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Gerade gelesen

Dieses kleine Lexikon ist für jeden Leser gedacht, der sich so wie ich von der Welt der Kriminalliteratur begeistern lässt. Es ist kein Buch, das man in einem Zug durchliest, sonder viel eher ein Schmöcker, den man immer wieder mal zur Hand nimmt. Ein wirklich tolles Buch, das uns mitnimmt in die Welt der fiktiven Verbrechen und uns Geschichten erzählt über die bekannten wie die unbekannten Bösewichte der Weltliteratur. Seit Jahrhunderten begeistern solche Bücher die Leser, das Repertoire reicht von Frankenstein´s Monster über Jean-Baptiste Grenouille bis hin zu Moby Dick und Captain Hook, um nur ein paar genannt zu haben. Eine Lektüre, die einfach immer passt, egal ob morgens zum Kaffee oder Abends vor dem Schlafengehen! Dieses Büchlein liest man einfach gerne!
 

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Achtung, dieser Thriller ist wirklich nichts für schwache Nerven! In ihrem Debütroman schreibt Alexandra Burt über die junge Mutter Estelle Paradise, die nach einen schweren Autounfall ohne Erinnerung in der Intensivstation des Krankenhauses aufwacht und mitansehen muss, wie ihr Leben in Scherben zerfällt. Denn ihre 7 Monate alte Tochter Mia wurde aus der eigenen Wohnung entführt und alle Spuren deuten darauf hin, dass Estelle selbst ihrer geliebten Tochter was angetan hat. Ein wirklich rasanter Thriller mit einer sagenhaft spannenden Wendung am Schluss. Diese Autorin versteht es wirklich, den Leser zu fesseln. Hochspannung mit Sicherheit garantiert!
 

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Viel haben wir schon darüber diskutiert, ob wir das neue Buch von André Heller jetzt mögen, oder nicht. Ich bleibe bei meiner Meinung: es ist gut, aber speziell. Ein Buch, das unseren Großeltern gefallen dürfte, vielleicht finden sie sich nicht nur in der Figur des Vaters (Gottfried Passauer) wieder, sondern auch in Julian. Die Sprache ist antiquiert, ich nenne sie adelig oder blaublütig, für manche Leser vielleicht klingt sie schwülstig bzw. geschwollen - ziemlich "wienerisch". Julian ist erschreckend intelligent und ausgesprochen kompliziert, doch er passt perfekt in sein Umfeld: nämlich ins Schloss Schönbrunn! Und der Garten bildet einen schönen Kontrast zu den banalen Wienern, denn nur die exotischen Tiere, die Gerüche, die Musik und Julians geistreiche Träume retten ihn vor der Melancholie. Oder auch der Süden selbst, im zweiten Teil des Buches. Und die Familie Passauer hat auch Humor, bzw. sie pflegt zu scherzen: selbstverständlich auf einem höheren Niveau als wir! "Das Buch vom Süden" lässt uns das Gesamtkunstwerk "Heller" besser verstehen, dieser Roman ist ein Muss für alle neugierigen Leser! Und Ende November dürfen wir André Heller live in Innsbruck erleben!
 

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Mit dem 1997 erschienen Roman "Seide" wurde der italienische Autor Alessandro Baricco bekannt, doch schon zuvor wurde er mit der literarischen Fernsehserie "Pickwick" zu einer Kultfigur. Jetzt ist sein neuester Roman erschienen. Mr. Gwyn beendet seine Kariere als Autor, indem er eine Liste von 52 Dingen, die er nicht mehr tun möchte, veröffentlicht. Als Kopist möchte er aber doch noch schreiben: keine Bücher, sondern Porträts von Menschen. Diese Porträts haben eine ganz eigene Entstehungsgeschichte und jedes einzelne ist ein Volltreffer. Jede Person empfindet die Zeilen als passend, doch bei Baricco ist nichts so, wie es scheint. Dieser Roman hat mich gefesselt, denn jede Bewegung, jeder Gedanke, jede Farbe des Himmels findet in seinen Zeilen Platz. Eine literarische Sensation, ein Buch für alle, die Wert auf gute Unterhaltung legen!
 

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Der Hype um dieses Buch (vor allem in England!) - schon vor seinem Erscheinen - ist erschreckend. Ich befürchte fast, man möchte nochmal die Verkaufszahlen von "Shades of Grey" erreichen. Was macht dieses Buch nun so besonders bzw. was macht die Autorin besser als E.L James? Erstens ist es schon mal besser geschrieben (keine Kunst), und das Setting wurde verändert (die Kunstszene bietet in dieser Hinsicht mehr Anspruch!). Die Hauptfigur wird zur Mörderin, eine Femme Fatale, das Buch entwickelt sich zu einem Psychothriller. Und es gibt immer wieder überraschende Wendungen, was "Maestra" eine gewisse Vielschichtigkeit verleiht, sodass es sich wirklich lohnt, das Buch zu lesen. Und es wird viele Leserinnen und Leser ansprechen, davon bin ich überzeugt. Brisantes Detail am Rande: Wieviel Panama steckt in der Kunstwelt? In "Maestra" erfährt man es!
 

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Wie wahrscheinlich ist es, dass innerhalb von einigen Wochen 3 Flugzeuge in derselben Stadt abstürzen? 1951 ist das tatsächlich in Elizabeth, New Jersey, passiert. Diese Tragödie hat die Einwohner geprägt, und Judy Blume hat einen sehr guten Roman darüber geschrieben. Flugzeugabstürze haben schon viele Autoren inspiriert (Glavinic, Bosc, etc.), denn von den Katastrophen ist so ein Flugzeugabsturz nach wie vor ein außerordentliches Ereignis. Rundherum entstehen Legenden, es wird viel spekuliert, dieser Augenblick verändert viel. Judy Blume schreibt eigentlich nur Bestseller!
 

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"Der Baron" Michel de Palma ermittelt wieder, unorthodox und gar nicht zur Freude seiner Vorgesetzten. Der Tod eines deutschstämmigen Milliardärs in den Sümpfen der Camargue gibt Rätsel auf. Im Laufe der Untersuchung des Falls gerät Michel de Palma selbst in große Gefahr, denn seine Ermittlungen bringen gehörige Unruhe ins örtliche Mafia-Milieu. Bald tauchen weitere Opfer auf, die alle dieselben unerklärlichen Bisswunden aufweisen. Sind sie Opfer der mythischenTarasque geworden? Ein schillernder Roman über Natur und Mythen der Camargue, Mafiaclans, Immobilienspekulanten und die Resistance.
 

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Drei Frauen erzählen jeweils aus ihrer Perspektive ihr Leben: Irma wird 1939 während des Zweiten Weltkriegs von ihren Eltern mit einem Kindertransport von Hamburg nach Irland geschickt. Ihre Eltern wird sie nie mehr wiedersehen. Leah, die Tochter, geschieden, einsam, unglücklich, stürzt sich in die Arbeit und hat sowohl zu ihrer Mutter als auch ihrer Tochter Rebecca ein sehr schwieriges Verhältnis. Und schließlich die Enkelin Rebecca, die sich ausgerechnet in den deutschen Austauschstudenten Jonas verliebt, beginnt bei ihrer Oma nachzufragen, sodass schmerzliche Erinnerungen wach werden. Ein äußerst interessanter Roman, in dem die drei Frauenfiguren und ihr innerer Konflikt treffend charakterisiert werden!
 

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Hogarth Shakespeare bei Knaus! Eine hervorragende Idee: 8 moderne Romane aus der Feder internationaler Top-Autoren! Und den ersten durfte ich schon lesen! Jeanette Winterson (mir bekannt aus "Warum glücklich statt einfach nur normal?", den Lesern vielleicht aus "Orangen sind nicht die einzige Frucht") hat Shakespeares "Wintermärchen" überraschend gut in die heutige Zeit übertragen. Shakespeares Themen wie Eifersucht, blinder Hass, verlorene Kinder, gefallene Engel, Statuen, die zum Leben erwachen spielen auch heute noch eine große Rolle! Außerdem ist schon erschienen: Der Kaufmann von Venedig neu erzählt von Howard Jacobson (Shylock), Anne Tyler wird im Herbst "Der Widerspenstigen Zähmung" neu verfassen, Margaret Atwood übernimmt "Der Sturm" und Jo Nesbo "Macbeth". Bis 2018 werden Tracy Chevalier (Othello), Edward St. Aubyn (King Lear) und Gillian Flynn (Hamlet) zur Feder greifen. William Shakespeare kann sich geehrt fühlen!
 

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Kennen Sie das Gefühl? Dass man den ganzen Tag auf den Abend wartet, damit man endlich weiterlesen kann? So ist es mir mit "Eine fast perfekte Familie" gegangen! Wie sich die ganze Familie Hawthorne, allen voran Mutter Nora, abstrampelt, um allen Ansprüchen (wessen Ansprüchen eigentlich?) zu 100% (besser mehr!) gerecht zu werden, ist zuallerst mal unglaublich unterhaltsam. Je weiter man aber kommt, desto mehr Beklemmung und Mitgefühl macht sich breit mit diesen Menschen, die nicht aus ihrem Hamsterrad können. Beispiel gefällig? "Nora saß im Wohnzimmer auf dem Sofa und sah fern .Schon das war seltsam: Nora sah nie fern. Sitzen war auch etwas, das sie nur selten tat." Ich jedenfalls war ganz schön froh, nicht so perfekt zu sein und dieses Buch im Sitzen zu lesen!
 

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Nachdem sich die Zusammenarbeit der beiden Autorinnen offensichtlich bewährt hat, legen sie nun den zweiten Band um die Journalistin Ana Marti vor. Die Geschichte spielt wieder in Francos Spanien der 50er Jahre, doch ist der Schauplatz diesmal nicht Barcelona, sondern ein kleines aragonesisches Bergdorf, das von archaischen Typen geprägt wird. Den beiden Autorinnen gelingt es hervorragend, ein beklemmendes Bild der provinziellen Enge im diktatorischen Umfeld zu zeichnen und gleichzeitig eine spannende Krimihandlung einzubauen. Wer keine 0815 Krimis mag, ist hier gut aufgehoben!
 

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Dieser Teil Italiens - auf der Unterseite des Stiefels, wo der Stein immer drückt - unterscheidet sich vom restlichen Land. Für die Söhne von Ziegenhirten ist es normal, entführte Personen im Gebirge zu beherbergen, Lösegeldforderungen oder die mächtigen Spiele der Drogenmafia zu organisieren und gleichzeitig ihren eigenen archaischen Riten zu folgen. Aus diesem Kreislauf können sie nicht ausbrechen und der Weg nach Mailand, wo das internationale Drogengeschäft floriert, der Weg von den Bergen in die Stadt, ist Teil ihres Schicksals, ihrer "schwarzen Seele". Criaco verarbeitet seine Familiengeschichte, denn sein Vater wurde 1993 in einer Blutfehde umgebracht, sein Bruder war bis zu seiner Verhaftung einer der meistgesuchten Kriminellen Italiens. 2014 wurde "Schwarze Seelen" von Francesco Munzi verfilmt und mehrfach ausgezeichnet!
 

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Dieser Roman wurde 2015 mit dem Prix de lÁcadémie Francaise ausgezeichnet. Flugzeugabstürze haben schon viele Autoren fasziniert, denn es ist ein Schicksalsschlag, der viele Lebensgeschichten verknüpft. Wer ist nicht in dieses Flugzeug eingestiegen, das am 27. Oktober 1949 Richtung New York unterwegs war und in den Azoren abgestürzt ist, wer hat sein Ticket verfallen lassen oder keinen Platz mehr bekommen? Keiner hat überlebt, und diese Katastrophe hat die Welt aufgerüttet, da berühmte Persönlichkeiten an Bord waren. Faszinierend ist die Lebensgeschichte der Verunglückten, beeindruckt haben mich die einzelnen Schicksale, die diesen Roman zu einem Gesamtkunstwerk machen. Für alles gibt es einen Grund, doch die Sinnhaftigkeit dürfen wir trotzdem noch hinterfragen!
 

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Zu Recht wurde dieses Debüt von Didi Drobna für "INNSBRUCK liest 2016" ausgewählt! Dieser Roman erzählt das Leben der 6-jährigen Daisy und ihrer 16-jährigen Schwester Lisa jeweils aus deren Perspektive. Und wir erfahren Schritt für Schritt, warum Lisa wegen Panikattacken in die Klapse kommt. Dort erlebt sie sogar Momente des Glücks mit ihren neuen Freunden. Daisy freundet sich inzwischen mit Charlie an, der im Rollstuhl sitzt und sie tröstet in dieser schweren Zeit ohne ihre geliebte Schwester Lisa. Denn bei Lisa fühlt sie sich wie zwischen Schaumstoff geborgen. Ein wahres, aufrüttelndes, trauriges und zugleich schönes Buch über Familie und Freundschaft,
 

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Richtig, Kit de Waal ist die Schwägerin vom großartigen Schriftsteller Edward de Waal! Und auch sie findet einen Ton, der den Leser nicht kalt lässt. Tiefgründig und ohne auf die Tränendrüse zu drücken erzählt sie die Geschichte des 9-jährigen Leon, der zu früh schon auf sich und seinen Bruder achten muss, da seine Mutter es nicht kann. Optisch wirkt es wie ein Kinderbuch, doch der Stoff ist eindeutig für Erwachsene geschrieben: Leon schleicht sich in unsere Herzen, er entwickelt sich zu einem jungen Helden, der uns schmerzlich daran erinnert, dass stille Wasser tief sind!
 

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Elfriede Hammerl ist mir als Kolumnistin bekannt, daher ist es nur logisch, dass ihre Erzählungen "Von Liebe und Einsamkeit" sehr gelungen ausgefallen sind. Dieses Buch hat keine einzige Schwachstelle. Außer dass ich jetzt noch ein bißchen desillusioniert bin, da jede Lebensgeschichte nah an der Realität ist und unter die Haut geht. Es ist die Sehnsucht nach Geborgenheit, einer erfüllten Ehe, einem erfüllten Leben, das die Protagonisten antreibt, leider stehen dieser Sehnsucht auch die Angst und das Scheitern im Wege. Elfriede Hammerl schreibt klar, präzise und doch raffiniert: das macht jede Erzählung vollkommen!
 

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Wie gehen wir als Leser mit fremden Erinnerungen um? Können auch wir Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg, die es in unserer Familie nicht gegeben hat, nachempfinden? Ich finde, es geht. Und für Renate Ahrens Buch benötigt der Leser nicht viel Empathie für den Stoff, da "Das gerettete Kind" sehr mitreisend und spannend geschrieben ist. Drei Generationen, 3 unterschiedliche Frauen, und doch sind Irma, Leah und Rebecca sich fremd. Zugang findet nur die Enkelin, denn auch sie leidet unbekannterweise an den Folgen der Kindertransporte während des Krieges. Ahrens beweist, dass Schweigen innerhalb der Familie traumatische Auswirkungen haben kann, dass es hilft, wenn man erzählerisch und unterhaltsam das Grauen anspricht. Berührend und wahrhaftig gut geschrieben!
 

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Der 1. Weltkrieg ist zu Ende, und tausende von Soldaten kehren heim. Viele von ihnen körperlich kriegsversehrt, seelisch wahrscheinlich alle. Darunter auch Riley und Peter. Der eine, durch die Kämpfe im Gesicht schwer entstellt, schafft mit Hilfe seiner Frau die Rückkehr in ein einigermaßen normales Leben. Der andere, schwer traumatisiert und voller Schuldgefühle seinen gefallenen Soldaten gegenüber, flüchtet sich in den Alkohol. Durch die zahlreichen, kursiv gesetzten, Gedanken und Erinnerungsfetzen erlebt man das Leid der beiden Freunde hautnah mit. Ich werde jetzt im Nachhinein noch den ersten Band "Eins wollt ich dir noch sagen" lesen.
 

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Dies ist ein leises Buch, eigentlich erzählt Werner Rohner unaufgeregt von Joris, der sich nicht so recht entscheiden kann, ob er in Wien oder Zürich leben soll und die Beziehung zu Rebecca endgültig beenden möchte. Er denkt nach über den Krebstod seiner Mutter, die letzten Tage und Stunden an ihrem Krankenbett. Und erstmals trifft er seinen Vater, der - und das ist neu für Joris - mit seiner Mutter politisch aktiv war. Und plötzlich ist auch die Sicht auf Joris' Leben eine andere geworden.
 

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Endlich wieder ein Carofiglio mit allem, was dazu gehört. Es geht um prinzipielle Fragen wie Anstand und Gerechtigkeit in einem durch und durch korrupten Rechtssystem. Wem kann man trauen, und wann gerät das fragile Gleichgewicht ins Wanken? Carofiglio schreibt wie üblich sehr humorvoll und selbstironisch und spickt seinen Text mit vielen literarisch- musikalischen Anspielungen. Die juristischen Passagen sind fundiert und regen zum Nachdenken an. Carofiglios Themen sind (leider) immer aktuell und überzeitlich. Das macht seine Bücher so ungemein lesenswert.
 

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“Das Mona- Lisa- Virus” ist das dritte Buch von dem deutschen Autor Tibor Rode und gleichzeitig das erste - aber sicherlich nicht sein letztes! - das ich von ihm gelesen habe. Mit seinem Schreibstil erinnert mich der Autor auch sehr an den weltweit bekannten Dan Brown, der mit seinen Büchern "Illuminati" und "Das Sakrileg" Berühmtheit erlangte. In diesem spannenden Thriller beginnt der Autor mit sechs Handlungssträngen, die alle auf verschiedenen Teile der Erde spielen. Unter anderem in Bosten, Warschau, Paris, Acapulco, San Antonio und Florenz. Am Anfang war ich noch durch die vielen Ereignisse und die verschiedenen Handlungsstränge verwirrt, aber je weiter man liest, desto spannender wird es. Tibor Rode verpackt in diesem Buch sehr viele Katastrophen, wie zum Beispiel die Ausbreitung von einem Computervirus, das weltweite Bienensterben, die Entführung amerikanischer Schönheitsköniginnen, einen Kunstdiebstahl und vieles mehr. Alles in allem hat man nach diesem Buch Lust auf mehr, und ich persönlich würde am liebsten gleich in den nächsten Flieger steigen, um mir die Mona Lisa im Louvre anzuschauen. Ein muss für jeden Kunst- /Thriller Liebhaber!
 

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Dass Heinz Strunk schreiben kann, wissen wir ja schon seit "Fleisch ist mein Gemüse". Und in Hamburg kennt er sich aus, vor allem in den Randbezirken. Die Hauptfigur, Fritz Honka, hat es wirklich gegeben. Doch so richtig begreifen kann man diesen Mörder erst nach der Lektüre. Unglaublich, wie er so geworden ist, und doch verständlich, seine Taten. Auch wenn Heinz Strunk nicht nur die Gaststätten unter die Lupe nimmt, bleiben dem Leser diese traurigen Gestalten in Erinnerung. Bissig, zynisch, derb - so schreibt Heinz Strunk, doch erschreckend ist, dass vieles der Wahrheit entspricht.
 

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"Wie ich mich selber suchte und jemanden ganz anderen fand" - Ich bin der Meinung, dass man diese Autorin immer lesen kann, und zwar jeden Titel von ihr, jeden Tag! Wenn man glaubt, sie würde sich von den Themen wiederholen, dann irrt man sich gewaltig. Ich kenne fast alle Bücher, doch "Neuland" war für mich wieder eine Offenbarung, denn Ildiko von Kürthy berichtet unter anderem auch über ihre Eltern. Diese beiden Menschen haben mich sehr berührt. Erheiternd ist natürlich ihr ganzer Jahreszyklus: Was sie nicht alles probiert, um eine andere Person zu werden. Köstlich, wie sie ihre Tage als Blondine beschreibt, ihre Ausflüge in die Welt der Selbstfindungsseminare, ihre gluten- und alkoholfreie Probestunden. Diese Autorin ist wie eine Schmerztablette: hilft immer, macht aber auch süchtig!
 

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Dieses Buch hat mich echt inspiriert. Claire kündigt ihren Job, weil sie unzufrieden ist und macht sich eher halbherzig auf die Suche nach einem neuen. "Out of Job" fühlt sich dann doch nicht so prickelnd an, es fehlt halt die Bestätigung und als Hausfrau dann doch der Biss! Wenn man plötzlich Zeit hat, dann wird die meistens doch nicht so verbracht, wie man es sich vorgenommen hat. Owens versammelt in diesem Buch herrliche Anekdoten und Dialoge, ihr Humor hat mich angesteckt. Für Leser zwischen 20 und 30 Jahren ist "Abwesenheitsnotiz" ein Muss, denn oft sucht man etwas im Leben und findet dann ganz etwas anderes! Vielleicht sogar sich selbst!
 

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Judith W. Taschler legt mit ihrem "Roman ohne U" ein beeindruckendes und spannendes Buch vor. Die unterschiedlichen Erzählstränge laufen gegen Ende des Romans ineinander, erst dann erfährt man, was es mit der Geschichte von Thomas auf sich hat und wer er wirklich ist. Eindrücklich schildert sie auch das langsame Zerbrechen der Ehe von Katharina und Julius. Am Schluss werden alle Verstrickungen gelöst.
 

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Anna Katharina Hahn legt in ihrem neuen Roman die Latte für die LeserInnen recht hoch, denn sie verwebt Reales mit Traumhaftem und Gegenwärtiges mit Vergangenem. Mit etwas Murakami - Training folgt man gebannt ihren Schilderungen über die Verlorene Generation in Spanien und die Odyssee eines Kindes aus nationalsozialistischem Elternhaus am Ende des 2. Weltkriegs, die in eine Geschichte über Liebe und Verrat münden. Faszinierend erzählt, jedoch nicht für absolute RealistInnen geeignet!
 

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Schon viele haben Ernest Hemingway und seine Frauengeschichten als Romanvorlage verwendet oder ihre Leser in die Zeit der Golden Twenties in Europa zurückversetzt, doch nicht allen ist es so gut gelungen wie Naomi Wood. Alle vier Frauen, die mit Hemingway verheiratet waren, betreten in diesem Roman die Bühne. Woods wählt immer den Moment der Beziehung, wo alles anfängt zu bröckeln. Ohne viel Hysterie oder Drama gestaltet sie dieses Auseinanderleben, diese Frauen, die sich Hemingways Ausstrahlung nach wie vor nicht entziehen können, erkennen, dass sein Schreiben immer wichtiger sein wird. Wood schenkt uns kostbare Momente aus einer vergangenen Zeit. Ihrem kreativen Schreibstil kann man sich nicht entziehen!
 

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Jeden Tag landeten unzählige Briefe in Astrid Lindgrens Briefkasten, die sie möglichst alle persönlich beantwortete. Darunter ist 1971 auch ein Brief der 12 Jahre alten Sara, und sie wird das einzige Kind sein, mit der Astrid Lindgren über 30 Jahre lang eine - mal mehr, mal weniger - intensive Korrespondenz führt. "Du bist die einzige, mit der ich in dieser Form einen Briefwechsel führe, alle anderen erhalten einen Brief, und damit ist es gut." Warum? Irgendetwas muss Astrid Lindgren an diesem ersten Brief gerührt haben; obwohl er jede Menge Beschwerden enthält: u.a. findet Sara die Pippi-Langstrumpf-Verfilmungen furchtbar und die Kinder, die dort geschauspielert haben, grottenschlecht, die Illustrationen zu Michel "schlampig". Lindgrens erster Antwort-Brief ist leider nicht mehr erhalten; es stand wohl zu viel darin, was Sara nicht gerne lesen wollte; diesen Brief "zerreiße ich in tausend Schnipsel". Aber die anderen blieben erhalten, und so kann man über die Jahre Saras Entwicklung mitverfolgen; vor allem aber kann man sich daran erfreuen, was für eine gütige und herzensgute (ja, mir fällt kein besserer Audruck ein!), vielseitig interessierte Frau Astrid Lindgren war.
 

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Erstmal war ich ja skeptisch: aus nur einem einzigen Teig soll ein Kuchen mit drei verschiedenen Schichten entstehen? Die Kurzinfo zum Buch behauptet, dass der Teig bei niedriger Temperatur und dafür umso längerer Backzeit die magische Verwandlung vollzieht. Das soll also klappen?! Dieses Experiment wollte nun auch der 16 Jahre alte Sohn wagen! Das führte zwar zunächst zu skurrilen und die Mutter erheiternden Situationen wie: "Mama, wo haben wir eigentlich das Mehl?" bzw. "Wann ist Eiweiß denn wirklich steif geschlagen?" -- aber gleichzeitig auch zu einem wirklich sagenhaft guten Kuchen! Experiment also geglückt! Dazu der Vorsatz: Er (wir?) backt sich durch das ganze Buch!
 

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Kris Goegebauer, einer der besten Konditoren derzeit, führt uns in die Backgeheimnisse mit Früchten ein. Der Konditormeister wirft einen genauen Blick auf acht verschiedene Obstkategorien, nimmt eine Auswahl der besten Sorten davon, um die bestmöglichsten Geschmackskombinationen für Kuchen und Desserts zu kreieren. Fürs Auge phänomenal anzuschauen, die Foodfotos von Joris Devos sind grandios. Es gibt Rezepte, die durchaus machbar sind, allerdings auch aufwändige Desserts, die zeitaufwändig sind. Leider sind immer wieder Zutaten dabei, die im Internet bestellt werden müssen. Hilfreich sind im Anhang die Basics von Teigen und Cremen. Für die etwas geübtere Konditorin, die ihre Gäste mit etwas Besonderem überraschen will!
 

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Layne Mosler lebt in Berlin, wohin sie es der Liebe und Essens wegen verschlagen hat. Ihr Buch kam zustande, als sie jeden Taxifahrer nach seinem Lieblingsrestaurant fragte. Genau diese Erfahrungen teilt sie in ihrem Buch und Blog mit. Ihre kulinarische Reise startet in Buenos Aires, weiter über New York (wo sie sich selbst ans Steuer setzte), bis nach Berlin. Die amerikanische Bloggerin entführt uns in ihre kulinarische Welt. Gut geschrieben und flüssig zu lesen. Ideale Urlaubslektüre auch für einen New York Besuch.
 

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Noch vor der Grillsaison ein neues Grillbuch? Ja - unbedingt! Grillmeister Michael Quandt zeigt uns, wie man mit einfachem Grillwerkzeug und einem Griller schnelle und tolle Ergebnisse erzielen kann. Die Zubereitung eines jeden Gerichts ist leicht verständlich erklärt, Food-Fotograf Markus Bassler und sein Team gewannen mit diesem Grillbuch den Kochbuchpreis Gourmand World Cookbook Award 2016. Besonders ansprechend ist das übersichtliche, bebilderte Inhaltsverzeichnis und der Extrateil mit selbstgemachten Rubs! Auch für Grilleinsteiger bestens geeignet!
 

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Ein Ratgeber für ein zufriedenes ausgeglichenes Ich, für den man einige Zeit aufwenden sollte um sich darauf einzulassen! Eingeteilt wird dieses Buch in drei große Kapitel: Nutrition: Grün macht schön - von innen, Carpe: Grün macht schön - von außen und Mind & Spirit: Grün macht schön - glücklich. In allen Kapiteln finden sich Anregungen die sich umsetzen lassen, einige durchaus unkompliziert in unseren Alltag, wie im Kapitel "Natürliches Anti-Aging, die Leber stärken. Andere wiederum sind mit Aufwand verbunden, wie etwa die Zubereitung von selbst gemachten Pflegeprodukten. Dieses umfangreiche Buch begleitet die bewusste Leserin längere Zeit, da immer wieder nachgeschlagen werden sollte, um aus der großen Fülle das Richtige für sich heraus zu filtern. Wildkräuter, Smoothies, Rohkost, sowie Pflege und achtsamen Umgang mit sich selbst und der Umwelt sind die Rezepte für ein ausgeglichenes Leben. Ein durchaus empfehlenswerter Ratgeber, um wieder einen Neustart zu wagen!
 

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Eine berührende, zarte und beeindruckende Alltagsgeschichte eines tief bewegten Lebens, wie es unsere Ahnen erlebt haben könnten. Das Buch liest sich flüssig, man möchte nicht genug bekommen von dieser einfachen Geschichte, die ein stimmiges Ende findet. Wunderschöne ruhige, schlichte Sprache; eine tiefe Erzählung, die die Seele berührt! Für seinen Roman "Ein ganzes Leben" wurde Robert Seethaler mit dem Johann-Jacob-Christoph von Grimmelshausen-Preis 2015 ausgezeichnet.
 

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Vincent hat sich zu einem Besuch bei seiner Familie überreden lassen und kehrt für einige Tage in die französische Provinz zurück. Die Vergangenheit seines kleinen Lebens holt ihn ein. Nach dem Bestseller "6 Uhr 41" unternehmen wir mit Jean-Philippe Blondel eine spannende, überraschende Reise in die eigene Jugend. Eine Geschichte über Beziehung, Liebe und Freundschaft. Vincent erzählt seine Geschichte und stellt fest, er kann zufrieden sein. Klar formuliert, kurzweilig und ein vergnügliches Leseerlebnis!
 

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In Herbert´s Retrat, 45 km außerhalb New Yorks, umgeben von dichtem Wald, stehen 39 elegante Häuser mit ihren Bewohnern und deren irischen Dienstmädchen. Jeder dieser Besitzer ist stolz darauf, einen Blick auf den Hudson River zu erhaschen und sich seinen dekadenten Lebensstil zu leisten. Die Geschichten dieser feinen Herrschaften, aus der Sicht der Mädchen geschildert, wo Tratsch und Klatsch mit einher gehen, lädt den Leser ein, in diese Zeit einzutauchen. Witzig, unterhaltsam und mit Stil erzählt Maeve Brennan mit scharfer Zunge aus der Welt der Reichen. Ein Detail am Rande: Brennan heiratete den Chefredakteur St. Clair McKelway vom "New Yorker". Sie lebte mit ihm für einige Jahre auf der Ostseite des Hudson River, in der Nähe von New York, in der kleinen Siedlung Sneden’s Landing, die heute Palisades heißt. Der Ort ist Schauplatz der Erzählsammlung "Tanz der Dienstmädchen".
 

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Es ist nicht leicht, dieses Buch zu beschreiben. Wahrscheinlich weil es mich immer noch bewegt. Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte ihrer Großeltern. Und gleichzeitig ist es ihre Suche nach Erklärungen, wieso ihr eigenes Leben derart verstrickt ist in das Schweigen innerhalb der Familie. Dem Buch liegt eine Aufrichtigkeit zu Grunde, eine behutsame Aufarbeitung des Krieges, ein Verstehen der Vergangenheit. Literatur heilt diese Wunden, sie stellt sich über das Leben!
 

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Es ist ein herrliches Buch, das die beiden Bestsellerautoren uns geschenkt haben. Perfekt für den Start in den Urlaub! Unglaublich, was die Eltern in den 80ger Jahren aufgeführt haben, um unsere Generation glücklich zu machen. Und wenn man sich wieder in einen 15-jährigen pubertierenden Jungen zurückverwandelt, dann kann der Italien Urlaub Erinnerungen hervorbringen, die man schon fast vergessen hat. Man schwankt ständig zwischen Fremdschämen und purem Glück. Was dieses Buch einzigartig macht, sind die Anekdoten einer Familie, die großartigen Protagonisten und die spritzigen Dialoge!
 

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Der österreichische Autor Thomas Raab, der durch seine humoristischen "Metzger" Krimis bekannt geworden ist, wagt sich mit seinem letzten Buch "Still" in ein ganz anderes Gebiet vor. Mit seiner Geschichte über Karl Heidemann, den Serienmörder, der teilweise auch an Patrick Süßkind´s Protagonisten Jean Baptiste Grenouille erinnert, hat Raab sich meiner Meinung nach selbst übertroffen. Eine gewaltige Geschichte über Moral, Tod und Einsamkeit, die noch lange beim Leser nachwirkt. Unbedingt lesen!
 

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Hier hat Bestsellerautorin Jojo Moyes, die man ja schon von dem Roman "Ein ganzes halbes Jahr" kennt, ein wahres Meisterwerk geschaffen. In dem Buch “Über uns der Himmel unter uns das Meer” geht es um die vier australischen Kriegsbräute Margaret, Frances, Jean und Avice. Die vier jungen Frauen wagen die Überfahrt von Australien nach England, um zu ihren Ehemännern zu gelangen, welche sie nach nur wenigen Tagen geheiratet haben. Die Unsicherheit und die Ängste der Bräute, ob sie am Ende dieser waghalsigen Reise überhaupt von ihren Männern aufgenommen werden, werden mit jedem Tag größer. Besonders das Schicksal von Frances hat mich persönlich berührt. Die Autorin ist in diesen Roman dahingehend persönlich involviert, da ihre Großmutter eine der mutigen Kriegsbräute war. Unglaublich spannend, mitreißend und sehr emotional!
 

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Welche Autoren kommen uns in den Sinn, wenn wir an New York denken? Ich musste bei der Lektüre dieses neuen internationalen Bestsellers immer wieder an Paul Austers New York Trilogie denken. Und dieser Vergleich ist nicht weit hergeholt. Dieser junge Autor besitzt die gleiche Beobachtungsgabe, diesselbe sprachliche Rafinesse, dieselbe Größe, eine Stadt literarisch erwachen zu lassen. Die Figuren bleiben unvergesslich, sie erfinden sich - wie die Stadt - immer wieder neu. Höhepunkt ist der 13. Juli 1977, als der Strom ausfällt und alles plötzlich anders ist. New York ist ein Mysterium, doch wer diese Stadt näher kennen lernen möchte, sollte "City on Fire" lesen!
 

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Hier handelt es sich um einen stillen, schönen Roman, der einen nicht mehr loslässt. Er beginnt mit der Revolution im Iran, die Menschen sind voller Hoffnung, dass sich nach der Flucht des Shahs alles zum Besseren wendet. Behsad, ein junger Lehrer engagiert sich politisch und muss dann doch mit seiner Familie nach Deutschland flüchten. 10 Jahre später erzählt seine Frau Nahid von dieser Flucht und ihrem Leben im Exil. Und wieder Jahre später sind es ihre Kinder, die für sie sprechen. Ihr Verhältnis zum Iran ist gespalten, ihre Erinnerungen sind unvergesslich. Dieses Buch ist ein Glücksfall, denn es ist nicht nur hochaktuell, sondern auch hervorragend geschrieben.
 

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Ein kleiner, feiner, wunderschöner Roman! Isabel Bogdan ist eine preisgekrönte Übersetzerin, die meine Neugier geweckt hat, da sie auch die beiden Romane von Jane Gardam ins Deutsche übersetzt hat. Kein Wunder, dass es ihr mit ihrer Sprachbegabung geglückt ist, einen eigenen Roman zu schreiben. Selbstverständlich war ich als Leserin voreingenommen, da meine Familie früher einen Pfau besessen hat. Und mit einem "verrückten Pfau" beginnt ja schon diese Geschichte, die in den schottischen Highlands spielt. Es ist ein Vergnügen, die Gäste auf dem Grundstück der MacIntoshs zu beobachten. Kein britisches Theaterstück könnte unterhaltsamer sein!
 

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Den spanischen Bürgerkrieg verstehen, das ist nicht leicht. Es kommen immer wieder Aspekte zum Vorschein, über die bis heute niemand gesprochen hat. Die Gespaltenheit der Dörfer, der Unterschied zur großen Stadt, die verschiedenen politischen Ansichten haben eine ganze Nation zerrüttet. Auch in diesem preisgekrönten Roman von Lydie Salvayre (Prix Concourt) erzählt sie die Geschichte ihrer Großmutter. Diese kann sich nur mehr an an eine einzige Episode in ihrem Leben erinnern, doch die scheint für sie immer noch nicht aufgearbeitet zu sein. Vor allem die Figur ihres Bruders hat mich berührt. Salvayre versucht auch die Sprache ihrer Großmutter wiederzugeben, die sehr kraftvoll und bodenständig ist!
 

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Delius erzählt eine Familiengeschichte am Beispiel von drei Liebesgeschichten in drei Kriegen, beginnend in den Napoleonischen Kriegen und endend nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Seitensprung Willems von Oranien bildet den Ausgangspunkt der Erzählung. In den 60er Jahren recherchiert ein Mitglied einer Mecklenburgischen Adelsfamilie die Verbindungen ihrer Familie mit dem Holländischen und in weiterer Folge mit dem Preußischen Königshaus. Dabei kommt ihr in den Sinn, dass sie die gesamte Familiengeschichte bis in die Gegenwart in Liebesgeschichten erzählen könnte. Eine Flut von Gedanken, Anekdoten und historischen Ereignissen geht ihr durch den Kopf, die sie alle in willkürlicher Reihenfolge in kurzen Abschnitten niederschreibt (es gibt im gesamten Buch keinen einzigen Punkt, sondern nur Gedankenstriche). Am Ende stehen wir vor einem großartig erzählten Geschichtspanorama, das Familien - und Weltgeschichte vereint.
 

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Erinnerungen sind ein kostbares Gut. Alma ist im Begriff, sie nach und nach zu verlieren und hat in ihrer Villa in Kapstadt deshalb eine "Memory Wall" errichtet. Dort ist ihre gesamte Vergangenheit gespeichert, die sie nach einem komplizierten Eingriff in einzelnen Sequenzen wieder abrufen kann. Eine Erinnerung ist nicht nur für sie interessant, sondern auch für einen skrupellosen Betrüger. Die Erzählung des Pulitzerpreisträgers setzt das Gedächtnis des Menschen in Beziehung zum Gedächtnis der Erde. Schicht um Schicht werden Geheimnisse freigelegt, die nicht ohne Folgen bleiben.
 

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Wissenschaftsroman und Faust-Paraphrase, so kann man dieses umfangreiche und vielschichtige Werk Thea Dorns wohl am kürzesten umschreiben. Eine Molekularbiologin trifft in Amerika auf eine seltsame Gestalt, die sie immer mehr in ihren Bann zieht. Es handelt sich um den Naturwissenschaftler Ritter, der zur Zeit der Deutschen Romantik Experimente zum Thema Galvanisierung durchführte. Eiskalte Ratio prallt auf gefühlsschwangeren Geniegedanken, Alltagssprache trifft auf altertümelndes Deutsch, kurzum, das Aufeinandertreffen der beiden Pole verläuft nicht friktionsfrei. Und dann mischt auch noch der Teufel persönlich mit... Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wird man als LeserIn doch mit unterschiedlichen Wissenschaftsauffassungen, Moralvorstellungen und literarhistorischen Bezügen geradezu bombardiert - nicht wirklich leichte Kost, doch wenn man sich drauf einlässt, wird man reichlich belohnt!
 

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Ich habe mich infiziert, mit dem Jonas-Virus. Als "Das größere Wunder" erschienen ist, war mir noch nicht bewusst, dass es sich hier um einen Komplex handelt, den es zu verstehen gibt. Rund um diese Figur lassen sich Geschichten erzählen, von denen man nicht mehr genug bekommt. Ich habe großen Respekt vor diesem neuen Buch, vor diesem Autor. Dieser Roman macht süchtig: erstens möchte man jede der 3 Versionen sofort weiterverfolgen, nach einer Weile begreift man immer mehr Zusammenhänge (ich empfehle wirklich, "Das größere Wunder" vorher zu lesen), es gibt in keiner Version eine Schwachstelle und jeder Schachzug sitzt! Ich vermute, dass Marie die nächste Hauptfigur wird, was nicht heißt, dass ich von Jonas genug habe, niemals!
 

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Monatelang stand dieser Roman von Lluis Llach auf den spanischen Bestsellerlisten, jetzt wurde er auf Deutsch übersetzt und hat das Potential, auch bei uns mit Leidenschaft rezipiert zu werden. Es ist die Beharrlichkeit, die Stärke der drei Frauen, ihre Eigenwilligkeit, die den Leser an eine große spanische Saga erinnert, auch die Erzählkraft des Autors treibt das Buch voran. Und gleichzeitig hält ein Dorf den Atem an, wenn ein eigenwilliger Ermittler, der sich an sein großes Vorbild Agatha Christie hält, auf dem reichsten und mächtigsten Weingut La Principal einen Mordfall untersucht. Hinreißende Anekdoten und altkluge Legenden, spannend wie ein Krimi und ein großes Geschenk für alle Leser, die spanische Literatur mögen!
 

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Karatschi, pakistanische Millionenmetropole, Krisenherd, Schmelztiegel - momentan nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit, weil gerade kein spektakulärer Terroranschlag die Stadt erschüttert. Tanweers Roman nimmt einen Bombenanschlag als Ausgangspunkt für sein vielschichtig poetisches Portrait der Stadt und ihrer Bewohner. Kaleidoskopartig werden die Geschichten von Zeugen und Betroffenen des Terrorakts aneinandergereiht, und so ergibt sich mit der Zeit ein schillerndes und atmosphärisch dichtes Bild der Metropole. Ein eindrucksvolles Buch, das die LeserInnen berührt und nachdenklich stimmt!
 

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Diese junge Autorin verfügt über eine besondere Beobachtungsgabe: Ihre Figuren - Frauen um die 20 - fesseln sofort, denn sie erleben alles sehr intensiv. Auch wenn es sich hier um eine Sammlung von Kurzgeschichten handelt, hat man doch das Gefühl, dass die Geschichten ineinander fließen. Vor allem die letzte Erzählung bleibt in Erinnerung: als ob das "Nichtgesagte", das Unaussprechliche, das diese Frauen erleben, plötzlich vor einem steht. Ich möchte mehr von ihr lesen, alles, jetzt, sofort!
 

