Aktuelle

Events

Events

Gerade für Sie gelesen

  • Aleksandra aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck empfiehlt:

  • Elfenthron von Holly Black

    Das Lesen der Elfenkrone-Reihe ist wie eine Achterbahnfahrt auf dem Rummel. Sehnsüchtig und ungeduldig wie in der Schlange wartet man auf die Erscheinung des nächsten Bandes, um dann in kürzester Zeit jegliche Form von Adrenalin, Freude, Schock, Wahnsinn zu erleben und dann mit einem nicht stillbaren Verlangen nach mehr die Achterbahn zu verlassen. Als ich den finalen Band endlich in meinen Händen hielt, wurde jegliche Form der Verantwortung links liegen gelassen und das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Wie auch seine Vorgänger ist dieser Band mit so viel Handlung geladen, dass man von einer abenteuerreichen Szene in die nächste rutscht, ein Kapitel nach dem anderen verschlingt und auf keinen Fall aufhören möchte.

  • Das sternenlose Meer von Erin Morgenstern

    Wer bereits Zeuge des Nachtzirkus war, von Zelt zu Zelt spaziert ist und den Wettkampf von Marco und Cecilia hautnah erleben durfte, wird die Reise hinaus ins sternenlose Meer ebenso lieben, wenn nicht sogar heftiger. Wie auch Morgensterns erster Roman ein Liebesbrief für die Magie und Illusion ist, ist dieses Buch einer für die Literatur. Als Künstlerin schafft sie ein Szenario, in der die Protagonisten tatsächlich durch eine Tür hindurchstreiten, um die Wunder der Geschichten zu erleben. Die komplexe Welt und miteinander verwobenen Geschichten machen deutlich, dass Geschichten ein Teil anderer Geschichten sind, Literatur stets verbunden ist und dass das Ende eines Romans nicht unbedingt das Ende der Erzählung bedeutet. Das Lesen dieses Buches fordert nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern fordert auf, sich bewusst zu machen, dass jeder Leser und jede Leserin selbst ein Teil der Geschichten, die sie kennen, sind. Man muss Morgenstern eines lassen: auch wenn ihr Schreibstil und ihre Vorstellungskraft sicher nicht für jeden ist, sie hat es geschafft Geschichten so zu schreiben, dass man sie wirklich glauben will.

  • Das neunte Haus von Leigh Bardugo

    Leigh Bardugo zählt schon seit langem zu meinen Lieblingsautor*innen, jedoch begrenzte sich ihr Schreiben ausschließlich auf das Grishaversum, welches ich in und auswendig kenne. Nun aber hat sich die amerikanische Autorin entschieden aus der von ihr selbst erschaffene und von den Leser*innen geliebte Welt hinauszutreten und sich die unsere genauer anzuschauen. Bardugo bringt uns auf den Campus von Yale, wo acht Studentenverbindungen nicht nur diesen beherrschen, aber auch großen Einfluss auf die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignisse der USA ausüben. Die Mittel? Uralte dunkle Magie. Um die Rituale und Spiele der Häuser im Rahmen zu halten, werden diese vom neunten Haus überwacht, wo Alex Stern selbst erst kürzlich rekrutiert wurde, die in Yale einen Neuanfang beginnen will. Doch für das neunte Haus ist ihre Fähigkeit, die Geister der Toten zu sehen, viel wertvoller als ihre Vergangenheit. Vor allem als ein Mord auf dem Campus passiert und niemand sonst den Zusammenhang zwischen dem ermordeten Opfer und den Häusern sehen will, ist Alex einzigartige Bindung zu den Toten die einzige Hilfe. Bardugo, die selbst ihren Abschluss in Yale gemacht hat, schafft es uns den Campus so lebendig zu beschreiben, dass man beinahe glauben will, dass dies nicht Fiktion, sondern Realität ist. Ich selbst war äußerst skeptisch über das Buch, doch dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen, nicht mal als ich es ausgelesen hatte. Leight Bardugo versteht ihr Handwerk und bleibt für mich die Queen of Fantasy.

