Aktuelle

Gewinnspiele

Aktuelle

Events

Gerade für Sie gelesen

  • Brigitte aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck empfiehlt:

  • Drei Wünsche von Laura Karasek

    Laura Karasek (ja genau - die Tochter von Hellmuth Karasek) hat mit "Drei Wünsche" wirklich einen fulminanten Roman geschrieben! Bereits nach den ersten paar Seiten haben mich die Themen und der Schreibstil so gefangen, dass ich wusste: Dieses Buch lese ich garantiert zu Ende. (Ich bin hier nämlich ziemlich rigoros!)

    Drei unterschiedliche Frauen um die Dreißig - Maxie, Rebecca und Helena - haben doch dieselben Sehnsüchte nach Liebe, Familie, Geborgenheit & Glück. Sie stellen sich Fragen, was Frausein für sie speziell und allgemein in der heutigen Gesellschaft bedeutet: Dürfen Frauen Karriere und Kinder gleichzeitig haben? Welche Rolle wird Müttern zugeschrieben? Wie ist das Machtgefüge innerhalb von Beziehungen - sowohl privat als auch im Berufsleben? Wie können/sollen/dürfen Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch umgehen? Was bedeutet eine Schwangerschaft für eine Ehe?

    Aber es geht auch um Verlust und Gefühle zu den teils abwesenden Eltern.

    Ein großartiger Roman, der mich ebenso zum Lachen wie auch Nachdenken gebracht hat. Und ja - ein wunderbarer Frauenroman!

  • Ist Ihnen bewusst, dass Sie durchschnittlich jedes Jahr einen Monat Ihres kostbaren Lebens mit dem Lesen von unwichtigen News verbringen? Rolf Dobelli spricht hier von den kurzen, flüchtigen News in diversen Tageszeitungen, Online- und Social-Media-Kanälen. News sind heute jederzeit und überall verfügbar und werden achtlos konsumiert. Klinken Sie sich aus. Sie werden nichts Lebenswichtiges versäumen und dafür viel Zeit gewinnen! "Ein einziges gutes Buch ist für Ihr Leben und Ihr Wohlbefinden tausendmal wertvoller als unzählige Nachrichtenmeldungen." Außerdem passen Seelenruhe und Lebensweisheit nicht mit News zusammen. Der Autor gibt noch folgenden wertvollen Ratschlag: Wenn Sie ein bisschen weiser werden möchten, dann lesen Sie gute Bücher statt schlechte News. Also, worauf warten Sie noch?

  • Der letzte Überlebende von Sam Pivnik

    Am 13. Geburtstag von Szlamek Pivnik marschiert die Wehrmacht in Polen ein. Ab da ist in seinem Oberslesischen Heimatstädtchen Bedzin und damit im Leben von Sam nichts mehr wie es früher war. Vom Ghetto wird er mit seiner jüdischen Familie nach Auschwitz deportiert. Dort wird er von ihr getrennt und erlebt die Schrecken des größten Vernichtungslagers der Nazis. Vom Dienst an der Rampe bis zum Bergwerk Fürstengrube, vom Todesmarsch bis zum Schiffbruch der Cap Arcona - Sam überlegt als einziger seiner Familie. Erst nach dem Krieg trifft er auf seinen totgeglaubten Bruder Nathan.

    Ich habe bereits einige Bücher von jüdischen (Über-)Lebensschicksalen im II. Weltkrieg gelesen, aber kein Bericht hat mich dermaßen erschüttert wie dieses hautnahe Überlebenszeugnis. Die Lektüre ist stellenweise fast unerträglich: Wir sind dabei, als Menschen erschossen, vergast, erhängt, gefoltert und gedemütigt werden, wie sie elendiglich verhungern und krepieren. Und trotz allem übersteht Sam dieses Barbarium. Diese Geschichte sollte Pflichtlektüre für alle Holocaustgegner sein!

  • Neun Fremde von Liane Moriarty

    9 Fremde begeben sich 10 Tage ins Wellness-Resort "Tranquillum House", welches abgelegen in der australischen Wüste liegt. Dort müssen sie nicht nur ihre Mobiltelefone abgeben, sondern ihre Taschen werden auch nach Verbotenem wie Süßigkeiten durchsucht. Alles beginnt vollkommen harmlos: Zuerst Sprechverbot, dann soll das Fasten beginnen. Aber irgendwann bemerken alle, dass sie der charismatischen Hotelmanagerin Masha komplett ausgeliefert sind.

    Ein spannendes, witziges, skurilles und wunderbar ehrliches Buch, das uns die Auswüchse der modernen Gesellschaft bitterböse vor Augen führt! Nach der Lektüre dieses Romans trinken Sie Smoothies sicher mit einem mulmigen Gefühl. Genial gelingt es der Autorin, die Ängste dieser Menschen ans Tageslicht zu bringen.

