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  • Silberdrache von Angie Sage

    „Silberdrache“ von Angie Sage erscheint 2019 im Verlag arsEdition und umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 Seiten.
    Das Cover des Buches ist ein absoluter Eyecatcher und wirklich toll gelungen. Es stellt den Silberdrachen in Blautönen und natürlich schimmerndem Silber dar.

    Um was geht es? (dem Klappentext entnommen)
    Ein silbernes Drachenei! Joss traut seinen Augen kaum, als ihm das Ei einfach so vor die Füße fällt. Wer sich mit einem silbernen Drachen verbündet, heißt es, erhält unermessliche Macht. Bald schlüpft Drache Lysander. Doch skrupellose Drachenjäger sind hinter ihm her ...
    Sirin ist mit den Legenden über Drachenreiter aufgewachsen, die über Generationen weitergegeben wurden. Doch als ihre Mutter krank wird, hat Sirin Mühe, noch an Magie zu glauben ... bis sie einen geheimnisvollen Silberstreifen am Nachthimmel über London sieht.
    Bald stehen Joss, Lysander und Sirin im Mittelpunkt eines Kampfes zwischen den Drachen, welche die Menschheit beschützen – und denjenigen, die sie zerstören wollen.

    Angie Sage schreibt gekonnt und in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen Sprache ihre Geschichte. Sie ist in meinen Augen für Leser ab 12-12 Jahren ohne Limit nach oben geeignet.
    Es gelingt Angie Sage, die zwei Welten von Joss und Sirin gekonnt zu vernetzen und die Spannung blieb meines Erachtens durchgängig erhalten. Ich konnte mich gut in die meisten Charaktere hineinversetzen, so zum Beispiel Sirin, Allie und Joss als Menschen und Lysander und Bellacrux als Drachengestalt.
    Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass mir die Verbindung zwischen den Menschen und ihren Drachen zu wenig herausgearbeitet wurde, aber dies kann ja in Folgebänden noch erfolgen. Ich würde mir dies jedenfalls wünschen.
    Dass noch weitere Bände folgen werden, lässt das Ende des ersten Bandes erahnen, das neugierig auf die nächsten Abenteuer macht mit neuen und bereits bekannten Drachen. Ich bin jedenfalls gespannt.
    Insgesamt würde ich an das Buch „Silberdrache“ von Angie Sage 4 von 5 Sternen vergeben.

  • Das Erbe der Porzellanmalerin von Birgit Jasmund

    „Das Erbe der Porzellanmalerin“ von Birgit Jasmund ist 2019 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 412 Seiten. Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil des Meißen-Epos. Der erste Teil trägt den Titel „Das Geheimnis der Porzellanmalerin“.

    Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
    Meißen im Jahre 1750: Kurz nachdem Geraldine ihren leiblichen Vater kennengelernt hat, stirbt dieser. Allerdings hat er vor seinem Tod sein Testament geändert – zugunsten der unehelichen Tochter. Sie allein soll sein Rittergut erben. Sehr zum Missfallen ihres Halbbruders, der mit allen Mitteln versucht, ihr das Erbe streitig zu machen. Dann taucht plötzlich ein Dokument auf, das vor Generationen verfasst wurde, und nach dem der Besitzer des Gutes nur ein Mann sein darf. Für Geraldine scheint es keine Handhabe zu geben, um dagegen vorzugehen, es sei denn, sie würde heiraten …

    Die Autorin Birgit Jasmund hat hier einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere hineinversetzen. Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Geraldine. Sie wird dargestellt als eine starke Frau, die Durchsetzungs- und gleichzeitig Einfühlungsvermögen zeigt. Sie weiß einerseits genau, was sie will, kann sich aber auch fallen lassen.
    Birgit Jasmund hat ihr Buch mit historischen Tatsachen unterlegt und gleichzeitig auch eine fiktive Geschichte erzählt. Diese Mischung habe ich sehr genossen: ich habe vieles über die Zeit um 1750 und die Porzellanmalerei erfahren und mich gleichzeitig wunderbar unterhalten gefühlt.

    Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein schöner Roman!

  • Bauerngartenglück von Walburga Schillinger; Charlotte Pohse

    „Bauerngarten-Glück – Ernten und Genießen rund ums Jahr“ von Wallburga Schillinger und Charlotte Pohse ist 2019 im Ulmer Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 192 Seiten.

