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  • Inhalt:
    (Klappentext)
    Eleonore Zander hat nicht nur den für sie wichtigsten Menschen verloren, sondern muss auch um ihr eigenes Leben fürchten. Auf der Flucht trifft sie auf den mürrischen Ethan Mc Connor, der zurückgezogen in den Wäldern am Fuße der Rocky Mountains lebt. Er bietet ihr Zuflucht an, als sie schwer traumatisiert und zu Tode verängstigt am Straßenrand kauert. Mit seinen langen Haaren und dem dichten Bart wirkt er eher wild als vertrauenserweckend. Sein Blick ist düster, beinahe angsteinflößend, und doch bleibt Eleonore nichts anderes übrig, als ihm zu vertrauen.
    Fernab der Zivilisation begibt sie sich in den Schutz dieses Mannes, dessen raue Schale sie nach und nach durchdringt. Aus Angst wird Neugierde. Aus Neugierde Interesse. Und aus Interesse Wertschätzung sowie eine tiefe Zuneigung, mit der sie beide nicht gerechnet haben. Besonders Ethan nicht, der seit seiner Kindheit niemandem wirklich nahe sein kann. Trotzdem gelingt es Eleonore, sein versteinertes Herz auf eine Weise zu berühren, dass er sie um jeden Preis vor der drohenden Gefahr retten will. Zur Not auch mit seinem Leben.

    Mein Kommentar:
    Ich bin schon lange ein großer Fan von Sarah Saxx und hatte daher auch hohe Erwartungen an ihr neues Buch, welche sie voll und ganz erfüllen konnte.
    Sie hat wie immer einen sehr flüssigen und lebendigen Schreibstil und die Emotionen kommen gut beim Leser an.
    Ich fand es sehr schön, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Ethan und Eleonore geschrieben ist. So lernte man beide sehr gut kennen und erfuhr viel über deren Gefühle und Gedanken. Ich fand es schön so richtig mit ihnen mitfiebern zu können.

    Mit Eleonore und Ethan hat sie zwei ganz besondere Charaktere geschaffen, welche beide kein Vertrauen mehr zu ihren Mitmenschen haben und schlimme Dinge erlebt haben. Gemeinsam begeben sie sich in eine Zukunft und lernen wieder Vertrauen aufzubauen. Beide haben eine schwierige Vergangenheit und dennoch können sie sich gegenseitig helfen, um wieder positiv in die Zukunft zu blicken. Diese Entwicklung kann man bei beiden sehr gut nachvollziehen und man merkt, wie sie sich langsam wieder öffnen. Dadurch, dass sie dem anderen helfen wollen, lernen sie mit ihren eigenen Problemen umzugehen, was ich sehr schön fand. Man braucht einen Partner im Leben zu dem man Vertrauen hat und dann kann man alle Hindernisse überwinden.

    Aber nicht nur die Hauptprotagonisten sind sehr schön und mit viel Tiefe beschrieben, sondern auch die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Allen voran Heathcliff, der immer zur Stelle ist, wenn einer der beiden ein Problem hat und Hilfe oder auch nur einen Rat braucht. Er ist so etwas wie ein väterlicher Freund, der immer zur richtigen Zeit zur Stelle ist. Das fand ich sehr schön beschrieben.

    Dennoch gab es immer wieder Rückschläge und Eleonore und Ethan mussten immer wieder aufs Neue mit ihren eigenen Dämonen kämpfen. Allerdings merkte man auch, dass sie sich gegenseitig Halt gaben, um mit den Situationen besser umgehen zu können.

    Mein Fazit:
    Eine sehr schöne Liebesgeschichte, die sich aber nur langsam entwickeln kann, da beide Hauptprotagonisten sehr viele eigene Probleme haben, die sie erst überwinden müssen. Ob ihnen das gelingt und sie dann zu einem Happy End kommen, muss jeder selbst herausfinden. Aber ich kann nur sagen, dass es sich lohnt auf diese Entdeckungsreise zu gehen.

