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Große Freude für alle großen Knickerbocker: endlich ist der langersehnte zweite Fall der nunmehr erwachsenen Bande erschienen! Wer nun glaubt, dass sich die vier Freunde nach den dramatischen Erlebnissen aus Band 1 aufs Altenteil zurückziehen, irrt natürlich gewaltig! Was nur ein gemütliches Treffen unter Freunden werden sollte, entwickelt sich schnell zu einem neuen rasanten Abenteuer, bei dem es einmal mehr um Leben und Tod geht!
Also, ab auf die Couch und lesen!
 

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Dieser Roman hat es auf die Shortlist (6 Autoren) für den Deutschen Buchpreis 2018 geschafft. Wahrscheinlich, weil die Autorin sprachlich sehr viel zu bieten hat. Sie erzählt die Geschichte auf der Insel Teneriffa rückwärts: von 2015 zurück zum Jahr 1936. Sie arbeitet nicht mit Rückblenden, sondern sie macht Zeitsprünge nach hinten. Das ist eine neue Herausforderung für den Leser, denn im Jahr 2015, also zu Beginn des Romans, lernt man die Figuren zwar kennen, aber ihre Beziehungen ergeben keinen Sinn. Leichter wird es, wenn man auf das Personenverzeichnis am Ende des Buches zurückgreift. Mahlkes Sprache erschließt dem Leser mehr die Flora und Fauna der Insel als die Charaktere, doch wer den geschichtlichen Hintergrund gut kennt, hat seine Freude daran. Dieser Roman ist ein Genuss für alle Sinne!
 

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Manchmal wirkt dieser Roman wie ein Schlag in die Magengegend, obwohl die Sätze so subtil daherkommen. Delphine de Vigan hatte ihren schriftstellerischen Durchbuch mit "Das Lächeln meiner Mutter" oder mit "Nach einer wahren Geschichte" (bereits verfilmt!). Ihre Themen varieren, ihr Stil bleibt unverändert gut! Der 12-jährige Theo muss sich ständig anpassen: die Mutter hat ihren Ex-Mann aus ihrem Leben gelöscht, der Vater geht still zu Grunde. Eine Woche bleibt dem Jungen Zeit, den Absturz des Vaters zu vertuschen, danach wohnt er bei der Mutter, nachdem er alle Spuren des Vaters "abgeduscht" hat. Nur seine Lehrerin spürt, dass etwas nicht in Ordnung ist, doch niemand glaubt ihr. Und Matthis, Theos Freund, er bleibt loyal und deckt Theos Schmerz. Delphine de Vigans Bücher gehen unter die Haut; als Schriftstellerin hat sie mittlerweile einen Platz bei den ganz Großen!
 

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Ein Mann, der sich selbst 'der Digger' nennt, schießt an einem Silvestermorgen in einer Metro-Station in Washington D.C. in die Menge und tötet dabei über 20 Personen. Kurz darauf taucht ein Erpresserschreiben auf, worin die Stadt aufgefordert wird, 20 Millionen Dollar zu zahlen, ansonsten wird der Digger im 4-Stunden-Rhythmus wieder zuschlagen. Da die Zeit drängt, wendet sich das FBI an einen ehemaligen Mitarbeiter, den forensischen Linguisten Parker Kincaid, der als Schrift- und Sprachexperte den Erpresserbrief untersuchen soll. Jeffrey Deaver wird es in der Folge nicht müde, die überragenden Fähigkeiten Parkers hervorzustreichen, was oft auf Kosten der Glaubwürdigkeit geht. Als Leser zieht man längst die richtigen Schlüsse, die handelnden FBI-Agenten sind dazu aber nicht in der Lage und brauchen die Hilfe des Protagonisten. Das erinnert stark an Deavers Lieblings-Serienhelden Lincoln Rhyme, dem ebenfalls niemand das Wasser reichen kann. Dieser hat übrigens in diesem Roman einen Gastauftritt. Doch nun genug der Kritik. Mit der Identität des Täters ist es Deaver wieder einmal gelungen, mich zu überraschen, ich lag mit meinem Tipp völlig daneben. Überhaupt zeigt der Autor im finalen Spannungsaufbau und dem gelungenen Schlusstwist wieder seine Meisterschaft. Ein Krimi, der Spaß macht.
 

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Wenn ein Elternteil stirbt, muss man sich auch von den Gegenständen, die dem Verstorbenen wichtig waren, trennen. Wie nimmt man richtig Abschied? Rainer Moritz macht das sehr liebevoll und ohne große Sentimentalität. Sein Vater hatte ein langes und erfülltes Leben und trotzdem wird er fehlen. Moritz erzählt Geschichten über seinen Vater und seine Welt, und er kann sich auch über die Eigenheiten seines Vaters noch amüsieren. Gleichzeitig stellt er sich die wichtigste Frage: Wer bin ich, wenn mein Vater nicht mehr lebt?
 

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Diese ganz persönliche Familiengeschichte zieht sich über drei Generationen. Der Großvater des Erzählers, der in Prag geboren wurde aber mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Berlin geflüchtet ist, wurde 1960 in Russland hingerichtet. Wer hat ihn denunziert? Waren es seine vier Söhne? Der Verdacht zieht sich über Jahre, jede sowjetische Geheimnisakte, die offen gelegt wird, bringt wieder neue Verdachtsmomente. Spannend für den Leser ist der Umstand, dass man teilweise selber nicht mehr weiß, wer gegen wen ausgesagt hat und wer mit dem Bruder noch redet oder nicht mehr. Der Autor ist hin- und hergerissen: welches Gerücht hat tiefe Risse in der Familie hinterlassen, was ist die Wahrheit und wie wird diese Wahrheit sein Leben beeinflussen? Biller verarbeitet Zeitgeschichte wie einen Krimi: spannend und doch eine literarische Glanzleistung!
 

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Helene genannt Hel hat erfolgreich ihre Krebserkrankung abgeschlossen.Nun kämpft sie sich wieder in den Alltag zurück. Neue Klasse, neue Freunde und auch das Familienleben wurde aufgerüttelt.

Sie lernt neue Anforderungen zu meistern und auch, dass es Liebe und neue Freundschaften gibt. Anfangs ungewohnt ist die jugendliche Ausdrucksweise der Autorin, aber ab der Mitte dieses Buches wird es sehr spannend, und der Leser kann sich gut in das Mädchen einfühlen.

Durch diese Geschichte wird versucht, Verständnis für Jugendliche zu bekommen, die solch eine Krankheit bekämpfen.
 

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Chris, so hieß Xavier in Australien, lebt seit 5 Jahren in London, arbeitet dort als Radio-Moderator in der Nacht und gibt Schlaflosen Lebensratschläge. Sein eigenes Dasein hingegen scheint eher trostlos zu sein. Was ist damals in Australien passiert, dass Xavier seine Heimat verlassen hat? Als er die Putzfrau Pippa engagiert, ändert sich sein Leben, womit er nie gerechnet hätte.

Ein wunderbares Buch, in dem die Ereignisse ineinandergreifen, ein Schicksal bedingt ein nächstes - wie ein Dominoeffekt - und irgendwie hängen alle Leben voneinander ab. Ein schöner, trauriger, lustiger und zugleich kluger Roman!
 

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Wie in den Büchern von Jesmyn Ward ("Singt, ihr Lebenden und ihr Toten") gibt es bei Deb Speras Südstaatenroman eine starke Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten. Gertrud wird vom schrecklichen Ende ihres Mannes verfolgt. Er hat sie und ihre Töchter geschlagen und sein Alkoholkonsum hat die ganze Familie in den Abgrund gezogen. Und dann gibt es Annie, die wie Gertrud zwar die richtige Hautfarbe für das Südstaatenleben hat, schützt ihr Reichtum und ihre Unabhängigkeit ihre Familie nicht vor der dunklen Seite. Von allen drei Frauen hat Retta den wissenden Blick und ihre Vorahnungen und ihre Scharfblick lassen den Leser nicht mehr los. Sie kämpfen wie eine Alligatorweibchen, um die Menschen zu schützen, die sie lieben. Es gab Momente, da hätte ich gerne mit den Frauen mitgeweint, so berührend war ihre Verzweiflung, so berührend war ihr Mut. Deb Spera verbindet die Ereignisse geschickt miteinander. Ein roter Lebensfaden zieht sich durch den gesamten Roman und die Spannung hält sich bis zum Schluss. Ein atemberaubendes Kunstwerk!
 

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Es ist doch erstaunlich, dass die Krimireihe rund um Inspektor Gamache zu den erfolgreichsten Büchern in Kanada und den USA zählt und jetzt -- nach einer Pause von ca. 10 Jahren -- wieder ein Band auf deutsch erscheint. Wer nun aber meint, nach den längst vergriffenen Bänden 1-4 endlich Teil 5 in den Händen zu halten, der irrt! Es ist der 13. Band der Reihe, die Bücher 5-12 wurden aus mir unerfindlichen Gründen bisher nicht übersetzt. Daher klafft für mich nun eine ganz schöne Lücke darüber, was in der Zwischenzeit in dem beschaulichen Örtchen Three Pines so passiert ist. Aber egal, die Freude war trotzdem groß, nun endlich zu all den verschrobenen Menschen zurückzukehren.
Auch Gamache-Neueinsteigern sei versichert: man kann diesen Krimi wunderbar als einzelnes Buch lesen, wird aber vermutlich traurig sein, dass dann keine weiteren Fälle zur Verfügung stehen. Hoffentlich kann der Kampa Verlag künftig mit weiteren Übersetzungen dienen!
 

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Der neue Roman von Wolf Haas ist anders als seine bisherigen und doch irgendwie wieder nicht, ein wenig leiser und auch nachdenklicher. Der junge Mann könnte das Alter Ego des Autors sein, oder erzählt uns da der Autor sogar die Geschichte seiner Kindheit? Auf alle Fälle wieder mit seinem unverkennbaren Humor, der mich schmunzeln lässt und riesengroße Vorfreude auf seine Lesung in Innsbruck macht.
 

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Bei einem schweren Autounfall hat Alice die Liebe ihres Lebens verloren. Der Umzug nach Marokko und die überstürzte Heirat mit John schienen einen Neuanfang zu versprechen, aber jetzt sitzt sie einsam in der kühlen Wohnung in diesem fremden und heißen Land fest.
Da möchte man doch meinen, dass der völlig unerwartete Besuch ihrer besten Freundin aus dem College ein wenig Aufheiterung bringt! Lucy setzt auch wirklich alles dran, die psychisch labile Alice aus ihrer Isolation zu reißen, und im Gegensatz zu ihr lässt sie sich mit allen Sinnen auf Tanger ein. Alice jedoch fühlt sich von Lucys Fürsorge wie erstickt, und zur Verwunderung ihres Mannes scheint sie sich sogar vor Lucy zu fürchten.
Christine Mangan hat ein wirklich raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel erdacht, beim Lesen musste ich an alte schwarz-weiß-Filme wie "Verdacht" oder "Rebecca" denken. Würde der Roman nicht nur in den 50er Jahren spielen, sondern wäre auch da geschrieben worden, wäre eine Verfilmung mit Ingrid Bergman ein Muss gewesen!
 

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William Boyd ist mein absoluter Lieblingserzähler. Mit der Geschichte von Brodie Moncur, einem genialen Klavierstimmer aus Schottland, entführt er uns ins ausgehende 19.Jahrhundert. Brodie verliebt sich unsterblich in die Geliebte eines exzentrischen Virtuosen, in dessen Diensten er steht. Es entwickelt sich eine regelrechte Amour fou, in deren Verlauf er die unterschiedlichsten europäischen Länder und Städte bereist und die unglaublichsten Abenteuer zu bestehen hat. Nicht nur die Tuberkulose bedroht sein Leben, sondern auch der eifersüchtige Liebhaber, der ihn von Stadt zu Stadt jagt, bis er endlich auf den Andamanen seinen Frieden findet. Boyd entwirft ein großartiges Panorama der europäischen Kulturgeschichte einer faszinierenden Epoche und zieht seine Leser in seinen Bann. Ein bildmächtiger Roman, der noch lange nachklingt.
 

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Wer behauptet, Wolf Haas kann nur mit den Brenner Romanen punkten, der irrt sich. Der Autor ist ein Perfektionist, kein Wort zuviel, keines zuwenig. Und wer sich voll dem Genuss seiner Sprache und seiner Dialoge hingeben möchte, der soll doch mal probieren, den Roman laut zu lesen. Und wer Wolf Haas bereits auf einer Buchpräsentation auf der Bühne erlebt hat, der weiß, dass er Kapitel auswendig vortragen kann, so intensiv hat er sich mit der Geschichte beschäftigt. Der junge Mann ist 14, in den Ferien arbeitet er bei einer Tankstelle. Der Leser kehrt zurück in die 70er Jahre, und mit jedem Kilo, das der Hauptakteur verliert, um seine Traumfrau zu erobern, mit jedem Kilometer, den er im LKW auf dem Weg nach Griechenland zurücklegt, mit jedem „gegegeh“ treibt es uns die Schamesröte ins Gesicht, weil wir nie so etwas Perfektes schaffen werden wie Wolf Haas.
 

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Ein Stadtviertel in Madrid und seine Bewohner sind die Protagonisten in Almudena Grandes neuem Roman. Aus vielen kleinen Szenen setzt sie ein Mosaik des Alltagslebens der unterschiedlichsten Menschen zusammen, die außer ihrem Wohnviertel nur eines gemeinsam haben: Sie sind allesamt Verlierer der großen Wirtschaftskrise, die ganz Spanien an den Rand des Ruins getrieben hat. Mit viel Herz und Mitgefühl schreibt sie über Lebensentwürfe, die komplett durcheinander geraten, über kleine Freuden und große Pannen, über das pralle Leben eben. Sie zeigt sehr schön, wie in einer schwierigen Situation die Solidarität wächst und ziviler Ungehorsam immer wichtiger wird - ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit und Mitgefühl in Zeiten der Krise.
 

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Ein 13-jähriges Mädchen wird von der Stadt ins Dorf zurückgeschickt, ohne eine Erklärung. Sie weiß, dass sie zu ihrer richtigen Familie kommt: Plötzlich hat sie 4 Brüder und eine Schwester. Und leibliche Eltern. Und kein eigenes Bett mehr, das muss sie sich mit ihrer Schwester teilen. Vorher wurde sie wie eine Prinzessin behandelt, doch nun muss sie fest mitarbeiten. Ihre Intelligenz rettet sie schlussendlich, doch die Härte des Lebens, die unangenehmen Wahrheiten, davor bleibt sie nicht verschont. "Bella Mia", der letzte Roman dieser sympathischen Autorin, hat mich sehr beeindruckt und nachhaltig geprägt. "Arminuta", die Zurückgekehrte, lässt den Leser nicht mehr los und bleibt bis zum Ende eine Offenbarung!
 

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Über zehn Jahre hat sich Claire Messud Zeit gelassen, einen neuen Roman zu schreiben. „The Emperor’s Children“ war 2007 ein literarischer Erfolg, doch die Autorin ist noch besser geworden. In ihrem Roman steht die Freundschaft der 12-jährigen Mädchen, Cassie und Julie, im Vordergrund. Einen Sommer lang waren die beiden fast täglich miteinander unterwegs, danach wird alles anders und sie sehen sich kaum noch. Julie kann nicht genau sagen, was sich verändert hat, doch in diesem Roman wird nicht spekuliert und der Leser begreift immer besser dieses Auseinandertriften. Mich persönlich begeistern Bücher über das Erwachsenwerden, und Claire Messuds Phantasie lässt mich über die großen Themen wie Liebe, Freundschaft und Wahrheit nachdenken!
 

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Eine Heldengeschichte, ja dieses Buch ist wirklich eine Heldengeschichte über Reinhold Duschka. Duschka ist einer von 88 österreichischen "Gerechten unter den Völkern". Das ist ein in Israel eingeführter Ehrentitel für nicht jüdische Personen, die unter nationalsozialistischer Herrschaft ihr Leben dafür einsetzten, Juden vor der Ermordung zu retten. Diese zwei Menschen sind die Chemikerin Dr. Regina Steinig und ihre elfjährige Tochter Lucia. Beide lebten vier Jahre in der Werkstatt des Kunsthandwerkers. Lucia Heilman wollte diesen passionierten Bergsteiger würdigen und ehren und nicht in Vergessenheit geraten lassen. Gemeinsam mit Erich Hackl ist ihr das wunderbar gelungen.
Ein einfühlsames, aktuelles Buch über Zivilcourage, Wanderleidenschaft und Freundschaften!
 

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Nachdem ich die Neuübersetzung dieses Klassikers gelesen hatte, wusste ich wieder, wieso ich Alex Capus gerne mag. Seine Übersetzungen regen uns wieder an, die Klassiker wieder zu lesen. James M. Cain führte in den 30ger Jahren die "hard-boiled" Kriminalliteratur an. Toughe Helden, die kein Gewissen besitzen und keine Moral kennen, bevölkern seinen Krimi. Dem muss ich widersprechen, denn in "Der Postbote" kämpfen Frank und Cora schon mit Gewissensbissen. Da sie aber beide ziemlich gleich ticken, fällt ihre Skrupellosigkeit gar nicht so auf. Cain bietet sehr gute Unterhaltung und unerbittliche Antihelden, die man selten in der Literatur findet.
 

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Wenn der Einstieg in eine neue, fremde Welt langsam und ausführlich beginnt, kann es zweierlei Dinge bedeuten: das Buch kann weg oder nie mehr aus der Hand gelegt werden. Siri Pettersen's Auftakt der Rabenringe-Trilogie zwingt einen zu Letzterem. Man kann nicht aufhören zu lesen! Die Welt, in die uns die norwegische Autorin entführt, vermischt Elemente der nordische Mythologie mit eigens erschaffenen Sitten und Regeln: Ymsland. Hier wird der allwissende Seher angebetet, Raben sind heilige Geschöpfe, die Blinden werden gefürchtet und schwanzlose Wesen bringen die Fäulnis. Hirka gehört zu Letzterem, sie ist schwanzlos. Ein Odinskind aus einer anderen Welt. Diese Erkenntnis stellt nicht nur Hirkas Leben auf dem Kopf, sondern bringt ein Ereignis nach dem anderen mit sich, das bald alle Reiche Ymslands beeinflussen wird. 'Odinskind' ist ein bemerkenswerter, epischer erster Band einer nordischen Reihe, die ich jetzt schon zu meinen Favoriten zählen möchte.
 

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Ein kleiner Literaturverlag startet mit großen Autoren durch! Astrid Rosenfeld ist mit ihrem ersten Roman weltweit bekannt geworden. Sie lebt jetzt in Texas und dort spielt auch „Kinder des Zufalls“ größtenteils. Es ist Zufall, dass sich Charlotte und Collin begegnen, dass Maxwell auf Elisabeth trifft, dass die Frauen auf einem Schiff von Deutschland nach Amerika gekommen sind, dass Annagret von einem Russen im Krieg gerettet wird und dass ein Russe einen ihrer schönsten Momente bestimmt. Aber es ist kein Zufall, wie das Leben die Liebenden leitet und sie an ganz bestimmte Orte bringt, und sich doch alles im Kreis dreht. Astrid Rosenfeld verbindet alles, ob witzig oder auch manchmal traurig. Das Schicksal ist schön, auf jeden Fall bei dieser Autorin!
 

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Henning verbringt die Feiertage und den Jahreswechsel mit seiner Familie auf Lanzerote. Warum er unbedingt dorthin wollte und wieso er die Radtour ohne Proviant auf den Fermes machen muss, das weiß er selber nicht. Juli Zeh arbeitet mit der Theorie, dass Ereignisse in der frühen Kindheit, die später oft besprochen wurden, für die Betroffenen so real werden, obwohl sie sich nicht mehr bewusst daran erinnern. Hennings Bilder werden aber real, auch wenn seine Mutter ihm nie erzählt hat, dass er mit seiner Schwester in dem Haus auf dem Fermes Urlaub gemacht hat. Juli Zeh baut extreme Spannung auf. Man benötigt als Leser viel Kondition, um den Berg zu bezwingen!
 

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Erika Pluhars Bücher sollte man gelesen haben, auch wenn man den biografischen Hintergrund nicht kennt. Die Kindheitserinnerungen von Anna berühren, denn Pluhar erzählt aus der Perspektive ihrer Tochter und wenig aus der mütterlichen Sicht. Und das ist erstaunlich, denn man hat das Gefühl, als würde sie Annas Gefühle perfekt wiedergeben. Anna ist das Kind berühmter Eltern und deshalb ist sie ständig Extremsituationen ausgesetzt. Einer ehrgeizigen und doch empfindsamen Mutter, einem alkoholsüchtigen Vater, exzentrischen Freunden der Eltern, der Bühne und dem Film. Herzliche und charakterstarke Persönlichkeiten treten in ihr Leben und prägen das Kind. "Anna" ist eine Chronik der Liebe zu ihrem Kind. "Anna" ist ein Roman, den das Leben geschrieben hat.
 

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"Die Träume der Bethany Mellmoth" (so lässt sich der englische Titel übersetzen) sind großartig, und doch schnell wieder vorbei. William Boyd habe ich richtig kennen und lieben gelernt mit seinem wundervollen Roman "Die Fotografin". Man möchte Boyds Gedankenwelt nicht mehr verlassen, man möchte Bethany weiterhin zusehen, wie sie von einem Job zum nächsten kommt, wie sie ihre Liebschaften beginnt und beendet, wie sie sich mit ihren Eltern auseinandersetzt, wie sie träumt und doch wieder enttäuscht wird. Aber sie hält sich souverän und man kann ihr nur gratulieren, wie schnell sie wieder auf die Beine kommt. Höchst amüsant, und leider viel zu kurz!
 

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Emma, 11 Jahre aus Ehrwald:

Als Farah ihren 12. Geburtstag feiert, lädt sie ihre zwei besten Freunde Alex und Essie ein. Farahs Tante verspricht ein wunderbares Geschenk. Als den drei Freunden langweilig war, gingen sie hinauf in Farahs Zimmer. Sie öffneten das Geschenk und darin war ein Brettspiel. Als sie es öffneten, war eine Sandwüste in Farahs Zimmer. Die drei fragten ihre Tante, was das für ein Spiel ist. Die Antwort darauf war: Es sucht zwölfjährige Kinder an ihrem Geburtstag und saugt sie ein.

Das Buch ist so ähnlich wie Jumanji, aber nicht so brutal. Es hat mir sehr gut gefallen, und ich habe es innerhalb von drei Tagen gelesen. Man kann gar nicht aufhören zu lesen, da die Kapitel immer dann aufhören, wenn gerade eine spannende Stelle ist.
 

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz:
In diesem Buch geht es um ein junges Mädchen, das auf der Suche nach ihrer Berufung ist. Mel findet eine WG, die sie mitgestalten darf, und kocht dort, dafür zahlt sie weniger in die Haushaltskasse. Doch sie merkt, dass sie kein richtiges Restaurant eröffnen kann, und sie hält sich gerade und gerade über Wasser. Als sie in ihrem Bienenstock eine Drohne findet, verändert sich für sie einiges. Sie hat nämlich eine besondere Gabe: Sie singt mit Bienen und kann so vielleicht das Bienensterben stoppen. Ob das gut geht?...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es ein aktuelles Thema auf eine gute Weise aufgreift, denn es regt an, selber zu helfen. Außerdem ist eine Liebesgeschichte, ein Thriller und ein Wissensbuch in dem Buch vereint. Bleibt mir nur mehr, das Buch weiterzuempfehlen… Viele spannende Stunden beim Lesen!
 

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Albesa, 14 Jahre aus Innsbruck:

Zu Beginn würde ich ganz gern mal das Cover loben, welches wirklich sehr, sehr gut gelungen ist und mich von Anfang an magisch angezogen hat.

Als ich den Klapptext gelesen hatte, dachte ich mir schon, dass das Buch wirklich spannend werden könnte und ich hatte Recht behalten.

Die Charaktere hatten alle eine Seite an sich, die zwar immer mal wieder aufblitzt,e aber dennoch verborgen blieb, und das gab dem Ganzen einen gewissen Touch. Das Buch war wirklich sehr spannend erzählt, und der Schreibstil der Autorin hat mich so in den Bann gezogen, dass ich das Buch gar nicht mehr weg legen konnte. Die Hauptcharaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, und vor allem Blake finde ich sehr interessant, da man so viel und gleichzeitig nichts über ihn weiß.

Ich kann es nur weiterempfehlen und freue mich schon auf den zweiten Band!
 

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz:
In diesem Buch geht es um eine Stadt, die durch einen Krieg zweigeteilt wurde. Unter der Herrschaft von Flynn, der drei scheinbar unzerstörbare Sunai besitzt, steht die eine Seite der anderen unter der Herrschaft von Harker, der tausende Corsai und Malchai sein Eigen nennen zu können glaubt, gegenüber. Die Tochter von Harker trifft auf einen der drei Sunai, und will ihn umbringen, doch als er ihr das Leben rettet…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es spannend geschrieben ist, man es sich trotz Phantasiegeschichten real vorstellen kann, und man sich sehr gut in die Personen hineinversetzen kann. Ich empfehle es Lesern ab 14 Jahren, aber auch Erwachsenen.
 

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Henning, mit seiner Frau Theresa und den beiden Kindern in Urlaub auf Lanzarote, beschließt am Neujahrsmorgen, eine Radtour zu machen. Diese wird bei ihm jedoch zur tour de force, die all seine Kräfte raubt. Denn während des steilen Anstiegs denkt er über sein Leben nach: Er wird seit einiger Zeit permanent von immer stärkeren Panikattacken geplagt. Er weiß nicht, woher diese kommen und nichts und niemand kann ihm dabei helfen. Am Ziel angekommen, merkt er plötzlich, dass ihm das Haus dort bekannt vor kommt. Aber woher? Wir erfahren nun, was ihm damals mit seiner Schwester Luna passiert ist. Äußerst spannend erzählt uns Juli Zeh von den inneren Kämpfen eines Mannes, der überfordert zu sein scheint und von den Erlebnissen der Kindheit, die sehr prägend sein können.
 

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Nach der Lektüre dieses Buches ist man echt am Überlegen, sich von den sogenannten sozialen Medien komplett zurückzuziehen! Denn mit diesen werden wir bei jeder Handlung permanent überwacht und manipuliert. Für die "Verhaltensmodifikationsimperien" - wie es der Autor Jaron Lanier treffend nennt - sind wir bloß Produkte. Lanier findet sehr drastische Worte zu den sozialen Medien: Sie untergraben die Wahrheit, die Inhalte werden uns durch einen ausgeklügelten Algorithmus aufgezwungen, viele Bewertungen und Kommentare kommen nur von Fake-People, die Sicht auf die Welt wird verzerrt und sie machen süchtig!

Aber natürlich gibt es eine - eigentlich recht simple Lösung: Sich die Kontrolle über die eigenen Informationen zurückzuholen, ist der beste Weg! Man hat dann auch plötzlich mehr Zeit und sieht die Welt mit anderen Augen, wenn man das Leben wieder selbst in die Hand nimmt.
 

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Ich liebe altmodische Agentengeschichten, und ganz besonders mag ich sie, wenn sie sich durch pointierte Dialoge und überraschende Wendungen auszeichnen. Die Slow Horses von Mick Herron erweisen sich als absoluter Glücksgriff: Ein klassischer Genreroman voller Witz und Spannung garantiert pures Lesevergnügen für alle Fans gepflegter Kriminalliteratur. Man darf sich schon auf die Fortsetzungen freuen!
 

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Die argentinische Schriftstellerin Claudia Pinero zählt zu den interessantesten Autorinnen des Kontinents. Ihre Geschichten sind immer hochaktuell und behandeln meist politische und psychologische Themen, die universell gültig sind. In ihrem neuen Roman erzählt sie mit beißender Ironie von einem politischen Quereinsteiger, der mit seiner Bewegung verspricht, alle Probleme des Landes zu lösen und damit zum absoluten Star aufsteigt. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass ihm ausgerechnet sein persönlicher Assistent einen Strich durch die Rechnung machen könnte...
Eine messerscharfe Analyse politischen und sittlichen Verfalls, wie er überall auf der Welt zu beobachten ist!
 

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Irland, 1980ger: Das kleine Mädchen wird von ihrem Vater auf eine Farm in Wexford gebracht. John und Edna Kinsella stellen alles dar, was die Familie des Mädchens nicht ist: sie sind liebevoll und zärtlich, sie haben keine Kinder, sie arbeiten gerne und genießen aber auch die Schönheit ihrer Farm, sie reden mit dem Kind, sodass es in kurzer Zeit lernt, was es bedeutet, eine Familie zu haben. Doch die Kleine lernt auch, wie groß der Verlust der beiden bereits war. Die Idylle in diesem kleinen englischen Dorf täuscht, und doch gibt Keegan dem Leser die Erkenntnis mit, dass wirkliches Zusammenleben das schönste Geschenk sein kann
 

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Verbietet den Frauen das Mundwerk, wählt einen neuen Präsidenten, einen neuen männlich religiösen Führer und schon ist Amerika wieder zurück im 18. Jahrhundert. Wie konnte Jeanne die Zeichen übersehen, vor denen Jackie sie schon vor 20 Jahren gewarnt hat? Plötzlich ist der Pass weg, ihr Telefon, ihr E-Mail Account und sie und ihre 6-jährige Tochter Sonia müssen ein Armband tragen (wie alle weiblichen Geschöpfe in den USA): Wenn sie das Tageslimit von hundert Wörtern überschreiten, setzt es einen Stromschlag, der die Frauen fast umbringt. Und Richard ihr Mann, hat das ganze mit der Regierung geplant. Jeanne hat eine wissenschaftliche Forschung betrieben, die ein Serum entwickelt hat, welches auf das Sprachzentrum wiederherstellt. Jetzt hat sie keine Stimme mehr und wird Sonia jemals ihre Sprache teilen? "Vox" ist ein Warnruf für diejenigen, die ihre Stimme nie erheben und die Bedeutung der Sprache vergessen haben. Viele dieser schaurigen Szenen können in unserer Zukunft passieren!
 

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Nach vielen Jahren des Reisens, auf denen ihr auch der Tod begegnet ist, findet Silvia Ebner die Zeit, ihre Erinnerungen an das Leben niederzuschreiben. Die Begegnung mit Menschen von unterschiedlichen Kulturen haben sie geprägt, auch die Begnung mit dem Tod ist ihr seit ihrer Kindheit nicht fremd. Das Heimkommen hat ihr gezeigt, dass diese persönlichen Erfahrungen, die sehr schmerzhaft waren, ihr Kraft geben werden, weitere Bücher zu schreiben: über das Lieben und über die Liebe, wie sie in einem Interview erwähnt. Wir freuen uns, mehr von dieser starken und selbstbewussten Frau zu lesen. Sie kann Belastendes in etwas Schönes verarbeiten!
 

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Wie man von Michael Köhlmeier erwarten kann, beobachtet er mit kritischem Blick das Leben im 21. Jahrhundert. So wie in "Abendland" und "Die Abenteuer des Joel Spazierer" spielt Sebastian Lukasser eine wichtige Rolle in dem neuen Roman. Ein bekannter Psychologe verschwindet und seine Frau ruft Hannah, seine Schwester nach Wien. In seiner lockeren Art gibt Köhlmeier die Spannungen zwischen den zwei Frauen wieder und ein Rückblick auf ihr Leben ist zugleich eine lehreiche Lektion in jüdischer Kulturgeschichte. Besonders Jetti ist mir ans Herz gewachsen. Je länger und intensiver man als Leser in Köhlmeiers Märchen- und Geschichtenwelt eintaucht, umso unterhaltsamer und überraschender wird der Roman. Man begreift die Zusammenhänge und die Märchen zu Beginn eines Kapitels spiegeln eindrücklich das Leben der Romanfiguren wider. Ein großartiger Roman!
 

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Die Diagnose ist hart für Nahid: nur noch sechs Monate bleiben ihr. Wofür? Um noch alles zu regeln, um ihre Tochter nicht mehr zu belasten? Wofür hat sie die Revolution im Iran überstanden? Bleiben ihr die Erinnerungen, um sie weiterzugeben oder war das alles? Als Leser kann man ihren Zorn spüren, man möchte nicht in der Haut der Tochter stecken, die ihn abbekommt. Wir begleiten Nahid auf einem schweren Weg, und doch fühlen wir uns von ihr ermutigt, die Neugier für das Leben zu behalten. Das bewirkt die Autorin, indem sie konsequent das Leben in jedem Satz hochhält. Sie erinnert mich stark an Katharina Winkler (Blauschmuck): Nahids Erlebnisse im Iran und ihrer Ehe sind genauso intensiv!
 

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Nach "Kaltes Blut" endlich ein neuer Roman von Chris Kraus. In "Sommerfrauen, Winterfrauen" fließen viele Themen, Anekdoten und Erlebnisse ein, die den Roman erneut zu einem Opus Magnum machen, auch wenn es nicht mehr über 1000 Seiten sind. Wer den Autor und Regisseur persönlich kennengelernt hat, - oder auch einen seiner Filme gesehen hat - der kennt sein Hauptthema: Abarbeiten, was der Nazi-Opa angestellt hat! Und das gelingt ihm wieder einmal sehr gut. Was Jonas in ein paar Wochen in New York im Herbst 1996 erlebt, ist gleichzeitig lustig und traurig. Ein Buch mit Tiefgang!
 

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Ein Soldat muss Wache schieben, er ist alleine auf seinem Turm an der Grenze. Nässe und Kälte setzen ihm zu und die Stunden wollen nicht vergehen. Im Rucksack hat er Geschriebenes seiner Großmutter, über deren Vergangenheit weiß er nicht viel. Er weiß, dass sie als Kind den Krieg als einzige in der Familie überlebt hat. Ihre Flucht aus Vorpommern kann sie nur in Briefen an die Verstorbenen verarbeiten. Der Soldat selbst ist schwer traumatisiert und seine Flucht ähnelt einem Krieg. Mit Entsetzen verbringt der Leser Stunden auf dem Wachturm und immer mehr Details aus der Vergangenheit des Erzählers kommen zum Vorschein. Diese schlimme Nacht wird mir nicht mehr aus dem Kopf gehen!
 

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Diese Autorin hat mich überrascht, natürlich positiv überrascht. Ich war erstaunt, wie treffend sie das Familienleben in einer Wohnsiedlung im Sommer 1985 darstellen kann. Scharfsinnig und geistreich, manchmal richtig bissig bzw. böse, lässt sie einzelne Familienmitglieder reden. Die Kapitel sind knackig aber intensiv, die Geschichte birgt immer wieder Überraschungsmomente. Die 3 Paare können nicht unterschiedlicher sein und sie verfolgen unterschiedliche Interessen. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Kinder darauf reagieren und wie sie die Wahrheiten der Eltern interpretieren!
 

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Das Jahr nach dem Tod der Mutter ist für die 17-jährige Alessandra sehr prägend. Am ersten Schultag setzt sie sich neben den unscheinbaren „Zero“, ohne zu verstehen, wieso sie das gemacht hat. Was geht in ihm vor und ist er nur interessant, weil er sich nicht für ihren Kummer interessiert Die besonderen oder auch scheinbaren Momente, die Alessandra mit ihrer Mutter hatte, tauchen in ihren Erinnerungen auf. Auch der Vorwurf, dass man Wichtiges verpasst hat oder nicht darauf geachtet hat. Wer trauert richtig, welche Menschen treten neu in ihr Leben und von welchen Freunden verabschiedet sie sich? Selten habe ich ein derart berührendes und bezauberndes Buch über das Erwachsenwerden gelesen!
 

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Eine Frau als Taucherin hat es in Amerika nie gegeben. Nur bei den Russen, die, wie Jennifer Egan in einem Interview erwähnt, für ALLES eingesetzt wurden. In der Marinewerft in New York durften Frauen während des Krieges arbeiten. New York hat mich immer schon fasziniert, doch ich kenne die Stadt nur aus Büchern. Großartige Autoren wie Betty Smith, Paul Auster, Dorothy Baker, Michael Cunningham, Tom Wolf, Dorothy Parker, Lily Bret, etc. haben sie mir schmackhaft gemacht. Nun kann ich endlich den Kreis mit Egans Roman schließen: er spielt in den 30ger und 40ger Jahren. Ein rauschhaftes und fiebriges Leseerlebnis hat mich befallen, denn ich habe mit Anna auf dem Hafengelände "mitgefiebert": hoffentlich kommt sie nicht zu spät, hoffentlich wird sie nicht gefeuert, und hoffentlich schafft sie es, den über 100 Kilo schweren Taucheranzug anzulegen und damit zu laufen. Es sind die exzellenten Metaphern, die Egan wohl dosiert einsetzt: Das "Tauchen" von Anna und das "Abtauchen" ihres Vaters, der Gangster Dexter, der repräsentativ für die New Yorker Unterwelt steht und der von seinem Haus aus die großen Schiffe verfolgt, das "Bootshaus", indem sich nicht nur die Unterwelt trifft, sondern in dem auch Anna einschneidende Erlebnisse hat, der "Krieg" der Frau, das Überleben auf dem Floß, etc. Egans Roman - der in mühevoller und jahrelanger Recherche zu etwas Großem wurde – verschlingt man an nur einem Abend! Manhattan Beach wurde vor meinen Augen lebendig!
 

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Dieser Roman wird Ihre Welt auf den Kopf stellen. Eigentlich möchte ich nicht verraten, wie geschickt Christian Torkler diesen Effekt beim Leser erzielt, denn es würde das Leseerlebnis schmälern. Europa ist nicht mehr frei, überall gibt es grenzen und Josua Brenners Abenteuer beginnt in Berlin, das sich auch nach der Wende nicht verändert. Die Kommunisten und das Geld regiert weiterhin, immer wieder baut sich Josua etwas auf. Er trifft auf Menschen, die ihm helfen, dann verliert er alles. Was ihm bleibt, ist sein Humor (genial!) und sein Überlebenswille. Josua Brenner ist auf der Suche nach einem besseren Leben, erspart bleibt ihm leider nichts. Christian Torlklers erster Roman ist ein gandioser Wurf, der mehr Aktualität widerspiegelt als jede Tageszeitung!
 

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David Fuchs seine Stimme kenne ich aus dem Radio, da er bereits einen FM4-Wortlaut Schreibwettbewerb gewonnen hat. Daher ist es nicht erstaunlich, dass sein erster Roman genauso einnehmend und berührend ist. Ben ist noch Student und vom Krankenhausalltag möchte er sich nicht einnehmen lassen. Erst als er auf seinen Freund Ambros, der als Patient auf der Onkologie liegt, trifft, merkt er, wie schwer es ist, von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen. Die Erinnerungen kommen wieder und auch die Fotografien, die Ambros macht, findet er seine Jugend wieder. David Fuchs ist selbst Arzt und daher kann er sehr einfühlsam und doch lustig die Momente wiedergeben, die entscheidend im Leben sind.
 

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Diana, 13 Jahre aus Ebbs:

Es geht um ein junges Mädchen namens Katie, das über Nacht zum Star wird. Denn sie schreibt gerne Songs, um über die Trennung ihres Vaters hinweg zu kommen. Eines Tages nimmt sie ihr Lied auf und lädt es auf Youtube hoch. Sie denkt, dass es nur ihr Schwarm sehen wird, aber der Song wird beliebter als gedacht. Da wird das Unmögliche möglich: Katie bekommt einen Plattenvertrag, doch es kommt nicht alles so wie erträumt…

Das Buch war sehr spannend zu lesen und hat mir richtig gut gefallen. Empfehlen würde ich das Buch ab 11 Jahren.
 

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Michael Hallers vierter Einsatz. Aufgrund der aktuellen Bankenkrise - der Roman erschien im Original bereits 2011 - kommt es im Großraum L.A. zu zahllosen Zwangsversteigerungen. Als eine seiner Mandantinnen beschuldigt wird, den Bankangestellten, der für ihre Enteignung zuständig war, ermordet zu haben, versucht der Anwalt Michael Haller alles, um im folgenden Prozess berechtigte Zweifel an der Schuld der Angeklagten zu erwecken. Detailreich wird der Prozessablauf geschildert, der Schlagabtausch zwischen Verteidiger und Staatsanwältin ist sehr abwechslungsreich. Die Figur Hallers erhält eine neue psychologische Nuance und seinem Privatleben wird nur ein kleiner Spielraum gelassen. Insgesamt handelt es sich auch hier wieder um eine spannenden Justizkrimi.
 

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Eine Familie der besonderen Art sind die sechs Figuren aus "Das Gold der Krähen" für mich geworden. Das englische Original habe ich schon bereits vor einem halben Jahr beendet und dennoch lässt mich dieser Zweiteiler nicht los. Die Handlung geht mit einem rasanten Tempo voran. Eine Intrige nach der anderen wird gesponnen. Eine Mission nach der anderen ausgeführt. Das Ziel ist das versprochene Geld. Die Motiven der sechs Außenseiter sind unterschiedlich. Und neben alle dem finden Bardugo auch Zeit über die zwischenmenschlichen Beziehungen, die eigenen Vergangenheiten der Charaktere, die Emotionen, die einen durchdringen, zu schreiben. Es ist schon lange her, dass ein Buch für mich so vollkommen war! (Für Fans der Grischa-Trilogie gibt es kleine Cameos, über die man sich freuen darf.) Ich freue mich über alle weitere Geschichten aus dem Grishaverse!
 

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Der zweite Band der Palace-Reihe von C. E. Bernard bringt die Leser*innen nach Paris des Jahren 2050, das alles andere ist, als das London, indem Rea leben musste. Statt Schwarz-Weiß blüht Paris voller Farben und repräsentiert die Magdalenen durch blaue, grüne, gelbe und violette Bänder. Es herrschen keine Kleidervorschriften, kein Berührungsverbot. Die Menschen küssen sich links, rechts auf der Wange, sie fassen sich an den Händen an, sie tragen Farbe, zeigen Haut. Rea will in Paris ein neues Leben mit ihrem Bruder beginnen. Sie will nach vorne schauen, die Geschehnisse in London vergessen und die Angst hinter sich lassen. Doch es kommt ganz anders. Englands Kronprinz reist nach Paris, Demonstranten wollen die Berührungsfreiheit stoppen, die Vergangenheit holt Rea ein. Dieser Band holt auf, wo der erste - Palace Of Glass - aufhörte. Fragen, wie, ab wann ist man zu wenig gekleidet, welche Berührungen sind für den Menschen okay und welche nicht, und welche Opfer müssen für die Freiheit erbracht werden, werden gestellt und in diesem Buch behandelt!
 

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In diesem neuen Band sind alle Kindergeschichten von David Grossman ( Friedenspreisträger ) versammelt.
Mit seiner sehr einfühlsamen Art schildet er die Situationen von Kindern im Alltag.
Ruthi will heute nicht in den Kindergarten und Papa erlaubt ihr im Bett zu bleiben. Sie kann wenn sie will auch die nächsten Wochen dort verbringen , nur ist es dann schon traurig wenn Ruthi nicht bei den lustigen Veranstaltungen im Kindergarten dabei ist. Wird das kleine Mädchen sich doch anziehen und eine Tag mit Freunden verbringen?
Auch die Illustrationen Von Henrike Wilson sind einfach bezaubernd und ich empfehle diese Geschichten zum Vorlesen ab 5 Jahren und für Liebhaber schöner Bücher.
 

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Liat, israelische Jüdin aus Tel Aviv, und Chilmi, arabischer Palästinenser aus Ramallah, treffen sich in New York - in ihrer Heimat wären sie sich nie begegnet. Und vom ersten Moment an sind die beiden voneinander fasziniert, verlieben sich ineinander und verbringen die wenigen Monate, die ihnen für ihre Beziehung bleiben, sehr intensiv. Liats Eltern dürfen nie von dieser Liebe erfahren, nur ihrer Schwester erzählt sie am Telefon davon. Doch Liat hat bereits ein Rückflugticket, denn sie verbringt nur ein Auslandssemester in New York ...

Ein tief beeindruckender, bewegender Roman, der die Kluft zwischen diesen beiden Kulturen im Alltag aufzeigt - nur die Liebe scheint diese zu überwinden. Bis zum Schluss bleibt es spannend, ob die beiden sich wieder sehen!

Lesen Sie diesen ausgezeichneten Liebesroman!
 

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Zoe, 13 Jahre aus Innsbruck:

Jakob wünschte, seine Schwester nie wieder sehen zu müssen. Wieso musste er es sein, der immer auf sie aufpassen muss! Jakobs Hass auf Katie war so groß, dass er sie verwünschte und auf einmal war Katie weg! Wo war sie hin? Auf Jakobs Suche nach ihr begegnete er auch noch diesem Mann, der ihn dann unerwartet wohin brachte. Wohin brachte er Jakob? Und was hatte das alles zu bedeuten?

Jakob ahnte noch gar nicht, dass sich aus all dieser Verwirrung ein Abenteuer entwickelte, ein großes Abenteuer! Mit Freundschaft, Streit, Versöhnung und Kampf.

Ein tolles Buch, mit großer Spannung, wegen der verführerischen Fantasie! Wenn man erst mal angefangen hat zu lesen, will man gar nicht mehr aufhören. Es ist ein dickes Buch, das ich in drei Tagen gelesen habe!
 

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Johanna, 15 Jahre aus Breitenbach:

Das Buch wurde auch durch die Tatsache, dass nicht nur aus Vivians Sicht geschildert wurde, realer und leichter verständlich. So übernehmen auch der Hacker Tom, Boot, einer von Toms Crew und der Bösewicht Prepender einige Kapitel. Die Spannung lässt im gesamten Buch ebenfalls nicht nach, man ist immer dazu angehalten, schnell die nächste Seite umzublättern um zu erfahren, wie es weiter geht. Die virtuelle Welt wird sehr gut dargestellt, schon von der ersten Seite an konnte ich mir gut vorstellen, dass so eine Zukunft mal möglich sein könnte. Die futuristischen Elemente waren weder zu viel noch zu wenig, sondern wurden gezielt eingesetzt, um die Idee einer virtuellen Realität mit Linsen noch besser darzustellen.

Die leichte Liebesgeschichte, die sich zwischen Vivian und Tom entwickelt, wirkt nicht gezwungen, wie man es sich vielleicht vorstellen könnte, sondern ganz natürlich; gut hat mir auch gefallen, dass dies nicht der einzig wichtige Aspekt der Story war, vielmehr eine Nebengeschichte, um die Hauptidee der Augmented Reality noch besser zu unterstützen.

Am Ende des Buches ging es jedoch ziemlich drunter und drüber, da hätte ich mir mehr klare Worte gewünscht, auch wenn diese Verschleierung wahrscheinlich genau die Absicht der Autorin war. Eine der wichtigsten Personen stirbt im Laufe des Buches, was ich als ziemlichen Schock empfunden habe, da ich damit so gar nicht gerechnet hätte, was die Überraschung jedoch umso dramatischer gemacht hat.

Jedenfalls ist „White Maze“ ein richtiger Pageturner, der auch durch die Tatsache, dass er ein Einzelband ist, besticht. Mir hat dieses Buch mit dem Thema der Augmented Reality sehr gut gefallen, auch, weil ich immer gerne Fiktionen über die Zukunft der Menschheit lese!
 

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Felix, 11 Jahre aus Ehrwald:

Das Buch war interessant, cool, spannend und lustig (es gefiel mir so gut, dass ich es innerhalb kurzer Zeit gelesen habe, trotz schönem Wetter)

Die Hauptfiguren Collin und sein bester Freund Johannes(Jo Jo) sind sehr ehrgeizig und zielstrebig.
 

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Nicole, 12 Jahre aus Gries:

In dem Buch geht es um Joss und Maks, in der Schule sind sie Außenseiter. Doch die Beiden halten zusammen und versuchen, dem Ärger aus dem Weg zu gehen. Doch dann treten Veränderungen auf… Und Joss, die eine begeisterte Hobby-Astronomin ist, erhält in der Nacht eine seltsame Nachricht aus dem All. Sie soll die Auserwählte sein….

Mir hat das Buch gut gefallen. Am Anfang war es ein wenig verwirrend, weil man direkt in die Geschichte eingestiegen ist. Nach einer Weile findet man sich zurecht und kann die schnellen Wendungen zuordnen.

Ab der Mitte und besonders das Ende sind sehr spannend zu lesen. Ich konnte das Buch fast gar nicht weglegen, weil es mich sehr interessiert hat, wie es für Joss und Maks ausgeht. Außerdem habe ich einiges über das All und die Sterne erfahren. Ich empfehle das Buch weiter!
 

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Jacob, 12 Jahre aus Rankweil:

In dem Buch geht es um den jungen Korrespondenten Edward D. Malone, den Abenteurer Lord John Roxton und die Professoren Challenger und Summerlee. Edward wird zu einer Versammlung geschickt, in welcher Professor Challenger einen Vortrag über ein Land, in dem es noch Dinosaurier und andere Urzeitlebewesen geben soll, hält. Das Wissenschaftliche Komitee dieser Veranstaltung entscheidet, einen Forschungstrupp auszusenden. Dafür benötigt es einige Personen, welche sich auf diese Expedition begeben wollen. Edward und die anderen erwähnten Wissenschaftler und der Abenteurer gehören dieser Gruppe an.

Sie machen sich auf die Suche nach dem besagten Land. Die sie begleitenden Indianer erinnern sich an ein früheres Aufeinandertreffen mit John Roxton. Als die Expedition eine schwierige Stelle mit einem Baumstamm überwinden muss, zerstören die Indianer diesen Rückweg und versuchen zu fliehen. Aus Rache erschießt John Roxton die fliehenden Indianer von der anderen Seite aus. Allerdings gibt es für die Expedition nun kein Zurück mehr.

Wenn ihr wissen wollt, wie es weitergeht, müsst ihr das Buch selber lesen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Immer wieder gab es überraschende Wendungen, und es war somit spannend von Anfang bis Ende.
 

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Maximilian, 9 Jahre aus Rankweil:

Der elfjährige Junge Jonas und seine kleine Schwester Marie fahren gemeinsam mit ihrem Opa Franz in die Ferien, da ihre Eltern arbeiten müssen. Eigentlich soll die Reise nach Italien gehen. Für eine Pause biegen sie von der Autobahn ab und gelangen zum Schluss über einen Feldweg an das Ufer eines Sees.

Eine wichtige Regel bei Opa Franz lautet: Jeder kann machen, was er will. So genießen sie auch das kühle Wasser des Sees. Als sie nach der Pause wieder starten wollen, springt der Motor nicht mehr an. Für die erste Nacht reicht noch der Vorrat aus dem Fresskorb, den sie von ihren Eltern bekommen haben.

Am nächsten Morgen treffen sie auf ein Mädchen namens Lucky und freunden sich mit ihr an … und damit beginnt ein Abenteuerurlaub, wie ihn sich Jonas und Marie nicht haben vorstellen können – Nachtschwimmen im See, Hose angeln, Einkaufstour im Supermarkt mit anschließendem Polizistenumwerfen und vieles mehr.

Ich habe das Buch zum Beginn meiner Sommerferien gelesen und hoffe, dass ich ebenso viele Abenteuer und lustige Dinge erleben werde. Ganz toll fand ich, wie Jonas sich die Erzählungen seines Opas zu Herzen nimmt und lernt, sich seinen Ängsten zu stellen. Besonders beeindruckt hat mich dabei sein Mut, einfach so mit seinem Lehrer seine Probleme zu bereden.
 

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Bettina, 11 Jahre aus Wattens:

Alea ist ein 12jähriges Mädchen, das sowohl an Land als auch im Wasser leben kann. Sie befindet sich auf einem Schiff mit anderen Kindern. Die Reise geht nach Norwegen.....

Das Buch hat mir sehr gefallen, weil es sehr abenteuerlustig, mitreißend und spannend ist. Man will unbedingt erfahren, ob die Kinder das Meer retten können.
 

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Marie, 14 Jahre aus Innsbruck:

Kari freut sich überhaupt nicht auf den Urlaub in Island mit ihrer Patchworkfamilie. Doch als sie mit einer jungen Assassinin verwechselt und ins geheime Reich Isslar gebracht wird, verändert sich schlagartig alles. Denn Kari soll einen geheimen Auftrag für die Fürstin erfüllen. Ihr Opfer ist eine junge Magierin. Kari möchte so schnell wie möglich zurück in ihre Welt, doch sie kennt die geheimen Formeln für die Tore nicht. So muss sie versuchen sich in Isslar zurechtzufinden, während ihre Familie sich mit der echten Assassinin beschäftigt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist locker und sehr beschreibend, sodass man sich alles sehr genau vorstellen kann. Besonders beeindruckt haben mich die Umschreibungen der atemberaubenden Natur Islands. Auch gut gefallen hat mir, dass trotz Karis Weltenwechsel noch von ihrer Familie in Island und von deren Schwierigkeiten berichtet wird.
 

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz:


Im dritten Buch der erfolgreichen Bodyguard Serie geht es wieder um Connor, doch diesmal soll er im Einsatzraum seinem Freund Amir bei dessen Mission zur Seite stehen. Doch als Mark eine akute Blinddarmentzündung hat, muss er für ihn einspringen. Mit den Kindern des französischen Botschafters geht es nach Burundi, doch als dort eine Rebellenbande auf Diamanten stößt und die Klienten bei einer Safaritour auf die blutrünstigen Kindersoldaten treffen, geht es nur noch um Leben und Tod.

Mir hat das Buch wieder einmal sehr, sehr gut gefallen, und ich kann es Lesern ab 14 wärmstens empfehlen!!! Viel Spannung und Spaß beim Lesen!
 

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz:

In diesem Buch geht es um Connor, einem Jungen, der zum Buddyguard ausgebildet wird, und in diesem zweiten Band (nach Chris Bradford: Bodyguard – Die Geisel) auch seine zweite Mission bestreiten muss: Milliardärs Töchter auf einer Urlaubsjacht zu beschützen? – Klingt nach einem entspannenden Auftrag… Wenn da nur nicht die Piraterie wäre…

Mir hat das Buch wie auch der erste Band sehr gut gefallen, weil es trotz der sehr schwierigen Story realistisch geschrieben ist. Ich empfehle jedem, der das Buch liest, den ersten Band zuerst zu lesen, auch wenn Bradford es so geschrieben hat, dass man auch als Quereinsteiger gut mitkommt. Viel Spaß beim Lesem!!!
 

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz:

In diesem Buch geht es um Connor, der gerade von seinem bisher größten Turnier (den britischen Staatsmeisterschaften im Kickboxen) als Sieger heimkehrt, als er auf eine Gang trifft, die einen indischen Jungen beschimpfen und schlagen. Doch er geht nicht einfach vorbei, wie alle anderen Leute, sondern er verteidigt den jungen Inder und fordert die Bande heraus. Nach einem kurzen Gefecht kommt auch schon die vermeintliche Polizei und nimmt ihn fest.

Doch die Nachricht, die ihn dann erreicht, wird sein Leben mehr als nur verändern…

Es ist der erste Teil der Bodyguard-Serie und somit auch der Anfang der Karriere von Connor, aber nicht nur das, auch sein erster Auftrag wird in diesem Band ausgeführt.

Mir hat der Band sehr gut gefallen, und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen! Es ist spannend erzählt, kommt immer wieder zu Höhepunkten, und der Autor erschafft ein sehr reales Bild. Ich empfehle es Lesern ab 14 Jahren.
 

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Karolin, 14 Jahre aus Innsbruck:

Nachdem ein Fremder ihre Zeitmaschine gestohlen hat, stehen Anna und Sebastiano vor einer neuen Herausforderung: Der Dieb verstrickt die beiden in einem Spiel um die Zeitmaschine, bei welchem sie in 80 Tagen um die Welt reisen müssen. Und das im Jahre 1873! Als wäre das nicht schon genug, ist Sebastianos Leben ihr Spieleinsatz. Zusammen mit ihren Schülern und dem Dämon Barnaby müssen sie sich jetzt auf eine Reise voller Gefahren und Überraschungen machen.

Voller überraschenden Wendungen ist dieser spannende zweite Band der Timeschoolreihe. Es gibt wieder viele neue Charaktere und tolle neue Abenteuer. Durch lustige Szenen wird das Buch immer wieder aufgelockert. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
 

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Das war mal wieder eine wirklich genüssliche Lektüre! Einfach genial, wie es der Autorin gelingt, die BewohnerInnen einer deutschen Vorstadtsiedlung in den 80er Jahren zu charakterisieren und diese Stereotypen mit Leben zu füllen: Die Hausfrau und Mutter, die an der Volkshochschule Töpferkurse besucht und selbstgemachte Batikkleider trägt; die perfekt durchgestylten Wohnungen und Vorgärten; die Affären zwischen den Nachbarn; die Bildungsschicht, die ihre Kinder zur musikalischen Früherziehung schickt … Es ist sehr amüsant, die Gedanken der Eltern und deren Kinder zu lesen, und man ertappt sich dabei, selbst die eine oder andere Erinnerung an bestimmte Bücher oder Songs zu teilen. Und doch bleibt einem manchmal das Lachen im Hals stecken, denn es tun sich Abgründe auf und könnten genauso deine Nachbarn sein bzw. kann jeder in diese Situation kommen!
 

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Carla, seit zwei Jahren von ihrem gewalttägen Mann Vito geschieden, lädt auf Drängen ihrer Tochter Mara den Vater zu deren 3. Geburtstag ein, auch ihre anderen beiden Kinder Nicola und Rosa sollen mitfeiern. Alles scheint gut zu laufen, bis nach diesem Fest Vito spurlos verschwunden ist … Nun beginnt ein wahrhaft atemloser Roman, erzählt wie ein Krimi, bis sich herausstellt, was mit Vito passiert ist. Carla gesteht zwar den Mord, aber noch lange sind nicht alle Geheimnisse aufgedeckt. Die Lesenden werden hineingezogen in ein Machtspiel innerhalb der Familie. Der Autorin gelingt es wirklich meisterhaft, die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten.
 

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Nahid, Hauptfigur in diesem Roman, ist wie die Autorin im Iran geboren und nach Schweden geflohen. Nahid ist 60 Jahre alt und erhält die Diagnose Krebs. Da ihr mitgeteilt wird, dass ihre Lebenszeit sehr begrenzt ist, möchte sie sich sowohl mit ihrer Mutter als auch mit ihrer Tochter Aram aussöhnen, vor allem aber unbedingt noch die Geburt ihres Enkelkindes erleben. In diesem bewegenden Roman erfahren wir, wie Nahid von ihrem Mann Masood jahrelang misshandelt wird und trotzdem mit ihm flieht vor der islamischen Revolution. Am Ende bleibt ihr aber nur die Einsamkeit und die Erinnerungen an ihre Heimat.
 

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Ein sehr interessantes und informatives Buch, in dem die Herausgeberin Ann-Kristin Mull Expertenantworten auf über 50 Fragen zum Thema Nachhaltigkeit versammelt: ZB Kann Wirtschaft ohne Wachstum funktionieren? Woher weiß ich, ob ein Produkt nachhaltig ist? etc. Viele praktische Tipps und Internetadressen regen zum Neu- und Umdenken an.

Die Quintessenz aller Antworten: "Jeder Einzelne alleine kann die Welt nur wenig verändern, aber er kann andere beeinflussen und auf diesem Weg natürlich große Veränderungen bewirken, denn ... alleine ist man nichts, gemeimsam sind wir alles."
 

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Was ist damals im Sommer 1995 tatsächlich passiert? Hat Jenny ihre Tochter May umgebracht? Wohin ist June verschwunden?

In Zeitsprüngen erfahren wir, wie sich Wade und Jenny kennengelernt haben, sie in die verlassene Hütte in den Wäldern Idahos gezogen sind, wie es Jenny im Gefängnis geht, aber auch, wie Wade mit Ann ein neues Leben beginnt und zusehends sein Gedächtnis verliert.

Ein sehr packender Roman, der nicht anklagt, denn wer ist schon frei von Schuld?
 

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Kukolka sieht aus wie ein Püppchen, vor allem ihre Augen betören alle Männer, und das schon mit 7 Jahren. Sie flieht aus einem Kinderheim, ohne jemals ihre Herkunft zu kennen. Samira hat dunkle Haare und eine dunkle Haut und ihr wird ein Zigeunerleben vorausgesagt. Sie gerät in die Hände von Männern, die ihre Seele und ihren Körper verkaufen. Sie möchte nach Deutschland, um eine große Sängerin zu werden. Es ist traurig, dass sie niemals Kind sein darf (nur mit den Barbies, die ihr geschenkt werden) und dass sie mit 15 alles gesehen hat, was man keinem Kind wünscht. Lena Gorelik und Olga Grjasnowa, die in ihrem Roman ein ähnliches Thema aufarbeiten, loben Jana Lux in höchsten Tönen. Dieser Erzählerin wünsche auch ich viele Leser!
 

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Vanda und Aldo scheinen ein glückliches Leben mit ihren beiden Kindern Sandro und Anna zu führen. Doch die Routine des Alltags treibt Aldo in die Arme von Lidia. Er verlässt die Familie, kehrt aber nach einigen Jahren zurück und erzählt uns nun, wie es dazu gekommen ist.

Amüsant, erschreckend ehrlich, pointiert und unglaublich lebensnah schildert der italienische Autor diese Ehe.
 

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Ein Soldat bewacht alleine eine Grenze. In dieser Nacht erinnert er sich 12 Stunden lang an sein Leben - seine Frau, seinen Sohn, seine Rastlosigkeit und liest die Briefe seiner Großmutter.

Gerhard Jäger gelingt es meisterhaft, diese langen Stunden im abwechselnden Rhythmus zwischen Gegenwart und Vergangenheit wie einen Film ablaufen zu lassen - hautnah und spannend bis zur letzten Zeile. Gekonnt verknüpft der Autor die Themen unserer Zeit miteinander: Flucht, Vertreibung, Einsamkeit, die Sehnsucht nach Liebe und Heimat, Vertreibung im Zweiten Weltkrieg, Gewalt und Verzweiflung angesichts des eigenen Schicksals.
 

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Dieser Satz wird der Autorin Karin Steger von ihrem Lebensgefährten entgegen geschleudert, als sie sich wieder einmal beklagt, dass sie sich mit Kindererziehung und Haushalt überfordert und allein gelassen fühlt. Und nicht erst dadurch beginnt sie, ihre Lebensweise, ihre Art zu denken und die Kommunukation mit ihrem Partner zu überdenken. Aber warum können Väter über ihre Zeit autonom verfügen und Mütter nicht? Was kann die Gesellschaft zur Gleichstellung von Vätern und Müttern bei der "Familienarbeit" beitragen? Karin Steger schlägt dazu zB die 30-Stunden-Woche für alle vor und rät Frauen, sich Auszeiten zu nehmen, mehr die Momente mit Kind/ern zu genießen und den Partner miteinzubeziehen.

Authentisch und nachvollziehbar schreibt die Autorin über ihr Leben als Mutter - vom Burn-Out bis zum erfüllten Leben.
 

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Ach, Jamie. Kochbuchmäßig bist du halt irgendwie doch die Liebe meines Lebens.
Seit 2002 halte ich dir die Treue, aber als ich im letzten Winter gehört habe, dass du ein italienisches Kochbuch veröffentlichen wirst, war ich kurz überrascht. Hat es doch schon vor über 10 Jahren "Genial italienisch" gegeben. Aber du hast natürlich recht: Italienisch ist genial, geht immer und schmeckt praktisch jedem. Und was soll ich sagen? Du hast mich erneut überzeugt!
"Jamie kocht Italien" ist ein wunderschönes Buch, das vom Stil und der Aufmachung her ein bisschen an die alten Zeiten mit dem Naked Chef erinnert. Wochenlang ist Jamie Oliver durch Italien gereist und hat die besten Gerichte zusammen mit denen gekocht, die es am besten können: den italienischen Großmüttern. So ist eine Sammlung von etwa 150 Rezepten zusammengekommen, alle einfach und ohne viel Schnickschnack zubereitet. Schönes Detail: die vielen doppelseitigen Portraits der Nonnas, die Jamie Oliver unterwegs getroffen hat. Meine Favoriten bisher: die Lasagne mit geschmortem Fenchel und der Salat aus rohen Mini-Zucchini!
 

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Jane Gardam möchte man ja wünschen, dass sie ungefähr 120 wird, damit sie noch viele wunderbare Bücher schreiben kann. Nun endlich ist ihr erster Roman, 1971 erstmals veröffentlicht, auf Deutsch erhältlich.

Jessica Vye ist 13 Jahre alt, nach eigener Aussage nicht ganz normal, aber zum Glück nicht verrückt, und irgendwie ziemlich unbeliebt. Also, um es ganz ehrlich zu sagen, viele Leute können sie absolut nicht leiden. Jessica hat das Herz auf dem rechten Fleck und ist mutig bzw. unangepasst genug, immer genau das zu sagen, was sie denkt. Ihre besondere Gabe, ganz genau zu wissen, wenn andere Leute lügen, macht ihr Leben auch nicht gerade einfacher.
Jessica möchte Schriftstellerin werden, aber da es mit den Gedichten zunächst nicht so richtig klappt, liest sie sich erstmal durch die Klassiker der englischen Literatur. Nur mit Romeo und Julia kommt sie nicht klar, aber das ist kein Wunder, denn der kleine Küstenort Cleveland Spa ist wirklich weit weg von Verona und "die toteste Stadt der Welt. In manchen Straßen lebt in jedem Haus eine einzelne alte Dame. Sie sind vom ersten Krieg übrig geblieben, als alle Männer gefallen sind, und seitdem müssen sie da sitzen." Die Geschichte vom Ende einer Kindheit im Zweiten Weltkrieg und einer für damalige Zeiten sicher sehr unkonventionelle Familie ist erheiternd und berührend, oft auch bitterböse und skurril. Wer die berühmte Old-Filth-Trilogie noch nicht gelesen hat, sollte die Gelegenheit nutzen, jetzt Jane Gardams Werk und damit höchsten Lesegenuss zu entdecken!
 

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Mit "Wonderboys" hat Michael Chabon schon vor Jahren mein Herz erobert, und jetzt gibt es einen neuen Wonderboy: seinen Großvater! Auf dem Sterbebett wird dieser Großvater plötzlich gesprächig -- was sehr ungewöhnlich ist, denn "wir sind eine Familie, die gut Geheimnisse bewahren kann." -- und erzählt dem Enkel von seinem Leben. Und was für ein Leben war das! Im 2. Weltkrieg gehörte der Großvater einer Spezialeinheit an, die in Nazideutschland wichtige Menschen und wichtiges Material sicherstellen sollte, u.a. Wernher von Braun, den Erfinder der V2-Rakete. Es ist sicher eine der stärksten Szenen im Buch, als der Großvater Jahre später den inzwischen von den USA rehabilitierten von Braun bei einem Kongress der NASA persönlich trifft. Sehr berührend geschildert ist die unerschütterliche Liebe zu seiner Frau, deren ganzes Leben auf einer Lüge basiert, bedingt durch ein schweres Kriegstrauma. Chabon spielt mit den Erzähleben, er springt zwischen den Zeiten, und auch am Schluss wusste ich nicht, wie viel Wahrheit in diesem Buch mit dem hübschen Cover steckt.
Ein großartiges Lesevergnügen ist es aber allemal!
 

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Dieser Roman hat mich sehr stark an Deon Meyers Roman "Fever" erinnert, nur dass bei diesem Virus alle Erwachsenen gestorben sind. Die Kinder müssen sich alleine durchkämpfen. Anna ist mit ihrem kleinen Bruder alleine. Die Anweisungen ihrer Mutter, die ihre viele Briefe hinterlassen hat, helfen ihr. Sizilien ist zerstört, es gibt auch nicht mehr viel Essbares. Lustig fand ich, dass Nutella ein Schatz ist für die Kinder ist. Die Schokolade hat die vier Jahre nach dem Virus überstanden. Auch der Alkohol wird eifrig konsumiert. Das Menschsein wird in diesem Roman auf das Wesentliche reduziert, die Liebe bleibt trotzdem für die Kleinen ein Abenteuer, dem sie sich nicht entziehen können. Ein Buch, das doch noch hoffen lässt!
 

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"Die grüne Wolke", ursprünglich 1938 erschienen, ist eines der Kinderbücher, das ich geliebt und immer und immer wieder gelesen habe. Jetzt hat es der Rowohlt Verlag endlich wieder neu aufgelegt. Die Kinder Betty, Bunny, Robert, Gordon, Evelyn, Jean, David und Michael unternehmen gemeinsam mit ihrem Lehrer Neill und dem 99-fachen Millionär Pyecraft eine Reise mit dessen Zeppelin. Unterwegs sehen sie die grüne Wolke, und bei ihrer Rückkehr müssen sie feststellen, dass sie womöglich die letzten lebenden Menschen auf Erden sind. Was wird jetzt aus ihnen? Großartig fand und finde ich immer noch, dass die Handlung in eine Rahmenerzählung eingebaut ist. Am Ende jeden Kapitels kommen die Kinder zu Wort; sie kommentieren, kritisieren und geben ihrem Lehrer Neill Anregungen, wie die Geschichte weitergehen soll. Jeder möchte schließlich am Schluss "The last man Alive" sein -- so der Originaltitel. Eher zart besaiteten Eltern werden die Gewaltdarstellungen vielleicht zu extrem finden, aber ich sage: lasst eure Kinder das Buch lesen oder lest es mit ihnen gemeinsam! Es gibt viel zu lachen und viel zum Reden und Nachdenken. Denn wie sagt Neill selbst: "Die meisten Kinderbücher sind so nervtötend, dass Eltern sich beim Vorlesen zu Tode langweilen. Die Geschichte hat keine Moral. Sie will spannend und komisch sein." Und das ist ihm zu 100% gelungen!
 

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Der erste Teil dieses Roman ist unglaublich gut geschrieben und der perfekte New York Roman der Gegenwart. Doch dann wird es schwierig. Schwierig in dem Sinn, dass man versucht, Parallelen herzustellen. Aber es gibt keine offensichtliche Verbindung zu dem Pulitzerpreisträger Ezra, der jungen Verlagsassistentin Alice und zu Amar, dem Ich-Erzähler im zweiten Teil. Die Ereignisse rund um 9/11 und ihre Folgen für Irak werden unterschwellig behandelt. Und das macht Spaß, wenn man ein bisschen überlegen muss, wenn sich die Zusammenhänge nicht sofort offenbaren und wenn die Dialoge sehr klug und witzig sind. Der Kreis schließt sich doch, auch wenn es für den Leser unerwartet kommt.
 

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"Die Frauen in meiner Familie waren seit jeher wunderbar. Selbst als sie es nicht mehr waren."

Didi Drobnas erster Roman wurde 2016 von einer Jury in Innsbruck zum „Innsbruck liest“ Buch ausgewählt. "zwischen Schaumstoffrollen" hat mir damals imponiert, daran kann ich mich gut erinnern. Drobnas neuer Roman ist im Piper Verlag erschienen und Piper steht für mich für Qualität. Sprachlich versteht Drobna ihr Handwerk. Teilweise hat mich ihre Stimme an die Werke von Wolf Haas erinnert. Haas ist auch ein Tüftler, ein Perfektionist, jedes Wort sitzt. Oft musste ich einen Satz laut vorlesen, so begeistert war ich von Drobnas Wortkreationen. Humor und Tiefgang ergeben eine gute Mischung, auch inhaltlich bietet dieser Roman allen Lesern etwas.
 

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Sensible Themen sind bei Meg Wolitzer gut aufgehoben. Perfekt inszeniert und spannend aufgebaut bearbeitet die amerikanische Bestsellerautorin einen Feminismus, der alle zufrieden macht, egal ob den männlichen oder den weiblichen Leser. Faith steht im Zentrum dieses Romans, denn sie ist seit Beginn der Demonstrationen und Diskussionen dabei. Doch vieles hat sich seitdem verändert und Greer erlebt intensive vier Jahre in ihrem Job und in ihrer Beziehung, Ihre Freundschaft zu Zee verändert sich aufgrund ihrer Anstellung bei Faith. Ausschlaggebend fand ich die Aussage von Codys Mutter, die in ihrem Sohn einen beispielhaften Feministen sieht. Und Meg wolitzer arbeitet Codys Figur besonders gut heraus. Er bleibt seinen Prinzipien treu, und diese Prinzipien sind durchaus auch weiblich. Je mehr man sich in diesen Roman vertieft, umso aufschlussreicher wird der Feminismus für den Leser.
 

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In der heutigen Zeit sind große wissenschaftliche Entdeckungen nicht mehr weltbewegend und wir vergessen oft, wie aufregend die 50ger Jahre in der Welt der Wissenschaft waren. Einen Stamm zu erforschen, der noch nie mit der westlichen Kultur in Berührung gekommen ist, diese Erfahrung darf der junge amerikanische Wissenschaftler Norton Perina machen. Auf der kleinen mikronesischen Insel entdeckt er Geheimnisse, die sein Leben und das des Stammes bedeutend verändert. Nicht unbedingt zum Guten. Der Roman beginnt am Ende und es gibt zwei Erzähler, die alle moralischen Dilemmas dieser Forschung abdecken. Als Leser sitzt man auf Nadeln, denn schnell weiß man, dass Yanagihara einige Überraschungen bereithalten wird. Diese Insel zu erfinden, zeugt von einer literarischen Fähigkeit und extremer Intelligenz, und oft musste ich ganze Absätze wiederlesen, weil ich nicht glauben konnte, wie unbequem Yanagiharas Wahrheiten sind.
 

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Nora ist Mitte 40 als ihr Mann Maurice stirbt und sie sich alleine um ihre vier Kinder kümmern muss. Als selbstbewusste Frau lernt sie, mit wenig Geld durchzukommen. Die 60ger Jahre in Irland bieten ihr bereits gesellschaftliche Vorteile, die sie auch zu nutzen weiß, obwohl ihre Familie sie oft bevormundet, da sie Nora nichts zutrauen. Nora hat ihren eigenen Kopf und mit ihren scharfzüngigen Kommentaren konnte ich mich gut identifizieren. Sie hat eine Meinung zur Kirche und den Konflikten in Nordirland, und sogar in der Arbeit weiß sie sich zu behaupten. Erst gegen Ende gibt Colm Toibin dem Leser Rätsel auf, denn erst dann begreift man, wie schwer es Nora eigentlich wirklich hatte. Dieser Roman ermutigt und berührt, Noras Intelligenz und ihre moralische Integrität macht sie zu einer Figur, die unvergesslich bleiben wird.
 

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Ein unbekanntes Kapitel für uns Leser: Nach dem zweiten Weltkrieg arbeitet Nathaniels und Rachels Mutter weiterhin für den Geheimdienst - für sie ist der Krieg nicht vorbei. Ihre Kinder wissen nichts über ihre Arbeit. Erst Jahre später stellt Nathaniel Vermutungen darüber an, wie sehr doch die Geheimnisse der Mutter ihn geprägt haben: Die Windhunderennen, der geheime Schmuggel und die Routen auf dem Fluss durch London, die Fassadenkletterer, etc. Der Aufbau dieses Romans ist perfekt und as Ende hat mich mehr als überrascht. Nathaniels Suche nach dem wahren Leben seiner Mutter beginnt in seiner Kindheit und Jugend: obwohl die Mutter immer abwesend war, hat sie dafür gesorgt, dass es Menschen in dem Leben der Geschwister gibt, die sie beschützen und ihr Leben prägen!
 

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"Elly" ist in der Hinsicht faszinierend, dass man auch am Ende nicht genau weiß, wer Elly wirklich war. Ist Elly mit 11 Jahren verschwunden und hat verzweifelte Eltern und die geliebte Schwester zurückgelassen? Wer ist Elly im Krankenhaus, wo zwei Mädchen auf der Station die Identität wechseln? Und wer ist das Mädchen, das in Dänemark von der Polizei aufgegriffen wird und als "Elly" wieder in die Familie eingeführt wird? Ein seltsames Spiel mit der Identität spielt die junge Autorin mit uns. Die Familie gibt die Hoffnung nie auf und Elly bleibt auch nach ihrem Verschwinden für sie präsent.
 

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Zur afrikanischen Literatur finde ich normalerweise kaum Zugang, doch neugierig gemacht hat mich der Umstand, dass Adebayo englische Literatur und kreatives Schreiben bei Margaret Atwood und bei Chimamanda Ngozi Adichie studiert hat. Dieser Einfluss ist spürbar: Yejide führt mit ihrem Mann einen Dialog, wie es zu ihrer Trennung gekommen ist. Man bekommt das Gefühl, Teil einer berührenden Geschichte zu sein, je mehr die Autorin von der nigerianische Kultur und Gedankenwelt offenbart. Am Ende spürt man die Kraft und die Weisheit von Yejide, die sich ihrem geliebten Mann und seiner Familie nicht unterworfen hat, sondern sich selber treu geblieben ist, denn Opfer zu sein würde ihr jegliche Handlungsfreiheit nehmen.
 

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Ich habe gerade extra nachgerechnet: allein für meine Kinder habe ich im Laufe meines Lebens schon 48 Geburtstagskuchen gebacken! Ab sofort werde ich mein bisheriges Gugelhupfrezept ersetzen, und zwar durch eines aus dem wunderschönen Backbuch von Christina Bauer. Schon mit ihrem ersten Buch (Brot) hat sie mich begeistert. Im neuen Buch sind über 50 Rezepte für Kuchen, Torten und Rouladen zu finden, darunter auch Klassiker wie Sachertorte, Biskuitroulade und der simple, aber hervorragend schmeckende Gugelhupf. Alle sind mit wenig Aufwand relativ schnell zubereitet. Also: nix wie ran an den Herd!
 

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Ida Adler wurde unter dem Namen Dora weltberühmt. So nannte Freud seine Patientin in seinen Studien zur Hysterie. Ihre Urenkelin Katharina hat sich nun daran gemacht, ihre Biografie zu schreiben. Sie hat nicht nur ein berührendes Frauenportrait geschaffen, sondern gleichzeitig eine ganze Epoche in unser Bewusstsein gerückt. Die Lebensdaten der Ida Adler reichen schließlich von der Kaiserzeit bis über den 2.Weltkrieg hinaus, und so gelingt es der Autorin, die Lebenswelt der Wiener Juden jener Epoche anschaulich zu machen. Idas Bruder Otto Bauer war einer der prominentesten Sozialdemokraten jener Zeit, und so sind auch diesem Thema etliche Kapitel gewidmet. Katharina Adler gelingt es, ein lebendiges Sittenbild der besseren Gesellschaft in einer Zeit des Umbruchs zu zeichnen, das gleichzeitig informativ und unterhaltsam ist. Sicherlich eine der interessantesten Neuerscheinungen dieses Sommers!
 

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Dieser Roman hat mich überrascht, denn ich dachte, ich würde vielleicht eine Biografie über eine Hochhausspringerin lesen. Bald entdeckt man aber, in was für einer perfekt ausgetüftelten Welt sich die zwei Frauen bewegen: Riva hat alles erreicht: den perfekten Körper antrainiert, den perfekten Sprung geschafft und es gibt sogar ein perfektes Foto von diesem Sprung, das ihr Lebenspartner geschossen hat. Sie hat sehr viele Punkte gesammelt, doch von einem Tag auf den anderen will sie nicht mehr so weitermachen. Die Stadt, in der sie lebt, hat ein Überwachungssystem und die Psychologin Frau Yoshida wird auf die nicht funktionierende Riva angesetzt. Überall gibt es Monitore, Kameras, das System beobachtet alles. Das System zwingt dich nicht, sondern es zeigt die nur die optimale Version deines Lebens auf: es gibt Bioeltern, das Sexualleben wird kontrolliert, und wer nicht mitmacht, muss raus in die Peripherie, zurück in die Armut. Das Punktesystem funktioniert wie bei "The Circle" von Dave Eggers, nur diese Autorin arbeitet viel subtiler und literarischer, und mit jeder Seite wächst das Entsetzen, dass man plötzlich nicht mehr fähig ist, eigene Entscheidungen zu treffen!
 

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Ein junger Mann kehrt aus dem Krieg zurück, er weiß, dass seine Frau verschwunden, vielleicht auch tot ist. Was soll er noch in einem Zuhause, das sie nur kurz miteinander geteilt haben ? Er erinnert sich an Lempi, an das Verliebtsein, das immer angedauert hat, an das Große, das sie verbunden hat und das der Krieg ihnen genommen hat. Hätte er es doch mehr genossen, diese Liebe. Erst als Elli, die Magd der beiden, zu erzählen beginnt, klärt sich auch für den Leser der verliebte Blick. Ich war entsetzt und habe beim Lesen die Hand nicht mehr vom Mund genommen, so erstaunt war ich über die Entwicklung des Romans. So ist es mir auch bei dem Roman von Leila Slimani ("Dann schlaf auch du") ergangen. Solche Bücher, die absolut umwerfend sind, findet man selten!
 

Gerade gelesen

Ein Ausnahmezustand ist es, der Simona und Antoine einander näher bringt. Am 14. Juli wurde Frankreich von einem Terroranschlag mit verheerendem Ausgang heimgesucht. Diese Zerrüttung hat Simona aus ihrer Ehe befreit und sie reist alleine nach Nizza. Einnehmend und behutsam bringt Alan Schweingruber die Einzelheiten zusammen, die Simona mit Antoine verbindet. Dieser Debütroman hat mich stark an Tanja Paars "Die Unversehrten" erinnert. Manchmal erschaffen Autoren eine Welt, der man sich nicht mehr entziehen kann!
 

Gerade gelesen

Endlich ist das zweite Abenteuer um Sam Wyndham und seinen Assistenten Surrender-not Banerjee auf Deutsch erschienen, und das Warten hat sich gelohnt! Vor der farbenprächtig exotischen Kulisse eines indischen Fürstenstaates ermitteln die beiden verdeckt im Fall eines ermordeten Prinzen. Dabei geraten sie in ein perfides Ränkespiel am Hof des Maharadschas, das sie erst nach einigen dramatischen Wendungen zu durchschauen beginnen. Auch der zweite Roman der Reihe zeichnet sich durch interessantes Setting, liebevolle Personenzeichnung und überaus spannende Handlung aus und wird so zum perfekten Lesevergnügen für den Sommer!
 

Gerade gelesen

Was tun, wenn man wieder zurück auf der Schule ist? Was tun, wenn man einfach nur so sein will wie alle anderen - ohne sich ständig die Hände waschen zu müssen? Was tun, wenn man einfach ein normales Leben führen will? Ganz wie alle anderen. Aber... was ist schon normal? Feminismus, ein Gefühl für psychische Störungen und die Frage nach das Normale können nicht früh genug an junge Leserinnen und Leser gebracht werden. Bourne schafft es einen Einblick in das Leben eines Mädchens zu geben, dass neben dem Kampf gegen ihre Zwangsstörung, einfach versucht normal zu sein. Mit ihren neuen Freundinnen gründet sie dann auch den Spinster Girls Club - ein negativ gemeinter Begriff der alten Jungfer wird neu erfunden. Ich war überrascht mit welcher Natürlichkeit solch komplexen Themen behandelt wurden ohne den den jugendlichen und unterhaltenden Charme zu verlieren. Nach dem Beenden der Lektüre wünschte ich mir nur eines: selbst einen Spinster Club zu gründen!
 

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Hannah, 12 Jahre aus Oberperfuss:

Das Hotel Royal ist seit vielen Generationen unter der Leitung von Familie Royal. Flick interessiert sich nicht besonders für den Familienbetrieb, eher für den YouTube-Kanal, den sie für ihren Dackel Fritz gemacht hat. Ihre Mutter findet das nicht so toll, da sie denkt, Flick ist zu jung für so etwas. Als Flick dann auch noch in das Zimmer eines Prinzen einbricht, die Proben von Popstar Skylar stört und sich in der Nacht heimlich aus dem Hotel schleicht, rastet ihre Mutter vollkommen aus und verbietet ihr auf den Weihnachtsball zu gehen, den sie so gerne mag.

Flick muss sich etwas überlegen und beschließt vernünftiger zu werden und ihrer Mutter zu zeigen, dass sie genauso gut das Hotel leiten kann wie sie. Doch das ist nicht so leicht, wie sie es sich vorstellt, da sie im Grunde nichts über das Hotel weiß. Gott sei dank gibt es Cal, der Sohn des Türstehers des Hotels, der ihr hilft.

Doch Cal ist nicht der einzige Junge, der Flick den Kopf verdreht, denn da gibt es ja noch Olly und Ethan. Doch um auf den Weihnachtsball gehen zu dürfen, würde sie fast alles tun.

Ich fand das Buch sehr gut. Es ist lustig und amüsant zu lesen, wie Flick von einem Fettnäpfchen ins andere tappt, und es manchmal gar nicht bemerkt.
 

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Daniel, 8 Jahre:

Das Stachelschwein Matilda ist wegen eines Schüleraustausches in Afrika. Sie lernt dort viel über Löwen, Elefanten, Büffel, Nashörner und Affen. Auch bei den Drachenbergen ist ein Austauschschüler, Jojo - ein Affe. Nachdem Matilda ihren Freunden - Kokosnuss und Oskar - einen Brief schickt, fliegen diese mit Jojo nach Afrika. dort werden leider alle vier Freunde vom kurzsichtigen Panther gefangen. Doch durch eine Wette, nämlich dass der Panther durch eine Brille besser sehen kann, kommen sie frei.

Ich finde es cool, dass Matilda in Afrika ist und dort viel Interessantes über andere Tiere lernt.
 

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Nicola verliebt sich in Sofia, bald ziehen sie zusammen und ihre Beziehung läuft bestens, bis Sofia schwanger wird. Leo bringt nun das Leben der beiden komplett durcheinander. Wo ist die Zeit geblieben, die Unbeschwertheit? Nicola ist ständig übermüdet, Sofia gereizt und der Alltag ziemlich mühsam. Fabio Volo erzählt präzise, wie sich das Familienleben mit Kind ändert, welch wiidersprüchliche Gefühle entstehen, welche Schwierigkeiten es zu meistern gilt. Der Roman ist aus der Sicht von Nicola geschrieben, wir sind daher ganz nah dran an seinen Gedanken und dem Wunsch nach Freiheit, und alles ist absolut nachvollziehbar. Ein großartig, ehrlicher Roman!
 

Gerade gelesen

Wie kann man einen so meisterhaften Roman über eine abwesende Frau schreiben? Der finnischen Autorin Minna Rytisalo ist dies gelungen, indem sie Lempi von anderen Personen beschreiben lässt: Viljami, der nach dem Lapplandkrieg heimgekehrt ist, schwelgt in Erinnerungen an seine geliebte Frau und zerbricht fast daran. Die Magd Elli hat Lempi gehasst, weil sie selbst gerne an ihrer Stelle gewesen wäre. Sikso, Lempis Zwillingsschwester hat ihre Schwester stets um deren Schönheit und Unbekümmertheit beneidet. So entsteht das Bild einer Frau aus völlig unterschiedlichen Perspektiven. Nicht nur die Form dieses Romans macht diesen einzigartig!
 

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Franziska, 13 Jahre aus Mils:

Scar hat es nicht leicht, ihre Mutter ist blind, sie wohnt in einem Ghettoviertel, sie wird gemobbt, ihr Vater ist weg, ihre Schwester ist gestorben, sie hat immer wieder Flashbacks, die sie aus der Realität reißen. Vielleicht ist sie genau deshalb so verschlossen, vielleicht wird sie genau deshalb gemobbt, als die „Eiskönigin“ bezeichnet, das Mädchen ohne Emotionen. Doch das dient lediglich dem Schutz. Nie mehr würde sie sich jemandem öffnen, nie mehr würde sie jemandem vertrauen. Nie mehr würde sie solch einen großen Fehler begehen, der ihr die drei riesigen Narben am Bauch hinterlassen hatte. Wobei, Narben waren für sie ja nichts Besonderes mehr. Ihr ganzer Körper war übersäht von ihnen. Von den meisten hatte sie nicht einmal eine Ahnung, woher sie kamen. Auf einmal taucht Teliso auf, ein überaus hübscher Junge mit grünen Augen. Er lässt sie nicht in Ruhe, beschattet sie, stellt ihr Fragen. Scar weiß nicht genau, was sie davon halten soll, als sie eines Abends gegen seltsame Wesen mit blauem Blut kämpft. Obwohl, eigentlich kämpft nicht sie, sondern ihre „Hülle“. Am Ende sind sie tot. Sie hat die Wesen mit den Dolchen ihres Vaters umgebracht. Da erklärt ihr Teliso, dass sie eine Elfe ist und die „Wesen“ waren Dämonen. Zuerst will sie ihm nicht glauben, doch als sogar ihre Mutter, die sie sozusagen verstoßen hat und kein Wort mit ihr redet, das bestätigt, ist sie komplett verwirrt und misstrauisch. Sie wird ausgeknockt und in das Land der Elfen gebracht. Dort wird sie wegen ihren feuerroten Haaren von allen angestarrt, denn die Elfen haben alle blonde Haare. Doch die Haare sind nicht das Einzige, das sie besonders und anders macht...

Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen, ich habe es in einem Tag ausgelesen. Das Bucht hat mich gefesselt. Ich war sehr enttäuscht, als ich gehört habe, dass es Band zwei noch nicht gibt. Dieses Buch ist auf jeden Fall etwas für Leute, die kurze, schlagfertige Dialoge mögen. Das Buch wurde von der Jugendbuchautorin Paula M. Mangold geschrieben und ist das beste Jugendbuch, das ich bisher gelesen habe. Es ist spannend, aufregend und die Charakterzüge der Personen sind sehr interessant! Ich würde das Buch unbedingt für Jugendliche weiterempfehlen.

 

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Elena, 10 Jahre aus Mils:

In diesem Sachbuch wird das Leben berühmter Frauen der Geschichte, wie z. B. Kleopatra, Frida Kahlo oder Malala Yousafzai, erzählt. Dazu gibt es auch immer ein Zitat dieser Person und eine erfundene Frage, was sie wahrscheinlich zu einem bestimmten Thema sagen würden.

Mich haben am meisten die Lebensgeschichten von Frida Kahlo, Jane Goodall und Michelle Obama beindruckt, weil ich mich in ihnen ein wenig wiederfinde, am meisten in Elena Piscopia. Erstens heißt sie gleich wie ich und zweitens, weil sie als erste Frau in Italien den Doktortitel erhalten hat.

Mir das Buch sehr gut gefallen, weil es wie ein Nachschlagewerk ist, die Illustrationen sehr schön und die Zitate sehr lehrreich sind. Katharina die Große sagte z. B.: "Sei sanft, sei menschlich, zugänglich, mitfühlend und weltoffen ... Verhalte dich so, dass die Guten dich lieben, die Bösen dich fürchten und alle dich respektieren."
 

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Gernot, 9 Jahre aus Hall:

Den Halunken, das ist eine Kinder-Bande mit Meggy als Anführerin, ist langweilig. So lange haben sie keinen Streich mehr gespielt. Eines Tages bekommen die Halunken einen Brief von Alfons und Marius. Die beiden sind letzten Sommer nach Berlin gezogen und laden den Rest der Bande in Marius' schicke Villa ein. Leider liegt die Villa im Revier von Kalles Bande. Doch plötzlich bekommen Meggy und ihre Freunde Streit mit Kalle, deshalb schreibt Kalle mit Spraydosen eine Warnung auf die Pool-Mauer von Marius' Eltern. Doch das lassen sich die Heuhaufen-Halunken natürlich nicht gefallen. Was werden sie wohl unternehmen, um sich zu rächen...

Das Buch ist sehr lustig! Es hat mir besser als der 1. Band "Die Heuhaufen-Halunken" gefallen! Ich finde witzig, dass sie mit Gülle und Pferdeäpfeln kämpfen, und ihre Pläne sind genial.
 

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Jana, 10 Jahre aus Aurach:

Das Buch handelt von Personen, die früher wirklich gelebt haben, bekannte und weniger bekannte Leute. Es erzählt viele einzelne, nicht zusammenhängende Geschichten, was diese Menschen erlebt haben, deshalb ist es sehr schwer zu beschreiben. Die Zeitspanne geht von 753 vor Christi bis 80 nach Christi.

Es hat mir gefallen, weil ich einiges über die Geschichte Roms erfahren habe. Man liest über Persönliches der Leute von früher und erfährt die Geschichten aus deren Sichtweise, was teilweise spannend und lustig, aber auch manchmal traurig ist.
 

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Rita, 12 Jahre aus Innsbruck:

Willowdean ist dick. Das sagt sie auch selbst. Sie wohnt in einem kleinem Dorf irgendwo im Süden Texas'. Sie hat es akzeptiert, dass sie dick ist und fühlt sich eigentlich ganz wohl in ihrer Haut.

Doch dann lernt sie den überaus attraktiven Bo Larson, der auf eine Privatschule in diesem Kaff geht, kennen. Er scheint sich für Will zu interessieren. Doch stimmt das wirklich, oder will er in Wahrheit nur über seine große Liebe hinwegkomen?

Will möchte ihr Selbstbewusstsein stärken und macht bei dem all bekannten Schönheitswettbewerb in ihrem Dorf mit. Ihre Mutter ist die Vorsitzende dieses Wettbewerbs und hat ihn selbst einmal gewonnen.

Wird sie das mit Bo klären können? Wird sie sich für den Schönheitswettbewerb durchsetzen können?

Mir hat das Buch extrem gut gefallen, und es ist gut geschrieben. Will ist ziemlich temperamentvoll und setzt sich durch. Sie hat eine tolle Persönlichkeit, auch wenn sie schon so einiges durchgemacht hat. Es lohnt sich wirklich, das Buch zu lesen - und es ist die perfekte Sommerlektüre.
 

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Lea, 11 Jahre aus Wattens:

Stella ist ein Mädchen, das mit ihren drei Tanten in einem Hotel ihren Urlaub verbringt. Eines Tages befindet sich Stella im Wintergarten und beobachtet, wie ein Gast namens Mr. Filbert ein geheimnisvolles Fläschen unter einem Haselnussstrauch hervorholt und wieder vergräbt. Stella ist sehr neugierig geworden und möchte wissen, was sich in diesem Fläschen befindet.

Plötzlich stürmen vier Männer in den Wintergarten, bedrohen Mr. Filbert und wollen unbedingt das Fläschen. Es befindet sich jedoch bei Stella, die sich in einer Ecke versteckt hält. Die Jagd auf das Fläschen beginnt, und Stella erwarten viele Abenteuer.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es sehr spannend und aufregend ist. Man möchte unbedingt erfahren, welcher Inhalt sich in dieser Flasche befindet. Zum Schluss wird das Rätsel gelöst. Ich würde mich über einen weiteren Band von Stella Montgomery freuen.
 

