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Gerade für Sie gelesen

  • Das Evangelium der Aale von Patrik Svensson

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Dieses Buch überschreitet Grenzen, oder besser ausgedrückt: es verbindet wissenschaftlich fundierte Fakten mit Literatur. Es liest sich ja fast wie ein Roman und ich habe mich dem Aal, diesem schleimig und grauslich aussehenden Fisch sehr nahe gefühlt. Je mehr ich mich auf ihn eingelassen habe, je mehr Patrik Svensson das Mysterium Aal bzw. sein rätselhaftes Verhalten beschreibt, umso mehr habe ich mich mit mir selbst beschäftigt. Auch der Autor beschäftigt sich mit seiner Kindheit bzw. den Erlebnissen mit seinem Vater. Der Aal ist so scheu, er liebt die Dunkelheit, er durchlebt 4 Stadien und kann uralt werden. Er wird kulturgeschichtlich immer ein Mysterium bleiben, doch ich habe nun doch das Gefühl, des Rätsels Lösung näher zu sein.

  • Fehlstart von Marion Messina

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Wieso lässt sich Messina mit Michel Houellebecq vergleichen? Weil sie auch aus Frankreich ist? Weil sie auch ganz unverblümt den Schmutz beschreibt, der in unserer westlichen Welt oft unter den Teppich gekehrt wird? Messinas Wirklichkeit ist zwar düster, ohne Zukunft, traurig und einsam, und doch schreckt sie weniger ab als Houellebecq. Sie muss nicht derb werden, sie muss nicht knallharten sex verwenden, um unsere Aufmerksamkeit zu erhalten. Sie ist einfach gut, mehr muss man zu diesem Roman nicht sagen.

  • Nelly B.s Herz von Aris Fioretos

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Das Herz macht nicht mehr mit und Nelly, die erste deutsche Aviatikerin beschließt die flugschule und somit auch ihre Ehe aufzugeben. In einer Pension in Berlin kommt sie langsam wieder auf den Boden, doch als sie Irma kennenlernt, erkennt sie zum ersten Mal, was es heißt, wirklich zu lieben und ihr Herz zu spüren. Fioretos hat eine wunderschöne Liebesgeschichte niedergeschrieben, die auf wahren Begebenheiten beruht. Nellys Leben war immer mit Hindernissen gespickt, doch den letzten Flug übersteht sie nicht mehr. Sehr gefühlvoll bringt Fioretos dem Leser bei, wie es ist, nach einem Höhenflug zu landen.

  • Picknick im Dunkeln von Markus Orths

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Dieser großartige Autor begibt sich auf eine philosophische Reise durch die Weltgeschichte, indem er zwei Männer zusammenbringt, die unterschiedlich und doch ähnlich sind: Stan Laurel und Thomas von Aquin. Stan Laurel wacht im Dunkeln auf, in einem Tunnel, und als er sich vorwärts bewegt, trifft er auf den großen Mystiker Thomas von Aquin. Gemeinsam gehen sie, ohne Ziel, und sie philosophieren. Was im Dunkeln passiert, regt die Gemüter der Leser an, immer abenteuerlicher wird der Weg. Als Leserin fand ich es sehr inspirierend und erhellend!

  • Vom Land von Dominik Barta

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Man kann dieses Debüt ohne schlechtes Gewissen mit dem wundervollen Heimatroman von Franz Innerhofer „Schöne Tage“ vergleichen. Die Menschen in der Provinz sind gleich gestrickt, auch 50 Jahre später ticken sie gleich: weg mit allem, was im Dorf fremd ist, weg mit den Menschen, die nicht aus der Gegend kommen. Theresa hat über 40 Jahre den Hof mit ihrem Mann Erwin geführt, sie hat 3 Kinder großgezogen und jeden Tag funktioniert. Doch jetzt geht nichts mehr und alles bricht hervor, was lange totgeschwiegen wurde. Wird ihre Familie akzeptieren, dass unterdrückte Gefühle auch in positive Energie umgewandelt werden? Und wer horcht auf den 12-jährigen Daniel, der mehr mitbekommt, was politisch im Dorf passiert? Dominik Barta beginnt sich in die große Tradition der österreichischen Literatur einzureihen. Wir werden noch viel von ihm hören!

  • Secret Keepers: Zeit der Jäger von Trenton Lee Stewart

    Tyrolias aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Testleser Gernot, 11 Jahre aus Hall: Der zwölfjährige Ruben lebt mit seiner Mutter in New Umbra in einer schäbigen Wohnung. Doch eines Tages: Ruben ging mal wieder auf Erkundungstour und entdeckte in einem Versteck ein altes hölzernes Kästchen. In ihm befindet sich eine geheimnisvolle Taschenuhr. Doch dann entdeckt Ruben eines der Geheimnisse der Uhr und ein Mann, der die Uhr ebenfalls in seinen Besitz bringen will, ist hinter ihm her. Eine spannende Verfolgungsjagd beginnt ...