  • Game of Gold von Shelby Mahurin

    Ein wundervolles Debüt von Mahurin, perfekt für Fans von Sarah J. Maas, dennoch im ganz eigenen Stil! Die Hexe Lou ist ihrem Clan vor nicht allzu langer Zeit entkommen und versteckt sich in einer nahegelegenen Stadt, die selbst von Hexenjägern regelmäßig durchsucht und "gesäubert" wird. Als sie während eines Raubzuges in die Arme des Jägers Reid läuft, stellt sie vor der Wahl: einer arrangierten Ehe zustimmen oder der Gefahr ihre wahre Identität preiszugeben. Widerwillen stimmt sie ersterem zu und muss fortan unter den Hexenjägern leben, ihr wahres Ich verstecken und gleichzeitig weiterhin den grausamen Verfolger*innen ihrer Vergangenheit entkommen. Währenddessen versucht Reid, den heiligen Bund der Ehe mit Lou zu akzeptieren, seine große Liebe zu vergessen und weiterhin die Welt von bösen Hexen zu säubern. Shelby Mahurin hat hier einen wahren Schatz eines Buches geschrieben. Nie sind mir Charaktere so schnell ans Herz gewachsen wie Lou und Reid. Jedes Kapitel, jede Szene, jeden Moment habe ich genossen. Das Buch habe ich im Oktober in Rekordzeit verschlungen, im Dezember später wieder erneut angefangen zu lesen. Nun warte ich sehnsüchtig auf den zweiten Band und bin mir sicher, dass ich bis dahin, "Game of Gold" (oder "Serpent & Dove" im Original) noch ein-, zwei-, oder gar dreimal wieder lesen werde! Definitiv mein Highlight des Jahres 2019!

  • Die Grisha-Trilogie von Bardugo, Leigh

    Dunkle Mächte. Ein einzigartiges Magiesystem. Eine unvergessliche Welt. Dies ist der Beginn von Bardugos atemberaubendem Grishaverse und endlich dürfen auch deutsche Leser*innen sich an der Trilogie erfreuen, die lange nicht mehr erhältlich war. Bevor es die Krähen aus Ketterdam gab oder Märchen in der Sprache der Dornen oder einen Prinzen, in dem das Dunkle wohnt, begann alles mit einer Soldatin aus Ravka, die wortwörtlich hell zu strahlen beginnt. Alina Starkov weiß nicht, was mit ihr passiert. Ein Leben lang lebte sie als graues Mäuschen, das in einem Waisenhaus aufgewachsen ist und nun Mitglied im Heer ist. Doch als das Leben ihres besten Freundes gefährdet ist, taucht sie den gefürchtetsten Ort Ravkas in Licht und retten allen das Leben. Der Anführer der Grisha - Menschen mit besonderen Fähigkeiten - sieht in Alina etwas Außergewöhnliches und nimmt sie in seinen Orden auf. Doch dies ist nur der Anfang des Anfanges. Ein Kampf zwischen Licht und Dunkelheit, Wahrheit und Lüge, Vergangenheit und Gegenwart. Bardugos Grishaverse muss gelesen und immer wieder besucht werden!!!

  • Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke; Guillermo Del Toro

    Die Folgen des spanischen Bürgerkrieges, Gewalt und Repression auf der einen, ein Wesen nicht aus unserer Welt in einem Labyrinth auf der anderen Seite und die kleine Ofelia mittendrin. 2006 beeindruckte Guillermo del Toro Zuschauer*innen mit seinem Film "El laberinto del fauno" (Pan's Labyrinth), der die harte Realität des Krieges mit der dunklen Wahrheit des Fantasy-Genres vereint. Nun verwandelte Cornelia Funke diesen bildgewaltigen Klassiker in ein poetisches Märchenbuch für Erwachsene. Dennoch handelt es sich hierbei nicht um eine reine Nacherzählung. Obwohl Funke der Originalhandlung sehr treu geblieben ist, dürfen wir tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren eintauchen und den Kontrast zwischen Gut und Böse, Realität und Fantasie auf einer besonderen Ebene erfahren. Ein neues Verständnis über del Toros Meisterwerk wird somit angeboten und zusätzlich spinnt Funke zehn eigene Kurzgeschichten mit in die Erzählung ein, die uns glauben lassen, dass jegliche Form der Realität das Potential zu einem eigenen Märchen hat. Eine Geschichte, die sowohl auf der Leinwand als auch zwischen den Seiten ein Meisterwerk ist.

  • Die Beschwörung des Lichts von V. E. Schwab

    Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden der Trilogie, in denen die Leser*innen behutsam in drei ihnen unbekannten Londons eingeführt werden, sollten sie beim Lesen dieses Teiles lieber die Luft anhalten, denn das Tempo nimmt rasant zu. Unmittelbar nach dem Ende des zweiten Bandes geht es in 'Die Beschwörung des Lichts' weiter und Kell, Lila, Rhy, Alucard und Holland müssen der Dunkelheit, die über das rote London einher gezogen ist, Einhalt gebieten. Während man den Figuren bei ihren Versuchen zu gewinnen begleitet, blättern sich die Seiten wie von selbst um. Man kann nicht aufhören und will die Charaktere nicht alleine lassen. Das bittersüße Ende lässt einen beim Zuklappen des Buches noch vor sich hin starren. Doch wir dürfen hoffentlich schon bald, diese uns ans Herz gewachsenen Figuren wieder sehen, denn V. E. Schwab scheint selbst noch nicht ganz mit ihnen abgeschlossen zu haben.