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Helena, 11 Jahre aus Wien:

Mit Büchern kann Tom eigentlich gar nichts anfangen, aber sein Onkel hat ganz viele davon. Vermutlich werden das die langweiligsten Ferien, die Tom jemals erleben wird, aber dann kommt alles anders.

Tom findet heraus, dass es einen geheimen Orden, die Lesenden, gibt, die Lebensseiten sammeln. Lebensseiten sind Seiten von Personen, auf denen alles, was passiert oder was sie sehen, aufgeschrieben wird. Nachdem sein Onkel entführt wurde, erfährt er dies vom Butler Will, der ihm auch das Familiengeheimnis mitteilt. Er lernt die junge Josephine kennen, deren Lebensseite auf der Rückseite seiner Lebensseite steht.

Gemeinsam mit den beiden begibt er sich auf ein großes Abenteuer. Als er in das Ordenshaus kommt, um mehr über die Entführung seines Onkels zu erfahren, macht er bei den Lesenden eine unglaubliche Entdeckung! Um seinen Onkel und dreizehn andere Lesende zurückzubekommen, muss er die goldene Feder finden.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es spannend und packend war. Das Buch hat mich wegen des Covers alleine schon neugierig auf die Geschichte gemacht. Auf dem Cover sind die beiden Kinder, die hinter einer Feder hervorschauen und Skizzen von historischen Bauwerken und Gemälden abgebildet.

Ich kann es allen empfehlen, die Fantasy-Romane gerne lesen, die ähnlich den Büchern der Archie-Greene-Reihe geschrieben sind! Eine Forstsetzung der Geschichte, oder einen 2. Band fände ich wünschenswert.
 

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Elijah, 11 Jahre aus Igls:

Die Hauptpersonen stellen Elly (12 J.), Mike (13 J.), Gabriel (11 J.) und Matheus (14 J.) dar.

Elly und Mike flogen mit ihren Eltern nach Brasilien. Dort wollten Elly und Mike mit Gabriel und Matheus (Matti), die in Brasilien wohnen, in den Regenwald gehen. Sie dürfen nicht weit hinein, aber ihre Eltern überraschen sie damit, dass Luiz, ein Pilot, mit ihnen einen Rundflug über das Amazonas-Becken macht.

Doch mitten während des Fluges bekam Luiz einen Herzinfarkt und das Flugzeug stürzte ab! Elly, Mike, Gabriel und Matti sind verloren im Dschungel. Werden sie überleben bei all den Gefahren? Hier heißt es nämlich fressen oder gefressen werden. Die vier wissen nicht einmal, wo sie sind. Trotzdem hoffen sie auf Menschen zu treffen. Die Kinder denken, wenn sie Menschen treffen, dass diese ihnen helfen werden, aber das stimmt nicht! Sie werden von bösen Menschen, die etwas Illegales machen, gefangen genommen!

Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Der Autor erzählt sehr spannend. Man kann aber auch Neues erfahren. Immer wieder schreibt der Autor Informationen über Dinge, die man im Dschungel gebrauchen kann. Ich empfehle dieses Buch allen, die Abenteuer und Spannung mögen. Für Mädchen und Jungen.
 

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Franziska, 13 Jahre aus Mils:

Hier geht es um Mika, die zusammen mit ihren beiden Geschwistern Penny und Elias in einem Ferienhaus ihren Urlaub verbringen wollen, als auf einmal alles anders kommt…

Das Buch endet, nicht wie in den Bilderbuchgeschichten mit einem Happy End, sondern geht realistisch aus, wie im echten Leben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es, wie gesagt sehr realistisch war. Man konnte sehr gut mit Mika und ihren beiden Geschwistern mitfühlen. Was ich auch sehr interessant gefunden habe, war, dass man nicht von Anfang an wusste, was mit der Mutter war und wo sie blieb. Meine Vermutung hat sich am Ende leider bestätigt, aber das Buch ist trotzdem wirklich toll. Es fühlt sich auch sehr nach Freiheit an, denn die Autorin hat es geschafft, die Leser in einen Bann zu ziehen, sich zu fühlen als wäre man selbst in den Dünen Dänemarks, die frische Nordluft würde man selbst einatmen.

Ich würde das Buch ab 12 Jahren frühestens empfehlen, denn sonst versteht man die Handlung, glaube ich, nicht ganz. Das Buch ist eine super Sommer-Lektüre!
 

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Gretas große Leidenschaft ist das Nähen - dieses Talent hat sie von ihrem Opa geerbt. Dieser war früher Schneidermeister am Theater und hat berühmten Stars die Kleidung genäht.

Eines Tages war Greta bei ihrem Opa und übernachtete bei ihm. Opa schenkte Greta eine Menge Stoffe und Tessa-Tessa ist eine Nähmaschine von 1830 - die hat schon sehr viel erlebt. Gretas grösster Wunsch ist ein eigener Youtube-Kanal, aber ihre Mutter erlaubt es leider nicht. Greta lernt ein neues Mädchen kennen - Julie, die beiden werden sehr gute Freundinnen.

Ob Greta es schafft, ihren eigenen Kanal zu veröffentlichen, verrate ich euch nicht…. 

Dieses Buch war sehr abwechlungsreich und toll, weil es viele verschiedene Ausdrücke gab und gut erklärt war! Mir gefiel dieses Buch sehr gut und ich kann es nur weiterempfehlen!
 

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Gernot, 9 Jahre aus Hall:

In dem Buch geht es um zehn Kinder, die sich komische, lustige oder eklige Sachen angewöhnt haben: Zum Beispiel der "Popel-Paul". Der Junge will einen neuen Weltrekord aufstellen, denn er will den größten Popel der Welt haben. Oder die "Pepita Perpetuum-Mobile". Das Mädchen kann nie stillhalten. Was wohl aus diesen Kindern wird?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es lustig ist! Die Geschichten liest man schnell, da es viele Bilder und unterschiedliche Schriftarten gibt. Auch gut ist, dass man aus den Geschichten lernt.
 

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In diesem kleinen, handlichen Buch sind gut 30 Rezepte rund um die Kichererbse versammelt. Fast alle sind in einer halben Stunde vorbereitet; bei manchen kommt das Einweichen oder Marinieren über Nacht hinzu. Insgesamt also das ideale Kochbuch für alle, bei denen es schnell gehen soll. Außerdem handelt es sich durchweg um gesunde Gerichte, ist die Kichererbse doch eine wahre Proteinbombe und das daraus gewonnene Mehl glutenfrei.
Heute Mittag gekocht: die Karottensuppe mit Ingwer, Mais und natürlich Kichererbsen! Diese Suppe ist nicht nur äußerst farbenfroh, weil knallgelb, sondern auch noch sehr, sehr schmackhaft! Ich hoffe, dass bei meiner Heimkehr heute Abend noch etwas davon übrig ist!
 

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Mit "Eva schläft" wurde Francesca Melandri eine Bestsellerautorin. Lange hat sie sich Zeit gelassen, und der Roman, der jetzt entstanden ist, ist überraschend anders. Die Familiengeschichte von Atilia Profeti birgt für die Tochter Ilaria einige Überraschungen. Sie weiß nichts über Attilias Rolle in der italienischen Kolonie Äthiopien, auch nichts von seinem afrikanischen Sohn. Erst als ihr Neffe, der eine lange Flucht hinter sich hat, vor ihrer Tür steht, beginnt sie nachzufragen und ihr Bild über den Vater ändert sich ständig. Nach einigen Seiten kommt der Leser drauf, dass er auch nix weiß und noch nie etwas dermaßen Schreckliches gelesen hat. Schonungslos führt uns Melandri in den italienischen Faschismus, in die damalige italienische Kolonialgeschichte und in die aktuelle Flüchtlingsthematik ein. Die Bilder des Krieges, die in meinem Kopf entstanden sind, werden mich nicht mehr loslassen.
 

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Jana Marie, 9 Jahre aus Steinach:

In diesem Buch geht es darum, dass Lilo und ihre Bande, „Die Löwen auf Löwenstein“, nach einem Schlüssel für eine geheimnisvolle Türe suchen. Um mehr über diese geheimnisvolle Türe zu erfahren, müsst ihr unbedingt den ersten und zweiten Band von Lilo auf Löwenstein lesen, denn dort entdeckt Lilo diese Türe im Schloss, oder ihr sucht euch meine Rezensionen auf der Tyrolias-Welten-Homepage heraus. [https://www.tyrolia.at/for-kids]

Außerdem kommt im Buch ein seltsamer Dachdecker mit seiner Frau vor. Beide wollen dem Grafen – das ist der Schlossbesitzer und Onkel von Bandenmitglied Golo - nach einem Gewitter durch einen Trick das Schloss abkaufen. Der Mann gibt vor, die Löcher des Schlossdaches zu stopfen, aber anstelle der Bezahlung verlangt der Dachdecker das Wohnrecht für sich und seine Frau für ein ganzes Jahr. Die Löcher brechen aber immer wieder bei starken Gewittern und Stürmen auf, und die Schulden des Grafens für das mehrmalige Dachdecken steigen immer weiter an. Irgendwann fordert der Dachdecker seine gesamten Schulden und zwingt den Grafen, das Schloss an ihn und seine Frau zu verkaufen!!!

Wird die Bande es noch rechtzeitig schaffen, den Verkauf des Schlosses zu verhindern und was verbirgt sich hinter der geheimnisvollen Türe? Findet es selbst beim Lesen des Buches heraus!

Ich würde das Buch für coole Mädels und Jungs im Alter von 9 oder 10 Jahren empfehlen.
 

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Man führe sich vor Augen, dass dieses Buch bereits 1990 erschienen und jetzt neu aufgelegt wurde. Und eigentlich müssten wir uns denken: In fast 30 Jahren wird sich doch wohl hoffentlich in Sachen Massentierhaltung einiges geändert haben, oder? Aber leider sind die Zeitungsartikel von Astrid Lindgren aus den Jahren 1985 bis 1989 aktueller denn je. Denn sie klagt darin die katastrophalen Zustände in der massenhaften Kalb-, Rinder-, Schweine- und Hähnchenzucht an. Die Gier nach Fleisch ist noch größer geworden - und damit das Leiden der Tiere. Die weltberühmte Kinderbuchautorin plädiert dafür, dass auch Tiere ein Recht auf ein natürliches Leben haben. Also esst einfach viel weniger und vor allem gesundes Fleisch von gesunden Tieren!
 

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Es gibt ja diese Bücher, die ich - obwohl sie mich aufregen - trotzdem fertig lesen muss und über die ich am Schluss sage: eigentlich furchtbar, aber leider spannend! "Das Haus der Mädchen" fällt für mich eindeutig in diese Kategorie.
Die Handlung ist hanebüchen und zum Großteil übertrieben grauslich, die Hauptfigur Leni eine Nervensäge. Ich musste bei ihr immer an ein verschrecktes Häschen mit zitterndem Näschen denken. Aber stopp! Trotz meines Genörgels habe ich das Buch ja doch fertig gelesen! Warum? Es liest sich flott und flüssig, die Kapitel sind kurz und knackig. Und die Handlung? Ja, die ist haarsträubend, aber... leider spannend! Meiner Meinung nach ein Buch, das ruhig am Strand unter Sand und Wasser leiden kann und das man am Ende des Urlaubs auch gerne für den nächsten Reisenden liegenlassen kann.
 

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"Die Liebe zu längst verschwundenen Dingen sollte später Alias liebenswerteste und zugleich anstrengendste Eigenschaft werden." Sätze wie dieser sind es, die diesen Roman so wunderschön machen. Einem farbenprächtigen Orientteppich gleich verwebt Hala Alyan auf kunstvolle Weise die Geschichten und Schicksale von vier Generationen einer palästinensischen Familie, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat.
Die Geschichte der großen Familie rund um Salma, Alia, Rihan und Manar ist geprägt von Vertreibung, Verlust und stetem Neuanfang. So vergänglich wie die Häuser aus Sand, die die Kinder am Strand bauen, so vergänglich sind auch die verschiedenen Zuhause, die sich die Familie immer wieder neu erschaffen muss. Was macht ein Zuhause aus? Was ist Heimat?
Es sind die Frauen, die am Alten festhalten, um nicht zu vergessen, und die gleichzeitig stark genug sind loszulassen, die immer wieder einen Neuanfang wagen und dennoch die Familie zusammenhalten. Und die verstehen lernen, dass Heimat dort ist, wo man selber gerade ist.
Dennoch bleibt Palästina für die Familie stets eine offene, nie völlig verheilte Wunde. Mir wurde beim Lesen wieder einmal bewusst, wie lückenhaft mein Wissen über Israel und Palästina eigentlich ist, wie wenig ich schlussendlich über den ganzen Nahostkonflikt weiß. Für mich ist "Häuser aus Sand" einerseits ein wunderschöner und gleichzeitig trauriger Unterhaltungsroman, der aber gleichzeitig zum Nachdenken und vor allem zum Nachlesen in Sekundärliteratur anregt. Ich würde mir mehr von dieser Autorin wünschen.
 

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Gernot, 9 Jahre aus Hall:

Lenni würde gerne mal so berühmt sein, wie der Fußballspieler Christiano Ronaldo. Doch Sport mag er überhaupt nicht.

Eines Tages soll er kurz auf Ottos Kiosk aufpassen. Ein Maskierter kommt in den Laden und will Geld von Lenni. Der Räuber kriegt Angst und rennt ohne Geld davon. Lenni wird als Held gefeiert.

Später erfährt er, dass der Maskierte gar nicht den Laden überfallen wollte, sondern dazu angestiftet wurde. Wie wird es wohl ausgehen?

Das Buch hat mir gut gefallen, weil es lustig, aber auch spannend ist! Besonders spannend finde ich, als der Unbekannte in den Kiosk kommt.

Ich spiele auch Fußball und würde natürlich auch gerne so wie Ronaldo sein, deshalb verstehe ich Lenni sehr gut.

 

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Jana, 10 Jahre aus Aurach:

Das Buch hat mir - wie immer - gut gefallen!

Es war toll, leicht zu lesen und zum Schluss wurde es richtig spannend. Ich konnte kaum eine Pause einlegen.

Es geht um den verrückten Ritter namens Don Quijote, der einen wilden Drachen zähmt. Alba und Diego (zwei Kinder, die in die Geschichte eintauchen) versuchen mit verschiedenen Tricks den Drachen vom verrückten Ritter zu trennen und dadurch Don Quijote wieder zur Vernunft zu bringen. Wird es ihnen gelingen? Denn die Zeit drängt….
 

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Carofiglio at his best! Authentisch, detailliert und lebendig wie immer führt uns der Autor durch die Unterwelt Baris. Der Sohn eines Mafioso wurde entführt und ermordet, und der Verdacht fällt zunächst auf einen verfeindeten Clan. Doch was zunächst auf der Hand zu liegen scheint, entpuppt sich in weiterer Folge als höchst komplexer Fall, dessen Lösung nicht zuletzt einem Zufall zu verdanken ist. Durch die genaue Personenzeichnung und das Einflechten von Vernehmungsprotokollen erhält die Geschichte einen nahezu dokumentarischen Charakter, der einen mitten ins Geschehen zieht.
 

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Elijah, 11 Jahre aus Igls:

Johnny Sinclair, Russell Moore, Millie, Cécile (Johnnys Kindermädchen), der sprechende Totenschädel Erasmus und die Kreaturen, die Millie verfolgten, sind die Hauptpersonen.

Johnny Sinclair und Russell Moore sind ein Geisterjägerduo. Johnny hatte im Moor den sprechenden Totenschädel Erasmus, welcher am ewigen Leben forschte, gefunden.

Johnny und Russell warteten auf ihren ersten Auftrag als Geisterjäger. Sie bekamen ihn von Millie, einer Klassenkameradin. Kreaturen mit gelb leuchtenden Augen sind hinter ihr her.
Johnny und Russell wollten sie besuchen, aber sie kamen erst zu ihr, als sie im Krankenhaus war. Erasmus stellte fest, dass sie Spukfieber hat. Er erklärte, dass sie sich langsam zu einem Geist verwandelte. Johnny und Russell mussten einen Trank machen, damit Millie wieder gesund wird. Leichter gesagt, als getan.

Aber nicht nur das. Die Geisterjäger mussten auch noch die Kreaturen verjagen, von denen sie unter dem Friedhof gefangen genommen wurden. Denn Johnny und Russell hatten unter dem Friedhof einen Geheimgang gefunden, den sie mit Millie weitererforschten. Dort liefen sie den Kreaturen in die Falle.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen! Es hat gelbe Seitenränder. Das finde ich lustig. Die Autorin erzählt sehr spannend. Ich empfehle dieses Buch allen, Jungen und Mädchen, die es aufregend mögen.
 

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Lea, 11 Jahre aus Wattens:

In diesem Buch geht es um ein Mädchen namens Anvil (Anne), welches seit ihrer Geburt in einem Waisenhaus lebt. Leider weiß sie nicht, wer ihre Eltern sind bzw. woher sie kommt. Annes beste Freundin ist Penelope genannt Pen. Jedes Jahr durften Kinder, die ihren zwölften Geburtstag erreicht haben, mit einem Schiff weg vom Waisenhaus. Anne und Pen haben schon große Pläne, was sie alles machen wollen. Als die Tickets für das Schiff ausgeteilt werden, bekam jeder Fahtkarten, nur Anne nicht. Also ging sie zur Oberin und erzählte ihr alles. Die Oberin sagte zu ihr, dass sie noch nicht zwölf sei und das Schiff schon vor Mitternacht abfährt und nicht erst kurz nach Mitternacht, wo sie Geburtstag hat. Die Oberin sagte zu ihr, sie könnte mit der Feurechse spazieren gehen. Anne machte es und ging in den Wald mit Hund (so denken sie, dass die Feuerechse heißt. Man weiß nicht, wie die Echse wirklich heißt.) Die Echse entwischte ihr und Anne blieb nichts anderes übrig, als ihr nachzulaufen.

Der eiserne Ritter sah, dass Anne aus den Mauern des Gebäudes verschwand und folgte ihr. Anne bemerkte es und sah nicht, dass sie auf eine Klippe zulief. Sie stürzte und fiel. Sie war unverletzt und lernte am Strand eine Frau kennen namens Jocelyn. Gemeinsam erlebten sie aufregende Abenteuer.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es sehr fantasievoll und spannend war. Diese Bücher sind genau mein Geschmack.
 

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Viola, 14 Jahre aus Innsbruck:

Fritzi, Sarah, Bastian und Tim: Das sind die „Astronauten“. Eine Clique im Therapiezentrum für Jugendliche auf Rügen, in dem sich die vier Jugendlichen kennen lernen und eine echte Freundschaft entwickeln. Vor allem aber erfahren sie, was echte Freundschaft bedeutet und dass sie einander vertrauen können. Einen ganzen Sommer lang müssen die vier im Therapiezentrum verbringen, genauso wie viele andere Jugendliche. In dieser Zeit wachsen sie zusammen, werden vor Herausforderungen gestellt, müssen Mut beweisen und finden ihre erste wahre Liebe...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl das Buch ein bisschen „anders“ ist als die Bücher, die ich sonst so lese. Es hat zum Nachdenken angeregt und mir ist bewusst geworden, was für ein Glück wir bzw. diejenigen haben, die nicht an Depressionen, Angstzuständen oder Panikattacken leiden.

Das Buch ist so gegliedert, dass Fritzi und Bastian abwechselnd in Ich-Form erzählen. Das finde ich persönlich etwas schade, denn so erfährt man nichts über die Gefühle bzw. Meinungen von Sarah und Tim. Trotzdem kann ich das Buch wärmstens weiterempfehlen, vor allem an Jugendliche ab vierzehn.
 

Gerade gelesen

Auf diesen Psychothriller habe ich mich schon lange im vorhinein gefreut. Und ich muss sagen, er erfüllt alle Erwartungen. Das Ehepaar Anna und Tom erlebt den wohl größten Alptraum aller Eltern: ihre kleine Tochter Julie wird aus dem eigenen Kinderzimmer nachts entführt und die jüngere Schwester Jane muss das Ganze auch noch mitansehen. Dieser Vorfall wirft nun einen Schatten über die ganze Familie und die Verhältnisse sind stark zerrüttet. Bis eines Tages, Jahre nach der Entführung plötzlich eine junge Frau vor der Tür steht und behauptet Julie zu sein. Von nun an beginnt der Wahnsinn für die Familie ein zweites Mal. Amy Gentry hat hier wirklich einen sehr guten und auf jedenfall lesenswerten Spannungsroman zu Papier gebracht, den ich sehr empfehle.
 

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Das dritte Buch des norwegischen Autors sorgt ordentlich für Kälteschauer und stockenden Atem:

überaus spannend, unter die Haut gehend, nervenaufreibend mit einem überraschenden Ende. Dieser Teil nimmt die Geschichte des ersten Bandes „Der letzte Pilger“ wieder auf. Tommy Bergmann kann die 13-jährige Amanda nicht aus seinem Kopf bekommen und gibt die Suche nach ihr nicht auf. Dann wird der Fall offiziell abgeschlossen. Tommys Verhalten und Sturheit lassen ihn sogar im Krankenstand weiterarbeiten. Seine Kollegen haben sich außer Susanne Bech von ihm abgewandt. Tommy stößt auf Ungereimtheiten und auf die Spuren einer Sekte, die junge Mädchen opfert wie Amanda... Er reist nach Vilnius, verlässt sich auf seine ermittlerischen Instinkte und sein Bauchgefühl, um Amanda doch noch lebendig retten zu können und den Mörder... Ein fesselnder Krimi für heiße Urlaubstage!
 

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Kornelia, 14 Jahre aus Innsbruck:

Amrita lebt mit ihrem Vater, dem König von Shalingar, in der Hauptstadt des Reiches. Sie kennt nur ihr schönes Prinzessinnen- und Thronfolgerleben. Als dann aber Sikander der Große, Herrscher über Makedon, um ihre Hand bittet, hat Amrita keine andere Chance, als ihn zu heiraten, um ihr Land zu retten. Doch wird sie auch sich selbst retten können?

Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen, da es so mitreißend ist. Die Geschichte beginnt sofort spannend zu werden und ist dies auch bis zu den letzten Seiten.

Ich war ganz außer Atem, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, da die Ereignisse und Wendungen im Buch nicht und nicht aufhören. Es ist eine wunderschöne Geschichte von Freundschaft, Liebe, Verrat, Flucht, Sehnsucht und Zauber. Die Gefühle und Handlungen der einzelnen Personen sind ausführlich und genau beschrieben. Das macht das Verstehen viel einfacher, und ich konnte mich richtig in die Figuren hineinfühlen und ihr Leben mitleben. Das Buch kann ich nur weiterempfehlen.
 

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Jana Marie, 9 Jahre aus Steinach:

Petronella Apfelmus ist eine Apfelhexe. Wie alle Apfelhexen wohnt sie in einem Apfel und genießt jeden Tag die Ruhe. Doch als eine neue Familie – Familie Kuchenbrand – mit den neugierigen Zwillingen Lea und Luis in das benachbarte Müllerhaus einzogen, da ärgerte sich Petronella und wollte sie vertreiben, doch dann standen die neugierigen Zwillinge plötzlich in Petronellas Wohnzimmer, und sie fand heraus, dass sie die beiden eigentlich sogar ganz gern hatte. Eine zauberhafte Freundschaft war auf dem Weg, sich anzubahnen.

Mehr erzähle ich Euch nicht, denn das müsst ihr selbst herausfinden. Viel Spaß beim Entdecken des restlichen Buches!

Ich würde dieses Buch ab 8 Jahren empfehlen, weil es viel zum Lesen ist. Es ist sehr, sehr spannend, und am Ende des Buches befindet sich Petronellas Gartenkreuzworträtsel sowie Kressesamen und ein Kärtchen, das man mit seinem Namen beschriften und aus dem Buch heraustrennen kann, um es dann zwischen die Kresse zu stecken.

Viel Spaß auch mit den Rezepten und vor allem beim Lesen!
 

Gerade gelesen

Meg Wolitzer liebt ihre Figuren. Sie begleitet die ProtagonistInnen ihres neuen Romans behutsam durch die Wechselfälle des Lebens, lässt ihnen viel Raum für Entwicklungen und lässt sie oft überraschende Entscheidungen treffen, die den jeweiligen Lebenssituationen angepasst sind. Damit kommt sie Jane Austen sehr nahe, die nicht nur von Greer, einer der Hauptfiguren, verehrt wird (der Romantitel ist schließlich eine Paraphrase auf Austens Persuasion). Die Autorin legt eine Art feministischen Entwicklungsroman vor, wobei interessanterweise die männliche Hauptfigur die radikalste Veränderung durchläuft. Letztlich können feministische Positionen im Alltag nur durchgesetzt werden, wenn auch Männer dazu bereit sind, ihre Lebensbilder von Grund auf zu überdenken und zu erneuern. Ein tolles Buch, dem ich auch viele männliche Leser wünsche!
 

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Sarah, 12 Jahre aus Kufstein:

Daisy Wells und Hazel Wong haben eine Detektei und schon einen Fall gelöst: Wegen Daisys Geburtstag reisen sie in den Trimester-Ferien zu Daisy nach Hause. Dort ist auch der unfreundliche Mr. Curtis, dieser scheint gleich verdächtig. Doch dann wird er umgebracht und das Schlimmste ist - durch eine Überschwemmung kann niemand das Haus verlassen. Gefangen mit einem Mörder!

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Diese gewitzte und spannende Art zu erzählen, macht das Buch grandios. Was ich bisher von der Reihe gelesen habe, hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe, die Autorin schreibt noch viel mehr. Die Geschichte spielt in den 30ern und man taucht wirklich in eine andere Welt ein. Und durch die spezielle Erzählung hat man das Gefühl, den Fall selbst zu lösen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht eure Sarah
 

Gerade gelesen

Zugegeben, dieses Buch habe ich zuerst mal nur wegen des sagenhaften Titels und der tollen Aufmachung gekauft. Zu der ganzen äußeren Schönheit kommen dann aber auch die inneren Werte! Es ist meines Wissens der einzige Roman, der komplett in Listen verfasst ist; manche mehrere Seiten lang, andere bestehen nur aus zwei, drei Worten, alle sehr unterhaltsam bzw. berührend zu lesen.
Für Darren (15) kommt es gerade knüppeldick! Was liegt näher, als die Gründe dafür in einer Liste anzugeben?

1. Darren steckt mitten in der Pubertät und fragt sich, ob dieser beklagenswerte Zustand jemals enden wird.
2. Seine Eltern sind frisch geschieden, aber er weiß eigentlich nicht warum und er hasst die Tatsache, dass er plötzlich zwei "Kinderzimmer" hat.
3. Sein Vater offenbart ihm -- und das ausgerechnet beim Frühstück, womit er ihm den ganzen Tag versaut --, dass er homosexuell ist.
4. Das ist wohl ein Grund für die Scheidung. (Aber nicht der einzige!)
5. Seiner Mutter ist ihr Job plötzlich wichtiger als die Familie und sie ist nie, wirklich fast nie da! Nicht mal an Darrens Geburtstag!
6. Sein älterer Bruder, eigentlich sein großes Vorbild, ist gar nicht so toll, sondern ein blöder Kiffer, der deswegen sogardie Uni geschmissen hat.
7. Darren ist unglücklich verliebt in Zoe, deren Leben noch verkorkster ist als seines. Gibt es trotzdem Hoffnung?
 

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Der Ruf der Tennessee Children's Home Society war in den USA zwischen 1920 und 1950 absolut tadellos, ihre Betreiberin Georgia Tann bewegte sich in den besten Kreisen. Sie hat die allgemeine Ansicht, dass Waisenkinder nutzlose Geschöpfe sind, von Grund auf verändert und wurde für ihre uneigennützige Arbeit bewundert. Sie machte die Adoption quasi gesellschaftsfähig, zu ihren Kunden zählten Hollywoodstars wie Joan Crawford und andere einflussreiche Persönlichkeiten, und Eleanor Roosevelt ließ sich von ihr in Sachen Kinderfürsorge beraten.
Wahrscheinlich hat die TCHS tatsächlich auch ungewollte Kinder in liebevolle Familien vermittelt, aber Tatsache ist, dass es sich in erster Linie um ein gigantisches Netzwerk handelte, das sehr professionell und vor allem sehr lukrativ Kinderhandel in ganz großem Stil betrieb mit Besichtigungsparties in den sogenannten Kinderheimen oder Werbeanzeigen in den großen Tageszeitungen. "Braune Augen gehen für diese Bestellung nicht. Es waren hellblaue, grüne oder veilchenblaue Augen gewünscht. Die werden besonders gerne genommen. Aber braune nicht."
Viele Kinder waren keine Waisen, sondern wurden am hellichten Tag entführt oder man erzählte den Müttern, die nach einer schweren Geburt noch halb betäubt waren, die Kinder seien während der Geburt gestorben.
Um all diese Geschehnisse, die mir bis dahin völlig unbekannt waren (Georgia Tanns Unterlagen wurden den Opfern erst 1995 zugänglich gemacht), hat Lisa Wingate einen äußerst spannenden und mitreißenden Roman gemacht. Ganz klare Leseempfehlung!
 

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Jana, 10 Jahre aus Aurach:

Es geht um ein Mädchen namens Pandora, auch Dori genannt. Sie ist während der Woche in einem Internat. Als sie zu Ferienbeginn nach Hause kommt - sie wohnt in einem Hotel, das ihrer Mutter gehört - hat sie wieder einmal schlechte Laune, weil sie für Ashley Babysitter spielen soll. Die beiden sind zwar gleich alt, aber er macht Urlaub im Hotel und sie soll sich um ihn kümmern.

Zusammen mit Pandoras Freund Zachary erleben die drei während der Ferien ein gefährliches Abenteuer rund um einen angeblichen Maler, der auf der Suche nach dem Geld aus einem Raub ist, der schon sechs Jahre zurückliegt.

Zu Beginn habe ich den Sinn nicht ganz verstanden. Aber nach ungefähr 10 Seiten wurde das Buch sehr cool, weil es superspannend ist, es sehr aufregend erzählt wurde, und ich es mir bildhaft vorstellen konnte, also sehr toll geschrieben.
 

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Diana, 13 Jahre aus Ebbs:

Das Buch handelt von einem Mädchen namens Franziska, die sich aber immer nur Fran nennt. Fran ist bald erwachsen, hat aber keinen so luxuriösen Job wie ihre beiden Schwestern. Sie meldet sich lieber auf YouTube an und lädt zum Spaß ihre selbst geschriebenen Raps hoch.

Dass sie damit aber so erfolgreich wird, hätte sie nicht gedacht. Sie singt über Themen wie Tierschutz und Ähnliches. Als Fran eines Tages im Park mit ihrem Hund Tramp spazieren geht, trifft sie auf ein Mädchen, das sich Stummel nennt. Ihren richtigen Namen erfährt man später im Buch. Franziska findet heraus, dass Stummel von zu Hause weggelaufen ist und freundet sich mit ihr an. Die beiden erleben viele Abenteuer und für die lässt Fran sogar die Schule fallen…

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Besonders toll finde ich, dass die Autorin sich selber Raps ausgedacht hat, und diese in das Buch aufgenommen hat. Ich würde das Buch für 11 Jahre empfehlen.
 

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Elijah, 11 Jahre aus Igls:

Der elfjährige Grimsly, seine Freunde Ollie, Ming, Penelope und Frankie und die Bande mit Boris und Vitaly Moonsliver, Fogbottom und Wolfhart stellen die Hauptpersonen dar.
In Quiver Town, einem magischen Ort, wurde Grimsly von Professor Snelling, dem Leiter der Löffelverbiegerschule, aufgenommen. In dieser Stadt gibt es blaue Hasen, krumme Bäume, einen Wasserfall, der im Kreis fließt, und noch viel mehr verrückte Dinge. Und jeder Bewohner hat eine magische Eigenschaft! Ollie kann mit seinen Gedanken Löffel verbiegen. Ming kann schweben und Penelope kann sich telepathisch unterhalten.

Als eines Tages der Tierfriedhof geplündert worden ist, verlor Quiver Town eine Besonderheit nach der anderen und es war Grimslys Aufgabe, der Tierbestatter in dem magischen Ort ist, die gestohlenen Knochen zurückzuholen. Durch einen Tunnel gelang Grimsly in die „Außenwelt“, wo er nach dem Dieb sucht. Dabei half ihm seine neue Freundin Frankie. Sie fanden heraus, dass Moonsliver die Knochen gestohlen hatte, denn er wollte Quiver Town vernichten. Er meinte, er könne den Fluch dadurch aufheben, der auf seiner Familie lag. Grimsly und seine Freunde wollen dies verhindern.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen! Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist gut erzählt und das Cover passt super zum Buch. Es ist eine sehr spannende Geschichte für Mädchen und Jungs. Empfehlenswert für alle, die Fantasiebücher mögen!
 

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Elijah, 11 Jahre aus Igls:

In der Savanne lebte das Gallantrudel. Eines Tages kam das Titanrudel, das aus drei Löwen bestand. Titan, der Anführer vom Titanrudel, tötete Gallant, den Anführer vom Gallantrudel, und nahm dessen Stelle an. Nur der Löwenjunge Heldenmut konnte fliehen. Er lief und lief, doch plötzlich stürzte er ab. Heldenmut wurde zum Glück vom Pavian Stachel aufgefangen. Der Löwe wurde von dem Trupp der Paviane aufgenommen. Einige Jahre vergingen.

Doch eines Tages wurde die Anführerin der Paviane getötet. Ein neuer Anführer wurde gewählt. Leider war es Raff, der Heldenmut nicht leiden konnte. Deswegen wurde er vertrieben, fand jedoch bei seinem Onkel Loyal Unterschlupf. Aber bei den Pavianen wurde auch Raff getötet, deswegen gab es wieder einen neuen Anführer. Jetzt war es Stachel.
Später stellte sich heraus, wie die Paviane wirklich gestorben sind.

Heldenmut wollte bei Loyal das Jagen lernen. Loyal warnte ihn: „Geh nicht in die Nähe des Kigelia-Waldes, dort lagert das Titanrudel.“ Doch Heldenmut ging dorthin, weil seine Mutter und seine Schwester beim Titanrudel waren. Leider wurde er erwischt.

Währenddessen stahlen die Geparden das Junge von Titan und seiner Löwin. „Wenn du mein Junges nicht zurückholst, werde ich dich töten!“, erklärte Titan Heldenmut. Also musste er es suchen und zurückbringen, was nicht sehr leicht war.

Und dann gibt es noch die Geschichte mit den Elefanten. Aber die müsst ihr selber lesen!

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat 347 Seiten und ich empfehle es sehr. Der Autor erzählt sehr spannend und detailliert. Dieses Buch ist für Mädchen, Jungs und alle, die Tiere mögen.
 

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Helena, 10 Jahre aus Wien:

In diesem Buch geht es um einen Erdling, der zuerst ohne Namen aufwächst und mit "Nummer Dreizehn" gerufen wird. Erst später bekommt er von seiner Freundin Trixi den Namen Arthur. Erdlinge sind besondere Kinder, entweder von einem Tier und einem Menschen oder zwei Tieren. Sie sehen manchmal mehr einem Menschen, manchmal mehr einem Tier ähnlich. Arthur ist ein Fuchserdling, aber seine Freundin Trixi ein Vogelerdling.

Sie wachsen beiden in einem Waisenhaus, das von der grauenhaften Miss Carbunkle geleitet wird, auf. Sie ist sehr streng und behandelt die beiden schlecht, denn sie kann Erdlinge nicht ausstehen. In ihren Augen sind sie missratene Geschöpfe. Arthur hat nur ein Ohr und hört dennoch ganz besonders, sogar die Mäuse unter den Dielen sprechen.

Die beiden brechen aus dem Waisenhaus aus, da es ihnen dort gar nicht gefällt. Trixi möchte zu ihrem Onkel, Arthur aber möchte den Spuren seiner Kindheit folgen und die Tintachelaugasse 17 aufsuchen.

Die beiden trennen sich und Arthur trifft auf andere Erdlinge, bei denen er eine kurze Zeit lebt. Diese sind Einbrecher und Arthur soll bei den Einbrüchen mitmachen. Bei einem Einbruch entdeckt er einen Liederfänger, eine Erfindung, mit der man Musik hören kann, und muss in der Folge die Musik und die Träume retten, denn Miss Carbunkle hat böse Absichten.....

Dieses Buch war an manchen Stellen, vor allem anfangs sehr traurig, als die Zeit der beiden Erdlinge im Waisenhaus beschrieben wurde. Ich habe mitgefiebert, wann sie es endlich schafften, von dort wegzukommen. Die Geschichte war insgesamt sehr fantastisch geschrieben, und der Schluss war richtig packend, da konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen. Da ich Musik sehr gerne mag, wollte ich unbedingt erfahren, ob die böse Miss Carbunkle ihren Hass auf Musik durchsetzen konnte und die Musik für immer vernichtet würde.

Das Buch ist ideal für Musikliebhaber und Freunde von märchenhaften Abenteuergeschichten, bei denen die Freundschaft nicht zu kurz kommt.

 

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Melanie, 11 Jahre aus Hopfgarten:

In diesem Sammelband geht es um ein 12Jähriges Mädchen, das auf eine Internatsschule kommt. Da Dolly, so heißt das Mädchen, am Schulanfang krank war, kommt sie erst später nach Möwenfels. Am Anfang hat es Dolly sehr schwer, doch am Ende des ersten Schuljahres ist auch sie eine Burgmöwin, die sich auf dem Internat fast schon wohler fühlt als zu Hause.

Auch in den weiteren zwei Büchern geht es um Dolly und ihre Klasse, die viele lustige Probleme lösen muss. Dabei geht es um Freundschaft und Schulalltag und lustige Streiche.

Ich lese Dolly-Bücher sehr gerne, besonders die alten Bände. Ich lese immer wieder darin, weil sie lustig und nett geschrieben sind und ich immer wieder gerne in die Geschichten um Burg Möwenfels eintauche.

Mir gefällt das Buch auch deshalb sehr gut, weil ich mich manchmal sogar selbst in Dolly widerspiegle.
 

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Elena, 10 Jahre aus Mils:

Nadima kommt neu in Josies Klasse, und Josie möchte gerne, dass sich Nadima neben sie setzt. Vielleicht werden sie ja Freundinnen? In der Pause schenkt Josie Nadima ein Stück Schokolade und Nadima ihr Lokum. So beginnt ihre Freundschaft. Nadima kann aber kein Englisch, da sie mit ihrer Familie aus Syrien nach Amerika geflüchtet ist, daher verständigen sich die zwei ab sofort mit Emojis.

In diesem Buch geht es auch darum, welche Schwierigkeiten Josie als Legasthenikerin hat.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, weil man viel darüber erfährt, wie es Flüchtlingskindern und Kindern mit Legasthenie ergeht. Die Autorin beschreibt auch die Gefühle von Josie und Nadima sehr genau.
 

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"Wie viele Frauen ist eine Frau? Und wie viele Jahre fließen davon, bis eine Frau das Eigene gefunden hat?" Mit solch wortgewaltigen Sätzen und einer intensiven Sprache gelingt es Nina George, dass frau sich in das Innerste der Mitvierzigerin Claire hineinfühlen kann. Wir haben so Teil an Claires Versuch, aus ihrem bisherigen, versteinerten Leben auszubrechen. Ein bemerkenswerter Roman über das Frausein in all ihren Facetten und das Sich-selbst-Finden.
 

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Der aufmerksamer Seethaler Leser sitzt während der Lektüre auf der Bank neben dem Friedhof und hört den Toten zu. Was haben sie erlebt? Sie flehen uns an, das Leben auszukosten, einen anderen Weg zu gehen, sie erklären, was wirklich wichtig ist im Leben, was sie berührt hat, was sie erlebt und was sie nie erlebt haben. Wovon sie geträumt haben und was sie glücklich gemacht hat. Jedes vergangene Leben in Paulheim hat seine Bedeutung, obwohl sich niemand mehr an sie erinnert. An die Habgier des Bürgermeisters, an die Blumenhändlerin, die niemand kannte und die zwei Wochen tot in ihrem Laden liegt, an den Krieg, den die Großmutter überstanden hat, an die kurze Beziehung von Louise, an die Eltern, etc. Seethalers Geschichten über Menschen sind wertvoll und werden den Friedhof überdauern!
 

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"Ich habe nichts mitgenommen und nichts hinterlassen. Ich hatte nur dieses eine Leben."
Der schönste Ort in der kleinen Stadt ist eigentlich der Friedhof, von allen nur "Das Feld" genannt. Wenn man sich anstrengt, kann man vielleicht die Stimmen der Toten, die dort liegen, hören. Es sind die Stimmen von Pfarrer Hoberg, der eines Tages die Kirche angezündet hat; von Navid al-Bakri, der vernünftig genug war, sich seine Träume nicht zu erfüllen; von Annelie Lorbeer, zu der die Männer stets gut waren, was sie immer verwundert hat, denn sie war nie gut zu den Männern; von Herm Leydicke, der niemals "Ich liebe dich" gesagt hat, denn die Liebe ist doch kein Tauschgeschäft, und mit ziemlicher Sicherheit war das der größte Fehler von allen; die Stimmen von 25 weiteren Toten, die ein letztes Mal Gelegenheit bekommen, gehört zu werden. Vielleicht kann der Mensch erst dann über sein Leben urteilen, wenn er sein Sterben hinter sich gebracht hat?
Robert Seethaler hat ein Buch geschrieben, das mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Seine Sprache ist so wunderschön und geht so zu Herzen, dass ich manche Stellen (viele!) mehrmals gelesen habe, um sie voll auszukosten. Für mich wahrscheinlich DAS Buch des Sommers.
 

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Okay. Jetzt also, 45 Jahre nach dem letzten Hotzenplotz-Buch und 5 Jahre nach Preußlers Tod, erscheint ein "Schubladen-Fund" als schmales, gerade mal 58 Seiten dünnes Büchlein.
Aus einem ursprünglich als Theaterstück geplanten Manuskript hat Preußlers Tochter, Susanne Preußler-Bitsch, nun also einen 4. Band gemacht. Die Erwartungen waren dementsprechend groß.
Als Kind habe ich die Hotzenplotz-Bücher immer wieder gelesen und Jahre später dann den eigenen Kindern ein ums andere Mal vorgelesen. Und so auch diesmal: Vorlesestunde mit dem jüngsten Kind, das eigentlich schon länger alles selber liest, aber weil's halt zusammen so schön ist...
Unser Fazit:
Der Charme der alten Bände ist hier gänzlich auf der Strecke geblieben, der Humor ist jetzt doch eher etwas platt. Nur weil jemand auch Preußler heißt, kann er (= sie!) nicht unbedingt schreiben wie Preußler.
Auch sind die alten Illustrationen von F.J. Tripp meiner Meinung nach unerreichbar; das Kind bemängelte die neuen Zeichnungen von Thorsten Saleina: "Die Großmutter sieht gar nicht aus wie eine Großmutter, und Kasperl und Seppl sehen überhaupt doof aus." Außerdem ist man bei dem Umfang natürlich nach maximal 30 Minuten fertig.
Also Hotzenplotz-Fans: "Band 4" kann man lesen. Kann man aber auch lassen.
 

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In Vanessas Ehe gibt es drei Wahrheiten. Da ist Richards Wahrheit. Da ist ihre Wahrheit. Und da ist die objektive Wahrheit, die immer am schwersten fassbar ist.
Doch jetzt ist die Ehe am Ende; Richard hat in Nullkommanichts eine Neue -- und Vanessa wird alles tun, um dieses Glück zu zerstören.
Zunächst mal: Gratulation an die beiden Autorinnen, die sich diese verzwickte Geschichte ausgedacht haben. Irgendwie merkt man ihnen an, dass sie beim Schreiben schon die Verfilmung vor Augen hatten. An Phantasie und Ideenreichtum mangelt es den beiden sicher nicht.
Der erste Teil dieses knapp 450 Seiten starken Beziehungsdramas zieht sich meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr in die Länge, doch dann nimmt die Handlung an Fahrt auf und eine Wendung jagt die nächste. Immer wieder wird der Leser an der Nase herumgeführt... hier muss man nicht zwischen den Zeilen lesen, sondern zwischen den Lügen!
 

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Endlich da!! Ach du meine Güte, der berüchtigte Räuber Hotzenplotz ist aus dem Gefängnis ausgebrochen, Kasperl und Sepperl sind fest entschlossen, diesen Kerl wieder einzufangen. Ein neues und turbulentes Abenteuer beginnt! Liebevoll ist die Geschichte aus dem Nachlass von Otfried Preußler illustriert worden das Buch eignet sich zum Vorlesen oder natürlich auch zum Selberlesen (ab 6 Jahren).
 

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1992: die Rassenunruhen in Los Angeles erreichen ihren Höhepunkt. Spezialeinheiten der Polizei werden von einem Tatort zum nächsten gerufen. Detective Harry Bosch hat nur wenig Zeit, sich um die ermordete dänische Journalisten Anneke Jespersen zu kümmern, dann wird er auch schon abberufen. Der Fall bleibt ungelöst und verschwindet in den Akten. Brückenschlag ins Jahr 2012: Harry Bosch, inzwischen Ermittler in der Abteilung Offen/Ungelöst, erhält aufgrund neuer ballistischer Erkenntnisse eben diesen Cold Case auf seinen Schreibtisch. Endlich hat er die Möglichkeit, sein vor zwanzig Jahren der Toten gegenüber gegebenes Versprechen, den/die Täter zu fassen, einzulösen.
Detective Harry Bosch, inzwischen stattliche 60 Jahre alt, ist im Umgang mit seinem Partner inzwischen kollegialer geworden, wenn es aber um bürokratische Vorgesetzte geht, ist er immer noch der renitente Sturkopf, den man aus den Vorgängerromanen kennt. Der Kriminalfall ist klug aufgebaut, wenn auch wirklich überraschende Wendungen fehlen. Es handelt sich auch um keinen Thriller, sondern um einen klassischen Dektektivroman. Detailreich werden die polizeilichen Ermittlungen geschildert, die Action-Schraube wird erst im letzten Drittel stark angezogen. Resümee: ein guter, aber nicht der beste Harry Bosch-Roman.
 

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Wien 1920: Die noch junge Republik hat nicht nur Freunde, unbeschreibliches Elend steht gesellschaftlichen Ausschweifungen gegenüber, Revolution liegt in der Luft. Vor diesem Hintergrund wird ein Stadtrat ermordet, der sich für das Wohl der Armen engagiert hat. Der Verdacht fällt auf einen Bewohner desselben Männerwohnheims, in dem auch Inspektor Emmerich untergekommen ist. Der Inspektor glaubt nicht an die Schuld des Mannes und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Alex Beer entführt uns in eine zweigeteilte Metropole, die hinter ihrer glänzenden Fassade auch unvorstellbare Elend beherbergt. Dank genauer Recherche erhält man neben einer äußerst spannenden Krimihandlung auch Einblicke in das Alltagsleben jener Zeit. Auf die Fortsetzung der Reihe darf man gespannt sein!
 

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Christina, 8 Jahre aus Heiterwang:

Fritzi lebt mit ihrer Familie - das sind Mama, Papa und ihr Bruder Kai - im kleinen Erkerhäuschen. Im Sommer wird Fritzi 9 Jahre alt. Sie wünscht sich so sehr ein Skateboard zum Geburtstag. Leider gibt es in diesen Sommerferien mindestens 2 Probleme. Ein Problem ist, dass Mama über die Sommerferien auf Kur muss und an ihrem Geburtstag nicht da ist. Das zweite Problem heißt Tante Bolle, die furchtbar nervige Schwester von ihrem Papa mit ihrer noch furchtbareren Tochter Shakira. Die beiden ziehen gemeinsam mit ganz viel selber gemachter Roter Beete bei den Klitschmüllers zuhause ein.

Zu allem kommt noch dazu, dass im Ärgerhäuschen neue Nachbarn einziehen. Am Anfang nervt auch noch Thies, der neue Nachbarsjunge. Als ob nicht genug wäre, dass Tante Bolle mit Tochter und der Roten Beete täglich Radau machen.
Wie soll die arme Fritzi nur die Sommerferien ohne Mama und Skateboard überstehen? Aber dann kommt doch noch alles ganz anders!

Ein wunderbares Buch mit einem ganz, ganz spannenden Ende.

Ich finde das Buch super cool! Es hat sehr viel Spaß gemacht, es zu lesen. Ich würde das Buch jedem Mädchen unbedingt zum Lesen empfehlen.
 

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Ingo, 12 Jahre aus Hall:

Der 15-jährige Teenager Troy gerät in einen Terroranschlag der AF, der Armee der Freiheit. Diese Terroristengruppe tötet Troys Eltern und probiert auch ihn zu erschießen, doch er hat eine unglaubliche Fähigkeit, ihm können Kugeln nichts anhaben. Schließlich wird er von einer Bodyguardgruppe angeheuert. Sie hat sich auf Kinder, die spezielle Fähigkeiten haben, spezialisiert. Da gibt es zum Beispiel welche, die ein extrem schnelles Reaktionsvermögen haben und welche, die sich extrem viele, genaue Details merken können. Dann bekommt die Organisation einen Auftrag, sie sollen den Bügermeister und dessen Tochter vor Anschlägen der AF schützen.

Mir hat das Buch super gefallen, da es sehr spannend ist! Schade nur, dass es so kurz war. Die Idee von Chris Bradford, Kinder in seinen Büchern als Actionhelden spielen zu lassen, finde ich gut. Ich würde das Buch ab einem Alter von 12 bis 13 Jahren empfehlen.
 

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Alles hat sich so gut entwickelt: zuerst die Hochzeit, dann das Haus und mit der Tochter scheint das Glück perfekt. Doch bald ist die Luft raus und die Mutter entscheidet sich zu gehen. Auch die Trennung verläuft nach außen hin harmonisch, nur um das Kind muss man sich jetzt auch getrennt kümmern: eine Woche ist das 3-jährige Mädchen beim Vater, eine Woche bei der Mutter. Sie hadert sehr mit dieser Regelung, vor allem in der Zeit, in der das Kind nicht bei ihr ist, fühlt sie sich nicht mehr als Mutter. Die Autorin spricht alle Tabuthemen an und das macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Dieses Buch ist für alle Mütter, die glauben, alles falsch zu machen bei der Trennung!
 

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Diese junge Autorin hat mir das kleine Dorf an der Grenze – Galltür – näher gebracht. Ihre Worte lassen vor meinen Augen die Schatten der Berge tanzen, die Kiefern wiegen sich im Wind und ich spüre die Wärme, die nur 3 Monate im Jahr da ist. Die Fremden kommen in das Dorf, manchmal reisen sie nur durch, manchmal werden sie auch heimisch. Für die Dorfbewohner gibt es immer was zu tun und so scheinen sie mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Doch trügt der Schein? Das versucht Barbara Aschenwald in ihren Erzählungen herauszufinden. Es gelingt ihr in ihren Erzählungen, Worte für Unsagbares zu finden!
 

Gerade gelesen

Wenn sich ein Verlag dafür entscheidet, ein Buch neu aufzulegen, das im vorigen Jahrhundert erschienen ist, dann bekommt es für den Leser einen besonderen Stellenwert. Solche Bücher sind auch heute noch aktuell und man bekommt einen neuen Blick auf die Welt. Cluny Brown ist ein Mädchen, das sich nicht anpasst, „sie hat ihren Platz in der Gesellschaft“ nicht gefunden. Sie sträubt sich nicht bewusst dagegen; nein, sie ist einfach so. Und das schätze ich an Cluny. Ihre natürliche Weltanschauung überzeugt auch noch heute!
 

Gerade gelesen

Das Buch "Die Eismacherin" habe ich leider nicht gelesen, doch ich weiß, dass es sehr amüsant ist. "Mama Tandoori" beschreibt die Kindheit- und Jugend des niederländischen Autors. Seine Mutter hat Anfang der 70ger Jahre Bombay verlassen und eine Ausbildung zur Krankenschwester in den Niederlanden gemacht. Dort hat sie Theodor von der Kwast kennengelernt und mit ihm 3 männliche Nachkommen gezeugt. Die Mutter dominiert den Haushalt, wenn ihr etwas nicht passt, schmeißt sie ihre Pantoffel oder kommt mit dem Nudelholz. Die bösen Geister vertreibt sie im Garten, indem sie schwarze Müllsäcke verbrennt. Wieviel Müllsäcke sie wegen ihrem jüngsten Sohn, der Schriftsteller wurde, verbrannt hat, das weiß er selbst nicht mehr. Diese Frau hat das Sparen perfektioniert; alles muss gratis sein. Ich habe Tränen gelacht! Ich lache immer noch, immer wenn ich an Ernests Mutter denke! Wer die Bücher von Joachim Meyerhoff liebt, wird mit "Mama Tandoori" seinen Spaß haben!
 

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Was für ein packender Ökothriller! Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie garantiert keinen Tiefkühlfisch mehr im Supermarkt kaufen! Denn wissen Sie, woher dieser kommt? Vielleicht aus dubiosen Aquakulturen oder aus illegalen Fischfängen in Thailand? Der Autor schreibt packend und höchst realistisch, wie der globale Fischmarkt funktioniert und wie skrupellos die Mafia dabei agiert. Vor allem aber erfahren wir, wie einerseites leitende EU-Beamte in Brüssel sehr wohl Bescheid wissen, teilweise aber machtlos sind, und andererseits Umweltaktivisten jedes Mittel recht ist, um die ahnungslose Bevölkerung am übermäßigen Fischkonsum zu hindern. Lesen Sie diesen Roman! Sie werden sicher Ihre bisherigen Lebensgewohnheiten überdenken.
 

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Mit ihrem Roman “Auf der anderen Seite der Ramblas“ legt das Autorinnenduo Ribas/Hofmann das fulminante Finale ihrer Krimitrilogie über das Barcelona der von der Francodiktatur geprägten 50er Jahre vor. Wieder ermittelt die unerschrockene Journalistin Ana an der Seite des grantelnden Kommissars Castro. Diesmal liegt der Fall besonders kompliziert, weil ein amerikanischer Seemann ermordet wird und somit die amerikanische Militärpolizei zuständig ist. Während Castro sich mit den amerikanischen Behörden herumschlägt, gerät Ana in eine Geschichte um den Selbstmord eines “gefallenen Mädchens“. Dabei recherchiert sie wieder etwas zu gründlich in der besseren Gesellschaft der Stadt und gerät dadurch in eine brenzlige Lage. Wie schon in den beiden Vorgängerromanen verknüpfen die beiden Autorinnen mit viel Geschick eine spannende Krimihandlung mit der Entlarvung sozialer und politischer Verhältnisse und entwerfen so das Sittenbild einer Epoche.
 

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Ein Paukenschlag zu Beginn, ein interessantes Ermittlerpaar, gut gezeichnete Charaktere, viel Dramatik und ein Schuss Theatralik machen diesen dänischen Krimi zu einem besonderen Lesegenuss. Die Autorin versteht es, ihre LeserInnen durch gut proportionierte Informationshäppchen und ständige unverhoffte Wendungen bei Laune zu halten und die Spannung ständig zu steigern. Die Konstruktion scheint zwar manchmal etwas waghalsig, geht im Endeffekt aber auf und lässt einen auf weitere Fälle mit diesem sympathischen Ermittlerteam hoffen.
 

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Natürlich könnte man es sich einfach machen und behaupten, dass Anna mit ihrem Leben unzufrieden ist und in ihrem Familienurlaub in Sizilien erkennt, dass sie die Vergangenheit nicht mehr zurückholen kann. Das wäre aber zu einfach zusammengefasst, denn als Alexander ins Spiel kommt, werden die Würfel neu gemischt. Sehr emotional und doch ohne empathisch zu werden hinterfragt Verena Carl das Glück innerhalb der Familie. Momente, in denen man glaubt, alles zu verlieren, hat sie sehr gekonnt in den Mittelpunkt gestellt und man ist auch mit dem Ende des Urlaubs auf der Insel zufrieden.
 

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Eigentlich ist es die Schönheit des Meeres in der Provence, die Nina George in ihrem neuem Roman zum Ausdruck bringt. Vor allem die Schönheit des eigenen Körpers, der auch ohne familiäre Bindungen - sei es als Mutter, als Ehefrau, oder als Frau Professor- zu strahlen beginnt. Claire ist auf der Suche nach sich selbst, und sie findet in Julie, die 20 Jahre jünger ist als sie, eine Gleichgesinnte. Dieser Roman ist sehr ehrlich und ausgesprochen sinnlich; als Leser kann man sich in den Wogen des Meeres verlieren. Trotzdem geht man gestärkt daraus hervor, es ist, als ob man wieder Kraft bekommt, die Menschen und sich selbst zu mögen.
 

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"Maria, ihm schmeckt's nicht" - mit diesem Satz hat sich Jan Weiler in unseren Köpfen eingenistet. Jahre ist es her und Jan Weiler hat anständig zugelegt: Sein Polizeikommissar Martin Kühn wird bald nicht mehr vom literarischen Ermittlerhimmel wegzudenken sein. Obwohl ich den ersten "Kühn" nicht gelesen habe, war es kein Problem, sich in der Münchner Schickeria zurechtzufinden. Kühns Ermittlungsstil hat viele Facetten, dass dem Leser nie langweilig wird. Nebenbei erfährt man viel über seine Stärken, Schwächen, seine Familie und seine Sorgen. Und die lassen uns nicht kalt! Und mir gefällt es, wie gut dieser Autor sein Handwerk versteht!
 

Gerade gelesen

Der Autor steckt in der Krise, was keine Überraschung ist. Überraschend ist die zweiwöchige Reise, die ihm seine Frau schenkt, damit er in Ruhe seinen Roman schreiben kann. Und sobald die griechische Insel ihre Reize spielen lässt, ist es sowieso geschehen um die Fabulierkunst. Der Leser wird gut unterhalten, denn Kutzenberger lässt mehrere Geschichten einfließen: die der Großeltern, seine eigene Ehekrise und auch Friedingers abenteuerliche Erzählung. Eigentlich sollte er das Romanschreiben ganz lassen, aber der kreative Autor lässt nicht locker! Intelligent und mit viel Tempo geschrieben!
 

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Das ist ein Buch, das man jederzeit auch verschenken kann, nicht nur an Katzenliebhaber. Brauchen wir Telefone, Uhren, Filme, etc., denn das sind alles Werkzeuge, die sich der Mensch über die Zeit angeschafft hat. Diese Dinge tragen nicht zu unserer inneren Zufriedenheit bei. Mit 30 an einem Hirntumor zu sterben, und das innerhalb von kürzester Zeit, diese Diagnose ist wirklich hart. Vor allem wenn man noch viel erledigen muss: schnell mit der Ex-Freundin klären, woran die Beziehung gescheitert ist, schnell noch einen guten Film ansehen, schnell einen Platz für die Katze suchen und sich mit dem Vater aussöhnen. Und der Tod hat es auch eilig, weil der Teufel im Spiel ist. In diesem Buch lernt man, die wichtigen Dinge wieder schätzen!
 

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Lieber Wolfram! Du bist schon 60??? Kaum zu glauben! Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als Du bei uns in Tirol in Radio und Fernsehen zu erleben warst. Mit Vergnügen haben wir Deiner nonchalanten Stimme gelauscht und waren stolz auf "unseren" Tiroler Moderator. Dann bist Du nach Wien gegangen und hast Karriere gemacht. Mensch bist Du immer geblieben, Dein Outing mit den Panikattacken hat Dich noch sympathischer gemacht. Und nun hast Du mutig ein mutiges Buch über das Alter(n) geschrieben - eine ehrliche Betrachtung der vergangenen Lebensjahrzehnte, Freude über Gelungenes, aber auch Frieden schließend mit kleinen und größeren Misserfolgen. Praktische Tipps runden Werk ab: wie kann ich mich lange körperlich und geistig fit halten? Soll ich in ein Heim? Wie regle ich meine Besitzverhältnisse? Was steht noch auf meiner To-do-Liste? Und dann hast Du noch einige berühmte Weggefährten über Ihr Umgehen mit dem Älterwerden befragt, aber gottseidank niemanden gefunden, der Angst davor hat! Danke, Wolfram für Dein wunderschönes Buch und schau doch mal bei uns in der Tyrolia vorbei, wenn Du in Innsbruck bist! Herzlich, Gerda
 

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Familiengeheimnisse, Liebeswirren, Musik und Literaturzitate verwebt Jaume Cabre auf unnachahmliche Weise zu einem großen Panorama der jüngeren spanischen Vergangenheit. Er erzählt die Geschichte eines Hauses und seiner Bewohner und spiegelt darin Glanz und Niedergang einer kunstsinnigen und wirtschaftlich blühenden Epoche. Er schickt seine Protagonisten auf die schwierige Suche nach einer modernen spanischen Identität nach Franco und lässt sie dabei Höhen und Tiefen des Liebeslebens erleben. Ein wunderbarer Schmöker, den man nur ungern aus der Hand legt!
 

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Dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Kanae Minato hat mich mit diesem Buch begeistert und voll und ganz in ihren Bann gezogen. Schon das erste Kapitel haut einen regelrecht aus dem Lesesessel, verpackt in einen spannenden Plot erzählt uns die japanische Autorin das Schicksal einer Lehrerin und deren Schüler aus mehreren Sichten. Ein Kapitel übertrifft das andere und es ist schier unmöglich das Buch wegzulegen. Und eines ist nach diesem Buch klar: Jeder Mensch ist unter den richtigen Bedingungen fähig einen Mord zu begehen, egal ob Lehrer, Schüler, Klassensprecherin oder Mütter. Lesen sie dieses Buch, es wird ihnen einige Gründe zum nachdenken liefern.
 

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Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach:

Das Buch ist sehr flüssig und gut geschrieben, die Schauplätze konnte ich mir immer sehr gut vorstellen, und insgesamt hat auch die Spannung nie nachgelassen. Die Idee von der erbitterten Feindschaft zwischen Firebloods und Fostbloods hätte jedoch meiner Meinung nach noch etwas mehr ausgebaut werden können.

Die Figuren sind transparent und vielschichtig beschrieben worden, ich zumindest hatte immer das Gefühl, dass diese Charaktere auch im wirklichen Leben hätten auftreten können.

Absolutes Highlight sind Ruby und Arcus, die sich, obwohl sie sich am Anfang beinahe hassen, ineinander verlieben. So kam in diesem Fantasy-Buch auch der Romantik-Effekt nicht zu kurz.

Das Buch hielt einen immer wieder dazu an, weiter zu lesen, da die Handlung sehr mitreißend und packend geschildert war. Auf jeden Fall ein wirklich gutes Buch!
 

Gerade gelesen

Leonie, 10 Jahre aus Schwaz:

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, und ich fand es sehr spannend. Es hat mir viele tolle Lesestunden beschert.

Mama Hellemaa hatte eine zweiwöchige Wellnessreise nach Lappland gewonnen. Für ihre Kinder Hilla (11),Kaapo (9) und Maikki (6) hatte sie ein Kindermädchen über eine Agentur gebucht, da der Vater der Kinder nie, aber auch gar nie pünktlich nach Hause kam. Er befand sich momentan auf Geschäftsreise.

Was die Familie erst durch einen Brief an Mamas Abreisetag erfährt, ist, dass es sich bei dem Kindermädchen um einen Halbmensch handelt. Ein sogenannter Waldtroll. Dieser sieht gerne fern, versteht aber die Sprache nicht gut und sollte im Vorzimmerschrank untergebracht werden.

Im Laufe der Woche kommen die Kinder darauf, dass es auch in ihrer Nachbarschaft einige Monsternannys gibt, weil da die Mütter auch in der Lotterie gewonnen haben. So tun sich diese Kinder zusammen und schauen, was sie über die Waldtrolle in Erfahrung bringen. Mit Hilfe eines Buches aus der Bücherei schaffen sie es dann gemeinsam, sich mit Hilfe eines magischen Steinbrockens der Kindermädchen zu entledigen.
 

Gerade gelesen

Die Gisela Liebwies ist eine schillernde Figur, obwohl sie gar nichts kann, außer schön zu sein und aus einem abgeschiedenen Dorf zu stammen. Auf ihrem Weg zur gefeierten Opernsängerin wird sie von erstaunlich vielseitigen Menschen unterstützt, doch letztendlich bleibt nur sie in Erinnerung. Ihre Naivität ist entzückend, doch mehr begeistert bin ich von der jungen Grazer Autorin Irene Diwiak. Wie kunstvoll und sprachlich virtuos sie eine unglaublich aber wahre Geschichte erzählen kann! Wie kreativ sie neue Figuren vorstellt und wie wohlingend ihre Sätze sind! Bitterböse ist es gemeint, und bitterböse endet es auch mit Giselas Wohltätern, doch bitterböse war auch mein Lachen! Ich habe mich köstlich amüsiert!
 

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Stellen Sie sich vor, Sie kennen Ihren Todestag, das genaue Datum? Würden Sie Ihr Leben dann anders leben? Intensiver? Diese Frage beschäftigt mich seit Beginn der Lektüre. Leider wurde dieser Roman von Chloe Benjamin noch nicht ins Deutsche übersetzt. Ein Blogger der New York Times hat mich auf "the Immortalists" aufmerksam gemacht. Die vier Gold-Kinder (2 Jungs, 2 Mädchen, im Alter von 7-13) langweilen sich im Sommer 1969 in New York, bis sie von einer Wahrsagerin hören, die den genauen Todestag voraussagen kann. Sie schleichen sich aus dem Haus, und die Begegnung mit dieser seltsamen Frau verändert alles. Besonders Simons Leben in San Franzisco hat mich berührt. Chloe Benjamin hat eine wunderschöne Familiensaga geschrieben, und ihr Roman ist tatsächlich mit den Werken von Donna Tart oder Celeste Ng vergleichbar!
 

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Philip, 7 Jahre aus Innsbruck:

Der böse Herr Rabenhorst hat einen Drachen aus dem Zauberwald gestohlen, und die Kinder Conrad, Vicky und Mila wollen den Drachen retten. Conrad,Vicky und Mila sind keine gewöhnlichen Kinder, sondern Magier, und jeder besitzt einen Zauberstab.

Sie machen das Versteck von Herrn Rabenhorst ausfindig, welches an der Spitze auf seinem Turm ist. Die Kinder klettern hinauf zum Versteck, aber leider bemerkt Herr Rabenhorst die drei, schnappt sich die Kinder und nimmt sie gefangen. Die Zauberstäbe nimmt er ihnen ab.

Die Kinder finden den Drachen in einer gläsernen Schrumpfdose wieder, und sie schaffen samt Drachen auszubrechen und zu fliehen.

Das Buch war sehr spannend, vor allem wie Herr Rabenhorst den grossen Drachen geschrumpft hat und als die Kinder es schafften, aus dem Turm zu fliehen - das war sehr, sehr spannend.

Es wäre toll, wenn es noch einen zweiten Band davon geben würde, hatte das Buch nämlich schon in 2 Tagen fertig gelesen!


[P.S. Es gibt bereits mehrere Bände davon.]
 

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Hildy Good ist eine der Romanfiguren, die mich, auch nachdem das Buch lange gelesen war, noch beschäftigt hat. Die Darstellung dieser Frau ist ungeheuer intensiv.
Einen Entzug -- ihre "Auszeit", wie sie ihn nennt -- hat Hildy auf Betreiben ihrer Töchter hinter sich. Nötig war er nicht, denn ihren Alkoholkonsum hatte sie doch immer unter Kontrolle. Nach mehreren Monaten völliger Abstinenz kann doch ab und zu ein Gläschen Wein am Abend nicht schaden?!
Erschreckt hat mich (auch wenn es kitschig klingt), dass ich als Leserin in eine Art "Co-Abhängigkeit" gerutscht bin. Man hat geraume Zeit irgendwie Verständnis für die einsame Hildy. Die halbe Flasche Wein am Abend, wenn der Stress im Beruf gar zu groß ist? Sie weiß doch, wann sie aufzuhören hat, oder etwa nicht? Um den Schein zu wahren, trinkt sie nur bei sich Zuhause, und "niemals einen Drink vor 17 Uhr". Doch irgendwie entgleitet ihr die Kontrolle; immer häufiger findet sie sich am nächsten Morgen in Situationen wieder, die absolut unerklärlich sind.
Als dann ein Kind verschwindet und Hildys einziger Freund Frank ihr Auto mit eindeutigen Unfallspuren heimlich reparieren lässt, steht plötzlich ihre ganze Existenz auf dem Spiel...
 

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Auf dieses Buch bin ich aufgrund des Covers gestoßen, doch schnell hat die Autorin selbst mit ihrer literarischen Kariere bei mir gepunktet. Brit Bennet hat einen Roman über Mütter geschrieben, doch zum Muttertag würde ich es nicht schenken, da Tanias und Audrys Mütter in dem Roman nicht mehr anwesend sind. Tanja verliert mit 17 Jahren auf eine sehr tragische Weise ihre geliebte Mutter, und in den Monaten danach muss sie schnell erwachsen werden. Die Freundschaft zu Audry und Luke wird immer wieder in Frage gestellt. In der kalifornischen Gemeinde sind es die alten Frauen, die ihren Lebensmittelpunkt in der Kirche haben. Immer wieder kommentieren sie die Ereignisse in dem Leben der jungen Gemeindemitgliedern, immer wieder schütteln sie den Kopf. Sehr klarsichtig und extrem feinfühlig erzählt Brit Bennet von den Menschen in Oceanside, die mir alle ans Herz gewachsen sind. Die feinfühlige Audry und die lebenshungrige Tania hoffe ich bald in einem Kinofilm zu sehen, der schon in Vorbereitung ist!
 

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Paul Theroux ist ein wunderbarer Reiseschriftsteller. Ich war mit ihm u.a. schon auf den "glücklichen Inseln Ozeaniens", an der Moskitoküste und im alten Patagonien-Express unterwegs. Und jetzt also Hawaii!
Das "Paradise Lost" ist in die Jahre gekommen, ebenso wie der ehemalige Schriftsteller, der dort seinen neuen Job als Hotelmanager antritt. Er hat keine Ahnung vom Hotelgewerbe, aber das macht nichts, wie ihm der Besitzer versichert. Er müsse nur da sein, die Arbeit erledigen die Angestellten. Und so ist er da und geht seiner Leidenschaft nach: Er sammelt Geheimnisse. "Sie schreiben doch Bücher", ist oft der Auftakt zu komischen/herzergreifenden/skurrilen/traurigen Geschichten, die bevorzugt an der Bar erzählt werden. Wir treffen auf Sweetie, deren Vater vermutlich John F. Kennedy ist; wir erfahren, warum Royce Lionberg der glücklichste Mann auf Hawaii ist. Und was hat es mit Zimmer 509 auf sich?
Und wieviel autobiographisches von Theroux mag in diesem Roman stecken? Lesen Sie und rätseln Sie selbst!
 

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Der erste Teil des Romans ist ein wenig langatmig, doch sobald Dave nach New York reist, um seine Vergangenheit zu erkunden, machen seine nächtlichen Träume für den Leser Sinn. Seine Beziehungen - zu seinem Vater, zu Janet, zu seiner Mutter, zum ältesten und zum jüngsten Sohn - sind plötzlich verständlich, und Musik spielt eine große Rolle. Ruth Cerhas Vorgängerroman "Bora" habe ich genossen, weil der Wind so unbegreiflich raumgreifend war, "Traumrakete" hat mich begeistert, weil Dave ein Experte im Wachträumen wird. So kann er beim Träumen eingreifen und wird nicht mehr von seinen Alpträumen überrollt. Am Ende fühlt man sich sehr befreit und weniger schuldig, den Ereignisse in der Vergangenheit, die unsere Familie betroffen haben, können mehr Raum einnehmen, als uns bewusst ist.
 

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Anna, 13 Jahre aus Gries:

In dem Buch ging es um eine Familie mit drei Kindern - Whisper, Violet und Wolf. Ihre Eltern wollten eine Tour durch Kanada in einem Bienenbus und mit selbstgeschneiderten Kostümen machen. Doch die drei Kinder waren von diesem Plan ganz und gar nicht überzeugt. Aber alles nützte nichts, die Kinder mussten natürlich mit.

Nach einiger Zeit artete das ganze so aus, dass Whisper gar nichts mehr sprach und Wutanfälle hatte, weil sie das Kostüm so sehr hasste. Wolf greift zum letzten Mittel, um seiner Schwester zu helfen und wie er das macht, müsst ihr selber nachlesen!

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da man merkt, wie viel Macht Eltern über ihre Kinder haben. Die Autorin Robin Stevenson will uns mit diesem Buch sagen, dass die Natur natürlich sehr wichtig ist. Aber man auch nicht die Bedürfnisse der Kinder vergessen soll! Ich empfehle das Buch weiter, es ist eine tolle Geschichte zu lesen!
 

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Manchmal taucht man in eine Geschichte ein und in die Realität zurück, sobald die letzte Seite gelesen wurde. Manchmal aber verfolgen einen die Fragen bis in den Alltag, denn die Charaktere lassen nicht los, man ist noch nicht bereit sich von der fiktiven Welt zu verabschieden. Als ich Nevernight – Das Spiel in den Händen hielt, fühlte es sich beinahe wie Zuhause kommen an. Zurückkommen fühlte sich genauso berauschend an, wie das erste Mal Eintauchen in diese Welt. Schon beim ersten Teil Nevernight - Die Prüfung war ich begeistert von Kristoffs Detailreichtum beim Bauen dieser Welt, der Religionen und Kreieren von fassadenreichen Figuren. Doch dieses Erlebnis hörte nicht da nicht auf. In Band zwei werden die Abenteuer der Assassin Mia gefährlicher, komplexer und brutalter. Jedes Mal wenn man glaubt die Antwort auf eine Frage zu haben, kommen neue Rätsel auf. Jay Kristoff hat sich mit dieser bildgewaltigen, brutalen und komplexen Fortsetzung übertroffen. Ich selbst kann kaum das Finale der Nevernight-Reihe abwarten, denn die grausame, epische Welt von Itreya und Gottesgrab lässt mich sowieso nicht los.
 

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Ruth Jones ist eine begnadete Erzählerin, die mich stark an David Nicholls (Zwei an einem Tag) erinnert. Sie ist so begnadet, dass man gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann. Es sind Callum und Kate, die eine Entscheidung treffen, die sie und ihre Lebensgefährten ziemlich aus der Bahn wirft! Und sie tappen 17 ahre später in die gleiche Falle, sie können dem Begehren nicht nachgeben. Ruth Jones kennt die menschlichen Schwächen nur zu genüge. Der englische Titel "Never greener" ist bezeichnend für diesen umwerfenden Roman: Das Gras ist nicht grüner auf der anderen Seite! Und wenn man dem Begehren nachgibt, kann man alles verlieren! Die Vergangenheit hat sie alle eingeholt: die begehrenswerte Schauspielerin Kate, den 3fachen Familienvater Callum und den aufopferungsvollen Matt. Jeder Charakter berührt den Leser!
 

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Die Journalistin Jo wird kurz nachdem sie Opfer eines Einbruchs wurde von ihrer Chefin auf eine Kreuzfahrt geschickt. Trotz extremer Platzangst nimmt sie den Auftrag an, auch um allen zu beweisen, dass sie das Erlebte verarbeitet hat.
Auf dem Schiff wird sie allerdings Zeugin eines Mordes, doch niemand an Bord wird vermisst. Wem kann sie jetzt vertrauen, wenn sie alle für verrückt halten?
 

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Diese Autorin hat mit ihrem neuesten Werk die Welt auf den Kopf gestellt. "Ein atemberaubender Roman, der unsere Art zu denken für immer verändert", meint Margaret Atwood dazu, denn sie hat seine Entstehung unterstützt. In Adlermans Welt besitzen zuerst Mädchen und nach einer Welt alle Frauen einen unsichtbaren Strang, mit dem sie Schmerzen zufügen und auch töten können. Plötzlich müssen die Männer Angst haben, jetzt sind sie das schwache Geschlecht. Roxy, Allie, Margot und der Nigerianer Tunde spiegeln diese neue Kultur wieder; ihre Rollen verändern sich im Laufe der zehn Jahre stark. Ich bin sehr erschrocken, wie ehrlich und aufwühlend Aldermans Szenarien sind. Und dass Frauen genauso gewalttätig sein können, wenn sie an der Macht sind!
 

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Das Buch, welches aus den Dreharbeiten zum Film "The Green Lie" mit Werner Boote entstanden ist, vertieft die dort angeprangerten weltweiten Missstände und das Greenwashing vieler Produkte: Kann es nachhaltiges Palmöl überhaupt geben? Wie hat BP die größte Ölpest aller Zeiten verharmlost? Kann übehaupt die Rede von einer "grünen" Bekleidungsindustrie sein? Rinderhaltung als Schandfleck der Agrarindustrie uvam.

Kathrin Hartmann hat wie auch in ihren anderen Büchern (zB Aus kontrolliertem Raubbau) wieder perfekt recherchiert und die zentralen Probleme unserer Wohlstands- und Konsumgesellschaft dargestellt.

Der wichtigste Punkt dabei: Wir alle können mit lokalem Widerstand eine Menge bewirken.

Also: Worauf warten wir noch?
 

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Carl Morck und seine Kollegen vom Sonderdezernat Q sind wieder da! Das heißt, die schräge Rose ist nicht mehr da, denn sie hat einen psychischen Zusammenbruch erlitten und befindet sich in kritischem Zustand in einer Klink.
Nachdem Roses Nachbarin im Park erschlagen wurde, kriegt das Sonderdezernat Q einen ähnlichen, viele Jahre alten Fall auf den Tisch. Und dann haben sie plötzlich 5 verschiedene Fälle am Hals, die alle irgendwie zusammenzuhängen scheinen. Außerdem werden sie ständig von einem Fernsehteam begleitet, das die Zuseher mit schrecklichen Verbrechen beglücken möchte. Mit einem Wort: Carl, Assad und Gordon rotieren!
Adler-Olsen hat mit "Selfies" einen Krimi abgeliefert, der von der ersten Seite an fesselt. Zum einen ist da der Racheengel Anneli, eine frustrierte Sozialarbeiterin, die sich vorgenommen hat, unter den "Sozialschmarotzern" in Kopenhagen aufzuräumen. Dabei geht sie nicht gerade zimperlich zu Werke. Am meisten beeindruckt aber die Schilderung von Roses völligem Zusammenbruch. Wird es Carl & Co gelingen, die schrecklichen Geschehnisse ihrer Vergangenheit aufzudecken und Rose in letzter Minute zu retten?
 

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Bei Camilla Läckberg ist dieses Mal irgendwie alles zu viel. Zu viele Handlungsstränge sind im zehnten Fjällbacka-Krimi kompliziert und kunstvoll ineinander verwoben. Der aktuelle Fall, mit dem sich Erika und Patrick gerade herumschlagen, steht in einem direkten Zusammenhang mit einem 30 Jahre zurückliegenden Mord, und dann gibt es noch die dramatische Dreiecksgeschichte um Elin, Britta und Preben im Jahr 1672, die in einen Hexenprozess mündet. Außerdem widmet sich die Autorin intensiv den Themen Mobbing und Gewalt unter Schülern, der aktuellen Flüchtlingsproblematik und dem alltäglichen Rassismus. Dazu jede Menge Familiendramen bei sämtlichen Beteiligten und ein Dreijähriger, der neben Kindergarten, Spielen und Schlafen noch die Zeit hat, fünfmal am Tag "Der König der Löwen" zu schauen. Ernsthaft?! Wie üblich endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger, der mich dann trotz aller Kritik doch auch wieder zu Band 11 greifen lassen wird.
 

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Wer schon mal in Afrika gewesen ist, der weiß, dass auf diesem Kontinent alles intensiver ist: die Farben, die Hitze, die exotischen Tiere und Pflanzen, die Gerüche, die Gewürze, der Geschmack der Speisen, etc. In diesem Roman findet man alles wieder, und für mich ist die Handlung in den Hintergrund getreten, obwohl mich das Ende wirklich noch überrascht hat! Ich hätte so gerne Bilder im Netz gefunden, welche die 20ger und 30ger Jahre in Kenia wiedergeben. In meiner Vorstellung haben sich die weißen jungen Menschen in Nairobi nicht anders verhalten als in Paris oder London. Sie haben die Swing-Musik, die Cocktails, die Kleider und den freizügigen Lebensstil mitgebracht. Der 14-jährige Theo bewundert Sylvie und Fred jahrelang. Sie verkörpern für ihn Glamour, einen exzentrischen Lebensstil und freie Liebe. In seinen Augen sind sie das perfekte Paar. Kat Gordon hat Theos Erwachsenwerden sehr elegant umgesetzt und einen Coming-of-Age Roman geschrieben, der zusätzlich noch ein traumhaftes Ambiente bietet!
 

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Die Ermordung des Commendatore ist der Titel eines Gemäldes, das sich auf Mozarts Don Giovanni bezieht. Der Protagonist des neuesten Romans von Haruki Murakami findet das Bild auf einem Dachboden, und wie bei diesem Autor nicht anders zu erwarten, ist nach dem Fund nichts mehr so, wie es war. Als Leser halten wir einen klassischen Künstlerroman mit musikalischen und metaphysischen Einsprengseln in Händen, der uns sofort ins Murakami - Universum hineinzieht und in seinen Bann schlägt. Wenn sich der Verlag dazu entschlossen hätte, die beiden Bände in einem Buch zu publizieren, und wenn er auf Übersetzung und Lektorat ebensoviel Wert gelegt hätte, wie auf das famose Layout, wäre das Lesevergnügen ungetrübt!
 

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Die Ermordung des Commendatore ist der Titel eines Gemäldes, das sich auf Mozarts Don Giovanni bezieht. Der Protagonist des neuesten Romans von Haruki Murakami findet das Bild auf einem Dachboden, und wie bei diesem Autor nicht anders zu erwarten, ist nach dem Fund nichts mehr so, wie es war. Als Leser halten wir einen klassischen Künstlerroman mit musikalischen und metaphysischen Einsprengseln in Händen, der uns sofort ins Murakami - Universum hineinzieht und in seinen Bann schlägt. Wenn sich der Verlag dazu entschlossen hätte, die beiden Bände in einem Buch zu publizieren, und wenn er auf Übersetzung und Lektorat ebensoviel Wert gelegt hätte, wie auf das famose Layout, wäre das Lesevergnügen ungetrübt!
 

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Das zweite Buch dieser Reihe von Andreas Gruber, gelesen an einem regnerischen Sonntag! Genauso spannend wie der 1. Band (Die Schwarze Dame) spielt dieser Teil in unser aller Lieblingshauptstadt Wien. Peter Hogart ermittelt in einem Mordfall, in den sein Bruder verwickelt ist. Unbedingt lesen!!
 

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Andreas Gruber ist mein absoluter Lieblings-Krimiautor aus Österreich. Seine "Rache"- Bücher sind Bestseller.
In dieser bisher nur als E-book erschienenen Thriller-Reihe um den Privatermittler Peter Hogart geht es um einen Kunstdiebstahl und um eine vermisste Kollegin. Der 1. Fall aus dieser Serie spielt in Prag und anders als in seinen bisherigen Krimis, beschreibt Herr Gruber sie auch sehr detailreich. Die Geschichte ist unglaublich spannend und ich war wirklich froh, dass bereits der zweite Fall erschienen ist.
 

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Dieses optisch sehr einladende Buch war mein erster Krimi eines japanischen Autors. Hauptperson in diesem Roman ist der Pressesprecher Yoshinobu Mikami, dessen Tochter vermisst wird. Er vermutet einen Zusammenhang mit einem bereits seit 14 Jahren vermissten Mädchen. Mikami fungiert als Bindeglied zwischen der Presse und der Präfekturpolizei und versucht so, diesen Fall zu lösen. Bemerkenswert an dieser Geschichte war für mich, dass in Japan die Medien die Namen und Adressen der Opfer veröffentlichen, was in diesem Fall auch für große Zwistigkeiten zwischen den verschiedenen Organisation führt. Als Thriller würde ich dieses Buch zwar nicht weiterempfehlen, dafür fehlt mir die gewisse Spannung. Aber es ist eine wirklich sehr interessante Story über japanische Presse- und Polizeiarbeit.
 

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Ich erinnere mich genau, dass ich mich schon beim letzten Roman von Karin Fossum gewundert habe, warum der deutsche Titel so merkwürdig ist. Das ist auch dieses Mal wieder der Fall: korrekt übersetzt müsste das Buch "Höllenfeuer" heißen. In der Hauptfigur Eddie, ein eher schlichtes Gemüt, lodert mitunter ein solches Feuer: Manchmal quält er seinen Hund und für die Nachbarskatze hegt er auch nicht gerade freundschaftliche Gefühle. Als Leser hat man ihm gegenüber sehr gemischte Gefühle. Er erregt Mitleid, gleichzeitig hat er etwas furchteinflößendes an sich. Seiner Geschichte kann man sich kaum entziehen, ich musste das Buch in einem Rutsch lesen. Das liegt für mich auch an Fossums schlichter und klarer Sprache. Einziger Wermutstropfen: Kommissar Sejer, der unaufgeregteste und normalste aller skandinavischen Ermittler, tritt viel zu selten auf!
 

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Jana Marie, 8 Jahre aus Steinach:

Ellis Familie zieht gerade um. Elli ist das mitteljüngste Kind und hat noch 2 Brüder. Es ist ein holpriger Umzug, aber ihr Großvater ist die Rettung! Er bringt Eis vorbei!

Zur Familie gehören noch drei Hühner. Zwei gehören ihren Brüdern, und ein Huhn gehört Elli. Weil sie sich eigentlich eine Ente gewünscht hatte, aber ihre Mama wollte täglich frische Hühnereier, und so bekam Ellis Huhn den ungewöhnlichen Namen „Ente“ und ungewöhnlich ist „Ente“ auch. Ihr Geheimversteck ist nämlich der Backofen – auch im neuen Heim!

Elli ist sehr mulmig vor dem ersten Schultag, und daher geht sie vorher noch in Großvater Leonardos zauberhaften Eisladen. Sie kann ihn jetzt jeden Tag besuchen! Früher war die Entfernung viel zu groß!

Elli isst gerade ein Karamelleis, als sie bemerkt, dass das Eis plötzlich bitter schmeckt. Den Grund dafür und viele andere zauberhafte Dinge findet Elli erst sehr viel später heraus.
Begleitet Elli auf dem zauberhaften Weg und lest mit!

Ich würde das Buch für lesebegeisterte Mädchen und Jungs ab 8 oder 9 Jahren empfehlen, da es mehr als 200 Seiten hat.

Auf der vorletzten Seite findet ihr ein zauberhaftes Eisrezept zum Selbermachen. Ich sag deshalb tschüss und starte schonmal in die Küche!
 

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Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach:

Schon die Widmung: „Für jede Frau, von der verlangt wurde, sich zu setzen und nicht zu widersprechen… und die sich dennoch erhoben hat.“ zog mich in ihren Bann und ließ mich gespannt die erste Seite aufschlagen. In Sachen Rebellion der Frauen hat mich dieses Buch sicher nicht enttäuscht, vor allem Serinas Perspektive, die brutal, aber sehr ehrlich und offen geschildert wurde, hat mich beeindruckt. Sehr gut gefiel mir jedoch die Welt auf der Insel des Verderbens, die sich wunderbar in das System des Königs und dessen böse Machenschaften eingliederte. Ein weiteres Highlight in diesem Buch sind die alten Geschichten, die Nomi Serina immer vorgelesen hatte und die auch sehr viel über das Königreich und die dort herrschende Angst verraten.

Insgesamt war ich sehr angetan vom Erzählstil der Autorin, der immer flüssig, abwechslungsreich und nie langweilig war. Ein wirklich sehr cooles Buch, das trotz mancher Defizite definitiv wichtig und wertvoll ist!!
 

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Jana Marie, 8 Jahre aus Steinach:

Liliane Susewind, genannt Lilly, ist ein besonderes Mädchen, denn sie kann mit den Tieren sprechen und das führt manchmal zu Problemen. Ihre Mitschülerinnen wollten deshalb nicht mehr mit ihr reden, weil sie manchmal dachten, dass Lilly noch mehr konnte - beispielsweise ihre Gedanken lesen oder andere Unheimlichkeiten.

Ihr Eltern verboten ihnen deshalb manchmal auch mit Lilly zu spielen oder sich zu treffen. Schon viermal musste Liliane mit ihren Eltern umziehen und der Grund dafür waren die vielen Probleme, die ihre Gabe verursachte.

Sie hatte keinen Spaß mehr am Leben, weil sie keine Freunde hatte.

Nach diesem Umzug aber, bekam sie einen neuen Freund. Er ist ein sehr aufmerksamer Junge und liebt es über verschiedene Dinge zu reden. Als die Probleme wieder begannen, versprach Lilly ihren Eltern, nicht mehr mit Tieren zu sprechen.

Lillys Hund hieß Bonsai. Er war ihr treuer Lebensgefährte. Und auch wenn sie nicht mehr mit den Tieren sprach, bekam sie trotzdem wieder Probleme.

Im gegenüberliegenden Zoo waren die Tiere in Gefahr! Eine Tierdiebin und ihre Komplizen versuchten die Tiere zu stehlen. Gemeinsam versuchte Lilly mit ihrem Freund, das Problem zu lösen...

Dieses Buch ist tierisch gut geschrieben! Ich habe die Autorin schon persönlich getroffen und denke immer daran, wie jedes Tier eine eigene Stimme von ihr bekommen hatte. Ein mitreißendes Buch für Jungs und Mädels ab 8.
 

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Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Buch nur gegriffen, weil mir das Cover so gut gefallen hat, aber ich habe es nicht bereut. Es steckt wirklich eine sehr nette Geschichte dahinter, über eine sehr eigenbrötlerische Frau, die einen zunächst auch nicht ganz sympathisch ist mit ihren kleinen Macken. Aber Seite für Seite verliebt man sich immer mehr in Eleanor und schlussendlich hofft man einfach nur noch, dass sie ihren Traummann bekommt und auch ein wenig Glück in ihrem Leben findet. Ein nettes Buch für zwischen durch und eine herrliche Frühlingslektüre, die Schmetterlinge im Bauch aufkommen lässt.
 

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Marco, 9 Jahre aus Kirchbichl:

Dieses Buch handelte von einem Jungen namens Torben-Henrik und sein Ebenbild den Superheldenjungen Flashboy. Flashboy ist Torben-Henriks absolutes Idol. Weil sich Torben-Henrik eines Tages als Flashboy verkleidete, wurde er für den richtigen Flashboy gehalten und entführt. Er wurde nach Hero City in Flashboys Haus gebracht. Torben-Henrik bemerkte nun, dass Flashboy eigentlich gar kein richtiger Superheld ist, sondern ein sehr musikalischer Junge mit Schaumstoffmuskeln. Die beiden Jungs tauschten ihr Leben und ihre Welt.

So kam es, dass in Torben-Henriks Welt ein Mädchen und zwar Anna Lara neidisch auf Flashboy wurde, weil er besser Musik spielte als sie.

In Flashboys Welt veranstaltete Torben-Henrik eine Demonstration gegen Dr. Glibber. Es kam sogar soweit, dass sie gegen Dr. Glibber kämpften und sogar gewannen.

Am Ende der Geschichte tauschten die beiden Jungs aber doch wieder ihr Leben, und es war wieder alles wie es vorher war.

Ich würde das Buch weiter empfehlen, weil es sehr spannend war und ich Geschichten über Superhelden sehr mag. Ich fand es aber auch gut, dass ein Superheld nicht immer ein richtiger Superheld ist und ein normaler Junge zu einem Superhelden werden kann.
 

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Anselm Grün schreibt in diesem Buch: "Einen Weg zu gehen, heißt auch immer, Abschied zu nehmen von einem anderen". Das hat mich sehr berührt. Ist doch unsere Lebensreise sehr ähnlich dem Wandern, dem Erzwingen von Gipfeln, dem mutigen Durchschreiten von Tälern und dem Wagen von neuen Wegen. Eine gute Vorbereitung ist hier die halbe Reise, aber man soll sich auch nicht entmutigen lassen, wenn der Weg steinig und schwer ist. Weggefährten sind wichtig und eine gute Balance zwischen Wandern und Rasten und Arbeit und Ruhe. Und manchmal die ganze Schneid zusammennehmen und einen eingetretenen Pfad verlassen um etwas gänzlich Neues zu erleben!!
 

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Ruth war eine umwerfende Frau: geboren 1919 stand ihr nicht die Welt offen, doch sie hat immer den Mut besessen, mit ungewöhnlichen Aktionen für ihre persönliche Freiheit einzutreten. Lotte, die Enkelin, möchte in ihre Fußstapfen treten, doch vorher muss sie begreifen, was Ruth motiviert hat. Waren es die Männer, die ihr zu Füßen gelegen sind, war es ihr ungewöhnlicher Kleidungsstil, oder war es der unbändige Zorn auf ihren Mann? Und wieso wurde aus Clara, der Tochter, ein angepasstes Hausmütterchen? Einen Generationenroman mit 3 starken Frauenfiguren zu schreiben, das ist nicht leicht. Es sind unvergessliche Geschichten, die Claudia Tieschky in ihrem ersten Roman schreibt. So klar, unaufgeregt, ehrlich, cool und emanzipiert, das Glück folgt dem Unglück - Claudia Tieschky hat mir eine verblüffende Welt eröffnet!
 

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Das erste Buch dieser jungen Autorin hat sehr wenig Beachtung bekommen, obwohl es so schön war. Jetzt startet Frau Junk wieder durch, diesmal mit einem wundervollen Plot: Katja lebt vom Drehbuchschreiben für deutsche Fernsehproduktionen und sie kommt knapp durch damit. Seit Jahren hat sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie und wie es halt auch in den Serien manchmal ist, plötzlich liegt der Vater im Koma. Gleichzeitig muss Katja ein Konzept für eine Familienserie schreiben. Wie seltsam, dass ihr gar nicht auffällt, wieviel Stoff ihre eigene Vergangenheit zu bieten hat. Catharina Junks ausgezeichneter Erzählstil erinnert mich stark an Amely Fried; sie kann auch so gewissenhaft in der Vergangenheit herumwühlen, ohne den Plot aus den Augen zu verlieren. Bei "Bis zum Himmel und zurück" muss man sich viel Freizeit nehmen, denn es ist fast unmöglich, beim Lesen eine Pause zu machen!
 