    Dieses Buch macht so unglaublich viel Lust, sofort mit dem Anlegen, Gärtnern und Genießen in einem Bauerngarten anzufangen. Ich habe so viele Informationen und tolle Ideen erhalten und ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch unzählige Male in Händen halten werde.

    Den sechs großen übergeordneten Kapiteln ist ein Vorwort und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anlegen eines eigenen Bauerngarten voran- und ein Serviceteil mit Bezugsadresse etc. nachgestellt.
    Die sechs großen Kapitel bgleiten den Leser rund um sJahr und hier sind immer zwei Folgemonate in einem Kapitel zusammengefasst. Sie sind immer nach der gleichen Art und Weise aufgebaut:
    1. Gartenpraxis: Hier geht es um Planung und Vorbereitung der anfallenden Arbeiten.
    2. Die eigene Kinderstube: Aussaat, Samen, Sorten sind hier im Blickpunkt.
    3. Ab in den Boden: Arbeiten im Blumen-, Kräuter-, Gemüsebeet und im Obstgarten sind hier das Thema.
    4. Charlottes Mischkulturbeet: Jetzt geht Charlotte mit ihrem Mischkulturbeet voran .
    5. Do it yourself: Hier werden viele Anregungen zum Selbergestalten gegeben.
    6. Die Guten ins Töpfchen: Leckere Rezepte, Tipps zum richtigen Erntezeitpunkt und zum Konservieren der Ernte warten hier auf den Leser.
    7. Was die Oma schon wusste: Zum Abschluss warten die Autorinnen hier mit altem Gärtnerwissen auf.

    Den Autorinnen gelingt es mit ihrem persönlichen und dabei unglaublich informativen Schreibstil, dem Leser ihre Leidenschaft für das Gärtnern in einem Bauerngarten nahe zu bringen. Ihnen gelingt dies auf sehr angenehme, lebendige, praxisnahe und anschauliche Art und Weise. Viele Tipps, Tricks und Rezept- und Kreativideen lassen das Buch zu einem absoluten Leseerlebnis werden.

    Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen, bunten Zeichnungen und die vielen Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden.

    Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber zum Thema „Praxiswissen aus dem Bauerngarten“, der Anfängern einen tollen Einblick gibt, aber auch erfahrenere Gärtner können von diesem Buch, den Tipps, Tricks und enormen weitergegebenen Wissen profitieren.
    Dieses Bauerngarten-Glück-Abenteuer hat mich absolut überzeugt und gefällt mir außerordentlich gut.

  • Überflieger von Karin Ernst

    „Überflieger“ von Karin Ernst ist 2019 im Verlag Droemer HC erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

    Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
    Claire und ihr Mann Niko glauben, es geschafft zu haben. Sie genießen finanzielle Unabhängigkeit, bewohnen ein wunderbares Haus in einer beliebten Großstadt, sehen blendend aus und sind gesund. Gerade von einem langjährigen Aufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt, führen sie voller Stolz ihren wohlgeratenen Nachwuchs vor. Denn natürlich haben sie zwei großartige und begabte Kinder, denen der Erfolg quasi in die Wiege gelegt wurde.
    Cordelia, die Ältere, ist eine talentierte Pianistin, vor allem aber ruhen die Hoffnungen auf dem jüngeren Sohn Raffi, der sich schon als Dreijähriger Lesen und Schreiben beigebracht hat und von dem alle Großes erwarten.
    Doch mit Raffis Schuleintritt erweisen sich sämtliche Hoffnungen als reine Fantasie, und es beginnt eine wahre Tour de Force für die Familie…

    Karin Ernst schafft es mit seinem Schreibstil gekonnt, den Leser in den Bann der Geschichte um die beiden Familien zu ziehen. Die Autorin schreibt klar, prägnant, schlicht, wunderbar humorvoll, spitzzüngig und treibt manches gerne auf die Spitze und darüber hinaus. Sie regt an, über den Umgang innerhalb von Familien nachzudenken, über Wunschphantasien, über Eigenprojektion in Kinder, über unser Schulsystem und dessen Unzulänglichkeiten allen Kindern gerecht zu werden, über den Fluch und Segen von Hochbegabung und den Umgang damit.
    Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich habe auch die teilweise überzogenen Schilderungen sehr genossen und darüber herzlich lachen können, denn dazu soll es sicherlich auch anregen: zum Nachdenken und Darüber-Lachen.