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Für alle LeserInnen, die Jane Gardams Roman "Ein untadeliger Mann" geliebt haben, gibts jetzt die Draufgabe. Der zweite Band der Trilogie um Old Filth liegt nun endlich auf Deutsch vor. Diesmal wird die gleiche Geschichte aus Sicht der Ehefrau erzählt, und plötzlich verschieben sich die Perspektiven. Wir verstehen nun Verschiedenes aus dem ersten Teil besser, weil gewisse Handlungsstränge stärker in den Fokus gelangen und andere dafür in den Hintergrund gedrängt werden. Wir erleben wieder die heitere Gelassenheit und ironische Distanz, die schon den ersten Teil auszeichneten, dazu kommt vielleicht noch etwas mehr menschliche Wärme - schließlich erzählt ja hier die Frau!
 

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Das ist eines der nettesten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Zuerst hat es mich an David Nichols "Zwei an einem Tag" (übrigens wunderschön verfilmt!) erinnert, dann wiederum an die Bücher von Jojo Moyes. Es sind drei romantische Geschichten, in einem Roman und mit einem Paar. Wie das funktioniert? Indem die Autorin der Frage nachgeht, was gewesen wäre, wenn das Paar eine anderen Lebensweg beschritten hätte. Für Leser, die nicht jeden Tag Zeit haben, das Buch in die Hand zu nehmen, empfehle ich eine kurze Anleitung, da sich die 3 Versionen pro Kapitel abwechseln: in der ersten Version verlieben sich Jim und Eva in den 50ger Jahren; in Version zwei verpassen sie sich komplett, und in der dritten Variante geht alles schief. Hilfreich ist auch, sich den Namen der Kinder zu merken, damit man schnell weiß, in welcher Lebensgeschichte man sich befindet. Sehr lesenswert, gut geschrieben, die ungewöhnlichen Entwicklungen, all die verpassten Chancen machen diesen Roman zu einem Bestseller!
 

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Als Krimiautor und Friedrich-Glauser-Preisträger hat sich Stefan Slupetzky bereits einen Namen gemacht. Als "großartig" werte ich ein Buch, das mich berührt, sei es aufgrund der Geschichte oder aufgrund einer Figur. "Der letzte große Trost" ist Slupetzkys Familiengeschichte: Der Vater kommt aus einer Kriegsverbrecherfamilie, die Familie der jüdischen Mutter wurde im Krieg fast ausgelöscht. Daniels Vater, ein sensibler, herzensguter Mensch, hat ein schweres Schicksal zu tragen. Der Großvater hat sich an dem Leid der Juden ergötzt und ihnen abscheuliche Greueltaten zugefügt. Langsam begreift Daniel, wieso er noch immer nicht den Tod seines Vaters verarbeitet hat. Nach der Lektüre möchte man dem Autor gratulieren zu diesem Roman, ihn persönlich kennenlernen und die Hand schütteln, weinen vor Freude, dass unser Land solche Talente beherbergt!
 

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Ein alter einflussreicher Mann wird in Oslo bestialisch ermordet. Beinahe zeitgleich werden in Nordnorwegen die Skelette von drei Personen gefunden, die aus dem zweiten Weltkrieg stammen. Kommissar Tommy Bergmann vermutet einen Zusammenhang und beginnt mühsame Recherchen. Gard Sveen erzählt in seinem zum Besten Krimi Skandinaviens gekürten Roman zwei Geschichten parallel. Zum einen verfolgen wir die klassische Ermittlertätigkeit des Kommissars, zum anderen erfahren wir die Hintergrundgeschichte, die uns in das von den Nazis besetzte Norwegen der 40er Jahre führt. Klassischer Krimi, Agententhriller, zeitgeschichtliche Aufarbeitung - all dies wird in diesem großartigen Roman zu einem kompakten Ganzen verwoben.
 

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Juli Zeh ist hier ein großartiger Gesellschaftsroman gelungen, der in einer scheinbaren Dorfidylle spielt. Doch Unruhe bricht herein, als dort ein Windpark gebaut werden soll. Alte Streitigkeiten zwischen den "Ureinwohnern" brechen auf. Aber auch die Zugezogenen bleiben von den Zwistigkeiten nicht verschont: Da wäre das Paar Jule, die ihre Tochter überall im Tragetuch mitschleppt, und ihr Mann Gerhard, dessen Lebensaufgabe das Schützen der Kampfläufer geworden ist. Oder die Berliner Hipster Frederik und Linda, die hier für ihr Pferd Bergamotte die ideale Umgebung findet. Skurril beschreibt die Autorin das Zusammentreffen von unterschiedlichen Weltanschauungen - oft zum Schmunzeln, manchmal bleibt einem aber auch das Lachen im Hals stecken!
 

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Eines Abends verlässt Thomas seine Familie. Einfach so, ohne ersichtlichen Grund. Seine Frau Astrid glaubt zunächst noch fest daran, dass er wieder kommt und erzählt das auch den Kindern Ella und Konrad. Ein Polizist geht zwar der Spur nach einer Geldbehebung nach, aber er wird nicht gefunden. Thomas wandert einfach durchs Gebirge, vom einsamen Unterschlupf zu bewirtschafteten Hütten, ohne einen einzigen Gedanken an seine Familie zu verschwenden. Er stürzt auch in eine Felsspalte. Wird er überleben oder gar je zurückkehren? Dieser Roman von Peter Stamm ist spanndend bis zum Schluß und wunderbar zu lesen!
 

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Dieses Romandebut von der in Wien lebenden Amerikanerin wird schon jetzt mit Volker Weidermanns "Ostende" verglichen. Nur dass es sich hier um Hemingway und Fitzgerald dreht, statt um Stefan Zweig und Joseph Roth. Aber ganz so literarisch fällt der Vergleich nicht aus. Waltons Stil ist knapp, nicht lyrisch, fast schon wie eine Reportage wirkt ihre Prosa. Interessant nur für Ahnungslose, die noch nie etwas von Fitzgeralds Exzessen gehört oder noch nie die Golden Twenties kennengelernt haben. Die Schauplätze an der Rivera, an der südfranzösischen Küste oder in Paris gewinnen unter den Expetriats an Bedeutung. Eine Karriere beginnt (Hemingways), die seines Freundes geht zu Ende. Viele große Namen fallen in diesem Roman, doch nur zu kurz werden sie erwähnt, dass sie mir schon wieder entfallen sind. Ein Büchlein für die Fans von Fitzgerald!
 

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Richtig schlau wird der Leser nicht, um was für ein Rezept es sich hier handelt. Aus dem jungen Kent Andersson wird Dr. Wasser, er schlüpft in die Rolle eines Wissenschaftlers und erfindet sich neu. Und diesem Leben bleibt er treu, bis zu seiner Pensionierungen. Immer wieder kehren seine Liebschaften, die bedeutenden Frauen in seinem Leben, in seine Erinnerungen zurück. Während er über sein Leben philosophiert, kommt selten Trauer oder Sehnsucht zum Vorschein, so überzeugt ist er von seinem Tun. Vielleicht haben wir es hier mit Selbstbetrug zu tun, oder doch mit einem Wundermittel, bestehend aus Spott, Witz und großer Fabulierkunst. Das Universum hat viel zu bieten, und es übt auch immer wieder Nachsicht mit Menschen, die zuviel wollen.
 

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Mit vielen Porträts von starken Frauenfiguren habe ich mich schon auseinandergesetzt, berührt haben mich nicht viele. Da muss schon ein Bestsellerautor wie Boyd kommen und auf 550 Seiten die Geschichte der Fotografin Amory Clay erzählen. Nur er kann ein ganzes Leben fesselnd darstellen, die vielen Facetten der aussergewöhnlichen Frau mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Fiktion und Geschichte ausleuchten - sei es in England, in Berlin oder New York, in Paris oder im Vietnam Krieg . Boyd ist ein Schnappschuss gelungen, er ist auch ein Fotograf, der in jedem Satz das wahre Wesen seines Portraits ins Rampenlicht rückt.
 

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1973 wurde die Autorin mit "Angst vorm Fliegen" bekannt, jetzt ist sie älter geworden und somit auch sterblich. Der Verlust von geliebten Menschen lässt sie innehalten und zurückschauen, manchmal wehmütig, manchmal aber auch erleichtert. Und sie möchte nochmal alles erleben - die 60-jährige New Yorkerin Vanessa - vor allem die Leidenschaft und das Abenteuer. Es sind lustige Anekdoten, die New Yorker erinnern mich stark an Lily Bretts Hauptfiguren. Vanessa schließt Frieden mit der eigenen Sterblichkeit, doch es ist ein lebenslanger Prozess, und ihre Bemühungen sind skuril und sehr erheiternd! Erica Jong ist eine Göttin, und so wie das Buch geendet hat, weiß man, dass sie noch lange nicht am Ende ihrer köstlichen Weisheiten angekommen ist!
 

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Dieser Familienroman spielt in Finnland. Eigentlich wird vollkommen unspektakulär das Leben von Max und dessen Ehefrau Katriina und deren Töchter Helen und Eva erzählt. Aber trotzdem fesselt das Buch auf fast 400 Seiten und lässt uns Teilhaben am Schicksal der Figuren, das auch unseres sein könnte.
 

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Was ist der Grund, warum Victor Alexander Laurentius Simonsen zu Lawrence Alexander wird und auf einem Kreuzfahrtschiff am Klavier für Unterhaltung sorgt? Was wurde aus seiner Frau Silja und der Tochter Liis? Welche Rolle spielen dabei seine Mutter Amy und sein überaus strenger und abwesender Vater Magnus? Der Roman spielt in unterschiedlichen Zeiten in Stockholm und Estland und ist sehr spannend geschrieben! Daher kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!
 

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Dein Vater verkauft deine Schwester wegen ihrer Schönheit an Schlepper, für ein bisschen Geld, um Essen kaufen zu können. Du erträgst es nicht und suchst sie. Doch wohin wurde sie gebracht? In die Stadt, hinter der Mauer, in die Stadt ohne Gesetze. Die Suche von Jin nach ihrer Schwester ist nervenaufreibend, sehr spannend und gefühlvoll geschildert. Der Autor erschuf eine Welt, die aufzeigt, wie schwer das Leben ohne Familie sein kann, aber auch, dass man Familie dort finden kann, wo man es am wenigsten vermutet.
 

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Alice Salmon wird tot im Fluss gefunden, doch es stellt sich gleich zu Beginn die Frage: Wer war Alice? Alice war Journalistin, überaus intelligent, jedoch hochsensibel und unsicher. Drogen und Alkohol waren ein großer Bestandteil ihres Lebens. Was zu ihrem Tod geführt hat, ist unklar. Zuerst wird angenommen dass sie betrunken in den Fluss gestürzt ist. Später wird sogar von Selbstmord oder Mord gesprochen. Dies alles lässt Professor Jeremy Cooke, ein ehemaliger Universitäts Dozent von Alice, keine Ruhe. Er will die genaue Todesursache herausfinden und beginnt zu recherchieren. Akribisch genau befragt er Alice Bekanntenkreis und überprüft die Sozialen Medien. Nicht zuletzt um ein Buch über Alice zu schreiben, gegen den ausdrücklichen Willen ihrer Familie. Mir persönlich haben besonders die Alice Tagebucheinträge gefallen, da sie in ihnen viele gute Zitate einbaut. Ansonsten hätte ich mir noch ein bisschen mehr Spannung gewünscht. Doch weiterempfehlen kann ich das Buch trotzdem.
 

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Von der ersten Zeile an baut der Dramatiker und Autor Roland Schimmelpfennig in seinem ersten Roman Spannung auf, die bis zum Schluss anhält. Ein Wolf wird in Deutschland in der Nähe von Berlin gesichtet. Seitdem ist dieser Wolf das Gesprächsthema Nr. 1 bei allen ProtagonistInnen in diesem Buch. Die Lebenswege dieser Figuren sind alle irgendwie miteinander verwoben, alle sind sie gestrandet: Die Polen Tomasz und Agnieszka, die Jugendlichen Elisabeth und Micha, die eines Tages einfach abhauen und deren Eltern sich auf die Suche nach ihnen begeben. Alle wirken verloren in dieser Welt und wieder taucht der Wolf auf. Spannung pur in einer meisterhaften Sprache!
 

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Ich gestehe, dass ich "Billy the Cat" nicht kannte, aber als ich das Cover des Comics gesehen habe, mit dieser süßen kleinen Katze drauf, da wusste ich, dass ich hier etwas verpasst habe. Es handelt sich bei dieser Ausgabe um eine Gesamtausgabe, die 3 Einzelalben enthält, außerdem noch kurze Biografien über die beiden Verfasser und Interessantes zum Entstehen von Billy. Die einzelnen Comics werden durch aufgemalte Brettspiele getrennt, die heute jeder kennt, aber trotzdem immer Spaß machen. Eine wirklich tolle Gesamtausgabe mit vielen kleinen Extras. Da kommt die gute Laune ganz von allein!
 

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Vier Jahre schrieb der Bestsellerautor Justin Cronin an "Der Übergang". Was daraus resultiert, ist ein Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen kann und will. Wundervoll verwebt er die Genres Horror, Science Fiction und Fantasy. Zwölf Kriminelle, ein kleines Mädchen, ein schiefgegangenes Experiment und die Unsterblichkeit könnten das Ende der Welt bedeuten. Und nur das Mädchen ist in der Lage, dies zu verhindern. Das Buch fesselt den Leser mit charakterstrarken Protagonisten, mit ihnen erlebt man Berg- und Talfahrten, man kann lachen und weinen. Ich habe das Buch nun schon zum zweiten Mal gelesen, weil es mir jedes mal aufs Neue Gänsehaut beschert und jeder Fan kann sich freuen, denn der dritte Teil, "City of Mirrors", erscheint dieses Jahr noch - auf Englisch.
 

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Heute mal ein Hörbuch-Tipp! Es gibt ja Situationen, in denen man es als Eltern nicht leicht hat. Zum Beispiel beim wiederholten Genuss eines Benjamin-Blümchen- oder "Conni mit der Schleife im Haar"-Hörspiels. Aber es geht auch anders! Richard Oehmann und Josef Parzefall haben mit Doctor Döblingers geschmackvollem Kasperltheater eine Reihe von "bairischen Kasperlkomödien für Kinder" auf den Markt gebracht, die alle einfach großartig sind! Alle klassischen Figuren treten in den bisher 13 Hörspielen auf (hoffentlich folgen noch weitere!: der Zauberer Gottlieb Wurst mit seinem Krokodil Chantalle, Heimatforscher Fetzer und Wachtmeister Wirsching, König Torsten und Prinzessin Heike, die Hexe Strudlhofer und die Großmutter. Genial und absolut unverwechselbar-unterschiedlich nur von Oehmann und Parzefall gesprochen. Dazu tolle Musik von Christoph Well von der Biermösl Blasn und als besonderes Schmankerl jedesmal ein Gaststar wie z.B. Josef Hader oder Axel Milberg. Die Geschichten sind so herrlich absurd und sprachlich herausragend, dass man, wenn die Kinder um die Anschaffung einer weiteren CD bitten, gerne ruft: "Aber ja doch! Ich kauf euch auch 2 oder 3, oder am besten gleich alle! Und ich höre sie alle zuerst!!!"
 

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Man findet selten so ein gutes und mitreißendes Buch wie das von der britischen Autorin Eve Chase. Schon von der ersten Seite an hat mich das Buch komplett in seinen Bann gezogen. Die Autorin schafft es, zwei vollkommen unterschiedliche Handlungsstränge zu entwickeln und geschickt zusammen zu führen. Auch die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz, besonders die junge Amber Alton. "Black Rabbit Hall" ist ein wirklich wunderbares Buch, das alles mitbringt, was man für einen gemütlichen Winternachmittag im warmen Wohnzimmer mit einer Tasse Tee braucht.
 

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Endlich ist er da, der lang ersehnde fünfte band der schwedischen bestsellerautorin Kristina Ohlsson. In dieser Story zieht einen die charmante ermittlerin Frederika Bergmann zusammen mit ihren Kollegen Peter Rydh und Alex Recht wieder einmal in ihren Bann. Dieses mal ermittelt das trio in gleich zwei Morden, wo einer schrecklicher ist als der andere und auch auf die ermittler wartet in diesem Teil der Serie eine spannende Reise, denn alle Spuren führen in das weit entfernte Israel. Ein wirklich aufregender und gut gschriebener Kriminalroman.
 

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Sie haben nichts gemeinsam. Er ist ein Profikiller, sie eine Interpolagentin. Avram Kuyper und Emilia Ness. Doch beide haben Sie nur ein Ziel, einen extrem brutalen Serienkiller zur Strecke zu bringen. Beide haben einen Hilferuf von Avrams Bruder erhalten. Dieser wird tot in einen Hotelzimmer aufgefunden. Was ist passiert? Was wurde aus Avram´s restlicher Familie, die nicht auffindbar ist? Der Roman ist anfangs recht undurchschaubar, jedoch führen die Fäden am Ende zusammen. Für meinen Geschmack viel zu brutal, doch wer es mag, hat es hier mit einem spannenden Thriller zu tun!
 

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Wer 1001 Nacht kennt, sollte auch dieses Buch lesen, da "Zorn und Morgenröte" eine spannende Neuerzählung des altbekannten Märchens ist. Die Geschichte um die junge Shahrzad wird von Renée Ahdieh spannend erzählt und enthält viele Überraschungen für die Leser. Man lebt mit den Figuren aus dem Buch mit und beginnt, sich in Sharzad und den jungen Kalifen regelrecht zu verlieben. Ein wirklich tolles Jugendbuch, das auch von Erwachsene gelesen werden soll!
 

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Dieser Debütroman des Autorenduos Astrid Ule und Eric T. Hansen, das sich hinter dem Pseudonym Ule Hansen versteckt, hat mich sehr begeistert. Es ist mal ein Krimi anderer Art. Am Anfang ist mir die Protagonistin Emma nicht wirklich sympathisch gewesen mit ihren ganzen Ängsten, Komplexen und ihrer dubiosen Lebensansicht. Aber je mehr man sich in die Geschichte vertieft, desto mehr schließt man auch Emma ins Herz und fängt an zu verstehen, wieso sie ist, wie sie eben ist. Man kann gar nicht mehr von dieser spannenden Story ablassen. Quer durch Berlin werden die Ermittler hier von einer ganzen Gruppe Vergrecher gejagt. Bis zur letzten Seite bleibt es spannend und überrascht mit vielen interessanten Wendungen!
 

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Ein Kleinmädchentraum wird wahr! Diese neue "Young-Adult" Reihe wird viele Herzen im Sturm erobern. Welche Frau träumt nicht von dem Prinzen auf dem Pferd, der um einen kämpft. Der grandiose Start entführt uns in verstaubte Schlösser, alte Ansichten und viele Geheimnisse rund um die zwei Hauptcharaktere und ihre Familien. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und empfehle es mit guten Gewissen weiter!
 

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Abenteurer und Glücksritter, Marihuanabauern und Shrimpsfänger - es ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen, der in den ölverseuchten und vom Hurricane verwüsteten Sümpfen des Bayou dem Glück hinterher jagt. Landschaftsbeschreibungen voller Poesie wechseln sich mit spannungsgeladenen Abenteuersequenzen ab, und so entsteht langsam ein eindrucksvolles Portrait einer Landschaft und seiner originellen Bewohner, das die LeserInnen in seinen Bann schlägt und nicht mehr so leicht los lässt. Ein ungewöhnlicher Roman, der Appetit auf mehr macht!
 

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Wer kennt ihn nicht, den Wunsch, einfach loszugehen und alles hinter sich zu lassen? Thomas steht auf und verlässt das Haus, seine Frau und die beiden Kinder. Ohne ein Motiv - so erscheint es zuerst. Immer zu Fuß entfernt er sich mehr und mehr von seinem Heimatdorf, er übernachtet an seltsamen Orten. In der Zwischenzeit wird seiner Frau Astrid klar, dass er nicht mehr zurückkommen wird. Peter Stamm lässt das Paar abwechselnd zu Wort kommen, ihre Flucht vor der Realität ist perfekt synchronisiert. Ich schätze Peter Stamm schon lange, vor allem seine Erzählungen, er bleibt für mich einer der besten deutschen Gegenwartsautoren!
 

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Die vergessene Schriftstellerin wird sie genannt, obwohl Irmgard Keun Ende der 70ger Jahre an ihren Erfolg von früher anknüpfen konnte. Bemerkenswert ist der naive Erzählstil, denn in fast all ihrer Bücher berichtet sie aus der Sicht eines Kindes. In "Kind aller Länder" ist es Kully, die mit ihren Eltern ins Exil flüchtet. Ihr Optimismus kann teilweise schon nerven, aber auch belustigen! Es ist schon erschreckend, dass niemals der Erfolg des Vaters als Schriftsteller eintritt (die Figur erinnert tatsächlich an Joseph Roth), das Geld bleibt einfach nie in dieser Familie. Auch nach ihrem Tod soll der Name Irmgard Keun Literaturinteressierten ein Begriff sein!
 

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Erzählen kann Florescu, das ist mir schon bei seinen früheren Romanen, "Zaira" und "Jacob beschließt zu lieben" aufgefallen. Interessant ist, dass er in seinem neuesten Werk zwei absolut gegensätzliche Handlungsstränge zu verbinden mag. Ray und Elena erzählen die Geschichte ihrer Großeltern. Als Emigrant muss sich Rays Großvater im New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts überleben, das Donaudelta, in einem Fischerdorf bildet einen großartigen Kontrast dazu. Florescu lebt schon seit Jahren in der Schweiz, doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Ich habe noch lange im Internet recherchiert, da er mit seinem Text wieder meine Neugier geweckt hat!
 

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Jessica muss ihren Tom immer mit der anderen Jessica teilen, die eigentlich Toms Exfreundin ist, von der er sich aber nicht wirklich trennen möchte. So sieht sie Tom nur alle paar Tage, ihre Beziehung ist vor allem körperlich. Mehr möchte er nicht, denn die Freiheit ist ihm viel wichtiger. Trotdem kann sich Jessica von Tom nicht lösen, wartet sehnsüchtig, bis er sie anruft und weiß eigentlich nicht: Ist sie nun seine Freundin oder nicht? Was macht er an den anderen Tagen, wenn sie ihn nicht trifft? Eindringlich schildert uns die Autorin die Abhängigkeit Jessicas von Tom und wie sie sich in seinen traurigen Augen zu verlieren scheint!
 

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Wie es der Autor schafft, bis zum Schluss die Spannung aufrecht zu erhalten, ist wirklich bemerkenswert! Denn was ist im Haus der Nelsons wirklich passiert? Wer ist der Schuldige? In diesem Roman werden unterschiedlichste Themen - Drohnenangriffe im Afghanistan-Krieg, die Banken-Pleite in den USA, Freundschaft, Verlust und Trauer, Schuld, Vergebung und Geheimnisse - gekonnt miteinander verknüpft.
 

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Jules und seine Geschwister Liz und Marty verlieren früh ihre Eltern bei einem Unfall. Sie kommen zwar alle drei ins selbe Internat, jedoch in unterschiedliche Gebäude und somit laufen ihre Lebenswege zusehends auseinander. Nur die Freundschaft mit Alva bietet Jules Halt in diesen schwierigen Jahren. Bis sie sich aus den Augen verlieren und Jahre später wieder treffen, dann wird beiden klar, was sie einander bedeutet haben. Ein grandioses, lebensnahes Buch über Freundschaft, Familie, Geschwisterbeziehungen und Liebe. Auch die Musik spielt in diesem Roman eine große Rolle und verbindet sich großartig mit der Literatur, denn das Schreiben wird für Jules zur Berufung.
 

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Ein Schriftsteller versucht seinem Sohn näher zu kommen, gleichzeitig findet er sich mitten im Kosovo wieder, wo alle Stränge dieser Liebesgeschichte zusammenlaufen. Jakob und Arjeta haben ihre Erlebnisse im Kosovo völlig anders interpretiert, Jakob designt ein Computerspiel, Arjeta lebt in ihren Kunstprojekten ein gespaltenes Europa aus. Dazwischen steht ihr Sohn Leka mit seinen Fragen. Die Suche nach der eigenen Herkunft steht im Mittelpunkt, die Begegnung mit dem Fremden wirft Fragen auf, die nicht leicht zu lösen sind. Böttcher hat mit diesem Roman einer Generation eine Stimme verliehen, die wir nicht überhören sollten in kalten Zeiten wie heute!
 

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Bereits ihr Vorgängerroman "Eine exklusive Liebe" - die Geschichte ihrer Großeltern, die den Holocaust überlebt haben, ist sehr berührend geschrieben. Noch mehr beeindruckt hat mich aber "Geteiltes Vergnügen". Wieviel Freiraum braucht die Liebe? Und wie verhält man sich, wenn alle Zeichen auf Rückzug stehen und man trotzdem nicht loslassen kann? Dieses Buch weist keine einzige Schwachstelle auf und mit Vergnügen begleitet der Leser Jessica auf ihrem Weg der Befreiung. Adjordan ist es gelungen, keine Schwarzweißmalerei zu betreiben, sehr einfühlsam und ehrlich kreist sie um das Thema Liebe.
 

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Nicht oft schaffen es Dramatiker, ihr Genre zu verlassen und einen Roman zu schreiben. Ihnen fehlt das verbindende Element, bei Schimmelpfennig ist es der Wolf. Alle Figuren kommen mit diesem Tier in Berührung, gleichzeitig befindet sich ihr eigenes Leben an einem Wendepunkt. Während sich der Wolf langsam Berlin nähert, kreuzen sich auch die Wege von Tomasz, Elisabeth und Michas Eltern, der Frau auf dem Balkon, Charly und Angie. Dieser Roman ist eine Offenbarung, er wirkt noch lange nach, und man möchte wie Schimmelpfennig über diese scharfe Beobachtungsgabe verfügen. Er sieht die Sehnsucht der Menschen und bringt sie auf die Bühne!
 

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Wer denkt, dass Kurzgeschichten langweilig sind, wird hier eines Besseren belehrt. Stephen King lehrt uns zwar hier nicht das Fürchten, jedoch glänzen seine Kurzgeschichten durch Spannung, Humor und sprachliche Brillanz. Zwischendurch erfährt man sogar private Details aus dem Leben des großen Autors. Besonders gut fand ich die Kurzgeschichten “Raststätte Mile 81”, “Böser kleiner Junge” und “Mister Sahneschnitte”. Die Kurzgeschichten sind nicht vergleichbar mit seinen Romanen. Ich würde sagen, das auch die Ängstlichen unter uns bei diesen Buch auf ihre Kosten kommen. Ich kann es wirklich weiterempfehlen!
 

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Eine Frau will ein Kind und dieses Projekt entwickelt sich hier in diesem Roman von Gertrud Klemm zu einem Alptraum. Die Autorin erzählt am Schluss, dass sie ein Buch schreiben wollte, dass Frauen, die das gleiche durchmachen wie sie, etwas haben, andem sie sich festhalten können. Ist ihr das gelungen? Eher nicht, obwohl mich dieses Thema persönlich nicht berührt, daher kann ich nicht mitreden. Nach jeder Sitzung beim Arzt baut Gertrud Klemm einen Traum ein, und diese Alpträume sind wirklich der planke Horror. Eine Taktik von ihr, um zu bewirken, dass wir aus dieser Lebensphase, aus dieser Gefühlsregung unseren eigenen Schluss ziehen. Als Leserin befand ich mich in einer anderen Welt, deren Sprache ich überhaupt nicht verstand. Klemm ist aber eine Autorin, die glaubwürdig ist im wirklichen Leben, sie hätte nur nicht versuchen sollen, aus ihrem Kampf einen Roman zu machen. Ich fühlte mich irgendwie verpflichtet, es zu Ende zu lesen, aus Mitgefühl.
 

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Macht, mächtig, am Mächtigsten? Macht über die Geschlechter, über die Umwelt, über Gott ist gefährlich. Das führt uns Karen Duve wieder mal anschaulich vor Augen. Richtig grausam ist die Vorstellung, wenn eine feministische Regierung das Sagen hat, ich fürchte mich vor diesem Szenario. Das Buch ist hervorragend umgesetzt und bitterböse spielt Duve mit der Macht. Das Wissen um ihre zerstörerische Kraft kann uns vor vielem bewahren, und sei es auch vor uns selbst. Duve dokumentiert Ereignisse, denen wir bereits abgeklärt gegenüberstehen, doch sie lässt nichts ungesagt oder unter den Tisch fallen. Wir sind wirklich Optimisten, die glauben, das es mit uns nicht so schlimm kommen wird, was fatal ist. Die Autorin inszeniert ein "Was wäre wenn"- Spielchen, was wäre, wenn wir uns die Welt so richten könnten wie wir wollten, wenn wir das biologische Alter mit einem Medikament überlisten und uns wieder jung machen könnten. Weit entfernt sind wir nicht von diesem Szenario. Unbedingt auch ihre letzterschienene Streitschrift "Warum die Sache schiefgeht" lesen!
 

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"Aron und der König der Kinder" ist keine leichte Kost, dieser Roman spielt in den dunkelsten Stunden der Menschheit: Im Warschauer Ghetto, einer der grausamsten Orte, die man sich vorstellen kann. Shepard schildert eindrucksvoll die Geschichte des 12-jährigen Jungen Aron, der durch die Gräueltaten der Nazis schon als Kind dazu gezwungen ist, sein Leben zu riskieren, um seine Familie zu ernähren. Nur ein Mensch im ganzen Ghetto sorgt sich noch um die verlassenen Waisenkinder, Korczak, der "König der Kinder", der als alter Doktor im Ghetto bekannt ist. Er führt ein Waisenhaus und versucht so, die Kinder zu beschützen, und auch Aron kommt früher oder später in seine Obhut. Eine wirklich tragische Geschichte, die einem sehr nahe geht. Was das Buch von allen anderen Holocaust Romanen unterscheidet, ist, dass es einen noch mehr an die Nieren geht, da es aus der Sicht des kleinen Aron erzählt wird und einem dadurch noch deutlicher wird, wie sehr die Kinder damals gelitten haben.
 

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Zu Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich die Hauptfigur Chic Waldbeeser eigentlich mag oder nicht. "Mein Leben ist nichts als ein Loch in der Erde und ich komm nicht raus". Das ist eines der Gedichte, das er verfasst hat, und es bringt sein Leben genau auf den Punkt. Ist er ein liebenswerter Verlierer, dem das Leben immer wieder übel mitspielt? Oder ist er ein nur halb-sympathischer Blödmann, der nichts auf die Reihe bekommt und stets die falschen Entscheidungen trifft? Um das zu erfahren, begleiten wir ihn und seine Familie über 50 Jahre. Da ist zum Beispiel seine Schwägerin Lijy. Aus Gutmütigkeit nimmt Chic ihr zuliebe eine Schuld auf sich, die das Verhältnis zu seinem Bruder fast sein ganzes Leben lang trüben wird. Auch die Hoffnung auf ein glückliches Familienleben mit Diane erfüllt sich nach einem Schicksalsschlag nicht. Es liegt an ihrer beider Sprachlosigkeit, dass sie diese Krise nicht meistern können und der Alltag sie zermürbt. Aber Chic ist ein Getriebener und jagt weiter seinem Traum nach einem besseren Leben hinterher, getreu seinem Motto: "Um die Ecke ist das Ende! Guck, wo du hinfährst!"
 

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Wir befinden uns mitten in der tiefsten Provinz Australiens. Es regieren Korruption, Gewalt, Engstirnigkeit, Rassismus und Sprachlosigkeit. Hierher wird Constable Hirschhausen strafversetzt, weil er in einen Korruptionsskandal verwickelt war. Sein erster Fall ist ein scheinbarer Verkehrsunfall mit Fahrerflucht, doch im Lauf der Ermittlungen stößt er auf die unappetitlichen Verstrickungen, in die die Behörden der Provinz verwickelt sind. Spannend, kompromisslos, schonungslos!
 

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Wer glaubt, hier nur eine nette Großvater-Enkel-Geschichte vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Albertos Suche nach seiner Vergangenheit entwickelt sich rasch zu einer großartigen spanischen Geschichtsstunde, denn je mehr er sich mit den Menschen, denen er vor 65 Jahren als Waisenkind begegnet ist, auseinandersetzt, umso erstaunlicher sind seine Erkenntnisse. Der Bürgerkrieg hat das Land gespalten und seine Folgen sind immer noch spürbar. Und trotzdem haben sich immer wieder Menschen gefunden, die trotz der Umstände mutige Entscheidungen getroffen haben. Dieser Roman hat mich zutiefst berührt, da die Botschaft unmissverständlich ist: Nur wer die Vergangenheit versteht, ist bereit, sich mit dem Leben zu arrangieren.
 

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Todd ist Autist, Mitte 40 und er lebt in einem Heim. Erzählt wird diese erstaunliche Geschichte zum Großteil aus seiner Sicht, was den Leser niemals irritiert, sondern eher inspiriert. Man taucht ein in eine Welt, die von Farben, Gerüchen und Geräuschen beherrscht wird, und obwohl sich Todd immer wieder mit seiner Krankheit beschäftigt, findet man nicht so recht heraus, was ihn jetzt wirklich von seinen Mitmenschen unterscheidet. Seine Erkenntnisse sind berührend, er ist kein Kind mehr, kein Mann, der in seiner geistigen Entwicklung stehengeblieben ist. Erschreckend war für mich die Therapie, denn ich hatte eher das Gefühl, dass die Medikamente nur die Symptome unterdrücken, aber auch alle anderen Fähigkeiten abtöten. Dieser Roman nimmt den Leser mit auf eine Reise in fremde Gegenden des Menschseins.
 

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Dieser neue Roman von Giaconda Belli erinnert mich sehr an die Werke von Erica Jong (die Ikone der sexuellen Befreiung der Frau), denn "Mondhitze" ist nicht nur ein leidenschaftliches Buch für jede Frau ab 50, sondern auch eine Ode an die Weiblichkeit. Und zum Glück macht uns diese starke nicaragische Autorin große Lust aufs Älterwerden, denn die neuen Erfahrungen und Abenteuer vertreiben die Angst vor dem Tod und die negativen Gefühle der Wechseljahre. Emma, die eigentlich schon alle Phantasien ausgelebt hat, nimmt die körperlichen Veränderungen zum Anlass, sich in ein neues Abenteuer zu stürzen. Mutig, leidenschaftlich und sinnlich erotisch!
 

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Ein Roman wie ein Märchen. Die Hauptprotagonisten sind Bienen, doch die Autorin weiß ihre Sprache so gut einzusetzen, dass man oft vergisst, dass es sich hier um Insekten handelt. Laline Paull schrieb ein Werk, das uns einen guten Einblick in das Leben unserer lebenswichtigen Nutztiere gibt und hat dabei einen Roman voller Abenteuer, Liebe und Treue erschaffen. Empfehlen kann ich das Buch jedem Leser, der offen ist, was Neues auszuprobieren.
 

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"Tschick" ist ein Roman, den meiner Meinung nach jeder einmal gelesen haben sollte. Nicht ohne Grund hat Herrndorf für dieses Buch den Deutschen Jugendliteratur-Preis bekommen. Eine herrliche Roadnovel, bei der man die beiden 14-jährigen Protagonisten Tschick und Maik sofort ins Herz schließt. Ich habe mich mit diesem Buch köstlich amüsiert und stellenweise laut auflachen müssen. Durch Herrndorfs stimmige Dialoge und seine hervorragende Situationskomik taucht man komplett in die Geschichte ein und hat somit ein wunderbares Lesevergnügen. Ich freue mich schon sehr auf die Verflimung, der Kinostart ist für den 15. September 2016 vorgesehen.
 

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"Mein härtester Kampf" ist eine wahre Geschichte und Alex van Hellen entführt uns in eine Welt, die sich ein "wohlbehütetes" Kind nicht vorzustellen vermag. Von den Schlägen des Stiefvaters bis hin zu starkem Drogenkonsum erklärt uns Alex ihr Leben in einer unverblümten Sprache. Mit jeder Zeile erkennt man ihre Stärke, die ihr dazu verhalf, ihr Leben umzukrempeln. Heutzutage sind viele Menschen mit ihrem Leben unzufrieden, doch wenn man Alex van Hellens Zeilen liest, bemerkt man, dass es einen viel schlimmer hätte treffen können.
 

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Dieses Buch macht wütend! Sehr wütend, denn der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit, wie sie sich zu unzähligen Malen zuträgt, heute im 21. Jahrhundert: Filiz, in einem abgelegenen kurdischen Dorf in der Türkei aufgewachsen, heiratet mit 15 Jahren den älteren Yunus und glaubt noch an eine glückliche Ehe. Doch sie wird von ihrem Ehemann vergewaltigt, brutalst geschlagen und schlechter wie jedes Haustier behandelt. Weit weg von zu Hause muss sie fortan im Haus der Schwiegermutter, die von ihr verächtlich “Spinne” genannt wird, ihr Dasein fristen. Sie muss die Burka tragen, sich um den Haushalt kümmern, auf den Knien den Boden schrubben und dem Ehemann und der Schwiegermutter die Füße waschen, mit der ständigen Angst, auch von ihr geschlagen zu werden, denn eigentlich ist sie nur eine lästige Kreatur, die auf Kosten der Schwiegermutter vegetiert. Lesen Sie weiter in unserem Buchblog: http://blog.tyrolia.at/index.php/2016/02/tyrolia-buchtipp-blauschmuck-von-katharina-winkler/
 

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Es ist eine Milieustudie, die uns tatsächlich an Fitzgeralds "The Great Gatsby" erinnert, nur über 90 Jahre später, in London. Und dieser Roman von Vesna Goldsworthy hat in mir wieder den Wunsch erweckt, in diese eigenartige Welt einzutauchen. Es gibt Momente, da glaubt man, Gorsky zu kennen, zu ahnen, was in ihm vorgeht, und dann entgleitet er dem Leser wieder. Die Erzählung ist gradlinig, mit einem Glanz und einem Geist versehen, der uns glauben lässt, diesen Ort, diese Menschen zu kennen. Der Erzähler, Nicolai, ist von dieser Welt fasziniert, gleichzeitig beginnt er, sich gegen die Reize der Reichen und Mächtigen zu wehren. Der Tod löst diesen Zwiespalt auf und übrig bleibt eine Geschichte, ein Rätsel, das auf uns wartet, wie ein unentdeckter Kontinent.
 

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Tiefland ist ein wunderschöner jedoch tragischer Familienroman. Es geht um die Brüder Subhash und Udayan die in der Nähe von Kalkutta aufwachsen. Obwohl sie charakterlich sehr unterschiedlich sind, sind sie unzertrennlich. Beide Brüder sind sehr begabt und absolvieren jeweils ein Naturwissenschaftliches Studium. Danach trennen sich ihre Wege. Subhash geht zum weiteren Studium in die USA und Udayan der wildere, rebellische Bruder bleibt in Indien und schließt sich einer radikalen politischen Bewegung an den Naxaliten. Dennoch bleiben sie weiterhin in Verbindung. Als Udayan getötet wird, fährt Subhash zu seinen Eltern nach Kalkutta, dort lernt er seine Schwägerin Gauri kennen. Aus Pflichtgefühl und Mitleid beschließt er Gauri zu heiraten und in die USA mitzunehmen. Die Autorin schafft es den Leser mitzureißen und trifft einen mitten ins Herz, die Autorin schreibt die Geschichte aus mehreren Sichten was diesen Roman umso bewegender erscheinen lässt. Ich habe bei dieser Lektüre mehr als nur eine Träne vergossen und kann es nur jedem empfehlen der eine wunderschöne aber traurige, bewegende Geschichte lesen möchte.
 

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Sie erzählt eigentlich die Geschichte ihrer Mutter, die Wien in den 50ger Jahren verließ und einen Iraker heiratete. Der Krieg und die Aufstände entzweien die beiden aber. Und doch bleibt Laura lange in Bagdad und lernt sich als Frau zu behaupten, trotz der besitzergreifenden Liebe von Younis. Ayoub erzählt auch die Geschichte eines Landes, das gespalteten ist. Sie beschönigt nichts und dieser Roman stimmte mich sehr traurig, denn aufgrund der Umstände musste Jenny schlussendlich ohne Vater aufwachsen. Sehr biografisch, ganz anders als Ayoubs früheren Romane. Berührend, spannend, aufschlussreich und lebendig geschrieben!
 

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Zahlreiche Auszeichnungen hat Michael Krüger erhalten, genauso viele Interviews hat er bereits gegeben. Doch ganz erfassen werde ich diese renommierte Persönlichkeit wohl erst, wenn ich mich mit seiner Lyrik beschäftige. Seine Erzählungen, erschienen letztes Jahr im Haymon Verlag, haben mich noch mehr dazu ermutigt, sein Gesamtwerk zu entdecken. Allein sein Ruf als großartiger Verleger und jahrelanger Leiter des von mir sehr geschätzten Hanser Verlags (der noch wirklich hochwertige Lesekultur betreibt) ist ihm vorausgeeilt. Seiner Expertise ist es zu verdanken, dass es "seine" Autoren zum Nobelpreis gebracht haben. Klüger tritt als Erzähler in "Der Gott hinter dem Fenster" in den Hintergrund: er beobachtet, messerscharf sind seine Sätze, als würde er den Würfel in der Hand halten und genauso plötzlich und geräuschlos zieht er wieder ab. Zurück bleibt eine Traurigkeit, eine Sehnsucht nach diesen kostbaren Sätzen, die Seele brennt nach dieser epischen Genauigkeit, denn Krüger erzählt von Menschen, die uns vertraut sind und die wir doch immer wieder vergessen.
 

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Endlich wieder Lesestoff von meiner Lieblingskrimiautorin Tess Gerritsen, leider diesmal kein Rizzoli & Ilse Thriller, aber Gott sei Dank genauso gut! In einem sehr spannenden Plot erzählt uns die Autorin die Geschichte von dem Physiker Dr. Victor Holland und der alleinstehenden Cathy Weaver, die ihm nach einem schweren Autounfall das Leben gerettet hat und dadurch in seine Probleme ungewollt hineingezogen wird. Die Lage der beiden scheint aussichtslos zu sein, verfolgt von der Regierung, der Polizei und dem FBI befinden sich die beiden in einem tödlichen Katz und Maus Spiel, dem sie scheinbar nicht so einfach entkommen können. Ein wirklich packender Kriminalroman, den ich jedem Krimi und Gerritsen Fan empfehlen kann.
 