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Dieses anmutig aussehende Büchlein hat mich in seinen Bann gezogen. Nicht nur, weil es so schön gestaltet wurde, sondern weil es das Lieblingsbuch von John Williams war. Das was Bertrande nach 1539 in dem abgeschiedenen französischen Dorf widerfährt, wäre heute wohl nicht mehr möglich. Mit 11 Jahren wird sie mit Martin Guerre verheiratet. Nach dem ersten Kind verschwindet er unerwartet und Bertrande bleibt 8 Jahre im Kreise der Guerrres, einer angesehenen Familie, zurück. Wieso kann sie den Martin, der plötzlich wieder auf dem Hof erscheint, nicht trauen? Wieso verehren alle anderen diesen Mann, nur sie nicht? Dieser ungewöhnliche Rechtsfall in der Geschichte Frankreichs besitzt eine Kraft, die literarisch unglaublich stark umgesetzt wurde. Ich verehre Janet Lewis dafür!
 

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In Shaker Heights, einem kleinen Ort in Ohio, wird nichts dem Zufall überlassen. Alles ist geregelt und durchorganisiert, nach außen hin ist sie eine Hochglanz Stadt. Auch die Familie Richardson stellt sich wie die perfekte Zahnpasta Werbung dar. Alle glücklich, außer Izzy, die jüngste, sie provoziert und polarisiert. Und sie erkennt, dass Kinder und Eltern nicht immer Kompatibel sind. Mia, die mit ihrer Tochter nach Shaker Heights kommt, hat das Talent, tief in die Seele der Menschen hineinzusehen. So wie die Autorin Celeste Ng, die bereits meine unvoreingenommene Bewunderung hat („Was ich euch nicht erzählte“). Kleine Feuer schaffen den Nährböden für etwas Neues. Mich hat dieses Buch tief bewegt. Celeste Ng eigene Erfahrungen bezüglich komplexer Familienstrukturen dienen als Inspiration für ihren zweiten Roman, den man so schnell nicht mehr vergessen wird. Er ist aus einer Perspektive erzählt, die versucht, Gedanken, Gefühle und Entscheidungen innerhalb der Familie zu verstehen.
 

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Kennen Sie den Unterschied zwischen katholischen und evangelischen Krapfen? Hätten Sie Musil eine kindliche Note zugeordnet? Kennen Sie sich mit Enzianwurzeln aus? Wussten Sie, dass Käser starke Zähne brauchen? Was wissen Sie über die Geschichte des Kanaltals? Was tun Sie, wenn Sie einem Sautreiber begegnen? Und wie war das mit dem Molkebad? Tauchen Sie gemeinsam mit Susanne Schaber und Herbert Raffalt tief in die Geschichte und Lebenswelt der Almen ein, genießen Sie die wunderschönen Bilder, kochen Sie die Rezepte nach, bewundern Sie die liebevolle Aufmachung, lassen Sie sich sinnlich verführen, von diesem Buch, das glücklich macht!
 

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"Es war schön, dort Kind zu sein...." damit ist das glückliche Land von Astrid Lindgrens Kindheit gemeint.

Diese Erinnerungen sind nicht neu, aber immer wieder schön zu lesen, zwischen Mägden und Knechten, Armenhäuslern und Landstreichern wuchs Astrid mit ihren Geschwistern auf dem Hof in Vimmerby auf. Hier wird auch die Liebesgeschichte ihrer Eltern erzählt. Jetzt also auch in einer hübschen Taschenbuchausgabe.

Damit die Sehnsucht nach einem Urlaub in Schweden nie endet.
 

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Diana, 12 Jahre aus Ebbs:

In diesem Buch geht es um ein Mädchen namens Lara, das wegen ihres Nachnamens und zu wenig Geld in ihrer Familie gemobbt wird. Dann kommt ein neuer, junger Lehrer in die Schule, in den sich jedes Mädchen sofort verliebt, darunter auch Lara. Lara will aber nichts von dem Mobbing erzählen, da ihre Mutter sonst den Job verlieren könnte. Doch irgendwann hält sie es nicht mehr aus und sagt dem neuen Lehrer alles.

Das Buch ist mega cool, es hatte einen totalen Suchtfaktor. Empfehlen würde ich das Buch ab 12 Jahren. Vor allem das Ende ist unvorhersehbar.
 

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Diana, 12 Jahre aus Ebbs:

In diesem Buch geht es um ein Mädchen namens Alicia, das ein Tagebuch ihrer Mutter gefunden hat, aber um neue Seiten lesen zu dürfen, muss das Mädchen bestimmte Sachen erfüllen. Wie zum Beispiel den ersten Kuss zu absolvieren.

Bei Alicia treten sofort unzählige Fragen auf. Ab wann zählt ein Kuss eigentlich als Kuss? Oder muss man für einen richtigen Kuss auch verliebt sein? Außerdem ist Alicia noch gar nicht bereit, den ersten Kuss zu haben. Doch plötzlich tauchen die Zwillinge Tim und Tom auf und Alicia verliebt sich Hals über Kopf in die beiden.

Ich fand das Buch ziemlich interessant. Außerdem war die Seitenanzahl nicht wie sonst rechts/links unten, sondern mitten in der Seite, und so was gefällt mir sehr gut. Das Buch empfehle ich Kindern ab 11 Jahren.
 

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Iris, 11 Jahre aus Bergheim:

Luzie und ihre Familie ziehen von der Stadt in die alte, heruntergekommene Villa Evie. Überall in der Villa riecht es ungewöhnlich, außerdem benimmt sich der Gärtner höchst seltsam. Wieso lässt er niemanden ins Gewächshaus?

Luzie, ihr kleiner Bruder Benno und der Nachbarsjunge Mats wollen diese Rätsel lösen. Ob der Globus in der Bibliothek etwas damit zu tun hat? Aber dann entdeckt Luzie einen Geheimgang, der die Freunde zum Ausgangsort der Düfte führt…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es viele überraschende Wendungen hat und man nicht aufhören kann zu lesen.
 

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Die Welt, die Laurie Lee hier entstehen lässt, erinnert mich sehr stark an die Werke von Allan C. Carr. "Cider mit Rosie" erzählt von einer Kindheit in einem englischen Dorf. Der kleine Laurie landet mit drei Jahren mit seiner Mutter und den 6 Geschwistern in einem Haus mitten in der Natur. Dort beginnen seine ersten Erinnerungen. Die energische, aber verträumte Mutter sorgt für einmalige Erlebnisse, aber auch die Dorfgemeinschaft liefert zahlreiche Anekdoten, die das Kind beeindrucken. Unvergesslich sind die Szenen, die sich im Klassenzimmer oder daheim in der Küche abspielen, aber auch die Aquarelle von Laura Stoddart, die in dieser Neuauflage enthalten sind, beflügeln unsere Fantasie. Laurie Lee hat einen Klassiker des 20. Jahrhunderts geschrieben (Originalausgabe 1959), der das Licht auf dem Land einfängt, den Grusel der Nacht und die Kälte des Winters, die eigenwilligen Nachbarn, die exzentrische Lehrerin, etc. Als Kind erlebt man Naturkatastrophen, Kriege, einen Mord im Dorf, die Abwesenheit der Väter, ganz anders als ein Erwachsener. Uns erscheint sie sehr lebendig und real, idyllisch und verzaubert, in kompletter Harmonie, obwohl das nie der Fall war (der ständige Regen, die Armut, die alltäglichen Krankheiten, das harte Leben am Lande). Lee beschreibt eine Zeit vor den modernen Errungenschaften, eine Welt, die heute nicht mehr Gültigkeit hat und nach der wir uns doch immer wieder sehnen!
 

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Diese farbenfrohe Leinenausgabe eignet sich perfekt als Sommerlektüre, spielt die Handlung doch auf einer idyllischen Insel im lieblichen Cornwall. Hauptfigur Polly steckt in einer schweren Lebenskrise (Firma, Freund, Geld -- alles weg!), und der Umzug nach Mount Polbearne ist eigentlich nur als kurze Auszeit gedacht. Die Handlung ist natürlich irgendwie vorhersehbar: Der cornische Wind pustet Pollys Sorgen bald hinfort und ihre Lebensfreude kehrt zurück. Nicht nur wegen der netten Truppe Fischer, die sie jeden Tag bei der Rückkehr in den Hafen mit einer ordentlichen Brotzeit versorgt; nein, es liegt natürlich vor allem an dem geheimnisvollen Imker Huckle, der beharrlich über seine Vergangenheit schweigt. Auch die böse Widersacherin darf natürlich nicht fehlen. Mein Tipp, da in diesem Buch permanent gebacken wird: Schmieren Sie sich ein Brot und lesen selbst, wie sich alles zum Guten wendet!
 

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"Im dunklen, dunklen Wald" ist der Debütroman der jungen britischen Autorin Ruth Ware, von der wir hoffentlich in nächster Zeit noch einiges hören werden. In diesem rasanten Thriller schreibt die Autorin über einen entgleisten Junggesellinnenabschied, der in einem abseits gelegenen Haus mitten im Wald stattfindet. Ohne Verbindung zur Außenwelt verbringen die Freundinnen und ein homosexueller Freund nun den Abend dort alleine. Als sie in der Nacht merken, dass ein Eindringling im Haus ist, nimmt der Schrecken kein Ende mehr. Ein wirklich spannender Thriller, den man garantiert nicht mehr aus der Hand legt.
 

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Schon in Bardugos Grischa-Trilogie verliebte ich mich in das Land von Ravka, das stark mit russischen Elementen spielte. Diesmal, in ihrer neuen Duologie, kehren wir zurück in die Welt der Grischa, aber der Weg führt uns nach Ketterdam, die Hauptstadt der Insel Kerch. Anstatt magische Fähigkeiten spielt Geld die einzige Rolle. Statt Soldaten haben wir es mit Gangs zu tun. Der Kampf zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkel wird gegen einen um Macht, Geld und Stolz abgelöst. Die Straßen Ketterdams haben mit Ravka nichts gemeinsam, aber das Lesevergnügen bleibt dasselbe - wenn nicht sogar besser! Sechs Außenseiter – eine Grischa, eine Akrobatin, ein Soldat, ein Scharfschütze, eine freiwillige Geisel und der legendäre Kaz Brekker - machen sich auf eine unmögliche Mission - einbrechen in das sicherste Gefängnis und die zur Zeit wichtigste Person entführen. Ein wahrer Page-Turner, bei dem jeder der sechs Charaktere sich einen besonderen Platz im Herzen holen wird!
 

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Es läuft gar nicht gut für Sean Duffy, den katholischen Bullen aus Belfast. Er muss wohl in ein sehr gefährliches Wespennsest gestochen haben, denn jetzt wird er von allen Seiten bedrängt. Da ist das drohende Disziplinarverfahren noch sein geringstes Problem. Zu allem Überfluss beschließt auch noch seine Lebensgefährtin mit dem gemeinsamen Kind zu ihren Eltern zu ziehen - Katastrophen, wohin man schaut. Doch es wäre nicht Duffy, wenn er nicht unbeirrt weiterermitteln und einen unglaublichen Skandal, der bis in höchste Kreise reicht, aufdecken würde. Gespickt mit witzig deftigen Dialogen und viel Musik ist auch der neue Fall für den nordirischen Ausnahmeermittler ein großer Lesegenuss, der auf Fortsetzung hoffen lässt.
 

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Normalerweise meide ich Bücher, die mir Tipps geben möchten, wie ich mein Leben führen soll. Aber eine „Anleitung zur Selbstliebe“ kann Keinem schaden. Nie hätte ich gedacht, dass einfache Sätze soviel bewirken können. Wir wissen alle, dass unser Handeln von unseren Gedanken gesteuert wird, und die Kraft unserer Gedanken sollten wir nicht unterschätzen - im Positiven und im Negativen. Ich bin überzeugt, dass durch dieses Buch ein Umdenken in jeder Frau stattfindet, denn Frauen sind geradezu prädestiniert, auf das eigene Glück zu verzichten, weil sie glauben, sie hätten es nicht besser verdient!
 

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Es ist das Licht auf dem Berg, das die kleine Dorfgemeinschaft unterhalb des alten Bergwerks zusammenhält. Sie spüren, dass der Bergbau, das jahrzehntelang ihr Leben bestimmt hat, das Innere ausgehöhlt hat. Er zittert und überall bilden sich Risse. Diese Risse sind es, die junge Leute dazu treiben, den Ort zu verlassen und sie kommen nicht mehr zurück. Und ist es Zufall, dass Martin die Kontrolle über seinen Wagen verlor, oder wollte er sich umbringen? Dieser Tod belastet die Zurückgebliebenen mehr als sie zugeben möchten. Marie Gamillscheg ist eine junge Grazerin, die eine nahende Katastrophe, die vom Berg ausgeht, heraufbeschwört, um darauf hinzuweisen, wie sehr die Natur und die Gesellschaft im Wandel ist. Spannend erzählt und genau beobachtet! Sie schreibt so gut wie Irene Diwiak (Liebwies), seltsam, dass Diwiak auch aus Graz kommt!
 

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Jemand hat mir erzählt, dass dieses Buch sie sehr zornig gemacht hat. Ich musste herausfinden, warum. Ich weiß, dass Starnone der Lebensgefährte von Anita Raja ist, die bis heute nicht zugegeben hat, dass sie Elena Ferrante ist. Vanda und Aldo blicken auf eine lange Ehe zurück, nachdem sie eine verwüstete Wohnung vorfinden, als sie vom Urlaub zurückgekommen. Aldo hat von 1974 bis 1978 Frau und Kinder verlassen und mit seiner Geliebten die Freiheit ausgelebt. Wir erfahren zuerst, wie Vanda damit umgegangen ist. Aldo stellt sich erst Jahre später diesem Bruch in der Ehe. Starnone schreibt große Literatur, und er erzählt von den Schattenseiten einer Ehe. Es ist diese Ehrlichkeit, die uns zornig macht, weil wir uns diesen Schattenseiten nicht stellen wollen. Sehr elegant hat Starnone das Buch konstruiert, denn am Ende hält er noch eine raffinierte Wendung für uns bereit.
 

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Glaubt man einer Studie aus den USA, ist es möglich, dass sich zwei wildfremde Menschen ineinander verlieben, wenn sie sich 36 (natürlich vorgegebene!) Fragen stellen und einander am Ende vier Minuten in die Augen blicken. Wirklich? Paul und Hildy probieren es aus -- er, weil er die 40 Dollar, die es für die Teilnahme an der Studie gibt, dringend benötigt; sie, weil sie es versprochen hat und so pflichtbewusst ist, dass sie sich nicht drücken will, obwohl sie bei fast jeder Frage der Hysterie nahe ist. Paul und Hildy stellen und beantworten einander Fragen wie "Stell dir deinen perfekten Tag vor... wie würde der aussehen?" oder "Hast du das Gefühl, dass deine Kindheit glücklicher war als die der meisten anderen". Er antwortet meistens widerwillig, scherzhaft oder nicht ehrlich -- was Hildy auf die Palme bringt. Sie zerbricht sich bei jeder Frage ewig den Kopf oder kommt vom Hundertsten ins Tausendste -- was Paul in den Wahnsinn treibt. Nach nicht mal der Hälfte der Frage geben beide entnervt auf. Und was dann passiert, müsst ihr selbst lesen. Wirklich!
 

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Hätte sich die kleine Tochter des Anton Lipic nicht das Bein gebrochen, wäre er Kamnik wahrscheinlich nie begegnet. Beide stammen sie aus Kärnten, der eine aus Oberkärnten, der andere aus Unterkärnten, beide sind sie nach Argentinien ausgewandert, doch die Motive dafür könnten gegensätzlicher nicht sein. Der Kärntner Slowene Lipic flieht vor der Armut und dem Hunger, die in den 20er Jahren herrschten. Kamnik versucht nach Ende des 2.Weltkriegs seiner Verurteilung als Kriegsverbrecher zu entgehen. Dass die Schicksale der beiden miteinander verknüpft sind, erfahren wir Leser in Rückblenden, die beiden Protagonisten haben es wahrscheinlich nie erfahren. Felix Kucher erzählt sehr realistisch über die schwierigen Lebensbedingungen in Österreich nach dem 1.Weltkrieg und die Hoffnung vieler Menschen, in der Ferne ein neues Leben aufbauen zu können.
 

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Maria, ihre Tochter Lahja, Kaarina, die Schwiegertochter - alle 3 Frauen haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und immer ein unabhängiges Leben geführt. Maria macht Ende des 19. Jahrhunderts die Ausbildung zur Hebamme, und sie besitzt als erste Frau ein Fahhrad. Kinnunen schreibt sich mit den Szenen, wie Maria sich das Fahrradfahren beibringt, in unsere Herzen. Lahja führt als erste Frau in Finnland ein eigenes Fotoatelier. Auch Lahjas Mann Onni ist ein Familienmensch - mit einem Geheimnis, das sein ganzes Leben überschattet (manche Szenen haben mich an die Fernsehserie "Ku'damm 56 und 59 erinnert!). Es ist eine Kunst, jede Epoche in einem Roman in Einklang zu bringen. Kinnunen zeichnet starke Bilder und wir können uns eine Welt vorstellen, wie sie damals war. Ein außergewöhnlicher Familienroman, Erinnerungskultur in Buchform!
 

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Man muss nicht wissen, wer Jack Kerouac oder Neal Cassidy war. Inspirierend ist es aber, wenn man sich Fotos vorher ansieht. Anthony McCarten schafft es mit jedem Roman, eine gute Geschichte zu erzählen. Jack Kerouac hat beschlossen, sich zu Tode zu trinken. Sein Erfolg ist vorbei, der Abstieg war rasant. Die junge Studentin Jan, die sich ihr ganzes Leben mit dem berühmten Beatnik-Generation Autor beschäftigt hat, macht sich auf den Weg zu ihm, um seine Biografie zu schreiben. Dieser Roman bringt eine ganze Generation in den richtigen Kontext, und "Jack" hält einige Überraschungen bereit!
 

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Arsénes Flucht aus seinem Dorf in Ruanda ist acht Jahre her. Erst seine Lehrerin Suzanne, die eine Schreibwerkstatt unterrichtet, gewinnt sein Vertrauen. Er soll einen Gegenstand der Vergangenheit beschreiben. Arséne nimmt den alten Koffer, indem er geschlafen, geweint, gehungert und sich gefürchtet hat. Alle Tutsis in seinem Dorf wurden ermordet, nur er ist davongekommen, weil seine Großmutter immer ein wachendes Auge über ihn hatte. Suzannes Kindheit ist mit Arsénes Trauma nicht vergleichbar, doch Yasmine Ghata findet literarisch einen Weg, mit Worten zu heilen. Berührend und heilsam, ein Buch, dem es an Aktualität niemals fehlen wird!
 

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Der Vater des siebenjährigen Foster hat eine "Anzugstimme" mit der er mit seinen Kunden am Telefon spricht, und eine "Geschichtenstimme" mit der er Foster die wunderbarsten Sachen erzählt. Die Geschichtenstimme mag Foster lieber, aber irgendwann fällt ihm auf, dass diese Stimme immer mehr verstummt. Dad kann sich plötzlich nicht mehr richtig konzentrieren, ihm fallen manchmal nicht die richtigen Worte ein oder er verliert den Faden und erzählt die Geschichte nicht gescheit zu Ende.
Eine Weile reden alle noch von Überarbeitung und Stress, doch irgendwann steht es fest: Dad ist an Alzheimer erkrankt. Lange versucht Fosters Mutter sämtliche Probleme, die sich daraus ergeben, alleine zu bewältigen. Foster gerät immer mehr in den Hintergrund und muss notgedrungen immer selbstständiger werden. Er lernt, dass man auch ohne Tränen weinen kann. Wird Dad irgendwann auch Foster vergessen?
 

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Keine Frage: Der Autor ist ein Film-Fan und hat die ganzen alten Hitchcock-Klassiker gesehen. Wenn ich lese, wie die Hauptfigur seines Romans ihre Nachbarn mit dem Fernglas beobachtet, drängt sich unweigerlich James Stewart aus "Das Fenster zum Hof" mit seinem riesengroßen Teleobjektiv vor mein geistiges Auge. Wahrscheinlich kam mir auch zu Gute, dass ich erst kürzlich den wunderbaren Film "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" gesehen habe, so dass mir bereits nach wenigen Kapiteln relativ klar war, was weiter passiert. Wenn ich jetzt noch sage, dass der Autor wahrscheinlich auch den Film "Zwielicht" genauso spannend fand wie ich, habe ich für Cineasten vielleicht schon zu viel verraten. Allen anderen Lesern sei gesagt: Lest das Buch an einem Tag mit viel Zeit, denn es ist (trotzdem) so spannend, dass man es kaum weglegen mag.
 

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Helena, 10 Jahre aus Wien:

Das Buch handelt davon, dass ein junges Mädchen sich von ihrem Haustier, einem Hund namens Alaska, trennen muss. Der kleine Bruder leidet an einer Allergie gegen Hundehaare, und somit muss Alaska weggegeben werden.

Das Buch wird einerseits aus der Sicht von Parker, die in die siebente Klasse geht, und andererseits aus der Sicht von Sven, einem Jungen, der auch in Parkers Klasse geht, geschrieben. Sven leidet unter epileptischen Anfällen und wird zum neuen Besitzer von Alaska. Die Hündin ist sein Assistenzhund und kann seine Anfälle rechtzeitig erkennen und Bescheid geben.

Parker ist mit der neuen Situation nicht einverstanden und besucht nachts, mit einer Biwakmütze verkleidet und unerkannt, Alaska bei Sven zuhause, um Zeit mit ihr verbringen zu können. Sie wird bei diesen Besuchen von Sven entdeckt und die beiden nähern sich einander langsam an. Doch bevor ihre Freundschaft eine Chance hat, kommt es zum großen Streit.

Es war spannend zu lesen, wie Sven und Parker zu einer gemeinsamen und für alle zufrieden stellenden Lösung fanden.

Ich finde das Buch war flüssig zu lesen und die Geschichte hat mich sehr berührt, da es vermutlich viele Kinder gibt, denen etwas derartiges tatsächlich passiert. Besonders gut finde ich, dass man in der Erzählung Einblicke in die Gedanken von beiden Hauptdarstellern, Parker und Sven, bekommen kann.

Das Buchcover hat mich im ersten Moment nicht überzeugt, aber nach einem Blick auf den Klappentext wollte ich mehr erfahren über Alaska und wurde nicht enttäuscht.

Ich kann das Buch jedem Hundefreund weiterempfehlen.
 

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Wieviele Menschenleben Giorgia Tann zwischen 1920 und 1950 zerstört hat, kann mit Zahlen nicht mehr belegt werden. Wieviele Kinder nie mehr mit ihren Eltern vereint wurden, das ist auch nicht mehr nachvollziehbar. Es gibt kaum Bücher über diese Massenmörderin in den USA, und ich finde es tragisch, dass erst 1995 die Akten des Kinderheims geöffnet wurden und dass nie eine Aufarbeitung stattgefunden hat. Lisa Wingate gibt diesen Kindern und Eltern viel zurück: Berührend und zutiefst ansprechend zeigt sie uns, wie stark die Bindung und die Liebe zwischen Geschwistern ist und wie eine Trennung auch noch spätere Generationen beeinflussen kann. Dieser New York Times Bestseller hat mich sehr bewegt!
 

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Zu meiner großen Freude wurde der zweite Fall des Ermittlerduos Lincoln Rhyme & Amelia Sachs neu aufgelegt. Ihr Gegenspieler ist diesmal ein gesichts- und identitätsloser Profikiller, von dem nur bekannt ist, dass er eine Tätowierung am Körper hat, die einen tanzenden Tod zeigt. Aus diesem Grund wird er auch der 'Totentänzer' genannt. Hinweise deuten darauf hin, dass der Killer engagiert wurde, drei Zeugen, die vor der Grand Jury gegen einen Waffenhändler aussagen sollen, zu beseitigen. Hinzu kommt, dass Lincoln Rhyme eine offene Rechnung mit dem Verbrecher hat. Vor Jahren hat dieser mit einer versteckten Bombe die damalige Geliebte Rhymes getötet. Eine erbarmungslose gegenseitige Jagd beginnt. Wer glaubt, dass ein Krimi um einen an den Rollstuhl gefesselten Kriminalisten eine beschauliche Sache ist, der täuscht sich gewaltig. Der listenreiche Killer und die aus der Reihe bekannten Nebenfiguren (Polizisten, FBI-Agenten usw.) sorgen für die nötige Action. Jeffrey Deaver gelingt es, bereits im Kapitel einen Spannungslevel zu erzeugen, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Außerdem gibt es gegen Ende eine völlig unerwartete Wendung. Obwohl ich schon viele Thriller von Jeffrey Deaver gelesen habe und mit einigen seiner Tricks vertraut bin, war ich wirklich überrascht. Definitiv: 'Letzter Tanz' ist einer der besten Thriller dieses Autors!
 

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Seitdem ich dieses Buch gelesen habe, möchte ich keinen Fisch mehr als Tiefkühlware kaufen. Wir, die Kunden, bestimmen den Markt und unsere Gier, unser unüberlegtes Einkaufen entscheidet darüber, wie die Welt zugrunde geht. Sie fragen sich, ob das jetzt leicht übertrieben ist? Lesen Sie "Das Meer" und Sie wissen, welche Bedrohung die globale Fischereimafia darstellt. Brüssel weiß, welche Geschäftsinteressen hier aneinanderprallen, die Umweltaktivisten kommen mit legalen Mitteln nicht mehr weiter. Fleischhauer schreibt rasant, er lässt alle Stimmen einfließen (als Dolmetscher in Brüssel zu arbeiten, muss faszinierend und zugleich frustrierend sein), er lässt keine Fragen mehr offen! Mir wurde vor der Lektüre schon prophezeit, dass dieses Buch eine Kraft besitzt, die nicht mehr aufzuhalten ist!
 

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Große Gefühle haben Herta und Georg nie zur Schau gestellt, nur wenige alte Fotos zeigen eine Vertrautheit und Bindung, die doch bis zu ihrem Tod bestanden hat. Innerhalb von einem Monat muss Philipp seine Eltern begraben. Er beginnt, die Beziehung seiner Eltern zu analysieren, er begibt sich an die Orte, an denen sie gelebt haben. 40 Jahre lang lebte das Paar getrennt, ihre Flucht in den Westen hat ein Unglück heraufbeschwört, welches für Philipp unverständlich ist. Nie gab es Streit zwischen den beiden, reine Willkür muss sie beherrscht haben. Gert Loschütz hat mir gezeigt, wie physische und psychische Grenzen eine Liebe beeinflussen kann. Ich war ergriffen von der Geschichte und von den Bildern, die vor meinem Auge erschienen sind.
 

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Der neue Roman von David Foenkinos hat mich von der ersten Seite an begeistert. Es ist ein Buch für Bücherfreunde, aber auch für welche, die es noch werden wollen. Dieses Buch verleitet einen dazu, in die nächste Bibliothek zu gehen und alles einzupacken, was man dort an interessanter Literatur findet.
Mit dem spannenden Plot über den griesgrämigen Pizzabäcker Monsieur Pick und dessen unveröffentlichtem Manuskript, das in einer besonderen Bibliothek (die Bibliothek der unveröffentlichten und abgelehnten Manuskripte) in einem kleinen Ort in der Bretagne gefunden wurde, fesselt Foenkinos einen gekonnt, man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die junge Pariser Lektorin hat den großartigen Roman entdeckt, der ein Welterfolg werden sollte. Durch den ganzen Werbetrubel wird das Leben der Familie Pick ganz nett durcheinander gewirbelt. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" ist einfach ein wundervoller, amüsanter Roman mit viel französisch-charmanten Flair.
 

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Dass Körper, Geist und Seele eins sind, das wissen wir schon länger. Und wenn ein Teil davon schmerzt, dann hat das ungeahnte Ausmaße auf den ganzen Menschen. Manfred Stelzig, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, erklärt uns diese Zusammenhänge sehr gut, und er macht Mut, bei körperlichen Beschwerden ganz genau hinzusehen und offen zu sein für seelische Zusammenhänge. Ich persönlich schreibe diese Rezension mit Rückenschmerzen, bin aber sehr wohl bereit, genau hinzusehen, wo mein Leben gerade "spannend" ist und wo vielleicht etwas "klemmt" und was notwendig ist, um es loszulassen! Der Autor weist auch sehr dezidiert darauf hin, sich selbst zu lieben und gut für sich selbst zu sorgen. Dieses Einmaleins der Psychosomatik gibt es als gebundene Sonderausgabe zu einem sehr attraktiven Preis. Ich wünsche Ihnen schöne Lesestunden mit vielen "Aha-Erlebnissen"!
 

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Die Jahre 1919 - 1929 waren für die deutsche Philosophiegeschichte prägend. Wolfram Eilenberger stellt die philosophischen Ansätze von Martin Heidegger, Ludwig Wittgenstein, Ernst Cassirer und Walter Benjamin in Beziehung zueinander, arbeitet Gemeinsamkeiten und Gegensätze heraus und gelangt zu manch überraschender Überschneidung. Es geht aber nicht nur um die philosophischen Grundfragen sondern auch um biografische und historische HIntergründe zu den jeweiligen Arbeiten, und so entsteht ein faszinierendes und lebendiges Panorama dieser Zeit des Umbruchs. Da die Sprache bei den vier genannten Denkern von zentraler Bedeutung ist, sei hier noch hervorgehoben, dass Wolfram Eilenberger elegant und packend zugleich zu formulieren vermag, so dass die Lektüre niemals anstrengend wird.
 

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Maja Lunde hat mich bereits mit ihrem ersten Band "Die Geschichte der Bienen" vollends begeistert - und das ist ihr mit diesem Roman ebenfalls gelungen! Gekonnt erzäht sie die Lebensgeschichte von Signe, die sich in ihrer Heimat Norwegen immer schon für die Natur, die Flüsse und Wasserfälle eingesetzt hat. Der Bogen von Signes Erzählung reicht von ihrer Kindheit bis 2017, wo sie beschließt, die Liebe ihres Lebens mit unbequemen Wahrheiten zu konfrontieren.

Im Jahr 2041 spielt die zweite Handlung dieses Romans: David ist mit seiner Tochter Lou in einem Flüchtlingslanger im Norden Frankreichs. Dort haben Menschen Zuflucht gesucht, die in Südeuropa kein Wasser mehr haben. Aber auch hier wird das Wasser knapp, Unruhen brechen aus und David und Lou entdecken ein altes Segelboot, das - wie wir im Laufe der Geschichte erfahren - einmal Signe gehört hat.

Wirklich meisterhaft spricht die Autorin die Themen unserer Zeit an: Wasserknappheit und -verschwendung, Ressourcenschonung und -vergeudung und verknüpft diese Themen mit den Schicksalen der ProtagonistInnen.

Mit großer Freude erwarte ich die zwei anderen Bände dieses auf ein Quartett ausgelegten Romanzyklus!
 

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Jacob, 12 Jahre aus Rankweil:

In dem Buch geht es um sechs Flüchtlinge auf einem kleinen Boot. Jeder der Flüchtlinge hat etwas mit, was er mit den anderen im Boot teilen will – Essen, Trinken, … Rami, einer der Flüchtlinge, lehnt alle Angebote der anderen ab, da er ein schlechtes Gewissen hat. Er hat nur eine Geige dabei, die er mit den anderen nicht teilen kann. Dann bitten ihn die anderen auf der Geige zu spielen. Zu den Klängen der Musik erinnern sich die anderen wieder an ihre Heimat. Unterstützt von den Klängen der Geige erzählt Rami die Geschichte vom Schäferjungen Suke und seinem schneeweißen Fohlen, das er eines Tages im Gebirge beim Schafe-Hüten findet.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist eigentlich sehr traurig, wenn man das Leid der Flüchtlinge anschaut. Es ist aber auch beeindruckend, wie sie alles untereinander teilen, obwohl sie sich nicht kennen und Kraft schöpfen aus der Musik und der Geschichte von Rami.
 

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Südafrika 1976, das Land ist gespalten in schwarz und weiß.
Schwarz: In den Townships von Soweto formiert sich der Widerstand gegen die rassistische Bildungspolitik und das Apartheidsregime des Landes. Der aus bis zu 20000 Schülern bestehende Demonstrationszug wird von der Polizei gewaltsam und blutig niedergeschlagen. Die 17jährige Nomsa gilt als eine der Anführerinnen des Protestes und ist seitdem verschwunden. Ihre Mutter Beauty Mbali macht sich auf die beschwerliche und gefährliche Suche nach ihr.
Weiß: die neunjährige Robin ist in einer privilegierten weißen Familie aufgewachsen. Dunkelhäutige Menschen kennt sie nur als Bedienstete und aus den abfälligen Erzählungen ihres Vaters, der Vorsteher in einer der Goldminen Johannesburgs ist. Während des Aufstandes werden ihre Eltern getötet. Robin landet bei ihrer Tante Edith, die als Stewardess weder Zeit noch große Lust hat, sich um das traumatisierte Kind zu kümmern. Und da kreuzen sich Robins und Beautys Wege. Robin ist überrascht, wie gebildet Beauty ist, dass eine Schwarze überhaupt Lehrerin sein kann.
Nach und nach erfährt sie immer mehr über die menschenverachtende Politik ihres Landes und die Vorurteile gegen Randgruppen wie Juden oder Homosexuelle. Und je wichtiger Beauty für Robin wird, desto mehr wird ihr klar, dass die Hautfarbe keine Rolle spielt, wenn es um Zuneigung und Freundschaft geht. Als Zusatzlektüre empfehle ich "Reclam 100 Seiten -- Nelson Mandela".
 

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Nach fünf Jahren und 42 außergewöhnlichen Titeln fällt für den Verlag Königskinder der Vorhang. Das ist wirklich sehr bedauerlich, aber zum Finale gibt es nochmals vier -- wie immer wunderschön gestaltete! -- Romane, darunter auch "Lieber Feind" von Jean Webster. Wie bei "Daddy Langbein" handelt es sich um einen Briefroman. Sallie McBride ist eine junge Dame der New Yorker High Society, die aus einer Laune heraus und ihrer Freundin Judy Pendleton (Ja!!! Wir erfahren am Rande, wie es Judy ergeht; sie ist jetzt glücklich mit ihrem "Daddy Langbein" verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter) zuliebe vorübergehend die Leitung eines Waisenhauses übernimmt. Es ist erheiternd und sehr erstaunlich, welch fortschrittliche und sozialkritische Ideen die Autorin ihrer Hauptfigur eingibt, wenn man bedenkt, dass das Buch zum ersten Mal 1915 erschienen ist. Trotz seiner mehr als 100 Jahre wirkt das Buch kein bisschen verstaubt! Die Geschichte einer jungen emanzipierten Frau, die ihren eigenen Weg gehen möchte und gegen soziale Ungerechtigkeit kämpft, liest sich auch heute äußerst unterhaltsam. Und von Anfang an stellt sich die Frage: schenkt sie ihr Herz dem schnöseligen Politiker Gordon oder dem fast immer unfreundlichen Schotten Dr. McRae?
 

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Schon seit mir der Titel und das Cover zum ersten Mal begegnet sind, verfolgte ich die sympathische Autorin C.E. Bernhard auf ihren sozialen Medien und wartete gespannt auf diese Neuerscheinung. In Palace Of Glass ist jeglicher Hautkontakt verboten - ein Gesetz, das aus Angst vor den Magdalenen die Straßen des Londons im Jahre 2054 beherrscht. Denn Magdalenen können durch eine einzelne Berührung die Gedanken, Emotionen und Erinnerungen des Gegenübers hervorrufen und manipulieren. Es waren Bücher wie die Shatter Me-Reihe, Charaktere wie Kaz Brekker aus Lied der Krähen, die in mir ein besonderes Interesse für den Verzicht von Berührungen hervorgerufen haben. Ich wusste sofort, dass ich dieses Buch lesen will. Es brauchte nicht einmal zwei Tage, da war ich der Roman auch bereits ausgelesen. Die Geschichte der Protagonistin Reia lässt einen nicht so schnell los. Sie lebt im Schatten, immer bedacht, ihre behandschuhten Hände hinter den Rücken zu legen. Nur nachts wagt sie sich in die Heiligen Höfe Londons und streift die Stoffe ab, um zu kämpfen. Als sie als Leibwache des Kronprinzen auserwählt wurde, muss sie noch vorsichtiger sein, denn der Prinz ist ihr größter Feind. Immer wieder fragt man sich beim Lesen, ob sich Reia der Versuchung, der Gier, die Haut anderer zu berühren, widersetzen kann, ob ihr Geheimnis aufgedeckt wird und wie sich die Geschichte weiter fortbewegt. Es ist eine Geschichte, in der jegliche Berührung verboten ist, die aber sicherlich den Leser nicht unberührt lässt. Ich kann es kaum erwarten Band zwei, der im Mai erscheint, in die Hände zu bekommen.
 

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Die 14jährige Linda hat erst einen Menschen vom Leben in den Tod wechseln gesehen, nämlich ihren alten Geschichtslehrer, der eines Tages in der Schule zusammengebrochen ist. Der zweite Mensch wird der kleine Paul sein, das Kind, für das sie einen Sommer die Babysitterin war in dem einsamen Haus am See. Wie konnte dieses Unglück geschehen? Pauls Eltern, die wunderschöne Patra und der charismatische Leo, gehören der Glaubensgemeinschaft Christian Science an und stellen die psychische über die physische Gesundheit.
Noch als erwachsene Frau wird Linda sich fragen, ob sie seinen Tod damals hätte verhindern können, wenn sie sich getraut hätte, ärztliche Hilfe zu holen.
Ein Romandebüt, das unter die Haut geht.
 

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Über das "Bauhaus" und ihre Künstler habe ich kaum etwas gewusst, obwohl mir die Namen Walter Gropius, Paul Klee, Wasili Kandinsky, etc. ein Begriff waren. Magda verlässt das große Haus in Pommern, um beim Bauhausgründer Walter Gropius zu studieren. Sie möchte herausfinden, wo ihr Talente liegen. Sie kann Töne sehen, als geometrischen Formen und die Figuren nachtanzen. Ihre Leichtigkeit verliert sie aber im 2. Weltkrieg, und ihre Flucht verändert alles. Welche Kunstrichtung kann Form und Handwerk vereinen? Wieso musste das Bauhaus immer wieder in anderen Städten von vorne anfangen? Diesen Fragen geht Tom Saller in seinem Debütroman nach. Ich war fasziniert vom Bauhausstil und von der starken Magda, die für die erste Frau steht, die sich vor hundert Jahren im Ausdrucktanz etablieren konnte!
 

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Endlich vorbei, oder leider vorbei? Ich nehme nicht leicht Abschied von Neapel, von Lenu und Lila, von ihren Männern und ihren Feinden, von ihren Müttern und Kindern. Manche haben gemeint, dass es 100 Seiten weniger auch getan hätten, ich habe aber jeden Satz, jede Beschreibung dringend gebraucht, um wieder ein Gefühl für Neapel in den Nachkriegsjahren zu bekommen. Elenas geliebter Nino hat mich schwer enttäuscht, ich hätte es Elena wirklich gegönnt. Traurig ist das Ende, und nicht in meinem Sinne, aber eigenwillig und geheimnisvoll wird Elena Ferrante immer bleiben.
 

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Mit dem Kriminalroman "anonym" haben wir endlich wieder etwas Neues aus der Feder des schon bekannten Autorenduos. Schon mit dem Vorgängertitel "Fremd" konnten mich die beiden als Fan gewinnen. Also war es natürlich klar, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen muss. Ganz anders als erwartet handelt es sich hierbei um einen richtigen Krimi, mit allem Drum und Dran. Die sympathischen Ermittler Nina Salomon und Daniel Buchholz schließt man schon auf den ersten Seiten ins Herz. Was mich aber so fasziniert an der Art des Schreibens der beiden ist, dass man beim Lesen merkt, dass der Part Nina Salomons von Frau Poznanski geschrieben wurde und der Part von Buchholz von Herrn Strobel. Es ist positiv, dass es zwei Autoren geschrieben haben, und die Story wirkt umso lebendiger. Außerdem greifen die beiden ein aktuelles Thema auf: die Nutzung des sogenannten "Darknets" (das Darknet ist ein eigener Bereich im Internet, für den man einige Computerkenntnisse braucht, um dort hinzugelangen), das sich immer mehr verbreitet und wo sich größtenteils Kriminelle rumtreiben, um anonym Geschäfte abzuwickeln. Alles in allem ein absoluter Pageturner, den ich nur empfehlen kann.
 

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz:

Willkommen auf „Pala“, der Insel, auf der ein scheinbar harmloses Computerspiel zur harten Realität wird. Die Welt verändern will Mr. Oz, doch damit ruft er unverhofft eine gegensätzliche Revolution daher. Daneben noch die Liebesgeschichte von Alex und Iris, und eine Familie, die gegen ihren Willen getrennt wird…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil man sich gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen kann. Es ist eine mega spannende Story, die, spannend erzählt, den Gehalt von mehreren „normalen Büchern“ hat. Viel Spaß beim Lesen!
 

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Jana Marie, 8 Jahre aus Steinach:

Mona Maus hatte zwar gehört, dass man immer ein Zuhause finden würde, aber das hatte sie noch nie und das war ein riesiges Problem für sie. Bis heute konnte ihr niemand ein Zuhause geben, und so beginnt die Geschichte.

Ein normales Leben hatte Mona Maus noch nie. Sie wohnte bei einem Bären und hatte es auf einem Bauernhof versucht, doch da war leider eine Katze. Mitten in einem heftigen Sturm aber fand sie ein besonderes Hotel im Wald.

Alle Tiere waren hier erwünscht, und sie schauten darauf, dass sich jeder wohlfühlte. Ob groß, ob klein, jeder Gast soll hier willkommen sein, war das Motto des Hotels, und Mona durfte als Zimmermädchen dort arbeiten – und bleiben!

Das coolste am Hotel war: Mona feierte ein Fest und wurde gepflegt, doch dann kam Ärger auf das Hotel zu.

Wie Mona ihr neues Zuhause beschützen wird, erfährst Du in dem Buch „Das kleine Waldhotel“ – Ein Zuhause für Mona Maus.

Ich würde dieses Buch für fleißige Leser und Leserinnen ab 8 Jahren empfehlen. Es geht um Freundschaft und um Mut und um das Glück, ein Zuhause und einen Platz im Leben zu finden!

Der Text ist relativ groß geschrieben, sehr schön gestaltet und hat 178 Seiten. Der Umschlag ist wunderschön, aber noch schöner ist das Buch ohne Einband, denn dann kommt eine schlichte Überraschung zum Vorschein…
 

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Sarah, 12 Jahre aus Kufstein:

Die Zehntklässlerin Hazel Wong besitzt mit ihrer besten Freundin Daisy Wells seit längerem eine eigene Detektei. Beide gehen auf das Mädchen-Internat Deepdean. Dieses wird schon seit langem von sechs Mädchen drangsaliert.

Blöderweise sind die Mädchen Aufsichtsschülerinnen und eines sogar die Schulsprecherin, und zwar das schlimmste, nämlich Elizabeth.

Bei einer Festlichkeit wird Elizabeth tot aufgefunden. Was als Unfall ausgegeben wurde, stellte sich als Mord heraus... und der Täter muss eine Schülerin sein.

Werden die klugen Köpfe den Fall lösen? Und können sie ihre Freundschaft retten?

Ich finde, das Buch ist eine tolle Geschichte. Ich liebe ja Detektivgeschichten, vor allem verzwickte. Bei diesem Fall erlebt man das Geschehen einfach mit und kann selbst ein bisschen knobeln, die Charaktere waren mir sehr sympathisch.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass öfters über frühere Fälle geredet wurde, da das ja der vierte Band war und man darüber nicht viel weiß, wenn man die ersten Bände nicht kennt.

Trotzdem ist es im Großen und Ganzen ein sehr tolles Buch über Freundschaft und detektivisches Geschick.

Das Buch wird in sieben Teile gegliedert, die alle verschiedenen Epochen des Falles darlegen.

Alterstechnisch gesehen sage ich ab zwölf Jahren geeignet (aber ihr könnt es natürlich auch früher lesen.
 

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In Japan sind die Menschen sehr angepasst, eigenwillige Persönlichkeiten können sich dort schwer gesellschaftlich etablieren. Der jungen Keiko wird sehr früh vermittelt, dass sie sonderbar ist. Keiko möchte ihre Eltern nicht enttäuschen und passt sich an, indem sie fast nichts mehr spricht. Während ihres Studiums beginnt sie in einem kleinen Lebensmittelgeschäft zu arbeiten. Dort fühlt sie sich geborgen, denn sie kennt die Vorschriften, die Wünsche der Kunden, den geordneten Ablauf. Sie kopiert ihre Freundinnen und ihre Kollegen, lernt wie sie zu sprechen und sich stilvoll zu kleiden. Dieses Buch wird zur Zeit in Japan hymnisch besprochen, denn die Gefühlswelt dieser Außenseiterin hat etwas Tröstliches und Hoffnungsvolles an sich.
 

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Polen in den 80ger Jahren: Das Erwachsenwerden gestaltet sich schwierig, denn im Sozialismus gibt es kaum Freiheiten, dazu kommt noch der streng praktizierte Katholizismus in dem kleinen Dorf. Die seltsamen Bräuche der Erwachsenen in Hektary werden von der kleinen Violetta grandios und beschrieben, dass die Schlichtheit und die Armut überhaupt nicht mehr ins Gewicht fallen. Violetta Greg wirft einen liebevollen Blick auf das Dorf ihrer Kindheit. "Unreife Früchte" wurde sogar für den Booker Preis nominiert.
 

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Alles beginnt mit einer verschwundenen Aktentasche voller Geld. Mokhtar lebt mit seiner aus dem Jemen stammenden Familie in San Francisco und möchte Jus studieren, doch als er eine Tasche voller Spendengeld verliert, muss er sich neu orientieren, um seine Schulden zurückzuzahlen. Er nimmt einen Job als Portier an, doch durch Zufall beginnt er sich für die Geschichte des Kaffeeanbaus im Jemen zu interessieren. Von da an hat er eine Mission: Er möchte die Qualität des im Jemen angebauten Kaffees steigern und an die internationale Spitze führen. Wie im dies gelingt, und welche unglaublichen Hindernisse er dabei zu überwinden hat, beschreibt Dave Eggers in diesem Sachbuch, das sich spannend wie ein Thriller liest und große Lust auf Kaffeeraritäten macht!
 

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Hier erkennt der Leser sofort, dass ein Drehbuchautor am Werk war, denn alle Szenen sind rasant und bildlich beschrieben. Plötzlich steht Pollys Vater vor der Schule und nimmt sie mit auf eine Flucht durch das Land, denn er hat einen mächtigen Feind. Nur bei ihm ist das 11jährige Mädchen sicher und aus einem schüchternen – aber intelligenten – Mädchen wird eine ausgebildete Kämpferin. Und natürlich darf ein Polizist nicht fehlen, der bald die Seiten wechselt. Als eine Tour de Force lässt sich dieser Krimi beschreiben, literarisch aber nicht vergleichbar mit Werken von Cormac McCarthy, obwohl der Plot das Potential hätte!
 

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Stellen Sie sich einen schönen Zopf vor, die drei Haarsträhnen, die sich kunstvoll ineinander verschlingen. Genau so hat die Autorin ihren Roman aufgebaut: 3 Frauen, 3 Kontinente, 3 Situationen, die Mut erfordern. Smita versucht für ihre Tochter den Fluch einer „Unberührbaren“ hinter sich zu lassen, Giulia bleibt auf einem Schuldenberg sitzen, nachdem ihr Vater im Koma liegt und Sarah versucht, ihre Krankheit zu verheimlichen, um weiterhin ihre Stelle ganz oben auf der Karriereleiter zu halten. Teilweise kann man beim Lesen gar nicht glauben, wie geschickt die Autorin vorgegangen ist. Natürlich sind Haare das zentrale Thema, aber die Frauen, die mit den Haaren zu tun haben, beeindrucken durch ihre Wärme, ihre Stärke und ihre Zielstrebigkeit. Fasziniert hat mich vor allem Sarahs Geschichte, oder sollte ich sagen: ich war schockiert, wie ungerecht es in manchen Berufssparten zugeht. Wer über Leichen geht, um nach oben zu kommen, wer keine Gefühle zeigt und nur auf sich schaut, der wird überleben. Krankheit oder Schwäche hat keinen Platz im Beruf. Diesen Roman muss jeder lesen, der mit dem Leben zu kämpfen hat oder der Inspiration sucht, um seinem Leben mehr Sinn zu geben.
 

Gerade gelesen

Wölfe sieht man kaum in den dunklen Wäldern von Minesota kaum, dafür trifft man aber auf Menschen, die etwas zu verbergen haben. Lindas Eltern waren Teil einer Hippie Kommune und so wächst das 14-jährige Mädchen alleine in der Natur auf. In der Schule kommt sie in Berührung mit Gerüchten rund um den neuen Geschichtsprofessor, doch wirklich herausgerissen aus ihrer Isolation wird Linda mit der Ankunft einer Professorenfamilie. Der kleine Paul verhält sich manchmal seltsam und Linda spürt schnell, dass hier etwas nicht stimmt. Wagt sie es, trotz ihres Alters, dem Professor entgegenzutreten und die Freundschaft zu Patra aufs Spiel zu setzen? Dieses Romandebüt ist eine Überraschung für alle Literaturbegeisterte! Kein Wunder, dass Emily Fridlund es auf die Shortlist zum Booker Price geschafft hat!
 

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Sie bringt uns zum Lachen, auch wenn die Situationen, in denen sich das Ehepaar Graham und Audra befinden, nicht immer komisch sind. Es ist der Alltag der Beziehungen, der Freundschaften, eines Lebens in New York, den Katherine Heiny meisterhaft in Szene setzt. Bereits "Glücklich vielleicht" war sehr einfühlsam und tiefgründig. Graham ist verwirrt, denn er fragt sich, ob Audra, seine zweite Frau wirklich zu ihm passt, denn sie bewegt sich einer außergewöhnlichen Welt. Doch wir entdecken bald, dass Graham genau weiß, was in Audras Kopf vor geht, so perfekt abgestimmt ist er mit ihr. Audra ist eine Figur, die Menschlichkeit in uns weckt, auch wenn ich mir beim Lesen immer vorgestellt habe, wie anstrengend ein Zusammenleben mit ihr sein muss. Mit Faszination und immer einem Lächeln im Gesicht habe ich diesen Roman verschlungen!
 

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Dunkelgrün, fast schwarz sind die Farben, die Raphaels Aura umgeben. Und das Schwarz greift immer mehr um sich, je grausamer er seine Mitmenschen behandelt. Moritz wird von ihm benutzt und er kann sich seiner Anziehungskraft nicht entziehen. Auch Jo, die ein Teil dieser Dreiecksgeschichte wird, Marie und Raphaels Familie leiden unter Raphaels zerstörerischem Blick. Die Farben, die Mareike Fallwickls Romanfiguren umgeben, leuchten umso strahlender im Hinblick der makellosen Sprache der Autorin. Dieser Debütroman wirkt wie eine Droge, der man sich nicht mehr entziehen kann und Österreich gewinnt eine neue Autorin, die man unbedingt entdecken muss!
 

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Drei Frauenschicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch miteinander verwoben sind, wie sich am Ende dieses fulminanten Romans zeigt: Smita, die Unberührbare, lebt in Indien unter widrigsten Umständen und versucht ihrer Tochter ein besseres Leben als ihres zu ermöglichen. Giulia arbeitet in der Perückenfabrik in Palermo und muss erfahren, dass diese vor dem Konkurs steht, jedoch möchte Giulia das unbedingt verhindern. Und dann ist da noch Sarah, eine erfolgreiche Anwältin in Montreal, die scheinbar alles im Griff hat, bis sie eine Krebserkrankung aus der Bahn wirft.

Wirklich grandios, wie es der Autorin gelingt, Spannung aufzubauen und uns hautnah am Leben dieser drei Frauen Teil zu haben!
 

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Zoe, 13 Jahre aus Innsbruck:

Emily liebt Bücherjagden und begibt sich wie manch anderer Bücherjäger damit auf spannende Reisen durch die Stadt oder sonst wohin! Doch als sie und ihre Familie mal wieder umzogen, begann gleich darauf ein tolles, aber auch kniffliges Abenteuer. Auf ihren Wegen lernt sie viele Freunde, aber auch Feinde kennen, und am Ende des Abenteuers darf Emily sich doppelt freuen...

Ein tolles, spannendes und mega-cooles Buch, das ich allen großen Bücherfans und Abenteurern empfehle! Genau mein Geschmack!
 

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Melanie, 11 Jahre aus Hopfgarten:

Das Buch handelt von einem Mädchen namens Annie, das einen Delfin aus einer lebensgefährlichen Situation rettet.
Die beiden sind sofort Freunde und spielen von nun an fast jeden Tag zusammen im Wasser. Während Admiral Ocean, so heißt der Delfin, immer mehr Vertrauen zu Annie fasst, verliert Annie nach und nach ihre beste Freundin.

Als diese mit ihrer neuen Clique sogar Admiral Ocean etwas antun will, sucht Annie während eines Sturmes mit einem Boot nach ihrem Delfin-Freund, um ihn selbstlos zu beschützen. Im schweren Sturm kentert sie und gerät selbst in Lebensgefahr. Als sie schon alle Hoffnung auf Rettung aufgegeben hat, erscheint Admiral Ocean und rettet sie.

Mir gefällt das Buch sehr gut, da es eine total schöne Geschichte ist, bei der es um Freundschaft und Familie geht. Aber am tollsten finde ich das Sommergefühl, das man beim Lesen hat.
 

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Albesa, 13 Jahre aus Innsbruck:

Ich hab das Cover von Anfang an geliebt! Es spiegelt Ryiahs Charakter perfekt wieder. Durch die Farben sieht es gleichzeitig geheimnisvoll aus.

Ryah hat einen unglaublich starken, selbstbewussten Charakter. Sie und ihr Zwillingsbruder Alex sind beide 15 Jahre alt. Ryiahs größter Wunsch ist es, einen Platz in der Magic Acadamy zu bekommen, doch um das zu schaffen, muss sie Durchhaltevermögen, Stärke und den Willen dazu haben, denn die Lehrer sind alles andere als nett. Da sie auch noch aus armen Verhältnissen kommt, wird ihr das Leben dort umso schwieriger gemacht.

Ryiah hat mich von Anfang an begeistert. Sie hat nie aufgegeben, auch wenn es aussichtslos schien - und das macht ihren Charakter unglaublich stark und bewundernswert.

Das Buch ist sehr flüssig und spannend geschrieben. Die Autorin hat etwas geschafft, das nur wenigen gelingt, sie hat die Spannung auf über 400 Seiten aufrecht erhalten - und das ist wirklich etwas Besonderes!

Auch die anderen Charaktere sind ihr wirklich gut gelungen! Sie haben alle jeweils etwas an sich, welches sie von anderen unterscheidet. Darren hat von allen den geheimnisvollsten Charakter.

Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen!! Ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen und freue mich schon auf den zweiten Band.
 

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Argentinien, Juni 1956: Ein Dutzend Männer werden auf Befehl des Regimes entführt und auf einer Müllhalde hingerichtet.
Rodolfo Walsh, der als Autor von Detektivromanen, Übersetzter und Journalist tätig ist, erhält einen Hinweis auf einen Überlebenden des Massakers. Er begibt sich auf Spurensuche, und im Verlauf seiner akribischen Recherche tauchen immer mehr Details zu dem Vorfall auf. Die renommierten Zeitungen verweigern den Druck seiner Artikel, doch findet er ein kleineres Blatt, das sich traut, die brisanten Informationen zu bringen. Um seine Familie und sich selbst zu schützen, taucht er unter und schreibt ein Buch über die Drahtzieher und Hintergründe der Ereignisse, das als Fortsetzungsgeschichte in einer Zeitschrift erscheint. Walsh wird zum Gejagten und bezahlt seinen Mut 1977 mit dem Leben. Marcelo Figueras hat sein leidenschaftliches Plädoyer für Pressefreiheit in die Form eines gut lesbaren Detektivromans gegossen, der gerade jetzt von brennender Aktualität ist, wo unbequeme Journalisten auch in Europa aus dem Weg geräumt oder diffamiert werden.
 

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Rita, 12 Jahre aus Innsbruck:

Thorn ist ein sogenanntes Halbwesen. Sie ist halb Mensch und halb Silberschwinge. Plötzlich soll sich ihr ganzes Leben verändern.

Riley ist ein Mitschüler von Thorn und in Wirklichkeit eine Silberschwinge, die sich um Thorn kümmern soll. Thorn wird in das Hauptquartier der Silberschwingen gebracht und kommt Lucien, dem Juniorboss sehr nahe.

Sie steht vor einer wichtigen Entscheidung: Soll sie bei ihrem mittlerweile bestem Freund Riley bleiben oder bei Lucien?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich habe richtig mitgefiebert. Das Ende fand ich ziemlich enttäuschend, weil ich finde, dass ein Buch so geschrieben sein muss, dass man am Ende schon eine Ahnung haben müsste, wie es ausgeht. In diesem Buch ist die Geschichte aber total anders als vermutet ausgegangen. Ich würde es aber trotzdem weiter empfehlen.
 

Gerade gelesen

Wenn sich ein Geschwisterchen ankündigt, hat man viel zu tun. Mamas Bauch wird dicker, und Papa bastelt schon am Kinderbett.

Mit sehr liebevollen Bildern wird den Kleinen erklärt, wie sich das Familienleben mit einem neuen Baby verändert. Somit hat Eifersucht gar keinen Platz, und alle fühlen sich trotz
turbulente Momente wohl.

Ein wirklich sehr gelungenes Pappbilderbuch ab 2 Jahren aus dem Hause Tyrolia!
 

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Sarah, 12 Jahre aus Kufstein:

Isabellas, genannt Easy, Eltern sind schon länger getrennt, worunter sie sehr leidet. Als ihre Mutter mit dem neuen Freund in die Karibik fliegt, fährt Easy zu ihrem Vater. Sie freut sich schon sehr, da sie ihn nur in den Sommerferien sieht. Doch dieser überrascht sie mit einer neuen Freundin und seinen zwei Kindern Jamie und Jimmi.

Gemeinsam schmiedet sie mit Jamie, den sie während der Zugfahrt kennengelernt hat, Pläne, wie sie ihre Eltern auseinanderbringen können. Werden sie das schaffen?


Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Eine tolle und abwechslungsreiche Geschichte über eine verrückte Patchwork-Familie. Es gibt immer was Neues, und dann müssen sie auch noch einen verzwickten Fall lösen.

Alterstechnisch würde ich jetzt 10 sagen. Ist vielleicht nicht gerade Fantasy, aber man kann sich gut in die Geschichte hinein versetzen und sie ist mitten aus dem Leben erzählt.

Auch wenn die Lage nicht schlimmer sein könnte, gibt es doch noch einen halbwegs gutes Ende.
 

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Helena, 10 Jahre aus Wien:

Henrys Vater kommt auf die Idee, die Ferien in Deutschland, in einem langweiligen Ort namens Bayreuth, zu verbringen. Er denkt, es ist eine gute Idee, wenn Henry das Heimatland seiner verstorbenen Mutter kennenlernt.

Eine Pizzabestellung "Pizza Salami extradünn ohne Rand" ist der Auslöser für ein Kennenlernen von germanischen Riesen, Wotan, dem Chef der germanischen Götter, und einer Walküre. Gemeinsam mit Brunhild, Hilda genannt, Urd und Siegfried erhält Henry den Auftrag, in die Vergangenheit zu reisen und den Löffel aus Nibelungengold zu finden und zurückzuholen. Sie reisen dabei in die Vergangenheit zurück, nach England in die Zeit von Robin Hood. Dort erhalten sie zuerst Hilfe von der berühmten Morgan le Fay.

Aber die Gruppe muss sich beeilen, denn sie haben nur zwei Tage Zeit, um den Löffel vor dem Zwergenkönig Alberich zu finden, der ebenfalls auf der Suche nach diesem ist, um die Weltherrschaft an sich zu reißen, und wieder in ihre Zeit zurückzureisen. Doch es befindet sich ein Verräter unter ihnen.

Die Geschichte wird aus der Sicht des Hauptdarstellers Henry, in der Ich-Perspektive erzählt. Die Hauptperson ist ein Junge, aber das Buch ist auch für Mädchen zu empfehlen, da Hilda ein cooles Mädchen ist und ebenfalls eine Schlüsselfigur im Buch darstellt.

Die Geschichte ist spannend geschrieben und kann die Spannung bis zum Ende halten. Es erinnert mich an die griechischen Göttergeschichten, wie zum Beispiel Percy Jackson, handelt aber nur von den germanischen Gottheiten und erzählt die Geschichte um den Nibelungenschatz sehr humorvoll. Die historischen Figuren und Orte wurden gut in die Geschichte eingebaut.

Jeder, der sich für spannende Geschichten, Zeitreisen und Mythologie interessiert, hat hier genau das richtige Buch gefunden.

Sobald der zweite Teil erscheint, möchte ich wissen, wie es mit Henry weitergeht!
 

Gerade gelesen

Sarah, 12 Jahre aus Kufstein:

Auf einem Reiterhof taucht plötzlich ein mysteriöses Pferd auf. Niemand weiß, wo es herkommt. Jola, die eigentlich nichts mit Pferden am Hut hat, ist fasziniert. Doch welches Geheimnis steckt dahinter, können Katie (wer das ist, könnt ihr dann lesen) und Jola das Mysterium lüften?

Ich persönlich bin nicht so der Pferde-Typ, aber dieses Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen. 5/5 Sternen. Es geht nicht nur um das Pferd, sondern auch um den Alltag und die Detektivarbeit. Das ergänzt sich aber auch gut mit dem Pferd. Auch wenn das Ende ein bisschen offen ist.
 

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Hannah, 12 Jahre aus Oberperfuss:

Morrigan ist ein verfluchtes Kind. Egal was sie tut, es ist immer genau das Falsche. Wenn sie einer alten Frau über die Straße helfen will, bricht sich diese die Hüfte. Wenn sie einem Jungen vor einem Rechtschreibwettbewerb Glück wünscht, schreibt dieser die einfachsten Wörter falsch.

Morrigan weiß, dass sie an ihrem 11. Geburtstag sterben wird. Aber es kommt ganz anders. Denn einige Minuten vor Mitternacht kommt plötzlich ein gewisser Jupiter North und nimmt sie mit nach Nevermoor. In Nevermoor wimmelt es nur so von Magie und Zauberei. Doch das beste ist, dass zwischen diesen beiden Welten ein Zeitunterschied herrscht, und so hat Morrigan ihren Geburtstag in gewisser Weise übersprungen. Deshalb darf das Mädchen ihr Leben endlich genießen und sie muss keine Angst mehr vor dem Tod haben.

Doch Morrigan muss schwere Prüfungen bestehen, und jeder außer ihr scheint ein besonderes Talent besitzen. Doch Morrigan muss sich diesen Aufgaben stellen, um ihr Talent zu finden. Leider weiß Morrigan nicht, wem sie trauen kann und wem nicht. Wer ist Freund und wer ist Feind ?

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen, man kann sich gut in Morrigans Rolle hineinversetzten, und das Buch ist sehr spannend und lustig aufgebaut !
 

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Ingo, 12 Jahre aus Hall:

Ryan ist 14 Jahre alt und ein ganz normaler Junge. Aber sein Leben ist besonders, denn seine Eltern ziehen dauernd um. Kaum hat er sich irgendwo eingewöhnt und Freunde gefunden, muss er schon wieder wegziehen. Doch steitdem er ein Teenager ist, will er endlich eine feste Bleibe haben.

Irgendwann erfährt er den Grund für das alles, als er einen Geheimraum in ihrem Haus entdeckt. Seine Eltern sind Geheimagenten, sie ziehen dauernd um, da seine Eltern politische Rebellen in aller Welt unterstützen. Doch sein Dad ist verschwunden und Ryans Mutter ist vor seinen Augen entführt worden. Nun muss Ryan den Geheimagenten spielen und seine Eltern zurückholen...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr spannend und interessant ist.
Ich würde es ab einem Alter ab etwa 11 Jahren empfehlen.

 

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Viola, 14 Jahre aus Innsbruck:

Ophelia, ein fast 16jähriges Mädchen aus Schottland, hat ein, äh... halb normales und ruhiges Leben, bis... Naja. Bis ihr in der Schule plötzlich ein Bart wächst! Und zwar der, des Sportlehrers. Ophelia wird klar, dass sie doch tatsächlich die Verwandlungsgabe (oder besser den Fluch!)ihrer Familie geerbt hat. Na super.

Als ob ihr Leben mit einer Zwillingsschwester (Lora) und drei oberpeinlichen Tanten nicht schwierig genug wäre. Ophelia stapft von einem Fettnäpfchen ins Nächste, während sie versucht, ihrem Onkel zu beweisen, dass sie ihre Verwandlungen kontrollieren kann. Sie muss sich doch tatsächlich in den totlangweiligen und geheimnisvollen Cliff verwandeln und dabei höllisch aufpassen, dass alles geheim bleibt! Währenddessen darf Ophelia natürlich nicht vergessen, ihren Schwarm Adrian endlich die Einladungskarte zu ihrem 16. Geburtstag zu überreichen. Na, wenn da nicht das Chaos schon vorprogrammiert ist! Jetzt muss Ophelia doppelt so gut aufpassen sich nicht zu verlie...ren.

Der erste Band der „Plötzlich verwandelt“- Reihe ist megaschön und so humorvoll geschrieben, dass man bei jeder zweiten Seite lachen muss! Ich empfehle dieses Buch wirklich sehr begeistert weiter, da es mir sehr gefallen hat. Ein Muss für jedes jugendliche Mädchen! Es ist wirklich total gut geschrieben, sodass es jetzt sogar eines meiner absoluten
Lieblingsbücher ist.

Aber Vorsicht: Dieses Buch könnte eventuell deine Lachmuskeln überstrapazieren.
 

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz:

Dieses Buch ist der Folgeband von „Scan-Im Visier des Feindes“ und erzählt die Geschichte von Tate Archer weiter.

Grundsätzlich geht es um verschiedene Alienrassen, die sich unter die Menschen mischen wollen und wie zwei Kinder das aufhalten wollen… Man sollte den ersten Band unbedingt gelesen haben, bevor man sich mit dem zweiten Band befasst.

Ich liebe diese Bücher, und es besteht die Gefahr, dass man, einige Stunden länger als geplant, weiterlesen will. Es ist zwar im Sciencefiction-Stil geschrieben, gleicht aber eher einem normalen Roman.

Empfehlen würde ich das Buch Kindern und Erwachsenen ab 13 Jahren. Viel Spaß beim Lesen!
 

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Sarah, 12 Jahre aus Kufstein:

Henriette besitzt ein wunderbares Talent. Jeden Morgen erinnert sie sich an jedes Detail ihrer Träume. Doch auf einmal ist alles weg. Wer stiehlt ihre Träume? Um das herauszufinden, muss sie sich ihren Ängsten stellen. Wird sie das schaffen?

Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Es ist eine spannende Geschichte, die man in einem Rutsch durchhat. Das Buch ist ab ca. 10 Jahren geeignet, manchmal passieren etwas gruslige Szenarien, doch die sind nicht so schlimm. Durch die Personen bekommt die Geschichte ihren eigenen Stil, was sie wirklich wunderbar macht. Mehr erzähl ich euch jetzt nicht.
 

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Albesa, 13 Jahre aus Innsbruck:

Diese Buch gehört ja unter anderem zur Fortsetzung der Geschichte rund um Sebastiano und Anna, daher hatte ich mich besonders gefreut, weiter lesen zu können und zu erfahren, auf welche Abenteuer die zwei Hauptcharaktere sich wieder mal begeben werden.

In dieser neuen Trilogie kommen noch ganz andere Geschehnisse auf die Leser zu, die in den vorherigen Bänden nicht vorkamen. Es ist etwas komplett Neues, das ich so nie erwartet hätte, aber dazu will ich noch nicht viel verraten.

Das Buch war sehr spannend zum lesen, da die Autorin diesmal tiefer in die Fantasy gegangen ist und ganz neue Dinge auf einen zukamen. Ich kann es nur weiter empfehlen, auch für Leute, die die vorherigen Bände nicht gelesen haben. Man kommt gut in die Geschichte rein, und sie ist auch sehr romantisch erzählt.
 

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Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach:

Das Buch hat mich in jeder Hinsicht in seinen Bann gezogen, und ich konnte es fast gar nicht mehr aus der Hand legen. Sage wird als sehr kluge, mutige und auch eigenständige Frau dargestellt, was mich persönlich gefreut hat, da meiner Meinung nach weibliche Hauptpersonen oft zu viel von den männlichen Protagonisten abhängig sind. Da Sage eine Bürgerliche ist, und Bürgliche in Demora oft Namen von Kräutern oder anderen Gewächsen tragen, gaben ihre Eltern ihr den Namen Sage (übersetzt aus dem Englischen: Salbei), was für Weisheit und Kraft steht.

Auch die langsam aufkommende Romanze von Ash und Sage wird nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt, und es bleibt trotzdem sehr spannend und mysteriös.

Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen, nur manchmal hätte ich mir mehr Details und Tiefe gewünscht, aber dann wäre das Buch mit seinen fast 500 Seiten wohl zu lang geworden. :-)
 

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Jana Marie, 8 Jahre aus Steinach:

In diesem Buch gibt es als Erstes ein Essen bei Emmi und ihrer Familie. Sie grillen Burger mit supercoolem, echten Drachenfeuer! Emmis Vater hat nämlich einen eigenen Drachen! Eigentlich hat Mama das Drachenfeuergrillen verboten ... Als Mama nach Hause kommt und Papa schimpft - sie ist Polizistin und weiß wie gefährlich Feuer ist - ist das Emmi ziemlich egal, denn sie freut sich schon TOTAL auf Sonntag.

Der Sonntag an sich ist zwar toll, weil schulfrei ist, aber DIESER Sonntag ist fabelhaft! Emmi bekommt ihr eigenes Fabelwesen! Alle Kinder bekommen an ihrem zehnten Geburtstag ein eigenes Fabelwesen, und am Sonntag hat Emmi endlich Geburtstag!

Sie weiß genau, welches Fabelwesen sie UNBEDINGT haben MUSS: Ein Einhorn! Emmi wird in der Schule nämlich gemobbt, und ein Einhorn wäre die Rettung! Denn Einhörner gibt es nur ganz, ganz selten, und mit einem eigenen Einhorn wäre Emmi die Coolste!

Endlich ist es soweit, Emmi sagt ihr vorbereitetes Gedicht auf, wirft ein Band, das die ganze Familie für die magische Zeremonie gemeinsam gemacht hat und ihr Glück bringen soll, in die Luft und ... plopp! ... ein rosa Klopps mit einem Horn fiel wenig elegant aus dem magischen Nebel.

Aber das hatte sie sich doch gar nicht gewünscht! Sie hatte doch davon geträumt - na ja - eigentlich hatte sie nur von einem Horn geträumt ... Aber so ein peinliches, fürchterliches Fabelwesen wollte sie nicht haben!

Wie es mit Emmi und Einschwein weitergeht, das müsst ihr unbedingt selbst lesen!

Da Emmi ein Mädchen ist und es meistens um Mädchenthemen geht, würde ich das Buch für Mädels - und Jungs, die Mädchen cool finden - ab ca. 8 Jahren empfehlen. 200 Seiten sind ja nicht gerade wenig, aber ich verspreche Euch 200 fabelhafte Seiten, und auf Seite 201 findet sich sogar eine Nähanleitung für Dein ganz persönliches Einschwein - wir haben das Einschwein ohne Nähmaschine und großen Aufwand aus alten T-Shirts selbst genäht und heute schläft es bei mir. Besser als jeder Traumfänger, denn natürlich hat auch mein Einschwein ein magisches Einhorn ...
 

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Iris, 11 Jahre aus Bergheim:

Franka, Vicky und Bella Trablinburg sind eineiige Drillinge, was rein Wissenschaftlich fast unmöglich ist. 1:200 Millionen- so hoch ist die Chance als solcher geboren zu werden. Die Schwestern sind berühmt und genießen ihr Leben in der Stadt, doch dann kam es zu einem verhängnisvollen Interview und ihre Mama flieht mit ihnen aufs Land. Dort beginnen sie den Traum ihrer Mutter zu verwirklichen und eröffnen ein Bio- Hotel. Aber dann hat Franka die Nase voll. Vicky war viel schlauer als sie und Bella viel hübscher, Franka war einfach nur nett und nett ist die kleine Schwester von Scheiße.

Wird der größte Schwestern-Streit aller Zeiten ausbrechen oder können, sie es noch rechtzeitlich verhindern, bevor sie das Hotel eröffnen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es auf eine lustige und tolle Weise erzählt ist. Außerdem fand ich es super, dass die Geschichte von Drillingen statt von Zwillingen handelt.
 

Gerade gelesen

Anna, 12 Jahre aus Innsbruck:

Dieses Buch ist ein sehr schönes, aber auch ein bisschen trauriges Jugendbuch, das von der Autorin Kelly Barnhill sehr fantasievoll geschrieben wurde. Das Buch beschreibt sehr detailliert ein verwickeltes Thema.

Es ist richtig fesselnd, sodass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Der Leser weiß viel mehr als die Charaktere im Buch, aber er weiß nicht, wie gehandelt wird, dadurch wird das Buch noch spannender und aufregender.

Die Hauptperson Luna bekommt als Baby aus Versehen magisches Mondlicht eingeflößt, wodurch sich unberechenbare Magie in ihr freisetzt. Zusammen mit ihrer gutmütigen Großmutter, dem Sumpfmonster und einem kleinen Drachen verbringt sie eine schöne Kindheit im Wald.

Doch nicht jeder ist überzeugt, dass die Hexe gutmütig ist, und als auch noch Lunas Magie freigesetzt wird, wird es erst so richtig spannend!

Das Buch ist sehr empfehlenswert für alle Leser und Leserinnen, die sehr neugierig sind – es ist einfach sehr spannend, fesselnd und fantasievoll.
 

Gerade gelesen

Marco, 9 Jahre aus Kirchbichl:

Freddy möchte unbedingt seinen Vater - den Fliegenden Finn - finden und macht sich auf die Suche nach ihm. Eines Tages kommt der Piratenkapitän Kork in die Taverne und nimmt Freddy mit aufs Meer. Sie fuhren Richtung Südsee, weil Freddy einen Hinweis auf seinem Messer gefunden hat. Als sie auf den Vulkaninseln ankamen, trafen sie einen Mann namens Wutz. Wutz wurde vom Schwarzen Korsar ausgesetzt. Sie nahmen Wutz mit zu den Schwarzen Steinen, wo der Korsar sein Versteck hat. Dort angekommen befreiten Sie Tiah - die Prinzessin der Pui-Pui Inseln. Auf den Pui-Pui Inseln kämpften sie dann gegen den Korsaren, der mit dem Schatz der Insel floh, weil er bermerkt hatte, dass Freddy den Wind beherrschen kann. Sie verfolgten ihn bis ins Eismeer, mussten dann aber umdrehen, weil das Eis zu dick war. Sie blieben aber hartnäckig und konnten dem Schwarzen Korsaren vor der Hauptstadt des Kaiserreiches das Heck des Schiffes wegsprengen, das Schiff des Schwarzen Korsaren ging aber nicht unter. Als sie alle zum Kaiser kamen, erzählte Freddy seine Geschichte. Daraufhin kam der Korsar in den Kerker und Freddy, Kork, Tiah und Wutz wurden zu den "Königen der Piraten" ernannt.

Am besten gefallen hat mir, dass dieses Buch von Anfang an sehr spannend war; ich würde mir wünschen, dass es bald einen zweiten Teil dieses Buches geben würde in dem Freddy dann seinen Vater findet.
 

Gerade gelesen

Constantin, 11 Jahre aus Heiterwang:

Tom macht bei seinem Feund Derik eine Übernachtung. Gockel, der Hund des Hauses, spielt im Freien und wälzt sich im Gras und springt dabei auf Toms Pullover. Nachdem Tom versucht, seinen Pulli wieder sauber zu bekommen, machen sie eine tolle Entdeckung: die fluffigen Viecher …

Die Entdeckung der fluffigen Viecher bringt großes Chaos in das Leben der zwei Freunde ……

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist nicht zu dick und nicht zu dünn.
Unbedingt lesen!
 

Gerade gelesen

Christina, 8 Jahre aus Heiterwang:

Beatrice ist eine furchtlose Heldin, die allen Menschen hilft. Auf ihrem wunderschönen Pferd, das Veronique heißt, erlebt sie sehr coole Abenteuer. Ihr begegnen allerlei verschiedene komische Leute und Kreaturen. Manchmal ist es ganz schön knapp für sie ausgegangen. Aber weil sie so mutig ist, schafft sie es immer wieder, den armen Leuten zu helfen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich werde es bestimmt noch einmal lesen.
Viel Spaß dabei.
 

Gerade gelesen

Verena, 13 Jahre aus Matrei:

Die 15-jährige Elektra wird von einer Schauspielagentin entdeckt und wartet sehr auf ihre erste Filmrolle. Als endlich ihr erstes Casting steht, ist sie total aufgeregt. Sie muss ein totes Mädchen darstellen. Nach ein paar Stunden Warten ist sie endlich dran. Nach dem Casting stellt ihr ihre Mutter viele Fragen. Ihr nächstes Casting ist für eine große Rolle im Film "Straker". Dann hat sie eine Weile keine Castings.

Im ACT ist auch ein Junge namens Archie, in den Elektra schon lange verliebt ist. Doch sie wird immer rot, wenn sie ihn sieht. Als sie in die engere Auswahl bei dem Film Straker kommt, ist sie wieder aufgeregt. Aber es ist auch eine bekannte Schauspielerin, namens Amy, in die engere Auswahl gekommen. Dadurch ist Elektra nicht der Meinung, diese Rolle zu ergattern. Wird sie die Rolle bekommen oder nicht?

Mir hat das Buch total gut gefallen, und ich würde es auf jeden Fall weiter empfehlen, da es sehr witzig und spannend ist.
 

Gerade gelesen

Marie und Rabea, 8 Jahre aus Innsbruck:

Im 8. Band von Kitti Krimi geht es natürlich wieder um eine Detektivgeschichte. Kitti, Mona Maple und Holli Holmes wohnen in Pfützenhausen und sind die Spürnasen. Alle 3 Mädchen sind 8 Jahre alt und wollen bei einem Wettbewerb den schaurigen Schnurrbart gegen die anderen Junior-Detektivinnen gewinnen.

Spannend ist, als der schaurige Schnurrbart gestohlen wird! Am Tatort suchen die Mädchen nach Hinweisen und finden auch welche. Und beinahe erwischen sie den Täter – aber dann haben sie sich doch geirrt …

Das Buch ist sehr passend für 8jährige Kinder, für Mädchen und Jungs interessant. Die Schrift wechselt, und das Lesen geht leicht. Es sind immer wieder unterschiedliche Buchstaben. Mit den lustigen Bildern dabei kann man gut mitschauen, was passiert. Es ist ein wenig wie ein Tagebuch.
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Dies ist der 8. Band über Kitti Krimi – Detektivgeschichten. Kitti und ihre Freundinnen Holli und Mona sind die Spürnasen. Es geht darum, den schaurigen Schnurbart – den Nachwuchspreis für Spitzenschnüffler – zu bekommen und besser als die anderen Junior-Detektive zu sein. Im Handbuch für Junior-Detektive stehen viele Tipps, die ihnen weiterhelfen. Einen Fan haben sie auch – Kittis Bruder.

Spannend ist, als der schaurige Schnurrbart gestohlen wird. Der Täter hat sich gut verkleidet, so weiß man erst gar nicht, wer es gewesen sein könnte. Es braucht wieder mal ein Notfall-Spürnasen-Treffen!

Das Buch ist sehr leicht zu lesen, die Schrift ist groß und wechselt ab. Auch hat das Buch nicht mal 200 Seiten. Die Zeichnungen sind lustig – es schaut ein wenig aus wie Greg´s Tagebuch. Gute Leserinnen in der 2. Klasse haben sicher auch Spaß mit diesem Buch!

 

Gerade gelesen

Marie, 13 jahre aus Innsbruck:

Alina wird von ihrem Vater für 6 Monate in ein Internat geschickt. Es liegt auf einer kleinen Inseln namens Griffiun an der Ostsee. Als sie eines Abends aus dem Fenster des Internats Hoge Zand schaut, sieht sie mitten im verbotenen Naturschutzgebiet ein grünes Licht, und kurz darauf entdeckt sie ein schwarzes Schiff im angrenzenden Meer. Mit ihren neuen Freunden aus dem Internat, den Lonelies, versucht Alina dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dabei setzt sie ihre längst verschütteten Erinnerungen an ihre tote Mutter frei und trifft auf die Camperin Tinka, die viel mehr weiß, als sie eigentlich wissen dürfte.

Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen. Der Schreibstil ist lustig und angenehm zu lesen. Manchmal hatte ich das Gefühl, einige Seiten übersprungen zu haben, doch das klärte sich im Laufe des Buches auf.

Das Einzige, was mich an dem Buch gestört hat, war, dass es mit einer realistischen Geschichte begann und doch etwas unrealistisch endete. Ich persönlich hatte auf eine realistische Erklärung gehofft. Das Buch war bis zum Schluss sehr spannend, und ich konnte es kaum erwarten, all die Rätsel, die im Laufe des Buches entstehen, zu lösen.
 

Gerade gelesen

Tobias, 14 Jahre aus Birgitz:

In diesem Buch geht es um einen Jungen namens Bruno, der der Junge eines wichtigen Kommandanten in der Zeit Hitlers ist. Er erzählt die Geschichte aus seiner Sicht und gibt einen guten Einblick in die Zeit des Holocaust.

Mir hat das Buch größtenteils gefallen, aber das Ende ist sehr traurig und passt meiner Meinung nach nicht wirklich zum Rest des Buches. Ich habe es im Zuge eines Arbeitsplanes in der Schule gelesen, und das Buch war gut verständlich und auch praktisch zum Bearbeiten.
 

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Franzi, 13 Jahre aus Mils:

In diesem Buch geht es um Willow Chance, ein etwas seltsames Mädchen. Willow ist hochbegabt und ein Genie. Sie interessiert sich sehr für Pflanzen und hat einen eigenen Garten, in dem sie alles Mögliche anpflanzt. Willows Welt ist bis dahin ziemlich in Ordnung, doch dann passiert es: ihre Eltern sterben bei einem Autounfall. Nun ist sie ganz auf sich allein gestellt. Oder doch nicht? Ihre einzige Freundin, die sie beim Psychiater Dell kennengelernt hat und der zuliebe sie auch Vietnamesisch lernt, nimmt sie bei sich auf. Ihre Mutter hat ein Nagelstudio und dahinter befindet sich eine Garage, in der die Familie ihrer Freundin Mai lebt. Und somit auch Willow. Doch dann kündigt sich das Kinderamt an. Und die haben andere Vorstellungen von Wohnungen.

Deshalb fertigen sie gemeinsam einen Plan an, der das Leben der Beteiligten völlig verändern wird.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Es hat sehr Spaß gemacht, es zu lesen. Es ist teilweise aus verschiedenen Sichten erzählt, was es auch ziemlich interessant macht. Das Buch ist auf jeden Fall etwas für Pflanzenliebhaber.

Ich würde das Buch ab 10 Jahren empfehlen. Die Handlung des Buches ist eigentlich sehr ernst, aber durch kleine Pointen wird sie auch wieder sehr lustig. Ich kann es sehr empfehlen!
 

Gerade gelesen

Ingo, 12 Jahre aus Hall:

James fährt mit seiner Tante auf eine Rundreise nach Mexico. Dort will er sich ausruhen. Doch das Relaxen hört schlagartig auf, als zwei Kinder von Gangstern entführt werden. Er verfolgt die Gangster bis auf die Insel Lagrimas Negra. Diese Insel ist berüchtigt. Einmal dort kommt man nie wieder herrunter. Es gibt nur einen Weg jemals von der Insel weg zu kommen... Aveninda de la Muerte. Die Straße des Todes muss James bewältigen, um wieder von der Insel zu kommen. Ob er das schafft?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen da es sehr spannend und actionreich ist. Das Buch zieht einen so in den Bann, dass man gar nicht aufhören will zu lesen.
 

Gerade gelesen

Viola, 14 Jahre aus Innsbruck:

In diesem Buch geht es um ein 16jähriges Mädchen namens Julie. Den Namen „Julie Jewels“ haben ihr ihre Freunde gegeben, da sie selbst Schmuck herstellt und diesen auch sehr oft trägt.

An ihrem 16. Geburtstag stellt ein mysteriöses Geschenk ihr komplettes Leben total auf den Kopf: Sie bekommt eine silberne Schatulle voller magischer Schmucksteine. Somit entdeckt Julie, dass sie magische Kräfte hat und mit den Schmucksteinen richtig zaubern kann!
Wahrheitsarmbänder, Liebesringe und Harmonie-Fussketten: Sie kann es gar nicht fassen, dass sie sich nun all ihre Wünsche erfüllen kann. Zum Beispiel Noah, den Jungen ihrer Träume, für sich zu gewinnen…

Doch bald merkt sie, dass das Zaubern auch fatale Folgen haben kann, und so stehen Katastrophen und Peinlichkeiten förmlich bei ihr Schlange. Als es dann richtig gefährlich wird und Julie es immer noch nicht kapiert, dass mit Zauber nicht zu spassen ist, bekommt es ihre beste Freundin Merle langsam mit der Angst zu tun. Wie soll das nur gutgehen?

Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen, da es eine originelle Geschichte und schön geschrieben ist. Es ist eine Mischung aus Lovestory und Fantasy, und doch an einigen Stellen spannend und humorvoll. Nach diesem Band gibt es auch noch weitere, die ich ebenfalls gerne lesen würde.

Ein schönes Buch für jedes jugendliche Mädchen, das ich nur weiterempfehlen kann!
 

Gerade gelesen

Es gibt den richtigen Zeitpunkt für jedes Buch, doch die Erfahrung, ein Buch zu lesen, das thematisch zu einer Miniserie (The Sinner) passt, die man gerade konsumiert, das ist außergewöhnlich schön. Eine unbegreifliche Tat zerstört die Familienidylle, es gibt keine Erklärung dafür, wieso Jennifer ihrer Tochter etwas antut. Wenn man Emily Ruskovich aber genau zuhört und auch die Zwischentöne beim Lesen begreift, so wird das Szenario immer glaubwürdiger. Erst am Ende schreibt die junge Autorin, dass ihre literarischen Werke von Alice Munro inspiriert sind, und das trifft es auf den Punkt. Ein Wunder von einen Buch!
 

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Sarah,12 Jahre alt, aus Kufstein:

Lorrie liebt ihr Pferd Orion über alles. Doch schon bald muss sie sich der Wirklichkeit stellen. Seit ihre Mutter weg ist, wird das Geld immer knapper... Als sie sich auch noch verliebt, wird das Ganze noch komplizierter. Doch muss sie wirklich alles aufgeben, was sie liebt, um zu überleben? Es wird auch nicht besser, als sie auf ein Familiengeheimnis stößt. Mehr verrate ich jetzt nicht.

Es ist ein sehr spannendes Buch. Für allem für Pferdefans. Die Problematik spitzt sich gehörig zu. Ich empfehle es ab 11 Jahren. Hier wird gezeigt, wie groß die Liebe von Menschen und Tieren sein kann, perfekt geeignet für Regentage.

Man sieht ebenfalls, wie wichtig Familie ist. Geld ist natürlich nicht für alle selbstverständlich. Hier kann man auch lesen, was man manchmal aufgeben muss.

 

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Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach:

Besonders gut gefallen hat mir die Komplexität und Vielschichtigkeit der einzelnen Charaktere und ihre unterschiedlichen Ansichten bezüglich des Systems. Die Welt, in der wir uns bewegen, war ebenfalls sehr anschaulich beschrieben, auch wenn ich mir teilweise etwas mehr Information - beispielsweise bezüglich des Aufbaus der Weltraumstationen und Raumfahrtschiffe - gewünscht hätte. Die Handlung war durchgehend spannend gestaltet, und auch wegen zahlreicher Wendungen wurde das Buch nie langweilig.

Besonders interessant fand ich zudem den Hang der Gesellschaft, sich von den Wissenschaften abzuwenden und sich nur mehr dem Glauben an den lebendigen Kosmos zu widmen. Hinzu kommt, dass im Laufe des Buches die Liebesgeschichte zwischen Tyrus und Nemesis immer mehr in den Vordergrund rückt, was es nicht zu einem reinen Science-Fiction-Buch macht.

Auf jeden Fall ein wirklich gutes Buch, dessen viele Handlungsstränge am Ende geschickt zusammengeführt werden, auch wenn (glaube ich) ein zweiter Band in Planung steht!
 

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Maximilian, 9 Jahre aus Rankweil:

Oskars größter Wunsch ist ein Hund als Haustier. Immer wieder diskutiert er das umsonst mit seinen Eltern. Er versucht sich als Hundesitter und kauft sich sogar eine Hundeleine, um diese jeden Tag als Hundeersatz auszuführen. Niemand bemerkt, wie ernsthaft Oskar sich bemüht. Nebenbei hat er das Gefühl, dass zwischen ihm und seiner Freundin Bee alles nicht mehr so ist, wie es mal war.

Ist sie plötzlich mit seinem besten Freund Hugo zusammen? Eifersüchtig beobachtet er die beiden, wie sie z.B. gemeinsam den gleichen Schulweg nehmen, obwohl sie eigentlich aus unterschiedlichen Richtungen zur Schule laufen. Dann eines Tages erwartet ihn zu Hause eine große Überraschung, die er sich nie hätte träumen lassen.

Was das für eine Überraschung ist, muss man schon selbst herausfinden, in dem man das Buch liest. Zum Schluss erhält er noch unerwartete Unterstützung von seiner Oma.

Mir hat das Buch super gefallen, weil es sehr viele lustige, aber auch nachdenkliche Momente hatte. Ganz toll fand ich die Stelle als Oskars Phantasiehund im Teich des Parks „ertrunken“ ist.
 

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Jacob, 11 Jahre aus Rankweil:

In diesem Buch geht es um die zwei Jungs Crockie und Jackson. Sie haben ein Gerät erfunden, mit dem sie sich unendlich viel Zeit von der Bank holen können. In Ocean City wird nämlich mit Zeit bezahlt. Doch als Crockie eines Tages von dem Geheimdienst Z erschossen wird, ist für Jackson kein Tag mehr normal. Von da ist er ständig auf der Flucht vor dem Geheimdienst und der Polizei. Eines Tages wird seine und Crockies Familie entführt und eine Gruppe, die sich Matt Fuller nennt, arbeitet nun mit Jackson zusammen, um seine und Crockies Familie zu befreien.

Es ist ein sehr spannendes Buch und gut zu lesen. Ich habe es fast nicht aus der Hand legen können und warte schon gespannt auf den zweiten Teil.
 

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Jana Marie, 8 Jahre aus Steinach:

Was Muffins, rote Beete, ein Geheimversteck, Schuldpläne und eine Notfallbox mit dem Mogelplan zu tun haben und warum das Schulcafé in Gefahr ist, das müsst ihr unbedingt selbst lesen! Aber NICHT mogeln!

Viel Spaß für alle Leseratten, die ein Geheimnis bewahren können – Mädchen und Jungs ab mindestens 8 Jahren (Verratet Euren jüngeren Geschwistern, Eltern und Lehrpersonen nichts vom Mogeln!!!)

10 von 10 Punkten von mir!

P.S.: Ihr müsst die Mogelmuffins unbedingt ausprobieren – am besten mit einer coolen Vertrauensperson! Es funktioniert tatsächlich!!! Viel Erfolg!
 

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Lina Meruane ist eine lateinamerikanische Autorin, die sprachlich viel bietet. Ich weiß nicht, wie schwer Linas eigene Augenkrankheit war. In dem Roman verliert Lina auf einer Party auf einem Auge das Sehvermögen, auf dem zweiten sieht sie auch fast nichts mehr. Mit ihrem neuen Partner reist sie zurück in die Heimat Chile, um die Zeit bis zur Operation zu überbrücken. Die Krankheit wird zur Obsession, was Lina nicht mehr sieht und trotzdem da ist wird ganz anders wahrgenommen. Die Autorin hat sich mehrere Fragen gestellt: Was macht die Krankheit mit der Liebe und mit der Heimat. Sie zitiert die Menschen aus dem Gedächtnis und sie bekommen eine völlig andere Identität. "Blut vor Augen" ist wie ein Horrorfilm, allein die Vorstellung, blind zu sein schockiert auf brutale Weise.
 

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Sie wollen sich Weihnachten eine Auszeit nehmen und mit ihren Kindern zwei Wochen eine Kreuzfahrt machen: Liv und Nora sind Cousinen, und ihre Familien sind schon immer eng verbunden gewesen. Der Alptraum jeder Familie beginnt bei einem Ausflug aufs Land, die Kinder sind spurlos verschwunden. Dazu kommt noch, dass es in Südamerika keiner so genau nimmt: Die Polizei ist bestechlich, eine amerikanische Botschaft gibt es auch nicht mehr, die Eltern finden kein Gehör und werden wie Täter behandelt. Beeindruckt hat mich die Sichtweise der Kinder: Ihr Kampf ums Überleben und wie sie danach damit zurechtkommen. Ein sehr intelligenter und spannender Familienroman, der den Leser nicht zur Ruhe kommen lässt!
 

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"Stellt euch vor, ich bin fort" ist ein Roman, der mich lange beschäftigt hat. Die Geschichte einer Familie, die Zeit ihres Lebens mit dem Selbstmord des psychisch kranken Ehemannes bzw. des Vaters zurechtkommen muss, geht ans Herz, es ist ein trauriges Buch. Jahrelang hat John gegen das Ungeheuer gekämpft, seine Kinder werden dann zu quälenden Geräuschen, er kann nicht mehr arbeiten, sprechen scheint unmöglich. Er ahnt, dass auch in seinem ältesten Sohn Michael das Ungeheuer schlummert, und als eines Tages der Nebel zu dicht wird, macht John seinem Leben ein Ende. Jahre später ist auch Michael in einem Leben gefangen, an dem er zu zerbrechen droht; er ist eine gescheiterte Existenz. Seine Mutter und die Geschwister Alec und Celia kämpfen unermüdlich um und für Michael, aber was kann man noch tun, wenn ein Mensch am Leben verzweifelt und nicht mehr kann?
 

