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Gerade gelesen

Ich war 17, als mir die "Memoiren des Dimitri Shostakovich" in die begierigen Leserhände fielen, und seither begegne ich diesem Komponisten immer wieder im Konzertsaal, in der Oper und auf CDs. Beste Voraussetzungen also für die Lektüre von Julian Barnes' "Der Lärm der Zeit". Man kann das Buch natürlich auch ohne Vorwissen lesen, doch denke ich, dass einem etwas fehlen wird. Barnes greift drei markante Punkte aus dem bewegten Leben des Komponisten heraus, die signifikant für das Verhältnis von Macht und Kunst sind. Der erste Teil behandelt die Kampagne des Stalin Regimes gegen die Oper "Lady Macbeth von Mzensk", die auch das Leben des Musikers bedroht. Im zweiten Teil wird die Bekanntheit Shostakovichs im Ausland für Propagandazwecke missbraucht, und im dritten Teil wird er unter Chrushtchov zur Parteimitgliedschaft gezwungen. Barnes schreibt in knappen Einzelszenen, die so minimalistisch wie einzelne Stücke von Shostakovich anmuten, über Macht und Musik, Propaganda und Kunst, Überlebenswillen und Konzessionen, die man dafür in totalitären Regimen in Kauf nehmen muss.
 
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