenden Übersetzung Elisabeth Edls nun auf Deutsch vor. Die Geschichte reicht von den Berliner Jahren und den damit verbundenen Schwierigkeiten über die Exiljahre in Frankreich und die Zeit im Gefängnis bis hin zur gelungenen Flucht über die Schweizer Grenze. Francoise Frenkel beschönigt nichts, beschreibt aber nicht nur das unendliche Leid, das ihr und ihren SchicksalsgenossInen widerfahren ist. Immer wieder erzählt sie berührende Episoden über couragierte Helfer, ohne die ihre Flucht niemals geglückt wäre. Auch ihr jüdischer Witz blitzt immer wieder auf, so dass bei aller Dramatik auch ein paar Erholungspausen möglich sind. Ein herausragendes Buch, das leider aktueller denn je ist und in keinem Bücherschrank fehlen sollte!
 

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Der 11. Band von Tess Gerritsens "Rizzoli & Isles"-Thriller ist genauso spannend wie die Vorgänger-Romane. Meiner Meinung nach ist es ein sehr gut aufgebauter Kriminalroman mit wechselnden Schauplätzen zwischen Vergangenheit in Botswana und Gegenwart in Boston. Generell fand ich die Passagen, die in Afrika spielen, interessanter als den Bostoner Teil. Erst zum Schluss wird klar, wie die beiden Handlungsstränge zueinander gehören. Dabei gibt es noch einige Überraschungen und Wendungen.
 

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Endlich ist Band 2 der "Lowcountry Summer"-Trilogie erschienen; dieser schließt nahtlos an den ersten Teil an, während in meinem Leben zwei Jahre vergangen sind. Trotzdem war ich sofort wieder mitten im Geschehen und -- zumindest im Geiste -- im Urlaub auf Sullivan's Island. Denn Monroe beschreibt ihre Hauptfiguren und den Ort der Handlung sehr anschaulich und liebevoll; ihr Schreibstil ist leicht, aber niemals seicht. Besonders nett zu lesen fand ich jene Stellen, an denen sich die beiden alten Frauen (Mamaw und "der gute Geist" Lucille) an ihre Jugend in den 50-er und 60-er Jahren erinnern und das Südstaatenflair lebendig wird. Bleibt weiterhin die Frage: Wird die Großmutter das Sommerhaus, den Zufluchtsort der drei "Sommermädchen", wirklich verkaufen? Man mag es sich nicht vorstellen! Auch auf den im Klappentext angekündigten unerwarteten Besucher für Harper habe ich vergeblich gewartet. Vielleicht löst sich in Band 3 alles auf?
 

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Im Urlaub und alle Bücher schon durch -- da war es ein Glück, dass sich im Regal des Ferienhauses noch eine etwas ramponierte Ausgabe von Becketts "Der Hof" fand. In eine Fuchsfalle zu treten und dabei fast den Fuß zu verlieren, ist natürlich eine unangenehme Sache, aber Sean kommt es trotzdem ganz gelegen, dass er jetzt erstmal nicht vom Hof der Familie Arnaud weg kann. Dieser Hof liegt so dermaßen im Nirgendwo, dass Sean sich fast sicher fühlen kann. Denn er ist auf der Flucht -- wovor erfährt der Leser in Rückblenden. Aber ist er wirklich sicher? Nicht nur der cholerische Hofbesitzer, sondern auch dessen Töchter haben etwas zu verbergen. Was hat es mit dem verschwundenen Louis auf sich, und was verbirgt sich unter dem bröckelnden Beton in der Scheune? Beckett hat mich des Öfteren an der Nase herumgeführt und etliche falsche Fährten gelegt, und die Hitze, der ich am Strand ausgesetzt war, passte perfekt zu der Stimmung des Buches!
 

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Maler Scott Burroughs startet an einem nebeligen Augusttag im Privatjet von Medienunternehmer David Bateman und dessen vermögenden und einflussreichen Freunden einen Kurzflug Richtung New York. Kurz nach dem Start stürzt der Jet in den Ozean. Zwei Passagiere überleben. Hat diese Tragödie jemand vorsätzlich verursacht? Die Ereignisse scheinen außer Kontrolle zu laufen. Die Hintergrundgeschichten und Intrigen geben uns Einblicke in die Welt der Mächtigen. Die Geschichte zieht den Leser sofort in seinen Bann, das unerwartete Ende und der filmreife Stoff überzeugen und machen dieses Buch zu einem der besten des Jahres!.
 

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Thriller oder Krimis begeistern mich selten und das einzige, was ich bei Ian Levisons neuem Roman beanstanden kann, ist, dass es kein Thriller ist. Ein Pageturner ja, aber sicher kein Thriller. Wenn man ihn verfilmen würde, dann vielleicht eher! Doch wenden wir uns eher der Frage zu, ob es sich für den Leser lohnt, „Gedankenjäger“ zu probieren. Die Idee, die Gedanken des anderen zu lesen, ist nicht neu, aber trotzdem faszinierend. Was würden wir in vielen Situation dafür geben, wenn wir nicht mühselig die Gestik unserer Mitmenschen studieren müssten, wenn wir nicht darauf vertrauen müssten, dass unser Gegenüber die Wahrheit spricht! Ian Levison verfolgt die Idee, dass es „Gedankenleser“ gibt, doch wie diese Fähigkeit missbraucht werden kann, ist erschreckend. Und das macht diesen Roman zu einer einmaligen Komposition, zu einer glänzenden Metapher für die heutige Zeit!
 

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Dieses Buch habe ich den ganzen Sommer verehrt, indem ich es überall dabei hatte. Selten wurde ein Buch so liebevoll gestaltet (blauer Leineneinband, Lesebändchen, ein ansprechendes und handliches Format) und auch der Hai auf dem Cover, mit dem kleinen Boot im Hintergrund überzeugt. Der Untertitel fasst die Geschichte, die überaus gut geschrieben ist, zusammen: „Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen.“ Und ich habe bei der Lektüre viel gelernt und gelacht, denn Stroksnes versteht es, jedes Detail dieses Unterfangens humorvoll in Szene zu setzen. Ein Autor, der Philosophie, Literatur und Geschichte studiert hat, zahlreiche renommierte Preise für seine Sachbücher erhalten hat, ist mehr als qualifiziert, uns ein Abenteuer auf dem Meer zu schenken! Vielen Dank!
 

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Timothy Warner, ein begabter Geschichtestudent mit einem Alkoholproblem, glaubt nicht an den offiziellen Selbstmord seines Onkels, eines bekannten Psychiaters in Miami. Zusammen mit seiner Exfreundin 'Andy Candy' beginnt er zu recherchieren. Als er sich immer stärker mit der Vergangenheit seines Onkels beschäftigt, kommt er dem Mörder gefährlich nahe. John Katzenbach vermischt Elemente des Psychothrillers mit einer klassischen Detektivgeschichte. Dabei gelingen ihm glaubwürdige Charakterzeichnungen - alle wichtigen Figuren sind süchtig, traumatisiert oder psychotisch. Das typische Krankheitsbild eines Alkoholikers wird eindringlich geschildert, sowie die Tätigkeit der Anonymen Alkoholiker als letzter Rettungsanker. Stilistisch interessant ist der permanente Perspektivenwechsel, so wird die Geschichte oft von Absatz zu Absatz aus der Sicht verschiedener Personen geschildert. Insgesamt handelt es sich bei „Der Psychiater“ um einen weitgehend spannenden Thriller, der trotz einiger Längen lesenswert ist.
 

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Eddie Joyce hat selbst lange in einer Anwaltspraxis gearbeitet und sein Gespür für Menschen bemerkt man in jedem Satz. Auch wenn es bereits 15 Jahre her ist, dass sich die 9/11 Katastrophe ereignet hat, weiß jeder von uns noch genau, wo er sich aufgehalten hat, als er die Nachricht davon vernommen hat. "Bobby" soll laut der New York Times "der bisher beste Roman, der das menschliche Leid nach den Anschlägen von 9/11 erfasst", sein. Berührt hat mich bereits 2003 Jonathan Franzens „Alles ist erleuchtet“, doch auch Joyces Roman entpuppt sich als ein zeitgemäßes Werk, das sogar noch etwas drauflegt: „Bobby“ beschreibt die Lage dieser Region anhand einer Familie, die noch immer unter den Folgen des persönlichen Verlustes leidet. Eine unverwechselbare, neue amerikanische Stimme, die die Widersprüche in einem Menschen hervorhebt!
 

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Arnold Stadlers Roman ist nominiert für die Longlist Deutscher Buchpreis 2016. Warum? Weil er gut schreiben kann und weil es ein einzigartiger Roman ist, den er heuer vorlegt. Man muss sich vorstellen, in den Köpfen des Paares Alain und Mausi zu leben. Beide verbringen ein Wochenende getrennt voneinander und es ist nicht klar, wie es mit ihrer Ehe weitergehen soll. Alain leidet unter einer leichten Form von Tourette (diagnostiziert) und so lesen sich auch seine Sätze. Das kann mitunter recht witzig sein, doch Mausi steht ihm an Wortgewandtheit in nichts nach. „Rauschzeit“ ist ein sehr gut ausgewählter Titel, und es gibt ein paar beachtenswerte Sätze in diesem Roman. So fasst es auch Arnold Stadler öfters (Tourette!) passend zusammen : „Was ist Glück? Nachher weiß man es.“
 

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Diese wunderschöne Ausgabe des Kinderbuchklassikers hat mich von der ersten Seite an verzaubert. Durch die wunderschönen Illustrationen von Benjamin Lacombe wird man noch mehr in die fantastische Welt von Alice hineingezogen, und der Rest der Begeisterung gilt dann der etwas eigenwilligen aber sehr guten Übersetzung von Antonie Zimmermann. Doch das wirklich Tolle an diesem Buch ist die kurze Biographie über Lewis Carroll, die sich auf den letzten Seiten verbirgt. Man erfährt dadurch die Hintergrundgeschichte von Alice im Wunderland, versteht durch welche äußeren Einflüsse Carroll die Idee dazu hatte und von welchen Kindern er sich zu der Figur der Alice inspirieren lies. Eine wirklich sehr lesenswerte Graphic Novel, die ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.
 

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Wieder ein ganz großer King! Die Geschichte des noch kleinen Jamie, der sich mit dem jungen Pastor Charles Jacobs anfreundet, ist erst einmal nur schön und menschlich sehr berührend. Bis der Prediger durch einen schrecklichen Unfall seine Familie verliert und damit auch seinen Glauben. Nach einer skandalösen Predigt muss er das Dorf verlassen. Jamie, der Junge, der Pastor Charles bewundert und zu ihm aufgesehen hat, wird erwachsen. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege. Jamie war früher fasziniert vom Prediger, der ihn allerhand über Elektrizität beibrachte und ihn vieles lehrte, doch schon bald bemerkt er, dass Pastor Charles sein Leben und seine Wissenschaft schon längst nicht mehr unter Kontrolle hat und immer mehr zum Bessesenen wird. Stephen King hat wieder einmal ein ganz besonderes Werk geschaffen; ich kann es von ganzem Herzen weiterempfehlen.
 

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Wer hier einen typischen Stephen King erwartet, liegt falsch. Denn wie schon bei seinem Roman "Mr. Mercedes" probiert King sich hier in einem ganz anderen und für ihn untypischen Genre. Aber dennoch war es wieder einmal toll, ein Buch von ihm zu lesen, und auch das Krimi schreiben liegt dem Bestsellerautor. In dieser Geschichte geht es um einen berühmten Schriftsteller, der von einem besessenen Fan ermordet und ausgeraubt wird. Er erbeutete außer Geld auch noch nicht veröffentlichte Manuskripte des Kultautors John Rothstein. Der junge Morris Bellamy kann es kaum erwarten, diese zu lesen, als er wegen eines anderen Deliktes für viele Jahre hinter Gitter kommt und so den Verlauf der Geschichte rund um die unveröffentlichten Werke Rothsteins nicht mehr beeinflussen kann. Trotz der vielen Verbrechen in diesem Kriminalroman kann man Stephen Kings Liebe zur Literatur auf jeder Seite spüren. Es ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, es ist auch das beste Werk von Stephen King!
 

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Ein wunderbarer Roman, der von drei Frauen unterschiedlicher Generationen handelt: Mary, an Alzheimer erkrankt, zieht plötzlich bei ihrer 17-jährigen Enkelin Katie und ihrer Mutter Caroline ein. Das verändert ihr Leben drastisch, denn verborgene Geschichten kommen ans Licht. Die Autorin erzählt auf berührende Weise vom Schicksal dieser drei Personen - zutiefst menschlich! Unbedingt lesen!
 

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Es gibt Stellen in diesem Roman, die manchmal verwirrend sind. Bator möchte den Redefluss der Personen unterstreichen und schreibt daher alle Wörter zusammen, oder sie gibt über mehrere Seiten nächtliche Internetblogs wieder, die von dem Hass und der Wut der Bürger geprägt sind. Das alles macht "Dunkel, fast Nacht" zu einem hochaktuellen und beklemmenden Buch, das in Walbrzych (Polen, Schlesien) spielt. So vieles wurde dort nach dem Krieg nicht aufgeklärt, die Ursachen unschuldigen Leidens spiegeln sich in den Bürgern dieser Stadt, die von ihrer hässlichsten Seite gezeigt wird, wieder. Die Nähe zum Surrealismus ist immer wieder gegeben, Wunderheiler oder Knochensammler greifen die ängstliche Stimmung in der Stadt auf! Die Sprache ist herausragend, geheimnisvoll und schön. Joanna Bator gibt den Toten einen Namen, indem sie Mythos in Wahrheit verwandelt!
 

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Dieser Roman von Rebecca Thornton hat mich schon von der ersten Seite an gefangen genommen. Sie erzählt die Geschichte zweier Mädchen, die aus den besten gesellschaftlichen Kreisen stammen und gemeinsam in einem Elite Internat für Mädchen untergebracht sind. Sie sind beste Freundinnen und beide süchtig nach Erfolg. Als sie sich an ihrem letzten Jahr in der Schule für die Aufnahme in Oxford vorbereiten, wollen es die beiden Mädchen - bevor es richtig losgeht mit dem Lern- und Schulstress - noch einmal richtig krachen lassen. Dabei haben sie auch nichts ausgelassen, eine wilde Party mit Drogen und Alkohol wird den beiden zum Verhängnis. Der Vorfall, der in dieser Nacht passiert ist, zerstört die Freundschaft der beiden und hat auch noch weitreichende Folgen für die Zukunft von Josephine und Freya. Erst auf den letzten Seiten der Geschichte lässt sich die Autorin in die Karten schauen und gibt Preis, was in dieser schlimmen Nacht passiert ist. Ein wirklich sehr spannungsgeladener Roman, den ich wärmstens empfehlen kann, denn ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.
 

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Die Protagonistin Zoo will ein Abenteuer erleben und nimmt an einer Survivalshow teil. Mit mehreren anderen Teilnehmern muss sie sich verschiedenen Aufgaben stellen, die plötzlich ausarten: Tote in Betten und Bussen und verlassene Dörfer. Zoo meint, dass das alles von den Gamemastern insziniert wurde. Was sie jedoch nicht weiß, ist, dass zeitgleich ein Killervirus ausgebrochen ist, der ein Drittel der Bevölkerung ausgemerzt hat. Es ist sehr spannend, wie Zoo sich ihren Weg nach Hause erkämpft und trotz all der Toten und der Verwüstung daran festhält, dass das alles von den Showmastern inszeniert wurde. Langsam reift in ihr doch die Erkenntnis, dass es real sein könnte. Von der ersten Seite an spannend geschrieben, man kommt von diesem Buch nicht mehr los!
 

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Technische Erfindungen entführen uns zur Weltausstellung 1889 nach Paris: Zwei tote Körper, aufgepfählt auf den stählernen Zeigern in der Maschinenhalle. Die Öffentlichkeit erfährt zunächst nichts von dem Vorfall. Das Ermittlungsduo des Deuxième Bureau sowie Ermittler aus England und Deutschland werden auf den Plan gerufen. Innerhalb von 3 Tagen freundet sich der Leser mit Ermittlungsbeamten, Adeligen sowie Menschen der Pariser Gesellschaft und deren geheimnisvollen und teils undurchschaubaren Leben an. Da die Erzählungen parallel laufen, aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden und viele Persönlichkeiten eine wichtige Rolle spielen, empfehle ich das Buch zügig zu lesen, um nicht den Faden zu verlieren, was allerdings nicht schwer fällt. Ein komplexer historischer Roman, der es versteht, den Leser in seinen Bann zu ziehen, mit verschiedenen Charakteren in einem Paris gegen Ende der Weltausstellung. Ein stimmgewaltiger, spannender historischer Krimi! Man wünscht sich mehr solche Bücher.
 

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Die Niederlande werden auf der Frankfurter Buchmesse 2016 als Gastland auftreten. Niederländische Autoren sind bei uns kaum bekannt, Kris van Steenberge hat bereits 2013 seinen Roman „Verlangen“ veröffentlicht und erscheint jetzt erstmals auch auf Deutsch. Es ist ein starkes Debüt und es wird auch verfilmt werden. Und als Film wird der Roman auch sehr gut funktionieren, denn die 5 Hauptfiguren der Familie eignen sich hervorragend, um die historische Kulisse in Szene zu setzen. Auch der 1. Weltkrieg spielt eine große Rolle, denn er verändert das Leben aller in dem kleinen Dorf in Flandern. Endlich wieder mal eine spannende Lektüre, endlich mal ein Thema, das Vielleser noch begeistern kann!
 

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Ich bin immer schon ein Fan von Leon de Winter gewesen, doch "Geronimo" hat mich fasziniert, weil ich ein Fan von der preisgekrönten Serie "Homeland" bin. Und der Roman Geronimo ist auch genauso gut und spannend. Vor allem männliche Leser dürfte das Nave Seals und ST6 Team, die Suche nach Bin Laden brennend interessieren. Und Leon de Winter baut auch eine Liebesgeschichte ein, er kann einfach betörend und spannend schreiben!
 

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Dieser neue Roman von Judith Taschler ist wie ein wunderschönes Gemälde: es scheint, als würde es aus vielen kleinen Einzelteilen bestehen, die sich am Ende perfekt ineinander fügen. Sie beherrscht den Aufbau eines Romans perfekt: nicht zuviel verraten, immer wieder etwas einfügen, das man kaum wahrnimmt, und am Schluss schafft sie es, dass man emotional mitgenommen das Buch aus der Hand legt. Schon die ersten Seiten ziehen uns in die Geschichte der vier Hauptfiguren hinein, und man möchte sie nicht zurücklassen. Das Ende ist bitter, weil man doch immer unbewusst das Leben wählt und nicht den Tod, der trotzdem dazugehört. Judith Taschler hat unglaublich viel Gespür für die menschlichen Schwächen und Abgründe. Und mit jedem Roman perfektioniert sie ihr Können!
 

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Erst In Kapitel 13 schreibt Bodo Kirchhoff: "Kein Erzähler hat gleich seinen Fuß in der Geschichte, erst nach und nach; wenn aber alles erzählt ist und man nochmal von vorne anfängt, kann man freilich so tun, als hätte man gleich den Fuß darin gehabt, schon beim ersten Satz, nur ist es ein Mogeln und verwischt das Werden, das sich aus Zufällen am Wegrand des Erzahlens ergibt, ganz nach dem Vorbild des Lebens." Es ist ein Widerfahrnis, das Julius Reither erlebt: Nicht die Frau, die sich mit ihm auf eine Reise aufmacht, nicht der Aufbruch in die Vergangenheit, nicht das Kind, das beide verloren haben, sondern das Mädchen, das ihnen in Sizilien "zuläuft", stellt dieses Widerfahrnis dar. Die Sätze sind wohlüberlegt und der Plot wirkt durchdacht und ist klug eingefädelt worden. Ein "Widerfahrnis" für den Leser, das Sinn macht, diese Novelle kann sich mit Bodo Kirchhoffs Romanen messen!
 

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Schon im Teenageralter begegnen sich Tess und Gus während einer Reise in Florenz nicht nur ein-, sondern sogar gleich zweimal, aber trotz sofortiger gegenseitiger Sympathie schaffen sie es nicht, den jeweils anderen anzusprechen. Beide werden erwachsen, verlieben und entlieben sich, erleiden Schicksalsschläge, erleben aber auch das vermeintlich große Glück. Trotzdem bleibt das unterschwellige Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Im Laufe der nächsten 20 Jahre verfehlen sich die beiden immer ganz knapp; z.B. nicht ahnend, dass die nette Arbeitskollegin der einen gleichzeitig die Frau vom besten Freund des anderen ist. Die versierte Leserin weiß natürlich sofort, dass Tess und Gus füreinander bestimmt sind und dass sie sich am Schluss vermutlich kriegen werden, aber bis es so wie ist, sind diverse Hindernisse und Irrungen und Wirrungen zu überstehen. Dieser Roman schreit förmlich nach einer Verfilmung -- bis dahin ist es die ideale Wohlfühl-Lektüre für den nächsten Urlaub oder auf der heimischen Couch!
 

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Wilamena, genannt Wil, hat 22 Tage, um den Richtigen zu finden. In dieser Zeit stehen ihre Sterne gut und mit Hilfe ihrer Freundin will sie die große Liebe kennen lernen. Zwei Brüder bringen ihr Leben so ziemlich durcheinander. Seth legt ihr sein Herz zu Füßen und Grant fühlt sich aber richtiger an, sagt Wils Herz. Flott geschrieben. mit einigen liebevollen Details (Will lebt mit ihrer Großmutter zusammen), man lernt auch die Sterne besser kennen und erlebt spannende Momente im Leben dieses tollen Mädchen.
 

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Lara Jeans hat sich in ihrem Leben schon fünfmal verliebt (natürlich nur geheim) und immer zum Abschluss ihrer Liebe einen Abschiedsbrief geschrieben, den sie aber in einer alten Hutschachtel aufbewahrt. Irgendwie gelangen diese Briefe doch zu ihren Besitzern und Lara Jeans ist in Nöten. Ihre große Schwester Margot kann sie nicht fragen, da diese in Schottland studiert und Klein Kitty ist zu jung. Was tun? Turbulenzen sind vorprogrammiert und so manche stiller Verehrer wundert sich nur. Humorvoll und doch mit einer Ernsthaftigkeit wird aus diesem Teenager eine jung Dame, die alle ihre Probleme lösen lernt.
 

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Han Kang legt uns hier die aufwühlende Geschichte von Yeong-Hye aus der Sichtweise dreier Erzähler vor. Aus diesen Blickwinkeln versuchen wir die Entscheidung, fortan vegetarisch zu leben, und deren Folgen, hin bis zum Abstieg in den Wahnsinn zu verstehen. Es geht um die Erkenntnis eines zu kurzen - von Gehorsam geprägten - Lebens und dem daraus entstehenden Traum mit Pflanzen und Bäumen eins zu sein, um dadurch die Erfüllung zu finden. Der bedrückende Roman irritiert, ist bis zur letzten Seite fesselnd geschrieben und beschäftigt den Leser länger. Auszug aus dem Ö1 Mittagsjournal: „Die Südkoreanerin Han Kang gewinnt den Man Booker International Prize. Ihr kafkaesker Roman Die Vegetarierin überzeugte durch die Tiefe seiner Fremdartigkeit, teilt die Jury mit.“
 

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Dieser Roman ist nominiert für die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2016. Zurecht, denn ich habe jedes Buch von ihm gelesen und bewundert, und ich frage mich, wieso er noch nicht den Bekanntheitsgrad erreicht hat, der ihm zusteht. Liegt es an seiner Bescheidenheit, seinem angenehmen Ton, der jedem seiner Werke zugrunde liegt? Jeder Satz betrifft die menschliche Existenz, niemals kommt während der Lektüre Langeweile auf!
 

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Diese Autorin wird zurecht mit Alice Munro verglichen, meiner Meinung nach ist sie in ihrer Ausdrucksform noch expliziter und ich habe mir die besten Sätze notiert, die ausssagekräftiger als jedes Wort von mir sind: "In einer Ehe laufen oft zwei Gespräche nebeneinander ab. Das, das man gerade führt, und das, das man nicht gerade führt. Manchmal weiß man nicht, wann dieses zweite, stillschweigende, begonnen hat." "Das sind die Dinge, die man sieht, wenn man einen Schritt zur Seite tritt. Das bedeutet nicht, das man recht hat. Es bedeutet nur, dass es das ist, was man sieht." "Wie kann einer von uns durch ein Zimmer gehen, ohne von seiner eigenen Vielfalt ein Bein gestellt zu bekommen? Unbedingt lesen!
 

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"Bei Sturm am Meer", so lautet der erste Roman von Philipp Blom. Er folgt auf die bekannten Sachbücher "Der taumelnde Kontinent. Europa 1900-1914" und "Die zerrissenen Jahre. 1918-1938". Ben möchte seine verstorbene Mutter besser verstehen, und kommt dabei seinem Vater auf die Spur, den er für tot gehalten hat und niemals richtig kennenlernen konnte. Er schreibt seinem Sohn, der die Ereignisse Jahre später, als Erwachsener verstehen soll. Er stellt sich die richtigen Fragen, um die Versäumnisse aufzudecken, seine eigenen und die seiner Eltern. Blom beschreibt ein Leben, das aus Nichtverstehen und falschen Entscheidungen besteht und doch eine einzigartige Schönheit ausstrahlt!
 

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Elias, 8 Jahre aus Mils: Mathis wohnt in der Stadt mit einem Garten, der von hohen Mauern umgeben ist. Und er fragt sich, was wohl auf der anderen Seite ist. Eines Tages sitzt auf der Mauer ein Mädchen namens Majella, die sich das ebenfalls gefragt hat. Sie werden Freunde und klettern über alle Mauern, bis sie hinter einer Mauer die Wildnis entdecken. Gemeinsam erleben sie viele Abenteuer. Mir hat das Buch volle, volle gut gefallen, weil es von Wildnis und Natur handelt, die ich gerne mag.
 

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Ein kleines Mädchen verschwindet spurlos. Ein Polizist versucht, den zum Scheitern verurteilten Vermisstenfall zu lösen. Einige Straßen weiter, der nächste Fall. Eine Mutter, die jeden Tag das Einzige putzt, was ihr von ihrem kleinen Sohn geblieben ist, 5 kleine Fußabdrücke im Beton, und ein Mann, der von sich behauptet, mit Geistern kommunizieren zu können, machen dieses Buch zu etwas Einzigartigem. Gekonnt verwebt Belinda Bauer die Schicksale der Protagonsiten und verfasst so eine tragisch-spannende Geschichte um die psychologischen Abgründe einer verzweifelten Mutter und deren Mut, trotzdem die Hoffnung nie aufzugeben.
 

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„Die Spuren meiner Mutter“ ist ein weiterer gelungener Roman von der Meisterin des Dramas Jodi Picoult. Als großer Fan der bekannten Autorin habe ich ihr neues Werk sehr genossen. Das Buch handelt von der dreizehnjährigen Jenna, die sich auf die Suche nach ihrer seit zehn Jahren verschwundenen Mutter Alice Metcalf macht. Dazu wendet sie sich hilfesuchend an das Medium Serenity, welches früher mit viel Erfolg Vermisste aufspürte. Gemeinsam mit der Hellseherin und dem alkoholsüchtigen Privatdetektiv Virgil will Jenna die Wahrheit über das Verschwinden ihrer Mutter, der Elefantenforscherin Alice, erfahren. Die Suche und die Erkenntnis des Vorgefallenen tritt anders zu Tage als erwartet. Gewohnt sprachgewaltig und einfühlsam zu Papier gebracht, mit einer Brise Esoterik. Sehr spannend, rührend und mitreißend erzählt. Ein absolutes Lesemuss.
 

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Endlich ist er da, der lang ersehnte dritte Band der Maarten-S.-Sneijder-Reihe vom österreichischen Bestsellerautor. Andreas Gruber ist auch in diesem Buch seinem Stil treu geblieben, und so hat es wie alle seine Bücher wieder mal rasant begonnen und blutig geendet. Auch in diesem Band jagt Gruber den Leser wieder quer durch Europa und baut die Spannung gezielt immer weiter auf. Ein wunderbarer Thriller, den man definitiv nicht aus der Hand legen kann. In der Danksagung verspricht der Autor, dass es mit dem Ermittlerteam Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez noch lange nicht vorbei ist, und somit können wir uns noch auf zahlreiche weitere Bände freuen.
 

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Francoise Frenkel, jüdische Buchhändlerin, die in Polen geboren wurde und in Paris studiert hat, schreibt hier über ihre abenteuerliche Flucht 1939 von Berlin nach Frankreich. Erst ihr dritter Fluchtversuch in die Schweiz gelingt ihr 1943 - und damit endlich in die ersehnte Freiheit. Der Titel des Buches geht auf ihren Aufenthalt im Gefängnis in Annecy zurück, indem sie nichts hatte, worauf sie ihr Haupt hätte betten können ... Die Autorin berichtet, wie ihr Menschen in dieser schrecklichen Zeit des Zweiten Weltkrieges geholfen und sie versteckt haben, wie sie von einem Ort zum anderen geflohen ist und trotz allem überlebt hat. Ein unschätzbares historisches Zeugnis, das hier wieder entdeckt worden ist.
 

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Connie Palmen erzählt die fiktive Autobiographie des englischen Autors Ted Hughes, der sieben Jahre mit der amerikanischen Schriftstellerin Sylvia Plath verheiratet war. Von Anfang an ist klar, dass ihre Beziehung mit dem Selbstmord Sylvias 1963 enden wird. Ted berichtet von ihren Ehejahren, die von Glück, heftigen Emotionen und Sylvias Depressionen geprägt sind. Zwei Kinder – Frieda und Nicholas – werden geboren, doch auch damit ist Sylvia überfordert. Ihre Beziehung ist von Eifersucht dominiert, wessen Gedichte und Prosa als Erstes veröffentlicht und positiv rezensiert werden – ein Wettkampf, den Ted Hughes zu Lebzeiten gewinnt, Sylvia Plath‘ Werke machen sie erst postum berühmt. Und als Ted den Satz von Arthur Miller liest, den er in einem Theaterstück über den Suizid von Marilyn Monroe geschrieben hat: „Wer Selbstmord begeht, will immer zwei töten“, wusste er, dass das auch genau auf sein Leben zutrifft. Ein zutiefst berührender, menschlicher, aber auch destruktiver Roman!
 

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Es gibt zur Zeit keinen größeren China- Experten als Jan Phillip Sendker. Er führt uns in seinem neuen Roman (3. Teil seiner China-Trilogie) quer durch den Kontinent, wir lernen Menschen kennen, die traumatisiert sind von der Geschichte. Und so können Paul und Christine, die auf der Flucht sind, nicht immer einschätzen, wem sie wirklich vertrauen können. Vom ersten Moment an ist es spannend, kein Ort ist sicher. "Herzenhören" und "Herzenstimmen" sind wie eine Symphonie, der neue Roman bringt die beiden Bücher zusammen. "Am anderen Ende der Nacht" ist trotzdem ein eigenständiges Werk, das man gelesen haben sollte. Vor allem Hongkong hat mich fasziniert. Wie wird es mit den Menschen dort weitergehen? Wird die chinesische Regierung diese unabhängige Stadt einnehmen? Nicht alle Fragen werden beantwortet, denn Sendker ist meiner Meinung nach noch zu weiteren und noch großartigeren Werken fähig!
 

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Bei einer Italienreise entdeckt die Musikerin Julia Ausdell in einem Antiquitätenladen ein altes Musikstück. Sie erwirbt die Noten des unbekannten Walzers „Incendio“, was übersetzt Feuersbrunst bedeutet. Als Julia zurück in ihrer Heimatstadt Boston ist, geschehen dort entsetzliche Dinge. Während Julia den Walzer übt, tötet ihre dreijährige süße und wunderhübsche Tochter Lily die geliebte Hauskatze. Ein anderes Mal wird sie von ihr brutal mit einer Glasscherbe attackiert. Julia macht sich große Sorgen über den psychischen Zustand ihrer Tochter und hat gleichzeitig Angst vor ihr. Als ihr klar wird, dass dieses eigenartige Musikstück etwas damit zu tun hat, macht sie sich auf die Suche nach dem Komponisten und gerät dabei in große Gefahr. Ein spannender Thriller, gleichzeitig aber auch eine ergreifende Liebesgeschichte, mit einem fulminanten Finale. Hier ist Tess Gerritsen wieder einmal ein meisterhaftes Buch gelungen.
 

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Wieder ist Jodi Picoult ein wahres Meisterwerk gelungen. Der Roman hat mich gefesselt und teilweise zu Tränen gerührt. Die Hauptfigur Sage Singer arbeitet als Bäckerin nur nachts und lebt aufgrund einer Narbe im Gesicht sehr zurückgezogen. In der Trauergruppe, die sie nach dem Tod ihrer Mutter besucht, lernt sie den neunzigjährigen Josef kennen. Sie freunden sich an. Josef bittet sie um einen Gefallen, den sie ihm unmöglich erfüllen kann. Nach und nach erfährt Sage, dass ihr Freund ein schreckliches Geheimnis bewahrt, und dass dieses Geheimnis auch unmittelbar mit ihrem Leben zu tun hat. Das genial geschriebene Werk der Autorin wechselt zwischen der Gegenwart und dem zweitem Weltkrieg, den Sages Großmutter in Ausschwitz überlebt hat. Beide Frauen kannten beziehungsweise kennen Josef. Dennoch ist letztendlich nichts wie es zu sein scheint. „Bis ans Ende der Geschichte“ ist ein sprachliches Highlight meiner Lieblingsautorin Jodi Picoult und auf jeden Fall ein Muss für Lesefreunde.
 

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In diesem Thriller geht es um Julia, eine Mutter im mittleren Alter mit einer Vergangenheit im Drogenmilleu, die mit der plötzlichen Ermordung ihrer jüngeren Schwester Kate nicht fertig wird. Da Kates Mörder nicht gefunden wurde, macht sich Julia selbst auf die Suche und begibt sich dabei in tiefe Abgründe und gefährtet ihr Leben und das ihrer Familie. S. J. Watson hat mich mit diesem Thriller sehr überrascht, und meiner Meinung nach sein erstes Werk „Ich. darf. nicht. schlafen“ übertroffen.
 

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Auf diesen tollen Thriller von der österreichischen Schriftstellerin Ursula Poznanski und dem deutschen Autor Arno Strobel haben sicherlich schon viele Leser sehnsüchtig gewartet. Sie werden nicht enttäuscht! Die Protagonisten dieses Romans, Erik und Joanna, erzählen abwechselnd die Handlung aus ihrer Sicht, gerade das macht es so spannend. Mit jeder Seite entwickelt sich ein interessanter Handlungsbogen, bis zum Schluss ist dem Leser nicht klar, wer jetzt der Gute und wer der Böse in dieser Geschichte ist. Die Auflösung haben sich die Autoren geschickt bis zum Ende aufgespart! Und ganz nebenbei haben es die beiden auch noch geschafft, mit diesem Thriller ein brisantes und derzeit aktuelles politisches Thema zu behandeln.
 

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„Tschick“ ist ein Roman, den meiner Meinung nach jeder einmal gelesen haben sollte. Nicht ohne Grund hat Herrndorf für dieses Buch den Deutschen Jugendliteratur-Preis bekommen. Eine herrliche Roadnovel, bei der man die beiden 14-jährigen Protagonisten Tschick und Maik sofort ins Herz schließt. Ich habe mich mit diesem Buch köstlich amüsiert und stellenweise laut auflachen müssen. Durch Herrndorfs stimmige Dialoge und seine hervorragende Situationskomik taucht man komplett in die Geschichte ein und hat somit ein wunderbares Lesevergnügen. Ich freue mich schon sehr auf die Verflimung, der Kinostart ist für den 15. September 2016 vorgesehen.
 

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Das Buch ist ein gelungenes Debüt der Autorin Julia Jessen. Es handelt sich um einen sehr berührenden Familienroman. Erzählt wird dieser von der Protagonistin Oda. Beginnend als kleines Mädchen, später als unangepasste Jugendliche, die sich nicht um Konventionen schert. Und immer wieder ein Seitenblick auf ihre Familie und die Verwandtschaft, welche etwas skurril erscheint. Als erwachsene Frau und Ehefrau hat Oda es nicht immer einfach, jedoch wirkt sie am Ende mit dem Leben versöhnt. Ein sehr gefühlvolles Werk!
 

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Elena, 8 Jahre aus Mils: Polly hat zwei Ponys, eines heißt Gulasch, das andere Suppe. Ihr ist ein riesengroßer Zahn gewachsen, dadurch hat sie Superkräfte bekommen, immer wenn sie wütend ist. Sie muss zu ihrer Tante nach Hamburg, weil sie hier bei einer Prüfung dabei sein muss. Ihr Zimmer auf dem Hausboot hat Zauberkräfte. Da ist auch ein Zauberspiegel drinnen, den sie nicht angreifen darf, aber sie macht es trotzdem. Was dann passiert, müsst ihr schon selber lesen. Mir hat das Buch super gut gefallen, weil es darin zwei voll süße Ponys gibt und ich diese sehr gerne mag.
 

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"Die Toten von der Falkneralm" ist das neueste Werk des Schauspielers Miroslav Nemec, den man auch als Tatort-Kommissar Batic kennt. Ein wirklich gelungener Krimi, der vom Plot her sehr an den Roman "Der Fremde im Zug" von Patricia Highsmith erinnert. Man fliegt förmlich über die Seiten. Sehr interessant finde ich auch, dass der Autor selbst in die Rolle des Protagonisten schlüpft, so etwas habe ich bisher noch in keinem Buch gelesen. Das einzige, was man noch kritisieren könnte, ist, dass das Buch mit seinen nur knapp 250 Seiten leider viel zu schnell ausgelesen ist. Aber eines muss man Herrn Nemec lassen: Er kann nicht nur einen Kommissar spielen, er könnte auch gleich selbst das Drehbuch schreiben.
 

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Ingo, 11 Jahre aus Hall: Als Stellas Eltern bei einem merkwürdigen Autounfall sterben und sie das Schloss ihrer Familie erbt, fängt Tante Alberta an, Stella zu zwingen, ihr das Schloss zu überschreiben. Sie schreckt nicht einmal vor Folter zurück. Daher muss Stella etwas unternehmen. Mit ihrem Freund, dem Schornsteinfeger Ruß, der ein Geist ist, versucht sie ihre Tante zu stoppen. Ob ihr das gelingt? Mir hat das Buch super gefallen, denn es ist sehr, sehr spannend und lustig. Ich würde das Buch unbedingt empfehlen!
 

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Leni, 14 Jahre aus Mils: Tagtäglich ums Überleben kämpfen, verstecken, unauffällig sein. So sieht der Alltag inzwischen in Berlin aus. Die ehemals glänzende Stadt liegt in Trümmern und als ob das nicht schon genug wäre, wird die 15-jährige Anna zuerst von ihrer besten Freundin verlassen und schließlich auch noch von ihren Eltern. Verzweifelt folgt sie Ben, einem Jungen aus Hamburg, den sie illegal übers Netz kennengelernt hatte. Doch schon bald wächst Annas Misstrauen wieder, stimmt das, was Ben ihr im Blog erzählt hatte? Zu allem Überfluss wird Anna dann auch noch von der WePo geschnappt und in ein Waisenhaus gesteckt… Das Buch ist äußerst fesselnd und spannend und die Charaktere sind so gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, Anna oder Ben wirklich zu kennen. Mir hat das Geheimnisvolle an der Geschichte gefallen, und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.
 

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Lola, 11 Jahre aus Innsbruck: Fanta ist ein sehr nettes Mädchen, aber sie hat es nicht so leicht. Schon ihr Name, der in Afrika ganz normal ist, macht Schwierigkeiten. Fanta ist anders, mag gerne Pferde und als sie Probleme im neuen Gymnasium hat, schenkt ihr Papa ihr das Zombie-Pony Charly Fluch. Mit der Gemüsegruppe, drei zickigen Mädchen, hat sie es dann auch nicht leichter und leider beißt das Pony den Jungen, in den sich Fanta verliebt hat, und dieser könnte nun ein Zombie werden! Zusammen mit ihrer Freundin mit dem lustigen Namen Krise, die immer Leberwurstbrot mit Gurken isst, versucht sie das zu verhindern. Krise hat auch immer ein Leberwurstbrot für Fanta, die traut sich ihr aber nie zu sagen, dass sie das nicht mag. Dieses Buch habe ich im Urlaub gelesen und mich super unterhalten! Es ist lustig und auch spannend! Die Zeichnungen gefallen mir auch sehr gut! Es ist für Kinder von 10 bis 12 Jahren, aber ich finde, es passt auch für Ältere!
 

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Hallo, da bin ich wieder - eure Testleserin Chiara, 12 Jahre aus Oberhofen. Auch in den Sommerferien lese ich gerne Bücher. Dieses Mal bekam ich diese coole Sommer-Story: In diesem Buch geht es um eine sehr gut situierte 4-köpfige Familie. In dieser Familie gibt es die Eltern natürlich und 2 Mädchen Gwenny und Elizabeth Margaret, die zwei Jahre älter als ihre Schwester ist. Die ältere der Geschwister - auch Em genannt - bekommt nach ihrem Schulabschluss einen Brief mit Glückwünschen und einer Einladung von einer noch völlig unbekannten Tante. Ihre Großmutter und Mutter waren von der Post der Tante Matilda gar nicht erfreut. Aber irgendwie gelang es Em, alle davon zu überzeugen, dass sie nach diesem tollen Schulabschluss eine Auszeit braucht. Bei Tante Tilly angekommen darf sie endlich ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Zuhause wurde alles von ihren Eltern bestimmt - Elite Schule, Elite Uni, Jurastudium danach in das Familienunternehmen einsteigen, und ich glaube, der zukünftige Mann wurde auch schon von den Eltern ausgesucht. Dann in Outer Banks bei ihrer Tante und ihren Cousin Frederick kommt alles anders, wie es die Eltern für Em geplant haben. So - das ist ein kleiner Vorgeschmack auf die süße Sommerlektüre. Seid ihr neugierig geworden? Holt euch jetzt das Taschenbuch bei Tyrolia.
 

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Sophia, 11 Jahre aus Mayrhofen: Wie jedes Jahr verbringt Sophie den letzten Teil der Ferien bei ihren Großeltern in einem kleinen Dorf am Land. Doch als sie ankam, stellte sich heraus, dass ins Nachbarhaus eine berühmte Schauspielerin eingezogen ist!!! „DANA VAN NORDEN“ Allerdings ist auch ihre hochnäsige Tochter Holly mitgekommen. Am Anfang verstehen die zwei sich noch nicht so gut, aber nach den kleinen Startschwierigkeiten mochten sich die beiden doch noch sehr gern! Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich das Buch anfangs ein bisschen langweilig fand! Ich war kurz davor, mit dem Lesen aufzuhören, aber irgendwann habe ich doch beschlossen weiter zu lesen und dann hat es mir doch noch ganz gut gefallen. Zum Schluss war das Buch richtig spannend! Warum??? Dass verrate ich noch nicht…
 

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Emma, 9 Jahre aus Aldrans: Bille träumt von einem Schloss, das sehr viel Gelt kostet. Aber woher soll sie das Geld nehmen? Bille fragt die Frisörin Frida um Rat. Frida sagt, man brauche ein Geschäft, um Geld zu verdienen. Bille will daraufhin schönes Wetter verkaufen und Frida soll ihr dabei helfen. Doch auf einmal wollen alle aus ihrer Klasse Wetter verkaufen. Regen, Schnee, Nebel und Hagel. Nun muss sich Bille ein neues Geschäft suchen. Am besten hat mir gefallen, wo Bille im Zirkus auf einmal mithilft und die Königin der Elefanten wird. Das Buch war sehr lustig und die Schrift fein zu lesen.
 

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Leonie, 9 Jahre aus Schwaz: Das Buch "Frabkensteins Bestie" aus der Serie "Schattenjäger" hat mir unheimlich gut gefallen. Zuerst traute ich es mich allerdings abends nicht zu lesen, da es schon auf den ersten Seiten sehr spannend war und die Bilder dunkel hinterlegt sind, das fand ich dann ein wenig gruselig. Nachdem ich aber mitten im Buch drin war, habe ich gemerkt, dass nichts wirklich Schlimmes kommt, und das Buch ziemlich schnell ausgelesen. Ricky und sein bester Freund Olli wollen aus alten Schrottteilen einen künstlichen Menschen erschaffen, also einen Robotermenschen. Mitten in die Bauarbeiten patzt Ollis Vater, der Tierarzt, und schickt die beiden Jungs in die Apotheke, um ein Medikament zu besorgen. In der Apotheke von Herrn Stein hören sie ein merkwürdiges Röcheln und Stöhnen. Durch das merkwürdige Verhalten des Apothekers neugierig gemacht, beschließen Olli und Ricky der Sache auf den Grund zu gehen, und so schleichen sie sich durch die Hintertür in den Keller der Apotheke. Dort entdecken sie ein Monster, von dem sie glauben, dass es Herr Stein erschaffen hat. Aus Angst vor dem Monster laufen sie davon. Zuhause erzählen sie davon, aber niemand glaubt ihnen. In der Nacht lässt es ihnen keine Ruhe und sie wollen noch einmal nach dem Monster schauen. Mehr verrate ich euch jetzt aber wie immer nicht, selber lesen ist angesagt. Spannende 127 Seiten und 10 Sterne von 10. VIEL SPAß beim Lesen!
 

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Sebastian, 10 Jahre aus Schwaz: Auf den ersten Blick sieht Carag aus wie ein ganz gewöhnlicher Junge. Doch er hat ein Geheimnis. Er ist Gestaltwandler. Carag wuchs halb Mensch, halb Berglöwe in den Rocky Mountains auf. Der Puma hat sich seit kurzem dafür entschieden, in der Menschenwelt zu leben. Das neue Leben ist für ihn so fremd wie faszinierend. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr spannend und gut geschrieben.
 

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Emma, 9 Jahre aus Aldrans: Das Buch habe ich toll gefunden. Die Spürnasen Holli, Mona und Kitti stehen vor einem Rätsel, denn Kittis Kater Watson ist spurlos verschwunden. Die Spürnasen erfahren, dass mehrere Katzen des Wohnviertels verschwunden sind. Aber leider findet zur Zeit ein Fest statt, wo Kittis Klasse mit einem Erfinder etwas vorführen soll. Also haben die Spürnasen nicht sehr viel Zeit, um den Fall zu lösen. Am besten hat mir gefallen, wo Kittis kleiner Bruder Artur Kater Watson mit seinem Hausschuh verwechselt. Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen!
 

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Morena, 9 Jahre aus Aldrans: Das Buch hat mir gut gefallen. Es handelt von 2 Mädchen und einem Kater, der Angst vor Staubsaugern hat. Die Mädchen versuchen sich in "Katzenflüstern". Ein paar Wörter fand ich unpassend und schwer verständlich. Sonst war es nett formuliert. Die Geschichte war lustig und spannend. Abwechslungsreich und fesselnd war das Buch auch. Ich würde es weiter empfehlen.
 

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Anna, 12 Jahre aus Schönwies: Eigentlich wollte die 13-jährige Gemma nur eine Runde auf ihrem Rad drehen, um ein bisschen Abstand von ihrer überforderten Mutter, ihrem nervigen Bruder und dem Leben überhaupt zu gewinnen, als sie plötzlich, im wahrsten Sinne des Wortes, über "Cowgirl" und ihre zwölf Kühe stolpert. Sie hat keinen Schimmer, das dieses Aufeinandertreffen schon bald ihr Leben, aber vor allem das Leben aller Bewohner der tristen und trostlosen Siedlung Bryn Mawr ändern wird. Einst war die Bryn Mawr eine beliebte Siedlung, in der die Menschen beieinander standen und Feste feierten. Heute ist davon nichts mehr übrig, die Siedlung ist sozial am Boden, es gibt viele Einbrüche und die Bewohner haben Angst. Wie ausgerechnet Gemma, ihre neue Freundin Kate und vor allem 12 Milchkühe für Aufregung und neues Leben in der kleinen Siedlung sorgen, erzählt diese Geschichte. MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG: Ich finde dieses Buch sehr gut und verständlich geschrieben. Eigentlich mag ich Tierbücher nicht so gerne, doch dieses Buch gefällt mir sehr gut. -Tolles Buch...
 

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Paul, 9 Jahre aus Hall: Ein Hase wollte Detektiv werden. Er baute seine Detektei in einer Menschenstadt. Er bekam nur einen Fall, der ihm dann aber doch zu wild geworden ist. Weil er sonst keine weiteren Fälle bekam, machte er eine Hasen-Bar auf. Eines Tages wurde es ihm aber zu langweilig, dass er es noch einmal mit der Detektei versuchte. Eines Tages klopfte es an die Tür… Empfohlen für Kinder von 7 bis 11 ½ Jahren, aber man kann es selbstverständlich mit jedem Alter lesen, nur es hat viel Text und wenige Bilder. Viel Spaß beim Lesen!!!
 

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Simon, 10 Jahre aus Aldrans: Es geht um 2 Väter, die 4 verrückte Jungs adoptiert haben und viele Partys schmeißen. Der griesgrämige Nachbar macht ihnen das Leben schwer. Die Fletchers haben jede Menge Haustiere und der jüngste Bruder hat auch noch Fantasietiere. Das ärgert den zweitältesten Bruder. Aber im Großen und Ganzen hält die Familie zusammen und ist gut drauf. Ein voll cooles Buch, das lustig, spannend und irgendwie verrückt ist. Am besten hat mir gefallen, wie der älteste und coolste Bruder auf einer Bühne eine voll coole Show abgezogen hat.
 

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Carla, 12 Jahre aus Innsbruck: Dieses Buch ist ein Tagebuch von Hattie (Hannah). Hattie hat nur einen Wunsch: Sie will in einer normalen Familie leben!!! Sie will altersgemäße Unterwäsche, und sie will ihre Brüste zum Wachsen bringen, damit sie einen heißen Jungen küssen kann. ABER ihr allergrößter Wunsch ist, ihren leiblichen Vater kennenzulernen. Dieses Buch ist so cool, und es macht richtig Spaß es zu lesen, weil sie eine Oma hat die auf Drogen ist, einen Bruder, der sie ständig nervt und eine Mutter, die nie etwas über ihren Vater sagt. Dieses Buch ist einfach witzig!!!!!
 

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Chiara, 11 Jahre aus Bruck am Ziller: Das Buch handelt von einem Mädchen namens Chloe. Sie erfährt eines Tages, dass eine Schülerin namens Pauline im Klo über Nacht eingesperrt wurde, denn als Chloe an diesem Tag in die Toilette kam, sah sie, dass bei einer Kabine die Türklinke abmontiert war, und als sie die Tür aufmachte, kam Pauline zum Vorschein. Chloe wusste sofort, dass es ein Mädchen war, das sehr tussihaft gewesen war. Sie musste sich einen super genialen Plan ausdenken. Diesen Plan hatte sie auch schnell, doch es stellte sich bald heraus, dass er doch nicht so genial war, wie sie vermutet hatte. Doch dafür hatte sie ihre Freunde. Ihr Plan bestand nämlich daraus, an die Wand in der Mädchentoilette erfundene Sachen über Pauline zu schreiben, um sie damit etwas beliebter zu machen. Übrigens hat Chloe nicht direkt auf die Wand geschrieben, denn in diesem WC befand sich ein Whiteboard. Das WC war sowieso sehr gut ausgerüstet, denn es hatte ein Sofa, einen riesigen Spiegel, immer verschiedene Seifen und aller Hand mehr. Chloe war eigentlich nur wegen dieser Toilette auf diese Schule gekommen ... Zurück zum Plan mit dem Whiteboard. Auf diesem Board standen manchmal Sachen, die sich als Gerücht in der ganzen Schule verbreiteten, und die dann sofort jeder in der Schule glaubte. Chloe nutzte das aus und schrieb zweimal etwas an die Tafel. Das hatte das Leben von Pauline völlig verändert denn sie bekam nun Hilfe von vielen verschiedenen Menschen. Wie es mir gefallen hat: Es hat mir super gut gefallen, weil es super lustig ist und weil die Figuren sehr persönliche Charakter gehabt haben.
 

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Jeannine, 14 Jahre aus Mayrhofen: Sophia lebt seit 4 Jahren in Tokio, doch in nur einer Woche zieht ihre Familie wieder zurück in die USA. Anstatt ihre Sachen zu packen, verbringt Sophia lieber ihre Zeit mit ihren Freunden Mika und David. Sophia ist heimlich in David verliebt. Da kommt plötzlich Jamie aus dem Internat aus North Carolina zurück. Sophia und Jamie waren bis vor seiner Abreise gute Freunde, doch am letzten Tag stritten sie sich und hatten drei Jahre lang keinen Kontakt. Das Wiedersehen verläuft sehr trocken und Sophia hat das Gefühl, dass Jamie in Mika verliebt ist. Als sich herausstellt, dass Mika etwas mit David hatte, zweifelt Sophia an ihren Freunden und verbringt viel Zeit mit Jamie. Die beiden verlieben sich ineinander. Durch die Zurückweisung ihres in Paris lebenden Vaters entfernt sich Sophia von Jamie. Kurz vor Sophias Abreise gibt Mika eine Party, auf der Sophia Jamie noch mehr enttäuscht. Sophia und Mika versöhnen sich wieder. Einige Stunden vor ihrem Abflug treffen sich Sophia und Jamie. Sie gestehen sich ihre Liebe und versprechen, sich im nächsten Jahr wieder zu sehen. Am Anfang des Buches dachte ich, dass es nur um das Packen und den Umzug in die USA geht, aber schon nach einigen Seiten wurde es spannender. Die Rückblicke in die Vergangenheit helfen beim Verständnis. Mich würde es sehr interessieren, ob sich Sophia und Jamie wiedersehen und ob sie Kontakt zu ihren Freunden hält. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung von dem Buch.
 

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Ben, 9 Jahre aus Innsbruck: Die Geschichte handelt von einer Bande namens Milchpiraten. In dem Buch schmeißen die Milchpiraten eine große Party am 1. Ferientag. Sie haben sogar Bubi eingeladen, der total nervig ist und kein Bandenmitglied ist. Dann schließt sich Bubi im Haus von Bruno ein. Unglücklicherweise hat er alleine den Schlüssel für die Wohnung. Als die anderen endlich in die Wohnung eingedrungen sind, passieren viele Katastrophen. Bubi hat den Schlüssel versehentlich ins Klo runtergespült und ist im Bad eingesperrt. Auf einmal ruft Brunos Mutter an und sagt, dass Tante Hertha kommt, um auf Bruno aufzupassen. Die Milchpiraten versuchen die ganzen Katastrophen zu verdecken und natürlich Bubi noch aus dem Bad zu befreien. Das Buch war sehr spannend und auch abenteuerlich und auch stellenweise witzig, weil die Milchpiraten soviel Unfug gemacht haben. Ich würde das Buch allen empfehlen, die Banden toll finden.
 

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Jacob, 10 Jahre aus Rankweil: In dem Buch geht es um ein Hotel, auf dessen Eröffnungsfeier ein Zauberer auftritt. Als Höhepunkt seines Auftrittes schwört er, mit seinem Publikum zu verschwinden und 99 Jahre später wieder aufzutauchen. … 99 Jahre später ruft der Hotelbesitzer die Ghost Fighter an, da in seinem Hotel merkwürdige Dinge geschehen: Gäste verschwinden, Zombies laufen im Hotel herum, Zimmer tauschen die Plätze und ein komisches Knochenwesen namens Ghul geistert herum. Hier können nur die Ghost Fighter helfen. Gemeinsam mit einem Geheimagenten machen sie sich auf, das Geheimnis um das Hotel und den 13. Stock zu lösen und so das Hotel vor seiner Sprengung zu bewahren. Für mich war es ein sehr gutes Buch. Abwechselnd erzählen in den Kapiteln die Ghost Fighter, wie sie der Lösung des Geheimnisses auf die Spur kommen. Die lustigen Zeichnungen in dem Buch passen super zu der witzigen Geschichte. Manchmal ist es so spannend, dass ich das Buch gar nicht mehr loslassen konnte.
 

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Maximilian, 7 Jahre aus Rankweil: Auf der Urlaubsrückfahrt stoppen Marie und ihre Familie auf einem Rasthof. Robbie, der Familienhund, rennt dort einer Hündin hinterher. Seine Familie startet zur Weiterfahrt und bemerkt gar nicht, dass Robbie immer noch auf dem Rasthof ist. Robbie rennt vergeblich dem Familienauto hinterher und macht sich dann selbst auf den Weg, sein Zuhause zu suchen. Unterwegs muss er verschiedene Abenteuer meistern. So nimmt ihn ein LKW-Fahrer als Geschenk für seine Tochter mit. Dort wird er allerdings nicht als Tier, sondern mehr als Spielzeug gesehen. Bei der ersten Gelegenheit reißt er aus. Kinder binden ihn beim Indianerspielen an einen Marterpfahl (Baum), Wildschweine verfolgen ihn und eine Briefträgerin befreit ihn als unglücklichen Wachhund. Er folgt seiner Retterin und gelangt so zufällig in seinen Heimatort. Allerdings erwartet ihn zu Hause eine große Überraschung … Die Geschichte von Robbie hat mir sehr, sehr gut gefallen, da er sich trotz aller Hindernisse nie unterkriegen lässt und zum Schluss wieder nach Hause findet.
 