    Fazit: „Überflieger“ ist ein sehr humorvolles, teilweise erschreckend realistisches Buch, das ganz deutlich am Schein und Sein, am Wunschtraum und der Wirklichkeit unserer Mittelschicht kratzt.
    Lesespaß ist in meinen Augen hier 100% garantiert und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

  • Die Tage mit Bumerang von Nina Sahm

    „Die Tage mit Bumerang“ von Nina Sahm verfasst ist 2019 im Hanser Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 240 Seiten.

    Annu ist umgeben von guten Freunden und genießt ihr Leben nach ihrem ganz eigenen Lebensstil. Eines Tages jedoch passiert ihr ein schrecklicher Unfall und ab da an verändert sich ihr Leben. Ihre Nachbarn und Freunde wenden sich ab. Annu steckt in einer echten Lebenskrise und weiß nicht mehr weiter und dann steht da eines Tages Bumerang, ein Schaf, in ihrem Garten…

    Der Autorin Nina Sahm gelingt es sehr gefühlvoll, anschaulich und fesselnd zu schreiben und ich fand es einfach wunderbar, dieses Buch zu lesen und habe dies sehr genossen. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht, mitgedacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere, aber vor allem in die bezaubernde Annu, hineinversetzen.
    Besonders gut hat es mir gefallen, wie Nina Sahm die Entwicklung von Annu beschrieben hat, als ihr eben dieser schwere Fehler unterlaufen ist. Wie schön war es, zu bemerken, dass Annu aus der depressiven Phase wieder in ihr Leben zurückfindet und wieder akzeptiert wird, wie sie Mut und Hoffnung schöpft und wieder anfängt, an sich selbst zu glauben – auch dank guter Freunde.
    Sicherlich hätte die Autorin an der ein oder anderen Stelle etwas mehr in die Tiefe gehen können, aber mir persönlich hat es so sehr gut gefallen.

    Fazit: Ich empfehle dieses Buch gerne als sehr schöne, leichte Lektüre weiter. Es hat mich glücklich gemacht, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein toller, ganz besonderer Roman!

  • Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke; Guillermo Del Toro

    Ich finde das Buch „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke absolut großartig und überwältigend. Sie ist einfach eine grandiose Sprachkünstlerin und es gelingt ihr in ihrem Roman eine ganz eigene Welt zu erschaffen, aus der ich mich als Leser fast nicht mehr losreißen konnte.
    Das Buch ist im Fischer Verlag 2019 erschienen und umfasst 320 Seiten. Es wurde von Funke zu Guillermo del Toros preisgekrönten Film „Pans Labyrinth“ geschrieben.

    Die Geschichte spielt in Spanien im Jahr 1944 und Ofelias Vater ist gestorben. Ihr Mutter hat einen neuen Mann, Hauptmann Vidal, kennen gelernt, ist schwanger geworden und zieht nun gemeinsam mit ihrer Tochter zu ihm in die Berge. Der Stiefvater von Ofelia ist ein sehr strenger, grausamer Mann der in sich keinen Funken Liebe verspürt. Er ist ein Monster und Ofelia flüchtet sich in ihre Fantasiewelt. Ofelia muss viele Aufgabe bestehen und am Ende stellt sich die Frage, ob das Gute über das Böse siegt.

    Cornelia Funke schreibt wie immer fesselnd und sprachgewaltig. Sie ist eine unvergleichlicher Autorin und ich konnte mir all das Geschriebene sehr gut vor meinem inneren Auge vorstellen. Besonders beeindruckend finde ich, wie sie es schafft, einerseits die Grausamkeiten und den Horror zu schildern und andererseits die Liebe und Hoffnung mit ins Spiel zu bringen. Gerade diese Widersprüchlichkeiten im Buch haben mich als Leserin sehr gefallen.
    Auch die immer wieder eingestreuten märchen- oder sagenhaften Geschichten, die zwischen den Kapiteln zu finden sind, sind ihr wunderbar gelungen. Genauso wie die unvergleichlichen schwarz-weißen Illustrationen von Allen Williams.

