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Gerade für Sie gelesen

  • The Cockroach von Ian McEwan

    Florian aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Es beginnt fast wie in Kafkas Verwandlung: Jemand erwacht morgens und ist nicht mehr derselbe, der abends eingeschlafen ist. Anders als bei Kafka ist es allerdings die Kakerlake, die in McEwans Novelle als britischer Premierminister erwacht. Nachdem sie sich in die neue Situation eingewöhnt hat, macht sie sich munter ans Werk. Es gilt schließlich die Zukunft des Landes in die richtigen Bahnen zu lenken. Eine gruselig - lustige Kafka-Paraphrase aus Brexitannien - zwar nicht McEwans größter Wurf, aber hochaktuell und auf jeden Fall lesenswert!

  • The Cockroach von Ian McEwan

    Bea aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Eine ertrunkene Frau im Mittelmeer ist das Flüchtlingsopfer 2117, die am Strand von Ayia Napa mit anderen Toten angespült wird. Ein psychisch gestörter Gamer in Kopenhagen kündigt Massenmorde an. Ein geplanter Terroranschlag im Herzen Europas soll viele Menschenleben kosten. Joan, Assad, Carl, Alexander, Gordon, Rose und Ghaalib sind die Hauptakteure. Assad steht im Mittelpunkt und erzählt seine Geschichte: Über seine Frau Marwa, seine Töchter Nella und Ronia und sein ungeborenes Kind. Sein Erzfeind Ghaalib hat ihn gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Wird er seine Familie jemals wieder sehen? Carl unterstützt seinen Freund, während Rose und Gordon sich um einen Gamer in Kopenhagen kümmern müssen, der seine Mitmenschen abschlachten will. Die Fans von Carl und Assad haben schon lange auf den neuesten Fall des Sonderdezernats Q in Kopenhagen gewartet und dieser ist sehr brisant, brutal, spannend und politisch aktuell.

  • Herkunft von Sasa Stanisic

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Viele Kunden kommen zur Zeit in den Buchladen, und fragen nach dem Buch "Heimat". Sie meinen "Herkunft", von Sasa Stanisic. Es gibt etwas in uns, das wir uns nicht erklären können, das wir aber unser ganzes Leben lang suchen. Einen Schriftsteller in der Familie zu haben, hilft bei der Suche nach der Herkunft. Stanisic wirft einen besonderen Blick auf seine Großmutter Kristina. Mit ihr fährt er in ein Dorf, das nur noch 13 Einwohner hat. Bald wird es diesen Ort im ehemaligen Jugoslawien nicht mehr geben. Und wovon redet die Großmutter, der Flößer oder der Bremser? Und was hat das mit dem Sasa zu tun? Findet es heraus, es ist die "Reise" wert!

  • Karin aus unserer Tyrolia-Filiale in Salzburg

    Isabelle Bonnet, Commissaire in Fragolin, einem kleinen Ort in der Provence, ist schockiert. Der Bürgermeister Thierry und ihr zeitweiliger Geliebter wird in Sanary-sur-Mer tot aufgefunden, mit durchgeschnittener Kehle. Es gibt keine Spuren. Niemand weiß, was Thierry nach Sanary-sur-Mer geführt hat und wer der Mörder sein könnte. Nachdem der Bürgermeister ein kleines Museum im Zusammenhang mit einem Modell von Matisse ins Leben gerufen hatte, war er nun auf der Spur einer weiteren Sensation. Die Suche nach dem Mörder bringt Isabelle auch zu Thierrys ehemaliger Geliebten, einer dunkelhäutigen Schönheit, die nun mit einem Politiker vereiratet ist, der im Verdacht steht, korrupt zu sein. Außerdem beschäftigt Madame le Commissaire eine Verbindung zu zwei aalglatten Immobilienmaklern, auf die der Bürgermeister nicht gut zu sprechen war.

    Spannend mit vielen kulinarischen Einlagen. Pierre Martin ist unter den Provence-Krimi-Schreibern bei weitem der Beste, amüsant und intelligent.

  • Fünf Tage in Paris von Tatiana de Rosnay

    Karin aus unserer Tyrolia-Filiale in Salzburg

    Paul Malegarde und seine Frau reisen aus Amerika nach Paris an, um mit ihren beiden Kindern seinen siebzigsten Geburtstag und den Hochzeitstag zu feiern. Der Sohn Linden ist inzwischen ein berühmter Fotograf, die Tochter Tilia hat Probleme mit ihrem zweiten Mann. In Paris herrscht Hochwassergefahr. Einige Arrondissements sind überschwemmt, die Verkahrsbelastung hoch. Paul erleidet einen Schlaganfall und muss ins Krankenhaus. Linden kümmert sich besorgt um den Vater, die Mutter liegt mit Grippe im Hotelzimmer, Tilia hat seit einem tragischen Verkehrsunfall ein Trauma und bringt es nicht über sich, den Vater im Krankemhaus zu besuchen.

    Im Laufe der Geschichte hören wir von den Familienproblemen. Jedes Familienmitglied hat seine Geheimnisse und Schwierigkeiten, sich mitzuteilen. Doch die fatale Situation bringt alle dazu, ehrlich über die persönlichsten Dinge zu sprechen.

    Ich habe mit Vergnügen das Buch gelesen und finde es unbedingt lesenswert!

