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Gerade für Sie gelesen

  • Florian aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck empfiehlt:

    Florian stürzt sich als leidenschaftlicher Leser in die Lektüre aller Formen von Unterhaltungsliteratur - vom Historischen Roman über den Krimi bis hin zum Thriller. Er berät sie gerne in allen Fragen rund um aktuelle Neuerscheinungen, aber auch Klassiker des Unterhaltungsgenres.

  • Tochter des Geldes von Eveline Hasler

    Es war ein Zufall, der zur Entstehung dieses Buches führte: Eveline Hasler wurde per Losentscheid als Vertreterin der Schweiz zu einem Schriftstellerkongress in die DDR entsandt. Dort traf sie auf Irmtraud Morgner, die sie zum Ehrengrab für Mentona Moser führte. Das Erstaunen war groß, dass die gebürtige Schweizerin Moser der Schweizer Autorin Hasler gänzlich unbekannt war. Morgner übergab ihr einiges Material und bat sie, sich der Geschichte anzunehmen. Das Resultat liegt nun in Romanform vor. Eveline Hasler beschreibt den Weg dieser faszinierenden Frau von der Tochter aus einer der reichsten Schweizer Familien zur Kommunistin, die sich bereits zur Jahrhundertwende für das Frauenwahlrecht einsetzte. Sie machte in London eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin und ließ in Russland ein Kinderheim erbauen. In Ost-Berlin erhielt sie als Dank für ihr Engagement in Deutschland ein Ehrengrab. Ein gut recherchiertes Buch über eine schillernde Frauenfigur des letzten Jahrhunderts und die politischen Umwälzungen ihrer Zeit.

  • Wie man ein Genie tötet von Ingvar Hellsing Lundqvist

    Hans Rott ist einer der großen Unbekannten der österreichischen Musikgeschichte. Er war Schüler und Freund Anton Bruckners, der sein Talent nachhaltig förderte. Ingvar Lundqvist widmet sein Buch dem traurigen Leben des Genies, der in großer Armut lebte und mit seiner ersten Sinfonie auf das große Staatsstipendium hoffte, das es ihm ermöglichen sollte, seine Schulden zurückzuzahlen. In der Jury saßen jedoch die Traditionalisten Brahms und Hanslick, die dem Neutöner den Preis verweigerten. In der Folge entwickelte der Komponist einen Verfolgungswahn, der ihn in eine niederösterreichische Nervenheilanstalt brachte, wo er jämmerlich zugrunde ging. Hundert Jahre nach seinem Tod wurde seine Sinfonie in Amerika uraufgeführt und erlebt seither Aufführungen in den großen Konzertsälen der Welt. Ein bewegendes Künstlerportrait und eine späte Verneigung vor einem großen Musiker.

  • Irgendwann wird es gut von Joey Goebel

    Zehn Kurzgeschichten, die alle in einer Kleinstadt in Kentucky spielen, sind in diesem Band versammelt. Nicht nur der Ort verbindet die abgeschlossenen Geschichten miteinander, es tauchen auch immer wieder Figuren und Schauplätze aus vorangegangenen Erzählungen auf. So entsteht eine lose Verbindung, die noch durch die gemeinsame melancholische Grundstimmung vertieft wird. Goebel gelingt es mit unspektakulären Mitteln, glaubhafte Charaktere und Situationen zu entwickeln und knüpft so an die große amerikanische Erzähltradition an. Ein berührendes Buch , das einen ganz eigenen Zauber entfaltet.

  • Der Begabte von Evelyn Grill

    Ein oberösterreichisches Provinznest. Der allseits hochgeschätzte Oberstudienrat lebt mit seiner Frau und seinem hochbegabten Enkel (der neue Mozart) das Leben eines Dorfhonoratioren. Seine Tochter hat er verstoßen, denn sie hat Schande über die Familie gebracht, den Enkel hat er adoptiert. Unter dem tyrannischen Regime des Großvaters entwickelt der Bub erstaunliche pianistische Fähigkeiten, doch ansonsten scheint er etwas zurückgeblieben. Eines Tages kommt es zu einer entsetzlichen Bluttat. Im Gefängnis beginnt der junge Mann, den Ablauf der Tragödie nach und nach zu rekonstruieren, bisher Verdrängtes kommt an die Oberfläche, und das Bild eines menschenverachtenden Scheusals nimmt langsam Gestalt an. Mit grausamer Präzision blickt Evelyn Grill hinter die Kulissen eines nach außen hin vorbildlichen bürgerlichen Lebens und zeigt schonungslos die gesellschaftlichen Strukturen, in denen Machtmissbrauch und Despotismus zu Wahnsinnstaten führen können. Ein intensives Buch, das einem eiskalte Schauer über den Rücken jagt.