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Las Vegas - inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr. Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden - Antworten, die weiter führen als je gedacht. Fazit: Windfire ist ein besonderes Buch. Wie immer ist es Lynn Raven gelungen, High- und Darkfantasy zu einer unwiderstehlichen Kombination zu mischen. Sie schreibt in dem Buch im Grunde über die vier Elemente: Feuer, Wind, Wasser und Erde. Ein sehr spannendes Thema, und die Geschichte hinter der eigentlichen Handlung ist auch super...wie immer.
 

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Die 16-jährige Elizabeth ist eine der gefürchtetsten Hexenjägerinnen der Stadt. Die schwarze Zahl auf ihrem Bauch kennzeichnet sie als solche aus. Doch gerade sie wird mit einem Bündel Kräuter gefunden, in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Aber anders als erwartet ist es nicht ihr bester Freund und heimlicher Schwarm - Caleb - der sie rettet, sondern ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er rettet sie und nimmt sie mit zu sich, um sie bei sich und den anderen aufzunehmen. Doch im Hintergrund spielt schon lange ein Machtkampf, in dem sie die Schlüsselrolle spielen soll. Doch wem vertraut sie und vor allem: Wem gilt ihre Loyalität? Fazit: Ein tolles Buch, ich hätte viele Dinge nicht vermutet und die Geschichten hinter den Charakteren reichen von lustig bis hin zu traurig. Es ist alles dabei, was ich mir in einem guten Fantasybuch wünsche. Gut gegen Böse (wobei man nicht genau weiß, wer wer ist), Magie, Liebe, Action, Humor und Freundschaft mit vielen Geheimnissen! Herrlich und angenehm zum Lesen, denn ganz ehrlich: Wer hätte nicht gerne eine spezielle Fähigkeit? Absolut Top!
 

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Miriam Michels ist süße 16 Jahre jung und kommt aus einem tollen Sommer, wo sie ihre erste Sommerliebe kennen gelernt hat. Diese wird aber schnell vergessen, als ihre Lehrerin eröffnet, dass sie einen Vampir in die Klasse bekommen, welcher auch prompt neben sie gesetzt wird. Es ist nicht überraschend, dass es Vampire gibt, da sie sich Jahre zuvor geoutet haben. Allerdings versetzt Elias Miri in ein Gefühlschaos der Spitzenklasse. Und als wäre das nicht schon genug, erfährt sie, dass sie selbst kein Mensch sein soll! Sie ist eine Gestaltenwandlerin und nicht nur irgendeine, sie wurde vorausgesehen und hat die Aufgabe, zusammen mit Elias eine Revolution zu starten, die das Denken aller ändern wird. Fazit: ICH LIEBE DIESES BUCH! Spannend, humorvoll, actionreich und einfach nur abgedreht. Jennifer Wolf hatte wirklich eine super Idee: Wie wäre es, wenn Vampire mitten unter uns leben und wenn wir es auch wissen würden? Die Geschichte selbst ist wirklich toll, von der Handlung bis hin zu den Charakteren finde ich alles perfekt! Ein normales Mädchen, das doch nicht soo normal ist wie geglaubt. Ein heißer Vampir mit seiner super lustigen und etwas durchgeknallten Zwillingsschwester...Da ist immer was los und es wird garantiert nie langweilig!
 

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Die Erde liegt seit Jahrhunderten unter einer dicken Schneedecke. Es gibt nur ein kleines Fleckchen Land, wo alles wächst und gedeiht. Die Göttin und Mutter aller Dinge - Gaia - hat die letzten Menschen dort angesiedelt, wo sie in Frieden leben können. Auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen lebt dort mit ihrer besten Freundin Iris. Alle hundert Jahre wird unter den jungen Hüterinnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Allerdings hat jeder der Söhne seine Stärken und Schwächen, und nun ist Maya an der Reihe und muss sich für einen entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch für wen würde sie ihr Leben hergeben? Vier Jahreszeiten - Ein Mädchen... Fazit: Ich bin verliebt in dieses Buch! Das Buch spielt in der Zukunft, die zeigt, was passieren könnte, wenn wir Menschen nicht aufpassen - was ich schon toll finde, da es dadurch realer wird. Auch die Charaktere sind zum Anbeißen! Die taffe und kluge Maya und ihre "Verehrer". Jeder Junge ist eine ganz eigene Person, keiner gleicht dem anderen, obwohl sie Brüder sind. Eine lustige und erfrischende Geschichte mit viel Liebe, Action, Humor und Entscheidungsschwierigkeiten! Ich liebe solche Bücher und liebe die Bücher von Jennifer Wolf im allgemeinen! Sehr zu empfehlen und mein persönlicher DAUERHIT!!!
 

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Der neueste Roman von Delphine de Vigan beginnt wie ein Krimi. Etwas, oder genauer jemand, hat das Leben der erfolgreichen Schriftstellerin dermaßen erschüttert, dass sie nicht mehr fähig ist, eine Zeile zu schreiben. Aber es ist keine normale Schreibblokade, wie sie so mancher Autor kennt, es ist eine Zerstörung der eigenen Identität. Was ist Wahrheit, was ist Fiktion? Und gibt es eine Wahrheit, die für alle gültig ist? Ist die eigene Geschichte auch nach dem Erzählen noch das, was man geglaubt hat? Als Leser wird man augenblicklich in dieses Spiel zwischen den beiden Frauen hineingezogen. Teilweise ertappt man sich dabei, dass man selber den Fortgang der Geschichte weiterschreiben möchte, aber Delphine de Vigan entzieht uns die Wahrheit mit jedem Satz. Wer sich von Büchern, von Worten, verstanden fühlt, wird hier eines Besseren belehrt: Es ist autobiographisch und gleichzeitig reine Fiktion.
 

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Die New York Times schreibt über Lauren Groff: "Es ist ein einziges Vergnügen, Lauren Groff zu lesen. Nicht zuletzt wegen der totalen Unberechenbarkeit ihrer Erzählstimme." Ich habe es ein bißchen anders formuliert: Lauren Groff spricht in Rätseln. Die wirklichen großen Ereignisse werden nur angedeutet, und im Laufe der Lektüre ahnt man immer mehr das Ausmaß der Katastrophe. Dieser Roman ist hinreißend, Groff hält uns einen Spiegel vor und regt zum Nachdenken an. Vor allem der zweite Teil des Buches, "Zorn", aus Mathildes Sicht erzählt, bietet zahlreiche Überraschungen! Die Ehe der beiden bleibt dem Leser als etwas Besonderes im Gedächtnis!
 

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Dieses Buch hat für Furore gesorgt, seine Geschichte „hat einen Drive, der an die Musik von John Coltrane erinnert.“ Ich kenne diesen Musiker leider nicht, der beeindruckende Drive kann aber Leser irritieren. Die ständigen Wiederholungen einiger Sätze wie „Was sagt die Uhr“ werfen Fragen auf, die man nicht so leicht beantworten kann. Dazwischen wird man aber immer wieder mit umwerfenden Satzkonstruktionen überrascht, die unser Durchhaltevermögen belohnen. Mich erinnert „Stadtland“ an das Berlin aus Heinz Strunks Roman „Der goldene Handschuh“. Ich habe mich mit afrikanischer Literatur kaum auseinandergesetzt. Interessant muss dieser Roman auch für Studenten in Graz sein, denn dort unterichtet Fiston Mwanza Mujila zur Zeit!
 

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„Liebe unter Fischen“ war bereits ein guter Roman, noch besser ist das neueste Werk von René Freund. Hier findet jeder Leser etwas, das ihn berührt: eine Reise in die Vergangenheit, von einem Wallfahrtsort in Österreich zum anderen, guten österreichischen Humor, Tiefgang und einen starken Plot! Das Pilgern ist zur Zeit sehr beliebt, es gibt immer einen Anlass, um den Stab in die Hand zu nehmen und loszuziehen. Nora ist durch ein Testament gezwungen, die Urne ihres Vaters in die österreichischen Berge zu bringen, in dieser Woche stellt sie ihr Leben auf den Kopf. Ein schöner, geistreicher Roman, nicht nur für diesen Sommer!
 

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Rosa Silbermann konnte in den dreißiger Jahren vor dem Holocaust von Deutschland nach Israel fliehen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Rachel wird ihr eine militärische Ausbildung zu Teil. Nach Deutschland wollte sie nie wieder zurück, jedoch der Mossad hat einen Auftrag für Rosa. Dieser bringt sie an den Urlaubsort ihrer Kindheit, das Nobelhotel Bühlerhöhe zurück. Dort liegt es an Rosa ein geplantes Attentat an Kanzler Konrad Adenauer zu verhindern. Doch nicht alles geht glatt. Die ihr zugesagte Unterstützung trifft nicht rechtzeitig ein. Auch die neugierige Hausdame Sophie Reisacher erschwert Rosas Mission. Mit diesem Roman ist der Autorin Brigitte Glaser ein wahres Meisterwerk geglückt, absolut lesenswert!
 

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Jahr um Jahr reist die wohlhabende Familie Porter nach Ashaunt ins Sommerhaus. Wir begleiten die Familie über viele Jahre, angefangen im 2. Weltkrieg über die 60er Jahre bis in die heutige Zeit. Lieben kommen und gehen, Kinder werden erwachsen, neue Generationen kommen hinzu, der beschauliche Landzipfel verändert sich. Aber egal, was geschieht: für alle Familienmitglieder bleibt Ashaunt ein Sehnsuchtsort; für den ältesten Sohn Charlie, der Zeit seines Lebens mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat, ist es die einzige Zuflucht, wo er zur Ruhe kommen kann. "Die Sommer der Porters" ist kein aufregendes Buch; es ist ein ruhiges, ein blaues Buch, in dem man das Meer auf praktisch jeder Seite hören und riechen kann. Da auch ich einen solchen Sehnsuchtsort habe, spricht mir der in jedem Herbst wiederholte Satz des Kindermädchens Bea aus der Seele: "Es dauert immer lange, den Sommer zusammenpacken."
 

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Eigentlich stimmt der Titel nicht ganz, da sich Mr. Birkn nur ca. drei Monate auf dem Land befindet, fern vom bourgeoisen London, nach dem Ersten Weltkrieg. Es ist ein stilles Buch, eine Wiederentdeckung, ein Kleinod, das man am besten lesen kann, wenn man sich selber an einem Ort befindet, wo man abschalten kann. Die Handlung ist nicht wichtig, dafür aber die innere Wandlung. Er möchte den Krieg verarbeiten und den Verlust der Ehefrau, indem er einer Tätigkeit nachgeht, die ihn fordert und gleichzeitig meditieren lässt. Dabei entdeckt er ein Kunstwerk und Menschen, die auch Traumatisches erlebt haben. Diese Novelle lässt den Leser innehalten, sie stimmt nachdenklich und still.
 

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Louise, aufgewachsen in den französischen Alpen, verliebt sich während ihres Studiums in Johann, der aus Deutschland stammt und eigentlich so anders ist als sie. Trotzdem heiraten sie und ziehen nach Deutschland. Dort erfährt sie auch immer mehr über die Vergangenheit von Johanns Vater, der während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich war. Die Autorin selbst ist Französin und lebt seit vielen Jahrzehnten in Deutschland. Sie schreibt in einer Sprache, in der deutlich wird, was alles mit Louise gemacht wird, denn eigentlich sind ihre Freiheiten seit der Ehe mit Johann sehr eingeschränkt. Und ihr kommt vor, dass ihr Leben schnell an ihr vorbei zieht. Ein wirklich gelungener Roman!
 

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Katja und Alexa sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Katja ist alleinerziehende Mutter des 15jährigen Jonas, der nachts immer öfter einfach nicht heimkommt. Langsam verliert sie den Draht zu ihm, aber kümmert sie sich überhaupt genug um ihren Sohn? Ist sie nicht eher damit beschäftigt, sich bestimmte Freiheiten – wie keine fixen Beziehungen, Geschäftsreisen etc. – einfach zu nehmen? Alexa hingegen kümmert sich um ihre zwei Kinder und ihren Mann, bis sich dieser wegen einer Jüngeren scheiden lässt und sie plötzlich alleine ist. Der Tod der Mutter und ein Brieffragment verändern das Leben der Schwester von Grund auf. Ein einfühlsamer Roman, der uns zwei gegensätzliche Charaktere und Familienbeziehungen lebensecht mitverfolgen lässt!
 

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Diese Geschichte ist die wohl schönste Liebesgeschichte, die ich jemals gelesen habe. Ulla Scheler ist hier ein fabelhafter Roman über eine junge Liebe, Leidenschaft und über das Leben gelungen. Gleich auf den ersten Seiten schließt man die beiden Protagonisten Hanna und Ben ins Herz. Man sieht sie vor sich, man kann sie spüren und sich in ihnen wiederfinden. Eine bildgewaltige Story, die einen komplett in den Bann zieht. Diesen Jugendroman kann ich auch allen Erwachsenen empfehlen.
 

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Die Vorstellung, dass Gott ein gelangweilter Jugendlicher ist, der nichts auf die Reihe bekommt, hat mich dazu veranlasst, dieses Buch zu lesen. Es geht um Bob. Bob ist Gott. Den Job als Gott der Erde hat Bobs Mutter beim Pokern gewonnen. Aber bereits nach 6 Tagen Arbeit muss sich Bob ausrasten und lässt alles stehen und liegen. Als er sich verliebt, gerät die ganze Welt aus den Fugen, denn wenn Bob wütend oder glücklich ist, merken das alle auf der Erde. Eine sehr witzige Geschichte über das Chaos auf der Erde.
 

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Dieser Roman von A.J. Grayson hat mich - im positiven Sinne - völlig aus der Bahn geworfen. Noch nie habe ich es erlebt, dass mir ein Täter so sympathisch war wie in diesem Thriller "Boy in the Park". Grayson versteht es, den Leser in den Bann zu ziehen, das Unerwartete tritt ein und eine Überraschung folgt der nächsten. Einfach ein Traum, dieses Buch sollte man auf keinen Fall auslassen. Der Leser begibt sich auf eine Achterbahn der Gefühle, auf der allerletzten Seite klärt sich aber alles!
 

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Ein Roman in Form von E-Mails? Das erinnert beim Lesen doch sehr stark an die Bestseller des österreichischen Autors Daniel Glattauer! Aber dieses Buch ist aus Frankreich und hat mindestens genauso viel Esprit, Witz und sprüht vor sprachlicher Ausdruckskraft. Adeline, eine einsame Frau mittleren Alters, schickt dem derzeit pausierenden Schriftsteller Pierre-Marie ein Paket, woraufhin sich ein interessanter Mailverkehr entwickelt. Warum ist Vera, die 4. Frau von Pierre-Marie, plötzlich von einer Stunde auf die andere verschwunden? Was hat das mit Adeline zu tun? Kommt es zu einem Treffen? Allerbeste Unterhaltung!
 

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Völlig außer der Reihe, nämlich im Sommer statt pünktlich zu Weihnachten, ist das mittlerweile 18. Kochbuch von Jamie Oliver erschienen. Anders als in seinem Vorgänger "Superfood für jeden Tag" kommt Oliver diesmal weniger auf der 1000%-gesund-Schiene daher. Möglicherweise hat auch er festgestellt, dass man -- v.a. wenn auch kleinere Kinder mit am Tisch sitzen -- mit weniger ausgefallen Zutaten mehr Erfolg und evtl. auch leergegessene Teller erreichen kann. Mein absolutes Lieblingsrezept: Das rauchige Gemüse-Chili. In der kälteren Jahreszeit schmeckt es vermutlich noch besser! Ein großer Teil des Buches widmet sich den schnellen Gerichten; hier fühlt man sich ein bisschen an "Jamies 15-Minuten-Küche" erinnert -- mit dem Unterschied, dass man hier selber tatsächlich auch vergleichsweise schnell eine Mahlzeit auf dem Tisch stehen hat. Auch die Frühstücksideen, Salate, Pasta und Risotto bieten viel Abwechslung. Fazit: Für mich ein absolut gelungenes Intermezzo... und man darf gespannt sein auf "Jamies Christmas"!
 

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Zugegeben, das Kochbuch von Nadia Damaso ist mit knapp 40,- Euro eher hochpreisig, aber man bekommt für sein Geld außer dem optischen Genuss beim Blättern auch wirklich tolle Rezepte! Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, dachte ich: Da kommt wieder so eine hippe junge Engländerin wie die Hemsley-Schwestern oder Jamie Oliver, aber weit gefehlt: Sie ist Schweizerin. Die Rezepte sind allesamt von ihr wunderschön fotografiert und tatsächlich gut umsetzbar! Zuletzt probiert: Asiatischer Blumenkohl-Gemüse-Reis mit Sojasauce! Die Schärfe mit etwas Joghurt abgemildert -- so schmeckte es auch den jüngeren Kindern am Tisch! Mein persönliches Highlight des Buches: Die unzähligen tollen Frühstücksideen (u.a. süße Toast, Müsli-Varianten und Shakes), die sich gerade jetzt in den Ferien, wo man ja etwas mehr Zeit hat, bestens für den Start in den Tag eignen. Für mich eines der besten Kochbücher der letzten Zeit!
 

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Die meisten Romane vom ehemaligen Hanser Chef Michael Krüger habem mich eher traurig gestimmt, doch bei diesem ist die Thematik etwas leichter: Ein Mann erbt ein Haus, indem er sich dann selber einmietet, ohne sich als Besitzer zu erkennen zu geben. Er selbst hängt seinen Job an den Nagel und wird zum Beobachter, der alles in Frage stellt. Die Bewohner des Mietshauses haben so ihre Eigenheiten und mit ironischer Distanz und mit einem Augenzwinkern beschreibt Krüger dieses skurile Haus. Mit einfachen Tricks verdreht er die Welt, plötzlich hat man als Leser den Eindruck, dass seine Erinnerungen nicht auf Tatsachen festzumachen sind.
 

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Bereits Richard Ford schreibt über dieses Buch, dass es ihn beeindruckt und überwältigt hat. Mir ist es genauso ergangen. Das Jahr 1969 war sowieso ein besonderes Jahr, doch Emma Cline hat einen herausragenden Roman über "grenzenlose" Liebe und über die Sehnsucht, endlich gesehen zu werden, geschrieben. Die 14 jährige Evie glaubt, sie kann auf der "Ranch" - die Kommune von Russel, vergleichbar mit Charles Manson - mehr lernen als in ihrer kleinen Stadt. Dort geben sie ihr das Gefühl, dass sie willkommen ist. Sie bemerkt die Signale, irgendwas läuft hier falsch, redet sich aber in diesem Sommer 1969 alles schön. Was hat Russel an sich, das alle so von ihm eingenommen sind? Er packt sie an der verwundbarsten stelle, er beobachtet, lässt sie zu sich kommen, weißt ab und dann sind sie weich. Mit 14 kann eine Frau noch nicht einschätzen, was sie braucht. Sie ist leicht manipulierbar, verwundbar. Und das bringt Emma Cline grandios zur Sprache!
 

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Wer in der Nacht nicht schläft, hat viel Zeit, vergangenen Ereignissen nachzuhängen. So auch die weibliche Protagonistin in Margriet de Moors neuestem Roman: Während sie bäckt und auf den Kuchen wartet, offenbart sie dem Leser, was in der kurzen Ehe mit Ton passiert ist. Er ist nicht mehr da, stattdessen hat sie nach vielen Jahren der Trauer einen neuen Mann bei sich im Schlafzimmer. Es handelt sich hier eigentlich um eine Novelle, eine großartige Liebesgeschichte, die sich in ihrer Kürze großartig entfaltet. Starke Themen und Ereignisse werden von de Moor mit einer Leichtigkeit präsentiert, die uns staunen lässt. In dieser schlaflosen Nacht geht es nicht um das warum, sondern um das wie.
 

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Bruno Daldossi, Kriegsphotograph, versucht in seinen Bildern den Augenblick des alltäglichen Lebens im Krieg einzufangen. Doch ist das überhaupt möglich, das Grauen, welches hinter diesen Photos steckt, für den Betrachter sichtbar zu machen? Wie hält das der Photograph selbst aus, dass er Bilder knipst statt zu helfen? Das Leben von Daldossi gerät zusehends aus den Fugen, vor allem, als ihn seine langjährige Lebensgefährtin Marlis verlässt, wird er immer mehr zum Alkoholiker und leidet unter der Einsamkeit. Ein zutiefst beeindruckender Roman von Sabine Gruber, mit einer teils derben und sarkastischen Sprache, die aber wohl das Leben dieser männlichen Reporter am besten zum Ausdruck bringt; unterbrochen von Bildbeschreibungen.
 

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Was muss passieren, damit eine Mutter ihr Kind zurücklässt? Wie geht es dabei der Mutter, wie fühlt sich der Sohn? Genau das wird in diesem grandiosen Roman der argentinischen Schriftstellerin Claudia Piñeiro meisterhaft dargestellt.
 

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Zwei Brüder, die es lieben, das Grauen in den Gesichtern der Menschen zu sehen. Haben Sie schon mal jemanden auf der Straße stolpern sehen und dabei gelacht? Genau das lieben die Beiden, nur auf eine demütigendere und blutigeren Weise. Ihre auserkorenen Opfer sind eine liebe vierköpfige Familie, die einen netten Urlaub verbringen will, der zum Alptraum wird. Laut Bill Braddock ein Muss für Richard Laymon Fans. Kann ich nur befürworten. Der Thriller baut rasend schnell Spannung auf, die Story zieht sich gradlinig durch das Buch, und man hat das Gefühl, sich mitten im Geschehen zu befinden. Einmal angefangen kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch die Charaktere zeichnen sich jeder für sich mit einzigartigen Details aus. Man lernt die Familie zu lieben und manch anderen zu hassen.
 

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Das haben wir uns doch alle schon einmal vorgestellt. Allen Menschen in einem Brief so richtig die Meinung zu geigen, weil man weiß, dass man nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden kann, wenn sie es lesen. Gerris Familie, wie sie beschrieben ist, ist auch mit Sicherheit kein Einzelfall. Ziemlich sicher können sich viele Frauen mit Passagen aus diesem Buch teilweise identifizieren. Ich habe mich köstlich amüsiert, habe den Roman fast in einem Zug durchgelesen. Der Roman ist locker, leicht verfasst und voller Humor. Obwohl es um ein ernstes Thema geht, ist das Buch voller Witz und Charme. Immer wieder habe ich mich über die Abschiedsbriefe gefreut, die sich zwischen den Seiten in Kuverts befinden. Besonders beim Lesen dieser Briefe musste ich öfters schmunzeln. Die Idee mit den Kuverts habe ich so noch nie gesehen und ich fand sie großartig. Danke liebe Frau Gier, für dieses wunderbare Werk, ich kann es wärmstens weiterempfehlen.
 

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Der Psychothriller erzählt die Geschichte der Bestsellerautorin Linda Conrads, die seit dem gewaltsamen Tod ihrer Schwester vor 12 Jahren völlig zurückgezogen lebt. Als sie im Fernsehen in einem Journalisten den Mörder ihrer Schwester entdeckt zu haben glaubt, lädt sie diesen zu einem Interview zu sich nach Hause. Dieses Zusammentreffen verläuft jedoch gänzlich anders als geplant und wird zu einem überraschenden Katz-und-Maus-Spiel. Ein brillant geschriebener Thriller, der einen sogleich in den Bann zieht und die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht erhält. Sprachlich und erzählerisch ein Hochgenuss. Eine Autorin, die man sich merken sollte.
 

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Paul Theroux ist ein wunderbarer Reiseschriftsteller. Ich war mit ihm u.a. schon auf den "glücklichen Inseln Ozeaniens", an der Moskitoküste und im alten Patagonien-Express unterwegs. Und jetzt also Hawaii! Das "Paradise Lost" ist in die Jahre gekommen; ebenso wie der ehemalige Schriftsteller, der dort seinen neuen Job als Hotelmanager antritt. Er hat keine Ahnung vom Hotelgewerbe, aber das macht nichts, wie ihm der Besitzer versichert. Er müsse nur da sein; die Arbeit erledigen die Angestellten. Und so ist er da und geht seiner Leidenschaft nach: Er sammelt Geheimnisse. "Sie schreiben doch Bücher", ist oft der Auftakt zu komischen/herzergreifenden/skurrilen/traurigen Geschichten, die bevorzugt an der Bar erzählt werden. Wir treffen auf Sweetie, deren Vater vermutlich John F. Kennedy ist; wir erfahren, warum Royce Lionberg der glücklichste Mann auf Hawaii ist. Und was hat es mit Zimmer 509 auf sich? Und wieviel autobiographisches von Theroux mag in diesem Roman stecken? Lesen Sie und rätseln Sie selbst! Mit diesem Buchtipp verabschiede ich mich in mein eigenes Paradise Lost!
 

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Dass Joanne K. Rowling spannend und unterhaltsam schreiben kann, hat sie ja schon bei Harry Potter eindrucksvoll bewiesen. Auch unter Pseudonym macht sie das als Krimi-Autor(in?) hervorragend. Inzwischen sind drei Bände um den Privatdetektiv Cormoran Strike (schräge Namen waren schon immer ihre Spezialität!) und seine Assistentin Robin erschienen. Für mich der bisher beste Band! Der Fall ist grauslich und spannend -- als in der Detektei ein Paket mit einem abgetrennten Frauenbein eintrifft, fallen Strike auf Anhieb drei Personen ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde -- aber viel interessanter als die Ermittlungen und die (für mich völlig überraschende!) Auflösung des Falles ist der Rest! Endlich erfährt man mehr über Strikes Vergangenheit und wie es dazu kam, dass er ein nicht nur körperlich, sondern v.a. auch seelisch beeinträchtiger Mensch ist. Auch die bisher eher etwas unscheinbare Robin hat ein düsteres Geheimnis, das nun ans Licht kommt. Ingesamt rücken sie und ihre durchwachsene Beziehung zu ihrem Verlobten stärker in den Vordergrund. Was sie an diesem langweiligen, ewig nörgelnden Snob findet, bleibt mir weiterhin ein Rätsel! Vielleicht löst es sich im 4. Band auf?
 

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Lydia, Tochter einer amerikanisch-chinesischen Familie in einer Kleinstadt in Ohio, ist tot. Damit beginnt dieser wirklich großartige Roman. Nun erzählt die Autorin die Hintergründe: Warum musste das passieren? Sie beschreibt die Mutter Marilyn, die ihre ehrgeizigen und missglückten Pläne, Ärztin zu werden, auf ihre Tochter überträgt. Dann ist James, der Vater, der als Chinese immer schon der Außenseiter war. Nath, der ältere Bruder von Lydia, erhält einen Studienplatz in Harvard und ist froh, endlich wegzukommen. Hannah, die jüngste Tochter, wird eigentlich am wenigsten wahrgenommen. Alle versuchen sie auf unterschiedliche Weise, den Tod von Lydia zu verarbeiten. Und welche Rolle spielt Jack? Ein äußerst grandioses, wunderbar erzähltes, ergreifendes und so reales Buch!
 

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Dieser Jugendroman erzählt die Geschichte von Madline, die einen seltenen Immuninfekt hat und ihr Leben lang das Haus nicht verlassen darf. Ihre Mutter ist Ärztin und kann sie zu Hause behandeln. Durch E-Mail schreiben lernt sie ihren neuen Nachbarn Olly kennen, der sich in Madline verliebt und ihre Schutzzone durchbrechen möchte. Eine spannende und berührende Liebesgeschichte mit einem unerwarteten Ende.
 

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Dieses Buch von M.J. Arlidge hat mich von Anfang an begeistert, obwohl es schon einige Jahre her ist, dass ich es gelesen habe (da es schon einmal unter dem Titel "Eene Meene" im Rowohlt Verlag erschienen ist.) Fazit: jeder Krimileser wird von dieser Reihe begeistert sein. Selten gelingt es einem Autor, eine derartige Spannung aufzubauen und gleichzeitig mit dem Inhalt den Leser so zu schocken. Unbedingt lesen und nicht nur diesen Teil, sondern auch die weiteren Teile mit Detective Inspector Helen Grace.
 

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Der Roman "Die rubinrote Kammer", von der Autorin Pauline Peters, spielt in London des Jahres 1907. Die Protagonistin Victoria Bredon entstammt einer adeligen Familie. Sehr zum Missfallen ihrer Verwandten pflegt Victoria einen emanzipierten, recht unkonventionellen Lebensstil. Sie lebt seit dem frühen Tod ihres geliebten Vaters (ein Gerichtmediziner) allein mit ihrem Bruder, was zu dieser Zeit als höchst unschicklich galt. Ihre Unabhängigkeit und ihr Engagement für die Sufragettenbewegung bringen sie immer wieder in Schwierigkeiten und führen zu unangenehmen Unterredungen mit ihrer Großtante und ihrem strengen Großvater. Als sie im Zuge einer Demonstration der Suffragetten verhaftet wird, kommt es zu einer Konfrontation mit Francis, der ein hochrangiger Mitarbeiter des Innenministeriums ist. Dieser konfrontiert Victoria mit Andeutungen über ein dunkles Familiengeheimnis. Dadurch gerät ihr ganzes bisheriges Leben ins Wanken. Bei ihrem Versuch die Hintergründe zu ermitteln gerät Victoria nicht nur in Schwierigkeiten, sondern auch in allergrößte Gefahr. Pauline Peters ist mit diesem Roman ein historischer Thriller gelungen, der an Spannung kaum zu überbieten ist. Die Hauptprotagonistin ist eine moderne junge Frau, die sich nicht an Konventionen hält und sehr sympathisch wirkt. Dieses Buch kann und muss ich einfach weiterempfehlen!
 

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Corrie Swanson, Schützling von Special Agent Pendergast, reist in den Nobelschiort Roaring Forks, eine ehemalige Silberminenstadt, um exhumierte Leichen von Bergarbeitern aus dem späten 19. Jhd. zu untersuchen. Bald erschüttert eine Serie von Brandstiftungen die Welt der Reichen und Corrie gerät in Lebensgefahr. Erst die Lösung des historischen Kriminalfalls bringt Licht in die mörderischen Ereignisse und eine verschollene Sherlock Holmes-Geschichte spielt eine entscheidende Rolle. Die Verquickung von einem reißerischen, zum Teil auch recht brutalen Thriller mit historischen Ereignissen und der Suche nach einer unbekannten Holmes-Geschichte gelingt den Autoren auf nahezu perfekte Weise. Die Spannung reißt bis zum Schluss nicht ab. Nur eingefleischte Pendergast-Fans müssen mit einem Wermutstropfen leben: der Special Agent teilt sich diesmal die Heldenrolle mit Corrie Swanson. Mit diesem Thriller erreichen Preston & Child wieder die Qualität ihrer ersten Romane, durch die sie Weltruhm erlangten.
 

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Ein großartiger Psychothriller ist hier der Autorin Rhena Weiss gelungen. Schon der Einstieg ist sehr spannend. Es geht um das Verschwinden mehrerer jüngerer Mädchen in Wien. Zwei davon werden ermordet aufgefunden. Die BKA-Ermittlerin Michaela Boltzer wird mit den Fall betraut. Als dann auch noch ihre Nichte Valerie verschwindet, droht die Ermittlerin an diesem Fall zu zerbrechen. Der Thriller ist abwechselnd aus der Sicht der Kommissarin, des psychisch gestörten Täters und der Opfer geschrieben. Alles in allem superspannend und sehr empfehlenswert.
 

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Endlich wieder mal eine Mutter-Tochter Beziehung, die von Liebe geprägt wurde und nicht von Missverständnissen und Hass. Natürlich verfällt Blanca in Trauer, aber Busquet verarbeitet diesen Prozess recht elegant und eloquent. Was macht diesen Roman so atemberaubend gut? Die Sprache, die Sätze fließen ineinander, es kommt mir vor, als würde Busquets nicht mehr Luft holen. Und das reißt mit, als Leser ist man am Meer, im Boot, in dem Haus der Mutter, man kann wirklich noch ihre Präsenz spüren. Eine schöne Lektüre mit unglaublich viel Tiefgang!
 

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Smith Henderson tut das, was T.C. Boyle seit Jahren versucht: Missstände aufzeigen. Meiner Meinung nach löst er Boyle jetzt ab, denn er kann es einfach besser. Henderson ist unterhaltsamer, zwar genauso düster, doch er verzettelt sich nicht mit langweiligen Szenen. Die Gegend, die Wälder, ihre seltsamen Einwohner wird uns immer vertrauter und auch das primitive Verhalten mancher Figuren kann uns nicht davon abhalten, mit dem Sozialarbeiter Pete zu sympathisieren. Und nach dem spannenden Finale kann ich mich nur verbeugen vor diesem literarischen Talent. Und ich hoffe Boyle verzeiht mir, dass ich ihn hier nicht genug würdige.
 

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Russo ist der neue Gott in der amerikanischen Literaturszene. Er ist geduldig, sorgfältig pflegt er die Entwicklung seiner Figuren, jeder Satz ist bedeutungsschwer und wichtig. „Die gottverdammten Träume“ ist nichts für Leser, die nicht genießen sondern nur konsumieren. Es ist ein Roman, der für ein intelligentes und wissbegieriges Publikum bestimmt ist. Russo ist zu bewundern, wenn er vor unseren Augen eine Stadt auferstehen lässt, die resistent gegen jede Veränderung zu sein scheint. Auch Miles braucht lange, um seine Träume zu verwirklichen. Die gute Übersetzung trägt dazu bei, dass der stille Humor und die Eleganz bis zum Schluss erhalten bleiben.
 

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Klaussmann schrieb hier einen Roman der Extraklasse. Er handelt von Sara und Gerald Murphy und deren extravagantes Leben in den 1920ger Jahren an der Côte d'Azur, in der Villa America. Klaussmann weiß ihr Talent einzusetzen und verbindet meisterhaft fiktionale und wahre Ereignisse rund um Sara und Gerald. Sehr interessant am Buch waren auch die Freundschaften, die die Murphys pflegten, zum Beispiel zu den Fitzgeralds (The great Gatsby) und Hemingway. Das Buch und deren berühmte Persönlichkeiten lassen mich nicht los und so bin ich viel am recherchieren, was wahr und was Fiktion ist. Dabei bin ich auch auf das Buch „Zärtlich ist die Nacht“ von F. Scott Fitzgerald gestoßen, dessen Hauptprotagonisten ebenfalls Gerald, Sara und ihr Leben darstellen sollen.
 

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Ein liebevoll illustriertes Buch für alle Katzenliebhaber. Illustriert wurde es von Benjamin Lacombe und die Texte stammen von Pérez Sébastien. Wir alle wissen ja, dass Katzen ihren eigenen Dickschädel haben und Perez bringt das mit seinen 15 kurzen Geschichten auf den Punkt. Allesamt sind lustig und der Wahrheit sehr treu, wie jeder Katzenliebhaber bekennen muss. Wie zum Beispiel das Körbchen, das die Katze liebt, aber nicht mehr hineinpasst oder die Kraxlerei auf den höchsten Punkt, wo schon dann und wann mal Hilfe geholt werden muss, um die Katzen wieder herunterzubekommen. Die Geschichten sind zwar sehr kurz, aber man kann sie öfters lesen und muss trotzdem noch schmunzeln. Lacombe ist in seinem Tun perfekt wie immer. Das perfekte Geschenk für Katzenfreunde, oder einen selbst.
 

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Der 15-jährige Charlie ist für mich einer der liebenswertesten Charaktere in der Literatur. In über 50 Briefen und über ein Jahr hinweg erzählt er einem dem Leser unbekannten Freund von seinem Leben. Das ist oft komisch, aber vor allem sehr berührend und manchmal auch traurig. Denn Charlie ist ganz anders als die anderen coolen Kids in der Highschool. Er ist der Außenseiter, der zurückhaltende Beobachter, der das Leben in Frage stellt. Er ist der, der in allem das Gute sehen möchte und an sich selbst zuletzt denkt. Er ist der Junge mit dem Herzen aus Gold. "Manchmal denken Menschen so viel nach, um nicht am Leben teilnehmen zu müssen." Doch sein erstes Highschool-Jahr wird ihn prägen und verändern. Es sind die Briefe und das Wissen, "dass irgendjemand dort draußen zuhört und versteht", seine neuen Freunde und die erste Liebe, die Charlie helfen, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und vielleicht endlich "teilzunehmen". Denn auch wenn es ihm jetzt noch nicht gut geht, dann bestimmt sehr bald. Denn das also ist sein Leben.
 

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Ein Computerspiel, in das man geistig hineingleiten kann, die Umgebung als real ansieht und Berührungen spüren kann. In diesem Manga ist das schon Realität. Viele Menschen haben lange auf die Veröffentlichung des Spiels gewartet, da es nur wenigen Auserwählten gegönnt war, die Beta zu spielen. Doch als die Leute sich versammeln, erscheint jemand am Himmel(groß projeziert) und erklärt Ihnen, dass sie das Spiel erst verlassen können, wenn jemand das Game zu Ende spielt. Das Schlimme daran: wenn Sie im Spiel sterben, sterben Sie im wahren Leben. Eine Zukunftsvision, die durch die neuesten Entwicklungen am Computermarkt meiner Meinung nach gar nicht mehr so unreal erscheint, da Wissenschaftler schon länger an solchen Projekten arbeiten. Naja vielleicht bis aufs Sterben.
 

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Eine Geschichte, die wir zwar kennen, so aber noch nie erlebt haben. Was passiert, wenn Satan die Weltherrschaft an sich reisen will, aber keine Zeit dazu hat? Genau, er schickt sein kleines Baby. Ein junger Raufbold namens Oga muss ab jetzt das Baby aufziehen, damit es später die Welt wie wir sie kennen zerstören kann. Doch das gestaltet sich gar nicht so einfach, wenn dieses Kleinkind anstatt zu weinen, Blitze schießt. Der Manga hat einen großartigen Zeichenstil, welcher mir sehr wichtig ist bei diesem Genre. Ich kam aus dem Lachen fast gar nicht mehr heraus, und auch wenn man weiß, dass das Baby eigentlich von Satan abstammt, schließt man es sofort ins Herz. Ein gelungener Manga, der die Lachmuskeln bis zum Zereisen anspannt.
 

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Ein ultra-orthodoxer Jude? Damit habe ich bisher nicht mehr verbunden als Männer mit Schläfenlocken und Kippa auf dem Kopf, die den Talmud studieren. Deborah Feldman wächst in der ultraorthodoxen Gemeinde der Satmarer in einem von der Außenwelt praktisch abgeschotteten Viertel in Brooklyn auf. Die Satmarer leben sektenähnlich nach den radikalsten Regeln einer jüdischen Gruppe weltweit. Die englische Sprache ist verboten, Bücher sind verboten, es gibt strengste Kleidungsvorschriften, in einigen Gegenden gibt es sogar getrennte Gehsteige für Männer und Frauen. Deborah bemüht sich, "ein eydel Mädchen" zu sein, aber schon von klein auf eckt sie an und lehnt sich gegen die strengen Regeln auf. So lernt sie z.B. Englisch, widerspricht den Lehrern und versteckt die heimlich ausgeliehenen Bücher unter der Matratze. "Dieses Verhalten hat mich gebrandmarkt als Mechizef, als Übermütige." Mit 23 Jahren ist sie seit 6 Jahren in einer arrangierten Ehe gefangen und Mutter eines kleinen Jungen. Unter anderem ist es der bevorstehende Eintritt ihres Sohnes in die Talmud-Schule, der ausschlaggebend dafür ist, dass Deborah mit ihrer Vergangenheit und Herkunft bricht. "Ich kann mir nicht vorstellen, ihn in dieses kleine, stickige Leben zu entlassen, während ich mich so sehr nach einem freien sehne." Warum ist dieses Buch so lesenswert? Auf den ersten Blick ist es faszinierend und erschütternd, einen Einblick in eine Welt mit völlig fremden Sitten zu erhalten. Ich konnte es kaum fassen, dass mitten in New York wahrhaftig Menschen so abgeschottet in einer Art Ghetto leben können. Aber vor allem ist es der Bericht einer jungen Frau, die mutig und stark genug war, sich von religiösem Extremismus loszusagen und ihr Recht auf Bildung zu verwirklichen. Nicht zuletzt ihre große Liebe zur Literatur hat ihr dies ermöglicht.
 

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Heute mal eine Empfehlung zum Immer-wieder-Lesen! Harry Potter hat mich mein ganzes Erwachsenenleben lang begleitet, und ich gehöre noch zu der Generation von Potter-Lesern, die immer sehnlichst und monatelang auf den nächsten Band warten mußten. Da haben es die Potter-Neulinge von heute besser: Sie können -- wenn gewünscht -- alle 7 Bände auf einmal kaufen und in einem Rutsch lesen. Und genau das, nämlich das Dauerlesen, mache ich etwa 1x pro Jahr! Es hat etwas angenehm Vertrautes und Heimeliges, für Wochen im Geiste in Hogwarts zu Hause zu sein. Auch wenn ich ganz genau weiß, was als nächstes passieren wird, tut das der Spannung keinen Abbruch, und immer wieder bin ich fasziniert, was für eine phantastische Welt Frau Rowling erschaffen hat...Genug geschwärmt, ich stecke gerade mitten im Trimagischen Turnier! Leider ist diese Gesamtausgabe bereits vergriffen!
 

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Um ehrlich zu sein habe ich dieses Buch nur wegen seiner Aufmachung lesen wollen. Ich fand es entzückend, dass die Abschiedsbriefe als wirkliche kleine Briefchen im Buch kleben. Während des Lesens bin ich immer intensiver in das Thema "Gerries Selbstmord" gezogen worden. Mit einem lachendem Auge wegen dem herrlich sarkastischeN Ton - und einem weinendem Auge - wegen der tiefgründigen Botschaft, die Frau Gier in diesem Buch vermittelt - habe ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand geben können. Absolut lesenswert, nach wie vor ein Klassiker der Unterhaltungsliteratur!
 

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Aufgepasst, liebe LeserInnen, hier gibts gleich zwei fremde Welten zu erkunden: Zum einen erfahren wir viel über die Lebenswelt blinder Menschen, zum anderen wird das moderne Alltagsleben in China beschrieben. Die nicht immer einfachen Liebes- und Beziehungsgeflechte der blinden MitarbeiterInnen in einem chinesischen Tuina-Massagesalon stehen im Mittelpunkt des Romans, der teils gefühlvoll teils witzig auf die Lebensbedingungen im heutigen China eingeht. Wer sich für fremde Menschen und Länder interessiert, ist hier gut bedient!
 

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Lisbet und Oda sind unzertrennliche Freundinnen in Norwegen des Jahres 1941 und verlieben sich in die Feinde - in deutsche Soldaten. Als beide Männer an die Ostfront versetzt werden, die Frauen schwanger sind und deshalb von ihren Familien verstoßen werden, kommen sie in die von der SS geführen Lebensborn-Heime. Marie, die Enkelin von Lisbet, begibt sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. In diesem Roman erfährt man viel Interessantes und mir bisher Unbekanntes über die damalige Zeit, das Schicksal der Frauen, die sich mit deutschen Soldaten eingelassen haben, und deren von der Gesellschaft nicht akzeptierten Kinder.
 

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Andreas Föhrs neuestes Buch enttäuscht alle seine Leser, die sich auf einen Krimi mit Kommissar Wallner gefreut haben: der kommt nämlich hier nicht vor. Allerdings hält die Enttäuschung nicht lange an. Sobald man die ersten Seiten gelesen hat, ist man mit Föhr wieder versöhnt. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, nirgendwo langatmig und immer wieder voller überraschender Wendungen. Was hat eine verschwundene Kosovoalbanerin mit einer bestialisch ermordeten Germanistikstudentin zu tun? Und wird es der Anwältin Rachel Eisenberg gelingen, durch ihre Hartnäckigkeit die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen? Finden Sie es heraus, indem Sie diesen Krimi lesen, und machen Sie es dann wie ich: warten und freuen Sie sich auf eine Fortsetzung der Serien von Andreas Föhr, egal, ob mit Kommissar Wallner oder mit Rachel Eisenberg!
 

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Das ist ein Schmöker, der keine einzige langatmige Stelle aufweist. Der Autor selbst ist viel gereist und hat sich jahrelang auf Schiffen, auf dem Meer aufgehalten, sodass dieser Roman für alle Leser etwas zu bieten hat. Spannung, unerwartete Wendungen, gut gezeichnete Charaktere, gutes Kopfkino, rückwärts abgespielt. Und das macht es auch so richtig gut, wenn man sich vom Jahr 2005 bis in Jahr 1947 liest. Beeindruckt hat mich auch folgende Szene: Luc fällt von der Yacht ins Meer, ohne dass es jemand merkt. Und während er im Meer treibt, wünscht er sich , er könnte etwas lesen, "in Welten hineintreiben, die klarere Konturen hatten, mehr Sinn ergaben, als es seine eigene je getan hatte." Herrlich, die perfekte Urlaubslektüre!
 

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Das Schöne ist, dass die Perspektiven in diesem Roman oft wechseln, ohne dass man es merkt, ohne dass er Erzählfluss gestört wird. Beeindruckend elegant kommt die ganze Familie zu Wort, wir wissen, was sie wirklich denken. Manche Autoren benötigen ein ganzes Kapitel, um eine Person vorzustellen, Celeste Ng nicht. Man möchte aufhören zu atmen, die Szene im Kopf nochmal durchgehen, man sieht die Familie vor sich sitzen und agieren. Lydia, die es allen recht machen wollte, die immer brav lächelte und ihrer Mutter zuliebe als Frau erfolgreich sein wollte, sie verschwindet und lässt alle mit Fragen zurück. Anders zu sein, mit Migrationshintergrund, wie man heute so schön sagt, zieht sich wie ein roter Faden hindurch. Was die Eltern nicht erreicht haben, bleibt auch ihren Kindern nicht erspart. Celeste Ng (Ing ausgesprochen) gebraucht keine Klischees, keine Halbwahrheiten, keine Floskeln - ihre Sätze sind so wahrhaftig wie das Leben selbst.
 

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"Hades" ist der Auftakt einer neuen Thiller Reihe der australischen Autorin Candice Fox, die mit diesem Titel den Ned Kelly Award 2014 gewann. Die junge Autorin spielt in diesem Buch gekonnt mit der Psyche des Lesers. Es stellt sich immer wieder die Frage, wo das Gute endet und an welcher Stelle das Böse beginnt. Ein wirklich toller Thriller, der bis zur allerletzten Seite nicht an Spannung verliert. Durch die vielen verschiedenen Erzählstränge wird die Spannung noch verstärkt. Wirklich tolle Protagonisten und ein hervorragend guter Plot. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung "Eden", die im Herbst 2016 erscheinen wird.
 

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Mit diesem Buch hat Lilly Lindner mich wieder mal umgehauen. Ihr schonungslos ehrlicher Schreibstil, den sie schon bei ihrer eigenen autobiographischen Darstellung "Splitterfasernackt" verwendete, verfehlte auch diesmal seine Wirkung nicht. "Die Autobiographie der Zeit" ist kein normaler Roman: er setzt sich aus vielen kurzen Kapiteln zusammen, die teilweise nur aus einen einzigen Satz bestehen. Aber jeder Satz trifft ins Schwarze. Es ist die Geschichte eines Mädchens, das vom Tod auserwählt wird, die Zeit zu sein. Kevin stellt den "Raum" dar, David die "Beständigkeit" und Shay den "Abgrund". Zusammen leben sie in einem Paralleluniversum und von dort kontrollieren sie die Erde. Noch nie hat jemand das Leiden der Menschen auf der Erde so treffend ausformuliert wie Lilly Lindner. Vielen Dank für dieses wunderbare, unverzichtbare Buch!
 

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Pancol hat mir ihrer ersten Trilogie in Frankreich einen Bestseller geschrieben (Erster Teil war die Schildkröte - Der langsame Walzer der Schildkröte - großartig!!). Und da ich mich von ihr noch nicht sattgelesen habe, wollte ich mich auch mit den Muchachas vertraut machen. Ich wurde nicht enttäuscht. Rasch erliegt man der Geschichte, besonders Stella hat es mir angetan. Und es ist spannend zu erfahren, dass Josephines, Philippes, Zoes und Hortenses Leben neue facetten dazugewinnt. Doch ich kann alle Leser beruhigen, man kann getrost auch ohne dieses Wissen Gefallen an der Lektüre finden. Blöderweise möchte man nach dem ersten Teil wissen, wie es weitergeht, denn mit diesem Ende ist man nicht zufrieden. Deshalb unbedingt weiterlesen: Muchachas - Kopfüber ins Leben und Muchachas - Nur ein Schritt zum Glück!
 

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Manchen Büchern fehlt die Dramaturgie, sodass sie generell langweilig erscheinen. Hier ist die eigentliche Erschütterung die Erkenntnis, dass Caterina sich schon vorher in den Schatten der Zwillingssschwester gestellt hat. Sie hat ihr Leben nicht ausgekostet, und jetzt kommt sie nicht zurecht mit der Verantwortung. Es ist das Leben im Dorf nach der Katastrophe, es wirkt wie ein Kriegsschauplatz. Der Wiederaufbau geht nur schleppend voran, es scheint, als würden die Verantwortlichen darauf warten, dass die Bewohner aufhören, ihre Verluste zu beklagen, dass sie nicht mehr darauf warten, ihre Häuser wieder beziehen zu können. Die alte Frau, die ihre Tochter verloren hat, die Schwester, die glaubt, es hätte sie treffen sollen, der pubertierende Sohn, der Vater und Mutter loslassen muss; sie sind nicht die einzigen in dem Dorf, denn es hat an diesem Tag vor vier Jahren 205 Tote gegeben. Doch in ihnen verkörpert die Autorin den Schmerz, die Wut, und den Neubeginn. Ein Buch der Erkenntnis und des Glücks, ein Buch für alle, die wahre Literatur zu schätzen wissen.
 

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Lebst du noch in der Wirklichkeit oder bist du gefangen im smarten Universum der virtual reality, indem die Autos selber fahren und dir Suchmaschinen vorschlagen, was du eigentlich wolltest? Fühlst du dich wie eine Spielfigur im Internet der Dinge? Oder entscheidest du noch selbst, wo und wie du überwacht wirst? Harald Welzel ist mit diesem Buch eine äußerst kritische Abrechnung mit unserem Konsumdenken, Big Data und der Ungleichheit gelungen. Und er gibt uns eine Gebrauchsanweisung zur Erzeugung von Systemstörungen mit. Wer nach der Lektüre dieses Buches noch immer nicht begriffen hat, dass wir in der Off- und nicht in der Online-Welt leben, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
 

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Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich doch geschluchzt habe bei ihrem ersten Roman "Bevor ich sterbe". Jetzt bin ich natürlich nicht mehr so sensibel, also Tränen gab es diesmal nicht. Natürlich gibt es Stellen, die an die Substanz gehen, da die Thematik nicht leicht ist. Eigentlich ist es ein Jugendbuch, da die Haupterzählerin erst 17 Jahre alt ist. Warum ich das Buch aber doch Erwachsenen empfehle? Weil niemand die Verbindung von der Großmutter, über die Mutter zur Enkeltochter so perfekt umsetzt wie Jenny Downham. Und die Demenzerkrankung wurde auch noch nie so perfekt dargestellt wie in "Die Ungehörigkeit des Glücks".
 

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Lewinsky verfolgt in diesem Roman eine Theorie: Das Böse ist von Anfang an da, es kommt immer wieder, die Seele reinkarniert! Andersen war im Krieg jemand, der Verhöre durchgeführt hat - Menschen wurden gefoltert, nicht nur körperlich, auch emotional - und gegen Ende des Krieges legt er sich eine neue Identität zu. Seine Erinnerungen beginnen Jahre später wieder, noch im Mutterleib. Klingt jetzt kompliziert, kurzgefasst: Andersen macht da weiter, wo er aufgehört hat. Er manipuliert die Menschen, lebt aber mit dem Verstand eines Mörders im Körper eines Kindes. Andersen ist ein Mensch, der sich immer wieder ein neues Ich erschafft, nur böser als davor. Lewinsky schreibt: "Ich glaube, es gibt Menschen, die von Geburt an einen schlechten Charakter haben." Ein paar der Kapitel setzen einem richtig zu, wenn man sich die Vorgänge durch den Kopf gehen lässt. Bei manchen Büchern weiß man schon auf den ersten Seiten, dass es einen nicht mehr loslassen wird. Bei Lewinsky ist das der Fall. Erschreckend genau versteht er seine Kunst, er setzt das Buch so geschickt zusammen, dass es sich anfühlt, als wäre man ihm auf den Leim gegangen.
 

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Salat im Glas, Lunch to go usw. ist ja momentan in! Karin Stöttinger hat - wie ich finde - eines der schönsten Bücher zu diesem Thema auf den Markt gebracht. Übersichtlich unterteilt in vegetarisch, vegan, Fisch, Fleisch und sogar süße Salate! Schritt für Schritt wird Schicht um Schicht dés jeweiligen Rezepts erklärt. Heraus kommen köstliche Salate und raffinierte Dressings, praktisch in hübschen Weckgläsern zum Mitnehmen verpackt. (Das ausgespülte Gurkenglas o.ä. tut es aber auch!) Besonders angetan haben es mir die Rezepte, in denen Salat mit frischen Früchten wie Erd- oder Heidelbeeren und Mozzarella oder Schafskäse kombiniert wird. Für abends zuhause sind alle Salate auch schnell in der normalen Schüssel serviert. Auch ohne Schütteln ein Genuss! Einziges Manko: In einigen Rezepten werden recht ungewöhnliche Zutaten wie z.B. Dattelessig verwendet. Den hat man ja nicht unbedingt im normal bestückten Küchenschrank vorrätig. Alles in allem aber ein tolles Buch!
 

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Ich bin ja ein großer Fan von Fjällbacka, dem reizenden schwedischen Küstenstädtchen, in dem Läckbergs Romane angesiedelt sind. Dass dort wirklich ständig so ungewöhnliche und abscheuliche Verbrechen verübt werden, mag man sich kaum vorstellen. Der 9. Fall von Kriminalinspektor Patrick Hedström und seiner Frau, Schriftstellerin Erica Falck, ist dieses Mal allerdings leicht haarsträubend geraten, aber natürlich trotzdem wieder sehr spannend! Zwei Handlungsstränge, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen, laufen erst ganz am Schluß zusammen; und natürlich ist es wie immer Erica, die den Fall letztendlich aufklärt. Auch wenn ich nicht sehr zart besaitet bin, hätte ich mir manches Mal gewünscht, dass die Mißhandlungen an Frauen und Kindern etwas weniger detailliert und grausig dargestellt werden. Da wäre vielleicht weniger mehr! Toll fand ich, dass die zahlreichen problematischen privaten Verstrickungen und Dramen der Hauptfiguren weniger im Vordergrund standen als in so machem Vorgängerband. Angenehm wie immer: die kurzen Kapitel, die einen immer noch eins und noch eins lesen lassen, so dass man die knapp 450 Seiten flott durchgelesen hat. Und das Ende hat mich echt überrascht! Frau Läckberg hatte, wie so oft, einen richtigen Knaller parat.
 

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Ich bin begeistert von diesem Manga. Am Anfang war ich noch ein bisschen skeptisch, da ich mir vorher schon einige Rezensionen angesehen habe, in denen behauptet wurde, dass zu viele Ecchi Szenen vorkommen. Nun ja, das muss ich revidieren, die Ecchi Szenen, die vorkommen, sind immer lustig oder actionreich. Die Charakter haben ab und zu Ähnlichkeit mit Protagonisten anderer Mangas, was aber nicht störend ist, da sie sich alle weiterentwickeln. Die Story schreitet rasant voran, wobei man aber auch immer wieder einen Blick in die Vergangenheit der verschiedenen Charaktere erhält. Alles in allem ein lustiger, actionreicher Manga mit ein bisschen Romance. Einfach toll.
 

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Ein bisschen Gezanke mit dem Ehemann, Klopfgeräusche in der Wohnung und kleine Blackouts, wer würde da schon an eines der ältesten Grauen der Menschheitsgeschichte denken? Niemand. Aber was passiert, wenn du auf einmal eine andere Stimme in deinem Kopf hörst? Genau das geschieht der Protagonistin in diesem Buch: sie wird heimgesucht. Von einem der ältesten Dämonen der Welt! Die Autorin weiß, wie sie die Leser in ihren Bann ziehen kann. Es ist absolut fesselnd mitzuerleben, wie sich die Psyche der Hauptfigur verändert und diese in ihr Lebensumfeld einfliesst. Das Spiel um die Macht des eigenen Denkens und die Möglichkeit einer Obsession sind einfach schockierend. Perfekter Gruselfaktor.
 

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Für mich "der Manga" schlechthin. Bestechend durch seinen schönen Zeichenstil und der tollen Story, hat Hiro Mashima ein Meisterwerk geschaffen. Er vermischt meisterhaft mehrere Genres wie Comedy, Action und Fantasy. Die Story zieht sich wie ein roter Faden durch alle seine Werke, wobei auch mehrere Lückenfüller zum Einsatz kommen, die aber hier keineswegs stören, da sie alle sehr spannend und humoristisch sind. Auch die Charaktere sind sehr gut getroffen: von der Angsteinflösenden bis zur Trinkerin und vom Tollpatsch bis zur Mystikerin. Es ist einfach jeder Typ vertreten, wo es dann schon ab und zu passieren kann, dass man sich denkt, man lese da über eine gute Freundin. Auf jeden Fall lesen!
 

