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Bewertungen von Leser/innen

  • Todesmörder von Gunnar Staalesen

    Varg Veum, zuerst im Jugendamt, dann Privatermittler, wird als Person mit viel Empathie für seinen Klienten Janni, den späteren Jan Egil und als akribischer Ermittler beschrieben, der, wie sollte es für einen Norweger anders sein, dem Hochprozentigen und Frauen nicht abgeneigt ist, ohne dass der Roman ins Sentimentale und Rührselige abzudriftet. Nicht nur damit schafft der Roman eine beachtliche literarische Qualität. Alle Beziehungen von Veum mit seinem Umfeld, seinen Mitarbeiterinnen im Jugendamt und im Besonderen mit dem Anwalt Jens Langeland sind wohltuend friktionsfrei, mal abgesehen den frostigen Kontakten zur örtlichen Polizei.

    Beim Lesen muss man acht geben auf die verschiedenen Zeitebenen und den zum Teil verwandtschaftlich verbundenen Akteuren bei Mord, Todschlag, Alkoholschmuggel und Drogenkonsum. Für Nichtskandinavier sind die unzähligen geografischen Originalnamen eine echte Herausforderung.

    Die etwas eigenwillige Übersetzung stört den Lesefluss nicht, die Spannung reißt bis zum Schluss nicht ab. Erst im letzten Viertel kommt sowas wie eine Ahnung auf, wer der Mörder sein könnte.

  • Carbon von Christian Mähr

    Schachtelhalme und Riesenfarne wachsen bis zu zwanzig Meter hohen Bäumen - carbonarisch. Das CARBON endete vor 300 Millionen Jahren, es kehrt zurück! Mit Riesen1000füßler. Abschneiden ist unmöglich, die Pflanzen wehren sich mit Pheromonen, die auf die Psyche der Menschen einwirken. Sie haben Geruchhalluzination, Zimt oder Scheiße?
    Proleten, die überall die Spritzer ihres Wortdurchfalls hinterließen, ein Gegrunze eher als menschliche Rede. Imbezille Prominente.
    Floriani ist von seiner Frau verlassen worden. Es ist sehr tröstlich für uns, dass die Frequenz seiner Weinkrämpfe abgenommen hat. Tröstet sich mit Bürgermeisters Frau. Pettenkoffer, Frau Sommerring, die einen Meter siebzig große Zwergin, Wurzelsepp, das Manuskript und sein Freund Oskar Klein, alles ein einziges Durcheinander.
    Mit Oskar Klein, dem Privatdetektiv assoziiere ist sofort seinen berühmten österreichischen Namenvetter: Musiker des Oldtime und Mainstream Jazz. Er spielte Trompete und Gitarre, aber auch Banjo, Klarinette und Mundharmonika.
    Es entstehen neue Anomalie-Zonen, irgendwo. Es gibt kein rein imaginäres und kein rein reelles Sein. Selber denken oder spekulieren. Die Natronlok gab es wirklich.
    Für Wanderer zwischen den Welten, von der realen über die mythische zur mystischen.
    Hellgrüner Buchdeckel, dunkelgrünes Lesebändchen – passt.
    Besuchen Sie das Palmenhaus Schönbrunn in Wien. Unter anderem sind im Palmenhaus eine rund 23 Meter hohe Palme und im Frühjahr/Sommer auch die größte Seerose der Welt (mit einem Blattdurchmesser von 1,20 Metern) zu sehen.