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Arora, 13 Jahre aus Innsbruck:

Als die 15jährige Charlotte, auch Charles genannt, am Morgen nach einem Streit aufwachte, sah sie sich erst einmal staunend und verwirrt um und bemerkte, dass sie nackt im Bett lag. Doch Charles schläft nie nackt. Auch das Zimmer, in dem sie sich dann befindet, ist eindeutig ihr eigenes, doch etwas ist anders! Alle ihre Tapeten und Poster von Lady Gaga und Rihanna waren verschwunden, und stattdessen hingen da komische Bilder aus Pappe mit zwei alten Typen und darunter Simon & Garfunkel abgebildet. Und auch ihre Möbel waren alle nicht mehr da, ausgetauscht wie die Poster! Ja, und dann noch dieser köstliche Schokoladengeruch, der von unten heraufzog...

Findet heraus, warum bei Charles plötzlich alles so anders ist, indem ihr das Buch lest!

Ich finde das Buch sehr toll, spannend, lustig und teilweise auch traurig und erschütternd. Ich empfehle es, vor allem für Mädchen, weiter.
 

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Lea, 10 Jahre aus Wattens:

In diesem Buch geht es um zwei Familien. Die Familie Bergmann hat zwei Kinder namens Johanna und Henrietta. Die Bergmanns haben auch zwei Katzen, eine heißt Serafine und Miranda. Die Familie Bergmann ist umgezogen, um die Katzenboutique von Tante Agathe zu übernehmen. Die Familie Schreiner hat ein Kind namens Johannes, den alle Joe nennen. Johannes hat zwei Hunde namens Chuck und Norris. Die Familie Schreiner übernimmt die Bäckerei, wobei sie daraus ein Hundeparadies machen.

Johanna passt das gar nicht, weil sie schreckliche Angst vor Hunden hat. Und ausgerechnet der Angeber Johannes geht nicht nur in die gleiche Schule wie sie, sondern auch in die gleiche Klasse.

Eines Tages finden Johanna und Henrietta drei junge ausgesetzte Hundewelpen am Flussufer. Beide retten diese Welpen und bringen sie zum Tierarzt. Gemeinsam kümmern sie sich darum, und auch Johannes (der eigentlich sehr nett sein kann und sehr viel über Hunde weiß) ist mit dabei. Eine treue Freundschaft beginnt!

Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Gleichzeitig liebe ich Tiere über alles. Das Buch habe ich sehr schnell ausgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.
 

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Ihre Eltern haben sich in der Kunstwelt einen Namen gemacht: Art Spiegelmann mit dem Comic Roman „Maus“, der das Leben seines Vaters nachzeichnet, und Francoise Mouly als art director des New Yorkers. Beide haben ihre Persönlichkeit geprägt, doch auch die Großmutter und Urgroßmutter- unnachgiebige und resolute Frauen — sind ein Teil Nadjas Geschichte. Die junge New Yorker Autorin hat sich jahrelang mit der Mutter und ihrer Pariser Verwandtschaft befasst. Als Amerikanerin wurde ihr ein anderes Lebenskonzept mitgegeben, doch sie scheut nicht den Aufenthalt in Paris, um ihrer Großmutter näher zu sein, um sie zu interviewen. Die Lektüre ist faszinierend: wie kommt es, dass ein Ereignis so völlig anders von Francoise dargestellt wird? Wie funktioniert Verdrängung versus wahre Erinnerung? „What I never meant to tell you“ ist der Titel der Originalfassung und auch er trifft den Roman auf den Punkt: es mag verschiedene Versionen des Lebens geben und oft braucht man jemanden, der nachbohrt und sich dafür interessiert, um eine Verbindung zu seiner Familie herzustellen. Ein großartiges Buch!
 

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Schon als Kind war Keiko Furukura anders; das niedliche tote Singvögelchen, das die anderen Kinder beerdigen wollen, möchte sie lieber braten, das macht man doch mit Hühnern auch so. Nach einigen weiteren Vorfällen, die ihre Andersartigkeit herausstreichen, hält sie konsequent den Mund und stellt praktisch jede Lebensäußerung ein. Der Job im 24/7 Supermarkt, dem sogenannten Konbini, soll nur eine vorübergehende Lösung sein, bis Keiko soweit mit ihrem Leben klarkommt, dass sie eine anständige Ausbildung beginnen kann. Aber der Konbini ist die Lösung, zum ersten Mal gelingt es ihr, am normalen Leben teilzunehmen. Denn hier läuft alles strikt nach Plan; jede Handlung, jede Bewegung, jedes gesprochene Wort folgt einem ganz bestimmten, strengen Muster, hier kann Keiko perfekt funktionieren, hier ist sie ein Wesen, dessen Existenz einen Sinn hat.
Sayaka Muruta hat einen bitterbösen Roman geschrieben über die Maschine Mensch, bei dem mir mehr als einmal das Lachen im Hals stecken geblieben ist. Von dieser Autorin wünsche ich mir mehr!
 

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Lea-Sophie, 10 Jahre aus Wörgl:

Ein äußerst wertvolles Logbuch wurde gestohlen! Ausgerechnet in dem Museum, in dem Ros Mutter als Putzfrau arbeitet. Natürlich wird sie als Erste verdächtigt. Ich meine, einiges deutet schon auf sie hin... Sie wird verhaftet und ins Gefängnis Gugelhupf gesteckt. Dieses Kittchen liegt auf einer einsamen Insel, wo man nur mit einer Fähre hinkommt.

Alle drei zusammen entwickeln eine fast brillante Erfindung, um Ros Mutter zu befreien. Es gibt aber noch einen Grund, warum sie im Gefängnis sitzt.

Welcher das ist, musst DU selber herausfinden!

Ich persönlich lese eigentlich viel, dieses sehr coole Buch mit 168 Seiten habe ich in drei Tagen ausgelesen… Ich würde es auf alle Fälle gerne weiterempfehlen!
 

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Sophie, 13 Jahre aus Aldrans:

In diesem Buch geht es um ein zwölfjähriges Mädchen, Annabelle, das wohlbehütet mit ihren zwei Brüdern in einem kleinen Dorf aufwächst. Eines Tages steht an ihrem Schulweg Betty, ein fremdes Mädchen aus der Stadt, das von seinen Eltern zur Großmutter aufs Land geschickt wird. Sie bedroht Annabelle, ist gemein und kaltblütig.

Dann ist da auch noch Toby, ein einsam im Wald hausender, traumatisierter Kriegsveteran. Dieser droht Betty, dass sie es mit ihm zu tun bekomme, sollte sie Annabelle nicht in Ruhe lassen. Mit einem Steinwurf aus dem Hinterhalt verletzt Betty eines Tages Annabelles beste Freundin so schwer, dass diese ein Auge verliert. Die kaltblütige Tat schiebt Betty dann Toby in die Schuhe.

Als Betty kurz darauf verschwindet und auch von Toby jede Spur fehlt, beginnt eine üble Hetzjagd.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist spannend erzählt und handelt von ungleicher Freundschaft und Gerechtigkeit. Es zeigt verschiedene Gefühle und, dass es bei den Menschen nicht immer um ihr Äußeres geht, sondern, dass Menschen, die kein richtiges Zuhause mehr habenm genauso in Ordnung sein können, wie solche, die aus reichem Hause kommen.
 

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Thomas, 12 Jahre aus Innsbruck:

Pierrot lebt mit seiner französischen Mutter und seinem deutschen Vater in Paris. Direkt unter ihrer Wohnung wohnt sein bester Freund, Anshel Bronstein, mit seiner Mutter. Alles ist bestens und Pierrot ist glücklich. Aber plötzlich kommt eine unerwartete Wende. Pierrots Vater haut nach einem seiner üblichen Wutausbrüche ab und wirft sich drei Wochen später in Deutschland vor einen Zug. Als schließlich auch noch Pierrots Mutter an Tuberkulose stirbt, ist er gerade mal sieben Jahre alt. Nun will er zu Anshel und seiner Mutter ziehen. Doch diese sind Juden, und die Zeit während des Zweiten Weltkriegs ist keine gute Zeit, um bei Juden zu leben und mit ihnen befreundet zu sein. Bei Anshel wäre Pierrot nicht in Sicherheit.
Also muss Pierrot in ein Waisenhaus, und er beschließt, immer Briefe an Anshel zu schreiben und ihre Freundschaft nie zu beenden.

Nach ein paar Monaten im Waisenhaus erhält er eine Nachricht von seiner Tante Beatrix. Sie nehme ihn zu sich auf den Berghof am österreichischen Obersalzberg auf. Am Berghof angekommen erklärt Beatrix ihm ein paar Regeln. Wenn der Hausherr käme, solle er die rechte Hand heben und "Heil Hitler!" rufen. Der Hausherr heiße zwar Adolf Hitler, aber er solle ihn immer nur als "mein Führer" ansprechen. Ab jetzt würde er nicht mehr Pierrot, sondern Peter heißen. Und er solle keine Briefe mehr an seinen jüdischen Freund Anshel schreiben. Obwohl Peter diese Regeln sehr albern findet, hält er sich daran, denn Tante Beatrix scheint es wirklich ernst zu meinen.

Nach ein paar Monaten hat er sich schließlich an das Leben am Berghof gewöhnt. Immer wenn der Führer kommt, wird das ganze Haus von oben bis unten gesäubert und aufgeräumt. Alles muss perfekt sein, sonst bekommt der Führer einen Wutausbruch. Schließlich befreundet sich Peter mit dem Führer und wird Scharführer der Hitlerjugend. Als Tante Beatrix den Führer zu vergiften versucht, verrät er sie, obwohl er genau weiß, was der Führer dann mit ihr macht.

Aus dem einst kleinen, schüchternen Pierrot entsteht ein arroganter, rassistischer Peter und ein Nazi.

Mir hat das Buch ausgezeichnet gefallen. Man erkennt hier, dass Macht jeden verführen kann. Denn wenn Pierrot so etwas passieren kann, kann es auch uns passieren. Noch dazu wird sehr gut beschrieben, wie er einen innerlichen Kampf mit sich selbst hat. Ein so tolles Buch habe ich sehr lange nicht mehr gelesen. Das Buch ist wirklich perfekt!
 

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Karolin, 14 Jahre aus Innsbruck:

Nach einer Sturmnacht trifft Anna-Fee im Garten eines alten Herrenhauses ein Mädchen: Fayra, welche aus einer Parallelwelt kommt. Fayra wird von Jägern gejagt und kann nur durch ein Feuertor, welches Anna-Fee nun suchen muss, zurück in ihre Welt. Doch das ist gar nicht so einfach, denn die Jäger habe Späher, und Fayra wird sterben, wenn sie zu lange in Anna-Fees Welt ist.

Das Buch ist total spannend, und die Geschichte total cool. Fayra ist am Anfang ein bisschen unsympatisch, doch ich mochte sie trotzdem. Die Geschichte ist voller Wendungen, die es viel spannender machen, und man muss das Buch nach dem ersten Aufschlagen einfach lieben.
 

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Albesa, 13 Jahre aus Innsbruck:

Dieses Buch handelt von einer besonderen Gemeinschaft, deren Aufgabe es ist, Magier auszubilden und sie auf ihre großen Aufgaben vorzubereiten. Doch allein können sie nicht zaubern, denn dazu brauchen sie eine Quelle, die ihnen Magie zur Verfügung stellt. Die Quelle allein kann jedoch auch nichts ausrichten, denn sie braucht den Magier, der die Magie formt und leitet.

Ich persönlich bin schwer beeindruckt von diesem Buch, da ich anfangs etwas anderes erwartet hatte. Man muss aber auch sagen, dass das Buch zu Beginn wirklich langweilig war. Das ändert sich aber schnell. Manchmal war es ziemlich verwirrend, dass zwei Geschichten auf einmal erzählt wurden. Ich kam hin und wieder wirklich durcheinander.
Es ist eine wirklich coole Idee, dass die Autorin zwei Geschichten auf einmal erzählt, aber ich denke, es wäre besser, wenn sie die Geschichten der Adara nicht zwischen jedes Kapitel gepackt hätte.

Im großen und ganzen war das Buch wirklich spannend. Ich kann es nur weiter empfehlen und freue mich schon auf den zweiten Band.
 

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Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach:

Es ist ein Buch, in dem vier Jugendliche mit Namen Bronwyn, Nate, Addy und Cooper eines Mordes an einem ihrer Mitschüler beschuldigt werden. Simon, der allseits bekannte Urheber der berühmten Gossip-App der Schule, der täglich so manches Leben ruiniert, indem er skandalöse Texte über die Geheimnisse und Affären seiner Mitschüler verfasst, wird durch Erdnussöl (er war Allergiker) in seinem Wasserbecher zum Schweigen gebracht. Addy, Nate, Cooper und Bronwyn befanden sich zur selben Zeit im Raum und haben noch dazu alle das Motiv, ein besonders fatales Geheimnis zu hüten, welches Simon in den folgenden Tagen ans Licht bringen wollte…

Ich persönlich konnte mich mit allen der vier Charaktere recht gut identifizieren, da jede Figur sehr facettenreich beschrieben wird. Der/die Leser/in fragt sich die ganze Zeit: Wer könnte es gewesen sein? Wenn ja, warum? Gibt es noch eine Hintergrundgeschichte? Dieses Miträtseln habe ich als sehr spannend empfunden, da es der Handlung noch einen Tick mehr Raffinesse verliehen hat. „One of Us Is Lying“ ist ein wirklich lesenswertes Buch, dass neben Themen wie Mobbing, Druck vonseiten der Schule und im besonderen des Elternhauses auch Suizid und sexuelle Orientierung mit in die Handlung einfließen lässt.

Wie schon gesagt, haben mich bei diesem Buch besonders die sehr gut beschriebenen Personen beindruckt, was dadurch verstärkt wurde, dass abwechselnd aus der Perspektive von Addy, Nate, Bronwyn und Cooper erzählt wird. Insgesamt war das Buch sehr fesselnd und spannend geschrieben, nur teilweise hätte ich mir mehr Handeln von Seiten der Protagonisten gewünscht. Das Buch ist auf jeden Fall dadurch, dass der Mörder bis fast zum Ende nicht bekannt gegeben wird, ein sehr interessantes und packendes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann!
 

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Die Geschichte spielt in Amsterdam während des Zweiten Weltkrieges: Hanneke gibt vor, in einem Beerdigungsunternehmen zu arbeiten, statt dessen verkauft sie Schwarzmarktgüter. Als sie eines Tages eine Kundin bittet, das jüdische Mädchen Mirjam, welches plötzlich aus einem Geheimversteck verschwunden ist, zu suchen, steckt Hanneke all ihre Energie in diese gefährliche Suche. Mit ihren Freunden, die im Widerstand arbeiten, geht sie dabei viele Risikien ein und erhält Einblicke in den tristen und grausamen Kriegsalltag. Und jede Minute trauert sie um ihren Freund Bas, der an der Front gefallen ist und gibt sich die Schuld an seinem Tod, weil sie ihn zum Kriegsdienst ermuntert hat.

Ein wichtiges Jugendbuch in der heutigen Zeit, in der viele vergessen möchten und Antisemitismus und Rassismus wieder aufkeimen. Monica Hesse ist ein äußerst bewegendes Buch in Erinnerung an die Schreckensherrschaft vor 80 Jahren gelungen!
 

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Eitan ist zurück. Der überaus sympathische Protagonist aus Gavrons früherem Roman "Ein schönes Attentat" (übrigens auch sehr empfehlenswert) erlebt als Taxifahrer in Tel Aviv neue aufregende Abenteuer. Als eines Tages eine 85 - jährige Dame in seinen Wagen steigt, ahnt er noch nicht, dass er seine unmittelbare Zukunft damit verbringen wird, in deren Geschichte und in die Geschichte Israels einzutauchen und die wahnwitzigsten Verstrickungen aufzulösen. Was es mit den 18 Hieben auf sich hat, und wie diese die Weltgeschichte beeinflusst haben, lesen Sie bitte selbst in diesem ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Roman.
 

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Achtzehn Hiebe haben nicht nur das Leben von 2 Paaren zerstört, sondern auch das Britische Mandat in Israel beendet. Wenn man Gavrons Zeilen liest, taucht man sofort in eine Welt ein, in der Menschen Geschichte geschrieben haben. Mit spannenden Krimielementen versehen besticht dieser berühmte israelische Autor durch sein geschichtliches Wissen und durch seinen Humor. Eitan, der Taxifahrer, wird unfreiwillig in einen Mordfall hineingezogen. Begeistert hat mich Gavrons Spiel mit den Figuren: Die Täter werden zu Opfern und umgekehrt, und das bis zum Ende des Romans!
 

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Wieso hält sich dieser Roman schon seit Wochen auf der Bestsellerliste? Wieso wurde Jon McGregor letztes Jahr für den Booker Preis nominiert? Dieser Frage bin ich nachgegangen, und ich bin begeistert. McGregor erzählt von den Menschen in einem irischen Dorf, das von 13 Speicherseen umgeben ist. Der Kreislauf des Lebens spielt sich vor unseren Augen ab: Kinder und Tiere werden geboren, Paare trennen sich oder ziehen weg, manche kehren immer wieder nach Hause zurück, Sylvester wird gefeiert, das jährliche Spiel gegen die Mannschaft des Nachbardorfes findet statt, doch allen bleibt das Verschwinden der 13-jährigen Rebecca in Erinnerung. Untergründige Spannung beherrscht diesen Roman, immer bleibt die Ungewissheit bestehen, was mit Rebecca Shaw passiert ist.
 

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Von Astrologie mag man halten, was man will, aber hier zu Lande hat wahrscheinlich fast jeder schon mal in die "Sternstunden" von Gerda Rogers reingehört. Nun hat sie das getan, was sie eigentlich nie wollte (denn ein
Steinbock blickt nie zurück, Vergangenes ist für ihn abgeschlossen), nämlich ein Buch geschrieben über ihr Leben.
Und es war ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Leben!
Gerda Rogers schlägt einen Bogen von ihrer Kindheit und Jugend über die "wilden" Jahre in Rom; einen großen Raum nimmt natürlich ihre Radiosendung "Sternstunden" ein, um die sich unendlich viele unterhaltsame und interessante Anekdoten ranken, sie berichtet von Weggefährten und gibt Tipps für das Älterwerden.
So wie alle, die Gerda Rogers und ihren sympathischen Co-Autor Clemens Trischler bei der Lesung in unserer Buchhandlung kennenlernen durften, bin ich überzeugt: Langweilig war es ihr nie und wird es ihr auch nie werden! Dafür ist Gerda Rogers viel zu vielseitig und zu umtriebig!
 

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Daryl Gregory hat einen Familienroman geschrieben, der zu Herzen geht. Man kann sich kaum von den Figuren trennen, weil sie witzig sind und über besondere Fähigkeiten verfügen. Eine normale Familie gibt es eh nicht, doch bei den Telemachus begreift man sofort, dass sie noch etwas anderes zusammenhält: Irene kann erkennen, ob jemand lügt, Buddy kann die Zukunft voraussagen, Frankie ist unkontrollierbar, denn sein Aufschneidertum hält ihn von seiner wahren Bestimmung fern, und Teddy, der Großvater, Teddy spielt einfach falsch. Auch wenn Daryl Gregory in seiner Danksagung behauptet, dass es keine übernatürlichen Phänomene gibt, beweist er uns mit dieser Familie, dass gute Romane von Exzentrik und Humor überaus unterhaltsam sind!
 

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Mich hat dieser Roman zutiefst berührt. Cecilia und Claudio leben in unterschiedlichen Städten, die ihre Einsamkeit verstärkt. In New York kann man sich leicht verlieren, und Paris im Winter erfüllt Cecilia mit einer Melancholie, aus der sie nur ihr Nachbar Tom herausholen kann. Nach ihrem ersten Kennenlernen versuchen beide, die Mauern, die sie um sie aufgetürmt haben, zu überwinden. Nettel ist eine talentierte und empathische Erzählerin, die den Leser neue Chancen im Leben aufzeigt!
 

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Ferdinand von Schirach ist ein Meister in seinem Beruf, aber auch literarisch ein Tüftler. Ausgefeilte Sätze und Plots zeichnen ihn aus und mit jeder Erzählung schafft er es, dem Leser Gänsehaut zu bescheren. Nach „Schuld“ und „Verbrechen“ erscheint jetzt wieder ein neuer Erzählband. „Strafe“ – ein Thema, das den Leser nicht mehr loslässt. Und meistens sind es die letzten Sätze, die ein Bild im Kopf erzeugen, dass erst am Ende sichtbar wird. Erschreckend war für mich, dass mir jede Erzählung auch Tage später noch im Kopf herumgeistert. Und es ist mir ein Rätsel, wie Ferdinand von Schirach das macht.
 

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In seinem neuen Roman hat Daniel Galera ein ganz anderes Thema gewählt und natürlich ist „So enden wir“ nicht so spannend und psychologisch vielschichtig wie „Die Flut“. Nichtsdestotrotz findet man als Leser ein großes Vergnügen an der Lektüre. Fünfzehn Jahre ist es her, dass die Clique die Stadt in Brasilien beherrscht hat, die 4 Hauptfiguren haben das digitale Zeitalter herbeigeführt. Wo stehen sie jetzt, nachdem ihr Anführer, „Duke“, nicht mehr lebt? Während Aurora von einer Weltuntergangsstimmung beherrscht wird, soll Emilio eine Biografie über den Duke schreiben und Antero, der dem Ermordeten am nächsten stand, erfüllt sich seine eigenen Wünsche in der von Hitze versengten Stadt. Daniel Galera wirft Fragen auf, die sehr zeitgemäß sind!
 

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Dieses Buch besticht schon durch die Wahl seines Covers: Die Aufmachung entspricht dem Inhalt, denn der Roman geht „unter die Haut“. Neugierig macht auch die Tatsache, dass das Werk von Gunnar Kaiser vorab von Melanie Raabe und Judith Taschler hymnisch besprochen wurde. Ich wage sogar den Vergleich mit großen amerikanischen Autoren wie Jonathan Franzen oder Paul Auster. Durch die unterschiedlichen Teile des Romans eröffnet sich dem Leser nicht nur die Welt der Bücher, sondern er erfährt auch mehr über die dunklen Machenschaften des Josef Einstein. Geht es hier um die „Haut“ der Bücher oder doch um die wunderschönen, jungen, perfekten Mädchen. Dieser Roman ist ein kleines Wunder für alle, die sich von Geschichten verführen lassen wollen!
 

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Der Titel "Mysterium" trifft bei diesem Buch den Nagel eindeutig auf den Kopf, es ist wirklich ein mysteriös gestalteter Thriller, den Frederico Axat hier niedergeschrieben hat. Mit einer einmaligen Idee, die ich so noch nie bei einen Krimi gelesen habe. Es geht in dem Buch um den todkranken Ted McKay, der mit der Diagnose Hirntumor nicht mehr weiterleben will. Er war gerade dabei, sich in seinem Arbeitszimmer eine Kugel in den Kopf zu jagen, als es überraschenderweise an seiner Tür klingelt und der unerwünschte Besucher sich auch nicht mehr vertreiben lässt. Der junge Mann vor der Tür macht ihn ein einmaliges Angebot, das er nicht ablehnen kann. Ein Art "Selbstmordkettenbrief" wurde von einer dubiosen Gesellschaft ins Leben gerufen, in der es darum geht, sämtliche Verbrecher, die den Rädern der Justiz entkommen konnten auszulöschen. Auf was für ein gefährliches Spiel sich Ted einlässt wird ihm klar, als es schon beinahe zu spät für ihn ist. Ein rasanter Thriller, der den Leser von Seite zu Seite jagt. Für mich eine perfekte Story, toll konstruiert, und zur Gänze schlüssig. Fazit: Ich liebe dieses Buch und werde es auf jeden Fall jedem Krimileser empfehlen.
 

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"Die Toten von der Falkneralm" ist das neueste Werk des Schauspielers Miroslav Nemec, den man auch als Tatort-Kommissar Batic kennt. Ein wirklich gelungener Krimi, der vom Plot her sehr an den Roman "Der Fremde im Zug" von Patricia Highsmith erinnert. Man fliegt förmlich über die Seiten. Sehr interessant finde ich auch, dass der Autor selbst in die Rolle des Protagonisten schlüpft, so etwas habe ich bisher noch in keinem Buch gelesen. Das einzige, was man noch kritisieren könnte, ist, dass das Buch mit seinen nur knapp 250 Seiten leider viel zu schnell ausgelesen ist. Aber eines muss man Herrn Nemec lassen: Er kann nicht nur einen Kommissar spielen, er könnte auch gleich selbst das Drehbuch schreiben.
 

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Dauerregen in Schottand. Auf einer Mülldeponie wird eine Mumie gefunden, und es sieht zunächst so aus, als ob der Fall unwichtig genug wäre, um ihn der Pariatruppe zu übergeben. Diese setzt sich aus Polizisten zusammen, die nur knapp der Suspendierung entgangen sind. Bald schon erweist sich der Fall als wesentlich komplexer, als vermutet, denn der ersten Mumie folgen weitere mysteriöse Leichenfunde. Stuart MacBride serviert uns einen detailreichen Thriller um einen Serienkiller, einen Autor bizarrer Kinderbücher, einen Rapper und einen traumatisierten Polizisten. Das Ganze wird gewürzt mit umwerfend komischen Dialogen und bissigen Anmerkungen und beschert uns damit so einige befreiende Lacher. Britisch böse Krimiunterhaltung vom Feinsten!
 

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Elias, 10 Jahre aus Mils:

Lupinie Anneliese Meltzer wird von allen Frosch genannt, weil ihre Lieblingsfarbe Grün ist, sie sich gerne Grün anzieht und einige Haarsträhnen grün gefärbt hat. Sie freut sich schon sehr auf die Ferien, denn ihre Eltern haben ihr vesprochen, dass heuer der Sommerurlaub unvergesslich werden wird. Sie fahren aber auf einen Gurkenbauernhof in Hinterschweinsbach. Soll das jetzt der coole Urlaub sein? Frosch ist sehr traurig.

Doch der Sohn des Gurkenbauern namens Junior erzählt ihr, dass hier eine alte Oma wohnt, die angeblich den Kinderfresser Matzke Messer gesehen hat. Das klingt ja doch noch nach Abenteuer!

Somit beginnen lustige und spannende Ferien, z. B. trifft Frosch auf eine Hexe und einen Pharao, reist zum Mond und noch vieles mehr.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es so lustig und spannend war. Am besten hat mir die Hexe gefallen, die Frosch und Junior bei ihren Abenteuern begleitet. Die Bilder im Buch sind auch fantasievoll gezeichnet und stellen die Figuren lustig dar!
 

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Van der Zijls biografischer Roman zeichnet sich durch eine gewissenhafte Recherche aus: Sie hat Allene Tews Spuren in Jamestown, Pittsburgh, New York und Umgebung, Frankreich, Schweiz, Deutschland und in den Niederlanden gesucht. Und auch gefunden. Mich hat Allenes Durchhaltevermögen (5 Männer geehelicht!) und ihr Mut fasziniert. Sie hat mit Rückschlägen umgehen gelernt und somit auch die größte Chance auf Glück gehabt. Gleichzeitig hat Allene den amerikanischen Traum verwirklicht, und sie konnte mit all den Veränderungen gut umgehen. Dieses Buch ist eine Geschichte über Amerika und seine gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Allenes Figur wird dem Leser ewig in Erinnerung bleiben.
 

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„Moby Dick“ von Herman Melville konnte ich nicht zu Ende lesen, da mich die Thematik nicht angesprochen hat. Jetzt habe ich eine neue Chance bekommen:. Es gibt einen Starautor, der sich mit dem Walfang befasst. Keine Sorge, es passiert 1850, dass die Harpunierer in den Nordgewässern unterwegs sind, nicht in der Jetztzeit. Ian McGuire hat die brutale Geschichte auf der Volunteer sehr spannend aufbereitet. Tiefes Grauen erfasst den Leser, wenn er mit all den Abgründen der Menschheit konfrontiert wird. Das Überleben in der Arktis bekommt eine neue Dimension, da nicht nur die Natur sondern auch die Männer auf dem Schiff zum Feind werden. McGuire wurde dafür 2016 für den Man Booker Prize nominiert!
 

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Hope ist ein bisschen seltsam, aber auf eine gute Art. Sie ist anders als die anderen Hausfrauen in der Kleinstadt Eden der 50er und 60er Jahre. Die Geburt ihres vierten Kindes hat sie in abgrundtiefe Verzweiflung gestürzt, und noch ein weiteres Mal wird sie sich wegen Depressionen in psychiatrische Behandlung begeben. Mit einundvierzig ist sie eine Fremde in ihrem eigenen Haus.
Doch mit den Jahren erweist sich Melanie -- das Kind, das zu lieben sie gelernt hat -- als diejenige, die ihr am nächsten ist. Und Hope gewöhnt sich an, den gegenwärtigen Moment zu genießen; diese flüchtige Freude lässt sie gesund bleiben, trotz diverser Höhen und Tiefen. Und sogar im Alter, nach dem Tod ihres geliebten Mannes, wagt sie einen Neuanfang. "... und da hatte Hope verstanden, dass es nichts gab, wovor man sich fürchten musste."
 

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Auch wenn die Unabhängigkeitserklärung in Amerika alle Menschen als gleich erklärt hat, ist der Süden der USA im Jahre 1943 noch weit entfernt davon. Sogar vor Gericht gewinnen die weißen Wutbürger immer und so wird Will zu einem Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt. Nach einer wahren Begebenheit hat Elizabeth H. Winthrop diesen feinen Roman verfasst. Sie lässt Figuren in Martinville, wohin der Stuhl gebracht wird, zusammenkommen, die alle mit Will zu tun haben. Auf diese Art und Weise entsteht ein tiefgründiges Psychogramm mit Tiefgang!
 

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Zwölf einfache Erzählungen über Mordfälle, die nicht die Schuld ohne Unschuld aufzeigen, sondern uns in den/die Täter/in hineinblicken lassen. Emotionslos und distanziert erlebt der Leser/die Leserin (ich hasse gendern!!) diese Fälle, um doch am Ende noch ein klein wenig Sympathie für den/die Angeklagte zu empfinden. Oder auch nicht?!
 

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Vertrauen ist ein großes Wort. Und dann noch in sich selber? Haben wir das eigentlich verlernt? Dabei hat der Mensch ein psychisches Urprogramm, das es uns ermöglicht, das Leben manchmal (und immer öfter) sogar wie einen Tanz oder ein Spiel zu (er)leben. Manfred Stelzig macht viel Mut, unsere Ressourcen zu nutzen, er lehrt uns, unsere Urväter und Urmütter zu aktivieren, die Anima und den Animus in uns zu spüren und uns selber zu (ver)trauen. Ich meine: Ein durch und durch positives Buch, dessen Studium die Seele beflügelt und Zuversicht hinterlässt!
 

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Ein tolles Bilderbuch ohne Worte: Man beobachtet einen turbulenten Tag in einem Hundesalon. Was da alles zu tun ist! Jede Menge verschiedener Rassen von Vierbeinern kommen in dieses Geschäft, und der Besitzer und sein Gehilfe, ein kleiner Kater haben immer Arbeit. Wo befindet sich jetzt wieder das rote Buch? Was muss denn der kleine Kater noch alles putzen? Auf jeder Seite kann man mit den Kindern was entdecken und auch viele neuen Geschichten erzählen.
Im Anhang gibt's dann auch noch ein Faltblatt wo man alle Hunde wiederfindet.
 

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Nach "Schuld" und " Verbrechen" nun "Strafe", wieder einmal schreibt Ferdinand von Schirach fabelhafte Kurzgeschichten über seine echten Fälle im Anwaltsalltag. Seine Erzählungen gehen unter die Haut, sie lassen mich auch lange nach dem Lesen noch nicht los. Eine Geschichte hat mich diesmal besonders mitgenommen. Ich freue mich jetzt schon auf die Serienverfilmung dieses Buches, die hoffentlich so gut wird wie die der ersten beiden.
 

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Was ist das für ein Buch, das mich eine Nacht fast nicht schlafen ließ? Für das ich an einem Morgen extra eine Stunde eher aufgestanden bin, um es vor der Arbeit noch fertig zu lesen? Was ist das für ein Buch, in dem man eigentlich keine der Figuren so richtig sympathisch findet? Ich mochte Raffael nicht -- zu arrogant ist er, zu manipulativ! Moritz, seinen Freund seit Kindertagen möchte man anschreien: Wach endlich auf, schau dich um, siehst du nicht, was für ein Mensch dein sogenannter bester Freund ist?! Moritz, der so anders ist als die anderen Kinder; der die Welt und die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes ganz anders wahrnimmt. Für den Raffael das Grün mitbringt und die Wolken.
Da ist Moritz' Mutter Marie, die einzige, die erkennt: "Manche Menschen leuchten nur, wenn sie andere ins Dunkel schubsen." Aber auch sie zu schwach, zu passiv, um mit ihrem Leben klarzukommen, genau wie ihr Sohn. Und dennoch sind mir all diese kaputten, verkorksten Menschen ans Herz gewachsen.
Mareike Fallwickl hat einen Debütroman geschrieben, der einen nicht mehr loslässt! Ihre Sprache ist bildgewaltig, teilweise verstörend. Unbedingt lesen!
 

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Was Titus Strings beschäftigt, wird erst gegen Ende des Romans klar: Ein Nazi hat ihn im März 1938 gezwungen, vor sensationsgierigem Publikum „Jud“ an eine Hausmauer zu schreiben. Fast zwanzig Jahre später kehrt er wieder in seine Heimatstadt zurück und rechnet ab. Lange hat er dieses beschämende Ereignis zu verdrängen versucht, doch der Zufall zwingt ihn, sich diesen Dämonen zu stellen. Georg Thiel ist der Schöpfer von beeindruckenden literarischen Figuren, die man nicht mehr vergisst. Er legt ihnen Sätze in den Mund, die geistreich und witzig sind und doch historisch relevant. Dieser Konfrontation mit der Vergangenheit sollte man sich unbedingt hingeben!
 

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Die Schriftsteller werden älter und auch wenn sie ihre Erfolge schon hinter sich haben, müssen sie trotzdem weiter um Anerkennung kämpfen. Auch wenn man ein Ferienhaus besitzt, so findet dort nicht nur Erholung statt, man muss sich auch um die Dinge kümmern, die man besitzt. Auch Margit Schreiner ist älter geworden, aber sie hat ihren Wortwitz nicht verloren. Jeder Satz stimmt. Ausmisten ist das Motto, denn jeder Tag bringt neuen seelischen und materiellen Müll. Wenn man nicht untergehen möchte, dann sollte man sich ein Beispiel an ihr nehmen: Niemand anderer geht so gnadenlos mit sich und mit dem Rest der Welt um wie Margit Schreiner, deswegen schätze ich sie so sehr!
 

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Nakamura schreibt atemberaubend und endlich haben wir einen japanischen Autor, der überzeugt. Bereits "Der Dieb" wurde hymnisch gelobt! Egal wie düster das Szenario auch erscheinen mag, der Leser ist gezwungen, sich dem Bösen zu stellen. Fumihiro entflieht dem Elternhaus und um nicht gefunden zu werden, legt er sich ein neues Gesicht und eine neue Identität zu. Dass er den Machenschaften seiner Familie nicht entkommen kann, wird spätestens nach dem Zusammentreffen mit seiner Adoptivschwester klar. Rettet ihn die Liebe zu ihr und wer ist nicht sein Feind? Die Spannung ist kaum auszuhalten, denn im Laufe der Lektüre kommen Dinge zum Vorschein, die man nicht vermutet hätte! Unbedingt lesen!
 

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Mich haben die Gedanken des Künstlers fasziniert, wie er arbeitet und von welchen Gegenständen er sich inspirieren lässt. Die Eltern zu verlieren, nachdem sie nie ihre Rolle erfüllt haben, wirft den Protagonisten mehr aus der Bahn, als er glaubt. Ihre Abwesenheit im Haus bringt ihn näher an ihre Kunst und die Freundschaft zu dem 8-jährigen Mädchen, das plötzlich in seinem Garten auftaucht, gibt ihm Kraft, sich selber in seinem Kunstschaffen zu verwirklichen. Ein wunderschöner Roman über Eltern, über Kunst, über Freundschaft und über die Liebe. Und alles in eine wundervolle Kulisse am See getaucht, was will man mehr.
 

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Wie es der österreichischen Autorin Tanja Paar auf 150 Seiten gelingt, das Leben der beiden Frauen Violenta und Klara zu schildern, die beide um Martin buhlen, ist einfach meisterhaft! Die Fernbeziehung zwischen Violenta und Martin endet abrupt, als Klara von Martin schwanger wird. Nach 10 Jahren will Violenta Martin aber wieder zurückerobern. Kann eine Patchworkfamilie funktionieren? Was dann passiert, wird in diesem Roman virtous erzählt!
 

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Es ist ein dunkles Kapitel des 2. Weltkriegs, das in diesem faszinierenden Roman abgehandelt wird:
Zehntausende junge Koreanerinnen wurden während des Krieges von den japanischen Besatzern verschleppt und als Sexsklavinnen gehalten. Heute leben noch ein paar Handvoll dieser Frauen, auf deren Geschichten das Buch basiert. Die Autorin lässt die beiden Schwestern Hana und Emi abwechselnd zu Wort kommen. Hana, die ältere der beiden, wurde in ein japanisches Soldatenbordell verschleppt und rettete damit ihre damals neunjährige Schwester. Ihr gelingt eine abenteuerliche Flucht, doch wird sie nie mehr in die Heimat zurückkehren. Emi sucht ihr Leben lang nach der verlorenen Schwester und findet sie schließlich 2011 in einem Denkmal wieder, das für die verschleppten Mädchen errichtet wurde.
Ein erschütterndes Buch, das grad recht zum Internationalen Frauentag erschienen ist!
 

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Jesmyn Ward hat bereits mit „Vor dem Sturm“ die Herzen der amerikanischen Leser erobert. Jetzt wurde sie zum zweiten Mal für den National Book Award nominiert. Die Autorin wuchs im Süden von Mississippi auf. Das Geschichtenerzählen ist ein Teil ihres Aufwachsens, und diese Erinnerungen an ihre Ahnen und ihr Leben fließen in den Text ein. Die Toten sind ein Teil dieser Kultur, und das Wissen um die Existenz dieser Geister mag für uns ungewöhnlich sein. Leonies Kinder, die bei den Großeltern aufwachsen, besitzen beide die Gabe, diese Geister zu hören und zu sehen. Berührend und unsentimental erzählt Ward von einer Liebe, die die weltlichen Grenzen sprengt und über die Familie hinauswächst.
 

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In Amerika wurde Carol Rifka Brunts Debüt zum besten Buch des Jahres gewählt, jetzt erscheint es auch auf Deutsch. Mich hat der Roman stark an das gewaltige Epos von Donna Tart „Der Distelfink“ erinnert. Genauso spannend erzählt wird hier die Geschichte von June, die ihren Patenonkel verliert. Finn war ein berühmter Maler und auch sein letztes Bild macht Schlagzeilen. Die fesselnde Erzählung rund um 2 Schwestern und ihre starke emotionale Bindung steigert sich mit jedem Kapitel. Einfach hinreisend!
 

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Martin weiß nicht viel über seinen Großvater, und so geht es auch mir als Leserin. Dass deutsche Soldaten als Kriegsgefangene in die Staaten gebracht wurden, war mir nicht bekannt. Ihr Leben in den Lagern ist teilweise vergleichbar mit dem der in Amerika lebenden Japanern. 60 Jahre später kehrt Franz nach Texas zurück und bricht sein Schweigen gegenüber seinem Enkel. Kommt man aus einer Opfer- oder einer Täterfamilie, diese Frage wird auch hier gestellt. Die Sehnsucht, mehr über die eigene Familie zu erfahren, begleitet uns alle, mögliche Antworten finden wir in diesem Roman!
 

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Hier erkennt der Leser sofort, dass ein Drehbuchautor am Werk war, denn alle Szenen sind rasant und bildlich beschrieben. Plötzlich steht Pollys Vater vor der Schule und nimmt sie mit auf eine Flucht durch das Land, denn er hat einen mächtigen Feind. Nur bei ihm ist das 11jährige Mädchen sicher und aus einem schüchternen – aber intelligenten – Mädchen wird eine ausgebildete Kämpferin. Und natürlich darf ein Polizist nicht fehlen, der bald die Seiten wechselt. Als eine Tour de Force lässt sich dieser Krimi beschreiben, literarisch aber nicht vergleichbar mit Werken von Cormac McCarthy, obwohl der Plot das Potential hätte!
 

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Schon seit vielen Jahren ist mir der querschnittsgelähmte Forensiker Lincoln Rhyme und seine Partnerin Amelia Sachs ans Herz gewachsen. Und wieder fesselte mich dieser neue Falls so sehr, dass ich diese “Schwarte“ in einem Rutsch gelesen habe! Lincoln arbeitet mittlerweile nicht mehr als polizeilicher Berater in Mordfällen, sondern wird von Amelia gebeten, eine Witwe bei einer Zivilklage zu unterstützen. Deren Mann wurde bei einem Unfall auf einer Rolltreppe tödlich verletzt und Amelia hat dem Sterbenden beigestanden. Die durch den Unfall unterbrochene Verfolgung eines Serienkillers hat jetzt allerdings den Mörder auf Amelia aufmerksam gemacht. In dem ganzen Trubel erscheint auch noch Amelias Exfreund, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde und immer noch Gefühle für sie hat. Anfangs erinnerte mich die Ermittlungen eher an einen Justizkrimi à la John Grisham, was nicht verwundert, da Jeffrey Deaver vor seiner Schriftstellerkarriere als Anwalt tätig war. Aber die gefinkelte Spurensuche beginnt wieder äußerst raffiniert und überrascht mit unerwarteten Wendungen. Fazit: Forensik vom Feinsten!!
 

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Der erste Krimi, den ich von Georg Haderer gelesen habe, hat sich als feine Krimilektüre mit bissigem Spot und Tiroler Schmäh entpuppt! Oberst Schäfer wird nach Kitzbühel beordert, um dort einen grausigen Mord an einem einheimischen Geschäftsmann aufzuklären. Doch bereits vor seiner Ankunft in seinem Heimatdorf passiert bereits der nächste Mord. Schäfer muss mit der örtlichen Polizei zusammenarbeiten, das ihm überhaupt nicht liegt und außerdem kommen keine schönen Erinnerungen hoch, wenn er in der Hahnenkammmetropole ist. Die größte Unterstützung bei seinen Ermittlungen bekommt er vom Pfarrer, der seine Gemeinde gut kennt, und der auch mal sein Auto oder seine Badehose verleiht. Die „Qualen“ waren mir persönlich zu wenig „quälerisch“, aber ich hab große Lust bekommen, die anderen Schäfer-Krimis auch zu lesen!
 

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Nachdem sogar das jüngste Kind inzwischen alles selber liest, bin ich als Vorleserin kaum noch gefragt. Aber dann kam der kleine Hund Mister! Eines Tages steht er vor der Tür des Ich-Erzählers Thomas und möchte gerne bei ihm einziehen. Thomas möchte das eigentlich nicht, aber Mister ist so selbstbewusst und dickköpfig, dass er -- so wie später dann auch jedes mal, wenn es ums Schlafen auf dem Sofa oder das Essen am Tisch mit eigenem Teller geht -- seinen Kopf durchsetzt. Und genau wie Thomas haben auch wir beim Vorlesen und Zuhören Mister sofort in unser Herz geschlossen. Mister liebt Geschichten, und so erfreut Thomas ihn und uns mit märchenhaften und phantasievollen Erzählungen. Dazu noch die herrlichen Bilder von Wolf Erlbruch! Und nachhaltig ist das Buch auch noch, denn jetzt liest es der ältere Bruder, neugierig geworden durch unser Gelächter an vier Abenden.
 

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Inzwischen schreibt der deutschsprachige Meister der Psychothriller schon seit mehr als 10 Jahren und das ist auch gut so. Mich hat er wieder einmal begeistert, und ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen. Es war wieder einmal kaum zu überbieten in Sachen Spannung und hält wie auch schon seine Vorgänger Romane wieder allerhand Überraschungen für den Leser bereit. Also ein absolutes Muss für gruselige Winterabende Zuhause!
 

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In diesem Frühjahr sind Bücher von Autoren erschienen, die sich schon seit Jahren in der Literaturszene etabliert haben. Mit Begeistern habe ich Margriet de Moors neuen Roman verschlungen. Fasziniert hat mich die Entwicklung der Figuren, wie geistreich Margriet de Moor den Vorfall an der Baugrube erklärt. Wie sie mehr Ereignisse aus der Vergangenheit einstreut und die Spannung aufrecht erhält, wie sie offene Fragen mit viel Einfühlungsvermögen klärt. Wieso gesteht eine Mutter einen Mord, den sie nicht begangen hat? Und wieso sinnt die Tochter auf Rache, obwohl in ihrem Leben alles perfekt erscheint? Und wieso tun wir Dinge, die völlig unberechenbar sind? Die niederländische Kultautorin liefert uns Antworten, die nicht nur für Vögel, sondern auch für Menschen gelten!
 

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Allzuviel möchte ich nicht über dieses schöne Buch verraten, denn große Geheimnis hat Thomas Nonna nicht gehabt. Dennoch lernt er ihren Dialekt und versucht, ihr näher zu kommen. Er kehrt in ein Dorf zurück, das sich seit Jahren kaum verändert hat, oder ist es die stille, schwarzgekleidete Frau, die sich nicht mehr anpassen wollte? Die Männer sind alle einmal ausgewandert, um der Armut zu entfliehen. Vom einem Leben in Amerika oder Deutschland kann fast jede Familie dort berichten. Nonna hat sie überlebt, durch Sparsamkeit und harte Arbeit. Thomas de Padova besitzt die Fähigkeit, zuzuhören, wo Schweigen ist, und so entsteht eine zauberhafte Welt an der Adria, die einem im Gedächtnis bleibt.
 

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Ein neues Gesicht aus dem Kloster Münsterscharzach? Ich war gespannt. Zacharias Heyes ist Mönch, Notfallseelsorger und geistlicher Begleiter. Er öffnet uns einen wundervollen Zugang zu Gott. Wir brauchen Gott nicht suchen, meint Heyes, Gott findet uns. Überall - nicht nur in Kirchen, heiligen Stätten und auf Pilgerwegen. Das haben wir eigentlich immer schon geahnt. Und Gott überrascht gern, was viele Geschichten aus der Bibel beweisen, er kommt im Gewand unseres Nächsten, er trägt uns auf, mit seiner schöpferischen Kraft eine gerechtere Welt aufzubauen. Unbedingt mag ich auch Heyes mutige Worte über die Kirche und den "klerikalen Narzissmus" einiger Amtsträger. Bitte noch mehr frischen Wind von diesem Autor!
 

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Mich wundert es sehr, dass dieses Buch medial keinen Zuspruch bekommen hat. Erstens ist das Thema Flüchtlinge immer noch aktuell (nur weil jetzt nicht mehr so viele zu uns kommen), und zweitens hat sich ein Sprachakrobat (ein Poetry-Slamer) damit auseinandergesetzt. Jaromir Konecny hat 1982 als tschechischer Flüchtling ein Jahr in einem Flüchtlingslager gelebt, seine Erfahrungen konnte er einbringen, um dieses Werk entstehen zu lassen. Er lässt keine Problematik aus, egal wie groß der Widerstand der Dorfbevölkerung gegen das "Haus der Hoffnung" ist, Humor überwindet alle üblen Gemüter!
 

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Madeleine und Margie sind in einer Welt voller gesellschaftlicher Verpflichtungen gefangen. Madeleines Leben scheint perfekt. Ein gutaussehender Ehemann und ein schönes kleines Haus, dennoch ist sie tief unglücklich. Als sie die alten Briefe ihrer Großmutter Margie findet, geben ihr diese neue Hoffnung. Margie flüchtet als junge Frau aus dem strengen Elternhaus und macht eine Europareise, verweilt sehr lange in Paris und entdeckt die schönen, spannenden Seiten des Lebens. Ein Roman mit Höhen und Tiefen, packenden Dialogen und starken Frauenrollen. Sehr empfehlenswert!
 

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Die eigene Mutter kann einen schon manchmal um den Verstand bringen, egal wie alt man ist. Und wenn sie dazu noch ein bisschen depressiv ist, an einer bipolaren Störung leidet und gerne telefoniert, dann bleibt der erwachsenen Tochter nichts anderes übrig, als ihr zuzuhören. Ich habe Tränen gelacht, was Charlene da von sich gibt: einmal macht sie auf Mitleid, dann schlägt sie erbarmungslos um sich und erwartet dann, dass ihr immer verziehen wird. Wie Mütter halt oft sind, man muss trotzdem mit ihnen auskommen (oder auflegen!).
 

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Ein Vater schreibt einen langen Brief an seine 12-jährige Tochter - berührend und voller Sorge. Es sind liebevolle Gedanken eines Vaters über das gegewärtige Leben und die Zukunft von Kindern: Dass Kinder viel zu viel nur nach ihren Leistungen in der Schule beurteilt werden, dass sie teilweise mehr Stunden "arbeiten" als die Eltern, dass ihr Leben mit Frühförderkursen und sonstigen, zu hinterfragenden Aktitiväten voll verplant ist und somit wenig bis gar keine Zeit mehr zum Spielen, Faulenzen, Freundetreffen und Tagträumen bleibt ... Eine Pflichtlektüre für alle Eltern, ein bewegendes Plädoyer für die Bewahrung der Kindheit!
 

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Yvonne und Jonas haben zwei Jungs und führen eigentlich eine gute Ehe, aber irgendwie hat Yv das Gefühl, dass etwas fehlt. Kann es das gewesen sein? Geht es einfach so weiter? Immer nur funktionieren ... Diese Gedanken kreisen in ihrem Kopf, als sie mit dem jungen Peter eine Affäre beginnt und es ihrem Mann erzählt. Jonas fordert sie darauhin auf, die gemeinsame Wohnung zu verlassen. So zieht sie in ein Hotel und versucht, den inneren Knoten in ihr zu lösen. Und sie erkennt, dass es kein Zurück geben kann in ihr altes Leben, sondern - wenn überhaupt - nur einen Neustart.

Ob es ihnen gelingen wird, erzählt dieser Roman in sehr eindringlicher Sprache!
 

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Haben sie schon einen Krimi für Kalte Winterabende? Wenn nicht, empfehle ich Ihnen den Debütroman "Finde mich - bevor sie es tun" von dem britischen Autor J.S. Monroe. Es ist ein rasanter Thriller, der von der jungen Studentin Rosa handelt, die eines Abends einfach zum Hafen geht, und ins Wasser springt, um sich das Leben zu nehmen. Ihr Lebensgefährte Jar kann damit nicht umgehen und schließt auch Jahre später nicht mit ihrem Tod ab. Als er Hinweise darauf findet, dass Rosa damals gar nicht gestorben ist, macht er sich auf die Suche nach ihr und bekommt dabei von einigen mächtigen Personen große Steine in den Weg gelegt. Dieser Thriller zählt zu den spannendsten, die ich je gelesen habe, und ich kann ihn nur weiterempfehlen. Hoffentlich hören wir noch mehr von J.S. Monroe.
 

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"Norbert Gstrein auf der Suche nach sich selbst!" War er das nicht immer schon, in all seinen Werken? Und deshalb habe ich seine Werke immer schon gerne gelesen. Aber es stimmt, er übertrifft sich in "Die kommenden Jahre" selber: Der Auslöser für eine Beziehungskrise und Sinnfrage ist Natashas Entscheidung, eine syrische Familie im Sommerhaus am See unterzubringen. Und es dauert nicht lange, bis die Nachbarn ihr wahres Gesicht zeigen. Richard verstrickt sich immer mehr in seine eigenen Träume und schließlich kommt es zu einem Ende, das der Autor perfekt vorbereitet und inszeniert hat. Ein aktuelles Buch für die heutige Zeit!
 

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Scharfsinnig und zynisch schreibt Nina Lykke und dieser Stil hat sie in Norwegen auf die Bestsellerliste gebracht. Erstmals können wir auch auf Deutsch etwas von ihr Lesen. Aufruhr in mittleren Jahren, so kann man eine Midlife-Krise auch gut beschreiben. Es ist faszinierend, wie detailliert Lykke das Innenleben der Hauptfiguren, Ingrid, Jan und Hanne beschreibt. Nach diesem Roman stellt man sich nicht mehr die Frage, ob das Leben, das man führt, eine Berechtigung hat. Das optimistische Ende zeigt dem Leser, wie eigenartig die Dynamik in einer langjährigen Ehe oder Beziehung sein kann, wie egoistisch Kinder sind und welchen Einfluss die Eltern auf unser Verhalten haben. Diesen Roman sollte man genießen und sich fest vornehmen, das Leben nicht nur einfach "abzuhacken", Dinge erledigen, weil sie halt getan werden müssen, sondern sich auch mal zurücklehnen und fragen, warum man sich abrackert!
 

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David Szalay wird immer wieder gefragt, ob dieser Roman auch Frauen anspricht. Anscheinend schon, doch mich hat „Was ein Mann ist“ eher deprimiert. Natürlich schreibt er wundervolle Geschichten über Männer und zurecht wurde David Szalay für den Booker Prize nominiert, und doch glaube ich, dass in Männern mehr Potential steckt als sich Szalay bewusst ist. Für mich sind sie nicht feige, unbeholfen oder bemittleidenswert, besessen von erotischen Träumen. Und ich finde, dass auch im fortgeschrittenen Alter noch viel mehr drinnen ist, als mancher Mann so glaubt. David Szalay darf ruhig ein bißchen nachsichtiger mit seinen männlichen Figuren umgehen, das schadet auch dem männlichen Leser nicht. In jeder der 9 Männer steckt ein ganzes Leben, egal wie alt sie zur Zeit sind. Dieser Autor erweist sich als würdig, männliche Erfahrungen zu Papier zu bringen!
 

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In 3 Sekunden entscheidet sich das Leben für oder gegen dich. Ein Brief von einem Toten begleitet Francoise auf seiner Suche nach dem Sinn des Lebens. Oder nach seiner Mutter, die ihn mit einem Jahr in einem Einkaufswagen in einem Kaufhaus zurückgelassen hat. Ein Findelkind bleibt er, wenn er durch Marseille, New York oder Montreal streift, immer wenn er sich ein Ziel gesetzt hat, wird er enttäuscht. Auch den Menschen kann er nicht vertrauen, nur in seinen Träumereien findet er Geborgenheit. Tiefgründig, bewegend und existentiell wichtig ist dieser neue Roman von Hans Platzgumer. Wer ihn außerdem als Musiker erlebt hat, wird zudem noch gestärkter aus dieser Leseerfahrung hervorgehen. Platzgumer, in Innsbruck geboren und in der ganzen Welt zu Hause, betört mit unvergesslichen Sätzen. Wer ihn noch nicht kennt, sollte seinen Roman „Am Rand“ nicht auslassen!
 

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Deacon hat die Schule beendet und zur Krönung kommt noch der Highschool-Abschlussball. Soweit alles wunderbar, wäre Deacon nicht so schüchtern, um Freunde kennen zu lernen, geschweige ein Mädchen anzusprechen. Immer wieder versuchte er Kelli aus seiner Klasse anzusprechen, doch nun war ein anderer Mitschüler schneller. Da kommt die Rettung in Form von Oma Jean. Warum nicht Jean fragen, ob sie mit ihm auf diese Feier geht? Seine Großmutter nimmt die Einladung an und nach einem Tanzkurs, wo Deacon die Liebe seines Lebens kennen lernt, verbringen sie einen rauschende Ballnacht mit Folgen. Kann Deacon sein Leben wieder in den Griff bekommen? Sehr flott und mit einigen lustigen Details geschrieben und doch spürt man, dass viele Menschen sehr verletzlich sind. Meine Empfehlung für Jugendliche ab 12.
 

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Lousia Clark ist wieder da und macht New York unsicher. Sie hat eine Anstellung als persönliche Assistentin in einem reichen Haushalt in Manhattan angenommen und kümmert sich um die Anliegen ihrer Arbeitgeberin Agnes Gopnik. Ihr Leben ist bestimmt von Wohltätigkeitsveranstaltungen, Besuchen in teuren Boutiquen, Fahrten in Limousinen mit Chauffeur und Jogging im Central Park. Louisa vermisst ihren Freund Sam schmerzlich, lernt dann Joshua William Ryan den Dritten kennen. Und dieser Mann ähnelt sehr dem verstorbenen William Traynor. Louisa ist hin- und hergerissen zwischen ihrem neuen Leben in New York und Stolford, sie vermisst ihre Familie und Sam. Ihre Gefühle fahren durch Josh Achterbahn...und Louisa Clark muss sich die Frage stellen, mit Stolz in Ringelstrumpfhosen und Vintagekleidern durchs Leben zu gehen oder.....
 

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Malcolm Anderson, Polizeireporter in Miami, berichtet ausführlich über einen Mord an einem 16jährigen Mädchen. Kurze Zeit später staunt er nicht schlecht, als er in der Zeitungsredaktion einen Anruf des Mörders erhält. Dieser macht ihm das Angebot, er bekäme von ihm Details über die bevorstehenden Morde, dafür müsste er als sein 'Pressesprecher' agieren. Fasziniert von den Möglichkeiten und dem zu erwartenden beruflichen Erfolg geht Anderson darauf ein. Die Auflage der Zeitung steigt, der Reporter wird zur örtlichen Berühmtheit. Doch was bezweckt der Mörder mit seinen Taten, warum macht der den Journalisten quasi zum Mittäter? Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf.
Bei diesem Roman handelt es sich um Katzenbachs Erstlingswerk, das bereits 1982 bzw. die deutsche Ausgabe unter dem Titel 'Das mörderische Paradies' etwas später erschienen ist. Lange Zeit war dieser nicht erhältlich, jetzt liegt er in einer neuen Übersetzung wieder vor. Vor seiner Karriere als erfolgreicher Autor von Psychothrillern war Katzenbach selbst Gerichtsreporter, er weiß also wovon er spricht. So geht er auch auf ethische Fragen über Mitverantwortung und Sensationslust der Presse ein. Wenn auch diese Diskurse gelegentlich dazu führen, dass der Spannungsbogen unterbrochen wird. Trotzdem: ein bemerkenswertes Erstlingswerk!
 

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„Shotgun Lovesong“ habe ich als einen schönen Roman in Erinnerung behalten, weitaus eindrucksvoller ist aber das neue Buch von Nickolas Butler, der mittlerweile zu den ganz großen amerikanischen Autoren gehört. Die Geschichte geht zurück in die 60ger Jahre, dadurch lernen wir Nelson von einer besonderen Seite kennen: Wie wird man erwachsen, wenn es kein gutes männliches Vorbild in der Familie gibt? Wie kann er seine Schüchternheit überwinden und zu einem Anführer werden, was ihm der Camp-Leiter prophezeit? Und was bestimmt die Freundschaft mit Jonathan, der absolut kein Außenseiter ist? Das ist kluge Lektüre für alle Männer, die ihren Platz finden müssen und für Frauen, die nicht verstehen, wie die Herzen der Männer ticken!
 

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Wo sich die Geschichte abspielt, ist nicht ganz klar. Es ist ein Fischerdorf irgendwo in der Wüste, denn die Seen trocknen aus und die Gegend wirkt verlassen. Der Fischfang geht zurück und das gesamte Gebiet scheint verseucht zu sein, denn die Kinder werden entweder tot oder verkrüppelt geboren. Die Kinder haben Ekzeme, an die sie sich aber gewöhnt haben. Nami wächst bei den Großeltern in dem kleinen Fischerdorf auf, das von russischen Soldaten belagert wird. Seine Mutter kennt er nicht, doch er möchte sie in der großen Stadt finden. Mit 14 bricht er auf und der Leser begleitet ihn auf einer Reise, die nicht ganz ungefährlich ist. Langsam beginnt man zu verstehen, wie verseucht und grausam die Menschen dort sind. Überraschend klug und sehr tiefgründig erzählt Bianca Bellova in ihrem Debüt über das Erwachsenwerden und über das Leben!
 

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Der Schein trügt: so unkompliziert die Fernbeziehung von Violenta und Martin funktioniert, Martin entscheidet sich doch für eine andere Frau und das Baby. Als Violenta nach über 10 Jahren wieder in Martins Leben auftaucht, wird das vermeintliche Glück in Frage gestellt. Das Debüt der jungen Grazerin ist eine Überraschung: Sehr schnell hat man als Leser begriffen, dass die Direktheit der Autorin, ihre ehrlichen Sätze über den normalen Familienalltag, auf ein fulminantes Ende abzielt. Und das Ende hat es wirklich in sich. Fast kann man es nicht glauben, das Buch lässt einen nicht mehr los!
 

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Jane Austens Roman bietet mit seinen knapp 90 Seiten den perfekten Einstieg in die Jane Austen Welt. Erzählt wird der Briefroman abwechselnd aus mehreren Sichten. Hauptprotagonistin ist die intrigante Witwe Lady Susan, die einen klaren Plan verfolgt, einen Ehemann zu finden! Nicht nur für sich, sondern auch für ihre Tochter, die von den Absichten ihrer Mutter nicht sonderlich begeistert ist. Intrigen, Eifersucht und Konflikte stehen an der Tagesordnung. Für mich war dieses kleine, aber feine Buch, ein heiteres Erlebnis. Jane Austens Schreibstil ist sehr zynisch und spitzzüngig. Der einzige kleine Kritikpunkt: der Briefroman endet sehr abrupt und somit bleiben die Schicksale der einzelnen, sehr interessanten Figuren offen.
 

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Nachdem ich den Film "Das Dschungelbuch" gesehen hatte, war für mich klar, dass ich unbedingt das Buch lesen möchte, um Mowglis Geschichte auf eine andere Art zu erleben. Dieses Schmuckstück ist nicht nur ein absoluter Hingucker im Regal, sondern auch sehr aufwendig und mit viel Liebe gestaltet. Das ganze Buch steckt voller interaktiver Extras, Drehscheiben und Karten, die nicht nur wunderschön zum Ansehen sind, sondern auch eine Menge Spaß machen. Die Illustrationen sind ebenfalls atemberaubend. Ein absoluter Schatz für jedes Bücherregal!
 

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Peter Pan, der Held meiner Kindheit, wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Gemeinsam mit dieser wunderschönen Schmuckausgabe reisen die Leser mit Peter Pan ins Nimmerland. Dieses Buch steckt nicht nur voller toller Charaktere, wie den "verlorenen Jungs" oder Captain Hook, sondern bietet uns Lesern auch die Möglichkeit, die Geschichte mit interaktiven Extras zu erkunden und neu zu entdecken. Einen Bonus bieten die zahlreichen Illustrationen, die sich über das ganze Buch verteilen. Eine klare Empfehlung für alles Fans von Peter Pan und die, die es noch werden möchten.
 

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Der Titel allein würde schon genügend, diesen Roman zu beschreiben, oder die Tatsache, dass Karl Ove Knausgard für die Entstehung dieses Romans verantwortlich ist. Ich gebe zu, Natur- und Wetterbeschreibungen können echt fad sein. Birgisson erschafft aber eine Welt in Island, die zwar von Naturereignissen beeinflusst wird, und doch finden in dem Fjord beeindruckende Geschichten statt. Der Ich-Erzähler, ein junger Fischer, führt ein Tagebuch, welches philosophische Fragen und seine Suche nach der Liebe vereint. Dieses Buch wird die Herzen der Leser im Sturm erobern!
 

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Wer kennt sie nicht die Raupe Nimmersatt? Nun gibt es ein Kochbuch mit ganz tollen Rezeptideen. Frühstück, Mittagessen Jause und Abendessen werden mit der Raupe ein Kinderspiel. Einfache Anleitungen und viele Illustrationen von Eric Carle machen daraus ein großes Vergnügen zum Anschauen und Nachkochen.
 

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Manches hat man bereits über das Aufwachsen des jungen Mitterer gewusst, und doch ist es ein Glück für alle, dass dieses Buch zu seinem 70. Geburtstag erschienen ist. So sympathisch der Dramaturg, Schauspieler und Autor von zahlreichen Hörspielen und Dramen für die Bühne und das Fernsehen auf dem Bildschirm wirkt, genauso einnehmend ist sein Buch. Faszinierend finde ich es, dass er sich an hunderte Menschen erinnert, mit denen er gearbeitet und die ihn auch gefördert haben. Es ist seine liebevolle Erinnerung an sie, seine Trauer über ihren Verlust, die diese Biografie auszeichnet. Sein Herz soll noch lange für diejenigen schlagen, die ihn inspirieren und von ihm inspiriert werden.
 

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Ein neuer Fall aus Tel Aviv: Ein Vergewaltigungsopfer wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Dies wird Avi Avrahams erste Mordermittlung, die er zu leiten hat. Dabei kämpft er nicht nur gegen seine Selbstzweifel sondern auch gegen missgünstige Kollegen. Auch an der Beziehungsfront läuft nicht alles rund, und seine ehemalige Vorgesetzte ist ebenfalls nicht gesprächsbereit - denkbar schlechte Vorzeichen also für den Ermittler. Schon bald kommt ihm jedoch ein Zufall zu Hilfe, und die Spuren verdichten sich. Mishanis eigentliches Thema sind in diesem Roman jedoch die Missbrauchsopfer, die gemeinsam mit ihrem Umfeld an den Folgen des Erlittenen letztlich zerbrechen. Eine intensive Geschichte, die mehr zu bieten hat als ein herkömmlicher Krimi!
 

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Lea bekommt neue rote Schuhe. Ihre Mutter hat sie ihr mitgebracht, aber oje man muss da ja eine Schleife binden. Lea ist verzweifelt und versteckt ihre neuen Schuhe im Dachboden, wo schon andere Kartons aufbewahrt werden. Alle Schachteln haben eine Schleife und nun muss Lea auch für ihre Schachtel eine finden. Kann Lea jetzt doch Schleifen binden? Eine gelungene Pappausgabe für kleine Kinder mit sehr stimmungsvollen Illustrationen und am Buchdeckel ist eine rote Kordel eingezogen damit auch die Kleinen üben können.
 

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Das Märchen von der Schönen, die sich in ein Biest verliebt, gehört schon seit Kindertagen zu meinen absoluten Lieblingsgeschichten. Diese wunderschöne Schmuckausgabe steckt voller interaktiver Extras und eindrucksvollen Illustrationen. Als Leser bekommt man die Möglichkeit, die Geschichte ganz neu zu entdecken und einen etwas anderen Blick in das verzauberte Schloss zu werfen. Ein absoluter Muss für jeden Märchenfan und Buchliebhaber. Zum Selberlesen und Vorlesen!
 

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Julian Barnes ist ein Großmeister der Verknappung. Hier gibt es nichts Unnötiges, kein Dekor und kein Blabla. Seine neue Geschichte beginnt ungewöhnlich heiter, fast übermütig, doch schon bald kommt es zu ersten Eintrübungen, und es dauert nicht lange, bis wir uns in einer veritablen Tragödie befinden. Die Entwicklungen, die die einzelnen Protagonisten durchmachen, werden präzise und anschaulich geschildert, man kann jeden einzelnen Schritt in Richtung Katastrophe gut nachvollziehen. Ein trauriges Buch über das Scheitern von Beziehungen, das den Leser in seinen Bann zieht!
 

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Dieser Debütroman des Autorenduos Astrid Ule und Eric T. Hansen, das sich hinter dem Pseudonym Ule Hansen versteckt, hat mich sehr begeistert. Es ist mal ein Krimi anderer Art. Am Anfang ist mir die Protagonistin Emma nicht wirklich sympathisch gewesen mit ihren ganzen Ängsten, Komplexen und ihrer dubiosen Lebensansicht. Aber je mehr man sich in die Geschichte vertieft, desto mehr schließt man auch Emma ins Herz und fängt an zu verstehen, wieso sie ist, wie sie eben ist. Man kann gar nicht mehr von dieser spannenden Story ablassen. Quer durch Berlin werden die Ermittler hier von einer ganzen Gruppe Vergrecher gejagt. Bis zur letzten Seite bleibt es spannend und überrascht mit vielen interessanten Wendungen!
 

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Wieder ein neues Sachbuch in unserem Frühjahrsprogramm.

Wie schon Gerda Gelse begleitet diesmal Susi Schimmel die kleinen Leser durch den Alltag.

Wo findet sich überall Schimmel? Wie verbreitet er sich und was mag er überhaupt nicht? Kleine Sachtexte werden mit Anmerkungen unterlegt, die Antworten auf alle Fragen geben.

Besonders schön sind die Illustrationen von Leonora Leitl, die auch den Kleinen gefallen werden.
 

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Nach „Sie nannten ich Krawatte“ spielt auch dieser Roman in Japan. Und auch hier entfaltet sich die Geschichte wie eine zarte Kirschblüte und lässt den Leser ganz verzaubert und nachdenklich zurück. Der Ruhestand ruft in Herrn Kato ganz widersprüchliche Gefühle hervor. Einerseits hat er allen erzählt, dass er die Welt bereisen möchte, er hat sich danach gesehnt, endlich Zeit für das Leben zu haben, und gleichzeitig ist er wie gelähmt. Seine Frau ist ihm fremd, ohne einen Grund das Haus verlassen, kommt im seltsam vor, ständig fragt er sich, wie die anderen mit dieser Situation zurückkommen. Die Begegnung mit der jungen Traumtänzerin Mio lässt ihn erkennen, dass er außerhalb der Familie einen Platz hat. So leise Herr Kato durch die Straßen schleicht, so leise betritt er die Herzen seiner Leser, die ihn beglückwünschen möchten für seine kleinen Schritte in ein erfülltes Leben. Ein Buch, das glücklich macht und mitreißend erzählt ist!
 

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Lizzie Borden war schon eine seltsame Figur, die tatsächlich Ende des 19. Jahrhunderts in Massachusetts gelebt hat. Und vielleicht auch getötet hat, ihren Vater und ihre Stiefmutter. Sarah Schmidt hat diesen Fall ausführlich beschrieben, alle, die im Haus wohnen, kommen zu Wort. Faszinierend fand ich die Dynamik der beiden Schwestern, Emily und Lizzie führen eine Beziehung, die echt gestört ist. Und ist Benjamin der wahre Täter? Seine Rolle erinnert mich stark an die Täter in Truman Capotes Roman „Kaltblütig“.
 

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Eine ferne Galaxie, eine Heldin, deren Gabe mehr Fluch als Segen ist, ein Junge, dessen Schicksal ihn auf einen fremden Planeten führt und ein Abenteuer, das Spannung verspricht. Genau das trifft auf Veronica Roths Buch zu. Akos, Sohn des Orakels, der für seine Familie alles riskieren würde und Cyra, Schwester eines brutalen Tyrannen, die für ihre Freiheit kämpft; die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Und dennoch werden sie zu Verbündeten. Verbündete, die für Gerechtigkeit alles riskieren. Ein spannungsgeladenes Buch, das den Leser in seinen Bann zieht. Ich war wirklich sehr überrascht von diesem Buch und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Trotz der knapp 600 Seiten war es in wenigen Tagen ausgelesen und ich warte gespannt auf die Fortsetzung.
 

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Sheriff Wing is back - und wie! Diesmal geht es sowohl um Privates (Trouble mit der Ehefrau und der dementen Mutter) als auch um eine "Situation", wie die Hinterwäldler Ungemach von außen nennen. Herzhaft und mit Witz werden die Probleme angepackt und gelöst - wir dürfen der bereits bewährten Truppe wieder vergnügt über die Schulter schauen und genüsslich grinsen über herb witzige Dialoge und unorthodoxe Herangehensweisen bei der Eliminierung gewisser Störfaktoren. Bitte mehr davon!
 

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Wer kennt ihn nicht, den großen Künstler und Star des Wiener Fin de Siècle? Am 6. Februar 2018 jährt sich zum 100. Mal sein Todestag. Diese neue Biografie wird ihm mehr als gerecht, haben doch die Autoren akribisch daran gearbeitet und Halbwahrheiten hintan gehalten. Gar zu viel wurde ja über Klimts Privatleben schon spekuliert. Das Duo begegnet dem Maler auf Augenhöhe und legt viel bisher unbeachtetes Archivmaterial dar. Die verschiedenen Schaffensperioden Klimts, belegt durch zahlreiche Bilder, machen das Buch zu einem wahren Schmuckstück. Nicht vergessen möchte ich die geschichtlichen Streifzüge, ist doch auch die Geschichte der Juden in Wien und der Welt eng mit Gustav Klimt verbunden. Die Aufmachung des Buchs ist sehr gelungen, ein hochwertiger Druck, viele farbige Bilder, ein Lesebändchen und der gelbe (an gold angelehnte) Blattschnitt lassen mich 5 Sterne vergeben.
 

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Der neueste Thriller von Bestsellerautor Sebastian Fitzek hat es in sich. Sein Hauptprotagonist Mats, der unter wahnsinniger Flugangst leidet, wird an Bord einer Maschine erpresst: wenn er es nicht schafft, den Flieger innerhalb der nächsten 6 Stunden abstürzen zu lassen, wird seine Tochter Nele ermordet. Eine spannende Hetzjagd nach dem Täter beginnt. Und wieder mal schafft es Fitzek, den Leser an der Nase herum zu führen, und er lässt zum Schluss das Undenkbare passieren. Wie bei jeden seiner Bücher beschäftigt er sich auch hier eingehend mit mehreren Themen, die die menschliche Psyche betreffen, was ich immer besonders spannend finde, da er so anschaulich darüber schreibt, dass man am Ende das Gefühl hat, selbst gerade ein Psychologiestudium absolviert zu haben. Ich hoffe, in Zukunft geht es bei seinen Büchern gleich spannend weiter wie bei diesem.
 

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Wenn man ein Haus kauft, das bis unters Dach mit den Sachen der früheren Bewohner vollgestopft ist, wäre die normale Vorgehensweise wahrscheinlich die sofortige Beauftragung einer Entrümpelungsfirma. Genau das haben Peter Coeln und Tarek Leitner nicht getan. Sie sind eingetaucht in das Leben der beiden Cousinen Hilde und Gretl; sind im wahrsten Sinne des Wortes in die Haut der beiden Frauen geschlüpft, die Zeit ihres Lebens nicht nur gar nichts weggeworfen, sondern im Gegenteil jede Gebrauchsanweisung, jeden Kalender, jeden Gegenstand, einfach ALLES akribisch beschriftet und aufbewahrt haben. So entfalten sich vor den beiden und vor den Lesern -- ähnlich wie beim Öffnen einer russischen Matrjoschka -- immer noch eine Dose in der Schachtel im Karton in der Schublade ...
In Zeiten wie diesen, wo Bücher wie "Magic Cleaning", "Aufgeräumt leben" und überhaupt ein eher reduzierter Lebensstil boomen, ist das Buch von Leitner und Coeln wohltuend und sagenhaft anders. Was macht den Alltag wertvoll, was gilt es zu bewahren, was sind die Dinge, die ein Leben, die einen Menschen ausmachen? Lesen Sie selbst. Und staunen Sie.
 

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In einem früheren Buchtipp habe ich mal geschrieben, dass Charlie aus "Das also ist mein Leben" von Stephen Chbosky meine Lieblingsfigur ist. Diesen Platz teilt er aber nun schon lange mit dem kleinen August, der Hauptfigur aus dem wunderbaren Roman "Wunder". Seine Geschichte wird abwechselnd vom ihm selbst, seinen Freunden und seiner Schwester (eine ganz starke Figur!) erzählt, und der Leser, der Auggie nicht sofort liebgewinnt, muss ein Herz aus Stein haben.
Nun läuft die Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher also im Kino, und ich stand vor der Frage: Anschauen oder lieber wieder mal lesen? Ich habe mich für das Buch entschieden, denn so konnte ich für mich alleine ein paar Tränen der Rührung verdrücken, und Sprache im Film kann doch niemals so schön sein wie die geschriebene! Andererseits: Regie führte eben jener Stephen Chbosky, der auch sein eigenes Buch wunderschön verfilmt hat. Vielleicht gehe ich also doch noch ins Kino?
 

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Kathrin Werner erzählt in ihrem Buch 20 Liebesgeschichten - das Schöne daran? Sie sind alle wahr. Die Autorin bereist die unterschiedlichsten Länder, trifft auf die verschiedensten Menschen und sammelt deren Geschichten. Ein außergewöhnliches Werk, das zum Nachdenken und Träumen einlädt. Ein wirklich empfehlenswertes Buch, das zeigt, dass Alter, Herkunft und Religion in der Liebe keine Rolle spielen: Egal ob eine Brieffreundschaft, aus der mehr wird, eine Liebe die im 2. Weltkrieg entsteht, oder ein autistisches Pärchen, die Liebe überwindet alles. Wir lernen hier die außergewöhnlichsten und schönsten Geschichten kennen und lieben. Ich war sehr positiv überrascht von diesem Buch und es gab einige Schicksale, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind.
 

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Nimm zwei Schwestern, lass sie ein Geheimnis teilen und fertig ist der perfekte Familienroman! Und wenn sie seit Jahrzehnten nicht mehr miteinander reden, kann es nur spannend werden! Wer Lesefutter sucht, wer eintauchen möchte in ein Amerika der 50ger Jahre, wer starke und kluge Persönlichkeiten kennenlernen möchte, der wird mit „All die Jahre“ glücklich werden. J. Courtney Sullivan ist die neue Anne Tyler! Ihre Stärke ist es, ein rundherum perfekt aufgebautes Buch zu erschaffen, das sich mit jedem Kapitel steigert. Das versöhnliche Ende macht Hoffnung auf ein Leben, indem Fehler wiedergutgemacht werden können!
 

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„In Erinnerung an die Opfer des Pogroms vom Juni 1941 in Iasi, verbunden mit der Hoffnung, dass, wer durch diese Seiten wandert, an den damals stattgefundenen Schrecken denkt und alles in seiner Macht stehende unternimmt, damit sich solch ein Geschehen niemals wiederholt.“ Suzy Bernstein und Catalin Mihuleac.
So beginnt Suzy, die rumänische Erzählerin, ihre Geschichte über die Familie Bernstein, in die sie eingeheiratet hat. Immer mehr erfährt sie über die Schrecken des Krieges, der auch an Rumänien nicht vorbeigegangen ist. Bereits nach dem ersten Weltkrieg war der Antisemitismus dort spürbar. Das Pogrom im Juni 1941 - tausende Juden wurden getötet – vernichtet auch die Familie Bernstein. Nur Golda kann entkommen und ihr gelingt auch die Flucht nach Wien. Kleider, die umgenäht neue Besitzer finden, schaffen eine Verbindung zwischen der Familie Oxenberg und den Bernsteins. Mihuleac ist ein mutiger Autor. Sein Sarkasmus tut oft weh und es gibt Szenen in diesem Buch, die mich erschüttert haben. Ich konnte gar nicht glauben, was in Iasi passiert ist. Das Lachen vergeht dir bald, und doch kann man nicht mehr aufhören!
 

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Das Jugendbuch "Der Schein" von Ella Blix war seit längeren wieder der erste Fantasy-Roman, der mich gefesselt hat. Es geht in dem Buch um die 16-jährige Alina, die von ihrem Vater in ein Internat auf einer abgeschiedenen Insel geschickt wird, weil er für längere Zeit einen Job im Ausland angenommen hat. Hier erlebt Alina eine spannende Zeit und wandelt auf den Spuren der Vergangenheit ihrer Mutter, die eines mysteriösen Todes gestorben ist. Ella Blix ist das Pseudonym für das Autorenduo Antje Wagner und Tania Witte, die meiner Meinung nach hier einen tollen „Endzeit“ Fantasy-Jugendroman geschrieben haben, der mitreißender nicht sein könnte.
 

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Ein Bär treibt in den Dolomiten sein Unwesen, seit über dreißig Jahren hatten die Dorfbewohner ihre Ruhe. Eine Wette treibt Pietro mit seinem Sohn Domenico in die Berge, dass die beiden an ihre emotionalen Grenzen kommen, ist bald klar. Dieser italienische Bestseller lebt von der klaren und präzisen Sprache. Righetto benötigt nicht viele Seiten, um die Atmosphäre für dieses großé Abenteuer zu schaffen. Mich erinnert das Buch an den aktuellen Bestseller von Freeman „Männer mit Erfahrung“. Die italienische Vater-Sohn-Geschichte lässt den Leser in eine Welt in den Dolomiten um 1970 eintauchen. Die Dorfbewohner, ihre Eigenheiten, eingeschlossen von einer wundervollen aber überwältigenden Natur, das prägt das Werk von Righetto! Ein Abenteuer, auf das man sich unbedingt einlassen sollte!
 

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Es gibt viele Biographien von dieser tollen Autorin, aber dieser Bildband ist schon etwas Besonderes. Man erfährt in kurzen Kapiteln einiges aus dem Leben von Astrid Lindgren und aufgelockert werden die Texte mit Zitaten oder Sprüchen der schwedischen Autorin. Nach jedem Kapitel werden Fragen gestellt bzw. auch beantwortet. Durch die farbigen Illustrationen von Lisa Aisato vermisst man die sonst üblichen Fotos über Schweden nicht. Ein wundervolles Geschenkbuch für alle die Schweden und Astrid Lindgren lieben.
Zitat aus dem Buch: "Lass die Kinder in Ruhe, aber sei in Reichweite, wenn sie dich brauchen."
 

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Elijah, 10 Jahre aus Igls:
Luzifer Junior und sein kleiner Hausteufel Cornibus, Aaron, Lilly und Torben mit seiner Bande sind die Hauptpersonen in diesem Buch.

Luzifer Junior, kurz Luzie, ist der Sohn des Teufels und lebt mit seinem Vater und vielen anderen in der Hölle. Er soll in die Fußstapfen seines Vaters treten, allerdings ist Luzie viel zu nett für diesen „Laden“. Es wird beschlossen, dass Luzie in das Internat St. Fidibus für Knaben gehen soll, damit er sich das „Bösesein“ von Torben und seiner Bande abschauen kann. Eigentlich darf Cornibus nicht mit ins Internat, aber er hat sich in Luzies Tasche versteckt, ohne dass Luzie etwas davon wusste.

Schon am ersten Tag blamiert Vitus sich. Du musst wissen, in der Menschenwelt wird er nicht mehr Luzifer Junior, sondern Vitus von Turbsnatas genannt. Er macht einiges falsch: Er duscht mit Kleidung, er rülpst beim Essen usw. Und trotzdem findet Luzie im Internat Freunde, nämlich Lilly und Aaron, mit denen er vieles erlebt....

Das Buch habe ich AUSGEZEICHNET gefunden, obwohl ich es anfangs gar nicht lesen wollte. Als ich begonnen habe zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören!
 

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Marlena, 14 Jahre aus Igls:
New York, 2118. Im höchsten Wolkenkratzer der Welt, „Tower“ genannt, wohnen die Reichen oben und die Armen unten.

Avery und ihre Freundinnen Leda und Eris wohnen in den obersten Etagen. Doch sie sind nicht die schönen, perfekten Mädchen, die sie von außen her scheinen. Jeder trägt ein Geheimnis bei sich, dass ihr ganzes Leben zerstören könnte.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es war spannend und lustig. Dass das Buch aus mehreren Sichten geschrieben worden ist, finde ich sehr toll.
 

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Marie, 14 Jahre aus Innsbruck:
Disziplin und Gehorsam sind alles, was Kai kennt. Das Leben der Onna-Bugeisha erfüllt nur einen Zweck: Prinzessin Noriko aus dem River Kingdom zu beschützen. Doch dann passiert das Undenkbare: Noriko wird bei einem Attentat verletzt, und Kai muss für sie bei der Zeremonie zur Krönung des neuen Kaisers einspringen. Bei dem Versuch, ihre Herrin perfekt nachzuahmen, entdeckt sie eine ganz neue Seite an sich. Eine Seite, die mehr will, als einer Onna-Bugeisha zusteht. Als dann auch noch der Shadow Dragon zu ihr spricht, das mächtigste Wesen des Imperiums und Kai vor die Wahl stellt, will sie beides.


Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist bis zum Schluss sehr spannend, und man weiß nie, was als Nächstes passiert. Nur Kais Charakterveränderung hat mir nicht gefallen. Außerdem hat es sehr lange gedauert, bis ich die Verhältnisse im Imperium verstanden habe. Manchmal geschah auch alles viel zu schnell, aber im Großen und Ganzen fand ich das Buch gut und würde es allen, die Fantasy mögen, weiterempfehlen.
 

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Testleser Thomas, 12 Jahre aus Innsbruck. Ich finde das Buch wirklich sehr, sehr, sehr gut. Eigentlich ist es zwar ein Mädchenbuch, aber für Buben ist es genauso toll. Es fesselt einen richtig, wenn Thalita trauert, trauert man mit. Wenn sie glücklich ist, ist man auch glücklich. Da das Buch sehr realistisch geschrieben ist, kommen darin auch Anschläge und Ereignisse vor, die wirklich passiert sind. Noch dazu geht nicht immer alles gut aus, nicht alles hat ein Happy End, wie in den meisten anderen Büchern. Manchmal stirbt jemand, den sie liebte und ihr Asylantrag wird teilweise abgelehnt. Außerdem wird auch sehr gut beschrieben, dass nicht alle Flüchtlinge Mörder, Schmarotzer und Diebe sind. Oft wird erzählt, wie Thalita sich schämt, Flüchtling zu sein und um die Menschen von dem Anschlag in Paris trauert. Wenn ich Sterne vergeben könnte, wären es 5 von 5.
 

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Lea-Sophie, 10 Jahre aus Wörgl:
In diesem spannenden Buch handelt es sich großteils um Milly Dillane und Charlie Partridge, die beiden sind ungefähr gleich alt und verstehen sich von Anfang an sehr gut. Die beiden haben nicht gerade vor, später einmal eine große Gangster-Karriere zu schreiben ...

Die Schule hat ein Problem, nämlich Pekuna Badpenny. Diese eigentlich geschickte Gangsterin macht der Direktorin von Blaggards, Miss Grisedela Martinet, das Leben schwer. Doch das lassen sich Milly und Charlie nicht gefallen, sie wollen sie auf alle Fälle besiegen. Ob ihnen das gelingt, müsst ihr am Ende selbst herausfinden!

Ach ja, da ist ja dann noch so ein doofer Wettbewerb, den Nick Lightfinger veranstaltet. Sprich: Wenn man verliert, wird man von der Schule verwiesen… aber jetzt hab ich euch schon fast wieder zu viel verraten!

Danke, dass ich dieses coole Buch lesen durfte!!!
 

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Alma, 10 Jahre aus St. Barholomä; Tja, der Buchtitel täuscht ziemlich. Ich habe eine Geschichte rund um einen Reiterhof erwartet. Aber in diesem Buch spricht ein Mädchen über ihr Leben mit zwei sehr verschiedenen Eltern. Pippa ist ein Scheidungskind. Ihre Mutter lebt auf einem alten Bauernhof und arbeitet als Tiertherapeutin. Ihr Papa dagegen ist ein reicher Zahnarzt. Er lebt nach der Scheidung in der Großstadt in einem schicken Appartement. Pippa wohnt wochentags bei ihrer Mutter, und am Wochenende wird sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester zum Vater gebracht. Bei ihrem Vater muss alles so laufen, wie er es sich vorstellt. Bei ihrer Mama ist alles chaotisch. Doch diese Mama erlaubt ihr viele Dinge, die andere Eltern nie gestatten würden. So darf sie mit ihrer besten Freundin eine Woche im Wald leben. Fröhlich erzählt Pippa über die Unterschiede dieser verschiedenen Lebensweisen ihrer Eltern. Sie notiert allerlei Alltagskram, als würde sie in einem Tagebuch schreiben. Dazwischen gibt es viele Zeichnungen in sehr schönen Pastellfarben. Als Pippa 12 Jahre alt wird, möchte der Vater, dass sie bei ihm in der Großstadt lebt ... Mir gefällt das Buch super gut. Es gibt ganz viele tolle Zeichnungen, die alle in Pastelltönen gehalten sind. Ganz besonders originell finde ich die Zeichnung, die Pippas Lebenslauf darstellen soll. Und das Beste: Pippa schreibt auch Einiges über Jungs.
 

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Jana-Marie, 8 Jahre aus Steinach:
Ich erzähle euch heute die Geschichte von Bille Boss, einer Schülerin der 3a und vom „Dezenten Nichts“: In der Schule war Bille Boss wie immer konzentriert. Die Deutsch-Lehrerin schrieb das Thema zu einem sehr, sehr interessanten Test auf. Es hieß: „Mein spannendstes Erlebnis“. Bille Boss hatte bald das richtige Thema im Kopf. Die Lehrerin stellte auf ihrer Eieruhr 5 Minuten zum Überlegen ein, und dann durften die Schüler und Schülerinnen losschreiben. Bille Boss hatte das perfekte Ziel vor Augen, aber dann – irgendetwas war mit ihr los – auf einmal musste sie an total zuckersüßes Zuckerzeug denken. Sie brauchte einige Minuten, um sich wieder zu fangen. Und jedes Mal, wenn die Deutsch-Lehrerin hinter ihr stand, kam es wieder.

In der Pause versammelten sich alle. „Ich glaube, das liegt an ihrem Parfum,“ sagte ein Junge. Alle riefen durcheinander. Da ging Bille zu ihrem Freund David. Er war auf seinem Platz und plante ein geruchloses Parfum. Bille beschloss „das dezente Nichts“, so nannte sie das Parfum, zu verkaufen und der Verkauf wurde ein voller Erfolg! Eine Opernsängerin, die sehr selten daheim war, bestellte sogar eine ganze Flasche um den doppelten Preis! Das war unglaublich!

Wie es Bille mit dem Verkauf des Parfums, ihrem Bruder, dem Bürgermeister und ihrem geliebten Elefanten erging, wird in diesem Buch sehr spannend geschildert. Die Opernsängerin und eine Stinkbombe spielen eine wichtige Rolle und wie es der Deutsch-Lehrerin ergeht, erfahrt ihr auch.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich würde es für coole Mädchen und Buben, die Mädchen okay finden, ab 8 Jahren empfehlen.
 

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Das Buch ist wunderschön geschrieben. Das Gute und Böse verwischt, wechselt die Seiten und lässt hinter seine Masken blicken. Ausweglose Situationen, Wendungen und detaillierte Beschreibungen machen das Buch lesenswert. Man kann die Geschichte als Leserin richtig miterleben. Die Gefühle sind so gut beschrieben, dass man glaubt, es wären die eigenen. Am Anfang wird noch viel im Dunkeln gelassen, was das Buch noch spannender, aber auch verwirrender macht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich kann es nur weiterempfehlen!
 

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Pierrot, unser Protagonist, verliert im Laufe dieser Geschichte nicht nur seinen französischen Namen und wird zu Peter, sondern auch seine Kindheit. Wir befinden uns mitten im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Verlust seiner Eltern wird der Junge zu seiner Tante auf die Sommerresidenz von Adolf Hitler geschickt. Mit kindlicher Naivität beginnt er, dem Führer zu vertrauen, beginnt ihn als Vaterfigur zu sehen und schreckt nicht davor zurück, die zu verraten, die ihn lieben. Immer mehr eignet er sich Hitlers Charakterzüge an, wird skrupelloser und ist zu allem bereit. Ein gelungener Roman, der erschreckend und beeindruckend zugleich ist. Diese jugendliche Verführbarkeit wird perfekt dargestellt. John Boyne hat hiermit ein Meisterwerk geschaffen, das zum Nachdenken anregt und uns zeigt, wie beeinflussbar wir sind. Absolut empfehlenswert!
 

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„Ein Engel für Miss Flint“ ist eine wirklich herzerwärmende Geschichte, die von einem Waisenjungen handelt, der in seiner Freizeit gerne Engelsbilder malt. Als Davy Miss Flint begegnet, einer etwas mürrischen Dame, begeben sich die Beiden, gemeinsam mit Davys Hund auf eine unvergessliche Reise. Ich muss gestehen, dass Miss Flint ein Charakter war, den ich am Anfang nicht besonders mochte. Im Laufe der Geschichte ist sie mir aber sehr ans Herz gewachsen. Moira Young hat einen sehr flüssigen und leicht lesbaren Schreibstil und in diesem Buch sehr sympathische Figuren geschaffen. Die knapp 200 Seiten waren schnell durch. Ein wirklich tolles Buch, für die kalte Jahreszeit!
 

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Marie, 14 Jahre aus Innsbruck: Kate weiß nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, wenn ihre Mutter stirbt. Und dieser Tag kommt unaufhaltsam näher, denn sie ist sterbenskrank. Zu allem Übel, muss Kate jetzt auch noch in eine Kleinstadt ziehen. Nach einem tödlichen Unfall ihrer Freundin erscheint ihr ein seltsamer Junge. Er gibt ihr das Leben zurück, allerdings gegen eine Bedingung, die er nicht ausspricht. Der einzige Hinweis soll die griechische Mythe von Persephone und Hades sein. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da ich ein großer Fan der griechischen Mythologie bin. Wenn einem diese nichts sagt, sollte man sich vor dem Lesen etwas über die Hauptgötter und die Sage zu Persephone informieren.
 

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Tobias, 13 Jahre aus Birgitz: In diesem Buch geht es um den 16-jährigen Tate, der von seinem Vater gedrillt wird, scheinbar für die Familienehre. Als Tate mit seiner Freundin Christina in das Labor eindringt und ein Gerät, scheinbar zum Spielen, entwendet, und in seine Schule mitnimmt, kommt er dem Geheimnis langsam auf die Schliche… Eine spannende Action-Geschichte, mit einer Liebesgeschichte vermischt. Ich finde, dass Buch ist sehr gut geschrieben, was wahrscheinlich auch dadurch entstanden ist, dass zwei Autoren zusammengearbeitet und ihre unterschiedlichen Ideen eingebracht haben. Mir gefällt, dass es verschiedene Arten von Geschichten sind, die zusammentreffen.
 

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Iris, 11 Jahre aus Bergheim: Josefine Clara Bruckner genannt Josy kann es kaum glauben, ausgerechnet sie soll sich um die Bienen ihres kürzlich verstorbenen Opas kümmern! Am Anfang ist sie nicht sehr begeistert von den Krabbeltieren, aber nach einiger Zeit schließt sie die Bienen ins Herz und kümmert sich mit Begeisterung um ihren Bienenstock. Was ihrer Mutter gar nicht gefällt. Werden ihre Eltern Josy die Bienen wieder wegnehmen? Aber dann findet Josy heraus, wieso ihr Opa die Bienen so geliebt hat, und plötzlich ist alles anders. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es immer wieder Überraschungen gibt und auch aus der Sicht der Bienen erzählt wird.
 

