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  • Alexandra „Lexie“ Cavendish arbeitet als Innenarchitektin bei Howard Enterprises und wird von ihrem Vorgesetzten Andrew Howard nach Dunmor Castle beordert. Der Immobilienspekulant plant, die Burg nach dem Kauf zu einem Luxushotel umzubauen und gewinnbringend weiterzuverkaufen. Als Lexie im Zuge eines ihrer schrecklichen Albträume wieder einmal schlafwandelt, wird sie beinahe von einem schwarzen BMW überrollt. Der attraktive Fahrer mit dem schwarzen Haar und den intensiven blauen Augen stellt sich jedoch als schärfster Konkurrent von Lexies Vorgesetztem heraus. Grayson Fitzgerald ist erfolgreicher New Yorker Immobilienspekulant sowie Chef und Gründer der Fitzgerald Holding. Lexies Auftauchen stört seine eigenen Interessen und seine anfangs fürsorgliche und charmante Art wandelt sich rasch zu Abneigung und kaum verhohlenen Groll. Grayson möchte als Sohn des Burgbesitzers mit aller Macht verhindern, dass der Familienbesitz in fremde Hände gelangt. Darüber hinaus scheint der gesamte Ort Kenntnisse über Lexies Mutter zu besitzen, von denen sie selber bislang nichts ahnte. Nach und nach erfährt sie Einzelheiten, begegnet aber in erster Linie Misstrauen und Ablehnung. Dunmor Castle umgibt ein großes Geheimnis, welches zu wahren sich die gesamte Bevölkerung scheinbar verschworen hat.

    Kathryn Taylor erzählt im vorliegenden Roman die Geschichte eines jungen Mädchens, das in Pflegefamilien und Heimen aufgewachsen ist und so gut wie nichts über ihre Herkunft weiß. Erst Lexies Ankunft in Cerigh lässt nach und nach Erinnerungsfragmente an die Oberfläche kommen, doch die Einwohner sind nur widerwillig bereit, Einzelheiten preiszugeben. Durch das große Geheimnis um die Vergangenheit von Lexie und ihrer Mutter entsteht im Buch ein gewisser Spannungsbogen, der bis zuletzt aufrecht gehalten wird und in einen brandgefährlichen und adrenalingeladenen Cliffhanger mündet.

    Kathryn Taylors einnehmender Schreibstil und die lebendige Charakterzeichnung ihrer handelnden Figuren haben mir ausnehmend gut gefallen. Durch Anmerkungen und geschickte Hinweise weckt die Autorin immer wieder die Neugier des Lesers, die Personen der Handlung sind teilweise undurchschaubar und verschlossen. In Lexie Cavendish findet man eine einfühlsame junge Frau, der sich nach einer schweren Kindheit und einer gescheiterten Ehe die unerwartete Gelegenheit bietet, endlich etwas über ihre leibliche Familie in Erfahrung zu bringen. Grayson Fitzgerald wird als charakterstarker und liebevoller Mann dargestellt. Seine anfangs abweisende und zornige Haltung Lexie gegenüber wird nach und nach von einer wachsenden gegenseitigen Anziehungskraft abgelöst. Dieses Buch wird mit interessanten und teilweise sogar sehr liebenswürdigen Nebenfiguren bereichert, die jedoch nur zögernd dazu beitragen, Licht in Lexies Dunkelheit zu bringen. Besonders durch die Erzählungen von Eileen Kelly, der ehemals besten Freundin ihrer Mutter, erfährt sie wichtige Details. In Sheila Murphy, der Wirtin des Castle Inn in Cerigh, begegnet der jungen Frau jedoch eine bösartig agierende Persönlichkeit, die sie vom ersten Moment an aus tiefstem Herzen hasst. Father Peter Flaherty und seine resolute Haushälterin Mary Ward, der allseits beliebte pensionierte Arzt Dr. Clark Turner, der faule und nachlässige Ortspolizist Sergeant Eddie Sumner und Sheilas Ehemann Fred Murphy scheinen jedoch eindeutig mehr zu wissen, als sie zugeben oder Lexie gegenüber äußern möchten. Die Autorin verstand es wunderbar, die eingeschworene Gemeinschaft des kleinen irischen Städtchens Cerigh authentisch darzustellen.

    Fazit: „Dunmor Castle – Licht im Dunkeln“ hat mich bereits nach wenigen Seiten gefesselt. Der Roman versprüht den Charme einer wunderschönen irischen Landschaft und seiner Einwohner, vermittelt das Gefühl der Spannung angesichts des Geheimnisses um die Burg und den Verbleib von Lexies verschwundener Mutter, und endet mit einem beinahe unerträglichen Cliffhanger, der meine Vorfreude auf die Fortsetzung ins Unermessliche steigert.

    Dieser Roman aus der Feder Kathryn Taylors hat mir ausgezeichnet gefallen und ich empfehle ihn sehr gerne weiter!


  • Hier muss ich gleich zu Beginn sagen, dass es mir super schwer fällt, hier eine Rezension zu schreiben, denn ich bin mit einer vollkommen falschen Erwartung an dieses Buch herangegangen. Das liegt daran, dass ich bisher zwar auch schon öfter mehrteilige Bücher/Trilogien etc. gelesen habe, die in sich abgeschlossen waren und auch separat voneinander, also ohne Vorkenntnisse, gelesen werden konnten. Davon bin ich auch bei diesem Buch ausgegangen und wurde daher vollkommen überrumpelt und enttäuscht, weil man hier als Leser zwar Spannung bis zum "Ende" erhält, jedoch komplett mit allen offenen Fragen allein gelassen wird. Da kann ich vorweg nur zu der Aussage kommen, dass ich lieber als Leser ein dicken Wälzer vor mir habe und dann selbst entscheide, wann und wie ich ein Buch lese oder beende, als, wie hier, sozusagen entmündigt und mit allen offenen Fragen vor den Kopf gestoßen werde. Hierfür ziehe ich jedoch keinen Stern ab, weil dies vielleicht ein Irrtum meinerseits ist.

    Jetzt aber von vorne.
    Das Cover ist farblich wunderschön gearbeitet und bietet in sich einen interessanten Kontrast, denn einerseits sind hier zarte Farben und die zartgliedrige Frau mit dem Blumenstrauß im Gegensatz zur rauen See und den "Wild"blumen, die dieses Wechselspiel gut hervorheben.
    Die mysteriöse Atmosphäre, die das Cover andeutet, macht neugierig auf den Inhalt. Jetzt, nach dem Lesen des Buches, kann ich sagen, dass der erste Eindruck zum Cover nicht täuscht, denn die Neugier wird durch das ganze Buch hindurch immer wieder durch gekonnt gesetzte Andeutungen und Hinweise, angestachelt und somit der Spannungsbogen konsequent gehalten. Die mysteriöse Stimmung trägt hierzu auch einen Großteil bei.

    Der Schreibstil ist super eingängig und ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefangen von den Ereignissen.

    Die geschilderten Charaktere werden vortrefflich in Szene gesetzt und lassen die Vorkommnisse lebendig werden.

    Mein Fazit: Spannung pur, die den Leser leider am Ende völlig in der Luft hängen lässt