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„Ein Junggeselle zum Verlieben“ von Melody Carlson ist im Januar 2021 im Verlag Gerth Medien erschienen.
George Emerson, ein passionierter Pädagoge und Junggeselle, zurückgezogen lebend, antiquiert und sehr traditionsgebunden, trifft auf die lebensbejahende und leidenschaftliche Künstlerin Willow West.
Ihre eigensinnigen und absolut gegensätzlichen Charaktere erscheinen wie Feuer und Wasser, was zu vielen Missverständnissen und Konflikten führt.
Gibt es eine Chance, auch im vorangeschrittenen Alter, seine bisher gelebte Lebensphilosophie zu ändern und einen Neuanfang zu wagen?
Mein Leseeindruck:
Melody Carlson legt hier eine zunächst locker zu lesende Geschichte zweier unterschiedlich geprägten Protagonisten vor, deren Lebenserfahrungen in die Tiefe führen.
George Emerson erscheint als langweiliger Ruheständler, der vom Leben nichts mehr erwartet, während Willow West als impulsiv und dem Leben neugierig zugewandter Gegenpol beschrieben wird.
Beide haben im Gepäck ihre eigene von vielen Erfahrungen und Erlebnissen geprägte Biographie und die daraus resultierenden Glaubens- und Lebenseinstellungen.
Willow findet Gefallen an George trotz dessen Einsiedlertums und ist beseelt von dem Gedanken ihm zurück ins Leben zu helfen. Dabei schießt sie allerdings übers Ziel hinaus und landet des Öfteren im Fettnäpfchen. Auch wenn sich George von Willows sprühender Natürlichkeit angezogen fühlt, macht er immer wieder den Rückzieher und blockiert alle Versuche, seinem Schneckendasein zu entfliehen.
Seine verdrängten Ängste kommen wieder an die Oberfläche und er wird neu mit seiner immer noch schmerzhaften Vergangenheit konfrontiert…
Mein Fazit:
Ein Roman, der Lebens-Freude vermittelt, Spaß macht zu lesen und nebenbei Wertvorstellungen und Lebensphilosophien unter die Lupe nimmt und alte Denkweisen reformiert.
Lese-Kino mit Tiefgang