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Anna-Lena, 13 Jahre aus Innsbruck: Der Roman erzählt die Geschichte der 15-jährigen Kim, die mit ihrer Mutter in einer Wohnung in Berlin lebt. Mit ihrer Schulklasse besucht sie eine Lesung der Autorin Leah Eriksson, bei der sie verwundert feststellt, dass die Geschichte des Buches ihr eigenes Leben widerspiegelt. Selbstverständlich kauft Kim das Buch, um mehr über die Fortsetzung „ihres“ Lebens zu erfahren. Entsetzt liest Kim darin über den Tod eines Mitschülers und denkt, dass es sich um ihren Schulkollegen Jasper handelt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Petrowna versucht sie Jasper zu retten. Oder lässt sich das Ende des Romans noch umschreiben? Kim ist eine durchaus „ normale“ 15-Jährige, mit der man sich als Jugendliche identifizieren kann( Schule, Freunde, Liebe...). Allerdings geht mit ihr die Phantasie durch, und sie stellt Dinge an, die normalerweise nicht passieren würden.
Die Ausgangsidee des Romans gefällt mir eigentlich sehr gut, die Umsetzung ist jedoch nur teilweise gelungen. Der Klappentext verspricht eine viel spannendere Geschichte als der Roman sie letztlich erzählt. Dieser ist vor allem witzig und unterhaltsam und für jene zu empfehlen, die beim Lesen gerne lachen.
 

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Tobias, 13 Jahre aus Birgitz: In diesem Buch geht es um einen Jungen namens Scharif, der dem Autor die Geschichte seines Freundes Sami erzählt. Er ist Flüchtling aus Syrien und gibt einen Einblick, wie ein diktatorischer Staat funktionieren kann. Spannend ist, das das Buch nach dem Motto: „Eine Geschichte endet nicht, sie stößt nur die Tür zu neuen Geschichten auf“, geschrieben ist, und jedes Kapitel eine neue Teilgeschichte des Gesamtthemas ist. Mir hat an dem Buch gefallen, dass es sehr abwechslungsreich ist und eine spannende Story, bei der man ganz nebenbei etwas lernt. Nicht so gefallen hat mir, dass man nicht immer genau weiß, wer was sagt, bzw. wer gerade erzählt. Ich würde es für Leser jeder Altersklasse empfehlen, weil es ein Buch ist, dass jeder gelesen haben sollte, der die Situation in Syrien verstehen will.
 

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"Bittersweet" ist ein 420-Seiten-Wälzer, dem vielleicht 100 Seiten weniger auch nicht geschadet hätten. Manches an der Handlung zieht sich doch etwas langatmig hin. Worum geht's? Unscheinbares Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen trifft auf wunderschönes, verwöhntes Mädchen aus reichem Hause und es entwickelt sich eine Freundschaft fürs Leben. Armes Mädchen möchte unbedingt Teil dieser High-Society-Familie werden, stösst dann aber auf jede Menge Schrecklichkeiten und tödliche Geheimnisse. Wird ihr Gewissen zum Schluss siegen? Was jetzt irrsinnig platt und trivial klingt, ist aber doch ein spannender und flott geschriebener Roman. Man hat den Eindruck, die Autorin spielt absichtlich und genüsslich mit jeder Menge Klischees, denn insgesamt sind die Winslows doch etwas zu blond, zu schön, zu perfekt; sind die Beschreibungen der Häuser und der Gegend zu weichgespült und kitschig.
Cliffhanger werden geschickt eingebaut, und da die einzelnen Kapitel insgesamt recht kurz sind, liest man immer noch eins und noch eins. Ich mochte das Buch, weil es perfekte Unterhaltung für ein Wochenende bot!
 

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John Rebus, inzwischen pensionierter Detective Inspector, wird als Berater der Scotland Police reaktiviert. Ein hochrangiger Anwalt der Krone wurde ermordet. Anfangs geht man von einem in Panik geratenen Einbrecher als Täter aus. Das ändert sich erst, als man beim Toten eine schriftliche Todesdrohung findet. Als dann auch noch auf den Edinburgher Gangsterboss Cafferty ein Mordversuch verübt wird, ruft das John Rebus auf den Plan. Niemand kennt Cafferty, der naturgemäß mit der Polizei nicht viel am Hut hat, besser als Rebus. Über Jahrzehnte haben sie sich bis aufs Blut bekämpft, wenn es nötig war Bündnisse geschlossen, und sie haben mehr gemeinsam, als Rebus lieb ist. Da sich gerade die führenden Gangsterbosse von Glasgow in Edinburgh aufhalten, drängt sich der Gedanke eines Machtkampfes unter Verbrechern auf.
Aber bei Ian Rankin sind die Fälle nie so einfach, wie sie anfangs scheinen. Wieder versteht es der Autor auf famose Weise einen komplexen aber rundum glaubwürdigen Plot mit außerordentlichen Figurenzeichnungen - allein die Figur des eigensinnigen und immer noch unangepassten John Rebus ist nach wie vor ein Genuss - und mit viel Atmosphäre der Stadt Edinburgh jenseits der Touristenattraktionen zu verbinden. Für mich bleibt Ian Rankin (neben Michael Connelly) der beste Thrillerautor!
 

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"Herbstmilch ist eine saure Milch, zu der man fast jeden Tag wieder eine gestöckelte Milch dazuschüttet. " Herbstmilch heißt aber auch das schmale Büchlein, in dem Anna Wimschneider auf einfache und naive Art ihre Lebensgeschichte erzählt, aufgeschrieben in zwei einfachen Schulheften und dann 1985 vom Piper Verlag veröffentlicht. Das Buch wiude ein Überraschungserfolg und hielt sich jahrelang in den Bestsellerlisten. Ich habe es damals gelesen und fand es sehr eindrucksvoll, wie die vermeintliche "gute alte Zeit" beschrieben wurde. Vor 25 Jahren ist Anna Wimschneider gestorben, und vor kurzem wurde ihr literarischer Nachlass der Bayerischen Staatsbibliothek übergeben. Grund genug für die Süddeutsche Zeitung, einen längeren Artikel über Anna Wimschneider zu bringen. Für mich der Anlass, das Buch nach vielen Jahren wieder einmal aus dem Regal zu ziehen. Es ist eine fremde Welt, über die man liest, mit einer Mischung aus Faszination, Erschrecken und Traurigkeit.
 

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Wieder einmal ein Roman, dessen Originaltitel "The secret she keeps" in der deutschen Übersetzung unnötig verhunzt wurde. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Agatha und Meghan erzählt. Keine von beiden ist die Rivalin der anderen, aber beide haben ein furchtbares Geheimnis, das ihr Leben zu zerstören droht. Auch für den weniger versierten Krimileser dürfte relativ schnell klar sein, um welches Geheimnis es sich bei der unscheinbaren und einsamen Agatha handelt. Das macht aber nichts, denn das Buch ist trotzdem sehr spannend und flott geschrieben, außerdem gut recherchiert. Es mag etwas abgedroschen klingen, aber für mich war es tatsächlich ein wahrer Pageturner, und ich war froh um einen freien Tag, so dass ich es in einem Rutsch durchlesen konnte!
 

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Manche Geschichten dürfen nicht erzählt werden. Doch was passiert, wenn dies in einem Königreich, das Sklaven hält, Drachen jagt und alte Traditionen vernichtet, doch geschieht? Asha ist die Iskari, die Todbringerin, ihres Königreiches. Sie wird gefürchtet, gehasst, verachtet und ist verdorben, denn die Iskari erzählt die alten, verbotenen Geschichten, um Drachen auf ihrer Jagd anzulocken. Bis eines Tages der mächtigste und älteste aller Drachen, den sie töten sollte, ihr eine Geschichte erzählt, die Ashas ganzes Leben in Frage stellt.
Kristen Ciccarelli hat mit ihrem Debutroman einen atemberaubenden Auftakt einer Trilogie geschaffen. Das Buch lässt sich nicht aus den Händen legen. Die Welt, in der wir Asha folgen dürfen, ist gefährlich, spannend, einzigartig. Mit den immer wieder auftauchenden Wendung, den alten Geschichten, die Drachen und Ashas Weg zu sich selbst ist dieses Buch definitiv ein Must-Read für Fantasy-Fans und Drachenliebhaber!
 

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Die Lebensgeschichte von Olga kann nur von einem großartigen Autor wie Bernhard Schlink erzählt werden. Der Roman ist perfekt konstruiert, im ersten Teil erfahren wir alles über Olga, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts früh ihre Eltern verliert und lernt, auf eigenen Beinen zu stehen. Ihre Liebe zu einem Mann, der nur an die Größe und Macht seines Volkes glaubt, hält sie immer Aufrecht, auch wenn er nicht mehr Teil ihres Lebens ist. Sie beeinflusst viele Menschen, auch den Erzähler und den Leser, Olga lässt uns lange nicht mehr los. Ich habe Bernhard Schlink immer schon bewundert, und auch "Olga" ist wieder eine Bereicherung für seine Fans.
 

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„Die Seelen der Nacht“ war bereits eine Entdeckung für mich, jetzt dürfen wir auch ein älteres Werk von Kent Haruf auf Deutsch lesen. Während er später seine Erzählweise knapper gestaltet, wird in diesem Roman der Leser behutsam an seine Figuren herangeführt. Und so kommt es auch, dass man sich immer mehr in die Figuren in dieser Kleinstadt verliebt und man sie nicht mehr verlassen möchte. Besonders die beiden Brüder haben mich für sich eingenommen, irgendwie möchte man immer weiterlesen und mehr von ihnen erfahren, auch wenn sie nur von ihren Kühen reden. Ein schöner und stimmiger Roman, von einem tollen amerikanischen Autor!
 

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Über das Baskenland und die ETA wurde noch nicht soviel geschrieben. „Patria“ (Heimat) wurde mit dem höchsten spanischen Literaturpreis ausgezeichnet. Noch nie habe ich einen derartig guten Roman gelesen. Er hat mir gezeigt, wie lange ein politischer Konflikt (mit vielen Toten auf beiden Seiten) in einem Dorf und in einer Familie nachhallt. Zwei befreundete Familien werden durch den Tod Txatos auseinandergerissen. Ihre Freundschaft wird durch den Druck im Dorf auch nach Jahren noch stark belastet. Faszinierend fand ich die Tatsache, dass ich mich als Leserin weder auf die Seite der Täter noch der Opfer stellen konnte. Ein ständiges Wechselbad der Gefühle treibt den Leser voran und die 750 Seiten starke Lektüre bleibt noch lange im Gedächtnis.
 

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"Hades" ist der Auftakt einer neuen Thillerreihe der australischen Autorin Candice Fox, die mit diesem Titel den Ned Kelly Award 2014 gewann. Die junge Autorin spielt in diesem Buch gekonnt mit der Psyche des Lesers. Es stellt sich immer wieder die Frage, wo das Gute endet und an welcher Stelle das Böse beginnt. Ein wirklich toller Thriller, der bis zur allerletzten Seite nicht an Spannung verliert. Durch die vielen verschiedenen Erzählstränge wird die Spannung noch verstärkt. Wirklich tolle Protagonisten und ein hervorragend guter Plot. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung "Eden".
 

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Alice Salmon wird tot im Fluss gefunden, doch es stellt sich gleich zu Beginn die Frage: Wer war Alice? Alice war Journalistin, überaus intelligent, jedoch hochsensibel und unsicher. Drogen und Alkohol waren ein großer Bestandteil ihres Lebens. Was zu ihrem Tod geführt hat, ist unklar. Zuerst wird angenommen dass sie betrunken in den Fluss gestürzt ist. Später wird sogar von Selbstmord oder Mord gesprochen. Dies alles lässt Professor Jeremy Cooke, ein ehemaliger Universitätsdozent von Alice, keine Ruhe. Er will die genaue Todesursache herausfinden und beginnt zu recherchieren. Akribisch genau befragt er Alice Bekanntenkreis und überprüft die Sozialen Medien. Nicht zuletzt um ein Buch über Alice zu schreiben, gegen den ausdrücklichen Willen ihrer Familie. Mir persönlich haben besonders die Alice Tagebucheinträge gefallen, da sie in ihnen viele gute Zitate einbaut. Ansonsten hätte ich mir noch ein bisschen mehr Spannung gewünscht. Doch weiterempfehlen kann ich das Buch trotzdem.
 

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Dieses kleine Lexikon ist für jeden Leser gedacht, der sich so wie ich von der Welt der Kriminalliteratur begeistern lässt. Es ist kein Buch, das man in einem Zug durchliest, sonder viel eher ein Schmöcker, den man immer wieder mal zur Hand nimmt. Ein wirklich tolles Buch, das uns mitnimmt in die Welt der fiktiven Verbrechen und uns Geschichten erzählt über die bekannten wie die unbekannten Bösewichte der Weltliteratur. Seit Jahrhunderten begeistern solche Bücher die Leser, das Repertoire reicht von Frankenstein´s Monster über Jean-Baptiste Grenouille bis hin zu Moby Dick und Captain Hook, um nur ein paar genannt zu haben. Eine Lektüre, die einfach immer passt, egal ob morgens zum Kaffee oder Abends vor dem Schlafengehen! Dieses Büchlein liest man einfach gerne!
 

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Der zweite Teil der True North Reihe, von Sarina Bowen handelt von Jude und Sophies Geschichte. Jude kennen wir Leser bereits aus dem Vorgängerband. Für mich war er damals schon ein sehr interessanter Charakter, da er sehr verschlossen ist und es schwer fällt, als Leser mehr über ihn zu erfahren. In diesem Band haben wir die Chance, ihn besser kennen zu lernen, da das Buch aus beiden Sichten erzählt. Ich muss zugeben, dass ich beide Protagonisten sehr gerne mochte, da sie nicht diesem typischen Klischee entsprachen, und ich der Meinung bin, dass besonders Sophie ein Charakter ist, mit dem man sich sehr gut identifizieren kann. Natürlich kommt auch die Liebe in diesem Teil nicht zu kurz, trotzdem legt die Autorin das Hauptaugenmerk auf Judes Vergangenheit. Wirklich empfehlenswert für alle, die den ersten Teil auch so gerne mochten wie ich.
 

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Achtung, dieser Thriller ist wirklich nichts für schwache Nerven! In ihrem Debütroman schreibt Alexandra Burt über die junge Mutter Estelle Paradise, die nach einen schweren Autounfall ohne Erinnerung in der Intensivstation des Krankenhauses aufwacht und mitansehen muss, wie ihr Leben in Scherben zerfällt. Denn ihre 7 Monate alte Tochter Mia wurde aus der eigenen Wohnung entführt und alle Spuren deuten darauf hin, dass Estelle selbst ihrer geliebten Tochter was angetan hat. Ein wirklich rasanter Thriller mit einer sagenhaft spannenden Wendung am Schluss. Diese Autorin versteht es wirklich, den Leser zu fesseln. Hochspannung mit Sicherheit garantiert!
 

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Der zweite Teil der "Die Dunklen Mächte"-Reihe von Cassandra Clare war genauso schnell ausgelesen wie sein Vorgänger. Die knapp 800 Seiten sind nur so verflogen, und das Buch konnte mich voll und ganz in seinen Bann ziehen. Der Schreibstil der Autorin war gewohnt flüssig und leicht zu lesen. In diesem Teil dreht sich erneut alles um die Familie Blackthorn und um ihren Neuzugang Kit, auch die Beziehungen zwischen den Protagonisten verstricken sich immer mehr und sind Schwerpunkt der Geschichte. Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass das Setting in diesem Buch sehr oft wechselt. Als Leser haben wir somit die Chance, nicht nur das Los Angeles Institut zu besuchen, sondern beispielsweise auch Cornwall und das Reich der Elfen. Ein wirklich gelungener zweiter Teil.
 

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Bei einer Italienreise entdeckt die Musikerin Julia Ausdell in einem Antiquitätenladen ein altes Musikstück. Sie erwirbt die Noten des unbekannten Walzers „Incendio“, was übersetzt Feuersbrunst bedeutet. Als Julia zurück in ihrer Heimatstadt Boston ist, geschehen dort entsetzliche Dinge. Während Julia den Walzer übt, tötet ihre dreijährige süße und wunderhübsche Tochter Lily die geliebte Hauskatze. Ein anderes Mal wird sie von ihr brutal mit einer Glasscherbe attackiert. Julia macht sich große Sorgen über den psychischen Zustand ihrer Tochter und hat gleichzeitig Angst vor ihr. Als ihr klar wird, dass dieses eigenartige Musikstück etwas damit zu tun hat, macht sie sich auf die Suche nach dem Komponisten und gerät dabei in große Gefahr. Ein spannender Thriller, gleichzeitig aber auch eine ergreifende Liebesgeschichte, mit einem fulminanten Finale. Hier ist Tess Gerritsen wieder einmal ein meisterhaftes Buch gelungen.
 

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Dieses Buch habe ich bereits vor Jahren gelesen und geliebt. Als die wunderschöne Neuauflage aus dem Goldmann Verlag erschienen ist, war für mich klar, dass ich die Geschichte noch einmal lesen möchte. Beim zweiten Mal konnte mich das Buch erneut in den Bann ziehen. In dem ersten Teil der "Chroniken der Unterwelt"-Reihe von Cassandra Clare begleiten wir die junge Clary auf ihren Abenteuern. Gemeinsam mit ihren Freunden erkundet sie die sogenannte Schattenwelt. Eine Welt in der Vampire, Werwölfe und Dämonen zur Tagesordnung gehören. Ein wirklich tolles Jugendbuch mit Höhen und Tiefen, einer starken Protagonistin und einer packenden Handlung. Wirklich sehr empfehlenswert!
 

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Olga, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, freundet sich mit den Geschwistern Herbert und Viktoria an, die aus einer gutbürgerlichen Familie stammen und deren Eltern daher den Kontakt zu Olga verhindern möchten. Viktoria intrigiert zusehends geben Olga, sodass diese als Lehrerin an einen entlegenen Ort versetzt wird, um die Beziehungen zwischen ihrem Bruder Herbert und Olga zu unterbinden. Doch sie treffen sich auch weiterhin, obwohl Herbert ständig auf Reisen ist. So ist Herbert der permanent Abwesende in diesem Roman, Olga versucht trotzdem, mit ihrem Leben klar zu kommen und schreibt Briefe an ihren Geliebten, auch als ihr bewusst ist, dass Herbert von einer Arktisexpedition nicht mehr zurückkommen wird. Ein wunderbarer Roman, der vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1971 reicht und uns an der deutschen Geschichte Teil haben lässt, vor allem aber an der unbedingten Liebe von Olga zu Herbert.
 

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Eigentlich wollte Ingrid ihre Freiheit genießen und nach dem Studium die Welt bereisen, aber der attraktive, um einiges ältere Literaturprofessor Gil macht ihre Pläne zunichte: Sie bekommt zwei Töchter, heiratet und schreibt ihrem oft abwesenden Mann Briefe, welche sie in den Büchern seiner riesigen Bibliothek versteckt. Das Schwimmen im Meer ist ihre einzige Auszeit vom Alltag. Währenddessen lebt Gil fast ausschließlich im Gartenhäuschen - seiner Schriftstellerenklave - und versucht zu schreiben und will dabei nicht gestört werden. Doch eines Tages ist Ingrid fort ... Wie es dazu gekommen ist und wie vor allem das Leben der beiden Töchter weitergeht, erfahren wir in diesem grandiosen Roman. Und immer wieder habe ich mich während des Lesens gefragt: Warum ist Ingrid so lange bei Gil geblieben, der sie mehrmals betrogen hat und ein derartiges Eigenleben führt, dass die Familie meistens ohne ihren Vater aus kommen muss?
 

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Ellen Sandberg, das Pseudonym für die erfolgreiche Krimiautorin Inge Löhnig, wagt sich auf neues Terrain. Ihr Mut muss belohnt werden! "Die Vergessenen" beruht auf wahren Begebenheiten in der NS-Zeit in München im Rahmen der Kinder- Euthanasie. Es wurden in der ehemaligen Heil-und Pflegeanstalt Eglfing-Haar mindestens 2025 Menschen mit psychischer oder körperlicher Behinderung ermordet. Ebenso in Distomo / Griechenland, hier verübten SS-Angehörige am 10. Juni 1944 ein grausames Massaker an der Zivilbevölkerung. Zugegeben, der Stoff ist keine leichte Kost. Sandberg versteht es geschickt, diese Geschichte mit der heutigen Zeit zu verweben. Das Geschehene wird vom „Angeklagten“, seiner Geliebten, Vera und Manolis vom jeweiligen Standpunkt aus geschildert.
Zuerst erhält man Einblick in das Doppelleben Manolis Lefteris. Zeitgleich tauchen die Erinnerungen der Krankenschwester Kathrin Mändler an München 1944 auf. Es gilt ein Verbrechen aufzuklären, Akten werden gesucht, .....Vera, die Nichte Kathrins und Journalistin, entdeckt zufällig das brisante Material, klärt die Zusammenhänge auf und will Gerechtigkeit erreichen. Eine interessante Geschichte, bis zur letzten Seite spannend erzählt. Empfehlenswert!
 

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Alles habe ich von und mit Arno Geiger gelesen, alles ist sehr gut geschrieben, doch nun erscheint sein bisher bestes Werk! Veit kommt 1944 aus dem Krieg zurück, sofort nach der Schule wurde er eingezogen. Seine Verletzungen heilen nur langsam und bei den Eltern in Wien hält er es nicht lange aus. Beide erkennen nicht, dass der Krieg des Führers verloren ist, vor allem Veits Vater begreift nicht, dass ein Soldat im Krieg nicht Ausdauer und Stärke lernt, sondern für immer traumatisiert ist. Am Mondsee in Salzburg, unter der Drachenwand, findet Veit einen neuen Sinn im Leben, bevor er wieder einrücken muss. Arno Geiger schreibt mit einer Überzeugung gegen die Unmenschlichkeit des Krieges an. Veits Zustand übertragt sich auf den Leser, seine Gefühle bringt er perfekt zum Ausdruck. Mein Highlight 2018 wird dieser Roman sein, davon bin ich überzeugt!
 

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William Boyd schreibt nicht nur hervorragende Romane, sondern auch die kleine Form ist bei ihm in besten Händen! Sein aktuelles Buch versammelt sieben Kurzgeschichten und zwei längere Erzählungen. Die Bandbreite erstreckt sich von Liebesgeschichten bis zu Kurzkrimis mit surrealem Einschlag, von lustig über spannend bis absurd. Boyd versteht es auch in seinen Short Stories eine immense Spannung aufzubauen. Oft ergibt sich der besondere Reiz der Texte durch das Lückenhafte, das im Kopf des Lesers viel Raum zur Entfaltung erhält. Für Liebhaber der kleinen Form ein absolutes Muss!
 

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Ein spirituelles Buch zu lesen ist für mich immer so was ganz Feines. Ich fühl mich geborgen, angenommen und versichert, dass ich doch das Meiste richtig und gut mache und irgendwo nicht so ganz ein verkehrter Mensch bin. Das ist öfter im Leben sehr wichtig, neigt der Mensch doch schon dazu, sich manchmal in Frage zu stellen.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, werden doch verschiedene "Türöffner" (sieben Fallen, sieben Helfer, sieben Schritte zu einem achtsamen Leben und sieben Termine mit meinem Schutzengel) besprochen, die neue Denkansätze auftun und Möglichkeiten zum Wachsen bieten. Die Kapitel sind sehr übersichtlich gestaltet, Gedichte, Übungen und biblische Stellen runden das Ganze zu einem richtig feinen Leseerlebnis ab. Ich nehme mir immer einen Textmarker, lese, unterstreiche und habe dann am Ende viel Essentielles, an dem ich mich nochmal freuen und mit dem ich arbeiten kann! Probieren Sie es aus, es lohnt sich!
 

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Auf diesen vierten Roman von Joachim Meyerhoff war ich sehr gespannt, hab ich doch die drei vorderen Bände regelrecht gefressen und gebadet in seinen wortreichen, tiefgründigen und auch hochkomischen Erzählungen. Nach Jahren im großelterlichen alkoholgeschwängerten aber hochnoblen Haushalt, in dem alles Erotische so gut wie ausgeschlossen war, stürzt sich unser junger Freund nun (parallel!) in gleich drei Liebschaften. Es gilt einiges aufzuholen! Die Damen könnten verschiedener nicht sein, erfüllt jede für sich intellektuelle und/oder erotische Sehnsüchte. Nebenbei wird ja auch noch am Provinztheater gespielt, das er selbst etwas hochtrabend als sein "Sprungbrett" bezeichnet, fühlt er sich doch zu Höherem berufen, hadert jedoch trotzdem immer wieder mit seinem gewählten Beruf. In diesem Roman fehlt es nicht an kleinen Betrügereien, Gemeinheiten, fast schizophrenen Dialogen und gleichzeitg ganz großen Gefühlen. Man muss Joachim Meyerhoff direkt dankbar sein, dass man mitsurfen darf in diesem vergnüglichen literarischen Slalom! Superb wie immer!
 

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Bereits mit ihrem ersten Roman "Die Gierigen" hat mich die Autorin in ihren Bann gezogen. Das ist ihr mit diesem Buch erneut gelungen! Welch spannende Lektüre von der ersten bis zur letzten Zeile. Vielschichtig die Themen: Rassismus, Kapitalismus, Gier, Sexismus, Machtbessenenheit, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Terrorismus, Krieg in Afghanistan und Irak, IS - aber auch fatale und gescheiterte Liebesbeziehungen - alles meisterhaft verwoben mit den Schicksalen der Hauptpersonen. Absolute Leseempfehlung!
 

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Mit vermeintlich gutem Gewissen trennen wir unseren Müll, damit dieser wiederverwertet werden kann, doch Recycling in der bisherigen Form braucht sehr viel Energie, zusätzliche wertvolle Rohstoffe und setzt zum Teil Giftstoffe frei, damit ein Produkt im besten Fall downgecycelt werden kann. Doch es gibt auch neue Verfahrenstechniken, um unsere Gebrauchsgüter aus Materialien zu produzieren, die vollständig biologisch abgebaut oder beliebig oft recycelt werden können. Und der beste Weg ist immer noch der sparsame Konsum, um Müll erst gar nicht aufkommen zu lassen. Also denken Sie bei jedem Einkauf mit!
 

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Wenn der Begriff Kleinod auf ein Buch zutrifft, dann ist dies Garnetts "Dame zu Fuchs". Der englische Autor aus dem Bloomsbury Kreis hat eine wunderbare moderne Fabel geschrieben, die dem Wesen der Liebe auf den Grund geht. Ein phantastisches Lesevergnügen der Extraklasse!
 

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Aza ist ein Mädchen, das psychische Störungen hat. Zum Beispiel kratzt sie sich ihre Haut auf, nur um sie danach zu desinfizieren und ein Pflaster draufzukleben. Sie hat auch eine Heidenangst vor c. difficile, einer Darmbakterie, durch die man sterben könnte. Ihre Mutter ist Lehrerin und ihr Vater ist tot. Aber sie hat eine beste Freundin, die immer für sie da ist und sie trotz ihrer Störungen sehr gern hat. Dann verliebt sie sich in einen Milliardärssohn, doch als sie sich küssen, hat sie auf einmal Angst, er könnte c. difficile haben. So geht das eben immer und immer weiter. Aza kann sich gegen ihre Gedanken nicht wehren, sie kann sie nicht steuern. Je mehr sie versucht, den Gedanken zu verdrängen, desto stärker wird er. In diesem Buch wird die Machtlosigkeit gegenüber der eigenen Gedanken sehr gut beschrieben. Mir hat es sehr gut gefallen, dass der Autor die Gedanken so gut wie möglich niedergeschrieben hat. Außerdem ist es auch sehr interessant zu lesen, wie man sich fühlt, wenn man psychische Störungen hat. Die meisten Menschen haben Angst vor solchen Leuten, aber es sind nicht alle ein extremer Fall. Im Buch werden Azas Gedanken als „Spirale“ bezeichnet, die immer enger wird und sie hinunter zieht. Sie ist dann in einer anderen Welt, sie kann an nichts anderes mehr denken. Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe!
 

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Nicole, 11 Jahre aus Gries: In diesem Buch ging es um das nette, junge Mädchen Zoe. Sie wünschte sich schon immer so sehr ein eigenes Haustier. Als sie 4 Jahre alt gewesen war, bekam sie von ihren Eltern einen Goldfisch namens Peterchen. Doch mit ihrem ersten Haustier hatte Zoe keine guten Erfahrungen gemacht. Der Fisch hielt es nicht allzu lange bei ihr aus, leider starb er schon nach ein paar Tagen. Auch ihr kleine Kaninchen war leider gestorben, weil die Pflege nicht stimmte. Und weil Zoe ihren größten Wunsch nicht einfach abhacken konnte, nahm sie eines Tages ein kleines Kätzchen mit nach Hause. Aber ob sie es behalten durfte und es dem Kätzchen bei Zoe gut ging, könnt ihr selber nachlesen… Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es ist witzig, lustig geschrieben, und ich kann es nur weiterempfehlen!
 

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Oskar, 8 Jahre aus Aldrans: Das Buch war sehr lustig. Es fängt immer an, wenn die Badehosenzeit aufhört – da werden Pauli und seine 4 Freunde von ihren Eltern wie Mumien eingepackt. Das will Pauli ändern und endgültig das Wollzeugs aus der Welt schaffen. Er gründet mit seinen Freunden einen eigenen Verein – nämlich den Verein „Verkühl dich täglich“. Sie lassen sich einiges einfallen. Zum Beispiel gehen sie nackig ins Freibad oder sie werfen ihre Wollsachen auf einen großen Haufen. Das Buch hat mir gefallen, weil mir solche lustigen Bücher immer gut gefallen. Es ist nicht so schwierig, nur ein bisschen schwierig geschrieben. Es sind einige lustige Bilder darin. Besonders Pauli fand ich lustig und die Zwillinge auch, die redeten immer so witziges Zeugs.
 

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Marie, 11 Jahre aus Sistrans: Das Buch fand ich sehr gut. Am Anfang zieht es sich hin, doch dann wird’s richtig spannend! Ich finde es ist für Kinder von zehn bis dreizehn Jahren geeignet. Es gibt viele überraschende Wendungen, und ich empfehle euch wirklich, es zu lesen, wenn ihr Abenteuergeschichten mögt! Es geht um Penelop Gowinder, die ein fast ganz normales Leben führt, bis sie herausfindet, dass sie magisch begabt ist. Dann kommt auch noch ihr Vater ins Spiel und alles wird noch seltsamer. Aber mehr verrate ich nicht, dazu müsst ihr selbst weiter lesen.
 

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Bereits vor über 10 Jahren hat mich Matilde Asensi mit ihrem Roman über die Suche nach Relikten des Kreuzes von Jesus begeistert. Im ihrem neue Buch treffen wir wieder auf das Expertenteam rund um Dottoressa Salina, die im Auftrag der extrem wohlhabenden und undurchschaubaren Familie Simonson wieder auf „Schatzsuche“ geht. Als ehemalige Nonne und streng gläubige Katholikin keine einfache Aufgabe, da es darum geht, die sterblichen Überreste von Jesus und seiner Familie zu finden.
Asensi schreibt wieder sehr spannend und bringt gekonnt die Geschichte von Christen und Juden zusammen. Für mich eine sehr gelungene Mischung aus Dokumentation und Fiktion.
 

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Tobias, 13 Jahre aus Birgitz: In diesem Buch geht es um einen Jungen, der das Café seiner Eltern retten möchte. Sein Opa, oder wie er ihn nennt „Nonno“, kennt die Geschichte des Cafés und glaubt noch daran, dass das Café noch zu retten ist. Doch die sture Mamá glaubt nicht, dass das Café wieder mehr Gäste anlocken könnte. Doch der Junge versucht mit vielen verrückten Ideen irgendwie seinen Traum, später Besitzer des Cafés zu werden, zu verwirklichen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und auch wenn das Cover so ausschaut, ich würde das Buch eher an Jungs als an Mädels weiterempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!
 

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Dieser indonesische Autor wird mit Haruki Murakami verglichen! Das hat mich neugierig gemacht und ich wurde mit einem außerordentlich vergnüglichen Leseabend belohnt! Auffallend ist, wie viel dieser noch junge Autor über die Geschichte Indonesiens in dem Roman einbringt, für mich war es eine zusätzliche Bereicherung. Die Geister, diese untriebigen Gestalten, finden auch Eingang in die Erzählung; auch sie haben mich fasziniert. Mich beschäftigt dieses Buch immer noch, so eindringlich ist Kurniawans Erzählstil und so denkwürdig bleiben die großartigen Figuren in Erinnerung!
 

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Absolut der schönste und bewegendste Roman, den ich je gelesen habe, und auch der traurigste: Lucy, die bereits eine Krebserkrankung erfolgreich überstanden hat, lernt Mickey, ihren Traummann kennen, der jedoch an einer bipolaren Störung leidet. Also keine guten Bedingungen für eine Beziehung, aber sie trauen sich doch und meistern ihr Leben gemeinsam. Wenn da nicht gleich zwei Damoklesschwerter über ihnen schweben würden: das Wiederkehren eines Tumors und die ständige Gefahr, dass Mickey in Depressionen abstürzt. Und nach 11 Jahren wird Luy schwanger ... Lesen Sie dieses Buch, aber seien sie gewappnet!
 

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Die Zeit verging für mich wie im Flug auf einem Hoverboard, und ich hätte es gerne noch einmal gelesen. Doch mein Vater wollte es auch gerne lesen. Doch nun präsentiere ich meine Beschreibung zum Buch "TIMELESS Retter der verlorenen Zeit"! In diesem Buch geht es um den Jungen Diego Ribera, der Sohn von dem berühmten Ingeneur Santiego Ribera und der Mutter Siobhan Ribera, der besten Pilotin in den ganzen Vereinigten Territolialen Staaten. Und gerechterweise zu sagen, er lebt in keiner normale Welt. Oh nein. In seiner Welt kann Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit zusammen bestehen. Also tümmeln sich in den Strassen Römer, Dampfzeitler, Mittelzeitler und ja, sogar kleine Dinosaurier gehen ihren Weg durch New Chicago. Alles begann mit Diegos Traum an seinem 13 Geburtstag, wo er mit seinem Vater in der Werkstadt sitzt und mit ihm an einem neuen Roboter baut. Plötzlich war sein Vater weg und statt ihm stand nun ein Mädchen mit zwei Hoverboards. (Ich überspringe nun den geredeten Teil und erzähle nun über die Verfolgunsjagd). Er sprang auf ein Hoverboard und jagte dem Mädchen nach, das schon mit dem anderen Hoverboard aus dem Fenster flog und davonpreschte. Diego jagte ihr nach bis zu einem Platz mit einem Turm und einer riesigen Uhr, die sich komischerweise rückwerts drehte. Nun ging alles schnell. Der Turm brach zusammen und eine gewaltige Staubwolke breitete sich
aus... An diesem Punkt wachte Diego auf, und das, was er träumte, wird wahr. Dieses Buch ist sehr gut geschrieben, und es ist für jeden etwas dabei. Vor allem mag ich an diesem Buch, dass das Bauen der Roboter und anderer Geräte gennau beschrieben ist. (Finde solche Bücher toll:-))

Begierig auf neue Bücher Leseratte Jan
 

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Das wohl ungewöhnlichste Buch des Jahres wurde auch vollkommen zu Recht mit dem Booker Prize ausgezeichnet.
George Saunders' Roman ist sowohl formal als auch inhaltlich an Originalität kaum zu überbieten, man lacht und weint und zittert und freut sich mit den herumirrenden Geistern und wünscht ihnen allen im Endeffekt nur noch ihren Seelenfrieden. Ab Frühling 2018 wird die deutsche Übersetzung erhältlich sein, doch sollte man nach Möglichkeit das Original lesen, denn ich glaube jetzt schon sagen zu können, dass gerade bei diesem Buch zu viel verloren gehen wird!
 

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Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach: Angie Thomas‘ Roman zeigt uns, wie es ist, tagtäglich mit Themen wie Rassismus und Vorurteilen konfrontiert zu werden. Auch die jugendliche und teilweise von speziellen Begriffen gespickte Sprache trugen dazu bei, dass ich mich schnell in Starrs Welt hineinversetzen konnte. Anfangs möchte Starr lieber schweigen, als Gerechtigkeit für Khalil zu fordern, was ich als sehr real und nachvollziehbar empfunden habe, da es nun mal nicht leicht ist, für sich und andere einzutreten. Aber wie Starrs Mutter sagt: „ Mutig sein bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Es bedeutet, weiterzumachen, obwohl man Angst hat.“ Starr findet ihre Stimme, und das denke ich ist auch das Schöne an diesem Buch: Dass es uns dazu anhält, immer weiter für Gerechtigkeit zu kämpfen und nie damit aufzuhören, egal wie oft man schon gescheitert ist. "The Hate U Give" ist so viel mehr als eine gute Geschichte; es ist ein Aufruf an alle da draußen, nie den Mut zu verlieren. Weiters fand ich auch bewegend, wie sehr sich Starrs Familie für sie einsetzt und ihr überall beisteht. Besonders ihre Eltern spielen eine wichtige Rolle in Starrs Entscheidung, für Khalil auszusagen. Es ist auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes und wichtiges Buch, dass das Zeug hat, in der Welt etwas zu verändern!!!
 

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Sebastian, 9 Jahre aus Wörgl: Der achtjährige Kaspar lebt mit seinem Opa in einem kleinen Ort in Schweden. In dem Dorf wohnen auch noch Kaspars Freundin Lisa mit ihrer Familie, der reiche Åhman, der Dorfladenbesitzer Atom-Ragnar, die Witwe Sätterlund, der Polizei-Oskar und noch ein paar eigenartige Menschen, wie zum Beispiel die verrückte Isabell. Es ist Mittsommer und ein großes Fest soll gefeiert werden. Der Junge Kage, der mit seiner Familie seinen Urlaub im Dorf verbringt, freundet sich mit Kaspar und Lisa an.
In einer Nacht brennt plötzlich Åhmans Scheune, in der die Kinder am Tag zuvor gespielt haben. Polizei-Oskar untersucht die abgebrannte Scheune, um die Brandursache zu finden. Er findet auch einige Gegenstände (Beweise), die er jedoch noch nicht richtig zuordnen kann. Von da an haben Kaspar und seine Freunde keine ruhige Minute mehr, denn die Gegenstände gehören ihnen. Als dann auch noch in Krähbühl Lars Mopedschuppen, in der Dorfkirche und in Witwe Sätterlunds Besenkammer ein Feuer ausbricht und später sogar ein Plumpsklo brennt, werden die Kinder immer mehr verdächtigt. Wie können Kaspar und seine Freunde ihre Unschuld beweisen? Und wer ist der Feuerteufel?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist von Anfang bis zum Schluss total spannend!
 

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Elijah, 10 Jahre aus Igls: Die Zwillinge Fred und Ellie, ihre Eltern Janine und Eric und die Zwillinge Isla und Morris stellen die Hauptpersonen dar. Die beiden Zwillinge sind im gleichen Alter und mögen sich überhaupt nicht! Die Zwillinge Fred und Ellie spielen am liebsten Videospiele. Ihre Favoriten sind Fiva, Street Fighter, Super Mario und Minecraft. Fred und Ellie spielten wieder einmal ein Videospiel. Als Ellie den Controller mal ablegte, setzte sich Eric darauf. Erst nach einer Weile spürte er es. Er bat Janine um Hilfe, als Ellie rief: „Wo ist mein Controller?“ Ellies Controller war nicht sehr beschädigt, aber sie wollte ihn fix nicht mehr anfassen. Also versprach Erich, ihr einen Neuen zu kaufen. Am nächsten Morgen waren Fred und Ellie im Informatikraum der Schule. Dort suchten sie am Computer nach Controllern. Sie klickten einen bestimmten Controller an, und plötzlich erschien ein Bild mit einem Mann. Er hieß „Mystery Man“. Der Mystery Man fragte, ob sie die Spielkonsole gratis haben wollen. Fred und Ellie zögerten kurz, doch schließlich entschieden sie sich für dieses Modell. Daheim war der Controller schon angekommen. Die Zwillinge wussten nicht, wie er funktionierte. Das Armband, das dabei war, sollte sich Fred umbinden. Als Ellie an dem Controller herumfummelte, hockte Fred am Fenstersims. Bald hatten sie herausgefunden, was man mit dem Controller machen konnte. Als die Nachbarn von Eric und Janine den sechs Meter hohen Christbaum im Garten aufgestellt hatten, war Angela, Janines Katze, auf den Baum geklettert. Ellie steuerte Fred mit dem Controller. Doch, als er sie fast gefangen hatte, sprang die Katze aufs Dach. Fred hinterher.....
In der nächsten Zeit passierte nicht viel. Doch dann wurden die Zwillinge auf Rashids (süßester Junge in der Schule) Party eingeladen. Für die Party veränderte Fred mit dem Controller Ellie. Dadurch sah ihr Aussehen anders aus. Ein paar Wochen später fanden die Zwillinge Isla und Morris heraus, woher der Controller kam und was man mit ihm alles machen kann. Außerdem fand das jährliche Fußballspiel der Schule statt. Fred war diesmal auch dabei. Aber der Controller hatte nur noch wenig Saft. Am Samstag vor dem Fußballspiel forderten Isla und Morris die beiden Zwillinge Fred und Ellie zu einem Kampf auf. Der Kampf war sehr hart, aber es ging immer weiter... Auch für das Spiel brauchte der Controller noch Saft. Doch was tat Fred vor dem Spiel? Er...... Das Buch hat mir SEHR, SEHR gut gefallen! Ich würde dem Buch einen Einser geben, wenn ich es benoten könnte. Das Buch war an manchen Stellen sehr spannend, aber manchmal war es auch lustig.
 

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Julia ist eigentlich ein ganz normales Waisenkind. Bis auf die Tatsache, dass sie spurlos verschwinden kann, was sie zu einer ausgezeichneten Diebin und Spionin macht. Sie und ihr Bruder Dek, ein Genie, werden unter Esmes Obhut genommen, als diese sah, was für besondere Kinder sie waren. Esme gab ihnen immer wieder kleine Aufträge. Zum Beispiel Leute ausspionieren, und dafür bekamen Julia und Dek Geld. Dann wird Julia zu einem ganz besonderen Auftrag ausgewählt, der zunächst ganz harmlos aussah. Sie soll als Dienstmädchen verkleidet die alte Frau „Och“ ausspionieren. Doch schnell wurde Julia klar, dass nicht nur sie Geheimnisse hat. Nachts hört sie seltsame Geräusche aus dem Keller, den Herr Darius bewohnt. Als dann auch noch eine Frau mit einem Baby auftaucht, beginnt es gefährlich zu werden. Nun muss Julia sich entscheiden, ob sie den Auftrag ihres Arbeitgebers wirklich erfüllen will. Und plötzlich steht ihr eigenes Leben auf dem Spiel. Ich habe das Buch wirklich spannend gefunden und kann es sehr weiterempfehlen! Ich werde auf jeden Fall den zweiten Teil davon lesen.
 

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Amma-Maria, 9 Jahre aus Volders: Am Beginn stellt der Bürgermeister von Paris ein Statue von Ladybug und Cat Noir vor. Ein Besucher dort möchte ein Bild von Ladybug signieren lassen. Doch diese ist leider nicht da. Daraufhin wird er wütend und geht. Er setzt sich auf eine Bank und weint. Daraufhin kommt ein Akuma und schlüpft in das Bild, das der Besucher bei sich trägt. Ein Akuma ist ein sehr schöner, schwarzer Schmetterling, der von Hawk Moth verzaubert wurde. Sie können Gegenstände berühren und zu bösen Menschen machen.
Im Louvre wird das Gemälde der Mona Lisa gestohlen. Und das am hellichten Tag und dann auch noch von Ladybugs Gefährte Cat Noir. Alle denken, dass er es war, dabei war es ein Doppelgänger. Dieser ist der Besucher, der sich durch den Akuma, zum Doppelgänger entwickelt hat. Cat Noir behauptet unschuldig zu sein. Doch niemand glaubt ihm. So geht Cat Noir auf die Suche nach dem Doppelgänger. Als Cat Noir den Doppelgänger findet, fesselt dieser ihn mit Handschellen. Der Doppelgänger ruft Lady Bug und sagt, dass er den falschen Cat Noir gefasst hätte. Aber als sie kommt, merkt sie, dass etwas nicht stimmt. Ladybug fängt am Ende den Doppelgänger. Dieses Buch ist das coolste Buch der Welt. Es ist leicht zu lesen und sehr spannend. Ich konnte gar nicht mehr aufhören und habe es in zwei Tagen gelesen.
 

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Leonie, 10 Jahre aus Schwaz: Als ich die Beschreibung auf der Buchrückseite gelesen habe, dachte ich mir, dass mir das Buch zu gruselig und zu viel zu lesen sei, da es keine Bilder enthält, und das Titelbild sehr „erwachsen“ erscheint. Nichts desto trotz habe ich dann zu lesen begonnen und fand es sehr spannend. In diesem Kinderkrimi sind die Hauptfiguren drei Kinder, ein Hund und ein verschwundenes Manuskript. Selina wächst in Indien auf und wird von ihrer Mutter plötzlich nach Oxford zu ihrer fast gleichaltrigen Cousine geschickt. Als sie am Flughafen ankommt, sieht sie auf den Bildschirmen schon das erste Mal die Vermisstenbilder ihrer Cousine Lily. Da Lily schon einmal von zuhause davon gelaufen ist, glauben alle, dass sie es dieses Mal wieder getan hat, nur Selina und Eric, Lilys Freund, glauben nicht daran, und machen sich auf die Suche nach Hinweisen. Die Spur führt über Lilys umlackiertes Fahrrad, bis hin zu funkgesteuerten Blechtieren zu einem gruseligen Haus des Uhrmachers Jarvis.
Da wird das Buch dann vor dem Finale noch so richtig spannend. Das Buch war für mich am Anfang sehr schwer zu lesen, da ich manches nicht verstanden habe. Als ich mich dann jedoch eingelesen hatte, war es sehr, sehr spannend, aber nicht gruselig, sondern eher aufregend.
Es sind 236 Seiten, und ich würde es für Kinder ab 12 Jahren empfehlen.
 

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Diese Autorin zählt zu den 10 besten unter 35 Jahren in Norwegen. Ich schätze außergewöhnliche Settings für einen Roman, in diesem Fall ist es eine unbewohnte Insel auf den Galapagos in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Carlos will der Zivilisation entfliehen, und endet nackt und ungehobelt, seine Pläne kann er nicht verwirklichen. Auch ein Ehepaar verliert sich zwischen den schwarzen Stränden und den Bergen, doch die Baronesse ist wohl die eigenartigste Person, die die Insel bewohnen möchte. Außergewöhnliche Menschen in einer außergewöhnlichen Situation, was mag die Insel mit ihnen Vorhaben. Dieser spannende Roman bringt in uns die ursprüngliche Sehnsucht, auf eine Insel zu flüchten, zum Vorschein, doch schnell ist man wieder geheilt von diesem Traum.
 

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Eigentlich gibt es keine Verbrechen in Mill Valley, eigentlich leben dort die Menschen den amerikanischen Traum. Lindsey Lee Johnson gelingt es in diesem Roman, diesen Traum zu entlarven. Mich hat faszinierend, wie sie mit jedem Kapitel eine andere Person erzählen lässt. Gleichzeitig führt sie die Geschichte chronologisch weiter, sodass man die Spannung kaum ertragen kann. Tristan, die Hauptfigur, prägt nach seinem Tod noch die Menschen, die ihm nicht geholfen haben. Ein beeindruckendes Werk für einen beeindruckenden Ort!
 

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Südafrikas Literaturszene hat es mir angetan. Mit jedem Autor wird mir dieses besondere Land vertrauter, obwohl ich es noch nie besucht habe. Die Schönheit dieses Landes und die besondere Situation (Apartheid) lässt die Autoren Worte finden und Bücher schreiben, die eine besondere Kreativität besitzen. Ameera Patel wurde für ihre Theaterstücke und ihre Werke mehrfach ausgezeichnet, als Schauspielerin ist sie auch erfolgreich. In ihrem Romandebut lässt sie unterschiedliche Figuren zu Wort kommen. Flora ist als Hausmädchen der weißen Familie Joseph sehr zugetan, doch mit dem Tod von Mrs. Joseph verliert auch sie den Halt. Cathleen, die Tochter, widmet sich der Drogenwelt in Johannesburg, der Vater sieht hilflos zu. Und Runyararo, der aus Simbabwe kommt, findet keine Worte, um die Familie zu retten. Das Ende hat mich traurig gestimmt, seine Sinnhaftigkeit wird sich mir aber irgendwann erschließen.
 

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Jacob, 11 Jahre aus Rankweil: In diesem Band erleben die beiden Freunde und Detektive Rico und Oskar das Weihnachtsfest auf eine ganz andere Art. In Berlin baute sich gerade der schlimmste Schneesturm seit 20 Jahren auf. Rico schaut aus dem Fenster, beobachtet die tanzenden Schneeflocken und freut sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Gemeinsam mit Oskar macht er sich auf den Weg in ein Einkaufszentrum, um noch Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Auf dem Heimweg kommen sie am verlassenen Hof vorbei. An dieser Stelle erzählt Rico dem Leser die Geschichte über ihre Freunde vom verlassenen Hof aus einer früheren Geschichte. Der Schneesturm wird immer stärker und Rico und Oskar beeilen sich nach Hause zu kommen. Zu Hause verschwindet immer wieder etwas vom Essen für Weihnachten, aber niemand weiß wohin. Da stehen plötzlich die Freunde vom verlassenen Hof vor der Türe. Sie wollen sich bei Oskar entschuldigen und helfen den beiden Freunden bei der Suche. So erleben sie nicht nur eine, sondern zwei große Überraschungen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Man muss nicht unbedingt frühere Bände aus dieser Reihe gelesen haben, um es zu verstehen. Die Geschichte ist nicht nur witzig, sondern auch so geschrieben, dass es auch kleinere Kinder verstehen. So werden z.B. einzelne Begriffe auf lustige Art und Weise erklärt. Es ist wirklich sehr empfehlenswert!
 

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Maximilian, 9 Jahre aus Rankweil: Henry wünscht sich einen Hund, aber er bekommt keinen. Wieder einmal hat er die Diskussion mit seinen Eltern verloren und fährt mit dem Fahrrad wütend in den Wald. Dort stürzt er über einen Haufen Blätter. Gemeinsam mit seinen Freunden Zoe und Finn untersuchen sie den Haufen genauer und finden darunter ein Zwergmammut. Heimlich bringen sie es zu Henry nach Hause, verstecken es in seinem Zimmer und geben ihm den Namen Norbert. Was macht man nun mit so einem Mammut, das schlecht riecht, scheinbar gerne Hausschuhe und die Schulsachen frisst und dann auch noch aus dem Zimmer ausreißt? Überall lauern Gefahren entdeckt zu werden. … und dann wird Norbert scheinbar auch noch krank.
Norbert hält alle auf Trab und verursacht jede Menge Chaos, aber gemeinsam versuchen die drei Freunde die Herausforderungen zu meistern. Dabei kommt es zu manch witziger Situation, über die ich viel lachen musste. Es lohnt sich, die coole Geschichte um Norbert und seine drei Freunde zu lesen. Zum Schluss gibt es auch noch eine dicke Überraschung, als Norbert entführt wird.
 

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Tobias, 13 Jahre aus Birgitz: In diesem Buch geht es um die Zeit während des Hitlerregimes in Deutschland. Genauer gesagt um die Stadt Leipzig. Noch genauer um einen Jungen, der sich nicht der Kraft Hitlers beugen will und auf eine Clique trifft, in der er Gleichgesinnte trifft. Verbunden ist das Ganze mit der ersten Liebe oder besser gesagt den ersten Lieben des Jungen, aber lest selbst…

Der Autor, Johannes Herwig, ist in Leipzig geboren und aufgewachsen, und wusste schon als Kind genau, dass er Bücher schreiben wollte. Doch er vergaß diese Gabe für ein paar Jahrzehnte, studierte über Umwege Soziologie und Psychologie, und widmete sein Engagement der Filmkunst, Erst im Frühjahr 2013 begann er an seinem literarischen Debüt zu arbeiten.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es ein Jugendroman ist, bei dem man sozusagen heimlich auch etwas über die Geschichte lernt. Ich würde es weiterempfehlen für Jugendliche aller Lesestufen von 12 bis 16 Jahren. Viel Freude beim Lesen!
 

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Und schon wieder hat Stephen King ein 500 Seiten dickes Buch zustande gebracht. Wenn man so wie ich eine fanatische King Leserin ist, fängt man sich langsam an zu fragen, wie er das macht, in einem Jahr manchmal gleich 3-4 Bücher zu schreiben. Naja egal, Hauptsache die Qualität nimmt keinen Schaden daran. In „Mind Control“ hält Stephen King wieder an der bekannten Geschichte des sogenannten "Mercedes-Killer" fest. Es ist nun schon der dritte Teil über das Massaker vor einer Jobbörse, für das Brady Hartsfield verantwortlich ist, und ich habe das Gefühl, wir werden noch mehr davon zu lesen bekommen. Man bemerkt auch, dass King in diesem Band wieder in sein gewohntes Genre der Fantasy zurückfällt. Die ersten beiden Bände der Serie waren eindeutig Kriminalromane, doch dieses mal haben wir wieder die übernatürlichen Phänomene, die man als Stephen King Fan ja schon kennt. Alles in allem wieder einmal ein gelungenes Buch, das ich jedem King Leser ans Herz legen kann. Und natürlich auch die Vorgänger Bände Mr. Mercedes und Finderlohn auf alle Fälle lesen!
 

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Unglaublich, wie gut dieser Roman ist. Mir war nicht klar, dass es eine Wiederentdeckung ist, bereits 1944 hat Betty Smith den Pulitzer Preis damit gewonnen. Seit 3 Tagen überlege ich mir, wie ich diesen Roman beschreiben kann, doch mir fehlen die Worte für „dieses Lieblingsbuch von Generationen“. Betty Smith beschreibt nicht nur ihre Kindheit in Brooklyn, sondern auch ihre ersten Erfahrungen mit der Welt der Erwachsenen. Ihr fehlen nie die Worte, schon früh beginnt sie, ihre Geschichten aufzuschreiben. Francie, die Hauptfigur, wächst in einem Armenviertel auf, aber angeregt von ihrer Beobachtungsgabe und Phantasie wird all das Hässliche um sie herum zu etwas Besonderem. Beim Lesen musste ich immer wieder innehalten, denn die Autorin trifft mit ihren Sätzen immer ins Schwarze. Endlich wieder ein Buch, das zu Herzen geht!
 

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Mit dieser Übersetzung aus dem Spanischen legt der Suhrkamp Verlag einen hochkomplexen Text vor, der auf Tatsachen beruht. Es geht um einen Kameramann, der für Leni Riefenstahl gearbeitet hat und nach dem Krieg in Deutschland nicht mehr erwünscht war. Wie viele andere Nazis auch wählte er Südamerika für sein Exil. In kurzen Episoden, die aus verschiedensten Erzählperspektiven dargestellt werden, entwickelt sich nicht nur ein Familiendrama sondern auch ein Sittenbild einer uns fremd erscheinenden Gesellschaft. Ein kurzer Text, der für mich zu den literarischen Entdeckungen dieses Jahres gehört!
 

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Auf Englisch ist dieser Klassiker „Young man with a horn“ 1938 erschienen. Es ist ihr Romandebüt, wiederentdeckt wurde Dorothy Baker mit „Zwei Schwestern“. Baker erzählt die Lebensgeschichte des bekannten Jazzgenies Bix Beiderbecke (1903 – 1931), der seine Leidenschaft für Jazz immer ausgelebt hat, bis zu seinem frühen Tod. Mit 15 Jahren hält er sich in Jazz Clubs auf, das Klavier- und Trompetespielen hat er sich zum Großteil selbst beigebracht. Unter schwarzen Musikern fühlt er sich wohl und er übernimmt ihren Slang und ihre Begeisterung für den Jazz. Diese Liebe zur Musik ist in Bakers Roman deutlich spürbar. Noch nie habe ich ein Werk gelesen, dass ein Trompetensolo auf der Bühne vor den Augen des Lesers lebendig werden lässt. Bakers Prosa ist brilliant, geistreich und bezaubernd. Wer Musik liebt, soll diesen Klassiker unbedingt lesen!
 

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Was haben die beiden großen Denker – Charles Darwin und Karl Marx – gemeinsam? Verbindet sie neben wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erkenntnissen auch die Tendenz, dass sie sich von Gott abwenden und die Natur und die Menschen frei denken lassen? Oder ist es der Arzt, Dr. Beckett, der erkennt, dass sie trotz des Altersunterschieds mehr miteinander teilen, als nur Krankheiten? Ilona Jerger hat ein zeitgemäßes Porträt dieser Männer geschaffen, das uns die Denkweise des 19. Jahrhunderts näher bringt. Mich hat ihr Roman an Michael Köhlmeiers „Zwei Herren am Strand“ erinnert. Genauso gut fabuliert Jerger, denn sie hat mich nicht nur unterhalten, sondern auch bereichert!
 

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Eigentlich ist der neue Roman um Kimmo Joentaa nicht wirklich ein Krimi. Es gibt zwar eine Leiche, und auch sonst passiert so einiges, was nicht legal ist, doch bilden diese Vorfälle nur die Kulisse für ein fein gezeichnetes Psychogramm zweier Familien, die durch ein tragisches Unglück miteinander verbunden sind. Der Autor erfreut uns mit einer hochmusikalischen Prosa und eindrücklichen Bildern, die lange im Gedächtnis nachwirken. Ein schönes Buch über Außenseiter, schwierige Familienverhältnisse und die finnische Landschaft.
 

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Jende und Neni, Einwanderer aus Kamerun, sind mit ihrem Sohn nach New York gekommen, um dort ein besseres Leben zu haben. Die Familie ist überglücklich, als Jende bei Clark Edwards - einem leitenden Manager bei Lehman Brothers - einen Job als Chauffer erhält. Nun scheinen alle Geldsorgen vergessen zu sein. Wenn das nicht mit den fehlenden Aufenthaltspapieren wäre und die Bankenkrise 2008 das Leben aller vollkommen aus der Bahn wirft. Müssen sie nun ihren Traum, in Amerika glücklich und zufrieden zu leben, aufgeben? Was macht Reichtum aus Menschen? Ein wirklich höchst aktueller und brisanter Roman über Heimat, Immigration, Kapitalismus und Familie!
 

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Sobald man „Kirschblüten“ hört, denkt man an Japan, an sanfte Menschen, an zarte Kunst oder an den Film von Doris Dörrie „Kirschblüten“. Und wir Europäer wissen auch sofort, was sich in Nagasaki am 9. August 1945 zugetragen hat. Mich fasziniert ja nach wie vor der Umstand, dass die Amerikaner die Atombomben kaum thematisieren, denn sie sehen sie glauben sich nach wie vor im Recht, dass sie nur so den Krieg beenden konnten. Keine Sorge, Jackie Copleton (Engländerin) erhebt in diesem wunderschönen Roman nicht Anklage. Sie verknüpft japanische Weisheiten mit einer Familiengeschichte, die den Leser nicht mehr loslässt! Sie hat auch lange in Japan unterrichtet. Endlich wieder Lesestoff für diejenigen, die nicht nur Unterhaltung suchen! Dieser Roman ist mit viel Herz geschrieben und gibt Hoffnung!
 

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Hier ein besonderer Geschenktipp für alle Musikfreunde: Alice Harnoncourt hat dieses hochinformative und amüsante Büchlein aus dem Nachlass ihres Mannes zusammengestellt, der hier sehr lebendig über die Entstehung des Concentus Musicus berichtet. Schwierigkeiten bei der Instrumenten- und Quellensuche kommen ebenso zur Sprache, wie Schnurren aus dem Wiener Musikleben bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts. Im Anhang finden sich noch einige Essays zu Instrumenten, Kritikern und Weggefährten. Über allem schwebt der originelle Geist dieses Ausnahmemusikers, dessen Aufnahmen in jeden Plattenschrank gehören!
 

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Doch, das geht. Das beweist uns die junge amerikanische Autorin Catherine Lacey. Elyria beschließt - ohne groß zu planen - ihr behütetes Leben zu verlassen und fliegt nach Neuseeland. Zurück lässt sie einen Ehemann und eine alkoholkranke Mutter. Nur mit einem Rucksack bereist sie die Insel und begegnet immer wieder Menschen, die sich für sie interessieren. Helfen lässt sie sich nicht, auch wenn ihre Gedanken immer um ihre adoptierte Schwester, die sich das Leben genommen hat, kreisen. Ihre Ehe war nicht unglücklich, nur hatten sie nicht viel gemeinsam. Als Leser bewundert man Elyrias Mut, und doch ärgert man sich oft, dass sie nie ernsthaft versucht, ins Leben zurückzukehren. Aber vielleicht motiviert es uns auch und zeigt uns, dass das Verschwinden nicht die Lösung ist.
 

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Fortsetzung des Psychothrillers 'Der Augensammler': der Polizeireporter Alexander Zorbach macht wieder Jagd auf den Serientäter, genannt der 'Augensammler', als ein neuer Psychopath Berlin in Angst und Schrecken versetzt. Der arrivierte Augenchirurg Dr. Suker hat ein bestialisches Hobby: er entführt Frauen, entfernt ihnen die Augenlieder, vergewaltigt sie und lässt sie schließlich wieder frei. Bis auf sein letztes Opfer haben alle anderen kurz danach Selbstmord begangen. Der Arzt sitzt zwar inzwischen in Untersuchungshaft, soll aber in einigen Tagen aus Mangel an Beweisen auf freien Fuß gesetzt werden. Und wieder beginnt das Grauen. Bald stellt sich die Frage, ob es wohl eine Verbindung zwischen den beiden Tätern gibt, arbeiten diese vielleicht sogar zusammen.
Wem 'Der Augensammler' gefallen hat, dem sei 'Der Augenjäger' in jedem Fall empfohlen. Wie üblich legt Sebastian Fitzek Wert auf eine temporeiche Erzählweise, das Instrument des Cliffhangers am Kapitelende hat er inzwischen perfektioniert. Ebenfalls wie beim Vorgänger muss man bei der Plausibilität einige Abstriche machen und auch die Auflösung der Täterschaft am Ende hat mehr mit Hollywood als mit der Realität gemein. Dennoch: das Buch aus der Hand zu legen, fiel mir erst nach der letzten Seite leicht. Ein spannender Reißer, aber nichts für schwache Nerven.
 

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Irgendwo im amerikanischen Nirgendwo. Rund um die kleine Stadt nur Wüste, Maisfelder und Popcorn. Das Popcorn ist Segen und Fluch zugleich. Buffalo Rocks, die Popcorn-Fabrik, ist der einzige Arbeitgeber weit und breit, nur hier verdienen die Leute ihr Geld, aber die Angestellten werden auf das Schlimmste ausgebeutet. Man hält besser die Klappe, wer aufbegehrt, bekommt eine brutale Quittung.
Für Tom Elliott ist es am schlimmsten. Er ist das "Popcorn-Kid", sein niedliches, sommersprossiges Gesicht ziert seit Jahrzehnten jede Packung. Und jetzt droht Buffalo Rocks seinen kleinen Laden, "Die Trilogie des Glücks" zu zerstören. Tom merkt: Er muss hier raus. Hat er nicht mal Literatur studiert? Wollte er seiner Mutter nicht eigentlich eine Blockhütte am See kaufen? Ist es tukanös (nur eine von Turckheims großartigen und skurrilen Wortschöpfungen), wenn er mehr vom Leben will? Tom nimmt den Kampf gegen Buffalo Rocks auf...
 

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Man merkt auch dem zweiten wiederentdeckten Kriminalroman von Maria Lang an, dass er schon über 60 Jahre auf dem Buckel hat. Aber genau das macht den Charme des schmalen Büchleins aus, das ganz in der Tradition des klassisches Detektivromans steht. Wir finden ein überschaubares Setting vor, nämlich besagten Landfriedhof und das zugehörige Pfarrhaus sowie den gegenüberliegenden Landhandel. Der Pfarrer und seine Lieben (darunter einige vertraute Figuren aus "Nicht nur der Mörder lügt") haben sich gerade zur Bescherung versammelt, als das Unheil seinen Lauf nimmt. Arne liegt tot hinter der Ladentheke, erschlagen! Innerhalb kürzester Zeit trifft der befreundete Kriminalinspektor ein, der auf einen Haufen Verdächtige stößt. Hat die sehr blonde Barbara eine Affäre mit dem jungen Gustavsson und deshalb ihren Gatten aus dem Weg geräumt? Was ist mit der freundlichen, aber immer unterkühlten Haushälterin Frau Holm? Und welche Beobachtungen hat die kleine Lotta gemacht? Fragen über Fragen, deren Auflösung in einem furiosen Finale in der Silversternacht mündet.
Wer einen Kamin hat, möge das Buch vor dem prasselnden Feuer lesen. Ansonsten reicht es auch, auf den nächsten Schneefall zu warten.
 

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Die Covers seiner Bücher wirken immer sehr kitschig, doch das täuscht gewaltig. Mit "Alle meine Wünsche" ist dieser französische Autor auch bei uns bekannt geworden, nun liegt sein erster Roman auch auf Deutsch vor. Was ich an Delacourt schätze? Dass er mich unterhält, auf hohem Niveau. Ich lese ihn gerne, weil man spürt, dass ihm seine Figuren wichtig sind, dass er viel selber erlebt hat. Die Rolle, die Edouard in seiner Familie einnimmt, hat er sich nicht ausgesucht. Als der Dichter der Familie wird von ihm erwartet, dass er mit seinen Sätzen die Familie heilt, doch das ist nicht immer möglich. Mit der Karriere als Romanautor wird nichts, also findet er sein Glück in der Werbebranche (so auch Gregoire Delacourt!), während seine Familie auseinandertriftet.
 

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Rosa Silbermann konnte in den dreißiger Jahren vor dem Holocaust von Deutschland nach Israel fliehen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Rachel wird ihr eine militärische Ausbildung zu Teil. Nach Deutschland wollte sie nie wieder zurück, jedoch der Mossad hat einen Auftrag für Rosa. Dieser bringt sie an den Urlaubsort ihrer Kindheit, das Nobelhotel Bühlerhöhe zurück. Dort liegt es an Rosa ein geplantes Attentat an Kanzler Konrad Adenauer zu verhindern. Doch nicht alles geht glatt. Die ihr zugesagte Unterstützung trifft nicht rechtzeitig ein. Auch die neugierige Hausdame Sophie Reisacher erschwert Rosas Mission. Mit diesem Roman ist der Autorin Brigitte Glaser ein wahres Meisterwerk geglückt, absolut lesenswert!
 

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Endlich gibt es den 12. Band der "Rizzoli & Ilses" Reihe von Tess Gerritsen. Ich habe schon seit Monaten auf dieses Buch hin gefiebert und wurde nicht enttäuscht. Gewohnt spannend erzählt die Autorin die Geschichte von dem Kinderhort "Apple Tree", in dem vor Jahren mehrere Kinder sexuell missbraucht wurden. Als der Täter nach 20 Jahren seine Strafe abgesessen hat, beginnt wieder das Morden und ebendiese Kinder sterben eins nach dem anderen einen grausamen Tod. Doch der Schein trügt und der Leser wird gekonnt in die Irre geführt. Zu diesem Buch hat sich Gerritsen übrigens von einem Horrorfilm inspirieren lassen, bei dem sie selbst mitgewirkt hat. Ich denke, auch diesen Film, der "Island Zero" heißt, werde ich mir bei Zeiten mal anschauen!
 

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Istanbul ist eine Stadt, die sich ständig verändert. Es braucht 3 Generation, um sie zu begreifen. Dichter und Philosophen haben ihr eine Stimme gegeben und Burhan Sönmez webt die Geschichten gekonnt ineinander. Wir befinden uns unterhalb der großen schönen Stadt. Die Gefangenen sind fast täglich Folter ausgesetzt, wie von Sinnen kehren sie in die Zelle zurück, die sie mit anderen teilen. Die Kälte setzt Ihnen zu, doch die Geschichten, die sie erzählen haben nichts damit zu tun. Sie versuchen sich abzulenken, träumen sich hinaus in die Straßen und ihre "lucid dreams" erscheinen uns wie Märchen. Die Folter setzen in ihnen Kräfte frei und beflügeln ihre Fantasie: Die Liebe zu Istanbul hält sie am Leben, das Grauen hat keinen Platz dort! Ein unvergessliches Dokument, das Freiheit für den Geist fordert!
 

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Als Fan der Serie "Mad Men" ist mir sofort der Name des Autors aufgefallen. Dass dieser großartige Regisseur, Drehbuchautor und Produzent auch Bücher schreibt, war mir neu. Er wird mit Richard Yates verglichen, und das trifft es genau. "Alles über Heather" ist ein unglaublich gutes Werk. Wie schnell wir mit wenigen Zeilen glauben, die Breakstone Familienkonstellation zu verstehen, so schnell merken wir auch, dass sich alles um ihre Tochter Heather dreht. Parallel dazu erfährt der Leser alles über Bobby, der als Sohn einer Prostituierten und Drogensüchtigen alles anders als behütet aufwächst. So gut Heather ist, so böse ist Bobby und die Katastrophe ist vorprogrammiert. Mehr als einmal musste ich das Buch weglegen und nachdenken. Nachdenken über die Kraft dieses Romans und seine Aussagen!
 

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„Du bist mein Feuer“ ist ein Buch aus dem Genre „Romance“ bzw. „New Adult“, das mir unheimlich gut gefallen hat. Vielleicht sagt dem einen oder anderen die Autorin etwas, denn sie wurde durch die Onlineplattform „Wattpad“ weltbekannt. Ihr Buch erreichte dort über 150 Millionen Leser. Ich war anfangs etwas skeptisch, ob es mich überzeugen kann, da ich schon viel in diesem Genre gelesen habe. Nach den ersten paar Seiten war für mich klar, dass ich nicht nur die Charaktere faszinierend finde, sondern auch den flüssigen und lustigen Schreibstil der Autorin. Trotz der knapp 800 Seiten hatte das Buch keine Längen und ich habe es innerhalb von 3 Tagen verschlungen. Der Roman sprüht voller Charme und Witz und lies mich öfters schmunzeln. Ich kann dieses Buch wärmstens weiter empfehlen und ich hoffe, dass die Geschichte rund um Veronica (Red) und Caleb noch mehr Menschen begeistern kann. Eine klare Leseempfehlung!
 

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„Auf die Frage, wie es ihr gelinge, in der heutigen Zeit immer so fröhlich zu sein, hat Janina einmal geantwortet: „Ich genieße es in vollen Zügen, dass mich die allermeisten Dinge nichts angehen.“
Ist das der Weg, an der Oberfläche zu bleiben, nicht tief graben, sich nicht mehr für Politik interessieren, nach den Wahlen alles ausblenden? Britta lebt mit ihrer Freundin Janina ein kleinbürgerliches Leben, es genügt ihr, mit ihrer Arbeit im Untergrund die Interessen der Mächtigen in der Welt zu vertreten. „Leere Herzen“ zeichnet sich durch seine Spannungselemente aus und Juli Zehs Zukunftsszenario ist erschreckend. Eine Welt ohne Demokratie – in diesem Roman durchaus möglich – für mich aber nicht vorstellbar!
 

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Wieder treibt ein Serienmörder in Oslo sein Unwesen. Seine weiblichen Opfer findet er über eine Online-Dating-App und ermordet diese auf brutalste Weise mittels einem Eisengebiss. Der karriereorientierte Polizeipräsident nötigt Ex-Kommissar Harry Hole, inzwischen Dozent an der Polizeihochschule, die Ermittlungen aufzunehmen. Dieser stellt ein kleines Team zusammen und findet bald heraus, dass es ich beim Täter um einen alten Bekannten von ihm handelt. Aber ist der Fall wirklich so einfach oder gibt es noch jemanden im Hintergrund? Die Wiedereinführung eines aus einem Vorgängerroman bekannten Täters ist nicht wirklich ein neuer Kniff eines Autors, dennoch gelingt es Nesbö, dieses Element in eine eigenständige Geschichte einzubinden. Die Charaktere werden exakt gezeichnet, die Handlung ist sehr spannend aber auch ziemlich brutal. Das Warten auf den neuen Harry Hole-Roman hat sich gelohnt!
 

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Eine dreistündige Busfahrt und ein verregneter Sonntag waren dank Hakan Nesser gerettet, und ich habe es bedauert, zwischendrin mal schlafen zu müssen. Lehrer Kallmann war ein Eigenbrötler, dabei aber sehr beliebt, und die Fußstapfen, die er nach seinem Tod hinterlässt, sind für seinen Nachfolger Leon Berger ganz schön groß. Berger hat Kallmann nicht gekannt, fühlt sich aber auf seltsame Weise von ihm und den Umständen seines Todes angezogen. Bald grenzt sein Interesse an Besessenheit, aber auf diese Weise kann er sein eigenes Trauma mitunter vergessen. Nesser verwebt wieder einmal raffiniert Gegenwart und Vergangenheit und streut ein paar dezente Hinweise. Ganz zum Schluss habe ich etwas geahnt und war dennoch total überrascht!
 

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Zu Beginn des Romans erfahren wir, dass Katharina einen Knoten in ihrer Brust ertastet hat. Bis jetzt hat sie es noch keinem gesagt - nicht mal ihrem Ehemann Costas. Doch der Alltag muss weiter gehen: Da sind die Probleme mit ihrer 11jährigen Tochter Helli, die mit ADHS und der Pubertät zu kämpfen hat. Ihr Sohn Alex bringt seine erste Freundin mit nachhause. Und Costas ist unter der Woche in Berlin, und dieses Mal bleibt er sogar übers Wochenende auf einer Firmenfeier. Katharina lässt uns einen einzigen Tag an ihrem Leben Teil haben, und doch erfahren wir sehr viel über ihre Gefühle, Beziehungen, Freundschaften und Sorgen - ehrlich, schonungslos und mitfühlend erzählt.
 

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Vor dem Hintergrund der Kubakrise entwickelt der Autor einen raffinierten Roman um eine junge amerikanische Studentin und einen emigrierten russischen Dichter. Allgemeine Fragen zur Kunst der Übersetzung und Poesie werden ebenso klug und pointiert abgehandelt, wie eine Beschreibung des politischen und gesellschaftlichen Umfelds der Kennedy Jahre. Sprachlich zieht Crowley alle Register und peppt die Geschichte mit wunderbaren Gedichteinschüben auf. Herausgekommen ist eine poetisch-melancholische Melange über Liebe und politische Verantwortung in unruhigen Zeiten.
 

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Die Erwachsenenjahre von Lenu und Lila haben es in sich. Auch wenn es schon länger her ist, dass man den zweiten Teil der Saga gelesen hat, hat man keine Probleme, schnell in die Geschichte einzusteigen. Immer mehr tritt zutage, dass die beiden Freundinnen Konkurrentinnen werden, obwohl sie weiterhin in Kontakt bleiben. Lenu glaubt, den sozialen Aufstieg geschafft zu haben, sie stößt aber immer wieder auf Grenzen, die ihr klarmachen, dass sie immer das Mädchen bleiben wird, das versucht, gebildet zu wirken und ihre soziale Herkunft auszublenden. Sie wird nie wie Lila sein und nie dieselbe Wirkung auf Männer haben. Ich kann es nicht mehr erwarten, den letzten Teil zu lesen und jetzt verstehe ich wieder, wieso viele Leser voller Ungeduld danach fragen!
 

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Wenn man es mit jüngeren Menschen zu tun hat, stellt man sich oft die Frage, in welcher Welt die Jugendlichen heute leben, welche Ziele und Wünsche sie haben und wieso sie nicht reifer sind. Stellt euch Julia vor: Vater gibt es keinen, die Schule interessiert sie nicht, Arbeiten möchte sie nicht. Daheim darf sie aber auch nicht bleiben, denn ihre Mutter findet, sie soll auf eigenen Beinen stehen. Fernsehserien prägen ihren Alltag, ihre Lebenserfahrung hat sie nicht aus Büchern oder von der Schule, sondern sie orientiert sich an den Dialogen der Serienstars. Schauspielerin möchte sie werden, die Tschulie, eh klar. Und dann gibt es da noch Karin: über 40, in einer schönen Beziehung, ihr Sohn ist fast erwachsen und Geld verdient sie auch. Eigentlich wäre sie gerne Künstlerin geworden, nur hat es sich nie ergeben. Die Kapitel wechseln zwischen Tschulie und Karin ab, die Figuren treffen auch aufeinander. Ich bewundere Silvia Pistotnig für ihr Talent, eine derart gelungene Charakterenbeschreibung abzugeben. Tschulies Welt wird plötzlich auch älteren Semestern verständlich, auch wenn sie wirklich schrecklich naiv und dumm ist (das behaupte nicht nur ich, sondern auch Karin im Roman!).
 

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Dieser Roman hat in Frankreich bei Erscheinen zahlreiche Preise bekommen, und das hat mich neugierig gemacht. „Transilvanien“ und „Burg“, das assozieren wir sofort mit Vampiren bzw. mit Graf Dracula. Mich hat aber Siebenbürgen mehr interessiert, die Geschichte über ein Land, das von vielen Völkern bewohnt war. Nicht nur Rumänen, Ungaren, Sachsen, Russen, etc. haben sich in diesen Hügeln und Wäldern angesiedelt. Die Geschichte der Familie Korvanyi ist fiktiv, sie könnte sich aber so zugetragen haben. Als Graf Alexander und seine Frau Cara 1834 die Familienburg in Transilvanien wieder bewohnbar machen, ereignen sich ungewöhnliche Dinge. Die Walachen (Leibeigene) und die Magyaren (altes Herschergeschlecht, Zaren), oder die Zigeuner sind noch nicht über die Konflikte vor 50 Jahren hinweg. Die epischen Kampfszenen gegen Ende des Romans haben es in sich. Diese Spannung hält man als Leser kaum aus! Ein Abenteuer im Kopf!
 

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Ein Meister seiner Klasse!! Selten so ein tiefes, klares, unaufgeregtes, stimmiges und berührendes Buch gelesen.

Ja, ich bin ein Ortheil-Fan! Ortheil erzählt hier über die Schreibanfänge, dessen Grundstein seine Eltern liebevoll gelegt haben. Sofort ist der Leser bei dem Kind Ortheil, kann in dessen Gedankenwelt eintauchen und lässt sich gerne auf diese Reise mitnehmen. Jedes weitere Wort darüber zu schreiben, wäre zu viel. Einfach nur lesen!
 

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Von Anfang an wissen wir, dass der 12-jährige Antoine im Streit den 6-jährigen Nachbarsjungen Remi erschlagen hat. Aber das große Rätsel bleibt bis zum Schluss, ob er auch entdeckt wird. Und gerade das macht die wahnsinnige Spannung dieses Romans aus. Was Antoine alles unternimmt, um seine Schuld zu verbergen, das Zittern, Weinen, Bangen und die schlaflosen Nächte – gekonnt erzählt von Pierre Lemaitre.
 

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Wer Pierre Stutz kennt, weiß, dass er ein sehr sorgsamer spiritueller Lehrer ist. Nur aus eigenen Erfahrungen berichtet er und nimmt den Leser mit in seine tiefsten Gedanken, Gefühle und Zweifel. In einer Phase, als er dachte, er gehe zugrunde, wurde er von Johannes Tauler inspiriert und notierte in sein Tagebuch: Gehe zu Grunde! Geh deinem Schmerz, deiner Angst, deiner Überaktivität, deiner verbotenen Wut auf den Grund! Was für eine Erkenntnis! Echte Heilung geschieht nur im Annehmen unserer hellen und dunklen Seiten und ist ohne Schmerz wohl nicht möglich. Behutsam und liebevoll führt Pierre Stutz in 7 Kapiteln durch das Buch, ermutigt zu mehr Courage, Barmherzigkeit und dem Entwickeln eines großen weiten Herzens als Lebensaufgabe. Schon der Mystiker Meister Eckhart wünschte uns den verbindenden Lebensatem Gottes, der uns über uns hinauswachsen lässt. Glaubende Menschen sind nicht jene, die fromm schlucken, sondern jene, die fromm aufbegehren, ihre Lebensaufgabe erkennen und zum Segen werden mit ihren Talenten. Ich empfehle dieses Buch unbedingt weiter und schließe mit Pierre Stutz` eigenen Worten: "Mit sich selbst befreundet zu sein, ist eine hohe Lebenskunst!!" Fangen Sie am besten sofort damit an!


Pierre Stutz liest aus seinem neuen Buch am Dienstag, 14.11.2017 um 19.00 im Haus der Begegnung in Innsbruck, kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie!
 

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Das neue Buch von John Green gibt's zwar erst Mitte November auf Deutsch, aber nach der langen Durststrecke seit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" konnte ich jetzt nicht mehr warten.
Die Geschichte handelt von Aza, von ihrer besten Freundin liebevoll Holmesy genannt, die keine Kontrolle über ihre Gedanken hat. Sie hängt immer in ihren Gedankenspiralen fest. Ihre Panik vor tödlichen Bakterien, die ihren Körper besiedeln, zwingt sie dauernd darüber nach zu denken.
Als sie sich wieder mit einem alten Freund trifft und beginnt, sich in ihn zu verlieben, stellen diese Gedanken ihre Beziehung auf eine harte Probe.
Wie immer eine sehr berührende Geschichte.
 

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Berühmt geworden ist die französische Autorin Delphine de Vigan mit "No & ich", eine berührende Geschichte übers Erwachsenwerden. Mein Favorit ist aber ihr Roman "Nach einer wahren Geschichte", ein psychologisches Porträt einer Freundschaft und über das Leben einer Autorin. Sich zu Tode zu hungern weil man verschwinden möchte, das ist kein neues Thema. 2001 ist dieser Roman in Frankreich erschienen und auch wenn andere psychologische Krankheiten mittlerweile die Literatur beherrschen, ist Anorexie selten heilbar und meistens tödlich. Ein Arzt kümmert sich um Laure und sein Einfühlungsvermögen bringt Laures Vergangenheit zutage. Er rettet ihr das Leben. Laure beschreibt ihren Alltag im Krankenhaus sehr authentisch und Delphine de Vigan hat mit ihrem ersten Roman bewiesen, wie großartig sie schreiben kann!
 

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Sein eigenes Land verlassen zu müssen, weil durch Krieg alles zerstört wurde, das kann sich kaum jemand vorstellen. Und wenn das junge Paar mehrere Länder bereist und sich schlussendlich in Kalifornien ein neues Leben aufbaut, dann weiß man als Leser, dass der Westen nicht immer das zu bieten hat, was man sich erwartet. Spannend finde ich Hamids Ansatz, dass die Flucht selbst, der Übergang, wie durch einen Gang durch eine Tür beschrieben wird. Es ist, als ob dieses Thema völlig ausgeklammert wird, und doch im Leser einen dramatischen Eindruck erweckt. Hamid setzt dieses raffinierte Mittel gekonnt ein, und überhaupt gehört er als Harvardstudierter zu den ganz Großen. Geboren in Bangladesh weiß er, wie es ist, welche Relevanz Flucht und Migration hat!
 

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Elizabeth Day erzählt uns in diesem Buch die Lebensgeschichte von Martin Gilmour, der aus einer ärmlichen Familie kommt und auf einem Eliteinternat versucht, Anschluss zu finden. Allzuoft muss er die Abweisung anderer Schüler ertragen, bis er Ben Fitzmaurice, den jüngsten Sohn einer hoch angesehenen Adelsfamilie kennen lernt und dieser ihn ins Herz schließt. Martin kann die ganze Familie Fitzmaurice anfangs für sich gewinnen und baut sein Leben nur noch rund um diese Freundschaft auf. Bis am Tag der Party das Unvermeidliche passiert und seine ganze Welt zusammenbricht. "Die Party" ist das Spannenste, was ich in letzter Zeit gelesen habe, und ich kann es nur weiterempfehlen.
 

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Beirut, Libanon. Brüssel, Belgien. Stockholm, Schweden. Der schwedische Autor führt uns wieder durch die ganze Welt......

Mit großen Erwartungen tritt Jacob Seger sein Praktikum in der schwedischen Botschaft in Beirut an und findet sich in einer vollkommen fremden Welt wieder. Langsam beginnt er Fuß zu fassen und trifft gleich am ersten Abend seine große Liebe Yassim. Der syrische Kriegsfotograph stellt ein großes Rätsel für Jacob dar, die beiden sehen sich nur selten. Aus Liebe zu seinem Freund nimmt Jacob einen brisanten Auftrag an und schmuggelt eine Speicherkarte aus Beirut nach Brüssel...

Klara hat sich von ihrem letzten Abenteuer noch nicht ganz erholt, da stirbt ihr geliebter Großvater. Ihre Freundin Gabiella wird plötzlich vor ihrer Kanzlei mit einem großem Polizeiaufgebot verhaftet. Gabriellas Nachbarin übergibt Klara einen Brief, sie soll nach Brüssel reisen und einen Klienten beraten. Dort treffen Jacob, Klara und Georg aufeinander. Und versuchen, ihre Freunde Gabriella und Yassim wiederzusehen............

Vom multikulturellen, spannenden und gefährlichen Beirut geht die rasante und packende Reise weiter nach Europa nach Brüssel, um dann in Stockholm zu enden.

Sehr aktuell, politisch brisant, dramatisch! Ein Thriller für schlaflose Nächte!
 

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Dieses Buch hat mich angesprochen, weil ich mit Vorurteilen gegen Moslems konfrontiert wurde und ich mir gute Argumente in der Literatur suchen wollte. Und da wird man zur Zeit überall fündig. Eva lernt den Tellerwäscher Ayoub kennen und lieben. Er wurde in Antwerpen geboren, hat aber marrokanischen Migrationshintergrund. Eva ist zuerst voller Zweifel, denn Belgien bzw. Europa ist dabei, auseinanderzubrechen, bzw. eine Zweiklassengesellschaft zu werden. Erschreckend ist, dass die häufigen Anschläge von Islamisten in Europa dazu führen, dass alle Moslems verdächtigt werden. Gläubige wie Nichtpraktizierende werden mit Prämien in ihr Heimatland zurückgelockt, obwohl viele von ihnen die Sprache nicht können bzw. nie einen Fuß dorthin gesetzt haben. Teilweise erinnert es an die 30ger Jahre des letzten Jahrhunderts, als die Juden bereits unter der Verfolgung der Nazis litten. Die Gespräche zwischen Ayoub und Eva sind von Offenheit geprägt, jedem Vorurteil, jeder Art von Populismus gehen sie nach. Vor allem als Journalistin realisiert Eva sehr rasch, dass sie gegen die Verdächtigungen keine Chance hat. Ein Buch, das traurig macht und wirklich sehr beklemmend ist, wie es die meisten Liebesgeschichten sind!
 

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Man mag es nicht glauben, aber es gibt immer noch unentdeckte, unbekannte Geschichten über bekannte Leute! Georg Markus als DER Fundstücke-Gräber der Nation spürt immer wieder Neues aus längst vergangenen Zeiten auf. Ob es süße Geheimnisse sind, Vertrauliches von einem Adjutanten des Kaisers oder verräterische Liebesbriefe. Vieles findet sich in diesem großformatigen, mit Bildern bestückten Buch. Als Leser fühlt man sich wie ein Voyeur, der durch die Schlüssellöcher des Adels und der Prominenz linsen darf. Für mich persönlich ein herrliches Lesevergnügen und die Erkenntnis, dass es überall, früher wie heute, menschlich und sogar allzumenschlich zugeht.
 

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In Südfrankreich wird ein norwegischer Milliardär ermordet. Bogart Bull, ein norwegischer Kommissar mit massivem Alkoholproblem, wird als Europol Ermittler ans Mittelmeer geschickt, um den Fall zu klären. Die Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig, und bald gibt es noch eine weitere Leiche zu beklagen. Bull und seine französischen Kollegen verfolgen verschiedenste Spuren, wovon eine in die Zeit der Naziokkupation Frankreichs führt. Ein kleines Gemälde erweist sich als Schlüssel in diesem raffinierten Thriller über Kunst, Rache, Politik und eiskalte Leidenschaften. Ein spannend elegantes Krimiabenteuer voller Überraschungen!
 

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Ach, wieder einmal einfach ein wunderschönes Buch, indem einem die Freunde Eva, Benedict, Lucien und Sylvie während der Lektüre ans Herz gewachsen sind. Und man dankbar ist, sie auf ihren Lebenswegen ein Stück begleiten zu dürfen. Der Autorin gelingt es wirklich meisterhaft, die Figuren und ihre Gefühle während zwei Jahrzehnten ihrer Freundschaft mit Höhen und Tiefen darzustellen. Und man ist fast ein wenig traurig, als das Buch endet, weil man noch sehr gerne viel mehr von ihnen gelesen hätte!
 

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Dass die Natur heilsam für die Seele ist, das hat uns Helen McDonald in ihrem preisgekrönten Werk "Habicht" bewiesen. Genauso fantastisch schreibt Amy Liptrot über ihre Heimatinsel Orney (Schottland). Der Wind ist ständig präsent, und doch können sie die Erinnerungen an die Großstadt (London) nicht ganz vertreiben. Amy Liptrop hat ein ganz persönliches Buch geschrieben, ihre Alkoholsucht hat ihr 10 Jahre lang zugesetzt. Die Landschaft ist umwerfend beschrieben, im wahrsten Sinne des Wortes. "Nachtlichter" ist für mich ein Buch, das man nie mehr vergessen wird!
 

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Für Martin war es die große Freundschaft. In Martins Leben war Ben die wichtigste und liebste Person.
Für Ben war es eine Belastung. In Bens Leben war Martin wie ein Schatten, dem man nicht entkommt.
Für alle anderen war Martins Obsession eine Lachnummer. Für alle anderen war klar, dass diese Freundschaft für Ben nur eine Zweckgemeinschaft war.
Jetzt ist die letzte gemeinsame Party aus dem Ruder gelaufen, eine Frau liegt im Koma. Für Martin bricht eine Welt zusammen, als er seine Lebenslüge endlich erkennt. Und nun wird er Ben zerstören!
Elizabeth Day hat hier wirklich tolle Unterhaltung abgeliefert; Fremdschämen und eine leichte Schadenfreude mischen sich beim Lesen. Und wie sie die britische High Society aufs Korn nimmt, ist einfach großartig!
 

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Nachdem die skandinavischen Länder als Reiseziele derzeit boomen, ist auch die nordische Küche in aller Munde. Das isländische Autorenpaar mit den unaussprechlichen Namen hat dazu passend eine wunderschöne Mischung aus Kochbuch und Bildband veröffentlicht. Beginnend mit einer kleinen Landeskunde folgen die Rezepte dem Jahresrhythmus, alle mit einer kleinen Anekdote versehen. Mir persönlich ist das ganze leider etwas zu fischlastig, wobei das kulinarische Highlight Schwedens, nämlich Surströmming, komischerweise fehlt. Meiner Meinung nach ein tolles Geschenk für jeden Skandinavien-Fan, denn jedes Blättern im Buch macht Lust auf den nächsten Urlaub!
 

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Ich möchte auf Reisen gehen, aber nur in Begleitung von Geoff Dyer. Mit ihm hätte ich das Gefühl, ich würde mehr von einem Ort wahrnehmen und auch mehr lernen. Er bereitet sich akribisch vor und setzt sich ein bestimmtes Ziel. Am meisten gelacht habe ich über seine Reise nach Norwegen - die seine Frau unbedingt machen wollte, um das Nordlicht zu erleben. "Jeder hat das schon mal gesehen", jeder, meint sie, und doch verläuft die Reise eher ungewöhnlich. Beiden ist die Lust in der Kälte vergangen und eigentlich haben sie nur mehr gespottet über das Land, dass es ihnen recht geschieht, das Nordlicht nicht zu sehen. Geoff Dyer besitzt die Gabe, ein Gemälde, eine Statue, einen Ort in der Landschaft so zu beschreiben, dass ich mich magisch davon angezogen fühle.
 

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Vom Winter in Neuengland aus meinem letzten Buchtipp zum brütend heißen Sommer in England. In einem Dorf, in dem die Welt noch in Ordnung scheint, treibt plötzlich der sogenannte Fox sein Unwesen. Fußspuren auf den Böden, der Geruch von feuchter Erde, manchmal eine Art Fuchsbau aus Decken und Kissen -- das ist das einzige, was auf den unheimlichen Eindringling hindeutet. Schlimmeres ist bislang nicht passiert, doch dann verschwindet die junge Anna. Und plötzlich ist Schluss mit der heilen Welt! Auf einmal scheint jeder verdächtig, jeder hat Dreck am Stecken, wem ist noch zu trauen? Obwohl dieser Roman in den 80er Jahren spielt, lief beim Lesen in meinem Kopf die ganze Zeit ein schwarz-weißer Miss-Marple-Film ab! Einfach großartig. Genau das richtige für alle, die genug haben von blutig triefenden Thrillern!
 

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Wieder mal ein Klassiker, und wieder einer, der höchst aktuell ist. Gabriele Tergit war Gerichtsreporterin und wurde mit ihrem 1931 erschienenen Käsebier - Roman auch in der Literaturszene bekannt. Es handelt sich hier um eine beißende Medien- und Gesellschaftssatire, die die Berliner Zustände der zu Ende gehenden Weimarer Republik aufs Korn nimmt. Die Sprache hat einen rasanten, stakkatohaften Rhythmus, der das Lebensgefühl der Epoche widerspiegelt und den Leser mitreißt. Äußerst lebhafte Dialoge machen die Lektüre zu einem kurzweiligen Vergnügen.
 

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Viel Handlung gibt es nicht in dieser Erzählung und als Leser giert man danach zu erfahren, was vorher passiert und wie es weitergeht: Als würden die Figuren in Fernach wieder erstarren, sobald der Erzähler den Blick abwendet und das Dorf verlässt. Auch wenn wir einiges über die Großtante erfahren, der Rechtsanwalt Maurig bleibt uns ein Rätsel. Er verliert die Rechtsanwalt Lizenz und die Wohnung wird versteigert, zur Familie fehlt jeder Kontakt. Die Wölfe sind zwar da, doch welche Bedrohung für das Dorf stellen sie wirklich dar? Der Kummer des Nachbarsbauern ist verständlich, nachdem er Frau und Tochter verloren hat, die Hühner einer Seuche erliegen zerstört er nach und nach seinen Hof. Dazwischen die Weisheiten der Tante, die doch noch sehr am Leben hängt, im Gegensatz zum Erzähler. Ein seltsames Buch, aber ist das Leben nicht auch seltsam? Es ist die wunderschöne, glasklare Sprache, die mich verzaubert und meine Imagination angeregt hat!
 

