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Bewertungen von Leser/innen

  • Borderless von Veit Heinichen


    Die Kommissarin Xenia Zannier lässt sich nach Grado versetzen, um die Mörder ihres Bruders zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
    Sie weiß, dass die Senatorin Romana Castelli de Poltieri in dunkle Machenschaften verwickelt ist und einflußreiche Freunde hat, die sie bei ihren illegalen Geschäften unterstützen und profitieren.
    Es ist deshalb doppelt schwierig, an geeignete Beweise zu kommen, um der Senatorin das Handwerk zu legen.
    Doch Zannier lässt sich nict einschüchtern und von ihrem Weg abbringen. Sie gelangt an brisantes Material, das ein Journalist akribisch zusammengesucht hat, bevor er ermordet wurde.
    Die Ermittlungen führen Zannier nach Deutschlend und Österreich, sie wird von Leuten des BND gejagdt, rückt Waffenschiebern und Menschenschmugglern auf den Pelz, kompromittiert Politiker.
    Spannend und interessant.


  • Isabelle Bonnet erhält von ihrem Mentor und Freund in Paris den Auftrag, dem angeblichen Selbstmord des Polizeichefs von Toulon auf den Grund zu gehen. Sie weiß, dass man ohne den Verdacht, dass etwas nicht stimmte, nicht von ihr verlangen würde, zu recherchieren.
    Sie stößt auf Ablehnung und Feindseligkeit bei den ehemaligen Kollegen von Bastian, obwohl er nicht beliebt war.
    Außerdem beschäftigt sie und ihren Adlatus Appulinaire eine alte Causa eines Verbrechens in einem Juweliergeschäft, bei dem nicht nur fette Beute gemacht wurde, sondern auch die Ehefrau und eine Schauspielerin erschossen wurden.
    Der Bürgermeister von Fragolin, dem kleinen Ort, in dem Isabelle arbeitet, will seine Politikerkarriere in Paris fortsetzen. Isabelle ist sich nicht sicher, ob sie ihn nicht vermissen wird trotz ihrem Zeit-zu Zeit Milliardär-Freund Madrinac.
    Spannend und amüsant bis zum Schluß.

  • Der Klavierschüler von Lea Singer

    Nico Kaufmann, der ehemalige Klavierschüler von Vladimir Horowitz, erzählt von seiner Beziehung zu seinem Lehrer und Geliebten, dessen Ehefrau, der Tochter Toscaninis, den Problemen mit beiden Familien, die das unerwünschte Verhältnis unterbinden wollen.
    Vor und im 2. Weltkrieg war es riskant, wenn nicht unmöglich, eine homosexuelle Beziehung offen auszuleben. Horowitz war außerdem noch russischer Jude. Er litt unter dem strengen Regiment der Familie Toscanini und unter seinen unterdrückten Neigungen. Aber am Flügel war alles vergessen und er brachte das Publikum zum Toben mit seiner ganz persönlichen Auffassung der Interpretation.
    Die Sicht von Nico Kaufmann, festgehalten in Briefen und Tagebuchaufzeichnungen ist interessant und berührend und von Lea Singer eindrucksvoll aufgearbeitet.

  • Rückwärtswalzer von Vea Kaiser


    Als Onkel Willi stirbt, soll er nach seinem Willen in seine Heimat Montenegro ins Familiengrab gebracht werden.
    Der arbeitslose Schauspieler und Neffe soll mit seinen drei Tanten das Kunststück fertig bringen, den Toten in einem Auto über die Grenzen zu bringen, das die offizielle Überführung zu kostspielig für die Familie ist.
    Während der abenteuerlichen Autofahrt erzählen die Tanten von ihrer Kindheit, ihren Beziehungen, ihren Kindern.
    Letztendlich kommt ein wohlgehütetes Geheimnis an den Tag.
    Köstlich amüsant, sehr menschlich und humorvoll, mit Wiener Charme.- Ein Lesevergnügen.


  • Isabelle Bonnet, einst Leiterin einer Spezialeinheit in Paris, versucht die Folgen eines Attentats, bei dem sie schwer verletzt wurde, nun in Südfrankreich zu verarbeiten.
    Sie bekommt heikle Fälle, die sie vorsichtig aufklären soll, ohne die örtliche Polizei zu komprimitieren. Die alteingesessenen Beamten sind nicht begeistert, von einer hübschen, jüngeren Frau herumkommandiert zu werden. Es verlangt viel Feingefühl und auch selbstsicheres Auftreten, um die skeptischen Polizisten auf ihre Seite zu ziehen und sie dazu zu bringen, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
    Diesmal wird nach einem verschwundenen Engländer gesucht, der mutmaßlich mit dem Tod einer jungen Frau zu tun hat.
    Charmant geschrieben mit viel Flair der Provence.