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Bereits vor 120 Jahren wurde von Ferdinand Porsche das 1. Elektroauto erfunden, das 70 Jahre später die Grundlage für das Mondmobil darstellen sollte. Dieses Elektroauto konnten sich einstens nur eine elitäre Gruppe wie Rothschild, Thurn und Taxis, etc. leisten. Ein Kapitel ist Otto Mathé mit seinem Porsche Ahnherr (Berlin-Rom-Wagen) gewidmet. Faszinierend die Entstehung des "Kraft durch Freude" Autos (VW-Käfer), wer Rang und Namen hatte kam zwangsläufig mit Porsche in Berührung, da die Erfindungen vom genialen Ferdinand Porsche sich nicht ausschließlich auf das Automobil beschränkten. Die Autoren geben uns auch private Einblicke in das Familienleben der Porsches. Ein interessantes Buch mit viel Hintergrundinformationen für geschichtlich interessierte Leser; die bewegte Porschesaga begann bereits vor dem 1. Weltkrieg. Toll und rasant geschrieben, absolut lesenswert!
 

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Ich habe schon lange nicht mehr bei einem Roman so gelacht! Es ist einfach genüsslich zu lesen, wie sich Zorzi ihrer drei Männer entledigt und diese beschrieben werden. Die Kriminalbeamten werden ebenso detailreich charakterisiert, sodass man sie fast bildlich vor Augen hat. Und obwohl Zorzi eine Mörderin ist, kann man ihr nicht böse sein, auch der Kriminalpsychologe Körber erliegt ihrem Charme ... Einfach genial!
 

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Während in Europa der erste Weltkrieg tobt, passiert im australischen Hinterland bei einem traditionellen Picknick etwas Unglaubliches: zwei Männer schießen auf den fahrenden Zug, mit über 200 Picknickbesuchern aus Broken Hill an Board. Wahre Ereignisse bilden oft die Grundlage für einen guten Roman, doch hier hat Nicolas Shakespeare etwas sehr zeitgemäßes an die Oberfläche gebracht. Die Ereignisse des 1. Januar 1915 in Broken Hill kann man genauso gut in die heutige Zeit verlegen. Rassismus, Terror, Ausgrenzung, Anfeindungen, Fremdheit, etc., als guter Erzähler braucht es nicht viel, um den immer schon vorhandenen Fundamentalismus aufzuzeigen!
 

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Die Lebensgeschichte dieser Autorin ist abschreckend, und trotzdem bringt sie uns zum Lachen. Was soll Yolandi tun, wenn ihre erfolgreiche, beliebte, begabte und glückliche Schwester nicht mehr weiterleben möchte? Wenn sie glaubt, ein gläsernes Klavier im Bauch zu haben, das zerbrechen könnte? Miriam Toews ist die beste kanadische Schriftstellerin! Als Leserin hatte ich das Gefühl, ich müsste mich in dieses Buch einwickeln! Schwesterliebe ist das größte, was es gibt (weiß ich eh!), doch niemand kann es so gut in Worte fassen wie Miriam Toews . Yolandis Lebensmut sind keine Grenzen gesetzt, ich vermisse ihre Worte jetzt schon. Selbstmord, der in der Familie passiert, kann man sich nicht von der Seele schreiben oder in einem Buch aufarbeiten, doch Toews versucht es mit Poesie, die uns auf den Zeilen tanzen lässt!
 

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Bei den ersten paar Kapiteln wusste ich nicht recht, was der Autor von mir will. Nimmt er nur ein paar Krümel aus seiner Wohnung, die er vor der Übergabe besenrein hinterlassen muss, und macht daraus ein Buch? Doch schon bald fühlte ich mich in dieser Wohnung wie zu Hause, den Darer spricht aus, was sich viele von uns denken. Er schreibt besser als Heinz Strunk und ist somit einzigartig in seiner Bösartigkeit. Wie er selber schreibt: Es wäre traurig, wenn es nicht so komisch wäre. Ich habe laut vor mich hingelacht, diese Sprachakrobatik, die er uns um die Ohren haut, ist großartig. Er verwertet alles, was ihm unterkommt (auch die Schlagzeilen aus der Krone!) zu einer herrlichen Tragödie, und der Begriff "Urstrumpftante" wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Darer hat das Dreihundertfünfundsechziggutenachtgeschichtenbuch perfektioniert!
 

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Durch einen Unfall in einem geheimen Militärlabor wird eine biologische Waffe namens "Captain Trips" freigesetzt. Dabei handelt es sich um einen gefährlichen Grippevirus, der 99% der Weltbevölkerung ausmerzen soll. In den USA leben nur noch einige tausend Menschen, die gegen das Virus imun sind. Unter den Überlebenden bilden sich zwei Gruppen. Eine der Gruppen verkörpert unter der Führung des sadistischen Diktators Randall Flagg (genannt der dunkle Mann) das Böse. Die andere Gruppe begibt sich, geleitet durch Träume, in Richtung Nevada, um Mutter Abigail, die das Gute verkörpert, zu finden. Zusammen mit Mutter Abigail, einer 108-jährigen weisen Seherin, lassen sie sich in der Stadt Boulder nieder. Faszinierend ist, wie mitreißend King wieder einmal alles zu Papier gebracht hat. Gelegentlich hatte ich beim Lesen das Gefühl unter Grippesymptomen zu leiden. Er ist wahrlich der absolute Meister des Horrorgenres. Interessant waren auch die Kollateralschäden, die aus der Grippeepidemie und der Angst der Menschen resultierten. Wird jedoch am Ende die Menschheit komplett ausgerottet? Oder wird das Gute siegen? Wer eine Antwort auf diese Fragen haben will, der sollte sich die Sage und Schreibe 1712 Seiten des Horrorkings zu Gemüte führen. Ein kleiner Tipp noch: auf jeden Fall Grippetabletten bereithalten. Viel Spaß, und Gänsehaut beim Gruseln! Nichts für schwache Nerven!
 

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"Die Geschichte der Baltimores" ist der neue Roman des jungen Schriftstellers Joël Dicker, der schon mit seinem letzten Buch "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" einen internationalen Erfolg erzielte. Er gewann unter anderem den "Grand Prix du Roman der Académie Française" sowie dem Prix Goncourt des Lycéens. Ich war vor einigen Jahren, als ich sein erstes ins Deutsche übersetzte Buch las schon sehr von diesem Schriftsteller angetan, aber mit diesem Werk hat er alles andere in den Schatten gestellt. In diesem Buch schreibt Joël Dicker über den weltbekannten Schriftsteller Marcus Goldmann und dessen Familie, es ist eine Geschichte über Brüderlichkeit, Loyalität, Zusammenhalt und Liebe. Aber auch diese Familie, die am Anfang so perfekt wirkt, hat ihre Schattenseiten. Die Protagonisten verstricken sich immer mehr in Eifersüchtelei und Konkurrenzkämpfe. Er erzählt dieses Buch in mehreren Zeitsträngen, einen vor und einen nach der großen Katastrophe der Baltimores. Die Spannung in diesem Buch baut sich ins Unermessliche auf und man kann nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Wenn man dieses Buch nicht in die Hand nimmt, verpasst man eines der wunderbarsten Leseerlebnisse. Es ist jetzt schon mein neues Lieblingsbuch und ich lege es wirklich jedem ans Herz.
 

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Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene (Carl Hilty). "Zischen mir und der Welt" ist ein Buch, das nicht mehr wegzudenken ist und auf das sich künftige Diskussionen über Rassismus ausrichten werden. Toni Moririson nennt es zurecht eine "Pflichtlektüre", und ich finde, Coates Appell ist nicht nur an Amerika, sondern an die ganze Welt gerichtet. Auch wir glauben, dass die weiße Rasse privilegiert ist, auch wir haben uns eine Identität der Herrscher aufgebaut. Mir persönlich fiel es nicht schwer, mich in dieses Buch hineinzuversetzen, da mir Baltimore, die Geburtststadt Ta-Nehisi Coates, aus der Serie "The Wire" bekannt ist. Dieses Hintergrundwissen half mir, mich in die Geschichte seiner Familie hineinzuversetzen. Coates adressiert dieses Manifest an seinen 15-jährigen Sohn, als Warnung, da auch er der täglichen Gewalt ausgesetzt ist.
 

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Wer diese Autorin noch nicht kennt, sollte das schnellstens nachholen! Dieser Roman ist ein Erlebnis für die Sinne! Es wird nicht nur gut gekocht, auch gut ermittelt und die Mörderin hält bis zum Schluss an ihren Prinzipien fest. Bettina Balàka würde sich auch gut als kriminal-psychologische Ermittlerin eignen, noch nie habe ich soviel über Täterprofile gelernt. Jetzt kann ich die Lobeshymnen auf diese Autorin verstehen, vom ersten Satz an ist man von der schwarzen Witwe, der Zorzi, gefesselt und ich muss jetzt wirklich die anderen Romane von ihr lesen (alle im Haymon Verlag erschienen).
 

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Ab und zu braucht man wieder einen Schelmenroman, eine heitere und doch gute Lektüre! Genüßlich habe ich Friedrichs Werdegang verfolgt, ihn bewundert, wie natürlich und überzeugend er seine Flunkereien umgesetzt hat Als junger Ostler sind ihm nach der Öffnung der Grenzen keine Grenzen mehr gesetzt, sein sozialistischer Hintergrund hilft ihm, im Kapitalismus voranzukommen. Hier eine kleine Anekdote für Neugierige: Im Alter von 7 Jahren erzählt der kleine Friedrich seiner ganzen Familie, dass er nachmittags den Schwimmkurs besucht. Er schmückt das angeblich Erlebte aus, bis es seiner Familie zu bunt wird und er im Schwimmbad beweisen muss, dass er schwimmen kann. Friedrich springt ins Wasser und schwimmt, irgendwie, obwohl er den Schwimmkurs nur erfunden hatte. Ich habe mich köstlich amüsiert mit diesem Buch, Jakob Hein ist nicht nur ein guter Psychiater, sondern auch ein guter und raffinierter Autor!
 

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Das wieder aufgelegte Buch aus dem Jahr 1978 erzählt aus der Perspektive des 4jährigen Jona seine Zeit im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Und es ist äußerst bemerkenswert, wie ein Kind das Grauen sieht, wie es versucht, seinen toten Vater zu finden und zu welchen Mutspielen die Kinder einander anstiften. Kurz und knapp, aber nicht weniger intensiv schreibt der Amsterdamer Autor Jona Oberski über seine Kinderjahre.
 

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Bryson hat sich von seinem Verlag überreden lassen, an einem Folgeband von "Reif für die Insel" zu schreiben. Der Verlag hat recht gehabt! Ein Buch voller Anekdoten, wie nur Bryson mit Blick auf die britische Insel sie erzählen kann. Vor ca. 40 Jahren glaubte er ziemlich viel über England zu wissen, musste aber bald feststellen, dass er damit völlig falsch gelegen hat. Auch heute steckt das Leben dort für ihn noch voller Eigenheiten und Überraschungen. Ein Amerikaner nimmt die britische Insel anders wahr als der Brite selbst. Er hat ein Land entdeckt das ihm völlig fremd war aber trotzdem so großartig ist, um dort der Liebe und der Menschen wegen zu bleiben. Geschichten zum Schmunzeln, man kann sich durchaus in die Lage des Autors versetzen und seinen britischen Humor nachvollziehen. Auch als Hörbuch sehr zu empfehlen, gelesen von Oliver Rohrbeck alias Ben Stiller. Very britisch, I am loving it!
 

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Dieses kleine Lexikon ist für jeden Leser gedacht, der sich so wie ich von der Welt der Kriminalliteratur begeistern lässt. Es ist kein Buch, das man in einem Zug durchliest, sonder viel eher ein Schmöcker, den man immer wieder mal zur Hand nimmt. Ein wirklich tolles Buch, das uns mitnimmt in die Welt der fiktiven Verbrechen und uns Geschichten erzählt über die bekannten wie die unbekannten Bösewichte der Weltliteratur. Seit Jahrhunderten begeistern solche Bücher die Leser, das Repertoire reicht von Frankenstein´s Monster über Jean-Baptiste Grenouille bis hin zu Moby Dick und Captain Hook, um nur ein paar genannt zu haben. Eine Lektüre, die einfach immer passt, egal ob morgens zum Kaffee oder Abends vor dem Schlafengehen! Dieses Büchlein liest man einfach gerne!
 

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Achtung, dieser Thriller ist wirklich nichts für schwache Nerven! In ihrem Debütroman schreibt Alexandra Burt über die junge Mutter Estelle Paradise, die nach einen schweren Autounfall ohne Erinnerung in der Intensivstation des Krankenhauses aufwacht und mitansehen muss, wie ihr Leben in Scherben zerfällt. Denn ihre 7 Monate alte Tochter Mia wurde aus der eigenen Wohnung entführt und alle Spuren deuten darauf hin, dass Estelle selbst ihrer geliebten Tochter was angetan hat. Ein wirklich rasanter Thriller mit einer sagenhaft spannenden Wendung am Schluss. Diese Autorin versteht es wirklich, den Leser zu fesseln. Hochspannung mit Sicherheit garantiert!
 

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Viel haben wir schon darüber diskutiert, ob wir das neue Buch von André Heller jetzt mögen, oder nicht. Ich bleibe bei meiner Meinung: es ist gut, aber speziell. Ein Buch, das unseren Großeltern gefallen dürfte, vielleicht finden sie sich nicht nur in der Figur des Vaters (Gottfried Passauer) wieder, sondern auch in Julian. Die Sprache ist antiquiert, ich nenne sie adelig oder blaublütig, für manche Leser vielleicht klingt sie schwülstig bzw. geschwollen - ziemlich "wienerisch". Julian ist erschreckend intelligent und ausgesprochen kompliziert, doch er passt perfekt in sein Umfeld: nämlich ins Schloss Schönbrunn! Und der Garten bildet einen schönen Kontrast zu den banalen Wienern, denn nur die exotischen Tiere, die Gerüche, die Musik und Julians geistreiche Träume retten ihn vor der Melancholie. Oder auch der Süden selbst, im zweiten Teil des Buches. Und die Familie Passauer hat auch Humor, bzw. sie pflegt zu scherzen: selbstverständlich auf einem höheren Niveau als wir! "Das Buch vom Süden" lässt uns das Gesamtkunstwerk "Heller" besser verstehen, dieser Roman ist ein Muss für alle neugierigen Leser! Und Ende November dürfen wir André Heller live in Innsbruck erleben!
 

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Mit dem 1997 erschienen Roman "Seide" wurde der italienische Autor Alessandro Baricco bekannt, doch schon zuvor wurde er mit der literarischen Fernsehserie "Pickwick" zu einer Kultfigur. Jetzt ist sein neuester Roman erschienen. Mr. Gwyn beendet seine Kariere als Autor, indem er eine Liste von 52 Dingen, die er nicht mehr tun möchte, veröffentlicht. Als Kopist möchte er aber doch noch schreiben: keine Bücher, sondern Porträts von Menschen. Diese Porträts haben eine ganz eigene Entstehungsgeschichte und jedes einzelne ist ein Volltreffer. Jede Person empfindet die Zeilen als passend, doch bei Baricco ist nichts so, wie es scheint. Dieser Roman hat mich gefesselt, denn jede Bewegung, jeder Gedanke, jede Farbe des Himmels findet in seinen Zeilen Platz. Eine literarische Sensation, ein Buch für alle, die Wert auf gute Unterhaltung legen!
 

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Der Hype um dieses Buch (vor allem in England!) - schon vor seinem Erscheinen - ist erschreckend. Ich befürchte fast, man möchte nochmal die Verkaufszahlen von "Shades of Grey" erreichen. Was macht dieses Buch nun so besonders bzw. was macht die Autorin besser als E.L James? Erstens ist es schon mal besser geschrieben (keine Kunst), und das Setting wurde verändert (die Kunstszene bietet in dieser Hinsicht mehr Anspruch!). Die Hauptfigur wird zur Mörderin, eine Femme Fatale, das Buch entwickelt sich zu einem Psychothriller. Und es gibt immer wieder überraschende Wendungen, was "Maestra" eine gewisse Vielschichtigkeit verleiht, sodass es sich wirklich lohnt, das Buch zu lesen. Und es wird viele Leserinnen und Leser ansprechen, davon bin ich überzeugt. Brisantes Detail am Rande: Wieviel Panama steckt in der Kunstwelt? In "Maestra" erfährt man es!
 

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Wie wahrscheinlich ist es, dass innerhalb von einigen Wochen 3 Flugzeuge in derselben Stadt abstürzen? 1951 ist das tatsächlich in Elizabeth, New Jersey, passiert. Diese Tragödie hat die Einwohner geprägt, und Judy Blume hat einen sehr guten Roman darüber geschrieben. Flugzeugabstürze haben schon viele Autoren inspiriert (Glavinic, Bosc, etc.), denn von den Katastrophen ist so ein Flugzeugabsturz nach wie vor ein außerordentliches Ereignis. Rundherum entstehen Legenden, es wird viel spekuliert, dieser Augenblick verändert viel. Judy Blume schreibt eigentlich nur Bestseller!
 

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"Der Baron" Michel de Palma ermittelt wieder, unorthodox und gar nicht zur Freude seiner Vorgesetzten. Der Tod eines deutschstämmigen Milliardärs in den Sümpfen der Camargue gibt Rätsel auf. Im Laufe der Untersuchung des Falls gerät Michel de Palma selbst in große Gefahr, denn seine Ermittlungen bringen gehörige Unruhe ins örtliche Mafia-Milieu. Bald tauchen weitere Opfer auf, die alle dieselben unerklärlichen Bisswunden aufweisen. Sind sie Opfer der mythischenTarasque geworden? Ein schillernder Roman über Natur und Mythen der Camargue, Mafiaclans, Immobilienspekulanten und die Resistance.
 

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Drei Frauen erzählen jeweils aus ihrer Perspektive ihr Leben: Irma wird 1939 während des Zweiten Weltkriegs von ihren Eltern mit einem Kindertransport von Hamburg nach Irland geschickt. Ihre Eltern wird sie nie mehr wiedersehen. Leah, die Tochter, geschieden, einsam, unglücklich, stürzt sich in die Arbeit und hat sowohl zu ihrer Mutter als auch ihrer Tochter Rebecca ein sehr schwieriges Verhältnis. Und schließlich die Enkelin Rebecca, die sich ausgerechnet in den deutschen Austauschstudenten Jonas verliebt, beginnt bei ihrer Oma nachzufragen, sodass schmerzliche Erinnerungen wach werden. Ein äußerst interessanter Roman, in dem die drei Frauenfiguren und ihr innerer Konflikt treffend charakterisiert werden!
 

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Hogarth Shakespeare bei Knaus! Eine hervorragende Idee: 8 moderne Romane aus der Feder internationaler Top-Autoren! Und den ersten durfte ich schon lesen! Jeanette Winterson (mir bekannt aus "Warum glücklich statt einfach nur normal?", den Lesern vielleicht aus "Orangen sind nicht die einzige Frucht") hat Shakespeares "Wintermärchen" überraschend gut in die heutige Zeit übertragen. Shakespeares Themen wie Eifersucht, blinder Hass, verlorene Kinder, gefallene Engel, Statuen, die zum Leben erwachen spielen auch heute noch eine große Rolle! Außerdem ist schon erschienen: Der Kaufmann von Venedig neu erzählt von Howard Jacobson (Shylock), Anne Tyler wird im Herbst "Der Widerspenstigen Zähmung" neu verfassen, Margaret Atwood übernimmt "Der Sturm" und Jo Nesbo "Macbeth". Bis 2018 werden Tracy Chevalier (Othello), Edward St. Aubyn (King Lear) und Gillian Flynn (Hamlet) zur Feder greifen. William Shakespeare kann sich geehrt fühlen!
 

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Kennen Sie das Gefühl? Dass man den ganzen Tag auf den Abend wartet, damit man endlich weiterlesen kann? So ist es mir mit "Eine fast perfekte Familie" gegangen! Wie sich die ganze Familie Hawthorne, allen voran Mutter Nora, abstrampelt, um allen Ansprüchen (wessen Ansprüchen eigentlich?) zu 100% (besser mehr!) gerecht zu werden, ist zuallerst mal unglaublich unterhaltsam. Je weiter man aber kommt, desto mehr Beklemmung und Mitgefühl macht sich breit mit diesen Menschen, die nicht aus ihrem Hamsterrad können. Beispiel gefällig? "Nora saß im Wohnzimmer auf dem Sofa und sah fern .Schon das war seltsam: Nora sah nie fern. Sitzen war auch etwas, das sie nur selten tat." Ich jedenfalls war ganz schön froh, nicht so perfekt zu sein und dieses Buch im Sitzen zu lesen!
 

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Nachdem sich die Zusammenarbeit der beiden Autorinnen offensichtlich bewährt hat, legen sie nun den zweiten Band um die Journalistin Ana Marti vor. Die Geschichte spielt wieder in Francos Spanien der 50er Jahre, doch ist der Schauplatz diesmal nicht Barcelona, sondern ein kleines aragonesisches Bergdorf, das von archaischen Typen geprägt wird. Den beiden Autorinnen gelingt es hervorragend, ein beklemmendes Bild der provinziellen Enge im diktatorischen Umfeld zu zeichnen und gleichzeitig eine spannende Krimihandlung einzubauen. Wer keine 0815 Krimis mag, ist hier gut aufgehoben!
 

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Dieser Teil Italiens - auf der Unterseite des Stiefels, wo der Stein immer drückt - unterscheidet sich vom restlichen Land. Für die Söhne von Ziegenhirten ist es normal, entführte Personen im Gebirge zu beherbergen, Lösegeldforderungen oder die mächtigen Spiele der Drogenmafia zu organisieren und gleichzeitig ihren eigenen archaischen Riten zu folgen. Aus diesem Kreislauf können sie nicht ausbrechen und der Weg nach Mailand, wo das internationale Drogengeschäft floriert, der Weg von den Bergen in die Stadt, ist Teil ihres Schicksals, ihrer "schwarzen Seele". Criaco verarbeitet seine Familiengeschichte, denn sein Vater wurde 1993 in einer Blutfehde umgebracht, sein Bruder war bis zu seiner Verhaftung einer der meistgesuchten Kriminellen Italiens. 2014 wurde "Schwarze Seelen" von Francesco Munzi verfilmt und mehrfach ausgezeichnet!
 

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Dieser Roman wurde 2015 mit dem Prix de lÁcadémie Francaise ausgezeichnet. Flugzeugabstürze haben schon viele Autoren fasziniert, denn es ist ein Schicksalsschlag, der viele Lebensgeschichten verknüpft. Wer ist nicht in dieses Flugzeug eingestiegen, das am 27. Oktober 1949 Richtung New York unterwegs war und in den Azoren abgestürzt ist, wer hat sein Ticket verfallen lassen oder keinen Platz mehr bekommen? Keiner hat überlebt, und diese Katastrophe hat die Welt aufgerüttet, da berühmte Persönlichkeiten an Bord waren. Faszinierend ist die Lebensgeschichte der Verunglückten, beeindruckt haben mich die einzelnen Schicksale, die diesen Roman zu einem Gesamtkunstwerk machen. Für alles gibt es einen Grund, doch die Sinnhaftigkeit dürfen wir trotzdem noch hinterfragen!
 

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Zu Recht wurde dieses Debüt von Didi Drobna für "INNSBRUCK liest 2016" ausgewählt! Dieser Roman erzählt das Leben der 6-jährigen Daisy und ihrer 16-jährigen Schwester Lisa jeweils aus deren Perspektive. Und wir erfahren Schritt für Schritt, warum Lisa wegen Panikattacken in die Klapse kommt. Dort erlebt sie sogar Momente des Glücks mit ihren neuen Freunden. Daisy freundet sich inzwischen mit Charlie an, der im Rollstuhl sitzt und sie tröstet in dieser schweren Zeit ohne ihre geliebte Schwester Lisa. Denn bei Lisa fühlt sie sich wie zwischen Schaumstoff geborgen. Ein wahres, aufrüttelndes, trauriges und zugleich schönes Buch über Familie und Freundschaft,
 

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Richtig, Kit de Waal ist die Schwägerin vom großartigen Schriftsteller Edward de Waal! Und auch sie findet einen Ton, der den Leser nicht kalt lässt. Tiefgründig und ohne auf die Tränendrüse zu drücken erzählt sie die Geschichte des 9-jährigen Leon, der zu früh schon auf sich und seinen Bruder achten muss, da seine Mutter es nicht kann. Optisch wirkt es wie ein Kinderbuch, doch der Stoff ist eindeutig für Erwachsene geschrieben: Leon schleicht sich in unsere Herzen, er entwickelt sich zu einem jungen Helden, der uns schmerzlich daran erinnert, dass stille Wasser tief sind!
 

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Elfriede Hammerl ist mir als Kolumnistin bekannt, daher ist es nur logisch, dass ihre Erzählungen "Von Liebe und Einsamkeit" sehr gelungen ausgefallen sind. Dieses Buch hat keine einzige Schwachstelle. Außer dass ich jetzt noch ein bißchen desillusioniert bin, da jede Lebensgeschichte nah an der Realität ist und unter die Haut geht. Es ist die Sehnsucht nach Geborgenheit, einer erfüllten Ehe, einem erfüllten Leben, das die Protagonisten antreibt, leider stehen dieser Sehnsucht auch die Angst und das Scheitern im Wege. Elfriede Hammerl schreibt klar, präzise und doch raffiniert: das macht jede Erzählung vollkommen!
 

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Wie gehen wir als Leser mit fremden Erinnerungen um? Können auch wir Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg, die es in unserer Familie nicht gegeben hat, nachempfinden? Ich finde, es geht. Und für Renate Ahrens Buch benötigt der Leser nicht viel Empathie für den Stoff, da "Das gerettete Kind" sehr mitreisend und spannend geschrieben ist. Drei Generationen, 3 unterschiedliche Frauen, und doch sind Irma, Leah und Rebecca sich fremd. Zugang findet nur die Enkelin, denn auch sie leidet unbekannterweise an den Folgen der Kindertransporte während des Krieges. Ahrens beweist, dass Schweigen innerhalb der Familie traumatische Auswirkungen haben kann, dass es hilft, wenn man erzählerisch und unterhaltsam das Grauen anspricht. Berührend und wahrhaftig gut geschrieben!
 

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Der 1. Weltkrieg ist zu Ende, und tausende von Soldaten kehren heim. Viele von ihnen körperlich kriegsversehrt, seelisch wahrscheinlich alle. Darunter auch Riley und Peter. Der eine, durch die Kämpfe im Gesicht schwer entstellt, schafft mit Hilfe seiner Frau die Rückkehr in ein einigermaßen normales Leben. Der andere, schwer traumatisiert und voller Schuldgefühle seinen gefallenen Soldaten gegenüber, flüchtet sich in den Alkohol. Durch die zahlreichen, kursiv gesetzten, Gedanken und Erinnerungsfetzen erlebt man das Leid der beiden Freunde hautnah mit. Ich werde jetzt im Nachhinein noch den ersten Band "Eins wollt ich dir noch sagen" lesen.
 

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Dies ist ein leises Buch, eigentlich erzählt Werner Rohner unaufgeregt von Joris, der sich nicht so recht entscheiden kann, ob er in Wien oder Zürich leben soll und die Beziehung zu Rebecca endgültig beenden möchte. Er denkt nach über den Krebstod seiner Mutter, die letzten Tage und Stunden an ihrem Krankenbett. Und erstmals trifft er seinen Vater, der - und das ist neu für Joris - mit seiner Mutter politisch aktiv war. Und plötzlich ist auch die Sicht auf Joris' Leben eine andere geworden.
 

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Endlich wieder ein Carofiglio mit allem, was dazu gehört. Es geht um prinzipielle Fragen wie Anstand und Gerechtigkeit in einem durch und durch korrupten Rechtssystem. Wem kann man trauen, und wann gerät das fragile Gleichgewicht ins Wanken? Carofiglio schreibt wie üblich sehr humorvoll und selbstironisch und spickt seinen Text mit vielen literarisch- musikalischen Anspielungen. Die juristischen Passagen sind fundiert und regen zum Nachdenken an. Carofiglios Themen sind (leider) immer aktuell und überzeitlich. Das macht seine Bücher so ungemein lesenswert.
 

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“Das Mona- Lisa- Virus” ist das dritte Buch von dem deutschen Autor Tibor Rode und gleichzeitig das erste - aber sicherlich nicht sein letztes! - das ich von ihm gelesen habe. Mit seinem Schreibstil erinnert mich der Autor auch sehr an den weltweit bekannten Dan Brown, der mit seinen Büchern "Illuminati" und "Das Sakrileg" Berühmtheit erlangte. In diesem spannenden Thriller beginnt der Autor mit sechs Handlungssträngen, die alle auf verschiedenen Teile der Erde spielen. Unter anderem in Bosten, Warschau, Paris, Acapulco, San Antonio und Florenz. Am Anfang war ich noch durch die vielen Ereignisse und die verschiedenen Handlungsstränge verwirrt, aber je weiter man liest, desto spannender wird es. Tibor Rode verpackt in diesem Buch sehr viele Katastrophen, wie zum Beispiel die Ausbreitung von einem Computervirus, das weltweite Bienensterben, die Entführung amerikanischer Schönheitsköniginnen, einen Kunstdiebstahl und vieles mehr. Alles in allem hat man nach diesem Buch Lust auf mehr, und ich persönlich würde am liebsten gleich in den nächsten Flieger steigen, um mir die Mona Lisa im Louvre anzuschauen. Ein muss für jeden Kunst- /Thriller Liebhaber!
 

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Dass Heinz Strunk schreiben kann, wissen wir ja schon seit "Fleisch ist mein Gemüse". Und in Hamburg kennt er sich aus, vor allem in den Randbezirken. Die Hauptfigur, Fritz Honka, hat es wirklich gegeben. Doch so richtig begreifen kann man diesen Mörder erst nach der Lektüre. Unglaublich, wie er so geworden ist, und doch verständlich, seine Taten. Auch wenn Heinz Strunk nicht nur die Gaststätten unter die Lupe nimmt, bleiben dem Leser diese traurigen Gestalten in Erinnerung. Bissig, zynisch, derb - so schreibt Heinz Strunk, doch erschreckend ist, dass vieles der Wahrheit entspricht.
 

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"Wie ich mich selber suchte und jemanden ganz anderen fand" - Ich bin der Meinung, dass man diese Autorin immer lesen kann, und zwar jeden Titel von ihr, jeden Tag! Wenn man glaubt, sie würde sich von den Themen wiederholen, dann irrt man sich gewaltig. Ich kenne fast alle Bücher, doch "Neuland" war für mich wieder eine Offenbarung, denn Ildiko von Kürthy berichtet unter anderem auch über ihre Eltern. Diese beiden Menschen haben mich sehr berührt. Erheiternd ist natürlich ihr ganzer Jahreszyklus: Was sie nicht alles probiert, um eine andere Person zu werden. Köstlich, wie sie ihre Tage als Blondine beschreibt, ihre Ausflüge in die Welt der Selbstfindungsseminare, ihre gluten- und alkoholfreie Probestunden. Diese Autorin ist wie eine Schmerztablette: hilft immer, macht aber auch süchtig! In die Haut von Frau Kürthy zu schlüpfen macht Spaß, denn wer mit ihr scheitern darf, hat danach die Kraft, sein Leben zu verändern.
 

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Dieses Buch hat mich echt inspiriert. Claire kündigt ihren Job, weil sie unzufrieden ist und macht sich eher halbherzig auf die Suche nach einem neuen. "Out of Job" fühlt sich dann doch nicht so prickelnd an, es fehlt halt die Bestätigung und als Hausfrau dann doch der Biss! Wenn man plötzlich Zeit hat, dann wird die meistens doch nicht so verbracht, wie man es sich vorgenommen hat. Owens versammelt in diesem Buch herrliche Anekdoten und Dialoge, ihr Humor hat mich angesteckt. Für Leser zwischen 20 und 30 Jahren ist "Abwesenheitsnotiz" ein Muss, denn oft sucht man etwas im Leben und findet dann ganz etwas anderes! Vielleicht sogar sich selbst!
 

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Judith W. Taschler legt mit ihrem "Roman ohne U" ein beeindruckendes und spannendes Buch vor. Die unterschiedlichen Erzählstränge laufen gegen Ende des Romans ineinander, erst dann erfährt man, was es mit der Geschichte von Thomas auf sich hat und wer er wirklich ist. Eindrücklich schildert sie auch das langsame Zerbrechen der Ehe von Katharina und Julius. Am Schluss werden alle Verstrickungen gelöst.
 

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Anna Katharina Hahn legt in ihrem neuen Roman die Latte für die LeserInnen recht hoch, denn sie verwebt Reales mit Traumhaftem und Gegenwärtiges mit Vergangenem. Mit etwas Murakami - Training folgt man gebannt ihren Schilderungen über die Verlorene Generation in Spanien und die Odyssee eines Kindes aus nationalsozialistischem Elternhaus am Ende des 2. Weltkriegs, die in eine Geschichte über Liebe und Verrat münden. Faszinierend erzählt, jedoch nicht für absolute RealistInnen geeignet!
 

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Schon viele haben Ernest Hemingway und seine Frauengeschichten als Romanvorlage verwendet oder ihre Leser in die Zeit der Golden Twenties in Europa zurückversetzt, doch nicht allen ist es so gut gelungen wie Naomi Wood. Alle vier Frauen, die mit Hemingway verheiratet waren, betreten in diesem Roman die Bühne. Woods wählt immer den Moment der Beziehung, wo alles anfängt zu bröckeln. Ohne viel Hysterie oder Drama gestaltet sie dieses Auseinanderleben, diese Frauen, die sich Hemingways Ausstrahlung nach wie vor nicht entziehen können, erkennen, dass sein Schreiben immer wichtiger sein wird. Wood schenkt uns kostbare Momente aus einer vergangenen Zeit. Ihrem kreativen Schreibstil kann man sich nicht entziehen!
 

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Jeden Tag landeten unzählige Briefe in Astrid Lindgrens Briefkasten, die sie möglichst alle persönlich beantwortete. Darunter ist 1971 auch ein Brief der 12 Jahre alten Sara, und sie wird das einzige Kind sein, mit der Astrid Lindgren über 30 Jahre lang eine - mal mehr, mal weniger - intensive Korrespondenz führt. "Du bist die einzige, mit der ich in dieser Form einen Briefwechsel führe, alle anderen erhalten einen Brief, und damit ist es gut." Warum? Irgendetwas muss Astrid Lindgren an diesem ersten Brief gerührt haben; obwohl er jede Menge Beschwerden enthält: u.a. findet Sara die Pippi-Langstrumpf-Verfilmungen furchtbar und die Kinder, die dort geschauspielert haben, grottenschlecht, die Illustrationen zu Michel "schlampig". Lindgrens erster Antwort-Brief ist leider nicht mehr erhalten; es stand wohl zu viel darin, was Sara nicht gerne lesen wollte; diesen Brief "zerreiße ich in tausend Schnipsel". Aber die anderen blieben erhalten, und so kann man über die Jahre Saras Entwicklung mitverfolgen; vor allem aber kann man sich daran erfreuen, was für eine gütige und herzensgute (ja, mir fällt kein besserer Audruck ein!), vielseitig interessierte Frau Astrid Lindgren war.
 

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Erstmal war ich ja skeptisch: aus nur einem einzigen Teig soll ein Kuchen mit drei verschiedenen Schichten entstehen? Die Kurzinfo zum Buch behauptet, dass der Teig bei niedriger Temperatur und dafür umso längerer Backzeit die magische Verwandlung vollzieht. Das soll also klappen?! Dieses Experiment wollte nun auch der 16 Jahre alte Sohn wagen! Das führte zwar zunächst zu skurrilen und die Mutter erheiternden Situationen wie: "Mama, wo haben wir eigentlich das Mehl?" bzw. "Wann ist Eiweiß denn wirklich steif geschlagen?" -- aber gleichzeitig auch zu einem wirklich sagenhaft guten Kuchen! Experiment also geglückt! Dazu der Vorsatz: Er (wir?) backt sich durch das ganze Buch!
 

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Kris Goegebauer, einer der besten Konditoren derzeit, führt uns in die Backgeheimnisse mit Früchten ein. Der Konditormeister wirft einen genauen Blick auf acht verschiedene Obstkategorien, nimmt eine Auswahl der besten Sorten davon, um die bestmöglichsten Geschmackskombinationen für Kuchen und Desserts zu kreieren. Fürs Auge phänomenal anzuschauen, die Foodfotos von Joris Devos sind grandios. Es gibt Rezepte, die durchaus machbar sind, allerdings auch aufwändige Desserts, die zeitaufwändig sind. Leider sind immer wieder Zutaten dabei, die im Internet bestellt werden müssen. Hilfreich sind im Anhang die Basics von Teigen und Cremen. Für die etwas geübtere Konditorin, die ihre Gäste mit etwas Besonderem überraschen will!
 

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Layne Mosler lebt in Berlin, wohin sie es der Liebe und Essens wegen verschlagen hat. Ihr Buch kam zustande, als sie jeden Taxifahrer nach seinem Lieblingsrestaurant fragte. Genau diese Erfahrungen teilt sie in ihrem Buch und Blog mit. Ihre kulinarische Reise startet in Buenos Aires, weiter über New York (wo sie sich selbst ans Steuer setzte), bis nach Berlin. Die amerikanische Bloggerin entführt uns in ihre kulinarische Welt. Gut geschrieben und flüssig zu lesen. Ideale Urlaubslektüre auch für einen New York Besuch.
 

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Noch vor der Grillsaison ein neues Grillbuch? Ja - unbedingt! Grillmeister Michael Quandt zeigt uns, wie man mit einfachem Grillwerkzeug und einem Griller schnelle und tolle Ergebnisse erzielen kann. Die Zubereitung eines jeden Gerichts ist leicht verständlich erklärt, Food-Fotograf Markus Bassler und sein Team gewannen mit diesem Grillbuch den Kochbuchpreis Gourmand World Cookbook Award 2016. Besonders ansprechend ist das übersichtliche, bebilderte Inhaltsverzeichnis und der Extrateil mit selbstgemachten Rubs! Auch für Grilleinsteiger bestens geeignet!
 

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Ein Ratgeber für ein zufriedenes ausgeglichenes Ich, für den man einige Zeit aufwenden sollte um sich darauf einzulassen! Eingeteilt wird dieses Buch in drei große Kapitel: Nutrition: Grün macht schön - von innen, Carpe: Grün macht schön - von außen und Mind & Spirit: Grün macht schön - glücklich. In allen Kapiteln finden sich Anregungen die sich umsetzen lassen, einige durchaus unkompliziert in unseren Alltag, wie im Kapitel "Natürliches Anti-Aging, die Leber stärken. Andere wiederum sind mit Aufwand verbunden, wie etwa die Zubereitung von selbst gemachten Pflegeprodukten. Dieses umfangreiche Buch begleitet die bewusste Leserin längere Zeit, da immer wieder nachgeschlagen werden sollte, um aus der großen Fülle das Richtige für sich heraus zu filtern. Wildkräuter, Smoothies, Rohkost, sowie Pflege und achtsamen Umgang mit sich selbst und der Umwelt sind die Rezepte für ein ausgeglichenes Leben. Ein durchaus empfehlenswerter Ratgeber, um wieder einen Neustart zu wagen!
 

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Eine berührende, zarte und beeindruckende Alltagsgeschichte eines tief bewegten Lebens, wie es unsere Ahnen erlebt haben könnten. Das Buch liest sich flüssig, man möchte nicht genug bekommen von dieser einfachen Geschichte, die ein stimmiges Ende findet. Wunderschöne ruhige, schlichte Sprache; eine tiefe Erzählung, die die Seele berührt! Für seinen Roman "Ein ganzes Leben" wurde Robert Seethaler mit dem Johann-Jacob-Christoph von Grimmelshausen-Preis 2015 ausgezeichnet.
 

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Vincent hat sich zu einem Besuch bei seiner Familie überreden lassen und kehrt für einige Tage in die französische Provinz zurück. Die Vergangenheit seines kleinen Lebens holt ihn ein. Nach dem Bestseller "6 Uhr 41" unternehmen wir mit Jean-Philippe Blondel eine spannende, überraschende Reise in die eigene Jugend. Eine Geschichte über Beziehung, Liebe und Freundschaft. Vincent erzählt seine Geschichte und stellt fest, er kann zufrieden sein. Klar formuliert, kurzweilig und ein vergnügliches Leseerlebnis!
 

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In Herbert´s Retrat, 45 km außerhalb New Yorks, umgeben von dichtem Wald, stehen 39 elegante Häuser mit ihren Bewohnern und deren irischen Dienstmädchen. Jeder dieser Besitzer ist stolz darauf, einen Blick auf den Hudson River zu erhaschen und sich seinen dekadenten Lebensstil zu leisten. Die Geschichten dieser feinen Herrschaften, aus der Sicht der Mädchen geschildert, wo Tratsch und Klatsch mit einher gehen, lädt den Leser ein, in diese Zeit einzutauchen. Witzig, unterhaltsam und mit Stil erzählt Maeve Brennan mit scharfer Zunge aus der Welt der Reichen. Ein Detail am Rande: Brennan heiratete den Chefredakteur St. Clair McKelway vom "New Yorker". Sie lebte mit ihm für einige Jahre auf der Ostseite des Hudson River, in der Nähe von New York, in der kleinen Siedlung Sneden’s Landing, die heute Palisades heißt. Der Ort ist Schauplatz der Erzählsammlung "Tanz der Dienstmädchen".
 

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Es ist nicht leicht, dieses Buch zu beschreiben. Wahrscheinlich weil es mich immer noch bewegt. Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte ihrer Großeltern. Und gleichzeitig ist es ihre Suche nach Erklärungen, wieso ihr eigenes Leben derart verstrickt ist in das Schweigen innerhalb der Familie. Dem Buch liegt eine Aufrichtigkeit zu Grunde, eine behutsame Aufarbeitung des Krieges, ein Verstehen der Vergangenheit. Literatur heilt diese Wunden, sie stellt sich über das Leben!
 

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Es ist ein herrliches Buch, das die beiden Bestsellerautoren uns geschenkt haben. Perfekt für den Start in den Urlaub! Unglaublich, was die Eltern in den 80ger Jahren aufgeführt haben, um unsere Generation glücklich zu machen. Und wenn man sich wieder in einen 15-jährigen pubertierenden Jungen zurückverwandelt, dann kann der Italien Urlaub Erinnerungen hervorbringen, die man schon fast vergessen hat. Man schwankt ständig zwischen Fremdschämen und purem Glück. Was dieses Buch einzigartig macht, sind die Anekdoten einer Familie, die großartigen Protagonisten und die spritzigen Dialoge!
 

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Der österreichische Autor Thomas Raab, der durch seine humoristischen "Metzger" Krimis bekannt geworden ist, wagt sich mit seinem letzten Buch "Still" in ein ganz anderes Gebiet vor. Mit seiner Geschichte über Karl Heidemann, den Serienmörder, der teilweise auch an Patrick Süßkind´s Protagonisten Jean Baptiste Grenouille erinnert, hat Raab sich meiner Meinung nach selbst übertroffen. Eine gewaltige Geschichte über Moral, Tod und Einsamkeit, die noch lange beim Leser nachwirkt. Unbedingt lesen!
 

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Hier hat Bestsellerautorin Jojo Moyes, die man ja schon von dem Roman "Ein ganzes halbes Jahr" kennt, ein wahres Meisterwerk geschaffen. In dem Buch “Über uns der Himmel unter uns das Meer” geht es um die vier australischen Kriegsbräute Margaret, Frances, Jean und Avice. Die vier jungen Frauen wagen die Überfahrt von Australien nach England, um zu ihren Ehemännern zu gelangen, welche sie nach nur wenigen Tagen geheiratet haben. Die Unsicherheit und die Ängste der Bräute, ob sie am Ende dieser waghalsigen Reise überhaupt von ihren Männern aufgenommen werden, werden mit jedem Tag größer. Besonders das Schicksal von Frances hat mich persönlich berührt. Die Autorin ist in diesen Roman dahingehend persönlich involviert, da ihre Großmutter eine der mutigen Kriegsbräute war. Unglaublich spannend, mitreißend und sehr emotional!
 

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Welche Autoren kommen uns in den Sinn, wenn wir an New York denken? Ich musste bei der Lektüre dieses neuen internationalen Bestsellers immer wieder an Paul Austers New York Trilogie denken. Und dieser Vergleich ist nicht weit hergeholt. Dieser junge Autor besitzt die gleiche Beobachtungsgabe, diesselbe sprachliche Rafinesse, dieselbe Größe, eine Stadt literarisch erwachen zu lassen. Die Figuren bleiben unvergesslich, sie erfinden sich - wie die Stadt - immer wieder neu. Höhepunkt ist der 13. Juli 1977, als der Strom ausfällt und alles plötzlich anders ist. New York ist ein Mysterium, doch wer diese Stadt näher kennen lernen möchte, sollte "City on Fire" lesen!
 

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Hier handelt es sich um einen stillen, schönen Roman, der einen nicht mehr loslässt. Er beginnt mit der Revolution im Iran, die Menschen sind voller Hoffnung, dass sich nach der Flucht des Shahs alles zum Besseren wendet. Behsad, ein junger Lehrer engagiert sich politisch und muss dann doch mit seiner Familie nach Deutschland flüchten. 10 Jahre später erzählt seine Frau Nahid von dieser Flucht und ihrem Leben im Exil. Und wieder Jahre später sind es ihre Kinder, die für sie sprechen. Ihr Verhältnis zum Iran ist gespalten, ihre Erinnerungen sind unvergesslich. Dieses Buch ist ein Glücksfall, denn es ist nicht nur hochaktuell, sondern auch hervorragend geschrieben.
 

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Ein kleiner, feiner, wunderschöner Roman! Isabel Bogdan ist eine preisgekrönte Übersetzerin, die meine Neugier geweckt hat, da sie auch die beiden Romane von Jane Gardam ins Deutsche übersetzt hat. Kein Wunder, dass es ihr mit ihrer Sprachbegabung geglückt ist, einen eigenen Roman zu schreiben. Selbstverständlich war ich als Leserin voreingenommen, da meine Familie früher einen Pfau besessen hat. Und mit einem "verrückten Pfau" beginnt ja schon diese Geschichte, die in den schottischen Highlands spielt. Es ist ein Vergnügen, die Gäste auf dem Grundstück der MacIntoshs zu beobachten. Kein britisches Theaterstück könnte unterhaltsamer sein!
 

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Den spanischen Bürgerkrieg verstehen, das ist nicht leicht. Es kommen immer wieder Aspekte zum Vorschein, über die bis heute niemand gesprochen hat. Die Gespaltenheit der Dörfer, der Unterschied zur großen Stadt, die verschiedenen politischen Ansichten haben eine ganze Nation zerrüttet. Auch in diesem preisgekrönten Roman von Lydie Salvayre (Prix Concourt) erzählt sie die Geschichte ihrer Großmutter. Diese kann sich nur mehr an an eine einzige Episode in ihrem Leben erinnern, doch die scheint für sie immer noch nicht aufgearbeitet zu sein. Vor allem die Figur ihres Bruders hat mich berührt. Salvayre versucht auch die Sprache ihrer Großmutter wiederzugeben, die sehr kraftvoll und bodenständig ist!
 

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Delius erzählt eine Familiengeschichte am Beispiel von drei Liebesgeschichten in drei Kriegen, beginnend in den Napoleonischen Kriegen und endend nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Seitensprung Willems von Oranien bildet den Ausgangspunkt der Erzählung. In den 60er Jahren recherchiert ein Mitglied einer Mecklenburgischen Adelsfamilie die Verbindungen ihrer Familie mit dem Holländischen und in weiterer Folge mit dem Preußischen Königshaus. Dabei kommt ihr in den Sinn, dass sie die gesamte Familiengeschichte bis in die Gegenwart in Liebesgeschichten erzählen könnte. Eine Flut von Gedanken, Anekdoten und historischen Ereignissen geht ihr durch den Kopf, die sie alle in willkürlicher Reihenfolge in kurzen Abschnitten niederschreibt (es gibt im gesamten Buch keinen einzigen Punkt, sondern nur Gedankenstriche). Am Ende stehen wir vor einem großartig erzählten Geschichtspanorama, das Familien - und Weltgeschichte vereint.
 

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Erinnerungen sind ein kostbares Gut. Alma ist im Begriff, sie nach und nach zu verlieren und hat in ihrer Villa in Kapstadt deshalb eine "Memory Wall" errichtet. Dort ist ihre gesamte Vergangenheit gespeichert, die sie nach einem komplizierten Eingriff in einzelnen Sequenzen wieder abrufen kann. Eine Erinnerung ist nicht nur für sie interessant, sondern auch für einen skrupellosen Betrüger. Die Erzählung des Pulitzerpreisträgers setzt das Gedächtnis des Menschen in Beziehung zum Gedächtnis der Erde. Schicht um Schicht werden Geheimnisse freigelegt, die nicht ohne Folgen bleiben.
 

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Wissenschaftsroman und Faust-Paraphrase, so kann man dieses umfangreiche und vielschichtige Werk Thea Dorns wohl am kürzesten umschreiben. Eine Molekularbiologin trifft in Amerika auf eine seltsame Gestalt, die sie immer mehr in ihren Bann zieht. Es handelt sich um den Naturwissenschaftler Ritter, der zur Zeit der Deutschen Romantik Experimente zum Thema Galvanisierung durchführte. Eiskalte Ratio prallt auf gefühlsschwangeren Geniegedanken, Alltagssprache trifft auf altertümelndes Deutsch, kurzum, das Aufeinandertreffen der beiden Pole verläuft nicht friktionsfrei. Und dann mischt auch noch der Teufel persönlich mit... Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wird man als LeserIn doch mit unterschiedlichen Wissenschaftsauffassungen, Moralvorstellungen und literarhistorischen Bezügen geradezu bombardiert - nicht wirklich leichte Kost, doch wenn man sich drauf einlässt, wird man reichlich belohnt!
 

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Ich habe mich infiziert, mit dem Jonas-Virus. Als "Das größere Wunder" erschienen ist, war mir noch nicht bewusst, dass es sich hier um einen Komplex handelt, den es zu verstehen gibt. Rund um diese Figur lassen sich Geschichten erzählen, von denen man nicht mehr genug bekommt. Ich habe großen Respekt vor diesem neuen Buch, vor diesem Autor. Dieser Roman macht süchtig: erstens möchte man jede der 3 Versionen sofort weiterverfolgen, nach einer Weile begreift man immer mehr Zusammenhänge (ich empfehle wirklich, "Das größere Wunder" vorher zu lesen), es gibt in keiner Version eine Schwachstelle und jeder Schachzug sitzt! Ich vermute, dass Marie die nächste Hauptfigur wird, was nicht heißt, dass ich von Jonas genug habe, niemals!
 

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Monatelang stand dieser Roman von Lluis Llach auf den spanischen Bestsellerlisten, jetzt wurde er auf Deutsch übersetzt und hat das Potential, auch bei uns mit Leidenschaft rezipiert zu werden. Es ist die Beharrlichkeit, die Stärke der drei Frauen, ihre Eigenwilligkeit, die den Leser an eine große spanische Saga erinnert, auch die Erzählkraft des Autors treibt das Buch voran. Und gleichzeitig hält ein Dorf den Atem an, wenn ein eigenwilliger Ermittler, der sich an sein großes Vorbild Agatha Christie hält, auf dem reichsten und mächtigsten Weingut La Principal einen Mordfall untersucht. Hinreißende Anekdoten und altkluge Legenden, spannend wie ein Krimi und ein großes Geschenk für alle Leser, die spanische Literatur mögen!
 

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Karatschi, pakistanische Millionenmetropole, Krisenherd, Schmelztiegel - momentan nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit, weil gerade kein spektakulärer Terroranschlag die Stadt erschüttert. Tanweers Roman nimmt einen Bombenanschlag als Ausgangspunkt für sein vielschichtig poetisches Portrait der Stadt und ihrer Bewohner. Kaleidoskopartig werden die Geschichten von Zeugen und Betroffenen des Terrorakts aneinandergereiht, und so ergibt sich mit der Zeit ein schillerndes und atmosphärisch dichtes Bild der Metropole. Ein eindrucksvolles Buch, das die LeserInnen berührt und nachdenklich stimmt!
 

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Diese junge Autorin verfügt über eine besondere Beobachtungsgabe: Ihre Figuren - Frauen um die 20 - fesseln sofort, denn sie erleben alles sehr intensiv. Auch wenn es sich hier um eine Sammlung von Kurzgeschichten handelt, hat man doch das Gefühl, dass die Geschichten ineinander fließen. Vor allem die letzte Erzählung bleibt in Erinnerung: als ob das "Nichtgesagte", das Unaussprechliche, das diese Frauen erleben, plötzlich vor einem steht. Ich möchte mehr von ihr lesen, alles, jetzt, sofort!
 

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Für alle LeserInnen, die Jane Gardams Roman "Ein untadeliger Mann" geliebt haben, gibts jetzt die Draufgabe. Der zweite Band der Trilogie um Old Filth liegt nun endlich auf Deutsch vor. Diesmal wird die gleiche Geschichte aus Sicht der Ehefrau erzählt, und plötzlich verschieben sich die Perspektiven. Wir verstehen nun Verschiedenes aus dem ersten Teil besser, weil gewisse Handlungsstränge stärker in den Fokus gelangen und andere dafür in den Hintergrund gedrängt werden. Wir erleben wieder die heitere Gelassenheit und ironische Distanz, die schon den ersten Teil auszeichneten, dazu kommt vielleicht noch etwas mehr menschliche Wärme - schließlich erzählt ja hier die Frau!
 

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Das ist eines der nettesten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Zuerst hat es mich an David Nichols "Zwei an einem Tag" (übrigens wunderschön verfilmt!) erinnert, dann wiederum an die Bücher von Jojo Moyes. Es sind drei romantische Geschichten, in einem Roman und mit einem Paar. Wie das funktioniert? Indem die Autorin der Frage nachgeht, was gewesen wäre, wenn das Paar eine anderen Lebensweg beschritten hätte. Für Leser, die nicht jeden Tag Zeit haben, das Buch in die Hand zu nehmen, empfehle ich eine kurze Anleitung, da sich die 3 Versionen pro Kapitel abwechseln: in der ersten Version verlieben sich Jim und Eva in den 50ger Jahren; in Version zwei verpassen sie sich komplett, und in der dritten Variante geht alles schief. Hilfreich ist auch, sich den Namen der Kinder zu merken, damit man schnell weiß, in welcher Lebensgeschichte man sich befindet. Sehr lesenswert, gut geschrieben, die ungewöhnlichen Entwicklungen, all die verpassten Chancen machen diesen Roman zu einem Bestseller!
 

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Als Krimiautor und Friedrich-Glauser-Preisträger hat sich Stefan Slupetzky bereits einen Namen gemacht. Als "großartig" werte ich ein Buch, das mich berührt, sei es aufgrund der Geschichte oder aufgrund einer Figur. "Der letzte große Trost" ist Slupetzkys Familiengeschichte: Der Vater kommt aus einer Kriegsverbrecherfamilie, die Familie der jüdischen Mutter wurde im Krieg fast ausgelöscht. Daniels Vater, ein sensibler, herzensguter Mensch, hat ein schweres Schicksal zu tragen. Der Großvater hat sich an dem Leid der Juden ergötzt und ihnen abscheuliche Greueltaten zugefügt. Langsam begreift Daniel, wieso er noch immer nicht den Tod seines Vaters verarbeitet hat. Nach der Lektüre möchte man dem Autor gratulieren zu diesem Roman, ihn persönlich kennenlernen und die Hand schütteln, weinen vor Freude, dass unser Land solche Talente beherbergt!
 

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Ein alter einflussreicher Mann wird in Oslo bestialisch ermordet. Beinahe zeitgleich werden in Nordnorwegen die Skelette von drei Personen gefunden, die aus dem zweiten Weltkrieg stammen. Kommissar Tommy Bergmann vermutet einen Zusammenhang und beginnt mühsame Recherchen. Gard Sveen erzählt in seinem zum Besten Krimi Skandinaviens gekürten Roman zwei Geschichten parallel. Zum einen verfolgen wir die klassische Ermittlertätigkeit des Kommissars, zum anderen erfahren wir die Hintergrundgeschichte, die uns in das von den Nazis besetzte Norwegen der 40er Jahre führt. Klassischer Krimi, Agententhriller, zeitgeschichtliche Aufarbeitung - all dies wird in diesem großartigen Roman zu einem kompakten Ganzen verwoben.
 

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Juli Zeh ist hier ein großartiger Gesellschaftsroman gelungen, der in einer scheinbaren Dorfidylle spielt. Doch Unruhe bricht herein, als dort ein Windpark gebaut werden soll. Alte Streitigkeiten zwischen den "Ureinwohnern" brechen auf. Aber auch die Zugezogenen bleiben von den Zwistigkeiten nicht verschont: Da wäre das Paar Jule, die ihre Tochter überall im Tragetuch mitschleppt, und ihr Mann Gerhard, dessen Lebensaufgabe das Schützen der Kampfläufer geworden ist. Oder die Berliner Hipster Frederik und Linda, die hier für ihr Pferd Bergamotte die ideale Umgebung findet. Skurril beschreibt die Autorin das Zusammentreffen von unterschiedlichen Weltanschauungen - oft zum Schmunzeln, manchmal bleibt einem aber auch das Lachen im Hals stecken!
 