  • Santa Rita von Tommy Wieringa

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Dieser Roman hat mich überrascht. Wenige Bücher habe ich von niederländischen Autoren gelesen, hier habe ich Nachholbedarf. Man denkt sich, dieses flache Land hat nicht viel zu bieten, die Menschen wohnen weit entfernt voneinander und bekommen nichts mit von der Welt. Paul lebt seit Jahren alleine mit seinem Vater, bald wird er 50. Und das ist auch ein Grund, mehr darüber nachzudenken, welche Gründe es gibt, dass er keine Familie hat. Als sein Freund überfallen und ausgeraubt wird, ändert sich alles für ihn. Hat er noch eine Chance? Wieringa schlägt einen Ton an, der den Leser packt und nicht mehr loslässt. Seine erschütternden Wahrheiten werden noch lange in mir nachwirken!

  • Der Agent des Chaos von Giancarlo De Cataldo

    Florian aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Dies ist die Geschichte von Jay Dark, einem Verbrecher, der in Italien mit einem Koffer voller Drogen, diverser brisanter Geheimdienstpapiere und Adressen verhaftet wurde. Er spricht elf Sprachen und ist auch sonst ein Chamäleon. Ein Schriftsteller möchte einen Roman über ihn schreiben und trifft sich mit dessen Anwalt, um Insider Informationen zu erhalten. Stück für Stück wird seine Geschichte aufgerollt; wir werden Zeugen eines Drogenprogramms der CIA, die mit Hilfe von LSD die unruhige 68er Protestbewegung in den Griff kriegen möchte, erfahren einiges über die Experimente der Nazis mit dieser Droge, und amüsieren uns über die gewieften Aktivitäten Von Jay Dark. Oder werden wir die ganze Zeit über nur an der Nase herumgeführt? De Cataldo legt viele falsche Fährten und macht aus seinem Roman ein raffiniertes Labyrinth mit mehreren möglichen Ausgängen - lesenswert!

  • Die Altruisten von Andrew Ridker

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Das „Sensations-Debüt“ aus den USA hat mich gefesselt, Andrew Ridker ist wirklich ein Ausnahmetalent. Wie er mit seinen 25 Jahren so viel psychologische Einblicke in das Leben und Scheitern seiner Charaktere geben kann, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Es braucht Jahre, dass sich Familienmitglieder wirklich kennenlernen, und nicht alle schaffen das. Doch das Bemühen, das Verstehen wollen, das hat mich beeindruckt und deshalb vertieft man sich immer mehr in die Geschichte der Alters. Auch wenn mir Arthur, der alte Unidozent, der nie eine Festanstellung bekommen hat, recht unsympathisch war, und ich seine beiden erwachsenen Kinder, Maggie und Ethan gut verstehen kann, so musste ich ihn doch am Schluss ein bißchen für seine Entwicklung bewundern. Ridker schreibt so unterhaltsam, dass es ein Vergnügen ist!

  • Unhaltbare Zustände von Alain Claude Sulzer

    Florian aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Eine Schweizer Stadt in den 60er Jahren. Stettler, ein Endfünfziger, ist Schaufensterdekorateur in einem großen Warenhaus. Seine Warenpräsentation insbesondere zu Weihnachten wird alljährlich gebührend bestaunt. Er lebt zurückgezogen in der Wohnung seiner verstorbenen Mutter und hegt eine stille Verehrung für die deutsche Pianistin Lotte Zerbst, die ausschließlich für ihre Musik lebt. Die Studentenrevolten des Jahres 68 wirbeln das biedere und ereignislose Leben Stettlers gehörig durcheinander, und auch das Zusammentreffen mit seinem Idol verläuft vollkommen anders, als es sich die beiden erwartet hatten. Sulzer erzählt elegant und detailversessen die Geschichte zweier Einzelgänger, die plötzlich aus dem Ruder läuft - ein ungewöhnlicher Lesegenuss mit Tiefgang!

  • Erebos 2 von Ursula Poznanski

    Maxie aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Als mir mein Sohn vor vielen Jahren ein Buch in die Hand drückte -- "Mama, da musst du unbedingt lesen, das ist sooo spannend!" -- war ich ja zuerst skeptisch, denn ein Buch über ein Computerspiel, das konnte mich doch nicht ernsthaft interessieren. Aber "Erebos" hat auch mich in seinen Bann gezogen, und zehn Jahre später habe ich "Erebos 2" als erste gelesen und dann an den mittlerweile großen Sohn weitergereicht. Die Hauptfigur ist wieder Nick; er ist erwachsen geworden und arbeitet jetzt als Fotograf. Als sich das Spiel plötzlich wie von Geisterhand auf seinem Smartphone installiert, ist er wenig erfreut, zu dramatisch waren damals die Ereignisse, die Erebos ausgelöst hatte. Aber ziemlich schnell wird klar, dass es auch dieses Mal nicht ohne Folgen bleibt, wenn man sich den Anweisungen von Erebos widersetzt. Das Spiel hat sich in den vergangen zehn Jahren offenbar stark weiterentwickelt und reagiert perfider, als Nick je vermutet hätte, und so ist er schneller als ihm lieb ist wieder als Dunkelelf Sarius zurück im Spiel.
    Es ist wieder mitreißend und zum Teil auch verstörend zu lesen, was künstliche Intelligenz (angeblich?) alles kann, und wer dieses Mal hinter dem Spiel steckt und was eigentlich das Ziel ist, hat mich sehr überrascht. Für meinen Geschmack hätte es allerdings etwas weniger Gemetzel an allerlei gräulichen Kreaturen geben können.