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Wer die Unendliche Geschichte, Momo und Jim Knopf kennt und genauso liebt wie viele andere begeisterte Fantasy Fans, muss diese eindrucksvolle Biographie über den deutschen Begründer des All Age Romans und Meister des Fantasy Genres einfach lesen. Man taucht hinein in sein Leben, seine Kindheit in Garmisch und seine schwierige Jugend in den Fängen des Nazionalsozialismus. Ein wirklich interessantes Buch über einen wirklich interesanten Menschen.
 

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Die Autorin legt uns in ihrer 2. Erzählung den Generationsroman einer jüdischen Kaffeedynastie mit all ihren schönen Seiten und Schattenseiten vor. Ein Patriarch erzählt: Beginnend mit dem entbehrlichen Leben in den Kriegswirren der Vorälteren und deren Lebenswerk; der nächsten Generation, die es anders/besser machen möchte bis zur heutigen Generation. Berührend erzählt, nicht nur für Kaffeeliebhaber!
 

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Die Zillertalerin Silke Haun hat zusammen mit dem Löwenzahn Verlag ein zuckersüßes Backbuch mit tollen Fotos kreiert. Schon beim Durchblättern möchte man am liebsten die Küchenmaschine und den Ofen anwerfen. Da die Bäckerin die meisten Zutaten im Haus hat, steht der Backleidenschaft nichts im Weg. Hugo Gelee, Rosenblütensirup, Karamellbonbons, Brause, Cupcakes und wunderbare Törtchen finden in diesem insperierenden Backbuch Platz. Einfache, gelingsichere Rezepte die wunderbar schmecken und aussehen. Für alle Backfeen!
 

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"Ich habe noch nie eine so wirklich feine Frau wie Stella kennengelernt!" Das sagt Jenny, die als Pflegerin in der exklusiven Seniorenresidenz Middleton Hall arbeitet, und von all ihren "Schützlingen" besagte Stella am liebsten mag. Über Stella erhält sie auch Zutritt zu einem Haus, von dessen Existenz niemand etwas ahnt, und stößt dort nach und nach auf verschiedene Hinweise, die die feine Stella in einem anderen Licht erscheinen lassen. Wie so oft in ihren Romanen verwebt Vine geschickt zwei Erzählstränge und zwei Handlungsebenen miteinander. Die fürchterlichen Geschehnisse in Stellas Vergangenheit mag man als Leser vielleicht schon im Voraus erahnen, aber da die einzelnen Charaktere und ihre Verstrickungen untereinander sehr komplex sind, ist es ein spannender und beklemmender Roman!
 

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Eine klassische Doppelgängergeschichte, ein Künstlerroman, eine Spiegelgeschichte: All das und noch viel mehr verbirgt sich hinter Joao Tordos Geschichte um Genie und Wahnsinn, Erfolg und Scheitern, Verlust und Trauer, das Mysterium von Musik und ihre Schönheit. Genießen Sie diese raffinierte Komposition in all ihren Facetten, und lassen Sie sich betören vom Grundton, der Stockmans Melodie durchzieht.
 

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Elsa, schwer erkrankt, möchte endlich das lang gehütete Geheimnis ihrer Enkelin Anna anvertrauen: Ihr Mann Martti hatte während ihrer Ehe ein Verhältnis mit Eeava, dem Kindermädchen von Annas Mutter Eleonoora. Und plötzlich stellen sich allen Familienmitgliedern die elementarsten Fragen: Was bedeutet Treue? Wer kann vergeben? Was ist die Liebe überhaupt und kann sie gelingen? Ein wirklich gelungener Roman der jungen finnischen Autorin Riikka Pulkkinen!
 

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Hier mein persönlicher Lesetipp für alle InnenministerInnen Europas als Ausgleich zur immer schärfer werdenden Kampfrhetorik: Abbas Khider schreibt seine Flüchtlingsgeschichte mit ungewöhnlichen Mitteln. Hier trieft nichts vor Selbstmitleid, Elend oder Zorn. All diese Elemente sind zwar enthalten, doch werden sie ironisch gebrochen und wirken dadurch umso beklemmender. Alltägliche Szenen im Flüchtlingsheim, bei den Behörden oder im Laster werden auf teils skurrile Weise geschildert, und so mischt sich immer wieder ein befeiendes Kichern in die Unsäglichkeiten der Misere.
 

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Als der berühmte Schauspieler Arthur Leander während einer Shakespeare-Aufführung stirbt, ist das der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Innerhalb kürzester Zeit rottet die georgische Grippe den größten Teil der Menschheit aus. Im Jahr 20 nach der neuen Zeitrechnung zieht die "Fahrende Symphonie" durch diese fast menschenleere Welt, auf der Suche nach verlorenen Freunden und um den wenigen Überlebenden etwas Hoffnung und Freude zu vermitteln: durch Musik, Theater und Literatur! Durch Rückblenden erfährt man nach und nach immer mehr von den Ereignissen rund um den Tag Null und wie die Schicksale der einzelnen Hauptfiguren miteinander und mit dem Leben von Arthur Leander verknüpft sind. Wer einen actionreichen Endzeit-Roman erwartet, dürfte enttäuscht sein. "Das Licht der letzten Tage" ist ein ganz ruhiger, unaufgeregter Roman. Bei mir hat er durch seine Melancholie und fast schon poetische Sprache lange nachgewirkt.
 

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Sieben Jahre lang wartet Lilly, dass sich der wandernde Bankbeamte - der eigentlich lieber Steinskulpturen baut, statt sich aus seiner unglücklichen Ehe zu befreien - doch in die Urlauberin aus Wien verliebt. Jeden Sommer verbringt sie mit Freunden auf Sardinien, dann kehrt sie wieder zurück in das trostlose Wien. Und diese Sommergefühle versucht sie rüberzuretten, aber eigentlich ist es eine Flucht. Susanne Scholl verarbeitet diesen Prozess hervorragend. Die Landschaft, das Meer, die Menschen, die Hitze und die Sonne bilden einen Kontrast zu Schnee und Regen in Wien, doch es sind nur Lillys Gefühle, ihre Schönfärberei. Lillies Sehnsüchte beherrschen alles, sie steigert ihre Dramen und sieht nur mehr ihr eigenes Unglück. Dieser Roman berührt den Leser dort, wo es fast weh tut: denn wer glaubt, dass man immer auf einer Insel bleiben kann, immer im Mittelpunkt stehen und immer geliebt wird, der irrt sich gewaltig! Man kann sich dieser Autorin nicht entziehen, denn ihr Erzählstil und ihr Aufbei gleicht einem Meisterwerk!
 

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Liebe Helene Tursten! Ich hoffe, du hast deine langjährige Kriminalinspektorin Irene Huss nur vorübergehend in den Ruhestand geschickt. Deine neue Ermittlerin Embla Nyström ist nämlich nur ein schwacher Ersatz. Wieso muss Embla gleich zu Beginn der Handlung nordische Meisterin im Boxen werden? Reicht es nicht, dass Irene Huss Olympia-Teilnehmerin im Jiu Jitsu war? Zum Fall: Zur eingeschworenen Gemeinschaft, die jeden Herbst in den schwedischen Wäldern auf die Jagd geht, kommt dieses Mal ein neuer Teilnehmer dazu: Der gutaussehende Peter, dessen Schwester vor vielen Jahren just nach so einer Jagdgesellschaft verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist. Und jetzt häufen sich die mysteriösen Vorgänge: giftige Schlangen im Klohäuschen; Fuchseisen im Gebüsch bis hin zum Tod eines Jägers. Natürlich werde ich weitere Bände dieser neuen Reihe lesen, da ich mehr über Emblas angedeutete traumatische Jugend erfahren möchte, trotzdem werde ich nach wie vor die Irene-Huss-Fälle bevorzugen!
 

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Wenn man sehr viel liest, dann ist Barnes neuestes Buch, eine Sammlung von 17 Essays über Literatur und einer Short Story (erschienen zur Independent Bookseller Week) eine Wohltat. Er ordnet gute Werk für uns, stellt Verbindungen her, beleuchtet ihren Hintergrund und bringt den Leser auf den richtigen Weg. Seine Essays sind feinsinnig und intelligent, sogar seine Art, Kritik zu üben, wirkt echt und niemals zerstörerisch. Barnes ist selber ein hervorragender Schriftsteller, der sich bereits in jungen Jahren mit Literatur beschäftigt hat. Er stellt uns Autoren vor, die die beste Art gefunden haben, das Leben zu erklären: und zwar mit dem Schreiben. Er versteht ihre Werke, ihre Qualen, ihr Leben und zeigt uns ihre menschliche Seite. Oft lässt man einem Schriftsteller etwas durchgehen, weil man ihn bewundert - sei es eine schwache Stelle, eine Unwahrheit, einen unvollendeten Plot, - doch hier gibt es keinen Satz zu verzeihen, meine Bewunderung für Julian Barnes ist ungebrochen. Man muss die Autoren, die Barnes verehrt, nicht kennen, so gut ist sein Blick auf sie! Und nur er erweist diesen großartigen Autoren (Penelope Fitzgerald, Lydia Davis, Ernest Hemingway, Rudyard Kipling, George Orwell, etc.) den nötigen Respekt, der manchen Biografen fehlt. Seine geistreichen und witzigen Pointen lassen diese Persönlichkeiten bedeutend erscheinen.
 

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Mit "Abendland" und mit "Die Abenteuer des Joel spazierer" hat dieser neue Roman von Michael Köhlmeier nichts gemein. Eher geht er in die Richtung von seiner Lebensgefährtin. Monika Helfers Roman, "Die Welt der Unordnung", zeigt eindeutig Parallelen auf: ein Mädchen als Hauptfigur, gescheiterte Familienverhältnisse, Armut, Verlust und Ausgrenzung. Wir erfahren nicht den Namen und das Alter des kleinen Mädchens, doch ihre Geschichte fasziniert. Aus ihrer Sicht erzählt ergibt sich das Bild einer Flucht vor den Behörden in den Untergrund. Hunger und Kälte beherrschen jeden Tag, doch es begegnen ihr auch immer wieder Menschen, die ihr helfen. Köhlmeiers Erzählung ist aktueller denn je, denn auch wir haben es tagtäglich mit Menschen zu tun, die verlorengegangen sind.
 

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So beginnt wohl ein guter Witz, oder auch der Versuch von David Grossman, ein grausames Thema auf der Bühn, mit einem Komiker abzuhandeln. Doveles Auftritt ist grotesk, und dem Publikum ergeht es wie dem Leser: man will aufstehen und gehen. Doch man schafft es nicht, man möchte seine Geschichte erfahren, bis zum bitteren Ende Doveles Gefasel anhören. Vielleicht muss man, wie Grossmann, ein bedeutender Gegenwartsautor, ganz neue Seiten aufziehen, um die tragische Geschichte Israels zu erzählen, oder mit der Beerdigung beginnen, um das Leben darzustellen.
 

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Hans Platzgumer ist mir ein Begriff, aber als Musiker. Dass er auch schreiben kann, sogar unglaublich gut, dass war mir neu. Mit seinem dritten literarischen Werk, "Am Rand", wird sein Bekanntheitsgrad durch die Decke gehen. Und er wird neben Robert Seethaler, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, etc. genannt werden und alle deutschsprachigen Literaturförderungen und Preise erhalten. Man kann zwar frech behaupten, dass erst gemordet werden muss, um Gehör zu finden, doch das ist falsch. Gerold Ebners Motive sind wahrlich nachvollziehbar, bereits ab dem ersten Satz steht der Leser neben Gerold, der noch alles aufschreibt, bevor er seinen letzten Schritt über den Rand hinaus wagt. Platzgumers Roman war Musik in meinen Ohren, da benötigt es keinen Experten um sie zu hören.
 

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Richtig, dieser Titel ist ein Zitat aus einem Werk von Shakespeare. Und das war auch der Grund, weshalb ich dieses Jugendbuch in die Hand genommen und nicht mehr weggelegt habe. Elizabeth Laban erzählt mit einer Begeisterung von einem Außenseiter, einer Dreiecksbeziehung, einem Internat und seinen Regeln und einer Tragödie, dessen Tragweite unvermeidlich ernst genommen werden muss. Mir gefällt der Gedanke, dass auch Erwachsene einen Nutzen aus dieser Lektüre ziehen können, denn solche Geschichten oder Tragödien bilden meistens den Übergang ins Erwachsenenleben. Laban übergibt uns einen Schatz, einen Schlüssel zur Aufarbeitung tragischer Ereignisse!
 

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Der Erzähler, ein Schriftsteller, reist nach dem Tod seines Freundes an die Schauplätze ihrer Begegnungen, um seine Geschichte für ihn aufzuschreiben. Lange ist ihm kein großes schriftstellerisches Werk mehr gelungen, dem Ich-Erzähler, und die widersprüchliche Figur seines Freundes John ist schwer zu fassen. Nur ein großartiger Autor wie Norbert Gstrein ist fähig, unparteiisch den Nahostkonflikt zu thematisieren. Er bleibt seiner eigenen Intuition treu, seine Bescheidenheit findet sich im Ich-Erzähler wieder, der niemals herablassend oder arrogant über Literatur, das Leben berichtet. Gstrein ist nicht verstummt, "In der freien Welt" ist schlichtweg ergreifend und mein wichtigstes Buch in diesem Frühjahr!
 

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Dieses Buch von Andreas Gruber ist ein absolutes Highlight. Die Protagonisten sind sehr sympathisch, ich habe regelrecht mitgefiebert. Die Handlung ist sehr interessant: es geht um die italienische Familie Del Vecchio, in der es viele dunkle Geheimnisse gibt. Der Kommissar Peter Gerink muss in dieser Angelegenheit in Florenz ermitteln. Die italienische Polizei ist dabei nicht sehr hilfreich. Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Humor, der nicht zu kurz kommt. Die italienische Exekutive wird hier gründlich auf die Schippe genommen. Die Spannung bleibt bis zum Ende des Romans aufrecht und man kann dieses Buch nicht aus der Hand legen. Ein absolutes Muss für jeden Thriller-Leser. Ich kann diesen Krimi von ganzen Herzen weiterempfehlen.
 

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"Polinas Tagebuch" ist ein sehr direktes Buch und wirft uns mitten in die Tschetschenienkriege hinein. Als 9jähriges Mädchen beginnt Polina 1994, als in Grosny der Krieg ausbrach, Tagebuch zu schreiben. Klar und distanziert berichtet dieses Kind von den Schlägen der überforderten Mutter, davon, dass sie als Russin in der Schule und im Alltag permanenten Anfeindungen ausgesetzt ist und Kopftuch trägt, damit sie als Tschetschenin gilt. Das Schreiben sichert ihr das Durchhalten während drei Kriegen: "Nur wenn ich schreibe, habe ich keine Angst." Ein Plädoyer gegen jeden Krieg und für Frieden und Pflichtlektüre für alle Flüchtlingsgegner: "Helfen - das werde ich immer tun! Leben zu retten, ist das Beste, was man auf der Erde tun kann. Niemand hat das Recht zu töten!" Eine ausführliche Rezension können Sie in unserem Buchblog lesen: http://blog.tyrolia.at
 

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Dieses neue Märchenbuch ist meiner Meinung nach eines der schönsten, die ich bisher gelesen habe. Hier wurden von Friedrich Hechelmann nicht nur die herkömmlichen Grimm´schen Märchen, die natürlich enthalten sind, ausgewählt, sondern auch welche von Wilhelm Hauff, Ludwig Bechstein und Eduard Mörike. Die wunderschönen Illustrationen, die uns sprichwörtlich zum Träumen einladen und in eine fremde fantastische Welt mitnehmen, sind ebenfalls von Friedrich Hechelmann, der hier ein Meisterwerk für Alt und Jung geschaffen hat.
 

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Auf diesen tollen Thriller von der österreichischen Schriftstellerin Ursula Poznanski und dem deutschen Autor Arno Strobel haben sicherlich schon viele Leser sehnsüchtig gewartet. Sie werden nicht enttäuscht! Die Protagonisten dieses Romans, Erik und Joanna, erzählen abwechselnd die Handlung aus ihrer Sicht, gerade das macht es so spannend. Mit jeder Seite entwickelt sich ein interessanter Handlungsbogen, bis zum Schluss ist dem Leser nicht klar, wer jetzt der Gute und wer der Böse in dieser Geschichte ist. Die Auflösung haben sich die Autoren geschickt bis zum Ende aufgespart!Und ganz nebenbei haben es die beiden auch noch geschafft, mit diesem Thriller ein brisantes und derzeit aktuelles politisches Thema zu behandeln.
 

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Andreas Gruber hat hier mit dem 2. Band der "Maarten S. Sneijder" Reihe wieder einen wahnsinnig spannenden Thriller geschaffen. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen, man muss wissen wie es weitergeht, und Gruber fesselt gekonnt seine Leser. Hochspannung ist garantiert! Ein wirklich toller Roman mit einen wirklich außergewöhnlichen Protagonisten, der dem Leser trotz seiner schroffen Art schnell ans Herz wächst. Ich hoffe, Andreas Gruber bringt noch einen weitern Band dieser Reihe zu Papier und ich freue mich schon auf die Lesung am 27. Januar!
 

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Dieser Roman von Harriet Lane hat mir persönlich sehr gut gefallen. Besonders interessant sind die beiden unterschiedlichen Ansichten der Hauptfiguren. Abwechselnd erzählen Nina und Emma, die beiden Freundinnen, die kaum etwas gemeinsam haben, von den Ereignissen seid ihrer zufälligen Begegnung. Während Nina ein perfides Psychospiel mit Emma treibt, wirkt Emma geradezu unschuldig und naiv. Teilweise übt das Buch eine beklemmende Wirkung aus, da auch die Kinder in das Geschehen involviert sind. Das Ende ist jedenfalls unvorhergesehen und wirkt noch lange nach!
 

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Diese junge Autorin aus Brooklyn, New York, hat bereits als Buchkritikerin viel Erfahrung gesammelt. Faszinierend fand ich aber, wie gut sie sich in der Gedankenwelt bzw. Psyche des Nathaniel P. zurechtfindet. Seine Zweifel, seine Analysen der vergangenen Beziehungen, seine Charakterbeschreibungen der New Yorker Frauen sind mehr als nachvollziehbar. Vor allem die Literaturszene in New York - oder sollte ich besser sagen - der Literaturzirkus - wird scharfsinnig hinterfragt, und mit viel Leichtigkeit und Humor hat sich Adelle Waldmann dem wichtigsten Thema überhaupt gestellt: Männer und Frauen passen zusammen, aber es hängt davon ab, ob es der oder die Richtige ist!
 

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Das alte Leben hinter sich lassen, einen neuen Namen annehmen und die Vergangenheit einfach vergessen, das sind Lynns tägliche Sorgen. Doch (un)glücklicherweise rettet Jared ihr das Leben, und ab diesem Zeitpunk ist sie verloren. Lynn und Jared haben beide eine schwere Last zu tragen, die unterschiedlicher nicht sein könnte, aber doch verbindet sie etwas. Sie merken, dass man zu zweit viel mehr erreichen und überstehen kann als alleine. Sommer, Sonne & Sonnenschein pur! Mit diesem Buch holt man sich literarisch einfach den Sommer zurück ins Haus. Es ist ein wunderbarer fesselnder Roman, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Unbedingt lesen!
 

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Auch dieses Mal haben es Thomas und Stefan Orgel geschafft, ein Meisterwerk zu kreieren. Mit den Orks vs. Zwergen haben sie sich an die Spitze der deutschen Fantasy geschrieben, und "Die Blausteinkriege" stehen den anderen Werken in nichts nach. Eine großartig konstruierte Welt, liebens- und hassenswerte Charaktere, die man so schnell nicht mehr vergisst. Und mit einer bildgewaltigen Sprache, die einen tagträumen lässt. Der beste "High" Fantasyroman des Jahres!
 

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Als riesiger Fan der "Black Dagger" Reihe bin ich auch beim 25. Band immer noch begeistert. J.R. Ward schreibt detailgetreu und sehr gefühlvoll. Oftmals musste ich mir sogar ein Tränchen verkneifen, oder ein herzhaftes Auflachen im Bus. Die Reihe ist fortlaufend, wird aber durch die Abwechslung der Protagonisten nie langweilig. Die beste Romantasy-Serie aus Amerika! Ich warte schon gespannt auf den nächsten Band!
 

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Ich muss gestehen, dass ich eigentlich nicht die Liebes- bzw. Erotikromane-Leserin bin. Dennoch muss ich sagen, dass Simona Ahrnstedt hier ein ausgezeichnetes Debüt gelungen ist. Auch die schwedische Finanzwelt wird hier pompös und luxuriös dargestellt, sodass es trotz eher fader Thematik nie langweilig wird. Das Buch ist eine perfekte Mischung aus Lügen, Intrigen, Liebe und Freundschaft. Ein toller Roman für die Abendstunden mit einem Glas Wein!
 

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Vlautin hat mich schon mit seinem ersten Roman, "Motel life", beeindruckt. Auch wenn T.C. Boyle überall als der größte amerikanische Autor gefeiert wird, so ist es doch ein anderer, der die amerikanische Realität bedeutend besser darstellen kann. Und mit viel mehr Geschick und Einfühlungsvermögen! Denn es sind die kleinen Menschen, die Armen, die durch jedes soziale Netz fallen und vereinsamen. Sich außerdem schlecht ernähren, keinen Familienzusammenhalt mehr haben, kein Zuhause, das sie sich leisten können. Und wenn sie rund um die Uhr arbeiten, so wie Freddie, dann werden die Schulden nie weniger. Vlautin erzählt kleine Geschichten von Menschen, die dem großen amerikanischen Traum nie nahe kommen. Doch ihr Mut bestärkt mich immer wieder.
 

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Es ist ein recht interessantes Szenario, das die beiden Autoren in diesem Roman darstellen: die DDR hat plötzlich Geld, der Westen ist von dem Goldfund wie berauscht und der Kommunismus geht nach der Wende weiter. Es ist kein "Was-wäre-wenn" - Spiel, sondern ein "Was geht noch", wie kann man den Kommunismus neu erfinden. Als Leser ertappt man sich dabei, dass man den Rollentausch der vorher getrennten Staatsmachten immer wieder neu überdenken muss. Kniffelig wird es, wenn Personen, wie zum Beispiel Angela Merkel einen völlig konträren Lebenslauf erhalten. Meisterhaft umgesetzt, als Theaterstück, würde es hervorragend funktionieren!
 

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Josh Weil schreibt ein russisches Märchen. Es handelt von Zwillingsbrüdern, deren Leben auseinander triftet, als das gläserne Meer zischen ihnen immer größer wird. Sie schaffen es nicht, ihren gemeinsamen Traum, den gemeinsamen Bauernhof vom Onkel zu übernehmen. Utopien eignen sich immer sehr gut, widerstreitende Ideologien aufzuzeigen. So sind es in diesem Roman die Spiegel, die als Satelliten im Weltall das Sonnenlicht reflektieren und den ewigen Tag versprechen. Doch das riesige Russland, mit Moskau der "Bärin" verliert sich im Dunkeln. Eine Parabel über die Schattenseiten im Leben, über das Glück, das auch seine Tribute fordert.
 

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Dieser Roman eignet sich wirklich für eine Verfilmung. Und ich bin überzeugt, dass das Werk von John Krakauer, "In die Wildnis", jetzt ausgedient hat. Ein neuer Abenteuerroman, der in der Wildnis spielt, hat seinen Platz eingenommen. Der Autor hat sehr gut recherchiert und die wahre Geschichte spannend dokumentiert. Glass Kampf ums Überleben, sein Rachefeldzug gegen die zwei Männer, die ihn ohne Waffen, schwer verwundet, zurücklassen, ist überraschend gut dargestellt. Natürlich ist es literarisch nicht vergleichbar mit John Williams Werk, "Butcher's Crossing", das ungefähr in der gleichen Zeit spiel, als Teile von Amerika noch ein wildes, unerforschtes Land waren, doch Michael Punke hat seine Erzählung glaubwürdig wiedergegeben und unterhaltsam ausgeschmückt! Ein Muss für Abenteuer-Fans!
 

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Dies ist der zweite Roman von Katharina Hartwell, der wirklich hinreißend ist. Vielleist ist hinreißend das falsche Wort, eher verfolgt mich die Geschichte, sie hat mich in ihren Bann gezogen. Noch habe ich das Ende nicht ganz begriffen, das wird noch eine Weile nachwirken müssen. Jemand ist verschwunden, nach 10 Jahren glauben die Hinterbliebenen, Felix gefunden zu haben. Doch ist der Fremde wirklich? Spielt er nur mit ihnen? Oder haben Louise und Paul auch Geheimnisse? Mir wurde fast schon unheimlich beim Lesen, als hätte ich einen Geist gesehen, den ich nicht beschreiben kann.
 

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Kate Atkinson zählt zu den bedeutendsten britischen Schriftstellerinnen. Und ihr letztes Werk ist wirklich eine anspruchsvolle Familien Saga, in der gleichzeitig die englische Geschichte des letzten Jahrhundert erzählt wird. Atkinson spielt mit ihren Figuren, in jedem Kapitel lässt sie ein Mitglied der Familie zu Wort kommen. Das macht den ganzen Roman sehr umfangreich und spannend. Die "Times" schreibt, "Besser als alles, was Sie dieses Jahr noch lesen werden" - für mich war es ein Vergnügen, das Lesejahr so gut abzuschließen!
 

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"Lila" - ein schöner Name, ein wunderschönes Buch!! Wieso habe ich es den ganzen Herbst nicht beachtet? Hätte ich gewusst, dass Marylinne Robinson auch die großartige Alice Walker verehrt und einen Roman im Stil von "The colour purple " schreibt, dann hätte ich schon viel früher dieses Lesevergnügen gehabt. Natürlich muss man sich erst einlesen, die "Stream-of-consciousness" Technik bewusst auf sich wirken lassen, doch nach kurzer Zeit ist man mitten in der Geschichte und kann nicht mehr von ihr lassen. Lilas Gedanken sind so realistisch, ihre schmerzlichen Erfahrungen, ihre Suche nach Glück so greifbar. Die menschliche Existenz in Worte gefasst, das gelingt dieser preisgekrönten Autorin!
 

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Dieser Herbst-Bestseller hat alles, was ein gutes Buch braucht: gute Geschichte, viel Humor, viel geschichtlichen Hintergrund und Aktualität. Am besten haben mir die gut porträtierten Charaktere gefallen, auch das Thema "Zurück aufs Land" hat mich fasziniert. Ich musste immer wieder schmunzeln, wenn Dörte Hansen von den Vollwert-Eltern erzählt, die sich in der Großstadt und auf dem "Alten Land" abmühen und versuchen, Perfektion zu erreichen. Das wäre für mich eine Autorin, die den deutschen Buchpreis verdient hat.
 

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Dieser Roman ist sehr real, das Thema auch: Was heißt es, ein Land zu verlassen, weil Krieg herrscht? Was suchen die Flüchtlinge bei uns? Was haben sie zurückgelassen und ist Europa soweit, die Gestrandeten aufzunehmen? Jenny Erpenbeck macht sich mit einem emerierten Professor auf die Suche nach den Antworten. Wenn er an seine Grenzen stößt, weiß er zumindest, dass sein Leid im Vergleich zu den Kriegen in Afrika nur halb so schlimm ist. Jenny Erpenbeck ist eine Autorin, die nicht nur die aktuellen Probleme darstellt, sondern sie stellt die ganze Welt in einen Kontext.
 

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Die Autorin aus Göteborg weiß zu fesseln. Sie erzählt eine Geschichte, die völlig aus der Zeit fällt. Junge Menschen finden auf dem großen Landsitz einer alten Dame Zuflucht, denn beruflich haben sie noch nicht ihren Platz im Leben gefunden. Die Gastgeberin selbst lebt in einer anderen Welt, ihre innere Uhr ist 1941 stehengeblieben. Hermanson ist eine bodenständige Erzählerin, die gute Geschichten glaubwürdig und anmutig übermittelt, es gibt einige denkwürdige Momente, die dem Leser in Erinnerung bleiben!
 

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Der Ort der Handlung ist wirklich interessant gewählt. Hier braucht es einen Autor, der sein Handwerk versteht. Martin Amis sucht sich nicht die Opfer eines Konzentrationslagers aus, sondern die Täter oder unwichtige Nebenfiguren. Gerade deren Gedankenwelt ist spannend und als Leser ist man wirklich gefordert, einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Amis versucht mit seiner Dreistigkeit unserer Abgestumpftheit entgegenzuwirken. Kompliment, Frechheit siegt!
 

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Ich kenne von Monika Helfer den Roman "Bevor ich schlafen kann", mit dem sie auch auf Lesereise war. Sprachlich ist sie ja hervorragend unterwegs und steht ihrem Mann (Michael Köhlmeier) in nichts nach. Mit ihrem neuen Roman verhält sich die Sache umgekehrt: sprachlich sehr reduziert, mit knappen Sätzen erzählt sie eine eigenartige Geschichte, mit seltsamen Charakteren. Eine Schriftstellerin findet ein totes Baby auf einem Friedhof, den sie häufig besucht, um Kerzen auf das Grab ihrer Tochter zu bringen. Nach und nach kommt die traurige Wahrheit an die Oberfläche. Monika Helfer erschafft eine Welt, in der Unordnung herrscht, eine Welt, die auch wir zu kennen meinen. So seltsam Monika Helfers Worte uns auch anmuten mögen, umso eindringlicher wirkt dieser Roman in unseren Köpfen nach.
 

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Diesen Roman zu rezensieren ist keine leichte Sache. Wer möchte schon etwas über den Selbstmord des Vaters, der eine Frau und eine jugendliche Tochter mit vielen Fragen zurücklässt, wissen? Vor allem, wer hat das Bedürfnis darüber zu schreiben? Dass sich die junge österreichische Autorin gerne schwierigen Themen zuwendet, wissen wir bereits von ihrem Roman "Kindfrau". Sie bewältigt ihren Stoff aber bravourös - auch wenn man als Leser von diesem Buch immer wieder lassen möchte, - denn die Rückblenden, die Perspektivenwechsel, die Gedichte und die tagebuchartigen Aufzeichnungen erleichtern die Thematik. Nur offen bleibt die Frage, warum dieses Buch jemand lesen möchte und wem ich es weiterempfehlen könnte? Den Trauernden, den Zurückgelassenen, den Liebenden?
 

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Dieses Buch ist das ultimative Fan-Buch für alle Sherlock Holmes und Benedict Cumberbatch Liebhaber. Wer die Serie "Sherlock" kennt, darf dieses Buch nicht auslassen, denn die vielen Einblicke hinter die Kulissen des Drehs zeigen auf, mit welcher Leidenschaft, die damals noch unbekannten Regisseure diese Serie entwickelt haben. Aber nicht nur über die aktuelle Serie erfährt man hier alles Wissenswerte, sondern auch über die Gedanken und Ideen von Arthur Conan Doyle. Also ein wirklich lesenswertes und interessantes Buch.
 

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In diesem Fantasy Roman nimmt uns der junge Autor Stefan Bachmann mit auf eine Reise voller magischer Wesen. In England öffnet sich ein magisches Portal, durch das Feen in unsere Welt gelangen. Zu Beginn möchten sie wieder zurück in ihre eigene wunderschöne, märchenhafte Welt. Aber leider bleibt das Portal für immer verschlossen, also müssen die Feen in unserer Welt fußfassen und sie mischen sich unter die Menschen. Bald schon verlieben sich Feen und Menschen und gründen Familien. Doch ihre Kinder haben es nicht leicht. Sie werden hässliche Geschöpfe und viele von ihnen werden von den Menschen ermordet. Der Mischling Bartholemew Kettle spielt in diesem grandiosen Roman eine Hauptfigur. Stefan Bachmann überzeugt mit seiner klaren und detaillierten Schreibweise, und ich kann dieses Buch jedem Fantasy Leser wärmstens empfehlen.
 

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Wenn man hier einen typischen Stephen King erwartet liegt man falsch. Denn wie schon bei seinem Roman "Mr. Mercedes" probiert King sich hier in einem ganz anderen und für ihn untypischen Genre. Aber dennoch war es wieder einmal toll, ein Buch von ihm zu lesen und auch das Krimi schreiben liegt dem Bestsellerautor sehr gut. In dieser Geschichte geht es um einen berühmten Schriftsteller, der von einem besessenen Fan ermordet und ausgeraubt wird. Er erbeutete außer Geld auch noch nicht veröffentlichte Manuskripte des Kultautors John Rothstein. Der junge Morris Bellamy kann es kaum erwarten, diese zu lesen, als er wegen eines anderen Deliktes für viele Jahre hinter Gitter kommt und so den verlauf der Geschichte rund um die unveröffentlichten Werke Rothsteins nicht mehr beeinflussen kann. Trotz der vielen Verbrechen in diesem Kriminalroman kann man Stephen Kings Liebe zur Literatur auf jeder Seite spüren. Es ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, es ist auch das beste Werk von Stephen King!
 

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Seit Jahren warten Twillight-Fans auf weitere Geschichten der Erfolgsautorin. So überrascht Stephenie Meyer die Leser dieses Jahr zu ihrem 10. Jubiläum mit einer alten aber doch neuen Geschichte. Also dieselbe Story nochmal, nur dieses mal sind es Beaufort und Edythe, die in diesem Buch die Hauptrollen von Bella und Edward übernehmen. Die Autorin wollte wissen wie es wäre, wenn der Vampir eine Frau gewesen wäre und der Mensch männlich. Und so nimmt Stephenie Meyer uns erneut mit auf die Reise. Auch wenn man die Geschichte schon kennt bleibt sie dennoch lesenswert!
 

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Diese Autorin hat wirklich den Unterhaltungswert von Carlos Ruiz Zafon, das kann ich bestätigen. Natürlich geht es um eine kleine Buchhandlung (attraktiv für Buchliebhaber!) in Madrid, um ein nie veröffentlichtes Buch (geheimnisvoll!) und um eine Vorgeschichte (besonderer Schauplatz: Paris in den 20ger Jahren). Wir begegnen damals noch unbekannten Dichtern und Romanciers der Lost Generation, wir zelebrieren ihre Dekadenz, wir tauchen ein in die versnobte Welt des britischen Adels. Was mich überzeugt hat: "Als die Träume noch uns gehörten" ist ein Buch, das mir wieder gezeigt hat, wieso ich gerne lese und in eine andere Welt abtauche. Bei diesem Roman passt einfach alles!
 

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Schon der Titel dieser Kurzgeschichten-Sammlung ist treffend gewählt: glücklich sind sie alle, die schönen und geistreichen Frauen in Heinys Erzählungen , und das "vielleicht" schmuggelt sich recht aufdringlich dazwischen hinein. So verschwindet ein Liebhaber, oder der heimlich Angebetete erhört plötzlich die heftigen Gefühle, mal bekommt man das eine, will aber trotzdem das andere. Herrlich komisch verknüpft diese junge Autorin ihre Geschichten, indem immer wieder die Figur namens Maya auftaucht. Wir erleben Mayas Liebeschaos, wir müssen unglaublich oft lachen, weil das Happy End bei keiner Geschichte ausgelassen wird. Allen Lesern dieses Buches muss ich raten: tut euch selber was Gutes und genießt dieses Buch. Es macht glücklich, ohne vielleicht!
 

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Herzzerreißend ist wohl nur das Ende, angeblich haben da schon einige Leser geweint. Man muss die Bookerpreisträgerin aber verteidigen, denn sie ist sehr geschickt und hat ein Ende kreiert, das den Leser wieder versöhnt. Plötzlich versteht man die Zerrissenheit der vier Kinder, wieso sie mit ihrer Mutter, die doch alle am Ende wieder vereint, nicht zurechtkommen. Denn Rosaleen hat "den Dingen zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt", eigentlich hat sich immer alles um sie selbst gedreht. Enright schafft im ganzen Roman eine Atmosphäre, der man als Leser nicht entkommen kann. Auch wenn sie manchmal nervt, mit sinnlosen Klischees die Charakter der Kinder belegt, die Sätze vor Allgemeinheit langweilen, zur Seite legt man diesen Roman trotzdem nicht. Auch wenn der Roman kein Klassiker wird, sich die Autorin nicht so sehr für den Verlauf der Geschichte interessiert, so kratzt sie doch immer wieder an den Wahrheiten des Lebens.
 

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Selten höre ich klassische Musik oder Streichmusik, Aber trotzdem ziehen mich Bücher, in denen Musik eine große Rolle spielt, magisch an. Magie, die sich entfaltet, und Musik, die man glaubt vergessen zu haben, zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch von Anna Enquist! Und diese Musik ist schön, obwohl die vier Hauptpersonen innerlich zerrissen sind, und sie ihre Stimmungen nicht immer so gut im Griff haben wie ihr Instrument. Die Bratsche, die erste und zweite Geige, das Cello : mit Bach wird bei jeder Probe begonnen, doch die Krönung ist das Dissonanzquartett von Mozart. So schön wie dieser Roman kann auch das Leben manchmal sein!
 

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Ein richtiger Donald Duck Fan lässt auch dieses Buch nicht ungelesen und wird prompt in die bunten und flippigen 70ger Jahre entführt. Neben lustigen Geschichten über Donald Duck, Onkel Dagobert, Daisy und Co findet man vor jeder Geschichte wissenswerte Fakten über die 70ger Jahre. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf dem Verlauf der Comicgeschichte, welche Comics zu dieser Zeit begehrt waren und wie sich alles weiterentwickelt hat. Auch Micky und Goofy dürfen nicht fehlen und erleben wie immer interessante Abenteuer. Ob Groß oder Klein, jeder Donald Duck Fan kommt auf seine Kosten!
 

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Beim Lesen dieses Romans ist mir wieder eingefallen, woher ich diesen Autor kenne. Mit seinem ersten Buch "Alle meine Wünsche" hat er bereits 2012 einen Bestseller gelandet. Und er hat sich gesteigert, nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. Er verfügt über ein besonderes Talent, Überraschungsmomente einzubauen, die den Roman noch intensiver und berührender machen. Seine Charaktere wirken lebensecht und man kann gut nachvollziehen, dass sich sogar Stars dazu veranlasst fühlen, Delacourt zu verklagen, weil sie sich selbst in seinen Büchern erkennen (siehe Klage von Scarlett Johansson!). Ein besseres Kompliment kann der französische Autor nicht bekommen, außer sein 5. Roman wird nächstes Jahr wieder für den Prix Concourt nominiert!
 

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Karen Rose spinnt um ihre neuen Hauptfiguren Faith Corcoran und Deacon Novak eine sehr spannende Familiengeschichte, die sowohl tiefe Abgründe und Geheimnisse offenbart als auch die neuen Serienprotagonisten und ihr Umfeld einführt. Der Thriller ist sehr spannend geschrieben, bedient auch Fans von knisternden Liebesgeschichten nicht zu knapp und macht Vorfreude auf weitere Bände.
 

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Der Roman "Runa" spielt in einer psychiatrischen Abteilung der Salpetriere Klink in Frankreich. Zeitlich festgesetzt ist der Roman um 1890, so hat er auch manch historische Züge, einige Stellen des Buches erinnern an fiktive Gruselgeschichten, nur damit die Autorin sie dann doch wieder geschickt ins reale umkehrt. Vera Buck hat ein Talent dafür, einem eine Gänsehaut zu bescheren, und sie sorgt für viele schlaflose Nächte. Meiner Meinung nach ein gelungenes Erstlingswerk, das sich nicht wirklich in ein einziges Genre pressen lässt. Ein Tipp: Essen beim Lesen besser bleiben lassen, da wird einem doch flau im Magen!
 

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Endlich habe ich das langersehnte Buch in den Händen und bin sprachlos. Es ist ähnlich aufgebaut wie der erste Band – zumindest was die Chronologie der Erlebnisse angeht und doch wieder vollkommen anders. Viel besser als die anderen zusammen und seit langer Zeit mal wieder ein Buch in dem glaubhaft vermittelt wird was Frau sich von ganzem Herzen wünscht. Mit diesem Buch wird man in jederbeziehung Aufmerksamer und offener für sein Gegenüber und lernt über den Tellerrand zu sehen. Ein Buch zum mitlachen, mitweinen und mitärgern - so sehr ging mir die Geschichte von Kellan ans Herz.
 

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Bereits mit "Torstraße 1" hat diese Autorin auf sich aufmerksam gemacht. Der neue Familienroman ist bereits im Herbst erschienen, doch jetzt ist die richtige Jahreszeit um sich auf "Wintergäste" einzulassen. Weihnachten und der Jahreswechsel steht vor der Tür, die Familie kommt zusammen, die Feindseligkeiten und Konflikte sind vorprogramiert. Die Großmutter stirbt und 3 Generationen schneien ins Haus. Sehr unterhaltsam erzählt Sybil Volks, wie jeder seine Sehnsüchte, seine Ansprüche in dem Haus ausbreitet und wie sie sich einnisten, wie die Vögel, die sich doch nicht für den Süden entscheiden und bleiben. Ein Familienroman, der wie ein Sturm über uns kommt und die Leser zufrieden zurücklässt!
 

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Die Welt der Tanzenden wird immer wieder in Filmen und Büchern thematisiert. Tanzen ist kein Hobby, keine Karriere, es ist eine Lebenseinstellung, nur im Tanz findet der Wandel statt. Im Tanz kommt alles zum Ausdruck: Die Hoffnung, die gemischten Gefühle, es ist eine Sprache, die manchen Menschen gegeben ist. Und Maggie Shipstead findet in "Dich tanzen zu sehen" einen Weg, die Dramen, die sich im Leben von Joan abspielen, tänzerisch und spielerisch umzusetzen. Eine schöne Lektüre, die berührt und dem Leser erhabene Momente bietet!
 

