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Bewertungen von Leser/innen

  • Vollmond über der Côte d'Azur von Christine Cazon


    Diesmal ermittelt Commissaire Duval in einem Todesfall einer jungen Frau, die in einer Bar zusammengebrochen und gestorben war. Ihr Begleiter wird gesucht.
    Duval ist gestresst. Seine hochschwangere Freundin kommt in den Osterfeiertagen auf Besuch, wie auch seine erste Frau samt Kindern.
    Die Identität der jungen Toten ist schwierig herauszufinden, ihr Schicksal traurig.
    Doch Duval beweist wieder einmal, dass er sich nicht so leicht abschütteln lässt. Seine akribische Arbeit und sein Kombinationssinn lassen ihn nicht im Stich, damit er letztendlich alles aufklären kann.

  • Die Brillenmacherin von Titus Müller


    England 1387. Die junge Witwe eines Brillenmachers setzt dessen Arbeit fort. Ihre Kunst ist hochgeschätzt. Die gerät jedoch in Kreise von einflußreichen und gefährlichen Bünden, wird als Spionin benützt und muss um ihr Leben und das ihres Neugeborenen kämpfen.
    Revolutionäre wollen dem Volk die Bibel näher bringen mit einer Übersetzung ins Englische, da die einfachen Menschen kein Latein verstehen.
    Ein spannendes, historisch interessantes Historienepos.

  • Der kretische Gast von Klaus Modick


    Andreas erwirbt auf einem Flohmarkt von Kindern alte Fotos, die ihn an eine Begebenheit in seiner Kindheit erinnern. Sein Vater hatte Fotos im Garten verbrannt. Doch Andreas hatte einen Blick darauf werfen können.
    Ein Foto zeigt einen Mann in kretischer Tracht, im Hintergrund ein Hafen. Andreas recherchiert und macht sich auf den Weg nach Kreta, um den Ort der Aufnahme zu finden und das Rätsel dahinter zu ergründen.
    Er lernt Sophia kennen, die in England aufgewachsen war, und jetzt ihre Verwandten auf Kreta besucht.
    Langsam kommen beide hinter ein schreckliches Geheimnis, das beide verbindet.
    Während des Zweiten Weltkriegs sollte der Deutsche Johann Martens Kunstschätze auf Kreta katalogisieren, freundete sich schnell mit den Einheimischen an und geriet so zwischen die Fronten.
    Er hatte Aufnahmen von Hinrichtungen gemacht, versteckt und auf der Rückseite einer Fotografie die Lage des verstecks vermerkt.
    Andreas trifft einen Zeitzeugen, der ihm uns Sophia die Wahrheit über die damaligen Vorkommnisse erzählt.

  • Der Trost der Rache von Wilfried Steiner


    Adrian und seine Frau Karin reisen nach dem Tod seines Vaters nach La Palma auf den Kanarischen Inseln, um das größte Telescop der Welt zu besichtigen.
    Sie lernen eine geheimnisvolle Frau namens Sara kennen, die sich als Exilchilenin entpuppt. Sie hat ein schreckliches Geheimnis seit ihrer Jugend und will Rache nehmen an einem Verbrecher der chilenischen Militärdiktaur, der sich einen angenehmen Job hier auf der Insel verschafft hat.
    Der Hobbyastronom wird in die Angelegenheit hineingezogen, versteht Sara und will ihr bei ihrem Vorhaben helfen.
    Spannend und packend mit viel Interessantem puncto Astronomie und Dem Pinochet-Regime.

  • Kornblumenblau von Christian Schünemann; Jelena Volic


    Milena Lukin lebt getrennt von ihrem deutschen Ehemann. Der gemeinsame Sohn kommt hie und da auf Besuch.
    Sie arbeitet in Belgrad und ist Spezialistin für internationales Strafrecht. Der Staatsanwalt Sinisa beauftragt sie, im Fall eines angeblichen Doppelselbstmords von zwei jungen Gardisten zu ermitteln.
    Für sie als Frau und Zivilistin ist es schwer, Zugang zu Zeugen und den Vorgesetzten der beiden zu bekommen.
    Zu verschworen ist die Militärgemeinschaft, korruptiv und kriminell.
    Ein interessanter Krimi mit dem Hintergrund der serbischen Militärjunta des ehemaligen Jugoslawien.

