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  • Das Geburtstagsfest von Judith W. Taschler

    Doris Stadlbauer

    Kindheit in Kambodscha. Die Autorin erzählt schonungslos über das brutale Regime der roten Khmer.

  • Das Geburtstagsfest von Judith W. Taschler

    Stefanie Besold-Eisner

    Familien-Beziehungen und Lebenslügen, die große Liebe, Flucht und Heimkehr sind die Themen, die Judith Taschler virtuos erzählt: Das Leben des Architekten und Familienvaters Kim Mey verläuft bis zu seinem fünfzigsten Geburtstag ruhig und in geordneten Bahnen, ändert sich aber schlagartig: Seine Frau Ines überrascht ihn mit einem großen Fest, das er gar nicht feiern wollte. Seine drei Kinder wollen ihren Vater mit einem besonderen Gast auf der Familienfeier überraschen: Ohne sein Wissen haben sie Tevi Gardiner eingeladen, jene Frau, mit der Kim als Kind aus Kambodscha geflohen ist, und die er seit 25 Jahren nicht mehr gesehen hat. Die Kinder erhoffen sich dadurch mehr von der Vergangenheit ihres Vaters zu erfahren, über die Kim nie sprechen wollte. Doch dieser reagiert seltsam abweisend auf den Überraschungsgast. Tevi erzählt von ihrer Kindheit in Kambodscha zur Zeit des grausamen Pol Pot Regimes, berichtet von dem Tag, an dem ihre gesamte Familie von Soldaten der Roten Khmer getötet wurde. Kim erträgt es kaum. Im Laufe der Nacht entfacht ein heftiger Streit zwischen den beiden, alle Anwesenden sind höchst irritiert. Am frühen Morgen fährt Tevi ab, ohne sich zu verabschieden. Für Kim ist nichts mehr, wie es war. Denn er hat etwas erfahren, das sein ganzes Leben in Frage stellt, und ents Eine scheinbar harmlose Überraschung lässt das Geburtstagsfest einen katastrophalen Ausgang nehmen. Figuren, die dem Leser unter die Haut gehen und lange in Erinnerung bleiben.

  • Das Geburtstagsfest von Judith W. Taschler

    Alexander Kornell

    Zu seinem 50. Geburtstag haben die Kinder von Kim Mey eine besondere Überraschung für ihren Vater. Sie haben jene Frau eingeladen, mit der er einst als Kind von Kambodscha nach Österreich geflüchtet ist. Doch seine Reaktion auf den Gast ist äußerst verhalten und bald wird allen klar, dass sie nicht die ganze Geschichte der Flucht kennen. Was ist damals wirklich passiert?

    Einmal mehr legt Judith W. Taschler ein eindringliche Familiengeschichte vor. Dass sie sich in diesem Roman ausführlich mit der Geschichte der Roten Khmer und der Vertreibung vieler Kambodschaner auseinandersetzt, ist eine neue Facette in ihrem Werk, mit der sie ihr Können einmal mehr eindrucksvoll beweist. Gebannt folgt der Leser dem Schicksal von Kim, das in Rückblenden erzählt wird und es wäre keine echte Taschler, wenn es nicht zum Ende wieder eine überraschende Wende gäbe.

    Wieder ein großartiger Roman von einer der wohl besten österreichischen Autorinnen!

  • Das Geburtstagsfest von Judith W. Taschler

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Kim wird 50 und seit einigen Monaten hat er schon so ein ungutes Gefühl, wenn er an das Geburtstagsfest denkt. Als Jugendlicher hat er beschlossen, seine Vergangenheit in Kambodscha zurückzulassen. Tevi ist der Überraschungsgast, doch ihre Anwesenheit löst in Kim schreckliche Erinnerungen aus. Judith W. Taschler hat uns bereits mit "Roman ohne U" bewiesen, wie gut sie recherchieren kann. Außerdem kann sie eine Geschichte erzählen, die raffiniert aufgebaut ist, und je mehr Taschler von Kims und Tevis Vergangenheit preisgibt, je mehr wir über den schrecklichen Krieg in den 70ger Jahren erfahren, umso mehr begreifen wir, wie schwierig sich diese Vergangenheitsbewältigung für Kim gestaltet. Judith W. Taschler steigert sich mit jedem Roman, aber wer glaubt, der "Sibierienteil" in "Roman ohne U" war wild, der muss sich für den neuen Roman wärmer anziehen!