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Rembrandt. Die Selbstporträts

Rembrandt. Die Selbstporträts

von Volker Manuth; Marieke de Winkel

Hardcover
176 Seiten; 341 mm x 267 mm
Sprache Deutsch
2019 Taschen Verlag
ISBN 978-3-8365-7701-4
KNV-Titelnr.: 78715481

Besprechung

"Eine fulminante verlegerische Tat... Der Verlag hat offenbar weder Kosten noch Mühen gescheut... Wie er sich selbst sah, führt die Veröffentlichung des TASCHEN-Verlags prachtvoll vor Augen."

Kurztext / Annotation

Ob mit verschmitztem oder überraschtem Blick, in der Pose des Soldaten oder Orientalen, im biblischen oder mythologischen Gewand - kein anderer Künstler des 17. Jahrhunderts führte die Studie der eigenen Person zu solcher Vielfalt und Brillanz wie Rembrandt van Rijn. Dieser Band präsentiert in herausragender Druckqualität sämtliche...

Langtext

Rembrandt schuf über 80 Selbstdarstellungen in Form von Gemälden, Radierungen und Zeichnungen - mehr als jeder andere Künstler vor ihm. Das Selbstporträt war ihm vor allem stilistisches Experiment. Ob als verschmitzter junger Mann, in der Pose des Soldaten oder Orientalen, im biblischen oder mythologischen Gewand, mal als Melancholiker an der Staffelei, dann wieder als Bürger im Sonntagsstaat - jeder expressive Pinselstrich, jeder verschleierte Gesichtszug diente der Charakterisierung einer jeweils anderen Facette seiner Person.

Durch die präzise Erfassung von Stimmungen, Mimik, und teils flüchtigen Momenten revolutionierte Rembrandt die Kunst des Selbstporträts. Nicht der repräsentative Idealtypus stand primär im Mittelpunkt, sondern die genaue Beobachtung eines Künstlers, der selbst sein häufigstes Modell war.

Neben ihrer stilistischen Vielfalt und dem Gespür für das Menschliche bestechen die Werke durch große Experimentierfreude: die feinen, mit grober Rohrfeder in die feuchte Patina geritzten Locken, die subtil Licht reflektieren. Oder die radierten Bildnisse als virtuose Fingerübungen in der Darstellung des eigenen Mienenspiels.

Anlässlich des 350. Todestages des Künstlers präsentiert dieser Band sämtliche Selbstporträts - von den ersten Werken im Alter von 22 bis zum letzten Bildnis, das kurz vor seinem Tod entstand.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Manuth, Volker
Volker Manuth studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Klassische Archäologie in Kiel, Bonn und Berlin. Er promovierte 1987 an der Freien Universität Berlin über die Ikonographie der Historien des Alten Testaments bei Rembrandt und seiner frühen Amsterdamer Schule. Anschließend war er von 1988 bis 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent an der FU Berlin. Von 1995 bis 2003 hatte er als Professor für Kunstgeschichte den A. Bader Chair of Northern Renaissance and Baroque Art an der Queen's University, Kingston, Ontario (Kanada) inne. Seit 2003 ist er Professor für Kunstgeschichte an der Radboud Universität in Nimwegen (Niederlande).

Winkel, Marieke de
Marieke de Winkel studierte Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Universität von Amsterdam sowie Kostümgeschichte am Courtauld Institute in London. Von 1993 bis 2003 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Rembrandt Research Project. Sie promovierte 2003 an der Universität Amsterdam über das Kostüm im Werk Rembrandts.