    Es ist eine magische Geschichte, deshalb finde ich sie sehr gut. Das Buch ist spannend erzählt, und ich würde es denen empfehlen, die magische Dinge wie diese Taschenuhr lieben.

  • House of Names von Colm Tóibín

    Florian aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Der große irische Autor Colm Toibin erzählt eine uralte Geschichte neu. Agamemnon lässt seine Tochter Iphigenie opfern und löst damit eine der großen Tragödien der Menschheitsgeschichte aus. Klytemnästra ermordet ihren Gatten Agamemnon, um die Tochter zu rächen. Daraufhin sinnt die zweite Tochter Elektra auf Vergeltung und treibt ihren Bruder Orest dazu, die Mutter zu töten. Colm Toibin lässt die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive Klytemnästras, Elektras und Orests erzählen und beleuchtet so das Geschehen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. So wird der Mythos lebendig und aktuell, man ergreift Partei, um seine Meinung im nächsten Kapitel wieder zu revidieren. Letztlich ist man nur noch sprachlos ob der Grausamkeit und Verschlagenheit der handelnden Personen. Der Autor verwendet eine klare und elegante Sprache, die beim Leser eine gewisse Distanz erzeugt, aus der er gefahrlos die Ereignisse beobachten kann. Schlicht atemberaubend!

  • Das Wolkenschiff von Vashti Hardy

    Tyrolias aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Testleser Elias, 10 Jahre aus Mils: Auf einmal kam ein Mann zu ihnen, der ihr ganzes Leben veränderte. Die Zwillinge Arthur und Marie glaubten es kaum, als dieser Mann zu ihnen sagte, dass ihr Vater gestorben wäre. Er war in ein Wolkenschiff gestiegen und ausgeraubt worden. Die Zwillinge wohnten nun auf der Straße, denn ihr Haus war beschlagnahmt worden. Sie konnten es nicht glauben, als sie auf ein Wolkenschiff mitgenommen wurden. Sie flogen die gleiche Route zum Südpolaris wie ihr Vater und hofften, dort seine Spuren zu finden. Doch dann passierte etwas Schreckliches ...

    Mir hat das Buch außergewöhnlich gut gefallen, denn es ist sehr spannend und abenteuerlich. Außerdem ist es ein interessantes Buch für alle, die sich für Technik und Fantasie begeistern.

  • Wolgakinder von Gusel Jachina

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    „Suleika öffnet die Augen“ hat mich vor Jahren schon begeistert. Gusel Jachina ist eine Expertin auf dem Gebiet der Wolgadeutschen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Leben der Siedler etwas rückständig, doch sie sind ihrer neuen Heimat sehr verbunden. Der Schulmeister Bach fällt nicht weiter auf, bis er sich in seine Schülerin verliebt. Doch das Land an der Wolga spielt eine grausliche Rolle im Krieg, niemand wird verschont. Jachina fesselt von der ersten Seite an, ihr Wissen über diese Region nimmt mit jedem Roman zu, und ihre Figuren sind Anführer einer literarischen Revolution.

  • Umweltliebe von Jennifer Sieglar

    Johanna aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Auch im Jahr 2020 werden die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf der globalen Tagesordnung stehen: In der Politik, den Medien und in unseren vier Wänden. Wie kann man den eigenen Alltag umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten? Wenn man sich mit dieser Frage beschäftigt, wird schnell klar, an wie vielen Schrauben man drehen könnte, um ein grüneres Leben zu führen: Ernährungsweise, Plastikverbrauch, Mobilität, Palmölverbrauch ...
    Jennifer Sieglar hat sich innerhalb eines Jahrs insgesamt 12 Umwelt-Challenges gestellt und ihre Erfahrungen humorvoll, informativ und mit einer gesunden Portion Selbstkritik festgehalten. Beim Lesen des Buches war ich wirklich überrascht, wie viele kleine Aspekte unseres Lebens Einfluss auf die Umwelt nehmen und wie man mit einfachen Entscheidungen und Umstellungen ein wichtiges Zeichen setzten kann. In jedem Kapitel erklärt Jennifer Sieglar auch, was die Politik tun oder verändern könnte: Eine spannende Ergänzung, da die Autorin damit ihre persönlichen Erfahrungen in einen größeren Kontext stellt.
    Am Donnerstag, den 20. Februar um 19:30 ist die Autorin in der Tyrolia, Maria-Theresien-Straße zu Gast: Die ideale Gelegenheit zum Diskutieren, Fragen stellen und Ideen austauschen!