  • Die Büglerin von Heinrich Steinfest


    Tonia ist auf dem Meer aufgewachsen. Ihre Eltern lebten auf einer Segelyacht, nachdem ihr Vater durch einen glücklichen Zufall eine große Erbschaft gemacht hatte.
    Nach dem Unfalltod der Eltern kümmert sie sich um ihre Nichte, die bei einem Kinobesuch tragisch ums Leben kommt. Tonia gibt sich die Schuld und bestraft sich selbst, indem sie ihrerseits die Erbschaft ihrer Eltern spendet und als Büglerin arbeitet.
    Sie lebt sehr zurückgezogen, kann sich trotzdem der Bekanntschaft eines liebenswerten Mannes nicht entziehen. Beide erkennen viele Gemeinsamkeiten bei vorsichtigem, gegenseitigem Herantasten.
    Durch einen Zufall kommt Tonia auf eine Spur, die sie zur Lösung des mysteriösen Todes ihrer Nichte führt. Als die Tochter ihres Freundes in Gefahr ist, glaubt sie, deren Tod durch ihren eigenen verhindern zu können.
    Eine kuriose Geschichte, mit viel Fantasie und Charme verfasst.

  • Die ewigen Toten von Simon Beckett


    Im Norden Londons soll ein altes Krankenhaus abgerissen werden. Naturschützer haben aber dort eine seltene Fledermausart entdeckt. Bei näherer Durchsuchung wird eine mumifizierte, menschliche Leiche gefunden.
    Jetzt werden Gerichtsmediziner und Polizei dazu gerufen. Der Abrissbeauftragte ist verzweifelt. Ihm läuft die Zeit davon und damit auch sein Budget.
    Als ein Gerichtsmediziner durch eine brüchige Decke stürzt, werden noch zwei eingemauerte Leichen gefunden. Leichenspürhunde sollen nun nach weiteren Toten suchen.
    Im abbruchreifen Gebäude hatten sich Junkies getroffen. Also wird vermutet, dass es sich um Drogentote handelt. Doch genauer Untersuchungen bringen grausame Details ans Licht.
    Unglaublich spannend, gruselig und großartig geschrieben.

  • Die Mittelmeerreise von Hanns-Josef Ortheil


    Der Autor unternahm mit 16 Jahren mit seinem Vater eine Mittelmeerreise auf einem Frachtschiff. Die Reise startete in Antwerpen und endete in Istanbul.
    Für den jungen Ortheil war es ein prägendes Erlebnis. Er führte ein Reisetagebuch, so wie sein Vater und schrieb jetzt seine Erlebnisse nieder, seine Erfahrungen mit den Crewmitgliedern, eine Bekanntschaft mit einer jungen Griechin, das Leben auf einem Schiff und das Erstellen einer Bordzeitung.
    Deutlich erkennt man, welchen Weg er einschlagen wird, obwohl sein Plan, Pianist zu werden, noch überwiegt.
    Schon in jungen Jahren sieht man die Begabung des Autors, seine Reife und Zielstrebigkeit, seine Eifer und seine Aufrichtigkeit, sein Bestreben, alles zu hinterfragen und die Neugier, Neues kennenzulernen.


  • Die einäugige Hündin, die in einem wilden Rudel neben einer Müllhalde lebt, trifft auf einen Stadthund und rettet ihn vor Kindern, die ihn mit Steinen bewerfen. Sie kümmert sich um seine Wunden und flieht mit ihm.
    Beide überstehen Abenteuer, während sie versuchen zur Familie von Max zu finden. Er erzählt von seinen Menschenfreunden, vor allem dem kleinen Mädchen, das ihn sicher sehr vermisst. Narbe, die Hündin, versucht, alles zu verstehen und verliebt sich in Max.
    Beide träumen von ihren früheren Leben. Das Schicksal holt sie ein und sie müssen um ihr Leben kämpfen.
    Eine entzückende, ergreifende Geschichte aus der Sicht der Hunde.

  • Everland von Rebecca Hunt


    1913 startet eine Expedition mit drei Männern auf dem Schiff Kismet in die Antarktis. Extreme Bedingungen und Spannungen zwischen den drei völlig unterschiedlichen Männern führen zu einem Drama.
    Hundert Jahre später bricht erneut eine Mannschaft auf, um Robben und Pinguine mit Chips zwecks Forschung zu versehen. Diese drei Leute wissen um das Drama der Kismet, sind auch völlig verschieden und bestehen ebenfalls einen Überlebenskampf.
    Hunt hat die Gabe, Personen und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen brillant aufs Papier zu bringen, den Leser zu fesseln und zu faszinieren.