  • Vivaldi und seine Töchter von Peter Schneider

    Antonio Vivaldi wurde von seiner Familie auserkoren, das Priesteramt auszuüben, was der Familie Vorteile brachte und ihm selbst Vergünstigungen.
    Er unterrichtete in einem Mädchenpensionat für Waisenkinder und Straßenmädchen, die so eine Chance bekamen, durch gute Erziehung einen Ehepartner zu bekommen und so versorgt zu sein.
    Eigentlich bestand das Lehrpersonal nur aus Frauen. Der Priesterstand erlaubte Vivaldi jedoch unter Aufsicht einer Erzieherin die Mädchen in allen Künsten der Musik zu unterrichten. Er schuf so das größte und berühmteste Mädchenorchester der damaligen Zeit. Die Auftritte waren gefragt und gut bezahlt. Vivaldi selbst schuf Kompositionen für seine Schülerinnen, je nach Begabung.
    Die Naman der Mädchen richteten sich nach ihrer Profession, wie Maria Soprano oder Anna Viola.
    Doch dass er trotz Anziehung zu einer seiner Schülerinnen keine körperliche Nähe erlaubt und geduldet war, machte ihm zu schaffen, dass er nie eine Familie haben würde.
    Trotz seiner Erfolge und seinem Fleiß starb er in Armut.
    Die Biographie ist spannend und interessant zu lesen, natürlich besonders für Vivaldi Fans.

  • Sucht mein Angesicht von John Updike


    Eine Kunsthistorikerin interviewt eine alte Dame, die mit bekannten, erühmten Männern Beziehungen hatte und verheiratet war.
    Sie war selbst eine Malerin. Doch neben den schwierigen, anspruchsvollen Männern hatte sie sich zurückgenommen und sie unterstützt.
    Die Gratwanderung zwischen Selbstaufgabe und Liebe zu den Partnern ist das Kernstück dieses Romans über Die Zeit von Jackson Pollock, Man Ray und anderen.
    Updike gelingt es meisterhaft, Geschichte mit Romanhaftem so zu verknüpfen, dass man in die Welt der amerikanischen Künstler des 20.Jhdts. hineingezogen und gefesselt wird und mitfühlt mit einer großartigen Frau, die ihr Talent hintan stellte.

  • Die Kakerlake von Ian McEwan


    McEwan verwandelt die britischen Politiker in abstoßende Insekten.
    Der ehzemals gehasste und ignorierte Jim Sams ist plötzlich der mächtigste Mann Englands und nimmt sich vor, den Willen des Volkes in die Tat umzusetzen, gegen alle Wiederstände selbst in der eigenen Partei.
    Rückdreher oder Reversalisten wollen mit ihren Ideen die Wirtschaft ankurbeln.
    Kafkaeske Politsatire. Brillante und knallharte Abrechnung mit der britischen Politik.

  • Luzies Erbe von Helga Bürster


    Als Luzie stirbt, kommt die ganze Familie zusammen.
    Unter ihren wenigen Habseligkeiten, finden sich Fotos und Briefe.
    Die Enkelin Johanne versucht den Geheimnissen rund um ihre Großmutter auf den Grund zu gehen und entdeckt, dass sich im Zweiten Weltkrieg Dramen abgespielt haben, über die ein Mantel des Schweigens gebreitet wurde, teils aus Scham, teils aus Unwissenheit.
    Die junge Luzie hatte sich in einen polnischen Zwangsarbeiter verliebt und war schwanger geworden. Die damals als unreine, verbotene Liaison geltende Verbindung der zwei jungen Menschen, zog Tragödien herbei, verhärtete alle Beteiligten und verfolgte sie für den Rest ihres Lebens.
    Diese wahre Geschichte ist nur ein Beispiel für zahllose ähnliche Begebenheiten und macht deutlich, wie schrecklich sich die Naziherrschaft auf die Umwelt ausgewirkt und Generationen geprägt hat.

  • Die Tochter des Uhrmachers von Kate Morton


    In Birchwood Manor an der Themse, einem alten und geschichtsträchtigen Anwesen, spukt es.
    Elodie, eine junge Archivarin aus London, forscht vorort nach Familiengeheimnissen der letzten 150 Jahre. Sie deckt Missverständnisse und Tragödien auf und wird selbst gefangen genommen von der Atmosphäre des charmanten Herrenhauses, das nicht nur als Wohnsitz von Adeligen und Bürgerlichen gedient hatte, sondern auch ein Mädchenpensionat, das wegen tragischer Vorfälle geschlossen werden musste.
    Kommt der Geist von Birchwood Manor zur Ruhe und kann Elodie sein Geheimnis lüften?
    Spannend und liebevoll verweben sich die Schicksale der verschiedenen Generationen und enthüllen die Verbindungen zwischen allen Menschen, die im Zusammenhang mit Birchwood Manor stehen.