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Eines Abends verlässt Thomas seine Familie. Einfach so, ohne ersichtlichen Grund. Seine Frau Astrid glaubt zunächst noch fest daran, dass er wieder kommt und erzählt das auch den Kindern Ella und Konrad. Ein Polizist geht zwar der Spur nach einer Geldbehebung nach, aber er wird nicht gefunden. Thomas wandert einfach durchs Gebirge, vom einsamen Unterschlupf zu bewirtschafteten Hütten, ohne einen einzigen Gedanken an seine Familie zu verschwenden. Er stürzt auch in eine Felsspalte. Wird er überleben oder gar je zurückkehren? Dieser Roman von Peter Stamm ist spanndend bis zum Schluß und wunderbar zu lesen!
 

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Dieses Romandebut von der in Wien lebenden Amerikanerin wird schon jetzt mit Volker Weidermanns "Ostende" verglichen. Nur dass es sich hier um Hemingway und Fitzgerald dreht, statt um Stefan Zweig und Joseph Roth. Aber ganz so literarisch fällt der Vergleich nicht aus. Waltons Stil ist knapp, nicht lyrisch, fast schon wie eine Reportage wirkt ihre Prosa. Interessant nur für Ahnungslose, die noch nie etwas von Fitzgeralds Exzessen gehört oder noch nie die Golden Twenties kennengelernt haben. Die Schauplätze an der Rivera, an der südfranzösischen Küste oder in Paris gewinnen unter den Expetriats an Bedeutung. Eine Karriere beginnt (Hemingways), die seines Freundes geht zu Ende. Viele große Namen fallen in diesem Roman, doch nur zu kurz werden sie erwähnt, dass sie mir schon wieder entfallen sind. Ein Büchlein für die Fans von Fitzgerald!
 

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Richtig schlau wird der Leser nicht, um was für ein Rezept es sich hier handelt. Aus dem jungen Kent Andersson wird Dr. Wasser, er schlüpft in die Rolle eines Wissenschaftlers und erfindet sich neu. Und diesem Leben bleibt er treu, bis zu seiner Pensionierungen. Immer wieder kehren seine Liebschaften, die bedeutenden Frauen in seinem Leben, in seine Erinnerungen zurück. Während er über sein Leben philosophiert, kommt selten Trauer oder Sehnsucht zum Vorschein, so überzeugt ist er von seinem Tun. Vielleicht haben wir es hier mit Selbstbetrug zu tun, oder doch mit einem Wundermittel, bestehend aus Spott, Witz und großer Fabulierkunst. Das Universum hat viel zu bieten, und es übt auch immer wieder Nachsicht mit Menschen, die zuviel wollen.
 

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Mit vielen Porträts von starken Frauenfiguren habe ich mich schon auseinandergesetzt, berührt haben mich nicht viele. Da muss schon ein Bestsellerautor wie Boyd kommen und auf 550 Seiten die Geschichte der Fotografin Amory Clay erzählen. Nur er kann ein ganzes Leben fesselnd darstellen, die vielen Facetten der aussergewöhnlichen Frau mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Fiktion und Geschichte ausleuchten - sei es in England, in Berlin oder New York, in Paris oder im Vietnam Krieg . Boyd ist ein Schnappschuss gelungen, er ist auch ein Fotograf, der in jedem Satz das wahre Wesen seines Portraits ins Rampenlicht rückt.
 

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1973 wurde die Autorin mit "Angst vorm Fliegen" bekannt, jetzt ist sie älter geworden und somit auch sterblich. Der Verlust von geliebten Menschen lässt sie innehalten und zurückschauen, manchmal wehmütig, manchmal aber auch erleichtert. Und sie möchte nochmal alles erleben - die 60-jährige New Yorkerin Vanessa - vor allem die Leidenschaft und das Abenteuer. Es sind lustige Anekdoten, die New Yorker erinnern mich stark an Lily Bretts Hauptfiguren. Vanessa schließt Frieden mit der eigenen Sterblichkeit, doch es ist ein lebenslanger Prozess, und ihre Bemühungen sind skuril und sehr erheiternd! Erica Jong ist eine Göttin, und so wie das Buch geendet hat, weiß man, dass sie noch lange nicht am Ende ihrer köstlichen Weisheiten angekommen ist!
 

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Dieser Familienroman spielt in Finnland. Eigentlich wird vollkommen unspektakulär das Leben von Max und dessen Ehefrau Katriina und deren Töchter Helen und Eva erzählt. Aber trotzdem fesselt das Buch auf fast 400 Seiten und lässt uns Teilhaben am Schicksal der Figuren, das auch unseres sein könnte.
 

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Was ist der Grund, warum Victor Alexander Laurentius Simonsen zu Lawrence Alexander wird und auf einem Kreuzfahrtschiff am Klavier für Unterhaltung sorgt? Was wurde aus seiner Frau Silja und der Tochter Liis? Welche Rolle spielen dabei seine Mutter Amy und sein überaus strenger und abwesender Vater Magnus? Der Roman spielt in unterschiedlichen Zeiten in Stockholm und Estland und ist sehr spannend geschrieben! Daher kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!
 

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Dein Vater verkauft deine Schwester wegen ihrer Schönheit an Schlepper, für ein bisschen Geld, um Essen kaufen zu können. Du erträgst es nicht und suchst sie. Doch wohin wurde sie gebracht? In die Stadt, hinter der Mauer, in die Stadt ohne Gesetze. Die Suche von Jin nach ihrer Schwester ist nervenaufreibend, sehr spannend und gefühlvoll geschildert. Der Autor erschuf eine Welt, die aufzeigt, wie schwer das Leben ohne Familie sein kann, aber auch, dass man Familie dort finden kann, wo man es am wenigsten vermutet.
 

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Alice Salmon wird tot im Fluss gefunden, doch es stellt sich gleich zu Beginn die Frage: Wer war Alice? Alice war Journalistin, überaus intelligent, jedoch hochsensibel und unsicher. Drogen und Alkohol waren ein großer Bestandteil ihres Lebens. Was zu ihrem Tod geführt hat, ist unklar. Zuerst wird angenommen dass sie betrunken in den Fluss gestürzt ist. Später wird sogar von Selbstmord oder Mord gesprochen. Dies alles lässt Professor Jeremy Cooke, ein ehemaliger Universitäts Dozent von Alice, keine Ruhe. Er will die genaue Todesursache herausfinden und beginnt zu recherchieren. Akribisch genau befragt er Alice Bekanntenkreis und überprüft die Sozialen Medien. Nicht zuletzt um ein Buch über Alice zu schreiben, gegen den ausdrücklichen Willen ihrer Familie. Mir persönlich haben besonders die Alice Tagebucheinträge gefallen, da sie in ihnen viele gute Zitate einbaut. Ansonsten hätte ich mir noch ein bisschen mehr Spannung gewünscht. Doch weiterempfehlen kann ich das Buch trotzdem.
 

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Von der ersten Zeile an baut der Dramatiker und Autor Roland Schimmelpfennig in seinem ersten Roman Spannung auf, die bis zum Schluss anhält. Ein Wolf wird in Deutschland in der Nähe von Berlin gesichtet. Seitdem ist dieser Wolf das Gesprächsthema Nr. 1 bei allen ProtagonistInnen in diesem Buch. Die Lebenswege dieser Figuren sind alle irgendwie miteinander verwoben, alle sind sie gestrandet: Die Polen Tomasz und Agnieszka, die Jugendlichen Elisabeth und Micha, die eines Tages einfach abhauen und deren Eltern sich auf die Suche nach ihnen begeben. Alle wirken verloren in dieser Welt und wieder taucht der Wolf auf. Spannung pur in einer meisterhaften Sprache!
 

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Ich gestehe, dass ich "Billy the Cat" nicht kannte, aber als ich das Cover des Comics gesehen habe, mit dieser süßen kleinen Katze drauf, da wusste ich, dass ich hier etwas verpasst habe. Es handelt sich bei dieser Ausgabe um eine Gesamtausgabe, die 3 Einzelalben enthält, außerdem noch kurze Biografien über die beiden Verfasser und Interessantes zum Entstehen von Billy. Die einzelnen Comics werden durch aufgemalte Brettspiele getrennt, die heute jeder kennt, aber trotzdem immer Spaß machen. Eine wirklich tolle Gesamtausgabe mit vielen kleinen Extras. Da kommt die gute Laune ganz von allein!
 

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Vier Jahre schrieb der Bestsellerautor Justin Cronin an "Der Übergang". Was daraus resultiert, ist ein Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen kann und will. Wundervoll verwebt er die Genres Horror, Science Fiction und Fantasy. Zwölf Kriminelle, ein kleines Mädchen, ein schiefgegangenes Experiment und die Unsterblichkeit könnten das Ende der Welt bedeuten. Und nur das Mädchen ist in der Lage, dies zu verhindern. Das Buch fesselt den Leser mit charakterstrarken Protagonisten, mit ihnen erlebt man Berg- und Talfahrten, man kann lachen und weinen. Ich habe das Buch nun schon zum zweiten Mal gelesen, weil es mir jedes mal aufs Neue Gänsehaut beschert und jeder Fan kann sich freuen, denn der dritte Teil, "City of Mirrors", erscheint dieses Jahr noch - auf Englisch.
 

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Heute mal ein Hörbuch-Tipp! Es gibt ja Situationen, in denen man es als Eltern nicht leicht hat. Zum Beispiel beim wiederholten Genuss eines Benjamin-Blümchen- oder "Conni mit der Schleife im Haar"-Hörspiels. Aber es geht auch anders! Richard Oehmann und Josef Parzefall haben mit Doctor Döblingers geschmackvollem Kasperltheater eine Reihe von "bairischen Kasperlkomödien für Kinder" auf den Markt gebracht, die alle einfach großartig sind! Alle klassischen Figuren treten in den bisher 13 Hörspielen auf (hoffentlich folgen noch weitere!: der Zauberer Gottlieb Wurst mit seinem Krokodil Chantalle, Heimatforscher Fetzer und Wachtmeister Wirsching, König Torsten und Prinzessin Heike, die Hexe Strudlhofer und die Großmutter. Genial und absolut unverwechselbar-unterschiedlich nur von Oehmann und Parzefall gesprochen. Dazu tolle Musik von Christoph Well von der Biermösl Blasn und als besonderes Schmankerl jedesmal ein Gaststar wie z.B. Josef Hader oder Axel Milberg. Die Geschichten sind so herrlich absurd und sprachlich herausragend, dass man, wenn die Kinder um die Anschaffung einer weiteren CD bitten, gerne ruft: "Aber ja doch! Ich kauf euch auch 2 oder 3, oder am besten gleich alle! Und ich höre sie alle zuerst!!!"
 

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Man findet selten so ein gutes und mitreißendes Buch wie das von der britischen Autorin Eve Chase. Schon von der ersten Seite an hat mich das Buch komplett in seinen Bann gezogen. Die Autorin schafft es, zwei vollkommen unterschiedliche Handlungsstränge zu entwickeln und geschickt zusammen zu führen. Auch die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz, besonders die junge Amber Alton. "Black Rabbit Hall" ist ein wirklich wunderbares Buch, das alles mitbringt, was man für einen gemütlichen Winternachmittag im warmen Wohnzimmer mit einer Tasse Tee braucht.
 

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Endlich ist er da, der lang ersehnde fünfte band der schwedischen bestsellerautorin Kristina Ohlsson. In dieser Story zieht einen die charmante ermittlerin Frederika Bergmann zusammen mit ihren Kollegen Peter Rydh und Alex Recht wieder einmal in ihren Bann. Dieses mal ermittelt das trio in gleich zwei Morden, wo einer schrecklicher ist als der andere und auch auf die ermittler wartet in diesem Teil der Serie eine spannende Reise, denn alle Spuren führen in das weit entfernte Israel. Ein wirklich aufregender und gut gschriebener Kriminalroman.
 

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Sie haben nichts gemeinsam. Er ist ein Profikiller, sie eine Interpolagentin. Avram Kuyper und Emilia Ness. Doch beide haben Sie nur ein Ziel, einen extrem brutalen Serienkiller zur Strecke zu bringen. Beide haben einen Hilferuf von Avrams Bruder erhalten. Dieser wird tot in einen Hotelzimmer aufgefunden. Was ist passiert? Was wurde aus Avram´s restlicher Familie, die nicht auffindbar ist? Der Roman ist anfangs recht undurchschaubar, jedoch führen die Fäden am Ende zusammen. Für meinen Geschmack viel zu brutal, doch wer es mag, hat es hier mit einem spannenden Thriller zu tun!
 

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Wer 1001 Nacht kennt, sollte auch dieses Buch lesen, da "Zorn und Morgenröte" eine spannende Neuerzählung des altbekannten Märchens ist. Die Geschichte um die junge Shahrzad wird von Renée Ahdieh spannend erzählt und enthält viele Überraschungen für die Leser. Man lebt mit den Figuren aus dem Buch mit und beginnt, sich in Sharzad und den jungen Kalifen regelrecht zu verlieben. Ein wirklich tolles Jugendbuch, das auch von Erwachsene gelesen werden soll!
 

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Dieser Debütroman des Autorenduos Astrid Ule und Eric T. Hansen, das sich hinter dem Pseudonym Ule Hansen versteckt, hat mich sehr begeistert. Es ist mal ein Krimi anderer Art. Am Anfang ist mir die Protagonistin Emma nicht wirklich sympathisch gewesen mit ihren ganzen Ängsten, Komplexen und ihrer dubiosen Lebensansicht. Aber je mehr man sich in die Geschichte vertieft, desto mehr schließt man auch Emma ins Herz und fängt an zu verstehen, wieso sie ist, wie sie eben ist. Man kann gar nicht mehr von dieser spannenden Story ablassen. Quer durch Berlin werden die Ermittler hier von einer ganzen Gruppe Vergrecher gejagt. Bis zur letzten Seite bleibt es spannend und überrascht mit vielen interessanten Wendungen!
 

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Ein Kleinmädchentraum wird wahr! Diese neue "Young-Adult" Reihe wird viele Herzen im Sturm erobern. Welche Frau träumt nicht von dem Prinzen auf dem Pferd, der um einen kämpft. Der grandiose Start entführt uns in verstaubte Schlösser, alte Ansichten und viele Geheimnisse rund um die zwei Hauptcharaktere und ihre Familien. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und empfehle es mit guten Gewissen weiter!
 

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Abenteurer und Glücksritter, Marihuanabauern und Shrimpsfänger - es ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen, der in den ölverseuchten und vom Hurricane verwüsteten Sümpfen des Bayou dem Glück hinterher jagt. Landschaftsbeschreibungen voller Poesie wechseln sich mit spannungsgeladenen Abenteuersequenzen ab, und so entsteht langsam ein eindrucksvolles Portrait einer Landschaft und seiner originellen Bewohner, das die LeserInnen in seinen Bann schlägt und nicht mehr so leicht los lässt. Ein ungewöhnlicher Roman, der Appetit auf mehr macht!
 

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Wer kennt ihn nicht, den Wunsch, einfach loszugehen und alles hinter sich zu lassen? Thomas steht auf und verlässt das Haus, seine Frau und die beiden Kinder. Ohne ein Motiv - so erscheint es zuerst. Immer zu Fuß entfernt er sich mehr und mehr von seinem Heimatdorf, er übernachtet an seltsamen Orten. In der Zwischenzeit wird seiner Frau Astrid klar, dass er nicht mehr zurückkommen wird. Peter Stamm lässt das Paar abwechselnd zu Wort kommen, ihre Flucht vor der Realität ist perfekt synchronisiert. Ich schätze Peter Stamm schon lange, vor allem seine Erzählungen, er bleibt für mich einer der besten deutschen Gegenwartsautoren!
 

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Die vergessene Schriftstellerin wird sie genannt, obwohl Irmgard Keun Ende der 70ger Jahre an ihren Erfolg von früher anknüpfen konnte. Bemerkenswert ist der naive Erzählstil, denn in fast all ihrer Bücher berichtet sie aus der Sicht eines Kindes. In "Kind aller Länder" ist es Kully, die mit ihren Eltern ins Exil flüchtet. Ihr Optimismus kann teilweise schon nerven, aber auch belustigen! Es ist schon erschreckend, dass niemals der Erfolg des Vaters als Schriftsteller eintritt (die Figur erinnert tatsächlich an Joseph Roth), das Geld bleibt einfach nie in dieser Familie. Auch nach ihrem Tod soll der Name Irmgard Keun Literaturinteressierten ein Begriff sein!
 

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Erzählen kann Florescu, das ist mir schon bei seinen früheren Romanen, "Zaira" und "Jacob beschließt zu lieben" aufgefallen. Interessant ist, dass er in seinem neuesten Werk zwei absolut gegensätzliche Handlungsstränge zu verbinden mag. Ray und Elena erzählen die Geschichte ihrer Großeltern. Als Emigrant muss sich Rays Großvater im New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts überleben, das Donaudelta, in einem Fischerdorf bildet einen großartigen Kontrast dazu. Florescu lebt schon seit Jahren in der Schweiz, doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Ich habe noch lange im Internet recherchiert, da er mit seinem Text wieder meine Neugier geweckt hat!
 

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Jessica muss ihren Tom immer mit der anderen Jessica teilen, die eigentlich Toms Exfreundin ist, von der er sich aber nicht wirklich trennen möchte. So sieht sie Tom nur alle paar Tage, ihre Beziehung ist vor allem körperlich. Mehr möchte er nicht, denn die Freiheit ist ihm viel wichtiger. Trotdem kann sich Jessica von Tom nicht lösen, wartet sehnsüchtig, bis er sie anruft und weiß eigentlich nicht: Ist sie nun seine Freundin oder nicht? Was macht er an den anderen Tagen, wenn sie ihn nicht trifft? Eindringlich schildert uns die Autorin die Abhängigkeit Jessicas von Tom und wie sie sich in seinen traurigen Augen zu verlieren scheint!
 

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Wie es der Autor schafft, bis zum Schluss die Spannung aufrecht zu erhalten, ist wirklich bemerkenswert! Denn was ist im Haus der Nelsons wirklich passiert? Wer ist der Schuldige? In diesem Roman werden unterschiedlichste Themen - Drohnenangriffe im Afghanistan-Krieg, die Banken-Pleite in den USA, Freundschaft, Verlust und Trauer, Schuld, Vergebung und Geheimnisse - gekonnt miteinander verknüpft.
 

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Jules und seine Geschwister Liz und Marty verlieren früh ihre Eltern bei einem Unfall. Sie kommen zwar alle drei ins selbe Internat, jedoch in unterschiedliche Gebäude und somit laufen ihre Lebenswege zusehends auseinander. Nur die Freundschaft mit Alva bietet Jules Halt in diesen schwierigen Jahren. Bis sie sich aus den Augen verlieren und Jahre später wieder treffen, dann wird beiden klar, was sie einander bedeutet haben. Ein grandioses, lebensnahes Buch über Freundschaft, Familie, Geschwisterbeziehungen und Liebe. Auch die Musik spielt in diesem Roman eine große Rolle und verbindet sich großartig mit der Literatur, denn das Schreiben wird für Jules zur Berufung.
 

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Ein Schriftsteller versucht seinem Sohn näher zu kommen, gleichzeitig findet er sich mitten im Kosovo wieder, wo alle Stränge dieser Liebesgeschichte zusammenlaufen. Jakob und Arjeta haben ihre Erlebnisse im Kosovo völlig anders interpretiert, Jakob designt ein Computerspiel, Arjeta lebt in ihren Kunstprojekten ein gespaltenes Europa aus. Dazwischen steht ihr Sohn Leka mit seinen Fragen. Die Suche nach der eigenen Herkunft steht im Mittelpunkt, die Begegnung mit dem Fremden wirft Fragen auf, die nicht leicht zu lösen sind. Böttcher hat mit diesem Roman einer Generation eine Stimme verliehen, die wir nicht überhören sollten in kalten Zeiten wie heute!
 

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Bereits ihr Vorgängerroman "Eine exklusive Liebe" - die Geschichte ihrer Großeltern, die den Holocaust überlebt haben, ist sehr berührend geschrieben. Noch mehr beeindruckt hat mich aber "Geteiltes Vergnügen". Wieviel Freiraum braucht die Liebe? Und wie verhält man sich, wenn alle Zeichen auf Rückzug stehen und man trotzdem nicht loslassen kann? Dieses Buch weist keine einzige Schwachstelle auf und mit Vergnügen begleitet der Leser Jessica auf ihrem Weg der Befreiung. Adjordan ist es gelungen, keine Schwarzweißmalerei zu betreiben, sehr einfühlsam und ehrlich kreist sie um das Thema Liebe.
 

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Nicht oft schaffen es Dramatiker, ihr Genre zu verlassen und einen Roman zu schreiben. Ihnen fehlt das verbindende Element, bei Schimmelpfennig ist es der Wolf. Alle Figuren kommen mit diesem Tier in Berührung, gleichzeitig befindet sich ihr eigenes Leben an einem Wendepunkt. Während sich der Wolf langsam Berlin nähert, kreuzen sich auch die Wege von Tomasz, Elisabeth und Michas Eltern, der Frau auf dem Balkon, Charly und Angie. Dieser Roman ist eine Offenbarung, er wirkt noch lange nach, und man möchte wie Schimmelpfennig über diese scharfe Beobachtungsgabe verfügen. Er sieht die Sehnsucht der Menschen und bringt sie auf die Bühne!
 

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Wer denkt, dass Kurzgeschichten langweilig sind, wird hier eines Besseren belehrt. Stephen King lehrt uns zwar hier nicht das Fürchten, jedoch glänzen seine Kurzgeschichten durch Spannung, Humor und sprachliche Brillanz. Zwischendurch erfährt man sogar private Details aus dem Leben des großen Autors. Besonders gut fand ich die Kurzgeschichten “Raststätte Mile 81”, “Böser kleiner Junge” und “Mister Sahneschnitte”. Die Kurzgeschichten sind nicht vergleichbar mit seinen Romanen. Ich würde sagen, das auch die Ängstlichen unter uns bei diesen Buch auf ihre Kosten kommen. Ich kann es wirklich weiterempfehlen!
 

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Eine Frau will ein Kind und dieses Projekt entwickelt sich hier in diesem Roman von Gertrud Klemm zu einem Alptraum. Die Autorin erzählt am Schluss, dass sie ein Buch schreiben wollte, dass Frauen, die das gleiche durchmachen wie sie, etwas haben, andem sie sich festhalten können. Ist ihr das gelungen? Eher nicht, obwohl mich dieses Thema persönlich nicht berührt, daher kann ich nicht mitreden. Nach jeder Sitzung beim Arzt baut Gertrud Klemm einen Traum ein, und diese Alpträume sind wirklich der planke Horror. Eine Taktik von ihr, um zu bewirken, dass wir aus dieser Lebensphase, aus dieser Gefühlsregung unseren eigenen Schluss ziehen. Als Leserin befand ich mich in einer anderen Welt, deren Sprache ich überhaupt nicht verstand. Klemm ist aber eine Autorin, die glaubwürdig ist im wirklichen Leben, sie hätte nur nicht versuchen sollen, aus ihrem Kampf einen Roman zu machen. Ich fühlte mich irgendwie verpflichtet, es zu Ende zu lesen, aus Mitgefühl.
 

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Macht, mächtig, am Mächtigsten? Macht über die Geschlechter, über die Umwelt, über Gott ist gefährlich. Das führt uns Karen Duve wieder mal anschaulich vor Augen. Richtig grausam ist die Vorstellung, wenn eine feministische Regierung das Sagen hat, ich fürchte mich vor diesem Szenario. Das Buch ist hervorragend umgesetzt und bitterböse spielt Duve mit der Macht. Das Wissen um ihre zerstörerische Kraft kann uns vor vielem bewahren, und sei es auch vor uns selbst. Duve dokumentiert Ereignisse, denen wir bereits abgeklärt gegenüberstehen, doch sie lässt nichts ungesagt oder unter den Tisch fallen. Wir sind wirklich Optimisten, die glauben, das es mit uns nicht so schlimm kommen wird, was fatal ist. Die Autorin inszeniert ein "Was wäre wenn"- Spielchen, was wäre, wenn wir uns die Welt so richten könnten wie wir wollten, wenn wir das biologische Alter mit einem Medikament überlisten und uns wieder jung machen könnten. Weit entfernt sind wir nicht von diesem Szenario. Unbedingt auch ihre letzterschienene Streitschrift "Warum die Sache schiefgeht" lesen!
 

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"Aron und der König der Kinder" ist keine leichte Kost, dieser Roman spielt in den dunkelsten Stunden der Menschheit: Im Warschauer Ghetto, einer der grausamsten Orte, die man sich vorstellen kann. Shepard schildert eindrucksvoll die Geschichte des 12-jährigen Jungen Aron, der durch die Gräueltaten der Nazis schon als Kind dazu gezwungen ist, sein Leben zu riskieren, um seine Familie zu ernähren. Nur ein Mensch im ganzen Ghetto sorgt sich noch um die verlassenen Waisenkinder, Korczak, der "König der Kinder", der als alter Doktor im Ghetto bekannt ist. Er führt ein Waisenhaus und versucht so, die Kinder zu beschützen, und auch Aron kommt früher oder später in seine Obhut. Eine wirklich tragische Geschichte, die einem sehr nahe geht. Was das Buch von allen anderen Holocaust Romanen unterscheidet, ist, dass es einen noch mehr an die Nieren geht, da es aus der Sicht des kleinen Aron erzählt wird und einem dadurch noch deutlicher wird, wie sehr die Kinder damals gelitten haben.
 

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Zu Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich die Hauptfigur Chic Waldbeeser eigentlich mag oder nicht. "Mein Leben ist nichts als ein Loch in der Erde und ich komm nicht raus". Das ist eines der Gedichte, das er verfasst hat, und es bringt sein Leben genau auf den Punkt. Ist er ein liebenswerter Verlierer, dem das Leben immer wieder übel mitspielt? Oder ist er ein nur halb-sympathischer Blödmann, der nichts auf die Reihe bekommt und stets die falschen Entscheidungen trifft? Um das zu erfahren, begleiten wir ihn und seine Familie über 50 Jahre. Da ist zum Beispiel seine Schwägerin Lijy. Aus Gutmütigkeit nimmt Chic ihr zuliebe eine Schuld auf sich, die das Verhältnis zu seinem Bruder fast sein ganzes Leben lang trüben wird. Auch die Hoffnung auf ein glückliches Familienleben mit Diane erfüllt sich nach einem Schicksalsschlag nicht. Es liegt an ihrer beider Sprachlosigkeit, dass sie diese Krise nicht meistern können und der Alltag sie zermürbt. Aber Chic ist ein Getriebener und jagt weiter seinem Traum nach einem besseren Leben hinterher, getreu seinem Motto: "Um die Ecke ist das Ende! Guck, wo du hinfährst!"
 

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Wir befinden uns mitten in der tiefsten Provinz Australiens. Es regieren Korruption, Gewalt, Engstirnigkeit, Rassismus und Sprachlosigkeit. Hierher wird Constable Hirschhausen strafversetzt, weil er in einen Korruptionsskandal verwickelt war. Sein erster Fall ist ein scheinbarer Verkehrsunfall mit Fahrerflucht, doch im Lauf der Ermittlungen stößt er auf die unappetitlichen Verstrickungen, in die die Behörden der Provinz verwickelt sind. Spannend, kompromisslos, schonungslos!
 

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Wer glaubt, hier nur eine nette Großvater-Enkel-Geschichte vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Albertos Suche nach seiner Vergangenheit entwickelt sich rasch zu einer großartigen spanischen Geschichtsstunde, denn je mehr er sich mit den Menschen, denen er vor 65 Jahren als Waisenkind begegnet ist, auseinandersetzt, umso erstaunlicher sind seine Erkenntnisse. Der Bürgerkrieg hat das Land gespalten und seine Folgen sind immer noch spürbar. Und trotzdem haben sich immer wieder Menschen gefunden, die trotz der Umstände mutige Entscheidungen getroffen haben. Dieser Roman hat mich zutiefst berührt, da die Botschaft unmissverständlich ist: Nur wer die Vergangenheit versteht, ist bereit, sich mit dem Leben zu arrangieren.
 

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Todd ist Autist, Mitte 40 und er lebt in einem Heim. Erzählt wird diese erstaunliche Geschichte zum Großteil aus seiner Sicht, was den Leser niemals irritiert, sondern eher inspiriert. Man taucht ein in eine Welt, die von Farben, Gerüchen und Geräuschen beherrscht wird, und obwohl sich Todd immer wieder mit seiner Krankheit beschäftigt, findet man nicht so recht heraus, was ihn jetzt wirklich von seinen Mitmenschen unterscheidet. Seine Erkenntnisse sind berührend, er ist kein Kind mehr, kein Mann, der in seiner geistigen Entwicklung stehengeblieben ist. Erschreckend war für mich die Therapie, denn ich hatte eher das Gefühl, dass die Medikamente nur die Symptome unterdrücken, aber auch alle anderen Fähigkeiten abtöten. Dieser Roman nimmt den Leser mit auf eine Reise in fremde Gegenden des Menschseins.
 

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Dieser neue Roman von Giaconda Belli erinnert mich sehr an die Werke von Erica Jong (die Ikone der sexuellen Befreiung der Frau), denn "Mondhitze" ist nicht nur ein leidenschaftliches Buch für jede Frau ab 50, sondern auch eine Ode an die Weiblichkeit. Und zum Glück macht uns diese starke nicaragische Autorin große Lust aufs Älterwerden, denn die neuen Erfahrungen und Abenteuer vertreiben die Angst vor dem Tod und die negativen Gefühle der Wechseljahre. Emma, die eigentlich schon alle Phantasien ausgelebt hat, nimmt die körperlichen Veränderungen zum Anlass, sich in ein neues Abenteuer zu stürzen. Mutig, leidenschaftlich und sinnlich erotisch!
 

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Ein Roman wie ein Märchen. Die Hauptprotagonisten sind Bienen, doch die Autorin weiß ihre Sprache so gut einzusetzen, dass man oft vergisst, dass es sich hier um Insekten handelt. Laline Paull schrieb ein Werk, das uns einen guten Einblick in das Leben unserer lebenswichtigen Nutztiere gibt und hat dabei einen Roman voller Abenteuer, Liebe und Treue erschaffen. Empfehlen kann ich das Buch jedem Leser, der offen ist, was Neues auszuprobieren.
 

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"Tschick" ist ein Roman, den meiner Meinung nach jeder einmal gelesen haben sollte. Nicht ohne Grund hat Herrndorf für dieses Buch den Deutschen Jugendliteratur-Preis bekommen. Eine herrliche Roadnovel, bei der man die beiden 14-jährigen Protagonisten Tschick und Maik sofort ins Herz schließt. Ich habe mich mit diesem Buch köstlich amüsiert und stellenweise laut auflachen müssen. Durch Herrndorfs stimmige Dialoge und seine hervorragende Situationskomik taucht man komplett in die Geschichte ein und hat somit ein wunderbares Lesevergnügen. Ich freue mich schon sehr auf die Verflimung, der Kinostart ist für den 15. September 2016 vorgesehen.
 

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"Mein härtester Kampf" ist eine wahre Geschichte und Alex van Hellen entführt uns in eine Welt, die sich ein "wohlbehütetes" Kind nicht vorzustellen vermag. Von den Schlägen des Stiefvaters bis hin zu starkem Drogenkonsum erklärt uns Alex ihr Leben in einer unverblümten Sprache. Mit jeder Zeile erkennt man ihre Stärke, die ihr dazu verhalf, ihr Leben umzukrempeln. Heutzutage sind viele Menschen mit ihrem Leben unzufrieden, doch wenn man Alex van Hellens Zeilen liest, bemerkt man, dass es einen viel schlimmer hätte treffen können.
 

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Dieses Buch macht wütend! Sehr wütend, denn der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit, wie sie sich zu unzähligen Malen zuträgt, heute im 21. Jahrhundert: Filiz, in einem abgelegenen kurdischen Dorf in der Türkei aufgewachsen, heiratet mit 15 Jahren den älteren Yunus und glaubt noch an eine glückliche Ehe. Doch sie wird von ihrem Ehemann vergewaltigt, brutalst geschlagen und schlechter wie jedes Haustier behandelt. Weit weg von zu Hause muss sie fortan im Haus der Schwiegermutter, die von ihr verächtlich “Spinne” genannt wird, ihr Dasein fristen. Sie muss die Burka tragen, sich um den Haushalt kümmern, auf den Knien den Boden schrubben und dem Ehemann und der Schwiegermutter die Füße waschen, mit der ständigen Angst, auch von ihr geschlagen zu werden, denn eigentlich ist sie nur eine lästige Kreatur, die auf Kosten der Schwiegermutter vegetiert. Lesen Sie weiter in unserem Buchblog: http://blog.tyrolia.at/index.php/2016/02/tyrolia-buchtipp-blauschmuck-von-katharina-winkler/
 

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Es ist eine Milieustudie, die uns tatsächlich an Fitzgeralds "The Great Gatsby" erinnert, nur über 90 Jahre später, in London. Und dieser Roman von Vesna Goldsworthy hat in mir wieder den Wunsch erweckt, in diese eigenartige Welt einzutauchen. Es gibt Momente, da glaubt man, Gorsky zu kennen, zu ahnen, was in ihm vorgeht, und dann entgleitet er dem Leser wieder. Die Erzählung ist gradlinig, mit einem Glanz und einem Geist versehen, der uns glauben lässt, diesen Ort, diese Menschen zu kennen. Der Erzähler, Nicolai, ist von dieser Welt fasziniert, gleichzeitig beginnt er, sich gegen die Reize der Reichen und Mächtigen zu wehren. Der Tod löst diesen Zwiespalt auf und übrig bleibt eine Geschichte, ein Rätsel, das auf uns wartet, wie ein unentdeckter Kontinent.
 

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Tiefland ist ein wunderschöner jedoch tragischer Familienroman. Es geht um die Brüder Subhash und Udayan die in der Nähe von Kalkutta aufwachsen. Obwohl sie charakterlich sehr unterschiedlich sind, sind sie unzertrennlich. Beide Brüder sind sehr begabt und absolvieren jeweils ein Naturwissenschaftliches Studium. Danach trennen sich ihre Wege. Subhash geht zum weiteren Studium in die USA und Udayan der wildere, rebellische Bruder bleibt in Indien und schließt sich einer radikalen politischen Bewegung an den Naxaliten. Dennoch bleiben sie weiterhin in Verbindung. Als Udayan getötet wird, fährt Subhash zu seinen Eltern nach Kalkutta, dort lernt er seine Schwägerin Gauri kennen. Aus Pflichtgefühl und Mitleid beschließt er Gauri zu heiraten und in die USA mitzunehmen. Die Autorin schafft es den Leser mitzureißen und trifft einen mitten ins Herz, die Autorin schreibt die Geschichte aus mehreren Sichten was diesen Roman umso bewegender erscheinen lässt. Ich habe bei dieser Lektüre mehr als nur eine Träne vergossen und kann es nur jedem empfehlen der eine wunderschöne aber traurige, bewegende Geschichte lesen möchte.
 

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Sie erzählt eigentlich die Geschichte ihrer Mutter, die Wien in den 50ger Jahren verließ und einen Iraker heiratete. Der Krieg und die Aufstände entzweien die beiden aber. Und doch bleibt Laura lange in Bagdad und lernt sich als Frau zu behaupten, trotz der besitzergreifenden Liebe von Younis. Ayoub erzählt auch die Geschichte eines Landes, das gespalteten ist. Sie beschönigt nichts und dieser Roman stimmte mich sehr traurig, denn aufgrund der Umstände musste Jenny schlussendlich ohne Vater aufwachsen. Sehr biografisch, ganz anders als Ayoubs früheren Romane. Berührend, spannend, aufschlussreich und lebendig geschrieben!
 

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Zahlreiche Auszeichnungen hat Michael Krüger erhalten, genauso viele Interviews hat er bereits gegeben. Doch ganz erfassen werde ich diese renommierte Persönlichkeit wohl erst, wenn ich mich mit seiner Lyrik beschäftige. Seine Erzählungen, erschienen letztes Jahr im Haymon Verlag, haben mich noch mehr dazu ermutigt, sein Gesamtwerk zu entdecken. Allein sein Ruf als großartiger Verleger und jahrelanger Leiter des von mir sehr geschätzten Hanser Verlags (der noch wirklich hochwertige Lesekultur betreibt) ist ihm vorausgeeilt. Seiner Expertise ist es zu verdanken, dass es "seine" Autoren zum Nobelpreis gebracht haben. Klüger tritt als Erzähler in "Der Gott hinter dem Fenster" in den Hintergrund: er beobachtet, messerscharf sind seine Sätze, als würde er den Würfel in der Hand halten und genauso plötzlich und geräuschlos zieht er wieder ab. Zurück bleibt eine Traurigkeit, eine Sehnsucht nach diesen kostbaren Sätzen, die Seele brennt nach dieser epischen Genauigkeit, denn Krüger erzählt von Menschen, die uns vertraut sind und die wir doch immer wieder vergessen.
 

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Endlich wieder Lesestoff von meiner Lieblingskrimiautorin Tess Gerritsen, leider diesmal kein Rizzoli & Ilse Thriller, aber Gott sei Dank genauso gut! In einem sehr spannenden Plot erzählt uns die Autorin die Geschichte von dem Physiker Dr. Victor Holland und der alleinstehenden Cathy Weaver, die ihm nach einem schweren Autounfall das Leben gerettet hat und dadurch in seine Probleme ungewollt hineingezogen wird. Die Lage der beiden scheint aussichtslos zu sein, verfolgt von der Regierung, der Polizei und dem FBI befinden sich die beiden in einem tödlichen Katz und Maus Spiel, dem sie scheinbar nicht so einfach entkommen können. Ein wirklich packender Kriminalroman, den ich jedem Krimi und Gerritsen Fan empfehlen kann.
 

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Wer die Unendliche Geschichte, Momo und Jim Knopf kennt und genauso liebt wie viele andere begeisterte Fantasy Fans, muss diese eindrucksvolle Biographie über den deutschen Begründer des All Age Romans und Meister des Fantasy Genres einfach lesen. Man taucht hinein in sein Leben, seine Kindheit in Garmisch und seine schwierige Jugend in den Fängen des Nazionalsozialismus. Ein wirklich interessantes Buch über einen wirklich interesanten Menschen.
 

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Die Autorin legt uns in ihrer 2. Erzählung den Generationsroman einer jüdischen Kaffeedynastie mit all ihren schönen Seiten und Schattenseiten vor. Ein Patriarch erzählt: Beginnend mit dem entbehrlichen Leben in den Kriegswirren der Vorälteren und deren Lebenswerk; der nächsten Generation, die es anders/besser machen möchte bis zur heutigen Generation. Berührend erzählt, nicht nur für Kaffeeliebhaber!
 

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Die Zillertalerin Silke Haun hat zusammen mit dem Löwenzahn Verlag ein zuckersüßes Backbuch mit tollen Fotos kreiert. Schon beim Durchblättern möchte man am liebsten die Küchenmaschine und den Ofen anwerfen. Da die Bäckerin die meisten Zutaten im Haus hat, steht der Backleidenschaft nichts im Weg. Hugo Gelee, Rosenblütensirup, Karamellbonbons, Brause, Cupcakes und wunderbare Törtchen finden in diesem insperierenden Backbuch Platz. Einfache, gelingsichere Rezepte die wunderbar schmecken und aussehen. Für alle Backfeen!
 

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"Ich habe noch nie eine so wirklich feine Frau wie Stella kennengelernt!" Das sagt Jenny, die als Pflegerin in der exklusiven Seniorenresidenz Middleton Hall arbeitet, und von all ihren "Schützlingen" besagte Stella am liebsten mag. Über Stella erhält sie auch Zutritt zu einem Haus, von dessen Existenz niemand etwas ahnt, und stößt dort nach und nach auf verschiedene Hinweise, die die feine Stella in einem anderen Licht erscheinen lassen. Wie so oft in ihren Romanen verwebt Vine geschickt zwei Erzählstränge und zwei Handlungsebenen miteinander. Die fürchterlichen Geschehnisse in Stellas Vergangenheit mag man als Leser vielleicht schon im Voraus erahnen, aber da die einzelnen Charaktere und ihre Verstrickungen untereinander sehr komplex sind, ist es ein spannender und beklemmender Roman!
 

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Eine klassische Doppelgängergeschichte, ein Künstlerroman, eine Spiegelgeschichte: All das und noch viel mehr verbirgt sich hinter Joao Tordos Geschichte um Genie und Wahnsinn, Erfolg und Scheitern, Verlust und Trauer, das Mysterium von Musik und ihre Schönheit. Genießen Sie diese raffinierte Komposition in all ihren Facetten, und lassen Sie sich betören vom Grundton, der Stockmans Melodie durchzieht.
 

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Elsa, schwer erkrankt, möchte endlich das lang gehütete Geheimnis ihrer Enkelin Anna anvertrauen: Ihr Mann Martti hatte während ihrer Ehe ein Verhältnis mit Eeava, dem Kindermädchen von Annas Mutter Eleonoora. Und plötzlich stellen sich allen Familienmitgliedern die elementarsten Fragen: Was bedeutet Treue? Wer kann vergeben? Was ist die Liebe überhaupt und kann sie gelingen? Ein wirklich gelungener Roman der jungen finnischen Autorin Riikka Pulkkinen!
 

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Hier mein persönlicher Lesetipp für alle InnenministerInnen Europas als Ausgleich zur immer schärfer werdenden Kampfrhetorik: Abbas Khider schreibt seine Flüchtlingsgeschichte mit ungewöhnlichen Mitteln. Hier trieft nichts vor Selbstmitleid, Elend oder Zorn. All diese Elemente sind zwar enthalten, doch werden sie ironisch gebrochen und wirken dadurch umso beklemmender. Alltägliche Szenen im Flüchtlingsheim, bei den Behörden oder im Laster werden auf teils skurrile Weise geschildert, und so mischt sich immer wieder ein befeiendes Kichern in die Unsäglichkeiten der Misere.
 

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Als der berühmte Schauspieler Arthur Leander während einer Shakespeare-Aufführung stirbt, ist das der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Innerhalb kürzester Zeit rottet die georgische Grippe den größten Teil der Menschheit aus. Im Jahr 20 nach der neuen Zeitrechnung zieht die "Fahrende Symphonie" durch diese fast menschenleere Welt, auf der Suche nach verlorenen Freunden und um den wenigen Überlebenden etwas Hoffnung und Freude zu vermitteln: durch Musik, Theater und Literatur! Durch Rückblenden erfährt man nach und nach immer mehr von den Ereignissen rund um den Tag Null und wie die Schicksale der einzelnen Hauptfiguren miteinander und mit dem Leben von Arthur Leander verknüpft sind. Wer einen actionreichen Endzeit-Roman erwartet, dürfte enttäuscht sein. "Das Licht der letzten Tage" ist ein ganz ruhiger, unaufgeregter Roman. Bei mir hat er durch seine Melancholie und fast schon poetische Sprache lange nachgewirkt.
 

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Sieben Jahre lang wartet Lilly, dass sich der wandernde Bankbeamte - der eigentlich lieber Steinskulpturen baut, statt sich aus seiner unglücklichen Ehe zu befreien - doch in die Urlauberin aus Wien verliebt. Jeden Sommer verbringt sie mit Freunden auf Sardinien, dann kehrt sie wieder zurück in das trostlose Wien. Und diese Sommergefühle versucht sie rüberzuretten, aber eigentlich ist es eine Flucht. Susanne Scholl verarbeitet diesen Prozess hervorragend. Die Landschaft, das Meer, die Menschen, die Hitze und die Sonne bilden einen Kontrast zu Schnee und Regen in Wien, doch es sind nur Lillys Gefühle, ihre Schönfärberei. Lillies Sehnsüchte beherrschen alles, sie steigert ihre Dramen und sieht nur mehr ihr eigenes Unglück. Dieser Roman berührt den Leser dort, wo es fast weh tut: denn wer glaubt, dass man immer auf einer Insel bleiben kann, immer im Mittelpunkt stehen und immer geliebt wird, der irrt sich gewaltig! Man kann sich dieser Autorin nicht entziehen, denn ihr Erzählstil und ihr Aufbei gleicht einem Meisterwerk!
 

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Liebe Helene Tursten! Ich hoffe, du hast deine langjährige Kriminalinspektorin Irene Huss nur vorübergehend in den Ruhestand geschickt. Deine neue Ermittlerin Embla Nyström ist nämlich nur ein schwacher Ersatz. Wieso muss Embla gleich zu Beginn der Handlung nordische Meisterin im Boxen werden? Reicht es nicht, dass Irene Huss Olympia-Teilnehmerin im Jiu Jitsu war? Zum Fall: Zur eingeschworenen Gemeinschaft, die jeden Herbst in den schwedischen Wäldern auf die Jagd geht, kommt dieses Mal ein neuer Teilnehmer dazu: Der gutaussehende Peter, dessen Schwester vor vielen Jahren just nach so einer Jagdgesellschaft verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist. Und jetzt häufen sich die mysteriösen Vorgänge: giftige Schlangen im Klohäuschen; Fuchseisen im Gebüsch bis hin zum Tod eines Jägers. Natürlich werde ich weitere Bände dieser neuen Reihe lesen, da ich mehr über Emblas angedeutete traumatische Jugend erfahren möchte, trotzdem werde ich nach wie vor die Irene-Huss-Fälle bevorzugen!
 

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Wenn man sehr viel liest, dann ist Barnes neuestes Buch, eine Sammlung von 17 Essays über Literatur und einer Short Story (erschienen zur Independent Bookseller Week) eine Wohltat. Er ordnet gute Werk für uns, stellt Verbindungen her, beleuchtet ihren Hintergrund und bringt den Leser auf den richtigen Weg. Seine Essays sind feinsinnig und intelligent, sogar seine Art, Kritik zu üben, wirkt echt und niemals zerstörerisch. Barnes ist selber ein hervorragender Schriftsteller, der sich bereits in jungen Jahren mit Literatur beschäftigt hat. Er stellt uns Autoren vor, die die beste Art gefunden haben, das Leben zu erklären: und zwar mit dem Schreiben. Er versteht ihre Werke, ihre Qualen, ihr Leben und zeigt uns ihre menschliche Seite. Oft lässt man einem Schriftsteller etwas durchgehen, weil man ihn bewundert - sei es eine schwache Stelle, eine Unwahrheit, einen unvollendeten Plot, - doch hier gibt es keinen Satz zu verzeihen, meine Bewunderung für Julian Barnes ist ungebrochen. Man muss die Autoren, die Barnes verehrt, nicht kennen, so gut ist sein Blick auf sie! Und nur er erweist diesen großartigen Autoren (Penelope Fitzgerald, Lydia Davis, Ernest Hemingway, Rudyard Kipling, George Orwell, etc.) den nötigen Respekt, der manchen Biografen fehlt. Seine geistreichen und witzigen Pointen lassen diese Persönlichkeiten bedeutend erscheinen.
 

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Mit "Abendland" und mit "Die Abenteuer des Joel spazierer" hat dieser neue Roman von Michael Köhlmeier nichts gemein. Eher geht er in die Richtung von seiner Lebensgefährtin. Monika Helfers Roman, "Die Welt der Unordnung", zeigt eindeutig Parallelen auf: ein Mädchen als Hauptfigur, gescheiterte Familienverhältnisse, Armut, Verlust und Ausgrenzung. Wir erfahren nicht den Namen und das Alter des kleinen Mädchens, doch ihre Geschichte fasziniert. Aus ihrer Sicht erzählt ergibt sich das Bild einer Flucht vor den Behörden in den Untergrund. Hunger und Kälte beherrschen jeden Tag, doch es begegnen ihr auch immer wieder Menschen, die ihr helfen. Köhlmeiers Erzählung ist aktueller denn je, denn auch wir haben es tagtäglich mit Menschen zu tun, die verlorengegangen sind.
 

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So beginnt wohl ein guter Witz, oder auch der Versuch von David Grossman, ein grausames Thema auf der Bühn, mit einem Komiker abzuhandeln. Doveles Auftritt ist grotesk, und dem Publikum ergeht es wie dem Leser: man will aufstehen und gehen. Doch man schafft es nicht, man möchte seine Geschichte erfahren, bis zum bitteren Ende Doveles Gefasel anhören. Vielleicht muss man, wie Grossmann, ein bedeutender Gegenwartsautor, ganz neue Seiten aufziehen, um die tragische Geschichte Israels zu erzählen, oder mit der Beerdigung beginnen, um das Leben darzustellen.
 

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Hans Platzgumer ist mir ein Begriff, aber als Musiker. Dass er auch schreiben kann, sogar unglaublich gut, dass war mir neu. Mit seinem dritten literarischen Werk, "Am Rand", wird sein Bekanntheitsgrad durch die Decke gehen. Und er wird neben Robert Seethaler, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, etc. genannt werden und alle deutschsprachigen Literaturförderungen und Preise erhalten. Man kann zwar frech behaupten, dass erst gemordet werden muss, um Gehör zu finden, doch das ist falsch. Gerold Ebners Motive sind wahrlich nachvollziehbar, bereits ab dem ersten Satz steht der Leser neben Gerold, der noch alles aufschreibt, bevor er seinen letzten Schritt über den Rand hinaus wagt. Platzgumers Roman war Musik in meinen Ohren, da benötigt es keinen Experten um sie zu hören.
 

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Richtig, dieser Titel ist ein Zitat aus einem Werk von Shakespeare. Und das war auch der Grund, weshalb ich dieses Jugendbuch in die Hand genommen und nicht mehr weggelegt habe. Elizabeth Laban erzählt mit einer Begeisterung von einem Außenseiter, einer Dreiecksbeziehung, einem Internat und seinen Regeln und einer Tragödie, dessen Tragweite unvermeidlich ernst genommen werden muss. Mir gefällt der Gedanke, dass auch Erwachsene einen Nutzen aus dieser Lektüre ziehen können, denn solche Geschichten oder Tragödien bilden meistens den Übergang ins Erwachsenenleben. Laban übergibt uns einen Schatz, einen Schlüssel zur Aufarbeitung tragischer Ereignisse!
 

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Der Erzähler, ein Schriftsteller, reist nach dem Tod seines Freundes an die Schauplätze ihrer Begegnungen, um seine Geschichte für ihn aufzuschreiben. Lange ist ihm kein großes schriftstellerisches Werk mehr gelungen, dem Ich-Erzähler, und die widersprüchliche Figur seines Freundes John ist schwer zu fassen. Nur ein großartiger Autor wie Norbert Gstrein ist fähig, unparteiisch den Nahostkonflikt zu thematisieren. Er bleibt seiner eigenen Intuition treu, seine Bescheidenheit findet sich im Ich-Erzähler wieder, der niemals herablassend oder arrogant über Literatur, das Leben berichtet. Gstrein ist nicht verstummt, "In der freien Welt" ist schlichtweg ergreifend und mein wichtigstes Buch in diesem Frühjahr!
 

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Dieses Buch von Andreas Gruber ist ein absolutes Highlight. Die Protagonisten sind sehr sympathisch, ich habe regelrecht mitgefiebert. Die Handlung ist sehr interessant: es geht um die italienische Familie Del Vecchio, in der es viele dunkle Geheimnisse gibt. Der Kommissar Peter Gerink muss in dieser Angelegenheit in Florenz ermitteln. Die italienische Polizei ist dabei nicht sehr hilfreich. Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Humor, der nicht zu kurz kommt. Die italienische Exekutive wird hier gründlich auf die Schippe genommen. Die Spannung bleibt bis zum Ende des Romans aufrecht und man kann dieses Buch nicht aus der Hand legen. Ein absolutes Muss für jeden Thriller-Leser. Ich kann diesen Krimi von ganzen Herzen weiterempfehlen.
 

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"Polinas Tagebuch" ist ein sehr direktes Buch und wirft uns mitten in die Tschetschenienkriege hinein. Als 9jähriges Mädchen beginnt Polina 1994, als in Grosny der Krieg ausbrach, Tagebuch zu schreiben. Klar und distanziert berichtet dieses Kind von den Schlägen der überforderten Mutter, davon, dass sie als Russin in der Schule und im Alltag permanenten Anfeindungen ausgesetzt ist und Kopftuch trägt, damit sie als Tschetschenin gilt. Das Schreiben sichert ihr das Durchhalten während drei Kriegen: "Nur wenn ich schreibe, habe ich keine Angst." Ein Plädoyer gegen jeden Krieg und für Frieden und Pflichtlektüre für alle Flüchtlingsgegner: "Helfen - das werde ich immer tun! Leben zu retten, ist das Beste, was man auf der Erde tun kann. Niemand hat das Recht zu töten!" Eine ausführliche Rezension können Sie in unserem Buchblog lesen: http://blog.tyrolia.at
 

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Dieses neue Märchenbuch ist meiner Meinung nach eines der schönsten, die ich bisher gelesen habe. Hier wurden von Friedrich Hechelmann nicht nur die herkömmlichen Grimm´schen Märchen, die natürlich enthalten sind, ausgewählt, sondern auch welche von Wilhelm Hauff, Ludwig Bechstein und Eduard Mörike. Die wunderschönen Illustrationen, die uns sprichwörtlich zum Träumen einladen und in eine fremde fantastische Welt mitnehmen, sind ebenfalls von Friedrich Hechelmann, der hier ein Meisterwerk für Alt und Jung geschaffen hat.
 

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Auf diesen tollen Thriller von der österreichischen Schriftstellerin Ursula Poznanski und dem deutschen Autor Arno Strobel haben sicherlich schon viele Leser sehnsüchtig gewartet. Sie werden nicht enttäuscht! Die Protagonisten dieses Romans, Erik und Joanna, erzählen abwechselnd die Handlung aus ihrer Sicht, gerade das macht es so spannend. Mit jeder Seite entwickelt sich ein interessanter Handlungsbogen, bis zum Schluss ist dem Leser nicht klar, wer jetzt der Gute und wer der Böse in dieser Geschichte ist. Die Auflösung haben sich die Autoren geschickt bis zum Ende aufgespart!Und ganz nebenbei haben es die beiden auch noch geschafft, mit diesem Thriller ein brisantes und derzeit aktuelles politisches Thema zu behandeln.
 

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Andreas Gruber hat hier mit dem 2. Band der "Maarten S. Sneijder" Reihe wieder einen wahnsinnig spannenden Thriller geschaffen. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen, man muss wissen wie es weitergeht, und Gruber fesselt gekonnt seine Leser. Hochspannung ist garantiert! Ein wirklich toller Roman mit einen wirklich außergewöhnlichen Protagonisten, der dem Leser trotz seiner schroffen Art schnell ans Herz wächst. Ich hoffe, Andreas Gruber bringt noch einen weitern Band dieser Reihe zu Papier und ich freue mich schon auf die Lesung am 27. Januar!
 

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Dieser Roman von Harriet Lane hat mir persönlich sehr gut gefallen. Besonders interessant sind die beiden unterschiedlichen Ansichten der Hauptfiguren. Abwechselnd erzählen Nina und Emma, die beiden Freundinnen, die kaum etwas gemeinsam haben, von den Ereignissen seid ihrer zufälligen Begegnung. Während Nina ein perfides Psychospiel mit Emma treibt, wirkt Emma geradezu unschuldig und naiv. Teilweise übt das Buch eine beklemmende Wirkung aus, da auch die Kinder in das Geschehen involviert sind. Das Ende ist jedenfalls unvorhergesehen und wirkt noch lange nach!
 

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Diese junge Autorin aus Brooklyn, New York, hat bereits als Buchkritikerin viel Erfahrung gesammelt. Faszinierend fand ich aber, wie gut sie sich in der Gedankenwelt bzw. Psyche des Nathaniel P. zurechtfindet. Seine Zweifel, seine Analysen der vergangenen Beziehungen, seine Charakterbeschreibungen der New Yorker Frauen sind mehr als nachvollziehbar. Vor allem die Literaturszene in New York - oder sollte ich besser sagen - der Literaturzirkus - wird scharfsinnig hinterfragt, und mit viel Leichtigkeit und Humor hat sich Adelle Waldmann dem wichtigsten Thema überhaupt gestellt: Männer und Frauen passen zusammen, aber es hängt davon ab, ob es der oder die Richtige ist!
 

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Das alte Leben hinter sich lassen, einen neuen Namen annehmen und die Vergangenheit einfach vergessen, das sind Lynns tägliche Sorgen. Doch (un)glücklicherweise rettet Jared ihr das Leben, und ab diesem Zeitpunk ist sie verloren. Lynn und Jared haben beide eine schwere Last zu tragen, die unterschiedlicher nicht sein könnte, aber doch verbindet sie etwas. Sie merken, dass man zu zweit viel mehr erreichen und überstehen kann als alleine. Sommer, Sonne & Sonnenschein pur! Mit diesem Buch holt man sich literarisch einfach den Sommer zurück ins Haus. Es ist ein wunderbarer fesselnder Roman, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Unbedingt lesen!
 

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Auch dieses Mal haben es Thomas und Stefan Orgel geschafft, ein Meisterwerk zu kreieren. Mit den Orks vs. Zwergen haben sie sich an die Spitze der deutschen Fantasy geschrieben, und "Die Blausteinkriege" stehen den anderen Werken in nichts nach. Eine großartig konstruierte Welt, liebens- und hassenswerte Charaktere, die man so schnell nicht mehr vergisst. Und mit einer bildgewaltigen Sprache, die einen tagträumen lässt. Der beste "High" Fantasyroman des Jahres!
 

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Als riesiger Fan der "Black Dagger" Reihe bin ich auch beim 25. Band immer noch begeistert. J.R. Ward schreibt detailgetreu und sehr gefühlvoll. Oftmals musste ich mir sogar ein Tränchen verkneifen, oder ein herzhaftes Auflachen im Bus. Die Reihe ist fortlaufend, wird aber durch die Abwechslung der Protagonisten nie langweilig. Die beste Romantasy-Serie aus Amerika! Ich warte schon gespannt auf den nächsten Band!
 

