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Waldluft

Waldluft

Roman

von Sepp Kahn

Hardcover
172 Seiten; 216 mm x 140 mm
Sprache Deutsch
2019 Berenkamp
ISBN 978-3-85093-389-6
KNV-Titelnr.: 78682694

Besprechung

In Unterhirschen ist's plötzlich vorbei mit der Beschaulichkeit. Waldemar, der Kommandant der Polizeistation, ist in Pension gegangen und hat als Alterssitz ein kleines Haus erworben, das auch der Bankdirektor gern gekauft hätte. Liegt darin der Grund für das Unheil, das plötzlich über den ganzen Ort hereinbricht? Als Waldemar abends die gewohnte Wanderung durch die umliegenden Wälder machen will, ärgert er sich über seine Frau: Sie geht dieses Mal nicht mit, weil sie angeblich auf eine Schmuckparty muss. Also geht er allein und wird im Wald von Naz, den er früher einmal mit einem angeblich ungerechten Organmandat bestraft hat, mit einem Messer bedroht - und verschwindet spurlos. Erna, Waldemars Frau, ist entsetzt: Der neue Polizeikommandant behauptet, die Vermisstenanzeige erst nach 48 Stunden annehmen und die Suche nach dem Abgängigen beginnen zu können. Verzweifelt macht sie sich selbst auf die Suche nach dem Gatten. Und dann überschlagen sich die Ereignisse: Zwei Tage nach Waldemars Verschwinden wird Naz von der Polizei einvernommen und läuft danach blindlings in ein Lastauto. Am nächsten Tag bleibt die Bank geschlossen, weil der Direktor unauffindbar ist. Rätselhafte Schicksalsschläge treffen auch den Schuldirektor, den Brückenwirt und den Pfarrer. Es gibt viel zu tun für die Kripo und die Dorfgemeinschaft, bis alles geklärt ist und der Tourismusverband mit würziger Unterhirschner Waldluft in Fläschchen eine neue Werbekampagne beginnen kann. Kahns Roman ist spannungsgeladen und voller Überraschungen - ein wahres Lesevergnügen: ein "echter Kahn" eben.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Kahn, Sepp
Sepp Kahn, 1952 im Nordtiroler Hopfgarten geboren, musste früh in der Landwirtschaft mit anpacken und übernahm 1976 den "Oslhof" seiner Eltern. Sepp Kahn ist verheiratet und Vater von fünf Kindern - und mit Begeisterung Großvater. Im Alter von 28 Jahren begann er zu schreiben: zuerst Mundartgedichte, dann Erzählungen und Theaterstücke. Seine Kurzprosa hat ihn schließlich über die Grenzen Tirols bekannt gemacht; sie ist Ergebnis seiner Beobachtungen und Ausdruck seiner Liebe zur Heimat und deren Menschen; sie stimmt nachdenklich, strapaziert aber gleichzeitig die Lachmuskeln.