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Gerade für Sie gelesen

  • Florian aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck empfiehlt:

    Florian stürzt sich als leidenschaftlicher Leser in die Lektüre aller Formen von Unterhaltungsliteratur - vom Historischen Roman über den Krimi bis hin zum Thriller. Er berät sie gerne in allen Fragen rund um aktuelle Neuerscheinungen, aber auch Klassiker des Unterhaltungsgenres.

  • Verborgen im Gletscher von Arnaldur Indriðason

    Eigentlich ist Kommissar Konrad ja schon längst in Pension, doch als am Langjökull Gletscher eine Leiche vom Eis freigegeben wird, beginnt er privat zu ermitteln. Bei dem Toten handelt es sich um einen Mann, dessen Verschwinden Konrad 30 Jahre zuvor bearbeitet hatte aber nicht aufklären konnte. Je tiefer er gräbt, desto unangenehmer stellt sich die Wahrheit dar, und auch seine eigene Vergangenheit macht ihm zunehmend zu schaffen. Indridasons neuer Roman ist der verheißungsvolle Auftakt einer neuen Serie, die uns gewiss noch viele spannende Lesestunden bescheren wird!

  • Girl, Woman, Other von Bernardine Evaristo

    Neben der hoch favorisierten Margaret Atwood hat heuer eine noch relativ neue Autorin den renommierten Booker Prize gewonnen, und das vollkommen zu Recht. Bernardine Evaristo legt mit ihrem Roman Girl, Woman, Other ein topaktuelles Buch vor, das auch hohen literarischen Ansprüchen genügt. Am Beispiel von zwölf verschiedenen Schicksalen farbiger Frauen in Großbritannien werden in erster Linie die Themen Rasse, Gender und Generationen in verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten (Großstadt/Kleinstadt/Dorf) dargestellt. Kunstvoll verbindet sie die einzelnen Geschichten miteinander und schafft damit ein großartiges Panorama weiblicher Selbstfindung in den verschiedensten Schattierungen. Ein großartiger Roman, der in seiner Vielschichtigkeit niemals flach oder klischeehaft wirkt.

  • Vivaldi und seine Töchter von Peter Schneider

    Gleich vorweg sei bemerkt, dass es sich bei diesem Buch laut Bezeichnung um einen Roman handelt, es liest sich allerdings eher wie ein flüssig geschriebenes Sachbuch. Wer sich Hoffnungen auf schillernde Ausschmückungen und vielfältige Nebenhandlungen gemacht hat, muss sich auf eine Enttäuschung gefasst machen. Wer allerdings so viel wie möglich über Vivaldi und das Leben in Venedig in kompakter Form erfahren möchte, wird bestens bedient. Fundiert und stringent beschreibt der Autor den wechselvollen Werdegang des Komponisten von seiner Geburt bis zum Armenbegräbnis in Wien. Nebenbei erfährt man viel über das tägliche Leben und insbesondere den Musik- und Opernbetrieb im damaligen Venedig und im Rest Europas. Besonders interessant ist auch das Kapitel über die Wiederentdeckung des Komponisten im 19. und 20.Jahrhundert. Eine informative Lektüre nicht nur für Musikfreunde.

  • Ein Haus voller Lügen von Ian Rankin

    Eigentlich ist John Rebus ja schon seit einiger Zeit im Ruhestand, doch eines Tages taucht in einem Wald bei Edinburgh die Leiche eines Privatermittlers auf, der vor etlichen Jahren als vermisst gemeldet wurde. Rebus war damals im Ermittlerteam, der Fall wurde jedoch nie geklärt. Wurden damals Fehler gemacht? Was wurde vertuscht? Fragen, die die Mutter des Opfers medial auszuschlachten versucht. Rebus kommt in Zugzwang und bietet seiner ehemaligen Kollegin Siobhan Clarke, die jetzt mit ermittelt, seine Hilfe an. Gemeinsam decken sie die Hintergründe des Falls auf, wobei Rebus zu seinen gewohnt unorthodoxen Methoden greift, um an Ergebnisse zu kommen. Ein spannender whodunnit in bester klassischer Rankin- Manier, ein Fest für Krimifreunde!

  • Leider kann ich kein Polnisch, doch die englische Übersetzung dieses Romans der Literaturnobelpreisträgerin wurde immerhin mit dem Booker International ausgezeichnet und dürfte demnach adäquat gelungen sein. Eine abgelegene Waldgegend an der polnisch tschechischen Grenze. Hier haben die Städter ihre Sommerhäuser, doch im Winter leben nur ein paar wenige Menschen hier. Eine davon ist Janina, die sich um die Häuser der Städter kümmert und auch sonst im Wald nach dem Rechten sieht. Ihre innige Beziehung zur Natur und den in ihr lebenden Geistern macht sie zu einer Außenseiterin, und auch ihre Freunde zählen nicht gerade zum Mainstream. Eines Tages wird ihr Nachbar tot aufgefunden, und Janina hegt einen konkreten Verdacht. Als noch mehr Leichen im Wald auftauchen, ist es mit der Ruhe vorbei. Voller Poesie beschreibt die Autorin die Landschaft, mit bösem und hintergründigem Witz die Menschen, die in ihr leben. Eine bemerkenswerte Lektüre, die noch lange nachhallt.