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Ich muss gestehen, dass ich eigentlich nicht die Liebes- bzw. Erotikromane-Leserin bin. Dennoch muss ich sagen, dass Simona Ahrnstedt hier ein ausgezeichnetes Debüt gelungen ist. Auch die schwedische Finanzwelt wird hier pompös und luxuriös dargestellt, sodass es trotz eher fader Thematik nie langweilig wird. Das Buch ist eine perfekte Mischung aus Lügen, Intrigen, Liebe und Freundschaft. Ein toller Roman für die Abendstunden mit einem Glas Wein!
 

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Vlautin hat mich schon mit seinem ersten Roman, "Motel life", beeindruckt. Auch wenn T.C. Boyle überall als der größte amerikanische Autor gefeiert wird, so ist es doch ein anderer, der die amerikanische Realität bedeutend besser darstellen kann. Und mit viel mehr Geschick und Einfühlungsvermögen! Denn es sind die kleinen Menschen, die Armen, die durch jedes soziale Netz fallen und vereinsamen. Sich außerdem schlecht ernähren, keinen Familienzusammenhalt mehr haben, kein Zuhause, das sie sich leisten können. Und wenn sie rund um die Uhr arbeiten, so wie Freddie, dann werden die Schulden nie weniger. Vlautin erzählt kleine Geschichten von Menschen, die dem großen amerikanischen Traum nie nahe kommen. Doch ihr Mut bestärkt mich immer wieder.
 

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Es ist ein recht interessantes Szenario, das die beiden Autoren in diesem Roman darstellen: die DDR hat plötzlich Geld, der Westen ist von dem Goldfund wie berauscht und der Kommunismus geht nach der Wende weiter. Es ist kein "Was-wäre-wenn" - Spiel, sondern ein "Was geht noch", wie kann man den Kommunismus neu erfinden. Als Leser ertappt man sich dabei, dass man den Rollentausch der vorher getrennten Staatsmachten immer wieder neu überdenken muss. Kniffelig wird es, wenn Personen, wie zum Beispiel Angela Merkel einen völlig konträren Lebenslauf erhalten. Meisterhaft umgesetzt, als Theaterstück, würde es hervorragend funktionieren!
 

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Josh Weil schreibt ein russisches Märchen. Es handelt von Zwillingsbrüdern, deren Leben auseinander triftet, als das gläserne Meer zischen ihnen immer größer wird. Sie schaffen es nicht, ihren gemeinsamen Traum, den gemeinsamen Bauernhof vom Onkel zu übernehmen. Utopien eignen sich immer sehr gut, widerstreitende Ideologien aufzuzeigen. So sind es in diesem Roman die Spiegel, die als Satelliten im Weltall das Sonnenlicht reflektieren und den ewigen Tag versprechen. Doch das riesige Russland, mit Moskau der "Bärin" verliert sich im Dunkeln. Eine Parabel über die Schattenseiten im Leben, über das Glück, das auch seine Tribute fordert.
 

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Dieser Roman eignet sich wirklich für eine Verfilmung. Und ich bin überzeugt, dass das Werk von John Krakauer, "In die Wildnis", jetzt ausgedient hat. Ein neuer Abenteuerroman, der in der Wildnis spielt, hat seinen Platz eingenommen. Der Autor hat sehr gut recherchiert und die wahre Geschichte spannend dokumentiert. Glass Kampf ums Überleben, sein Rachefeldzug gegen die zwei Männer, die ihn ohne Waffen, schwer verwundet, zurücklassen, ist überraschend gut dargestellt. Natürlich ist es literarisch nicht vergleichbar mit John Williams Werk, "Butcher's Crossing", das ungefähr in der gleichen Zeit spiel, als Teile von Amerika noch ein wildes, unerforschtes Land waren, doch Michael Punke hat seine Erzählung glaubwürdig wiedergegeben und unterhaltsam ausgeschmückt! Ein Muss für Abenteuer-Fans!
 

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Dies ist der zweite Roman von Katharina Hartwell, der wirklich hinreißend ist. Vielleist ist hinreißend das falsche Wort, eher verfolgt mich die Geschichte, sie hat mich in ihren Bann gezogen. Noch habe ich das Ende nicht ganz begriffen, das wird noch eine Weile nachwirken müssen. Jemand ist verschwunden, nach 10 Jahren glauben die Hinterbliebenen, Felix gefunden zu haben. Doch ist der Fremde wirklich? Spielt er nur mit ihnen? Oder haben Louise und Paul auch Geheimnisse? Mir wurde fast schon unheimlich beim Lesen, als hätte ich einen Geist gesehen, den ich nicht beschreiben kann.
 

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Kate Atkinson zählt zu den bedeutendsten britischen Schriftstellerinnen. Und ihr letztes Werk ist wirklich eine anspruchsvolle Familien Saga, in der gleichzeitig die englische Geschichte des letzten Jahrhundert erzählt wird. Atkinson spielt mit ihren Figuren, in jedem Kapitel lässt sie ein Mitglied der Familie zu Wort kommen. Das macht den ganzen Roman sehr umfangreich und spannend. Die "Times" schreibt, "Besser als alles, was Sie dieses Jahr noch lesen werden" - für mich war es ein Vergnügen, das Lesejahr so gut abzuschließen!
 

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"Lila" - ein schöner Name, ein wunderschönes Buch!! Wieso habe ich es den ganzen Herbst nicht beachtet? Hätte ich gewusst, dass Marylinne Robinson auch die großartige Alice Walker verehrt und einen Roman im Stil von "The colour purple " schreibt, dann hätte ich schon viel früher dieses Lesevergnügen gehabt. Natürlich muss man sich erst einlesen, die "Stream-of-consciousness" Technik bewusst auf sich wirken lassen, doch nach kurzer Zeit ist man mitten in der Geschichte und kann nicht mehr von ihr lassen. Lilas Gedanken sind so realistisch, ihre schmerzlichen Erfahrungen, ihre Suche nach Glück so greifbar. Die menschliche Existenz in Worte gefasst, das gelingt dieser preisgekrönten Autorin!
 

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Dieser Herbst-Bestseller hat alles, was ein gutes Buch braucht: gute Geschichte, viel Humor, viel geschichtlichen Hintergrund und Aktualität. Am besten haben mir die gut porträtierten Charaktere gefallen, auch das Thema "Zurück aufs Land" hat mich fasziniert. Ich musste immer wieder schmunzeln, wenn Dörte Hansen von den Vollwert-Eltern erzählt, die sich in der Großstadt und auf dem "Alten Land" abmühen und versuchen, Perfektion zu erreichen. Das wäre für mich eine Autorin, die den deutschen Buchpreis verdient hat.
 

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Dieser Roman ist sehr real, das Thema auch: Was heißt es, ein Land zu verlassen, weil Krieg herrscht? Was suchen die Flüchtlinge bei uns? Was haben sie zurückgelassen und ist Europa soweit, die Gestrandeten aufzunehmen? Jenny Erpenbeck macht sich mit einem emerierten Professor auf die Suche nach den Antworten. Wenn er an seine Grenzen stößt, weiß er zumindest, dass sein Leid im Vergleich zu den Kriegen in Afrika nur halb so schlimm ist. Jenny Erpenbeck ist eine Autorin, die nicht nur die aktuellen Probleme darstellt, sondern sie stellt die ganze Welt in einen Kontext.
 

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Die Autorin aus Göteborg weiß zu fesseln. Sie erzählt eine Geschichte, die völlig aus der Zeit fällt. Junge Menschen finden auf dem großen Landsitz einer alten Dame Zuflucht, denn beruflich haben sie noch nicht ihren Platz im Leben gefunden. Die Gastgeberin selbst lebt in einer anderen Welt, ihre innere Uhr ist 1941 stehengeblieben. Hermanson ist eine bodenständige Erzählerin, die gute Geschichten glaubwürdig und anmutig übermittelt, es gibt einige denkwürdige Momente, die dem Leser in Erinnerung bleiben!
 

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Der Ort der Handlung ist wirklich interessant gewählt. Hier braucht es einen Autor, der sein Handwerk versteht. Martin Amis sucht sich nicht die Opfer eines Konzentrationslagers aus, sondern die Täter oder unwichtige Nebenfiguren. Gerade deren Gedankenwelt ist spannend und als Leser ist man wirklich gefordert, einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Amis versucht mit seiner Dreistigkeit unserer Abgestumpftheit entgegenzuwirken. Kompliment, Frechheit siegt!
 

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Ich kenne von Monika Helfer den Roman "Bevor ich schlafen kann", mit dem sie auch auf Lesereise war. Sprachlich ist sie ja hervorragend unterwegs und steht ihrem Mann (Michael Köhlmeier) in nichts nach. Mit ihrem neuen Roman verhält sich die Sache umgekehrt: sprachlich sehr reduziert, mit knappen Sätzen erzählt sie eine eigenartige Geschichte, mit seltsamen Charakteren. Eine Schriftstellerin findet ein totes Baby auf einem Friedhof, den sie häufig besucht, um Kerzen auf das Grab ihrer Tochter zu bringen. Nach und nach kommt die traurige Wahrheit an die Oberfläche. Monika Helfer erschafft eine Welt, in der Unordnung herrscht, eine Welt, die auch wir zu kennen meinen. So seltsam Monika Helfers Worte uns auch anmuten mögen, umso eindringlicher wirkt dieser Roman in unseren Köpfen nach.
 

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Diesen Roman zu rezensieren ist keine leichte Sache. Wer möchte schon etwas über den Selbstmord des Vaters, der eine Frau und eine jugendliche Tochter mit vielen Fragen zurücklässt, wissen? Vor allem, wer hat das Bedürfnis darüber zu schreiben? Dass sich die junge österreichische Autorin gerne schwierigen Themen zuwendet, wissen wir bereits von ihrem Roman "Kindfrau". Sie bewältigt ihren Stoff aber bravourös - auch wenn man als Leser von diesem Buch immer wieder lassen möchte, - denn die Rückblenden, die Perspektivenwechsel, die Gedichte und die tagebuchartigen Aufzeichnungen erleichtern die Thematik. Nur offen bleibt die Frage, warum dieses Buch jemand lesen möchte und wem ich es weiterempfehlen könnte? Den Trauernden, den Zurückgelassenen, den Liebenden?
 

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Dieses Buch ist das ultimative Fan-Buch für alle Sherlock Holmes und Benedict Cumberbatch Liebhaber. Wer die Serie "Sherlock" kennt, darf dieses Buch nicht auslassen, denn die vielen Einblicke hinter die Kulissen des Drehs zeigen auf, mit welcher Leidenschaft, die damals noch unbekannten Regisseure diese Serie entwickelt haben. Aber nicht nur über die aktuelle Serie erfährt man hier alles Wissenswerte, sondern auch über die Gedanken und Ideen von Arthur Conan Doyle. Also ein wirklich lesenswertes und interessantes Buch.
 

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In diesem Fantasy Roman nimmt uns der junge Autor Stefan Bachmann mit auf eine Reise voller magischer Wesen. In England öffnet sich ein magisches Portal, durch das Feen in unsere Welt gelangen. Zu Beginn möchten sie wieder zurück in ihre eigene wunderschöne, märchenhafte Welt. Aber leider bleibt das Portal für immer verschlossen, also müssen die Feen in unserer Welt fußfassen und sie mischen sich unter die Menschen. Bald schon verlieben sich Feen und Menschen und gründen Familien. Doch ihre Kinder haben es nicht leicht. Sie werden hässliche Geschöpfe und viele von ihnen werden von den Menschen ermordet. Der Mischling Bartholemew Kettle spielt in diesem grandiosen Roman eine Hauptfigur. Stefan Bachmann überzeugt mit seiner klaren und detaillierten Schreibweise, und ich kann dieses Buch jedem Fantasy Leser wärmstens empfehlen.
 

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Wenn man hier einen typischen Stephen King erwartet liegt man falsch. Denn wie schon bei seinem Roman "Mr. Mercedes" probiert King sich hier in einem ganz anderen und für ihn untypischen Genre. Aber dennoch war es wieder einmal toll, ein Buch von ihm zu lesen und auch das Krimi schreiben liegt dem Bestsellerautor sehr gut. In dieser Geschichte geht es um einen berühmten Schriftsteller, der von einem besessenen Fan ermordet und ausgeraubt wird. Er erbeutete außer Geld auch noch nicht veröffentlichte Manuskripte des Kultautors John Rothstein. Der junge Morris Bellamy kann es kaum erwarten, diese zu lesen, als er wegen eines anderen Deliktes für viele Jahre hinter Gitter kommt und so den verlauf der Geschichte rund um die unveröffentlichten Werke Rothsteins nicht mehr beeinflussen kann. Trotz der vielen Verbrechen in diesem Kriminalroman kann man Stephen Kings Liebe zur Literatur auf jeder Seite spüren. Es ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, es ist auch das beste Werk von Stephen King!
 

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Seit Jahren warten Twillight-Fans auf weitere Geschichten der Erfolgsautorin. So überrascht Stephenie Meyer die Leser dieses Jahr zu ihrem 10. Jubiläum mit einer alten aber doch neuen Geschichte. Also dieselbe Story nochmal, nur dieses mal sind es Beaufort und Edythe, die in diesem Buch die Hauptrollen von Bella und Edward übernehmen. Die Autorin wollte wissen wie es wäre, wenn der Vampir eine Frau gewesen wäre und der Mensch männlich. Und so nimmt Stephenie Meyer uns erneut mit auf die Reise. Auch wenn man die Geschichte schon kennt bleibt sie dennoch lesenswert!
 

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Diese Autorin hat wirklich den Unterhaltungswert von Carlos Ruiz Zafon, das kann ich bestätigen. Natürlich geht es um eine kleine Buchhandlung (attraktiv für Buchliebhaber!) in Madrid, um ein nie veröffentlichtes Buch (geheimnisvoll!) und um eine Vorgeschichte (besonderer Schauplatz: Paris in den 20ger Jahren). Wir begegnen damals noch unbekannten Dichtern und Romanciers der Lost Generation, wir zelebrieren ihre Dekadenz, wir tauchen ein in die versnobte Welt des britischen Adels. Was mich überzeugt hat: "Als die Träume noch uns gehörten" ist ein Buch, das mir wieder gezeigt hat, wieso ich gerne lese und in eine andere Welt abtauche. Bei diesem Roman passt einfach alles!
 

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Schon der Titel dieser Kurzgeschichten-Sammlung ist treffend gewählt: glücklich sind sie alle, die schönen und geistreichen Frauen in Heinys Erzählungen , und das "vielleicht" schmuggelt sich recht aufdringlich dazwischen hinein. So verschwindet ein Liebhaber, oder der heimlich Angebetete erhört plötzlich die heftigen Gefühle, mal bekommt man das eine, will aber trotzdem das andere. Herrlich komisch verknüpft diese junge Autorin ihre Geschichten, indem immer wieder die Figur namens Maya auftaucht. Wir erleben Mayas Liebeschaos, wir müssen unglaublich oft lachen, weil das Happy End bei keiner Geschichte ausgelassen wird. Allen Lesern dieses Buches muss ich raten: tut euch selber was Gutes und genießt dieses Buch. Es macht glücklich, ohne vielleicht!
 

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Herzzerreißend ist wohl nur das Ende, angeblich haben da schon einige Leser geweint. Man muss die Bookerpreisträgerin aber verteidigen, denn sie ist sehr geschickt und hat ein Ende kreiert, das den Leser wieder versöhnt. Plötzlich versteht man die Zerrissenheit der vier Kinder, wieso sie mit ihrer Mutter, die doch alle am Ende wieder vereint, nicht zurechtkommen. Denn Rosaleen hat "den Dingen zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt", eigentlich hat sich immer alles um sie selbst gedreht. Enright schafft im ganzen Roman eine Atmosphäre, der man als Leser nicht entkommen kann. Auch wenn sie manchmal nervt, mit sinnlosen Klischees die Charakter der Kinder belegt, die Sätze vor Allgemeinheit langweilen, zur Seite legt man diesen Roman trotzdem nicht. Auch wenn der Roman kein Klassiker wird, sich die Autorin nicht so sehr für den Verlauf der Geschichte interessiert, so kratzt sie doch immer wieder an den Wahrheiten des Lebens.
 

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Selten höre ich klassische Musik oder Streichmusik, Aber trotzdem ziehen mich Bücher, in denen Musik eine große Rolle spielt, magisch an. Magie, die sich entfaltet, und Musik, die man glaubt vergessen zu haben, zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch von Anna Enquist! Und diese Musik ist schön, obwohl die vier Hauptpersonen innerlich zerrissen sind, und sie ihre Stimmungen nicht immer so gut im Griff haben wie ihr Instrument. Die Bratsche, die erste und zweite Geige, das Cello : mit Bach wird bei jeder Probe begonnen, doch die Krönung ist das Dissonanzquartett von Mozart. So schön wie dieser Roman kann auch das Leben manchmal sein!
 

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Ein richtiger Donald Duck Fan lässt auch dieses Buch nicht ungelesen und wird prompt in die bunten und flippigen 70ger Jahre entführt. Neben lustigen Geschichten über Donald Duck, Onkel Dagobert, Daisy und Co findet man vor jeder Geschichte wissenswerte Fakten über die 70ger Jahre. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf dem Verlauf der Comicgeschichte, welche Comics zu dieser Zeit begehrt waren und wie sich alles weiterentwickelt hat. Auch Micky und Goofy dürfen nicht fehlen und erleben wie immer interessante Abenteuer. Ob Groß oder Klein, jeder Donald Duck Fan kommt auf seine Kosten!
 

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Beim Lesen dieses Romans ist mir wieder eingefallen, woher ich diesen Autor kenne. Mit seinem ersten Buch "Alle meine Wünsche" hat er bereits 2012 einen Bestseller gelandet. Und er hat sich gesteigert, nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. Er verfügt über ein besonderes Talent, Überraschungsmomente einzubauen, die den Roman noch intensiver und berührender machen. Seine Charaktere wirken lebensecht und man kann gut nachvollziehen, dass sich sogar Stars dazu veranlasst fühlen, Delacourt zu verklagen, weil sie sich selbst in seinen Büchern erkennen (siehe Klage von Scarlett Johansson!). Ein besseres Kompliment kann der französische Autor nicht bekommen, außer sein 5. Roman wird nächstes Jahr wieder für den Prix Concourt nominiert!
 

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Karen Rose spinnt um ihre neuen Hauptfiguren Faith Corcoran und Deacon Novak eine sehr spannende Familiengeschichte, die sowohl tiefe Abgründe und Geheimnisse offenbart als auch die neuen Serienprotagonisten und ihr Umfeld einführt. Der Thriller ist sehr spannend geschrieben, bedient auch Fans von knisternden Liebesgeschichten nicht zu knapp und macht Vorfreude auf weitere Bände.
 

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Der Roman "Runa" spielt in einer psychiatrischen Abteilung der Salpetriere Klink in Frankreich. Zeitlich festgesetzt ist der Roman um 1890, so hat er auch manch historische Züge, einige Stellen des Buches erinnern an fiktive Gruselgeschichten, nur damit die Autorin sie dann doch wieder geschickt ins reale umkehrt. Vera Buck hat ein Talent dafür, einem eine Gänsehaut zu bescheren, und sie sorgt für viele schlaflose Nächte. Meiner Meinung nach ein gelungenes Erstlingswerk, das sich nicht wirklich in ein einziges Genre pressen lässt. Ein Tipp: Essen beim Lesen besser bleiben lassen, da wird einem doch flau im Magen!
 

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Endlich habe ich das langersehnte Buch in den Händen und bin sprachlos. Es ist ähnlich aufgebaut wie der erste Band – zumindest was die Chronologie der Erlebnisse angeht und doch wieder vollkommen anders. Viel besser als die anderen zusammen und seit langer Zeit mal wieder ein Buch in dem glaubhaft vermittelt wird was Frau sich von ganzem Herzen wünscht. Mit diesem Buch wird man in jederbeziehung Aufmerksamer und offener für sein Gegenüber und lernt über den Tellerrand zu sehen. Ein Buch zum mitlachen, mitweinen und mitärgern - so sehr ging mir die Geschichte von Kellan ans Herz.
 

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Bereits mit "Torstraße 1" hat diese Autorin auf sich aufmerksam gemacht. Der neue Familienroman ist bereits im Herbst erschienen, doch jetzt ist die richtige Jahreszeit um sich auf "Wintergäste" einzulassen. Weihnachten und der Jahreswechsel steht vor der Tür, die Familie kommt zusammen, die Feindseligkeiten und Konflikte sind vorprogramiert. Die Großmutter stirbt und 3 Generationen schneien ins Haus. Sehr unterhaltsam erzählt Sybil Volks, wie jeder seine Sehnsüchte, seine Ansprüche in dem Haus ausbreitet und wie sie sich einnisten, wie die Vögel, die sich doch nicht für den Süden entscheiden und bleiben. Ein Familienroman, der wie ein Sturm über uns kommt und die Leser zufrieden zurücklässt!
 

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Die Welt der Tanzenden wird immer wieder in Filmen und Büchern thematisiert. Tanzen ist kein Hobby, keine Karriere, es ist eine Lebenseinstellung, nur im Tanz findet der Wandel statt. Im Tanz kommt alles zum Ausdruck: Die Hoffnung, die gemischten Gefühle, es ist eine Sprache, die manchen Menschen gegeben ist. Und Maggie Shipstead findet in "Dich tanzen zu sehen" einen Weg, die Dramen, die sich im Leben von Joan abspielen, tänzerisch und spielerisch umzusetzen. Eine schöne Lektüre, die berührt und dem Leser erhabene Momente bietet!
 

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Dieses Jahr ist der Jury eine literarische Sensation gelungen: Eleanor Catton ist die jüngste Booker-Preisträgerin aller Zeiten! Der Roman ist 1000 Seiten stark und spielt in Neuseeland zur Zeit des Goldrausches 1866. Die junge Preisträgerin unterrichtet kreatives Schreiben in Auckland und hat ein Werk erschaffen, das alle Stücke spielt: es gibt Geheimnisse, das Schicksal entfaltet sich auf mysteriöse Weise, es wird gemordet, gestohlen, Opium geraucht und gespielt. Eleanor Catton lässt eine spannende Welt in Ihrem großartigen Roman auferstehen!
 

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Wer Niki Glattauer schon mal bei einer Buchpräsentation erlebt hat, weiß, dass er aus Erfahrung spricht, denn er ist Lehrer und Vater. Und natürlich kann er auch schreiben, mit Humor und ohne frustriert das Handtuch im Schulalltag zu werfen. Denn es stimmt, Kinder können nerven, und davon wissen nicht nur die Eltern, sondern auch die Lehrer zu berichten. Und was eignet sich besser als ein Mitteilungsheft, um die Kommunikation zwischen den Erziehungsberechtigten und den Erziehungsbeauftragten festzuhalten? Ein Mitteilungsheft, wundervoll illustriert von Verena Hochleitner. Unbedingt beide Mitteilungshefte lesen und mitlachen! Es ist das perfekte Geschenk für Lehrer, Väter und Mütter!
 

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Mit ihrem Roman “Milchsblut” ist Clara Weiss ein kriminalistisches Meisterwerk geglückt. Dieses Buch ist schon von Beginn an spannungsgeladen und zwingt einen zum Weiterlesen. Die Protagonistin Elvira Holzer wohnt auf einem Bauernhof in einen abgelegenen kleinen Dorf. Plötzlich verschwindet ihre Nachbarin und beste Freundin Resi spurlos. Dies ist der Auftakt zu einer grauenvollen Mordserie. Dann bricht der Winter über das Dorf herein, und Elvira ist mitsamt ihrer Familie, einem Feriengast und dem Dorfpfarrer von der Außenwelt abgeschnitten. Und das Morden geht weiter… Dies ist der erste Kriminalroman von Clara Weiss und hoffentlich nicht der letzte!
 

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Der diesjährige Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels berichtet aus Krisengebieten in der arabischen Welt und ihren Randgebieten, die teilweise nicht mehr im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen. Die Bilder, die er zeichnet, sind zutiefst menschliche Alltagsskizzen aus Regionen, in denen das Grauen alltäglich geworden ist. Wo man Verbitterung, Angst und Hass erwarten würde, blitzt immer wieder Humor, Humanismus und tiefe Weisheit in den Interviews auf. Als Leser erhält man auf unaufdringliche Weise einen guten Einblick in die Hintergründe der aktuellen Flüchtlingstragödie. Nachdenkliches für den Advent!
 

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Ein alter Mann wird ermordet in seinem Bett aufgefunden. In seiner Wohnung finden sich alte Zeitungsausschnitte über einen Kriminalfall, der sich in den 40er Jahren in Reykjavik ereignet hat. Der pensionierte Polizist Konrad ermittelt in diesem historischen Mordfall und macht eine erstaunliche Entdeckung nach der anderen. Indridason verwebt raffiniert zwei Kriminalfälle und lässt das Island der 1940er Jahre wieder auferstehen - spannend, atmosphärisch dicht und absolut lesenswert!
 

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Das Buch "Chic" ist nicht nur ein toller Moderatgeber für jede Frau, sondern man lernt auch so einiges über die Entwicklung und die Geschichte der Mode. Ich würde dieses Buch jeder Frau empfehlen, die Interesse an Mode hat, denn man kann sich viele hilfreiche Tipps aus dem Buch holen und wird meiner Meinung nach auch sehr inspiriert. Die Autorin Katharina Blansjaar hat hier einen guten Ratgeber geschrieben, der auch sprachlich sehr schön ist und auf keiner Seite langweilig wird. "Chic" ist außerdem auch wunderschön illustriert, was wir dem talentierten Zeichner Daniel Müller zu verdanken haben.
 

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Der Mayakalender wurde falsch interpretiert, er sollte nicht das Ende der Welt darstellen, sondern den Beginn einer neuen Ära, der Ära der neuen Alten Götter. Das neue Buch des Erfolgsautors ist eine Mischung aus Fantasy und Krimi. Es steht zwar eigentlich im Hintergrund, aber für mich war interessant zu lesen, wie es wäre, wenn die Alten Götter wieder herrschen und unser Gott, Allah und Jahwe die einzigen sind, die nicht zurückkehren. Die drei Weltreligionen werden daher zu Sekten ohne Gott. Geschrieben wird aus drei verschiedenen Sichten, einmal aus der des Interpolermittlers Malleus, seiner Sekretärin und einem Mann, der Malleus verfolgt und ihm immer wieder das Leben rettet. Das Interessante an dem Schreibstil von Heitz ist, dass er es schafft, durch sein Schreiben die Charakterzüge der Protagonisten herauszuheben. Somit ist alles dabei: Ernsthaftigkeit, Chaos und teilweise auch triefender Sarkasmus. Meiner Meinung nach ein gelungenes Buch , das ich jedem Fantasy Liebhaber durchaus empfehlen kann.
 

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Im Klappentext wird dieses Buch als eine Provokation bezeichnet, doch ist es für mich ein Tabu-Thema, über das der Autor schreibt. Er sagt selbst, dass ihm oft die Worte fehlen, dass ihm die Sprache abhanden gekommen ist, und doch ist ihm mit diesem Buch etwas Besonderes gelungen! Mir war das Leiden der Prostata-Erkrankten nicht bewusst, da wirklich kaum ein Mann darüber redet. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, nicht nur Männern, sondern auch Angehörigen, denn so brutal es klingt, uns fehlt diese Intimität und Offenheit, wir können uns nicht mehr in kranke Menschen hineinversetzen, auch wir finden keine Worte für "Krebs", für "Inkontinenz", für den Verlust der Männlichkeit. Ist das Werk lyrisch? Ist es eine Liebeserklärung? Ja, das ist es. Mich hat es schockiert und für diese Betroffenheit finde ich selber keine Worte mehr.
 

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"Moby Dick" dürfte als Klassiker ein Begriff sein, doch hat ihn deswegen auch jeder gelesen? Diese Graphic Novel hat mich dazu bewegt, mich mit Herman Melville näher auseinanderzusetzen. Der Roman beschreibt die Abenteuer der Besatzung des Walfangschiffes Pequod, dessen Kapitän Ahab sein Bein durch den Wal verloren hat und der jetzt blind vor Hass und voller Rachegelüste den Pottwal jagt. Aufgrund der schwarz/weiß gehaltenen Zeichnungen von Christophe Chaboute erhält dieses Buch noch eine zusätzliche Düsterheit, die perfekt zu dieser Geschichte passt. Ein wirklich tolles und lesenswertes Buch, das von dem mehrfach ausgezeichneten Illustrator Christophe Chaboute wundervoll gezeichnet wurde. "Moby Dick" ist zwar die erste Graphic Novel, die ich gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht die letzte.
 

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Der Gräfe und Unzer Verlag hat hier ein wirklich tolles Buch herausgebracht: von dem bekannten und sympathischen Koch Steffen Henssler, der den meisten ja durch seine Kochsendung "Grill den Henssler", die sogar dieses Jahr den Publikumslieblingpreis "Bambi" gewonnen hat, bekannt sein dürfte. In dem Buch findet man nicht nur über 70 tolle Rezepte sondern auch Tipps und Tricks, die beim Kochen helfen, welche Gewürze man verwenden soll oder wie man die besten Saucen und Dips macht und vieles, vieles mehr ist hier einfach und übersichtlich beschrieben. Eingeteilt ist dieses Kochbuch in Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen. Schon beim Ansehen der schönen Fotografien bekommt man großen Appetit und Lust aufs Kochen. Mir haben es besonders die leckeren Nachspeisen angetan, da es wirklich viele und außergewöhnliche Desserts sind, die man hier findet. Meiner Meinung nach ist das ein Kochbuch, das in keinem Haushalt fehlen darf, da es wirklich leckere und schnell zu kochende Rezepte beinhaltet.
 

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Schlechte Stimmung beim "katholischen Bullen" in Belfast: Ein scheinbar einfacher Fall von Doppelmord und anschließendem Selbstmord entpuppt sich wie so oft in Nordirland als komplexe Geschichte mit vielen politischen Verstrickungen bis in die höchsten Kreise. Alle haben Angst, niemand kooperiert, Informationen gibts nur gegen entsprechende Absicherungen. Sean Duffy ermittelt gewohnt lässig, selbstironisch und unerbittlich. Er lässt sich von niemandem einschüchtern, sondern geht mit Elan auf vollen Konfrontationskurs. Adrian McKinty erfreut seine LeserInnen wieder mit scharfzüngigem Witz und messerscharfer Analyse der Zustände in Nordirland. Wer gerne abseits des Mainstream liest, sollte sich dieses Gustostückerl nicht entgehen lassen.
 

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In dem Thriller "Mörderhotel" schreibt Wolfgang Hohlbein über den wohl grausamsten Serienmörder in der Geschichte. Kein Wunder, dass die Geschichte demnächst verfilmt werden soll - mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle als Hermann Webster Mudgett. Schon das Buch war für mich ganz großes Kino. In über 800 Seiten hält Hohlbein die Spannung stets aufrecht und es wird auf keiner Seite langweilig. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann es nur weiterempfehlen. Es ist allerdings nichts für schwache Nerven, denn teilweise ist es wirklich brutal und blutig, der Autor geht stellenweise mehr als notwendig gewesen wäre ins Detail. Trotzdem ein absolutes Muss für alle Hohlbein Fans!
 

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Hier hat Sebastian Fitzek sich wieder einmal selbst übertroffen. Indem Thriller "Das Joshua- Profil" widmet er sich zwei brisanten Themen: Kindesmisshandlung und Predictive Policing (die Polizei arbeitet vermehrt mit Computer Programmen, die ein Verbrechen schon erkennen sollen bevor es passiert), was schon lange nicht mehr reine Science Fiction ist sondern schon in mehreren Staaten angewendet wird. Max Rhode, der Protagonist in diesem Buch, ist Autor und Vater und überzeugt davon, verrückt geworden zu sein, da gerade sein ganzes Leben zusammen bricht. Alles gerät aus den Fugen und die Sache ist am Ende viel größer als sie am Anfang zu sein scheint. Intrigen, Lügen und Gaunereien beherrschen diesen tollen Roman. Sebastian Fitzek führt seine Leser wieder einmal gekonnt in die Irre und überrascht zum Finale mit einer spannenden und ungeahnten Wendung, die einem den Atem raubt. Ich würde jedem Thrillerfan dieses Buch ans Herz legen und zum Abschluss noch einen kleinen Zusatz Tipp: wenn man diesen Thriller gelesen hat, kommt man nicht umhin, auch das Buch "die Blutschule", von Max Rhode, zu lesen, das ebenfalls aus Fitzek´s Feder stammt.
 

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In Erwartung einen zum Schreien komischen Roman in den Händen zu halten, begann ich aufgeregt zu lesen. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt. "Mieses Karma Hoch 2" ist ein herzerwärmender Roman, der uns Lesern die wahren Werte in unserer schnelllebigen Zeit auf eine charmant-lustige Schreibweise näher bringt.
 

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Bereits der Klappentext verrät mehr über den Schreibstil dieses Romans. Teilweise habe ich mich als Leserin entlarvt gefühlt, da ich nicht nur viel lese, sondern auch Arztserien, wie "Grey's Anatomy" oder "Emergency Room" gut kenne. Maylis de Kerangal schreibt eine Reportage über ein Krankenhaus, indem bei einem junger Mann nach einem Unfall der klinische Tod festgestellt wird und die Angehörigen und Ärzte mit dem Thema Organtransplantation konfrontiert werden. Das Buch verspricht einen "Strudel an Emotionen", dem die Protagonisten innerhalb von 24 Stunden ausgesetzt werden. Wie gehen alle Beteiligten mit dieser Situation um? Nicht nur die Gefühlswelt, auch die wissenschaftlichen Beweggründe spielen eine Rolle und am Ende versteht man, wieso die Autorin in Frankreich sieben renommierte Publikumspreise erhalten hat.
 

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6 Jahre lang habe ich sehnlich gewartet, bis endlich der neue, der letzte Roman von Barbara Vine erscheint – zählt sie doch zu meinen Lieblingsautorinnen. Ihr (wie ich finde) bestes Buch „Heuschrecken“ habe ich mindestens 10x gelesen. Und jetzt also „Kindes Kind“. Maud ist erst 15, als sie ungewollt (und unverheiratet!) schwanger wird. Ein Skandal um 1930 herum! Um ihr die Schande zu ersparen und um seine homosexuellen Neigungen zu vertuschen, gibt sich ihr Bruder als ihr Ehemann aus. Das hat natürlich allerlei tragische Verwicklungen zur Folge. Genau wie auch bei Grace, deren kompliziertes Dreiecksverhältnis mit ihrem Bruder Andrew und dessen Partner James, die äußere Rahmenhandlung bildet. Die Parallelen - ungewollte Schwangerschaft, heimliches Begehren, vertuschte Familiengeheimnisse und ein Verbrechen - verbinden die beiden Erzählstränge. Und doch schienen mir beide etwas unausgegoren, auch die jeweiligen Enden waren mir zu abrupt. Aber möglicherweise war das auch Absicht? Mein Fazit: Sicher nicht das beste Buch von Barbara Vine, aber einige Stunden kurzweiligen Lesegenuss bietet „Kindes Kind“ allemal.
 

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Endlich wieder ein neues Buch mit dem Ermittlerduo Marina Esposito und Phil Brennan - Spannung ist garantiert! In Birmingham, dem neuen Lebensmittelpunkt von Esposito und Brennan, spielt sich Schreckliches ab. Eine Serie von grauenhaften Morden hält die Ermittler in Atem. Ein gestörter Psychopath, perverse Sexspiele und der mysteriöse Psychologe Gwilym sorgen dafür, dass man diesen Thriller nicht mehr aus der Hand legen möchte. Tania Carver hat es wieder einmal geschafft, durch Hochspannung und sprachliche Fertigkeit zu glänzen. Diesen Roman kann ich von ganzem Herzen weiterempfehlen!
 

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Es herrscht Weltuntergangsstimmung, der Krieg herrscht über dem Land, Anarchie und Zerstörung treiben Jakob dazu, sich an die Idylle in der Gartenkolonie, weit weg von der Stadt, zu erinnern. Valerie Fritsch zeichnet Traumbilder, die es wohl nie in der Form gegeben hat und die es vielleicht nie wieder geben wird. Schön wie Geigen ist ihre Sprache, man tritt ein in ein Gewächshaus, versucht sich von den grausamen Kriegsbildern loszulösen. In dieser Zeit finden sich zwei Liebende, doch verharren auch sie schlussendlich in diesem Garten, ohne dass über eine gemeinsame Zukunft gesprochen wird. Ich kann Valerie Fritsch zu ihrem ersten Roman von Herzen gratulieren!
 

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Ich kenne diesen Autor bereits von seinem bekannten Werk "Das Regenorchester", könnte mich aber nur noch daran erinnern, dass mich seine Sätze fasziniert haben. Die Schweizer sind großartige Komponisten der Sprache, jeder Satz bringt eine Seite im Leser zum Klingen, die er schon verdrängt hat. Schertenleib stellt Fragen übers Leben, über die Liebe, über die Welt, in der wir leben, und man wird ihn nie leid. Das Ende ist trotzdem überraschend, die 3 verschiedenen Zeitebenen lösen sich auf und runden diesen ausgezeichneten Roman gekonnt ab!
 

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Volker Reiche hat dieses liebevoll ausgestattete Büchlein illustriert und es ist ein schönes Mitbringsel für jeden Katzenfreund. Ein schönes Mitbringsel für jeden Katzenfreund. Die Geschichten, Gedichte und Betrachtungen einer bzw. vieler Katzen sind in einen warmherzigen Erzählton geschrieben. Eva Demski wurde für ihre literarischen Werke mehrfach ausgezeichnet. Auch Volker Reiche erhielt mehrere Preise als bester deutschsprachiger Comic-Künstler.
 

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Schon sehr jung sehnte sich Matt Graham zur Rückkehr zur Natur. Er erzählt von seinem 1. Abenteuer im Yosemite Nationalpark bis hin zur Erwanderung des Südwesten der USA. Er beschäftigt sich mit der Lebensweise von Ötzi, baut sich seine Jagdausrüstung selbst und ist mit der Natur eins. Der Wanderer wird wachsamer und seine Sinne werden geschärft, wenn er mit der Natur auf du und du ist. In diesem wahren Erlebnisbericht erzählt uns der moderne Jäger und Sammler, wie Abenteuer und Spiritualität in der wilden Natur eins werden und wie belastbar der menschliche Körper ist, wenn man an seine Grenzen geht. Das Buch bietet 5 Überlebensregeln, ist aber kein Überlebensbuch. Seine breite Palette von Erfahrungen, Ideen und Überzeugungen sind für den Leser informativ. Toll, dass er uns bei seiner Lebensreise ein Stück mitnimmt!
 

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Jamie Oliver schreibt diesmal ein kalorienbewusstes, gesundes Kochbuch. Anfangs war ich skeptisch, doch die Gerichte sind lecker und lassen sich gut nachkochen. Aufgeteilt ist das Kochbuch in Frühstück, Mittag- und Abendessen - sehr übersichtlich, wie immer ansprechende Fotos und gute Beschreibungen. Meine persönlichen Empfehlungen: Müsliriegel: hab schon viele Rezepte ausprobiert, dieses aber ist perfekt (Wermutstropfen, sie halten sich nicht lange) Süsskartoffelmuffins: stehen zwar unter Frühstück, passen aber wunderbar als Snack bei einem Spieleabend.... Schlanke Carbonara: köstlich, die Bezeichnung Carbonara ist sehr mutig, da Erbsen und Mandeln darin vorkommen, aber die Raffinesse liegt in der Eiermischung, hier wird Joghurt verwendet!!! Köstlich!!! Jedem Gericht ist der Gehalt an gesättigten Fetten, Eiweiß, Kohlenhydraten, Zucker und Ballaststoffen sowie die Kalorien und Zubereitungdauer angefügt. Ein modernes, inspirierendes, gesundheitbewusstes Kochbuch, empfehlenswert nach einigen Schlemmertagen, ohne dabei das Gefühl zu haben, in einem "Diätkochbuch" zu blättern.
 

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Gehören Sie zu den Menschen, die Weihnachten vorbehaltlos lieben? Oder beschleicht Sie Jahr für Jahr eine leise Angst bei der Aussicht auf mehrere Tage im trauten Kreise ihrer Lieben? Elli Berger jedenfalls liebt Weihnachten und unternimmt sämtliche Anstrengungen, das perfekte Fest für ihre Familie zu inszenieren. Dazu gehört auch, dass sie und ihr Mann Robert den drei erwachsenen Kindern das glückliche Ehepaar vorspielen, obwohl sie seit Jahren getrennt leben. Doch ihre neuen Partner wollen sich das dieses Mal nicht mehr gefallen lassen, und so kommt es zum großen Eklat, als endlich alle unter einer Tanne versammelt sind. Bisher kannte ich Lo Malinke nur als Mitglied der großartigen Kabarett-Gruppe Malediva. Von daher war klar, dass er mit seinem ersten Roman eine turbulente Familienkomödie mit allerlei Wortwitz und bissigem Humor liefern würde. Gleichzeitig entlarvt er aber auch gekonnt die vermeintlich perfekte Familie mit all ihren Lebenslügen. Das erheitert den Leser, regt aber auch zum Nachdenken an. Denn geht man nicht auch selbst gerade zu Weihnachten so manchen Kompromiss ein und verschweigt die eine oder andere unangenehme Wahrheit?
 

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So gut steht es für Marius Brand nicht wirklich: als Komponist erfolglos, bei den Frauen noch mehr, trinken tut er dafür umso exzessiver! Schnell ändert sich seine Situation mit der Entdeckung eines alten Musikstücks. Dessen Wirkung erschließt sich ihm schnell und bald ermittelt auch die Polizei. Krauser spart nicht an Wortwitz, sarkastischer denn je spielt er mit dem Leser. Das ganze Buch ist seine Bühne, mal glaubt man ihn zu verstehen, schon kommt ein Dämon mit ins Spiel. Nebenbei erfährt man viel über Musik, über die Herkunft dieser Oper, über den Autor an sich. Überraschend ist der Schluss, man weiß als Leser nicht ganz, ob man belohnt oder betrogen wurde. Typisch krausersche Manier!
 

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Mit "Flüchtiger Glanz" von Joan Sales legt der Hanser Verlag einen Klassiker der katalanischen Literatur des 20. Jahrhunderts erstmals auf Deutsch vor. Es ist die packende Geschichte über drei junge Menschen im Spanischen Bürgerkrieg, die das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven beschreiben. Es geht um Liebe, Freundschaft, Verrat, Glauben, Überzeugungen und Werte in Zeiten des Krieges, geschrieben in klassisch schöner Prosa. Ein wahres Geschenk für Literaturgenießer!
 

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Endlich wieder eine neue Vargas: Familiengeheimnisse, obskure Geheimbünde, interne Querelen - Adamsberg hat alle Hände voll zu tun, um Licht ins Dunkel zu bringen. Mit ihrem Sinn für Humor und ihrem untrüglichen Sinn für Dramaturgie und Spannung sowie ihrer großen Liebe zu ihren Figuren schenkt uns Fred Vargas wieder ein Krimivergnügen erster Güte. Da kann auch der etwas seltsam anmutende Titel der deutschen Ausgabe nichts dran ändern!
 

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Andrea DeCarlo setzt uns in seinem neuen Roman auf einer kleinen Vulkaninsel südlich von Lampedusa aus. Selbstverständlich sind wir nicht allein in der Wildnis, sondern wir befinden uns in einem Luxusresort und sind umgeben von internationaler Hochfinanz, einem Hollywoodstar, einem selbsternannten Guru, einem Sternekoch, einem Stararchitekten, einer verdeckt arbeitenden Hotelkritikerin und einigen dienstbaren Geistern. Später gesellen sich noch ein Parlamentsabgeordneter und einige russischen Milliardäre dazu. Alle haben massive Probleme und nutzen die abgeschirmte Lage für ihre Zwecke. Der Autor führt seine Protagonisten mit gnadenlosem Spott vor, lässt sie auf dem Vulkan tanzen und schließlich in einem furiosen Showdown untergehen. Das Buch verlangt einen langen Atem (schließlich sind über 1000 Seiten zu bewältigen), doch ist die Lektüre dermaßen unterhaltsam, dass man sich nie gelangweilt fühlt!
 

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Wer kennt ihn nicht, den bekanntesten Fantasyautor des deutschsprachigen Raumes. Diesmal im Gepäck: Hermann Webster Mudgett. Beruhend auf einer wahren Begebenheit führt uns Hohlbein in die Fänge eines Serienmörders. Das Buch zieht einen sofort in den Bann, da Hohlbein weiß, wie er die Leser schockieren, fesseln und zum Schmunzeln bringen kann. Er verleiht dem charmanten Massenmörder Mudgett einen so charismatischen Charakter, dass er mich noch bis in meine tiefsten Träume verfolgt. Ich schätze, dass es vielen Lesern dieses Krimis gleich ergehen wird.
 

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Emmas Territorium ist Wien, das ihres Mannes Samuel eigentlich Nicaragua. Trotzdem lebt Sam in Österreich, bis ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters erreicht. Beide fliegen in Sams Heimat, und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Soll Emma in Managua ihr Kind bekommen und dort bleiben? Zweifel plagen sie, denn soll sie auch ihre berufliche Karriere an der Universität zurücklassen? Die Kluft zwischen den beiden wird immer größer, und bis zum letzten Satz bleibt die Spannung aufrecht: Wird Emma bei Sam bleiben?
 

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Dieses Buch habe ich ausgewählt, weil mir die Autorin bereits mit ihrem Roman "Hinter dem Mond" positiv aufgefallen ist. Überrascht hat mich ihre freche und eigensinnige Sprache, die mich oft zum Lachen gebracht hat. Kiani schreibt für Lifestyle-Magazine und Tageszeitungen und trifft in "Die Susi-Krise" genau den Nerv der Zeit. Vieles hat man bereits geahnt, dass es nicht so leicht zusammengeht, dass Mann und Frau doch sehr unterschiedlich sind, doch diese Journalistin deckt so manche Unarten der Geschlechter auf, die noch niemand so treffend formuliert hat. Ein Muss für Männer und Frauen, die in der Krise stecken!
 

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Dieser literarische Liebesroman bringt uns zurück in eine Zeit der Denker und Aufklärer, Holland der 1630ger Jahre. René Descartes ist auf dem Weg zum Erfolg, doch noch steht er im Schatten anderer Veröffentlichungen und ist noch nicht Frankreichs großer Denker! Helena Jans van der Strom, die als Magd für Descartes arbeitet, hat wirklich über Jahre Descartes begleitet und geliebt. Ihre Sichtweise, ihre Neugier, ihr Wissensdurst fazinieren den Leser, diese junge Frau wirkt glaubhaft und vermittelt uns einen ganz anderen, faszinierenden Blick auf den Wissenschaftler. Dieser historische Roman beschreibt das Goldene Zeitalter in Holland, wir können die Atmosphäre spüren und diese starke Geschichte lässt uns lange nicht mehr los!
 

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Mit diesem Satz beginnt eine Geschichte, die sich niemand vorstellen kann. Die schwedische Autorin interessiert sich für eine Randgruppe, die Roma, die in den Konzentrationslagern noch grausamer als die Juden verfolgt wurden. Erst kürzlich wurde mir bewusst, als ich von einem Roma-Denkmal in Berlin - das verschandelt wurde - gelesen habe, dass es noch viele Gruppen gibt, die ausgestoßen und diskriminiert werden. Mir ist beim Lesen ganz anders geworden, als würde der Leser das Erzählte selber erleben. Das ist ein Buch, das niemand auslassen darf, hervorragend geschrieben und einzigartig in seiner Art.
 

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Mit "Die dunkle Seite der Liebe" - 1400 Seiten! - wurde Rafik Schami richtig berühmt. Doch sein Meisterwerk ist jetzt "Sophia, oder Der Anfang aller Geschichten". Dieser Autor, der sich seit seinem Exil 1971 zwischen zwei Welten bewegt, und auch scharfzüngige Antworten für aktuelle Krisen parat hat, weiß, dass auch die Europäer für orientalische Geschichten ein offenes Ohr haben. Er vermittelt und begründet, er ist ein Geschichtenerzähler, der mutig seine Gedanken äußert zur Orient-Problematik und doch nie die Macht der LIebe und den Zauber seiner arabischen Heimat, wo Christen und Muslims einen düsteren Alltag bestreiten, aus den Augen verliert. Es ist der Blick eines Heimkehrers, der Jahre das Leben eines Immigranten geführt hat und große Enttäuschungen im Heimatland erlebt. Nicht nur die Liebe, sondern auch Geschichten verbindet die Menschen - wir brauchen mehr Autoren wie Rafik Schami, eigentlich hätte er den Literaturnobelpreis erhalten sollen.
 

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Der dritte Roman der Skandalautorin Charlotte Roche hat mich nicht überrascht. Alles in allem beschreibt sie erneut eine gescheiterte Frauenfigur. Inhaltlich geht es um Alkohol, Drogen und um Tablettensucht, und einem Ehemann, der es nicht schafft, seine gestörte Frau zur Räson zu bringen. Das gemeinsame Kind wird völlig vernachlässigt. Roche schreibt über Angststörungen, intime Beziehungen zum Kindermädchen und ekelhafte Fantasien. Empfehlen kann ich dieses Buch nicht, doch das war bei den ersten beiden Romanen von Charlotte Roche genauso. Auf weitere Romane von ihr kann man gut verzichten - oder auch nicht!
 

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Wenn Sie in der nächsten Zeit vorhaben, eine Kreuzfahrt zu machen, dann lesen Sie dieses Buch nicht. In dem Thriller "Passagier 23" nimmt uns Sebastian Fitzek mit auf eine tödliche Schiffsreise, die spannender nicht sein könnte. In dem Buch geht es um den ehemaligen Polizeipsychologen Martin Schwartz, dessen Familie vor Jahren bei einer Kreuzfahrt verschwunden ist. Seit dem Vorfall leidet er unter großen Depressionen und verliert seinen Lebenswillen. Als er einen Tipp für die Aufklärung zum Tod seiner Familie bekommt, macht er sich an Bord der "Sultan of the Seas" auf die Suche nach Hinweisen, bei der er selbst in tödliche Gefahr gerät. Wieder einmal schafft es Fitzek, den Leser mitzureißen und man kann - einmal angefangen - gar nicht mehr aufhören.
 

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Die beiden Autoren, die seit 25 Jahren Bestseller im spirituellen Bereich schreiben, möchten dem Leser auf amüsante Weise den Lebensrhythmus einer Schildkröte näher bringen und uns zeigen, wie wir das Dasein in unserer gestressten Zeit endschleunigen können - was ihnen durchaus gelingt. Mit Orientierungslosigkeit, Ängstlichkeit oder Hektik besser umzugehen, all dies und noch mehr können wir von Kurma (Schildkröte) anhand von Gesprächen lernen. Sie führt uns auf den Weg zu mehr Gelassenheit und einem zufriedenen Jetzt. Das Buch ist in einzelne Themenbereiche eingeteilt, so kann man immer wieder nach Lust und Laune darin Kapitel heraus picken, grade wozu man Lust hat. Für Menschen, die sich gerne immer wieder Gedanken über ihren Lebensstil machen!
 

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Ein Jahr ohne Schuhe? Ja, es ist möglich! Die erfolgreiche Autorin besitzt 200 Paar Schuhe und beschließt ein Jahr ohne Schuhe zu leben (gehen). Gar nicht so einfach auf Reisen, Lesungen, Restaurantbesuchen.....Jedes Monat erzählt sie über Ihre Erfahrungen, Reaktionen und Gespräche,....Sehr faszinierend. Unseren leidgeplagten Füßen sollten wir wieder mehr Aufmerksamkeit und Freiheit schenken! Ich liebe dieses Buch. Einen Selbstversuch starte ich vorerst zu Hause, wer weiß wie es weitergeht?
 

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Der britische Verhaltenspsychologe bringt uns die Macht des Schlafes näher. Warum wir in Farbe oder Schwarz/Weiß träumen? In 8 Lektionen erhalten wir dies und andere interessante Themen verständlich erklärt. Sei es die Kraft des Nickerchens oder die Fähigkeit, wieder wie ein Baby zu schlummern, alles kann man wieder erlernen. Besonders hervorheben möchte ich die Aufgaben, die nach jeder Lektion angeführt sind. Diese nehmen zwar etwas Zeit in Anspruch, geben aber durchaus interessante Einblicke in unseren Schlaf. Interessant geschrieben, gibt Anregung, seine Schlafgewohnheiten zu überdenken und zeigt den Weg zu einem besseren Schlafgefühl. Nicht nur für Schlechtschläfer, sondern für jeden Menschen der gerne gut schläft;
 

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Burger waren schon immer in meinem Kochrepetoire zu finden. Jetzt musste Abwechslung her und mit Better Burger gefunden! Ein kreatives, innovatives, übersichtliches Burgerbuch. Die Rezepte sind gut zum Nachkochen, mit Zutaten, die man meistens zu Hause hat. Besonders zu erwähnen sind die köstlichen Buns und Saucen, alles einfach zum Zubereiten, auch für Kochanfänger. Jedem Burgerfan kann ich dieses Buch nur empfehlen!
 

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Eine Frau springt. Jamal ist dabei. Niemand glaubt ihm seine Geschichte, und bald weiß weder er noch der Leser wem er vertrauen kann. Ein Roman, der in das Genre Krimi passt. Die Leselust bleibt bis zum Ende ungebremst, der Schreibstil geradlinig gehalten, das Ende überrascht, sehr spannend geschrieben.
 

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Eine Dreiecksgeschichte in Form einer Komödie, erzählt von Protagonisten, die auf der ständigen Suche nach Selbstverwirklichung sind. Soboczynski schreibt wortgewandt; mit trockenem, unterschwelligem Humor beleuchtet er die Gesellschaft in ihrem Zeitgeist sehr treffend. Wieder hält uns Soboczynski unseren eigenen Spiegel vor. Lesen und schmunzeln!
 

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Bereits 1980 ist dieser Roman erschienen und nun zum Glück neu übersetzt worden! Eigentlich rekapituliert Caroline darin nur ihre 20-jährige Ehe mit Ivan. Und eigentlich passiert nichts Großartiges. Aber ist es nicht in der heutigen Zeit überhaupt schon etwas Seltenes, wenn eine Beziehung so lange hält - mit allen Höhen und Tiefen, Streitereien, Versöhnungen, Ängsten und Problemen rund um die Kindererziehung? So unspektakulär das Eheleben auch scheinen mag, erzählt Lynne Schwartz es schmunzelnd, berührend, spannend und so nachvollziehbar!
 

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Dieser Ostberliner Autor ist eigentlich Musiker, und doch finde ich keine Musik in seiner Sprache. Das stört aber nicht, denn sobald man sich als Leser an die knappe Erzählweise - fast telegrammartig - gewöhnt hat, schon ist man mitten drin in der Geschichte. Und auch wenn die erzählenden Personen ständig wechseln, verliert man nie das Interesse daran. Diese Familiengeschichte umspannt ein ganzes Jahrhundert und mehrere Kontinente. Auch wenn man glaubt, alles schon gelesen und gehört zu haben, so ist es doch diese Suche nach Nähe, nach Zugehörigkeit, nach Familie, die aufs Neue berührt und zum Nachdenken anregt. Glaubt man Herzberg, so gibt es nichts Wichtigeres.
 

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Wallant zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der Generation Philip Roth, Norman Mailer und Saul Bellow. Ich kenne alle drei, doch mit Wallant musste ich mich doch länger befassen, um mit seinem Stil warm zu werden. Die Hauptfigur, Sol Nazerman, ist absolut nicht liebenswert, obwohl man immer weiß, was ihm widerfahren ist und dass er den Verlust seiner Frau und Kinder im Konzentrationslager noch immer nicht überwunden hat. Und doch ist er weise, und doch strahlt er eine Würde aus, die in jeder Zeile zum Vorschein kommt. Wallant ist jung gestorben, viel zu jung. Die Ereignisse in Spanish Harlem führen immer wieder dazu, dass der Holocaust in Sols Träumen zum Vorschein kommt, Wallants behutsames Herantasten an das Thema zeugen von großem Können und es ist nicht erstaunlich, dass dieser Klassiker auch verfilmt wurde.
 

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Schon bei "Blasmusikpop" musste ich mehrmals laut lachen, doch "Makarionissi" hat mich noch mehr von Vea Kaisers Talent überzeugt. Diese junge Österreicherin ist nicht nur sehr intelligent, sie hat auch ein großes Herz und einen grandiosen Humor. Ich wage den Vergleich mit Michael Köhlmeier, denn an Lebenserfahrung steht ihm Vea Kaiser in nichts nach. Auch weiß sie die Mythologie gut einzusetzen, eine Weile habe ich mich als Leserin fast wie eine Göttin gefühlt!
 

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Ich möchte nicht mehr 22 sein, ich möchte nicht mehr der ersten großen Liebe nachtrauern müssen, aber ich weiß trotzdem noch, wie es sich damals angefühlt hat. Arno Geiger hat bereits mit "Der alte König in seinem Exil" ein sehr persönliches Buch verfasst, und auch bei diesem neuen Roman spüre ich, dass Arno Geiger viel seiner eigenen Sorgen und Ängste der Jugend preisgegeben hat. Die Kraft dieses Romans liegt in der Ruhe, in der schönen Sprache, in der Zufriedenheit des Flusspferds. Arno Geiger gehört für mich zu den ganz großen österreichischen Schriftstellern.
 

