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Gerade für Sie gelesen

  • Astas Tagebuch von Barbara Vine

    Maxie aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Gut, dass ich früher immer so penibel in meinen Büchern notiert habe, wann ich sie gekauft und gelesen habe. Ein Blick in meine alte Ausgabe von „Astas Tagebuch“ verrät, dass es im März 1999 war. Ein weiterer Blick verrät mir auch, dass ich dieses Buch öfter gelesen habe, so zerlumpt wie es aussieht. Aber das ist kein Wunder, zählt Barbara Vine doch bekanntermaßen zu meinen Lieblingsautorinnen. Daher wusste ich natürlich auch noch im Großen und Ganzen, worum es in diesem großartigen Buch geht, aber den Casus knacksus und die ganzen Feinheiten und raffinierten Wendungen und Finten hatte ich mehr oder weniger vergessen. Und so war die erneute Lektüre von „Astas Tagebuch“ wieder äußerst spannend und unterhaltsam. Barbara Vine spannt in ihrem Buch einen Bogen über beinahe 90 Jahre und wechselt gekonnt zwischen den Erzählebenen und drei weiblichen Protagonistinnen. Da ist auf der einen Seite die junge Dänin Asta, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit zwei kleinen Kindern und erneut hochschwanger in London lebt. Ihr Mann Rasmus, der sie vermutlich nur wegen ihrer Mitgift geheiratet hat, ist arbeitsbedingt in Dänemark oder vielleicht auch woanders – Asta hat ihn seit fünf Monaten nicht gesehen und seit zwei Monaten nicht mal mehr etwas gehört. Die Last der Einsamkeit ist somit das Fürchterlichste, was sie in diesem entsetzlich fremden Land ertragen muss, und nur ihr Tagebuch hilft ihr darüber hinweg.
    Astas Geschichte wird umrahmt und unterbrochen von den Kommentaren ihrer Enkelin Ann, die sich nach dem Tod von Astas Lieblingstochter Swanny (die wahrscheinlich wichtigste Figur des Romans) erneut in die Tagebücher vertieft und auf einige Ungereimtheiten stößt. Was ist dran an der Geschichte, dass Swanny eigentlich ein adoptiertes Kind ist? Nach einem anonymen Brief und einer unbedachten Bemerkung von Asta war Swanny Zeit ihres erwachsenen Lebens davon überzeugt, und Asta hat daraufhin nie wieder von diesem Thema gesprochen. Zusammen mit einer Freundin, die jetzt, Jahrzehnte später, für eine TV-Serie die Umstände eines Mordes recherchiert, der zum Zeitpunkt von Swannys Geburt in Astas Nachbarschaft geschehen ist, begibt Ann sich auf Spurensuche.
    Ein Tipp: Achten Sie beim Lesen unbedingt auf die zahlreichen Nebenfiguren. Die vielen Namen und verwandtschaftlichen Verstrickungen mögen zunächst etwas verwirrend sein, werden aber zum Schluss hin sehr, sehr wichtig!

  • Fake Facts von Katharina Nocun; Pia Lamberty

    Gerda aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Verschwörungstheorien sind so alt wie die Menschheit selbst. Schon immer rankten sich Mythen um Illuminaten, Juden, Freimaurer, Echsenmenschen und eine flache Erde. Nun sind wir im Jahr 2020 angekommen und Covid 19 beherrscht unser aller Leben. Wenn die Welt kompliziert wird, suchen viele nach einfachen Wahrheiten und Schuldigen, meinen die Autorinnen. Anscheinend sind wir alle nicht gefeit vor Unwahrheiten und Verschwörungstheorien - in diesem Buch kann man in verschiedenste Abgründe schauen, vielleicht auch in eigene. Menschen in der Mitte der Gesellschaft radikalisieren sich und der Ungeist, jedem zu misstrauen, besonders der Regierung, greift bedrückend um sich. Skrupellose Politiker überschreiten gezielt Grenzen, erfinden und streuen Lügen über Mitbewerber und ganze Völker über die neuen Medien. Bizarr ist auch, dass gar nicht so wenige Menschen ungeprüfte Meldungen z.B. in youtube oder facebook glauben und seriösen Zeitungen und Nachrichtensendungen zunehmend misstrauen.
    Fake Facts ist interessant, umfassend recherchiert und deshalb auch sehr spannend! Man glaubt gar nicht, was auf der Erde alles kursiert; letztendlich - das ist mein Fazit - hilft ein gesunder Hausverstand, seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