  • Der Verräter von Ingar Johnsrud

    Nach „Der Hirte“ und „Der Bote“ ist „Der Verräter“ der letzte Band in der Trilogie rund um die Osloer Ermittler Fredrik Beier und Kafa Iqbal. Einstieg in den dritten Band ist ohne Probleme.
    Es schmiert jemand das Wort „Verräter“ auf den Tesla eines stellvertretenden Direktors Henry Falck, als sich dieser mit Beata Wagner, einer „grauen Maus“ aus dem Finanzministerium auf den Weg in einen Nachtclub begibt. Doch zuerst in eine Waschanlage, denn nicht hasst Falck mehr als ein schmutziges Auto. Dieser Umweg sollte jedoch tödlich enden: In der Waschanlage wird ihm in den Unterleib geschossen und Beatas Hirn auf der Frontscheibe verteilt. So beginnen skandinavische Thriller. Polizeihauptkommissar Fredrik Beier vom Dezernat für Gewaltverbrechen wusste, dass es eine Medizin gegen sein Leiden gab: Im Glas und auf zwei Beinen.
    Für den Leser offenbaren sich mehrere Aktionsfelder: Eine - nicht gar so - christliche Sekte, politische Ränkespiele zwischen den Koalitionsparteien, illegale Waffengeschäfte, ein ausgewachsener Politskandal, eine geheime „Organisation“ und Geheimnisse, die in der Vergangenheit Fredrik Beiers und seiner Mitarbeiterin Kafa Iqbal liegen.
    Wem kann Fredrik trauen? Welchen Kollegen und Vorgesetzten? Welche Geheimnisse haben die anderen, was wird verschwiegen und wo ist die Grenze zwischen Lüge und Wahrheit?
    „Erinnerungen ähneln Samenkörnern. Wenn sie Nahrung bekommen beginnen sie zu sprießen. Fredriks Erinnerungen beginnen zu sprießen.“
    Alle losen Enden werden am Ende zu einem Ganzen verknüpft, das es in sich hat.
    666 Seiten sind zu lesen, Leseausdauer ist erforderlich, aber es lohnt sich. 666 – wenn das keine symbolträchtige Zahl ist.
    Der Epilog passt dazu: „Das Böse ist immer und überall.“

  • Ich an meiner Seite von Birgit Birnbacher

    Arthur kommt nach 26 Monaten frei. So ein Kaffeeautomat kann eine Herausforderung sein, da muss man nicht vorher im Häfen/Knast gewesen sein.

    Sein Therapeut, Dr. Konstatin Vogl, genannt „Börd“ braucht dringend selbst einen Therapeuten, um nicht zu sagen, dass er einen Vogel hat (aber das ist jetzt wirklich zu plump).

    „Nicht, wer wir sein wollen, ist entscheidend, sondern wen wir darstellen können. Niemand interessiert, wer wir sind. Entscheidend ist, wer wir vorgeben können zu sein“, (S. 20).

    Nach einem Jahr warten auf Arthur die drei Märkte: Arbeits-, Partner- und Wohnungsmarkt.

    Diesen Roman kann man nicht uneingeschränkt zur Belletristik zählen, denn wahrlich schön ist es nicht was man liest, was den Inhalt betrifft: Haft: Wie kommt Arthur dahin und warum, was geschieht mit ihm in der Haft? Resozialisierung: Wie förderlich ist sein Umfeld? Bewährungshilfe: „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott“, oder „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner.“

    Was aber den Schreibstil betrifft, eine höchst bemerkenswerte Qualität. Nichts für zwischendurch, sondern in seiner Unaufdringlichkeit fesselnder Roman, der am Ende den Leser nach Luft ringen lässt. Schaut man sich das Autorenfoto von Birgit Birnbacher auf der inneren Umschlagseite an, könnte man dieses so interpretieren: „Zu lachen gibt es in meinem Roman nichts.“

  • VANITAS - Grau wie Asche von Ursula Poznanski

    Ich-Erzählerin, mit Deckname Carolin „Caro“ Bauer, zurück in Wien und arbeitet in einer Friedhofsgärtnerei des Wiener Zentralfriedhofs. Die arme Caro ist sehr ich-fixiert mit Verfolgungsfantasien; über der kleinen Maus Caro die russische Mafia, dort hat sie als Polizeispionin/-informantin und Dokumentenfälscherin das Töten gelernt. Offiziell ist sie tot, aber die Russen sind ihr auf der Spur. Mit Spezialgewehren kennt sich Caro aus, sie wechselt von einem Sniperrifle zum anderen, von der amerikanischen Barrett zur kanadischen Cadex Kraken. Natürlich im Darknet gekauft. Was braucht das Mädl ein Scharfschützengewehr? Auf dem Friedhof zieht Caro magisch Leichen an, frische und alte. Caro wünscht sich, „optisch kugelsicher“ zu sein.