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Es gibt Ereignisse im Leben, die man sich nicht erklären kann. Vielleicht haben sich die Dinge gefügt, vielleicht war es aber auch Magie. Gilbert erklärt uns diese magischen Momente, in der Inspiration ein Kunstwerk erschafft, das alles Gewesene in den Schatten stellt. Beim Schreiben braucht es viel Inspiration und Magie, ein Geistesblitz trifft auf die richtige Person. Die Schriftstellerin weiß seit ihrem Erfolg "Eat Pray Love" viel darüber zu berichten. Schon damals hat sie uns bewiesen, dass es nicht immer leicht ist, der inneren Stimme zu folgen und den eigenen Weg zu gehen. Sie rät uns zu einem Aufbruch, sie überzeugt mit ihrer Ehrlichkeit und ihre Worte geben Kraft und lassen uns an die eigene Magie glauben.
 

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Maria Lang ist DIE schwedische Krimikönigin! Von 1946 bis 1990 veröffentlichte sie jedes Jahr einen Roman. Und dennoch war sie mir (als Krimi-Vielleserin) völlig unbekannt, denn erst jetzt erscheint ihr erster Krimi in wunderschöner Ausstattung auf deutsch. Man kann nur hoffen, dass weitere rasch folgen! Zusammen mit der jungen Studentin Puck begibt sich der Leser auf eine abgelegene Insel, um im Freundeskreis ein paar unbeschwerte Ferientage zu verbringen. Man feiert Mittsommer, man schwimmt, tanzt, flirtet, der Alkohol fließt in Strömen. Das schwedische Postkartenidyll endet erst, als Puck im Wald auf die erste Leiche stößt. Ein abgelegener Tatort, jede Menge Intrigen und Verwicklungen, falsche Verdächtigungen, ein weiterer Mord... hier ist alles drin, was einen guten Krimi ausmacht! Die Aufregung, die das Buch seinerzeit auslöste, weil zwei der Hauptfiguren in eine homosexuelle Beziehung verstrickt sind, mag man heute nicht mehr ganz nachvollziehen; jetzt ist man auf altmodisch-frivole Art angenehm unterhalten und tappt in diesem Lügengeflecht auf der Suche nach dem Täter lange im Dunkeln.
 

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Ilija Trojanow gelingt es, auf knapp 80 Seiten die Misere unserer Gesellschaft präzise darzulegen: von Milliardären, die immer reicher werden; vom Prekariat, dass trotz Arbeit nicht würdig leben kann. Er prangert unser System an, dass Menschen, die anscheinend nichts zur Wirtschaftsleistung beitragen, als überflüssig erachtet. Aber gerade diesen Menschen, die sich z.B. um ihre Kinder kümmern, zuhause ihre Verwandten pflegen oder sich in einer Non-Profit-Organisation ehrenamtlich engagieren, gebührt der größte Respekt! Menschen dürfen nicht durch Maschinen ersetzt werden! Und wir müssen uns unverzagt vorstellen, wie eine bessere und nachhaltigere Wirtschaft aussehen könnte.
 

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Monique Schwitters ist eine begnadete Erzählerin. Während sie an diesem Buch schreibt, im Frühjahr 2013, beschäftigt sie sich mit ihren 12 Lieben. Gleichzeitig ist ihre Ehe dabei, in die Brüche zu gehen. Ihre Gefühle fließen in jedes Kapitel, in jede Beziehung ein, sie beeinflussen auch den Stil. Vom Aufbau her erinnert mich "Eins im Andern" an den großartigen Roman von Harald Martenstein "Gefühlte Nähe", der auch 8 Männer erzählen lässt, die EINE Frau geliebt haben. Ich finde, Monique Schwitters hätte den Deutschen Buchpreis mehr als verdient, aber diese Auszeichnung bekommt sie sicher noch!
 

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Anwälte, Richter, Journalisten, etc. - diese Menschen werden immer Vorbilder für großartige Romanfiguren in Italien sein. Der linksextreme Terror herrscht in Mailand, und Colnaghi, ein junger aufstrebender Anwalt, möchte im Namen des Gesetzes der Roten Brigade gegenübertreten. Der Autor orientiert sich an historischen Fakten und mündlichen Überlieferungen, auch die Geschichten der Resistenza fließen mit ein. Giorgio Fontana kann mit den ganz großen Autoren - wie zum Beispiel Umberto Eco - auf jeden Fall mithalten, seiner Sprache können wir nicht entkommen, seinen Themen schon gar nicht!
 

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Auch wenn diese Autorin fast jedes Jahr einen neuen Roman vorstellt, bleibt die Qualität ihrer Bücher immer gleich gut: Isabel Allende fesselt und bewegt jedes Publikum, egal welchen Alters. Ihre Themen sind modern, sie strebt danach, dunkle Kapitel in der Geschichte aufleben zu lassen, mit großer Ernsthaftigkeit! Am meisten zum Nachdenken hat mich die Gefangenschaft der japanischen Emigranten in Amerika nach dem Angriff auf Pearl Harbor gebracht, obwohl ich mit diesem Thema bereits vertraut war. In diesen Lagern sind Familien zerbrochen. Allendes Botschaften sind universell und sie bleibt für mich eine der großartigsten Erzählerinnen!
 

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Der Vergleich mit J.D. Salinger kommt wohl daher, dass Moore die "Lost Generation" beschreibt, allerdings aus der weiblichen Sicht. Der großartigen Autorin Emma Straub ist es zu verdanken, dass dieses 1956 erschiene Kultbuch wieder auf deutsch neu herausgebracht wurde. Sie hat auch ein bemerkenswertes Nachwort für diesen Roman geschrieben. Ein junges Mädchen in den 50gern hatte es nicht leicht: berauschende Parties, Alkoholexzesse, gescheiterte Elternhäuser, erwachende Sexualität, jugendlicher Weltschmerz, Depressionen, etc. und doch bleibt die Lektüre erfrischend optimistisch, geschrieben von einer 18 jährigen! Wir erfahren so viel über die junge Courtney Farrell, als wären wir aktuell in dieser Lebensphase. Pamela Moore hatte einen exklusiven Stil, der ganz meinen Geschmack getroffen hat. Ein köstlicher Lesecocktail!
 

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David Wagner schreibt über dieses Buch: "Wir sollten alle im Auerhaus wohnen" und dem kann ich nur folgendes hinzufügen: die Gemeinschaft im Auerhaus, die bunt zusammengewürfelte Wg, vefolg das Ziel, dem Tod zu entkommen und gleichzeitig erwachsen zu werden. Bov Bjerg erschafft Romanhelden, die man in zahlreichen Songs wiederfinden könnte und die dem Leser ans Herz wachsen. Frieders Sätze gehen mir jetzt noch nahe, so viel abgeklärter Weltschmerz und trockener Humor steckt hinter seinen Aussagen. Auch wenn es diese Gemeinschaft heute nicht mehr gibt, weckt dieses schöne Buch in uns die Sehnsucht nach Heimat, Freundschaft und Schwerelosigkeit.
 

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Diesem großen slowenischen Autor gebührt Anerkennung. Die Geschichte des verschwundenen Ehepaars 1944 - entführt von Partisanen - eine wahre Begebenheit, die erst im März 2015 aufgeklärt werden konnte - kann nicht von einer einzigen Person erzählt werden. Drago Jancar lässt sie alle zu Wort kommen: den Liebhaber, die Mutter, den deutschen Wehrmachtsarzt, die Zofe und einen Partisanen. Man glaubt, die Schlossherrin Veronika zu kennen, doch mit jedem Erzählstrang kommt ein neuer Aspekt des Krieges, der Geschichte, der wahren Person zum Vorschein. Mit einfachen Sätzen lässt Jancar den Krieg wieder vor unseren Augen aufleben.
 

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Dieser Roman entstand bereits 1980, und doch hat er nicht an Bedeutung verloren. Caroline beginnt an einem Nachmittag, an dem ihr Mann Ivan nicht vom Joggen nach Hause kommt, ihr ganzes Eheleben von vorne aufzurollen. Und dabei erzählt sie nicht nur von ihrem romantischen Kennenlernen in Rom und den ersten Jahre der Verliebtheit, sondern auch den Zweifeln, die sie immer wieder überkommen haben. In den folgenden Jahren leben sie sich immer wieder Auseinandern, Angst, Affairen und Schicksalsschläge setzen ihnen zu. Mit viel Feingefühl und Scharfsinn widmet sich diese Autorin dem Beziehungsleben und dem Durchhalten. Absolut lesenswert!
 

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Dieser Autor ist mir bereits 2010 aufgefallen. Mit seinem ersten Buch "Anima" hat dieser Vorarlberger Newcomer einen historischen Entwicklungsroman geschrieben, der mich sprachlich überzeugt hat. Und wieder beweist er, dass ihm diese Epoche vor 100 Jahren sehr liegt. Dieser große Erzähler beeindruckt mit detailierten Natur- und Charakterbeschreibungen und mit einer berührenden Lebensgeschichte. Dies ist kein sentimentaler Heimatroman sondern große Literatur!
 

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Wieder ist Jodi Picoult ein wahres Meisterwerk gelungen. Der Roman hat mich gefesselt und teilweise zu Tränen gerührt. Die Hauptfigur Sage Singer arbeitet als Bäckerin nur nachts und lebt aufgrund einer Narbe im Gesicht sehr zurückgezogen. In der Trauergruppe, die sie nach dem Tod ihrer Mutter besucht, lernt sie den neunzigjährigen Josef kennen. Sie freunden sich an. Josef bittet sie um einen Gefallen, den sie ihm unmöglich erfüllen kann. Nach und nach erfährt Sage, dass ihr Freund ein schreckliches Geheimnis bewahrt, und dass dieses Geheimnis auch unmittelbar mit ihrem Leben zu tun hat. Das genial geschriebene Werk der Autorin wechselt zwischen der Gegenwart und dem zweitem Weltkrieg, den Sages Großmutter in Ausschwitz überlebt hat. Beide Frauen kannten beziehungsweise kennen Josef. Dennoch ist letztendlich nichts wie es zu sein scheint. „Bis ans Ende der Geschichte“ ist ein sprachliches Highlight meiner Lieblingsautorin Jodi Picoult und auf jeden Fall ein Muss für Lesefreunde.
 

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Beryl wächst im Afrika der 30er Jahre auf und überzeugt als erste weibliche Pferdetrainerin. Sie musste als junge Frau "unverliebt" heiraten, um überhaupt im Land bleiben zu können. Über den Großwildjäger Denys Finch Hatton, Lebensgefährte von Karen Blixen, entfacht Beryl ihre Leidenschaft zum Fliegen. Ein wunderbarer biografischer Roman über das Leben von Beryl Markham, der ersten Frau, die den Atlantik von England aus überquerte. Für all jene, die "Out of Africa" geliebt haben, sowie an der Geschichte einer starken Frau interessiert sind, ist dieses Buch ein Muss!
 

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Vier Freunde - vier Lebensentwürfe, so lässt sich dieser faszinierende Roman aufs Kürzeste zusammenfassen. Der Autor begleitet vier Feunde aus der französischen Provinz von ihrem Abitur über einen Zeitraum von dreißig Jahren. Er beschreibt ihre Suche nach sexueller Identität, wirtschaftlichem Erfolg, künstlerischem Ausdruck und politischer Macht. Die Geschichten werden miteinander verschränkt, so dass man am Ende nicht nur die einzelnen Lebenswege der Protagonisten nachvollziehen kann, sondern auch die Entwicklung der verschiedenen Freundschaften untereinander. Herausgekommen ist ein nachdenklich stimmender Roman über das Glück und seine verschiedenen Erscheinungsformen.
 

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Der Pole Ludwik lebt schon seit vielen Jahren in Österreich und soll nun endlich die Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. So weit, so erstrebenswert. Allerdings liegt einige Tage nach der Verleihungszeremonie auch schon der Einberufungsbefehl in Ludwiks Briefkasten... Radek Knapp beschert uns einen liebenswerten Schelmenroman mit liebevoll ironischem Blick auf österreichische Eigenheiten, das Beamtenwesen, das Alter und den Tod. Ein leichtfüßiger Gipfelsieg für diesen Gipfeldieb!
 

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Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch lesen soll und im Nachhinein würde ich es bereuen, hätte ich es nicht getan. Ein Überlebenskampf, technisches Wissen, wissenschaftliches Denken und ein Hauch von Gefühlen, machen dieses Buch zu einem der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Realistische Science-Fiction vom Feinsten.
 

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Ist alles im Leben dem Schicksal unterworfen und was ist vorbestimmt? Gibt es doch ein rotes Band der Liebe, das nicht verknotet sein soll? Wie kann Theresa den Knoten lösen, um zu ihrer Bestimmung zu gelangen? Die Geschichte der drei Frauen führt von China nach Hawaii, der geschichtliche Hintergrund ist brilliant recherchiert worden. Man kann diesen Roman nicht mehr weglegen jede Zeile fesselt. Fazit: mit der Zeit erfüllt sich auch das eigene Schicksal, daran muss man nicht einmal glauben!
 

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Die Jury des Costa Award hat dieses Werk als das beste Buch des Jahres 2014 ausgezeichnet. Zurecht, ich kenne wirklich kein vergleichbares Werk,das einen ähnlich in den Bann zieht. Die Zähmung eines wilden Tieres kommt der Zähmung der Natur, der Reise zu sich selbst, gleich, dieses Abenteuer ist magisch. Geradezu atemlos begleitet der Leser Helen, die an ihre Grenzen stößt. Man spürt ihre Angst, ihr mangelndes Selbstbewusstsein, ihren Verlust in jeder Begegnung mit Mabel, und man freut sich mit ihr über jeden kleinen Erfolg. Überglücklich habe ich dieses Buch zugeklappt, als wäre Helens Erfolg mein eigener gewesen!
 

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Die Lager in Schweden füllen sich in den Wochen nach dem Krieg mit Kranken, die den Krieg, den Holocaust überlebt haben. Und manche sind zum Sterben gekommen. Die Menschen helfen, vor allem das Internationale Rote Kreuz, doch im Fall von Lili und Miklos hat die Liebe einige Hindernisse zu überwinden, sogar den Tod zu überlisten. Es ist die Geschichte von Peter Gárdos Eltern, die sich in Schweden über Monate hinweg nur mit Briefen kennen und lieben gelernt haben. Das Grauen des Krieges verlässt das Liebespaar nie, auch wenn Schweden für sie ein Ort wurde, wo ihnen viel Mitgefühl entgegengebracht wurde. Dieser Roman ist stark, er erzählt von Glück, von einer Gemeinschaft, die überlebt hat, von einer Liebe, die bis zum Tod andauert und auch den Nachkommen noch Kraft gibt.
 

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Marias macht neugierig. Mit jedem Satz schürt er das Feuer. Und die Geschichte ist stark. Die von Beatriz und Muriel, denn Marias kennt die menschliche Seele, jede Nuance, jede Stimmung. Er weiß sie zu deuten und klug interpretiert er jedes rätselhafte Ereignis, jedes Gespräch. Er ist wirklich ein außergewöhnlicher Autor, der uns niemals mit Banalitäten langweilt. Spanien nach der Diktatur war belastet, eine Amnesty hat sich auf das Land gelegt. Niemand durfte über die Vergangenheit sprechen, nichts belastendes sollte an die Öffentlichkeit kommen. Doch Marias bringt die Wahrheit ans Licht, seine Version der Tatsachen wird hier meisterlich wiedergegeben!
 

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Der österreichische Autor Andreas Gruber ist meiner Meinung nach einer der besten Thriller-Autoren, der mir seit langem untergekommen ist und somit nicht ohne Grund ein Bestsellerautor. Mit seinem Buch "Todesfrist" hat er einen genialen Auftakt zur Buchreihe mit dem eigenartigen Ermittler Maarten S. Sneijder geschaffen. Mit viel Spannung und schwarzem Humor leitet einen Andreas Gruber mit drei verschiedenen Handlungssträngen durch diese spannende Geschichte, die quer durch Deutschland führt und ihr finales Ende in Wien findet. Es ist wirklich ein Muss für jeden Krimifan, aber aufgepasst: Diese Geschichte ist wirklich nichts für schwache Nerven!
 

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Catherine, die Protagonistin dieses spannenden Romans steht mit beiden Beinen sicher im Leben. Beruflich erfolgreich, verheiratet mit einem tollen Mann, einen Sohn auf den, sie stolz ist, scheint ihr Glück perfekt zu sein. Bis sie eines Tages ein Buch auf ihrem Nachtschrank entdeckt, dessen Herkunft nicht bekannt ist. Schon bald merkt sie, dass sie in diesem Buch die Hauptfigur ist. Daraufhin gerät ihr Leben aus dem Fugen, und sie muss sich mit den Geschehnissen ihrer 20 Jahre zurückliegenden Vergangenheit auseinandersetzen. Dabei droht ihre Familie zu zerbrechen, doch letztendlich ist alles anders als es scheint. Insgesamt hat Renee Knight mit ihrem Debütroman "Deadline" ein durchaus starkes Werk geschaffen. Die Erzählweise aus den verschiedenen Sichten der unterschiedlichen Charaktere gefällt mir sehr gut. Aber ich würde die Geschichte eher in die Kategorie Psychodrama anstatt Psychothriller einstufen.
 

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Dieser Debütroman von Sarah Bannan hat mir insgesamt recht gut gefallen. Es geht um Carolyn Lessing, die neu an die Adam´s High School kommt. Zunächst ist Carolyn sehr beliebt, denn sie hat alles, was man braucht um dazuzugehören. Sie ist ausgesprochen hübsch, überragend intelligent, freundlich und stilsicher. Die Mädchen bewundern sie und die Jungs himmeln sie an. Sie gehört sofort zu der beliebtesten Clique der Schule. Dann macht sie einen Fehler. Sie verliebt sich in Shane der Brookes Freund ist, dem populärsten Mädchen der Schule. Von diesem Zeitpunkt an ändert sich für Carolyn alles. Sie wird gemobbt, gequält und verfolgt und niemand hilft ihr wirklich. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr gut. Da sie diesen Roman in der ersten Person Plural - also in der "Wir" Form geschrieben hat. Diese Form wirkt, als ob man persönlich dabei wäre. Insgesamt finde ich das Buch "Die Neue" spannend, jedoch hätte ich mit einem anderen Ende gerechnet.
 

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"Made in Sweden" ist nicht nur ein spannender Thriller, sondern zeitgleich auch eine autobiographische Geschichte des Autors Stefan Thunberg, der zusammen mit Anders Roslund diesen Kriminalroman geschrieben hat. In diesem Roman stellt sich die Frage, was passiert mit Kindern, die in einer Familie voller Gewalt, Wut und Brutalität aufwachsen? Der Protagonist Leo ist der älteste von drei Brüdern, die gemeinsam mit einem Freund aus der Kindheit die Kriminalpolizei Schwedens auf Trapp halten, indem sie die größten Raubüberfälle der Geschichte Schwedens planen und ausführen. Der Aufbau des Buches ist so gestaltet, dass man Einblick in drei Perspektiven bekommt, aber hauptsächlich ist der Roman aus Leos Sicht geschrieben. Dieses Buch schafft es, dass man Sympathie für die Verbrecher entwickelt und sich wünscht, dass die Polizei sie nicht schnappen kann. Ein Kriminalroman,der einen stellenweiße den Atem raubt und sicherlich mehrere schlaflose Nächte beschert. Ich kann nur sagen: 100% Leseempfehlung!
 

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In dem Roman "28 Tage lang" von David Safier geht es um die sechszehnjährige Mira, die mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester Hannah im Warschauer Ghetto lebt. Um sich über Wasser zu halten, bringt Mira sich jeden Tag aufs neue in Lebensgefahr, indem sie Lebensmittel ins Ghetto schmuggelt. Als die SS beschließt, die Bewohner des Ghettos zu ermorden, schließt sich Mira dem Widerstand an. 28 Tage. Länger als jeder andere Widerstand, können die Bewohner den Nazis trotzen. 28 Tage, in denen Mira ganz unterschiedliche Erfahrungen machen muss. Ein wirklich tolles Buch von David Safier, der sich ja sonst immer eher von der humorvolleren Seite zeigt.
 

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In dem Thriller "Totenbleich" von Michael Katz Krefeld geht es um den vom Dienst suspendierten Polizisten Ravn, der sein Leben seit der Ermordung seiner Frau Eva nicht mehr im Griff hat. Als sein Freund Johnson ihn um Hilfe bittet, ein vor Jahren verschwundenes Mädchen aufzuspüren, will Ravn zuerst ablehnen, doch dann nimmt er sich der Sache doch an. Dadurch bringt er so manche Steine ins Rollen, die er vielleicht lieber nicht in Bewegung hätte setzen sollen. Durch seinen lockeren Schreibstil und die ständig wechselnden Schauplätze schafft er es, die Spannung auf den Höhepunkt zu treiben. Einmal angefangen muss man einfach weiterlesen. Ein wunderbares Buch, Michael Katz Krefeld ist ein Meister des Thrillergenres und absolut lesenswert.
 

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In diesem spannenden Thriller geht es um die junge Starmoderatorin Rebbeca Thorne, die gerade von einer Pechsträhne verfolgt wird. Ihr Sender hat sie gekündigt, und der Mann, den sie liebt, hat die Beziehung beendet. Aber anstatt in Selbstmitleid zu versinken, sucht sich Rebbeca eine neue Aufgabe, in die sie sich reinhängen kann, sie beginnt in einen alten Mordfall zu ermitteln, um die Recherchen dann für ihr neue Sendung zu verwenden und bringt dadurch so einiges durcheinander und sorgt für große Furore. Paddy Richardson hat mit Rebbeca Thorne einen sehr sympathischen Charakter erschaffen, und es würde mich sehr freuen, wenn sie bei ihrem nächsten Buch wieder sie als Protagonistin einsetzt.
 

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Der Debütroman "Die stille Frau" von A.S.A. Harrison ist ein sehr gelungener Ehethriller. Die Protagonistin Jodi Brett ist eine sehr liebenswürdige Person. Sie arbeitet als Psychotherapeutin, ihr Lebensmittelpunkt jedoch ist ihr Lebensgefährte Todd, den sie über alles liebt. Doch dieser lebt ein Doppelleben, obwohl er Jodi liebt, geht er einer Affäre mit der Studentin Natasha ein, und schwängert sie. Daraufhin gerät Jodis und sein Leben total aus den Fugen. Dieser Thriller schildert auf eine beängstigende Weise, wozu ein Mensch fähig ist, der zutiefst verletzt wird. Ein sprachlich und inhaltlich perfektes Werk, das man mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann. Leider ist das der einzige Roman der Autorin, die Anfang 2013 verstarb.
 

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In diesem Thriller geht es um Julia, eine Mutter im mittleren Alter mit einer Vergangenheit im Drogenmilleu, die mit der plötzlichen Ermordung ihrer jüngeren Schwester Kate nicht fertig wird. Da Kates Mörder nicht gefunden wurde, macht sich Julia selbst auf die Suche und begibt sich dabei in tiefe Abgründe und gefährtet ihr Leben und das ihrer Familie. S.J. Watson hat mich mit diesem Thriller sehr überrascht, und meiner Meinung nach sein erstes Werk "Ich. darf. nicht. schlafen" übertroffen.
 

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Ava Dellaira ist mit ihrem Erstlingswerk "Love Letters to the Dead" ein grandioses Buch gelungen. Sie schafft es, mit wenigen Worten die Seele zu berühren und hinterlässt einen bleibenten Eindruck. In diesem Buch geht es um die Jugendliche Laurel, die sich nach dem Tod ihrer Schwester May gezwungen fühlt, in ihre Fußstapfen zu treten, um ihr näher zu sein, dabei verliert sie sich aber selbst immer mehr. Als sie in Englisch die Aufgabe erhält, einen Brief an eine verstorbene Person zu schreiben, beginnt für die junge Laurel eine schwierige Reise zu sich selbst. Mit dem Tod ihrer Schwester geht für Laurel eine wundervolle Kindheit voller Träume zu Ende, und sie begibt sich auf den steinigen Weg des Erwachsenwerdens. Ein wunderbares Buch über Liebe und Verlust. Ein Roman, den ich jedem weiterempfehlen kann, und aus dem man einiges für sich selbst lernt.
 

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Der Hang zur Übertreibung haftet Franzen an, 800 Seiten sind nicht leicht zu bewältigen. Doch erstaunlich ist, dass ich mich als Leser nicht zwingen musste, diesen fulminaten Roman zu lesen. Franzen ist ein Genie, er ist der Größte, eine Enthüllung jagt die andere und niemals verstrickt er sich in einen Widerspruch. Sein ehrgeiziges Projekt ist ihm gelungen!
 

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Ich würde diesen Roman nicht als einen historischen Roman bezeichen, obwohl er im 5. Jahrhundert in England spielt. Es ist richtig, dass wir wenig über diese Zeit wissen, doch könnte Ishiguro seine Parabel über die Menschheit auch in der Jetztzeit ansiedeln. Denn die Themen sind allgemeingültig: Der Nebel des Vergessens hüllt auch uns ein, lieber wiederholen wir die Fehler der Vergangenheit und führen erneut einen Krieg. Das alte Paar, das sich auf die Suche nach ihrem Sohn macht, muss sich schlussendlich beweisen, dass ihre Liebe groß genug ist, ihre Erinnerungen stark genug, und ihr Mut, loszulassen, vorhanden ist. Und die Fabelwesen, die gleichermaßen auch in Tolkiens Werken vorkommen, sind nichts anderes als eine eindrucksvolle Allegorie auf des Leben selbst. Lest und deutet selbst, die Bedeutung dieses Werks erschließt sich auch dem einfältigsten Leser!
 

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Ein Genie wird geboren, doch wie es meistens ist, bleibt dieses Genie sein Leben lang unverstanden. Mai Jia gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller Chinas, und nun dürfen wir teilhaben an seiner Größe. Dieser Roman ist schon 2002 erschienen. Der Welt der Mathematik, der Kryptologie, der Geheimwissenschaften haftet normalerweise eine wissenschaftliche Nüchternheit an, die Mai Jia gekonnt in eine außergewöhnliche Geschichte packt, deren schelmenhafte Szenen unvergesslich bleiben. Von solch einem Talent kann jeder andere Autor nur träumen!
 

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Palästina kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: Die ganze Welt steht vor einem Neuanfang, doch am schwierigsten ist es in einem Land, dass sich mit Überlebenden und dem Gedenken an all die Opfer füllen muss. Lilya Wasserfall ist sich selbst nicht klar, auf welcher Seite sie steht, erst ihre Reise nach Deutschland, in die überlaufenen Flüchtlingslager, ihre Suche nach einem verschollenen jüdischen Wisssenschaftler, lässt sie klar auf die Seite des Widerstands wechseln. Dieses Buch erscheint zu einer Zeit, in der wir mit einer neuen Flüchtlingsproblematik konfrontiert werden. Ein empfehlenswerter Roman, über eine Zeit des Umbruchs, der Neuorientierung. Und an Aktualität nicht zu übertreffen!
 

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Ein Geständnis in eigener Sache: das ist mein erster „Eco“. Obwohl ich mich in meinem Studium damit befassen hätte sollen, habe ich mich immer vor der Lektüre dieses bedeutenden Schriftstellers gedrückt. Eco gibt in diesem Roman dem Leser mehr als deutlich zu verstehen, wie die Medien wirklich funktionieren. Spannend erzählt er, wie das Projekt „Domani“ entsteht, zu welchen Ereignisse die Erstfassung einer Zeitung führen kann. Die Gefahr der Enthüllung zieht sich durch das ganze Werk, die dunklen Machenschaften der Politiker, die unseligen Affairen bedrohen die Nullnummer. Interessant sind auch die Einfälle der Journalisten, wie sie ihre Leser manipulieren können. Eco begibt sich in seinem neuen Roman auf gefährliches Terrain: Eine Enthüllung jagt die andere, seriöse Journalisten, Politiker und Anwälte gibt es keine mehr, und in Wahrheit werden wir seit Jahren belogen!
 

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Unser Held denkt sehr schnell und er denkt immerzu. Und seine Gedanken sind dermaßen kompliziert, dass man als Leser teilweise überfordert ist. Faszinierend ist diese Offenheit, das Eingestehen der eigenen Schwächen, die Sorge um all seine Mitmenschen. Als Egoisten darf man ihn auf keinen Fall abstempeln, eher als einen gelangweilten arbeitslosen Mitdreißiger, der versucht, sein Leben zu versüßen. Dabei verstrickt er sich aber zu sehr in seinem Bemühen, läuft Gefahr alles zu verlieren; Gesund ist das sicher nicht mehr. Wer also gelangweilt ist und die eigene Gedankenwelt halbwegs im Griff hat, kann sich getrost einen Nachmittag darauf einlassen; es kann ein Vergnügen sein, sich im Kopf dieses Mannes zu befinden.
 

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In dreißig Jahren, fast ein halbes Leben später, verändert sich der Mensch. Vieles liegt bereits hinter einem, und doch kann man wieder auf einen anderen Menschen zugehen und ihn wieder lieben lernen. Das passiert auch Schmied und Astrid. Sie beschließen ihre letzte Reise nach Frankreich zu wiederholen, und doch ist sie nicht gleich wie vor dreißig Jahren, als die beiden jung waren. Geschickt und mit humorvollen Dialogen wagt sich der Schweizer Autor auf eine Tour de Force der menschlichen Gefühle. Ich bewundere ihn für seine Begabung, Beziehungen und ihr Gelingen oder Nichtgelingen so treffend darzustellen. Schon sein erster Roman, "Keller verliert ein Wort", war ein Volltreffer, hier toppt er seinen Erstling noch einmal!
 

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Es ist wirklich ein schönes Buch, das uns wieder daran erinnert, wie wichtig manche Menschen für unser Leben sind. Babette war zwar nur die Kinder- und Putzfrau, doch sie hat eigentlich eine ganze Familie zusammengehalten. Erst ihr Verschwinden bringt das Paar dazu, an ihrer Beziehung und an ihren persönlichen Zielen zu arbeiten. Sie forschen nach und finden heraus, was babettes Geheimnis war. Zutiefst menschlich und einfach berührend !
 

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Zuerst war ich leicht irritiert über die Erzählform des Autors, denn Foenkinos baut seine Kapitel wie ein langes Gedicht, er malt die Geschichte. Denn er hat die Bilder von Charlotte Salomon kennen und lieben gelernt. Im Exil hat die junge jüdische Künstlerin viele Bilder entstehen lassen, die ihr Leben erzählen. Mit der Zeit begreift der Leser, dass er es hier mit einem besonderen Werk zu tun hat. Liebevoll führt uns der französische Schriftsteller von Bild zu Bild, seine Suche nach der Wahrheit hat sich gelohnt.
 

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Dieser im Wagenbach Verlag erschienene Roman ist wahrhaftig ein burlesker Versuch, den Leser durch ein ganzes Jahrhundert rumänischer Geschichte zu führen. Mal ernst, mal derb und heiter erschafft die Autorin eine Familiensaga mit tiefem Hintergrund. Der Fluch machte die Ahnen sehr findig in ihrem Bemühen, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Manchmal zum Todlachen, und doch mit einem Érnst, der tief berührt.
 

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Es gibt kein Rezept, um den plötzlichen Verlust der Mutter zu verschmerzen, doch der Versuch, nach vielen Jahren all ihre Liebe der Tochter in einem Buch mitzuteilen, kann viel von der Trauer nehmen. Durch das Nachkochen der Lieblingsrezepte schafft es die junge Frau, ihr Leben neu zu ordnen. Der Leser kommt nicht umhin, manchmal zu schluchzen und zu schniefen, doch rührselig oder oberflächlich wird es nie. Ein Buch mit Tiefgang und viel Wärme!
 

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Ich habe selten so gelungene Kurzgeschichten, die unter die Haut gehen, gelesen. Jeder "Story" wohnt ein Zauber, eine Wahrheit inne, Morre ist wirklich eine unwiderstehliche Meisterin des Sprachkunstwerks. Jedem Fehlschlag in der Beziehung liegt eine gewisse Würde zugrunde, vielseitiger kann man nicht das Verschwinden der Liebe umschreiben. Einfach genial!
 

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Meisterlich verstrickt uns die Autorin in eine Welt, in der das Zeitgefühl durcheinander gerät, und ihr doppeltes Spiel gibt uns immer wieder Hinweise, dass jede Landschaft, jede Stimmung, jede Begegnung doch hintergründig anders verläuft. Somit bleibt es immer spannend und sie zwingt den Leser, dem gut konstruierten Ende entgegen zu fiebern. Sehr gut geschrieben, ein aktuelles Thema, viele Fragen bleiben offen, denn wie redet man über das Verlassen werden und die Liebe? Ein gelungenes Werk, gemacht von einer Künstlerin.
 

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Diese Autorin wurde Zeit ihres Lebens kaum beachtet, erst jetzt wird ihr großer Ruhm zuteil. Diese Wiederentdeckung ist unglaublich. Mehr Feingefühl und literarisches Können findet man nirgendwo. Eineigige Zwillinge und doch unterschiedliche Lebenskonzepte: Die Einheit wird gebrochen, es gibt sie nicht mehr. Psychologisch hochinteressant dieses Thema! Baker war eine hervorragende, intelligente, feinfühlige und für die damalige Zeit provokative Autorin!
 

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Diese Autorin muss man bewundern. Erst nach ihrem Buch versteht man, mit welchen Tragödien der Krieg auch Generationen danach überschatten kann. Man wundert sich nicht mehr über das Schweigen, das Vertuschen, das nicht Wahrhabenwollen. Und doch ist es möglich, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ein Buch mit großem Tiefgang und Unterhaltungswert.
 

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Dieser Roman von Saucier wird zurzeit verfilmt und wir können schon auf das Ergebnis gespannt sein. Stoff bietet diese Werk auf jeden Fall. Allein die Geschichte ist stark. Überschattet vom großen Brand 1916 entsteht am See eine kleine Gemeinschaft, die, wie sich herausstellt, mehr Gemeinsamkeiten aufweist, als es den Anschein erweckt. Ich empfinde eine große Wertschätzung für diese Autorin, die mit ihrem ersten Roman völlig überzeugt. Auch im Alter gelten dieselben Regeln: die Freiheit und die Natur sind am wichtigsten.
 

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Dieses Buch erscheint zum richtigen Zeitpunkt und ist für alle Leser gedacht, die nicht genau wissen, wie sie die Flüchtlingsproblematik beurteilen sollen. Dieser Autor ist gleichzeitig Jurist und lässt in diesem Roman keinen Aspekt aus. Wir fangen an zu zweifeln, wer die Schuld hat, sind die Schlepper zu verurteilen oder gilt es, in der Flüchtlingszentrale alte Muster zu überdenken? Mich fasziniert Daniel Zipfels direkte Art, ohne einen Zeigefinger zu erheben, über wilde und beängstigende Schicksale zu schreiben. Es lässt niemanden kalt. Vielleicht findet durch dieses Werk ein Umdenken statt, vielleicht führt es zu einem weiterführenden Dialog.
 

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Sie ist eine Heimkehrerin, vielleicht eher eine Aussteigerin, aber wem käme es in den Sinn, nach Tschernobyl zurückzukehren? Man wundert sich daher nie über die seltsamen Gestalten, die diese Dorfgemeinschaft ausmacht, mit was sie verseucht sind ist Teil der gegenwärtigen Geschichte. Bronsky schildert auf beinahe fantastische Weise eine versunkene Welt, doch es würde sich für uns allemal lohnen, sie wieder aufleben zu lassen. Ein Buch für alle, die Zufriedenheit und Erfüllung suchen, die sich wieder auf die kleinen, aber schönen Dinge im Leben rückbesinnen möchten. Ein erhebendes Gefühl stellt sich nach dieser Lektüre bei jedem ein.
 

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Nehmen sie sich in Acht, dieser neue Roman beruht auf der Tatsache, dass wir alle irgendwann mit der Auflösung der eigenen Familie konfrontiert werden. Der Vater ist tot, die vier Kinder treffen alle wieder zusammen und es gibt noch einiges aufzuarbeiten und zu klären. Ott beeindruckt mit viel Humor, doch leise und unerbittlich kommt die Wahrheit ans Licht. Ott offenbart uns die Motive der vier Geschwister, letztendlich bringt der Tod auch die versprochene Auferstehung. Es gibt unendlich viele Arten, mit dem Tod umzugehen. Dieser Autor zieht uns hinein in das magische Denken rund ums Menschsein.
 

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Australische Autoren sind in Europa noch sehr unbekannt und es ist ein Glück, dass wir diesen Herbst einen der besten lesen dürfen. Flanagan schafft mit diesem Roman Weltliteratur - eines der beeindruckendsten Werke im 21. Jahrhundert. Flanagan überwältigt seinen Leser mit der beeindruckenden Tiefe, die er schafft. Krieg, Schmerz, Liebe, Tod: niemand kann so leidenschaftlich beschreiben, welche Wenden im Leben endgültig, schmerzhaft und doch allgemeingültig sind. Der tasmanische Schriftsteller legt sein Augenmerk auf die sogenannte Todeseisenbahn, die von den Japanern während des Zweiten Weltkriegs mit dem Einsatz von Zwangsarbeitern erbaut wurde. Sein Vater war einer der Gefangenen und Flanagan zeigt uns, wie schwierig es ist, als einer der Überlebenden weiterzumachen. Er untersucht Personen, die in sich Gut und Böse vereinigen; das Spiel mit den unterschiedlichen Zeitebenen ist ein literarisches Meisterwerk.
 

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Das britische Empire ist tot, auch Edwards Ehefrau, und doch muss der einstige Kronanwalt, dessen Image noch nie Schaden genommen hat, gewissen Episoden in seinem Leben die nötige Ehrlichkeit verleihen. Gardam ist witzig und äußerst unterhaltsam, sie schaut hinter ein perfektes Leben und trotz ihrer Scharfzüngigkeit verliert sie nie ihren liebevollen Blick auf die Menschheit. Ein wunderschönes Buch, ein Juwel der englischen Literatur.
 

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Eine hervorragende Autorin und Journalistin, die gekonnt Menschen im Ausnahmezustand portraitiert: Die Suche einer Frau nach ihrer Identität , ihrer Herkunft, ihrer Geschichte. Sie nimmt sich Zeit, allen offenen Fragen nachzugehen, allen Verletzungen, sind es die eigenen oder die der Eltern und Großeltern, nachzuspüren. Nur so kann sie ihre Wut loswerden und schlagfertig alle neuen Situationen meistern. Sie verliert nie ihren Humor und führt gekonnt und unterhaltsam durch ihr eigenes Leben und durch die Geschichte. Eine selbstsichere Autorin, die unberechenbar kreativ ist.
 

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Dieses Werk symbolisiert nicht nur das Ende eines Europas, wie es vor dem Krieg viele großgeistigen Menschen kannten, auch das Ende zweier Ehen. Das Überraschende ist nicht die Liebesbeziehung, die Affaire, sondern der Abgrund, der sich in Lissabon, dem äußersten Zipfel Europas, auftut. Leavitt versteht sein Handwerk, er baut jedes Kapitel meisterlich auf und auch nebensächliche Handlungen tragen dazu bei, dass jede Begegnung, jeder Dialog uns eine Ahnung von dem Gefühl der Verlorenheit gibt und dass Lissabon eine Durchgangsstation für menschliche Schicksale im Krieg war.
 

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Bei manchen Autoren nimmt man sich vor, das Buch unbedingt nochmals zu lesen. Bei diesem Buch möchte man sogar Sätze mit Leuchtstift hervorheben oder sie auswendig lernen. Das Streben nach Glück liegt jeder Geschichte zu Grunde. Hier sind die Personen auch miteinander verbandelt, sie kennen sich, sie lieben sich, sie trennen sich. Und der ganze Reigen beginnt von vorne. Doch die Motive kommen sehr klar hervor, diese Geschichten hat das Leben geschrieben. Auch die Enttäuschungen sind nachvollziehbar. Und doch hat man selbst als Leser viele Momente der Klarheit, diese Sehnsucht noch einer vollendeten Liebe und nach Glück begleiten auch uns und wird uns auch weiterhin begleiten.
 

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Schauspieler, Drehbuchautor, und Schriftsteller! Ja, Raoul Biltgen ist auch Schriftsteller, und was für einer. Er beschreibt eine zarte Liebesgeschichte, ein Zusichselbstfinden und wieder Verlieren. Die Spannung, die sich aufbaut, hat mich dazu verleitet, immer wieder zum Schluss zu blättern. Die Liebe zu dieser Frau führt dazu, dass er Zuschauer seines eigenes Lebens wird und dass er bald keine Macht mehr über sich hat.
 

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Ein Schriftsteller erzählt seine Geschichte. Bekanntlich nichts Neues. Und doch erstaunt mich seine grundehrliche und komische Aufarbeitung seines Versagens. Und das seiner Eltern. Auch ihre Geschichte muss erzählt werden, denn mit genügend Abstand spannt sich der Bogen von Leningrand nach New Yor. Mit viel Humor und glanzvollen Sätzen wird er zu einem der größten Schriftsteller des 21. Jahrhunderts. Diese wahre Geschichte berührt und erheitert zugleich. Man hofft, dass man noch öfters von seinem ,Scheitern" hören wird!
 

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Auch hier stimmen die Fakten. Das 15-jährige Mädchen, das im ersten Weltkrieg in den Dolomiten als Mann verkleidet in den Schützengräben gekämpft hat, gab es wirklich. Ihr Vater hat ihr nicht viel von der Front erzählt, jedes Gefecht, das "Rici", miterlebt, bringt sie ihm näher. Die Kameradschaft siegt über die Grausamkeit des Krieges, über die Unsinnigkeit der Handlungen. Dieses Buch wird viel Aufmerksamkeit bekommen, denn der Dolomitenkrieg hat in 100 Jahren nichts an seinem Schrecken verloren.
 

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Romane, die auf wahren Geschichten beruhen, erzeugen schon im Vorhinein eine besondere Wirkung. Und wenn dann noch gute Recherchearbeit und Erzählkraft zusammentreffen, ergibt sich ein wunderschöner Roman. Zusammen mit Nell, Fen und Andrew wird der Leser zum Entdecker der Menschheit, unsere eigenen Sehnsuchtsorte sind wie ein Siedlungsgebiet der Kiona. Euphorisch erwarte ich ihr nächstes Buch.
 

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Der Klappentext trügt, denn dieses Buch bietet viel mehr. Ich war mehrere Tage zutiefst erschüttert, wie nah an der Wahrheit die Autorin sich bewegt. Die emotionale und körperliche Entwurzelung der Hauptfigur ist an jeder Stelle spürbar, ihre sexuellen Ausschweifungen befriedigen ihre tiefe Sehnsucht nach Liebe in keinster Weise. Sussmanns Buch hat Tiefgang, sprachlich wie inhaltlich.
 

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Der Klimawandel ist wieder in aller Munde, wie vor einigen Jahren die Energiewende ein beliebtes Diskussionsthema war. Ladipo verpackt ein politisches Thema in einen spanenden Krimi, der nicht nur schlau sondern auch packend erzählt ist. Deutschland steigt aus der Atomkraft aus, doch wie verhalten sich Russland und die anderen Bündnispartnern? Und die Erkenntnis am Schluss, dass immer die Macht des Geldes eine bedeutende Rolle spielt, erschüttert. Eva Ladipo wird noch viel erreichen, sie ist eine geborene Erzählerin.
 

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Ein gelungenes Erstlingswerk. Sofort versteht der Leser, was Friederike zu Hause zu finden glaubt. Und warum ihr schlussendlich der Abschied gelingt. Die Großmutter hatte ihre Geheimnisse, wahrscheinlich ist sie die einzige, die Friederike wirklich verstanden hat. Im Dorf hat jeder seinen Platz, und wer ihm den Rücken kehrt, dem wird es schwer gemacht, zurückzukommen. Eine Geschichte übers Erwachsenwerden, über die Liebe, über eine Kindheit, die nicht immer herzlich war. Verstecken ist doch immer leichter, als sich den Problemen zu stellen. Und Torten haben immer schon glücklich gemacht.
 

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Diese junge österreichische Autorin hat bereits ihre Sprache gefunden. Sie weiß wovon sie schreibt, wenn sie von Gustava erzählt, die nie einen Vater hatte und an der Krankheit ihrer Mutter fast zugrunde gegangen wäre. Als Schauspielerin will sie in Berlin einen Neuanfang wagen, der ihr gelingt, da ihr Menschen begegnen, die skuriler nicht sein könnten. Jeissing bleibt aber glaubwürdig, denn ihr Humor verdrängt die Schwere dieser Selbstfindungsarbeit. Sprachlich hervorragend und wirklich unterhaltsam.
 

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In Zeiten des Krieges, während grausamer Schlachten, findet auch die Liebe für kurze Zeit große Erfüllung. Adèles Garten gewährt Max Frieden, während der Fronteinsatz in Frankreich, in der Champagne, mit jedem Tag härter wird. Ruthmann braucht nicht viele Dialoge, um dieser unmöglichen Liebe einen Platz im Herzen der Leser zu geben. Sie erzeugt beeindruckende Bilder, die in Erinnerung bleiben, für Melancholie ist kein Platz, dafür aber fürs Leben.
 

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Ich kann es fasst nicht glauben, dass ich diesen Klassiker zwar kenne, doch nie gelesen habe. Es ist wirklich ein Weltbestseller. Doch erst aufgrund der Veröffentlichung vom ersten Manuskript von Harper Lee, "Gehe hin, stelle einen Wächter" , ist er wieder in aller Munde. Als Leser sollte man nicht die Reihenfolge von der Entstehung der beiden Bücher einhalten, sondern wirklich "Mockingbird" zuerst lesen. Die Übersetzung ist großartig und wurde sorgfältig vom Rowohlt Verlag überarbeitet. Ich getraue mich fast zu wetten, dass Harper Lee nicht wollte, dass "Gehe hin, stelle einen Wächter" jemals veröffentlicht wird. Es ist nicht mehr als ein Entwurf von möglichen Figuren, keine Anekdote erzeugt ein ähnliches Gefühl als in "Wer die Nachtigall stört", der Leser findet nichts wieder, das ihn so verzaubert hat, außer dass man sich ungefähr vorstellen kann, wie die Menschen in Maycomb zwanzig Jahre später wirklich denken, passiert nicht wirklich viel. Und daran kann nicht die Übersetzung schuld sein. Also unbedingt ihr Hauptwerk lesen, wenn möglich im Original!
 

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"Die Meerkatzen" waren schon ein Lesegenuss, doch noch vergnüglicher ist ihr neuer Roman. Leicht wie ein Schmetterling erschließt sich Casparis Forschung, die gleichzeitig viel über die menschliche Existenz preisgibt. Menschliche Tränen sind die Nahrung der Falter, wie traurig ist das denn? Man möchte ihre Sätze laut lesen, stundenlang könnte man mit ihr Falter großziehen und umsorgen. Ist der Mensch nicht auch ein Insekt, das es zu erforschen gilt? Grill hat ein hohes literarisches Niveau, als Leser ist man einem Forscher sehr ählich: in jedes Detail verliebt, jeder Satz wird ausgekostet. Wobei man leicht etwas ganz Wesentliches übersieht: Grill führt uns am Ende an der Nase herum.
 

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Ein geistreiches Roadmovie, das stets einen Blick zurück in die Kindheit wirft. Billy ist ein liebenswerter Gangster, der gerne über seine Motive zum Töten redet. Der Roman verfügt über einen geradlinigen Erzählstil und die seltsamen Begegnungen sind herausragend beschrieben.
 

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Bereits der Bestseller "Die Interessanten" hat uns gezeigt, dass es Momente im Leben gibt, die uns als Erwachsene prägen. In "Die Stellung" perfektioniert Meg Wolitzer ihre Sprache. Auch wenn die vier Kinder das Buch "Pleasuring" (ein Sexratgeber, geschrieben und bebildert von den eigenen Eltern) nicht mit ihrem Leben in Verbindung bringen, entkommt keiner der Demütigung und dem Einfluss der Eltern. Ein hervorragendes Werk, amüsant und niemals trivial; mit glaubwürdigen Protagonisten!
 

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Schön, dass dieses Jahr Indonesien Gastland auf der Frankfurter Buchmesse sein wird, so lernen wir endlich großartige Autoren kennen. Obwohl Indonesien heute ein demokratisches Land ist, spielt die Kommunistenverfolgung von 1965-1966 noch eine große Rolle auf den Molukken. Die Unabhängigkeit wurde schwer erkämpt. Pamuntjak setzt sich mit den aktuellen Problemen auseinander, sie greift aber auch auf Mythen und historische Ereignisse zurück. Wir erinnern uns an das im Hanser Verlag erschiene Werk von Andrea Hirata, "Die Regenbogentruppe." Gute Literatur, schreckliche Ereignisse werden nicht tabuisiert.
 

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In diesem autobiographischen Roman geht es um den Schmerz, der Iris bei einem Selbstmordanschlag vor mehr als 10 Jahren zugefügt wurde und der sie bis heute quält. Auch die Autorin selbst überlebte 2004 ein Selbstmordattentat in Jerusalem nur schwer verletzt. Das Buch handelt aber auch von der schmerzvollen Erinnerung an ihre Jugendliebe Eitan, den sie nach 30 Jahren wieder trifft und dessen Nummer sie unter "Schmerz" in ihrem Mobiltelefon abspeichert. Schmerz in ihrem Innersten empfindet sie ihrer Tochter Alma gegenüber, die offenbar in den Händen eines kuriosen Sektenführers gefangen ist. Zeruya Shalev hat wieder einen grandiosen Familien- und Liebesroman geschrieben!
 

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Nils Liebe und Sanela trafen sich zum ersten Mal, als sie 14 Jahre alt waren. Gemeinsam machen sie sich in Bosnien auf die Suche nach dem Grab von Sanelas Vater, der im Jugoslawien-Krieg gestorben ist. Der Kontakt bricht abrupt ab. Nach 15 Jahren meldet sich Sanela wieder bei Nils Liebe. Sie hat inzwischen einen Sohn, den sie Niels-Tito genannt hat, dessen Vater ebenfalls verstorben ist. Nun, da auch sie unheilbar krank ist, möchte sie, dass Nils Liebe sich um Niels-Tito kümmern wird. Doch das Verhältnis zwischen den drei Protagonisten ist äußerst schwierig: Gefühle werden selten, bis nie gezeigt, Worte fallen wie Fausthiebe und sind ebenso schmerzhaft. Alle drei sind anders und gehen wohl dadurch so etwas wie eine Beziehung zueinander ein, obwohl nie von einem UNS die Rede ist.
 

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Obwohl im Original bereits 2009 erschienen, ist die Aussage dieses Buches bis heute gültig: Wir können mitentscheiden, was wir essen und was daher produziert wird! Der Autor Jonathan Safran Foer macht sich anlässlich der Geburt seines Sohnes Gedanken, was dieser einmal essen soll: Fleisch aus industrieller Massenerzeugung oder vom Kleinbauern, bei dem die Tiere wirklich noch artgerecht gehalten werden. Natürlich bedeutet eine Änderung unseres Konsumverhaltens, dass wir raus aus der Komfortzone müssen. Letztendlich ist es eine Frage des menschlichen Anstandes, welche Haltung jeder zum Essen von Tieren hat. Und Massentierhaltung hat zudem noch ökologische Folgen. Auch wenn Foer aus der Sicht eines Amerikaners schreibt und es bei uns wesentlich mehr kleine Farmen und Biobauern gibt, sollten wir doch unsere Einstellung gegenüber unserer Nahrung von Grund auf überdenken!
 

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Dieses Buch ist wahrlich harte Kost! Der Dokumentarfilmer Valentin Thurn ("Taste the Waste") und der Journalist und Autor Stefan Kreutzberger ("Die Essensvernichter") beschreiben in diesem Buch, wie unser Essen produziert wird und wie es gelingen kann, die für 2050 prognostizierten 10 Milliarden Menschen zu ernähren. Wir erfahren dabei Unglaubliches: Dass asiatische Kleinbauern selbst am meisten Hunger leiden; Wie die männlichen Küken zerschreddert werden; Wie die Bauern von Monsanto mit Hybridsaatgut und Dünger abhängig gemacht werden; u. v. a. m. Wer nach der Lektüre dieses wirklich hervorragenden und aufrüttelnden Sachbuches nicht beginnt, sich vegetarisch zu ernähren oder seine Lebensmittel nur mehr über die Bauernkiste, den örtlichen Hof- oder Bioläden zu kaufen bzw. selbst Gemüse anzubauen - der hat nicht erkannt, wie immens das Nahrungsproblem ist! Die wichtigste und durchaus positive Botschaft: Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten! Dringende Leseempfehlung!
 

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"Liebe verletzt" ist der Auftakt einer aufreibenden und herzzerreißenden Trilogie, in der es um die Schülerin Emma geht, die nach dem Tod ihres Vaters bei ihrem Onkel und ihrer Tante lebt. Doch ihre Tante Carol hasst sie, und das lässt sie Emma jeden Tag spüren. Emma weiß, dass ein Gespräch mit ihren Lehrern die Situation schlagartig verändern könnte. Doch sie hat Angst, dass die Familie ihres Onkels dann zerrissen wird und ihnen ihre beiden Kinder weggenommen werden, denen sie gute Eltern sind. Statt sich Hilfe zu suchen, konzentriert sich Emma voll und ganz auf die Schule, um ein College-Stipendium zu bekommen und in zwei Jahren das Haus ihrer Tante verlassen zu können. Doch dann kommt Evan neu an ihre Schule und bringt ihr Leben völlig durcheinander, und alles droht zusammen zu brechen. Dieses Buch ist verstörend, spannend, und emotionsreich. Ich werde diese Geschichte so schnell nicht mehr vergessen und kann diesen Jugendroman nur weiterempfehlen!
 

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"Die Kronprinzessin" ist der vierte Teil der "Selection"-Reihe. König Maxon und Königin America herrschen nun schon seit Jahren über Illéa. Ihre Tochter Eadlyn ist jetzt alt genug, um ihrem Vater bei diversen Staatsentscheidungen zu helfen, da sie selbst einmal den Thron besteigen wird. Doch die Bürger sind unzufrieden, und so will König Maxon, dass Eadlyn ebenfalls, wie er damals, ein Casting abhält, um einen geeigneten Partner zu finden - zur Beruhigung und Unterhaltung des Volkes. Sie willigt ein. Unter der Bedingung, dass sie keinen erwählen muss, wenn sie sich nicht verliebt. Am Anfang eine kleine Zicke, die darauf vertraut, dass sie keinen Partner braucht, um zu herrschen, beginnt ihre Überzeugung bald zu bröckeln.
 

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"Wenn der Sommer stirbt" ist die Fortsetzung des Fantasyromans "Wenn der Winter erwacht". Chamsin kann langsam, aber sicher ihre Gefühle Wynter gegenüber nicht mehr verbergen. Wynter aber wird immer kälter und verschlossener. Was nur wenige wissen, es liegt an einer göttlichen Essenz (das Eisherz), die er getrunken hat, um den Krieg gegen die Sommerländer zu gewinnen. Der Kampf um Wynters Leben führen Chamsin auf Wege alter, heldenhafter Sagen. Ein Buch, das einem im Gedächtnis bleibt, das aufzeigt, dass der beste Freund der schlimmste Feind sein kann.
 

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Ein Land voller Magie! Die Prinzessinnen von Sommergrund beherrschen die Magie des Wetters. Benannt nach ihren Gaben: Frühling, Sommer, Herbst... und Sturm. Chamsin "Sturm", gehasst von ihrem Vater, muss ihr Leben im Verborgenen verbringen. Fast keiner weiß mehr von der vierten Tochter des Königs von Sommergrund. Bis der König von Winterfels, Wynter Atrialan, Sommergrund den Krieg erklärt und daraus als Sieger hervorgeht. Durch einen Handel mit dem entthronten König von Sommergrund wird Chamsin zu Wynters Frau und Königin von Winterfels. Verrat und Intrigen nehmen ihren Lauf. Doch nicht nur ihr Vater will Chamsins Tod...
 

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"Kings of London" und "Abbey Road Murder Song" spielen in London in den 60's: eine Metropole zwischen kleinbürgerlichen Ressentiments und erwachender Popkultur, verkrustetem Beamtenapparat und ausschweifendem Künstlerleben. In diesem Umfeld siedelt der Musikjournalist William Shaw seine beiden London Krimis um das Ermittlerduo Breen und Tozer an. In die spannende Krimihandlung lässt der Experte für Undergroundkultur viele Fakten über das musikalische und künstlerische Umfeld der Beatles und wichtiger Pop-Art-Künstler einfließen, so dass sich ein atmosphärisch dichtes Gesamtbild jener faszinierenden Epoche ergibt. Eine Empfehlung für alle Liebhaber gehobener Krimiliteratur !
 

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"Abbey Road Murder Song" und "Kings of London" spielen in London in den 60's: eine Metropole zwischen kleinbürgerlichen Ressentiments und erwachender Popkultur, verkrustetem Beamtenapparat und ausschweifendem Künstlerleben. In diesem Umfeld siedelt der Musikjournalist William Shaw seine beiden London Krimis um das Ermittlerduo Breen und Tozer an. In die spannende Krimihandlung lässt der Experte für Undergroundkultur viele Fakten über das musikalische und künstlerische Umfeld der Beatles und wichtiger Pop-Art-Künstler einfließen, so dass sich ein atmosphärisch dichtes Gesamtbild jener faszinierenden Epoche ergibt. Eine Empfehlung für alle Liebhaber gehobener Krimiliteratur !
 

