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Die Abenteuer des Apollo 3: Das brennende Labyrinth

von Rick Riordan

E-Book (EPUB)
448 Seiten; ab 12 Jahre
Sprache Deutsch
2019 Carlsen
ISBN 978-3-646-92969-0
KNV-Titelnr.: 74965004

Kurztext / Annotation

Lester Papadopoulos, auch bekannt als ehemaliger Gott Apollo, hat kaum Zeit zum Durchatmen, da steckt er schon wieder bis zum Hals im nächsten Abenteuer: Er muss hinunter in das magische Labyrinth des Dädalus und dort ein weiteres uraltes Orakel suchen. Zum Glück hat er seine Freundin Meg und den unerschrockenen Satyr Grover an seiner Seite. Zusammen müssen sie nicht nur vertrackte Worträtsel lösen, sondern sich auch weit größeren - und heißeren - Gefahren stellen ...
Alle Bände der Apollo-Serie:
Die Abenteuer des Apollo? Das verborgene Orakel (Band 1)
Die Abenteuer des Apollo? Die dunkle Prophezeiung (Band 2)
Die Abenteuer des Apollo? Das brennende Labyrinth (Band 3)
Zwei weitere Bände folgen

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Boston und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 40 Ländern erschienen. Auch seine nachfolgenden Serien, "Die Kane-Chroniken", "Helden des Olymp", "Percy Jackson erzählt", "Magnus Chase" und "Die Abenteuer des Apollo", schafften auf Anhieb den Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten.

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Textauszug

2

Ein Koffer bin ich

Kleb fest am Satyrnacken

Nie so gelitten!

"Aufhören!", rief Grover. "Wir kommen in friedlicher Absicht!"

Der Vogel war nicht beeindruckt. Er griff an und verpasste das Gesicht des Satyrn nur, weil Meg mit ihren Krummschwertern zuschlug. Die Strix geriet vom Kurs ab, flog zwischen Megs Klingen Pirouetten und landete unversehrt ein kleines Stück über uns auf der spiralförmigen Rampe.

SKRIEEH ! , kreischte die Strix und brauste mit ihrem Gefieder.

"Was soll das heißen, dass du uns töten sollst?", fragte Grover.

Meg runzelte die Stirn. "Du kannst mit der reden?"

"Na ja, sicher", sagte Grover. "Das ist ein Tier."

"Warum erzählst du uns erst jetzt, was sie sagt?", fragte Meg.

"Weil sie bisher immer nur skrieh geschrien hat", sagte Grover. "Jetzt sagt sie skrieh im Sinn von: Sie muss uns umbringen."

Ich versuchte, meine Beine zu bewegen. Sie schienen sich in Zementsäcke verwandelt zu haben, was ich irgendwie komisch fand. Ich konnte die Arme noch heben und hatte eine Art Gefühl in meiner Brust, war aber nicht sicher, ob das von Dauer sein würde.

"Vielleicht könntest du die Strix fragen, warum sie uns umbringen muss?", schlug ich vor.

"Skrieh!", sagte Grover.

Ich hatte die Strixsprache schon fast satt. Der Vogel antwortete mit Krächzen und Klicken.

Draußen auf dem Gang kreischten die anderen Strigae und hackten gegen das Pflanzennetz. Schwarze Krallen und goldene Schnäbel wurden vorgereckt und machten aus den Pflanzen Tomatensoße. Ich ging davon aus, dass uns nur einige wenige Minuten blieben, bis die Vögel durchbrechen und uns allesamt umbringen würden - aber ihre rasierklingenscharfen Schnäbel waren wirklich süß!

Grover rang die Hände. "Die Strix sagt, dass sie geschickt worden ist, um unser Blut zu trinken, unser Fleisch zu verzehren und uns auszuweiden, nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge. Sie sagt, es tut ihr leid, aber es ist ein Befehl des Kaisers persönlich."

"Blöder Kaiser", knurrte Meg. "Welcher denn?"

"Ich weiß nicht", sagte Grover. "Die Strix nennt ihn einfach Skrieh ."

"Du kannst ausgeweidet übersetzen", stellte Meg fest, "aber den Namen des Kaisers schaffst du nicht?"

Mir persönlich war das ganz recht. Seit wir Indianapolis verlassen hatten, hatte ich immer wieder über die Weissagung nachgedacht, die uns in der Höhle des Trophonius zuteilgeworden war. Nero und Commodus waren wir bereits begegnet, und ich hatte einen grauenhaften Verdacht, was die Identität des dritten Kaisers anging, dem wir noch gegenübertreten mussten. Für den Moment brauchte ich keine Bestätigung. Die Euphorie, die das Strixgift ausgelöst hatte, verflog wieder und ich würde gleich bei lebendigem Leibe von einer blutsaugenden Rieseneule gefressen werden. Da brauchte ich nicht noch mehr Gründe, um vor Verzweiflung in Tränen auszubrechen.

Die Strix steuerte auf Meg zu. Meg wich aus, schlug mit der flachen Klinge auf das Schwanzgefieder der Strix , als die vorüberjagte, und schleuderte den unglückseligen Vogel damit an die Wand gegenüber, wo sie mit dem Kopf gegen die Backsteine knallte und sich zu einer Wolke von Monsterstaub und Federn auflöste.

"Meg!", sagte ich. "Ich hab doch gesagt, du darfst sie nicht töten. Dann wirst du verflucht!"

"Ich hab sie nicht getötet. Sie hat sich gegen die Mauer geworfen, um Selbstmord zu begehen."

"Ich glaube nicht, dass die Moiren das so sehen werden."

"Wir brauchen es ihnen ja nicht zu erzählen."

"Leute", Grover zeigte auf die Tomatenpflanzen, die sich unter der Wucht von Krallen und Schnäbeln in schnellem Tempo ausdünnten. "Wenn wir die Strigae nicht töten dürfen, sollten wir die Sperre