  • Daniel Benchimol, frisch geschiedener angolanischer Journalist, träumt immer wieder von derselben Frau. Durch Zufall findet er heraus, dass es sich dabei um eine südafrikanische Künstlerin handelt, die Träume malt und mit einem brasilianischen Neurochirurgen zusammenarbeitet, der Träume wissenschaftlich aufzeichnet. Daniels Freund Hossi taucht immer wieder in den Träumen der verschiedensten Menschen auf, träumt aber selbst nicht. Daniels Tochter Karinguiri träumt von einem freien Angola und tritt dafür in Hungerstreik. Als Hossi nach einem Attentat im Koma liegt und Karinguiri immer weiter geschwächt ist, gibt Daniel ein Interview, in dem er den Präsidenten direkt attackiert; Hossi schleicht sich unterdessen ein letztes Mal in die Träume aller Angolaner. Ein schön geschriebener Roman über die Macht der Träume, die manchmal ganze Systeme ins Wanken bringen kann.

  • Der Klavierschüler von Lea Singer

    Zwei Sterbehelfer, eine leere Villa, eine Schallplatte mit Schumanns Träumerei - so beginnt eine spannende Reise in die Vergangenheit. Donati, der eigentlich aus dem Leben scheiden wollte, ist so von Schumanns Träumerei fasziniert, dass er sich auf den Weg durch die Pianobars der Stadt macht. In einem Lokal wird er fündig, und der Barpianist spielt das Stück für ihn. Im weiteren Gespräch entpuppt sich dieser als ehemaliger Schüler und Geliebter von Vladimir Horowitz. Gemeinsam treten Donati und Kaufmann eine Reise zu den Stätten dieser großen Liebe an. In Rückblenden wird die Karriere des Jahrhundertpianisten erzählt, seine schwierige Beziehung zum despotischen Schwiegervater Toscanini, mit dessen Tochter Horowitz eine Scheinehe führte, seine Freundschaft mit Rachmaninov und seine komplizierte Liebe zu seinem Klavierschüler Kaufmann. Lea Singer entwirft auf Basis von Briefen und Tagebucheintragungen ein faszinierendes Künstlerportrait, in dem politische Entwicklungen und gesellschaftliche Konventionen eine entscheidende Rolle spielen.

  • Der Alligator und seine Freunde, das Gehirn und Rossini, sind zurück - und wie! Mit vollem Einsatz manövrieren sich die drei Kämpfer für das Gute durch einen zunächst undurchschaubaren Dschungel aus Drogengeschäften und Menschenhandel. In ihrer verdeckten Ermittlung ist anfangs nicht ganz klar, wer auf welcher Seite steht, und als auch noch eine attraktive Halbweltsschönheit das Herz des Alligators erobert, scheint die Operation endgültig aus den Fugen zu geraten. Voll Witz und Tempo lässt Carlotto seine Figuren in ein kriminelles Netzwerk eintauchen, bei dessen Zerschlagung jedes Mittel recht ist. Für Noir-Fans ein absolutes Muss!

  • Die einzige Geschichte von Julian Barnes

    Julian Barnes ist ein Großmeister der Verknappung. Hier gibt es nichts Unnötiges, kein Dekor und kein Blabla. Seine neue Geschichte beginnt ungewöhnlich heiter, fast übermütig, doch schon bald kommt es zu ersten Eintrübungen, und es dauert nicht lange, bis wir uns in einer veritablen Tragödie befinden. Die Entwicklungen, die die einzelnen Protagonisten durchmachen, werden präzise und anschaulich geschildert, man kann jeden einzelnen Schritt in Richtung Katastrophe gut nachvollziehen. Ein trauriges Buch über das Scheitern von Beziehungen, das den Leser in seinen Bann zieht!

  • Das Gewicht eines Pianos von Chris Cander

    Julius Blüthner war ein begnadeter Klavierbauer, dessen Instrumente besonders wegen ihres goldenen Klangs berühmt waren. Eines seiner Pianos steht im Mittelpunkt des Romans von Chris Cander. Es wird zum Dreh- und Angelpunkt zweier tragischer Familiengeschichten, die uns von St.Petersburg nach Kalifornien führen. Liebe und Leidenschaft, Verlust und Trauer sowie die Last der Vergangenheit sind die großen Themenkreise, um die die Geschichte kreist, zusammengehalten durch Skrjabins Musik. Die Autorin beschwört magische Klänge und Landschaften herauf und beschert ihren LeserInnen dadurch einen höchst sinnlichen literarischen Genuss.

  • Georg von Barbara Honigmann

    Barbara Honigmann setzt in diesem schmalen Bändchen ihrem Vater Georg ein berührendes Denkmal. Er war Kommunist, Jude, Weltbürger, Charmeur, Verführer und Lebenkünstler. Er war Zögling der legendären Odenwaldschule, die einen sehr freigeistigen Zugang zur Bildung hatte. Dieses liberale Umfeld sollte ihn für sein weiteres Leben prägen. Er emigrierte nach London, wo er als Journalist arbeitete, wurde als Deutscher in ein Gefangenenlager nach Kanada verlegt und schloss sich nach seiner Rückkehr nach England den Kommunisten an. Zunächst spionierte er für die Sowjetunion und kehrte nach Kriegsende nach Ostdeutschland zurück. Geschrieben ist diese Geschichte aus der Perspektive seiner Tochter, die auch sehr viel Persönliches über seine komplizierten Beziehungen zu den verschiedensten Frauen zu berichten weiß. Auf wenigen Seiten gelingt es ihr, fast ein ganzes Jahrhundert deutsch-jüdischer Geschichte zu schreiben - eine großartige Lektüre, die lange nachhallt.