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  • Black Hand von Stephan Talty

    Da ich mich sehr für die Mafia und ihre Geschichte interessiere, mich bisher aber vor allem mit der Mafia in Italien beschäftigt habe, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Es geht um die
    die Anfänge der amerikanischen Mafia und den Kampf dagegen. Die Leseprobe hatte mir schon sehr gut gefallen, aber dann kam das Buch und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Autor Stephan Talty hat mich wahrhaft in seinen Bann bzw. in den von Joseph Petrosino gezogen. Ein Mann, der selbst in Italien geboren wurde und als Junge dann mit seiner Familie nach Amerika ausgewandert ist. Der also ganz nah am Geschehen war und dann selbst gegen die Black Hand agieren wollte. Der etwas verändern und die Welt etwas besser machen wollte.
    Mich hat diese wahre Heldengeschichte über einen ganz besonderen Menschen tief beeindruckt. Gegen so viele Widerstände, oft auch auf verlorenem Posten, kämpft Petrosino gegen das Verbre-chen.
    Stephan Talty beschreibt das in seinem Buch sehr anschaulich und nachvollziehbar, für mich un-glaublich authentisch und nah. Gerade das hat mich sehr gefesselt und das Buch zu einem Page-turner gemacht. Ein unglaublich spannendes Sachbuch, das auch die schon damals große Macht der Presse und auch das Leben der Menschen in New York eindrucksvoll widerspiegelt. Ein Sach-buch, das spannender ist als viele Krimis oder Thriller. Einfach interessant und absolut lesenswert.

  • Black Hand von Stephan Talty


    Was ist dieses Buch? Ein Sachbuch? Ja, durchaus. Ein langweiliges Sachbuch? Nein, ganz im Gegenteil. Also eher ein Thriller? Ja, genau das, ein Sachbuch-Thriller. Und was für einer!
    New York City Anfang des 20. Jahrhunderts: ein Ort, in dem das Verbrechen herrscht. Der Alltag besteht aus den Anschlägen, Entführungen und Erpressungen, verantwortlich dafür die Organisation Black Hand. Und dann erfahren wir von Joseph Petrosino, einem italienischen Detective mit knallharten Methoden. Wir erfahren von den Anfängen der amerikanischen Mafia und wir erfahren von einem unerschrockenen Helden, der es wagte, sich der Mafia entgegegenzustellen. Petrosino, ein Einwandererkind, kannte von früh an Prügel und Hunger. Aber sein Wille, nach oben zu kommen, war ungebrochen. Und so arbeitete er sich vom Schuhputzer und Müllmann hoch, bis er einen Job bei der Polizei bekam und schließlich seinen unglaublich mutigen und raffinierten Kampf gegen die Mafia aufnahm.
    Das Buch ist sehr, sehr packend geschrieben. Packend zum einen durch das Thema, denn dass die Mafia New York in fester Hand hatte, war mir bislang völlig unbekannt. Und packend durch den Schreibstil des Autors. Er erzählt so lebendig, dass man das Elend, den Dreck und den Gestank in den Straßen von New York zu jener Zeit geradezu körperlich spürt und riecht. Mitreißend wird uns das Leben von Petrosino nähergebracht, wir erleben seinen unermüdlichen Versuch, Einwanderer und Amerikaner näherzubringen und des Bösen Herr zu werden. Kein Wunder, dass die Geschichte von Petrosino verfilmt wird, denn dieses Buch hat alles, was sein fesselnder Film auch haben sollte: Intensiv-Bilderreiches Erzählen einer außergewöhnlichen Geschichte.