    Fazit:
    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für Leser, die vor Horror und Grausamkeit nicht sehr zurückschrecken, denn davon steckt genügend in dem Buch. Ob es also Jugendliche ab 14 Jahren, wie als empfohlenes Lesealter vom Verlag angegeben ist, lesen sollte, wage ich hier anzuzweifeln.
    Der Ideenreichtum, der in der Geschichte steckt, hat mich absolut begeistert und auch das richtige Maß an Spannung und Phantasie überzeugt.
    Grausamkeit, Düsternis, Horror, Schönheit, Schmerz, Fantasie, Magie, große Emotionen – alles ist hier versammelt!

  • Licht und Schatten von Zoran Drvenkar

    Ich finde das Buch „Licht und Schatten“ von Zoran Drvenkar absolut großartig. Es gelingt ihm in seinem Roman eine ganz eigene herrliche Phantasiewelt zu erschaffen, aus denen man sich als Leser fast nicht mehr losreißen kann.
    Das Buch ist im Beltz & Gelberg Verlag 2019 erschienen und umfasst 584 Seiten. Das Cover ist wunderschön schimmernd gestaltet und zeigt eine offene, leicht düstere Landschaft.

    Vidas Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben und so wächst das Mädchen bei ihrem Vater Solomon und ihren drei Tanten auf. Sie wird liebevoll umsorgt und gut behütet und versteckt, denn es umgibt sie ein Geheimnis: Vida kann das Licht in die Welt der Menschen zurückbringen und die Dunkelheit vertreiben. Dies ist ihre Bestimmung, mit der nicht jede Kreatur einverstanden ist. Ein großartiges Abenteuer beginnt.

    Zoran Drvenkar ist ein unvergleichlicher Autor, dem es durch seinen Schreibstil gelingt durchgängig die Spannung aufrechtzuerhalten. Er schreibt anschaulich, spannend, atmosphärisch und lässt dem Leser dennoch genug Spielraum, sich seine eigenen Gedanken zu machen und diese in die Geschichte einfließen zu lassen.

    Die Protagonistin Vida und ihre Entwicklung in der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mich wunderbar in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen.
    Die menschlichen Gefühle Liebe, Eifersucht, Zorn und Gewalt sind von Zoran Drvenkar ganz wunderbar in seinem Roman verwoben.
    Das Ende des Romans ist zwar absolut gegeben, aber dennoch so offen, dass ich es wage, auf einen weiteren Band zu hoffen.

    Fazit:
    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
    Der Ideenreichtum, der in der Geschichte steckt, hat mich absolut begeistert und auch das richtige Maß an Spannung und Phantasie überzeugt. Ich möchte mehr davon!

  • Brot backen mit Christina von Christina Bauer

    „Brot backen mit Christina“ von Christina Bauer ist 2019 im Löwenzahn-verlag erschienen und umfasst 168 Seiten im Format DIN A4.

    Das Buch ist untergliedert in folgende Kategorien:
    - Mein Back-ABC für Brot
    - Brote ganz klassisch
    - Alles Vollkorn
    - Brote mit Sauerteig
    - Brote mit wenig Hefe und viel Zeit
    - Brote ohne kneten
    - Brot einmal anders
    - Süße Brote
    - Zu guter Letzt

    Der Autorin gelingt es mit ihrer klar verständlichen Sprache, ihre Rezepte sofort umsetzbar in die Küche zu bringen. Christina Bauer macht Anfängern mit einfacheren Rezepten Mut, sich an das Brotbacken zu wagen und gibt dann auch weiterführende Anregungen auf einem höheren Niveau.
    In diesem Buch findet sicherlich jeder ein Brotrezept, das zu ihm passt.
    Besonders gut hat mir gefallen, dass es Schritt-für-Schritt-Anleitungen gibt und diese mit tollen Fotos unterlegt sind. Auch werden anfangs wichtige Grundlagen gelegt was verwendete Zutaten, benötigtes Zubehör, Tipps für gutes Gelingen und kleine Probleme und ihre Lösung anbelangt.

    Neben den Rezepten ist das Buch „Brot backen mit Christina“ mit vielen tollen Fotos von Nadja Hudovernik und Illustrationen von Verena Stummer gespickt. Dies ist für jeden Leser eine große Hilfe und es ist auch eine Freude, die Fotos und Illustrationen einfach nur anzusehen.
    Man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden. Das Cover wirkt sehr ansprechend und natürlich und man meint förmlich, das Brot schmecken zu können – und Christina Bauer ist auf dem Cover die Freude am Brotbacken richtig anzusehen.