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Die Titelgeschichte war eindeutig die beste. Obwohl man in allen Stories etwas findet, das einem als Leser in Erinnerung bleibt. Man bekommt ein Gefühl für den Pulitzer-Preis-Autor William Saroyan (1908-1981), sein Aufbegehren gegen Verallgemeinerung, gegen die Massengesellschaft. Als Sohn von armenischen Einwanderern hat er den einfachen Leuten wieder Würde gegeben und in seinen Geschichten sind es außergewöhnliche Menschen, die unscheinbare oder trostlose Orte wiederbeleben. Jede Story ist vom Optimismus und Humor des Ich-Erzählers geprägt, sein Manifest reiht ihn in die Liga Hemingway und Fitzgerald ein!
 

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Mich hat das Deon Meyer Fieber gepackt, anders kann ich dieses Lesevergnügen nicht beschreiben. Die Zivilisation wurde ausgelöscht, Millionen von Menschen auf der ganzen Welt sind an einem rasant um sich greifenden Virus gestorben. Willem überlebt und mit seinem Sohn möchte er sich in der Abgeschiedenheit Südafrikas eine neue Welt aufbauen. Nico ist erst 13 und Jahre später schreibt er seine Erfahrungen nieder, nachdem sein Vater schon lange tot ist. Es ist die Autobiografie eines Überlebenskünstlers, eines Philosophen, einer gelehrten Persönlichkeit, die versucht hat, moralische Werte einzuführen. In der neuen Siedlung gibt es noch keine Gesetze, Anführer müssen bestimmt werden, um eine Gemeinschaft zu erschaffen, die überleben kann. Immer wieder musste ich innehalten, meine Entdeckungen verarbeiten. Deon Meyer hat literarisches Neuland geschaffen!
 

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Starkfield, Neuengland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. "Wer klug ist, geht fort" aus diesem trostlosen, von der Welt abgeschiedenen Ort. Doch Ethan Frome ist geblieben und hat sich immer gekümmert; zuerst um seine alten Eltern, dann um seine hypochondrische, ewig nörgelnde Frau Zeena. Der einzige Lichtblick in seinem Leben ist Zeenas mittellose Cousine Mattie; "für die Leute" von ihr aus Mitgefühl aufgenommen, in Wirklichkeit als billiges Dienstmädchen missbraucht. Doch diese heimliche Liebe hat keine Chance, Verantwortungsgefühl und tief sitzende Moralvorstellungen lassen keine Veränderung zu. Einziger Ausweg scheint der gemeinsame Selbstmord...
Es ist ein schmaler Roman, sprachlich genauso karg und kalt wie die Umgebung, brillant geschrieben. Man friert beim Lesen!
 

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Erwin Moser war einer der beliebtesten österreichischen Kinderbuchautoren. Seine Liebe zur Natur - besonders zu seinem Burgenland - spürt man in jedem seiner tollen Bücher.
Seine Werke werden wieder neu aufgelegt, und so bleiben sie auch weiterhin in unseren Kinderzimmern aktuell. In dieser Sammlung finden wir Igelkinder, Mäuse ,Igelgeschichten und natürlich Bären. Freuen wir uns, dass wir in diesen Büchern weiter mit ihm herrlich träumen können.
 

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Über den 30-jährigen Krieg wurde noch nicht soviel geschrieben, trotzdem hat sich Daniel Kehlmann viel Zeit gelassen, für seinen neuen Roman zu recherchieren. Der Leser darf sich auf unterschiedliche Erzählstimmen einlassen, die historisch ihre Berechtigung haben, wie auch Tyll, der Narr. Wer sich noch näher mit dem 30-jährigen Krieg befassen möchte, sollte unbedingt das kürzlich erschienene Buch von Christian Pantle (Propyläen Verlag) lesen. Auch wenn Tyll sich auf den blutigen Schauplätzen des Krieges befindet und die Verzweiflung der fliehenden Dorfbewohner und Städter spürbar ist, so hilft auch sein Sachbuch, um das vielschichtige Buch von Kehlmann in allen Facetten zu begreifen!
 

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Eigentlich bin ich kein besonderer Fan von Erzählungen. Aber ein neues Buch von Jane Gardam? Das musste ich sofort lesen, nachdem ich die Old-Filth-Trilogie großartig fand! Und was soll ich sagen? Ich war direkt traurig, als ich das -- wie beim Hanser Verlag üblich -- wunderschön gestaltete Buch zugeklappt habe. 16 Erzählungen, teils tragisch, teils skurril, allesamt amüsant und sprachlich hervorragend. Bei den meisten wünscht man sich, sie würden nicht so schnell enden.
Da sind zum Beispiel Evelyn und Mick, die während einer Reise nach Florenz auf ganz unterschiedliche Weise mit einer Totgeburt umgehen. Oder Nancy, die erst dann begreift, was sie an Clancy, ihrem Freund aus Kindertagen, hatte, als er verschwunden ist. Es gibt eine wirklich gruselige Schauergeschichte und sogar ein Wiedersehen mit Old Filth und Veneering!
 

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Vor zwanzig Jahren habe ich den "Report der Magd" gelesen und ich werde nie vergessen, wie beklemmend das Gefühl dabei war. Letzte Woche hat Margaret Atwood den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten und mir wird wieder bewusst, wie weitsichtig die Autorin schon damals war. Sie hat sogar als Produzentin und Beraterin bei der Serie „The Handmaid’s Tale“ mitgewirkt und das Resultat kann sich sehen lassen: Diese Autorin hat immer noch Visionen und kämpft mit jedem Satz für eine bessere Zukunft!
 

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Es ist ein sehr düsteres und labyrinthisches Venedig, in das uns Gerhard Roth in seinem neuen packenden Roman entführt. Michael Aldrian, Souffleur an der Wiener Staatsoper, fährt nach einem Hörsturz nach Venedig, um seinen Bruder zu besuchen, doch der ist spurlos verschwunden. Aldrian verstrickt sich auf seiner Suche immer tiefer in die Machenschaften einer Geldfälscherbande und gerät selbst in Gefahr. Dies ist die äußere spannende Rahmenhandlung , in die unglaublich viele Details zu Venedig und seiner Geschichte einfließen. Dank der bildgewaltigen Beschreibungen tut sich für den Leser ein faszinierender Kosmos voller Schönheit und Gefahren auf - ein Muss für alle Liebhaber Venedigs und aller, die es werden wollen!
 

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Dies ist die Geschichte von Milena und Nick. Milena ist Eismacherin in einem kleinen französischen Dorf; Nick ist Frontman der legendären Rockband Bebonkers und hat sich in ebendiesem Dorf ein Anwesen gekauft. Aber keine Angst, dies wird kein Kitschroman, oder halt nur ein kleines bisschen. De Carlos Figuren sind in komplizierten Lebensumständen gefangen, aus denen es zunächst kein Entrinnen zu geben scheint, doch tut sich für beide zum Schluss ein fast perfektes Wunder auf! Der Autor schreibt eine genussvolle Liebesgeschichte voll Biss und Ironie mit einem Schuss Romantik - beste Unterhaltung für trübe Tage!
 

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Zoltan ist anders, Zoltan liebt Pflanzen und Vögel. Zoltan kennt die Farben, Konsistenzen und Gerüche. Zoltan liebt Buchstaben. Zoltan spielt gerne mit ihnen. Zoltan soll in den Jugoslawienkrieg eintreten. Das ist keine gute Idee. Zoltan zerbricht. Melinda Nadj Abonji legt mit ihrem neuen Roman Schildkrötensoldat ein Buch von bestürzender Schönheit vor, das die Absurdität des Krieges subtil vor Augen führt. Ein Sprachfeuerwerk erster Güte, das zum Nachdenken anregt!
 

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„Die Spuren meiner Mutter“ ist ein weiterer gelungener Roman von der Meisterin des Dramas Jodi Picoult. Als großer Fan der bekannten Autorin habe ich ihr neues Werk sehr genossen. Das Buch handelt von der dreizehnjährigen Jenna, die sich auf die Suche nach ihrer seit zehn Jahren verschwundenen Mutter Alice Metcalf macht. Dazu wendet sie sich hilfesuchend an das Medium Serenity, welches früher mit viel Erfolg Vermisste aufspürte. Gemeinsam mit der Hellseherin und dem alkoholsüchtigen Privatdetektiv Virgil will Jenna die Wahrheit über das Verschwinden ihrer Mutter, der Elefantenforscherin Alice, erfahren. Die Suche und die Erkenntnis des Vorgefallenen tritt anders zu Tage als erwartet. Gewohnt sprachgewaltig und einfühlsam zu Papier gebracht, mit einer Brise Esoterik. Sehr spannend, rührend und mitreißend erzählt. Ein absolutes Lesemuss.
 

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Ein Manuskript der früheren Geliebten taucht auf, doch wagt es der Dichter nicht, ihre persönlichen Zeilen zu lesen. Er beauftragt seinen Freund damit, einen geschiedenen Literaturdozent, der sich auf die Liebesgeschichte einlässt und sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit macht. Teresa hat Miguel vor sieben Jahren verlassen und diesen Verlust kann er nicht ertragen. Nachdem sich Miguel selbst verstümmelt und sich geistig völlig zurückzieht, muss sein Freund handeln. Joao Tordo hat mit „Stockmanns Melodie“ bereits viel Aufmerksamkeit bekommen. Sein Erzähltalent überragt – meiner Meinung nach – das von Carlos Ruiz Zafón, und das soll was heißen!
 

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Mit dem Buch "Kleine große Schritte" widmet sich Jodi Picoult wieder einmal einem harten Thema auf ihre schon bekannte einfühlsame Art und Weise. Dieses mal geht es um Ruth Jefferson, die schon jahrelang im Mercy - West Haven Hospital als Säuglingsschwester und Hebamme gearbeitet hat. Sie gehört zu den besten und erfahrensten Mitarbeitern auf der Entbindungsstation. Eines Tages jedoch ändert sich alles für sie. Die rechtsradikalen Eltern des neugeborenen David Bauer sträuben sich gegen die Behandlung durch afroamerikanisches Personal. Daraufhin wird Ruth durch die Klinikleitung untersagt, das Kind weiterhin zu versorgen. Die Situation spitzt sich zu, als Ruth die einzig schichthabende Hebamme auf der Station ist, und der kleine Junge nach einem Routineeingriff in Atemnot gerät. Darf sie dem Baby helfen, obwohl es ihr durch ihre Vorgesetzten untersagt wurde? Nach kurzem Zögern entscheidet sie sich für das Richtige. Der Junge stirbt jedoch. Die Familie verklagt Ruth. Ihre Pflichtverteidigerin versucht alles, um den Mordvorwurf abzuschmettern, klammert dabei jedoch die Rassismus Thematik aus. Gegen Ende der Verhandlungen wird jedoch klar, dass das ein Irrweg ist. Die Autorin hat mit diesem Roman wieder genau ins Schwarze getroffen. Es zeigt deutlich, wie es ist, mit der falschen Hautfarbe geboren zu sein. Diese Geschichte wurde sehr einfühlsam und wortgewaltig zu Papier gebracht. Ein Roman der einen zum Nachdenken bringt und noch lange nachwirkt. Definitiv eines der besten Bücher von Jodi Picoult und dadurch ein absolutes Lesemuss.
 

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Dieser großartige Debütroman der Autorin Helga Hammer handelt von der Bergbäuerin Elisabeth, die in den fünfziger Jahren in den österreichischen Alpen aufwächst. Nach einer Kindheit und Jugend in bitterster Armut verliebt sich die wunderschöne Elisabeth in einen jungen Mann, für den sie nicht standesgemäß ist. Er heiratet eine andere. Tief enttäuscht verlässt sie ihre Heimat und geht als Kindermädchen nach England. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt sie zurück und merkt, dass sie schwanger ist. Sie heiratet so schnell es geht Martin, einen Mann, den sie nicht liebt, um einen Vater für ihr Kind zu haben. Elisabeths Leben ist hart und arbeitsreich und geprägt durch das archaische Frauenbild in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. "Durch alle Zeiten" ist eine Erzählung von Liebe, Betrug und Gewalt in der Enge der österreichischen Alpen und die Geschichte einer mutigen schönen Frau, die um ihre große Liebe kämpft.
 

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Der Thriller "Der Angstmörder" handelt von dem erfolglosen, am Hungertuch nagenden Anwalt Nicholas Meller, der einen Anruf von Hauptkommisar Rongen erhält, in dem er erfährt, dass er bei einem Mandanten die Pflichtverteidigung übernehmen soll. Schockiert stellt er fest, dass es in diesem Fall um Mord geht. Zusammen mit seiner Referendarin Nina beginnt er zu recherchieren und findet Parallelen zu anderen Mordfällen. Durch diese Recherchen geraten Nina und Nicholas ins Visier eines wahnsinnigen Mörders und begeben sich in große Gefahr. Ein packender Thriller und ein durchaus gelungenes Debüt von Lorenz Stassen.
 

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Die Entscheidung des Komitees in Schweden wird oft hinterfragt. Wie in einer Geheimloge geht es da zu, bei den 18 Mitgliedern. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Kazuo Ishiguro, der bereits seit 1960 in London lebt, in Nagasaki aber geboren ist. Ist das der Ausgleich dafür, dass Haruki Murakami wieder leer ausgegangen ist? Um das zu beurteilen, habe ich mir ein älteres Werk von Ishiguro vorgenommen: Was vom Tage übrig blieb (erfolgreich verfilmt und mit dem Booker Prize ausgezeichnet!). Nachdem ich auch fast alle Staffeln von „Downton Abbey“ kenne, kann ich mir den Butler in dem Buch sehr gut vorstellen. Seine steife Art, seine menschlichen Erkenntnisse, sein zu Herzen gehender Blick auf England, das er wie ein Kind neu entdeckt, das alles hat sehr viel Charme. Ein Klassiker, den es zu entdecken gilt!
 

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Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen ... Diese bekannten Worte Jesu sind heute aktueller denn je. Anselm Grün hat wieder ein Buch geschrieben, das genau am Puls der Zeit ist! Biblische Geschichten über Vertreibung, Flucht und Gastfreundschaft stimmen uns behutsam auf das Thema ein. Es gilt ja nicht nur, mit DEN Fremden umzugehen, sondern mit DEM Fremden. Arno Gruen wird vielfach zitiert, er meint, das Fremde sei ein Spiegel, der uns das, was uns selber fremd ist in uns vor Augen hält. Verena Kast und C.G. Jung sprechen von einem Schatten, der uns folgt, den es anzuschauen gilt. Interessant ist, dass gerade Menschen, die selber ihren Glauben verloren haben, am meisten Angst vor anderen Religionen haben und sogar Hassgefühle entwickeln können. Natürlich gibt es in diesem Buch keine Lösungen für die aktuellen Herausforderungen, aber es regt sehr an, das Flüchtlingsthema unter verschiedenen Aspekten zu betrachten. Ich möchte mit einem Satz des heiligen Benedikt enden: Die Aufnahme eines Fremden ist ein Akt der Menschlichkeit, der Humanität. In der Menschlichkeit dem Fremden gegenüber drückt sich der Glaube an seine göttliche Würde aus.
 

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Heute mal ein Hoch auf den Königskinder Verlag! Seit 2014 erscheinen hier ausgewählt tolle Jugendbücher in wunderschöner Aufmachung, und jetzt also endlich mal wieder eine deutsche Übersetzung von "Daddy Langbein". 1912 zum ersten Mal veröffentlicht, aber dabei kein bisschen altmodisch oder verstaubt. Jerusha Abbott, genannt Judy, ist kein typisches Mädchen der damaligen Zeit. Sie ist pfiffig und neugierig, manchmal frech und sagt gerade heraus, was sie denkt. In knapp 100 Briefen und über vier Jahre hinweg erzählt sie ihrem unbekannten "Gönner" vom College-Alltag, ihren kleinen und großen Sorgen, neuen Freundschaften, ihrem Staunen über das Leben der High Society. Und nicht zuletzt schreibt sie immer öfter über den sympathischen und äußerst interessanten Jarvis Pendleton.
So erlebt der Leser die Verwandlung des einsamen Waisenmädchens zur selbstbewussten jungen Dame auf anrührende und äußerst unterhaltsame Weise mit. Und wer Daddy Langbein wirklich ist, ahnt der Leser schon lange vor Judy...
 

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Dass ich mit allen meinen Kindern auf dem Sofa sitze und ein Bilderbuch vorlese, kommt mittlerweile nur noch höchst selten vor! Was ist also geschehen? Genau, endlich ist das neueste Werk von Julia Donaldson erschienen, wie immer großartig bebildert von meinem Lieblings-Illustrator Axel Scheffler! Und was soll ich sagen -- ich bin verliebt! Verliebt in die hässlichen Fünf, die sooo hässlich ja gar nicht sind! Nachdem es ein, zwei Bücher des britisch-deutschen Traumpaares gegeben hat, bei denen ich die deutsche Übersetzung etwas unglücklich fand (holpernde Reime sind einfach furchtbar!), hat sich Salah Naoura diesmal selbst übertroffen! Sprachlich einfach genial! Für mich eines der tollsten Bilderbücher in diesem Herbst! Gestern gleich dreimal vorgelesen, und ich glaube: mein Lieblingstier ist ab sofort das Gnu!
 

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Eine Stadt, die auf dem Grab eines Gottes liegt. Eine Kirche, die die Dunkelheit verehrt, während die restliche Bevölkerung die drei Augen des Sonnengottes anbetet. Orte, an denen das Schrecken kein Ende nimmt. Und mittendrin ein Mädchen, das nur auf eines aus ist: Rache (und Nelken-Zigarillos). Jay Kristoff hat mit „Nevernight“ einen bildgewalten, blutigen und epischen ersten Band einer neuen Fantasy-Reihe geschaffen. Die Welt ist bis in das kleinste Detail durchdacht und glaubhaft gestaltet, die Charaktere sind vielfältig und auf ihre eigene Art und Weise besonders. Der außergewöhnliche Schreibstil Kristoffs gibt dem Leser eine einzigartige Reise durch die Republik Itreya. Es wird kein Blatt vor dem Mund genommen, die Szenen sind gewaltsam und spannend, düster und aufregend, einzigartig. Die Protagonistin Mia ist alles andere als ein kleines Mädchen, ihre Stärke ist beneidenswert, ihre Kälte erschreckend inspierend. Und Sarkasmus darf natürlich auch nicht fehlen, den liefert uns der Schatten Mias. Eine Katze - oder auch nicht: Herr Freundlich.
 

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Ich glaube ja, dass die größte Fangemeinde der drei ??? bei Leuten um die 40 zu finden ist. Bei mir jedenfalls genießen Justus, Peter und Bob seit Jahrzehnten Kultstatus. Daher war ich sehr erfreut, dass nun ein ganz besonders schöner Band erschienen ist, nämlich Bobs Archiv, und ich denke, dass erwachsene Leser mit diesem Schätzchen fast mehr anfangen können als die jugendliche Zielgruppe. In einem schwarzen Schuber befinden sich 24 dünne Aktenordner wie in einem Hängeregister, dazu ein extra Ordner mit Bobs zusätzlichen Notizen und Beweismaterialien. Zum Fall selber ist nicht viel zu sagen, der ist spannend und vor allem lustig wie immer. Aber mal einen Blick sozusagen hinter die Kulissen von Justus' allwissender Besserwisserei zu werfen und zu lesen, wie die drei Detektive ermitteln und recherchieren, ist sehr, sehr unterhaltsam! Ein Highlight der Dauer-Serie!
 

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Chris Kraus kommt nächste Woche nach Innsbruck. In seinen Büchern arbeitet er die deutsche Nazivergangenheit auf. Wenn die Großeltern oder Eltern eine Nazivergangenheit hatten, ist man dann auch Täter oder wenn die Großmutter im Konzentrationslager ermordet wurde, fühlt man sich auch als Opfer? Dieser schwierigen Frage versuchten schon einige Autoren nachzugehen. Ich denke da an Stefan Slupetzky (Der große Trost), Sacha Batthyany (Und was hat das mit mir zu tun) oder Susanne Scholl (Wachtraum). Chris Kraus hat sein Filmbuch mit sehr guten Schauspielern besetzt: Lars Eidinger und Adèle Haenel. Tollkühner Humor und todernste Dialoge machen „Die Blumen von gestern“ zu einem provokanten Werk, das trotzdem immer die Versöhnung anstrebt!
 

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Roland Schimmelpfennig hat mit seinem Roman „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ meine Aufmerksamkeit erregt. Seine Erzählweise hat sich ein wenig verändert und ich vermute, dass der Regisseur in ihm immer mehr zum Vorschein kommt. Viele Sätze wiederholen sich, die Stadtbewohner werden immer wieder gleich charakterisiert, doch ich vermute, es braucht diese wiederkehrenden Elemente, damit man wirklich Grundlegendes begreift: Ereignisse in der Vergangenheit prägen die Menschen, und in der Natur und in Mythen finden sie die Erklärung dafür. Teilweise hat mich das Buch an Mariana Lekys „Was man von hier aus sehen kann“ erinnert, nur fehlt es an Lebendigkeit der Figuren. Als Filmereignis kann ich mir „Die Sprache des Regens“ sehr gut vorstellen; ich sehe die Stahlbauten und die weiße Stadt am Meer schon vor mir!
 

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570 Seiten umfasst dieser Schelmenroman, doch der Titel schreckt ein bißchen ab. Wer möchte schon mit einem Buch über Hitler gesehen werden? Ich wurde auch an Vermes „Er ist wieder da“ erinnert. Dieses Buch wurde durch die Verfilmung nochmal richtig bekannt! Doch ich war sehr überrascht, als ich mich der Geschichte des Harry Freudenthal näher beschäftigt habe. Trotz all der Komik – weil es ist ja schier unglaublich, dass Harry, ein Berliner Jude, als Pilger getarnt von den Nazis aufgegriffen wird und als Läufer für das Tausendjährige Reich rekrutiert wird, oder dass er als Kind mit seiner Familie in Berchtesgarden, in der Nähe Adolf Hitlers Lieblingsort geurlaubt hat – Peter Keglevic ist ein Meister im Präsentieren von Geschichten, die glaubhaft sind und der Realität entsprechen. Das Filmemachen hat ihn nicht vom Schreiben abgehalten und immer wieder hat er an Drehorten Stoff für sein Buch gefunden. Inspiriert von seiner Ansicht, dass man „über Nazis auch lachen darf, denn anders lässt sich tödlicher Ernst nicht ertragen“ macht mittlerweile jede Pointe in seinem Buch Sinn! Eine absolute Leseempfehlung!
 

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Aus vollkommen unterschiedlichen Milieus stammend, mit völlig unterschiedlichen Charakteren, äußerlich jedoch wie eineiige Zwillinge zum Verwechseln ähnlich, begegnen sich zwei Frauen. Die zeitweilige Vertretung der einen in der Rolle der anderen ist bald beschlossen und scheint zu funktionieren. Bis eine der beiden ermordet wird. Die zwangsläufig auftretenden Ungereimtheiten zwischen den beiden, welche das jeweilige Umfeld wahrnimmt, werden mit Ausreden und Lügen erklärt. Doch lange geht das nicht gut.
Was eingangs an einen Neuaufguss des 'Doppelten Lottchens' erinnert, entwickelt sich bald zu einem eigenständigen Psychothriller. Als Urlaubs- und Freizeitlektüre durchaus geeignet.
 

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William Shaw hat bereits mit seiner Trilogie um Detective Breen bewiesen, dass er in einer Liga für sich schreibt, und auch sein neuester Roman über einen aus Nordirland stammenden Polizisten, dessen Leidenschaft der Vogelbeobachtung gilt, vermag zu begeistern. Erneut überzeugen seine Personenzeichnung sowie die atmosphärische Dichte, die die geschilderten Szenen prägt. Ein spannungsgeladener, etwas melancholischer Thriller der Extraklasse!
 

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Dieser Roman beginnt sehr leicht und locker, der Leser ist von Pakistan beeindruckt. Doch schnell wird klar, welche Konflikte das Land beherrschen: Muslime gegen Christen, seit Jahrhunderten herrscht ein Glaubenskrieg. Nagris nimmt eine andere Identität an, um nicht von den Muslimen verfolgt zu werden, Lily trifft sich heimlich mit der Tochter eines islamischen Geistlichen. Angst beherrscht alle, viele Familienmitglieder sind verschwunden oder wurden ermordet. Dieser Roman ist so wunderschön erzählt, aber Nadeem Aslam verschont den Leser nicht. Immer mehr Lügen kommen auf der Flucht der drei historisch völlig unterschiedlich geprägten Personen zum Vorschein. Vor allem der Zustand der Kaschmiri hat mich erschüttert, die politische Situation ist unfassbar. Für mich ist es einer der wichtigsten Bücher dieses Jahr und es wird mich noch lange beschäftigen.
 

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Meine Leidenschaft für Jamies Kochbücher wird wohl nie aufhören!
Nun hat er endlich Rezepte zusammengestellt, bei denen frau nicht die komplette Küche nach den gewünschten Zutaten durchforsten muss bzw. Dinge braucht, die keiner zu Hause hat. Ganz reduziert und trotzdem superleckere Rezepte im Jamie-Style für alle Geschmäcker. Trotz der wenigen Zutaten gibt es immer wieder neue Ideen zu entdecken und kosten. Und sehr viele Gerichte sind in kürzester Zeit zubereitet.
Also perfekt für die schnelle Küche!!!
 

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Frankreich bringt zur Zeit großartige Literaten hervor: Gael Faye, Leila Slimani, Yasmina Reza, etc. Gael Faye musste mit 13 Jahren Burundi verlassen. Als Sohn einer Tutsi Mutter, die aus Ruanda vertrieben wurde und eines Franzosen, war seine Sicherheit in einem Land, indem jeder Putsch von Morden, Vergewaltigungen, ethnischer Säuberung gefolgt wird, nicht mehr möglich. Es ist das Ende seiner Kindheit, einer Zeit, die ihm sehr viele schöne Momente beschert hat. Faye beschreibt Burundi als ein Land, indem ein Kind glücklich aufwachsen kann, obwohl der Krieg vor der eigenen Haustür nicht haltmacht. Diese glücklichen Tage überwältigen den Leser und man könnte dem Erzähler ewig zuhören.
 

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Fritzi, die während des Zweiten Weltkrieges nach England fliehen konnte, verlor ihre Familie in den Gaskammern des Naziregimes. Als sie wieder nach Wien zurückkehrt, gründet sie eine Familie und kommt trotz ihres Lebensmuts nicht über die Trauer hinweg. Ihre Tochter Lea wird Historikerin aufgrund des Schicksals ihrer jüdischen Familie. Ihre drei Kinder scheinen ihr Halt zu geben, doch die Ereignisse im Sommer 2015 brechen auch über ihre Familie herein. Meisterhaft gelingt es der Autorin, die Parallelen der Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges mit den Flüchtlingsschicksalen unserer Zeit aufzudecken. Facettenreich zeichnet sie die Protagonistinnen Fritzi und Lea. Wirkich ein sehr gelungener Roman - manchmal humorig, aber auch zutiest traurig und absolut nachvollziehbar!
 

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Es ist erstaunlich, wie viele Geschichten in dieser talentierten Frau stecken. Auch ihr neuestes Buch liest sich in einem Atemzug, kein Detail möchte man missen. Wichtig sind ihr die psychologischen Hintergründe, die eine Familie aufrecht erhalten. Und alles ist miteinander verbunden, auch die Menschen. Und wie so oft, ist es nicht das Schicksal, sondern das Verbrechen eines Menschen, das das Leben in eine andere Richtung leitet. Es ist das Spielerische, wie Judith Taschler alles am Ende zusammenbringt und konventionelle Sichtweisen aufreißt. Davids Geschichte hat mich sehr bewegt!
 

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Zugegeben, dieses Buch habe ich zuerst mal nur wegen des sagenhaften Titels und der tollen Aufmachung gekauft. Zu der ganzen äußeren Schönheit kommen dann aber auch die inneren Werte! Es ist meines Wissens der einzige Roman, der komplett in Listen verfasst ist; manche mehrere Seiten lang, andere bestehen nur aus zwei, drei Worten, alle sehr unterhaltsam bzw. berührend zu lesen.
Für Darren (15) kommt es gerade knüppeldick! Was liegt näher, als die Gründe dafür in einer Liste anzugeben?

1. Darren steckt mitten in der Pubertät und fragt sich, ob dieser beklagenswerte Zustand jemals enden wird.
2. Seine Eltern sind frisch geschieden, aber er weiß eigentlich nicht warum und er hasst die Tatsache, dass er plötzlich
zwei "Kinderzimmer" hat.
3. Sein Vater offenbart ihm -- und das ausgerechnet beim Frühstück, womit er ihm den ganzen Tag versaut --, dass er
homosexuell ist.
4. Das ist wohl ein Grund für die Scheidung. (Aber nicht der einzige!)
5. Seiner Mutter ist ihr Job plötzlich wichtiger als die Familie und sie ist nie, wirklich fast nie da! Nicht mal an Darrens
Geburtstag!
6. Sein älterer Bruder, eigentlich sein großes Vorbild, ist gar nicht so toll, sondern ein blöder Kiffer, der deswegen sogar
die Uni geschmissen hat.
7. Darren ist unglücklich verliebt in Zoe, deren Leben noch verkorkster ist als seines. Gibt es trotzdem Hoffnung?
 

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Mary schreibt ihre Geschichte auf, wortwörtlich, ohne Beistriche zu setzen. Das verwundert den Leser nur kurz, denn eigentlich beschleunigt es die Erzählung ungemein. Wenn man Marys Geschichte liest und man weiß, dass sie sich 1830 zuträgt, erklärt das schon alles. Drei ältere Schwestern, Vater, Mutter und einen Großvater leben auf dem Bauernhof. Mary hat es nicht leicht, doch sie lässt sich selten entmutigen. Der Vater ist ein Tyrann, die Schwestern vergessen die Jüngste meistens und die Mutter nimmt Mary sehr hart ran, obwohl die 15 jährige ein verkrüpppeltes Bein hat. Nur der Großvater, der sich nicht mehr ohne Hilfe der Familie fortbewegen kann, ist seiner Enkelin sehr zugetan. Als Mary den Hof verlassen muss und im Pfarrhaus eingestellt wird, wird sie mit einer neuen Welt konfrontiert. Es ist Marys Art, das Leben zu begreifen, die uns verzaubert. Sie hat für alles schnell eine Antwort, fürwitzig und schlagfertig ist ihr Auftreten.
 

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Orhan Pamuk hat sich intensiv mit der politischen Situation in der Türkei beschäftigt, entstanden ist ein neuer Roman. „Die rothaarige Frau“ ist voll mit Allegorien und Mythen, die uns begreiflich machen sollen, wie schwierig die Lage für Intellektuelle, Künstler und eigenständige Persönlichkeiten ist. Cem befindet sich auch in Gefangenschaft. Seine Schuldgefühle gegenüber dem Brunnenbauer verfolgen ihn ein ganzes Leben lang. Die Ödipus Saga spielt eine wichtige Rolle in seinem beruflichen Werdegang, genauso wie ihm die rothaarige Frau immer wieder in den Sinn kommt. Vergeht sich der Vater unbewusst an seinem Sohn, oder tötet das Land seine Söhne? Diesen Fragen geht der Literaturnobelpreisträger nach. Literarisch ist es nicht der große Wurf, doch wer die Fähigkeit besitzt, den Roman vor dem Hintergrund der alltäglichen Ereignisse in der westlichen Welt zu lesen, wird viel herausholen können!
 

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Bärte und Bäume, Grün und Rot, Vergangenheit und Gegenwart, Osten und Westen, Ehre und Schande, Reales und Fantastisches vermischen sich in Marion Poschmanns sprachgewaltiger Prosa zu beeindruckenden Bildern voller Schönheit und Poesie. Der Text ist für den Deutschen Buchpreis nominiert und hätte ihn meiner Meinung nach auch verdient - lassen wir uns überraschen!
 

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Alle Toten fliegen hoch – Teil 3: Joachim Meyerhoff hat die Schule glücklich beendet und beginnt einen neuen Lebensabschnitt in München. Da es doch nicht so leicht ist, ein Zimmer in der bayerischen Landeshauptstadt zu ergattern, muss er sich bei seinen geliebten Großeltern einmieten. Joachim lebt mit ihren Ritualen in diesem familiären Verband in einem wunderschönen Haus. Den weltlichen Genüssen sind seine Großeltern auch nicht abgetan und der Alkoholkonsum ist beträchtlich. Zu seiner großen Überraschung wird er in der Otto-Falckenberg-Schauspielschule aufgenommen, deshalb tritt er seinen Zivildienst als Schwimmlehrer nicht an. Wir Leser dürfen teilhaben an seinen ersten schauspielerischen Erfahrung und seinem Leben bei den Großeltern, ein Leben, das gegensätzlicher nicht sein könnte...
Und können uns freuen: Der vierte Teil kommt im November 2017 heraus: Die Zweisamkeit der Einzelgänger
 

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Hier etwas ganz Besonderes und eine unbedingte Empfehlung:
Eine berührende Geschichte zweier Familien, die durch die tiefe Liebe der beiden Männer zueinander schicksalhaft verknüpft sind. Vor dem Hintergrund der Gräuel der chinesischen Kulturrevolution und der weiteren Ereignisse bis zu den Massakern am Tiananmen Platz entspinnt sich nicht nur ein erschütterndes Familiendrama, sondern auch ein kurzer Abriss der chinesischen Geschichte des 20.Jahrhunderts. Als Trost und Halt in diesen schwierigen Zeiten dient die subversive Kraft des Erzählens sowohl in Text als auch in Musik. Ein Buch, das einen nicht mehr so schnell loslässt und mein Favorit in diesem Herbst!
 

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Hier etwas ganz Besonderes und eine unbedingte Empfehlung:
Eine berührende Geschichte zweier Familien, die durch die tiefe Liebe der beiden Männer zueinander schicksalhaft verknüpft sind. Vor dem Hintergrund der Gräuel der chinesischen Kulturrevolution und der weiteren Ereignisse bis zu den Massakern am Tiananmen Platz entspinnt sich nicht nur ein erschütterndes Familiendrama, sondern auch ein kurzer Abriss der chinesischen Geschichte des 20.Jahrhunderts. Als Trost und Halt in diesen schwierigen Zeiten dient die subversive Kraft des Erzählens sowohl in Text als auch in Musik. Ein Buch, das einen nicht mehr so schnell loslässt und mein Favorit in diesem Herbst!
 

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Polizistenmilieu in Atlanta in den 1970er Jahren: in einer Zeit, als Frauen ohne Zustimmung des nächsten lebenden männlichen Verwandten weder ein Gehalts- noch überhaupt ein Bankkonto eröffnen, weder eine Wohnung mieten noch auch nur ein Auto kaufen durften, wurden Polizistinnen angeworben. Der Roman schildert eindrucksvoll die offenen Schikanen, die psychische und physische Gewalt gegenüber den Frauen, die sich in diese Domäne der echten Kerle verirrt haben, einer Welt, in der für Frauen, ethnische und religiöse Minderheiten sowie Homosexuelle kein Platz zu sein scheint. Dies in einer Berufsgruppe, die als Freund und Helfer für Recht und Ordnung zu sorgen hat, dies rund 50 Jahre nachdem Frauen das Wahlrecht in den USA erhalten hatten.
Vor diesem Hintergrund gilt es einen Polizistenmörder zu fassen. Slaughter verpackt in der spannenden Krimihandlung geschickt eine Beschreibung der gesellschaftlichen Wertvorstellungen der damaligen Zeit und regt zum Nachdenken über deren Entwicklung bis heute an. So viel sei verraten: zumindest der Mörder wird gefasst.
 

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Ich gehöre ja bekanntermaßen eher zur Zunft der Bäcker. Kochen, vor allem mit vielen verschiedenen Zutaten, gehört nicht zu meinen größten Leidenschaften. Von daher sind Jamie Oliver und ich eigentlich kein Traumpaar (obwohl ich ihm seit seinem ersten Kochbuch die Treue halte). Jetzt ist aber auch er (relativ spät!) auf den "Kochen mit wenigen Zutaten"-Zug aufgesprungen. Herausgekommen ist ein ordentliches Kochbuch, wie immer übersichtlich unterteilt in die verschiedenen Rubriken wie Fleisch, Salat, Nudeln usw. Der Charme der älteren Oliver-Kochbücher ist meiner Meinung nach leider ein bisschen auf der Strecke geblieben.
Heute getestet: Gebackene Knoblauch-Pilze -- und für sehr gut befunden! Nächstes Projekt fürs Wochenende: Das Schoko-Orangen-Shortbread.
 

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„Die Middlesteins“ von Jami Attenberg habe ich leider noch nicht gelesen, aber ich weiß, dass sie mit diesem Buch auch im deutschsprachigen Bereich bekannt geworden ist. In ihrem dritten Roman widmet sie der Welt wieder ihre volle Aufmerksamkeit. Genau wie die Autorin ihren Figuren Achtung entgegenbringt, lernt auch Jarvis, die um ihren komatösen Mann trauert, New York mit neuen Augen zu sehen: Nicht nur den Schmerz, den Dreck, sondern auch die kunstvollen und schönen Seiten, wie die innovativen Graffitis, den aufregenden Blick über die Dächer, die Menschen, die lächeln….New York kann verzaubern, aber man kann auch in der Stadt verschwinden, so Jarvis. Und nach dem Unfall ihres Mannes verschwindet sie für sechs Jahre, bis sie die „Ehemänner“ Scott, Tony und Mal in einem Waschsalon kennenlernt. Ich bin begeistert von der Beobachtungsgabe dieser Autorin!
 

Gerade gelesen

Nell Leyshon hat mich mit ihrem Debütroman "Die Farbe von Milch" durch und durch beeindruckt. Die Geschichte handelt von dem 15 jährigen Mädchen Mary, das ihre Lebensgeschichte zu Papier bringt. Mary hatte kein einfaches Leben, geboren mit einer körperlichen Behinderung wächst sie auf einem Bauernhof mit ihren drei Schwestern auf. Die vier Mädchen müssen Tag und Nacht schuften, um den gewalttätigen Vater, der lieber Söhne anstatt Töchter gehabt hätte, zufrieden zu stellen. Als Marys Vater vom örtlichen Pfarrer gebeten wird, eine seiner Töchter zum Arbeiten ins Pfarrhaus zu schicken, fiel diesem die Entscheidung nicht schwer, und Mary musste den Hof verlassen. Was zunächst wie ein Segen für das junge Mädchen war, entwickelt sich bald ins Negative und wird zu Marys persönlichem Albtraum. Durch die ungewöhnlich einfache Sprache dieses Romans wird das Buch unglaublich authentisch, es hat mir sehr gut gefallen und ich kann es nur empfehlen. Da es sich sehr schnell liest, eignet es sich auch hervorragend als Lektüre für zwischendurch.
 

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Alli Sinclair ist in Australien geboren und lebte in Argentinien, Peru und Kanada. Sie hat als Bergsteigerin und Reiseleiterin in Lateinamerika gearbeitet. Wenn sie nicht als Reiseleiterin tätig war, konnte man sie in den Tanzhallen für Tango, Salsa, Merengue und Samba finden. Alle diese Abenteuer machten ihr Spaß; Alli Sinclair wollte darüber erzählen und so entdeckte sie Liebe zum Schreiben. Das Geheimnis eines Gemäldes aus Spanien entführt uns nach Granada der vierziger Jahre zurück. Paseo, palo oder llamada; Flamenco mit all seinem Feuer und Leidenschaft und die gitanos sind die zentralen Themen. Texte von Garcia Lorca haben Flamencotänzer und Musiker inspiriert.
Charlotte Kavanagh reist von Australien nach Spanien zum Club Alegria um für ihre abuela ein Geheimnis zu lüften. 1944 tanzt Katarina Sanchez eine opera flamenca auf der Bühne im Teatro del Arte, sie wird von Raul auf der Gitarre begleitet. Große Liebesgeschichten nehmen ihren Lauf....
Charlotte entdeckt die Verbindung ihrer Großmutter Katarina zum spanischen Untergrund.Die Ängste und Sorgen der Bevölkerung über den bevorstehenden Aufstand und dem Putschversuch gegen das Franco-Regime werden der Leserin dramatisch nahe gebracht.Charlotte stellt sich der Frage nach dem wahren Sinn des Lebens, findet dadurch zu sich selbst und trifft für sich wichtige Entscheidungen.Die romantische Geschichte aus der Sicht der abuela und ihrer Enkelin herzergreifend erzählt.
 

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„Das Fell der Tante Meri“ habe ich schon mit Begeisterung gelesen, doch „Chikago“ ist meiner Meinung nach das bisher beste Werk der jungen österreichischen Autorin. Sie hat es geschafft, die Gegenwart mit der Vergangenheit zu verbinden und ihren Schreibstil noch mehr zu verknappen. Theodora Bauer erzählt eine Geschichte, die gleich nach dem Untergang des Kaiserreichs einsetzt, in einem kleinen Dorf an der österreich-ungarischen Grenze. Feri, Katica und Anica verbindet das Schicksal und sie wandern nach Amerika aus. Doch ist es dort viel besser? Haben sie etwas zurückgelassen, das sie in Chicago nicht finden werden? Vielleicht doch die Heimat? Und ist eine Rückkehr noch möglich, vor allem kurz vor dem 2. Weltkrieg? Dieser Roman ist für diejenigen geschrieben, die auch auf der Suche nach einem besseren Leben sind! Unbedingt lesen!
 

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Ihre tiefe Stimme ist ihr Markenzeichen. Vor einem Jahr habe ich zufällig ein langes Interview mit ihr im Radio gehört und ich war gefesselt von ihren Erzählungen. Wie beeindruckend ihr bisheriges Leben verlaufen ist, haben wir jetzt auch schriftlich. Mir fallen sofort weitere Markenzeichen ein, wenn ich an die großartige Schauspielerin denke: Mut zum Außergewöhnlichen und zum Weitergehen. Wie sie ihre Worte wählt, ihre direkte und ehrliche Art zeigt uns, dass man aus schwierigen Situationen gestärkt hervorgeht. Ihre Kindheit war eine Herausforderung und doch erkennt sie, wie sehr sie von ihren Eltern, ihren Großeltern und ihren Geschwistern positiv geprägt wurde. Rückblickend vermittelt sie ihren Lesern und Fans, dass das Weitergehen im Leben, immer wieder den nächsten Schritt setzen, eine positive Ausstrahlung und Lebenseinstellung mit sich bringt!
 

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"Es ist ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten. Bitte bewahren Sie Ruhe..."
Als diese Durchsage ertönt, sind zunächst erstmal alle Schüler froh, dass dadurch die Mathearbeit unterbrochen wird. Es kann sich ja wohl nicht im Ernst um einen Amokalarm handeln?! Als es kurz darauf an der Tür klopft und ein jüngeres Mädchen um Hilfe fleht, fängt der Albtraum an. Aus drei verschiedenen Perspektiven (zwei Schüler, der Lehrer) werden die nächsten 143 Minuten geschildert. So bekommt der Leser einen interessanten, teils auch erschreckenden Einblick, was solch eine Ausnahmesituation mit den Menschen macht. Ich habe diesen packenden Debütroman der erst 19-jährigen Autorin in einem Rutsch gelesen und könnte ihn mir besonders gut als Klassenlektüre vorstellen.
 

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Es hat mich neugierig gemacht, dass dieser neue Roman von Mariana Leky in allen Feuilletons und Literaturclubs hymnisch gelobt wird. Und ich muss den Kritikern Recht geben: Ich war ergriffen. Eine Dorfgemeinschaft mit ihren schrulligen Figuren erfährt, dass Selma wieder von einen Okapi geträumt hat. Sie wissen, dass innerhalb von 24 Stunden jemand von ihnen sterben wird. Dieser Roman ist nicht nur wunderschön geschrieben, sondern auch inhaltlich perfekt aufgebaut. Man verliebt sich schnell in die Figuren, vor allem Selma und Louise sind Persönlichkeiten, die man nicht mehr vergisst. Ein Buch, das glücklich macht!
 

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Der erste Roman der begabten Theatermacherin berührt viele politische und persönliche Themen: Religion, Antisemitismus, Krieg und Flucht im 20. Jahrhundert, Generations- und Genderkonflikte innerhalb der Familie, den Bosporus und die Sowjetunion. Ihr Stil erinnert mich stark an Olga Grasnowas ersten Roman "Der Russe ist einer, der Birken liebt". Ihre Generation geht viel freier mit Sprache auf, wie auf einer Bühne muss der Leser die Sprache entwirren und greifbar machen. Die Erinnerungen sind nicht strukturiert und fließen unmittelbar in die Sätze und Kapitel ein, die Gefühle werden unkontrolliert ausgespuckt (Haare werden von einen Tag auf den anderen abgeschnitten, da wird mal schnell das Geschlecht gewechselt, etc.). Dazwischen stehen die Eltern, die Großeltern, die Vorfahren in ihren russischen Dörfern und auch ihre Geschichte wird erzählt. Die Reise nach Istanbul unternimmt Ali, um ihren Zwillingsbruder Anton zu suchen. Diese Suche ist ein beliebtes Motiv, um darzustellen, wie verloren die Figuren plötzlich sind und eigentlich sich selber finden müssen. Und diese Suche ist intensiv aber tiefgründig!
 

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Dieser Roman gehört zum Gesamtwerk von John Williams, obwohl man in seinen anderen Werken nichts mehr von seinem ersten Roman wiederfindet. Während "Butchers Crossing" ein einziges surrealistisches Abenteuer im wilden Westen ist, spielt sich bei "nothing but the night" das meiste in Arthurs Kopf ab. Wenn man weiß, dass dieser Text mit Anfang zwanzig im Jungel in Burma entstanden ist, verwundet in einem Zelt liegend (viele seiner Kameraden sind bei dem Flugzeugabsturz umgekommen), dann weiß man, dass es dieses zurückliegende Trauma ist, welches Arthur zu verarbeiten versucht. John Williams hat seinen Vater nie kennengelernt; angeblich wurde er von einem vorüberziehenden Tramper erschlagen. Die Einsamkeit in diesem Roman ist erschreckend, die Erinnerungen brechen innerhalb von 24 Stunden über Arthur herein. Sehr düster wirkt die Welt, in der sich Arthur bewegt, und doch spürt man als Leser eine große Kraft, eine große Stimme, die sich über alles erhebt!
 

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Viele, viele Jahre lang möchte der Piper Verlag eine Gebrauchsanweisung für das schöne Land Tirol herausbringen. Viele Autoren haben sie gefragt, keiner wollte sich die Finger verbrennen (Nein, sie waren mit anderen Projekten eingespannt), und als ich hörte, dass Bernd Schuchter auserwählt wurde, war ich sprachlos. Einen Besseren hätten sie nicht finden können. Es ist schon seltsam, eine Gebrauchsanweisung für das eigene Land zu lesen. Man möchte es ja nicht wahr haben, man möchte manchmal ein bisschen erröten, doch meistens ist man sehr stolz, ein Tiroler zu sein. Ich kenne keine andere "Gebrauchsanweisung" die so gelungen ist (aber vielleicht bin ich einfach voreingenommen!).
 

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Der Autor wird von seinem Professor in sein Heimatdorf Wenig geschickt, um herauszufinden, wer oder was Thomas Bernhards Roman "Frost" beeinflusst hat. Er wohnt bei seinem Großvater, der ihm seine Begegnung mit dem Antihelden schildert. Obwohl er es nicht vorhatte, tritt er in die Fußstapfen eines Autors, der zu seinen Lebzeiten mehr geachtet als bewundert wurde. Was hinter vorgehaltener Hand getratscht wird, spricht Tom Mulitzer aus, er beobachtet genau. Ist es diese Angepasstheit, das Vertuschen, das "der Wahrheit nicht ins Auge sehen wollen"? Was zieht den Autor zurück in seine Heimat. Darf er das überhaupt, nachdem er ihr den Rücken gekehrt hat? Misstrauisch begegnen sie ihm, die Dorfbewohner, und nur die Erinnerungen an seine Kindheit geben ihm ein Gefühl der Zugehörigkeit. Obwohl ich den Antiheimatroman von Thomas Bernhard nicht vor mir hatte, meinte ich des Öfteren, Mulitzer ist in die Haut des Verstorbenen geschlüpft. So geschickt macht er das, das Spiel mit der Fiktion, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Auch wenn viele behaupten, dieses Buch ist ein Muss für Thomas Bernhard Fans, dann setze ich noch eines drauf: es ist ein Muss für alle, die sich für österreichische Literatur interessieren!
 

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Wer wieder mal eine Woche hinter sich hat, in der alles daneben gegangen ist, und in der man kein Fettnäpfchen ausgelassen hat, dem empfehle ich, wieder mal das bereits 1983 erschienene Buch von Paul Watzlawick zu lesen. Er ist ein Meister und lehrt uns, wie man schön weitermachen kann mit dem Unglücklichsein. Beim lesen empfehle ich, ja nicht zu lachen, wenn, dann nur über die anderen, und minderbegabt sollte man auch nicht sein. Die ganz talentierten Leser unter uns werden es nach der Lektüre sogar schaffen, die Treppe runterzufallen, den Fingernagel einzureißen oder gar in Hundescheiße zu treten. Viel Erfolg!
 

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Wie kann man die Schönheit dieser Berge, der umliegenden Landschaft des Monte-Rosa-Massivs in Worte fassen? Wie eine jahrzehntelange Freundschaft beschreiben, eine Verbindung, die man sich teilweise selber nicht erklären kann, da Bruno und Pietro so unterschiedlich sind? Vielleicht sind es die Gegensätze, die diesen Roman so wunderschön und glaubhaft machen. Vielleicht auch das Heimatgefühl, das mit jedem Satz aufkommt. Zu wissen, wovon er spricht, die Landschaft zu kennen und mit ihm neu zu erfahren, macht diesen Roman zu einem Kunstwerk. Unbedingt langsam lesen, nicht über die Seiten hasten, jeder Satz transportiert so viel Sinn, Gefühl, Verständnis und Liebe zu den Menschen und der Natur.
 

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Im Zentrum steht ein Mehrparteienhaus mit eigentümlichen Bewohnern. Das haben schon viele Autoren versucht, die Bewohner zusammenzuführen und aufzuzeigen, mit welchen großen und kleinen Problemen sie sich täglich herumschlagen. Ich denke da an Anne B Ragdes amüsanten Roman "Ich werde dich so glücklich machen." Tom Krohn gelingt es auch hervorragend, einen Grundgedanken zu übermitteln: Wir sind die Summe aller menschlichen Regungen, wir stehen mitten im Strudel aller Gefühle. Dieser Roman ist Teil der Serie " menschliche Regungen", die den Schweizer Autor schon lange inspirieren. Ich habe es genossen, den Mitspielern zuzusehen, wie sie kontern oder scheitern. Es lohnt sich auch, Tim Krohns Projekt auf seiner Homepage zu verfolgen. Ich hoffe, dass den drei Bänden noch mehrere Folgen, so köstlich gelacht habe ich schon lange nicht mehr!
 

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Wer "Das Schweigen der Töchter" von Elia Barceló verschlungen hat, wird mit ihrem neuen Roman wieder sehr glücklich werden! Die in Innsbruck lebende Autorin gönnt uns Lesern auf 496 Seiten keine einzige Atempause, teilweise musste ich in der Nacht aufstehen, weil ich zu neugierig war. Die Familiengeschichte geht bis in die 40ger Jahre in Spanien zurück und teilweise wird auch das wundervolle Anwesen in Marokko (La Mora) zum Mittelpunkt der Erzählung. Helena möchte nicht mehr dorthin zurück, da Jahre zuvor ihre Schwester Alicia auf La Mora ermordert wurde. Es sind die Dokumente, die Fotos und Briefe, die Elia Barceló immer wieder in Szene setzt, und ihre Kenntnisse über ihr Land und ihre Kultur sind unerschöpflich! Was für ein schönes Buch!
 

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Für was steht Brüssel? Für die EU, für Menschen, die in verschiedenen Gremien versuchen, nationale Interessen einzubringen? Die Europa einen möchten, mit einer gemeinsamen Idee? Diese Grundidee ist nicht neu, doch wie wichtig ist die EU noch? Wird sich der nationale Gedanke wieder durchsetzen und wieviele Menschen gibt es noch, die den Holocaust überlebt haben und davon berichten können? Was diesen Roman zusammenhält, ist ein Schwein, oder sind es gar mehrere? Wer diesen Roman zusammenhält, ist auch Robert Menasse, der überhaupt nichts mit Schweinereien zu tun hat. Er gräbt aber in der Tiefe, er bringt alles an die Oberfläche, das man sich teilweise denkt. Wir wissen, dass die EU eine Karikatur unserer eigenen kleinen Welt ist und wir in unserem Bemühen nicht viel bewirken. Robert Menasse hat einen Roman geschrieben, der die Hauptstadt der Lächerlichkeit preisgibt. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte! Unbedingt lesen!
 

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Es ist eine Geschichte voller Wunder, die Yaa Gyasi in ihrem Romanerstling vorlegt; die Geschichte zweier Schwestern, die nichts voneinander wissen, die eine wird Frau eines englischen Sklavenhändlers, die andere wird als Sklavin nach Amerika verkauft. Die Verästelungen der Familienchronik reichen bis in die Gegenwart, kreuzen sich immer wieder und ergeben ein berührendes Panorama schwarzer Identitätssuche.
 

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John Banville beschreibt auf seine unnachahmlich elegante Art die Geschichte eines gescheiterten Künstlers mit Hang zur Kleptomanie. Als er sich vornimmt, die Frau seines besten Freundes seiner Sammlung einzuverleiben, kommt es zu tragischen Verwicklungen. Wie immer präzise und nüchtern im Stil seziert Banville die Begehrlichkeiten eines maßlosen Menschen und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
 

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Ja, ich gebe es zu: ich bin total erschrocken, als ich den attraktiven Mann am Cover sah. Ohne Arme und Füße auf einem Surfbrett?? Und dann sind mir ganz banale Dinge durch den Kopf geschossen: Wie isst er? Wie bewegt er sich, wie rasiert und wäscht er sich? Wie lebt und liebt er?
Nick Vujicic`Eltern waren vollkommen perplex, als ihnen dieses Überraschungspaket ohne Gliedmaßen geliefert wurde. Aber Nick war immer schon ein Kämpfer, und es hat nicht allzulang gedauert, da wusste er, dass er mit Gottes Hilfe alles schaffen kann. Sein unerschütterlicher Glaube trägt ihn seither durch alle Widrigkeiten, er leitet heute eine Organisation, schreibt Bücher, hält Vorträge, ist mit seiner Traumfrau verheiratet und glücklicher Vater zweier Söhne. Unbedingt lesen!
 

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Da der Einstieg in die Hühnerhaltung gut vonstatten gegangen ist, wollte ich mich intensiver mit dem Thema beschäftigen. So habe ich zu meiner großen Freude den Ratgeber von Kosmos-Verlag entdeckt, eine umfangreich bearbeitete Neuauflage, die in jedem Bereich vertiefend auf folgende Themen eingeht:

Verhalten, Gesundheit und die artgerechte Haltung sind die großen Abschnitte in diesem Buch.

Aber auch eher selten angesprochene Bereiche, wie die Sinne der Tiere,

Mensch-Tier-Beziehung oder auch das Schlachten der Hühner werden aufgegriffen.

Wertvolle Tipps für die optimale Hühnerhaltung runden dieses schön bebilderte Nachschlagewerk ab.

Für mich eine vertiefende Lektüre, sehr informativ, hilfreich und empfehlenswert um eine schöne Zeit mit den gefiederten Freunden zu verbringen.
 

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"Die Kinder" war mein erstes Buch des schon bekannten Krimiautors Wulf Dorn. Und ich muss sagen ich wurde nicht enttäuscht, ein durch und durch spannender Thriller, bei dem man merkt, dass der Autor mehrere Jahre in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet hat. Psychische Erkrankungen und Symptome der Protagonisten sind detailliert und leicht verständlich beschrieben, was diesen Krimi noch besser machte. Das Thema fand ich anfangs etwas merkwürdig, da dieses Buch von mordenden Kindern handelt, aber ich war auch hiervon positiv überrascht und fand es mal eine abwechslungsreiche Kriminalhandlung, die Lust auf mehr macht.
 

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"Die Geschichte der Baltimores" ist der neue Roman des jungen Schriftstellers Joël Dicker, der schon mit seinem letzten Buch "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" einen internationalen Erfolg erzielte. Er gewann unter anderem den "Grand Prix du Roman der Académie Française" sowie dem Prix Goncourt des Lycéens. Ich war vor einigen Jahren, als ich sein erstes ins Deutsche übersetzte Buch las schon sehr von diesem Schriftsteller angetan, aber mit diesem Werk hat er alles andere in den Schatten gestellt. In diesem Buch schreibt Joël Dicker über den weltbekannten Schriftsteller Marcus Goldmann und dessen Familie, es ist eine Geschichte über Brüderlichkeit, Loyalität, Zusammenhalt und Liebe. Aber auch diese Familie, die am Anfang so perfekt wirkt, hat ihre Schattenseiten. Die Protagonisten verstricken sich immer mehr in Eifersüchtelei und Konkurrenzkämpfe. Er erzählt dieses Buch in mehreren Zeitsträngen, einen vor und einen nach der großen Katastrophe der Baltimores. Die Spannung in diesem Buch baut sich ins Unermessliche auf und man kann nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Wenn man dieses Buch nicht in die Hand nimmt, verpasst man eines der wunderbarsten Leseerlebnisse. Es ist jetzt schon mein neues Lieblingsbuch und ich lege es wirklich jedem ans Herz.
 

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Ein Serientäter terrorisiert Berlin: er entführt Kinder, tötet die Mütter und gibt den Vätern 45 Stunden Zeit, um deren Leben zu retten. Da den aufgefundenen Kinderleichen das linke Auge fehlt, erhält der Täter von der Presse den Namen 'Augensammler'. Als der ehemalige Polizist und jetzige Polizeireporter Alexander Zorbach diesen grausamen Verbrechen nachgeht, ereignen sich mysteriöse Dinge. Seine Brieftasche taucht am letzten Tatort auf und eine blinde junge Frau sucht ihn auf und behauptet, visionäre Fähigkeiten zu besitzen und von ihm zu diesem Treffen aufgefordert worden zu sein. Es kommt wie es kommen muss, Zorbach gerät immer stärker in den Verdacht, selbst der unbekannte Täter zu sein. Sebastian Fitzeks Stärke liegt nicht in der Realitätsnähe seiner Handlung, sondern in der Dynamik seines Erzählstils. Kurze Kapitel mit ausgefuchsten Cliffhangern, häufiger Perspektivenwechsel und sein knapper, präziser Sprachstil sorgen für ein enormes Tempo, das nur gelegentlich etwa durch (nicht uninteressante) Diskurse über das Leben als Blinder unterbrochen wird. Wenn man von einigen Logiklöchern absieht, ist 'Der Augensammler' insgesamt wieder ein spannender, unterhaltsamer Psychothriller.
 

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Warum man ein Buch auswählt, hat oft unterschiedliche Gründe. Robert Prosser kenne ich aus seiner Zeit in Innsbruck, er hat mal im selben Haus wie ich gewohnt. Außerdem hat mich das Thema Balkan Krieg daran erinnert, dass ich zwei Jahre mit einem Mädchen aus Sarajewo die Schulbank gedrückt habe. Eigentlich waren wir befreundet, und ich habe sie für ihr Talent, eine neue Sprache zu erwerben, bewundert. Nichts habe ich über ihre Erlebnisse im Krieg erfahren, erstens habe ich nicht gefragt, und sie wollte nicht darüber reden. Jahre später erzählt Robert Prosser von Menschen, die Schreckliches erlebt haben. Eigentlich fängt der Roman sehr harmlos an: als Kenner der Grafitti-Szene begibt er sich nach Bosnien-Herzegowina. Er begleitet seine Freundin Sara, deren Mutter flüchten musste und in Wien gelandet ist. Er ist ein Außenstehender, und gerade in dieser Rolle werden ihm nach und nach Erzählungen zugetragen. Robert Prosser hat lange für diesen Roman recherchiert und mehr Wissen übermittelt, als viele andere vor ihm. Kein Wunder, dass er auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis gelandet ist!
 

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Wenn ein berühmter Theologe und ein großer spiritueller Lehrer gemeinsam nach Gott suchen, dann wird es spannend. Vor allem, wenn sie aus zwei verschiedenen Richtungen kommen. Wer war zuerst da? Hat Gott das Universum erschaffen, oder war das Universum zuerst da und Gott hat es gefallen? Viele Menschen wünschen sich heute eine Möglichkeit, Gott wirklich zu spüren, das Heilende in Gott zu berühren. Anselm Grün führt gewohnt liebevoll durch die Kapitel, er meint, das Göttliche in uns ist ein Raum der Stille, an den man sich immer zurückziehen kann, wenn der Alltag zu laut und unübersichtlich ist. Was für ein schöner Gedanke! Leonardo Boff geht davon aus, dass das Universum zuerst da war und Gott davon heraustrat und in einem überschäumenden Moment alle Geschöpfe als Ausdruck seiner großen Fülle und Widerschein seiner Liebe erschuf. Der Mensch bewohnt die Erde nicht - er ist Teil der Erde und hat somit eine große Verantwortung für die Natur. Für den heiligen Franziskus waren alle Geschöpfe Bruder und Schwester und diese zärtliche brüderliche Haltung kann uns letztendlich retten. Für mich persönlich war dieses Buch eine Erweiterung meines Horizontes, wofür ich dankbar bin. Große Empfehlung für alle, die sich immer wieder neu auf die Suche nach dem Göttlichen in sich machen.
 

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Wer sich ein bißchen näher mit der amerikanischen Geschichte befasst hat, weiß, was ein Hillbilly ist. Oder er glaubt es zu wissen. J.D. Vance hat mit "Hillbilly Elegy" das Buch des Jahres 2017 geschrieben und viele Lobeshymnen geerntet, da es erklären soll, wieso viele Amerikaner Trump gewählt haben. Ich finde, es würde auch bei uns aufzeigen, wieso die Angst vor dem Fremden überwiegt. J.D. Vance stellt sich die Frage, ob es möglich ist, aus einem ärmlichen Hintergrund, aus einer Familie, in der Bildung nicht gefördert wird, auszubrechen. Er erzählt von seinen Großeltern, typischen "Hillbillies", die ihm immer gezeigt haben, dass die Familie ihn unterstützt, trotz der Eskapaden seiner Mutter. Eigentlich haben sie ihn gerettet und so konnte er die Kraft aufbringen, etwas aus seinem Leben zu machen. Vance beschreibt seine Nachbarn, seine Verwandten, die gesellschaftlichen Verhältnisse in Kentucky und Ohio, seine Lebensgeschichte wird mit der amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts verbunden. Ich finde, jeder sollte dieses Buch gelesen haben.
 

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An diesem Heimatroman arbeiten viele große und kleine Helden: die Autorin selbst, die ihren zweiten Roman unterbringen möchte und sehr engagiert mit ihrer Lektorin in Fußnoten über ihre Fortschritte kommuniziert, die Dorfbewohner, Toni, der als Sylvester Baby von vornherein der Held ist, seine Eltern, die Nachbarn und ihre Kinder, und natürlich Moni, die Toni am Ende heiraten muss, damit es ja ein schönes Ende ergibt. Bis es dazu kommt, tun sich Abgründe auf, alle Bosheiten und Klischees, die ein Dorf so zu bieten hat, werden durchgespielt. Dieser Roman lebt vom Kontrast, vom Widerspruch und vom Charme der eigenwilligen Schreiberin.
 

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Das Thema Krieg und Flüchtlinge muss weiterhin angesprochen werden . Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler, meinte schon Ingeborg Bachmann. Susanne Scholl war lange genug als ORF-Korrespondentin tätig, um zu wissen, dass die Verzweiflung des Krieges uns immer wieder einholen kann. Fritzi geht blauäugig durchs Leben, wie ein Zirkuspferd. Nach außen hin immer strahlend und glücklich, innen sieht es aber ganz anders aus. Ihre Tochter Lea, die Geschichte studiert, findet nach und nach heraus, wieso Fritzi, die im Krieg viel verloren hat, lieber ein glückliches Leben vortäuscht als über die schrecklichen Ereignisse zu reden. Lea hat Träume über Ereignisse, die sie nicht selbst erlebt haben kann. Und ihre Kinder kann sie nicht vor den Terroranschlägen und vor den Schicksalen der Flüchtlinge beschützen. Die Geschichte wiederholt sich! In kurzen aber dichten Sätzen packt Susanne Scholl ein ganzes Jahrhundert Geschichte. Meiner Meinung nach hat sie in ihrem Roman einen Weg gefunden, die bestehende europäische Sinnkrise auf den Punkt zu bringen.
 

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Perth, Australien. Swann ist ein aufrechter Cop, der gegen die Korruption in Polizeikreisen auftritt. Im Laufe einer Ermittlung im Fall einer ermordeten Bordellbetreiberin deckt er so manch unschönes Detail auf. Richter Partridge übernimmt den Vorsitz einer Sonderkommission, die sich mit den Vorwürfen gegen die Polizisten auseinandersetzt, und auch er stellt bald fest, dass es hier nicht sauber zugeht. Doch der Sumpf reicht bis in allerhöchste Kreise, und die Einschüchterungsmethoden der Gegenseite sind nicht gerade zimperlich. Spannender Plot, gut gezeichnete Charaktere, flotter Stil - eine echte Empfehlung!
 

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Zu diesem Buch habe ich eigentlich nur aus Langeweile gegriffen. Um so mehr hat mich der Inhalt dann positiv überrascht: Es finden sich wirklich viele Tipps darin, die man im Alltag schnell und ohne Geld auszugeben, anwenden kann. Einige hab ich auch schon ausprobiert. Zum Beispiel die platzsparenden Maßnahmen für den Kleiderschrank. Auch ein paar nette Bastelideen verstecken sich in diesem Ratgeber, die man auch ohne Geschick leicht umsetzen kann. Auf jeden Fall hat sich mein Kauf in diesem Fall gelohnt und ich würde es jedem weiterempfehlen.
 

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Eine Bemerkung vorweg: falls Sie nicht gerade Experte für chinesische Geschichte sind, empfiehlt es sich bei diesem Roman, das Nachwort und die Zeittafel zuerst zu lesen, um die beschriebenen Geschehnisse besser verstehen zu können! Die Geschichte handelt vom naiven Fotografen Hsueh, der der sexsüchtigen weißrussischen Waffenhändlerin Therese als Gespiele dient. Als er sich in die Kommunistin Leng verliebt, gerät er in eine gefährliche Verschwörung, bei der keiner mehr weiß, wer auf welcher Seite steht. Ein packender Roman, der auf Tatsachen beruht und Einblicke in die unruhige Geschichte Chinas auf dem Weg zur Volksrepublik gewährt.
 

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Sich im Körper einer anderen Person wiederzufinden, stelle ich mir recht seltsam vor. Aber es funktioniert in diesem Roman sehr gut, denn die Realität, in der sich Rose befindet, ist genauso spannend wie das Leben der Harriet Smith, in das sie manchmal zu gleiten scheint. Und wieso kommen plötzlich die Erinnerungen an Ava, die kleine Schwester, immer mehr hervor, obwohl Rose mit ihrem Tod abgeschlossen hat? Gowdy ist eine sehr interessante kanadische Autorin. Sie verfügt über einen Erzählstil, der sehr eindringlich und beklemmend ist. Kein Wunder, dass einige ihrer Romane bereits verfilmt wurden.
 

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Paule Pinguin kann man heute gar nichts recht machen. Zu hell scheint die Sonne, zu laut sind die anderen Pinguine, es friert ihn am Schnabel,er sieht heute doof aus und keiner interessiert sich für ihn!
Bis ein Walross ihn aufmerksam macht und Paul erklärt, dass das Leben auch schön sein kann.
Wird sich unser Freund umstimmen lassen?
Ein rundum gelungenes Bilderbuch ab 3 das die schlechte Laune vertreibt.
 

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"Das Mona- Lisa- Virus" ist das dritte Buch von dem deutschen Autor Tibor Rode und gleichzeitig das erste - aber sicherlich nicht sein letztes! - das ich von ihm gelesen habe. Mit seinem Schreibstil erinnert mich der Autor auch sehr an den weltweit bekannten Dan Brown, der mit seinen Büchern "Illuminati" und "Das Sakrileg" Berühmtheit erlangte. In diesem spannenden Thriller beginnt der Autor mit sechs Handlungssträngen, die alle auf verschiedenen Teile der Erde spielen. Unter anderem in Bosten, Warschau, Paris, Acapulco, San Antonio und Florenz. Am Anfang war ich noch durch die vielen Ereignisse und die verschiedenen Handlungsstränge verwirrt, aber je weiter man liest, desto spannender wird es. Tibor Rode verpackt in diesem Buch sehr viele Katastrophen, wie zum Beispiel die Ausbreitung von einem Computervirus, das weltweite Bienensterben, die Entführung amerikanischer Schönheitsköniginnen, einen Kunstdiebstahl und vieles mehr. Alles in allem hat man nach diesem Buch Lust auf mehr, und ich persönlich würde am liebsten gleich in den nächsten Flieger steigen, um mir die Mona Lisa im Louvre anzuschauen. Ein muss für jeden Kunst- /Thriller Liebhaber!
 

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Édouard wird nach der Weihnachtsfeier Gewalt angetan. Er hat einen Fremden mitgenommen, in seine Wohnung. Immer wieder berichtet er über diese Nacht, teilweise wird die Erzählung von seiner Schwester fortgeführt, die ihre Sicht des Vorfalls wiedergibt. Es ist die Scham, die ihn verfolgt, seine Gedanken kreisen nur mehr um dieses Thema. Sehr persönlich ist dieser Roman und immer wieder hat man den Verdacht, dass Édouard sich nie wieder davon erholen wird. Der junge französische Autor hat mit seinem ersten Roman Aufmerksamkeit erregt, und "Im Herzen der Gewalt" ist ein Tatsachenbericht. Später wurde der Täter zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Nach Erscheinen des Romans hat der Drogenhändler zurückgeschlagen und den Autor verklagt.
 

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Mitten im heißesten Sommer einen Roman, der in der Antarktis spielt, zu lesen, kann ich wärmstens empfehlen. Und Anne von Canal beschreibt die Kälte eh so gut, dass sie richtig guttut! Die Expedition des Forscherteams ist gefährlich, vor allem da Hanna erfährt, dass ihre Freundin tot ist. Fido hat sich vor 20 Jahren von den Geschwistern Jan und Hanna ohne Abschied entfernt, dabei waren die drei schon als Kinder ein unschlagbares Forscherteam, wie die Polarforscher Scott und Amundsen. Hanna muss sich noch einmal mit dem Verlust der Freundin beschäftigen und noch einmal ihre Kindheit aufrollen. Anne von Canal kennen wir bereits als die Autorin von "Der Grund". Genauso einfühlsam und klug beschreibt sie in "Whiteout" eine Expedition in die Tiefen der Vergangenheit!
 

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"Davonfliegen" von Sarah Armstrong hat mir den Atem geraubt und gleichzeitig den Boden unter den Füßen weggezogen. Es wird die Geschichte von Anna erzählt, die ein ruhiges Singleleben führt, in einem kleinen Haus wohnt, eine tolle Arbeitsstelle hat und ihren Job liebt. Doch als die neue Familie ins Nachbarhaus einzieht ändert sich alles schlagartig, denn das kleine Mädchen Charlie wird von ihren Elter schwer misshandelt und auch wenn Anna noch so oft die Polizei und das Jugendamt anruft, unternimmt niemand wirklich was gegen diese Gräueltaten. Schlussendlich fasst die junge Frau einen folgenschweren Entschluss und entführt das Mädchen, um es aus den Fängen der eigenen Eltern zu befreien.

Dieses Buch beschreibt die Misshandlungen, die der 5-jährigen Charlie widerfahren in allen Einzelheiten und komplett schonungslos. Der Roman ist definitiv nichts für schwache Nerven, aber dennoch will ich ihn unbedingt weiterempfehlen. Er zeigt, dass manche Menschen auch in der heutigen Zeit noch den Mut für Zivilcourage aufbringen können.
 

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Eigentlich ist Solomon ein gewöhnlicher Jugendlicher, er leidet aber unter Panikattacken.

Seit drei Jahren,zwei Monaten und einem Tag hat er sein Zuhause nicht mehr verlassen.

Eines Tages steht Lisa vor seiner Tür und will mit ihm Freundschaft schließen.

Sie verheimlicht ihm aber ihre wahren Gründe. Da sie einen Studienplatz in einer sehr gefragten Uni ergattern will,

möchte sie einen besonderen Aufsatz schreiben. Solomons Rückkehr ins richtige Leben ist ihre Aufgabe.

Mit einigen lustigen aber auch sehr hintergründigen Episoden ist dieses Buch für Jugendliche ab 13 zu empfehlen.

Solomon, Lisa und Clark verbindet eine wunderbare Freundschaft die aber auch hart zur Probe gestellt wird.

Zitat:

"Aber sobald ich nach draußen gehe,wird alles total scheiße."

"Davor gibt es kein Entkommen."

"Vor was?"

"Dem Leben"

 

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Die Bedeutung des Titels ist mir erst am Ende der Lektüre klar geworden, obwohl ich gedanklich niemals abgeschweift bin. Diese junge, sympathische belgische Autorin hat mit Erscheinen ihres ersten Romans zahlreiche Literaturpreise erhalten. Bereits auf der Rückseite des Buches steht: "Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt." Dieser Satz trifft es und es fällt mir schwer, ihn zu toppen. Es ist alles gesagt: Evas Geschichte beginnt schon vor dem Sommer 2002. Nach 9 Jahren Abwesenheit von dem kleinen Dorf und von ihrer Familie kehrt sie zurück. Lize Spit besitzt sehr viel Einfühlungsvermögen, ein tragisches Erlebnis in der Kindheit komplex und mit überraschenden Erkenntnissen darzustellen.
 

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Der französische Schriftsteller Gregoire Hervier hat hier einen rasanten Kriminalroman geschrieben, der von einem jungen Journalisten und Gitarristen handelt, der von einem Millionär beauftragt wird, die seltenste und wertvollste Gitarre der Welt zu finden, die original Gibson Moderne. Doch dabei gibt es ein Problem: Man weiß nicht, ob diese Gitarre je gebaut wurde, und hier beginnt die Geschichte von Thomas, der um den halben Erdball reist, um diese Gitarre zu finden und dabei so einiges erlebt. Ein wirklich herausragend guter Kriminalroman von Hervier, geschrieben in seiner modernen Sprache. Man bekommt durch dieses Buch Lust auf Musik, auf Blues auf Rock 'n' Roll und Lust darauf, unbekannte Musiker und Songs für sich zu entdecken. Auf jeden Fall ist dieses Buch wert, gelesen zu werden, denn man erfährt auch ein Stück Musikgeschichte. Hervier baut Tatsachen rund um die von Ted McCarty 1957 entworfene Gitarrenserie "Modernistic", bestehend aus der Flying V, der Explorer und der Moderne, in seine Handlung ein.
 

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Genies sind nicht sympathisch, und auch Boris, der 1886 nach Amerika kommt und sich viel zu schnell viel zu viel Wissen aneignet, war mir zu Beginn der Lektüre mit seinem überbordernden Ehrgeizig äußerst suspekt. Ich kann nicht sagen, dass sich das geändert hat: Boris bleibt ein Kotzbroken, aber ein schlauer. Sein Sarkasmus trifft ins Schwarze und man muss ihm immer recht geben. Was er aber anrichtet, an seinem Sohn, an seiner Frau, das ist ein anderes Thema. Ein grandioses Buch, ein Geniestreich des Autors, der mir sehr sympathisch ist. Er zieht alle Register und tischt dem Leser mehr Wissen auf, als man erfassen kann, doch dafür kann man auch sehr über Boris lachen!
 

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Vintage sind die Gitarren, mit denen sich der junge Thomas Dupré beschäftigt. Und alt und berühmt sind auch die Musiker, die in diesem spannenden Krimi genannt werden. Dass sie nicht immer ein erfolgreiches Leben hatten, spielt keine Rolle, denn es sind die Mythen und witzigen Anekdoten, die diesen Roman vorantreiben und beleben. Fasziniert hat mich die Reise durch Amerika und Thomas Entdeckungen rund um die mysteriöse Gibson Gitarre " die Moderne", deren Existenz er zu beweisen versucht. Ob ihm am Ende die versprochene Million winkt, darf ich nicht verraten. Dieser Musikroman ist auch für solche, die sich nicht um die Musikgeschichte der Rocklegenden scheren, ein wahres Vergnügen.
 

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In ihrem Debütoman entführt uns die junge österreichische Autorin in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Am Beispiel der untalentierten, aber schönen Sängerin Gisela Liebwies und der begnadeten, aber unansehnlichen Komponistin Ida Gussendorf erzählt Irene Diwiak in elegant ironischem Plauderton von Sein und Schein, Wollen und Dürfen, Strahlen und Scheitern. Ein köstliches Sittenpanorama einer nur scheinbar längst vergangenen Epoche. Ich freue mich schon auf weitere Geschichten aus der Feder dieser großartigen Erzählerin.
 

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Stephen King bezeichnet die "Dunkle Turm Reihe" selbst als sein Lebenswerk. Nun da der erste Teil "Schwarz" endlich verfilmt wurde, erscheint das Buch in einer neuen Auflage. Aber aufgepasst, diese Buchserie hat ein hohes Suchtpotenzial. Einmal angefangen, kann man nicht mehr davon ablassen bis auch die letzte Seite der insgesamt acht Bänden gelesen ist.
Fantasy auf höchstem Niveau, die auch kritische Leser fesseln wird.
Und wer noch nicht genug hat, auch der Film ist sehenswert.
 

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Sie brauchen noch eine spannende Urlaubslektüre für den Strand? Dann sind Sie bei diesem Psychothriller genau richtig. "Die Moortochter" von Karen Dionne erzählt die Lebensgeschichte von Helena, deren Vater, ein gefährlicher Psychopath, beim Gefängnisausbruch mehrere Menschen umgebracht hat.
Sie beginnt ihren Vater zu jagen. In der nähe des Moores ihrer Kindheit muss sie sich ihrer schrecklichen Vergangenheit stellen.
Die detailreichen Beschreibungen der Figuren, der Landschaft und der Schrecken lassen die LeserIn tief in die Geschichte eintauchen.
 

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Max Ernst Leben ist ein Gesamtkunstwerk: er ist bekannt für strenge Symbolik und drastische Interpretationen. Der Künstler hat viel überlebt : Zwei Kriege, Lager, Flucht, Emigration, zusammen mit sechs Frauen, sechs Lieben, in einem Jahrhundert! Lou, die erste "Frau des Dadismus", ihr bleibt er immer verbunden, nicht nur aufgrund des gemeinsamen Sohnes. Danach ist er mit Marie-Berthe zusammen, die nach der gemeinsamen Zeit mit Max auf ewig im Beichtstuhl hängen bleibt. Leonora existiert in einer anderen Welt und Peggy Guggenheim, die seine Bilder mehr liebt als den Künstler selbst, wird zu seiner Retterin im zweiten Weltkrieg. Wer war Max Ernst wirklich? Nach diesem Buch ist er ein Held für mich, seine Kunst hat mir ein neues Lebensgefühl gegeben. Seine Ausstellungskataloge muss ich nicht mehr studieren, denn dieser Roman ist kein Stillleben, sondern ein Manifest für die Kunst!
 

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Perle und Stasia, eineiige Zwillinge und Jüdinnen - 1944 eine fatale Mischung. Denn sie werden mit Mutter und Großvater nach Ausschwitz deportiert und von ihnen getrennt, um dort die unmenschlichen und unsagbar brutalen Experimente Doktor Mengeles zu erleiden. Sie flüchten sich daraufhin in ihre Fantasiewelten, um ihr Dasein zu ertragen. Und doch haben sie als Zwillinge einen "besseren" Status als die anderen im sogenannten Zoo. Als die beiden getrennt werden, beginnt die Suche nach der ergänzenden Hälfte. Die Autorin lässt uns an den Schicksalen dieser beiden teil haben mit einer poetischen, eindringlichen Sprache!
 

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Feel Again, der dritte und finale Band der Again-Reihe von Mona Kasten. Nach Kaden und Allie und Spencer und Dawn dachte ich, die Autorin würde es nicht mehr schaffen, dass ich die Charaktere noch lieber mag, als in den Vorgängerbänden. Doch mit Sawyer und Isaac, hat es Mona geschafft mich vollends zu überzeugen. Das Buch spielt wieder am College und natürlich spielt auch dieses Mal die Liebesgeschichte eine große Rolle, aber diese Geschichte ist so facettenreich und so ganz anders als erwartet. Sawyer und Isaac sind zwei Protagonisten, die ich so noch nicht aus Büchern kenne. Ich habe es genossen, einmal zwei Charaktere kennenzulernen, die man erst ergründen und erforschen muss um ihre Handlungen und Beweggründe zu verstehen. Ein absolut gelungener letzter Teil und ich warte gespannt auf weitere Bücher der Autorin.
 

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"Es" ist das wohl bekannteste Buch, das Stephen King geschrieben hat und passend zu der Neuverfilmung erscheint das Werk nochmals in einem neuen Design. "Es" war damals schon mein Lieblingsbuch des "King of Horrors" und das wird es wahrscheinlich auch immer bleiben. Das heißt für alle, die es noch nicht kennen und Lust auf ein bisschen Grusel haben, unbeding lesen!
 

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Dem Franz passt zur Zeit gar nichts, vom Glück ist er weit entfernt: fast fünfzig, nichts erreicht, Gitarrenlehrer, obwohl er Rockstar sein wollte. Bewunderung bekommt er keine mehr, weder von der Linn, noch von der gemeinsamen Tochter Julie, noch von seinen Schülern. Da hilft der Zufall etwas nach, oder Egons Tod. Ein Leben lang hat sich der Egon nach seiner Mali gesehnt, und dann „zack“: LKW, und aus ist es mit ihm. Kein Wunder, dass da bei Egon noch einiges nicht aufgearbeitet wurde, und als Geist muss er halt jetzt den armen Franz „sekkieren“. Ingrid Kaltenegger plagt ihre Leser aber nie, im Gegenteil: es stimmt alles in ihrem Roman. Sie verfügt über einen flotten österreichischen Schmäh, und ihre rhetorisch hervorragend ausgefeilten Sätze mit knappen, spontanen Dialogen bringen den Leser oft zum Lachen. Und wie es bei Komödien meistens ist, kommt das wahre Leben mit seiner Prallheit bei ihr nie zu kurz, und das Glück selbstverständlich auch nicht! Lernen Sie Ingrid Kaltenegger bei Ihrer Buchpräsentation in Innsbruck kennen (Tyrolia Innsbruck, Mittwoch, 27. September)
 

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Diesen Roman liest man ohne eine Pause, denn die Katastrophe, die sich am Ende anbahnt, wird im ersten Kapitel bereits angedeutet. Man kann es nicht glauben, wieso verhält sich Louise so? Myriam und Paul sind glücklich mit ihrer Nanny, auch die beiden Kinder vergöttern sie. Plötzlich gelingt ihnen die Karriere, die Harmonie Zuhause ist wieder hergestellt und Louise, ihre "nounou", ist ein Engel. Die kleinen Ungereimtheiten in ihrem Benehmen fallen daher kaum ins Gewicht. Sehr geradlinig führt uns die junge französisch-marokkanische Autorin in eine Welt, mit der sich alle Eltern auseinandersetzen müssen. Wem vertraue ich meine Kinder an, wer macht alles richtig? Leila slimani wurde mit dem Prix Concourt ausgezeichnet und "Chanson douce" stand monatelang auf den französischen Bestsellerlisten.
 

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Gleich im ersten Kapitel erfahren wir, dass die Nanny Louise ihre Schützlinge Mila und Adam umgebracht hat und ihr Selbstmordversuch gescheitert ist. Das trifft den Lesenden wie ein Schlag ins Gesicht. Dann erfahren wir erst, wie alles angefangen hat: Wie Paul und Myriam in Louise die perfekte Nounou gefunden haben, wie sie immer unentbehrlicher wird, sich in den Alltag der Pariser Familie einschleicht, in den Urlaub mitfährt und die Kinder sie lieben. Aber wir erleben auch, wie triste das Leben von Louise außerhalb ihrer Arbeit ist und wie Myriam an ihrer Entscheidung, wieder Vollzeit als Juristin zu arbeiten, zweifelt. Die Autorin erzählt uns die Geschichte spannend, präzise und meisterhaft und lässt uns an den Gefühlen der Personen Teil haben.
 

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Das unvorstellbar Schlimmste ist geschehen: Die Kinder sind tot, getötet vom eigenen Kindermädchen. Gleich zu Anfang kennt der Leser das Ende der Geschichte. Aber wie konnte es zur Katastrophe kommen?!
Louise war doch wie Mary Poppins! Liebevoll, lustig, kreativ, immer einsatzbereit. Die Kinder waren ihr Ein und Alles! Louise war perfekt! Man hat sie doch wie ein Familienmitglied behandelt und sogar in den Urlaub mitgenommen!
Da waren aber auch die kleinen Überheblichkeiten, die ein oder andere wie nebenbei hingeworfene Bemerkung, die Louise als Demütigung aufgefasst hat. Stück für Stück reißt Leila Slimani die scheinbar perfekten Fassaden ein -- die des Kindermädchens und die der "Herrschaften". So wird Seite für Seite klarer, dass es kein glückliches Ende für alle Beteiligten geben kann...
Kein Wunder, dass dieser Roman den höchsten Literaturpreis Frankreichs bekommen hat. Ich habe ihn im einem Rutsch verschlungen!
 

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Was für ein schönes Buch! Das war mein erster Gedanke, als ich das neue Werk von Anselm Grün durchblätterte. Hier geht es um Brot. Brot als Symbol des Lebens, Brot als Nahrungsmittel und im übertragenen Sinn auch spiritueller Nahrung. Irdisch und Himmlisch. Anselm Grün geht gemeinsam mit dem Bäckermeister der Abtei Münsterschwarzach, Leo Stöckinger, dem Geheimnis des Brotes auf die Spur. Geschichtliches hat ebenso Platz wie biblische Brotgeschichten, praktische Tipps rund ums Brot und natürlich tolle Rezepte vom Bäckermeister! Das großformatige Buch ist ein wirklich schöner Bildband und als Geschenk bestens geeignet.
 

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Das ist ein richtiges feel-good-Buch für Zwischendurch. Nicht dass es sich von Alltagsproblemen fernhält, im Gegenteil: die Halbgeschwister Pekka und Esko treffen nach Jahrzehnten aufeinander, und da Esko Zahnarzt ist liegt der Vergleich mit einer Wurzelbehandlung nicht weit. Beide Männer sind völlig verschiedenen und doch machen sie sich auf, ihren Vater zu suchen. Was sie herausfinden ist ziemlich bitter, doch immer überwiegt der positive Leitspruch in Australien: no worries. Und als Leser findet man am Ende heraus, dass sich diese Einstellung auf jeden fall sehr lohnt! Danach habe ich mich ganz andächtig meiner Zahnhygiene gewidmet. Lest dieses Buch, dann wisst ihr, wieso das zu einer gesunden Persönlichkeit dazugehört!
 

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Dieses Buch hat mich erschüttert. Ich war überzeugt, dass ich viele Details der Sklaverei kenne, doch dass die Underground Railroad existiert hat, das war mir neu. Colson Whitehead gestaltet diesen Roman auch unterirdisch gut: Die Gleise führen zusammen, von einem amerikanischen Bundesstaat zum nächsten, Coras Flucht von der Baumwollplantage führt von einer Hölle in die nächste. Colson Whitehead wurde bereits mit den wichtigsten Literaturpreisen ausgezeichnet, doch mit diesem Buch wird er auch weltweit in Erscheinung treten, nicht nur, weil Barack Obama "Underground Railroad" als "Sommerbuch 2016" bezeichnet hat. Alle sollten es lesen, denn die Menschen haben sich in den letzten Jahrhunderten viel Schuld aufgeladen, die nicht geheim bleiben sollte!
 

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Dieser Roman wurde kurz nach Erscheinen als internationaler Bucherfolg beworben und die Rechte wurden an 38 Länder verkauft. Eine Sensation! Und innerhalb von wenigen Stunden hat man das „Buch der Spiegel“ auch entdeckt. Schon vor Jahren bin ich Joel Dickers „Die Wahrheit über Harry Quebert“ verfallen, genauso mitreißend und elegant verfasst ist dieser Spitzentitel. Die Handlung spielt auf drei Ebenen, und doch muss man immer wieder feststellen, dass man falsch liegt, ein falsches Bild im Spiegel entdeckt hat. Es ist die hinreißende und spannende Geschichte, die sich so rasant wie eine Fernsehserie entwickelt. Eine tolle Leseerfahrung!
 

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Colson Whitehead hat mit seinem neuesten Roman "Underground Railroad" den Pulitzerpreis 2017 gewonnen und meiner Meinung nach vollkommen zurecht. Dieses Buch hat mich wirklich sehr berührt und ist mir tief unter die Haut gegangen. Man liest ein Stück Amerikanische Geschichte. Schonungslos und brutal beschreibt der Autor die Gräueltaten, die im 19. Jahrhundert den Afroamerikanern angetan wurden.
Ein Buch, das ich wirklich jedem ans Herz legen möchte.
 

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Es wundert mich als Leserin nicht, dass die junge französisch- marokkanische Autorin Leila Slimani für dieses Buch mit dem Prix Gouncort ausgezeichnet wurde. Schon von der ersten Seite an hat sie mich mit ihrer Sprache gefesselt. "Dann schlaf auch du" ist ein spannungsgeladener Roman über eine junge Familie, die glaubt, die perfekte Nanny für ihre Kinder gefunden zu haben, aber wem kann man seine Kinder wirklich anvertrauen? Schließlich kann man auch der perfekten Nanny Louise nicht ins Innere blicken, und so fällt es leider dem jungen Paar Paul und Myriam viel zu spät auf, dass ihr Kindermädchen große psychische Probleme hat. Und wie schrecklich es werden kann, wenn man die Kinder in die Hände der falschen Person gibt, das zeigt uns dieses Buch nur zu gut.
 

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Nach "Todesfrist", "Todesurteil" und "Todesmärchen" nun der 4. Band von Andreas Grubers Maarten S. Sneijder Reihe. Wie immer schafft Gruber es, den Leser voll und ganz in seinen Bann zu ziehen. In diesem Band der Reihe bekommen wir allerdings von meinem Lieblingsermittler Maarten S. Sneijder nicht sehr viel zu sehen, was aber nichts macht, da seine Kollegin Sabine Nemetz für ihn einspringt und die Klärung dieses rasanten Falls rund um Polizeikorruption, Drogenhandel, Schmiergelder und Mord sehr gut leitet. Ich hoffe, Andreas Gruber schreibt an dieser Reihe weiter, ich kann es nämlich jetzt schon kaum erwarten und nie genug von diesem Lesestoff bekommen. Andreas Gruber ist meiner Meinung nach der beste österreichische Krimiautor, den wir haben.
 

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Dieser Roman hat in Frankreich für Furore gesorgt. Und nach der Lektüre des ersten Teiles kann ich mir die Aufregung gut vorstellen. Weil die Franzosen, die hier zu Wort kommen, allesamt recht verbittert sind. Man glaubt Houllebecq zu lesen, nur sind bei Despentes die Protagonisten ziemlich intelligent. Sie haben viel erlebt, sind zwischen vierzig und fünfzig, ob sie erfolgreich sind oder nicht, ob sie verheiratet und Kinder haben oder nicht, es macht keinen Unterschied. Das Leben hat sie zermürbt. Und zwischen ihnen steht Vernon, der seine Wohnung verliert und bei Ihnen Unterschlupf findet. Sein Schicksal ist ihm gleichgültig, und deshalb wird er zum Zuhörer. Sie kotzen ihr Elend vor ihm aus, immer tiefer wird das Milieu und die Gedanken. Da hoffen wir Leser doch darauf, dass sich im zweiten Teil ein kleiner Hoffnungsschimmer zeigt, sonst ist die Pariser Gesellschaft echt verloren.
 

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Dieses Buch wurde mir ohne viele Worte empfohlen und ein Wochenende hat gereicht, um in die Stadt aus Gold einzutauchen. Allein wenn man die Danksagung der Autorin Sabrina Janesch am Schluss liest, weiß man, was dieser Frau gelungen ist. Die Recherche an dem Buch war sicherlich die größte Herausforderung und nur mit Hilfe von vielen anderen Forschern und Entdeckern konnte es geschrieben werden. Ein Zeitungsartikel, ein paar Zeilen die offenbart haben, dass die verlorene Stadt der Inka bereits Jahrzehnte zuvor von einem Deutschen, Rudolph Augusto Berns gefunden wurde, hat Janesch angetrieben, selbst nach Peru zu reisen und das Land zu entdecken. Berns Geschichte ist ein Abenteuer, dem sich niemand entziehen kann. Ein "El dorado" im Literaturdschungel!
 

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Wenn Zadie Smith vor Jahren " über Schönheit " geschrieben hat, so ist es in ihrem neuesten Roman der Tanz und die Musik, die den Leser mit Glücksgefühlen überschwemmen. Es sind die zarten Bande der Kindheit, die sich Jahre später als etwas Erschreckendes erweisen, als könnte die Verbindung dieser beiden Freundinnen nur mehr Hass und Neid hervorbringen. Zadie Smith ist eine Schriftstellerin von Format : ihre Worte lassen den Leser nicht mehr los, doch niemals ist es eine Belehrung. Die Erzählerin nimmt uns mit in ihr London, New York oder Afrika und niemals erspart sie uns Demütigung. Das schönste und ehrlichste und beste Buch des Jahres!
 

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Dieser Autor hat ein feines Gespür für Japan und seine Kultur. Sehr einfühlsam stellt er das heutige Japan dem Japan der 50ger Jahre gegenüber. Edward kehrt wieder in das Hotel in den japanischen Bergen zurück. Dort hat er einen Roman geschrieben, der mit Amerika und den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abrechnet. „Das Wasserrad“ hat seinen Erfolg als Autor besiegelt. In hohem Alter erinnert er sich zurück an seine zwei großen Lieben. Es bedrückt ihn sehr, dass er damals Schuld auf sich geladen hat. Die japanische Kulisse, das feine Setting, die kontrastreiche Metropole Tokio, alles zusammen ergibt einen ausgezeichneten Roman. Besonders hervorzuheben ist das Können des Autors, eine Liebesgeschichte in einen historischen Kontext zu setzen. Er verknüpft Geschichte mit alltäglichen Fragen nach der Wahrheit.
 