    Ganz liebe Grüße,
    Niknak

  • "Das Licht in meiner Dämmerung" erzählt die Liebesgeschichte von Eleonore, die bei einem Überfall ihren Bruder verloren hat und anschließend entführt wurde, und Ethan, der sie bei ihrer Flucht gefunden und - zunächst eher widerwillig - mit nach Hause genommen hat, um sie zu verstecken. Die beiden geraten recht schnell aneinander, da er sehr zurückgezogen lebt und eine gewisse Abwehrhaltung fremden Menschen gegenüber hat, während sie nicht bereit ist, sich von ihm alles gefallen zu lassen. Zugleich fühlen sie sich aber zueinander hingezogen und je mehr Zeit sie durch die außergewöhnlichen Umstände miteinander verbringen, desto wohler fühlen sie sich in der Gegenwart des jeweils anderen.

    Die Annäherung der Protagonisten wurde sehr schön dargestellt. Die Funken zwischen ihnen sprühen von Anfang an, doch Saxx hat auch verdeutlicht, wie aus einer Art Zwangsgemeinschaft mehr wurde. Es war meiner Meinung nach glaubwürdig, wie sie sich näher gekommen sind und die Rückschritte und Hindernisse für ihre Beziehung wurden ebenfalls ausgiebig beleuchtet. Beide wurden von bisherigen Erlebnissen geprägt; Eleonore trauert um ihren geliebten Bruder, den sie gerade erst verloren hat, und zudem ist ihr eigenes Leben in Gefahr, weshalb sie sich an einem ihr unbekannten Ort verstecken muss. Ethan dagegen hatte in seiner Kindheit ein traumatisches Erlebnis, das noch all die Jahre später große Auswirkungen auf sein Verhalten und die Beziehungen, die er sich aufbaut, hat, weshalb es trotz seines oftmals ruppigen Benehmens leicht ist, mit ihm zu fühlen. Dies wurde von der Autorin sehr sensibel, aber dennoch eindringlich geschildert und mir hat gefallen, wie sein Charakter sich im Lauf der Handlung verändert hat, doch vor allem, dass es ein langsamer Prozess und keine schnelle Wunderheilung war. Allerdings muss ich gestehen, dass es Szenen gab, bei denen ich mich nicht wohl gefühlt habe, gerade im Zusammenhang damit, wie er seine früheren Bettgefährtinnen behandelt hat. Sein Verhalten war nicht akzeptabel und ich war froh, dass er bei Eleonore nicht zu solchen Extremen gegriffen hat, da eine detailliertere Beschreibung hiervon für einige Leser vielleicht ein Trigger sein könnte. Davon abgesehen hat mir gefallen, wie die Figuren dieses Problem thematisiert haben und auch, mit wie viel Verständnis und Zuneigung sie aufeinander eingegangen sind.

    Neben der Liebesgeschichte spielt die Gefahr, in der die Protagonistin schwebt, eine große Rolle und sie ist im Hintergrund immer präsent. Da Eleonores Flucht ausführlich geschildert wird, sind die ersten Kapitel besonders packend, doch zwischendurch gibt es ebenfalls fesselnde Momente, obwohl der Fokus oft vollständig auf der Entwicklung der Charaktere und ihrer aufkeimenden Beziehung lag. Die Zuspitzung des Konfliktes war interessant, allerdings wurde für meinen Geschmack alles zu schnell aufgelöst und abgehandelt, sodass ich auch das an sich schöne Ende etwas überstürzt fand. Da das Buch ein paar Abschnitte hat, in denen vergleichsweise wenig passiert ist, hätte mir hier eine andere Gewichtung besser gefallen. Davon abgesehen mochte ich "Das Licht in meiner Dämmerung" aber; die Figuren sind toll charakterisiert, die Autorin macht deutlich, dass sie zusammen passen und der Schreibstil passt sehr gut zu der Geschichte, sodass die Emotionen mehr als deutlich wurden. Auch die Spannung war durchaus vorhanden, obwohl diese mir aufgrund der konstanten Bedrohung fast schon ein bisschen zu kurz gekommen ist. Deshalb - und aufgrund der Ereignisse, mit denen ich mich ein wenig unwohl gefühlt habe - vergebe ich 3,5 Sterne.