  • Elfenthron von Holly Black

    Aleksandra aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Das Lesen der Elfenkrone-Reihe ist wie eine Achterbahnfahrt auf dem Rummel. Sehnsüchtig und ungeduldig wie in der Schlange wartet man auf die Erscheinung des nächsten Bandes, um dann in kürzester Zeit jegliche Form von Adrenalin, Freude, Schock, Wahnsinn zu erleben und dann mit einem nicht stillbaren Verlangen nach mehr die Achterbahn zu verlassen. Als ich den finalen Band endlich in meinen Händen hielt, wurde jegliche Form der Verantwortung links liegen gelassen und das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Wie auch seine Vorgänger ist dieser Band mit so viel Handlung geladen, dass man von einer abenteuerreichen Szene in die nächste rutscht, ein Kapitel nach dem anderen verschlingt und auf keinen Fall aufhören möchte.

  • Das sternenlose Meer von Erin Morgenstern

    Aleksandra aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Wer bereits Zeuge des Nachtzirkus war, von Zelt zu Zelt spaziert ist und den Wettkampf von Marco und Cecilia hautnah erleben durfte, wird die Reise hinaus ins sternenlose Meer ebenso lieben, wenn nicht sogar heftiger. Wie auch Morgensterns erster Roman ein Liebesbrief für die Magie und Illusion ist, ist dieses Buch einer für die Literatur. Als Künstlerin schafft sie ein Szenario, in der die Protagonisten tatsächlich durch eine Tür hindurchstreiten, um die Wunder der Geschichten zu erleben. Die komplexe Welt und miteinander verwobenen Geschichten machen deutlich, dass Geschichten ein Teil anderer Geschichten sind, Literatur stets verbunden ist und dass das Ende eines Romans nicht unbedingt das Ende der Erzählung bedeutet. Das Lesen dieses Buches fordert nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern fordert auf, sich bewusst zu machen, dass jeder Leser und jede Leserin selbst ein Teil der Geschichten, die sie kennen, sind. Man muss Morgenstern eines lassen: auch wenn ihr Schreibstil und ihre Vorstellungskraft sicher nicht für jeden ist, sie hat es geschafft Geschichten so zu schreiben, dass man sie wirklich glauben will.

  • Tyrolias aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Testleserin Nina, 7 Jahre aus Kirchbichl: Jonny ist wütend auf seinen älteren Bruder Ted, weil er ihm ständig Streiche spielt und ihn beleidigt. Aus diesem Grund meldet sich Jonny auf www.geschwistertausch.com an um seinen Bruder auszutauschen. Beim Ausfüllen des Formulars unterläuft ihm allerdings ein Fehler und er vergisst 'Menschen' anzukreuzen. Deswegen bekommt er zuerst Mervin, einen Meerjungen, danach Hari, ein Erdmännchen in Menschengestalt und sogar den Geist eines Königs aus dem 16. Jahrhundert.
    Doch das ist erst der Beginn von Jonnys spannenden Suche nach dem perfekten Bruder!

    Ich fand das Buch megastark und extrem witzig und freue mich schon auf den zweiten Teil 'Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen!'.

  • Serenade für Nadja von Zülfü Livaneli

    Brigitte aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Maya betreut Maximilian Wagner während seines Aufenthaltes in Instanbul. Sie ahnt nicht, dass dieser 87-jährige Mann ihr ganzes Leben durcheinander bringen wird. Denn sie begibt sich durch diesen deutschstämmigen Professor, der während des 2. Weltkrieges nach Istanbul und schließlich in die USA geflüchtet ist, auf die Suche nach ihren Großmüttern und schließlich nach sich selbst. Wer ist Nadja? Warum wird Maya plötzlich beschattet? Welches Geheimnis verbirgt Max?

    Diese und viele weitere Fragen tauchen in diesem Roman über eine türkische Frau im heutigen Istanbul auf, die mit Familientradtionen bricht und ein komplett neues Leben beginnt. "Denn überleben kann nur ein Mensch, dessen Geschichte erzählt wird."