  • Zurück nach London heißt es mit 'Die Verzauberung der Schatten'. Im Gegenzug zum ersten Teil der Weltenwanderer-Trilogie, in der wir mit den Protagonisten zwischen den vier London hin und her reisen durften, erkundigen wir in der Fortsetzung hauptsächlich das Rote London - Kells Heimat und Lilas neues Zuhause. Nach den Ereignissen des ersten Bandes wollen Lila, Kell und Rhy sich nur mehr ausruhen und ihren eigenen Weg gehen. Lila hat ihr neues Abenteuer an Bord eines Schiffes gefunden und freundet sich mit dessen Kapitän an. Kell und Rhy müssen lernen mit gewissen Konsequenzen zu leben und ihr brüderliches Band wird noch enger als je zuvor. V. E. Schwab dringt tief in die Gefühls- und Gedankenwelt der Charaktere ein und bietet nicht nur ein besseres Verständnis für die Figuren, aber auch für das rote London und der Magie, die es umgibt. Selten können Autor*innen sich so viel Zeit lassen, uns in eine neue Welt zu entführen, ohne uns dabei zu langweilen. Schwab bringt uns ihrem London näher und schafft es dabei, dass wir uns selbst dort wie Zuhause fühlen.

  • King of Scars von Leigh Bardugo

    Im Bereich des Fantasy-Genres tauchen wir Leser*innen oft in Welten ein, die wir am liebsten nie wieder verlassen würden. Leider hält der Besuch jener Welten nur so lange an, bis wir das Buch ausgelesen haben. Hin und wieder jedoch erscheint doch der ein oder andere Spin-Off und wir dürfen uns über eine Heimkehr freuen. So verhält es sich mit Bardugos Grisha-Universum. Es fühlt sich wie eine Heimkommen an, wieder in Ravka zu sein, altbekannte Gesichter wiederzusehen und mehr von der einst so geliebten Welt zu erfahren. In 'King of Scars' dürfen wir den Liebling der Grisha-Trilogie bei seinem eigenen Abenteuer begleiten und erfahren auch, wie es für Nina Zenik aus "Das Lied der Krähen" weiter geht. Unsere Protagonist*innen haben bereits viel erleben dürfen und sie bleiben auch jetzt nicht verschont. Dunkle Magie treibt weiterhin sein Unheil über Ravka. Ob man nun in das Grishaverse heimkehrt oder es mit diesem Buch zum ersten Mal erlebt, es ist und bleibt eines der besten Fantasy-Universen, in die ich je eintauchen durfte!

  • All das zu verlieren von Leïla Slimani

    Madame Bovary, Anna Karenina, Effie Briest. Frauen, die in der Literatur sich durch ihren Ehebruch namenhaft gemacht haben. Die Konsequenzen waren brutal. Aber es waren Männer, die ihnen ihre Stimme verliehen. Doch was denkt Frau wirklich, wenn sie solche Taten vollzieht? Was ist die Motivation? Welche Gefühle gewinnen die Oberhand? Leila Slimanis Debütroman, der nun ins Deutsche übersetzt wurde, lässt sich mit solchen Größen durchaus vergleichen. Sie erzählt von der inneren Zerrissenheit Adèles, einer Frau, die alles hat - einen Arzt als Mann, einen süßen Jungen, einen tollen Job als Journalistin, eine Wohnung in Paris. Dennoch ist Adèle nicht glücklich. Sie flüchtet zu ihrem Liebhaber anstatt zur Arbeit zu gehen, sie lässt ihren Sohn alleine zuhause, um die nächste Bekanntschaft in einer Bar anzutreffen, sie belügt ihren Mann mit einer Raffinesse, die man nur beneiden kann, um sich für einige Stunden in den Armen eines Fremden davonzustehlen. Wir wollen sie nicht verstehen, tun es aber doch. Dann wieder nicht. Es ist eine Geschichte, in der man sich selbst fragt, auf welcher Seite man steht. Je näher man dem Ende kommt, umso unbefriedigter wird man selbst. Man spürt die Leere. Eine Leere, die an Adèles erinnert. Ein Roman, der nicht nur in einer brillanten Weise über das Innere einer Frau erzählt, sondern auch ganz still an der Gesellschaft Kritik ausübt.