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Dieses Jahr ist der Jury eine literarische Sensation gelungen: Eleanor Catton ist die jüngste Booker-Preisträgerin aller Zeiten! Der Roman ist 1000 Seiten stark und spielt in Neuseeland zur Zeit des Goldrausches 1866. Die junge Preisträgerin unterrichtet kreatives Schreiben in Auckland und hat ein Werk erschaffen, das alle Stücke spielt: es gibt Geheimnisse, das Schicksal entfaltet sich auf mysteriöse Weise, es wird gemordet, gestohlen, Opium geraucht und gespielt. Eleanor Catton lässt eine spannende Welt in Ihrem großartigen Roman auferstehen!
 

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Wer Niki Glattauer schon mal bei einer Buchpräsentation erlebt hat, weiß, dass er aus Erfahrung spricht, denn er ist Lehrer und Vater. Und natürlich kann er auch schreiben, mit Humor und ohne frustriert das Handtuch im Schulalltag zu werfen. Denn es stimmt, Kinder können nerven, und davon wissen nicht nur die Eltern, sondern auch die Lehrer zu berichten. Und was eignet sich besser als ein Mitteilungsheft, um die Kommunikation zwischen den Erziehungsberechtigten und den Erziehungsbeauftragten festzuhalten? Ein Mitteilungsheft, wundervoll illustriert von Verena Hochleitner. Unbedingt beide Mitteilungshefte lesen und mitlachen! Es ist das perfekte Geschenk für Lehrer, Väter und Mütter!
 

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Mit ihrem Roman “Milchsblut” ist Clara Weiss ein kriminalistisches Meisterwerk geglückt. Dieses Buch ist schon von Beginn an spannungsgeladen und zwingt einen zum Weiterlesen. Die Protagonistin Elvira Holzer wohnt auf einem Bauernhof in einen abgelegenen kleinen Dorf. Plötzlich verschwindet ihre Nachbarin und beste Freundin Resi spurlos. Dies ist der Auftakt zu einer grauenvollen Mordserie. Dann bricht der Winter über das Dorf herein, und Elvira ist mitsamt ihrer Familie, einem Feriengast und dem Dorfpfarrer von der Außenwelt abgeschnitten. Und das Morden geht weiter… Dies ist der erste Kriminalroman von Clara Weiss und hoffentlich nicht der letzte!
 

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Der diesjährige Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels berichtet aus Krisengebieten in der arabischen Welt und ihren Randgebieten, die teilweise nicht mehr im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen. Die Bilder, die er zeichnet, sind zutiefst menschliche Alltagsskizzen aus Regionen, in denen das Grauen alltäglich geworden ist. Wo man Verbitterung, Angst und Hass erwarten würde, blitzt immer wieder Humor, Humanismus und tiefe Weisheit in den Interviews auf. Als Leser erhält man auf unaufdringliche Weise einen guten Einblick in die Hintergründe der aktuellen Flüchtlingstragödie. Nachdenkliches für den Advent!
 

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Ein alter Mann wird ermordet in seinem Bett aufgefunden. In seiner Wohnung finden sich alte Zeitungsausschnitte über einen Kriminalfall, der sich in den 40er Jahren in Reykjavik ereignet hat. Der pensionierte Polizist Konrad ermittelt in diesem historischen Mordfall und macht eine erstaunliche Entdeckung nach der anderen. Indridason verwebt raffiniert zwei Kriminalfälle und lässt das Island der 1940er Jahre wieder auferstehen - spannend, atmosphärisch dicht und absolut lesenswert!
 

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Das Buch "Chic" ist nicht nur ein toller Moderatgeber für jede Frau, sondern man lernt auch so einiges über die Entwicklung und die Geschichte der Mode. Ich würde dieses Buch jeder Frau empfehlen, die Interesse an Mode hat, denn man kann sich viele hilfreiche Tipps aus dem Buch holen und wird meiner Meinung nach auch sehr inspiriert. Die Autorin Katharina Blansjaar hat hier einen guten Ratgeber geschrieben, der auch sprachlich sehr schön ist und auf keiner Seite langweilig wird. "Chic" ist außerdem auch wunderschön illustriert, was wir dem talentierten Zeichner Daniel Müller zu verdanken haben.
 

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Der Mayakalender wurde falsch interpretiert, er sollte nicht das Ende der Welt darstellen, sondern den Beginn einer neuen Ära, der Ära der neuen Alten Götter. Das neue Buch des Erfolgsautors ist eine Mischung aus Fantasy und Krimi. Es steht zwar eigentlich im Hintergrund, aber für mich war interessant zu lesen, wie es wäre, wenn die Alten Götter wieder herrschen und unser Gott, Allah und Jahwe die einzigen sind, die nicht zurückkehren. Die drei Weltreligionen werden daher zu Sekten ohne Gott. Geschrieben wird aus drei verschiedenen Sichten, einmal aus der des Interpolermittlers Malleus, seiner Sekretärin und einem Mann, der Malleus verfolgt und ihm immer wieder das Leben rettet. Das Interessante an dem Schreibstil von Heitz ist, dass er es schafft, durch sein Schreiben die Charakterzüge der Protagonisten herauszuheben. Somit ist alles dabei: Ernsthaftigkeit, Chaos und teilweise auch triefender Sarkasmus. Meiner Meinung nach ein gelungenes Buch , das ich jedem Fantasy Liebhaber durchaus empfehlen kann.
 

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Im Klappentext wird dieses Buch als eine Provokation bezeichnet, doch ist es für mich ein Tabu-Thema, über das der Autor schreibt. Er sagt selbst, dass ihm oft die Worte fehlen, dass ihm die Sprache abhanden gekommen ist, und doch ist ihm mit diesem Buch etwas Besonderes gelungen! Mir war das Leiden der Prostata-Erkrankten nicht bewusst, da wirklich kaum ein Mann darüber redet. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, nicht nur Männern, sondern auch Angehörigen, denn so brutal es klingt, uns fehlt diese Intimität und Offenheit, wir können uns nicht mehr in kranke Menschen hineinversetzen, auch wir finden keine Worte für "Krebs", für "Inkontinenz", für den Verlust der Männlichkeit. Ist das Werk lyrisch? Ist es eine Liebeserklärung? Ja, das ist es. Mich hat es schockiert und für diese Betroffenheit finde ich selber keine Worte mehr.
 

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"Moby Dick" dürfte als Klassiker ein Begriff sein, doch hat ihn deswegen auch jeder gelesen? Diese Graphic Novel hat mich dazu bewegt, mich mit Herman Melville näher auseinanderzusetzen. Der Roman beschreibt die Abenteuer der Besatzung des Walfangschiffes Pequod, dessen Kapitän Ahab sein Bein durch den Wal verloren hat und der jetzt blind vor Hass und voller Rachegelüste den Pottwal jagt. Aufgrund der schwarz/weiß gehaltenen Zeichnungen von Christophe Chaboute erhält dieses Buch noch eine zusätzliche Düsterheit, die perfekt zu dieser Geschichte passt. Ein wirklich tolles und lesenswertes Buch, das von dem mehrfach ausgezeichneten Illustrator Christophe Chaboute wundervoll gezeichnet wurde. "Moby Dick" ist zwar die erste Graphic Novel, die ich gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht die letzte.
 

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Der Gräfe und Unzer Verlag hat hier ein wirklich tolles Buch herausgebracht: von dem bekannten und sympathischen Koch Steffen Henssler, der den meisten ja durch seine Kochsendung "Grill den Henssler", die sogar dieses Jahr den Publikumslieblingpreis "Bambi" gewonnen hat, bekannt sein dürfte. In dem Buch findet man nicht nur über 70 tolle Rezepte sondern auch Tipps und Tricks, die beim Kochen helfen, welche Gewürze man verwenden soll oder wie man die besten Saucen und Dips macht und vieles, vieles mehr ist hier einfach und übersichtlich beschrieben. Eingeteilt ist dieses Kochbuch in Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen. Schon beim Ansehen der schönen Fotografien bekommt man großen Appetit und Lust aufs Kochen. Mir haben es besonders die leckeren Nachspeisen angetan, da es wirklich viele und außergewöhnliche Desserts sind, die man hier findet. Meiner Meinung nach ist das ein Kochbuch, das in keinem Haushalt fehlen darf, da es wirklich leckere und schnell zu kochende Rezepte beinhaltet.
 

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Schlechte Stimmung beim "katholischen Bullen" in Belfast: Ein scheinbar einfacher Fall von Doppelmord und anschließendem Selbstmord entpuppt sich wie so oft in Nordirland als komplexe Geschichte mit vielen politischen Verstrickungen bis in die höchsten Kreise. Alle haben Angst, niemand kooperiert, Informationen gibts nur gegen entsprechende Absicherungen. Sean Duffy ermittelt gewohnt lässig, selbstironisch und unerbittlich. Er lässt sich von niemandem einschüchtern, sondern geht mit Elan auf vollen Konfrontationskurs. Adrian McKinty erfreut seine LeserInnen wieder mit scharfzüngigem Witz und messerscharfer Analyse der Zustände in Nordirland. Wer gerne abseits des Mainstream liest, sollte sich dieses Gustostückerl nicht entgehen lassen.
 

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In dem Thriller "Mörderhotel" schreibt Wolfgang Hohlbein über den wohl grausamsten Serienmörder in der Geschichte. Kein Wunder, dass die Geschichte demnächst verfilmt werden soll - mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle als Hermann Webster Mudgett. Schon das Buch war für mich ganz großes Kino. In über 800 Seiten hält Hohlbein die Spannung stets aufrecht und es wird auf keiner Seite langweilig. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann es nur weiterempfehlen. Es ist allerdings nichts für schwache Nerven, denn teilweise ist es wirklich brutal und blutig, der Autor geht stellenweise mehr als notwendig gewesen wäre ins Detail. Trotzdem ein absolutes Muss für alle Hohlbein Fans!
 

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Hier hat Sebastian Fitzek sich wieder einmal selbst übertroffen. Indem Thriller "Das Joshua- Profil" widmet er sich zwei brisanten Themen: Kindesmisshandlung und Predictive Policing (die Polizei arbeitet vermehrt mit Computer Programmen, die ein Verbrechen schon erkennen sollen bevor es passiert), was schon lange nicht mehr reine Science Fiction ist sondern schon in mehreren Staaten angewendet wird. Max Rhode, der Protagonist in diesem Buch, ist Autor und Vater und überzeugt davon, verrückt geworden zu sein, da gerade sein ganzes Leben zusammen bricht. Alles gerät aus den Fugen und die Sache ist am Ende viel größer als sie am Anfang zu sein scheint. Intrigen, Lügen und Gaunereien beherrschen diesen tollen Roman. Sebastian Fitzek führt seine Leser wieder einmal gekonnt in die Irre und überrascht zum Finale mit einer spannenden und ungeahnten Wendung, die einem den Atem raubt. Ich würde jedem Thrillerfan dieses Buch ans Herz legen und zum Abschluss noch einen kleinen Zusatz Tipp: wenn man diesen Thriller gelesen hat, kommt man nicht umhin, auch das Buch "die Blutschule", von Max Rhode, zu lesen, das ebenfalls aus Fitzek´s Feder stammt.
 

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In Erwartung einen zum Schreien komischen Roman in den Händen zu halten, begann ich aufgeregt zu lesen. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt. "Mieses Karma Hoch 2" ist ein herzerwärmender Roman, der uns Lesern die wahren Werte in unserer schnelllebigen Zeit auf eine charmant-lustige Schreibweise näher bringt.
 

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Bereits der Klappentext verrät mehr über den Schreibstil dieses Romans. Teilweise habe ich mich als Leserin entlarvt gefühlt, da ich nicht nur viel lese, sondern auch Arztserien, wie "Grey's Anatomy" oder "Emergency Room" gut kenne. Maylis de Kerangal schreibt eine Reportage über ein Krankenhaus, indem bei einem junger Mann nach einem Unfall der klinische Tod festgestellt wird und die Angehörigen und Ärzte mit dem Thema Organtransplantation konfrontiert werden. Das Buch verspricht einen "Strudel an Emotionen", dem die Protagonisten innerhalb von 24 Stunden ausgesetzt werden. Wie gehen alle Beteiligten mit dieser Situation um? Nicht nur die Gefühlswelt, auch die wissenschaftlichen Beweggründe spielen eine Rolle und am Ende versteht man, wieso die Autorin in Frankreich sieben renommierte Publikumspreise erhalten hat.
 

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6 Jahre lang habe ich sehnlich gewartet, bis endlich der neue, der letzte Roman von Barbara Vine erscheint – zählt sie doch zu meinen Lieblingsautorinnen. Ihr (wie ich finde) bestes Buch „Heuschrecken“ habe ich mindestens 10x gelesen. Und jetzt also „Kindes Kind“. Maud ist erst 15, als sie ungewollt (und unverheiratet!) schwanger wird. Ein Skandal um 1930 herum! Um ihr die Schande zu ersparen und um seine homosexuellen Neigungen zu vertuschen, gibt sich ihr Bruder als ihr Ehemann aus. Das hat natürlich allerlei tragische Verwicklungen zur Folge. Genau wie auch bei Grace, deren kompliziertes Dreiecksverhältnis mit ihrem Bruder Andrew und dessen Partner James, die äußere Rahmenhandlung bildet. Die Parallelen - ungewollte Schwangerschaft, heimliches Begehren, vertuschte Familiengeheimnisse und ein Verbrechen - verbinden die beiden Erzählstränge. Und doch schienen mir beide etwas unausgegoren, auch die jeweiligen Enden waren mir zu abrupt. Aber möglicherweise war das auch Absicht? Mein Fazit: Sicher nicht das beste Buch von Barbara Vine, aber einige Stunden kurzweiligen Lesegenuss bietet „Kindes Kind“ allemal.
 

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Endlich wieder ein neues Buch mit dem Ermittlerduo Marina Esposito und Phil Brennan - Spannung ist garantiert! In Birmingham, dem neuen Lebensmittelpunkt von Esposito und Brennan, spielt sich Schreckliches ab. Eine Serie von grauenhaften Morden hält die Ermittler in Atem. Ein gestörter Psychopath, perverse Sexspiele und der mysteriöse Psychologe Gwilym sorgen dafür, dass man diesen Thriller nicht mehr aus der Hand legen möchte. Tania Carver hat es wieder einmal geschafft, durch Hochspannung und sprachliche Fertigkeit zu glänzen. Diesen Roman kann ich von ganzem Herzen weiterempfehlen!
 

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Es herrscht Weltuntergangsstimmung, der Krieg herrscht über dem Land, Anarchie und Zerstörung treiben Jakob dazu, sich an die Idylle in der Gartenkolonie, weit weg von der Stadt, zu erinnern. Valerie Fritsch zeichnet Traumbilder, die es wohl nie in der Form gegeben hat und die es vielleicht nie wieder geben wird. Schön wie Geigen ist ihre Sprache, man tritt ein in ein Gewächshaus, versucht sich von den grausamen Kriegsbildern loszulösen. In dieser Zeit finden sich zwei Liebende, doch verharren auch sie schlussendlich in diesem Garten, ohne dass über eine gemeinsame Zukunft gesprochen wird. Ich kann Valerie Fritsch zu ihrem ersten Roman von Herzen gratulieren!
 

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Ich kenne diesen Autor bereits von seinem bekannten Werk "Das Regenorchester", könnte mich aber nur noch daran erinnern, dass mich seine Sätze fasziniert haben. Die Schweizer sind großartige Komponisten der Sprache, jeder Satz bringt eine Seite im Leser zum Klingen, die er schon verdrängt hat. Schertenleib stellt Fragen übers Leben, über die Liebe, über die Welt, in der wir leben, und man wird ihn nie leid. Das Ende ist trotzdem überraschend, die 3 verschiedenen Zeitebenen lösen sich auf und runden diesen ausgezeichneten Roman gekonnt ab!
 

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Volker Reiche hat dieses liebevoll ausgestattete Büchlein illustriert und es ist ein schönes Mitbringsel für jeden Katzenfreund. Ein schönes Mitbringsel für jeden Katzenfreund. Die Geschichten, Gedichte und Betrachtungen einer bzw. vieler Katzen sind in einen warmherzigen Erzählton geschrieben. Eva Demski wurde für ihre literarischen Werke mehrfach ausgezeichnet. Auch Volker Reiche erhielt mehrere Preise als bester deutschsprachiger Comic-Künstler.
 

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Schon sehr jung sehnte sich Matt Graham zur Rückkehr zur Natur. Er erzählt von seinem 1. Abenteuer im Yosemite Nationalpark bis hin zur Erwanderung des Südwesten der USA. Er beschäftigt sich mit der Lebensweise von Ötzi, baut sich seine Jagdausrüstung selbst und ist mit der Natur eins. Der Wanderer wird wachsamer und seine Sinne werden geschärft, wenn er mit der Natur auf du und du ist. In diesem wahren Erlebnisbericht erzählt uns der moderne Jäger und Sammler, wie Abenteuer und Spiritualität in der wilden Natur eins werden und wie belastbar der menschliche Körper ist, wenn man an seine Grenzen geht. Das Buch bietet 5 Überlebensregeln, ist aber kein Überlebensbuch. Seine breite Palette von Erfahrungen, Ideen und Überzeugungen sind für den Leser informativ. Toll, dass er uns bei seiner Lebensreise ein Stück mitnimmt!
 

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Jamie Oliver schreibt diesmal ein kalorienbewusstes, gesundes Kochbuch. Anfangs war ich skeptisch, doch die Gerichte sind lecker und lassen sich gut nachkochen. Aufgeteilt ist das Kochbuch in Frühstück, Mittag- und Abendessen - sehr übersichtlich, wie immer ansprechende Fotos und gute Beschreibungen. Meine persönlichen Empfehlungen: Müsliriegel: hab schon viele Rezepte ausprobiert, dieses aber ist perfekt (Wermutstropfen, sie halten sich nicht lange) Süsskartoffelmuffins: stehen zwar unter Frühstück, passen aber wunderbar als Snack bei einem Spieleabend.... Schlanke Carbonara: köstlich, die Bezeichnung Carbonara ist sehr mutig, da Erbsen und Mandeln darin vorkommen, aber die Raffinesse liegt in der Eiermischung, hier wird Joghurt verwendet!!! Köstlich!!! Jedem Gericht ist der Gehalt an gesättigten Fetten, Eiweiß, Kohlenhydraten, Zucker und Ballaststoffen sowie die Kalorien und Zubereitungdauer angefügt. Ein modernes, inspirierendes, gesundheitbewusstes Kochbuch, empfehlenswert nach einigen Schlemmertagen, ohne dabei das Gefühl zu haben, in einem "Diätkochbuch" zu blättern.
 

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Gehören Sie zu den Menschen, die Weihnachten vorbehaltlos lieben? Oder beschleicht Sie Jahr für Jahr eine leise Angst bei der Aussicht auf mehrere Tage im trauten Kreise ihrer Lieben? Elli Berger jedenfalls liebt Weihnachten und unternimmt sämtliche Anstrengungen, das perfekte Fest für ihre Familie zu inszenieren. Dazu gehört auch, dass sie und ihr Mann Robert den drei erwachsenen Kindern das glückliche Ehepaar vorspielen, obwohl sie seit Jahren getrennt leben. Doch ihre neuen Partner wollen sich das dieses Mal nicht mehr gefallen lassen, und so kommt es zum großen Eklat, als endlich alle unter einer Tanne versammelt sind. Bisher kannte ich Lo Malinke nur als Mitglied der großartigen Kabarett-Gruppe Malediva. Von daher war klar, dass er mit seinem ersten Roman eine turbulente Familienkomödie mit allerlei Wortwitz und bissigem Humor liefern würde. Gleichzeitig entlarvt er aber auch gekonnt die vermeintlich perfekte Familie mit all ihren Lebenslügen. Das erheitert den Leser, regt aber auch zum Nachdenken an. Denn geht man nicht auch selbst gerade zu Weihnachten so manchen Kompromiss ein und verschweigt die eine oder andere unangenehme Wahrheit?
 

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So gut steht es für Marius Brand nicht wirklich: als Komponist erfolglos, bei den Frauen noch mehr, trinken tut er dafür umso exzessiver! Schnell ändert sich seine Situation mit der Entdeckung eines alten Musikstücks. Dessen Wirkung erschließt sich ihm schnell und bald ermittelt auch die Polizei. Krauser spart nicht an Wortwitz, sarkastischer denn je spielt er mit dem Leser. Das ganze Buch ist seine Bühne, mal glaubt man ihn zu verstehen, schon kommt ein Dämon mit ins Spiel. Nebenbei erfährt man viel über Musik, über die Herkunft dieser Oper, über den Autor an sich. Überraschend ist der Schluss, man weiß als Leser nicht ganz, ob man belohnt oder betrogen wurde. Typisch krausersche Manier!
 

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Mit "Flüchtiger Glanz" von Joan Sales legt der Hanser Verlag einen Klassiker der katalanischen Literatur des 20. Jahrhunderts erstmals auf Deutsch vor. Es ist die packende Geschichte über drei junge Menschen im Spanischen Bürgerkrieg, die das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven beschreiben. Es geht um Liebe, Freundschaft, Verrat, Glauben, Überzeugungen und Werte in Zeiten des Krieges, geschrieben in klassisch schöner Prosa. Ein wahres Geschenk für Literaturgenießer!
 

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Endlich wieder eine neue Vargas: Familiengeheimnisse, obskure Geheimbünde, interne Querelen - Adamsberg hat alle Hände voll zu tun, um Licht ins Dunkel zu bringen. Mit ihrem Sinn für Humor und ihrem untrüglichen Sinn für Dramaturgie und Spannung sowie ihrer großen Liebe zu ihren Figuren schenkt uns Fred Vargas wieder ein Krimivergnügen erster Güte. Da kann auch der etwas seltsam anmutende Titel der deutschen Ausgabe nichts dran ändern!
 

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Andrea DeCarlo setzt uns in seinem neuen Roman auf einer kleinen Vulkaninsel südlich von Lampedusa aus. Selbstverständlich sind wir nicht allein in der Wildnis, sondern wir befinden uns in einem Luxusresort und sind umgeben von internationaler Hochfinanz, einem Hollywoodstar, einem selbsternannten Guru, einem Sternekoch, einem Stararchitekten, einer verdeckt arbeitenden Hotelkritikerin und einigen dienstbaren Geistern. Später gesellen sich noch ein Parlamentsabgeordneter und einige russischen Milliardäre dazu. Alle haben massive Probleme und nutzen die abgeschirmte Lage für ihre Zwecke. Der Autor führt seine Protagonisten mit gnadenlosem Spott vor, lässt sie auf dem Vulkan tanzen und schließlich in einem furiosen Showdown untergehen. Das Buch verlangt einen langen Atem (schließlich sind über 1000 Seiten zu bewältigen), doch ist die Lektüre dermaßen unterhaltsam, dass man sich nie gelangweilt fühlt!
 

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Wer kennt ihn nicht, den bekanntesten Fantasyautor des deutschsprachigen Raumes. Diesmal im Gepäck: Hermann Webster Mudgett. Beruhend auf einer wahren Begebenheit führt uns Hohlbein in die Fänge eines Serienmörders. Das Buch zieht einen sofort in den Bann, da Hohlbein weiß, wie er die Leser schockieren, fesseln und zum Schmunzeln bringen kann. Er verleiht dem charmanten Massenmörder Mudgett einen so charismatischen Charakter, dass er mich noch bis in meine tiefsten Träume verfolgt. Ich schätze, dass es vielen Lesern dieses Krimis gleich ergehen wird.
 

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Emmas Territorium ist Wien, das ihres Mannes Samuel eigentlich Nicaragua. Trotzdem lebt Sam in Österreich, bis ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters erreicht. Beide fliegen in Sams Heimat, und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Soll Emma in Managua ihr Kind bekommen und dort bleiben? Zweifel plagen sie, denn soll sie auch ihre berufliche Karriere an der Universität zurücklassen? Die Kluft zwischen den beiden wird immer größer, und bis zum letzten Satz bleibt die Spannung aufrecht: Wird Emma bei Sam bleiben?
 

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Dieses Buch habe ich ausgewählt, weil mir die Autorin bereits mit ihrem Roman "Hinter dem Mond" positiv aufgefallen ist. Überrascht hat mich ihre freche und eigensinnige Sprache, die mich oft zum Lachen gebracht hat. Kiani schreibt für Lifestyle-Magazine und Tageszeitungen und trifft in "Die Susi-Krise" genau den Nerv der Zeit. Vieles hat man bereits geahnt, dass es nicht so leicht zusammengeht, dass Mann und Frau doch sehr unterschiedlich sind, doch diese Journalistin deckt so manche Unarten der Geschlechter auf, die noch niemand so treffend formuliert hat. Ein Muss für Männer und Frauen, die in der Krise stecken!
 

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Dieser literarische Liebesroman bringt uns zurück in eine Zeit der Denker und Aufklärer, Holland der 1630ger Jahre. René Descartes ist auf dem Weg zum Erfolg, doch noch steht er im Schatten anderer Veröffentlichungen und ist noch nicht Frankreichs großer Denker! Helena Jans van der Strom, die als Magd für Descartes arbeitet, hat wirklich über Jahre Descartes begleitet und geliebt. Ihre Sichtweise, ihre Neugier, ihr Wissensdurst fazinieren den Leser, diese junge Frau wirkt glaubhaft und vermittelt uns einen ganz anderen, faszinierenden Blick auf den Wissenschaftler. Dieser historische Roman beschreibt das Goldene Zeitalter in Holland, wir können die Atmosphäre spüren und diese starke Geschichte lässt uns lange nicht mehr los!
 

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Mit diesem Satz beginnt eine Geschichte, die sich niemand vorstellen kann. Die schwedische Autorin interessiert sich für eine Randgruppe, die Roma, die in den Konzentrationslagern noch grausamer als die Juden verfolgt wurden. Erst kürzlich wurde mir bewusst, als ich von einem Roma-Denkmal in Berlin - das verschandelt wurde - gelesen habe, dass es noch viele Gruppen gibt, die ausgestoßen und diskriminiert werden. Mir ist beim Lesen ganz anders geworden, als würde der Leser das Erzählte selber erleben. Das ist ein Buch, das niemand auslassen darf, hervorragend geschrieben und einzigartig in seiner Art.
 

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Mit "Die dunkle Seite der Liebe" - 1400 Seiten! - wurde Rafik Schami richtig berühmt. Doch sein Meisterwerk ist jetzt "Sophia, oder Der Anfang aller Geschichten". Dieser Autor, der sich seit seinem Exil 1971 zwischen zwei Welten bewegt, und auch scharfzüngige Antworten für aktuelle Krisen parat hat, weiß, dass auch die Europäer für orientalische Geschichten ein offenes Ohr haben. Er vermittelt und begründet, er ist ein Geschichtenerzähler, der mutig seine Gedanken äußert zur Orient-Problematik und doch nie die Macht der LIebe und den Zauber seiner arabischen Heimat, wo Christen und Muslims einen düsteren Alltag bestreiten, aus den Augen verliert. Es ist der Blick eines Heimkehrers, der Jahre das Leben eines Immigranten geführt hat und große Enttäuschungen im Heimatland erlebt. Nicht nur die Liebe, sondern auch Geschichten verbindet die Menschen - wir brauchen mehr Autoren wie Rafik Schami, eigentlich hätte er den Literaturnobelpreis erhalten sollen.
 

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Der dritte Roman der Skandalautorin Charlotte Roche hat mich nicht überrascht. Alles in allem beschreibt sie erneut eine gescheiterte Frauenfigur. Inhaltlich geht es um Alkohol, Drogen und um Tablettensucht, und einem Ehemann, der es nicht schafft, seine gestörte Frau zur Räson zu bringen. Das gemeinsame Kind wird völlig vernachlässigt. Roche schreibt über Angststörungen, intime Beziehungen zum Kindermädchen und ekelhafte Fantasien. Empfehlen kann ich dieses Buch nicht, doch das war bei den ersten beiden Romanen von Charlotte Roche genauso. Auf weitere Romane von ihr kann man gut verzichten - oder auch nicht!
 

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Wenn Sie in der nächsten Zeit vorhaben, eine Kreuzfahrt zu machen, dann lesen Sie dieses Buch nicht. In dem Thriller "Passagier 23" nimmt uns Sebastian Fitzek mit auf eine tödliche Schiffsreise, die spannender nicht sein könnte. In dem Buch geht es um den ehemaligen Polizeipsychologen Martin Schwartz, dessen Familie vor Jahren bei einer Kreuzfahrt verschwunden ist. Seit dem Vorfall leidet er unter großen Depressionen und verliert seinen Lebenswillen. Als er einen Tipp für die Aufklärung zum Tod seiner Familie bekommt, macht er sich an Bord der "Sultan of the Seas" auf die Suche nach Hinweisen, bei der er selbst in tödliche Gefahr gerät. Wieder einmal schafft es Fitzek, den Leser mitzureißen und man kann - einmal angefangen - gar nicht mehr aufhören.
 

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Die beiden Autoren, die seit 25 Jahren Bestseller im spirituellen Bereich schreiben, möchten dem Leser auf amüsante Weise den Lebensrhythmus einer Schildkröte näher bringen und uns zeigen, wie wir das Dasein in unserer gestressten Zeit endschleunigen können - was ihnen durchaus gelingt. Mit Orientierungslosigkeit, Ängstlichkeit oder Hektik besser umzugehen, all dies und noch mehr können wir von Kurma (Schildkröte) anhand von Gesprächen lernen. Sie führt uns auf den Weg zu mehr Gelassenheit und einem zufriedenen Jetzt. Das Buch ist in einzelne Themenbereiche eingeteilt, so kann man immer wieder nach Lust und Laune darin Kapitel heraus picken, grade wozu man Lust hat. Für Menschen, die sich gerne immer wieder Gedanken über ihren Lebensstil machen!
 

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Ein Jahr ohne Schuhe? Ja, es ist möglich! Die erfolgreiche Autorin besitzt 200 Paar Schuhe und beschließt ein Jahr ohne Schuhe zu leben (gehen). Gar nicht so einfach auf Reisen, Lesungen, Restaurantbesuchen.....Jedes Monat erzählt sie über Ihre Erfahrungen, Reaktionen und Gespräche,....Sehr faszinierend. Unseren leidgeplagten Füßen sollten wir wieder mehr Aufmerksamkeit und Freiheit schenken! Ich liebe dieses Buch. Einen Selbstversuch starte ich vorerst zu Hause, wer weiß wie es weitergeht?
 

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Der britische Verhaltenspsychologe bringt uns die Macht des Schlafes näher. Warum wir in Farbe oder Schwarz/Weiß träumen? In 8 Lektionen erhalten wir dies und andere interessante Themen verständlich erklärt. Sei es die Kraft des Nickerchens oder die Fähigkeit, wieder wie ein Baby zu schlummern, alles kann man wieder erlernen. Besonders hervorheben möchte ich die Aufgaben, die nach jeder Lektion angeführt sind. Diese nehmen zwar etwas Zeit in Anspruch, geben aber durchaus interessante Einblicke in unseren Schlaf. Interessant geschrieben, gibt Anregung, seine Schlafgewohnheiten zu überdenken und zeigt den Weg zu einem besseren Schlafgefühl. Nicht nur für Schlechtschläfer, sondern für jeden Menschen der gerne gut schläft;
 

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Burger waren schon immer in meinem Kochrepetoire zu finden. Jetzt musste Abwechslung her und mit Better Burger gefunden! Ein kreatives, innovatives, übersichtliches Burgerbuch. Die Rezepte sind gut zum Nachkochen, mit Zutaten, die man meistens zu Hause hat. Besonders zu erwähnen sind die köstlichen Buns und Saucen, alles einfach zum Zubereiten, auch für Kochanfänger. Jedem Burgerfan kann ich dieses Buch nur empfehlen!
 

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Eine Frau springt. Jamal ist dabei. Niemand glaubt ihm seine Geschichte, und bald weiß weder er noch der Leser wem er vertrauen kann. Ein Roman, der in das Genre Krimi passt. Die Leselust bleibt bis zum Ende ungebremst, der Schreibstil geradlinig gehalten, das Ende überrascht, sehr spannend geschrieben.
 

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Eine Dreiecksgeschichte in Form einer Komödie, erzählt von Protagonisten, die auf der ständigen Suche nach Selbstverwirklichung sind. Soboczynski schreibt wortgewandt; mit trockenem, unterschwelligem Humor beleuchtet er die Gesellschaft in ihrem Zeitgeist sehr treffend. Wieder hält uns Soboczynski unseren eigenen Spiegel vor. Lesen und schmunzeln!
 

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Bereits 1980 ist dieser Roman erschienen und nun zum Glück neu übersetzt worden! Eigentlich rekapituliert Caroline darin nur ihre 20-jährige Ehe mit Ivan. Und eigentlich passiert nichts Großartiges. Aber ist es nicht in der heutigen Zeit überhaupt schon etwas Seltenes, wenn eine Beziehung so lange hält - mit allen Höhen und Tiefen, Streitereien, Versöhnungen, Ängsten und Problemen rund um die Kindererziehung? So unspektakulär das Eheleben auch scheinen mag, erzählt Lynne Schwartz es schmunzelnd, berührend, spannend und so nachvollziehbar!
 

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Dieser Ostberliner Autor ist eigentlich Musiker, und doch finde ich keine Musik in seiner Sprache. Das stört aber nicht, denn sobald man sich als Leser an die knappe Erzählweise - fast telegrammartig - gewöhnt hat, schon ist man mitten drin in der Geschichte. Und auch wenn die erzählenden Personen ständig wechseln, verliert man nie das Interesse daran. Diese Familiengeschichte umspannt ein ganzes Jahrhundert und mehrere Kontinente. Auch wenn man glaubt, alles schon gelesen und gehört zu haben, so ist es doch diese Suche nach Nähe, nach Zugehörigkeit, nach Familie, die aufs Neue berührt und zum Nachdenken anregt. Glaubt man Herzberg, so gibt es nichts Wichtigeres.
 

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Wallant zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der Generation Philip Roth, Norman Mailer und Saul Bellow. Ich kenne alle drei, doch mit Wallant musste ich mich doch länger befassen, um mit seinem Stil warm zu werden. Die Hauptfigur, Sol Nazerman, ist absolut nicht liebenswert, obwohl man immer weiß, was ihm widerfahren ist und dass er den Verlust seiner Frau und Kinder im Konzentrationslager noch immer nicht überwunden hat. Und doch ist er weise, und doch strahlt er eine Würde aus, die in jeder Zeile zum Vorschein kommt. Wallant ist jung gestorben, viel zu jung. Die Ereignisse in Spanish Harlem führen immer wieder dazu, dass der Holocaust in Sols Träumen zum Vorschein kommt, Wallants behutsames Herantasten an das Thema zeugen von großem Können und es ist nicht erstaunlich, dass dieser Klassiker auch verfilmt wurde.
 

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Schon bei "Blasmusikpop" musste ich mehrmals laut lachen, doch "Makarionissi" hat mich noch mehr von Vea Kaisers Talent überzeugt. Diese junge Österreicherin ist nicht nur sehr intelligent, sie hat auch ein großes Herz und einen grandiosen Humor. Ich wage den Vergleich mit Michael Köhlmeier, denn an Lebenserfahrung steht ihm Vea Kaiser in nichts nach. Auch weiß sie die Mythologie gut einzusetzen, eine Weile habe ich mich als Leserin fast wie eine Göttin gefühlt!
 

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Ich möchte nicht mehr 22 sein, ich möchte nicht mehr der ersten großen Liebe nachtrauern müssen, aber ich weiß trotzdem noch, wie es sich damals angefühlt hat. Arno Geiger hat bereits mit "Der alte König in seinem Exil" ein sehr persönliches Buch verfasst, und auch bei diesem neuen Roman spüre ich, dass Arno Geiger viel seiner eigenen Sorgen und Ängste der Jugend preisgegeben hat. Die Kraft dieses Romans liegt in der Ruhe, in der schönen Sprache, in der Zufriedenheit des Flusspferds. Arno Geiger gehört für mich zu den ganz großen österreichischen Schriftstellern.
 

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Es gibt Ereignisse im Leben, die man sich nicht erklären kann. Vielleicht haben sich die Dinge gefügt, vielleicht war es aber auch Magie. Gilbert erklärt uns diese magischen Momente, in der Inspiration ein Kunstwerk erschafft, das alles Gewesene in den Schatten stellt. Beim Schreiben braucht es viel Inspiration und Magie, ein Geistesblitz trifft auf die richtige Person. Die Schriftstellerin weiß seit ihrem Erfolg "Eat Pray Love" viel darüber zu berichten. Schon damals hat sie uns bewiesen, dass es nicht immer leicht ist, der inneren Stimme zu folgen und den eigenen Weg zu gehen. Sie rät uns zu einem Aufbruch, sie überzeugt mit ihrer Ehrlichkeit und ihre Worte geben Kraft und lassen uns an die eigene Magie glauben.
 

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Maria Lang ist DIE schwedische Krimikönigin! Von 1946 bis 1990 veröffentlichte sie jedes Jahr einen Roman. Und dennoch war sie mir (als Krimi-Vielleserin) völlig unbekannt, denn erst jetzt erscheint ihr erster Krimi in wunderschöner Ausstattung auf deutsch. Man kann nur hoffen, dass weitere rasch folgen! Zusammen mit der jungen Studentin Puck begibt sich der Leser auf eine abgelegene Insel, um im Freundeskreis ein paar unbeschwerte Ferientage zu verbringen. Man feiert Mittsommer, man schwimmt, tanzt, flirtet, der Alkohol fließt in Strömen. Das schwedische Postkartenidyll endet erst, als Puck im Wald auf die erste Leiche stößt. Ein abgelegener Tatort, jede Menge Intrigen und Verwicklungen, falsche Verdächtigungen, ein weiterer Mord... hier ist alles drin, was einen guten Krimi ausmacht! Die Aufregung, die das Buch seinerzeit auslöste, weil zwei der Hauptfiguren in eine homosexuelle Beziehung verstrickt sind, mag man heute nicht mehr ganz nachvollziehen; jetzt ist man auf altmodisch-frivole Art angenehm unterhalten und tappt in diesem Lügengeflecht auf der Suche nach dem Täter lange im Dunkeln.
 

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Ilija Trojanow gelingt es, auf knapp 80 Seiten die Misere unserer Gesellschaft präzise darzulegen: von Milliardären, die immer reicher werden; vom Prekariat, dass trotz Arbeit nicht würdig leben kann. Er prangert unser System an, dass Menschen, die anscheinend nichts zur Wirtschaftsleistung beitragen, als überflüssig erachtet. Aber gerade diesen Menschen, die sich z.B. um ihre Kinder kümmern, zuhause ihre Verwandten pflegen oder sich in einer Non-Profit-Organisation ehrenamtlich engagieren, gebührt der größte Respekt! Menschen dürfen nicht durch Maschinen ersetzt werden! Und wir müssen uns unverzagt vorstellen, wie eine bessere und nachhaltigere Wirtschaft aussehen könnte.
 

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Monique Schwitters ist eine begnadete Erzählerin. Während sie an diesem Buch schreibt, im Frühjahr 2013, beschäftigt sie sich mit ihren 12 Lieben. Gleichzeitig ist ihre Ehe dabei, in die Brüche zu gehen. Ihre Gefühle fließen in jedes Kapitel, in jede Beziehung ein, sie beeinflussen auch den Stil. Vom Aufbau her erinnert mich "Eins im Andern" an den großartigen Roman von Harald Martenstein "Gefühlte Nähe", der auch 8 Männer erzählen lässt, die EINE Frau geliebt haben. Ich finde, Monique Schwitters hätte den Deutschen Buchpreis mehr als verdient, aber diese Auszeichnung bekommt sie sicher noch!
 

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Anwälte, Richter, Journalisten, etc. - diese Menschen werden immer Vorbilder für großartige Romanfiguren in Italien sein. Der linksextreme Terror herrscht in Mailand, und Colnaghi, ein junger aufstrebender Anwalt, möchte im Namen des Gesetzes der Roten Brigade gegenübertreten. Der Autor orientiert sich an historischen Fakten und mündlichen Überlieferungen, auch die Geschichten der Resistenza fließen mit ein. Giorgio Fontana kann mit den ganz großen Autoren - wie zum Beispiel Umberto Eco - auf jeden Fall mithalten, seiner Sprache können wir nicht entkommen, seinen Themen schon gar nicht!
 

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Auch wenn diese Autorin fast jedes Jahr einen neuen Roman vorstellt, bleibt die Qualität ihrer Bücher immer gleich gut: Isabel Allende fesselt und bewegt jedes Publikum, egal welchen Alters. Ihre Themen sind modern, sie strebt danach, dunkle Kapitel in der Geschichte aufleben zu lassen, mit großer Ernsthaftigkeit! Am meisten zum Nachdenken hat mich die Gefangenschaft der japanischen Emigranten in Amerika nach dem Angriff auf Pearl Harbor gebracht, obwohl ich mit diesem Thema bereits vertraut war. In diesen Lagern sind Familien zerbrochen. Allendes Botschaften sind universell und sie bleibt für mich eine der großartigsten Erzählerinnen!
 