  • Das Rätsel des Pferdeamuletts von Karin Müller

    Tyrolias aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Testleserin Valerie, 13 Jahre aus Hart: Godje ist ein besonderes Mädchen, da sie nicht wie die meisten Kinder Eltern hat. Sie lebt bei ihrer Oma Nana, welche sich liebevoll um sie kümmert. Auch ihre Freundinnen stehen immer zu ihr.
    An ihrem 14.Geburtstag planen ihre Freunde eine Überraschungsparty. Doch als sie ankommt,liegt plötzlich ein mysteriöses Päckchen vor der Tür. Als sie die Schachtel aufmacht befindet sich dort ein altes Amulett. Doch mit der Zeit findet sie heraus, dass es sich in sich hat und Pferde anlockt...

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und ich finde, es war sehr spannend. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm. Ich finde jedoch das Buch ist nur für Leute, die Pferde sehr gerne mögen. Ich würde dem Buch 7 von 10 Punkten geben.

  • Das Rätsel von Ainsley Castle von Holly-Jane Rahlens

    Tyrolias aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Testleser Nico, 11 Jahre aus Wien: Lizzy muss mit ihrem Vater und ihrer verhassten Stiefmutter in ihr Hotel an die schottische Küste ziehen. In einem nahen Schloss (Ansley Castle) wohnt eine verrückte Autorin, die Lizzy neu erschaffen möchte. Plötzlich gibt es zwei Lizzys, die echte Lizzy und Lizzy, die aus einer Geschichte kam. Wie wird sich das alles lösen lassen? Und wird es Lizzy gelingen, wieder alleine zu sein?

    Ich habe das Buch sehr spannend gefunden. Die Idee gefällt mir gut. Ich finde es schön, dass ihre Familie durch die Geschichte besser wird.

  • Tyrolias aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Testleserin Emely, 14 Jahre aus Innsbruck: Mysti Murphy denkt sich Geschichten aus und wäre am liebsten selbst eine Figur aus einem Buch. Als ihr Vater beim Klettern von einem Baum fällt und ins Krankenhaus kommt und gleichzeitig ihr bester und einziger Freund Anibal ein soziales Experiment macht, indem er sie komplett ignoriert, hat sie mit Veränderungen zu kämpfen. Am schlimmsten ist aber, dass ihre Mutter seit Mysti fünf Jahre alt ist, das Haus nicht mehr verlässt. Ihre Mutter hat Agoraphobie, dass heißt sie hat ständig Angst vor allem, was passieren könnte. Das bedeutet also, dass sie ihren Vater auch nicht besuchen kann, jetzt wo er im Krankenhaus ist. Anibal ignoriert sie nicht nur in der Schule, sondern er macht auch noch fiese Bemerkungen über sie und das alles nur für ein Mädchen namens Sandy. Er hat mit Mysti eine Wette darüber abgeschlossen, wer zuerst eine Nachricht auf dem Handy von ihr bekommen hat. Aber Veränderungen können auch etwas Gutes sein, denn Mysti freundet sich mit Wayne und Rama Khan an. Und wer weiß? Vielleicht schafft es ihre Mutter ja eines Tages ihre Ängste zu überwinden.

    Ein Buch über das riesige plattfüßige Monster namens Veränderung und eine entstehende Freundschaft. Ich empfehle dieses Buch Jungen sowie Mädchen ab ca. 10 Jahren. Besonders gut hat mir gefallen, dass zwischen drin immer mal wieder Witze waren und man was zum Lachen hatte. Außerdem hat mir gefallen, dass die Hauptperson Geschichten erfand und das Ende war auch sehr schön.

  • flüchtig von Hubert Achleitner

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Leider ist mir das musikalische Lebenswerk von Hubert von Goisern nicht bekannt, doch ich glaube, dass mir dieser Musiker schon aufgrund seiner Sätze extrem sympathisch ist. Von jedem Interview war ich begeistert. Der Roman „flüchtig“ erzählt von einer Ehe, die nach 30 Jahren endet. Doch ist es wirklich so? Und verändert eine „Flucht“ nach Griechenland nicht auch die Protagonisten? Wie in seiner Musik überlässt hier der Autor nichts dem Schicksal, alles ergibt Sinn!