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Die aktualisierte GU Neuausgabe zur Hühnerhaltung ist für den Hühnerhalter im kleinen privaten Bereich unentbehrlich und bringt einen ersten Überblick vom Fachmann Michael von Lüttwitz. Basics, wie Hühnerstall, welche Rasse, Züchter, Futter oder Pflege der gefiederten Freunde werden hier angesprochen.Schwerpunkte wie Gesundheit und das Thema Ei werden ausführlich behandelt.
Detaillierte Aufmachung mit anschaulichen Bildern ergänzen den kleinen Ratgeber. Bestens geeignet zur Vorbereitung der Hühnerhaltung für den Hobbyhühnerhalter.
 

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Dass Strudel nicht nur süß sein müssen, beweist die Expertin für österreichische Küche Eva Maria Lipp. Im Löwenzahnverlag wurde ihr neues Kochbuch zum Thema Strudel herausgebracht. Zur Einleitung werden die verschiedensten Strudelteige erläutert. Allerdings sind die meisten Rezepte mit dem gezogenen Strudelteig zubereitet. Suppenstrudel wie zum Beispiel Topfen-Kräuterstrudel sind eine interessante Suppeneinlage. Zur Jahreszeit passend bietet sich der Eierschwammerlstrudel mit Schnittlauschsauce an. Süß gestrudelt wird mit außergewöhnlichen Kreationen, wie Nektarinen-Frischkäsestrudel oder Weintrauben-Rote Rüben-Strudel. Sehr hilfreich sind die kleinen Tipps im Anschluss eines jeden Rezepts. Gerne hat die Köchin zu Hause ein reich bebildertes Buch, was auch hier der Fall ist; allerdings sind die Bilder meiner Meinung nach nicht besonders ansprechend, sie wirken trotz Accessoires wie Kräuter oder Gewürzen für das Auge langweilig und gleich. Wer sich zum Thema Strudel vertiefen will, macht mit diesem Buch ganz sicher nichts falsch.
 

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Was für ein Leckerbissen: Marie N Diaye führt uns in ihrem neuen Roman virtuos an der Nase herum. Sie lässt den Erzähler, einen ehemaligen Jungkoch, die Geschichte der Chefin aus seiner Perspektive beschreiben, eine Geschichte voller Obsessionen und Abgründe, hinter denen sich weitere Geheimnisse verbergen, die sich erst zum Schluss offenbaren. Ein elegant virtuos komponierter Roman, der unter der scheinbar einfachen Oberfläche größte Raffinesse verbirgt.
 

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Ich habe diesen Erzählband gelesen, bevor Nordkorea aufgrund des Konfliktes mit Mr. Trump so extrem in die Schlagzeilen geraten ist. Angeblich handelt es sich um einen von der nordkoreanischen Regierung anerkannten Schriftsteller, dessen Erzählungen unter dem Pseudonym "Bandi" verfasst und unter riskanten Umwegen außer Landes geschmuggelt wurden. All das lässt sich nicht nachprüfen, aber auch wenn Bandi in Wirklichkeit ein Literat aus dem Westen wäre, geben seine sieben Erzählungen einen beeindruckenden und bedrückenden Eindruck in ein politisches System, das als das restriktivste der Welt gilt.
 

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Die Handlung ist hauptsächlich im Gerichtssaal angesiedelt, dementsprechend nüchtern ist der Stil dieses Buches. Als Tatsachenbericht legt die Autorin ihren Schwerpunkt auf den emotionalen Kampf des Sohnes. Fast dreißig Jahre lang hat Guillaume Agnelet seinen Vater verteidigt. Dreimal musste Maurice vor Gericht. Immer wieder wird er freigesprochen. Er hat Agnès nicht getötet, denn die Leiche wurde nie gefunden. Mit viel Kalkül verteidigt er seine Unschuld und überzeugt seine einstige Ehefrau und seine Kinder davon, dass er nicht auf das Geld der jungen Erbin aus war und dass er niemals belangt werden kann. Immer wieder entstehen Zweifel in Guillame und immer wieder bekämpft er sie, denn was würde die Wahrheit auslösen? Es ist faszinierend, wie stark die Macht des Mörders/Vaters ist, wie eiskalt Maurice und wie groß der Druck auf den Sohn ist.
 

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Auf diesen deutsch-türkischen Autor wurde ich leider erst jetzt aufmerksam, obwohl bereits einige Bücher von ihm im Haymon Verlag erschienen sind. Vor Jahren habe ich mir bereits ein Werk von ihm gekauft, aber nur, weil der Titel so ansprechend ist: Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist. Selten hat mich ein Buch so bewegt. "Wo noch Licht brennt" ist eine Offenbarung für jeden Leser. Mit viel Gefühl und Intensität erzählt Gül ihr Leben in der Türkei und in Deutschland. Es besteht aus harter Arbeit und wenigen Momenten des Glücks, und trotzdem versucht sie, das Licht und die Wärme innerhalb ihrer Familie am Leben zu halten. Trotz schwerer Schicksalsschläge und ihrer ständigen Suche nach Heimat, trotz ihrer Angst, nicht stark genug zu sein, bleibt Gül eine charakterstarke und liebenswerte Frau, die der Leser nie mehr vergisst!
 

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Dieses Buch ist sehr sehr traurig, aber wunderschön. Fanni schweigt, obwohl ihre Enkelin sie drängt, die Geschichten aus dem Dorf zu erzählen. Fanni ist alt und möchte nicht mehr reden, sie kann nicht aus ihrer Haut. Ihre Eltern haben nicht geredet, ihr Bruder auch nicht und ob Fannis Mann ein großer Redner war, das sei dahingestellt. Im Wirtshaus schon, während Fanni auf ihn gewartet hat. Jetzt ziehen die Toten an ihr vorüber, und irgendwie ahnt man schon, dass vielleicht alles anders gewesen wäre, wenn einer den Mund aufgetan hätte. Laura Freudenthaler kann das und dafür gebührt ihr großes Lob. Es gehört viel Mut und Freude am Leben dazu, solche Geschichten aufzuschreiben, die hoffentlich von vielen gehört werden.
 

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Die 16jährige Starr lebt in zwei Welten. Einerseits wohnt sie im schwarzen Viertel der Stadt, andererseits besucht sie eine weiße Privatschule. Als ihr bester Freund Khalil in ihrer Gegenwart von einem Polizisten erschossen wird, muss sie sich entscheiden ob sie das Erlebte erzählen kann oder nicht. Aufwühlend und ganz toll erzählt, wie sich diese Jugendlichen verhalten bzw. wie alle um ihre Rechte kämpfen. Straßenkämpfe und Drogenbosse bestimmen vielerorts die Straßen und doch hoffen diese Jugendliche auf eine friedliche Zukunft. Für mich eine sehr wichtige und notwendige Geschichte.
 

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Cecilia - Cece genannt - und Joan sind Freundinnen seit ihrer Kindheit, beide wohlhabend und umsorgt von ihren Kindermädchen, aber doch im Wesen ganz unterschiedlich. Als Ceces Mutter früh stirbt, wird sie in Joans Familie aufgenommen. Fortan sind beide auf zahlreichen Partys und in Nachtclubs zu sehen, Cece jedoch immer im Schatten von Joan, die der Star jedes Abends ist. Plötzlich verschwindet Joan, Cece weiß nicht, wo sie sich in diesem Jahr aufhält und hört auch während dieser Zeit nichts von ihrer geliebten Freundin. Als Joan zurückkehrt, feiert sie noch exzessiver. Ceces Leben dagegeen wird ruhiger, als sie Ray kennen- und lieben lernt und mit der Geburt ihres Sohnes Tommy. Ihre Gedanken jedoch kreisen nur um Jean, sodass sogar ihr Familienglück an der bedingungslosen Freundschaft zu zerbrechen droht. Ein wirklich sehr gelungener Roman über zwei Frauen,von denen Cece in eine zerstörerische Abhängigkeit gerät.
 

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Die Erwartungen an Whiteheads Roman waren extrem hochgeschraubt, hat er doch sowohl den National Book Award als auch den PulitzerPrize dafür erhalten und steht nun auch auf der Longlist zum Booker Prize. Nach einem kräftezehrenden Lesemarathon stellte ich das Buch erschüttert und hoch zufrieden wieder ins Regal, hatte ich doch das Gefühl, den großen Amerikanischen Roman zum Thema Sklaverei gelesen zu haben. Die Erzählweise ist elegant-klassisch, die Figurenzeichnung plastisch, die Sprache immer den Personen und der Situation angepasst. Für manche Passagen braucht man einen guten Magen, doch liegt dem ganzen ein zutiefst humanistischer Ton zugrunde. Ein Roman, den jeder Bücherfreund lesen sollte!
 

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Hier ein bekanntes Zitat von Pablo Neruda, den ich früher gerne gelesen habe: "Ich glaube an die Rache, denn mit ihr beginnt vielleicht der Sieg. " Was wirft uns meistens aus der Bahn und bringt uns zum Nachdenken: der Tod eines Elternteils. Es ist Adrians Vater, der stirbt, und so beschließt Adrian sich zusammen mit seiner Frau einen Traum zu erfüllen. Er möchte vor dem berühmten Teleskop auf La Palma, am Roque de los Muchachos, stehen. Und es hat seine Berechtigung, dass ausgerechnet Sarah, die eine erschütterndes Geheimnis hat, im Nachbarhaus wohnt. Tief berührt hat mich die Diktatur in Chile unter Pinochet, die noch heute von vielen Staatsmachten verleugnet wird. Wielfried Steiners Buch ist ein Trost für alle, die noch Hoffnung haben, dass Gewalt, Folter und Mord eines Tages gesühnt werden.
 

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Wieder ein gelungenes Backbuch aus dem GU-Verlag! Die edle Aufmachung verführt sofort: schlicht und elegant mit Goldschnitt. Der erste Eindruck: Das Inhaltsverzeichnis ist klar strukturiert. 10 Gebote sind ein Back-ABC zur Hilfestellung und im Anhang befinden sich extra aufgelistet glutenfreie sowie vegane Rezepte. Bewährte Klassiker wie Frankfurter Kranz oder Eclairs sowie die moderne Konditorei mit Macarons und Whoopies sind vertreten. Kuchen, Torten, Weihnachtsgebäck aber auch Pizza und Brot werden ausführlich behandelt. Sachertorte, Zitronenroulade und Brombeertorte sind super gelungen und wurden von meinen Gästen mit Genuss verzehrt. Wer sich einmal im Brotbacken versuchen möchte, ist hier richtig: Vom Bauernbrot bis zum Knäckebrot, alles für einen gelungenen Brotbackversuch ist dabei. Das Grundrezept Sauerteig ist einfach besprochen und funktioniert einwandfrei. Überhaupt sind die Grundrezepte gut verständlich erklärt und und zur Hilfestellung mit kleinen Bildtafeln versehen. Endlich ein gelingsicherer Blätterteig und Strudelteig! Schade, dass die österreichische Konditorei nicht vertreten ist, aber dafür muss man sich ein Backbuch Österreich zulegen. Ein schönes Geschenk für sich und andere!
 

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In der bewähren Reihe „Gebrauchsanweisung“ gibt es vom Tiroler Autor Bernd Schuchter endlich einen Band über Tirol. Der Buchhändler fragt sich warum dies so lange gedauert hat!? Das Cover mit der Bretterspitze und dem schönen Geranienbalkon im Vordergrund passen genau zum Buch und spricht sofort an. Humorvoll, mit Seitenhieben und Sprachwitz geschrieben wird versucht, die Eigenheiten und Ansichten, den Stolz auf das Landl, sowie die verschlossene Tiroler Seele dem Fremden gegenüber offen zu legen und verständlich zu machen. Es liegt in der Natur der Sache, dass auch Klischees bedient werden; so dürfen Kaspressknödel, Andreas Hofer und Loden nicht fehlen. Themen wie Wetter, Kulinarisches, Gebräuche, Tourismusorte, Wasser, Osttiroler, die im Exil Innsbruck erfolgreich leben, unsere engen Tälern, Lebensraum Alpen, Schneesicherheit und vieles mehr, das unser Leben im Land Tirol bestimmt, werden angesprochen. Wer hier lebt bekommt immer wieder die Bestätigung im besten Land der Welt zu sein; da, wo andere Urlaub machen. Amüsant und unterhaltsam geschrieben, eine Rundwanderung durch das Tiroler Gemüt, für Einheimische und Gäste empfehlenswert!
 

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"Die dümmste Sünde des Teufels ist die Eitelkeit". Sonderermittler Vogel hat seinen letzten Fall gründlich vermasselt. Um sein angeschlagenes Image wieder aufzupolieren, ist er bereit, im Fall der verschwundenen Anna Lou notfalls auch über Leichen zu gehen... Als Leser ahnt man bald, dass der eitle Kommissar nicht davor zurückschrecken wird, einen Unschuldigen zu opfern, nur um am Schluss als Gewinner aus der Geschichte hervorzugehen.
Donato Carrisi hat einen unglaublich spannenden und raffinierten Krimi geschrieben (den ich mir auch in verfilmter Form gut vorstellen könnte!) -- angesiedelt in einem abgelegenen Bergdorf, inmitten einer etwas obskuren Glaubensgemeinschaft. Als versierter Krimileser ahnt man ja oft schon die Wendungen und Wirrungen voraus... aber dieses Ende hat mich echt überrascht! Und dabei hat der Autor doch einige Hinweise versteckt... aber das merkt man viel zu spät!
 

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Diesen Autor sollte man nun wirklich kennen. Wer "Anima" oder "Vor hundert Jahren und einem Sommer" nie gelesen hat, sollte unbedingt "Schweben" eine Chance geben. Ich wage es zu behaupten, dass Jürgen-Thomas Ernst einem Autor wie Robert Seethaler in nichts nachsteht. Rosa und Thomas sind noch sehr klein während des Krieges, und doch sind bestimmte Ereignisse in dieser Zeit prägend für ihr Leben. Beide verlassen ihr Heimatdorf und ziehen in den Westen, wo sie hart arbeiten. Sie sind sehr genügsam und von kurzen Augenblicken des Glücks zehren sie lange. Es fühlt sich an wie ein Schweben über eine Treppe, indem die Füße kaum den Boden berühren. Der Autor erzählt von einem harten Leben, die wunderschönen Worte, die er für die Sehnsucht, die in jedem Menschen verborgen ist, findet, diese Sätze berühren jeden Leser!
 

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Dieses Buch ist wohl für Leser, die in der Ruhe Kraft schöpfen. Die Handlung ist klar: Tamara wollte tanzen, von einem Maler wurde sie in jungen Jahren abstrakt in Bildern festgehalten, und die Gefangenschaft hat sich in ihrer späteren Ehe fortgesetzt. Die Stille breitet sich mit jedem Satz aus, das Haus lebt nur durch Tamaras Betrachtung. Pflanzen haben es ihr angetan und deshalb ist sie auch auf den Spaziergängen mit dem kranken Jagdhund sehr glücklich dort. Die Enge des Dorfes schnürt sie ein wie die Kleider, die ihre Mutter ihr früher auf den Leib geschneidert hat. Ein verschwendetes Leben, meint sie, wie traurig das Ganze klingt. Ist es auch, und doch liegt die Kraft dieses Romans im Betrachter : Wer still sein kann und beobachtet, hat sein Leben nicht vergeudet.
 

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Ihre Geschichten haben mich begeistert: jede Lebensetappe hat seine Liebesgeschichte. Acht Menschen suchen nach Liebe, wir treffen sie in Momenten, wo die Sehnsucht danach am größten ist: wenn der Liebhaber stirbt, wenn ein Ereignis das ganze Leben auf den Kopf stellt, wenn das Begehren am Größten ist. Parrellas Zeilen sind niemals pathetisch, sondern geistreich, witzig und lebensklug. Eindringlich erzählt vermittelt sie uns zur Zeit das Beste, das die italienische Literatur zu bieten hat.
 

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Der Leser ist ab dem ersten Satz mittendrinnen in dem kleinen österreichischen Dorf, umgeben von Wiesen und Bauernhöfen, März 1945. Die Flieger, die über die Felder ziehen, sind nicht mehr nur
von der Deutschen Wehrmacht, denn die Amerikaner stehen schon kurz vor Linz. Nelli, die 13- jährige Erzählerin, die gerne Märtyrergeschichten aufschreibt, da sie selbst einen " Bombenschaden" hat, ist nur eine von vielen Flüchtlingen, die auf dem Bauernhof der Familie Leithner unterkommen. Die Erzählungen weben sich kunstvoll ineinander und es gibt zwei Enden. Zuerst wie es gewesen sein könnte und wie es wahrscheinlich auch stattgefunden hat, da ja Krieg ist. Dann wieder ein besseres, schöneres, mutigeres aber nicht realistisches Ende! Paulus Hochgatterer ist der beste auf dem Gebiet der Psychologie, er beschäftigt sich ja auch beruflich mit den Phantomschmerzen der Geschichte. Seine Kenntnisse sind profund und für mich bleibt er der beste österreichische Autor, den wir zur Zeit haben!
 

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Mit feinem psychologischen Gespür versucht Yasmina Reza die Vorfälle einer Nacht zu rekonstruieren. Elisabeth feiert ein Frühlingsfest mit Freunden und dem Nachbarehebar Jean-Lino und Lydia. Mitten in der Nacht werden sie vom Nachbarn geweckt und er bittet Elisabeth ihm zu helfen, seine tote Frau wegzubringen. Was hat zu dieser Tat geführt? Hatte das Paar einen Streit? Und warum verhält sich Elisabeth plötzlich völlig falsch? Yasmina Reza ist eine Beobachterin vom Feinsten: keine Gefühlsregung, keine Geste entgeht ihr, jeder Satz hat eine tiefe Bedeutung. Fast so spannend wie in einem Tatort-Krimi führt sie den Leser an den Schauplatz des Verbrechens heran und man ist begeistert von ihrem genauen Blick.
 

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Der Vergleich mit Khaled Hosseinis "Drachenläufer" ist absolut naheliegend. Man spürt Afghanistan und seiner Geschichte nach. Im Grunde genommen vergessen wir immer, wie weit und wie großartig die Kultur dort war, bevor die Taliban wieder das Land zurück ins Mittelalter katapultiert haben. Wie die Geschichte erzählt wird ist literarisch ein Glücksfall: die Erzählerin ist jung, sie sitzt in der transsibirischen Eisenbahn, das Ziel ist noch nicht bekannt. Hinter ihr liegt eine Flucht und ihre große Familie. Die Etappen dieser Reise sind mit Eindrücken gespickt, die schrecklich sind und wirklich nahe gehen. Es kommt der Moment, wo man als Leser erkennt, dass Samars Schreiben in ihrem Notizbuch der einzige Weg ist, die Reise zu Ende zu bringen, ohne die Familie zu verlieren. Mehr möchte ich nicht verraten, sonst würde ich diesem gelungenen Werk die Pointe vorwegzunehmen!
 

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Das Christine Lavant Jahr ist um und als Resultat ist diese Kärtner Autorin endlich wieder in aller Munde. Ihre Erzählungen waren für mich eine Offenbarung, denn Lavant macht es dem Leser nicht leicht. Mit ein bisschen Hintergrundwissen und mit mehrmaligem Lesen konnte ich mir Durchblick verschaffen. Lavants Welt ist die eines Kindes, das arm aufwächst und oft krank ist. Und doch ist die kindliche Erzählerin schlauer als die Erwachsenen im Dorf und aufgrund ihrer Aufmüpfigkeit hat Christine Lavant so manchen Bewunderer in der literarischen Welt gefunden, wie zb. Thomas Bernhard. Ich verehre sie auch, und werde mich jetzt ihren Gedichten widmen!
 

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Die Geschichte, die dieser berühmte portugiesische Autor erzählt, ist einzigartig. Ludo mauert ihre Wohnung zu, nachdem sie einen Einbrecher erschossen hat. Hoch oben, über den Dächern Luandas (Hauptstadt von Angola, ehemalige Kolonie Portugals ) lebt sie von der Hand in den Mund, zusammen mit ihrem Hund. Begeistert hat mich ihre Hühnerzucht. (Sie ist entstanden, weil sie mit einem Seil von einem unteren Balkon einen Hahn und eine Henne stibitzt hat.) Trotz ihres Überlebenstriebs währt der Krieg in ihrem Exilland, und nach Jahren kommen die Personen wieder in Ludos Haus zurück. Sie waren maßgeblich daran beteiligt, dass Ludo das Haus nicht mehr verlassen konnte. Auf Zettel und auf die Wände der Zimmer hält Ludo tagebuchartig ihre Gedanken fest. Teils hoch philosopisch und poetisch, teils sehr bodenständig entsteht ein Roman, der viel Wahrheit enthält und doch wieder phantastisch ist.
 

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Ich habe es mir angewöhnt, bevor ich eine neue Stadt erkunde, Informationen über den Ort einzuholen. Das geht am besten literarisch, in diesem Fall habe ich die Picus Lesereise zur Hand genommen. Danach hatte ich richtig Lust, so wie die Autorin Marlene Faro, Graz abseits des Reiseführers zu entdecken. Ich möchte die Doppelwendeltreppe in der Burg auf und ab schreiten, den Schlossberg auf allen vier möglichen Wegen erklimmen und von einer Straßenbahn überfahren werden. Nun gut, das hoffen wir nun doch nicht, obwohl ihre Gefahr recht verlockend beschrieben wurde. Graz wird für mich ein Abenteuer werden, die zweitgrößte Stadt Österreichs hat mehr zu bieten, als ich vermutet hätte.
 

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"Es war der "Rebbe", der entschied, dass ich keine englischen Bücher lesen und die Farbe rot tragen dürfe. Er isolierte uns, und er tat es, damit wir uns niemals mit der Außenwelt vermengen könnten. Wenn ich nicht dabei war, als diese vereinbarung getroffen wurde, warum bin ich dann immer noch verpflichtet, all diese Regeln zu befolgen?"
Deborah schafft es heraus aus der chasidischen jüdischen Sekte und sie verliert dadurch ihre ganze Familie. Nie hat sie alle dort herrschenden Regeln befolgen können, nie hat sie sich vollkommen integrieren können und trotzdem war es ein großer Schritt zurück in die Realität. Heute lebt sie mit ihrem Sohn in Berlin. Es war beeindruckend, wie klar sie ihr Leben mittlerweile sieht und wie mutig sie ihren Weg geht. Ihre Geschichte hat viele Menschen berührt, nicht nur aufgrund der harten Thematik sondern auch aufgrund Deborah Feldmans literarischen Fähigkeiten. Dieses Buch werde ich immer wieder lesen, um zu begreifen, mit welchen Mitteln Herrschaftssysteme arbeiten.
 

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Es gilt, einen Klassiker des 20.Jahrhunderts neu zu entdecken. Dezsö Kosztolanyi, dessen Roman Nero in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts für Furore sorgte und von Thomas Mann in den höchsten Tönen gelobt wurde, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern Ungarns. "Nero" besticht vor allem durch den Blickwinkel, wird hier doch nicht der brandschatzende und Christen mordende Kaiser portraitiert, sondern der nach höheren Weihen strebende Künstler, dessen Talent seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wurde. Sein Lehrer Seneca bildet den Gegenpol, seine Geliebte Poppea die treibende Kraft, die ihn letztlich zu seinen ersten Morden verleitet. Kosztolanyi erzählt in bildgewaltiger Sprache von einem einsamen Getriebenen auf dem Thron, der letztlich der Dekadenz seiner Zeit zum Opfer fällt.
Der Rowohlt Verlag hätte keinen besseren Zeitpunkt für die Neuveröffentlichung dieses Romans finden können!
 

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Wer bis jetzt noch kein Buch von Cassandra Clare gelesen hat, sollte spätestens jetzt damit beginnen! Ich bin großer Fan der Netflix-Serie "Shadowhunters sowie der darauf basierenden Buchreihe "The Mortal Instruments - Chroniken der Unterwelt". Als ich erfahren habe, dass ein Spin-off zu dieser Reihe kommen soll, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Aufgrund der Seitenanzahl von knapp 800 Seiten habe ich das Buch erstmal auf meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) verbannt, bis ich schließlich dazu gegriffen habe, und ich habe es auf keinen Fall bereut. Innerhalb von 2 Tagen war der Wälzer ausgelesen und ich absolut begeistert. Dieses Buch sprüht nur so voller Magie und ladet uns Leser in eine fantastische Welt ein, in der wir nicht nur Vampiren, Elben und Nymphen begegnen. Freundschaft, Familie und Liebe sind nur einige Aspekte, mit denen sich die Autorin befasst hat. Ein sehr lesenswerter Jugendroman, für Fans von Cassandra Clare und die, die es noch werden wollen.
 

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Achtung Schleudergefahr! Es erwartet Sie eine wild verworrene Provinzgeschichte aus der Steiermark, in der jeder ein Geheimnis zu haben scheint. Der einzige, der Licht ins Dunkel bringen könnte, der alte Kroisleitner nämlich, ist unter mysteriösen Umständen verstorben. Durch Zufall gerät ein Berliner Polizist in diese Geschichte und macht sich gemeinsam mit einem Kollegen beherzt an die Auflösung des Falls. Am Ende fragen sich die beiden gemeinsam mit dem Leser und dem Autor, ob sich die Mühe gelohnt hat. Die Antwort liegt im Ermessen jedes Einzelnen!
 

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"Der Schatten des Golem" von Eliette Abecassis ist ein Graphic Novel, der in der Zeit der Judenverfolgung im 18. Jahrhundert spielt. Durch die Zeichnungen meines Lieblingsillustrators Benjamin Lacombe erwacht diese Geschichte erst richtig zum Leben. Durch seine düsteren und fantasievollen Zeichnungen, die wir schon aus einigen Werken kennen, wird auch dieses Buch einzigartig, und kein Graphic Novel Fan sollte es verpassen, dieses Werk zu lesen.
 

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Diese Ausgabe spricht nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene Liebhaber schöner Illustrationen an.
Jedermann einfach und schön erklärt,man fühlt sich wie in Salzburg am Domplatz .
 

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Der österreichische Autor Paulus Hochgatterer hat hier ein kleines, feines Buch geschrieben, dessen Sprache allein schon bemerkenswert ist. Die Geschichte spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, wobei dieser stets im Hintergrund bleibt. Hochgatterer erzählt, wie ein ganz normaler Bergbauer zum Helden wurde, weil er einen russischen Kriegsgefangenen gerettet hat.
"Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war" sollte in keinem Bücherregal fehlen.
 

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Ich habe selten so gelacht wie bei dieser Liebeskomödie von Kerstin Gier. Diese Geschichte handelt von der tollpatschigen Kati, die zwar mit ihrem Lebensgefährten Felix eigentlich glücklich ist, aber der Alltag hat sich über die Jahre in ihr Liebesleben eingeschlichen. Felix ist zu oft arbeiten und interessiert sich zu wenig für sie. Als sie durch Zufall den attraktiven Künstler Mathias kennenlernt, wird Katis Leben komplett auf den Kopf gestellt.
Kerstin Gier schreibt wundervolle, humorvolle Bücher, die ich jedem für zwischendurch empfehlen kann.
 

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Kalkutta 1919: Die scheinbar festgefügte Kolonialordnung funktioniert noch, doch regt sich langsam Widerstand gegen die herrschende Ordnung, Terrorakte werden verübt, und es kommt zu Ausschreitungen. Vor diesem Hintergrund passiert ein Mord an einem hohen britischen Verwaltungsbeamten. Sam Wyndham hat im Ersten Weltkrieg alles verloren und versucht nun in Kalkutta einen Neustart. Er soll die Ermittlungen leiten und geht völlig unvorbelastet ans Werk, doch muss er bald feststellen, dass in Indien die Uhren anders gehen. Langsam kämpft er sich durch einen Sumpf aus Korruption und Vorurteilen, doch muss er einige Kompromisse mit dem System eingehen, um zu Ergebnissen zu gelangen.
Abir Mukherjee entwirft ein farbenprächtiges Sittengemälde einer untergehenden Weltordnung und verpackt darin einen spannenden Krimi, der auch komische Seiten hat - eine unbedingte Empfehlung!
 

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Zadie Smith ist sicherlich eine der interessantesten Schriftstellerinnen des englischen Sprachraums, und so wird jedes neue Buch von ihr als Ereignis gefeiert. Auch ihr neues Buch, auf das ihre Fans ziemlich lange warten mussten, enttäuscht nicht. Sie bleibt ihren Themen Gender, Rasse, Entwicklungspolitik und Freundschaft treu und verpackt dies alles in einen klassischen Entwicklungsroman, der seinen Figuren viel Raum lässt und auf jeder Seite authentisch und glaubwürdig ist.
Ein angenehm flüssig zu lesender Roman, der viele Themen aufgreift, ohne unnötig schwer zu werden! Demnächst auch auf Deutsch.
 

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Innsbruck 1567: Ferdinand II. zieht als neuer Landesfürst in Innsbruck ein, begleitet von seiner bürgerlichen Frau Philippine Welser, für die er Schloss Ambras zu einem Prachtschloss umbaut. Mit einem erzherzöglichen Trick macht er seine "Konkubine" zur Freiin von Zinnenburg. Nach glücklichen Jahren stirbt die geliebte, mildtätige (Liebhaberin aller betrübten Herzen) und heilpflanzenkundige Gemahlin und Ferdinand heiratet zum zweiten Mal. Als Landesfürst von Tirol ist er rege tätig: Feldherr gegen die Türken, Vorkämpfer der Gegenreformation, Kunstsammler und Reformator in Sachen Schule und Polizei. Michael Forcher hat hier eine wunderbare Biographie geschaffen. Das Buch ist spannend und sehr lebendig geschrieben. Man staunt über die Zustände im damaligen Tirol in Kirche und Gesellschaft, erfährt auch, wie es mit den Habsburgern weitergeht. Viele Bilder machen das Buch zu einem umfassenden detailreichen Werk. So geht Geschichte auch! Lassen Sie sich dieses Gustostückerl nicht entgehen!
 

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Callie Cahill (dieser Name!) kehrt nach Salem, den berühmt-berüchtigten Ort der Hexenprozesse von 1692 zurück. Sie will endlich herausfinden, was in jener Nacht vor 25 Jahren, in der ihre Mutter und zwei weitere junge Frauen ermordet wurden, wirklich geschehen ist.
Während Brunonia Barrys Debütroman "Die Mondschwimmerin" vor zehn Jahren zu meinen Lieblingsbüchern zählte, habe ich für ihr drittes Werk etwas Durchhaltevermögen gebraucht. Insgesamt war es für mich vielleicht ein Tick zu viel an Hokuspokus und Esoterik, aber ich habe mit Spannung verfolgt, wie Callie sich lange verdrängten Erinnerungen stellt und nach und nach immer mehr Verbindungen zu den historischen Ereignissen von 1692 ans Licht kommen. Und was Barry wirklich gut beherrscht: Die unvorhersehbaren Wendungen, die zum Schluss aber alle schlüssig sind.
 

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Maurice Maeterlinck war ein belgischer Schriftsteller und Dramatiker französischer Sprache; 1911 erhielt er den Nobelpreis für Literatur, unter anderem für dieses Werk. Sein erster Satz darin ist sehr aussagekräftig: „Ich habe nicht die Absicht, ein Buch über die Bienenzucht oder ein Handbuch für Bienenzüchter zu schreiben.“ Zwanzig Jahre lang hat sich Maeterlinck mit Bienen befasst, zwanzig Jahre beobachtet und Erfahrungen gesammelt, zwanzig Jahre hat er die Wunder im Bienenstaat erfasst, und dann behauptet er doch noch mit aller Bescheidenheit, nicht alles zu wissen. Das stimmt absolut nicht! Ein Bienenjahr ist in Zyklen unterteilt: das Schwärmen, die Staatsgründung, der Hochzeitsflugs, der Drohnenschlacht, etc. In einer sehr poetischen Sprache huldigt er diesem Gesellschaftstier, dass der Leser vor Ehrfurcht erstarrt und einsehen muss, dass der Mensch nicht an höchster Stelle steht. Es ist erwiesen, dass sich die Schöpfer der Fernsehserie „Biene Maja“ stark an Maeterlinck orientiert haben und es ist auch anzunehmen, dass Majas Bienenstock in seiner Zusammensetzung und Raumaufteilung der Wirklichkeit sehr nahe kommt. Ein Glück für die zahlreichen Kinder, die mit der Biene Maja aufgewachsen sind. Maeterlinck bezeichnet die Menschen als selbstsüchtig, während die Bienen absolut uneigennützig und selbstlos sind. Und das hat dieser großartige Schriftsteller schon vor über 100 Jahren erkannt!
 

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Esther und Quinn wohnen seit einem guten Jahr zusammen in Chicago, und sie verstehen sich gut. Doch als Esther auf einmal verschwindet und Quinn zu recherchieren beginnt, findet sie immer mehr Indizien, dass Esther nicht die ist, für die sie sich ausgibt. „Don´t you cry“ ist meiner Meinung nach eher ein Spannungsroman wie ein Thriller. Der „Thrill“ zeigt sich eigentlich erst gegen Ende des Buches, wobei das nicht heißen soll, dass das Buch langweilig ist. Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Die Autorin benutzt gewiefte „Cliffhanger“, um die Spannung nach jedem Kapitel zu steigern. Der Roman hatte so viele Wendungen, die mich beeindruckten, dass das Ende fast ein bisschen lahm erschien und Quinn war mir manchmal ein bisschen übertrieben naiv und ängstlich. Aber trotzdem lohnt es sich, in diesen Nervenkitzel einzutauchen!
 

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In dieser Gesamtausgabe in Form eines Comics sind die Protagonisten Tiere, und auch der Hauptcharakter ist ein großer, schwarzer Kater mit dem typischen Auftreten eines einzelgängerischen Ermittlers. Die Bilder sind detailreich und liebevoll gezeichnet, und auch die Dialoge zwischen den Charakteren sind sehr gelungen.
Ich finde dieser Comic sollte in keinem Comicregal fehlen. Da er meiner Meinung nach eine ganz außergewöhnliche Ausstrahlung hat. Um es einfach zu sagen: mein Comic des Jahres!
 

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Italien, 19. Jahrhundert. Contessa Livia ist jung, ihr Gemahl alt und begütert, ihr Charakter exzentrisch und selbstverliebt. Schon auf der Hochzeitsreise verliebt sie sich in den jungen Remigio, der aber seinerseits einen kleinen Harem unterhält. Sie verfällt ihm, er fordert Schmuck und Geld und sie brennt vor Liebe und Eifersucht.
Doch dann wagt er es, sie zu betrügen und ihre Rache ist grauenvoll.
Sehnsucht ist eine kleine, böse, feministische Novelle. Tolle Sprache!
 

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Dave Goulson hat sich sein ganzes Leben mit Insekten beschäftigt. Im ersten Kapitel beschreibt er seine Kindheit und welche Erlebnisse und Abenteuer ihn geprägt haben. Eigentlich hat er sich auf Hummeln spezialisiert, die fleißigen Bienen, die nicht nur die Blüten bestäuben sondern auch eifrig sammeln, werden nur nebenbei erwähnt. Und doch ist es faszinierend, Dave Goulson zu folgen. Viele Kontinente bereist er, einsame Insel, unberührte Naturschutzzonen, etc., immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Exemplaren. Seine wissenschaftlichen Entdeckungen werden mit amüsanten Reisebeschreibungen und Anekdoten bereichert, und er äußert sich auch sehr kritisch über die menschenverachtenden Katastrophen. Der menschliche Einfluss hat sich auf die Entwicklung der Bienen auf der ganzen Welt ausgewirkt: so ist es nicht erstaunlich, wenn er erwähnt, dass es gut möglich ist, dass in Zukunft die Bestäubung von Menschenhand ausgeführt werden muss. Und das Szenario kennen wir bereits von Maja Lunde (Roman: Die Geschichte der Bienen). In nur wenigen Jahren verschwanden Mitte der 90ger Jahre in Amerika auf einen Schlag eine ganze Gruppe von Hummeln. Interessant ist auch das Kapitel über die Krankheiten, die in einen Hummelbetrieb eingeschleppt wurden. In Amerika werden die Bienenstöcke für die Ernte angemietet (für Mandeln, Äpfel, Kirschen, etc.) und die Mietpreise für die Bienen sind bereits gestiegen. Manche Bienen legen im Jahr über 20.000 km auf dem LKW zurück. Fazit, das System steht kurz vor dem Kollaps und es braucht Menschen wie Dave Goulson, die uns darauf hinweisen!
 

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Mir gefällt einfach die Vorstellung, dass das Abrichten eines Falken viel mit Selbstbeherrschung zu tun hat und der Mensch kommt in den Kontakt mit der wilden Natur. Das neue Werk über die Falknerei ist nicht mit Helen Macdonald preisgekrönten Buch „Habicht“ vergleichbar. Viel eher ist es eine kurze Abhandlung, eine Kulturgeschichte der Falknerei. Trotzdem ist die Intention der Autorin, eine Verbindung zwischen Mensch und Natur herzustellen, "jede Begegnung mit der Natur ist eine Begegnung mit uns selbst“, lobenswert. Der Leser lernt viel über menschliches Denken, mystische Falken, ihren Flug, wie es ist ein Falke zu sein, über abgerichtete Falken und was ihre Existenz bedroht. Ein wissenschaftliches und überaus lehrreiches Sachbuch!
 

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Jeder kennt "Die Wand", doch genauso gut ist ein anderes Werk dieser großartigen österreichischen Autorin. Bereits im ersten Kapitel spürt man die Kraft der Poesie, die diesen Roman durchströmt. Meta ist noch klein, doch wie sie die Welt um sich herum beschreibt, lässt uns schnell umdenken. Sie führt uns zurück in ihre Kindheit und zeigt uns, wie besonders feinfühlig sie auf die Menschen und die Natur reagiert. Und wir begreifen zusammen mit ihr: Erwachsene verlernen das genaue Beobachten und sie bleiben oft stehen in ihrem Denken. Metas gutmütiger Vater kehrt in seinen Geschichten zurück in den Krieg, ihre Mutter träumt von einem Leben als große Dame, wird aber schnell zornig, wenn Metas Wissbegier in Erscheinung tritt. Überall muss sie sich in acht nehmen und Meta schwankt zwischen dem Wunsch geliebt zu werden, wenn sie brav ist und zu rebellieren und sich selber treu zu bleiben. Marlen Haushofer hat Gespür, die großen Erkenntnisse dieser Welt in Worte zu fassen.
 

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Kurt Arbeiter hat sich bereits als Journalist beim ORF als Ausnahmetalent bewiesen und seine Erfahrungen in Afrika als Leutnant fliesen in seine Erzählungen ein. Wenn ich Kongo, Tschad oder Somalia einen Besuch abstatten würde, dann wäre sein Buch meine Bibel, meine Gebrauchsanweisung für den Kongo!. Kurt Arbeiter ist kein Missionar, er bringt das nötige Verständnis mit. Während er sein abendliches Bierchen (Tempo) genießt, beobachtet er viel und äußert auch so manche Kritik an der gegenwärtigen Situtation. Kaum jemand besitzt soviel Kenntnis über diese Länder, denn er hat sie selber bereist. Der Leser begleitet ihn bei seinem Marathon oder seinen Reitturnieren, seine Abenteuerfreude und sein Humor ist ansteckend. Besonders beeindruckt hat mich sein Umgang mit Afrikanern. Und hin und wieder passt er sich ihrer Mentalität einfach an, verrückt wie er ist und paddelt einfach den Fluss hinunter. Er unterhält seine Leser, die trotzdem spüren, wie schwer es für ihn ist, dem Land beim Verfall zuzusehen. Blünderungen, Vergewaltigungen, Bürgerkriege, Bestechung und Diebstahl – Kurt Arbeiter beobachtet genau. Das Buch ist wunderschön bebildert und diese Fotos tragen dazu bei, dass man Kurt Arbeiter jedes Wort glaubt, jedes!
 

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Gleich vorweg: In diesem opulenten Backbuch sind etliche Rezepte, an die ich mich wahrscheinlich niemals heranwage, weil viel zu schwierig! Und auch bei den Backwerken, die ich erfolgreich gemeistert habe, muss ich mitunter herbe Niederlagen einstecken. "Iiiiih, das essen wir nicht, da ist Gurke drauf!" sagen die Kinder und bleiben auch stur, als ich versichere, dass es sich keinesfalls um Gurke, sondern um Limette handelt. "Zitroneneis esst ihr doch auch!" Naja, blieb mehr für die großen Gäste! Der Schokoladenkuchen mit Orange und der Überraschungskuchen kamen zum Glück besser an.
Eine klare Kaufempfehlung für alle, die ihre Gäste mit ausgefallenen Kreationen überraschen wollen, was dank der detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen auch gelingen sollte!
 

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Kühle Spannung aus dem hohen Norden – das richtige Buch für heiße Sommertage:
Zu Beginn wird im Winter 1988 ein junger Kommissar zu einem Fundort im Wald gerufen. Dort liegt die Leiche einer jungen Frau, die übel und grausam zugerichtet wurde. Dieses Opfer bekommt Tommy Bergmann im Laufe der Jahre nicht mehr aus dem Kopf. Weitere Morde folgen über Jahre. Und ein Mann hat die Morde gestanden.....
Oslo in der Vorweihnachtszeit im Jahr 2004, es schneit ununterbrochen. Eine junge Frau wird brutal ermordet. Kommissar Bergmann wird mit den Ermittlungen betraut und erinnert sich an die vergangen Morde. Tommy ist sich mit einem Mal nicht mehr sicher, den richtigen Mörder hinter Schloss und Riegel gebracht zu haben. Wann erscheint der dritte Band? Hoffentlich bald!
 

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Ich habe zu diesen Buch gegriffen in der Annahme, dass hier eine spannende Fantasy Story auf mich wartet. Aber ich fand mich plötzlich in einen rasanten Kriminalroman wieder, der in der Universitätsstadt Oxford spielt, wo sich alles rund um Korruption, Intrigen und Geheimbünde der englischen Obrigkeit dreht. Selten hat mich ein Buch so überrascht wie dieses. Ich hoffe wir werden noch viel von der Autorin hören, die es schafft eine Stadt so detailliert zu beschreiben dass man als Leser das Gefühl hat, selbst durch diese Straßen zu laufen.
 

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Nachdem mir bereits der erste Teil der Reihe sehr gut gefallen hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit den Gamble-Brüdern weitergeht. In diesem Band begleiten wir den zweitältesten Gamble-Bruder Chad Gamble, welcher ein sehr sympathischer und liebenswerter Charakter ist. Als Chad einen neuen Vorgesetzten bekommt, soll sich sein sonst sehr offenes Liebesleben schlagartig verändern, denn er muss eine vorgetäuschte Beziehung mit der schlagfertigen Bridget Rodgers eingehen, die sich nicht so leicht um den Finger wickeln lässt. Bridget mochte ich besonderes gern, da die Autorin hier einen weiblichen Charakter mit Rundungen und einem gesunden Selbstbewusstsein geschaffen hat. Ich fand es etwas schade, dass die Autorin bei diesem Roman die auktoriale Erzählperspektive verwendet hat, da die Charaktere dadurch etwas oberflächlich bleiben und wir sie nicht so gut kennen und lieben lernen können, wie ihre Charaktere aus der Wait for you-Reihe. Dennoch handelt es sich hierbei um eine lockerleichte Liebesgeschichte, die sich mit ihren knapp 300 Seiten in einem Rutsch lesen lässt. Für alle Fans von J. Lynn auf jeden Fall ein Muss. Die Autorin beweist auch hier wieder ihr Schreibtalent und ihren sagenhaften Humor.
 

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Dieses Buch ist nicht umsonst bereits seit Wochen auf den Bestsellerlisten, denn es ist wirklich ein fulminanter Roman! Wie es die Autorin schafft, drei Handlungsstränge zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Schauplätzen am Ende miteinander zu verknüpfen, ist schon beeindruckend. Und das Thema des Bienensterbens ist ja leider höchstaktuell! Wir erleben mit, wie William in England 1852 immer wieder versucht, eine Standardbeute für die Bienen zu konstruieren; wie George 2007 in Ohio seine Bienenstöcke hegt und pflegt und dann fast alle Bienen durch CCD sterben und letztendlich Tao, die im Jahr 2098 in Sichuan lebt, wo es keine Bienen mehr gibt und die Bäume händisch bestäubt werden müssen ...Lesen Sie diesen Roman und pflanzen Sie Blumen!
 

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Maria Theresia ist derzeit in aller Munde. Jährt sich doch heuer der Geburtstag dieser großen Monarchin und Reformerin zum 300. Mal. Dieser Katalog zur Jubiläumsausstellung befasst sich mit den Exponaten in den vier Veranstaltungsorten: Schloss Hof, Schloss Niederweiden, Hofmobiliendepot und der Kaiserlichen Wagenburg im Schloss Schönbrunn. Das großformatige Buch bietet aber noch viel mehr: Neben einer wirklich sehr reichen Bildersammlung erfährt man in vielen breitgefächerten Beiträgen namhafter ExpertInnen Wissenswertes und ganz bestimmt auch Neues über Maria Theresia, ihre Zeit, ihre Familie, ihre Regierungsgeschäfte, ihre Reformen, ihre Siege und Niederlagen. Ich habe staunend durch dieses wunderschöne Buch geblättert und viel Lust bekommen, eine oder mehrere Ausstellungen zu besuchen.
 

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Als Leser ist man gerne ein Teil der Geschichte, man bildet sich seine eigene Wahrheit und stellt Vermutungen an. Wie in den Romanen von Joel Dicker glaubt man auch bei Paula Hawkins nach jedem Kapitel die Wahrheit zu kennen, bzw. wer die Frauen von der Klippe gestoßen hat, aber es werden die Machenschaften von immer mehr Dorfbewohnern offen gelegt, sodass alles nicht mehr zusammen stimmt. Und das Ende hält noch eine besondere Überraschung für uns bereit. Paula Hawkins hat nach "Girl on the Train" bewiesen, dass sie für Spannung steht und außergewöhnlich gute, durchdachte Plots erfindet. Hoffentlich wird auch wieder ein Spielfilm daraus gemacht!
 

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Liebe LeserInnen! Wie lange haben wir auf einen Roman gewartet, der uns an David Nichols „Zwei an einem Tag“ erinnert! Alice Adams macht hier alles richtig: 4 Freunde, die die Studienzeit in Bristol verbindet, schaffen es über zwanzig Jahre lang, die Freundschaft aufrecht zu erhalten. Alle ein bis zwei Jahre erfährt der Leser, wie es ihnen so geht, was sie beschäftigt, wie sie ihre Hürden gemeinsam meistern und welche Ziele sie umsetzen konnten. Dieser Roman ist wirklich schön und manche LeserInnen werden sicher ein paar Tränen verdrücken! „Als wir unbesiegbar waren“ bleibt dem Leser in Erinnerung, da dieser Roman im Schnelldurchlauf ausdrückt, wie das Schicksal unsere Träume verändert!
 

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Dieser wunderbare Klassiker des späten 19. Jahrhunderts ist für mich schon seit Jahren Pflichtlektüre im Sommer! Es ist immer wieder amüsant, die drei Gentlemen Harris, George und J. auf ihrer Bootsfahrt die Themse entlang zu begleiten. Stoisch und stets geschmackvoll gekleidet stellen sich die drei Stadtmenschen den Tücken der Natur, niemals verlieren sie ihren knochentrockenen Humor.
Also: einsteigen und mit rudern!
 

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Es ist nun 20 Jahre her, dass Arundhati Roy mit ihrem Roman "Der Gott der kleinen Dinge" die literarische Welt im Sturm eroberte. Es folgte ein bis dahin selten da gewesener Hype mit Preisen (vom Booker Prize abwärts) und Millionenverkäufen. In den Folgejahren wurde es eher still um die Autorin, die sich dann mit politischen Streitschriften zurückmeldete. Und nun (endlich) wieder ein Roman - oder doch nicht? Die Hauptthemen sind einerseits die indische Transgender Community und andererseits der Kashmir Konflikt. Erzählt wird eine Vielzahl an Geschichten, die um diese Themenkomplexe kreisen und sich immer wieder überschneiden. Formal handelt es sich eher um eine Hybridform aus romanhaften Elementen mit Sachbuch-ähnlichen Einsprengseln, sowie lyrischen Zitaten. Literarisch eher durchwachsen, dafür aber inhaltlich anspruchsvoll und fordernd - als Leser kommt man schlussendlich voll auf seine Kosten. Der Roman erscheint im August 2017 auch auf Deutsch!
 

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In dem Thriller "Mörderhotel" schreibt Wolfgang Hohlbein über den wohl grausamsten Serienmörder in der Geschichte. Kein Wunder, dass die Geschichte demnächst verfilmt werden soll - mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle als Hermann Webster Mudgett. Schon das Buch war für mich ganz großes Kino. In über 800 Seiten hält Hohlbein die Spannung stets aufrecht und es wird auf keiner Seite langweilig. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann es nur weiterempfehlen. Es ist allerdings nichts für schwache Nerven, denn teilweise ist es wirklich brutal und blutig, der Autor geht stellenweise mehr als notwendig gewesen wäre ins Detail. Trotzdem ein absolutes Muss für alle Hohlbein Fans!
 

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Ein Mord in Salzburg: Ein unangenehmer Zeitgenosse mit krimineller Vergangenheit wird grausam in seiner Wohnung getötet. Die Ermittler vom Dezernat Leib und Leben der Polizei werden hinzugezogen. Ein weiterer Mord in Salzburg: Eine Hebamme wird in einem Bach ertränkt. Beatrice Kaspary und Florin Wenninger bearbeiten die beiden Todesfälle. Wenig später werden die beiden zum nächsten Tatort am Aigner Friedhof gerufen. Beatrice erkennt schnell, dass diese Todesfälle mit ihr zu tun haben. Und sie direkt zu einem persönlichen Fall aus ihrer Vergangenheit führen. Der vierte Fall mit dem sympathischen Ermittlerduo Beatrice und Florin ist spannend und kurzweilig geschrieben. Das Ende ist überraschend und man kann sich schon auf den fünften Band der Wiener Autorin freuen.
 

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Endlich ist er da, der lang ersehnte fünfte Band der schwedischen Bestsellerautorin Kristina Ohlsson. In dieser Story zieht einen die charmante Ermittlerin Frederika Bergmann zusammen mit ihren Kollegen Peter Rydh und Alex Recht wieder einmal in ihren Bann. Diesmal ermittelt das Trio in gleich zwei Morden, wo einer schrecklicher ist als der andere und auch auf die Ermittler wartet in diesem Teil der Serie eine spannende Reise, denn alle Spuren führen in das weit entfernte Israel. Ein wirklich aufregender und gut geschriebener Kriminalroman.
 

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Adrian, frustriert von seinem Leben, lernt bei einer Bildungsreise in Prag Vera kennen. Zunächst funktioniert er weiter in seinem Alltag: Eigentlich sollte er sich mehr um seine todkranke Frau kümmern, die zuhause gepflegt wird, öfters seine demente Mutter im Heim besuchen, sich mehr um seine beiden Söhne bemühen, seine ganze Korrespondenz aufarbeiten und an seinen wissenschaftlichen Aufsätzen schreiben ... Aber Vera scheint so anders zu sein. Sie, in einer unglücklichen Ehe und mit Kindern, studiert heimlich und ist ebenfalls sofort von Adrian fasziniert. So beginnen sie, sich leidenschaftliche Briefe zu schreiben. Und ein Wiedersehen soll beiden das erhoffte Glück bringen. Der Autorin gelingt es meisterhaft, Adrians Schwäche im Leben und für Vera zu beschreiben und die Personen mit all ihren Problemen zu schildern!
 

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In diesem "coming of age" Roman lernen wir eine andere Seite kennen, wie es ist, in einem Einwanderviertel in Amsterdam aufzuwachsen. Als Marokkaner schafft er es als einer der wenigen auf das Gymnasium, seine Liebe zu klassischer Musik und zu seinem Flügel machen ihn aber zusätzlich zu einem Außenseiter. Besonders schwierig ist es für Samir, wie seine Eltern in die Moschee zu gehen bzw. an Allah zu glauben. Sam muss sich immer entscheiden, welches Leben ihm wichtiger ist: als Krimineller (wie sein älterer Bruder) oder die Matura schaffen. Mano Bouzamours autobiografischer Debütroman ist sehr ehrlich und aufwühlend geschrieben und wurde deshalb bereits viel diskutiert. Doch diese Authentizität schadet niemanden!
 

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Dieses Buch enthält zwei Romane, die aber früher schon als Einzelband erhältlich waren. Meiner Ansicht nach stehen die Liebe zum Dosenöffner und die Entdeckerneugier der Tiere im Vordergrund. Andrea Schacht hat das Buch aus der Sicht der Katzen geschrieben, was mir sehr viel Spaß machte beim Lesen. Erinnert hat es mich ein bißchen an "Glennkill" von Swan. Die Gedankengänge der Katzen sind meist sehr amüsant und trotzdem überzeugend "Katzisch". Beide Geschichten waren sehr nett geschrieben, und ich werde auch in Zukunft noch weitere Bücher von Andrea Schacht lesen.
 

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Ich muss gestehen, dass mir die chilenische Autorin zwar namentlich bekannt war, ich aber noch nie etwas von ihr gelesen hatte. Ihr neuester Roman motiviert mich allerdings, mir auch die restlichen auf deutsch vorliegenden Bücher vorzunehmen. Es handelt sich um eine hervorragend erzählte Geschichte, die Spannung, Liebe und Poesie miteinander verbindet und das in einer großartigen Übersetzung (es muss bei dieser bildhaften Sprache schwierig sein, immer die passenden Äquivalente zu finden) - eine der für mich lohnendsten Entdeckungen in letzter Zeit!
 

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"Franz Joseph und die Frauen“ - ein immer wieder spannendes Thema! Ich musste das Buch sofort lesen und es hat sich mehr als gelohnt! Hier geht es aber nicht (nur) um amouröse Affären, sondern um alle wichtigen Frauen im Leben des Kaisers. Sophie - seine sehr dominante strenge Mutter, die mit ihrer Erziehung sein Wesen maßgeblich geprägt hat; Sisi, seine große Liebe - er schreibt ihr bis zu ihrem plötzlichen Tod liebevolle, sehnsuchstschwangere Briefe - er liebt sie sein Leben lang, er verehrt sie, aber er versteht sie nicht. Ein weiteres Kapitel widmet sich seinen Töchtern Gisela und Marie Valerie. Auch deren weiterer Lebensweg wird beleuchtet. Seine Lieblingsenkelin Elisabeth Marie, genannt Erzi (Tochter von Kronprinz Rudolf) lässt den Kaiser gütiger werden, er verwöhnt sie, obwohl sie sich einiges leistet! Und dann seine amourösen Affären: Anna Nahovski, sie ist fast 30 Jahre jünger und eine einfache Frau aus dem Volk. Er kauft ihr ein Haus nahe Schönbrunn, um sie in den Morgenstunden heimlich besuchen zu können. Es wird heute noch gemunkelt, dass er der Vater ihrer Tochter sein könnte. Und schließlich Kathi Schratt, Schauspielerin, Lebedame, Schuldenmacherin. Sie muss wirklich eine bezaubernde Frau gewesen sein, gleich mehrere Herren rittern um ihre Gunst und legen ihr Schmuck, Häuser sowie ihre Herzen zu Füßen. Glühende Briefe beweisen das. Auch der Kaiser verfällt ihr, hat sie jedoch nie für sich allein. Es ist ein Phänomen: einerseits ist er krank vor Eifersucht, andererseits versteht er, dass die Kathi manchem Verehrer ob dessen Interessantheit gar nicht ausweichen kann. Und doch begleitet sie ihn auch im Alter und eilt an sein Totenlager. Friedrich Weissensteiner hat fast eine Biografie geschrieben. Viele Briefe sind zitiert, Bilder lockern das Buch auf und ich habe mir noch viel mehr davon gewünscht!"
 

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Im siebten Fall wird das Team vom Sonderdezernat Q mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Eine alte Dame wird brutal in einem Park ermordet. Zur gleichen Zeit werden junge Frauen von einem wild gewordenen Autofahrer über den Haufen gefahren. Vizepolizeikommissar Carl Morck und sein Team werden hinzugezogen. Langsam kristallisiert sich heraus, dass diese unterschiedlichen Fälle miteinander zu tun haben. Auf die Hilfe von ihrer Kollegin müssen Assad, Carl und Gordon leider verzichten. Denn Rose Knudsen fällt aus gesundheitlichen Gründen aus, da sie der letzte Fall sehr mitgenommen hat. Nach ihrem letzten Bericht verschwindet sie und begibt sich in ärztliche Behandlung. Dennoch kann ihr nicht geholfen werden, Rose kämpft verzweifelt mit der Hilfe ihrer Kollegen gegen ihre Vergangenheit an. Sehr rasant, spannend, berührend und aufwühlend.
 

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Dieser Autor hält den Leser in Atem: Erst fast gegen Ende erfahren wir, was sich im oberen Stock des Nachbarhauses abgespielt hat. Und das ist Folter pur. Man muss ihn ja bewundern, wie talentiert er seine Szenen aufbaut und wie vielseitig seine Themen sind. Michael verliert seine Frau Caroline, die als Journalistin im Pakistan gearbeitet hat und er flüchtet nach London, wo er seinen neuen Nachbarn schnell näher kommt. Je mehr wir über Michael (ein Schriftsteller), Josh und Samantha erfahren, umso neugieriger wird man. Oft gibt es keine Worte für Krieg, für die Finanzkrise, für den Verlust des Ehepartners, doch Owen Sheers geht all diesen Themen intensiv auf den Grund, er schaut hinter jede Tür!
 

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Dieser Roman hat mich sehr berührt. Evelyn Grill führt uns ruhig aber zielstrebig an das Thema heran: Adrian und Vera, beide erleben ihre Ehe als etwas Schweres. bei Adrian ist es der nahende Tod seiner Frau, mit der er sich aber schon lange nicht mehr verbunden fühlt, Veras Mann versteht ihre Gedichte nicht und sie verheimlicht ihm ihr Studium der Rechtswissenschaften. Deswegen ist ihre Begegnung in Prag eine Fügung des Schicksals und beide stürzen sich in diese Liebe. Adrian kann seine Sehnsucht in Briefen zum Ausdruck bringen und Vera errötet wie ein Schulmädchen. Für einen kurzen Moment können sie ihren Alltag vergessen. So auch der Leser: man tritt ein in eine Welt, die aus Luft und Liebe besteht!
 

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Haben Sie schon einen Krimi in Ihre Badetasche gepackt? Nehmen Sie diesen! Sarah und Angus ziehen nach dem tragischen Tod ihrer Tochter Lydia auf eine einsame Insel. Lydias Zwillingsschwester Kirstie behauptet aber plötzlich steif und fest, sie sei Lydia, die falsche Tochter sei begraben. Und während Novembernebel die Insel umhüllen, wird Sarahs Beklemmung immer stärker und mysteriöse Dinge nehmen ihren Lauf ...Es wird Ihnen mehr als nur ein kalter Schauer über den Nacken laufen ... aber im Strandbad dürfte das genau das Richtige sein - gruseliges Lesevergnügen!
 

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Am Eindringlichsten ist die erste Novelle des in Dublin geborenen Schrifstellers. Der letzte Tag im Leben eines Mannes wird aus allen Blickwinkeln durchleuchtet: bevor er sich mit seinem Sohn zum Essen trifft, treffen wir seine Haushälterin, wir erfahren, wie seine Ehe und seine Kariere als Richter gelaufen ist. Auch die Polizei sieht sich die Aufnahmen des letzten Tages an und versucht herauszufinden, wieso und vor allem wer den alten Mann vor dem Lokal niedergeschlagen hat. Wie ein Gerichtsprozess mit einem überraschenden Ende. Überzeugt hat mich auch die Erzählung über die Nonne, die nach Jahren wieder auf ihren Peiniger trifft. Dieser Autor ist großartig, denn er erzählt von Menschen, die eine besondere Lebensgeschichte zu bieten haben.
 

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Plötzlich kommt kein Strom mehr aus der Steckdose – und das im Winter! Nach und nach brechen alle Stromnetze in Europa zusammen, die Menschen warten vergebens auf Licht, funktionierende Heizungen, warmes Wasser und Geld aus dem Bankomaten...........Sind hier Terrorristen am Werke?
In Mailand entdeckt Piero Manzano, dass sein Smart Meter manipuliert wurde. Der Informatiker versucht daraufhin, die zuständigen Behörden zu informieren, er wird aber nicht ernst genommen. Durch Zufall bekommt er Hilfe von Sonja Angström. Die schwedische EU-Mitarbeiterin ermöglicht ihm den Kontakt zu Francois Bollard. Der französische Europol-Kommissar erkennt die Gefahr, die mittlerweile einen Kontinent ohne Strom in einen riesigen Krisenherd umgewandelt hat. Und die Bevölkerung wird auch nicht ausreichend informiert. Durch diese extreme Situation gerät die Welt schnell aus den Fugen.
Dieser spannende Science-Thriller ist beängstigend aktuell, der österreichische Autor hat sehr gut recherchiert und schon 2008 die Arbeit an diesem Buch begonnen. Als LeserIn möchte man gleich ins nächste Geschäft gehen, in rauen Mengen Kerzen und Batterien kaufen!
 

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Tom Malmquist schreibt in diesem Roman über sein Leben: Über den Verlust seiner Frau Karin Lagerlöf, die nach der Geburt ihrer Tochter Livia stirbt. Und wie er dann alleine mit dem Alltag zu recht kommen muss. Es ist einzig seine Tochter Livia, die ihn Tag für Tag leben lässt. Dann stirbt auch noch sein Vater ... Viele Erinnerungen, die in Rückblenden erzählt werden - nicht chronologisch, sodass es oft schwierig ist zu erkennen, in welchem Jahr wir uns gerade befinden. Scheinbar emotionslos erzählt der Autor, und doch sind wir mitten drin und ganz nah bei ihm.
 

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Mein Lieblings - Isländer verknüpft in seinem neuen Roman zwei Fälle miteinander. Ein aktueller Mord führt die beiden Ermittler Erlendur und Marian auf die amerikanische Militärbasis, wo sie mit diplomatischen Problemen konfrontiert sind und nur unwillig Zutritt erhalten. Parallel dazu ermittelt Erlendur im Fall eines Mädchens, das in den Fünfziger Jahren spurlos verschwand. Der neue Krimi Indridasons zeichnet sich wieder durch atmosphärische Dichte und Detailreichtum aus, der einen sowohl mitten in das isländische Leben der Nachkriegszeit als auch den abgeschotteten Alltag auf der amerikanischen Militärbasis versetzt.
 

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Die „Again“-Reihe von Mona Kasten geht endlich weiter. Zurück in Woodshill begleiten wir diesmal Dawn, ein Nebencharakter, den wir bereits aus „Begin Again“ kennen. Ich habe Dawn bereits im ersten Teil ins Herz geschlossen und mich deshalb unglaublich gefreut, dass Mona ihr in „Trust Again“ die Chance gibt, ihre eigene Geschichte zu erzählen.
Natürlich gibt es auch diesmal einen männlichen Protagonisten. Spencer ist hartnäckig, gutaussehend und lässt sich nicht so schnell aus der Fassung bringen. Er ist ein unglaublich humorvoller Charakter, und ich musste öfters beim Lesen laut über seine Bemerkungen lachen. Sein großes Ziel ist es, Dawns Herz für sich zu gewinnen, das stellt sich aber als schwieriger heraus als gedacht, denn Dawn hat der Männerwelt abgeschworen und möchte sich erstmal sich selbst und ihrem Studium widmen. Gar nicht so leicht bei einem Charakter wie Spencer Cosgrove! Mit diesem Buch hat es die Autorin wieder geschafft mich zu begeistern, und ich werde auf jeden Fall auch noch den letzten Band dieser Reihe lesen.
 

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Alles beginnt recht harmlos mit einem vergessenen Termin, doch entwickelt sich daraus eine persönliche und familiäre Katastrophe für den Protagonisten, einen Universitätsprofessor für Geschichte in Oxford und New York. Zunächst denkt er an ein neurologisches Problem, doch recht bald gelangt er zu der Überzeugung, dass jemand seinen Computer manipuliert haben muss. Immer tiefer verstrickt er sich in seinen Verfolgungswahn und versucht mithilfe seines Tagebuchs zu rekonstruieren, warum er zum Ziel totaler Überwachung werden konnte. Spannend wie ein Thriller, gut gezeichnete Charaktere und ein Plot, der einen nachdenklich stimmt - eine tolle, sehr zeitgemäße Lektüre!
 

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Kennen wir das nicht schon?? Auguren, mächtige Magier mit der Sehergabe, in einem erbitterten Kampf geschlagen und ihrer Herrschaft beraubt. Nach der Machtübernahme stellt man diese Gabe unter die Todesstrafe. Doch, oh welch ein Wunder, unsere Hauptprotagonist, der junge Davian findet heraus, dass er genau über diese Gabe verfügt. Und zu aller entsetzen regt sich dann auch noch ein allseits bekannter Feind zurück. Naja, über die Handlung dieses Buches bin ich in schon in so manchen Fantasyromanen gestolpert. Wobei ich aber sagen muss, dass der Autor, die Story wirklich überzeugend schildert. Meines Erachtens manchmal ein bisschen langatmig, jedoch erzielt er immer wieder einen WOW-Effekt. Gut gelungene Fantasy für Zwischendurch!
 

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Am Anfang muss ich mal sagen, bei der Menge, die ich lese, ist mir Marie Force ein bisschen zu schnell mit dem Schreiben. Ich komme schon gar nicht mehr nach. Nun liegt uns also schon der 4. Teil der Lost-in-Love Serie vor: Die Geschichten um die Geschwister im Green Mountain State. Wie wir sie kennen und lieben gelernt haben, beginnt auch dieser Teil wieder einem der Kinder der Abbotts, und dieses mal ist es Hunter, den wir begleiten. Wieder einmal ein toller liebenswürdiger Charakter, den man gleich ins Herz schließt. Force weiß, wie sie ihre Charakter beschreiben und "Leben" einhaucht. Ein toller Folgeband, der nichts an der Stärke der ersten drei eingebüßt hat.
Auch wenn die Geschichten alle in sich abgeschlossen sind, sollte man die Romane der Reihe nach lesen. Sonst hat man gleich auf den ersten Seiten einen Spoiler.
 

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Schweden, Stockholm, Vorstadt Bergort: Hier lebt Fadi mit seiner Familie, die aus Afghanistan eingewandert ist. Der junge Mann gerät auf die schiefe Bahn, um dann in den Fängen von Islamisten zu landen. Sie ziehen ihn so in ihren Bann, dass er im Namen Allahs in den heiligen Krieg ziehen will. Und in der Vorstadt brennen Autos und Schlägertrupps verwüsten Bergorte.
USA, New York, Brooklyn: Fadis Schwester Yasmine erhält von ihrer Mutter die Nachricht, ihr Bruder wird vermisst. Sie verlässt ihr amerikanisches Leben und sucht in Stockholm nach Fadi.
England, London: Klara Walldeen lebt und arbeitet hier. Ihre Vergangenheit zu bewältigen, fällt ihr schwer. Klara wird in London ihr Computer gestohlen, ihr amerikanischer Kollege kommt tragisch ums Leben. Ein Kongress führt sie nach Stockholm, dort trifft sie Yasmine........
Zander zeigt erschreckend realistisch und aktuell die Folgen von Manipulation und Radikalisierung in der Gesellschaft. Ein spannender, starker und authentischer Politthriller!
 

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Ein Flussbecken, das im Mittelalter Schauplatz diverser Hexenproben war, und in dem sich jahrhundertelang Frauen ertränkten bzw.ertränkt wurden, ist das Forschungsgebiet von Nel Abbott. Eines Tages wird ihre Leiche an dieser Stelle aus dem Wasser gefischt. Kurz zuvor kam dort die beste Freundin ihrer Tochter ums Leben. Aus den verschiedensten Erzählperspektiven werden die beiden Todesfälle rekonstruiert, und Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen entwickelt sich eine erstaunliche Geschichte, die mit vielen überraschenden Wendungen gespickt ist, und erst ganz am Schluss aufgelöst wird. Ebenso raffiniert und lebendig wie der Erstling der Autorin, die mit Girl on the Train einen internationalen Bestseller landen konnte.
 

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Jetzt also Band 8 der Sandham-Reihe. Dieses Mal wollte sich die gewohnte Schwedenurlaub-Atmosphäre bei mir nicht so richtig einstellen. Dazu häufen sich einfach zu viele dramatische Ereignisse im Schärengarten. Der rote Faden der Vorgänger-Bände, nämlich die Freundschaft zwischen Thomas und Nora, ist etwas verblasst. Tatsächlich treffen sie sich während der gesamten Handlung gerade 2x. Das entzückende Sandham kommt quasi gar nicht vor; das ist aber wahrscheinlich nur gut, denn sonst würde ich vermutlich beanstanden, dass sich auf einer so kleinen Insel doch unmöglich ständig solch fürchterliche Verbrechen ereignen können.
Trotz allem ist auch dieser Band gewohnt spannend und die kurzen Kapitel lassen einen immer weiter und weiter lesen. Wie so oft spinnt Frau Sten mehrere Handlungsstränge, die sich zum Schluss hin verknüpfen und (auch wie immer) dank Nora aufgelöst werden können.
Ärgerlich: die vielen, vielen Fehler bei der Kapitel Datierung! Hier bin ich gespannt, ob andere Leser auch darüber stolpern!
 

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„Geschrieben mit explosiver Kraft und einer glühenden Leidenschaft für Balzac.“ So Karl Ove Knausgard. Die explosive Kraft entfaltet sich erst gegen Ende, so meine Meinung. Als Leserin habe ich mich immer wieder gefragt, wieso ich noch an diesem Roman dranbleibe. Und hier die Gründe: es sind die schrägen Charaktere, die einem teilweise auf die Nerven gehen (zb. Rudi!), doch je mehr sie quasseln, umso besser versteht man sie dann. Der Roman ist auf 3 Tage konzentriert und die Figuren haben mehr oder weniger miteinander zu tun. Oft kann man sich die Verfilmung des Stoffes sehr gut vorstellen, so lebendig erscheinen uns die Ereignisse in einem kleinen Dorf in Norwegen. Und selbstverständlich bin ich schon zu alt für die Themen, die Tore Renberg anspricht, aber das behaupte ich jetzt mal ganz frech!
 

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"Ich schreibe Ihnen diese Zeilen, um Ihnen zu versichern, dass ich noch existiere." So beginnt einer der Briefe, die Maria Theresia an ihre geliebte Hofdame Sophie Enzenberg schrieb. Wenn Sophie auch nur kurz an Maria Theresias Seite war, so entwickelte sich doch zwischen den beiden Frauen eine innige Freundschaft über viele Jahre. Die Monarchin berichtete ihrer Freundin politische Geschehnisse, sie plante und organisierte mit ihr die Hochzeit ihres Sohnes Leopold in Innsbruck (Sophies Mann, Kassian Enzenberg war Gouverneur/Statthalter in Innsbruck) und schüttete ihr auch immer wieder ihr Herz aus, besonders nach dem plötzlichen und tragischen Tod ihres Gemahls Franz Stephan von Lothringen, der sie völlig aus der Bahn warf. Leider war es den beiden Frauen nicht vergönnt, sich noch einmal persönlich zu treffen; beide waren nicht mehr jung, Sophie bei schlechter Gesundheit und eine Reise von Tirol nach Wien war damals ein langes und unbequemes Unterfangen. Aber die Zuneigung zueinander blieb, Maria Theresia bat ihre Freundin immer wieder “Liebet mich immer”.
Besonders in diesen Tagen, in denen sich der Geburtstag von Maria Theresia zum 300. Mal jährt, gibt es viele Bücher über die große Monarchin. Dieses ist etwas Besonderes: Einige der Briefe sind abgedruckt, der Leser kann staunend die Handschrift der Monarchin sehen, geschrieben wurde ja in Französisch, aber wenn es eilig war oder besonders aufregend, dann wurden auch deutsche Sätze eingeflochten. Das Buch ist sehr unterhaltsam, einfach schön und leicht zu lesen. Die Autoren haben in wunderbarer Art und Weise viele geschichtliche Geschehnisse rekonstruiert und entführen den Leser in eine längst vergangene Zeit. Absolut lesenswert!
 

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"Hasenjagd" von Lars Kepler ist erst mein zweites Buch des Ehepaars, das sich hinter dem Pseudonym Lars Kepler verbirgt. Aber ich werde die Reihe über die beiden Kommissare Joona Lina und Saga Bauer definitiv weiterlesen, denn dieser Band war hervorragend. Spannend von der ersten Seite weg und das zieht sich weiter über die ganzen fast 700 Seiten dieses Thrillers. Für mich waren in „Hasenjagd“ Rex, der als Starkoch fürs Fernsehen arbeitet und sein homosexueller Sohn Sammy die eigentlichen Stars. Die Vater-Sohn Beziehung ist in diesem Buch meiner Meinung nach ein großes Thema, das mich sehr berührt hat. Ich freue mich auf jeden Fall auf den siebten Band der Reihe und hoffe, dass wir in Zukunft nicht nur von Saga und Joona hören, sondern eventuell auch nochmal von Rex. Ich rate daher allen Krimi Fans, einmal einen Lars Kepler zu lesen, und es ist egal mit welchem Band man anfängt. Es ist aber von Vorteil, wenn man wenigsten den 1. Band, „Der Hypnotiseur“ kennt.
 

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Wir schreiben das Jahr 1901. In Pisa soll Puccinis Tosca in Anwesenheit des Königs aufgeführt werden, doch ergeben sich diverse Schwierigkeiten, denn künstlerische Intrigen und Sicherheitsbedenken drohen das Unternehmen scheitern zu lassen. Auch eine Bande von Anarchisten möchte zum Misslingen der Aufführung beitragen. Schließlich hebt sich aber doch der Vorhang, und es kommt zur Katastrophe... Der Autor mischt immer wieder Anekdoten aus der Welt der Oper und Originalzitate aus der Zeit in den Text, und so ist für skurrile Unterhaltung für zwischendurch bestens gesorgt.
 

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Der 7. Band der „Wait for you“-Reihe ist endlich da, und ich fiebere schon seit letztem Jahr auf diesen Band hin. J. Lynn gehört zu einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen, da ihr Schreibstil und ihre Geschichten mich immer wieder in den Bann ziehen. Egal, ob Jugendbuch (Obsidian-Reihe- schreibt sie unter dem Namen Jennifer L. Armentrout) oder ihre Erwachsenenromane, ich lese wirklich jedes Buch von dieser sagenhaften Frau, da sie es schafft, ihre Charaktere so lebendig zu gestalten, dass man am liebsten mit ihnen befreundet wäre. Dieser Band handelt von Brock und Jillian, die man schon in den Vorgängerbänden kennen gelernt hat. Jillian und Brock sind schon seit Kindertagen befreundet und eigentlich unzertrennlich, aber durch gewisse Umstände werden die beiden getrennt und treffen erst nach Jahren wieder aufeinander. Ob die beiden wieder zueinanderfinden und aus dieser Freundschaft mehr wird, müsst ihr natürlich selber herausfinden. Die Cover dieser Reihe lassen schnell vermuten, dass es sich hier um einen Erotikroman handelt, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn ich selbst gehöre nicht unbedingt zu den Liebhabern dieses Genres. Erotik spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Das Augenmerk ist hierbei vielmehr auf die Charaktere gelenkt und auf ihre jeweiligen Entwicklungen, zueinander und zu sich selbst. Wer also gerne Liebesromane mit starken weiblichen Protagonisten liest, die sowohl traurig als auch einfühlsam und witzig sind, kann mit dieser Reihe absolut nichts falsch machen.
 

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Ein Thriller, in dem es darum geht, das Netz des Bösen aus Korruption und Mord, in welches durchaus ehrbare Mitglieder der Gesellschaft, ja selbst Richter verstrickt sind, zu lösen. Grisham beschreibt in gewohnt spannender Weise, wie aus Profitgier Schlupflöcher des Rechts- und Wirtschaftssystems gefunden werden, um dieses zu beugen. Dabei wird auch vor ungerechtfertigten Todesurteilen nicht halt gemacht. Ironischerweise gibt letztendlich nicht das Streben nach Rechtschaffenheit, sondern wiederum Profitgier den Anstoß zur Aufdeckung der kriminellen Machenschaften. Wieder ein Grisham-Thriller, der nahtlos an die Qualität seiner frühen Erfolgsromane anschließt.
 

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In Anlehnung an das Buch "Zero Waste" von Bea Johnson macht sich Olga Witt nun selbst daran, ihre Erfahrungen mit einem Leben ohne Müll zu berichten. Und sie macht uns Mut damit, denn wir alle können dazu beitragen - es geht ganz einfach. Wichtig ist ihr zu betonen, dass auch noch jeder so kleine Schritt hilft, unsere Umwelt und damit auch unser Leben zu verbessern: Vom Verzicht auf Werbeflyer im Postkasten bis zur Verwendung von Stoffservietten - die Autorin gibt uns zahlreiche praktische und vor allem alltagstaugliche Tipps. Also los geht's, denn (nach Dalai Lama): "Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist."
 

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Ich musste zwei Tage lang über „Gotland“ nachdenken, bis ich den Plot in Worte fassen konnte. Vielleicht gelingt es mir jetzt auch nicht: Gotland ist eine Insel, aber bis der Leser begreift, was für eine Rolle Gott und die Insel spielen, dauert es schon eine Weile. Es gibt nach wie vor Passagen in diesem Roman, die ich mir nicht erklären kann. Beeindruckt war ich von der Mutter-Sohn-Beziehung und ihrer Nähe zur Bibel. Manche Bibelstellen werden vom Ich-Erzähler dermaßen geschickt in seine Kindheit und Jugend eingebaut, dass es ein Vergnügen ist, sie zu lesen. Michael Stavaric wird zurecht als „Meister des grotesken Humors“ bezeichnet, und vielleicht gibt es Gotland überhaupt nicht, so wie auch Gott uns manchmal rätselhaft erscheint!
 

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Eine Insel im Nebel, eine Göttin und drei Schwestern, die mit sechs Jahren voneinander getrennt werden und in einer jeweils anderen Familie als Königinnen erzogen werden. Jede der Königinnen hat eine Gabe, die in dieser Stadt erwachen und perfektioniert werden soll (Gift, Natur und Element). Am Beltanefest, nach ihrem 16. Geburtstag, beginnt die Zeit des Aufstiegs und die Schwestern haben 1 Jahr Zeit, um ihre Schwestern zu töten und Königin zu werden. Möge die Hinterlist beginnen!
Lange auf den englischen Bestsellerlisten, wird diese Geschichte auch den deutschsprachigen Raum erobern. Für alle Fans von Trudi Canavan! Großartige Charaktere, unvorhersehbare Wendungen und spannender Nervenkitzel machen dieses Buch zu meinem persönlichen Highlight im Genre Fantasy.
 

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"Ein Roman ohne Fiktion" schwebte Javier Cercas für sein neues Werk vor, und das ist ihm mit "Der falsche Überlebende" vollauf geglückt. Darin beschäftigt er sich mit dem aufsehenerregenden Fall Enric Marco, der die Öffentlichkeit jahrelang getäuscht hat, indem er sich als Mitglied des Widerstands im Spanischen Bürgerkrieg und danach als Kz Überlebender des Lagers Flossenbürg ausgab. Dabei stand er immer im Rampenlicht, hielt Vorträge, gab Interviews, wurde Vorsitzender der Anarchistischen Gewerkschaft und leitete das spanische NS Opfer Komitee, ohne jemals in einem KZ inhaftiert gewesen zu sein. Nachdem er über einen langen Zeitraum unbehelligt mit seinen Lügen durchgekommen war, entlarvte ihn der spanische Historiker Bermal als Gauner. Javier Cercas zeigt Schritt für Schritt, wie Marco sich in seiner Lebenslüge einrichtete und schließlich als moderner Don Quijote scheiterte. Eine ungemein aktuelle Lektüre für das "postfaktische Zeitalter".
 

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„Bedenke, was Du tust“ - der 19. Fall für Thomas Lynley und Barbara Havers, im Taschenbuchformat. Ein wahrer Satz, der besonders für Barbara Havers gilt. Die Polizistin, die seit Anbeginn Lynley mit Rat, Tat und Beharrlichkeit zur Seite steht, muss sich wieder einmal beweisen und den Anweisungen ihrer Vorgesetzten folgen. Dann bittet Rory Statham Barbara um ihre Hilfe. Ihre Freundin und Bestsellerautorin Clare Abbott starb unter mysteriösen Umständen in einem Hotelzimmer. Barbara ermittelt auf eigene Faust und überschreitet wieder einmal ihre Kompetenzen. Deshalb braucht sie dringend Lynleys Unterstützung und Hilfe, diesen Fall aufzuklären. Ein spannendes und raffiniertes Buch in bester englischer Krimitradition!
 

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Als ich SCAR das erste Mal in der Hand hatte, dachte ich mir, - allein vom Titel und Titelbild her - das muss wieder ein toller Horrorroman von Jack Ketchum sein. Aber ich habe mich getäuscht. Jack Ketchum führt uns dieses Mal in ganz andere Gefilde, wobei ich aber sagen muss, dass dieser Roman nicht weniger schockierend als seine Horrortitel ist.
Er zeigt uns die Abgründe der Seele, „vor sich hin brodelnden“ Hass, die Verbundenheit zwischen Zwillingen und die unsterbliche Freundschaft zum Hund.
Delia ist ein junges Mädchen, Zwillingsschwester von Robbie, Tochter von Bart und Pat, Schauspielerin und die beste Freundin des Hundes Caity. Sie hat ein Puppenhaus von ihrer Mutter im Zimmer stehen und in der Nacht, wenn alle schlafen, tummeln sich dort Geister. Bis ein schrecklicher Unfall passiert und das ganze stabile Familienleben zusammenbricht, wie ein Kartenhaus, und jemand in der Familie zum ersten Mal sein wahres Gesicht nicht mehr verbergen kann.
Die Geschichte um Delia hat mich sehr berührt. Vor allem die Verbundenheit zwischen Mädchen und Hund war wunderschön beschrieben. Aber auch die Stellen, die man dann wieder "typisch Ketchum" nennen würde, haben ihren Effekt nicht verfehlt.
 

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Jetzt ist das ultimative Buch für alle Disney Fans erschienen. Eine wunderschön gestaltete Graphicnovel über Micky Maus und wie er seine Minnie traf, mit den alten Originalzeichnungen von Cosey. Meiner Meinung nach sind die früheren Zeichnungen von Micky Maus viel schöner als die neuen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen: es sollte in keiner Sammlung fehlen! Und der Inhalt bietet auch einiges zum Schmunzeln.
 

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Ich habe ja schon öfter ein Backbuch als das beste, das schönste gelobt. Das neueste Werk aus dem GU-Verlag ist tatsächlich wieder mal eines, das aus der Masse heraussticht. Jeder Kuchen ist in maximal 30 Minuten fertig, was bedeutet, dass man mit diesen Rezepten WIRKLICH mal den unerwarteten Nachmittagsbesuch erfreuen kann! Mein Tipp: Halten Sie immer ein Kilo Mehl und eine große Packung Eis vorrätig und Sie sind für alle Eventualitäten gewappnet! Und machen Sie auf alle Fälle den Rocky-Road-Cake. Dazu brauchen Sie nicht mal einen Backofen!
 

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In dem Buch "Blauschmuck" - von der österreichischen Autorin Katharina Winkler - geht es um das junge türkisches Mädchen Filiz Lale, das wahrscheinlich irgendwo im ländlichen Ostanatolien unter ärmsten Verhältnissen aufwächst. Schon dort erfährt sie früh, was ein Blauschmuck ist und trägt ihn schon als kleines Kind, ob der Schmuck hell-, dunkelblau oder gar schwarz ist entscheiden die Wut und die Stärke der Schläge, die den Kindern und selbstverständlich auch der Ehefrau von dem eigenen Vater und Ehemann zugefügt werden. Die junge Filiz verliebt sich schon bald in den schönen Yunus und beschließt von Zuhause wegzulaufen, um ihn gegen den Willen des Vaters zu heiraten. Von da an wird sie täglich von ihrem Mann und dessen Mutter gepeinigt und gehalten wie eine Sklavin. Für uns in Österreich ist es undenkbar, wie die Menschen dort leben; als selbstverständlich wird es angesehen, Frauen und Kinder zu schlagen. Eine Frau ohne Blauschmuck ist keine Frau und der Gatte dann auch kein richtiger Mann, wenn er seine Frau nicht schlägt. Unvorstellbar, doch das Szenario dieses Buches beruht auf einer wahren Geschichte. Ich kann es verraten, da es im Klappentext auch steht: Filiz schafft es später mit ihrem Mann nach Österreich und kann sich dort in ein Frauenhaus retten. Irgendwann muss Katharina Winkler ihr einfach gut zugehört und dann diese Geschichte so gefühlvoll auf Papier gebracht haben.
 

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Danzig ist der Schauplatz dieses spannenden Krimis einer bei uns noch unbekannten Autorin, die in ihrer Heimat längst ein Star ist, und das vollkommen zu Recht: Die Geschichte ist gut gebaut und spannend erzählt, die Atmosphäre geht unter die Haut, die Personenzeichnung ist liebevoll und detailliert, und obwohl der Plot sehr verwickelt ist, bleibt jeder Schritt der Auflösung plausibel und nachvollziehbar - ein gelungenes Debut, bei dem man sich schon auf die Nachfolger freut!
 

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Die einfachen, präzisen Sätze lösten zu Beginn des Buches eine spontane Erinnerung an Toni Morrisons Werk „Beloved“ aus. Constance ist stark und hat viel mehr Kraft als ihr Mann, außerdem schießt sie wie ein Scharfschütze, daher beschließt sie, 1863 gegen die Südstaaten in den Krieg zu ziehen. Als Mann verkleidet erlebt sie einen Alptraum, aus dem sie nie mehr wieder entkommen kann. Mit seiner wundervollen Prosa hat sich Laird Hunt in die Herzen der Leser geschrieben. Ich muss jetzt unbedingt weitere Recherchen betreiben, wie viele Frauen im amerikanischen Bürgerkrieg als Mann verkleidet gekämpft haben. Eine Rarität der amerikanischen Literatur, ein episches Werk mit vertauschten Rollen!
 

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Das Buch "Wir müssen über Kevin reden" hab ich schon vor einigen Jahren gelesen. Jetzt ist es in einer neuen schönen Taschenbuchausgabe erschienen. Ich kann diese Lektüre nur empfehlen, es war eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Am Ende steht man vor der Frage, ob das Böse in manchen Kindern nicht schon von Geburt an vorhanden ist oder ob es wirklich von äußeren Umständen abhängig ist, dass manche Menschen solche Gräueltaten begehen. Aber Vorsicht, es ist nichts für zartbeseitete Leser!
 

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Irgendwie ist Lars Kepler lesen so ähnlich wie einen Hollywood-Blockbuster schauen, z.B. "Stirb langsam" mit Bruce Willis oder einem ähnlichen Superhelden. Irgendwie ist bei Kepler alles ein bisschen "too much" und der Ermittler Joona Linna eine wandelnde One-Man-Show, dazu noch unfassbar gutaussehend. Warum ich die Kepler-Krimis trotzdem mag? Natürlich weil sie unerträglich spannend sind und weil ich mich jedes Mal aufs Neue wundere, wie sich ein Autor (gut, in dem Fall sind es ja zwei) dermaßen phantasievolle und haarsträubende Stories ausdenken kann. Gestört haben mich dieses Mal allerdings einige inhaltliche Fehler: so hat Joona z.B. zu Anfang kurzes, fast stoppeliges Haar, und ein paar Tage später streicht er sich durch seine wuschelige Mähne?! Und Maiglöckchen Ende August?! Wohl auch in Skandinavien eher ungewöhnlich. Und was sich deutsche Verlage bei Romantiteln so denken, habe ich ja schon öfter bemängelt. Originaltitel: "Kaninjägaren", der Mörder hier ist der "Kaninchenjäger" und Kaninchen und ihre unterirdischen Bauten spielen eine große Rolle.
Da aber auch dieses Buch schrecklich endet und mich lange grübeln ließ, warte ich jetzt schon sehnsüchtig auf Band 7!
 

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Vor ca. 10 Jahren habe ich den ersten Roman von Monika Held gelesen (Melodie für einen schönen Mann). Den Inhalt kann ich nicht wiedergeben, denn es war die schöne Sprache, die mich gefesselt hat. Ihre vier Romane überzeugen aber auch mit einer großartigen Handlung. Faszinierend war im „Sommerkind“, wie sich Monika Held dem Thema Erinnerung nähert: Woher kommen diese Bilder? Hat Ragna den Sommer in ihrer Kindheit wirklich erlebt oder fühlt sie sich plötzlich wieder in ihre Kindheit zurückversetzt, da sie an einem Projekt mit dem Thema „Heimat“ arbeitet? Nach und nach fügt sich ihre Suche nach dem Jungen Kolja zu einem einprägsamen Bild zusammen. Ein wundervoller Roman ist entstanden, der jeden berührt!
 

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Daniel lernt Natasha durch Zufall kennen und verliebt sich in sie. Doch Natasha ist von ihm nicht überzeugt und sieht auch keine Zukunft für beide, da sie an diesem Tag abgeschoben werden soll.
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, einmal von Daniel und dann von Natasha erzählt. Bei diesem Buch muss man sich die ersten Seiten erkämpfen dann wird es aber sehr spannend.
 

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Was macht eine Erinnerung aus? Kann man sich an Ereignisse erinnern, die nicht im eigenen Leben sondern bereits davor eingetreten sind? Was haben die Großeltern mitgemacht, das man jetzt aufarbeiten muss? „Flugschnee“ ist eine sehr feinfühlige und schöne Geschichte über das Leben selbst. Lucys Bruder Simon verschwindet und auch Lucy gleitet ab in eine Familiengeschichte, die sich bei den Großeltern zu Weihnachten vor knapp 20 Jahren ereignet hat. Vieles blieb ungesagt und hat alle Familienmitglieder belastet! Mit einem abgeschlossenen Germanistik- und Psychologiestudium kann nur ein großartiger Roman entstehen!
 

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Dieses Buch hat mich von Anfang an begeistert. Es handelt von den 1920er Jahren in Amerika und behandelt ein Verbrechen das damals an den Osage Indianern in Oklahoma verübt wurde, die zu dieser Zeit das höchste Pro-Kopf-Einkommen Amerikas hatten. Denn das Land, welches ihnen als Reservat zugewiesen wurde, barg immense Ölvorkommen, das den Indianern ein Leben in ungeahnten Luxus ermöglichte. Dieses Sachbuch liest sich fast wie ein Roman, weil es mit vielen Bildern dieses Verbrechen dokumentiert. Zu einer Zeit als es noch keine richtige Polizei gab - sondern nur selbst ernannte Gesetzeshüter, die als Hilfssheriff auftraten und bei denen nichts zwischen ihnen und dem Gesetz stand - war es nicht so einfach, diesen Fall zu lösen. Es handelte sich ja schließlich "nur" um ein paar tote Indianer. Gleichzeitig beschreibt es auch die Geburtsstunde des FBI, die diesen Fall schlussendlich lösen konnten. Hochspannend!
 

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Wer hat Angst vorm Älterwerden? Niemand!! Und wenn es aber kommt? Nein, dann laufen wir nicht davon, dann schlagen wir erstmal bei Uwe Böschemeyer nach und kommen drauf, dass jedes Lebensjahrzehnt gleich wertvoll ist. Wenn auch der Körper älter wird, so wird doch der Geist weiter, weiser, tiefer, großzügiger und lebendiger. Er macht uns fähig, vergangenes Verletzendes zu vergessen und neugierig in die Zukunft zu schauen.
In diesem Buch geht es aber um viel mehr als nur um das Älterwerden: um ein JA zum Leben, ein JA zu sich selber. Uwe Böschemeyer als Gründer des ersten deutschen Instituts für Logotherapie beleuchtet behutsam auch Themen wie Alzheimer, Sterben und Tod, er entlarvt den JA-Sager und den NEIN-Sager in uns und wirft wichtige Fragen auf: Wie bin ich geworden? Wer und wie könnte ich sein? Was habe ich erreicht und worum sollte es in den nächsten Jahren gehen? Lassen Sie sich ein auf Uwe Böschemeyer und dieses wunderbare Buch: es ist nicht nur lesens- sondern auch erlebenswert!
 

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Absolut spannend und mit starken Charakteren besetzt ist der bereits im Taschenbuch erschienene Krimi von Joakim Zander. ". Der amerikanische Agent versucht seiner Vergangenheit davon zu schwimmen. Und wird dann doch seiner Geschichte konfrontiert. Zur Zielscheibe werden Klara und Mahmoud, die alles daran setzen, ihr Leben zu behalten. Der promovierte Jurist hat einen brandaktuellen und anspruchsvollen Thriller in bester schwedischer Krimitradition verfasst. Man kann sich auf neue Werke des Autors freuen.
 

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Tim Parks erzählt die Geschichte von Thomas und Mary in Kapiteln, die allerdings nicht chronologisch geordnet sind. So weiß man nicht, haben sie sich jetzt schon getrennt oder leben sie wieder zusammen? Zum wie vielten Mal hat Thomas eine Affäre mit einer wesentlichen jüngeren Frau? Amüsant und auch nachdenklich erfahren wir somit, was eine Ehe, die 30 Jahre lang dauert, letztendlich zum Scheitern bringt.
 

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Sabrina Bowens Buch „True North“ ist der Auftakt einer neuen Reihe. Dass Sabrina Bowen ein Talent zum Schreiben hat, wird dem Leser schon nach den ersten paar Seiten bewusst. Sie schafft es nicht nur die Leser durch ihren hervorragenden Schreibstil in ihren Bann zu ziehen, sondern auch durch ihre realistische Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann. Audrey Kidder und Griffin Shipley kommen aus verschiedenen Welten. Sie strebt ein eigenes Restaurant in der Großstadt an, während er den Familienbetrieb im wunderschönen Vermont übernimmt. Das Schicksal führt die beiden dennoch zusammen, und hiermit beginnt für den Leser ein tolles Lesevergnügen. Wer zu diesem Buch greift, wird sich nicht nur in die Geschichte von Grif und Audrey verlieben, sondern auch in seine Familie, die eine wichtige Rolle im Buch einnimmt.
Wir können auf jeden Fall gespannt sein, was die Autorin noch zu bieten hat und von welchen Charakteren die Folgebände handeln.
 