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Der Vergleich mit J.D. Salinger kommt wohl daher, dass Moore die "Lost Generation" beschreibt, allerdings aus der weiblichen Sicht. Der großartigen Autorin Emma Straub ist es zu verdanken, dass dieses 1956 erschiene Kultbuch wieder auf deutsch neu herausgebracht wurde. Sie hat auch ein bemerkenswertes Nachwort für diesen Roman geschrieben. Ein junges Mädchen in den 50gern hatte es nicht leicht: berauschende Parties, Alkoholexzesse, gescheiterte Elternhäuser, erwachende Sexualität, jugendlicher Weltschmerz, Depressionen, etc. und doch bleibt die Lektüre erfrischend optimistisch, geschrieben von einer 18 jährigen! Wir erfahren so viel über die junge Courtney Farrell, als wären wir aktuell in dieser Lebensphase. Pamela Moore hatte einen exklusiven Stil, der ganz meinen Geschmack getroffen hat. Ein köstlicher Lesecocktail!
 

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David Wagner schreibt über dieses Buch: "Wir sollten alle im Auerhaus wohnen" und dem kann ich nur folgendes hinzufügen: die Gemeinschaft im Auerhaus, die bunt zusammengewürfelte Wg, vefolg das Ziel, dem Tod zu entkommen und gleichzeitig erwachsen zu werden. Bov Bjerg erschafft Romanhelden, die man in zahlreichen Songs wiederfinden könnte und die dem Leser ans Herz wachsen. Frieders Sätze gehen mir jetzt noch nahe, so viel abgeklärter Weltschmerz und trockener Humor steckt hinter seinen Aussagen. Auch wenn es diese Gemeinschaft heute nicht mehr gibt, weckt dieses schöne Buch in uns die Sehnsucht nach Heimat, Freundschaft und Schwerelosigkeit.
 

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Diesem großen slowenischen Autor gebührt Anerkennung. Die Geschichte des verschwundenen Ehepaars 1944 - entführt von Partisanen - eine wahre Begebenheit, die erst im März 2015 aufgeklärt werden konnte - kann nicht von einer einzigen Person erzählt werden. Drago Jancar lässt sie alle zu Wort kommen: den Liebhaber, die Mutter, den deutschen Wehrmachtsarzt, die Zofe und einen Partisanen. Man glaubt, die Schlossherrin Veronika zu kennen, doch mit jedem Erzählstrang kommt ein neuer Aspekt des Krieges, der Geschichte, der wahren Person zum Vorschein. Mit einfachen Sätzen lässt Jancar den Krieg wieder vor unseren Augen aufleben.
 

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Dieser Roman entstand bereits 1980, und doch hat er nicht an Bedeutung verloren. Caroline beginnt an einem Nachmittag, an dem ihr Mann Ivan nicht vom Joggen nach Hause kommt, ihr ganzes Eheleben von vorne aufzurollen. Und dabei erzählt sie nicht nur von ihrem romantischen Kennenlernen in Rom und den ersten Jahre der Verliebtheit, sondern auch den Zweifeln, die sie immer wieder überkommen haben. In den folgenden Jahren leben sie sich immer wieder Auseinandern, Angst, Affairen und Schicksalsschläge setzen ihnen zu. Mit viel Feingefühl und Scharfsinn widmet sich diese Autorin dem Beziehungsleben und dem Durchhalten. Absolut lesenswert!
 

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Dieser Autor ist mir bereits 2010 aufgefallen. Mit seinem ersten Buch "Anima" hat dieser Vorarlberger Newcomer einen historischen Entwicklungsroman geschrieben, der mich sprachlich überzeugt hat. Und wieder beweist er, dass ihm diese Epoche vor 100 Jahren sehr liegt. Dieser große Erzähler beeindruckt mit detailierten Natur- und Charakterbeschreibungen und mit einer berührenden Lebensgeschichte. Dies ist kein sentimentaler Heimatroman sondern große Literatur!
 

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Wieder ist Jodi Picoult ein wahres Meisterwerk gelungen. Der Roman hat mich gefesselt und teilweise zu Tränen gerührt. Die Hauptfigur Sage Singer arbeitet als Bäckerin nur nachts und lebt aufgrund einer Narbe im Gesicht sehr zurückgezogen. In der Trauergruppe, die sie nach dem Tod ihrer Mutter besucht, lernt sie den neunzigjährigen Josef kennen. Sie freunden sich an. Josef bittet sie um einen Gefallen, den sie ihm unmöglich erfüllen kann. Nach und nach erfährt Sage, dass ihr Freund ein schreckliches Geheimnis bewahrt, und dass dieses Geheimnis auch unmittelbar mit ihrem Leben zu tun hat. Das genial geschriebene Werk der Autorin wechselt zwischen der Gegenwart und dem zweitem Weltkrieg, den Sages Großmutter in Ausschwitz überlebt hat. Beide Frauen kannten beziehungsweise kennen Josef. Dennoch ist letztendlich nichts wie es zu sein scheint. „Bis ans Ende der Geschichte“ ist ein sprachliches Highlight meiner Lieblingsautorin Jodi Picoult und auf jeden Fall ein Muss für Lesefreunde.
 

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Beryl wächst im Afrika der 30er Jahre auf und überzeugt als erste weibliche Pferdetrainerin. Sie musste als junge Frau "unverliebt" heiraten, um überhaupt im Land bleiben zu können. Über den Großwildjäger Denys Finch Hatton, Lebensgefährte von Karen Blixen, entfacht Beryl ihre Leidenschaft zum Fliegen. Ein wunderbarer biografischer Roman über das Leben von Beryl Markham, der ersten Frau, die den Atlantik von England aus überquerte. Für all jene, die "Out of Africa" geliebt haben, sowie an der Geschichte einer starken Frau interessiert sind, ist dieses Buch ein Muss!
 

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Vier Freunde - vier Lebensentwürfe, so lässt sich dieser faszinierende Roman aufs Kürzeste zusammenfassen. Der Autor begleitet vier Feunde aus der französischen Provinz von ihrem Abitur über einen Zeitraum von dreißig Jahren. Er beschreibt ihre Suche nach sexueller Identität, wirtschaftlichem Erfolg, künstlerischem Ausdruck und politischer Macht. Die Geschichten werden miteinander verschränkt, so dass man am Ende nicht nur die einzelnen Lebenswege der Protagonisten nachvollziehen kann, sondern auch die Entwicklung der verschiedenen Freundschaften untereinander. Herausgekommen ist ein nachdenklich stimmender Roman über das Glück und seine verschiedenen Erscheinungsformen.
 

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Der Pole Ludwik lebt schon seit vielen Jahren in Österreich und soll nun endlich die Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. So weit, so erstrebenswert. Allerdings liegt einige Tage nach der Verleihungszeremonie auch schon der Einberufungsbefehl in Ludwiks Briefkasten... Radek Knapp beschert uns einen liebenswerten Schelmenroman mit liebevoll ironischem Blick auf österreichische Eigenheiten, das Beamtenwesen, das Alter und den Tod. Ein leichtfüßiger Gipfelsieg für diesen Gipfeldieb!
 

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Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch lesen soll und im Nachhinein würde ich es bereuen, hätte ich es nicht getan. Ein Überlebenskampf, technisches Wissen, wissenschaftliches Denken und ein Hauch von Gefühlen, machen dieses Buch zu einem der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Realistische Science-Fiction vom Feinsten.
 

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Ist alles im Leben dem Schicksal unterworfen und was ist vorbestimmt? Gibt es doch ein rotes Band der Liebe, das nicht verknotet sein soll? Wie kann Theresa den Knoten lösen, um zu ihrer Bestimmung zu gelangen? Die Geschichte der drei Frauen führt von China nach Hawaii, der geschichtliche Hintergrund ist brilliant recherchiert worden. Man kann diesen Roman nicht mehr weglegen jede Zeile fesselt. Fazit: mit der Zeit erfüllt sich auch das eigene Schicksal, daran muss man nicht einmal glauben!
 

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Die Jury des Costa Award hat dieses Werk als das beste Buch des Jahres 2014 ausgezeichnet. Zurecht, ich kenne wirklich kein vergleichbares Werk,das einen ähnlich in den Bann zieht. Die Zähmung eines wilden Tieres kommt der Zähmung der Natur, der Reise zu sich selbst, gleich, dieses Abenteuer ist magisch. Geradezu atemlos begleitet der Leser Helen, die an ihre Grenzen stößt. Man spürt ihre Angst, ihr mangelndes Selbstbewusstsein, ihren Verlust in jeder Begegnung mit Mabel, und man freut sich mit ihr über jeden kleinen Erfolg. Überglücklich habe ich dieses Buch zugeklappt, als wäre Helens Erfolg mein eigener gewesen!
 

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Die Lager in Schweden füllen sich in den Wochen nach dem Krieg mit Kranken, die den Krieg, den Holocaust überlebt haben. Und manche sind zum Sterben gekommen. Die Menschen helfen, vor allem das Internationale Rote Kreuz, doch im Fall von Lili und Miklos hat die Liebe einige Hindernisse zu überwinden, sogar den Tod zu überlisten. Es ist die Geschichte von Peter Gárdos Eltern, die sich in Schweden über Monate hinweg nur mit Briefen kennen und lieben gelernt haben. Das Grauen des Krieges verlässt das Liebespaar nie, auch wenn Schweden für sie ein Ort wurde, wo ihnen viel Mitgefühl entgegengebracht wurde. Dieser Roman ist stark, er erzählt von Glück, von einer Gemeinschaft, die überlebt hat, von einer Liebe, die bis zum Tod andauert und auch den Nachkommen noch Kraft gibt.
 

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Marias macht neugierig. Mit jedem Satz schürt er das Feuer. Und die Geschichte ist stark. Die von Beatriz und Muriel, denn Marias kennt die menschliche Seele, jede Nuance, jede Stimmung. Er weiß sie zu deuten und klug interpretiert er jedes rätselhafte Ereignis, jedes Gespräch. Er ist wirklich ein außergewöhnlicher Autor, der uns niemals mit Banalitäten langweilt. Spanien nach der Diktatur war belastet, eine Amnesty hat sich auf das Land gelegt. Niemand durfte über die Vergangenheit sprechen, nichts belastendes sollte an die Öffentlichkeit kommen. Doch Marias bringt die Wahrheit ans Licht, seine Version der Tatsachen wird hier meisterlich wiedergegeben!
 

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Der österreichische Autor Andreas Gruber ist meiner Meinung nach einer der besten Thriller-Autoren, der mir seit langem untergekommen ist und somit nicht ohne Grund ein Bestsellerautor. Mit seinem Buch "Todesfrist" hat er einen genialen Auftakt zur Buchreihe mit dem eigenartigen Ermittler Maarten S. Sneijder geschaffen. Mit viel Spannung und schwarzem Humor leitet einen Andreas Gruber mit drei verschiedenen Handlungssträngen durch diese spannende Geschichte, die quer durch Deutschland führt und ihr finales Ende in Wien findet. Es ist wirklich ein Muss für jeden Krimifan, aber aufgepasst: Diese Geschichte ist wirklich nichts für schwache Nerven!
 

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Catherine, die Protagonistin dieses spannenden Romans steht mit beiden Beinen sicher im Leben. Beruflich erfolgreich, verheiratet mit einem tollen Mann, einen Sohn auf den, sie stolz ist, scheint ihr Glück perfekt zu sein. Bis sie eines Tages ein Buch auf ihrem Nachtschrank entdeckt, dessen Herkunft nicht bekannt ist. Schon bald merkt sie, dass sie in diesem Buch die Hauptfigur ist. Daraufhin gerät ihr Leben aus dem Fugen, und sie muss sich mit den Geschehnissen ihrer 20 Jahre zurückliegenden Vergangenheit auseinandersetzen. Dabei droht ihre Familie zu zerbrechen, doch letztendlich ist alles anders als es scheint. Insgesamt hat Renee Knight mit ihrem Debütroman "Deadline" ein durchaus starkes Werk geschaffen. Die Erzählweise aus den verschiedenen Sichten der unterschiedlichen Charaktere gefällt mir sehr gut. Aber ich würde die Geschichte eher in die Kategorie Psychodrama anstatt Psychothriller einstufen.
 

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Dieser Debütroman von Sarah Bannan hat mir insgesamt recht gut gefallen. Es geht um Carolyn Lessing, die neu an die Adam´s High School kommt. Zunächst ist Carolyn sehr beliebt, denn sie hat alles, was man braucht um dazuzugehören. Sie ist ausgesprochen hübsch, überragend intelligent, freundlich und stilsicher. Die Mädchen bewundern sie und die Jungs himmeln sie an. Sie gehört sofort zu der beliebtesten Clique der Schule. Dann macht sie einen Fehler. Sie verliebt sich in Shane der Brookes Freund ist, dem populärsten Mädchen der Schule. Von diesem Zeitpunkt an ändert sich für Carolyn alles. Sie wird gemobbt, gequält und verfolgt und niemand hilft ihr wirklich. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr gut. Da sie diesen Roman in der ersten Person Plural - also in der "Wir" Form geschrieben hat. Diese Form wirkt, als ob man persönlich dabei wäre. Insgesamt finde ich das Buch "Die Neue" spannend, jedoch hätte ich mit einem anderen Ende gerechnet.
 

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"Made in Sweden" ist nicht nur ein spannender Thriller, sondern zeitgleich auch eine autobiographische Geschichte des Autors Stefan Thunberg, der zusammen mit Anders Roslund diesen Kriminalroman geschrieben hat. In diesem Roman stellt sich die Frage, was passiert mit Kindern, die in einer Familie voller Gewalt, Wut und Brutalität aufwachsen? Der Protagonist Leo ist der älteste von drei Brüdern, die gemeinsam mit einem Freund aus der Kindheit die Kriminalpolizei Schwedens auf Trapp halten, indem sie die größten Raubüberfälle der Geschichte Schwedens planen und ausführen. Der Aufbau des Buches ist so gestaltet, dass man Einblick in drei Perspektiven bekommt, aber hauptsächlich ist der Roman aus Leos Sicht geschrieben. Dieses Buch schafft es, dass man Sympathie für die Verbrecher entwickelt und sich wünscht, dass die Polizei sie nicht schnappen kann. Ein Kriminalroman,der einen stellenweiße den Atem raubt und sicherlich mehrere schlaflose Nächte beschert. Ich kann nur sagen: 100% Leseempfehlung!
 

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In dem Roman "28 Tage lang" von David Safier geht es um die sechszehnjährige Mira, die mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester Hannah im Warschauer Ghetto lebt. Um sich über Wasser zu halten, bringt Mira sich jeden Tag aufs neue in Lebensgefahr, indem sie Lebensmittel ins Ghetto schmuggelt. Als die SS beschließt, die Bewohner des Ghettos zu ermorden, schließt sich Mira dem Widerstand an. 28 Tage. Länger als jeder andere Widerstand, können die Bewohner den Nazis trotzen. 28 Tage, in denen Mira ganz unterschiedliche Erfahrungen machen muss. Ein wirklich tolles Buch von David Safier, der sich ja sonst immer eher von der humorvolleren Seite zeigt.
 

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In dem Thriller "Totenbleich" von Michael Katz Krefeld geht es um den vom Dienst suspendierten Polizisten Ravn, der sein Leben seit der Ermordung seiner Frau Eva nicht mehr im Griff hat. Als sein Freund Johnson ihn um Hilfe bittet, ein vor Jahren verschwundenes Mädchen aufzuspüren, will Ravn zuerst ablehnen, doch dann nimmt er sich der Sache doch an. Dadurch bringt er so manche Steine ins Rollen, die er vielleicht lieber nicht in Bewegung hätte setzen sollen. Durch seinen lockeren Schreibstil und die ständig wechselnden Schauplätze schafft er es, die Spannung auf den Höhepunkt zu treiben. Einmal angefangen muss man einfach weiterlesen. Ein wunderbares Buch, Michael Katz Krefeld ist ein Meister des Thrillergenres und absolut lesenswert.
 

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In diesem spannenden Thriller geht es um die junge Starmoderatorin Rebbeca Thorne, die gerade von einer Pechsträhne verfolgt wird. Ihr Sender hat sie gekündigt, und der Mann, den sie liebt, hat die Beziehung beendet. Aber anstatt in Selbstmitleid zu versinken, sucht sich Rebbeca eine neue Aufgabe, in die sie sich reinhängen kann, sie beginnt in einen alten Mordfall zu ermitteln, um die Recherchen dann für ihr neue Sendung zu verwenden und bringt dadurch so einiges durcheinander und sorgt für große Furore. Paddy Richardson hat mit Rebbeca Thorne einen sehr sympathischen Charakter erschaffen, und es würde mich sehr freuen, wenn sie bei ihrem nächsten Buch wieder sie als Protagonistin einsetzt.
 

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Der Debütroman "Die stille Frau" von A.S.A. Harrison ist ein sehr gelungener Ehethriller. Die Protagonistin Jodi Brett ist eine sehr liebenswürdige Person. Sie arbeitet als Psychotherapeutin, ihr Lebensmittelpunkt jedoch ist ihr Lebensgefährte Todd, den sie über alles liebt. Doch dieser lebt ein Doppelleben, obwohl er Jodi liebt, geht er einer Affäre mit der Studentin Natasha ein, und schwängert sie. Daraufhin gerät Jodis und sein Leben total aus den Fugen. Dieser Thriller schildert auf eine beängstigende Weise, wozu ein Mensch fähig ist, der zutiefst verletzt wird. Ein sprachlich und inhaltlich perfektes Werk, das man mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann. Leider ist das der einzige Roman der Autorin, die Anfang 2013 verstarb.
 

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In diesem Thriller geht es um Julia, eine Mutter im mittleren Alter mit einer Vergangenheit im Drogenmilleu, die mit der plötzlichen Ermordung ihrer jüngeren Schwester Kate nicht fertig wird. Da Kates Mörder nicht gefunden wurde, macht sich Julia selbst auf die Suche und begibt sich dabei in tiefe Abgründe und gefährtet ihr Leben und das ihrer Familie. S.J. Watson hat mich mit diesem Thriller sehr überrascht, und meiner Meinung nach sein erstes Werk "Ich. darf. nicht. schlafen" übertroffen.
 

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Ava Dellaira ist mit ihrem Erstlingswerk "Love Letters to the Dead" ein grandioses Buch gelungen. Sie schafft es, mit wenigen Worten die Seele zu berühren und hinterlässt einen bleibenten Eindruck. In diesem Buch geht es um die Jugendliche Laurel, die sich nach dem Tod ihrer Schwester May gezwungen fühlt, in ihre Fußstapfen zu treten, um ihr näher zu sein, dabei verliert sie sich aber selbst immer mehr. Als sie in Englisch die Aufgabe erhält, einen Brief an eine verstorbene Person zu schreiben, beginnt für die junge Laurel eine schwierige Reise zu sich selbst. Mit dem Tod ihrer Schwester geht für Laurel eine wundervolle Kindheit voller Träume zu Ende, und sie begibt sich auf den steinigen Weg des Erwachsenwerdens. Ein wunderbares Buch über Liebe und Verlust. Ein Roman, den ich jedem weiterempfehlen kann, und aus dem man einiges für sich selbst lernt.
 

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Der Hang zur Übertreibung haftet Franzen an, 800 Seiten sind nicht leicht zu bewältigen. Doch erstaunlich ist, dass ich mich als Leser nicht zwingen musste, diesen fulminaten Roman zu lesen. Franzen ist ein Genie, er ist der Größte, eine Enthüllung jagt die andere und niemals verstrickt er sich in einen Widerspruch. Sein ehrgeiziges Projekt ist ihm gelungen!
 

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Ich würde diesen Roman nicht als einen historischen Roman bezeichen, obwohl er im 5. Jahrhundert in England spielt. Es ist richtig, dass wir wenig über diese Zeit wissen, doch könnte Ishiguro seine Parabel über die Menschheit auch in der Jetztzeit ansiedeln. Denn die Themen sind allgemeingültig: Der Nebel des Vergessens hüllt auch uns ein, lieber wiederholen wir die Fehler der Vergangenheit und führen erneut einen Krieg. Das alte Paar, das sich auf die Suche nach ihrem Sohn macht, muss sich schlussendlich beweisen, dass ihre Liebe groß genug ist, ihre Erinnerungen stark genug, und ihr Mut, loszulassen, vorhanden ist. Und die Fabelwesen, die gleichermaßen auch in Tolkiens Werken vorkommen, sind nichts anderes als eine eindrucksvolle Allegorie auf des Leben selbst. Lest und deutet selbst, die Bedeutung dieses Werks erschließt sich auch dem einfältigsten Leser!
 

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Ein Genie wird geboren, doch wie es meistens ist, bleibt dieses Genie sein Leben lang unverstanden. Mai Jia gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller Chinas, und nun dürfen wir teilhaben an seiner Größe. Dieser Roman ist schon 2002 erschienen. Der Welt der Mathematik, der Kryptologie, der Geheimwissenschaften haftet normalerweise eine wissenschaftliche Nüchternheit an, die Mai Jia gekonnt in eine außergewöhnliche Geschichte packt, deren schelmenhafte Szenen unvergesslich bleiben. Von solch einem Talent kann jeder andere Autor nur träumen!
 

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Palästina kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: Die ganze Welt steht vor einem Neuanfang, doch am schwierigsten ist es in einem Land, dass sich mit Überlebenden und dem Gedenken an all die Opfer füllen muss. Lilya Wasserfall ist sich selbst nicht klar, auf welcher Seite sie steht, erst ihre Reise nach Deutschland, in die überlaufenen Flüchtlingslager, ihre Suche nach einem verschollenen jüdischen Wisssenschaftler, lässt sie klar auf die Seite des Widerstands wechseln. Dieses Buch erscheint zu einer Zeit, in der wir mit einer neuen Flüchtlingsproblematik konfrontiert werden. Ein empfehlenswerter Roman, über eine Zeit des Umbruchs, der Neuorientierung. Und an Aktualität nicht zu übertreffen!
 

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Ein Geständnis in eigener Sache: das ist mein erster „Eco“. Obwohl ich mich in meinem Studium damit befassen hätte sollen, habe ich mich immer vor der Lektüre dieses bedeutenden Schriftstellers gedrückt. Eco gibt in diesem Roman dem Leser mehr als deutlich zu verstehen, wie die Medien wirklich funktionieren. Spannend erzählt er, wie das Projekt „Domani“ entsteht, zu welchen Ereignisse die Erstfassung einer Zeitung führen kann. Die Gefahr der Enthüllung zieht sich durch das ganze Werk, die dunklen Machenschaften der Politiker, die unseligen Affairen bedrohen die Nullnummer. Interessant sind auch die Einfälle der Journalisten, wie sie ihre Leser manipulieren können. Eco begibt sich in seinem neuen Roman auf gefährliches Terrain: Eine Enthüllung jagt die andere, seriöse Journalisten, Politiker und Anwälte gibt es keine mehr, und in Wahrheit werden wir seit Jahren belogen!
 

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Unser Held denkt sehr schnell und er denkt immerzu. Und seine Gedanken sind dermaßen kompliziert, dass man als Leser teilweise überfordert ist. Faszinierend ist diese Offenheit, das Eingestehen der eigenen Schwächen, die Sorge um all seine Mitmenschen. Als Egoisten darf man ihn auf keinen Fall abstempeln, eher als einen gelangweilten arbeitslosen Mitdreißiger, der versucht, sein Leben zu versüßen. Dabei verstrickt er sich aber zu sehr in seinem Bemühen, läuft Gefahr alles zu verlieren; Gesund ist das sicher nicht mehr. Wer also gelangweilt ist und die eigene Gedankenwelt halbwegs im Griff hat, kann sich getrost einen Nachmittag darauf einlassen; es kann ein Vergnügen sein, sich im Kopf dieses Mannes zu befinden.
 

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In dreißig Jahren, fast ein halbes Leben später, verändert sich der Mensch. Vieles liegt bereits hinter einem, und doch kann man wieder auf einen anderen Menschen zugehen und ihn wieder lieben lernen. Das passiert auch Schmied und Astrid. Sie beschließen ihre letzte Reise nach Frankreich zu wiederholen, und doch ist sie nicht gleich wie vor dreißig Jahren, als die beiden jung waren. Geschickt und mit humorvollen Dialogen wagt sich der Schweizer Autor auf eine Tour de Force der menschlichen Gefühle. Ich bewundere ihn für seine Begabung, Beziehungen und ihr Gelingen oder Nichtgelingen so treffend darzustellen. Schon sein erster Roman, "Keller verliert ein Wort", war ein Volltreffer, hier toppt er seinen Erstling noch einmal!
 

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Es ist wirklich ein schönes Buch, das uns wieder daran erinnert, wie wichtig manche Menschen für unser Leben sind. Babette war zwar nur die Kinder- und Putzfrau, doch sie hat eigentlich eine ganze Familie zusammengehalten. Erst ihr Verschwinden bringt das Paar dazu, an ihrer Beziehung und an ihren persönlichen Zielen zu arbeiten. Sie forschen nach und finden heraus, was babettes Geheimnis war. Zutiefst menschlich und einfach berührend !
 

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Zuerst war ich leicht irritiert über die Erzählform des Autors, denn Foenkinos baut seine Kapitel wie ein langes Gedicht, er malt die Geschichte. Denn er hat die Bilder von Charlotte Salomon kennen und lieben gelernt. Im Exil hat die junge jüdische Künstlerin viele Bilder entstehen lassen, die ihr Leben erzählen. Mit der Zeit begreift der Leser, dass er es hier mit einem besonderen Werk zu tun hat. Liebevoll führt uns der französische Schriftsteller von Bild zu Bild, seine Suche nach der Wahrheit hat sich gelohnt.
 

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Dieser im Wagenbach Verlag erschienene Roman ist wahrhaftig ein burlesker Versuch, den Leser durch ein ganzes Jahrhundert rumänischer Geschichte zu führen. Mal ernst, mal derb und heiter erschafft die Autorin eine Familiensaga mit tiefem Hintergrund. Der Fluch machte die Ahnen sehr findig in ihrem Bemühen, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Manchmal zum Todlachen, und doch mit einem Érnst, der tief berührt.
 

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Es gibt kein Rezept, um den plötzlichen Verlust der Mutter zu verschmerzen, doch der Versuch, nach vielen Jahren all ihre Liebe der Tochter in einem Buch mitzuteilen, kann viel von der Trauer nehmen. Durch das Nachkochen der Lieblingsrezepte schafft es die junge Frau, ihr Leben neu zu ordnen. Der Leser kommt nicht umhin, manchmal zu schluchzen und zu schniefen, doch rührselig oder oberflächlich wird es nie. Ein Buch mit Tiefgang und viel Wärme!
 

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Ich habe selten so gelungene Kurzgeschichten, die unter die Haut gehen, gelesen. Jeder "Story" wohnt ein Zauber, eine Wahrheit inne, Morre ist wirklich eine unwiderstehliche Meisterin des Sprachkunstwerks. Jedem Fehlschlag in der Beziehung liegt eine gewisse Würde zugrunde, vielseitiger kann man nicht das Verschwinden der Liebe umschreiben. Einfach genial!
 

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Meisterlich verstrickt uns die Autorin in eine Welt, in der das Zeitgefühl durcheinander gerät, und ihr doppeltes Spiel gibt uns immer wieder Hinweise, dass jede Landschaft, jede Stimmung, jede Begegnung doch hintergründig anders verläuft. Somit bleibt es immer spannend und sie zwingt den Leser, dem gut konstruierten Ende entgegen zu fiebern. Sehr gut geschrieben, ein aktuelles Thema, viele Fragen bleiben offen, denn wie redet man über das Verlassen werden und die Liebe? Ein gelungenes Werk, gemacht von einer Künstlerin.
 

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Diese Autorin wurde Zeit ihres Lebens kaum beachtet, erst jetzt wird ihr großer Ruhm zuteil. Diese Wiederentdeckung ist unglaublich. Mehr Feingefühl und literarisches Können findet man nirgendwo. Eineigige Zwillinge und doch unterschiedliche Lebenskonzepte: Die Einheit wird gebrochen, es gibt sie nicht mehr. Psychologisch hochinteressant dieses Thema! Baker war eine hervorragende, intelligente, feinfühlige und für die damalige Zeit provokative Autorin!
 

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Diese Autorin muss man bewundern. Erst nach ihrem Buch versteht man, mit welchen Tragödien der Krieg auch Generationen danach überschatten kann. Man wundert sich nicht mehr über das Schweigen, das Vertuschen, das nicht Wahrhabenwollen. Und doch ist es möglich, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ein Buch mit großem Tiefgang und Unterhaltungswert.
 

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Dieser Roman von Saucier wird zurzeit verfilmt und wir können schon auf das Ergebnis gespannt sein. Stoff bietet diese Werk auf jeden Fall. Allein die Geschichte ist stark. Überschattet vom großen Brand 1916 entsteht am See eine kleine Gemeinschaft, die, wie sich herausstellt, mehr Gemeinsamkeiten aufweist, als es den Anschein erweckt. Ich empfinde eine große Wertschätzung für diese Autorin, die mit ihrem ersten Roman völlig überzeugt. Auch im Alter gelten dieselben Regeln: die Freiheit und die Natur sind am wichtigsten.
 

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Dieses Buch erscheint zum richtigen Zeitpunkt und ist für alle Leser gedacht, die nicht genau wissen, wie sie die Flüchtlingsproblematik beurteilen sollen. Dieser Autor ist gleichzeitig Jurist und lässt in diesem Roman keinen Aspekt aus. Wir fangen an zu zweifeln, wer die Schuld hat, sind die Schlepper zu verurteilen oder gilt es, in der Flüchtlingszentrale alte Muster zu überdenken? Mich fasziniert Daniel Zipfels direkte Art, ohne einen Zeigefinger zu erheben, über wilde und beängstigende Schicksale zu schreiben. Es lässt niemanden kalt. Vielleicht findet durch dieses Werk ein Umdenken statt, vielleicht führt es zu einem weiterführenden Dialog.
 

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Sie ist eine Heimkehrerin, vielleicht eher eine Aussteigerin, aber wem käme es in den Sinn, nach Tschernobyl zurückzukehren? Man wundert sich daher nie über die seltsamen Gestalten, die diese Dorfgemeinschaft ausmacht, mit was sie verseucht sind ist Teil der gegenwärtigen Geschichte. Bronsky schildert auf beinahe fantastische Weise eine versunkene Welt, doch es würde sich für uns allemal lohnen, sie wieder aufleben zu lassen. Ein Buch für alle, die Zufriedenheit und Erfüllung suchen, die sich wieder auf die kleinen, aber schönen Dinge im Leben rückbesinnen möchten. Ein erhebendes Gefühl stellt sich nach dieser Lektüre bei jedem ein.
 

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Nehmen sie sich in Acht, dieser neue Roman beruht auf der Tatsache, dass wir alle irgendwann mit der Auflösung der eigenen Familie konfrontiert werden. Der Vater ist tot, die vier Kinder treffen alle wieder zusammen und es gibt noch einiges aufzuarbeiten und zu klären. Ott beeindruckt mit viel Humor, doch leise und unerbittlich kommt die Wahrheit ans Licht. Ott offenbart uns die Motive der vier Geschwister, letztendlich bringt der Tod auch die versprochene Auferstehung. Es gibt unendlich viele Arten, mit dem Tod umzugehen. Dieser Autor zieht uns hinein in das magische Denken rund ums Menschsein.
 

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Australische Autoren sind in Europa noch sehr unbekannt und es ist ein Glück, dass wir diesen Herbst einen der besten lesen dürfen. Flanagan schafft mit diesem Roman Weltliteratur - eines der beeindruckendsten Werke im 21. Jahrhundert. Flanagan überwältigt seinen Leser mit der beeindruckenden Tiefe, die er schafft. Krieg, Schmerz, Liebe, Tod: niemand kann so leidenschaftlich beschreiben, welche Wenden im Leben endgültig, schmerzhaft und doch allgemeingültig sind. Der tasmanische Schriftsteller legt sein Augenmerk auf die sogenannte Todeseisenbahn, die von den Japanern während des Zweiten Weltkriegs mit dem Einsatz von Zwangsarbeitern erbaut wurde. Sein Vater war einer der Gefangenen und Flanagan zeigt uns, wie schwierig es ist, als einer der Überlebenden weiterzumachen. Er untersucht Personen, die in sich Gut und Böse vereinigen; das Spiel mit den unterschiedlichen Zeitebenen ist ein literarisches Meisterwerk.
 

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Das britische Empire ist tot, auch Edwards Ehefrau, und doch muss der einstige Kronanwalt, dessen Image noch nie Schaden genommen hat, gewissen Episoden in seinem Leben die nötige Ehrlichkeit verleihen. Gardam ist witzig und äußerst unterhaltsam, sie schaut hinter ein perfektes Leben und trotz ihrer Scharfzüngigkeit verliert sie nie ihren liebevollen Blick auf die Menschheit. Ein wunderschönes Buch, ein Juwel der englischen Literatur.
 

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Eine hervorragende Autorin und Journalistin, die gekonnt Menschen im Ausnahmezustand portraitiert: Die Suche einer Frau nach ihrer Identität , ihrer Herkunft, ihrer Geschichte. Sie nimmt sich Zeit, allen offenen Fragen nachzugehen, allen Verletzungen, sind es die eigenen oder die der Eltern und Großeltern, nachzuspüren. Nur so kann sie ihre Wut loswerden und schlagfertig alle neuen Situationen meistern. Sie verliert nie ihren Humor und führt gekonnt und unterhaltsam durch ihr eigenes Leben und durch die Geschichte. Eine selbstsichere Autorin, die unberechenbar kreativ ist.
 

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Dieses Werk symbolisiert nicht nur das Ende eines Europas, wie es vor dem Krieg viele großgeistigen Menschen kannten, auch das Ende zweier Ehen. Das Überraschende ist nicht die Liebesbeziehung, die Affaire, sondern der Abgrund, der sich in Lissabon, dem äußersten Zipfel Europas, auftut. Leavitt versteht sein Handwerk, er baut jedes Kapitel meisterlich auf und auch nebensächliche Handlungen tragen dazu bei, dass jede Begegnung, jeder Dialog uns eine Ahnung von dem Gefühl der Verlorenheit gibt und dass Lissabon eine Durchgangsstation für menschliche Schicksale im Krieg war.
 

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Bei manchen Autoren nimmt man sich vor, das Buch unbedingt nochmals zu lesen. Bei diesem Buch möchte man sogar Sätze mit Leuchtstift hervorheben oder sie auswendig lernen. Das Streben nach Glück liegt jeder Geschichte zu Grunde. Hier sind die Personen auch miteinander verbandelt, sie kennen sich, sie lieben sich, sie trennen sich. Und der ganze Reigen beginnt von vorne. Doch die Motive kommen sehr klar hervor, diese Geschichten hat das Leben geschrieben. Auch die Enttäuschungen sind nachvollziehbar. Und doch hat man selbst als Leser viele Momente der Klarheit, diese Sehnsucht noch einer vollendeten Liebe und nach Glück begleiten auch uns und wird uns auch weiterhin begleiten.
 

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Schauspieler, Drehbuchautor, und Schriftsteller! Ja, Raoul Biltgen ist auch Schriftsteller, und was für einer. Er beschreibt eine zarte Liebesgeschichte, ein Zusichselbstfinden und wieder Verlieren. Die Spannung, die sich aufbaut, hat mich dazu verleitet, immer wieder zum Schluss zu blättern. Die Liebe zu dieser Frau führt dazu, dass er Zuschauer seines eigenes Lebens wird und dass er bald keine Macht mehr über sich hat.
 

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Ein Schriftsteller erzählt seine Geschichte. Bekanntlich nichts Neues. Und doch erstaunt mich seine grundehrliche und komische Aufarbeitung seines Versagens. Und das seiner Eltern. Auch ihre Geschichte muss erzählt werden, denn mit genügend Abstand spannt sich der Bogen von Leningrand nach New Yor. Mit viel Humor und glanzvollen Sätzen wird er zu einem der größten Schriftsteller des 21. Jahrhunderts. Diese wahre Geschichte berührt und erheitert zugleich. Man hofft, dass man noch öfters von seinem ,Scheitern" hören wird!
 

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Auch hier stimmen die Fakten. Das 15-jährige Mädchen, das im ersten Weltkrieg in den Dolomiten als Mann verkleidet in den Schützengräben gekämpft hat, gab es wirklich. Ihr Vater hat ihr nicht viel von der Front erzählt, jedes Gefecht, das "Rici", miterlebt, bringt sie ihm näher. Die Kameradschaft siegt über die Grausamkeit des Krieges, über die Unsinnigkeit der Handlungen. Dieses Buch wird viel Aufmerksamkeit bekommen, denn der Dolomitenkrieg hat in 100 Jahren nichts an seinem Schrecken verloren.
 

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Romane, die auf wahren Geschichten beruhen, erzeugen schon im Vorhinein eine besondere Wirkung. Und wenn dann noch gute Recherchearbeit und Erzählkraft zusammentreffen, ergibt sich ein wunderschöner Roman. Zusammen mit Nell, Fen und Andrew wird der Leser zum Entdecker der Menschheit, unsere eigenen Sehnsuchtsorte sind wie ein Siedlungsgebiet der Kiona. Euphorisch erwarte ich ihr nächstes Buch.
 

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Der Klappentext trügt, denn dieses Buch bietet viel mehr. Ich war mehrere Tage zutiefst erschüttert, wie nah an der Wahrheit die Autorin sich bewegt. Die emotionale und körperliche Entwurzelung der Hauptfigur ist an jeder Stelle spürbar, ihre sexuellen Ausschweifungen befriedigen ihre tiefe Sehnsucht nach Liebe in keinster Weise. Sussmanns Buch hat Tiefgang, sprachlich wie inhaltlich.
 

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Der Klimawandel ist wieder in aller Munde, wie vor einigen Jahren die Energiewende ein beliebtes Diskussionsthema war. Ladipo verpackt ein politisches Thema in einen spanenden Krimi, der nicht nur schlau sondern auch packend erzählt ist. Deutschland steigt aus der Atomkraft aus, doch wie verhalten sich Russland und die anderen Bündnispartnern? Und die Erkenntnis am Schluss, dass immer die Macht des Geldes eine bedeutende Rolle spielt, erschüttert. Eva Ladipo wird noch viel erreichen, sie ist eine geborene Erzählerin.
 

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Ein gelungenes Erstlingswerk. Sofort versteht der Leser, was Friederike zu Hause zu finden glaubt. Und warum ihr schlussendlich der Abschied gelingt. Die Großmutter hatte ihre Geheimnisse, wahrscheinlich ist sie die einzige, die Friederike wirklich verstanden hat. Im Dorf hat jeder seinen Platz, und wer ihm den Rücken kehrt, dem wird es schwer gemacht, zurückzukommen. Eine Geschichte übers Erwachsenwerden, über die Liebe, über eine Kindheit, die nicht immer herzlich war. Verstecken ist doch immer leichter, als sich den Problemen zu stellen. Und Torten haben immer schon glücklich gemacht.
 

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Diese junge österreichische Autorin hat bereits ihre Sprache gefunden. Sie weiß wovon sie schreibt, wenn sie von Gustava erzählt, die nie einen Vater hatte und an der Krankheit ihrer Mutter fast zugrunde gegangen wäre. Als Schauspielerin will sie in Berlin einen Neuanfang wagen, der ihr gelingt, da ihr Menschen begegnen, die skuriler nicht sein könnten. Jeissing bleibt aber glaubwürdig, denn ihr Humor verdrängt die Schwere dieser Selbstfindungsarbeit. Sprachlich hervorragend und wirklich unterhaltsam.
 

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In Zeiten des Krieges, während grausamer Schlachten, findet auch die Liebe für kurze Zeit große Erfüllung. Adèles Garten gewährt Max Frieden, während der Fronteinsatz in Frankreich, in der Champagne, mit jedem Tag härter wird. Ruthmann braucht nicht viele Dialoge, um dieser unmöglichen Liebe einen Platz im Herzen der Leser zu geben. Sie erzeugt beeindruckende Bilder, die in Erinnerung bleiben, für Melancholie ist kein Platz, dafür aber fürs Leben.
 

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Ich kann es fasst nicht glauben, dass ich diesen Klassiker zwar kenne, doch nie gelesen habe. Es ist wirklich ein Weltbestseller. Doch erst aufgrund der Veröffentlichung vom ersten Manuskript von Harper Lee, "Gehe hin, stelle einen Wächter" , ist er wieder in aller Munde. Als Leser sollte man nicht die Reihenfolge von der Entstehung der beiden Bücher einhalten, sondern wirklich "Mockingbird" zuerst lesen. Die Übersetzung ist großartig und wurde sorgfältig vom Rowohlt Verlag überarbeitet. Ich getraue mich fast zu wetten, dass Harper Lee nicht wollte, dass "Gehe hin, stelle einen Wächter" jemals veröffentlicht wird. Es ist nicht mehr als ein Entwurf von möglichen Figuren, keine Anekdote erzeugt ein ähnliches Gefühl als in "Wer die Nachtigall stört", der Leser findet nichts wieder, das ihn so verzaubert hat, außer dass man sich ungefähr vorstellen kann, wie die Menschen in Maycomb zwanzig Jahre später wirklich denken, passiert nicht wirklich viel. Und daran kann nicht die Übersetzung schuld sein. Also unbedingt ihr Hauptwerk lesen, wenn möglich im Original!
 

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"Die Meerkatzen" waren schon ein Lesegenuss, doch noch vergnüglicher ist ihr neuer Roman. Leicht wie ein Schmetterling erschließt sich Casparis Forschung, die gleichzeitig viel über die menschliche Existenz preisgibt. Menschliche Tränen sind die Nahrung der Falter, wie traurig ist das denn? Man möchte ihre Sätze laut lesen, stundenlang könnte man mit ihr Falter großziehen und umsorgen. Ist der Mensch nicht auch ein Insekt, das es zu erforschen gilt? Grill hat ein hohes literarisches Niveau, als Leser ist man einem Forscher sehr ählich: in jedes Detail verliebt, jeder Satz wird ausgekostet. Wobei man leicht etwas ganz Wesentliches übersieht: Grill führt uns am Ende an der Nase herum.
 