  • Agent Running in the Field von John Le Carré

    Sind Agententhriller noch zeitgemäß? Wenn ein Großmeister des Genres sie schreibt, dann ja. Ein altgedienter Agent kommt nach jahrelangen Einsätzen in aller Welt zurück nach London und muss erst wieder Fuß fassen. Dabei ist es sehr hilfreich, dass er einem Badminton Club vorsteht. Eines Tages kommt ein junger Mann dazu, der ihn , den Champion zu einem Match herausfordert. Aus dem einen Spiel wird ein regelmäßiges Treffen auf dem Platz und danach an der Bar. Gemeinsam ziehen sie über den Brexit und Donald Trump her (LeCarre nimmt hier eindeutig und mit spitzer Zunge Stellung) und verstehen sich auch sonst sehr gut. Doch dann kommt es zu einer plötzlichen Schieflage in der Beziehung. Gekonnt wirft LeCarre aktuelle Fragen zum Zeitgeschehen auf und kommt letztendlich zu einem überraschenden Ende. Sehr spannend und mit viel Witz führt der Autor die Leser und seine Figuren an der Nase herum - absolute Leseempfehlung!

  • Der dunkle Bote von Alex Beer

    Dritter Fall für Emmerich und Winter. Wien 1920. Die politische Lage spitzt sich weiter zu, die Zeichen stehen auf Bürgerkrieg. Vor diesem Hintergrund treibt ein brutaler Serienmörder sein Unwesen, der seinen Opfern die Zunge herausschneidet und an eine Journalistin schickt. Emmerich und Winter haben alle Hände voll zu tun, um die Zusammenhänge zwischen den Opfern herauszufinden. Und dann ist da noch Xaver Koch, der immer noch mit Emmerichs "Familie" untergetaucht ist. Im Laufe der Recherchen geraten der Kommissar und sein Gehilfe in brenzlige Situationen, denn nicht nur Koch will ihnen an den Kragen...
    Höchst spannend und gut recherchiert geht die Geschichte um das bewährte Ermittlerduo nun schon in die dritte Runde - wir hoffen auf mehr!

  • The Cockroach von Ian McEwan

    Es beginnt fast wie in Kafkas Verwandlung: Jemand erwacht morgens und ist nicht mehr derselbe, der abends eingeschlafen ist. Anders als bei Kafka ist es allerdings die Kakerlake, die in McEwans Novelle als britischer Premierminister erwacht. Nachdem sie sich in die neue Situation eingewöhnt hat, macht sie sich munter ans Werk. Es gilt schließlich die Zukunft des Landes in die richtigen Bahnen zu lenken. Eine gruselig - lustige Kafka-Paraphrase aus Brexitannien - zwar nicht McEwans größter Wurf, aber hochaktuell und auf jeden Fall lesenswert!

  • Der Agent des Chaos von Giancarlo De Cataldo

    Dies ist die Geschichte von Jay Dark, einem Verbrecher, der in Italien mit einem Koffer voller Drogen, diverser brisanter Geheimdienstpapiere und Adressen verhaftet wurde. Er spricht elf Sprachen und ist auch sonst ein Chamäleon. Ein Schriftsteller möchte einen Roman über ihn schreiben und trifft sich mit dessen Anwalt, um Insider Informationen zu erhalten. Stück für Stück wird seine Geschichte aufgerollt; wir werden Zeugen eines Drogenprogramms der CIA, die mit Hilfe von LSD die unruhige 68er Protestbewegung in den Griff kriegen möchte, erfahren einiges über die Experimente der Nazis mit dieser Droge, und amüsieren uns über die gewieften Aktivitäten Von Jay Dark. Oder werden wir die ganze Zeit über nur an der Nase herumgeführt? De Cataldo legt viele falsche Fährten und macht aus seinem Roman ein raffiniertes Labyrinth mit mehreren möglichen Ausgängen - lesenswert!

  • Unhaltbare Zustände von Alain Claude Sulzer

    Eine Schweizer Stadt in den 60er Jahren. Stettler, ein Endfünfziger, ist Schaufensterdekorateur in einem großen Warenhaus. Seine Warenpräsentation insbesondere zu Weihnachten wird alljährlich gebührend bestaunt. Er lebt zurückgezogen in der Wohnung seiner verstorbenen Mutter und hegt eine stille Verehrung für die deutsche Pianistin Lotte Zerbst, die ausschließlich für ihre Musik lebt. Die Studentenrevolten des Jahres 68 wirbeln das biedere und ereignislose Leben Stettlers gehörig durcheinander, und auch das Zusammentreffen mit seinem Idol verläuft vollkommen anders, als es sich die beiden erwartet hatten. Sulzer erzählt elegant und detailversessen die Geschichte zweier Einzelgänger, die plötzlich aus dem Ruder läuft - ein ungewöhnlicher Lesegenuss mit Tiefgang!