    Wir stellen uns die gleiche Frage wie Caro: „Warum mischt sie sich in Dinge ein, die sie nichts angehen?“

    „Ich habe ganz sicher ein psychisches Problem. Ich leide unter Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Panikattacken, depressiven Verstimmungen, keine Wahnvorstellungen, nur leichte Paranoia, eben PTSD, Posttraumatic Stress Disorder“, sagt Caro.

    Was sich am Anfang wie eine Krimikomödie liest, entwickelt sich sehr spät zu einem echten Thriller. Es ist ja eigentlich lustig wie Caro durch ihr Leben und den Friedhof strauchelt, doch wartet man darauf, dass es „kracht“ und man wartet relativ lang darauf. Das ist eben Poznanskis Erzählstil.

    Und bitter ernst wird es wird es dann doch, mit einer sehr aktuellen Problematik.

    Es ist ein bekanntes Paradoxon, wer Grausamkeiten beschreibt, sehnt sich nach Harmonie und heiler Welt.

  • Oxen. Lupus von Jens Henrik Jensen

    Niels OXEN, Ex-Jägersoldat mit PTBS, ist zurück. OXEN zum 4ten; mit Magnus, seinem 14-jährigen pubertierenden Sohn – zumindest 14tägig, am Anfang und am Ende.

    OXEN, ein Naturbursch und Wolfliebhaber. „LUPUS“ zweifach: Die Spezies an sich und „als flüchtiger Schatten“, dem Axel Mossman, Ex-PET-Chef früh begegnet ist und jetzt in seiner Pension auf den Spuren ist: Es geht um irgendeine Form von Einmischung von außen, die für Gerechtigkeit sorgen soll. LUPUS - existiert er wirklich?

    Margrethe Franck wieder in PET-Diensten, voll im Stress, wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Vor 12 Jahren fährt die junge Polizistin Franck mit ihrem älteren Kollegen Klaus Trane Streife und wird über einen Banküberfall informiert. Damals erschießt sie den Fahrer des Wagens, der sie dennoch anfährt und ihr Bein zerschmettert.

    Ihre Recherchen um den Lenker und die Umstände des Bankraubes wecken dunkle gefährliche Geister.

    Wäre Agnethe, die Schwester von Poul und Esben Hansen im Winter 1963 nicht auf den Weihnachtsball gegangen, dann hätte alles verhindert werden können und die Historie hätte einen ganz anderen Verlauf genommen. Und OXEN LUPUS wäre ein ganz anderer geworden und hätte nie stattgefunden.

    Mit relativ wenig Action, dafür mit einem abgeklärten Niels OXEN, der sich auf seine Einsätze gewohnt professionell vorbereitet. Geschickt werden von Jens Henrik Jensen die verschiedenen Erzählstränge, deren Aufklärung sich logischerweise erst später ergibt, am Ende zusammengeführt. Trotz der 600 Seiten fällt die Spannung mit dem ausgereiften Schreibstil nie ab.

  • Parceval - Auf der Flucht von Chris Landow

    Parceval, Ex-Polizist und Ex-Knacki oder bessergesagt Knacki vom „Freigang“ nicht zurückgekehrt, ist immer dort „wo der Rauch aufgeht“, oder einer, der das Unglück anzieht. „Mannheim ist eine Stadt, die erlebt und mit allen Sinnen erfahren werden will“, auch für Parceval. Vordergründig ist Parceval auf der Suche nach seiner Schwester Birgit und Nichte Miray.

    Xenia, Hackerin wacht über Parceval wie ein Schutzengel.

    Wenn also das „i“ am Ende kaum hörbar (stumm) sein sollte, dann auch richtig schreiben, nämlich „Kayecı und Rakı.

    Robin Hood, der Rächer der Enterbten, der Beschützer von Witwen und Waisen, nein es ist Parceval. Da habe ich was falsch verstanden. „Es ist unglaublich, ein Superheld zu werden, Kämpfer gegen alles Böse, Beschützer der Unschuldigen“, denkt sich Parceval.