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Ein geistreiches Roadmovie, das stets einen Blick zurück in die Kindheit wirft. Billy ist ein liebenswerter Gangster, der gerne über seine Motive zum Töten redet. Der Roman verfügt über einen geradlinigen Erzählstil und die seltsamen Begegnungen sind herausragend beschrieben.
 

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Bereits der Bestseller "Die Interessanten" hat uns gezeigt, dass es Momente im Leben gibt, die uns als Erwachsene prägen. In "Die Stellung" perfektioniert Meg Wolitzer ihre Sprache. Auch wenn die vier Kinder das Buch "Pleasuring" (ein Sexratgeber, geschrieben und bebildert von den eigenen Eltern) nicht mit ihrem Leben in Verbindung bringen, entkommt keiner der Demütigung und dem Einfluss der Eltern. Ein hervorragendes Werk, amüsant und niemals trivial; mit glaubwürdigen Protagonisten!
 

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Schön, dass dieses Jahr Indonesien Gastland auf der Frankfurter Buchmesse sein wird, so lernen wir endlich großartige Autoren kennen. Obwohl Indonesien heute ein demokratisches Land ist, spielt die Kommunistenverfolgung von 1965-1966 noch eine große Rolle auf den Molukken. Die Unabhängigkeit wurde schwer erkämpt. Pamuntjak setzt sich mit den aktuellen Problemen auseinander, sie greift aber auch auf Mythen und historische Ereignisse zurück. Wir erinnern uns an das im Hanser Verlag erschiene Werk von Andrea Hirata, "Die Regenbogentruppe." Gute Literatur, schreckliche Ereignisse werden nicht tabuisiert.
 

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In diesem autobiographischen Roman geht es um den Schmerz, der Iris bei einem Selbstmordanschlag vor mehr als 10 Jahren zugefügt wurde und der sie bis heute quält. Auch die Autorin selbst überlebte 2004 ein Selbstmordattentat in Jerusalem nur schwer verletzt. Das Buch handelt aber auch von der schmerzvollen Erinnerung an ihre Jugendliebe Eitan, den sie nach 30 Jahren wieder trifft und dessen Nummer sie unter "Schmerz" in ihrem Mobiltelefon abspeichert. Schmerz in ihrem Innersten empfindet sie ihrer Tochter Alma gegenüber, die offenbar in den Händen eines kuriosen Sektenführers gefangen ist. Zeruya Shalev hat wieder einen grandiosen Familien- und Liebesroman geschrieben!
 

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Nils Liebe und Sanela trafen sich zum ersten Mal, als sie 14 Jahre alt waren. Gemeinsam machen sie sich in Bosnien auf die Suche nach dem Grab von Sanelas Vater, der im Jugoslawien-Krieg gestorben ist. Der Kontakt bricht abrupt ab. Nach 15 Jahren meldet sich Sanela wieder bei Nils Liebe. Sie hat inzwischen einen Sohn, den sie Niels-Tito genannt hat, dessen Vater ebenfalls verstorben ist. Nun, da auch sie unheilbar krank ist, möchte sie, dass Nils Liebe sich um Niels-Tito kümmern wird. Doch das Verhältnis zwischen den drei Protagonisten ist äußerst schwierig: Gefühle werden selten, bis nie gezeigt, Worte fallen wie Fausthiebe und sind ebenso schmerzhaft. Alle drei sind anders und gehen wohl dadurch so etwas wie eine Beziehung zueinander ein, obwohl nie von einem UNS die Rede ist.
 

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Obwohl im Original bereits 2009 erschienen, ist die Aussage dieses Buches bis heute gültig: Wir können mitentscheiden, was wir essen und was daher produziert wird! Der Autor Jonathan Safran Foer macht sich anlässlich der Geburt seines Sohnes Gedanken, was dieser einmal essen soll: Fleisch aus industrieller Massenerzeugung oder vom Kleinbauern, bei dem die Tiere wirklich noch artgerecht gehalten werden. Natürlich bedeutet eine Änderung unseres Konsumverhaltens, dass wir raus aus der Komfortzone müssen. Letztendlich ist es eine Frage des menschlichen Anstandes, welche Haltung jeder zum Essen von Tieren hat. Und Massentierhaltung hat zudem noch ökologische Folgen. Auch wenn Foer aus der Sicht eines Amerikaners schreibt und es bei uns wesentlich mehr kleine Farmen und Biobauern gibt, sollten wir doch unsere Einstellung gegenüber unserer Nahrung von Grund auf überdenken!
 

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Dieses Buch ist wahrlich harte Kost! Der Dokumentarfilmer Valentin Thurn ("Taste the Waste") und der Journalist und Autor Stefan Kreutzberger ("Die Essensvernichter") beschreiben in diesem Buch, wie unser Essen produziert wird und wie es gelingen kann, die für 2050 prognostizierten 10 Milliarden Menschen zu ernähren. Wir erfahren dabei Unglaubliches: Dass asiatische Kleinbauern selbst am meisten Hunger leiden; Wie die männlichen Küken zerschreddert werden; Wie die Bauern von Monsanto mit Hybridsaatgut und Dünger abhängig gemacht werden; u. v. a. m. Wer nach der Lektüre dieses wirklich hervorragenden und aufrüttelnden Sachbuches nicht beginnt, sich vegetarisch zu ernähren oder seine Lebensmittel nur mehr über die Bauernkiste, den örtlichen Hof- oder Bioläden zu kaufen bzw. selbst Gemüse anzubauen - der hat nicht erkannt, wie immens das Nahrungsproblem ist! Die wichtigste und durchaus positive Botschaft: Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten! Dringende Leseempfehlung!
 

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"Liebe verletzt" ist der Auftakt einer aufreibenden und herzzerreißenden Trilogie, in der es um die Schülerin Emma geht, die nach dem Tod ihres Vaters bei ihrem Onkel und ihrer Tante lebt. Doch ihre Tante Carol hasst sie, und das lässt sie Emma jeden Tag spüren. Emma weiß, dass ein Gespräch mit ihren Lehrern die Situation schlagartig verändern könnte. Doch sie hat Angst, dass die Familie ihres Onkels dann zerrissen wird und ihnen ihre beiden Kinder weggenommen werden, denen sie gute Eltern sind. Statt sich Hilfe zu suchen, konzentriert sich Emma voll und ganz auf die Schule, um ein College-Stipendium zu bekommen und in zwei Jahren das Haus ihrer Tante verlassen zu können. Doch dann kommt Evan neu an ihre Schule und bringt ihr Leben völlig durcheinander, und alles droht zusammen zu brechen. Dieses Buch ist verstörend, spannend, und emotionsreich. Ich werde diese Geschichte so schnell nicht mehr vergessen und kann diesen Jugendroman nur weiterempfehlen!
 

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"Die Kronprinzessin" ist der vierte Teil der "Selection"-Reihe. König Maxon und Königin America herrschen nun schon seit Jahren über Illéa. Ihre Tochter Eadlyn ist jetzt alt genug, um ihrem Vater bei diversen Staatsentscheidungen zu helfen, da sie selbst einmal den Thron besteigen wird. Doch die Bürger sind unzufrieden, und so will König Maxon, dass Eadlyn ebenfalls, wie er damals, ein Casting abhält, um einen geeigneten Partner zu finden - zur Beruhigung und Unterhaltung des Volkes. Sie willigt ein. Unter der Bedingung, dass sie keinen erwählen muss, wenn sie sich nicht verliebt. Am Anfang eine kleine Zicke, die darauf vertraut, dass sie keinen Partner braucht, um zu herrschen, beginnt ihre Überzeugung bald zu bröckeln.
 

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"Wenn der Sommer stirbt" ist die Fortsetzung des Fantasyromans "Wenn der Winter erwacht". Chamsin kann langsam, aber sicher ihre Gefühle Wynter gegenüber nicht mehr verbergen. Wynter aber wird immer kälter und verschlossener. Was nur wenige wissen, es liegt an einer göttlichen Essenz (das Eisherz), die er getrunken hat, um den Krieg gegen die Sommerländer zu gewinnen. Der Kampf um Wynters Leben führen Chamsin auf Wege alter, heldenhafter Sagen. Ein Buch, das einem im Gedächtnis bleibt, das aufzeigt, dass der beste Freund der schlimmste Feind sein kann.
 

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Ein Land voller Magie! Die Prinzessinnen von Sommergrund beherrschen die Magie des Wetters. Benannt nach ihren Gaben: Frühling, Sommer, Herbst... und Sturm. Chamsin "Sturm", gehasst von ihrem Vater, muss ihr Leben im Verborgenen verbringen. Fast keiner weiß mehr von der vierten Tochter des Königs von Sommergrund. Bis der König von Winterfels, Wynter Atrialan, Sommergrund den Krieg erklärt und daraus als Sieger hervorgeht. Durch einen Handel mit dem entthronten König von Sommergrund wird Chamsin zu Wynters Frau und Königin von Winterfels. Verrat und Intrigen nehmen ihren Lauf. Doch nicht nur ihr Vater will Chamsins Tod...
 

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"Kings of London" und "Abbey Road Murder Song" spielen in London in den 60's: eine Metropole zwischen kleinbürgerlichen Ressentiments und erwachender Popkultur, verkrustetem Beamtenapparat und ausschweifendem Künstlerleben. In diesem Umfeld siedelt der Musikjournalist William Shaw seine beiden London Krimis um das Ermittlerduo Breen und Tozer an. In die spannende Krimihandlung lässt der Experte für Undergroundkultur viele Fakten über das musikalische und künstlerische Umfeld der Beatles und wichtiger Pop-Art-Künstler einfließen, so dass sich ein atmosphärisch dichtes Gesamtbild jener faszinierenden Epoche ergibt. Eine Empfehlung für alle Liebhaber gehobener Krimiliteratur !
 

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"Abbey Road Murder Song" und "Kings of London" spielen in London in den 60's: eine Metropole zwischen kleinbürgerlichen Ressentiments und erwachender Popkultur, verkrustetem Beamtenapparat und ausschweifendem Künstlerleben. In diesem Umfeld siedelt der Musikjournalist William Shaw seine beiden London Krimis um das Ermittlerduo Breen und Tozer an. In die spannende Krimihandlung lässt der Experte für Undergroundkultur viele Fakten über das musikalische und künstlerische Umfeld der Beatles und wichtiger Pop-Art-Künstler einfließen, so dass sich ein atmosphärisch dichtes Gesamtbild jener faszinierenden Epoche ergibt. Eine Empfehlung für alle Liebhaber gehobener Krimiliteratur !
 

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"Lauras letzte Party" ist der erste Teil einer zusammenhängenden Trilogie. Die Geschichte spielt im kleinen Ort Palokaski, wo vor circa 20 Jahren ein junges Mädchen namens Venla Pohjavirta verschwand. Venlas Leiche wurde nie gefunden und der Fall blieb ungelöst. Nun Jahre nach diesem schrecklichen Ereignis scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Wieder verschwindet ein junges, hübsches Mädchen in Palokaski. Kann die Polizei den Fall dieses Mal aufklären, oder bleibt ein weiteres Mädchen auf immer verschwunden? Ich fand diesen Krimi sehr interessant, spannend, und als Urlaubslektüre ist er bestens geeignet. Jetzt muss man sich nur noch bis zum Erscheinen des nächsten Teils gedulden.
 

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Isabell, Cellistin, und Georg, Journalist, führen mit ihrem Sohn Matti ein bürgerliches Mittelstandsleben - bis Georg aus Sparmaßnahmen gekündigt wird und Isabell wegen ihrer zitternden Hand nicht mehr Cello spielen kann. Nun droht ihr finanziell sorgloses Leben zu zerbrechen. Doch erfahren sie im Laufe dieses Romans, dass es viele kleinen Momente des Glücks gibt, welche das Familienleben zusammenhalten. Ein Buch, das zeigt, wie schnell Lebensentwürfe scheitern können!
 

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Da gerade der 2.Teil der Krimiserie mit Carl Morck in den Kinos läuft, habe ich mir gedacht: Es wird wieder einmal Zeit, bei der Serie weiter zu lesen. "Erlösung" ist der 3. Fall für das Sonderdezernat Q. In diesem Band geht es um einen Mann mittleren Alters, der in einer streng religiösen Familie aufwuchs und dadurch eine gestörte Sicht auf die Welt und das Leben bekommt. Als Rache für seine eigene verkorkste Kindheit, zerstört er Familien, die Sekten angehören, indem er die Kinder entführt und die Eltern erpresst. Aber Adler-Olsen geht es in dem Buch nicht nur um die Aufklärung des Verbrechens, er sucht auch die Ursachen und die Abhängigkeiten für menschliches Verhalten. Er beschreibt verschiedenste religiöse Sekten, die sich von der Gesellschaft abkapseln und abschotten. Er beschreibt das Ausmaß des Fanatismus und der Unterdrückung mit schonungsloser Offenheit. Alles in allem ein sehr spannendes und lesenswertes Werk.
 

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Das Buch ist ein gelungenes Debüt der Autorin Julia Jessen. Es handelt sich um einen sehr berührenden Familienroman. Erzählt wird dieser von der Protagonistin Oda. Beginnend als kleines Mädchen, später als unangepasste Jugendliche, die sich nicht um Konventionen schert. Und immer wieder ein Seitenblick auf ihre Familie und die Verwandtschaft, welche etwas skurril erscheint. Als erwachsene Frau und Ehefrau hat Oda es nicht immer einfach, jedoch am Ende wirkt sie mit dem Leben versöhnt. Ein sehr gefühlvolles Werk!
 

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Die letzte Schlacht ist der ultimative Abschluss der 6-bändigen "Fallen-Angels"-Reihe. Gott lässt einen Engel und eine Dämonin um das Schicksal der Welt kämpfen. 7 Schlachten um sieben Seelen. 5 Schlachten wurden schon geschlagen, zwischen dem Großmaul Jim Heron und der Dämonendiva Devina. Im Buch 6 wird um die letzten 2 Seelen gekämpft, doch Jim hat anderes im Kopf: die Liebe! "Fallen Angels" ist heiss, witzig, actionreich und auf jeden Fall lesenswert.
 

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Der Sandmann ist das erste Buch von Lars Kepler, das mir in die Hände fiel. Es ist zwar schon Teil vier der Serie um den Ermittler Joona Linna, aber man kann auch hier noch gut in die Reihe einsteigen. Das Buch handelt von dem jungen Mikael Kohler-Frost, der vor Jahren zusammen mit seiner Schwester entführt wurde und plötzlich verwirrt und verletzt auf einer Eisenbahnbrücke auftaucht. Man glaubte damals, den Entführer der Kinder gefunden zuhaben und sperrte ihn weg. Aber wie kann es sein, dass der totgeglaubte Junge noch am Leben ist? Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um auch seine Schwester aus den Fängen der Entführer zu befreien.
 

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Der 11. Band von Tess Gerritsens "Rizzoli & Isles"-Thriller ist genauso spannend wie die Vorgänger-Romane. Meiner Meinung nach ist es ein sehr gut aufgebauter Kriminalroman mit wechselnden Schauplätzen zwischen Vergangenheit in Botswana und Gegenwart in Boston. Generell fand ich die Passagen, die in Afrika spielen, interessanter als den Bostoner Teil. Erst zum Schluss wird klar, wie die beiden Handlungsstränge zueinander gehören. Dabei gibt es noch einige Überraschungen und Wendungen.
 

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Leonardo Padura erweist sich in seinem neuen Roman erneut als begnadeter Chronist kubanischer Kultur und Lebensart. Diesmal hat er den kubanischen Nationaldichter Jose Maria Heredia in das Zentrum einer Geschichte über Unabhängigkeitsstreben, Freimaurertum, Freundschaft, Verrat, Exil und unmöglicher Liebe gestellt. Padura verschränkt wie immer Geschichtliches mit Gegenwärtigem und Literarisches mit Philosophischem. Gewürzt wird das Ganze mit einer gehörigen Prise Humor und Erotik. Ein wunderbarer Sommerschmöker, der uns in ferne Zeiten und Länder entführt, jedoch immer aktuell und brisant bleibt!
 

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Hallie lebt nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater Nick in der amerikanischen Kleinstadt Provincetown. Nachdem die Mutter von Gus ermordet wird und dieser sich komplett zurückzieht, versucht Hallie, Gus aus seiner Isolation rauszuholen. Gemeinsam mit Neil gelingt es ihr, und sie werden - wie es scheint - unzertrennliche Freunde. Aber die Liebe zwischen Hallie und Gus trübt ihre Freundschaft. Nach einem Streit am Strand von Race Point entscheidet sich Gus, Priester zu werden, und alles zerfällt ... Ein wirklich sehr gut geschriebener, packender Roman, indem es um Freundschaft, Liebe und Verrat geht!
 

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Marie, scheinbar glücklich verheiratet, erfolgreich und Mutter von zwei Töchtern, trifft auf Roch und beginnt eine Affäre, die 13 Jahre lang dauern soll. Meisterhaft beschreibt Catherine Charrier die gegenseitige Abhängigkeit der beiden Liebenden, das Zerbrechen des Alltags und das Warten Maries auf eine Entscheidung.
 

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1275 Seiten umfasst dieser wirklich grandiose Familienroman, der den Zeitraum von 1900 bis 2007 umfasst und uns an acht Leben von sechs Generation teilhaben lässt. Hauptschauplatz ist dabei Georgien, und so erfahren wir auch viel über die Geschichte dieses Landes. Einzigartige Literatur!
 

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Ob für einen stressigen Beruf, eine erschöpfte berufstätige Mutter oder einen Leistungssportler - dieser Ratgeber ist für alle geeignet. Denn leicht verständlich werden praktische Time-Out-Taktiken beschrieben, die für die unterschiedlichen Menschentypen anwendbar sind. U. a. wird auch geschildert, wie wichtig Schlaf für die Regeneration ist. Und: "Alles Leben braucht Pausen."
 

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In wechselnden Abschnitten befinden wir uns in Weimar während des zweiten Weltkrieges bei Anna und in New Heidelberg von 1993 bis 1997 bei Trudy, der Tochter von Anna. Anna arbeitet in einer Bäckerei und beginnt dort eine Affäre mit einem Obersturmführer, um sich und ihre Tochter vor dem Verhungern zu retten. Trudy möchte ihre Vergangenheit mithilfe eines wissenschaftlichen Projektes aufarbeiten, indem sie Deutsche in Amerika interviewt, damit diese über den Krieg aus ihrer Sicht erzählen können. Denn ihre Mutter schweigt beharrlich bis zum Schluss über ihre Vergangenheit. Ein starker Roman über zwei Frauen, die jeweils auf eigene Art mit ihrer Geschichte zu kämpfen haben!
 

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Hermine ist anders, voller Lebensfreude und lässt sich nicht schubladisieren, so wie es die anderen im Dorf gerne hätten. Bei der Hochzeit mit Karl sagt sie laut: „Ja, ich will, bis in den Tod und darüber hinaus.“ Und das ist ihr Lebensmotto: Die Liebe zu Karl. Als Karl in den Krieg ziehen muss, vernachlässigt sie nicht nur ihre beiden Söhne Paul und Dieter, sondern vor allem sich selbst. Denn fortan wartet sie auf die Rückkehr von Karl. Das berührte mich: Die Konsequenz, mit der Hermine ihren Karl liebt – im wahrsten Sinne des Wortes über den Tod hinaus. Die lebenslange Hoffnung, dass Karl doch noch nach dem Krieg nachhause kommt. Die komplette Verwahrlosung ihrer selbst, der Kinder und des Hauses. So schläft sie nicht mehr im Ehebett, sondern auf Stroh in der Küche und trägt ein Kornblumenkleid bis zu ihrem Tod. Für Hermine wird es nie mehr Frühling werden, sondern immer kalter Winter bleiben. Der Roman ist keine „klassische“ Liebesgeschichte, zeigt aber deutlich, dass Liebe in den Wahnsinn führen kann.
 

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Dieses Buch richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren, ist aber sehr wohl auch für Erwachsene gedacht: Hanna, 15 Jahre, wird mit ihrer Familie nach Birkenau gebracht. Von Vater und Mutter wird sie bald getrennt und hat nur noch ihre Schwester Erika bei sich in der Baracke. Da Hanna Pianistin ist, wird sie ins Haus des Kommandanten zum Klavierspielen abberufen und sichert somit ihr Überleben. Zutiefst berührend und doch die schreckliche Wahrheit - wider das Vergessen und hoffentlich nie wieder!
 

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... und das ist meistens auch besser so! Denn was diese Rentnerin sich denkt, sollte lieber unausgesprochen bleiben: Dass ihr Sohn Hansi nun einen Türkenbankert ins Haus bringt; dass ihre angehende Schwiegertochter viel zu kurze Röcke trägt und ihre Enkelin ebenfalls und überhaupt die Sache mit Sarema. Sarema ist mit ihrem Sohn Schamil aus Tschetschenien geflüchtet, ihr Mann und ihre zwei Söhne wurden im Krieg getötet, ihre Schwester entführt. Doch auch in Wien findet sie keine Heimat und erst recht nicht bei Emma. Susanne Scholl gelingt es mit ihrem Stil meisterlich die beiden Haupfiguren darzustellen, sodass man Mitgefühl mit Sarema hat und gegen Emma einfach nur Abneigung empfindet!
 

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Nach zwanzig Jahren Ehe eröffnet Connie ihrem Mann: "Ich habe das Gefühl, unsere Ehe ist am Ende, Douglas. Ich glaube, ich will dich verlassen." Doch so einfach gibt Douglas nicht auf, denn für den Sommer hat er eine große Europareise zu dritt mit Sohn Albie geplant. Und auf dieser Tour will er nicht nur seiner Frau und seinem Sohn wieder näherkommen! Ein unterhaltsames, aber auch zutiefst berührendes Buch über die Probleme einer Ehe und einer Vater-Sohn-Beziehung.
 

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Wie hab ich mit Stoner mitgelitten! Bis zum Schluss konnte ich es nicht glauben, dass er nicht auch mal Glück in seinem Leben haben kann. William wächst auf einer Farm auf, muss dann auf einer fremden Farm hart arbeiten, damit er sich sein Studium finanzieren kann, um endlich Literatur unterrichten zu können. Seine Ehe mit Edith ist ebenso leidenschaftslos wie beinahe sein ganzes Dasein. Was für ein Roman! Selten hab ich so mit einer Titelfigur mitgelebt!
 

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Michèle kann anscheinend nichts wirklich erschüttern: Ihr Ex-Mann hat eine neue, jüngere Geliebte; ihr Sohn zieht mit seiner Freundin zusammen, die ein Kind von einem anderen erwartet; zu ihren Eltern, vor allem zum Vater hat sie ein sehr problematisches Verhältnis. Und dann wird auch noch bei ihr eingebrochen und sie beginnt eine äußerst beklemmende Beziehung ...
 

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Manja ist eines von fünf Kindern, die 1920 in unterschiedliche Familien hineingeboren und trotzdem Freunde werden: Karl als Sohn einer Arbeiterfamilie, Franz aus dem Kleinbürgertum, Harry stammt aus einer assimilierten jüdischen Großbürgerfamilie, und Heini ist Sohn eines Arztes. Ihre Freundschaft zur Jüdin Manja wird 1933 auf eine harte Probe gestellt. Sehr deutlich erzählt die österreichische Autorin Anna Gmeyner, wie sich das Milieu auf diese Kinder auswirkt!
 

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In seinem neuen Roman widmet sich Michael Köhlmeier den Biografien zweier Giganten der Weltgeschichte. Er beschreibt die ungewöhnliche Freundschaft von Charlie Chaplin, dem Komiker, und Winston Churchill, dem bedeutendsten britischen Staatsmann des 20. Jahrhunderts. Tatsächlich standen die beiden großen Engländer, deren Herkunft, Lebensauffassung, politische Einstellung und Wirkungsfeld so unterschiedlich anmuten, in einem engen freundschaftlichen Verhältnis. Köhlmeier beschreibt mit gewohnt erzählerischer Brillanz, worin die Gemeinsamkeit der beiden historischen Persönlichkeiten bestand. Beide neigten nämlich zu manisch-depressiven Phasen und dachten viel über den Selbstmord nach. Historie und Fiktion vernetzen sich dabei undurchschaubar, sodass man sich wünscht, bei den Gesprächen der beiden Herren dabei gewesen zu sein. Auch wenn die Authentizität des Erzählten ungeklärt bleibt, erfährt man doch viele historische Hintergründe über Anekdoten und erlebt mit, wie sich sowohl Chaplin als auch Churchill gegen Hitler stellten — "der eine mit Lachen, der andere mit Krieg".
 

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Ein Roman über moderne Hexen in Paris, voller fantastischer und skuriller Begebenheiten - dazu mit einem wundervollen ironischen Unterton gewürzt. Als Creative Director einer Werbeagentur hat Autor Toby Barlow Einsichten in die Werbebranche, die er gekonnt und mit einem Zwinkern in das Buch einfließen lässt.
 

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Emma Lovenstein und Matthew Shapiro haben etwas gemeinsam: sie sind in ihren Berufen sehr erfolgreich, doch privat sind sie beide sehr traurig und einsam. Emma kommt nicht über die Trennung von ihrem langjährigen Geliebten hinweg, Matthew hat vor einem Jahr seine geliebte Frau durch einen Autounfall verloren. Eines Tages stößt Matthew zufällig auf einem Flohmarkt auf einen Laptop mit der Signatur EMMA L. Dass dieser Zufall das Leben von ihm und Emma grundlegend verändern wird ahnt er noch nicht… Dieser Roman erzählt mit viel Spannung eine Geschichte von zwei Menschen in zwei verschiedenen Welten bzw. Zeiten. Lassen Sie sich überraschen!
 

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Daniel Glattauer ist wieder ein toller Roman gelungen! Mit seinem gewohnten Humor und seiner fließenden Schreibweise erzählt er die Geschichte eines Journalisten, der dem Alkohol sehr zugetan ist und der plötzlich erfährt, dass er einen 14-jährigen Sohn hat, um den er sich jetzt ein halbes Jahr kümmern soll. Dann gibt es da auch noch eine geheimnisvolle Spendenserie, die anscheinend mit seinen Artikeln zusammenhängt. Und nicht zuletzt eine pubertierende Tochter, die zur Zeit in ihm den einzigen Verbündeten sieht… Ein herrliches Buch, das uns aufzeigt, wie andere Menschen unser Leben beeinflussen können und auch sehr zum Positiven wenden können.
 

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Gastland bei der Frankfurter Buchmesse ist dieses Jahr Finnland, indem auch dieser Familienroman spielt. Eigentlich wird vollkommen unspektakulär das Leben von Max und dessen Ehefrau Katriina und deren Töchter Helen und Eva erzählt. Aber trotzdem fesselt das Buch auf fast 400 Seiten und lässt uns Teilhaben am Schicksal der Figuren, das auch unseres sein könnte.
 

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Torkil Damhaug schafft es auch mit diesem Psychothriller die Spannung bis zum Schluss zu halten. Er stellt die psychologischen Abgründe und Hintergründe der Gesellschaft dar und lockt den Leser immer wieder auf eine falsche Fährte - bis hin zu den letzten Seiten. Ein fesselnder Thriller, der einen nicht mehr los lässt!
 

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Pass auf. Jetzt ist schon wieder was passiert. Und der Brenner ermittelt nun auch noch als Polizist i. R.. Und ob du es glaubst oder nicht, plötzlich gibt es drei Frauen, um die er sich kümmern muss. Genial, die Sprache wie immer bei Wolf Haas einzigartig und vor allem sehr, sehr witzig!
 

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Luce wohnt zurückgezogen in einer alten Lodge, bis sie sich der Zwillinge ihrer ermorderten Schwester Lilly annimmt und ein Mann namens Stubblefield in ihr Leben tritt. Doleres und Frank scheinen nicht sprechen zu können und leben ebenfalls in ihrer eigenen Welt, da sie dabei waren, als ihre Mutter von Bud umgebracht worden ist. Luce beginnt sich nun, nach diesen für sie doch ziemlich einschneidenden Erlebnissen, an die neuen Lebenserfordernisse anzupassen , bis Bud auftaucht … Ein spannender Abenteuerroman, der in North Carolina spielt.
 

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"Die Achse meiner Welt" ist ein wunderbarer Roman, der einen darüber nachdenken lässt, was man tun würde, wenn man manche Entscheidungen ein zweites Mal treffen könnte. Würde man sich wieder gleich entscheiden oder anderen Dingen Priorität einräumen? Der Debütroman von Dani Atkins ist humorvoll und gleichzeitig auch sehr berührend. Vielleicht ist ihr dieser Roman deshalb so gut gelungen, weil auch sie eine zweite Chance bekam…
 

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Was ist der Grund, warum Victor Alexander Laurentius Simonsen zu Lawrence Alexander wird und auf einem Kreuzfahrtschiff am Klavier für Unterhaltung sorgt? Was wurde aus seiner Frau Silja und der Tochter Liis? Welche Rolle spielen dabei seine Mutter Amy und sein überaus strenger und abwesender Vater Magnus? Der Roman spielt in unterschiedlichen Zeiten in Stockholm und Estland und ist sehr spannend geschrieben! Daher kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!
 

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Ein bezauberndes Buch von Jojo Moyes! "Eine Handvoll Worte" zeigt uns, wie sich der Umgang mit Worten in der Liebe innerhalb der letzten 50 Jahre verändert hat und auch wie sich die Lebenseinstellung in diesen Jahren gewandelt hat. Dieses Buch wird geprägt von Liebesbriefen, die eine wunderbare Geschichte erzählen. Wer selbst gerne schreibt, wird von diesem Roman hingerissen sein! Wer einfach nur gerne ein schönes Buch liest, wird es auch lieben.
 

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Dieses Buch handelt von der Afrikanerin Nombeko die zwar nicht lesen kann, dafür aber in Sachen Zahlen ein Genie ist. Ihr Dasein beginnt in einer Lehmhütte in einem Slum Südafrikas. Als Kind arbeitet sie dort und wird in jungen Jahren schon zum Waisenkind. Sie bestreitet dann ihr Leben allein – was aber nicht zum Nachteil für sie ist, da ihre Mutter ihr verdientes Geld nur für Alkohol und Drogen verbraucht hat. Durch gewisse Umstände aber nimmt ihr angeblich vorhersehbares Leben eine überraschende Wendung an, die niemand vorausahnen konnte… Jonas Jonasson bleibt seinem Stil mit viel Witz, Charme und Spannung auch in diesem Buch treu. Wer Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand verschlungen hat, wird auch diesen Roman lieben.
 

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Dieser Roman handelt von einem 8-jährigen Mädchen, das plötzlich von ihrer Mutter verlassen wird. Ihr Vater Pierre ist unfähig sich um sie zu kümmern, da er in seinem Selbstmitleid und Herzschmerz gefangen ist. Eines Tages nimmt sich der mürrische Nachbar Anatole der kleinen Manon an, die ihn an die Geschichte des Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry erinnert… Ein sehr berührendes und hinreißendes Buch über den Verlust eines Menschen auf der einen Seite und den Zusammenhalt, der in Krisenzeiten entstehen kann, auf der anderen Seite.
 

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Das Buch Ein ganzes halbes Jahr hat mich schon sehr fasziniert, aber auch Weit weg und ganz nah gehört zu den Romanen, die einen die Zeit vergessen lassen und die man am liebsten in einem Stück durch lesen möchte. Jess, die Protagonistin dieser Erzählung, lebt mit ihrer Tochter und ihrem Stiefsohn sehr bescheiden. Sie arbeitet als Putzfrau und gelegentlich in einer Bar um über die Runden zu kommen. Doch plötzlich tritt ein Mann in ihr Leben, der alles verändert und sie ihr bisheriges Leben überdenken lässt. Auch er betrachtet seine Lebensweise nun aus einem ganz anderen Blickwinkel… Jojo Moyes trifft auch mit diesem Roman mitten ins Herz, behält aber auch ihren Humor und die flüssige Schreibweise bei. Dieses schöne Buch ist optimal für ihren Strandurlaub geeignet!
 

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Obwohl bereits 2013 erschienen, ist dieses Buch wegen PISA-Absage und Zentralmatura-Debakel aktueller denn je und sollte Pflichtlektüre für alle PädagogInnen sein! Die Ideen, welche der deutsche Philosoph für unser Schulsystem vorschlägt, sollten von allen Bildungsbeauftragten sofort umgesetzt werden: Das Lehrpersonal sollte vielmehr coachen als frontal unterrichten, der Lehrstoff müsste dringend entrümpelt und nicht in Fächern, sondern in Projekten gemeinsam mit den Kindern erarbeitet werden. Eine Reform reicht hier nicht aus, es bedarf tatsächlich einer Bildungsrevolution!
 

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In diesem Buch geht es um weit mehr als um die Lüge vom Multitasking. Daniel Goleman erklärt uns emotionale Intelligenz, Empathie als eine der wichtigsten menschlichen Eigenschaften, soziales Lernen, achtsamkeitsbasierte Stressbekämpfung und Führung. Vor allem aber müssen wir unsere Aufmerksamkeit auf die Ökologie richten , denn das ist unsere größte Herausforderung für die Zukunft! Wir sollten nicht alle an den Fußabdruck denken, den wir hinterlassen, sondern uns auf unseren Handprint konzentrieren, denn dieser betont die positiven Effekte für die Ökobilanz. Hochinteressante und brandaktuelle Themen!
 

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Mit typischem Coben Humor geht es rasant durch dieses Buch! Jake Fischer, College-Professor verspricht seiner großen Liebe sie ein für alle Mal zu vergessen. Sechs Jahre hält er sich an sein Versprechen, als er plötzlich eine Todesanzeige sieht und diese ihn in die Vergangenheit zurückholt. Nun beginnt er Nathalie zu suchen und begreift immer mehr, dass das Abverlangen seines Versprechens tiefgehende Gründe hatte. Umso näher er Nathalie kommt, umso mehr muss er um sein Leben fürchten, aber auch das Leben seiner großen Liebe gefährdet er von Tag zu Tag mehr. Rasch erkennt er, dass er niemand trauen kann, selbst seine engsten Freunde arbeiten gegen ihn. Doch Jake Fischer gibt nicht auf! Ein Meister-Thriller, eben ein Harlan Coben Buch!
 

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Elena, schon länger mit Paolo verheiratet, beschreibt in Tagebuchsequenzen ihre Gefühle in dieser Ehe, die aus Alltag und Frust besteht. Bis sie einen fremden Mann kennen- und später auch lieben lernt und sich erstmals als begehrenswerte Frau erlebt. Doch so einfach ist es nicht, aus dem Trott auszubrechen und sich kopflos in ein Abenteuer zu stürzen. Fabio Volo versteht es als Mann meisterhaft, sich in das Gefühlsleben und –chaos einer Frau hineinzuversetzen.
 

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Wie ist es, als 16jähriges Mädchen im Warschauer Ghetto im wahrsten Sinn des Wortes ums Überleben zu kämpfen? Mira, zuerst Schmugglerin von Lebensmitteln, schließt sich nach dem Tod ihrer Eltern und ihrer Schwester einer Widerstandsgruppe an. Ihr Bruder ist bei der Judenpolizei. In diesem sehr spannenden Buch erleben wir Tag für Tag mit, in welche Gefahren sich die Kämpfer begeben, um wieder und wieder einen Tag weiterzuleben. Dramatisch, grausam und sehr wahrheitsgetreu. Und doch stellt sich Mira immer die Frage: Welcher Mensch willst du sein?
 

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Joana und Valentin versuchen beim Paartherapeuten, die Probleme ihrer Ehe in den Griff zu bekommen. Das Theaterstück ist kurz, prägnant, sehr witzig, spielt mitten im Leben, und die Wortwechsel sind genial. Ich kann es kaum erwarten, bis das Stück auch auf einer Bühne aufgeführt wird!
 

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Anna und Tobias ziehen mit ihrem behinderten Kind Freya nach Südfrankreich in ein baufälliges Haus. Zunächst scheint Anna genügend Energie und Helfer zu haben, die Arbeit mit Kind, Haus, Garten und Bauvorhaben zu schaffen. Doch von Monat zu Monat holt sie der Alltag ein: Tobias verkriecht sich in sein Tonstudio, ihre Mutter reist wieder ab, Ratten im Haus, Probleme mit der Wasserversorgung und vor allem die Pflege von Freya. Welche Gefühle darf eine Mutter gegenüber ihrem behinderten Kind haben? Wie weit muss „Mutterliebe“ gehen? Warum klammert sich Tobias aus allem aus? Sehr gutes Buch, das den Alltag und die Sorgen einer Frau und Mutter ziemlich deutlich beschreibt. Nicht nur für Mütter lesenswert!
 

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Dreimal im Leben begegnet der Ganove Max der schönen Mercedes „Mecha“: 1928 auf einem Ozeandämpfer als Eintänzer am Weg nach Buenos Aires, neun Jahre später in Nizza und wiederum 29 Jahre danach in Sorrent. Beide sind höchst fasziniert voneinander, trotzdem trennen sich ihre Wege immer wieder. Dieser Roman ist Liebesgeschichte und spannender Krimi zugleich, und man möchte unbedingt wissen, wie sich ihre neuerlichen Zusammenkünfte entwickeln.
 

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Drei ungleiche Brüder: Martin ist Pfarrer, der ständig mit seinem Glauben hadert, und die Zwillingsbrüder Eric und Iwan. Eric ist Finanzberater, hoch verschuldet und ein Betrüger. Iwan nennt sich selbst Maler, doch er malt nur die Bilder für einen anderen Künstler. Individuen, die allesamt Fälscher sind, auch ihr Vater Arthur, der vor dem Familienleben geflüchtet ist. Und am Ende erfahren wir, dass ihr Wege doch irgendwie zusammenführen, auch wenn sie getrennte Wege gegangen sind. Spannend und interessant zu lesen!
 

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Connie Palmen verliert zum zweiten Mal einen geliebten Ehemann und schreibt darüber: über das Jahr bis zum ersten Todestag, die letzten Wochen mit ihrem Mann in der Klinik, ihre Trauer, ihre Alkoholsucht und über viele Menschen aus ihrem Freundeskreis, die während dieses „unbarmherzigen“ Jahres noch sterben. Das ist kein Buch, indem man Trost oder gar Hoffnung findet. Denn die Worte der Autorin berühren – ganz nah, und machen dieses Buch deshalb so bewegend.
 

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Eigenlich mag ich ja keine Liebesgeschichten, aber irgendwie hat mich der Klappentext angesprochen, und als ich anfing zu lesen, konnte ich gar nicht mehr aufhören. Zwei Menschen mit den denkbar ungünstigsten Voraussetzungen, er manisch depressiv und sie hochgradig krebsgefährdet, verlieben sich ineinander und heiraten, trotz aller gut gemeinten Ratschlage. Sie führen eine ungewöhnliche, aber glücklich Ehe. Auf Grund Ihrer Krankheiten beschließen sie, keine Kinder zu bekommen, und sie läßt sich unterbinden. Sie wird trotzdem schwanger. Die beiden müssen sich entscheiden, und befinden sich auf einer Hoch- und Tieffahrt des Lebens, die einen nur erschüttert. Eine wunderbar schöne und unsagbar traurige Geschichte, die man unbedingt lesen muß.
 

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Schon sein erster ins Deutsche übersetzte Roman " Eine verläßliche Frau" hat mich außerordentlich beeindruckt und gäbe bestimmt ein herrliches Drehbuch für einen wunderbaren Film, der menschliche Abgründe und seelische Grausamkeit zum Inhalt hätte. Sein neues Buch, das eigentlich auf seinen allerersten schriftstellerischen Anfängen basiert und sich offenbar über vierzig Jahre entwickelt hat, ist eigentlich seine Autobiografie der ersten Lebenshälfte. Eine schreckliche Geschichte. Es fängt alles so harmlos an, fast salopp möchte man sagen. Er erzählt in leichtem Fluss über häßliche Dinge und schockierende Ereignisse, als wären sie vollkommen normal und gewöhnlich. Amerika halt - im Mittelosten, exakt Virginia-Maryland der 50iger Jahre, Wohlstand wie wir ihn in Europa zirka zwanzig Jahre später kennen. Eine Familie mit intellektuellem Hintergrund, die eine alkoholgetränkte Cocktailpartystimmung als alltagstaugliche Grundeinstellung etabliert hat. Auf diesem Humus latenter Lieblosigkeit und Arroganz erwächst, ohne besondere Aufmerksamkeit, eine Scheinwelt, eine Schattenwelt, in der das Unglück sein Zuhause findet. Was da überlebt, bleibt nicht ohne Verwundung, und die Wunden werden die Krücken für das Leben. Echte Literatur - ein großer Wurf durch Menschlichkeit und Größe. Diese Geschichte hat Seelenhaftung.
 

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Marcus Goldman versucht verzweifelt, einen neuen Roman zu schreiben, denn der Verlag drängt und der Abgabetermin rückt immer näher. Da wird sein ehemaliger Mentor und ebenfalls erfolgreicher Schriftsteller Harry Quebert des Mordes an Nola beschuldigt, der vor 33 Jahren begangen wurde. In 31 Kapiteln, die zugleich Anleitungen zum Schreiben eines guten Buches sind, erfahren wir, wer alles in diesen Fall verwickelt ist - und das sind nicht wenige. Und am Ende kommt alles ganz anders … Viele Verstrickungen, permanent neue Verdächtige – einfach gute und spannende Unterhaltung.
 

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Rachel und Ben kennen sich schon seit der Uni, waren aber immer „nur“ Freunde. Nach 10 Jahren treffen sie sich wieder: Ben ist verheiratet, Rachel frisch getrennt. Irgendetwas ist damals geschehen … Der Roman ist sehr spannend, denn man will unbedingt erfahren, was wirklich zwischen den beiden passiert ist und ob es eine gemeinsame Zukunft gibt. Sehr gut und flüssig geschrieben, daher schnell zu lesen, auch bei fast 500 Seiten.
 