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"Lauras letzte Party" ist der erste Teil einer zusammenhängenden Trilogie. Die Geschichte spielt im kleinen Ort Palokaski, wo vor circa 20 Jahren ein junges Mädchen namens Venla Pohjavirta verschwand. Venlas Leiche wurde nie gefunden und der Fall blieb ungelöst. Nun Jahre nach diesem schrecklichen Ereignis scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Wieder verschwindet ein junges, hübsches Mädchen in Palokaski. Kann die Polizei den Fall dieses Mal aufklären, oder bleibt ein weiteres Mädchen auf immer verschwunden? Ich fand diesen Krimi sehr interessant, spannend, und als Urlaubslektüre ist er bestens geeignet. Jetzt muss man sich nur noch bis zum Erscheinen des nächsten Teils gedulden.
 

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Isabell, Cellistin, und Georg, Journalist, führen mit ihrem Sohn Matti ein bürgerliches Mittelstandsleben - bis Georg aus Sparmaßnahmen gekündigt wird und Isabell wegen ihrer zitternden Hand nicht mehr Cello spielen kann. Nun droht ihr finanziell sorgloses Leben zu zerbrechen. Doch erfahren sie im Laufe dieses Romans, dass es viele kleinen Momente des Glücks gibt, welche das Familienleben zusammenhalten. Ein Buch, das zeigt, wie schnell Lebensentwürfe scheitern können!
 

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Da gerade der 2.Teil der Krimiserie mit Carl Morck in den Kinos läuft, habe ich mir gedacht: Es wird wieder einmal Zeit, bei der Serie weiter zu lesen. "Erlösung" ist der 3. Fall für das Sonderdezernat Q. In diesem Band geht es um einen Mann mittleren Alters, der in einer streng religiösen Familie aufwuchs und dadurch eine gestörte Sicht auf die Welt und das Leben bekommt. Als Rache für seine eigene verkorkste Kindheit, zerstört er Familien, die Sekten angehören, indem er die Kinder entführt und die Eltern erpresst. Aber Adler-Olsen geht es in dem Buch nicht nur um die Aufklärung des Verbrechens, er sucht auch die Ursachen und die Abhängigkeiten für menschliches Verhalten. Er beschreibt verschiedenste religiöse Sekten, die sich von der Gesellschaft abkapseln und abschotten. Er beschreibt das Ausmaß des Fanatismus und der Unterdrückung mit schonungsloser Offenheit. Alles in allem ein sehr spannendes und lesenswertes Werk.
 

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Das Buch ist ein gelungenes Debüt der Autorin Julia Jessen. Es handelt sich um einen sehr berührenden Familienroman. Erzählt wird dieser von der Protagonistin Oda. Beginnend als kleines Mädchen, später als unangepasste Jugendliche, die sich nicht um Konventionen schert. Und immer wieder ein Seitenblick auf ihre Familie und die Verwandtschaft, welche etwas skurril erscheint. Als erwachsene Frau und Ehefrau hat Oda es nicht immer einfach, jedoch am Ende wirkt sie mit dem Leben versöhnt. Ein sehr gefühlvolles Werk!
 

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Die letzte Schlacht ist der ultimative Abschluss der 6-bändigen "Fallen-Angels"-Reihe. Gott lässt einen Engel und eine Dämonin um das Schicksal der Welt kämpfen. 7 Schlachten um sieben Seelen. 5 Schlachten wurden schon geschlagen, zwischen dem Großmaul Jim Heron und der Dämonendiva Devina. Im Buch 6 wird um die letzten 2 Seelen gekämpft, doch Jim hat anderes im Kopf: die Liebe! "Fallen Angels" ist heiss, witzig, actionreich und auf jeden Fall lesenswert.
 

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Der Sandmann ist das erste Buch von Lars Kepler, das mir in die Hände fiel. Es ist zwar schon Teil vier der Serie um den Ermittler Joona Linna, aber man kann auch hier noch gut in die Reihe einsteigen. Das Buch handelt von dem jungen Mikael Kohler-Frost, der vor Jahren zusammen mit seiner Schwester entführt wurde und plötzlich verwirrt und verletzt auf einer Eisenbahnbrücke auftaucht. Man glaubte damals, den Entführer der Kinder gefunden zuhaben und sperrte ihn weg. Aber wie kann es sein, dass der totgeglaubte Junge noch am Leben ist? Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um auch seine Schwester aus den Fängen der Entführer zu befreien.
 

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Der 11. Band von Tess Gerritsens "Rizzoli & Isles"-Thriller ist genauso spannend wie die Vorgänger-Romane. Meiner Meinung nach ist es ein sehr gut aufgebauter Kriminalroman mit wechselnden Schauplätzen zwischen Vergangenheit in Botswana und Gegenwart in Boston. Generell fand ich die Passagen, die in Afrika spielen, interessanter als den Bostoner Teil. Erst zum Schluss wird klar, wie die beiden Handlungsstränge zueinander gehören. Dabei gibt es noch einige Überraschungen und Wendungen.
 

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Leonardo Padura erweist sich in seinem neuen Roman erneut als begnadeter Chronist kubanischer Kultur und Lebensart. Diesmal hat er den kubanischen Nationaldichter Jose Maria Heredia in das Zentrum einer Geschichte über Unabhängigkeitsstreben, Freimaurertum, Freundschaft, Verrat, Exil und unmöglicher Liebe gestellt. Padura verschränkt wie immer Geschichtliches mit Gegenwärtigem und Literarisches mit Philosophischem. Gewürzt wird das Ganze mit einer gehörigen Prise Humor und Erotik. Ein wunderbarer Sommerschmöker, der uns in ferne Zeiten und Länder entführt, jedoch immer aktuell und brisant bleibt!
 

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Hallie lebt nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater Nick in der amerikanischen Kleinstadt Provincetown. Nachdem die Mutter von Gus ermordet wird und dieser sich komplett zurückzieht, versucht Hallie, Gus aus seiner Isolation rauszuholen. Gemeinsam mit Neil gelingt es ihr, und sie werden - wie es scheint - unzertrennliche Freunde. Aber die Liebe zwischen Hallie und Gus trübt ihre Freundschaft. Nach einem Streit am Strand von Race Point entscheidet sich Gus, Priester zu werden, und alles zerfällt ... Ein wirklich sehr gut geschriebener, packender Roman, indem es um Freundschaft, Liebe und Verrat geht!
 

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Marie, scheinbar glücklich verheiratet, erfolgreich und Mutter von zwei Töchtern, trifft auf Roch und beginnt eine Affäre, die 13 Jahre lang dauern soll. Meisterhaft beschreibt Catherine Charrier die gegenseitige Abhängigkeit der beiden Liebenden, das Zerbrechen des Alltags und das Warten Maries auf eine Entscheidung.
 

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1275 Seiten umfasst dieser wirklich grandiose Familienroman, der den Zeitraum von 1900 bis 2007 umfasst und uns an acht Leben von sechs Generation teilhaben lässt. Hauptschauplatz ist dabei Georgien, und so erfahren wir auch viel über die Geschichte dieses Landes. Einzigartige Literatur!
 

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Ob für einen stressigen Beruf, eine erschöpfte berufstätige Mutter oder einen Leistungssportler - dieser Ratgeber ist für alle geeignet. Denn leicht verständlich werden praktische Time-Out-Taktiken beschrieben, die für die unterschiedlichen Menschentypen anwendbar sind. U. a. wird auch geschildert, wie wichtig Schlaf für die Regeneration ist. Und: "Alles Leben braucht Pausen."
 

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In wechselnden Abschnitten befinden wir uns in Weimar während des zweiten Weltkrieges bei Anna und in New Heidelberg von 1993 bis 1997 bei Trudy, der Tochter von Anna. Anna arbeitet in einer Bäckerei und beginnt dort eine Affäre mit einem Obersturmführer, um sich und ihre Tochter vor dem Verhungern zu retten. Trudy möchte ihre Vergangenheit mithilfe eines wissenschaftlichen Projektes aufarbeiten, indem sie Deutsche in Amerika interviewt, damit diese über den Krieg aus ihrer Sicht erzählen können. Denn ihre Mutter schweigt beharrlich bis zum Schluss über ihre Vergangenheit. Ein starker Roman über zwei Frauen, die jeweils auf eigene Art mit ihrer Geschichte zu kämpfen haben!
 

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Hermine ist anders, voller Lebensfreude und lässt sich nicht schubladisieren, so wie es die anderen im Dorf gerne hätten. Bei der Hochzeit mit Karl sagt sie laut: „Ja, ich will, bis in den Tod und darüber hinaus.“ Und das ist ihr Lebensmotto: Die Liebe zu Karl. Als Karl in den Krieg ziehen muss, vernachlässigt sie nicht nur ihre beiden Söhne Paul und Dieter, sondern vor allem sich selbst. Denn fortan wartet sie auf die Rückkehr von Karl. Das berührte mich: Die Konsequenz, mit der Hermine ihren Karl liebt – im wahrsten Sinne des Wortes über den Tod hinaus. Die lebenslange Hoffnung, dass Karl doch noch nach dem Krieg nachhause kommt. Die komplette Verwahrlosung ihrer selbst, der Kinder und des Hauses. So schläft sie nicht mehr im Ehebett, sondern auf Stroh in der Küche und trägt ein Kornblumenkleid bis zu ihrem Tod. Für Hermine wird es nie mehr Frühling werden, sondern immer kalter Winter bleiben. Der Roman ist keine „klassische“ Liebesgeschichte, zeigt aber deutlich, dass Liebe in den Wahnsinn führen kann.
 

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Dieses Buch richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren, ist aber sehr wohl auch für Erwachsene gedacht: Hanna, 15 Jahre, wird mit ihrer Familie nach Birkenau gebracht. Von Vater und Mutter wird sie bald getrennt und hat nur noch ihre Schwester Erika bei sich in der Baracke. Da Hanna Pianistin ist, wird sie ins Haus des Kommandanten zum Klavierspielen abberufen und sichert somit ihr Überleben. Zutiefst berührend und doch die schreckliche Wahrheit - wider das Vergessen und hoffentlich nie wieder!
 

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... und das ist meistens auch besser so! Denn was diese Rentnerin sich denkt, sollte lieber unausgesprochen bleiben: Dass ihr Sohn Hansi nun einen Türkenbankert ins Haus bringt; dass ihre angehende Schwiegertochter viel zu kurze Röcke trägt und ihre Enkelin ebenfalls und überhaupt die Sache mit Sarema. Sarema ist mit ihrem Sohn Schamil aus Tschetschenien geflüchtet, ihr Mann und ihre zwei Söhne wurden im Krieg getötet, ihre Schwester entführt. Doch auch in Wien findet sie keine Heimat und erst recht nicht bei Emma. Susanne Scholl gelingt es mit ihrem Stil meisterlich die beiden Haupfiguren darzustellen, sodass man Mitgefühl mit Sarema hat und gegen Emma einfach nur Abneigung empfindet!
 

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Nach zwanzig Jahren Ehe eröffnet Connie ihrem Mann: "Ich habe das Gefühl, unsere Ehe ist am Ende, Douglas. Ich glaube, ich will dich verlassen." Doch so einfach gibt Douglas nicht auf, denn für den Sommer hat er eine große Europareise zu dritt mit Sohn Albie geplant. Und auf dieser Tour will er nicht nur seiner Frau und seinem Sohn wieder näherkommen! Ein unterhaltsames, aber auch zutiefst berührendes Buch über die Probleme einer Ehe und einer Vater-Sohn-Beziehung.
 

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Wie hab ich mit Stoner mitgelitten! Bis zum Schluss konnte ich es nicht glauben, dass er nicht auch mal Glück in seinem Leben haben kann. William wächst auf einer Farm auf, muss dann auf einer fremden Farm hart arbeiten, damit er sich sein Studium finanzieren kann, um endlich Literatur unterrichten zu können. Seine Ehe mit Edith ist ebenso leidenschaftslos wie beinahe sein ganzes Dasein. Was für ein Roman! Selten hab ich so mit einer Titelfigur mitgelebt!
 

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Michèle kann anscheinend nichts wirklich erschüttern: Ihr Ex-Mann hat eine neue, jüngere Geliebte; ihr Sohn zieht mit seiner Freundin zusammen, die ein Kind von einem anderen erwartet; zu ihren Eltern, vor allem zum Vater hat sie ein sehr problematisches Verhältnis. Und dann wird auch noch bei ihr eingebrochen und sie beginnt eine äußerst beklemmende Beziehung ...
 

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Manja ist eines von fünf Kindern, die 1920 in unterschiedliche Familien hineingeboren und trotzdem Freunde werden: Karl als Sohn einer Arbeiterfamilie, Franz aus dem Kleinbürgertum, Harry stammt aus einer assimilierten jüdischen Großbürgerfamilie, und Heini ist Sohn eines Arztes. Ihre Freundschaft zur Jüdin Manja wird 1933 auf eine harte Probe gestellt. Sehr deutlich erzählt die österreichische Autorin Anna Gmeyner, wie sich das Milieu auf diese Kinder auswirkt!
 

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In seinem neuen Roman widmet sich Michael Köhlmeier den Biografien zweier Giganten der Weltgeschichte. Er beschreibt die ungewöhnliche Freundschaft von Charlie Chaplin, dem Komiker, und Winston Churchill, dem bedeutendsten britischen Staatsmann des 20. Jahrhunderts. Tatsächlich standen die beiden großen Engländer, deren Herkunft, Lebensauffassung, politische Einstellung und Wirkungsfeld so unterschiedlich anmuten, in einem engen freundschaftlichen Verhältnis. Köhlmeier beschreibt mit gewohnt erzählerischer Brillanz, worin die Gemeinsamkeit der beiden historischen Persönlichkeiten bestand. Beide neigten nämlich zu manisch-depressiven Phasen und dachten viel über den Selbstmord nach. Historie und Fiktion vernetzen sich dabei undurchschaubar, sodass man sich wünscht, bei den Gesprächen der beiden Herren dabei gewesen zu sein. Auch wenn die Authentizität des Erzählten ungeklärt bleibt, erfährt man doch viele historische Hintergründe über Anekdoten und erlebt mit, wie sich sowohl Chaplin als auch Churchill gegen Hitler stellten — "der eine mit Lachen, der andere mit Krieg".
 

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Ein Roman über moderne Hexen in Paris, voller fantastischer und skuriller Begebenheiten - dazu mit einem wundervollen ironischen Unterton gewürzt. Als Creative Director einer Werbeagentur hat Autor Toby Barlow Einsichten in die Werbebranche, die er gekonnt und mit einem Zwinkern in das Buch einfließen lässt.
 

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Emma Lovenstein und Matthew Shapiro haben etwas gemeinsam: sie sind in ihren Berufen sehr erfolgreich, doch privat sind sie beide sehr traurig und einsam. Emma kommt nicht über die Trennung von ihrem langjährigen Geliebten hinweg, Matthew hat vor einem Jahr seine geliebte Frau durch einen Autounfall verloren. Eines Tages stößt Matthew zufällig auf einem Flohmarkt auf einen Laptop mit der Signatur EMMA L. Dass dieser Zufall das Leben von ihm und Emma grundlegend verändern wird ahnt er noch nicht… Dieser Roman erzählt mit viel Spannung eine Geschichte von zwei Menschen in zwei verschiedenen Welten bzw. Zeiten. Lassen Sie sich überraschen!
 

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Daniel Glattauer ist wieder ein toller Roman gelungen! Mit seinem gewohnten Humor und seiner fließenden Schreibweise erzählt er die Geschichte eines Journalisten, der dem Alkohol sehr zugetan ist und der plötzlich erfährt, dass er einen 14-jährigen Sohn hat, um den er sich jetzt ein halbes Jahr kümmern soll. Dann gibt es da auch noch eine geheimnisvolle Spendenserie, die anscheinend mit seinen Artikeln zusammenhängt. Und nicht zuletzt eine pubertierende Tochter, die zur Zeit in ihm den einzigen Verbündeten sieht… Ein herrliches Buch, das uns aufzeigt, wie andere Menschen unser Leben beeinflussen können und auch sehr zum Positiven wenden können.
 

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Gastland bei der Frankfurter Buchmesse ist dieses Jahr Finnland, indem auch dieser Familienroman spielt. Eigentlich wird vollkommen unspektakulär das Leben von Max und dessen Ehefrau Katriina und deren Töchter Helen und Eva erzählt. Aber trotzdem fesselt das Buch auf fast 400 Seiten und lässt uns Teilhaben am Schicksal der Figuren, das auch unseres sein könnte.
 

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Torkil Damhaug schafft es auch mit diesem Psychothriller die Spannung bis zum Schluss zu halten. Er stellt die psychologischen Abgründe und Hintergründe der Gesellschaft dar und lockt den Leser immer wieder auf eine falsche Fährte - bis hin zu den letzten Seiten. Ein fesselnder Thriller, der einen nicht mehr los lässt!
 

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Pass auf. Jetzt ist schon wieder was passiert. Und der Brenner ermittelt nun auch noch als Polizist i. R.. Und ob du es glaubst oder nicht, plötzlich gibt es drei Frauen, um die er sich kümmern muss. Genial, die Sprache wie immer bei Wolf Haas einzigartig und vor allem sehr, sehr witzig!
 

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Luce wohnt zurückgezogen in einer alten Lodge, bis sie sich der Zwillinge ihrer ermorderten Schwester Lilly annimmt und ein Mann namens Stubblefield in ihr Leben tritt. Doleres und Frank scheinen nicht sprechen zu können und leben ebenfalls in ihrer eigenen Welt, da sie dabei waren, als ihre Mutter von Bud umgebracht worden ist. Luce beginnt sich nun, nach diesen für sie doch ziemlich einschneidenden Erlebnissen, an die neuen Lebenserfordernisse anzupassen , bis Bud auftaucht … Ein spannender Abenteuerroman, der in North Carolina spielt.
 

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"Die Achse meiner Welt" ist ein wunderbarer Roman, der einen darüber nachdenken lässt, was man tun würde, wenn man manche Entscheidungen ein zweites Mal treffen könnte. Würde man sich wieder gleich entscheiden oder anderen Dingen Priorität einräumen? Der Debütroman von Dani Atkins ist humorvoll und gleichzeitig auch sehr berührend. Vielleicht ist ihr dieser Roman deshalb so gut gelungen, weil auch sie eine zweite Chance bekam…
 

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Was ist der Grund, warum Victor Alexander Laurentius Simonsen zu Lawrence Alexander wird und auf einem Kreuzfahrtschiff am Klavier für Unterhaltung sorgt? Was wurde aus seiner Frau Silja und der Tochter Liis? Welche Rolle spielen dabei seine Mutter Amy und sein überaus strenger und abwesender Vater Magnus? Der Roman spielt in unterschiedlichen Zeiten in Stockholm und Estland und ist sehr spannend geschrieben! Daher kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!
 

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Ein bezauberndes Buch von Jojo Moyes! "Eine Handvoll Worte" zeigt uns, wie sich der Umgang mit Worten in der Liebe innerhalb der letzten 50 Jahre verändert hat und auch wie sich die Lebenseinstellung in diesen Jahren gewandelt hat. Dieses Buch wird geprägt von Liebesbriefen, die eine wunderbare Geschichte erzählen. Wer selbst gerne schreibt, wird von diesem Roman hingerissen sein! Wer einfach nur gerne ein schönes Buch liest, wird es auch lieben.
 

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Dieses Buch handelt von der Afrikanerin Nombeko die zwar nicht lesen kann, dafür aber in Sachen Zahlen ein Genie ist. Ihr Dasein beginnt in einer Lehmhütte in einem Slum Südafrikas. Als Kind arbeitet sie dort und wird in jungen Jahren schon zum Waisenkind. Sie bestreitet dann ihr Leben allein – was aber nicht zum Nachteil für sie ist, da ihre Mutter ihr verdientes Geld nur für Alkohol und Drogen verbraucht hat. Durch gewisse Umstände aber nimmt ihr angeblich vorhersehbares Leben eine überraschende Wendung an, die niemand vorausahnen konnte… Jonas Jonasson bleibt seinem Stil mit viel Witz, Charme und Spannung auch in diesem Buch treu. Wer Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand verschlungen hat, wird auch diesen Roman lieben.
 

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Dieser Roman handelt von einem 8-jährigen Mädchen, das plötzlich von ihrer Mutter verlassen wird. Ihr Vater Pierre ist unfähig sich um sie zu kümmern, da er in seinem Selbstmitleid und Herzschmerz gefangen ist. Eines Tages nimmt sich der mürrische Nachbar Anatole der kleinen Manon an, die ihn an die Geschichte des Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry erinnert… Ein sehr berührendes und hinreißendes Buch über den Verlust eines Menschen auf der einen Seite und den Zusammenhalt, der in Krisenzeiten entstehen kann, auf der anderen Seite.
 

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Das Buch Ein ganzes halbes Jahr hat mich schon sehr fasziniert, aber auch Weit weg und ganz nah gehört zu den Romanen, die einen die Zeit vergessen lassen und die man am liebsten in einem Stück durch lesen möchte. Jess, die Protagonistin dieser Erzählung, lebt mit ihrer Tochter und ihrem Stiefsohn sehr bescheiden. Sie arbeitet als Putzfrau und gelegentlich in einer Bar um über die Runden zu kommen. Doch plötzlich tritt ein Mann in ihr Leben, der alles verändert und sie ihr bisheriges Leben überdenken lässt. Auch er betrachtet seine Lebensweise nun aus einem ganz anderen Blickwinkel… Jojo Moyes trifft auch mit diesem Roman mitten ins Herz, behält aber auch ihren Humor und die flüssige Schreibweise bei. Dieses schöne Buch ist optimal für ihren Strandurlaub geeignet!
 

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Obwohl bereits 2013 erschienen, ist dieses Buch wegen PISA-Absage und Zentralmatura-Debakel aktueller denn je und sollte Pflichtlektüre für alle PädagogInnen sein! Die Ideen, welche der deutsche Philosoph für unser Schulsystem vorschlägt, sollten von allen Bildungsbeauftragten sofort umgesetzt werden: Das Lehrpersonal sollte vielmehr coachen als frontal unterrichten, der Lehrstoff müsste dringend entrümpelt und nicht in Fächern, sondern in Projekten gemeinsam mit den Kindern erarbeitet werden. Eine Reform reicht hier nicht aus, es bedarf tatsächlich einer Bildungsrevolution!
 

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In diesem Buch geht es um weit mehr als um die Lüge vom Multitasking. Daniel Goleman erklärt uns emotionale Intelligenz, Empathie als eine der wichtigsten menschlichen Eigenschaften, soziales Lernen, achtsamkeitsbasierte Stressbekämpfung und Führung. Vor allem aber müssen wir unsere Aufmerksamkeit auf die Ökologie richten , denn das ist unsere größte Herausforderung für die Zukunft! Wir sollten nicht alle an den Fußabdruck denken, den wir hinterlassen, sondern uns auf unseren Handprint konzentrieren, denn dieser betont die positiven Effekte für die Ökobilanz. Hochinteressante und brandaktuelle Themen!
 

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Mit typischem Coben Humor geht es rasant durch dieses Buch! Jake Fischer, College-Professor verspricht seiner großen Liebe sie ein für alle Mal zu vergessen. Sechs Jahre hält er sich an sein Versprechen, als er plötzlich eine Todesanzeige sieht und diese ihn in die Vergangenheit zurückholt. Nun beginnt er Nathalie zu suchen und begreift immer mehr, dass das Abverlangen seines Versprechens tiefgehende Gründe hatte. Umso näher er Nathalie kommt, umso mehr muss er um sein Leben fürchten, aber auch das Leben seiner großen Liebe gefährdet er von Tag zu Tag mehr. Rasch erkennt er, dass er niemand trauen kann, selbst seine engsten Freunde arbeiten gegen ihn. Doch Jake Fischer gibt nicht auf! Ein Meister-Thriller, eben ein Harlan Coben Buch!
 

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Elena, schon länger mit Paolo verheiratet, beschreibt in Tagebuchsequenzen ihre Gefühle in dieser Ehe, die aus Alltag und Frust besteht. Bis sie einen fremden Mann kennen- und später auch lieben lernt und sich erstmals als begehrenswerte Frau erlebt. Doch so einfach ist es nicht, aus dem Trott auszubrechen und sich kopflos in ein Abenteuer zu stürzen. Fabio Volo versteht es als Mann meisterhaft, sich in das Gefühlsleben und –chaos einer Frau hineinzuversetzen.
 

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Wie ist es, als 16jähriges Mädchen im Warschauer Ghetto im wahrsten Sinn des Wortes ums Überleben zu kämpfen? Mira, zuerst Schmugglerin von Lebensmitteln, schließt sich nach dem Tod ihrer Eltern und ihrer Schwester einer Widerstandsgruppe an. Ihr Bruder ist bei der Judenpolizei. In diesem sehr spannenden Buch erleben wir Tag für Tag mit, in welche Gefahren sich die Kämpfer begeben, um wieder und wieder einen Tag weiterzuleben. Dramatisch, grausam und sehr wahrheitsgetreu. Und doch stellt sich Mira immer die Frage: Welcher Mensch willst du sein?
 

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Joana und Valentin versuchen beim Paartherapeuten, die Probleme ihrer Ehe in den Griff zu bekommen. Das Theaterstück ist kurz, prägnant, sehr witzig, spielt mitten im Leben, und die Wortwechsel sind genial. Ich kann es kaum erwarten, bis das Stück auch auf einer Bühne aufgeführt wird!
 

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Anna und Tobias ziehen mit ihrem behinderten Kind Freya nach Südfrankreich in ein baufälliges Haus. Zunächst scheint Anna genügend Energie und Helfer zu haben, die Arbeit mit Kind, Haus, Garten und Bauvorhaben zu schaffen. Doch von Monat zu Monat holt sie der Alltag ein: Tobias verkriecht sich in sein Tonstudio, ihre Mutter reist wieder ab, Ratten im Haus, Probleme mit der Wasserversorgung und vor allem die Pflege von Freya. Welche Gefühle darf eine Mutter gegenüber ihrem behinderten Kind haben? Wie weit muss „Mutterliebe“ gehen? Warum klammert sich Tobias aus allem aus? Sehr gutes Buch, das den Alltag und die Sorgen einer Frau und Mutter ziemlich deutlich beschreibt. Nicht nur für Mütter lesenswert!
 

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Dreimal im Leben begegnet der Ganove Max der schönen Mercedes „Mecha“: 1928 auf einem Ozeandämpfer als Eintänzer am Weg nach Buenos Aires, neun Jahre später in Nizza und wiederum 29 Jahre danach in Sorrent. Beide sind höchst fasziniert voneinander, trotzdem trennen sich ihre Wege immer wieder. Dieser Roman ist Liebesgeschichte und spannender Krimi zugleich, und man möchte unbedingt wissen, wie sich ihre neuerlichen Zusammenkünfte entwickeln.
 

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Drei ungleiche Brüder: Martin ist Pfarrer, der ständig mit seinem Glauben hadert, und die Zwillingsbrüder Eric und Iwan. Eric ist Finanzberater, hoch verschuldet und ein Betrüger. Iwan nennt sich selbst Maler, doch er malt nur die Bilder für einen anderen Künstler. Individuen, die allesamt Fälscher sind, auch ihr Vater Arthur, der vor dem Familienleben geflüchtet ist. Und am Ende erfahren wir, dass ihr Wege doch irgendwie zusammenführen, auch wenn sie getrennte Wege gegangen sind. Spannend und interessant zu lesen!
 

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Connie Palmen verliert zum zweiten Mal einen geliebten Ehemann und schreibt darüber: über das Jahr bis zum ersten Todestag, die letzten Wochen mit ihrem Mann in der Klinik, ihre Trauer, ihre Alkoholsucht und über viele Menschen aus ihrem Freundeskreis, die während dieses „unbarmherzigen“ Jahres noch sterben. Das ist kein Buch, indem man Trost oder gar Hoffnung findet. Denn die Worte der Autorin berühren – ganz nah, und machen dieses Buch deshalb so bewegend.
 

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Eigenlich mag ich ja keine Liebesgeschichten, aber irgendwie hat mich der Klappentext angesprochen, und als ich anfing zu lesen, konnte ich gar nicht mehr aufhören. Zwei Menschen mit den denkbar ungünstigsten Voraussetzungen, er manisch depressiv und sie hochgradig krebsgefährdet, verlieben sich ineinander und heiraten, trotz aller gut gemeinten Ratschlage. Sie führen eine ungewöhnliche, aber glücklich Ehe. Auf Grund Ihrer Krankheiten beschließen sie, keine Kinder zu bekommen, und sie läßt sich unterbinden. Sie wird trotzdem schwanger. Die beiden müssen sich entscheiden, und befinden sich auf einer Hoch- und Tieffahrt des Lebens, die einen nur erschüttert. Eine wunderbar schöne und unsagbar traurige Geschichte, die man unbedingt lesen muß.
 

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Schon sein erster ins Deutsche übersetzte Roman " Eine verläßliche Frau" hat mich außerordentlich beeindruckt und gäbe bestimmt ein herrliches Drehbuch für einen wunderbaren Film, der menschliche Abgründe und seelische Grausamkeit zum Inhalt hätte. Sein neues Buch, das eigentlich auf seinen allerersten schriftstellerischen Anfängen basiert und sich offenbar über vierzig Jahre entwickelt hat, ist eigentlich seine Autobiografie der ersten Lebenshälfte. Eine schreckliche Geschichte. Es fängt alles so harmlos an, fast salopp möchte man sagen. Er erzählt in leichtem Fluss über häßliche Dinge und schockierende Ereignisse, als wären sie vollkommen normal und gewöhnlich. Amerika halt - im Mittelosten, exakt Virginia-Maryland der 50iger Jahre, Wohlstand wie wir ihn in Europa zirka zwanzig Jahre später kennen. Eine Familie mit intellektuellem Hintergrund, die eine alkoholgetränkte Cocktailpartystimmung als alltagstaugliche Grundeinstellung etabliert hat. Auf diesem Humus latenter Lieblosigkeit und Arroganz erwächst, ohne besondere Aufmerksamkeit, eine Scheinwelt, eine Schattenwelt, in der das Unglück sein Zuhause findet. Was da überlebt, bleibt nicht ohne Verwundung, und die Wunden werden die Krücken für das Leben. Echte Literatur - ein großer Wurf durch Menschlichkeit und Größe. Diese Geschichte hat Seelenhaftung.
 

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Marcus Goldman versucht verzweifelt, einen neuen Roman zu schreiben, denn der Verlag drängt und der Abgabetermin rückt immer näher. Da wird sein ehemaliger Mentor und ebenfalls erfolgreicher Schriftsteller Harry Quebert des Mordes an Nola beschuldigt, der vor 33 Jahren begangen wurde. In 31 Kapiteln, die zugleich Anleitungen zum Schreiben eines guten Buches sind, erfahren wir, wer alles in diesen Fall verwickelt ist - und das sind nicht wenige. Und am Ende kommt alles ganz anders … Viele Verstrickungen, permanent neue Verdächtige – einfach gute und spannende Unterhaltung.
 

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Rachel und Ben kennen sich schon seit der Uni, waren aber immer „nur“ Freunde. Nach 10 Jahren treffen sie sich wieder: Ben ist verheiratet, Rachel frisch getrennt. Irgendetwas ist damals geschehen … Der Roman ist sehr spannend, denn man will unbedingt erfahren, was wirklich zwischen den beiden passiert ist und ob es eine gemeinsame Zukunft gibt. Sehr gut und flüssig geschrieben, daher schnell zu lesen, auch bei fast 500 Seiten.
 

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Isabel und Tom leben auf Janus Rock, einer abgelegenen Insel in Australien. Tom ist dort Leuchtturmwärter. Vordergründig können sie sich mit diesem kargen Leben abfinden, doch ihr sehnlichster Wunsch – ein Kind – geht nicht in Erfüllung. Bis eines Tages ein kleines Boot angespült wird. Darin liegt die Leiche eines Mannes und ein Baby. Isabel will dieses Kind unbedingt behalten. Einige Jahr scheint das Glück perfekt zu sein, doch Tom hadert sehr mit diesem Schicksal. Denn ihre Entscheidung hat einer anderen Frau das Leben zerstört … Packend und einfühlsam erzählt!
 

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Für Mert gibt es auf dieser Welt nur etwas Wichtiges, das Boxen. Aber eines Tages trifft er auf Nadja, die in ihm ganz neue Gefühle weckt und die Wertigkeiten seines Lebens verschiebt…Ein fesselnder Roman der neben dem Boxkampf auch viel über den Kampf um die Liebe, die Freundschaft und den täglichen kleinen Kämpfen im Alltag erzählt. Feinfühlig und sehr spannend ist dieser Roman von David Pfeifer geschrieben!
 

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Alles beginnt damit, dass den Helden des Romans plötzlich entsetzliche Rückenschmerzen plagen - damit nimmt das Elend seinen Lauf. Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit einem Arbeitskollegen wird er fristlos entlassen, seine Frau will sich von ihm scheiden lassen, er streitet sich mit seinen Eltern wie nie zuvor, ... Er scheint vor einem tiefen Abgrund zu stehen, doch dann passieren ein paar Dinge, die seinem Leben eine ganz neue Wende geben! Unser Körper weist uns oft darauf hin, dass wir etwas in unserem Leben verändern sollten, aber wir versuchen es meist zu ignorieren, bis es keinen anderen Ausweg mehr gibt, als sich den Problemen zu stellen und damit auseinander zu setzen. Wieder ein sehr gelungener Roman von David Foenkinos!
 

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Alex verschlägt es in eine kleine Stadt in Nordfrankreich. Sie arbeitet dort in einer Hühnerfarm und findet Unterkunft in einem Privathaus, wo Marlène und Bertrand mit seinem behinderten Bruder Gérard leben. Marlène ist mit der Situation, sich um ihren Schwager kümmern zu müssen, völlig überfordert. Alex unternimmt immer mehr mit Gérard - immerhin scheint er der einzig „Normale“ dieser Familie zu sein - und wird eines Tages von den zwei Menschen dabei unterstützt, von denen sie sich das am wenigsten erwartet hätte... Die Autorin legt sehr viel Humor, aber auch viel Gefühl in dieses Buch – genau die richtige Mischung um mit diesem Thema umzugehen!
 

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Es hat einige Seiten gebraucht, bis ich richtig drinnen war, in diesem neuen Buch von Alex Capus. Doch dann war ich mitten im Leben von Felix Bloch, Emile Gillièron und Laura d’Oriano und wollte wissen, wie deren Schicksale verlaufen. Alex Capus versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen, indem er immer wieder schreibt „Was wäre wenn …“, oder sich fragt, ob sich alle drei Protagonisten treffen hätten können. Dazu eine geniale Rezension
 

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Adam und Rachel, beide aufgewachsen in jüdischen Familien, sind bei der Planung ihrer traditionellen Hochzeit in Nordwestlondon. Da taucht Ellie auf, die Cousine von Rachel, die in New York bisher ein eher unrühmliches Leben verbrachte, und bringt die scheinbar wohlgeordnete langjährige Beziehung der beiden ziemlich durcheinander. Adam zweifelt plötzlich an seinen bisherigen Lebensentwürfen. Obwohl vordergründig nicht viel passiert, gibt dieser Roman trotzdem interessante Einblick in eine für mich doch fremde Welt.
 

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John, ein erfolgreicher Werbemanager, der voller Hektik von einem Termin zum anderen hetzt, scheint den Sinn des Lebens vergessen zu haben, bis er eines Tages plötzlich in einem Café im Nirgendwo landet... Dort werden ihm von den Angestellten seltsame Fragen gestellt, die ihn sehr nachdenklich stimmen und einige Fragen zum Sinn seines Daseins aufwerfen, die er nicht so einfach beantworten kann. Ein tolles Buch, das uns viel über den Sinn des Lebens lehrt!
 

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Dieser Roman handelt von einem in die Jahre gekommenen Bauern der alleine auf seinem Hof lebt, bis eines Tages eine fremde Familie das verwahrloste Nachbarhaus kauft und renoviert um dort einzuziehen. Ein Buch, das uns daran erinnert, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein und aufeinander Acht zu geben und wie schön das Leben sein kann, wenn man aufeinander zugeht.
 

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Susanne Fröhlich erzählt über den Alltag des Familienlebens - also den ganz normalen Wahnsinn, den man als Mutter und Ehefrau täglich erlebt. Auch dieser Roman zeichnet sich wieder durch ihre gewohnte Prise Selbstironie und ihren unvergleichlichen Humor aus. Ein absolutes Muss für den Strandurlaub!
 

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Das ist ein sehr berührendes Buch aus Sicht des kleinen Charly erzählt. Ein Tag aus seinem Leben, der damit beginnt, dass seine Mutter von fremden Leuten abgeführt wird. Trotzdem beschäftigen ihn auch noch andere Dinge wie seine hübsche Mitschülerin Mélanie, sein drogenabhängiger Bruder Henry, seine Freunde, ... „Im Leben muss man lieben, und zwar sehr. Man darf niemals Angst haben, zu sehr zu lieben.“ ...sehr spannend, sehr lustig und sehr berührend. Sollte man unbedingt gelesen haben!
 

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Die Autoren sind zugleich die Protagonisten in diesem fulminanten Roman! Miriam, liebevoll Mirchen von Philipp genannt, verliebt sich in diesen verheirateten, älteren und für sie sehr attraktiven Mann. Für sie beginnt ein Warten auf das nächste Treffen mit Philipp. Und fortan wird ihr Leben von der Frage begleitet werden, wie es in ihrer Beziehung weitergehen wird oder ob sie sich besser trennen soll. Wunderschön, spannend und mit einem unerwarteten Ende!
 

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Mehrere Handlungstränge laufen in diesem Roman zusammen: Einerseits können wir - wie in einem Spionagethriller - die Jagd auf die deutsche Spionin „Nachtauge“ verfolgen, andererseits wird die Liebesbeziehung zwischen Georg, Lagerleiter einer Munitionsfabrik, und der ukrainischen Arbeiterin Nadjeschka erzählt.  Dann erfahren wir auch noch einiges über das Leben von Axel, Schwager von Georg und getreues Gestapo-Mitglied. Spannend bis zur letzten Seite. Lesen Sie dazu auch folgende Rezension in unserem Blog
 

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Vier Jahre mussten wir uns darauf freuen, jetzt ist es endlich soweit, seit gestern wird der neue Bestseller von Dan Brown fleißig in den Buchhandlungen verkauft. Das erste verkaufte Tyrolia Exemplar habe ich mir gesichert und bin schon komplett hineingezogen und begleite den uns schon bekannten Helden Robert Langdon beim Retten der Welt und lerne Dantes Jahrtausendwerk „Göttliche Komödie“ von einer völlig andern Seite kennen. Auch wenn es heute noch spät wird, das Buch werde ich garantiert fertiglesen!
 

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Heiner, Häftlingsnummer 63.387, kommt am 11. September 1942 nach Auschwitz mit dem Vermerk: R. U. Rückkehr unerwünscht  – und überlebt. Am Beginn des Prozesses 1964 gegen die damaligen Lagerbefehlshaber lernt er Lena kennen und lieben. Doch wie ist das Leben mit einem ehemaligen KZ-Häfling? Wird Lena Heiner je verstehen  können? Die Reise zum Ort des Schreckens wird eine bedeutende. Dieser Roman gibt Einblick in das Überleben von Auschwitz-Überlebenden – bedrückend, schonungslos und doch ein äußerst wichtiges Dokument gegen das Vergessen.
 

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Wem gehörte die alte Geige, die plötzlich im Besitz der Antiquitätenhänderlin Lilly Kaiser ist? Unterstützt von ihrer besten Freundin und einem engagierten Musikwissenschaftler begibt sich die junge Frau auf Spurensuche nach England, Italien und Indonesien um das Geheimnis der Geige und ihrer Besitzerinnen zu lösen. Und gibt es vielleicht sogar eine Verbindung zu ihrer eigenen Familie? Für alle Fans von Lucinda Rileys „Das Orchideenhaus“ ein Muss!
 

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Owen Montignac rechnet fest damit nach dem Tod seines Onkels das Erbe der Familie anzutreten, doch seine schöne Cousine Stella erbt überraschenderweise alles und er geht leer aus. Dringend benötigt Owen Geld um seine Spielschulden zu begleichen, doch wie soll er die hohe Summe aufbringen? Er tüftelt einen unglaublichen Plan aus um seine Ziele zu erreichen und sein Leben zu retten. Meisterhaft erzählt John Boyne seine Geschichten und lässt den Leser in das gesellschaftliche und politische Leben Londons in den 30er Jahren völlig eintauchen. Unbedingte Leseempfehlung!
 

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Eine Geschichte rund um zwei Brüder, Karl und Lorenz, sowie ihre Freundin Elsa, die sich als Kinder kennenlernen und deren Schicksal untrennbar miteinander verbunden ist.. Das Großwerden in einem kleinen Dorf, Geschwisterrivalität, die Kunstszene und auch die erste Liebe sind nur einige der Themen die Astrid Rosenfeld in ihre Geschichte verwoben hat. Humurvoll und lebensklug erzählt wachsen einem die außergewöhnlichen Charaktere sofort ans Herz!
 

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Amelie Nothomb liebt nicht nur das Schreiben von Büchern, sondern auch das Schreiben von Briefen. Ihre Fanpost beantwortet sie immer selbst – manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Enthusiasmus. Einige Briefe und ihre Schreiber haben es ihr besonders angetan, so auch der übergewichtige Soldat Melvin Mapple, der im Irak stationiert ist.. Plötzlich bleiben seine Briefe aus und Amelie befürchtet das Schlimmste. Die Geschichte rund um diesen Briefwechsel ist einfach absolut lesenswert!
 

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Rebus ist zurück! Auch die Pensionierung kann den kultigen Ermittler nicht davon abhalten Verbrechen zu lösen. Bei den ungeklärten Fällen stößt er auf mehrere junge Frauen, die alle entlang einer schottischen Hauptverkehrsader verschwunden sind. Gibt es zwischen diesen Fällen eine Verbindung? Rebus macht sich auf die Suche nach Berührungspunkten und nimmt uns mit auf die Straßen und in die Dörfer Schottlands.
 

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Lou verliert ihren geliebten Job als Kellnerin und fällt dadurch in ein Loch. Geldsorgen und Zukunftsängste lasten ebenso schwer auf ihr wie der Druck ihrer Familie. Will hat keine finanziellen Probleme, aber er hatte einen Unfall und seit diesem Tag ist für den erfolgreichen und aktiven jungen Mann aus guter Familie nichts mehr so wie es war. Was diese beiden verbindet? Eine besondere Liebesgeschichte, definitiv!
 

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Der Huskyman ist eine interessante einstündige Dokumentation über einen Mann, der mit seinen 26 freilaufenden Huskies auf einer Ranch am Angerberg lebt. Martin Eigentler verbringt die meiste Zeit bei seinen Hunden im Freien, schläft bei ihnen, bestreitet spannende und schwierige Rennen, wie zum Bsp das härteste Rennen Mitteleuropas in Kärnten, welches auch auf dieser DVD dokumentiert wird. Man befindet sich für eine Stunde in einer völlig andren Welt.........
 

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Ein Wahnsinnsbuch! Ich kann es nicht anders sagen. Auf 115 Seiten wir die Geschichte einer Familie erzählt, die ihren Urlaub am Grundlsee verbringt. Der Ich-Erzähler, seine Frau und die Kinder John, Bella und Lili. In wenigen Kapiteln erfahren wir beinahe alles über sie und ihre Enkelkinder. Ein hervorragendes Buch - für mich leider viel zu kurz, hätte noch gerne mehr gelesen, aber gerade das macht den Reiz dieses verknappten Romans aus!
 

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Ist wirklich alles bestens in der Beziehung von Maja und Nathan? Denn sie treffen sich immer nur unter der Woche abends – von Sonntag bis Donnerstag. Am Wochenende hat Nathan nie Zeit. Warum – das werden wir im Laufe des Romans erfahren. Der Roman handelt aber auch von Majas Eltern, die sich nach über 30 Jahren Ehe scheiden lassen und irgendwie alleine doch nicht zurecht kommen. Ein leises Buch über die Liebe im Alltag.
 

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Toni hat eigentlich alles, was frau sich wünschen kann: Zwei Kinder, einen liebevollen Ehemann, betuchte Freunde und keine finanziellen Sorgen. Doch irgendwie fühlt sie sich nicht wohl in dieser bürgerlichen Gesellschaft, denn sie selbst kommt aus der Unterschicht, hat einen Liebhaber und auch sonst noch einige Geheimnisse … Sarkastisch, zynisch, herzerfrischend und spannend – alles, was einen guten Roman ausmacht. Und als Mutter kann frau so manche Gedankengänge nachvollziehen …
 

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Mila besucht auf Anraten ihrer Therapeutin ein Schweigeseminar über ein Wochenende. Als es vorbei ist, lässt sie sich von einem Teilnehmer – Simon – überreden, ihn im Auto ein Stück mitzunehmen. Daraus werden dann drei Tage und Nächte, die Mila nicht mehr loslassen. Doch beide haben vereinbart, keine Telefonnummern oder Mailadressen auszutauschen. Zurück im Alltagsleben versucht Mila jedoch alles, Simons Kontaktdaten herauszufinden … Amüsant und kurzweilig zu lesen – mit überraschendem Ende!
 

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Lorenzo, in armen Verhältnissen aufgewachsen, musste schon früh in der Bar seines Vaters arbeiten, bis er beginnt, in einer Werbeagentur in Mailand zu arbeiten. Finanzielle Sorgen hat er jetzt keine mehr, doch glücklich ist er auch nicht. Einerseits wegen seines wortkargen Vaters und andererseits wegen der Trennung von Federica. Vor zwei Jahren haben sie ihre Beziehung beendet, seit zwei Jahren versucht er, die Liebe seines Lebens zurückgewinnen … In einem atemberaubenden Tempo geschrieben und ebenso schnell zu lesen.
 

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Von der ersten Seite an war ich sofort mittendrin in der Handlung. Und ich wollte nicht aufhören, bevor ich wusste, was mit Mathilda und Xaver passiert ist und wieso sie sich vor fast 16 Jahren getrennt haben. E-Mails wechseln mit Dialogen, Briefen, Geschichten und der Erzählung von Mathilda und Xavers Zusammenleben ab. Spannend bis zum Schluss, einfach grandios. Unbedingt lesen!
 

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Bereits 1998 erschien dieses Buch im englischen Original. Dank des Thiele Verlags, gibt es den ersten Band der Serie um die sympathische Ermittlerin Aimée Leduc nun auch auf deutsch. Den Leser erwartet ein ganz besonderes Werk. Krimi, Politthriller und Vergangenheitsbewältigung in einem. Ein großartiger Auftakt, ich bin schon sehr gespannt auf die nachfolgenden Bände.
 

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Harry liebt Miriam immer noch, auch wenn es bald schon zwei Jahre her ist, dass sie sich getrennt haben. Miriam ist mit Ben befreundet und postet auf Facebook laufend Fotos und Meldungen über ihren Beziehungsstatus. Harry gibt aber nicht auf und tyrannisiert Miriam mittels SMS, Anrufen, Mails und Postings. Denn er will Miriam um jeden Preis zurückerobern. Ein Roman, der sich zum Krimi entwickelt, in Tagebuchform, der uns am Leben von Harry und seiner Besessenheit teilhaben lässt – amüsant, spannend, bitterböse!
 

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In diesem Buch geht es um die außergewöhnliche Luisa Casati. Sie haben noch nie von ihr gehört? Dann geht es Ihnen wie mir vor der Lektüre dieses Buches. Künstler wie Man Ray oder Romaine Brooks schufen Bilder von ihr, sie inspirierte Schriftsteller wie Tennessee Williams und Jack Kerouac, Modedesigner wie Tom Ford und John Galliano entwerfen noch heute von ihr inspirierte Mode. Ihre Feste waren legendär, sie verstand es sich zu inszenieren und andere Leute immer wieder zu überraschen und zu schockieren. Eine faszinierende Frau, ein tolles Buch, eine für mich wundervolle Entdeckung.
 

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Dieses kleine Juwel erzählt die Geschichte von dem Juden Mika, seinem Mantel, dem deutschen Soldaten Max und die eines Prinzen. Die Geschichte, die in der Gegenwart in New York, aber auch im Warschauer Ghetto und im Gulag in Sibirien spielt, berührt und rüttelt wach. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann, weil es einfach spannend geschrieben ist und einen zum Nachdenken bringt.
 

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Die Ehe von Nora und Pierre, seit vielen Jahren verheiratet, wird auf eine harte Probe gestellt, als Pierre nach einem Autounfall im Koma liegt.  Wie ist das, wenn frau plötzlich monatelang Tag für Tag ihren Mann im Krankenhaus besucht und darüber wacht, ob er vielleicht die Augen öffnet? Nora vergisst dabei vollkommen ihr eigenes Leben. Langsam findet eine Annäherung zum Arzt von Pierre statt. Die Situation verkompliziert sich zusehends, als Nora Pierre nachhause zur Pflege holt. Beeindruckend schildert die Autorin das Leben der Protagonistin Nora, welches durch einen Unfall komplett aus der Bahn gerät.
 

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Der junge Philosophiestudent Marek van der Jagt, ein Junge aus reichem Wiener Haus, ist auf der Suche nach der Amour fou. Er liest begierig alles darüber und möchte sie natürlich auch selbst erfahren. Aber was passiert? Er begegnet zumeist älteren Frauen. Doch als er gemeinsam mit seinem Bruder Pavel zwei junge Touristinnen aus Luxemburg kennenlernt, glaubt er endlich an die Erfüllung seiner Träume. Die Entdeckung, die er dabei macht, wird ihn noch zeit seines Lebens beschäftigen. Ironisch erzählt, auch das Aneinandervorbeileben seiner Eltern, ist dieses Buch amüsant zu lesen und im Grunde ein Coming-of-Age-Roman.
 

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Der Protagonist Schramm ist Lehrer, der schon seit einiger Zeit  nicht mehr unterrichtet. Warum? Das erfahren wir im Laufe des Romans nur bruchstückhaft. Welche Rolle spielt dabei der Schüler Waidschmidt? Sein Bruder Viktor besucht Schramm in dessen Haus mit einer Frau, schon wieder mit einer anderen. Schramm lebt alleine, das Gärtnern gibt ihm eine Tagesstruktur in seinem ansonsten völlig ereignislosen Dasein. Von Beginn an wird in diesem Roman Spannung erzeugt, bis wir zum Schluss die Gründe für Schramms Verhalten erahnen können.
 

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Bei diesem Buch bekommt man einen sehr interessanten Einblick in das Berlin im Wandel der Zeiten. Die Autorin hat am Beispiel eines real existierenden Hauses, die Entwicklung der deutschen Geschichte durch die Jahrzehnte, emotional aber kitschfrei dargestellt. Die zwei Familiengeschichten, die untrennbar mit dem Haus in der Torstraße 1 verbunden sind, werden spannend, gefühlvoll und mit einem Schuss geschichtlicher Informationen erzählt.
 

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Das Warten hat sich gelohnt, endlich gibt es das neue Buch von Sophie Kinsella. Spritzig, witzig, lustig - kurz- das perfekte Buch zum Abschalten, zwischendurch lesen, und die Seele baumeln zu lassen. Doch Achtung: Wenn Sie dieses Buch in der Öffentlichkeit lesen, werden Sie den einen oder anderen verwunderten Blick ernten, nämlich dann, wenn Sie plötzlich laut auflachen.
 

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Ein Dreiundfünfzigjähriger Literaturdozent hat mit einer Studentin nach der anderen zwanglosen Affären am Laufen, bis eines Tages eine von ihnen tot neben ihm im Bett liegt. Kurzerhand lässt er ihre Leiche verschwinden. Dann geschieht etwas, was er nie für möglich gehalten hätte, er entwickelt ernsthafte Gefühle für eine Frau, ausgerechnet die Stiefmutter der toten Studentin. Philippe Djian hat einen intensiven, spannenden Roman geschrieben. Er streut die wichtigen Informationen nebenbei in die Handlung ein und lässt dem Leser einiges an Interpretationsspielraum.
 

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Judith flüchtet sehr jung aus ihrem Leben in Hamburg nach Italien. Sie nimmt ein Geheimnis mit, das sie in ihrem neuen Leben niemandem anvertraut. Eines Tages erreicht sie ein Anruf aus Hamburg und ihr auf einer Lüge aufgebautes Leben gerät aus den Fugen... Ein ganz toller Roman von Renate Ahrens, den man am liebsten in einem Stück durchlesen möchte!
 

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Jair verliebt sich auf den ersten Blick in Mirjam und beginnt ihr Liebesbriefe zu schreiben. Beide sind verheiratet und gehen einem weiteren Treffen aus dem Wege. In ihren Briefen kommen sie sich aber sehr nahe und lassen ihren Gefühlen freien Lauf... Wer selber auch gerne schreibt, wird diesen Roman von David Grossman lieben!
 

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Paul ist Mitte Vierzig, als sich seine Freundin Sonja einen wohlhabenderen Mann sucht und sein Chef ihn kündigt. Was macht man nun mit soviel Freizeit? Ausgiebig in einem Cafe frühstücken, spazieren gehen – bis das Geld langsam knapp wird. Er sucht sich einen Aushilfsjob in einer Bar an der Garderobe, in der abends Maria, als Mireille Mathieu verkleidet, Chansons zum Besten gibt. Untertags besucht er nun öfters seinen demenzkranken Vater im Heim und muss schockiert feststellen, dass ihn dieser nicht mehr wieder erkennt. Während einer kurzen Konzertreise durch die Provinz im Campingbus vertieft sich die Beziehung zwischen Paul und Marie langsam. Leichtfüßig, lakonisch und nicht alltäglich erzählt.
 

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„Man gewöhnt sich gegen alles....“ (schreibt Clemens Setz in seinem neuen Roman „Indigo), an Clemens Setz leider sehr schwer. Ich habe mich bis zum Ende mit der Frage befasst, warum es dieser Autor schon wieder auf die Short List des Deutschen Buchpreises geschafft hat. Ich glaube, ich habe so einiges im Buch nicht verstanden, es ist wie ein Puzzle, wo man nicht mal den Rand fertigstellen kann. Nicht unintelligent, im Gegenteil, aber trotzdem sehr konfus für manche Leser. Irgendetwas hat mich aber an seiner Sprache gefesselt, denn nach jeder Lektüre habe ich davon geträumt. Eva Behrendt (die tageszeitung) schreibt, „dass sein Text sogar den Körper der Leser erfasst, infiziert, angreift - das ist vermutlich das größte Kompliment, das man Setz machen kann.“ Witzig habe ich seinen Roman nicht gefunden, eher gewalttätig und abgründig, doch irgendwie musste ich sein literarisches Werk doch beenden, um mich wieder von diesem untriebigen Geist befreien zu können!
 

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Vor Jahren waren sie gemeinsam in New York – die namenlose Erzählerin und Gregor. Damals haben sie sich versprochen, gemeinsam hierher zu ziehen. Gregor hat die Greencard gewonnen, sie nicht. Nach fünf Monaten haben sie ausgemacht, dass sie Gregor in New York besucht und drei Wochen bleibt. Wie sehr hat sie sich darauf gefreut und sich das Wiedersehen nach so langer Zeit gedanklich ganz genau vorgestellt: die Umarmung, die Küsse … Doch vom ersten Augenblick an, ist nichts so, wie es einmal war: keine Umarmung, keine zärtlichen Worte. Sie haben sich entfremdet. Sehr eindringlich wird das Ende einer Beziehung – mit Rückblenden in die Vergangenheit – erzählt.
 

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Dieses Buch handelt von einem Mann der das Gefühl hat in seinem Leben immer zu kurz gekommen zu sein, der sich an der ganzen Welt dafür rächen will, gefährliche Affären lebt, ... Ein mitreißender Roman von Lilian Faschinger mit vielen Überraschungsmomenten!
 

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Ein faszinierender Roman von David Foenkinos, in dem es um zwei Menschen geht, die füreinander geschaffen sind...so scheint es... doch jedes Mal, wenn man sich sicher ist, dass sie endlich zueinander finden, und eigentlich dem gemeinsamen Glück des Paares nichts mehr im Wege stehen kann, tritt eine unvorhergesehene Wende ein... Ein sehr spannender und auch ergreifender Roman von Foenkinos, den man unbedingt gelesen haben sollte!
 

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Jean-Jacques und Claire leben mit ihrer kleinen Tochter Louise ein ruhiges, fast langweiliges Familienleben, bis er eine Affäre beginnt und sie einen Privatdetektiv engagiert (nicht nur für detektivische Zwecke)... Ein tolles Buch über ein Familienleben, das zu langweilig erscheint, bis etwas völlig Überraschendes eintrifft und es dann eine unerwartete Wendung nimmt. „Manchmal erkennt man die große Liebe erst, wenn sie vorbei ist.“
 

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Dies ist der 3. Band um den Ermittler Joona Linna. Man kann das Buch auch lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen, doch dann entgehen einem zwei sehr spannende Bücher. Das schwedische Ehepaar, das unter dem Pseudonym Lars Kepler schreibt, liefert wieder einen ausgezeichneten Krimi ab. Leider ist es oft so, dass Folgebände schlechter werden, doch hier ist das Gegenteil der Fall! Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt, glaubt man das Rätsel gelöst zu haben, wird man eines besseren belehrt.
 

