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Die Erben der alten Zeit - Das Amulett

Die Erben der alten Zeit - Das Amulett

von Marita Sydow Hamann

Hardcover
608 Seiten; 215 mm x 150 mm; ab 12 Jahre
2013 Grassroots Edition
ISBN 978-3-200-03083-1
KNV-Titelnr.: 40567473

Besprechung

Charlie stieht die über sie angelegte Akte und verlässt bei nacht und Nebel das Kinderheim, in dem sie lebt. Mit dabei: Ein steinernes Amulett, das der Akte beilag. In Charlies Händen bewirkt es seltsame Dinge: Auf ihrer Flucht wird sie von dichtem Nebel umhüllt und findet sich plötzlich auf einem anderen Planeten namens Godheim wieder. In dieser mittelalterlich geprägten Welt herrscht der grausame Magier Oden, der nun auch nach Charlies Leben trachtet. Außerdem gibt es noch Sora, eine junge Frau, die nach einem mystischen, nahezu 15.000 Jahre langen Schlaf auf dem fortschrittlichen Planeten Euripides erwacht, Hier regieren Wissenschaft und Technik. Welche Verbindung besteht zwischen den beiden Welten? Und was hat dies mit Charlies Herkunft zu tun?Ein Fantasy-Abenteuer für Jung und Alt. "Die Erben der alten Zeit - Das Amulett" ist der erste Teil der Trilogie "Die Erben der alten Zeit".

Kurztext / Annotation

Ein verstörendes Erlebnis veranlasst das 14-jährige Findelkind Charlotta Johansson, genannt Charlie, nach ihren wahren Eltern zu suchen. Das darauf folgende Abenteuer sprengt Charlies Vorstellungen von der Welt und ihrer eigenen Rolle in ihr.
Marita Sydow Hamann nimmt Leser aller Altersklassen auf eine Reise mit, die selbst diejenigen nicht mehr loslässt, die sonst keine Fantasy-Bücher lesen. Denn "Das Amulett" ist voller Überraschungen, die man anderer Stelle so noch nie gelesen hat. Ein Buch, das Lust auf mehr macht.

Textauszug

Prolog
Ingrid Olafsson war verständlicherweise etwas nervös.
Man hatte ihr von dem Baby erzählt, das auf ein neues Zuhause wartete. Für Ingrid war es nicht das erste und ganz sicher auch nicht das letzte Kind, das sie auf seinem Weg durchs Leben betreuen würde. Sie war Sachbearbeiterin beim Jugendamt und so einiges gewohnt. Doch dieses Mal lagen die Dinge etwas anders.
Es geschah natürlich öfters, dass sie wegen ihrer Schützlinge Kontakt zur Polizei hatte. Mit dem Geheimdienst hatte Ingrid aber jetzt zum ersten Mal zu tun.
Der kleine Raum, in dem sie nun wartete, war spärlich weiß möbliert. Steril - dieses Wort fiel ihr dazu ein.
Kein Ort für Kinder.
Wie gut, dass sie bereits Pflegeeltern gefunden hatte. Die Johanssons würden wunderbare Eltern abgeben, dafür hatte Ingrid über die Jahre ein Gespür entwickelt. Ein warmherziges junges Paar, das keine eigenen Kinder bekommen konnte.
Die weiße Tür wurde aufgerissen. Ingrid zuckte erschrocken zusammen. Herein marschierte ein grimmig aussehender Mann mit einer Akte in der Hand.
"Wo ist das Kind?", entfuhr es Ingrid.
"Alles zu seiner Zeit", wies der Mann sie zurecht.
Was denn noch?, dachte Ingrid. Sie musste doch bereits einen langen Vortrag über Geheimhaltung über sich ergehen lassen. Und sogar eine Geheimhaltungsklausel unterschreiben, bevor ihr zwei todernst dreinschauende Beamte von den seltsamen Umständen erzählten, unter denen das Baby gefunden worden war. Es sei buchstäblich aus dem Nichts aufgetaucht, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, wer die leiblichen Eltern seien, wurde ihr unter anderem erklärt.
Der Beamte räusperte sich und reichte Ingrid die Akte. "Ich weise Sie ein letztes Mal auf Ihre Verschwiegenheitspflicht hin", brummte er. Ohne Ingrids Reaktion abzuwarten fuhr er fort: "Die von Ihnen ausgesuchten Pflegeeltern sind von uns bewilligt. Sie werden aber nicht in den Fall eingeweiht." Ingrid nickte. Es gab eine offizielle Version bezüglich der Auffindung des Kindes, die sie den Eltern erzählen durfte. Die entsprach aber nicht den Tatsachen. Die Wahrheit stand in der streng geheimen Akte.
Zumindest die Wahrheit, die man ihr mitgeteilt hatte.
"In dieser Akte wird alles noch einmal genau erläutert. Von nun an betreut ein Kollege von mir diesen Fall. Er wird selbstverständlich mit uns Kontakt halten", sagte der Beamte.
Selbstverständlich, dachte Ingrid und verkniff sich einen Kommentar. Wie auf Kommando ging die Tür ein zweites Mal auf. "Darf ich vorstellen: Stig Larsson!" Herein kam ein freundlich lächelnder Polizist, den Ingrid sehr gut kannte.
"Stig, wie schön, ein sympathisches Gesicht zu sehen!" platzte es aus ihr heraus. Der Sachbearbeiter blickte säuerlich. "Wie nett, dass Sie sich bereits kennen", knurrte er. "Das erleichtert meine Arbeit ungemein." Mit diesen Worten verschwand er durch die Tür, ohne sich von Ingrid zu verabschieden.
Stig zuckte amüsiert mit den Schultern. "Torbjörn ist wirklich reizend", grinste er.
"So heißt er also. Er hat sich bei mir nicht einmal vorgestellt!", sagte Ingrid empört. Die Tür ging ein drittes Mal auf. Eine ältere Frau betrat den Raum. Im Arm hielt sie ein Baby mit pechschwarzen Haaren. Es schlief selig und wachte nicht einmal auf, als die Frau es Ingrid überreichte - das Kind, das angeblich aus dem Nebel gekommen war.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Marita Sydow Hamann wurde 1973 in Ålesund, Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. 1999 zog sie nach Schweden um als persönliche Assistentin für Kinder und Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen zu arbeiten. Als Ausgleich zur Arbeit mit ihren Patienten begann sie mit dem Schreiben. Marita Sydow Hamann lebt mit ihrem Mann in Småland.