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Isabel und Tom leben auf Janus Rock, einer abgelegenen Insel in Australien. Tom ist dort Leuchtturmwärter. Vordergründig können sie sich mit diesem kargen Leben abfinden, doch ihr sehnlichster Wunsch – ein Kind – geht nicht in Erfüllung. Bis eines Tages ein kleines Boot angespült wird. Darin liegt die Leiche eines Mannes und ein Baby. Isabel will dieses Kind unbedingt behalten. Einige Jahr scheint das Glück perfekt zu sein, doch Tom hadert sehr mit diesem Schicksal. Denn ihre Entscheidung hat einer anderen Frau das Leben zerstört … Packend und einfühlsam erzählt!
 

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Für Mert gibt es auf dieser Welt nur etwas Wichtiges, das Boxen. Aber eines Tages trifft er auf Nadja, die in ihm ganz neue Gefühle weckt und die Wertigkeiten seines Lebens verschiebt…Ein fesselnder Roman der neben dem Boxkampf auch viel über den Kampf um die Liebe, die Freundschaft und den täglichen kleinen Kämpfen im Alltag erzählt. Feinfühlig und sehr spannend ist dieser Roman von David Pfeifer geschrieben!
 

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Alles beginnt damit, dass den Helden des Romans plötzlich entsetzliche Rückenschmerzen plagen - damit nimmt das Elend seinen Lauf. Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit einem Arbeitskollegen wird er fristlos entlassen, seine Frau will sich von ihm scheiden lassen, er streitet sich mit seinen Eltern wie nie zuvor, ... Er scheint vor einem tiefen Abgrund zu stehen, doch dann passieren ein paar Dinge, die seinem Leben eine ganz neue Wende geben! Unser Körper weist uns oft darauf hin, dass wir etwas in unserem Leben verändern sollten, aber wir versuchen es meist zu ignorieren, bis es keinen anderen Ausweg mehr gibt, als sich den Problemen zu stellen und damit auseinander zu setzen. Wieder ein sehr gelungener Roman von David Foenkinos!
 

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Alex verschlägt es in eine kleine Stadt in Nordfrankreich. Sie arbeitet dort in einer Hühnerfarm und findet Unterkunft in einem Privathaus, wo Marlène und Bertrand mit seinem behinderten Bruder Gérard leben. Marlène ist mit der Situation, sich um ihren Schwager kümmern zu müssen, völlig überfordert. Alex unternimmt immer mehr mit Gérard - immerhin scheint er der einzig „Normale“ dieser Familie zu sein - und wird eines Tages von den zwei Menschen dabei unterstützt, von denen sie sich das am wenigsten erwartet hätte... Die Autorin legt sehr viel Humor, aber auch viel Gefühl in dieses Buch – genau die richtige Mischung um mit diesem Thema umzugehen!
 

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Es hat einige Seiten gebraucht, bis ich richtig drinnen war, in diesem neuen Buch von Alex Capus. Doch dann war ich mitten im Leben von Felix Bloch, Emile Gillièron und Laura d’Oriano und wollte wissen, wie deren Schicksale verlaufen. Alex Capus versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen, indem er immer wieder schreibt „Was wäre wenn …“, oder sich fragt, ob sich alle drei Protagonisten treffen hätten können. Dazu eine geniale Rezension
 

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Adam und Rachel, beide aufgewachsen in jüdischen Familien, sind bei der Planung ihrer traditionellen Hochzeit in Nordwestlondon. Da taucht Ellie auf, die Cousine von Rachel, die in New York bisher ein eher unrühmliches Leben verbrachte, und bringt die scheinbar wohlgeordnete langjährige Beziehung der beiden ziemlich durcheinander. Adam zweifelt plötzlich an seinen bisherigen Lebensentwürfen. Obwohl vordergründig nicht viel passiert, gibt dieser Roman trotzdem interessante Einblick in eine für mich doch fremde Welt.
 

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John, ein erfolgreicher Werbemanager, der voller Hektik von einem Termin zum anderen hetzt, scheint den Sinn des Lebens vergessen zu haben, bis er eines Tages plötzlich in einem Café im Nirgendwo landet... Dort werden ihm von den Angestellten seltsame Fragen gestellt, die ihn sehr nachdenklich stimmen und einige Fragen zum Sinn seines Daseins aufwerfen, die er nicht so einfach beantworten kann. Ein tolles Buch, das uns viel über den Sinn des Lebens lehrt!
 

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Dieser Roman handelt von einem in die Jahre gekommenen Bauern der alleine auf seinem Hof lebt, bis eines Tages eine fremde Familie das verwahrloste Nachbarhaus kauft und renoviert um dort einzuziehen. Ein Buch, das uns daran erinnert, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein und aufeinander Acht zu geben und wie schön das Leben sein kann, wenn man aufeinander zugeht.
 

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Susanne Fröhlich erzählt über den Alltag des Familienlebens - also den ganz normalen Wahnsinn, den man als Mutter und Ehefrau täglich erlebt. Auch dieser Roman zeichnet sich wieder durch ihre gewohnte Prise Selbstironie und ihren unvergleichlichen Humor aus. Ein absolutes Muss für den Strandurlaub!
 

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Das ist ein sehr berührendes Buch aus Sicht des kleinen Charly erzählt. Ein Tag aus seinem Leben, der damit beginnt, dass seine Mutter von fremden Leuten abgeführt wird. Trotzdem beschäftigen ihn auch noch andere Dinge wie seine hübsche Mitschülerin Mélanie, sein drogenabhängiger Bruder Henry, seine Freunde, ... „Im Leben muss man lieben, und zwar sehr. Man darf niemals Angst haben, zu sehr zu lieben.“ ...sehr spannend, sehr lustig und sehr berührend. Sollte man unbedingt gelesen haben!
 

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Die Autoren sind zugleich die Protagonisten in diesem fulminanten Roman! Miriam, liebevoll Mirchen von Philipp genannt, verliebt sich in diesen verheirateten, älteren und für sie sehr attraktiven Mann. Für sie beginnt ein Warten auf das nächste Treffen mit Philipp. Und fortan wird ihr Leben von der Frage begleitet werden, wie es in ihrer Beziehung weitergehen wird oder ob sie sich besser trennen soll. Wunderschön, spannend und mit einem unerwarteten Ende!
 

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Mehrere Handlungstränge laufen in diesem Roman zusammen: Einerseits können wir - wie in einem Spionagethriller - die Jagd auf die deutsche Spionin „Nachtauge“ verfolgen, andererseits wird die Liebesbeziehung zwischen Georg, Lagerleiter einer Munitionsfabrik, und der ukrainischen Arbeiterin Nadjeschka erzählt.  Dann erfahren wir auch noch einiges über das Leben von Axel, Schwager von Georg und getreues Gestapo-Mitglied. Spannend bis zur letzten Seite. Lesen Sie dazu auch folgende Rezension in unserem Blog
 

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Vier Jahre mussten wir uns darauf freuen, jetzt ist es endlich soweit, seit gestern wird der neue Bestseller von Dan Brown fleißig in den Buchhandlungen verkauft. Das erste verkaufte Tyrolia Exemplar habe ich mir gesichert und bin schon komplett hineingezogen und begleite den uns schon bekannten Helden Robert Langdon beim Retten der Welt und lerne Dantes Jahrtausendwerk „Göttliche Komödie“ von einer völlig andern Seite kennen. Auch wenn es heute noch spät wird, das Buch werde ich garantiert fertiglesen!
 

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Heiner, Häftlingsnummer 63.387, kommt am 11. September 1942 nach Auschwitz mit dem Vermerk: R. U. Rückkehr unerwünscht  – und überlebt. Am Beginn des Prozesses 1964 gegen die damaligen Lagerbefehlshaber lernt er Lena kennen und lieben. Doch wie ist das Leben mit einem ehemaligen KZ-Häfling? Wird Lena Heiner je verstehen  können? Die Reise zum Ort des Schreckens wird eine bedeutende. Dieser Roman gibt Einblick in das Überleben von Auschwitz-Überlebenden – bedrückend, schonungslos und doch ein äußerst wichtiges Dokument gegen das Vergessen.
 

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Wem gehörte die alte Geige, die plötzlich im Besitz der Antiquitätenhänderlin Lilly Kaiser ist? Unterstützt von ihrer besten Freundin und einem engagierten Musikwissenschaftler begibt sich die junge Frau auf Spurensuche nach England, Italien und Indonesien um das Geheimnis der Geige und ihrer Besitzerinnen zu lösen. Und gibt es vielleicht sogar eine Verbindung zu ihrer eigenen Familie? Für alle Fans von Lucinda Rileys „Das Orchideenhaus“ ein Muss!
 

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Owen Montignac rechnet fest damit nach dem Tod seines Onkels das Erbe der Familie anzutreten, doch seine schöne Cousine Stella erbt überraschenderweise alles und er geht leer aus. Dringend benötigt Owen Geld um seine Spielschulden zu begleichen, doch wie soll er die hohe Summe aufbringen? Er tüftelt einen unglaublichen Plan aus um seine Ziele zu erreichen und sein Leben zu retten. Meisterhaft erzählt John Boyne seine Geschichten und lässt den Leser in das gesellschaftliche und politische Leben Londons in den 30er Jahren völlig eintauchen. Unbedingte Leseempfehlung!
 

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Eine Geschichte rund um zwei Brüder, Karl und Lorenz, sowie ihre Freundin Elsa, die sich als Kinder kennenlernen und deren Schicksal untrennbar miteinander verbunden ist.. Das Großwerden in einem kleinen Dorf, Geschwisterrivalität, die Kunstszene und auch die erste Liebe sind nur einige der Themen die Astrid Rosenfeld in ihre Geschichte verwoben hat. Humurvoll und lebensklug erzählt wachsen einem die außergewöhnlichen Charaktere sofort ans Herz!
 

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Amelie Nothomb liebt nicht nur das Schreiben von Büchern, sondern auch das Schreiben von Briefen. Ihre Fanpost beantwortet sie immer selbst – manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Enthusiasmus. Einige Briefe und ihre Schreiber haben es ihr besonders angetan, so auch der übergewichtige Soldat Melvin Mapple, der im Irak stationiert ist.. Plötzlich bleiben seine Briefe aus und Amelie befürchtet das Schlimmste. Die Geschichte rund um diesen Briefwechsel ist einfach absolut lesenswert!
 

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Rebus ist zurück! Auch die Pensionierung kann den kultigen Ermittler nicht davon abhalten Verbrechen zu lösen. Bei den ungeklärten Fällen stößt er auf mehrere junge Frauen, die alle entlang einer schottischen Hauptverkehrsader verschwunden sind. Gibt es zwischen diesen Fällen eine Verbindung? Rebus macht sich auf die Suche nach Berührungspunkten und nimmt uns mit auf die Straßen und in die Dörfer Schottlands.
 

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Lou verliert ihren geliebten Job als Kellnerin und fällt dadurch in ein Loch. Geldsorgen und Zukunftsängste lasten ebenso schwer auf ihr wie der Druck ihrer Familie. Will hat keine finanziellen Probleme, aber er hatte einen Unfall und seit diesem Tag ist für den erfolgreichen und aktiven jungen Mann aus guter Familie nichts mehr so wie es war. Was diese beiden verbindet? Eine besondere Liebesgeschichte, definitiv!
 

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Der Huskyman ist eine interessante einstündige Dokumentation über einen Mann, der mit seinen 26 freilaufenden Huskies auf einer Ranch am Angerberg lebt. Martin Eigentler verbringt die meiste Zeit bei seinen Hunden im Freien, schläft bei ihnen, bestreitet spannende und schwierige Rennen, wie zum Bsp das härteste Rennen Mitteleuropas in Kärnten, welches auch auf dieser DVD dokumentiert wird. Man befindet sich für eine Stunde in einer völlig andren Welt.........
 

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Ein Wahnsinnsbuch! Ich kann es nicht anders sagen. Auf 115 Seiten wir die Geschichte einer Familie erzählt, die ihren Urlaub am Grundlsee verbringt. Der Ich-Erzähler, seine Frau und die Kinder John, Bella und Lili. In wenigen Kapiteln erfahren wir beinahe alles über sie und ihre Enkelkinder. Ein hervorragendes Buch - für mich leider viel zu kurz, hätte noch gerne mehr gelesen, aber gerade das macht den Reiz dieses verknappten Romans aus!
 

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Ist wirklich alles bestens in der Beziehung von Maja und Nathan? Denn sie treffen sich immer nur unter der Woche abends – von Sonntag bis Donnerstag. Am Wochenende hat Nathan nie Zeit. Warum – das werden wir im Laufe des Romans erfahren. Der Roman handelt aber auch von Majas Eltern, die sich nach über 30 Jahren Ehe scheiden lassen und irgendwie alleine doch nicht zurecht kommen. Ein leises Buch über die Liebe im Alltag.
 

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Toni hat eigentlich alles, was frau sich wünschen kann: Zwei Kinder, einen liebevollen Ehemann, betuchte Freunde und keine finanziellen Sorgen. Doch irgendwie fühlt sie sich nicht wohl in dieser bürgerlichen Gesellschaft, denn sie selbst kommt aus der Unterschicht, hat einen Liebhaber und auch sonst noch einige Geheimnisse … Sarkastisch, zynisch, herzerfrischend und spannend – alles, was einen guten Roman ausmacht. Und als Mutter kann frau so manche Gedankengänge nachvollziehen …
 

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Mila besucht auf Anraten ihrer Therapeutin ein Schweigeseminar über ein Wochenende. Als es vorbei ist, lässt sie sich von einem Teilnehmer – Simon – überreden, ihn im Auto ein Stück mitzunehmen. Daraus werden dann drei Tage und Nächte, die Mila nicht mehr loslassen. Doch beide haben vereinbart, keine Telefonnummern oder Mailadressen auszutauschen. Zurück im Alltagsleben versucht Mila jedoch alles, Simons Kontaktdaten herauszufinden … Amüsant und kurzweilig zu lesen – mit überraschendem Ende!
 

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Lorenzo, in armen Verhältnissen aufgewachsen, musste schon früh in der Bar seines Vaters arbeiten, bis er beginnt, in einer Werbeagentur in Mailand zu arbeiten. Finanzielle Sorgen hat er jetzt keine mehr, doch glücklich ist er auch nicht. Einerseits wegen seines wortkargen Vaters und andererseits wegen der Trennung von Federica. Vor zwei Jahren haben sie ihre Beziehung beendet, seit zwei Jahren versucht er, die Liebe seines Lebens zurückgewinnen … In einem atemberaubenden Tempo geschrieben und ebenso schnell zu lesen.
 

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Von der ersten Seite an war ich sofort mittendrin in der Handlung. Und ich wollte nicht aufhören, bevor ich wusste, was mit Mathilda und Xaver passiert ist und wieso sie sich vor fast 16 Jahren getrennt haben. E-Mails wechseln mit Dialogen, Briefen, Geschichten und der Erzählung von Mathilda und Xavers Zusammenleben ab. Spannend bis zum Schluss, einfach grandios. Unbedingt lesen!
 

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Bereits 1998 erschien dieses Buch im englischen Original. Dank des Thiele Verlags, gibt es den ersten Band der Serie um die sympathische Ermittlerin Aimée Leduc nun auch auf deutsch. Den Leser erwartet ein ganz besonderes Werk. Krimi, Politthriller und Vergangenheitsbewältigung in einem. Ein großartiger Auftakt, ich bin schon sehr gespannt auf die nachfolgenden Bände.
 

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Harry liebt Miriam immer noch, auch wenn es bald schon zwei Jahre her ist, dass sie sich getrennt haben. Miriam ist mit Ben befreundet und postet auf Facebook laufend Fotos und Meldungen über ihren Beziehungsstatus. Harry gibt aber nicht auf und tyrannisiert Miriam mittels SMS, Anrufen, Mails und Postings. Denn er will Miriam um jeden Preis zurückerobern. Ein Roman, der sich zum Krimi entwickelt, in Tagebuchform, der uns am Leben von Harry und seiner Besessenheit teilhaben lässt – amüsant, spannend, bitterböse!
 

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In diesem Buch geht es um die außergewöhnliche Luisa Casati. Sie haben noch nie von ihr gehört? Dann geht es Ihnen wie mir vor der Lektüre dieses Buches. Künstler wie Man Ray oder Romaine Brooks schufen Bilder von ihr, sie inspirierte Schriftsteller wie Tennessee Williams und Jack Kerouac, Modedesigner wie Tom Ford und John Galliano entwerfen noch heute von ihr inspirierte Mode. Ihre Feste waren legendär, sie verstand es sich zu inszenieren und andere Leute immer wieder zu überraschen und zu schockieren. Eine faszinierende Frau, ein tolles Buch, eine für mich wundervolle Entdeckung.
 

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Dieses kleine Juwel erzählt die Geschichte von dem Juden Mika, seinem Mantel, dem deutschen Soldaten Max und die eines Prinzen. Die Geschichte, die in der Gegenwart in New York, aber auch im Warschauer Ghetto und im Gulag in Sibirien spielt, berührt und rüttelt wach. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann, weil es einfach spannend geschrieben ist und einen zum Nachdenken bringt.
 

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Die Ehe von Nora und Pierre, seit vielen Jahren verheiratet, wird auf eine harte Probe gestellt, als Pierre nach einem Autounfall im Koma liegt.  Wie ist das, wenn frau plötzlich monatelang Tag für Tag ihren Mann im Krankenhaus besucht und darüber wacht, ob er vielleicht die Augen öffnet? Nora vergisst dabei vollkommen ihr eigenes Leben. Langsam findet eine Annäherung zum Arzt von Pierre statt. Die Situation verkompliziert sich zusehends, als Nora Pierre nachhause zur Pflege holt. Beeindruckend schildert die Autorin das Leben der Protagonistin Nora, welches durch einen Unfall komplett aus der Bahn gerät.
 

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Der junge Philosophiestudent Marek van der Jagt, ein Junge aus reichem Wiener Haus, ist auf der Suche nach der Amour fou. Er liest begierig alles darüber und möchte sie natürlich auch selbst erfahren. Aber was passiert? Er begegnet zumeist älteren Frauen. Doch als er gemeinsam mit seinem Bruder Pavel zwei junge Touristinnen aus Luxemburg kennenlernt, glaubt er endlich an die Erfüllung seiner Träume. Die Entdeckung, die er dabei macht, wird ihn noch zeit seines Lebens beschäftigen. Ironisch erzählt, auch das Aneinandervorbeileben seiner Eltern, ist dieses Buch amüsant zu lesen und im Grunde ein Coming-of-Age-Roman.
 

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Der Protagonist Schramm ist Lehrer, der schon seit einiger Zeit  nicht mehr unterrichtet. Warum? Das erfahren wir im Laufe des Romans nur bruchstückhaft. Welche Rolle spielt dabei der Schüler Waidschmidt? Sein Bruder Viktor besucht Schramm in dessen Haus mit einer Frau, schon wieder mit einer anderen. Schramm lebt alleine, das Gärtnern gibt ihm eine Tagesstruktur in seinem ansonsten völlig ereignislosen Dasein. Von Beginn an wird in diesem Roman Spannung erzeugt, bis wir zum Schluss die Gründe für Schramms Verhalten erahnen können.
 

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Bei diesem Buch bekommt man einen sehr interessanten Einblick in das Berlin im Wandel der Zeiten. Die Autorin hat am Beispiel eines real existierenden Hauses, die Entwicklung der deutschen Geschichte durch die Jahrzehnte, emotional aber kitschfrei dargestellt. Die zwei Familiengeschichten, die untrennbar mit dem Haus in der Torstraße 1 verbunden sind, werden spannend, gefühlvoll und mit einem Schuss geschichtlicher Informationen erzählt.
 

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Das Warten hat sich gelohnt, endlich gibt es das neue Buch von Sophie Kinsella. Spritzig, witzig, lustig - kurz- das perfekte Buch zum Abschalten, zwischendurch lesen, und die Seele baumeln zu lassen. Doch Achtung: Wenn Sie dieses Buch in der Öffentlichkeit lesen, werden Sie den einen oder anderen verwunderten Blick ernten, nämlich dann, wenn Sie plötzlich laut auflachen.
 

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Ein Dreiundfünfzigjähriger Literaturdozent hat mit einer Studentin nach der anderen zwanglosen Affären am Laufen, bis eines Tages eine von ihnen tot neben ihm im Bett liegt. Kurzerhand lässt er ihre Leiche verschwinden. Dann geschieht etwas, was er nie für möglich gehalten hätte, er entwickelt ernsthafte Gefühle für eine Frau, ausgerechnet die Stiefmutter der toten Studentin. Philippe Djian hat einen intensiven, spannenden Roman geschrieben. Er streut die wichtigen Informationen nebenbei in die Handlung ein und lässt dem Leser einiges an Interpretationsspielraum.
 

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Judith flüchtet sehr jung aus ihrem Leben in Hamburg nach Italien. Sie nimmt ein Geheimnis mit, das sie in ihrem neuen Leben niemandem anvertraut. Eines Tages erreicht sie ein Anruf aus Hamburg und ihr auf einer Lüge aufgebautes Leben gerät aus den Fugen... Ein ganz toller Roman von Renate Ahrens, den man am liebsten in einem Stück durchlesen möchte!
 

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Jair verliebt sich auf den ersten Blick in Mirjam und beginnt ihr Liebesbriefe zu schreiben. Beide sind verheiratet und gehen einem weiteren Treffen aus dem Wege. In ihren Briefen kommen sie sich aber sehr nahe und lassen ihren Gefühlen freien Lauf... Wer selber auch gerne schreibt, wird diesen Roman von David Grossman lieben!
 

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Paul ist Mitte Vierzig, als sich seine Freundin Sonja einen wohlhabenderen Mann sucht und sein Chef ihn kündigt. Was macht man nun mit soviel Freizeit? Ausgiebig in einem Cafe frühstücken, spazieren gehen – bis das Geld langsam knapp wird. Er sucht sich einen Aushilfsjob in einer Bar an der Garderobe, in der abends Maria, als Mireille Mathieu verkleidet, Chansons zum Besten gibt. Untertags besucht er nun öfters seinen demenzkranken Vater im Heim und muss schockiert feststellen, dass ihn dieser nicht mehr wieder erkennt. Während einer kurzen Konzertreise durch die Provinz im Campingbus vertieft sich die Beziehung zwischen Paul und Marie langsam. Leichtfüßig, lakonisch und nicht alltäglich erzählt.
 

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„Man gewöhnt sich gegen alles....“ (schreibt Clemens Setz in seinem neuen Roman „Indigo), an Clemens Setz leider sehr schwer. Ich habe mich bis zum Ende mit der Frage befasst, warum es dieser Autor schon wieder auf die Short List des Deutschen Buchpreises geschafft hat. Ich glaube, ich habe so einiges im Buch nicht verstanden, es ist wie ein Puzzle, wo man nicht mal den Rand fertigstellen kann. Nicht unintelligent, im Gegenteil, aber trotzdem sehr konfus für manche Leser. Irgendetwas hat mich aber an seiner Sprache gefesselt, denn nach jeder Lektüre habe ich davon geträumt. Eva Behrendt (die tageszeitung) schreibt, „dass sein Text sogar den Körper der Leser erfasst, infiziert, angreift - das ist vermutlich das größte Kompliment, das man Setz machen kann.“ Witzig habe ich seinen Roman nicht gefunden, eher gewalttätig und abgründig, doch irgendwie musste ich sein literarisches Werk doch beenden, um mich wieder von diesem untriebigen Geist befreien zu können!
 

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Vor Jahren waren sie gemeinsam in New York – die namenlose Erzählerin und Gregor. Damals haben sie sich versprochen, gemeinsam hierher zu ziehen. Gregor hat die Greencard gewonnen, sie nicht. Nach fünf Monaten haben sie ausgemacht, dass sie Gregor in New York besucht und drei Wochen bleibt. Wie sehr hat sie sich darauf gefreut und sich das Wiedersehen nach so langer Zeit gedanklich ganz genau vorgestellt: die Umarmung, die Küsse … Doch vom ersten Augenblick an, ist nichts so, wie es einmal war: keine Umarmung, keine zärtlichen Worte. Sie haben sich entfremdet. Sehr eindringlich wird das Ende einer Beziehung – mit Rückblenden in die Vergangenheit – erzählt.
 

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Dieses Buch handelt von einem Mann der das Gefühl hat in seinem Leben immer zu kurz gekommen zu sein, der sich an der ganzen Welt dafür rächen will, gefährliche Affären lebt, ... Ein mitreißender Roman von Lilian Faschinger mit vielen Überraschungsmomenten!
 

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Ein faszinierender Roman von David Foenkinos, in dem es um zwei Menschen geht, die füreinander geschaffen sind...so scheint es... doch jedes Mal, wenn man sich sicher ist, dass sie endlich zueinander finden, und eigentlich dem gemeinsamen Glück des Paares nichts mehr im Wege stehen kann, tritt eine unvorhergesehene Wende ein... Ein sehr spannender und auch ergreifender Roman von Foenkinos, den man unbedingt gelesen haben sollte!
 

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Jean-Jacques und Claire leben mit ihrer kleinen Tochter Louise ein ruhiges, fast langweiliges Familienleben, bis er eine Affäre beginnt und sie einen Privatdetektiv engagiert (nicht nur für detektivische Zwecke)... Ein tolles Buch über ein Familienleben, das zu langweilig erscheint, bis etwas völlig Überraschendes eintrifft und es dann eine unerwartete Wendung nimmt. „Manchmal erkennt man die große Liebe erst, wenn sie vorbei ist.“
 

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Dies ist der 3. Band um den Ermittler Joona Linna. Man kann das Buch auch lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen, doch dann entgehen einem zwei sehr spannende Bücher. Das schwedische Ehepaar, das unter dem Pseudonym Lars Kepler schreibt, liefert wieder einen ausgezeichneten Krimi ab. Leider ist es oft so, dass Folgebände schlechter werden, doch hier ist das Gegenteil der Fall! Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt, glaubt man das Rätsel gelöst zu haben, wird man eines besseren belehrt.
 

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Eine kleine Stadt in den Südstaaten, 1948, ein Fremder sorgt für Aufregung, besonders als er sich in die Frau des reichsten Einwohners der Stadt verliebt. Ein Liebesroman der etwas anderen Art, über eine Liebe, die nicht kitschig oder zärtlich ist. Mit seiner bild- und wortgewaltigen Sprache versteht es der Autor seine LeserInnen zu begeistern.
 

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In „Herbert Tichy. Das Leben als Reise“ kommen viele Menschen zu Wort, denen Herbert Tichy nahe stand, und zeichnen mit sehr persönlichen Beschreibungen den Abschnitt der „Reise“ nach, den sie mit Tichy teilten. Der Biograph Ulrich Wörz entwirft „ein Lebensbild“ von Herbert Tichy und spickt es mit vielen Zitaten aus dessen Büchern. Neben seinen Reise- und Expeditionsbeschreibungen beeindruckt mich dabei vor allem das spirituelle Erleben Tichys: „Berge sind für mich (…) nicht abstrakte Ziele, an denen man seine technischen Fähigkeiten und seine persönliche Leistungskraft beweisen kann, sondern nur Teile jener großen Welt, in der ich mich so wohl fühle. Ich habe Gipfel geliebt wie ich einzelne Menschen liebte, als gleichwertige Teile eines größeren Ganzen.“ Schmunzeln lässt mich immer wieder Tichys feinsinniger Humor, der gewürzt ist mit einer Prise Selbstironie. Vor der Besteigung des Cho Oyu schreibt er: „Da ich trotz meiner im Allgemeinen guten Gesundheit viel rauche und gerne trinke, waren wir eine recht hoffnungslose Mannschaft.“ Hinter dieser Koketterie steckt aber eine eiserne Willenskraft, die ihn trotz erfrorener Hände zum Gipfel zieht: „Höher und höher. Wir sind wie willenlose Maschinen, die nichts anderes können als weitergehen. Oder sind wir vielleicht nur der Wille, der hinauf muss und den Körper weiter zwingt.“ Doch viel mehr als seine bergsteigerischen Leistungen fesseln mich die Einblicke in den Charakter Tichys, die das Buch bietet: Die tragische Zerrissenheit des Reisenden, der Nähe geben und empfinden, doch nie lange bleiben kann, und der doch von den Menschen, die sein Leben begleiten, und zu denen er immer wieder heimkehrt, geliebt wird. Sein „Wahlsohn“ Hannes Pflaum beschreibt dies im Kapitel „Wahlverwandtschaft“ auf sehr liebevolle, persönliche Weise. Spritzig zu lesen finde ich die Erzählung von Susanne Hochwälder, die Tichy Mitte der 1950er-Jahre als junges Mädchen kennen lernte. Susanne Hochwälder stellte Tichy dem Dramatiker Fritz Hochwälder vor, was schließlich zu „einer lebenslangen Freundschaft zu dritt“ führte. Hochwälder schildert die unkonventionelle Freundschaft und das innige Verhältnis beider Männer zu ihr derart erfrischend, dass man bei dieser „Menage à trois“ gerne „Mäuschen“ gewesen wäre! Mein Fazit: Das Buch ist eine sehr persönliche Annäherung an den Menschen Herbert Tichy und hat es geschafft, mich von Seite zu Seite mehr in seinen Bann zu ziehen. Ich nehme Herbert Tichy in meine persönliche Liste von „Menschen, die ich gerne kennen gelernt hätte“ auf und hoffe, es geht Euch nach der Lektüre ebenso!
 

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Ein Kind auf dem Papstthron? Das passt nicht. Und doch hat es ihn wirklich gegeben. Peter Prange ist ein toller historischer Roman gelungen. Man erhält einen interessanten Einblick in längst vergangene Zeiten, fühlt bei der Liebesgeschichte mit und ist mittendrin bei den Schlachten um den Thron.
 

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Ein berührendes Buch über eine wahre Geschichte! Das Leben einer Familie gerät aus den Fugen, als bei der zweijährigen Thais eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird. Das noch ungeborene Kind wird auch daran erkranken ? Wie es der Familie im Alltag ergeht, mit all den Sorgen und Schmerzen, doch auch freudigen Momenten, erzählt die Autorin sehr berührend. Wenn man dann auch noch weiß, dass dies eine wahre Geschichte ist, bewegt dieses Schicksal einmal mehr.
 

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Ich habe ja schon einige Bücher von Thomas Sautner (z. B. Fuchserde) gelesen. "Der Glücksmacher" ist jedoch ganz anders als die bisherigen. Denn er behandelt das Thema Glückssuche auf sehr skurrile Art, indem eine Versicherungsagentur eine Glücksversicherung anbieten will. Sebastian Dimsch, der in seinem abgeschiedenen Büro die großen Philosophen und pseudowissenschaftliche Bücher zum Thema Glück liest, soll diese Versicherung entwerfen. Echt kurioses Buch!
 

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Wenn man dieses Buch zu lesen beginnt, sollte man zusehen, dass man sich Zeit freischaufeln kann. Alles, was der Alltag so mit sich bringt, stört und man hat nur einen Gedanken: Wann kann ich endlich weiterlesen? Es ist blutig, brutal und einfach nur unglaublich spannend. Fitzek ist wirklich ein Meister des Thrillergenre. Die Zusammenarbeit mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos ist sehr gut gelungen. Unbedingt lesen, jedoch nichts für schwache Nerven!
 

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Lily Brett hat einen stark autobiographischen Roman geschrieben, der wirklich unter die Haut geht. Geschickt mischt sie Vergangenheitsbewältigung, Gedanken einer von Selbstzweifeln geplagten jungen Frau und Anekdoten aus der Welt der großen Musiker der 60er Jahre, wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Mick Jagger. Dieses Buch macht Lust, wieder die Musik von damals zu hören, ist kurzweilig und bleibt im Gedächtnis haften.
 

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Anna hat eine bewegte Vergangenheit: Ihr Vater hat Selbstmord begangen, ihre depressive Mutter ist im Altersheim, und sie selbst hat lange in Südafrika gelebt. Da lernt sie in einer durchgestylten Redaktion Ludwig kennen. Ludwig ist eigentlich das genaue Gegenteil von ihr, denn ihm ist die richtige Kleidung wichtiger als persönliche Beziehungen. Er lebt in einer fast sterilen Wohnung. Ludwig betont immer wieder, dass er eigentlich niemanden braucht und keine Beziehung will. Doch er lässt sich trotzdem auf Anna ein und macht nach acht Monaten eines Morgens plötzlich Schluss … Ein Buch über die Einsamkeit von Menschen, die sich nach außen unberührbar geben.
 

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Benjamin Lee Baumgartner, schon der Name des Protagonisten ist eine geniale Erfindung von Wolf Haas - wie das Buch auch. Zwar mit etwas gewöhnungsbedürftigen formellen Einschüben, aber umso besserem Inhalt. Was dem Protagonisten, der indianischer Abstammung ist, auf der Suche nach seinem Vater und seinen Reisen passiert, ist derart komisch, dass ich während des Lesens laut Lachen musste. Die Einfälle des Autors und die Wendungen im Roman sind einfach phänomenal. Wer also bis jetzt noch kein Buch von Wolf Haas gelesen hat, sollte das schleunigst nachholen.
 

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Ist es verrückt, wenn einer glaubt, die Zeit lasse sich "zurückdrehen"? Es ist verrückt, denkt Peter Taler anfangs, als er das Vorhaben des alten Knupp begreift, der ihm gegenüber wohnt. Denn der möchte etwas denkbar Unmögliches möglich machen ... Anfangs begreift Peter Taler nur, dass im Haus gegenüber, in dem der achtzigjährige Knupp wohnt, sonderbare Dinge vor sich gehen. Er beginnt zu beobachten und mit der Kamera festzuhalten – und merkt erst spät, dass er seinerseits beobachtet wird und längst in die Geschehnisse auf der anderen Seite der Straße verstrickt ist. Der alte Knupp, der vor zwanzig Jahren seine Frau verloren hat, ist davon überzeugt, dass man nicht wie Orpheus ins Totenreich hinabsteigen muss, um einen geliebten Menschen wiederzufinden. Denn er hat eine Theorie und kann sich dabei sogar auf berühmte Leute berufen. Allerdings ist deren Umsetzung nicht einfach. Um nicht zu sagen – schier unmöglich. Taler soll ihm dabei helfen. Spannung garantiert!
 

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Bei der Lektüre dieses Buches will man sofort die Koffer packen, ins Flugzeug springen und nach Paris reisen. Sollte dies nicht möglich sein, kann man sich wenigstens über ein paar gemütliche Lesestunden auf der heimischen Couch freuen. Die Wärme und das Gefühl, das dieses Buch ausstrahlt, sind auch hierzulande spürbar.
 

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Der Roman der österreichischen Autorin beginnt nicht mit dem Anfang, sondern mit dem Ende der Geschichte. Kapitel für Kapitel erfahren wir, warum Maria arbeitslos wurde und wie ihr Leben davor ausgesehen hat. Wie traten Walter und Eduard in ihr Leben, und was ist mit ihnen passiert? Ein ungewöhnliches Buch, das von Menschen am Rande der Gesellschaft erzählt - und doch mittendrin im Leben der Protagonisten spielt.
 

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Jetzt als Taschenbuch! Dieses Buch – nominiert für den Man Booker Prize – stellt alles bis jetzt Gelesene in den Schatten. Die Welt aus der Sicht eines 5-jährigen Kindes – welches mit seiner Mutter eingesperrt in einem kleinen Raum lebt – hat ihre eigenen Regeln. Wie erzieht man ein Kind, ohne dass die Außenwelt existiert? Plötzlich werden die kleinen Dinge im Leben wieder wichtig, man begibt sich mit dem kleinen Jack auf eine spannende Reise – man kämpft und fiebert mit ihm und entdeckt, was Mutterliebe möglich macht!
 

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Die Autorin Katherine Pancol ist in Frankreich bereits ein Phänomen. Ihre Trilogie rund um die vorerst unscheinbare Josephine und ihre Familie führt in Frankreich die Bestsellerlisten an. Und jetzt ist auch bei uns der zweite Teil erschienen. Die 670 Seiten schrecken zwar ab, aber ihre Geschichten verschlingt man im Nu. Ein halbes Jahr nach Erscheinen ihres Buches und nach dem großen Umzug wird Josephine mit neuen Ängsten und Herausforderungen konfrontiert, denn diesmal wird sie fast ermordet, und auch die Liebe stellt sie auf eine harte Probe. Der Leser amüsiert sich aber köstlich mit den tollen und eigenartigen Familienmitgliedern, sie sind alle wieder dabei, im Mittelpunkt die lebenskluge Jo, deren Weisheit man oft gerne selber hätte! Unterhaltsamer als die Gavalda und niemals so schnulzig wie Nicholas Barreau!
 

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Man muss nicht unbedingt in einem Bergdorf aufgewachsen sein, um sich in der Welt der Vea Kaiser zurechtzufinden. Alles beginnt mit einem Bandwurm, der Johannes A. Irrwein lange nicht mehr loslässt. Sein Enkel, der Jahre später diese Dorfchronik verfasst, möchte eigentlich überhaupt nichts mit den engstirnigen Bewohnern von St. Peter am Anger zu tun haben. Doch gerade diese massive Engstirnigkeit , die dörfliche Idylle im hintersten Winkel, ruft seinen Forschungsinstinkt wach! ....ein hervorragend komponierter Heimatroman, intelligent, skurril und witzig, - die österreichische und weibliche Version John Irivings! Hut ab vor dieser jungen Autorin! Von ihr werden wir noch viel hören!!!
 

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Ich habe eine gewisse Schwäche für Bücher, die von den 50er und 60er Jahren in Amerika erzählen. Der zweite Weltkrieg geht gerade zu Ende, es gibt Martinis und Gins ohne Ende, die jungen Leute haben noch Träume auf den zahlreichen Gartenparties von Nick, Hughes und Helena, doch auch in Martha's Vineyard gibt es Geheimnisse und Verschwörungen, die erst Jahre später, nachdem ihre Kinder eine Leiche finden, zum Vorschein kommen. Das Buch ist nicht nur eine wunderschöne Sommerlektüre, es beginnt in einer sehr eleganten Zeit und endet dann fast wie ein psychologischer Thriller! Die 5 Charaktere werden genauestens in eigenen Kapiteln portraitiert – man muss erwähnen, dass Liza Klaussmann die Ur-Ur-Urenkelin von Herman Melville ist! - sie erzählt aber nicht das gleiche Ereignis aus der Perspektive von 5 Personen, sondern sie lässt die Zeit überschneiden. So erfährt der Leser nach und nach, dass der Schein nach außen hin trügt, und dass sich die Dinge schnell verändern können. Dieses Buch ist eine perfekte Mischung aus Glamour und Spannung! Fünf Martinis für dieses Romandebüt!!!
 

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Das erste Buch, „Herzenhören“ hat mein Leben bereits emotional berührt, in welcher Form auch immer! Sendker hat eine Art zu schreiben, die einen durch reine Magie nach Burma versetzt, seine Geschichten stimmen uns nachdenklich. Zehn Jahre sind seit dieser unglaublich schönen Liebesgeschichte vergangen, und Julia muss zurück nach Burma reisen, da eine innere Stimme ihr keine Ruhe lässt. Und wieder taucht man ein in eine neue Geschichte, die unter die Haut geht, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich wahrscheinlich wirklich so zugetragen hat. Sendker besitzt die Gabe, Herzen zu berühren und große Gefühle hervorzurufen, ohne kitschig zu werden. Meiner Meinung nach übertrifft er sich selbst im zweiten Buch, aber man sollte auf jeden Fall mit dem ersten beginnen, sonst kommt dem Leser ein bisschen Magie abhanden.
 

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Was bleibt von der Liebe, wenn der Mensch für den wir sie empfinden, nicht mehr da ist? Das ist die zentrale Frage, mit der sich dieser Roman auseinandersetzt. Ob man dieses Buch mag, oder nicht, hängt extrem davon ab, ob man den Protagonisten sympathisch findet, oder nicht. Am Anfang ist dies leicht, doch im Laufe der Geschichte gestaltet es sich immer schwieriger, und lässt ihn doch so viel menschlicher erscheinen. Er reflektiert sein Leben, seine Lieben und versucht den Alltag zu bewältigen. Es ist kein einfaches Buch, nichts zum zwischendurch lesen. Ein Werk das nachdenklich macht und großartig über Selbsterkenntnis und das Bild, das unsere Mitmenschen von uns haben, erzählt.
 

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Michaela Karl bringt nach „Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber“ wieder eine tolle Biographie über die Goldenen Zwanziger heraus. Diesmal schreibt sie über DAS Glamourpaar der Roaring Twenties, die Fitzgeralds. Karl's Schreibstil ist spannend, sie recherchiert gut ,und man hat das Gefühl, man liest einen Abenteuerroman, ein Drama, eine Liebesgeschichte und eine Komödie gleichzeitig. Informativ und unterhaltsam: kurz, einfach ein tolles Buch
 

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Die Irin Ella Griffin schafft es in ihrem Debütroman, geschickt heitere und ernste Themen miteinander zu verknüpfen. Die Seiten fliegen nur so dahin, man will wissen, wie es weitergeht in dem Leben der Protagonisten. Genau das Richtige zum zwischendurch Lesen, zum Entspannen und zum Mitfiebern.
 

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Zu Beginn überzeugt das Buch mit seinem wunderschönen Cover, dann mit seinen tollen Sätzen und ganz nebenbei mit den Gedanken über die kleinen Dinge des Lebens. Foenkinos kann einfach gut schreiben, mit wenigen Sätzen drückt er die Bandbreite der menschlichen Emotionen aus. Das Buch geht in eine ganz andere Richtung als sein Vorgänger „Nathalie küsst“, und doch sind es die Erinnerungsstücke - „Souvenirs“ wert entdeckt zu werden.
 