    Nicht nur dabei, sondern mittendrin: Parceval. Lächerlicher Hahnenkampf der aufgeplusterten Clanchefs. Beeindruckend die Beschreibung des patriarchalischen frauenfeindlichen Gesellschaftssystems in Afghanistan.

    Anspruchsloser, doch rasanter Action-Thriller. Wenig Handlung und Vieles bleibt Fiktion. Routinierter Schreibstil, flüssig lesbar sind die kurzen Kapitel, immerhin nicht unspannend.

    Man muss nicht unbedingt ein „Fitzekboykotteur“ sein, um dieses Druckwerk abzulehnen.

    Den Libanesen-Clan in eine Krimigeschichte gekleidet, das kann man bei „Mexikoring“ von Simone Buchholz exzellent nachlesen.

    Parceval/Landow: „Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage“.

  • Ich bin näher als du denkst von Caroline Graham

    Jetzt ist es wieder so weit: Nach „Der Neid des Fremden“ (1988), „Der Fremde in deinem Leben“ (2019 eB), nun „Ich bin näher als du denkst“ (2020 eB).
    Es ist wirklich ein vergnügliches leichtes Lesen, ein noch nicht ernst zu nehmendes, sprich anspruchsloses Geplausche und Geschreibsel über einen Menschen, nicht nur von Hybris geblendet und von inneren Dämonen gejagt, sondern der wirklichen Hilfe benötigt. Ab in die Nervenheilanstalt zu den Koryphäen, die mit Läserstrahl im Gehirn umgehen können.
    Absoluter GirlsTalk, vom Vernachlässigen bis zum Überfliegen. FENN, der arme Tropf plant seine „Karriere“ über die Sekretärin Sonia. Die Mädels tauschen Parfum, ach wie süß. (nochmal) Der arme Fenn - erste Absage und bereits von einem Hurrikan erfasst. Fenn sollte sein Gehirn an ein Anatomisches Institut "verkaufen" und dafür eine finanzielle Entschädigung für die Körperspende erhalten, ist er doch so klamm. Er ist ein Muster eines total Bekloppten. Doppelt gefährlich?
    Es reiht sich eine langweilige Szene an die andere: Kind-Kind-Mutter-Vater-Geplapper. Das Hüpfen der Vögel ist deren Sprache, überaus originell und bewusstseinserweiternd. Trautes Heim nicht allein: Fenn und Sonia (Sony), noch unspektakulärer geht es nicht mehr (und das ist noch freundlich ausgedrückt). Caroline Graham wird es schwer haben, um den Ansprüchen einer Nachfolgerin von Agatha Christie gerecht zu werden. Manche Szenen haben Monty Python-Muster.
    Greg, dass er von einem bestimmten Ufer kommt lässt sich an den Dialogen köstlich erahnen. „Orgiastische“ Szenen - Fenn und Sonia im Kamasutra.
    Ganz im Gegensatz lesen sich Kapitel 7 und 8. Atemlose Spannung bei der Suche nach Sonia, die erschütternde Entdeckung und die Aktivitäten der Polizei. Man ahnt, weil man Fenn noch nicht gefunden hat, dass seine Polizeiuniform zum Einsatz kommen wird. Und das tut sie. Showdown mit Rosa und Fenn. Mit dem finalen Schuss löst sich die Spannung.
    Caroline Graham entpuppt sich mit „Der Fremde in deinem Leben“ als eine Krimiautorin im typischen britischen Schreib- und Erzählstil; Mit DCI Barnaby mag sie zwar weltweit Erfolg haben, aber ich zappe immer über die Sendungen. Liebe Caroline, alles Gute zum 90er. Ich gehöre jetzt schon nicht mehr zu deinen Lesern.

  • Wisting und der fensterlose Raum von Jørn Lier Horst

    5.364.400 $, 2.840.800 ₤, 3.129.200 € in einem „fensterlosen Raum“ einer Hütte und ein toter norwegischer Ex-Außenminister, das sind die Zutaten für den Thriller „WISTING und der fensterlose Raum.“ William Wisting und Kriminaltechniker Mortensen sollen im Auftrag des Generalstaatsanwaltes die Herkunft des Geldes herausfinden. Eines steht jetzt bereits fest: Es ist kein gebunkertes Parteigeld der Sozialdemokraten.