  • Der Store von Rob Hart

    Dieser Roman spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft, ist keineswegs Science-Fiction, sondern in einigen Elementen sicher schon Realität: Es geht um Cloud, das weltweit größte Versand-Unternehmen mit den meisten Angestellten. Firmengründer Gibson Wells (!) ist todkrank und legt seine Lebensbeichte ab. Paxton und Zinnia sind die Hauptfiguren und arbeiten für die Cloud, nachdem sie einen erbarmungslosen Bewerbungsprozess durchlaufen haben. Dort herrschen strengste Regeln: Nur mit dem CloudBand am Handgelenk hat man Zugang zu den Räumlichkeiten am Gelände. Es gibt 5-Sterne-Ratings, unterschiedliche T-Shirt-Farben je nach Funktion, und man bekommt alles in der Cloud, denn ein Leben außerhalb ist nicht mehr wirklich vorstellbar – extreme Hitze und Dürre, ausgestorbene Städte, keine Geschäfte mehr, Arbeitslosigkeit. Wer aus der Cloud entlassen wird, bekommt nirgends auf der Welt mehr in diesem Unternehmen einen Job. Essen, Wohnen, Schlafen und Freizeit – sämtliche Bereiche befinden sich innerhalb des Areals. Nur der Zugang zu bestimmten Büchern, wie zB „1984“ oder „Schöne neue Welt“ bleiben verwehrt. Aber vor allem dreht sich alles um riesige Lager, in denen die MitarbeiterInnen umherirren und in schnellstmöglicher Zeit die bestellten Waren finden müssen. Diese werden dann mi Drohnen zu den Menschen geliefert – Horrorszenarien mit Drohnenschwärmen, die den Himmel verdunkeln werden ebenso geschildert wie die umbarmherzigen Arbeitsbedingungen. Denn jede Fehlstunde beeinträchtigt das Rating … Amazon lässt grüßen!
    Ein zutiefst beiendruckendes, beklemmendes und spannendes Buch.

  • Der Sprung von Simone Lappert

    Was für ein Roman! Gleich mit dem 1. Kapitel ist man in der Geschichte und bleibt gefangen bis zum Schluss!

    Nur für einen Tag und eine Nacht nehmen wir Teil am Leben von elf Menschen, die alle irgendwie mit dem Schicksal von Manu zusammen hängen, welche auf einem Hausdach zum Absprung bereit steht. Was verbindet sie miteinander? Wird Manu springen? Warum steht sie überhaupt dort oben?

    Genial gelingt der Autorin Simone Lappert der Wechsel zwischen diesen Personen bis zum fulmimanten Ende. Uneingeschränkte Leseempfehlung!

  • Drei von Dror A. Mishani

    Drei Frauen stehen in Verbindung zum selben Mann. Doch wie? Was zieht die frisch geschiedene Orna zu Gil hin? In welchem Verhältnis steht die Pflegerin Emilia zu Gil? Was verbindet schließlich Emilia mit beiden Frauen und Gil?

    Ein höchst raffiniert geschriebener Roman, der im Laufe des Geschehens zu einem Krimi wird. Der israelische Autor erzählt meisterhaft von Verwicklungen, abrupten Wendungen und menschlichen Abgründen.

  • Jesolo von Tanja Raich

    Andi und Georg machen Urlaub am überfüllten Strand in Jesolo, streiten sich über Kleinigkeiten, wie viele andere Paare auch. Danach folgt eine vorübergehende Trennung, bis Andi merkt, dass sie schwanger ist. Nun nimmt alles seinen Lauf, zB der Umbau der Wohnung bei Georgs Eltern - etwas, was Andi nie wollte - auch Kinder nicht. Ein bemerkenswert ehrliches Buch, indem viele Phrasen und widersprüchliche Aussagen zu Schwangerschaft und Geburt auf Andi niederprasseln - vom größten Glück bis zur unwiederbringlichen Lebensänderung. Schonungslos und in der Wirklichkeit verhaftet werden die Zweifel der Protagonistin in einer direkten Sprache unmittelbar geschildert. Dieses Buch ist viel mehr als "nur" Urlaubslektüre!

  • Wolfsegg von Peter Keglevic

    Kann diese Geschichte rund um die 15jährige Agnes erfunden sein? Vermutlich hat es sich genau so abgespielt in einem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt und die Wahrheit lieber unter den Teppich gekehrt wird. Und das Kinderheim „Maria Hilf!“ hat es irgendwo in den österreichischen Niederungen gegeben mit all den verschwiegenen Grausamkeiten, die nun ans Licht kommen. „Wolfsegg“ ist ein archaischer Roman in einer drastischen Sprache, der von drei Kindern und den Tod ihrer Eltern erzählt. Die zentrale Figur ist jedoch Agnes, die viel zu früh erwachsen werden muss, die trotz allem von ihren Sehnsüchten träumt und Liedtexte von Christina Stürmer singt. Wie eine Heldin kümmert sie sich um ihre Geschwister und gibt alles, damit diese nicht in das Heim kommen, in dem ihr Unsagbares widerfahren ist. Ich habe selten einen Roman gelesen, der mich dermaßen tief und mit einer Wucht bis zur letzten Seite erschüttert hat!

  • Der Zopf meiner Großmutter von Alina Bronsky

    Selten so eine bitterböse Großmutter erlebt, die mit ihren Kommentaren ihren Enkel Mäxchen schier zur Verzweiflung bringt und ihm oft mehr als peinlich ist. Doch im Laufe der Geschichte beginnt man Marga zumindest ein wenig zu verstehen, die aus Russland emigriert und nun in einer ihr völlig fremden Gesellschaft zu leben versucht. Ihr Mann, der sich plötzlich in eine viel jüngere Frau verliebt und tagelang unterwegs ist, führt sein schweigendes Eigenleben. Zwischen diesen beiden muss Max zurechtkommen in der neuen Schule und der ihm unvertrauen Umgebung, und manchmal tut er einem leid, weil er ohne Mutter und mit einer ihm ständig kritisierenden Großmutter in einem Flüchtlingswohnheim aufwachsen soll. Aber trotzdem ein Buch zum herzhaft Lachen!