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Ich finde es übertrieben, diesen Erotikroman als Softporno zu bezeichnen, wie es manche Kritiker tun. Für mich ist es ein Liebesroman mit einem Schuss prickelnder Erotik – zugegebenermaßen auch mit einem Hang zu SM. Viele spannende Momente runden das Ganze aber ab und somit lässt sich diese leichte Lektüre gut und einfach lesen...
 

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Normalerweise mache ich um Bücher über Schicksalsschäge einen großen Bogen, bei John Green konnte ich aber nicht nein sagen. Die Protagonistin Hazel leidet an Krebs. Ihren Eltern zuliebe geht sie zu einer Selbsthilfegruppe, bei der sie Gus kennen und lieben lernt. Zusammen versuchen sie, einen Weg durch ihr doch sehr kurzes Leben "als Freak" zu finden. Hazel mit ihrem Schlauch in der Nase und einer Sauerstoffflasche im Gepäck, und Gus mit seiner Beinprothese. Erste Liebe trotz oder gerade wegen ihrer tödlichen Krankheit. Ein Buch zum Lachen und erst recht zum Weinen. Wunderbar, einmalig. Bitte mehr!
 

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Der Inhalt ist um einiges besser, als der doch etwas kitschige Titel des Buches vermuten lässt. Eine ältere Dame macht sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit. Diese geht zurück in die Südstaaten der 1930er Jahre, wo sie sich als weiße Tochter aus gutem Hause in einen schwarzen Arbeiter verliebt. Zur damaligen Zeit undenkbar. Die Geschichte liest sich sehr kurzweilig, sie berührt Kopf und Herz. Mit großer Spannung liest man Seite für Seite, bis auch das letzte Geheimnis der sympathischen Hauptfigur gelüftet wird.
 

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Max Broll hat sich nach dem Tod seiner großen Liebe auf eine einsame Insel zurückgezogen, doch zum Trauern kommt er nicht lange, denn Baroni, sein bester Freund, wird von Killern erpresst. Da nutzt auch der ganze Alkohol, den die beiden runterkippen, nix mehr, der Totengräber ist mal wieder in ein Verbrechen involviert. Doch die Schmähs gehen dem holden Duo nicht aus, auch wenn sie hin und wieder in recht makabere Situationen gelangen. Bernhard Aichner bietet dem treuen Krimi-Fan wieder ein äußerst spannendes Ende – und ich darf schon verraten – die Rache der beiden Hobbydetektive fällt nicht gerade zimperlich aus!
 

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Die Business Class macht Ferien Ein Buch für alle Workaholics und solche, die schwer beschäftigte Leute kennen. Wir erfahren, dass Manager drei Tage später in den Urlaub und drei Tage vorher wieder heimfahren und dass die Ehefrauen oft froh sind, wenn ihre Männer nicht den ganzen Urlaub mit ihnen verbringen. Wer wissen will, was Quality Time ist, ist mit diesen Geschichten bestens unterhalten. Kurzweilig, manchmal bitterböse, und die Pointe immer zum Schluss!
 

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In den ersten Kapiteln gibt die Hauptfigur Sissi zu, Fehler gemacht zu haben: am Begräbnis ihres Vaters teilzunehmen; das Erbe ihres Vaters – eine alte Mühle in der steirischen Provinz – anzunehmen; Stefan – einem alten Freund – bei der Weinernte zu helfen und letztendlich, sich nicht von allem und allen – ihrer Großmutter, Stefan und den sich daraus entwickelnden Problemen – zurückzuziehen. So beginnt sie über den Tod von Regina, Stefans Frau und ihre beste Freundin, nachzuforschen. Was sich daraus ergibt, ist höchst spannend zu lesen und stellenweise bitterböse.
 

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Sven, Tauchlehrer auf einer spanischen Insel, ist vor 14 Jahren aus Deutschland dorthin geflüchtet, um ein neues Leben zu beginnen. An einem Samstag kommen Jola und Theo auf der Insel an – ab diesem Zeitpunkt wird nichts mehr so sein wie vorher. Jola will Sven für sich gewinnen, was leicht erscheint, da Sven durchaus Interesse an der hübschen Jola hat. Doch dass sie ihn nur für ihren perfiden Plan missbraucht, bemerkt er viel zu spät. Sehr spannend erzählt mit einem überraschenden Ende. Der Bericht von Sven und Jolas Tagebucheintragungen wechseln sich ab und machen diesen Roman zu einer äußerst fesselnden Lektüre.
 

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Ein neuer Komissar betritt die Bühne! Im pittoresken Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der betagte Inhaber des alteingesessenen Hotels Central erstochen aufgefunden. Komissar Dupin aus Paris stammend und in die Bretagne zwangsversetzt beginnt mit den Ermittlungen. Ein gelungener klassischer Kriminalroman mit viel Charme, nicht nur für Frankreichliebhaber. Mit einem sehr symphatischen und liebenswerten Komissar und stimmungsvollen und athmosphärischen Beschreibungen der Landschaft und ihrer Bewohner. Ein ruhiges und beschauliches Erstlingswerk mit Spannung und Humor. Eine gelungene Abwechslung in dem doch sehr oft blutigen und brutalen Genre.
 

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Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit": Wer jeden Wunsch erfüllt - und das am besten jetzt und sofort - und Aufgaben und Konflikte für andere löst, der verwöhnt. Und wer sämtliche Unannehmlichkeiten von Kindern fernhält und meint, ihnen damit Gutes zu tun, nimmt ihnen die Chance, die später notwendige Konfliktfähigkeit zu erlernen und eine eigenverantwortliche Persönlichkeit zu werden. Der Autor fordert, Kindern und Jugendlichen bewusst Herausforderungen zuzumuten. ohne sie dabei sich selbst zu überlassen.
 

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Lustig beschwingte Lektüre – perfekt für den Strandurlaub. Dieser humorvolle Roman zaubert immer wieder ein Lächeln in das Gesicht des Lesers – ob übergewichtig oder nicht.
 

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Ein toller Roman über eine Affäre einer Frau mit einem verheirateten Mann – der es auch bleiben wird, was von vornherein für beide klar ist. Trotzdem scheint sie nicht von ihm los zu kommen. Was treibt einen dazu, so leben zu wollen, und freiwillig immer die zweite Geige zu spielen? Geld, Liebe, Angst vor der Einsamkeit, ... ?
 

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Ich finde, das ist einer der besten Romane von David Foenkinos. Der französische Schriftsteller schildert das Leben von Nathalie, die ihren perfekten Lebenspartner durch einen Unfall plötzlich verliert. Doch das Leben muss trotzdem weitergehen...
 

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Man muss kein ausgesprochener Fan von Daniel Glattauer sein, um dieses Buch zu mögen. Dieser Roman ist sehr fesselnd und spannend. Es gelingt dem Schriftsteller wieder mal, den Leser in seinen Bann zu ziehen...
 

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Dieses Buch ist für jede Frau ein Lesespaß! Egal ob man selber (pubertierende oder nicht pubertierende) Kinder hat oder nicht, man kann sich sehr gut in die Rolle der Hauptfigur des neuen Romans von Susanne Fröhlich hineinversetzen - und hat sehr viel Spaß beim Lesen.
 

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Kurz zum Inhalt: Die weit gereiste Kriegerin Antarja rettet die zukünftige Gemahlin des Königs von Lautania und steht seither in der Gunst des Königspaares. Sie birgt jedoch ungeahnte Geheimnisse. Kaum verwunderlich, dass sie den Widersacher des Reiches Lautania kennt. Mit dem Erscheinen des selbst ernannten Prinzen Lancron kommt die gut gehütete Vergangenheit Antarjas wieder ans Licht. Wem gilt die Loyalität der geheimnisumwitterten Heldin - dem gerechten König oder dem gefürchteten Lancron? Wird sie dem dunklen Geheimnis widerstehen oder verfällt sie jener verborgenen Macht - einer Gestalt - noch finsterer als Lancron selbst? Der Verlag selbst hat sich folgende Schwerpunkte gesetzt: jungen, erfolgversprechenden Autoren eine Chance zu geben; gezielt heimische Autoren zu fördern; die spezielle Förderung von Frauen; pädagogisch wertvolle Kinderliteratur (vor allem im Bereich "Gewaltfreie Kommunikation") anzubieten und Lesen als Abenteuer, Freude & sinnvolle Freizeitgestaltung zu vermitteln. Die Tyrolia darf sich freuen, der erste Buchpate dieses innovativen Verlags zu sein. Wir wünschen viel Erfolg und freuen uns auf tolle Bücher!
 

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Auf jedes Buch von Paul Auster freue ich mich ja wahnsinnig - zurecht, denn sein neuer Roman ist wieder ohne Einschränkungen empfehlenswert. Nach den ersten Seiten werden die Figuren in „Sunset Park“ sofort lebendig: Miles, Alice, Bing, Ellen und Morris. Miles, der in Florida die minderjährige Benita liebt und deshalb nach New York flüchtet; Alice, die verkannte Künstlerin; Bing, der eine Klink für kaputte Dinge betreibt; Ellen, die sich von einer unscheinbaren Frau in eine selbstbewusste wandelt und Morris, der Vater von Miles, der seinen Sohn nach siebeneinhalb Jahren endlich wieder umarmen kann. Bis zum Schluss wollen wir wissen, wie es ihnen ergeht und in welchen Beziehungen sie zueinander stehen. Einfach klasse!
 

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Ein persönlicher Buchtipp - Carol Edgarian "Zeiten der Ernüchterung": Lena und Charlie, verheiratet, beide berufstätig, zwei Kinder, ein Haus – klingt doch gut, oder? Wenn da nicht die Finanzkrise wäre, die Verwandtschaftsbeziehungen durcheinander geworfen würden, ein ehemaliger Liebhaber auftauchen und ein überlebendes, krankes Zwillingskind dem Leben eine Wende geben würde. Und plötzlich ist alles anders, als es scheint. Ein Roman, der zum Nachdenken über die eigenen Lebensentwürfe anregt.
 

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Wow, was für ein Erzähler! Ich habe noch keinen Autor erlebt, der so präzise die menschlichen Abgründe, die spektakulären Fälle des Rechtssystems sprachlich so präzise schildern kann. Der Anwalt schaltet sich nach jedem Fall ein und zeigt auf, wo die Lücken sind, wo das System versagen kann, wo der Widerspruch zwischen Recht und Unrecht zu finden ist. Wer hat wirklich Schuld auf sich geladen und was wurde uns verschwiegen? Schirach ist wie Hemingway ein Meister im Andeuten und Aufzeigen, doch sein knapper Schreibstil kann das Grauen nicht verstecken! Mir hat es eine Gänsehaut aufgezogen!
 

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Viele Leser sind dem Genre Kurzgeschichten nicht sehr aufgeschlossen, doch dieses Buch sollte sie überzeugen, dass jede der 7 Geschichten sehr viel Tiefgang hat. Schlink deckt Lebenslügen auf und macht dem Leser klar, dass es nie zu spät ist, etwas zu ändern. Der Schluss und der Ausgang der Geschichte bleibt immer offen und es bleibt dem Leser überlassen, herauszufinden, ob die Protagonisten an ihren Lebens- bzw. Liebeslüge scheitern. Schlink belehrt nicht, er bedient sich keiner Klischees, er reflektiert ganz offen über verpasste Chancen und die Zerbrechlichkeit des Glücks!
 

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Paulus Hochgatterer mag Menschen, und er versteht sie auch. In seinem neuesten Roman erzählt er vordergründig eine Menschenhändlergeschichte, doch viel interessanter ist seine Schilderung vom sozialen Gefüge und von Menschen in Extremsituationen. Mit einigem Augenzwinkern nimmt er auch diesmal seinen Berufsstand aufs Korn, so dass der Humor nicht zu kurz kommt. Eine kurzweilige Lektüre, teils spannend, teils lustig, manchmal auch beklemmend.
 

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Lang ersehnt und endlich, endlich da: Die neue Krimireihe mit neuem Ermittler! Dieser trägt Hosenträger, ist mittelgroß und geschieden, trinkt seit 5 Jahren kein Tröpfen Alkohol mehr und scheint nach Lektüre der ersten Seiten schier durch und durch langweilig zu sein; eben das glatte Gegenstück zu Ian Rankins Inspektor Rebus. Doch der Schein trügt! Denn das Gegenteil ist der Fall, wie man noch erfahren wird! „Ein reines Gewissen“ ist ein brillianter, spannender, gesellschaftskritischer Krimi, in dem auch die Finanzkrise eine große Rolle spielt! Aktuell, mit herrlichen Wortgefechten! Unbedingt lesen!
 

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Das Reiseerlebnis durch Italien mit allen Hindernissen und Überraschungen, die sich Mutter und Tochter nur vorstellen können. Eine köstliche Reise der anderen Art. Beste Unterhaltung für Italienliebhaber, Jung und Alt. Ein heiteres Buch, das mir deshalb so gut gefallen hat, weil es auch davon handelt, wie es ist, älter zu werden und doch zu verreisen. Eine nette, locker Urlaubslektüre!
 

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Diese Autorin kann seit Jahren ihr Niveau halten. Keine andere kann so lustig über die Krisen der Frauen schreiben wie sie. Denn, dieser Satz ist mir hängen geblieben: Nur eine schlafende Frau ist eine zufriedene Frau! Also wieder Stoff genug, Kürthys Frauen bleiben in Bewegung und verlieren nie ihren Humor. Besonders die Figur Erdal ist ihr gelungen, was habe ich doch gelacht!
 

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Nach dieser Lektüre war ich eine Weile sprachlos. Über 100 Jahre wurde an einer Familie großes Unrecht verübt, vor allem das antisemitische Mobbing in den 90ger Jahren hat mich nachdenklich gestimmt. Die Geschichte, die Erich Hackl hier in einer klaren, nüchternen Sprache erzählt, beruht außerdem noch auf einer wahren Begebenheit, was umso mehr berührt!
 

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Der Leser wird sofort in die Geschichte der serbischen Giftmischerin hineingezogen, doch vieles bleibt bei diesem Krimi, der in Wien spielt, rätselhaft. Pola lässt sich leicht von der okulten Geheimlehre des Schuldirektors Panigls verführen, doch man kann nur ahnen, was bei den obskuren Riten und okulten Vorkommnissen passiert ist. Susanne Ayoub schreibt packend und stilsicher, niemals verliert sie den Überblick über die historischen Ereignisse der Vor- und Nachkriegszeit und spannend dokumentiert sie einen Fall, der nie wirklich aufgeklärt wurde.
 

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Die 14-jährige Madalyn erlebt mit ihrer ersten Liebe die gesamte Gefühlspalette! Wie schon in "Abendland" ist der Ich-Erzähler, Sebastian Lukasser, ein Schriftsteller, und ihm vertraut sich das Mädchen an. Dieses schmerzhafte Erlebnis lässt niemanden unberührt. In diesem Roman offenbart Köhlmeier wieder sein außergewöhnliches Erzähltalent, und ich hatte das Gefühl, ein feines, zartes, perfekt arrangiertes Wunderwerk in Händen zu halten.
 

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Florine lebt in einer fantastischen Kinderwelt, aus der sie plötzlich gerissen wird, als ihre Mutter spurlos verschwindet. Dieses ungeheuer stimmungsvolle Buch fängt die magischen Momente des Erwachsenwerdens ein, Melancholie und Lebensfreude wechseln einander ab. Man möchte sofort in das idyllische Fischerdorf nach Maine ziehen und dort ein neues Leben beginnen. Diese wunderschöne, niemals kitschige Sprache wird mir noch ewig in Erinnerung bleiben und die humorvoll beschriebenen und eigenwillige Charaktere lassen den Leser lange nicht mehr los! Dieses absolut kurzweilige Buch kann man auch getrost Männern weiterempfehlen, nein, man sollte es sogar!
 

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Dieses Buch von Kawakami hat mir am Besten gefallen, meiner Meinung nach konnte sie ihr vielgepriesenes Potential endlich entfalten. Wie in ihren anderen Büchern wechselt sie oft zwischen Traum und Wirklichkeit, Gegenwart und Vergangenheit, es gibt selten eindeutige Antworten. Das Magische bietet viele Parallelen zu Haruki Murakamis Büchern (Mister Aufziehvogel), denn die Grenzen der Wirklichkeitsebene verschieben sich ständig. Eine reizende Liebesgeschichte!
 

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In diesem Buch ist nichts so, wie es den Anschein hat. Dieser raffiniert aufgebaute, erotisch angehauchte Roman lässt den Leser nicht mehr los. Goolrick thematisiert die Einsamkeit, der sich auch Ralph, ein Eigenbrötler, nicht entziehen kann. Das kalte, gotische Setting Anfang des 19. Jahrhunderts beeindruckt. Liebe führt zu "madness", Verlangen zu Mord!
 

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Josi verarbeitet ganz nüchtern ihren Alltag in der Psychiatrie, doch 2 tragische Ereignisse bringen sie dazu, sich neu zu erfinden. Sie ist eigentlich eine kalte, abgeklärte Frau, doch die Begegnung mit Paula Köhlmeier (als junges Mädchen) in Griechenland bringt nicht nur eine neue Sichtweise der Dinge für Josi, sondern die Autorin verarbeitet in diesem Roman ihre eigene Vergangenheit. Das Buch ist genauso wundervoll wie das Gedicht von Robert Frost: "Des Waldes Dunkel zieht mich an, doch muss zu meinem Wort ich stehn, und Meilen gehn, und Meilen gehn, bevor ich schlafen kann."
 

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Ein sehr gutes Buch einer sehr jungen, finischen Autorin! Das Spannende daran ist, dass die Motive der beiden Frauen zu Beginn schwer verständlich sind und sich die Geschichte erst langsam entfaltet. Die Frauen haben das gleiche Schicksal: sie sind immer auf der Flucht, sie erleben männliche Gewalt, Scham, Eifersucht und Demütigung. Ein dramatischer Roman, man lernt viel über die Geschichte eines unterdrückten Landes.
 

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Was für ein intelligenter und raffinierter Erzähler! Ich konnte nicht genug bekommen von ihm und seinen Ideen. Wie charmant er erzählt, da bekommt man richtig Lust, eine eigene Firma zu gründen. Das lustigste Buch des Jahres, mit viel Übertreibungen – oder ist es etwa doch autobiographisch?
 

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Hier kommen die Geister der ehemaligen DDR zum Vorschein, 20 Jahre nach der Wende. Das Haus und ihre Bewohner sond noch in den alten Strukturen gefangen, und Lena und ihr Sohn fühlen sich zunehmend unwohler. Die unerklärlichen Vorkommnisse, die Geister, die nur vom kleinen Sohn gesehen werden, erinnern an einen Schauerroman, obwohl viel deutsche Geschichte einfließt. Ich habe mich ein wenig gefürchtet, allein in der Wohnung. Ein kleines, feines Buch!
 

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Dieses Buch wurde mir von einer Buchhändlerin empfohlen und ich habe sie ausgelacht, weil sie 2x in der Nacht zum Lichtschalter gegriffen hat, um weiterzulesen. Zu früh gelacht, ich habe bis 6 Uhr morgens weitergelesen, mehr muss ich wohl nicht mehr zu dieser Autorin sagen.
 

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Voller Gefühl und Hoffnung erzählt Delphine de Vigan von Mathilde, deren Arbeitssituation sich durch Mobbing und Ausgrenzung zusehends verschlechert - ein sehr zeitnahes Thema! Die Autorin versteht es meisterhaft, Verzweiflung mit Hoffnung zu paaren und das in einer ausgezeichnet literarischen Sprache. Ich hoffe, dass sehr viele LeserInnen genau wie ich der Faszination erliegen, die von diesem Roman ausgeht.
 

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Murakami steht drauf, Murakami ist wieder drinnen, auf über 1000 Seiten verteilt. Er ist und bleibt ein Meister der Parabel, niemand kann die alltäglichen Wahrheiten besser ausdrücken. Zwei Geschichten laufen parallel nebeneinander ab, und als Leser kann man leicht zwischen den beiden wechseln, sowie man überhaupt jederzeit in den Text wieder einsteigen kann. Wer jetzt noch nicht Murakami-Fan ist, sollte es spätestens jetzt werden!
 

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Ein gutes Porträt einer ländlichen Gegend, der dörflichen Gemeinschaft, wo Schuld und Schweigen an der Tagesordnung sind. Eine schöne poetische Sprache, die die bäuerlichen Strukturen, die festgefahren Lebensweisen ganz klar aufzeigt. Rückblenden und eine verdichtete Sprache machen die "Wilde Jagd" zu einem besonderen Buch, nicht vergleichbar mit einem klassischen Heimatroman.
 

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Die Geschichte ist unglaublich, aber wahr: Ein Mädchen verschwindet und sofort wird ein Schuldiger gefunden. Die argentinische Militärdiktator zerstört sein Leben und das seiner Familie. Jahre später taucht sie auf. Reicht da eine Entschuldigung? Der Autor präsentiert harte Schicksale, die Richter dienen der Militärdiktatur und sind gleichzeitig doch wieder Opfer. Wer sich näher mit Argentinien befassen möchte, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.
 

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Ein sehr guter österreichischer Entwicklungsroman. Zwei Faktoren haben mich fasziniert: Dass der historische Roman in Hohenems spielt und dass Anselm Enderer durchs Laufen den ständigen Erniedrigungen und Verletzungen entkommen kann. Die Geschichte ist außergewöhnlich und der Autor auch!
 

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Ein klassischer Plot, der Spannung verspricht: Ein dunkles Geheimnis, eine Freundin, die keine ist, und eine Geschichte, die sich mit jedem Kapitel weiter offenbart. Die Autorin schreibt sehr flüssig und sie baut verschieden Erzählperspektiven ein, somit bleibt das Buch bis zum Showdown unterhaltsam!
 

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Was ist auf dieser einsamen Insel wirklich vorgefallen? Wie verändert sich der Mensch nach Jahren der Einsamkeit? Es gibt Geheimnisse, mit denen man nicht leben kann - aber auch nicht sterben… Dieser Roman verdient mindestens 5 Sterne!
 

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Diese Buch ist wirklich packend wie ein Krimi geschrieben und endet recht unglaublich, dass man sich noch lange danach fragt, was da jetzt eigentlich passiert ist. Wer einen solchen Zwillingsbruder hat, braucht keine Feinde, oder ist es doch Paul selbst, der seine krankhafte Sehnsucht nach Nähe triebhaft auslebt?
 

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Die große Liebe hat jeder schon einmal getroffen und auch verloren - wer kennt sie nicht, die Geschichten, die das Leben schreibt? Buddhadeva erzählt von vergangenem Glück und von den bezaubernden Momenten des Verliebtseins.
 

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Wer dieses Buch liest, braucht starke Nerven und sollte psychisch stabil sein. Die Ereignisse sind erschütternd und das Abenteuer in der Wildnis von Alaska endet verheerend. Wer glaubt, er kann viel ertragen, sollte sich auf mehr gefasst machen! Ein meisterhaft kombinierter Alptraum, der nicht mehr endet! Ich vergebe 5 Sterne für diesen jungen Autor, den nichts erschüttern kann!
 

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Dieses Buch schreit nach einer Verfilmung. 11 Leben, 11 Schicksale in London, die den Leser berühren. Die Handlungen laufen parallel und die Personen treffen sich nie, doch die Konsequenzen einzelner Handlungen sind für alle spürbar. Diese tolle Geschichte bekommt noch einen besonderen Touch: man verliebt sich in die Großstadt, in das Londoner Nachtleben, in deren Anonymität, in die skurillen Personen, in den charmanten Erzähler!
 

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Ein souveräner und intelligenter Autor hat endlich wieder etwas veröffentlicht, das unserem Zeitgeist entspricht. Es geht um die Liebe, die fehlt, um das Glück, das sich Davongeschlichen hat, um die Wahrheit, die sich nicht finden lässt und um die Eifersucht. Krausser treibt ein Katz und Maus Spiel mit dem Leser, der ein bißchen verwirrt zurückbleibt und sich fragt: Waren das jetzt die letzten schönen Tage?
 

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Ich habe schon lange nicht mehr ein derart gutes Buch über das Erwachsenwerden gelesen. Claudia Schreiber ist eine begnadete Erzählerin, die ihre Heldin Annie so einiges durchmachen lässt. Annie lebt in ihrer eigenen Welt und doch durchschaut sie all die skurrilen Erwachsenen um sich herum besser als jeder andere in diesem Dorf. Von Annie können wir noch viel lernen!
 

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Die Autorin punktet mit einer wunderschönen klaren Sprache, was bei diesem Thema von Vorteil ist. Denn der Krieg wirkt immer noch nach, Generationen später. Die beiden müssen sich ihrer Vergangenheit stellen und man wünscht den beiden von ganzen Herzen eine Aussöhnung mit dem Krieg. Traurig ist, wie schlecht die bettlägrige Wilhelmine von ihrer Verwandschaft behandelt wird, auf Verständnis und Interesse hofft sie vergeblich innerhalb der Familie.
 

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Eigentlich wollte ich nichts über die unerfüllte Liebe lesen, doch Alex Capus bringt es fertig, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Leon und Louise sind ein Liebespaar, das in die Literaturgeschichte eingeht, denn all die Jahre, in denen Sie getrennt voneinander ihr eigenes Leben führen, können ihrer Liebe nichts anhaben. Alex Capus beherrscht einen märchenhaften Schreibstil, sein hohes sprachliches Niveau ist dieser zarten Liebe würdig!
 

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So ein Sommer ohne Männer, da kann sich Frau mal so richtig austoben! Oder sich selber finden, oder sich der Mutter annähern, was Neues beginnen...alles ist möglich, und doch entscheidet sich unsere Heldin dann schlussendlich wieder für die Liebe. Ein neues faszinierendes Buch von einer sehr intelligenten und einfühlsamen Autorin! Das Buch strotzt vor Selbsterkenntnis!
 

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Eine kleine nette Erzählung, die mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht hat. Birgit Vanderbeke erzählt vom einfachen Leben auf dem Lande, wo Adam, der eigentliche Held, fernab von der Konsum- und Wegwerfgesellschaft, seiner Familie die wirklich wichtigen Dinge im Leben bieten kann. Ich mag ihren Stil, man ist schnell in der Erzählung drinnen und fühlt sich dort aufgehoben!
 

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Die Ereignisse der Klassenfahrt 1974 haben das Leben von 7 Freundinnen verändert und geprägt. Über 30 Jahre später treffen sie wieder zusammen und der Leser erfährt nach und nach, dass jede von ihnen eine schwere Last auf den Schultern trägt. In einem wunderschönen, poetischen und besonnenen Stil erzählt Elia Barceló von fremden Welten, vergangenen Lieben, zerplatzten Träumen und sehr, sehr starken Frauen! Sogar Männern gefällt dieser Roman, sie lesen es nur ein klein wenig langsamer als Frauen!
 

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Ein Schelmenroman erster Klasse. Die Geschichte ist abenteuerlich, nie gibt es einen Moment der Langeweile. Ein großartiges Epos, Florescu verbindet Geschichte mit abenteuerlichen Familienanekdoten. Er hat mit diesem Roman endgültig bewiesen, dass er zu den großen europäischen Autoren unserer Zeit gehört!
 

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Justin Halpern muss wieder bei seinen Eltern einziehen. Nachdem er die scharfzüngigen Sprüche seines Vaters jeden Abend auf Twitter gepostet hatte, kann er sich vor Angeboten von Verlagen und Fernsehsendern kaum mehr retten. So ist dieses Buch entstanden, das voll ist mit klugen und bissigen Sprüchen, die den Journalisten schon sein ganzes Leben begleitet haben. Selten habe ich so ein lustiges Buch gelesen ; die erfrischende Art seines Vaters hat mir unvergessliche Momente beschert!
 

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Irgendwann kommt jeder an den Punkt im Leben, wo man sich mit der eigenen Familie, der Vergangenheit, den Strukturen befassen muss - in diesem Fall hat Gabriele Kögl zur Feder gegriffen und alles aufgeschrieben! Ihr ist ein sehr lebensnaher Roman gelungen, wo sie sich folgende Fragen stellt: Kann man als alleinerziehende Mutter ein Kind großziehen? Spricht man da schon von einer glücklichen Familie? Kann man ein guter Vater sein , ohne jemals selbst dieses Gefühl erlebt zu haben? Antworten gibt es nicht immer, doch soviel ist sicher: man bleibt immer ein Teil seiner Familie ausbrechen gelingt nicht , egal was man aufführt!
 

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Italien in der Renaissance - Künstler der sich von den anderen grundlegend unterscheidet. Vermeulen hat mit seinem Buch "Der Maler des Verborgenen - Roman über Leonardo da Vinci" einen ergreifenden Roman, über eine bewegte Zeit und eine unglaubliches Universalgenie geschrieben. Eine Biografie in romanform, wie sie besser nicht sein könnte. Man fühlt wie da Vinci, aber versteht ihn oft selbst nicht. Man bewegt sich immer wieder im Wiederspruch. We fundierte historische Romane mag und sich vielleicht auch für Kunst begeistern kann, dem kann ich dieses Buch wirklich nur ans Herz legen.
 

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Zoderer schafft zwei Kulissen in seinem Buch, die völlig konträr sind, die poetische Sprache entspricht der Natur und dem Leben in dem Bauernhaus, der zweite Teil in der Großstadt wirkt auch authentisch aufgrund des kurzen knappen Stils. Hier geht es außnahmsweise um denjenigen, der betrügt und Richards Geschichte wird gefühlvoll und poetisch übermittelt. Seine Sätze treffen mitten ins Herz und man muss noch lange darüber nachdenken.
 

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Ein Schelmenroman erster Klasse! Eine Lügengeschichte vom Feinsten, die Jonasson hier vom Stapel lässt. Aber er ist genauso einfallsreich wie unterhaltsam, und sein Gespür für die indirekte Rede ist fein! Rückblickend wird die Lebensgeschichte des Hundertjährigen erzählt, was für komische Erlebnisse und Begegnungen er doch hatte. Man könnte meinen, Karlsen selbst hätte die Geschichte des 20. Jahrhunderts gemacht und geprägt!
 

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Anstatt sich selber zu retten geht Monique Fische retten, ein nobler Vorsatz immerhin. Doch alzu heroisch findet sie sich in der Welt von Fischkongressen nicht zurecht und sie scheint als Autorin unter all den Wissenschaftleren völlig fehl am Platz zu sein. Es ergeben sich immer wieder abenteuerliche und komische Situationen, bis sie endlich erkennt, dass sie eigentlich sich selbst verloren hat nach der Trennung von Thomas. So ein Plot muss einem erst mal für eine Trennungsgeschichte einfallen. Einfallsreich und witzig!!
 

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Eine schöne Novelle über eine ungewöhnliche Vater-Tochter Beziehung! 5 Jahre repariert der 71 Rentner einen alten Traktor für seine Tochter, und ich frage mich die ganze Zeit, was diese träge, fettleibige und sexsüchtige Frau mit diesem Geschenk anfangen soll. Aber vielleicht möchte er ihr dieses "nutzlos in den Tag hineinleben", die nutzlosen Männer und die nutzlosen Fressattacken austreiben, indem er ihr aufzeigt, wie die Männer im amerikanischen Hinterland mit ihrer Einsamkeit zurechtzukommen, die Abwesenheit der Menschen, die sie lieben, akzeptieren. Sie wollen geheilt werden, im übertragenen Sinn, und Josh Weil gibt diesen Menschen eine Stimme.
 

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Endlich ist er da, der zweite Streich von Bernhard Aichner. Und wieder legt er uns einen schwungvollen Krimi vor, mit einem Held, den man einfach mögen muss. Max Broll hat es mal wieder sehr schwer, das Verliebtsein ist gleich vorbei, wenn man auf eigene Faust loszieht und ermittelt, und diesmal wird ihm ganz arg mitgespielt! Genauso gut geschrieben wie immer, locker, witzig - ein hervorragender Autor!
 

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Ein warmherziges Buch, das einen zum Nachdenken bringt. Wie können die 3 Männer die Unterschiede ihrer Generation überwinden, die Krisen der Nachkriegszeit, die Entwurzelung, die unterschiedlichen Dialekte, jeder trägt seine eigenen Sorgen und Ängste mit sich rum. Doch das Meer löst die Spannung, und auch wenn die Veränderung nicht so schnell ersichtlich ist, so offenbaren sich jedem auf dieser Reise neue Erkenntnisse.
 

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Den ersten Roman "Hundstage" habe ich damals verschlungen, und Ramsland entfaltet auch in "Sumobrüder" wieder sein gesamtes Erzählpotential. Die Kinder in diesem Viertel beim Moor sind grausam, dort herrschen brutale Gesetze. Jemanden zu verprügeln oder verprügelt zu werden steht auf der Tagesordnung und doch stellt sich der 11-jährige Lars irgendwann die Frage, wieso das so sein muss. Eine genaue soziale Studie einer desillusionierten Kindheit in den 80ger Jahren!
 

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Eine kleine Novelle für alle, die Bücher und Berge gleichzeit mögen. Marion und Bernd wandern viel in den Bergen, bevor sie sich entfremden. Der Bergführer und die Vielleserin, schnell kann alles zu Ende sein, so schnell, wie ein Gewitter am Berg zur Gefahr werden kann. Eine kurze aber eindringliche Geschichte.
 

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Wem "Tschick" von Hermannsdorf gefallen hat, dem könnte dieser neue Pubertätsroman von Mikael Niemi auch zusagen. Genau wie schon in "Populärmusik aus Vitulla" gibt sich der Autor spaßig und witzig, oft auch platt und ein bißchen derb. Das Thema ist spannend, unter anderem auch sehr ernst: es geht um Freundschaft, Mobbing, um das Verliebtsein, ums Erwachsenwerden und dem Autor ums UNTERHALTEN!
 

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Es ist eine schreckliche Kindheit, die uns Angelika Klüssendorf hier serviert. Ständig bezieht das Mädchen Prügel, der Vater ist Alkoholiker, und aus diesem Unterschichtenmilieu herauszukommen ist fast unmöglich. Doch das Mädchen ist genauso stur wie klug und stark, und mit Ironie und Witz passt sie sich jeder neuen Umgebung an. Die Autorin verschwendet ihre Wörter nicht, und doch ist sie eine Meisterin der heutigen modernen Literatur! Grausam aber grandios!
 

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Der Mensch kämpft gegen die Natur und gegen die eigenen Dämonen im zweiten Band der geplanten Trilogie von Stefansson. Man kann "Der Schmerz der Engel" aber unabhängig vom ersten Teil lesen, da sich die Vorgeschichte dem Leser schnell offenbart. Die Handlung passiert Ende des 19. Jahrhunderts, wo Fischer noch den Norden Islands bewohnten, wo Schnee und Eis die Menschen oft monatelang gefangen und isoliert hielt. Dort herrschte Armut, und jeder kämpfte gegen die unbarmherzigen Naturgewalten und ums Überleben. Und doch waren sie getrieben von existentiellen Fragen, Poesie war tödlich, aber ohne Träume verkümmert der Mensch! Eine wunderschöne Saga!
 

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Die Geschichte ist nicht neu, doch sie rührt den Leser doch immer wieder von Neuem. Die Mutter stirbt an Krebs, und jetzt ist Loslassen angesagt. Die Atmosphäre ist sehr düster – passend zu den Illustrationen von Jim Kay, – und doch verdrückt man die ein oder andere Träne und leidet mit Connor. Die Botschaft ist hart, aber Patrick Ness erzielt die gewünschte Wirkung, und er lässt niemanden kalt.
 

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So würde auch ich mir auch eine Therapiestunde gefallen lassen! In diesem Buch lernt man interessante Aspekte aus der Psychologie kennen, leicht beschrieben und auch für Laien verständlich. Alles gewürzt mit einer Prise Humor und einer Portion Hausverstand, und schon ist man mitten drin im Leben des guten Psychologen.
 

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Zum Glück hat mich der Umfang dieses Buches nicht von der Lektüre abgehalten, ich hätte einen wunderschönen französischen Entwicklungsroman verpasst. Alle Figuren sind lebensecht und liebevoll umschrieben, und all die kleinen Randgeschichten rund um Josephine machen dieses Buch zu einem Glücksgriff. Es gibt Intrigen und Geheimnisse, komplizierte familiäre Verstrickungen, die niemals langweilig werden. Meiner Meinung nach hat Pancole Anna Gavalda in den Schatten gestellt!
 

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Doris Knecht überzeugt mit einer modernen Sprache ihre Leser, dass trotz der allgemeinen Abgestumpftheit noch Veränderung möglich ist, ohne dass ein esoterischer Selbsterfahrungstrip dafür nötig ist. Gruber hat Krebs, und plötzlich ist die Welt nicht mehr wie vorher, dem kann auch er sich nicht verwehren. Knecht schreibt schwungvoll, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, und absolut mitreißend!!!
 

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Auch wenn das nicht der aktuelle Roman („Wenn das Schlachten vorbei ist“) des amerikanischen Kultautors ist, möchte ich es trotzdem empfehlen. Der Titel des Buches ist nicht nur der Name der Protagonistin, sondern nennt auch das Land der Träume für viele illegale mexikanische Einwanderer. Diese hausen wie die Tiere vor den bewachten Toren abgeschlossener Siedlungen in LA. Der Kontrast zu den reichen weißen Bewohnern könnte nicht größer sein, doch bei einem Unfall kreuzen sich ihre Wege. Sehr spannend und beklemmend zugleich!
 

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Die Protagonisten dieses Romans möchten nochmal ganz von vorne beginnen - "Für den Rest des Lebens". Die Autorin erzählt von den elementaren Kräften zwischen Eltern und Kindern, von Wut, Enttäuschung und Sehnsucht, von Verletzungen und Liebe und davon, dass die Familienbande beständiger sind als alles Sehnen und Streben, diese zu zerschneiden, und stärker als alle Kräfte, die uns trennen. Der Roman hatte zwar nicht die gleiche Sogwirkung auf mich wie die Bestseller „Liebesleben“, „Mann und Frau“ und „Späte Familie“, aber Shalev-Fans müssen das Buch einfach lesen!
 

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Einige kennen vielleicht das Buch von Kathrin Röggla „Wir schlafen nicht“ und das gleichnamige Theaterstück. Das genaue Gegenteil will die Protagonistin in diesem Roman – endlich schlafen, doch der kleine Joseph ist ein Schreikind. Dies ist ein radikaler, ergreifender Roman über eine alleinerziehende, moderne junge Mutter, deren Traum vom Kind zum Albtraum wird. Ein mutiges Stück Literatur über ein Thema, über das gerne geschwiegen wird. Ich habe noch kein vergleichbares Buch gelesen, echt aufrüttelnd; die Autorin nimmt sich kein Blatt vor den Mund und beschreibt sehr authentisch den Zustand, in welchen sich Mütter nach schlaflosen Nächten wiederfinden können.
 

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Der Protagonist Michael Faraday wird 1791 geboren und von einer unstillbaren Neugier getrieben. Statt zur Schule zu gehen, muss er Zeitungen austragen und lernt durch sie die Welt kennen. Seiner ärmlichen Herkunft zum Trotz bringt er es bald zum Laborhelfer der Londoner Royal Institution. Heimlich erforscht Faraday die Mysterien des Lichts. Erst Albert Einstein entdeckt dann die Zusammenhänge in Faradays Studien. In diesem Buch berühren sich nun die Gedanken zweier Wissenschaftler - über 100 Jahre hinweg. Ein sehr interessanter historischer Roman, der den Vergleich mit Daniel Kehlmanns "Die Vermessung der Welt" durchaus standhält.
 

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Was in unseren sogenannten Lebensmitteln alles an Zusatzstoffen - von Farbstoffen, Vitaminen, Aromen etc. - drinsteckt und die fettreduzierten Waren bewirken können, da bleibt einem echt das Essen im Hals stecken. Und das beginnt schon mit der Babynahrung. Die Verstrickungen der Lebensmittelbehörde mit den großen Nahrungskonzernen wie Unilever, BASF, Kraft etc. lassen einen auch richtig erschaudern. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, schaue ich mir bei jedem Lebensmittel, dass ich einkaufe, die Zutatenliste sehr genau an und wurde animiert, mehr aus der Bauernkiste zu bestellen.
 

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Der Roman der österreichischen Autorin Bettina Balaka ist wirklich ausgezeichnet! Die Protagonistin Judit reist einem Schriftsteller nach Venedig nach. Hinter scheinbar zufälligen Treffen und Begebenheiten steckt jedoch ein ausgeklügelter Plan … Sehr unterhaltsam mit einem überraschenden Ende. Zum Lesen unbedingt empfohlen!
 

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Der Autor erzählt äußerst sachkundig von den Marketingstrategien der großen Handelskonzerne, die mit ihren eigenen sog. "Bio"-Produkten den KonsumentInnen ein falsches Bild vermitteln. Denn Massenproduktion verträgt sich nicht mit dem biologischen Grundgedanken. Also zurück zur wirklich ökologischen Landwirtschaft, das bedeutet: Einkauf in kleinen Bio- oder Hofläden oder über die Bauernkiste. Ähnlich wie das Buch von Hans-Ulrich Grimm "Vom Verzehr wird abgeraten" wieder ein Buch, das mich zu einer neuen Sicht- und Handlungsweise beim Lebensmitteleinkauf bewogen hat.
 

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Wow! Das ist ein Roman, der mich berührt und gefesselt hat wie schon sehr lange keiner mehr! Mae, die Protagonistin, trägt die roten Chucks ihres an Krebs verstorbenen Bruders, lebt teilweise auf der Straße, freundet sich mit Jakob an, durch den sie wieder ein geregeltes Leben und ein Zuhause findet, und lernt dann bei einem verpflichtenden Sozialdienst den HIV-infizierten Paul kennen. Und sie beginnt Erinnerungsstücke von Paul zu sammeln …
 
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Belletristik April 2016

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