    Line Wisting, alleinerziehende Mutter und Tochter von William, freischaffende Journalistin, darf natürlich bei den Recherchen um Geld und Toten nicht fehlen. Line ist clever, intelligent und investigativ; ebenso dabei Adrian Stiller von der Kripo. Während sich die Ermittlungen von Wisting von einem aktuellen Fall weit in die Erforschung der Vergangenheit entwickeln, kommt Stiller mit einem Cold Case. Viele lose Fäden.

    Auch wenn der ruhige Erzählstil auf ein lineares Ermittlungsergebnis schließen lässt, entwickelt sich die Situation komplett anders – zu einem echten Thriller: Zunächst brennt die Hütte des gestorbenen Politikers ab – nicht von selbst.

    „Die wichtigsten Metapher für eine Ermittlung lauten nicht Schlüssel und Schloss, sondern Puzzlespiel. Manchmal allerdings gab es einfach zu viele Puzzlestücke, und andere gehörten sogar zu einem anderen Spiel“ (William Wisting).

    William Wisting unaufgeregt akkurat, authentisch, kompetent und unbestechlich.

    Die penible spannungsgeladene Ermittlungsarbeit ohne vordergründige Aktion mit blutrünstigen Serienmördern und abgeschlachteten Opfer. Kein stilistisches Highlight, aber ein Schreibstil der die Leselust fördert.

    Cold Cases: Der beste Kommissar Norwegens ermittelt. So ist es.

  • Höllenangst von Geir Tangen

    In Haugesund, an der Südwestküste Norwegens lässt ein Serienmörder Alpträume wahr werden. Spannende, nein lustige Befragungsdialoge zwischen den Einwohnern, rau wie die Nordseeküste, und dem Kommissar. Tote bzw. Ermordete reichlich an der Zahl, zweistellig, mit phantasievollen Tötungsmethoden. Verrat, Erniedrigung, Feigheit, Verachtung, Falschheit und Hochmut; ‚Wer sich dieser Sünden schuldig machte, muss mit dem eigenen Tod rechnen‘, sagt der mörderische Rächer.

    Der Thriller ist spannend erzählt, flüssig geschrieben voller Überraschungen. Kaum hat der Leser einen neuen Tatverdächtigen, ergibt sich wenig später die nächste unerwartete Wendung und alles scheint wieder ganz anders zu sein. Die Charaktere aller Protagonisten werden detailreich gezeichnet und lassen den Leser tief in ihre Seele blicken, zumindest beim Journalisten Viljar Ravn Gudmundsson und Kommissarin Lotte Skeisvoll

    HÖLLENANGST, der dritte und letzte Teil der Haugesund-Serie. Der Ersteinstieg in den dritten Teil ist völlig problemlos.

    Dank an die Leser von Geir Tangen:

    … Sie sind allen Klischees begegnet, die in der modernen skandinavischen Kriminalliteratur aufzutreiben sind. Der verlotterte Journalist mit dem guten Herzen, der zynische Chefredakteur, der seine Mitarbeiter jedes Mal zusammenfaltet, wenn sie nicht spuren, die geniale Kommissarin mit zwangsneurotischen Ticks, der verrückte Serienmörder mit dem unglaublichen Auge für komplizierte Plots, der unfähige Kripochef, der immer wieder hinzugeholt wird, um den Fall zu lösen, die kettenrauchende Kriminaltechnikerin mit dem bitter-sauren Blick aufs Leben. Darüber hinaus finden Sie die unwahrscheinlich nahen Verbindungen zwischen Helden und Schurken, die erschreckend schlechte Polizeiarbeit, die enormen Konflikte zwischen Medien und Polizei, die jähen Wendungen, halsbrecherischen Verfolgungsjagden, Entführungen, Schießereien und ein hysterisch konstruiertes Ende, bei dem alles in einem Knall kulminiert… (dem ist nichts hinzuzufügen).