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Eine kleine Stadt in den Südstaaten, 1948, ein Fremder sorgt für Aufregung, besonders als er sich in die Frau des reichsten Einwohners der Stadt verliebt. Ein Liebesroman der etwas anderen Art, über eine Liebe, die nicht kitschig oder zärtlich ist. Mit seiner bild- und wortgewaltigen Sprache versteht es der Autor seine LeserInnen zu begeistern.
 

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In „Herbert Tichy. Das Leben als Reise“ kommen viele Menschen zu Wort, denen Herbert Tichy nahe stand, und zeichnen mit sehr persönlichen Beschreibungen den Abschnitt der „Reise“ nach, den sie mit Tichy teilten. Der Biograph Ulrich Wörz entwirft „ein Lebensbild“ von Herbert Tichy und spickt es mit vielen Zitaten aus dessen Büchern. Neben seinen Reise- und Expeditionsbeschreibungen beeindruckt mich dabei vor allem das spirituelle Erleben Tichys: „Berge sind für mich (…) nicht abstrakte Ziele, an denen man seine technischen Fähigkeiten und seine persönliche Leistungskraft beweisen kann, sondern nur Teile jener großen Welt, in der ich mich so wohl fühle. Ich habe Gipfel geliebt wie ich einzelne Menschen liebte, als gleichwertige Teile eines größeren Ganzen.“ Schmunzeln lässt mich immer wieder Tichys feinsinniger Humor, der gewürzt ist mit einer Prise Selbstironie. Vor der Besteigung des Cho Oyu schreibt er: „Da ich trotz meiner im Allgemeinen guten Gesundheit viel rauche und gerne trinke, waren wir eine recht hoffnungslose Mannschaft.“ Hinter dieser Koketterie steckt aber eine eiserne Willenskraft, die ihn trotz erfrorener Hände zum Gipfel zieht: „Höher und höher. Wir sind wie willenlose Maschinen, die nichts anderes können als weitergehen. Oder sind wir vielleicht nur der Wille, der hinauf muss und den Körper weiter zwingt.“ Doch viel mehr als seine bergsteigerischen Leistungen fesseln mich die Einblicke in den Charakter Tichys, die das Buch bietet: Die tragische Zerrissenheit des Reisenden, der Nähe geben und empfinden, doch nie lange bleiben kann, und der doch von den Menschen, die sein Leben begleiten, und zu denen er immer wieder heimkehrt, geliebt wird. Sein „Wahlsohn“ Hannes Pflaum beschreibt dies im Kapitel „Wahlverwandtschaft“ auf sehr liebevolle, persönliche Weise. Spritzig zu lesen finde ich die Erzählung von Susanne Hochwälder, die Tichy Mitte der 1950er-Jahre als junges Mädchen kennen lernte. Susanne Hochwälder stellte Tichy dem Dramatiker Fritz Hochwälder vor, was schließlich zu „einer lebenslangen Freundschaft zu dritt“ führte. Hochwälder schildert die unkonventionelle Freundschaft und das innige Verhältnis beider Männer zu ihr derart erfrischend, dass man bei dieser „Menage à trois“ gerne „Mäuschen“ gewesen wäre! Mein Fazit: Das Buch ist eine sehr persönliche Annäherung an den Menschen Herbert Tichy und hat es geschafft, mich von Seite zu Seite mehr in seinen Bann zu ziehen. Ich nehme Herbert Tichy in meine persönliche Liste von „Menschen, die ich gerne kennen gelernt hätte“ auf und hoffe, es geht Euch nach der Lektüre ebenso!
 

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Ein Kind auf dem Papstthron? Das passt nicht. Und doch hat es ihn wirklich gegeben. Peter Prange ist ein toller historischer Roman gelungen. Man erhält einen interessanten Einblick in längst vergangene Zeiten, fühlt bei der Liebesgeschichte mit und ist mittendrin bei den Schlachten um den Thron.
 

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Ein berührendes Buch über eine wahre Geschichte! Das Leben einer Familie gerät aus den Fugen, als bei der zweijährigen Thais eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird. Das noch ungeborene Kind wird auch daran erkranken ? Wie es der Familie im Alltag ergeht, mit all den Sorgen und Schmerzen, doch auch freudigen Momenten, erzählt die Autorin sehr berührend. Wenn man dann auch noch weiß, dass dies eine wahre Geschichte ist, bewegt dieses Schicksal einmal mehr.
 

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Ich habe ja schon einige Bücher von Thomas Sautner (z. B. Fuchserde) gelesen. "Der Glücksmacher" ist jedoch ganz anders als die bisherigen. Denn er behandelt das Thema Glückssuche auf sehr skurrile Art, indem eine Versicherungsagentur eine Glücksversicherung anbieten will. Sebastian Dimsch, der in seinem abgeschiedenen Büro die großen Philosophen und pseudowissenschaftliche Bücher zum Thema Glück liest, soll diese Versicherung entwerfen. Echt kurioses Buch!
 

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Wenn man dieses Buch zu lesen beginnt, sollte man zusehen, dass man sich Zeit freischaufeln kann. Alles, was der Alltag so mit sich bringt, stört und man hat nur einen Gedanken: Wann kann ich endlich weiterlesen? Es ist blutig, brutal und einfach nur unglaublich spannend. Fitzek ist wirklich ein Meister des Thrillergenre. Die Zusammenarbeit mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos ist sehr gut gelungen. Unbedingt lesen, jedoch nichts für schwache Nerven!
 

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Lily Brett hat einen stark autobiographischen Roman geschrieben, der wirklich unter die Haut geht. Geschickt mischt sie Vergangenheitsbewältigung, Gedanken einer von Selbstzweifeln geplagten jungen Frau und Anekdoten aus der Welt der großen Musiker der 60er Jahre, wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Mick Jagger. Dieses Buch macht Lust, wieder die Musik von damals zu hören, ist kurzweilig und bleibt im Gedächtnis haften.
 

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Anna hat eine bewegte Vergangenheit: Ihr Vater hat Selbstmord begangen, ihre depressive Mutter ist im Altersheim, und sie selbst hat lange in Südafrika gelebt. Da lernt sie in einer durchgestylten Redaktion Ludwig kennen. Ludwig ist eigentlich das genaue Gegenteil von ihr, denn ihm ist die richtige Kleidung wichtiger als persönliche Beziehungen. Er lebt in einer fast sterilen Wohnung. Ludwig betont immer wieder, dass er eigentlich niemanden braucht und keine Beziehung will. Doch er lässt sich trotzdem auf Anna ein und macht nach acht Monaten eines Morgens plötzlich Schluss … Ein Buch über die Einsamkeit von Menschen, die sich nach außen unberührbar geben.
 

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Benjamin Lee Baumgartner, schon der Name des Protagonisten ist eine geniale Erfindung von Wolf Haas - wie das Buch auch. Zwar mit etwas gewöhnungsbedürftigen formellen Einschüben, aber umso besserem Inhalt. Was dem Protagonisten, der indianischer Abstammung ist, auf der Suche nach seinem Vater und seinen Reisen passiert, ist derart komisch, dass ich während des Lesens laut Lachen musste. Die Einfälle des Autors und die Wendungen im Roman sind einfach phänomenal. Wer also bis jetzt noch kein Buch von Wolf Haas gelesen hat, sollte das schleunigst nachholen.
 

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Ist es verrückt, wenn einer glaubt, die Zeit lasse sich "zurückdrehen"? Es ist verrückt, denkt Peter Taler anfangs, als er das Vorhaben des alten Knupp begreift, der ihm gegenüber wohnt. Denn der möchte etwas denkbar Unmögliches möglich machen ... Anfangs begreift Peter Taler nur, dass im Haus gegenüber, in dem der achtzigjährige Knupp wohnt, sonderbare Dinge vor sich gehen. Er beginnt zu beobachten und mit der Kamera festzuhalten – und merkt erst spät, dass er seinerseits beobachtet wird und längst in die Geschehnisse auf der anderen Seite der Straße verstrickt ist. Der alte Knupp, der vor zwanzig Jahren seine Frau verloren hat, ist davon überzeugt, dass man nicht wie Orpheus ins Totenreich hinabsteigen muss, um einen geliebten Menschen wiederzufinden. Denn er hat eine Theorie und kann sich dabei sogar auf berühmte Leute berufen. Allerdings ist deren Umsetzung nicht einfach. Um nicht zu sagen – schier unmöglich. Taler soll ihm dabei helfen. Spannung garantiert!
 

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Bei der Lektüre dieses Buches will man sofort die Koffer packen, ins Flugzeug springen und nach Paris reisen. Sollte dies nicht möglich sein, kann man sich wenigstens über ein paar gemütliche Lesestunden auf der heimischen Couch freuen. Die Wärme und das Gefühl, das dieses Buch ausstrahlt, sind auch hierzulande spürbar.
 

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Der Roman der österreichischen Autorin beginnt nicht mit dem Anfang, sondern mit dem Ende der Geschichte. Kapitel für Kapitel erfahren wir, warum Maria arbeitslos wurde und wie ihr Leben davor ausgesehen hat. Wie traten Walter und Eduard in ihr Leben, und was ist mit ihnen passiert? Ein ungewöhnliches Buch, das von Menschen am Rande der Gesellschaft erzählt - und doch mittendrin im Leben der Protagonisten spielt.
 

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Jetzt als Taschenbuch! Dieses Buch – nominiert für den Man Booker Prize – stellt alles bis jetzt Gelesene in den Schatten. Die Welt aus der Sicht eines 5-jährigen Kindes – welches mit seiner Mutter eingesperrt in einem kleinen Raum lebt – hat ihre eigenen Regeln. Wie erzieht man ein Kind, ohne dass die Außenwelt existiert? Plötzlich werden die kleinen Dinge im Leben wieder wichtig, man begibt sich mit dem kleinen Jack auf eine spannende Reise – man kämpft und fiebert mit ihm und entdeckt, was Mutterliebe möglich macht!
 

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Die Autorin Katherine Pancol ist in Frankreich bereits ein Phänomen. Ihre Trilogie rund um die vorerst unscheinbare Josephine und ihre Familie führt in Frankreich die Bestsellerlisten an. Und jetzt ist auch bei uns der zweite Teil erschienen. Die 670 Seiten schrecken zwar ab, aber ihre Geschichten verschlingt man im Nu. Ein halbes Jahr nach Erscheinen ihres Buches und nach dem großen Umzug wird Josephine mit neuen Ängsten und Herausforderungen konfrontiert, denn diesmal wird sie fast ermordet, und auch die Liebe stellt sie auf eine harte Probe. Der Leser amüsiert sich aber köstlich mit den tollen und eigenartigen Familienmitgliedern, sie sind alle wieder dabei, im Mittelpunkt die lebenskluge Jo, deren Weisheit man oft gerne selber hätte! Unterhaltsamer als die Gavalda und niemals so schnulzig wie Nicholas Barreau!
 

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Man muss nicht unbedingt in einem Bergdorf aufgewachsen sein, um sich in der Welt der Vea Kaiser zurechtzufinden. Alles beginnt mit einem Bandwurm, der Johannes A. Irrwein lange nicht mehr loslässt. Sein Enkel, der Jahre später diese Dorfchronik verfasst, möchte eigentlich überhaupt nichts mit den engstirnigen Bewohnern von St. Peter am Anger zu tun haben. Doch gerade diese massive Engstirnigkeit , die dörfliche Idylle im hintersten Winkel, ruft seinen Forschungsinstinkt wach! ....ein hervorragend komponierter Heimatroman, intelligent, skurril und witzig, - die österreichische und weibliche Version John Irivings! Hut ab vor dieser jungen Autorin! Von ihr werden wir noch viel hören!!!
 

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Ich habe eine gewisse Schwäche für Bücher, die von den 50er und 60er Jahren in Amerika erzählen. Der zweite Weltkrieg geht gerade zu Ende, es gibt Martinis und Gins ohne Ende, die jungen Leute haben noch Träume auf den zahlreichen Gartenparties von Nick, Hughes und Helena, doch auch in Martha's Vineyard gibt es Geheimnisse und Verschwörungen, die erst Jahre später, nachdem ihre Kinder eine Leiche finden, zum Vorschein kommen. Das Buch ist nicht nur eine wunderschöne Sommerlektüre, es beginnt in einer sehr eleganten Zeit und endet dann fast wie ein psychologischer Thriller! Die 5 Charaktere werden genauestens in eigenen Kapiteln portraitiert – man muss erwähnen, dass Liza Klaussmann die Ur-Ur-Urenkelin von Herman Melville ist! - sie erzählt aber nicht das gleiche Ereignis aus der Perspektive von 5 Personen, sondern sie lässt die Zeit überschneiden. So erfährt der Leser nach und nach, dass der Schein nach außen hin trügt, und dass sich die Dinge schnell verändern können. Dieses Buch ist eine perfekte Mischung aus Glamour und Spannung! Fünf Martinis für dieses Romandebüt!!!
 

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Das erste Buch, „Herzenhören“ hat mein Leben bereits emotional berührt, in welcher Form auch immer! Sendker hat eine Art zu schreiben, die einen durch reine Magie nach Burma versetzt, seine Geschichten stimmen uns nachdenklich. Zehn Jahre sind seit dieser unglaublich schönen Liebesgeschichte vergangen, und Julia muss zurück nach Burma reisen, da eine innere Stimme ihr keine Ruhe lässt. Und wieder taucht man ein in eine neue Geschichte, die unter die Haut geht, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich wahrscheinlich wirklich so zugetragen hat. Sendker besitzt die Gabe, Herzen zu berühren und große Gefühle hervorzurufen, ohne kitschig zu werden. Meiner Meinung nach übertrifft er sich selbst im zweiten Buch, aber man sollte auf jeden Fall mit dem ersten beginnen, sonst kommt dem Leser ein bisschen Magie abhanden.
 

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Was bleibt von der Liebe, wenn der Mensch für den wir sie empfinden, nicht mehr da ist? Das ist die zentrale Frage, mit der sich dieser Roman auseinandersetzt. Ob man dieses Buch mag, oder nicht, hängt extrem davon ab, ob man den Protagonisten sympathisch findet, oder nicht. Am Anfang ist dies leicht, doch im Laufe der Geschichte gestaltet es sich immer schwieriger, und lässt ihn doch so viel menschlicher erscheinen. Er reflektiert sein Leben, seine Lieben und versucht den Alltag zu bewältigen. Es ist kein einfaches Buch, nichts zum zwischendurch lesen. Ein Werk das nachdenklich macht und großartig über Selbsterkenntnis und das Bild, das unsere Mitmenschen von uns haben, erzählt.
 

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Michaela Karl bringt nach „Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber“ wieder eine tolle Biographie über die Goldenen Zwanziger heraus. Diesmal schreibt sie über DAS Glamourpaar der Roaring Twenties, die Fitzgeralds. Karl's Schreibstil ist spannend, sie recherchiert gut ,und man hat das Gefühl, man liest einen Abenteuerroman, ein Drama, eine Liebesgeschichte und eine Komödie gleichzeitig. Informativ und unterhaltsam: kurz, einfach ein tolles Buch
 

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Die Irin Ella Griffin schafft es in ihrem Debütroman, geschickt heitere und ernste Themen miteinander zu verknüpfen. Die Seiten fliegen nur so dahin, man will wissen, wie es weitergeht in dem Leben der Protagonisten. Genau das Richtige zum zwischendurch Lesen, zum Entspannen und zum Mitfiebern.
 

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Zu Beginn überzeugt das Buch mit seinem wunderschönen Cover, dann mit seinen tollen Sätzen und ganz nebenbei mit den Gedanken über die kleinen Dinge des Lebens. Foenkinos kann einfach gut schreiben, mit wenigen Sätzen drückt er die Bandbreite der menschlichen Emotionen aus. Das Buch geht in eine ganz andere Richtung als sein Vorgänger „Nathalie küsst“, und doch sind es die Erinnerungsstücke - „Souvenirs“ wert entdeckt zu werden.
 

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Ich finde es übertrieben, diesen Erotikroman als Softporno zu bezeichnen, wie es manche Kritiker tun. Für mich ist es ein Liebesroman mit einem Schuss prickelnder Erotik – zugegebenermaßen auch mit einem Hang zu SM. Viele spannende Momente runden das Ganze aber ab und somit lässt sich diese leichte Lektüre gut und einfach lesen...
 

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Normalerweise mache ich um Bücher über Schicksalsschäge einen großen Bogen, bei John Green konnte ich aber nicht nein sagen. Die Protagonistin Hazel leidet an Krebs. Ihren Eltern zuliebe geht sie zu einer Selbsthilfegruppe, bei der sie Gus kennen und lieben lernt. Zusammen versuchen sie, einen Weg durch ihr doch sehr kurzes Leben "als Freak" zu finden. Hazel mit ihrem Schlauch in der Nase und einer Sauerstoffflasche im Gepäck, und Gus mit seiner Beinprothese. Erste Liebe trotz oder gerade wegen ihrer tödlichen Krankheit. Ein Buch zum Lachen und erst recht zum Weinen. Wunderbar, einmalig. Bitte mehr!
 

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Der Inhalt ist um einiges besser, als der doch etwas kitschige Titel des Buches vermuten lässt. Eine ältere Dame macht sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit. Diese geht zurück in die Südstaaten der 1930er Jahre, wo sie sich als weiße Tochter aus gutem Hause in einen schwarzen Arbeiter verliebt. Zur damaligen Zeit undenkbar. Die Geschichte liest sich sehr kurzweilig, sie berührt Kopf und Herz. Mit großer Spannung liest man Seite für Seite, bis auch das letzte Geheimnis der sympathischen Hauptfigur gelüftet wird.
 

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Max Broll hat sich nach dem Tod seiner großen Liebe auf eine einsame Insel zurückgezogen, doch zum Trauern kommt er nicht lange, denn Baroni, sein bester Freund, wird von Killern erpresst. Da nutzt auch der ganze Alkohol, den die beiden runterkippen, nix mehr, der Totengräber ist mal wieder in ein Verbrechen involviert. Doch die Schmähs gehen dem holden Duo nicht aus, auch wenn sie hin und wieder in recht makabere Situationen gelangen. Bernhard Aichner bietet dem treuen Krimi-Fan wieder ein äußerst spannendes Ende – und ich darf schon verraten – die Rache der beiden Hobbydetektive fällt nicht gerade zimperlich aus!
 

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Die Business Class macht Ferien Ein Buch für alle Workaholics und solche, die schwer beschäftigte Leute kennen. Wir erfahren, dass Manager drei Tage später in den Urlaub und drei Tage vorher wieder heimfahren und dass die Ehefrauen oft froh sind, wenn ihre Männer nicht den ganzen Urlaub mit ihnen verbringen. Wer wissen will, was Quality Time ist, ist mit diesen Geschichten bestens unterhalten. Kurzweilig, manchmal bitterböse, und die Pointe immer zum Schluss!
 

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In den ersten Kapiteln gibt die Hauptfigur Sissi zu, Fehler gemacht zu haben: am Begräbnis ihres Vaters teilzunehmen; das Erbe ihres Vaters – eine alte Mühle in der steirischen Provinz – anzunehmen; Stefan – einem alten Freund – bei der Weinernte zu helfen und letztendlich, sich nicht von allem und allen – ihrer Großmutter, Stefan und den sich daraus entwickelnden Problemen – zurückzuziehen. So beginnt sie über den Tod von Regina, Stefans Frau und ihre beste Freundin, nachzuforschen. Was sich daraus ergibt, ist höchst spannend zu lesen und stellenweise bitterböse.
 

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Sven, Tauchlehrer auf einer spanischen Insel, ist vor 14 Jahren aus Deutschland dorthin geflüchtet, um ein neues Leben zu beginnen. An einem Samstag kommen Jola und Theo auf der Insel an – ab diesem Zeitpunkt wird nichts mehr so sein wie vorher. Jola will Sven für sich gewinnen, was leicht erscheint, da Sven durchaus Interesse an der hübschen Jola hat. Doch dass sie ihn nur für ihren perfiden Plan missbraucht, bemerkt er viel zu spät. Sehr spannend erzählt mit einem überraschenden Ende. Der Bericht von Sven und Jolas Tagebucheintragungen wechseln sich ab und machen diesen Roman zu einer äußerst fesselnden Lektüre.
 

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Ein neuer Komissar betritt die Bühne! Im pittoresken Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der betagte Inhaber des alteingesessenen Hotels Central erstochen aufgefunden. Komissar Dupin aus Paris stammend und in die Bretagne zwangsversetzt beginnt mit den Ermittlungen. Ein gelungener klassischer Kriminalroman mit viel Charme, nicht nur für Frankreichliebhaber. Mit einem sehr symphatischen und liebenswerten Komissar und stimmungsvollen und athmosphärischen Beschreibungen der Landschaft und ihrer Bewohner. Ein ruhiges und beschauliches Erstlingswerk mit Spannung und Humor. Eine gelungene Abwechslung in dem doch sehr oft blutigen und brutalen Genre.
 

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Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit": Wer jeden Wunsch erfüllt - und das am besten jetzt und sofort - und Aufgaben und Konflikte für andere löst, der verwöhnt. Und wer sämtliche Unannehmlichkeiten von Kindern fernhält und meint, ihnen damit Gutes zu tun, nimmt ihnen die Chance, die später notwendige Konfliktfähigkeit zu erlernen und eine eigenverantwortliche Persönlichkeit zu werden. Der Autor fordert, Kindern und Jugendlichen bewusst Herausforderungen zuzumuten. ohne sie dabei sich selbst zu überlassen.
 

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Lustig beschwingte Lektüre – perfekt für den Strandurlaub. Dieser humorvolle Roman zaubert immer wieder ein Lächeln in das Gesicht des Lesers – ob übergewichtig oder nicht.
 

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Ein toller Roman über eine Affäre einer Frau mit einem verheirateten Mann – der es auch bleiben wird, was von vornherein für beide klar ist. Trotzdem scheint sie nicht von ihm los zu kommen. Was treibt einen dazu, so leben zu wollen, und freiwillig immer die zweite Geige zu spielen? Geld, Liebe, Angst vor der Einsamkeit, ... ?
 

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Ich finde, das ist einer der besten Romane von David Foenkinos. Der französische Schriftsteller schildert das Leben von Nathalie, die ihren perfekten Lebenspartner durch einen Unfall plötzlich verliert. Doch das Leben muss trotzdem weitergehen...
 

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Man muss kein ausgesprochener Fan von Daniel Glattauer sein, um dieses Buch zu mögen. Dieser Roman ist sehr fesselnd und spannend. Es gelingt dem Schriftsteller wieder mal, den Leser in seinen Bann zu ziehen...
 

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Dieses Buch ist für jede Frau ein Lesespaß! Egal ob man selber (pubertierende oder nicht pubertierende) Kinder hat oder nicht, man kann sich sehr gut in die Rolle der Hauptfigur des neuen Romans von Susanne Fröhlich hineinversetzen - und hat sehr viel Spaß beim Lesen.
 

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Kurz zum Inhalt: Die weit gereiste Kriegerin Antarja rettet die zukünftige Gemahlin des Königs von Lautania und steht seither in der Gunst des Königspaares. Sie birgt jedoch ungeahnte Geheimnisse. Kaum verwunderlich, dass sie den Widersacher des Reiches Lautania kennt. Mit dem Erscheinen des selbst ernannten Prinzen Lancron kommt die gut gehütete Vergangenheit Antarjas wieder ans Licht. Wem gilt die Loyalität der geheimnisumwitterten Heldin - dem gerechten König oder dem gefürchteten Lancron? Wird sie dem dunklen Geheimnis widerstehen oder verfällt sie jener verborgenen Macht - einer Gestalt - noch finsterer als Lancron selbst? Der Verlag selbst hat sich folgende Schwerpunkte gesetzt: jungen, erfolgversprechenden Autoren eine Chance zu geben; gezielt heimische Autoren zu fördern; die spezielle Förderung von Frauen; pädagogisch wertvolle Kinderliteratur (vor allem im Bereich "Gewaltfreie Kommunikation") anzubieten und Lesen als Abenteuer, Freude & sinnvolle Freizeitgestaltung zu vermitteln. Die Tyrolia darf sich freuen, der erste Buchpate dieses innovativen Verlags zu sein. Wir wünschen viel Erfolg und freuen uns auf tolle Bücher!
 

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Auf jedes Buch von Paul Auster freue ich mich ja wahnsinnig - zurecht, denn sein neuer Roman ist wieder ohne Einschränkungen empfehlenswert. Nach den ersten Seiten werden die Figuren in „Sunset Park“ sofort lebendig: Miles, Alice, Bing, Ellen und Morris. Miles, der in Florida die minderjährige Benita liebt und deshalb nach New York flüchtet; Alice, die verkannte Künstlerin; Bing, der eine Klink für kaputte Dinge betreibt; Ellen, die sich von einer unscheinbaren Frau in eine selbstbewusste wandelt und Morris, der Vater von Miles, der seinen Sohn nach siebeneinhalb Jahren endlich wieder umarmen kann. Bis zum Schluss wollen wir wissen, wie es ihnen ergeht und in welchen Beziehungen sie zueinander stehen. Einfach klasse!
 

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Ein persönlicher Buchtipp - Carol Edgarian "Zeiten der Ernüchterung": Lena und Charlie, verheiratet, beide berufstätig, zwei Kinder, ein Haus – klingt doch gut, oder? Wenn da nicht die Finanzkrise wäre, die Verwandtschaftsbeziehungen durcheinander geworfen würden, ein ehemaliger Liebhaber auftauchen und ein überlebendes, krankes Zwillingskind dem Leben eine Wende geben würde. Und plötzlich ist alles anders, als es scheint. Ein Roman, der zum Nachdenken über die eigenen Lebensentwürfe anregt.
 

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Wow, was für ein Erzähler! Ich habe noch keinen Autor erlebt, der so präzise die menschlichen Abgründe, die spektakulären Fälle des Rechtssystems sprachlich so präzise schildern kann. Der Anwalt schaltet sich nach jedem Fall ein und zeigt auf, wo die Lücken sind, wo das System versagen kann, wo der Widerspruch zwischen Recht und Unrecht zu finden ist. Wer hat wirklich Schuld auf sich geladen und was wurde uns verschwiegen? Schirach ist wie Hemingway ein Meister im Andeuten und Aufzeigen, doch sein knapper Schreibstil kann das Grauen nicht verstecken! Mir hat es eine Gänsehaut aufgezogen!
 

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Viele Leser sind dem Genre Kurzgeschichten nicht sehr aufgeschlossen, doch dieses Buch sollte sie überzeugen, dass jede der 7 Geschichten sehr viel Tiefgang hat. Schlink deckt Lebenslügen auf und macht dem Leser klar, dass es nie zu spät ist, etwas zu ändern. Der Schluss und der Ausgang der Geschichte bleibt immer offen und es bleibt dem Leser überlassen, herauszufinden, ob die Protagonisten an ihren Lebens- bzw. Liebeslüge scheitern. Schlink belehrt nicht, er bedient sich keiner Klischees, er reflektiert ganz offen über verpasste Chancen und die Zerbrechlichkeit des Glücks!
 

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Paulus Hochgatterer mag Menschen, und er versteht sie auch. In seinem neuesten Roman erzählt er vordergründig eine Menschenhändlergeschichte, doch viel interessanter ist seine Schilderung vom sozialen Gefüge und von Menschen in Extremsituationen. Mit einigem Augenzwinkern nimmt er auch diesmal seinen Berufsstand aufs Korn, so dass der Humor nicht zu kurz kommt. Eine kurzweilige Lektüre, teils spannend, teils lustig, manchmal auch beklemmend.
 

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Lang ersehnt und endlich, endlich da: Die neue Krimireihe mit neuem Ermittler! Dieser trägt Hosenträger, ist mittelgroß und geschieden, trinkt seit 5 Jahren kein Tröpfen Alkohol mehr und scheint nach Lektüre der ersten Seiten schier durch und durch langweilig zu sein; eben das glatte Gegenstück zu Ian Rankins Inspektor Rebus. Doch der Schein trügt! Denn das Gegenteil ist der Fall, wie man noch erfahren wird! „Ein reines Gewissen“ ist ein brillianter, spannender, gesellschaftskritischer Krimi, in dem auch die Finanzkrise eine große Rolle spielt! Aktuell, mit herrlichen Wortgefechten! Unbedingt lesen!
 

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Das Reiseerlebnis durch Italien mit allen Hindernissen und Überraschungen, die sich Mutter und Tochter nur vorstellen können. Eine köstliche Reise der anderen Art. Beste Unterhaltung für Italienliebhaber, Jung und Alt. Ein heiteres Buch, das mir deshalb so gut gefallen hat, weil es auch davon handelt, wie es ist, älter zu werden und doch zu verreisen. Eine nette, locker Urlaubslektüre!
 

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Diese Autorin kann seit Jahren ihr Niveau halten. Keine andere kann so lustig über die Krisen der Frauen schreiben wie sie. Denn, dieser Satz ist mir hängen geblieben: Nur eine schlafende Frau ist eine zufriedene Frau! Also wieder Stoff genug, Kürthys Frauen bleiben in Bewegung und verlieren nie ihren Humor. Besonders die Figur Erdal ist ihr gelungen, was habe ich doch gelacht!
 

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Nach dieser Lektüre war ich eine Weile sprachlos. Über 100 Jahre wurde an einer Familie großes Unrecht verübt, vor allem das antisemitische Mobbing in den 90ger Jahren hat mich nachdenklich gestimmt. Die Geschichte, die Erich Hackl hier in einer klaren, nüchternen Sprache erzählt, beruht außerdem noch auf einer wahren Begebenheit, was umso mehr berührt!
 

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Der Leser wird sofort in die Geschichte der serbischen Giftmischerin hineingezogen, doch vieles bleibt bei diesem Krimi, der in Wien spielt, rätselhaft. Pola lässt sich leicht von der okulten Geheimlehre des Schuldirektors Panigls verführen, doch man kann nur ahnen, was bei den obskuren Riten und okulten Vorkommnissen passiert ist. Susanne Ayoub schreibt packend und stilsicher, niemals verliert sie den Überblick über die historischen Ereignisse der Vor- und Nachkriegszeit und spannend dokumentiert sie einen Fall, der nie wirklich aufgeklärt wurde.
 

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Die 14-jährige Madalyn erlebt mit ihrer ersten Liebe die gesamte Gefühlspalette! Wie schon in "Abendland" ist der Ich-Erzähler, Sebastian Lukasser, ein Schriftsteller, und ihm vertraut sich das Mädchen an. Dieses schmerzhafte Erlebnis lässt niemanden unberührt. In diesem Roman offenbart Köhlmeier wieder sein außergewöhnliches Erzähltalent, und ich hatte das Gefühl, ein feines, zartes, perfekt arrangiertes Wunderwerk in Händen zu halten.
 

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Florine lebt in einer fantastischen Kinderwelt, aus der sie plötzlich gerissen wird, als ihre Mutter spurlos verschwindet. Dieses ungeheuer stimmungsvolle Buch fängt die magischen Momente des Erwachsenwerdens ein, Melancholie und Lebensfreude wechseln einander ab. Man möchte sofort in das idyllische Fischerdorf nach Maine ziehen und dort ein neues Leben beginnen. Diese wunderschöne, niemals kitschige Sprache wird mir noch ewig in Erinnerung bleiben und die humorvoll beschriebenen und eigenwillige Charaktere lassen den Leser lange nicht mehr los! Dieses absolut kurzweilige Buch kann man auch getrost Männern weiterempfehlen, nein, man sollte es sogar!
 

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Dieses Buch von Kawakami hat mir am Besten gefallen, meiner Meinung nach konnte sie ihr vielgepriesenes Potential endlich entfalten. Wie in ihren anderen Büchern wechselt sie oft zwischen Traum und Wirklichkeit, Gegenwart und Vergangenheit, es gibt selten eindeutige Antworten. Das Magische bietet viele Parallelen zu Haruki Murakamis Büchern (Mister Aufziehvogel), denn die Grenzen der Wirklichkeitsebene verschieben sich ständig. Eine reizende Liebesgeschichte!
 

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In diesem Buch ist nichts so, wie es den Anschein hat. Dieser raffiniert aufgebaute, erotisch angehauchte Roman lässt den Leser nicht mehr los. Goolrick thematisiert die Einsamkeit, der sich auch Ralph, ein Eigenbrötler, nicht entziehen kann. Das kalte, gotische Setting Anfang des 19. Jahrhunderts beeindruckt. Liebe führt zu "madness", Verlangen zu Mord!
 

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Josi verarbeitet ganz nüchtern ihren Alltag in der Psychiatrie, doch 2 tragische Ereignisse bringen sie dazu, sich neu zu erfinden. Sie ist eigentlich eine kalte, abgeklärte Frau, doch die Begegnung mit Paula Köhlmeier (als junges Mädchen) in Griechenland bringt nicht nur eine neue Sichtweise der Dinge für Josi, sondern die Autorin verarbeitet in diesem Roman ihre eigene Vergangenheit. Das Buch ist genauso wundervoll wie das Gedicht von Robert Frost: "Des Waldes Dunkel zieht mich an, doch muss zu meinem Wort ich stehn, und Meilen gehn, und Meilen gehn, bevor ich schlafen kann."
 

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Ein sehr gutes Buch einer sehr jungen, finischen Autorin! Das Spannende daran ist, dass die Motive der beiden Frauen zu Beginn schwer verständlich sind und sich die Geschichte erst langsam entfaltet. Die Frauen haben das gleiche Schicksal: sie sind immer auf der Flucht, sie erleben männliche Gewalt, Scham, Eifersucht und Demütigung. Ein dramatischer Roman, man lernt viel über die Geschichte eines unterdrückten Landes.
 

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Was für ein intelligenter und raffinierter Erzähler! Ich konnte nicht genug bekommen von ihm und seinen Ideen. Wie charmant er erzählt, da bekommt man richtig Lust, eine eigene Firma zu gründen. Das lustigste Buch des Jahres, mit viel Übertreibungen – oder ist es etwa doch autobiographisch?
 

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Hier kommen die Geister der ehemaligen DDR zum Vorschein, 20 Jahre nach der Wende. Das Haus und ihre Bewohner sond noch in den alten Strukturen gefangen, und Lena und ihr Sohn fühlen sich zunehmend unwohler. Die unerklärlichen Vorkommnisse, die Geister, die nur vom kleinen Sohn gesehen werden, erinnern an einen Schauerroman, obwohl viel deutsche Geschichte einfließt. Ich habe mich ein wenig gefürchtet, allein in der Wohnung. Ein kleines, feines Buch!
 

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Dieses Buch wurde mir von einer Buchhändlerin empfohlen und ich habe sie ausgelacht, weil sie 2x in der Nacht zum Lichtschalter gegriffen hat, um weiterzulesen. Zu früh gelacht, ich habe bis 6 Uhr morgens weitergelesen, mehr muss ich wohl nicht mehr zu dieser Autorin sagen.
 

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Voller Gefühl und Hoffnung erzählt Delphine de Vigan von Mathilde, deren Arbeitssituation sich durch Mobbing und Ausgrenzung zusehends verschlechert - ein sehr zeitnahes Thema! Die Autorin versteht es meisterhaft, Verzweiflung mit Hoffnung zu paaren und das in einer ausgezeichnet literarischen Sprache. Ich hoffe, dass sehr viele LeserInnen genau wie ich der Faszination erliegen, die von diesem Roman ausgeht.
 

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Murakami steht drauf, Murakami ist wieder drinnen, auf über 1000 Seiten verteilt. Er ist und bleibt ein Meister der Parabel, niemand kann die alltäglichen Wahrheiten besser ausdrücken. Zwei Geschichten laufen parallel nebeneinander ab, und als Leser kann man leicht zwischen den beiden wechseln, sowie man überhaupt jederzeit in den Text wieder einsteigen kann. Wer jetzt noch nicht Murakami-Fan ist, sollte es spätestens jetzt werden!
 

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Ein gutes Porträt einer ländlichen Gegend, der dörflichen Gemeinschaft, wo Schuld und Schweigen an der Tagesordnung sind. Eine schöne poetische Sprache, die die bäuerlichen Strukturen, die festgefahren Lebensweisen ganz klar aufzeigt. Rückblenden und eine verdichtete Sprache machen die "Wilde Jagd" zu einem besonderen Buch, nicht vergleichbar mit einem klassischen Heimatroman.
 

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Die Geschichte ist unglaublich, aber wahr: Ein Mädchen verschwindet und sofort wird ein Schuldiger gefunden. Die argentinische Militärdiktator zerstört sein Leben und das seiner Familie. Jahre später taucht sie auf. Reicht da eine Entschuldigung? Der Autor präsentiert harte Schicksale, die Richter dienen der Militärdiktatur und sind gleichzeitig doch wieder Opfer. Wer sich näher mit Argentinien befassen möchte, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.
 

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Ein sehr guter österreichischer Entwicklungsroman. Zwei Faktoren haben mich fasziniert: Dass der historische Roman in Hohenems spielt und dass Anselm Enderer durchs Laufen den ständigen Erniedrigungen und Verletzungen entkommen kann. Die Geschichte ist außergewöhnlich und der Autor auch!
 

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Ein klassischer Plot, der Spannung verspricht: Ein dunkles Geheimnis, eine Freundin, die keine ist, und eine Geschichte, die sich mit jedem Kapitel weiter offenbart. Die Autorin schreibt sehr flüssig und sie baut verschieden Erzählperspektiven ein, somit bleibt das Buch bis zum Showdown unterhaltsam!
 

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Was ist auf dieser einsamen Insel wirklich vorgefallen? Wie verändert sich der Mensch nach Jahren der Einsamkeit? Es gibt Geheimnisse, mit denen man nicht leben kann - aber auch nicht sterben… Dieser Roman verdient mindestens 5 Sterne!
 

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Diese Buch ist wirklich packend wie ein Krimi geschrieben und endet recht unglaublich, dass man sich noch lange danach fragt, was da jetzt eigentlich passiert ist. Wer einen solchen Zwillingsbruder hat, braucht keine Feinde, oder ist es doch Paul selbst, der seine krankhafte Sehnsucht nach Nähe triebhaft auslebt?
 

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Die große Liebe hat jeder schon einmal getroffen und auch verloren - wer kennt sie nicht, die Geschichten, die das Leben schreibt? Buddhadeva erzählt von vergangenem Glück und von den bezaubernden Momenten des Verliebtseins.
 

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Wer dieses Buch liest, braucht starke Nerven und sollte psychisch stabil sein. Die Ereignisse sind erschütternd und das Abenteuer in der Wildnis von Alaska endet verheerend. Wer glaubt, er kann viel ertragen, sollte sich auf mehr gefasst machen! Ein meisterhaft kombinierter Alptraum, der nicht mehr endet! Ich vergebe 5 Sterne für diesen jungen Autor, den nichts erschüttern kann!
 

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Dieses Buch schreit nach einer Verfilmung. 11 Leben, 11 Schicksale in London, die den Leser berühren. Die Handlungen laufen parallel und die Personen treffen sich nie, doch die Konsequenzen einzelner Handlungen sind für alle spürbar. Diese tolle Geschichte bekommt noch einen besonderen Touch: man verliebt sich in die Großstadt, in das Londoner Nachtleben, in deren Anonymität, in die skurillen Personen, in den charmanten Erzähler!
 

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Ein souveräner und intelligenter Autor hat endlich wieder etwas veröffentlicht, das unserem Zeitgeist entspricht. Es geht um die Liebe, die fehlt, um das Glück, das sich Davongeschlichen hat, um die Wahrheit, die sich nicht finden lässt und um die Eifersucht. Krausser treibt ein Katz und Maus Spiel mit dem Leser, der ein bißchen verwirrt zurückbleibt und sich fragt: Waren das jetzt die letzten schönen Tage?
 

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Ich habe schon lange nicht mehr ein derart gutes Buch über das Erwachsenwerden gelesen. Claudia Schreiber ist eine begnadete Erzählerin, die ihre Heldin Annie so einiges durchmachen lässt. Annie lebt in ihrer eigenen Welt und doch durchschaut sie all die skurrilen Erwachsenen um sich herum besser als jeder andere in diesem Dorf. Von Annie können wir noch viel lernen!
 

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Die Autorin punktet mit einer wunderschönen klaren Sprache, was bei diesem Thema von Vorteil ist. Denn der Krieg wirkt immer noch nach, Generationen später. Die beiden müssen sich ihrer Vergangenheit stellen und man wünscht den beiden von ganzen Herzen eine Aussöhnung mit dem Krieg. Traurig ist, wie schlecht die bettlägrige Wilhelmine von ihrer Verwandschaft behandelt wird, auf Verständnis und Interesse hofft sie vergeblich innerhalb der Familie.
 

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Eigentlich wollte ich nichts über die unerfüllte Liebe lesen, doch Alex Capus bringt es fertig, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Leon und Louise sind ein Liebespaar, das in die Literaturgeschichte eingeht, denn all die Jahre, in denen Sie getrennt voneinander ihr eigenes Leben führen, können ihrer Liebe nichts anhaben. Alex Capus beherrscht einen märchenhaften Schreibstil, sein hohes sprachliches Niveau ist dieser zarten Liebe würdig!
 

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So ein Sommer ohne Männer, da kann sich Frau mal so richtig austoben! Oder sich selber finden, oder sich der Mutter annähern, was Neues beginnen...alles ist möglich, und doch entscheidet sich unsere Heldin dann schlussendlich wieder für die Liebe. Ein neues faszinierendes Buch von einer sehr intelligenten und einfühlsamen Autorin! Das Buch strotzt vor Selbsterkenntnis!
 

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Eine kleine nette Erzählung, die mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht hat. Birgit Vanderbeke erzählt vom einfachen Leben auf dem Lande, wo Adam, der eigentliche Held, fernab von der Konsum- und Wegwerfgesellschaft, seiner Familie die wirklich wichtigen Dinge im Leben bieten kann. Ich mag ihren Stil, man ist schnell in der Erzählung drinnen und fühlt sich dort aufgehoben!
 

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Die Ereignisse der Klassenfahrt 1974 haben das Leben von 7 Freundinnen verändert und geprägt. Über 30 Jahre später treffen sie wieder zusammen und der Leser erfährt nach und nach, dass jede von ihnen eine schwere Last auf den Schultern trägt. In einem wunderschönen, poetischen und besonnenen Stil erzählt Elia Barceló von fremden Welten, vergangenen Lieben, zerplatzten Träumen und sehr, sehr starken Frauen! Sogar Männern gefällt dieser Roman, sie lesen es nur ein klein wenig langsamer als Frauen!
 

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Ein Schelmenroman erster Klasse. Die Geschichte ist abenteuerlich, nie gibt es einen Moment der Langeweile. Ein großartiges Epos, Florescu verbindet Geschichte mit abenteuerlichen Familienanekdoten. Er hat mit diesem Roman endgültig bewiesen, dass er zu den großen europäischen Autoren unserer Zeit gehört!
 

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Justin Halpern muss wieder bei seinen Eltern einziehen. Nachdem er die scharfzüngigen Sprüche seines Vaters jeden Abend auf Twitter gepostet hatte, kann er sich vor Angeboten von Verlagen und Fernsehsendern kaum mehr retten. So ist dieses Buch entstanden, das voll ist mit klugen und bissigen Sprüchen, die den Journalisten schon sein ganzes Leben begleitet haben. Selten habe ich so ein lustiges Buch gelesen ; die erfrischende Art seines Vaters hat mir unvergessliche Momente beschert!
 

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Irgendwann kommt jeder an den Punkt im Leben, wo man sich mit der eigenen Familie, der Vergangenheit, den Strukturen befassen muss - in diesem Fall hat Gabriele Kögl zur Feder gegriffen und alles aufgeschrieben! Ihr ist ein sehr lebensnaher Roman gelungen, wo sie sich folgende Fragen stellt: Kann man als alleinerziehende Mutter ein Kind großziehen? Spricht man da schon von einer glücklichen Familie? Kann man ein guter Vater sein , ohne jemals selbst dieses Gefühl erlebt zu haben? Antworten gibt es nicht immer, doch soviel ist sicher: man bleibt immer ein Teil seiner Familie ausbrechen gelingt nicht , egal was man aufführt!
 

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Italien in der Renaissance - Künstler der sich von den anderen grundlegend unterscheidet. Vermeulen hat mit seinem Buch "Der Maler des Verborgenen - Roman über Leonardo da Vinci" einen ergreifenden Roman, über eine bewegte Zeit und eine unglaubliches Universalgenie geschrieben. Eine Biografie in romanform, wie sie besser nicht sein könnte. Man fühlt wie da Vinci, aber versteht ihn oft selbst nicht. Man bewegt sich immer wieder im Wiederspruch. We fundierte historische Romane mag und sich vielleicht auch für Kunst begeistern kann, dem kann ich dieses Buch wirklich nur ans Herz legen.
 

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Zoderer schafft zwei Kulissen in seinem Buch, die völlig konträr sind, die poetische Sprache entspricht der Natur und dem Leben in dem Bauernhaus, der zweite Teil in der Großstadt wirkt auch authentisch aufgrund des kurzen knappen Stils. Hier geht es außnahmsweise um denjenigen, der betrügt und Richards Geschichte wird gefühlvoll und poetisch übermittelt. Seine Sätze treffen mitten ins Herz und man muss noch lange darüber nachdenken.
 

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Ein Schelmenroman erster Klasse! Eine Lügengeschichte vom Feinsten, die Jonasson hier vom Stapel lässt. Aber er ist genauso einfallsreich wie unterhaltsam, und sein Gespür für die indirekte Rede ist fein! Rückblickend wird die Lebensgeschichte des Hundertjährigen erzählt, was für komische Erlebnisse und Begegnungen er doch hatte. Man könnte meinen, Karlsen selbst hätte die Geschichte des 20. Jahrhunderts gemacht und geprägt!
 

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Anstatt sich selber zu retten geht Monique Fische retten, ein nobler Vorsatz immerhin. Doch alzu heroisch findet sie sich in der Welt von Fischkongressen nicht zurecht und sie scheint als Autorin unter all den Wissenschaftleren völlig fehl am Platz zu sein. Es ergeben sich immer wieder abenteuerliche und komische Situationen, bis sie endlich erkennt, dass sie eigentlich sich selbst verloren hat nach der Trennung von Thomas. So ein Plot muss einem erst mal für eine Trennungsgeschichte einfallen. Einfallsreich und witzig!!
 

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Eine schöne Novelle über eine ungewöhnliche Vater-Tochter Beziehung! 5 Jahre repariert der 71 Rentner einen alten Traktor für seine Tochter, und ich frage mich die ganze Zeit, was diese träge, fettleibige und sexsüchtige Frau mit diesem Geschenk anfangen soll. Aber vielleicht möchte er ihr dieses "nutzlos in den Tag hineinleben", die nutzlosen Männer und die nutzlosen Fressattacken austreiben, indem er ihr aufzeigt, wie die Männer im amerikanischen Hinterland mit ihrer Einsamkeit zurechtzukommen, die Abwesenheit der Menschen, die sie lieben, akzeptieren. Sie wollen geheilt werden, im übertragenen Sinn, und Josh Weil gibt diesen Menschen eine Stimme.
 

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Endlich ist er da, der zweite Streich von Bernhard Aichner. Und wieder legt er uns einen schwungvollen Krimi vor, mit einem Held, den man einfach mögen muss. Max Broll hat es mal wieder sehr schwer, das Verliebtsein ist gleich vorbei, wenn man auf eigene Faust loszieht und ermittelt, und diesmal wird ihm ganz arg mitgespielt! Genauso gut geschrieben wie immer, locker, witzig - ein hervorragender Autor!
 

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Ein warmherziges Buch, das einen zum Nachdenken bringt. Wie können die 3 Männer die Unterschiede ihrer Generation überwinden, die Krisen der Nachkriegszeit, die Entwurzelung, die unterschiedlichen Dialekte, jeder trägt seine eigenen Sorgen und Ängste mit sich rum. Doch das Meer löst die Spannung, und auch wenn die Veränderung nicht so schnell ersichtlich ist, so offenbaren sich jedem auf dieser Reise neue Erkenntnisse.
 

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Den ersten Roman "Hundstage" habe ich damals verschlungen, und Ramsland entfaltet auch in "Sumobrüder" wieder sein gesamtes Erzählpotential. Die Kinder in diesem Viertel beim Moor sind grausam, dort herrschen brutale Gesetze. Jemanden zu verprügeln oder verprügelt zu werden steht auf der Tagesordnung und doch stellt sich der 11-jährige Lars irgendwann die Frage, wieso das so sein muss. Eine genaue soziale Studie einer desillusionierten Kindheit in den 80ger Jahren!
 

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Eine kleine Novelle für alle, die Bücher und Berge gleichzeit mögen. Marion und Bernd wandern viel in den Bergen, bevor sie sich entfremden. Der Bergführer und die Vielleserin, schnell kann alles zu Ende sein, so schnell, wie ein Gewitter am Berg zur Gefahr werden kann. Eine kurze aber eindringliche Geschichte.
 

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Wem "Tschick" von Hermannsdorf gefallen hat, dem könnte dieser neue Pubertätsroman von Mikael Niemi auch zusagen. Genau wie schon in "Populärmusik aus Vitulla" gibt sich der Autor spaßig und witzig, oft auch platt und ein bißchen derb. Das Thema ist spannend, unter anderem auch sehr ernst: es geht um Freundschaft, Mobbing, um das Verliebtsein, ums Erwachsenwerden und dem Autor ums UNTERHALTEN!
 

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Es ist eine schreckliche Kindheit, die uns Angelika Klüssendorf hier serviert. Ständig bezieht das Mädchen Prügel, der Vater ist Alkoholiker, und aus diesem Unterschichtenmilieu herauszukommen ist fast unmöglich. Doch das Mädchen ist genauso stur wie klug und stark, und mit Ironie und Witz passt sie sich jeder neuen Umgebung an. Die Autorin verschwendet ihre Wörter nicht, und doch ist sie eine Meisterin der heutigen modernen Literatur! Grausam aber grandios!
 

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Der Mensch kämpft gegen die Natur und gegen die eigenen Dämonen im zweiten Band der geplanten Trilogie von Stefansson. Man kann "Der Schmerz der Engel" aber unabhängig vom ersten Teil lesen, da sich die Vorgeschichte dem Leser schnell offenbart. Die Handlung passiert Ende des 19. Jahrhunderts, wo Fischer noch den Norden Islands bewohnten, wo Schnee und Eis die Menschen oft monatelang gefangen und isoliert hielt. Dort herrschte Armut, und jeder kämpfte gegen die unbarmherzigen Naturgewalten und ums Überleben. Und doch waren sie getrieben von existentiellen Fragen, Poesie war tödlich, aber ohne Träume verkümmert der Mensch! Eine wunderschöne Saga!
 

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Die Geschichte ist nicht neu, doch sie rührt den Leser doch immer wieder von Neuem. Die Mutter stirbt an Krebs, und jetzt ist Loslassen angesagt. Die Atmosphäre ist sehr düster – passend zu den Illustrationen von Jim Kay, – und doch verdrückt man die ein oder andere Träne und leidet mit Connor. Die Botschaft ist hart, aber Patrick Ness erzielt die gewünschte Wirkung, und er lässt niemanden kalt.
 

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So würde auch ich mir auch eine Therapiestunde gefallen lassen! In diesem Buch lernt man interessante Aspekte aus der Psychologie kennen, leicht beschrieben und auch für Laien verständlich. Alles gewürzt mit einer Prise Humor und einer Portion Hausverstand, und schon ist man mitten drin im Leben des guten Psychologen.
 

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Zum Glück hat mich der Umfang dieses Buches nicht von der Lektüre abgehalten, ich hätte einen wunderschönen französischen Entwicklungsroman verpasst. Alle Figuren sind lebensecht und liebevoll umschrieben, und all die kleinen Randgeschichten rund um Josephine machen dieses Buch zu einem Glücksgriff. Es gibt Intrigen und Geheimnisse, komplizierte familiäre Verstrickungen, die niemals langweilig werden. Meiner Meinung nach hat Pancole Anna Gavalda in den Schatten gestellt!
 

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Doris Knecht überzeugt mit einer modernen Sprache ihre Leser, dass trotz der allgemeinen Abgestumpftheit noch Veränderung möglich ist, ohne dass ein esoterischer Selbsterfahrungstrip dafür nötig ist. Gruber hat Krebs, und plötzlich ist die Welt nicht mehr wie vorher, dem kann auch er sich nicht verwehren. Knecht schreibt schwungvoll, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, und absolut mitreißend!!!
 

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Auch wenn das nicht der aktuelle Roman („Wenn das Schlachten vorbei ist“) des amerikanischen Kultautors ist, möchte ich es trotzdem empfehlen. Der Titel des Buches ist nicht nur der Name der Protagonistin, sondern nennt auch das Land der Träume für viele illegale mexikanische Einwanderer. Diese hausen wie die Tiere vor den bewachten Toren abgeschlossener Siedlungen in LA. Der Kontrast zu den reichen weißen Bewohnern könnte nicht größer sein, doch bei einem Unfall kreuzen sich ihre Wege. Sehr spannend und beklemmend zugleich!
 

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Die Protagonisten dieses Romans möchten nochmal ganz von vorne beginnen - "Für den Rest des Lebens". Die Autorin erzählt von den elementaren Kräften zwischen Eltern und Kindern, von Wut, Enttäuschung und Sehnsucht, von Verletzungen und Liebe und davon, dass die Familienbande beständiger sind als alles Sehnen und Streben, diese zu zerschneiden, und stärker als alle Kräfte, die uns trennen. Der Roman hatte zwar nicht die gleiche Sogwirkung auf mich wie die Bestseller „Liebesleben“, „Mann und Frau“ und „Späte Familie“, aber Shalev-Fans müssen das Buch einfach lesen!
 

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Einige kennen vielleicht das Buch von Kathrin Röggla „Wir schlafen nicht“ und das gleichnamige Theaterstück. Das genaue Gegenteil will die Protagonistin in diesem Roman – endlich schlafen, doch der kleine Joseph ist ein Schreikind. Dies ist ein radikaler, ergreifender Roman über eine alleinerziehende, moderne junge Mutter, deren Traum vom Kind zum Albtraum wird. Ein mutiges Stück Literatur über ein Thema, über das gerne geschwiegen wird. Ich habe noch kein vergleichbares Buch gelesen, echt aufrüttelnd; die Autorin nimmt sich kein Blatt vor den Mund und beschreibt sehr authentisch den Zustand, in welchen sich Mütter nach schlaflosen Nächten wiederfinden können.
 

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Der Protagonist Michael Faraday wird 1791 geboren und von einer unstillbaren Neugier getrieben. Statt zur Schule zu gehen, muss er Zeitungen austragen und lernt durch sie die Welt kennen. Seiner ärmlichen Herkunft zum Trotz bringt er es bald zum Laborhelfer der Londoner Royal Institution. Heimlich erforscht Faraday die Mysterien des Lichts. Erst Albert Einstein entdeckt dann die Zusammenhänge in Faradays Studien. In diesem Buch berühren sich nun die Gedanken zweier Wissenschaftler - über 100 Jahre hinweg. Ein sehr interessanter historischer Roman, der den Vergleich mit Daniel Kehlmanns "Die Vermessung der Welt" durchaus standhält.
 

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Was in unseren sogenannten Lebensmitteln alles an Zusatzstoffen - von Farbstoffen, Vitaminen, Aromen etc. - drinsteckt und die fettreduzierten Waren bewirken können, da bleibt einem echt das Essen im Hals stecken. Und das beginnt schon mit der Babynahrung. Die Verstrickungen der Lebensmittelbehörde mit den großen Nahrungskonzernen wie Unilever, BASF, Kraft etc. lassen einen auch richtig erschaudern. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, schaue ich mir bei jedem Lebensmittel, dass ich einkaufe, die Zutatenliste sehr genau an und wurde animiert, mehr aus der Bauernkiste zu bestellen.
 

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Der Roman der österreichischen Autorin Bettina Balaka ist wirklich ausgezeichnet! Die Protagonistin Judit reist einem Schriftsteller nach Venedig nach. Hinter scheinbar zufälligen Treffen und Begebenheiten steckt jedoch ein ausgeklügelter Plan … Sehr unterhaltsam mit einem überraschenden Ende. Zum Lesen unbedingt empfohlen!
 

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Der Autor erzählt äußerst sachkundig von den Marketingstrategien der großen Handelskonzerne, die mit ihren eigenen sog. "Bio"-Produkten den KonsumentInnen ein falsches Bild vermitteln. Denn Massenproduktion verträgt sich nicht mit dem biologischen Grundgedanken. Also zurück zur wirklich ökologischen Landwirtschaft, das bedeutet: Einkauf in kleinen Bio- oder Hofläden oder über die Bauernkiste. Ähnlich wie das Buch von Hans-Ulrich Grimm "Vom Verzehr wird abgeraten" wieder ein Buch, das mich zu einer neuen Sicht- und Handlungsweise beim Lebensmitteleinkauf bewogen hat.
 

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Wow! Das ist ein Roman, der mich berührt und gefesselt hat wie schon sehr lange keiner mehr! Mae, die Protagonistin, trägt die roten Chucks ihres an Krebs verstorbenen Bruders, lebt teilweise auf der Straße, freundet sich mit Jakob an, durch den sie wieder ein geregeltes Leben und ein Zuhause findet, und lernt dann bei einem verpflichtenden Sozialdienst den HIV-infizierten Paul kennen. Und sie beginnt Erinnerungsstücke von Paul zu sammeln …
 
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Belletristik November 2016

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