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Irgendwo in diesem Dunkel

Irgendwo in diesem Dunkel

von Natascha Wodin

Taschenbuch
240 Seiten; 190 mm x 115 mm
Sprache Deutsch
2020 Rowohlt TB.
ISBN 978-3-499-27449-7
KNV-Titelnr.: 77901238

Besprechung

"Irgendwo in diesem Dunkel" findet Wodin das gedemütigte Kind und sie zeigt, wie mühsam es sich emanzipierte. Das hat eine immense Wirkung, weil der Abstand zwischen der Kindheit und dem Erwachsenenleben der Autorin riesig ist. (...) Hier zeigt sich ihre Kunst. Cornelia Geißler Frankfurter Rundschau 20181124

Langtext

Nach dem großen Erfolg von "Sie kam aus Mariupol" begibt Natascha Wodin sich auf die Spurensuche nach ihrem Vater. Eine beeindruckende und schonungslose Rekonstruktion der deutschen Nachkriegsgesellschaft.

Abseits vom deutschen Städtchen lebt die Erzählerin beim Vater, unter Verschleppten und Entwurzelten. Dabei möchte sie so gern zu den Deutschen gehören und ihrer russischen Herkunft entkommen. Aber der seit je gefürchtete Vater sperrt sie ein. In einem Taftkleid der Mutter flieht sie in die Schutzlosigkeit der Straße.

Irgendwo in diesem Dunkel, hinter all dem Schweigen, sucht sie den Schlüssel zum Verstehen. Eine ungeheuerliche Geschichte der Ort- und Obdachlosigkeiten, erzählt in Natascha Wodins klarer, sachlicher und doch von Emotion und Poesie getragener Sprache, die ihresgleichen sucht.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Wodin, Natascha
Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihr Romandebüt "Die gläserne Stadt", das 1983 erschien, folgten etliche Veröffentlichungen, darunter die Romane "Die Ehe" und "Nachtgeschwister". Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für "Sie kam aus Mariupol" bekam sie den Alfred-Döblin-Preis, den Preis der Leipziger Buchmesse und den August-Graf-von-Platen-Preis verliehen. Natascha Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.