    Fazit: Das „Brot backen mit Christina“ informiert praxisnah und anschaulich und hat mich als Hobbyköchin und -bäckerin sehr inspiriert. Es lädt förmlich zum Backen und Ausprobieren ein.
    Ich persönlich habe jetzt schon einige Rezepte ausprobiert – habe sogar einen Sauerteig geführt und Brote damit gebacken und ich muss sagen: es war ein tolles und genussreiches Erlebnis und es war überhaupt nicht schwer!
    Ich kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen!

  • Alles, was passiert ist von Yrsa Daley-Ward

    „Alles, was passiert ist“ von der Autorin Yrsa Daley-Ward ist in der deutschen Ausgabe 2019 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 240 Seiten.

    Yrsa Daley-Ward berichtet in ihrem Buch von ihrer schweren, aber auch schönen Kindheit bis zu ihrer Zeit als junge Erwachsene. Sie beleuchtet hierbei das Verhältnis zu ihrer Familie, zu Freunden und vor allem auch zu Männern. Die Autorin berichtet von sexuellen Übergriffen, aber auch Glücksgefühlen, von Drogen und ihrer Macht, von Schönheit, Traurigkeit, Depression – von der Fülle des Lebens!

    Yrsa Daley-Ward schreibt auf ihre ganz besondere Art und Weise: poetisch, variabel im Schriftbild, mal als Gedicht, als fließender Bericht, mal nur einige wenige, eindringliche Worte auf einer Seite, mitreißend, schonungslos und nachdrücklich. Zugegebenermaßen war die Art des Schreibens für mich anfangs etwas befremdlich, aber nach einigen Seiten habe ich mich gut eingefunden und das Buch sehr, sehr gerne zu Ende gelesen.
    Yrsa Daley-Ward lässt vieles auf eine besondere Art und Weise offen und so wird der Leser angeregt, sich zu dem Geschehen selbst seine Gedanken zu machen.

    Fazit: Was für ein ehrliches Buch! Es war für mich nun eine ganz besondere Erfahrung, dieses Buch zu lesen und in die schonungslos ehrliche Welt von Yrsa Daley-Ward einzutauchen.

  • „Und wenn nur einer dich erkennt“ von Hanna Jansen ist 2018 im Bernstein-Verlag erschienen. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 200 Seiten.

    Friedchen, im Jahr 1912 geboren als Elfriede Wolf, wird von ihren Eltern geliebt und liebevoll umsorgt. Erst einige Jahre später wird sie sich dessen bewusst, dass sie ein bislang von den Eltern gut gehütetes Geheimnis umgibt: sie ist kleinwüchsig und ein Hermaphrodit, d.h. sie trägt die Geschlechtsmerkmale von beiden Geschlechtern. Friedchen muss sich der Andersartigkeit stellen und Hohn und Spott und das Gefühl des Ausgegrenzt-Seins ertragen. Ihre Eltern und auch Paul, der Nachbarsjunge, begleiten sie durch die immer wieder für sie schwierigen Zeiten, die auch vor dem damaligen geschichtlichen Hintergrund alles andere als einfach sind.

    Hanna Jansen gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren feinfühligen und eindrücklichen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich als Leserin fühlte so ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen von Friedchen anbelangt mit und konnte mich völlig in die mutige Protagonistin hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Hanna Jansen schafft es in ihrem Roman auf das Gefühl des Ausgegrenzt-Seins und der Stigmatisierung vor dem geschichtlichen Hintergrund des ersten und zweiten Weltkrieges einzugehen. Die Geschichte um Friedchen ist eine sehr private und dann steckt auch so vieles aus der deutschen Geschichte darinnen. Ich habe dies voller Faszination gelesen, habe dies so sehr genossen und bin durch das Buch ohne abzusetzen geflogen. Was für ein tolles Leseerlebnis!

    Fazit: Ein feinfühliger und sehr lesenswerter Roman.
    Es war für mich ein Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Friedchen einzutauchen.
    Es hat mich sehr berührt und bereichert und klingt stark in mir nach. Ich empfehle es absolut und uneingeschränkt weiter!