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Margaret Atwood lässt ihren neuen Roman in einer von Wirtschaftskrise und daraus resultierendem Terror geprägten Zukunft spielen. Als Zuflucht bietet sich eine nach außen hermetisch abgeriegelte Stadt an, in der ein gesellschaftliches Utopia entstehen soll. Die BewohnerInnen verpflichten sich, jeden zweiten Monat im Gefängnis zu verbringen und dort gemeinnützige Arbeit zu verrichten. Den Rest der Zeit leben sie glücklich und zufrieden in einem hübschen Heim. Doch Theorie und Praxis klaffen weit auseinander... Margaret Atwood seziert mit bitterbösem Humor gesellschaftliche Zustände und beschäftigt sich in diesem Buch besonders mit der Gier nach Geld und Sex.
 

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Was haben Thomas Edison und J.P.Morgan miteinander zu tun? Und wie kommen Westinghaus und Tesla ins Spiel? Wie kam es zur Erfindung des elektrischen Stuhls? Wer hat Amerika wirklich elektrifiziert? Anthony McCarten erzählt die faszinierende Geschichte des genialen Erfinders Edison und seines wirtschaftlichen Mentors J.P.Morgan, der als erster Börsenspekulant der Wall Street in die Geschichte einging. Er zeichnet ein detailfreudiges Portrait einer Gesellschaft im Aufbruch und beleuchtet im speziellen Themen wie Fluch und Segen des Fortschritts oder Geld und Moral. Dies macht die Lektüre auch für uns heute höchst interessant und zugänglich!
 

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Jetzt sind die Essays der großen türkischen Romanautorin und Oppositionellen erschienen. Asli Erdogan, die in der Türkei auf ihren Prozess wartet und der eine lange Haftstrafe droht, ist zur Symbolfigur für die Meinungsfreiheit und das Ausmaß der türkischen Willkürherrschaft geworden. Ihre Kolumnen sind wertvoll in ihrer Schonungslosigkeit: Schonungslos in ihrer Selbstkritik und in ihrer Kritik an der Gesellschaft, schonungslos in ihrer Sprache und in ihrer Ehrlichkeit, in ihrem Streben nach radikaler Ehrlichkeit.
 

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Jetzt ist endlich auch die zweite Geschichte über Alice in einer wunderschönen Ausgabe erschienen. Mich beeindrucken die Zeichnungen von Benjamin Lacombe immer wieder aufs Neue. Für mich ist er einer der besten Illustratoren weltweit. Da ich die Geschichte "Alice im Spiegelland" noch nie gelesen hatte, war dieses Buch für mich ein gefundenes Fressen. Die Magie dieser Geschichte hat mich wie schon beim ersten Band "Alice im Wunderland" zur Gänze in den Bann gezogen. Ein wunderbares Buch für Buchliebhaber und Sammler!
 

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Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Buch nur gegriffen, weil mir das Cover so gut gefallen hat, aber ich habe es nicht bereut. Es steckt wirklich eine sehr nette Geschichte dahinter, über eine sehr eigenbrötlerische Frau, die einen zunächst auch nicht ganz sympathisch ist mit ihren kleinen Macken. Aber Seite für Seite verliebt man sich immer mehr in Eleanor und schlussendlich hofft man einfach nur noch, dass sie ihren Traummann bekommt und auch ein wenig Glück in ihrem Leben findet. Ein nettes Buch für zwischen durch und eine herrliche Frühlingslektüre, die Schmetterlinge im Bauch aufkommen lässt.
 

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Eva Menasse begleite ich schon seit Jahren: ihre Auftritte in den Medien, und natürlich lese ich jede Zeile von ihr. Lasst euch nicht abschrecken von dem Titel, die Tiere krabbeln nicht über die Buchseiten. Man muss sie schon suchen, versteckt zwischen den Zeilen, die versteckten Tiermeldungen, aus der sich dann ein Charakter erschließt! Jeden Abend habe ich mir eine Geschichte von Eva Menasse vorgenommen und jeden Abend haben mich ihre Sätze glücklich gemacht. So auch folgender, in der zweiten Erzählung („Raupen“): „Von diesem Lächeln wandte sich jemand wie Konrad lieber ab. Die Offenheit, die Zärtlichkeit, die glühende Selbstaufgabe, die darin lagen, war mehr, als man aushalten konnte. Wer die Welt so anlächelte, musste eine Schraube locker haben. Oder ein Schutzblech zu wenig über der Seele.“ Eva Menasse versprüht Witz, Charme und viel Geist!
 

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Lange lag dieses Buch auf meinem „Stapel der nichtgelesenen Bücher, und ich bereue es, dieses Meisterwerk nicht eher gelesen zu haben. Eine Welt, die durch einen Fluch in immerwährendem Winter liegt, ein König, mit einem Herz aus Eis, eine Frau die Geschichten erzählt, - flüsternd- und ein Mädchen das mehr mit dem allem zu tun hat, als es den Anschein hat. Eine Geschichte wie ein spannendes Märchen, wundervoll durchdacht und auf Papier gebracht. Jede Seite dieses Fantasyromans hat mich gefesselt. Ich habe mit Emma mitgefühlt und beim Weglegen des Buches musste ich mich immer überwinden. Das Buch hat auch den Seraph 2017 in der Kategorie „Bestes Buch“ gewonnen!
 

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„Seit du bei mir bist“ war mein erster Roman von Nicholas Sparks! Im Mittelpunkt steht eine dreiköpfige Familie, doch der Schein trügt! Eine Mutter, die nicht mehr will und ein Vater, der scheinbar alles verliert. Die Familie wird umfassend portraitiert und vor allem die kleine Tochter London habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich muss sagen, dass ich mir (vielleicht auch wegen der Filme) vorgestellt habe, dass seine Bücher vor Kitsch nur so triefen. Womit ich bei diesem Buch aber völlig daneben lag. Die Geschichte ist zwar sehr emotional und voller Gefühl, aber nie übertrieben. In diesem Roman steht die Liebe im Hintergrund, im Vordergrund steht die Liebe zur Familie, zur Mutter, zur Tochter, zur Schwester. Tja, dieses Buch hat mich dazu motiviert, meiner Familie einfach mal wieder Danke zu sagen!
 

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Auf dieses schräge Buch wurde ich wirklich nur durch die Covergestaltung aufmerksam, aber es hat sich gelohnt, einen Blick hinein zuwerfen. Wer sich hier nur ein lustiges Buch mit trivialen Inhalt erwartet, wird definitiv überrascht werden. Tiefsinnig und dennoch witzig beschreibt die Autorin Anna Basener hier das Leben von Änne, die Wirtschafterin in einem Bordell war, offiziell war es natürlich ein Hotel. Die Protagonistin Änne wächst einen schon auf den ersten Seiten ans Herz: eine starke Frau, die sich meist mit Worten durchsetzt aber auch mal zuschlagen kann wenn es brenzlig wird. Geschrieben ist das Buch natürlich in einem typisch deutschen Jargon, der mir persönlich gar nicht schlecht gefallen hat. Ich war von diesem Buch sehr überrascht, im positiven Sinne!
 

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Die Suche nach verborgenen Schätzen im Meer - alter Champagner - bringt eine tödliche und unbeherrschbare Macht mit sich. Tadeus Boch kommt in den Besitz dieser Macht, eine uralte Spielkarte. Bald schon beginnt eine Hetzjagd, denn jeder, der von der Karte weiß, will sie haben. Wieder einmal ein gelungener Heitz. Diese Mischung aus Action, Horror und Mystery beschert mir jedes Mal aufs Neue eine Gänsehaut. Er gibt eine rasante Geschwindigkeit vor, konzentriert sich aufs Wesentliche, sodass einem nie langweilig wird. Trotz der Menge an Büchern, die es mittlerweile von Markus Heitz gibt (die ich fast alle gelesen habe), muss ich sagen, dass er es schafft, jedem seiner Bücher einen individuellen Touch zu verleihen.
 

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Wenn ich jemanden erkläre, wieso mir dieser Roman so gut gefallen hat, schütteln sie nur den Kopf. „Seit wann interessiert dich ein Horrorfilmprojekt? Du liest nicht so schräge Bücher…!“ Stimmt, wenn man den Klappentext liest, würde man nie vermuten, dass hier ein großartiger Autor am Werk war. Man liest die ersten Seiten und ist gefesselt: von einem Horrorfilmprojekt, einer Chronik der Ängste. Die Beteiligten fragen sich ständig, ob es etwas gibt, wovor man Angst hat. Es sind unfassbare Geschichten, die bei den Gruppensitzungen vor der Entstehung des Films an die Öffentlichkeit kommen. Geschichten, die aber jeder kennt und die auch in uns Angst auslösen würden. Christoph, der Regisseur dieser unfassbar unmenschlichen Grausamkeiten, betont aber immer wieder. Dass es keine Therapie- sondern Angstsitzungen sind. Fast in der Mitte des Romans wird ein Film von Lars von Trier erwähnt, „Die Idioten“. Genauso geht es in den Treffen der bunt zusammengewürfelten Gruppe zu, und Moritz, der intelligente Erzähler, bietet uns kostbare Einblicke ins Leben!
 

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Tyrion Lennister ist wohl einer der herausragendsten Charaktere aus „Game of Thrones / Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin. Er ist für seine spitze Zunge und seine sarkastischen Bemerkungen bekannt. In diesem kleinen Büchlein sind einige Zitate und Weisheiten, sowohl von den Büchern, als auch von der Erfolgsserie Game of Thrones, gesammelt. Die Aufmachung des Buches ist wunderschön gestaltet.
Zahlreiche Illustrationen sind über die einzelnen Seiten verteilt und verleihen diesem Buch einen besonderen Charakter. Was mir ebenfalls besonders ins Auge gestochen ist, ist dass unter jedem Spruch, welche nach verschiedenen Thematiken geordnet sind, die Stelle aus dem jeweiligen Band/Folge vermerkt ist, aus welcher das Zitat stammt. Somit kann man die Zitate und Weisheiten, die einem besonders im Gedächtnis geblieben sind, schnell in den Büchern ausfindig machen und bei Gelegenheit nachlesen. Wer ein Fan von Game of Thrones ist und den Charakter von Tyrion so gern mag wie ich, wird dieses Buch lieben und öfters darin blättern. Außerdem passt das Buch wunderbar zu den bisherigen Büchern und ist somit ein Schmuckstück in jeder Sammlung.
 

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Nach über 10 Jahren hat Anne Holt ihre Kommissarin Hanne Wilhelmsen aus der Versenkung zurückgeholt. Sie arbeitet jetzt wieder für die Polizei, indem sie sog. Cold Cases aufklären soll. Gleichzeitig steht ganz Oslo nach zwei verheerenden Bombenanschlägen unter Schock. Was liegt heutzutage näher, als dahinter eine Dschihadisten-Gruppe zu vermuten? Aber was wäre, wenn alles ganz anders ist? Bis Hanne erkennt, wie ihr 18 Jahre zurückliegender Fall um die verschwundene Karina mit den Anschlägen zusammenhängt, ist es fast zu spät.
Anne Holt beschreibt Extremismus in seinen verschiedenen Formen (und was er mit den Menschen macht) sehr anschaulich. Leider musste ich feststellen, dass mir die eigenbrötlerische und sehr spezielle Hanne nicht (mehr) so richtig sympathisch ist. Ich glaube, in den früheren Bänden und vor ihrer Schussverletzung war sie netter. Trotzdem und trotz der Tatsache, dass auch in diesem Band eine liebgewordene Hauptfigur ihr Leben lassen muss, ist es ein spannendes Buch!
 

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Sie ist jung, wunderschön, und bezeichnet sich als eine "braune Frau". Es ist die Frau, die sie in ihren Gedichten ehrt: ihre Weiblichkeit, den Schmerz, aber auch den stillen Triumph, die Schönheit um sich herum wahrzunehmen. Rupi Kaur kam mit vier Jahren mit ihren indischen Eltern nach Kanada. Da sie kein Englisch sprach, hat sie gezeichnet, nach dem Vorbild ihrer Mutter. Doch die Worte, die Sprache wurde immer stärker in ihr und mit ihren Blogs hat sie auf der ganzen Welt Bewunderer gefunden. Und wenn man diese Gedichte liest (die deutsche Übersetzung ist hervorragend!), weiß man, dass es möglich ist, mit Worten eine Welt zu erschaffen, in der es Milch & Honig gibt. Rupi Kaur trägt dazu bei, dass viele unterdrückte Frauen eine Stimme bekommen!
 

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Wer zu einem Buch von Colleen Hoover greift, kann sich sicher sein, dass es sich dabei um keine normale Liebesgeschichte handelt. Die Autorin ist dafür bekannt, dass sie ihre Figuren meist schlimme Schicksale durchstehen lässt. Auch die Protagonisten in diesem Buch, Fallon und Ben, haben in ihrem Leben Einiges durchgemacht. Meines Erachtens nach, behandelt Frau Hoover hier ein sehr wichtiges Thema. Selbstliebe spielt in ihrem neuen Buch eine sehr große und wichtige Rolle. Wer schon einmal ein Hoover Buch gelesen hat, weiß dass die Autorin gerne mit verschiedensten Stilmitteln, wie Rückblenden spielt. Diese besonderen Stilmittel setzt sie auch bei der Geschichte von Benton und Fallon ein. Das Besondere an diesem Buch, was es unheimlich spannend für mich gemacht hat war, dass sich die Geschichte immer nur an einem besonderen Tag abspielt - und zwar den 9. November - und das Jahr für Jahr. So wird es uns Lesern ermöglicht, die Protagonisten beim Erwachsenwerden zu begleiten. Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, mit einer wichtigen Botschaft.
 

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Henry ist Schriftsteller, Ehemann, Betrüger, harter Hund. Er führt ein oberflächliches Leben, unfähig zu größeren Gefühlen. Als seine Geliebte ihm eröffnet, schwanger zu sein, schmiedet er einen perfiden Plan. Leider geht dann aber einiges schief und das schlimmste an der Geschichte ist: Es fehlen noch 20 Seiten seines letzten Romans.
Der Krimi ist sehr sehr spannend, nicht nur einer, sondern gleich mehrere rote Fäden durchziehen ihn, man wird hineingezogen und kann ihn nicht mehr weglegen. Ich habe das Abendessen verpasst, aber wer braucht schon Abendessen, wenn man in einen so spannenden Krimi vertieft ist?
 

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Das zweite Buch von Anna Romer "Am dunklen Fluss" ist ein großes australisches Familienepos. In der Geschichte geht es um die 30-jährige Buchhändlerin Ruby Cardel, die schon fast ihr ganzes Leben lang mit schweren Schuldgefühlen zu kämpfen hat, da sie sich die Schuld an dem Tod ihrer Schwester Jamie gibt, die als Kind tödlich verunglückte. Das Buch spielt zu einen Großteil im Jahre 2013 und erzählt von Rubys Leben und ihrem Lebensgefährten Rob. Die Autorin baut immer wieder Rückblenden - in Form von Rubys verdrängten Erinnerungen an ihre Kindheit - ein. Zusätzlich gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang, der es mir besonders angetan hat, da er im Jahre 1889 spielt und von Rubys Urgroßmutter Brenna handelt, die ein nicht ganz einfaches Leben hatte. Sie stammt von den Aborigines ab und sie muss diesen Umstand vor ihrem frisch angetrauten Ehemann verheimlichen. Alle Stränge enden am Familienanwesen Lyrebird Hill, das so einige Geheimnisse verbirgt. Das Buch hatte auf mich eine wahnsinnige Sogwirkung, so dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Ich kann gar nicht genug von solchen Geschichten bekommen und als nächstes werde ich mir ihren ersten Roman "Das Rosenholzzimmer" vornehmen.
 

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Dass Lena Andersson sich in ihrem nächsten Roman wieder der unglaublich intelligenten – aber unglücklichen – Ester widmet, freut uns Leser sehr. Ihre scharfsinnige, feinfühlige Sprache zieht uns sofort in Esters Welt. Wer hätte sich Gedacht, dass Esther nach dem Desaster mit ihrem Künstler, den sie ja ach so geliebt hat, erneut so naiv der Liebe verfällt - mit all ihren grausamen Facetten. Die Liebe ist für Ester wohl ein Sport, wie das Laufen in einem Hamsterrad. Olaf wirkt auf sie wie eine Droge, von der sie nicht mehr loskommt. Teilweise möchte man Ester wirklich schütteln, dass sie so klug und gleichzeitig so dumm sein kann, sie, als profunde Kennerin der Literatur und Kunstwelt. Es gäbe sicher viele Wege, sich einer unglücklichen Liebe zu entziehen, und doch gefällt mir Esters Version am Besten!
 

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Selten hat mich ein Roman bis in meine Träume verfolgt. Am Morgen danach war die Verwirrung groß, die Welt, die Zia Haider Rahman uns vermittelt, erinnert stark an die heutige Zeit. Ein Londoner Banker, dessen Leben sich durch den Börsencrash völlig auflöst, beginnt die Geschichte seines Jugendfreundes Zafars aufzuschreiben. Was sie früher verbunden hat, trennt sie heute, gleichzeitig gibt ihnen die Zerissenheit ihres Landes wieder neuen Halt. Die Sprache spitzt sich immer mehr zu und dringt in den Kopf des Lesers ein: man läuft wie auf Wasser! Diese einmalige Komposition dieses großen Sprachkünstlers wird noch heftig in der literarischen Welt für Furore sorgen! Ein Kunstwerk!
 

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Endlich gibt es von Edgar Allan Poe auch eine schöne Ausgabe auf Deutsch. In "Unheimliche Geschichten" finden wir 7 fabelhafte Erzählungen von einem der ersten Krimischriftsteller überhaupt. Wer Edgar Allan Poe kennt sollte auf dieses Buch auf keinen Fall verzichten. Die Übersetzung von Andreas Nohl (der unter anderem zuletzt mit dem Heinrich Maria Ledig- Rowohlt- Preis für literarische Übersetzer ausgezeichnet wurde) gibt den Werken von Poe einen modernen Anstrich der besonderen Art. Ein Buch perfekt gemacht für die Dämmerung oder die Nacht!
 

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Wer denkt, dass Kurzgeschichten langweilig sind, wird hier eines Besseren belehrt. Stephen King lehrt uns zwar hier nicht das Fürchten, jedoch glänzen seine Kurzgeschichten durch Spannung, Humor und sprachliche Brillanz. Zwischendurch erfährt man sogar private Details aus dem Leben des großen Autors. Besonders gut fand ich die Kurzgeschichten “Raststätte Mile 81”, “Böser kleiner Junge” und “Mister Sahneschnitte”. Die Kurzgeschichten sind nicht vergleichbar mit seinen Romanen. Ich würde sagen, das auch die Ängstlichen unter uns bei diesen Buch auf ihre Kosten kommen. Ich kann es wirklich weiterempfehlen!
 

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Die junge Kaiserin Sisi scheint sich schon zu Beginn des Buches im Stift in Tirol fehlplaziert zu fühlen, lieber verlässt sie ihr warmes Bett und sucht Schutz bei ihrem geliebten Pferd. Sie ist wild und auch ihre langen Haare, in die sie sich fast einwickeln kann, lassen sie wie eine Zigeunerin wirken. Auch nach zwanzig Jahren an der Seite des Kaisers hat sie sich noch nicht an die Gepflogenheiten des Hofes gewöhnt und meidet öffentliche Auftritte. So wird ihre Erscheinung in Tirol zu einem Mythos, und ihre Schönheit verzaubert das Volk. Vieles wissen wir bereits über die dem Schlankheitswahn verfallene Elisabeth, und doch erzählt Jeannine Meighörner eine ganz neue Geschichte über Sisis Besuche in Tirol.
 

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Dieser Ratgeber sollte Pflichtlektüre für alle sein, die nachhaltiger leben möchten - also trifft es jeden von uns! Die 350 praktischen Tipps für den Alltag reichen von der Papiervermeidung bis zur Konsumeinschränkung. Das kleine Büchlein gibt einen sehr guten Überblick, wer sich genauer informieren möchte, der findet im Anhang ausführliche Linktipps. Ausreden sind zwecklos, denn: "Wer wirklich etwas ändern will, tut das gleich. Es kann sofort losgehen. Und zwar jetzt."
 

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Gut dass das neue Buch von Heinz Strunk leichter verdaulich ist; „Der goldene Handschuh“ war zwar gut, aber nicht für sensible Leser geeignet. Das schätze ich an Heinz Strunk, dass er so vielseitig sein Talent einsetzen kann. Jürgen ist alleinstehend, seine Mutter wohnt seit Jahren bei ihm und ihre Pflegerinnen müssen mit den Launen der alten Dame zurechtkommen. Jürgen hat sich schon daran gewöhnt, es fehlt halt die Frau. Seine Suche nach der Auserwählten – zusammen mit seinem langjährigen Freund – gestaltet sich bald recht abenteuerlich! Irgendwie ist mir Jürgen im Laufe der Lektüre sehr ans Herz gewachsen, obwohl ich eine starke Abneigung gegen Menschen habe, denen die Verzweiflung und die Liebesbedürftigkeit regelrecht anzusehen ist. Das macht der Jürgen schon richtig, und seine Selbsteinschätzung und seine inneren Monologe sind wirklich lustig!
 

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Willkommen zurück im Keller. Laymon legt uns mit "Die Tür" den vierten Keller Roman vor. Zwei Jugendliche brechen in der Nacht in das Horrorhaus ein. Ein Haus, wo bestialische Morde geschahen und das jetzt als Touristenattraktion fungiert. Was dort passiert hätt ich mir nie gedacht. Trotz der Kürze des Textes, die mich ein bisschen geschockt hat, eine gelungene Ergänzung zu den anderen Romanen. Wobei ich sagen muss, dass ich von der Bonusnovelle "Die Wildnis", die ebenfalls in diesem Buch ihren Auftritt hat, weitaus mehr angetan bin. Ein junger Mann auf Wandertour, der dort die Natur, die Ruhe und Einsamkeit zu lieben lernt - zu sehr wie man bald feststellen wird. Wir begleiten ihn, mittels "Reisebericht-Tagebuch". Spannend und schockierend glaubwürdig geschrieben, dass ich mich manchmal sogar frage, ob manche Menschen, die in den Bergen verschwunden sind, das gleiche durchgemacht haben.
 

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Die österreichische Krimiwelt ist um einen Ermittler reicher. Sein Name ist August Emmerich, und sein Wirkungsbereich befindet sich in Wien. So weit, so unspektakulär. Hoch interessant sind jedoch Zeit und Ambiente, in denen die Geschichte angesiedelt ist. Wir befinden uns im Jahr 1919, also kurz nach dem Zerfall des Habsburger Reichs: Elend, Hunger und Seuchen überziehen die vom Krieg gebeutelte Stadt, Schwarzhändler , Ganoven und Prostituierte bevölkern die Szenerie. August Emmerich ermittelt auf eigene Faust in einer Reihe von Morden, die im Zusammenhang mit grausamen Kriegsverbrechen in Galizien stehen. Die spannende Handlung ist in einem düsteren Wien abseits aller Klischees angesiedelt, die Details sind gut recherchiert, und so ergibt sich ein höchst lebendiges Bild einer Epoche des Übergangs. Eine echte Bereicherung für alle Krimifreunde!
 

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Heutzutage können sich die meisten Menschen ein Leben ohne Handy, Internet, Facebook etc. gar nicht mehr vorstellen. Die Internetgeneration ist da und natürlich machen sich das auch viele Autoren zunutze. Wie Sebastian Fitzek in seinem neuen Thriller. Eine Website, auf der man Menschen nominieren kann, die dann anscheinend straffrei getötet werden können und ein Preisgeld von 10 Millionen Euro winkt demjenigen, der den Gejagten tötet. Gewählt werden Ben und Arezu, die jetzt 12 Stunden um das nackte Überleben kämpfen müssen. Die Spannung der Fitzek Werke überrascht mich jedes Mal aufs Neue, und ich konnte den Thriller gar nicht mehr aus der Hand legen. Immer wenn ich glaubte, das Monster benennen zu können, belehrte mich der Autor mit seiner einmaligen Fitzek-Manier eines Besseren. Der Autor weiß wie man Menschen verwirrt und falsche Fährten legt, damit man ja nie vor seinem beabsichtigten "AHA-Effekt weiß, wer der Böse ist.
 

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„Was macht der Mensch mit der Natur. Und was macht die Natur mit den Menschen?“ Und wie kann ich in Worte fassen, was dieses Buch mit mir gemacht hat? PUBLISHER WEEKLY findet folgende Worte: „Die Erfahrung, in ein Buch so tief einzutauchen, macht man nur alle paar Jahre.“ Und USA TODAY fasst es mit „Meisterhaft. Ein Wunder“ zusammen, diese Sprachgewalt auf 850 Seiten! In 300 Jahren wächst die Familie (schwierig alle Namen zu behalten), doch die Baumpopulation schrumpft verheerend. Die Dynastie, die aus den „Sel“ und den „Duquet“ entsteht, gedeiht an unterschiedlichen Orten (Amerika, Kanada, Niederlande, Neuseeland), überall treffen die Bewohner auf die Gier und Zerstörungswut des amerikanischen Kapitalismus. Annie Proulx verbindet alle Stimmen zu einem großartigen, unterhaltsamen, wichtigen zeitgenössischen Werk, das in seiner Klarheit jeden Leser überzeugt!
 

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Meine Maman war eine ganz besondere, wunderbare Frau. Und mein Leben mit ihr und Papa auch. Papa nannte sie jeden Tag anders, weil sie so viele Frauen war. Mal war sie Henriette, dann wieder Gloria, Hortense oder gar Georgette. Maman siezte jeden, auch mich und unseren Hausvogel, Taugenichts. Bei uns daheim wurden ständig große Feste gefeiert, Maman und Papa tanzten eigentlich ständig und Mr. Bojangles ging bei uns ein und aus. In der Schule lief für mich eigentlich alles schief. Meine Lehrerin konnte einfach nicht verstehen, warum ich immer erst nachmittags erschien. Maman wurde aber immer sonderlicher. Ihre Metamorphose vollzog sich ganz behutsam. Wir sahen es nicht, wir fühlten es nur. Nach einem Brand musste Maman ins Krankenhaus. In ein ganz besonderes und zwar da in die zweite Etage, da wohnten alle, die gerade aus ihrem Oberstübchen auszogen. In der dritten Etage wohnten die Kopflosen, deren Bude bereits besenrein war. Die Ärzte sprachen von Schizophrenie und bipolarer Störung. Maman litt. Wir litten auch und so fassten wir den aberwitzigen Plan, sie zu entführen. Die Flucht nach Spanien war sehr aufregend, aber dann waren wir alle wieder glücklich. Maman schwamm morgens im Meer, und wenn die Dämonen anklopften, ließ sie sich freiwillig am Dachboden einschließen, damit sie uns nicht störte.
 

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Ein Mann in der Midlife Crisis - herzkrank, Beziehungen gescheitert, schwierigste familiäre Verhältnisse, beruflich nicht ausgelastet, für Freundschaften nicht geeignet - schreibt seiner Ex einen Brief, in dem er sich alles von der Seele schreibt. Ein nicht enden wollender Gedankenstrom über Liebe, Freundschaft und Familie, Karriere und berufliches Scheitern, über die Unmöglichkeit von Beziehungen und die andauernde Suche nach Erfüllung - eine interessante neue Stimme in der spanischsprachigen Literaturszene.
 

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Der Titel "Mysterium" trifft bei diesem Buch den Nagel eindeutig auf den Kopf, es ist wirklich ein mysteriös gestalteter Thriller den Frederico Axat hier niedergeschrieben hat. Mit einer einmaligen Idee, die ich so noch nie bei einen Krimi gelesen habe. Es geht in dem Buch um den todkranken Ted McKay, der mit der Diagnose Hirntumor nicht mehr weiterleben will. Er war gerade dabei, sich in seinem Arbeitszimmer eine Kugel in den Kopf zu jagen, als es überraschenderweise an seiner Tür klingelt und der unerwünschte Besucher sich auch nicht mehr vertreiben lässt. Der junge Mann vor der Tür macht ihn ein einmaliges Angebot, das er nicht ablehnen kann. Ein Art "Selbstmordkettenbrief" wurde von einer dubiosen Gesellschaft ins Leben gerufen, in der es darum geht, sämtliche Verbrecher, die den Rädern der Justiz entkommen konnten auszulöschen. Auf was für ein gefährliches Spiel sich Ted einlässt wird ihm klar, als es schon beinahe zu spät für ihn ist. Ein rasanter Thriller, der den Leser von Seite zu Seite jagt. Für mich eine perfekte Story, toll konstruiert, und zur Gänze schlüssig. Fazit: Ich liebe dieses Buch und werde es auf jeden Fall jedem Krimileser empfehlen.
 

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Für dieses Buch braucht man Anfangs einen langen Atem, aber als die Geschichte richtig losging hat sie mich gefesselt. Am Anfang sieht alles nach einen typischen Jugendroman aus, in dem vier Freundinnen die in der Schule sehr beliebt sind ihre Geschichte über Jungs, Kleidung, Partys etc. erzählen. Mit den vier Freundinnen kann man sich als Leser jedoch nicht anfreunden, sie sind zickig, biestig, arrogant und gemein zu ihren Mitmenschen. Doch als die vier Freundinnen nach einer Party wo auch reichlich Alkohol floss in einen Autounfall geraten, stirbt die Protagonistin Sam, doch wenig später wacht sie auf und muss den wohl schrecklichsten Tag ihres Lebens immer wieder erleben. Sam beginnt über ihr Leben zu reflektieren und zu überdenken was sie für ein Mensch war. Schlussendlich vollzieht sie eine Wandlung und schafft es ihre Fehler auszugleichen. Ein tolles Buch das sehr zum Nachdenken anregt. Und ich freue mich auch schon sehr auf die Verfilmung die demnächst in den Kinos startet.
 

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Was es soll, einem Roman im Deutschen einen möglichst skurrilen oder sperrigen Titel zu verpassen (im Original heißt dieses Buch "Amp'd") hat sich mir noch nie erschlossen, aber seit dem Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg, ist diese Vorgehensweise ja recht beliebt.
Aaron ist nun jedenfalls seit einem schweren Unfall der Einarmige und ist in sein Elternhaus zurückgekehrt, um dort Unterstützung und Hilfe zu erfahren. Seinen Job hat er verloren, er ist am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Aaron versinkt in Selbstmitleid und im Dunst des Marihuanas, das er aus medizinischen Gründen konsumiert. Erst als er den krebskranken Jimmy kennenlernt und im ebenfalls einarmigen Will einen Freund findet, schöpft er wieder neuen Lebensmut.
Ein hochliterarisches Leseerlebnis ist "Der Einarmige" sicher nicht, aber einige amüsante Stunden beschert das Buch durchaus. Nettes Detail am Rande: Aarons Vater war in jungen Jahren Biathlet und 1964 Teilnehmer bei den olympischen Spielen. So findet Innsbruck immer wieder seine Erwähnung!
 

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Die Fortsetzung des besten Fantasyromans des letzten Jahres! Wieder einmal stehen Sara, Danil und Marten als Hauptcharaktere für uns vor der Kulisse des Kaiserreichs Berun. Wieder müssen sich die drei Helden (die unterschiedlicher nicht sein könnten) beweisen. Spannung und Action pur rund um die Blausteine, Intrigen und Verrat rund um den Königshof! Dieses Meisterwerk zeigt uns, dass Sieg und Niederlage oft näher beieinander liegen als wir denken.
Thomas und Stefan Orgel schaffen es auch dieses Mal, mich mit ihrer Fantasy vom Hocker zuhauen. Fans von "Game of Thrones" werden hier einen würdigen Nachfolger finden, der meiner Meinung nach sogar besser ist.
 

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Das unendliche Meer ist der zweite Teil der Erfolgstrilogie "Die 5. Welle". Nur ein sehr kleiner Teil der Menschheit hat es geschafft, die ersten 4 Wellen der "Anderen" zu überleben. Wie wir auch schon im ersten Teil erfahren haben, befindet sich der Rest der Menschheit in der 5. Welle, wo die "Anderen" die Menschen durch Hinterlist dazu bringen, sich gegenseitig umzubringen. Zu den Überlebenden zählt auch Cassie Sullivan, die Hauptprotagonistin, die mit einer kleinen Gruppe von Jugendlichen versucht die "Anderen" aufzuhalten.
Rick Yancey hat uns hier wieder einen actionreichen - mit einem Hauch Romantik - Science-Fiction Roman geliefert.
 

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Eine Prinzessin, die mit ihrem Schicksal hadert, der Prinz, der sie heiraten soll und ein Attentäter, der die Prinzessin umbringen soll, sind die Hauptprotagonisten in diesem Buch. Am Tag ihrer Hochzeit beschließt Lia zu fliehen und irgendwo ein neues Leben anzufangen. Was sie nicht weiß ist, dass ihr der Prinz und der Attentäter schon auf der Spur sind. Irrungen, Wirrungen und Verrat nehmen ihren Lauf. Geschrieben wurde das Buch aus allen drei Sichten der Erzähler. Liebevolle Charaktere, viele nette Details und viel Spannung machen das Buch zu einem ereignisreichen Streifzug durch fiktive Länder. Für alle Fans von "Throne of Glass" oder „Elias und Laia“.
 

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Ein Buch, das verschiedene Tests für alle Lebenslagen bereithält. Von "Bin ich ein guter Autofahrer" bis hin zu "Bin ich ein Typ, der an der Börse investieren sollte?" ist alles dabei, und auch die Testergebnisse sind überraschend humorvoll.
Ich stellte auch manchen meiner Arbeitskollegen ein paar Fragen daraus und kam aus dem Lachen fast nicht mehr heraus. Kurzweilige, aber höchst amüsante Unterhaltung für jeden. Unbedingt einen Blick hinein werfen!
 

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Stellt euch vor, ein Vollblut-Nazi befindet sich 1944 im Feindesland (Frankreich), ihm wird ein kleines jüdisches Mädchen anvertraut, das er eigentlich töten muss. Warum Matthias Strauss stattdessen seinen Kameraden erschießt und Renée mitnimmt auf die Flucht, das kann er sich selber nicht erklären. Wahrscheinlich weil die Kleine etwas besonderes ist: Sie hat schon so oft überlebt, immer wieder war ihr Leben in Gefahr, dass das 7-jährige Mädchen nichts mehr fürchtet. Die Belagerung durch die Amerikaner, dann durch die Deutschen, meistert sie souverän, denn sie weiß, dass Matthias sie immer wieder retten wird. Emmanuelle Pirotte erzählt eine einzigartige Geschichte, die auch bald verfilmt wird und unvergesslich bleibt. Es gehört viel Mut dazu, in Zeiten des Krieges ein Mensch zu bleiben und zu leben!
 

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Dieser Roman ist keine Fiktion, keine Erfindung des berühmt berüchtigten Journalisten, sondern ein persönlicher Abschied von seiner Nina, seiner Frau. Mit ihr verbinden ihn 30 gemeinsame Jahre und zwei Söhne. Über Monate sieht er ihr beim Sterben zu, der Krebs frisst sie auf, aber Nina war immer schon außergewöhnlich: im Leben und im Sterben. Die Liebesgeschichte bzw. was die beiden über Jahre verbunden hat, ist schwer zu begreifen, obwohl Tom Kummers Stil sehr flüssig und spritzig ist! Extreme Situation, dafür steht der Autor, hat er sich doch mehrfach für seinen innovativen Journalismus aus den Zeitungsredaktionen rausschmeißen lassen! Provokant ist auch die Darstellung der Intimitäten zwischen Tom und Nina, manchmal schwer auszuhalten!
 

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Der neue „Fitzek“ hat mich begeistert, diesmal jagt er uns durch eine Story, die meiner Meinung nach wirklich die Idee von „The Purge“ widerspiegelt, was der Autor auch schon vorwegnimmt. Aber es hat mich teilweise auch stark an das Buch „Uhrwerk Orange“ von Burgess erinnert. Sebastian Fitzek erzählt uns hier die Geschichte von Benjamin Rühmann, der alles andere als erfolgreich war in seinem Leben, und der bei der so genannten „Acht Nacht“ nominiert wurde und somit 24 Stunden vogelfrei war. Was alles in der Nacht passiert und wie es überhaupt zu der Idee kam, ist wieder einmal eine typische Fitzek Story. Er recherchiert über die psychischen Leiden seiner Protagonisten immer sehr genau, und alles ist am Ende sehr schlüssig. Wieder einmal ein toller Thriller, der sich sehen lassen kann. Leider nicht so gut wie seine ersten Werke, aber auf alle Fälle wieder viel besser als seine letzten Bücher.
 

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Carl Morck und seine Kollegen vom Sonderdezernat Q sind wieder da! Das heißt, die schräge Rose ist nicht mehr da, denn sie hat einen psychischen Zusammenbruch erlitten und befindet sich in kritischem Zustand in einer Klink.
Nachdem Roses Nachbarin im Park erschlagen wurde, kriegt das Sonderdezernat Q einen ähnlichen, viele Jahre alten Fall auf den Tisch. Und dann haben sie plötzlich 5 verschiedene Fälle am Hals, die alle irgendwie zusammenzuhängen scheinen. Außerdem werden sie ständig von einem Fernsehteam begleitet, das die Zuseher mit schrecklichen Verbrechen beglücken möchte. Mit einem Wort: Carl, Assad und Gordon rotieren!
Adler-Olsen hat mit "Selfies" einen Krimi abgeliefert, der von der ersten Seite an fesselt. Zum einen ist da der Racheengel Anneli, eine frustrierte Sozialarbeiterin, die sich vorgenommen hat, unter den "Sozialschmarotzern" in Kopenhagen aufzuräumen. Dabei geht sie nicht gerade zimperlich zu Werke. Am meisten beeindruckt aber die Schilderung von Roses völligem Zusammenbruch. Wird es Carl & Co gelingen, die schrecklichen Geschehnisse ihrer Vergangenheit aufzudecken und Rose in letzter Minute zu retten?
 

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Viele von euch werden Mona Kasten, die Autorin der New-Adult Reihe "Again" bereits von ihrem YouTube Kanal kennen. Dort dreht sie alles zum Thema Buch. „Begin Again“ ist der erste Band einer Trilogie, indem es um Allie Harper geht, die sich nichts sehnlicher wünscht, als einen Neuanfang. Leichter gesagt, als getan, denn alles was Allie dazu fehlt, ist eine neue Bleibe. Als alle Stricke reißen, bleibt ihr nichts anderes übrig, als bei dem unverschämt gutaussehenden, aber launischen Kayden White einzuziehen, und diese Situation ist schwieriger als gedacht, denn er ist nicht gerade der einfachste Mitbewohner. Ich habe mich nicht nur in die Charaktere verliebt, die Mona Kasten hier geschaffen hat, sondern in das ganze Buch. Es ist flüssig geschrieben und man kann es kaum aus der Hand legen. Die Autorin hat hier ein Buch geschaffen, dass nur so von Liebe, Charme und Witz sprüht.
 

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Mit ihrem Roman "Ein ganzes halbes Jahr" erreichte die Autorin Jojo Moyes ihren weltweiten Durchbruch. Dieses Buch hat mich damals gefesselt, und so schaffte es auch die Fortsetzung: "Ein ganz neues Leben", in dem es wieder um die Protagonistin Louisa Clark geht, die mir besonders im ersten Teil mit ihrer lebensfrohen und lustigen Art ans Herz gewachsen ist. Der Charakter von Lou verändert sich in diesem Teil jedoch sehr stark, da sie immer noch mit ihrem Verlust zu kämpfen hat. Es tauchen auch im Folgeband neue Personen auf, die Louisas Leben verändern, und somit beginnt ein ganz neues Leben für sie. Die Autorin schafft es auch hier wieder, dass kein Auge trocken bleibt und dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Dieses Buch wird seinem Vorgänger auf jeden Fall gerecht.
 

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Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Hier wird die Geschichte von Liz und Tristan erzählt, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten, aber wenn man die Protagonisten kennen und lieben lernt, wird schnell klar, dass die beiden vom Leben gekennzeichnet sind. Besonders gefallen hat mir, dass die Charaktere so gut ausgearbeitet waren und man sie mit jeder Seite besser kennengelernt hat. Wer hier eine einfache 08/15 Story ohne emotionale Tiefe erwartet, liegt falsch, denn das Buch bietet so viel mehr. Es bringt einen zum Lachen und Weinen und in gewissen Situationen auch zum Nachdenken. Da das Buch der Auftakt einer Reihe ist, können wir auf die Folgebände gespannt sein.
Ein Zitat aus dem Buch, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist: "Wie konnten zwei Menschen, die in ihre Einzelteile zerbrochen waren, in den Scherben des anderen ihr Gegenstück finden."
 

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Tess Harding arbeitet viel, um ihren arbeitslosen Mann und ihrem gehörlosen Sohn alles zu bieten, was sie als Heranwachsende vermisst hat. Nach Adams tragischen Tod muss sie erkennen, dass das Haus ihres Onkels, in Montauk, auf sie gewartet hat. Es ist wirklich bitter, wenn Kinder ein Elternteil verlieren, sich selbst die Schuld geben und von der Außenwelt verschließen. Tess hat keine Chance, ihn zu erreichen. Die Natur, in diesem Fall das Meer und Wale, übt eine unglaubliche Anziehungskraft auf ihn aus, und die heilende Wirkung stellt sich schnell ein. Es ist faszinierend, wie schnell sich tragische Ereignisse als wahrhaftiges Glück entpuppen, wie klar sich plötzlich die Vergangenheit darstellt. Und trotzdem bietet Barbara J. Zitwer, auch wenn die Geschichte vorhersehbar ist, einige überraschende Momente!
 

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Dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Kanae Minato hat mich mit diesem Buch begeistert und voll und ganz in ihren Bann gezogen. Schon das erste Kapitel haut einen regelrecht aus dem Lesesessel, verpackt in einen spannenden Plot erzählt uns die japanische Autorin das Schicksal einer Lehrerin und deren Schüler aus mehreren Sichten. Ein Kapitel übertrifft das andere und es ist schier unmöglich das Buch wegzulegen. Und eines ist nach diesem Buch klar: Jeder Mensch ist unter den richtigen Bedingungen fähig einen Mord zu begehen, egal ob Lehrer, Schüler, Klassensprecherin oder Mütter. Lesen sie dieses Buch, es wird ihnen einige Gründe zum nachdenken liefern.
 

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Roy und Betty sind beide über achtzig, als sie sich über ein Datingportal kennenlernen. Nach und nach schleicht sich der Betrüger Roy immer mehr in das Leben der wohlhabenden Betty ein, doch hat auch diese ihre Geheimnisse. Ein Katz und Maus Spiel beginnt, in dem nicht immer klar ist, wer hier wen betrügt. Ein unglaublich raffiniert gebauter Thriller voller überraschender Wendungen in der Tradition von Patricia Highsmith - ein Hochgenuss!
 

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Es klingelt an der Tür, und die Vergangenheit holt dich ein. So ergeht es einem einst erfolgreichen Investmentbanker, als plötzlich sein Studienfreund verwahrlost auf der Schwelle steht. Es wird ihm Obdach gewährt, und bald sitzen sich die beiden tagelang gegenüber, und rollen ihre gemeinsame Geschichte auf. Beide stammen aus südostasiatischen Einwandererfamilien, allerdings aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Beide sind hochbegabt, doch setzen sie ihre Talente unterschiedlich ein. Es entspinnt sich ein Dialog über Freundschaft, Liebe, Verrat, Mathematik, die Finanzkrise, den Afghanistankrieg und den Konflikt in Bangladesh. Letztlich kommen sie zum Schluss, dass ihnen ihr gesammeltes Wissen bei der Lösung der vielfältigen Probleme nur bedingt von Nutzen war. Eine hochinteressante Lektüre, die allerdings einen langen Atem verlangt!
 

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Das ist wahrscheinlich die kürzeste Buchbesprechung, die ich je abliefern werde.
Es gibt nur zwei Dinge über dieses Buch zu sagen:
1. Man sollte wirklich jeden Tag Schnecken backen. (Geht aber nicht, weil es so viele andere schöne Backbücher gibt!)
2. Zum Glück beginnt bald die Rhabarber-Zeit! (Rhabarber-Zimt-Schnecken!)
 

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Im dritten Band rund um den Ermittler Fabian Risk gibt es dieses Mal zwei Handlungsstränge. Er hat es mit einer ganzen Menge Toten zu tun, die alle eines gemeinsam haben: Sie wurden bei minus 18° tiefgefroren!
Seine Kollegin Dunja aus Dänemark dagegen ist einer Gruppe Jugendlicher auf der Spur, die Gewalttaten gegen Obdachlose verübt und sich damit per Video im Internet brüstet. Welche Rolle spielt Risks Sohn Theo beim sogenannten "Happy Slapping"? Und alle Ereignisse werden vom tragischen Selbstmord des Kollegen Elvin überschattet.
Die Themen sind spannend; es geht u.a. um Datenklau im Internet und darum, wie leicht es anscheinend ist, eine andere Identität anzunehmen. Dennoch habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob derart raffinierte Verbrechen wirklich so einfach zu verüben sind?! Wirklich gestört haben mich dieses Mal die ewigen Eheprobleme von Risk und seiner Frau. Das zieht sich jetzt einfach schon zu lange hin, und ein Ende ist nicht in Sicht.
Dennoch werde ich weiterlesen! Denn ganz zum Schluss macht Fabian die Entdeckung, dass Elvin ermordet wurde. Und er weiß, welcher seiner Kollegen der Mörder ist...
 

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Anlässlich der heutigen Pressekonferenz des 1. „Krimi Fest Tirols“ (14.-21. Oktober 2017) habe ich mir zwei Krimi-Autoren vorgenommen: zuerst habe ich einen noch unbekannten Südtiroler Autor unter die Lupe genommen, danach noch das charmante Interview „Frühstück bei mir“ nachgehört, welches Barbara Stöckl mit Bernhard Aichner am 12. März geführt hat. Was fasziniert die KrimileserInnen? Finden sie es bei Luca D’Andrea? „Der Tod so kalt“ spielt in „der kargen Bergwelt von Südtirol“. Dem Leser wird – trotz des flüssigen Stils – ein wenig Durchhaltevermögen abverlangt, denn die grausamen Morde kommen erst nach einer Weile zur Sprache. Danach ist man aber wie besessen davon, den Mörder zu finden (passiert auch Nicht-Krimi-Lesern!). Der Autor weiß wovon er schreibt, ein Fremder in einem Südtiroler Dorf stellt sich ganz anders seinem Schicksal als ein Einheimischer. Erstaunt war ich darüber, dass Luca D’Andrea mich mehrmals in die Irre geführt hat, und ich war mir so sicher, die Lösung zu kennen. Ist wie in den Bergen, da „versteigt“ man sich auch so manches Mal und landet dann halt in der „Bretterbachschlucht“! Ich bin zufrieden!
 

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Hildy Good ist eine der Romanfiguren, die mich, auch nachdem das Buch lange gelesen war, noch beschäftigt hat. Die Darstellung dieser Frau ist ungeheuer intensiv.
Einen Entzug -- ihre "Auszeit", wie sie ihn nennt -- hat Hildy auf Betreiben ihrer Töchter hinter sich. Nötig war er nicht, denn ihren Alkoholkonsum hatte sie doch immer unter Kontrolle. Nach mehreren Monaten völliger Abstinenz kann doch ab und zu ein Gläschen Wein am Abend nicht schaden?!
Erschreckt hat mich (auch wenn es kitschig klingt), dass ich als Leserin in eine Art "Co-Abhängigkeit" gerutscht bin. Man hat geraume Zeit irgendwie Verständnis für die einsame Hildy. Die halbe Flasche Wein am Abend, wenn der Stress im Beruf gar zu groß ist? Sie weiß doch, wann sie aufzuhören hat, oder etwa nicht? Um den Schein zu wahren, trinkt sie nur bei sich Zuhause, und "niemals einen Drink vor 17 Uhr". Doch irgendwie entgleitet ihr die Kontrolle; immer häufiger findet sie sich am nächsten Morgen in Situationen wieder, die absolut unerklärlich sind.
Als dann ein Kind verschwindet und Hildys einziger Freund Frank ihr Auto mit eindeutigen Unfallspuren heimlich reparieren lässt, steht plötzlich ihre ganze Existenz auf dem Spiel...
 

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Ermittler Nick Belsey ist untergetaucht. Gegen ihn läuft wegen seiner eigenwilligen Methoden ein internes Verfahren. Sein Versteck in einer aufgelassenen Polizeistation stellt sich jedoch nicht als ideal heraus, denn eines Tages sucht ihn dort eine verwirrte alte Frau auf, die ihn um Hilfe bittet. Im Laufe seiner inoffiziellen Ermittlungen taucht er in die Parallelwelt der Reichen und Schönen ein und gerät immer tiefer in den Strudel einer schier unglaublichen Geschichte, die viele Todesopfer fordert. Und dann wird auch noch Mordanklage gegen ihn erhoben.... Flotte Lektüre für alle Fans von Fernsehkrimis!
 

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Diese Autorin wird mit ihrem 3. Roman die Bekanntheit erreichen, die ihr zusteht. Die beiden Hauptprotagonisten, Amal und Hammoudi erleben die Revolution und den Krieg ganz unterschiedlich und beide landen schlussendlich auf einem Flüchtlingsboot. Selten hat mich ein Roman so erschüttert und bewegt, denn Grjasnow beschreibt eine Welt, die uns nicht fremd ist. Sie legt Zeugnis ab über den Krieg, die Flucht, und wie es ist, wenn man sich ein neues Leben aufbauen muss. Eindringlich befasst sie sich auch mit den Nachbarländern Libanon und Türkei; sie liefert uns ein Zeitzeugnis, das niemand mehr vergessen wird. Wer die Welt kennenlernen möchte, muss diesen Roman lesen. Für mich ist es ein wichtiges Buch in diesem Frühjahr, genauso wie im letzten Jahr Pierre Jarawan (Am Ende bleiben die Zedern) mein Bewusstsein geprägt hat!
 

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Addie macht Louis, der auch alleinstehend ist, ein wundervolles Angebot. Er soll bei ihr übernachten und statt Beischlaf bietet sie Gespräche an. Und auch wenn in der Kleinstadt bald die Gerüchteküche kocht, tut es beiden mehr als gut. Mir ist natürlich klar, dass diese ungewöhnliche Konstellation nicht immer funktionieren kann, und doch gefällt mir die Vorstellung, dass die beiden im Alter nicht alleine sind. Die Freundschaft, die zarten Bande zwischen den beiden, was kann es Schöneres geben. Eine Kleinode, ein Wunder, ein Buch, das glücklich macht!
 

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Soviel ist mir bereits klar, Chris Kraus wird das deutsche Pendant zu John Irving. Hier hat der Diogenes Verlag wieder eine Neuentdeckung gemacht: Chris Kraus ist nicht nur Drehbuchautor und Regisseur (gerade im Kino: "Die Blumen von gestern", mit Lars Eidinger!) , sondern auch ein grandioser Geschichtenerzähler! Zwei Brüder sind dafür verantwortlich, dass die Nazis im Baltikum Fuß fassen können, und auch später sind Hubi und Koja Vorreiter für den deutschen Nationalismus. Und dazwischen immer eine Frau, Eve, die eigentlich von der Familie im Krieg adoptiert wurde. Hubi (Hubert) ist überzeugt von seinem Tun, sein Bruder Koja (Konrad) macht nur mit, weil er keine andere Berufung findet. Während er innerlich fast daran zerbricht, erzählt er seine Geschichte trotzdem mit einem Augenzwinkern, die dem Leser Distanz zu den schrecklichen Berichten gibt. Es gibt zur Zeit keinen besseren Autor, der auf die "Entzündungen der heutigen Gesellschaft, die sich nicht mehr heilen lassen, wenn wir nicht wissen, was in der Vergangenheit passiert ist," hinweist. Durch seine Aufarbeitung kommt Wohlbefinden beim Lesen auf, trotz der Thematik. Das dunkle Familiendrama hat eine überraschend klare Botschaft und Chris Kraus verführt uns mit seinem vollendeten Erzählstil. Ein überraschend unterhaltsames Buch, mit einer klaren Botschaft!
 

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Die "Stille Heldin" wird sie genannt, Diana Budisavljevic, geboren Obexer, und kaum jemand kennt ihre Geschichte, obwohl sie doch sehr eng mit der Stadt Innsbruck verbunden ist. Über 10.000 Kindern hat sie ab 1941 in Zagreb gerettet, Kinder, die von der Ustascha in Lager gesperrt wurden. Dort verhungerten sie, denn sie waren ja nur "Untermenschen", von serbischer Herkunft. Sehr erschüttert hat mich vor allem die Unmenschlichkeit von geistlichen Anführern, Priestern oder Ordensschwestern. Diana musste nicht nur gegen die Ustascha oder die deutsche Wehrmacht kämpfen, sobald sie die Kinder aus den Lagern holen konnte, wurden sie teilweise noch schlimmer behandelt. Dieser Roman von Wilhelm Kuehs besticht aufgrund seiner ernüchternden Fakten, denen die Großmut und die Unerschrockenheit einer Frau gegenüber steht. Diana hat sich ein Netzwerk aufgebaut, ohne an die Folgen zu denken. Besonders schlimm muss es für sie gewesen sein, die Kinder in ihren Armen sterben zu sehen. Das hat sie wahrscheinlich noch mehr angetrieben, ihre Kartei mit den Namen der Kinder sorgfältig zu führen, damit zurückkehrende Elternteile ihre Kinder wieder finden konnten.
 

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Dieses Buch hat mir nur glückliche Momente beschert. Fast auf jeder Seite fand ich Aussagen von Eva Sichelschmidt, alias Marlies, die ich weiterposten musste, was ich selten mache. Ein seltener Glücksfall in der Literatur! Mit viel Einfallsreichtum führt sie den Leser in die Welt eines zwanzig Jahre verheirateten Paares, das wohl schon über die Midlifecrisis hinaus ist...Unzufrieden sind sie beide, Marlies und Till, an Geld fehlt es sowieso, die Eltern waren genetisch auch keine große Hilfe, die Affaire ist auch nicht mehr das Wahre,...Eva Sichelschmidt selbst hat die Ruhe weg und führt den Leser gekonnt durch diese Katastrophen. Selten so gut gelacht, selten ein Buch gelesen, das von der ersten Seite an so überzeugend mein Weltbild wiedergespiegelt hat. Nebenbei muss ich noch erwähnen, dass Eva Sichelschmidt (verheiratet mit Durs Grünbein!) vor über 15 Jahren in Berlin einen Whiskey & Cigars Laden eröffnet hat!
 

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Im Wagenbach Verlag erscheinen immer wieder höchst interessante und rätselhafte Werke. Rätselhaft ist auch das Romandebut einer jungen deutschen Autorin. Die Bewohner dieses Wohnhauses sind ein wenig seltsam, wie man halt so wird, wenn man jahrelang dieselben Mauern bewohnt und den gleichen Menschen begegnet. Manchmal hatte ich Schwierigkeiten zu erkennen, welcher Bewohner gerade seine Erzählung beginnt. Eigenartig ist Juliana Kalnays Zugang zu den Mietern, man kann sich nicht sicher sein, ob es sich nicht um ein Tier oder eine Pflanze handelt. Trotzdem sind ihre Sätze sehr fliesend und angenehm zu lesen, konzentrieren sollte man sich aber schon beim Lesen!
 

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Man erliegt beim Lesen der Vorstellung, Mutter und Sohn würden vor uns sitzen, sie in einem wunderschönen Ohrensessel, mit einer Decke auf dem Schoß, ihr Sohn ihr gegenüber, ihr zugewandt mit einem erstaunten und offenen Gesicht, vielleicht vor dem Kamin. Die Szene fühlt sich so harmonisch und entspannt an, die Ruhe ist spürbar und überträgt sich wie ein Knistern auf den Leser.
Und wie schön diese Frau mit 102 Jahren ist. In ihrem Blick liegt Freude, Liebe, Ruhe, ein Strahlen - wie ein Wunder.
"Das Buch vom Süden" von André Heller zu kennen, ist ein großer Vorteil, um sich besser in das Leben dieser großen und mutigen Frau (auch wenn sie sich selber nicht für mutig hält) hineinzuversetzen, das Interview erhält dadurch mehr Stimmigkeit und Anmut . Frau Heller besitzt auch sehr viel Humor und wenig Diplomatie, wenn sie nach einem Gespräch ihren Sohn mit folgenden Worten verschickt: "Dann geh jetzt bitte, ich habe viel zu erledigen."
 

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Diese junge Berliner Autorin wird nicht unbemerkt bleiben. Mit ihren Erzählungen hat sie kleine Kunstwerke geschaffen, die sich sehen lassen können. Es sind Fingerübungen für sie, sie katapultiert den Leser mittenhinein in das Leben einer Figur, die man sofort zu kennen glaubt. Mit schönen Sätzen vermag sie einen wichtigen Moment aufzuzeigen, der entscheidend ist für die weiteren Jahre. Leider ist die Erzählung dann schon aus, das ist das einzige Manko an Kurzgeschichten.
 

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Sophie, 17 Jahre jung, muss kurz vor ihrem Abitur ihre vertraute Umgebung verlassen, da ihr Vater eine neue Stelle in München angenommen hat und seine neue Freundin mit zwei Kindern dort ein Haus besitzt. Und so findet sich Sophie in einem fremden Haus mit Stiefmutter, kleinen Brüdern und einem zotteligen Hund wieder.Langsam lernt sie das neue Leben in Bayern kennen und freundet sich mit Alex, dem gleichaltrigen Mädchen aus dem Nachbarhaus an. Zuerst versucht Sophie ihre Gefühle zu Alex zu verdrängen, aber immer wieder kommen sich die Mädchen näher.
Dürfen sie das zulassen oder müssen sie schweigen?
Anne Freytag versteht es auch in diesem Roman mit der Sprache zu spielen, und sie beschreibt die Gefühle der zwei Mädels einfach toll. Man wird mitgerissen in das Abenteuer Freundschaft und Liebe und erlebt ein spannendes Ende. Kann ich nicht nur Jugendlichen sondern auch vielen Erwachsenen empfehlen, die eine tolle Liebesgeschichte lesen wollen!
 

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Wie sehr Bienen mit dem Schicksal der Menschheit verknüpft sind, das spüren wir schon lange. Maja Lunde beweist uns anhand von drei Erzählungen (William- 1852, möchte den optimalen Bienenstock erfinden; George - 2007, USA, wird mit dem mysteriösen Verschwinden der Bienen konfrontiert; Tao - 2098, es gibt keine Bienen mehr und die Pflanzen müssen händisch bestäubt werden), dass ein winziges Lebewesen mit seinem Sterben die ganze Menschheit auslöschen kann. Maja Lund fesselt ihre Leser und man hat kein Problem, die unterschiedlichen Erzählstränge zu begreifen. Im Gegenteil, das Wissen, was Jahre zuvor passiert ist, trägt dazu bei, dass man am Ende das Buch zuklappt und sich denkt, dass jedes Naturereignis darauf zurückzuführen ist, dass wir uns langsam selber zerstören.
 

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Lunde erzählt uns die Geschichte vom Anfang der Bienenzüchtung bis zum Bienensterben anhand dreier Familiengeschichten in verschiedenen Zeitepochen: 1852 vom Engländer William, der einen neuen Bienenstock erfindet, 2007 vom Amerikaner George, der die Tradition des Imkerns von seinen Eltern, Großeltern, übernommen hat und an seinen Sohn Tom weitergeben möchte; wird doch der Traum jäh unterbrochen.....
Die Bienen sterben aufgrund von Umwelteinflüssen und der Klimaveränderung. 2098 von Tao, die in China Obstbäume händisch bestäubt. Durch Zufall hört man wieder das Summen.Maja Lundes "Die Geschichte der Bienen" ist ein literarischer Wurf, bei dem nicht nur Bienen die Hauptrolle spielen. Auch die Familiengeschichten mit deren Kindern sind ein zentrales Thema. Besonders gefallen hat mir die Verknüpfung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein visionärer Roman, ein interessantes Thema, packend und kurzweilig erzählt.
 

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Anne und Marco Conti erleben das Schlimmste was Eltern passieren kann. Ihre sechs Monate alte Tochter wird aus dem eigenen Haus entführt, während sie nebenan bei einer Geburtstagsfeier sind. Nach Tagen voller Angst und Ungewissheit erhalten sie den Strampler ihrer Tochter gemeinsam mit einem Erpresserbrief. Werden sie ihre geliebte Tochter schon bald wieder in die Arme schließen können?
Der Roman "The Couple next door" ist von Beginn an atemberaubend spannend. Meist verfolgt man das Geschehen aus der Sicht von Anne und Marco, die an der Belastung zu zerbrechen drohen. Der Thriller wurde von Shari Lapena sehr einfühlsam zu Papier gebracht. Die Verzweiflung der Eltern ist auf jeder Seite spürbar. Man leidet geradezu mit und kann das Buch nicht aus der Hand geben, da es so mitreißend geschrieben ist. Dieser Psychothriller ist ein Buch, das man in einem Zug durchlesen muss. Meiner Meinung nach ist es ein äußerst gelungenes Thrillerdebüt einer jungen Autorin.
 

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Die Werke von Ferdinand von Schirach unterliegen folgendem Grundsatz: „Egal wie monströs dessen Taten scheinen mögen, ein Mensch doch immer ein Mensch ist.“ Der Roman beginnt mit einen Mord in einem Berliner Luxushotel. Fabrizio Collini bislang völlig unbescholten, ermordet einen alten Mann. Scheinbar ohne jegliches Motiv. Der junge Anwalt Caspar Leinen übernimmt die Pflichtverteidigung. Das Opfer ist der hoch angesehene Industrielle Hans Meyer, der Großvater von Leinens besten Freund. Collini, der Täter, schweigt beharrlich. Leinen recherchiert und fördert erschreckendes Material zu Tage. Eine meisterhaft inszenierte Geschichte, deren Dramatik mich während des Lesens atemlos machte. Ein Blick in tiefste menschliche Abgründe, und doch bleibt ein Mensch immer noch ein Mensch.
 

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Ich war 17, als mir die "Memoiren des Dimitri Shostakovich" in die begierigen Leserhände fielen, und seither begegne ich diesem Komponisten immer wieder im Konzertsaal, in der Oper und auf CDs. Beste Voraussetzungen also für die Lektüre von Julian Barnes' "Der Lärm der Zeit". Man kann das Buch natürlich auch ohne Vorwissen lesen, doch denke ich, dass einem etwas fehlen wird. Barnes greift drei markante Punkte aus dem bewegten Leben des Komponisten heraus, die signifikant für das Verhältnis von Macht und Kunst sind. Der erste Teil behandelt die Kampagne des Stalin Regimes gegen die Oper "Lady Macbeth von Mzensk", die auch das Leben des Musikers bedroht. Im zweiten Teil wird die Bekanntheit Shostakovichs im Ausland für Propagandazwecke missbraucht, und im dritten Teil wird er unter Chrushtchov zur Parteimitgliedschaft gezwungen. Barnes schreibt in knappen Einzelszenen, die so minimalistisch wie einzelne Stücke von Shostakovich anmuten, über Macht und Musik, Propaganda und Kunst, Überlebenswillen und Konzessionen, die man dafür in totalitären Regimen in Kauf nehmen muss.
 

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Mallory hat eine dunkle Vergangenheit , aber mit Hilfe ihrer Adoptiveltern schafft sie die Rückkehr in ein neues Leben und somit auch in eine neue Schule. Die ersten Tage sind nicht einfach und bald trifft sie Rider, den sie vier Jahre nicht mehr gesehen hat. Nun werden Erinnerungen aus ihrem alten Leben wieder wach. Menschen, die sie lieben, machen sich Sorgen.
Rider, ihr Beschützer, hat sich verändert, und auch Mallory ist älter geworden und die Gefühle für ihn stärker. Ob das gut geht?
Eine ganz tolle Geschichte über eine Freundschaft, die in einer großen Liebe endet.
 

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Einen Schüler anzunehmen, ihm beizubringen, wie er sich im Kultur- und Kunstbereich bewegt, wie er mit den richtigen Menschen redet, Kontakte knüpft, sich kleidet, zuhören lernt, Chancen wittert, das hat sich Eleonora als Lebensziel gesetzt. Als erfolgreiche Theaterschauspielerin und mit ihrer Lebenserfahrung, an Einsamkeit gewöhnt, lässt sie gegenüber Chirú eine ungewohnte Nähe zu. Sie weiß aufgrund vieler Gespräche mit ihrem besten Freund und Mentor, dass das Verhältnis zu einem Schüler klare Grenzen braucht, aber diesmal dringt Chirú in ihre Vergangenheit ein. Ist sie zu weit gegangen? Michela Murgia lotet mit jedem Satz das Verhältnis zu ihren Mitmenschen aus. Klar und sensibel, mit extrem starken Dialogen, überzeugt sie den Leser von ihrer Geschichte. Nicht nur Italien (Sardinien), sondern die Welt liegt ihr zu Füßen und zur Zeit ist sie für mich die faszinierendste Wortführerin der italienischen Literatur!
 

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Dieses Buch ist einmal eine Fantasiestory der etwas anderen Art. In "Smoke" wird die Geschichte zweier Jugendlicher erzählt, die in England in einem strengen Internat unterrichtet werden, wo die Menschen in dieser Zeit Rauch und Ruß absondern, als Zeichen einer Sünde. Schon das kleinste Vergehen hat den Rauch zur Folge. Die Kinder werden darauf vorbereitet, keinen Rauch abzusondern. Denn wer raucht, ist ein schlechter Mensch und hat keinerlei Chancen im Leben weiterzukommen. In einem Buch wird alles über jeden einzelnen Schüler aufgezeichnet und vermerkt. Doch dies sollte sich schon bald ändern als Charlie und Thomas bei einer Klassenfahrt einen Mann über den Weg laufen, der keinen Rauch absondert, obwohl er gerade ein Verbrechen begeht.
Eine wirklich spannende Geschichte ,die sicherlich die Herzen der Fantasy-Fans erobern wird.
 

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Dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Es ist aus der Sicht eines schwarzen Dienstmädchens geschrieben und behandelt die teilweise wahre Geschichte eines Sturms in den 1930er Jahren in Florida. Damals hatte die Gesellschaft noch die Auswirkungen des ersten Weltkriegs zu tragen und man spürt das auf jeder einzelnen Seite. Vanessa Lafaye hat hier einen wirklich tollen Roman geschrieben, der sicherlich niemanden kalt lässt. An manchen Stellen erinnert er mich auch an eines meiner Lieblingsbücher: "Gute Geister", von Kathryn Stockett. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen! Sie werden dieses Buch garantiert nicht mehr aus der Hand legen können.
 

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Ich denke, wenn es einem schwerfällt, ein Buch zu beschreiben, steht oft im Klappentext, " Jan Schomburg erzählt von Johanna, Boris und Ana-Clara - und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben."
Johanna ist anders, eigenwillig und direkt, das findet auch Boris. Und doch ist er mit Ana- Clara zusammen. Johanna ist die beste Freundin, mit ihm "lebt " sie. Dieser erst Roman von Jan Schomburg liest sich wie ein Drehbuch mit starken Figuren, deren Gefühle wir auf einer Leinwand präsentiert bekommen. Ein erfrischender Erstlingsroman!
 

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Der neue Roman von David Foenkinos hat mich von der ersten Seite an begeistert. Es ist ein Buch für Bücherfreunde. Aber auch für welche, die es noch werden wollen. Dieses Buch verleitet einen dazu, in die nächste Bibliothek zu gehen und alles einzupacken, was man dort an interessanter Literatur findet.
Mit dem spannenden Plot über den griesgrämigen Pizzabäcker Monsieur Pick und dessen unveröffentlichten Manuskript, das in einer besonderen Bibliothek (die Bibliothek der unveröffentlichten und abgelehnten Manuskripte) in einem kleinen Ort in der Bretagne gefunden wurde, fesselt Foenkinos einen gekonnt, man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die junge Pariser Lektorin hat den großartigen Roman entdeckt, der ein Welterfolg werden sollte. Durch den ganzen Werbetrubel wird das Leben der Familie Pick ganz nett durcheinander gewirbelt. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" ist einfach ein wundervoller, amüsanter Roman mit viel französisch-charmanten Flair.
 

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Lou hat sich aus dem Staub gemacht, wie Jo es schmerzlich bezeichnet. Sie ist gestorben und hat ihn alleine gelassen. Er schwankt zwischen tiefem Kummer und Zorn über das Schicksal, hat große Angst, dass seine Seele auseinanderbricht. Lou hinterlässt ihm ein Testament – eine Aufgabe, er soll sich um seine Kinder kümmern, die er kaum kennt. Nie war Zeit für sie … und sie möchte, dass er sie glücklich macht. Cyrian, der zwischen zwei Frauen und zwei Kindern steht und die wunderschöne erfolgreiche Sarah, die an einer unheilbaren Muskelkrankheit leidet, auf Krücken geht und von ihrer großen Liebe zutiefst enttäuscht wurde. Nach einem furchtbaren Unfall der Enkelin versammeln sich alle Familienmitglieder am Krankenbett von Pomme und alles wird gut. Sarah verschenkt ihr Herz an einen wunderbaren Mann, Jo darf seine beiden Enkelkinder auf seiner geliebten Insel verwöhnen und der untreue Cyrian kehrt zu seiner ihm angetrauten Ehefrau zurück. Friede. Freude. Eierkuchen.

Der Roman ist sehr interessant aufgebaut, alle Protagonisten erzählen kapitelweise selber, und sogar Lou meldet sich „von dort, wohin wir alle einmal gehen“. Lassen Sie sich überraschen!
 

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Nach ihrem erfolgreichen Dreiteiler "Die Bestimmung" schickt uns Veronica Roth nicht mehr in die Zukunft, dafür aber auf fremde Planeten.
Akos ist aus Thuvhe, eher zurückhaltend und ausgebildet in der Herstellung verschiedener Pflanzentränke. Cyra ist aus dem Volk der Shotet und mit einer todbringenden Gabe gesegnet/verflucht. Beide Völker sind verfeindet und entfremdet.
Als Akos' Familie von den Shotet angegriffen wird und er und sein Bruder entführt werden, wird er zum Krieger, um seine Familie zu rächen.
Gut gefallen hat mir, dass immer wieder die Perspektive wechselt: einmal erzählt Cyra aus ihrer Sicht, dann wieder eine dritte Person über Akos' Erlebnisse.
Meiner Meinung nach ist das Buch viel besser als "Die Bestimmung" und wird hoffentlich auch wieder ein großer Erfolg!!
 

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Du meine Güte! Das war jetzt schon mein 23. Kay-Scarpetta-Buch! Die sind nie langweilig, aber die vorherigen sollte man schon gelesen haben. Denn sonst wird's schwierig, der Handlung folgen zu können.
Kay muss sich in diesem Teil wieder mit einer Serienmörderin aus der Vergangenheit beschäftigen, die alle für tot halten. Und allem Anschein nach ist ihre Nichte Lucy knietief in diesen Fall verstrickt. Ohne die Hilfe von Benton und Pete muss sie sich darauf einlassen.
Hab ich ratzfatz gelesen und ich warte schon auf Fall 24.
 

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Im Klappentext steht, dass Duenas dermaßen mitreißend schreibt, dass man atemlos weiterlesen muss. Kann ich bestätigen: bis nach Mitternacht gelesen, weil ich nicht mehr aufhören konnte. Es ist das außergewöhnliche Setting (Mexiko-Stadt, Kuba, Andalusien) und die außergewöhnliche Zeit (1860), die packend und in schillernsten Farben wiedergegeben wird. Mauro hat sich sein Vermögen schwer erarbeitet, und mit einem Schlag, mit einer Fehlentscheidung, verliert er alles. Mit fünfzig Jahren einen Neubeginn zu wagen, kann nur ihm gelingen. Fasziniert haben mich die neuen Geschäftsideen, die Mitte des 19. Jahrhunderts aufgekommen sind. Es war eine Zeit des Umbruchs, als Spanien viele Kolonien verloren hat und Unanbhängigkeitskriege den Markt beeinflusst haben. Lehrreich und fesselnd ist dieser Roman, niemals wird es kitschig oder unglaubwürdig!
 

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Bald geht die Garten-Saison wieder los und ich freue mich schon sehr darauf.
Letztes Jahr habe ich mit Anleitung aus diesem hilfreichen Ratgeber einige Pflanzen aufgezogen, die ich jetzt dann bald ins Freie umtopfen kann. Meine Avocado ist bereits 1 m hoch und wächst brav. Aber die hat jeder schon mal versucht. Aber Erdbeeren? Hat auch funktioniert. Und wusstet ihr dass Apfelkerne vor dem Einpflanzen in den Kühlschrank müssen?? Ich bis dato nicht. Von Avocados bis Zitronen findet ihr zahlreiche Tipps und Tricks, wie aus dem was sonst im Biomüll landen würde, wieder neue Pflanzen wachsen.
 

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Doris Knecht verrät uns in jedem Buch mehr über menschliche Beziehungen, und trotzdem entdecke ich immer wieder neue Verhaltensweisen zwischen Mann und Frau. Viktor steht für mich für den älteren "Gruber" (in "Gruber geht", übrigens toll verfilmt!), viel hat er nicht dazugelernt. Mittlerweile betrachtet er sein ständiges Fremdgehen als eine Krankheit und lässt sich diese auch für gutes Geld von einem Psychologen attestieren. Hypersexuell ist er, obwohl ihm daheim echt nichts abgeht. Doris Knecht nimmt sich wieder mal viel heraus, mehr als einem manchmal recht ist. Vielleicht möchte ich einfach der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen und mir das bisschen Romantik zwischen Mann und Frau noch erhalten!
 

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Wie ich schon bei meinen Rezensionen von Marie Force angab, bin ich kein großer Fan von „Romantischer Literatur“. Doch Marie Force brachte mich dazu, es auszuprobieren. So bin ich bei Hoover Colleen hängen geblieben. Ihr neuer Roman spielt immer am 9. November in Los Angeles oder New York City.
Zwei Jugendliche, scheinbar durch Zufall aufeinander getroffen, beschließen sich 5 Jahre lang nur am 9.November zu treffen. Eine Gefühlsachterbahn mit Höhen und Tiefen entsteht. Man liest abwechselnd von Fallon und Ben. Wie sich langsam Gefühle breit machen, Glücksgefühle aber auch Zweifel. Der Roman ist toll geschrieben und einfallsreich umgesetzt. Ich werde auf jeden Fall mehr von ihr lesen.
 

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Ferdinand von Schirach ist nicht nur ein renommierter Anwalt sondern auch einer der besten Schriftsteller im deutschsprachigen Raum. Er schreibt in seinem zweiten Erzählband „Schuld“ über wahre Fälle, die nicht nur spektakulär sind sondern auch ans Herz gehen. Die Protagonisten, meist die Täter, kann man nur allzu oft verstehen, und er zeigt uns mit seinen Kurzgeschichten den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit auf, wie es kein zweiter kann. Ich kann dieses Buch und alle andere Werke von Schirach nur empfehlen. Auch die Verfilmungen sind sehr gut gemacht und auf jeden Fall sehenswert.
 

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Ein Roadtrip nach Alaska, eine Flucht vor inneren Dämonen und vor Naturgewalten, vor eingebildeten und realen Bedrohungen - all dies verpackt Dave Eggers in seinen neuen Roman um eine Mutter, die mit ihren beiden Kindern im Wohnmobil aufbricht, um alles hinter sich zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Eggers erzählt eine packende, berührende und bisweilen poetische Story, die einen mitreißt und zum Nachdenken anregt.
 

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Jahrelang hat Harriet geglaubt, eine gute Ehefrau gewesen zu sein und jetzt, wo ihr Mann tot ist, verherrlicht sie ihn immer noch, glaubt sogar, dass er mit ihr noch redet. Perfekt war die Ehe sicher nicht, das erfahren wir mit jedem Sprung in die Vergangenheit, mal erleben wir Harriet als junges Mädchen, selbstbewusst und mit vielen Träumen, dann wieder nach der Geburt des ersten Kindes, dann mit über fünfzig, die Kinder sind aus dem Haus. Auf der Schiffsreise nach Alaska entpuppt sich das späte Geschenk ihres Mannes als Offenbarung: ihr Leben war eine Lüge. Evison schreibt mit einem Augenzwinkern, es gibt einen allwissenden Erzähler, der Harriet auf die Schippe nimmt. Ich habe gut gelacht, natürlich mit Harriet, und nicht über sie!
 

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Wir lieben Geschichten, die das Leben schreibt. Wenn es anderen passiert, fühlen wir mit ihnen und sind doch so froh, dass es nicht uns wiederfahren ist. Spannend ist es auch, wenn ein Mann plötzlich seine hochschwangere Frau verliert und allein einen Säugling nach Hause nehmen muss. Toms Umgang mit der Situation ist keineswegs souverän, wenn er in den unterirdischen Gängen zwischen der Säuglingsstation und der Intensivstation herumirrt, der Leser ist aber immer dabei: eine Erfahrung, der man sich nicht entziehen kann. Dieses Buch ist ein schwedischer Bestseller, da der Autor uns Einblick gibt in die Psyche des Krankenhauspersonals und der Angehörigen. Wie geht Tom mit den Informationen der Ärzte um und wieviel Bedeutung schenkt er seiner Familie? Wie verhalten sich Menschen in Ausnahmesituationen? Erstaunlich ist, dass Selbstmitleid nie Thema ist!
 

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Ein Bild, das mehrere Jahrhunderte verbindet: gemalen 1637, dann über Generationen innerhalb einer Familie weitervererbt, bis es bei Marty de Groot plötzlich gestohlen wird und mit einer Fälschung ersetzt. Mich erstaunt das Geschick des Autors, durch ein Bild 3 Leben miteinander zu verbinden. Manchmal kann es sehr mühselig für den Leser sein, wenn er in andere Epochen versetzt wird, von einem Kapitel zum anderen. Das ist bei Dominic Smith überhaupt nicht der Fall. Natürlich ist es beim Lesen von Vorteil, wenn ein gewisses Kunstverständnis bereits vorhanden ist, ist aber kein Muss, denn man lernt viel über die niederländischen Maler, über Kunstfälschungen, Auktionen und Museen. Doch das traurige, aber wunderschöne Bild von Sara de Vos entsteht auf 350 Seiten vor unserem geistigen Auge, sodass man es am Ende selber besitzen möchte!
 

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Der Titel ist Programm. John Rebus, unorthodoxer Detective Inspector in Edinburgh, seit 1987 Hauptfigur zahlreicher erstklassiger Kriminalromane Ian Rankins. Im Verlauf der Jahre hat Rankin auch zahlreiche Kurzgeschichten über ihn in verschiedenen britischen Zeitungen veröffentlicht. Auf Deutsch erschienen bereits mit 'Eindeutig Mord' (12 Stories) und 'Der Tod ist erst der Anfang' (22 Stories) zwei Sammlungen. Da diese beiden Bücher nicht mehr lieferbar sind, hat der Goldmann-Verlag nun eine umfangreiche Anthologie mit allen alten und zehn neuen Rebus-Geschichten veröffentlicht. Mal kriminalistisch spannend, mal eher amüsant werden dabei zahlreiche Facetten der vielschichtigen Figur 'Rebus' geschildert, immer mit eingebaut viel Edinburgher Lokalkolorit. Wenn ich auch persönlich die komplexen Kriminalromane Rankins den Kurzgeschichten - kaum hat man angefangen, ist die Story schon wieder zu Ende - vorziehe, waren auch diese ein angenehmer Zeitvertreib und eine unumgängliche Ergänzung zum Gesamtwerk um 'John Rebus'.
 

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Selten so gut gelacht, das verspreche ich euch bei dieser Lektüre. Der Autor stellt nicht seine Emigration von Sarajevo nach Deutschland in den Mittelpunkt, sondern er streut immer wieder Anekdoten seiner Kindheit ein, damit sein jetziges Verhalten – als Kleinganove – erklärbar ist. Man könnte meinen, im Kugelhagel nach Hause zu kommen, hätte den Jungen für immer traumatisiert. Man erfährt aber, dass er mehr Angst vor der schimpfenden Mutter als vor den Bomben hat. Der Ich-Erzähler begegnet auch immer wieder Neo-Nazis, die ihn in unmögliche Situationen bringen, doch so wie Tijan Sila hier erzählt, muss man immer wieder schmunzeln. Ohne Übertreibung ein ungewöhnliches Debüt!
 

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Seit Jahren ist uns Lesern Haruki Murakami als der beste japanische Autor bekannt. Für diejenigen, die von seinen frühen Werken beeindruckt waren, darf ich den Vorschlag machen, sich mal Yoko Ogawa zu widmen. Ihr Stil ist sehr ähnlich, sehr ruhig, aber doch mit einer klangvollen Sprache. Mich beeindrucken Autoren, die normale tägliche Vorgänge, wie zb. die Essenszubereitung, so elegant beschreiben können, dass der Leser fast am Tisch sitzt und mitisst! Für mich steht in „Zärtliche Klagen“ das Cembalo im Mittelpunkt, denn es verkörpert die Seelen der 3 Protagonisten. Das Haus im Wald, die Werkstätte des Handwerkers, Rurikos Flucht vor ihrem Mann, der sie betrügt…alles findet in den Klängen des Cembalos zusammen. Sehr empfehlenswert!
 

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Marion und Hortensia, beide über 80, sind Nachbarinnen in einem Nobelvorort von Kapstadt. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein; die eine weiß, die andere schwarz. Marion kann es nicht verwinden, dass die andere just in dem Haus lebt, das sie selbst als junge Architektin entworfen hat und das ihr bei jedem erneuten Verkauf durch die Lappen gegangen ist. "Sie sind die Eigentümerin? Und der große weiße Mann ist ihr Ehemann?!" Dermaßen schlecht gestartet, können die beiden gar nicht anders, als einander 20 Jahre lang das Leben schwer zu machen.
Was weiter passiert, wie sich diese beiden Frauen doch noch einander annähern, lesen Sie am besten selbst! Manches Mal fühlte ich mich ein wenig an Old Filth und Terry Veneering erinnert. Omotoso schreibt so pointiert und scharfzüngig, dass man das schmale Buch kaum aus der Hand legen mag. Und nebenbei erfährt man noch so einiges über die Kolonialherrschaft und die Apartheid.
Ich hoffe auf mehr von dieser wunderbaren Autorin!
 

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Schon als kleines Kind ist sie anders als die anderen. Von den Mitschülern wird sie ausgelacht und oft gedemütigt. Sie selbst weiß nicht wieso, sie ist wie sie ist. Denn sie hat keine Erinnerung mehr an die Zeit ihrer frühesten Kindheit. Ihre Eltern behüten und fördern sie liebevoll. Besonders ihr Vater. Ihr Wunsch ist es einfach normal zu sein. Was auch eine ganze Weile gelingt. Doch dann kommt durch eine sterbende Frau ein grausames Geheimnis ans Tageslicht. Von diesen Tag an, will sie nur noch Rache. Rache für sich und ihre Mutter. Ein spannender Thriller der Autorin Marina Heib, sprachgewaltig, jedoch beklemmend, erzählt aus der Ich-Perspektive der Protagonistin. Ein Buch, das man lesen muss!
 

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Ein brilliantes, sorgfältig ausgearbeites Debüt, das uns zeigt, wie sehr Naturereignisse in das Schicksal der Menschen eingreifen. Völlig ungebändigt fegt der Sturm über die Insel und seine Bewohner hinweg und fordert eine historische Schuld ein! Christian Buder hat das perfekte Setting gewählt: eine Insel, die ihre Geister bewahrt und keinen entkommen lässt. Die Ereignisse wiederholen sich dreißig Jahre später und immer spannender wird die Lektüre. Buder hat mit seinem Erstlingswerk alles richtig gemacht: Synchron mit dem Wetter spitzen sich die Ereignisse immer wieder zu, als Leser hat man das Gefühl, man wird auch von der Insel gefegt! Großes Aufräumen mit der Vergangenheit!
 

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Bernhard Setzwein ist ein großes Erzähltalent. Er besitzt genaue Kenntnisse über die menschliche Natur und ihre Abgründe. Das Schicksal der Grafenfamilie Coudenhove-Kalergi, die immer sehr fortschrittlich und revolutionär auftritt, ist eng mit dem Untergang der mitteleuropäischen Kultur verbunden. Auch wenn Graf Hansi in seiner Eigenartigkeit überall auf Unverständnis stößt, führt er doch indirekt das Werk seines Vaters weiter. Für mich ist er ein Held, ein Samurai, ein Schelm, der durch seine Exzentrik die Menschen eint!
 

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In diesem Buch sind sie alle versammelt: die Helden meiner Kindheit! Und auch heute begegne ich vielen von ihnen immer noch, wenn ich meinen eigenen Kindern vorlese. Denn etliche Klassiker wie z.B. die Mumins von Tove Jansson oder die wunderbaren Bücher von Edith Nesbit stehen bei uns hoch im Kurs.
Über Astrid Lindgren oder Joanne K. Rowling und all ihre großartigen Figuren ist den meisten Lesern sicherlich vieles schon bekannt. Aber wie sieht es mit all den anderen Frauen aus, die ebenfalls weltberühmte, unglaublich spannende und phantastische Geschichten erfunden haben?
Luise Berg-Ehlers hat jetzt 27 berühmte Kinderbuchautorinnen in einem Buch vereint; man erfährt viel Wissenswertes und Unterhaltsames aus dem Leben der verschiedenen Autorinnen und erhält einen Überblick über ihre bekanntesten Werke.
Für mich ein Buch zum Immer-wieder-reinblättern! Und zum Hervorkramen solcher Schätze wie "Daddy Langbein" oder "Anne auf Green Gables"...
 

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Mein Problem: Ein Haufen (fast) ständig hungriger Kinder. Dazu ich, die ich nicht besonders gerne einkaufe. Jetzt scheint ein Traum wahr zu werden! Kochen aus dem leeren Kühlschrank, also praktisch mit Nichts! Toll!!! Wie kann das gehen?
Also, ganz allein mit Luft und Liebe kochen auch die beiden Autorinnen dieses Buches nicht. Daher gibt es Empfehlungen, welche Grundzutaten man unbedingt vorrätig haben sollte. Schon mit den Kapiteln über Linsen oder Suppen bin ich hoch zufrieden! Die Rezepte sind ganz simpel; es gibt immer die Variante mit den Zutaten, die man auf jeden Fall braucht, bzw. die Zusatzrubrik "Das macht es besser!" Was mich irritiert hat: In einen großen Teil der Rezepte kommen als Unbedingt-Zutat z.B. Creme fraiche, Sahne oder TK-Erbsen o.ä. Das würde ich ja alles im Kühlschrank aufbewahren... Vielleicht darf man den leeren Kühlschrank nicht zu wörtlich nehmen?! Wie auch immer, gleich mit dem allerersten Rezept, der Türkischen Linsensuppe, habe ich bei meinen Kindern schon gepunktet!
 

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Diese Woche feiern wir den internationalen Frauentag und gerade eben ist ein neuer illustrierter Band über die Friedensnobelpreisträgerin Malala erschienen. Ein Plädoyer für Bildung und Gerechtigkeit!
Für Kinder ab 8 und alle die schöne Bücher lieben.
 

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Das Mädchen Annie erlebt verstörende Sachen bei sich Zuhause. Bis sie genug hat und ihre Mutter bei der Polizei anzeigt.
Nun wird sie einem Ehepaar anvertraut, das selbst Hilfe bräuchte. Es beginnt ein Zwiespalt in Annie, gut oder böse, böse oder gut? Mich hat der Roman lange nicht mehr losgelassen, vor allem die Dinge, die ihre Mutter verbrochen hat. Jedes Mal wenn ich von ihren makabren Machenschaften las, bekam ich Gänsehaut. Ein gelungener Spannungsroman, der mich am Ende erschüttert hat!.
Ein Tipp: nichts für frischgebackene Mütter und sehr sensible Menschen!
 

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In Innsbruck ist Anna Kim bereits bekannt, nicht nur, weil “Anatomie einer Nacht“ für die Innsbruck Liest Aktion ausgewählt wurde. Mit ihrem neuen Roman wird sie aber Kultstatus erreichen. Die Geschichte Koreas im letzten Jahrhundert wurde noch nie so bemerkenswert gut und umfassend dargestellt. Sie ist eine Expertin auf diesem Gebiet und meine Unkenntnis, was die Geschichte Koreas und auch Japans betrifft, erschreckt mich selbst. Natürlich ist es verwirrend, wenn man die Diktatoren und ihre Handlanger nicht kennt. Dafür liest man ja, denn nur so können wir vermeiden, dass sich Geschichte wiederholt, dass man die Gefahr frühzeitig erkennt.
 

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Der Diogenes Verlag hat im Jahr 2016, meiner Meinung nach eines der schönsten Bücher aller Zeiten herausgegeben. James Matthew Barrie erzählt uns die Geschichte von Peter Pan und nimmt uns mit auf die Reise in die fantastische Welt Neverland. Durch seine lebendige Sprache kann man voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Man würde nach dieser Lektüre am liebsten selbst für immer ein Kind bleiben. Es ist einfach ein Kinderbuch, das einen mitnimmt in ein wundervolles Märchen. Schon die Gestaltung des Bildbands ist traumhaft, ein Leinenband im Schuber, fabelhaft illustriert von Tatjana Hauptmann. Ein Buch, das in keiner Sammlung fehlen sollte.
 

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Durch den Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ lässt uns J.K. Rowling erneut in ihre magische Welt eintauchen. Gott sei Dank, denn als richtiger Fan kann man von diesem Lesestoff nie genug bekommen. Hier hat man das gesamte Drehbuch nochmal zum Nachlesen, aufgelockert durch nette kleine Zeichnungen. Für jeden echten Fan auf alle Fälle ein Muss.
 

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Auf diesen Psychothriller habe ich mich schon lange im vorhinein gefreut. Und ich muss sagen, er erfüllt alle Erwartungen. Das Ehepaar Anna und Tom erleben den wohl größten Alptraum aller Eltern, ihre kleine Tochter Julie wird aus dem eigenen Kinderzimmer nachts entführt und die jüngere Schwester Jane muss das Ganze auch noch mitansehen. Dieser Vorfall wirft nun einen Schatten über die ganze Familie und die Verhältnisse sind stark zerrüttet. Bis eines Tages, Jahre nach der Entführung plötzlich eine junge Frau vor der Tür steht und behauptet Julie zu sein. Von nun an beginnt der Wahnsinn für die Familie ein zweites Mal. Amy Gentry hat hier wirklich einen sehr guten und auf jedenfall lesenswerten Spannungsroman zu Papier gebracht, den ich sehr empfehle.
 

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Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn mich eine Serie einmal gepackt hat, bleibe ich ihr bis auf Widerruf treu. So freue ich mich zum Beispiel auf jede neue Geschichte mit dem unvergleichlichen "katholischen Bullen" Sean Duffy, der in Nordirland auf meist unkonventionelle Art für Recht und Ordnung sorgt. Auch diesmal hat mich die Lektüre nicht enttäuscht: Der Fall ist interessant, der Witz wird schärfer, der Bulle diesmal etwas weicher, aber doch noch grantig genug, die Musikauswahl ist nach wie vor grandios (ja, auch die Lieblingsmusik des Bullen ist durchaus hörenswert - überzeugen Sie sich selbst davon - es lohnt sich!). Ich freu mich jedenfalls schon auf den nächsten Fall und wünsche McKinty eine etwas größere Fangemeinde!
 

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Folgende Schlagwörter treffen auf diesen neuen Roman zu: Schwimmstunden, Betrug, Bildung, Briefe, Einsamkeit, Meer, Ehebruch, Schriftsteller, Selbstverwirklichung, etc. Muss ich noch mehr erzählen? Zusätzlich wird dieser Roman in 27 Ländern erscheinen. Das hat auch mich neugierig gemacht und schlussendlich ab der ersten Seite gefesselt. Am schönsten fand ich die Aussage des Schriftstellers Gil, der findet, die Bücher gehören den Lesern, da sie entscheiden, was sie sich zwischen den Zeilen herausholen. Und bei diesen zahlreichen Themen, die Claire Fuller hier großartig in diese Familiengeschichte einbaut, werden alle Leser glücklich.
 

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Elke Heidenreich, Benedict Wells und auch Thomas Glavinic empfehlen den Debütroman von dem noch jungen und doch mehrfach ausgezeichneten Journalisten. Zurecht. Für mich ist ein Roman gut, wenn man sich noch im Nachhinein mit der Geschichte befasst, wenn man das Buch noch länger neben sich liegen lässt, wenn man sofort darüber sprechen möchte, wenn man es unbedingt verleihen möchte. Der Pitt Club der Universität Cambridge wählt seine Mitglieder gewissenhaft aus, und nur Hans mit seiner Vorgeschichte kann sich dort einbringen, ohne selbst ein Snob zu werden. Takis Würger ist ein Autor, der weiß wovon er erzählt, er boxt sich durch die Geschichte wie ein Weltmeister und jeder Leser geht ko!
 

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Andrew Miller hat in seinem neuen Roman eine Antiheldin geschaffen, von der man sich als Leser sehr angezogen fühlt. Maud ist attraktiv, redet aber wenig und wirkt auf andere fremd und unnahbar. Sie tut eigentlich nur das Nötigste, alles lässt sie geschehen. Es passiert ihr die Liebe mit Tim, seine Familie, das nette Einfamilienhaus, die Arbeit als Wissenschaftlerin, das Kind. Nach dem Unfall sind alle weg und ihr bleibt nur noch das Segelboot und die Einsamkeit, um alles zu verarbeiten. Man leidet mit ihr mit und möchte sie nicht alleine in die Welt segeln lassen. Geschickt lockt uns dieser großartige Autor, er schickt uns auf eine Reise, einen abenteuerlichen Segelausflug...ich bin in Gedanken noch immer auf diesem Boot! Miller ist ein Sprachkünstler, der bereits mit "Friedhof der Unschuldigen" sein Können bewiesen hat! Unbedingt in der Originalsprache lesen, für alle, die es können!