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Florian stürzt sich als leidenschaftlicher Leser in die Lektüre aller Formen von Unterhaltungsliteratur - vom Historischen Roman über den Krimi bis hin zum Thriller. Er berät sie gerne in allen Fragen rund um aktuelle Neuerscheinungen, aber auch Klassiker des Unterhaltungsgenres.
Thomas Flett ist Anfang zwanzig und lebt mit seiner Mutter in einem
ärmlichen Cottage am Meer. Seit er 13 ist, fährt er mit einem alten
Fuhrwerk, das von einem namenlosen Pferd gezogen wird, an den
nahegelegenen Strand, um Krabben zu fangen, so wie es ihn sein Großvater
gelehrt hat. Er ist der letzte, der noch die traditionellen Methoden
beherrscht, und so wird ein amerikanischer Filmregisseur auf ihn
aufmerksam, der ihm ein verlockendes Angebot macht. Thomas, der heimlich
Gitarre spielt und Songs schreibt, hätte für diesen Abend eigentlich
andere Pläne, doch die Summe, die er geboten bekommt, kann er nicht
ausschlagen. Eine, wie sich herausstellt, folgenreiche Begegnung, die
sein Leben gründlich auf den Kopf stellen wird...
Benjamin Woods neuer Roman, der auch auf der Booker Longlist steht,
zeichnet sich durch faszinierende Naturpoesie und subtile Psychogramme
aus. Ein schönes, stilles Buch, das lange nachhallt!
Großartige Autor:innen aus Österreich entdecken
Diese Autor:innen und Bücher haben ihre Auszeichnung verdient
Maxie ist Buchhändlerin in unserer Tyrolia-Filiale in der Maria-Theresien-Straße in Innsbruck. Ihre Spezialität sind Kochbücher - aber in ihrer Freizeit verschlingt sie alle möglichen Bücher, von Romanen bis zu den spannendsten Thrillern.
Wer hätte gedacht, dass Elefanten einmal die Hauptrolle in einem Roman
spielen, der eigentlich von Politik, Macht und menschlicher Absurdität
handelt?
Das, was im Frühjahr 2024 wie ein verspäteter Aprilscherz klang – der
Präsident von Botswana, verärgert darüber, dass Deutschland ein
EU-Gesetz zur Einführung von Jagdtrophäen verschärfen will, bietet
Deutschland 20000 wilde Elefanten als Geschenk an – greift Gaea
Schoeters in ihrem schmalen Roman auf und macht daraus eine
Polit-Satire, die es in sich hat.
Kann man die Erhaltung gefährdeter Tierarten wirklich ganz alleine dem
armen Süden überlassen und sich selbst entspannt zurücklehnen? Wie
scheinheilig ist die Empörung über die Jagd auf Elefanten, die
tatsächlich unglaubliche Zerstörungen anrichten können, wenn man sich
vor Augen führt, wie in Deutschland und in Österreich auf das Auftauchen
von Bären und Wölfen reagiert wird.
Wenn man dann noch, wie es natürlich naheliegend ist, jedes Mal das Wort
„Elefant“ durch „Flüchtling“ ersetzt, bleibt einem das Lachen im Halse
stecken.
Gaea Schoeters hat mich bereits mit ihrem Roman „Trophäe“ begeistert. Da wie dort ist ihr Schreibstil bissig, scharf, pointiert.
Schoeters führt uns mit ihren Romanen ganz schön vor und legt den Finger dahin, wo es wehtun sollte!
Erzählerisch erstklassig
Florian stürzt sich als leidenschaftlicher Leser in die Lektüre aller Formen von Unterhaltungsliteratur - vom Historischen Roman über den Krimi bis hin zum Thriller. Er berät sie gerne in allen Fragen rund um aktuelle Neuerscheinungen, aber auch Klassiker des Unterhaltungsgenres.
Ocean Vuong legt nun nach einigen Lyrikbänden endlich wieder einen Roman vor, und so viel sei vorweggenommen, es handelt sich um ein seltenes literarisches Juwel. Vuong befindet sich auf einem Höhepunkt sprachlicher Ausdruckskraft, sein eleganter Stil überrascht immer wieder durch außergewöhnliche Kompositionen, die man einfach nur genießen muss. Inhaltlich bewegt er sich allerdings in der harten amerikanischen Realität einiger Underdogs: Hai, ein tablettenabhängiger Junge mit vietnamesischen Wurzeln, sein autistischer Cousin Sony und schließlich Grazina, eine demente Dame, die im Krieg aus dem Baltikum geflüchtet ist und zum Rettungsanker für Hai wird. Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Bewältigung des mühsamen Alltags, bis sich Grazinas Sohn einschaltet. Viele weitere skurrile Figuren bevölkern die Geschichte und sorgen zeitweise für große Heiterkeit. Ein Roman von großer Zartheit und Dichte, der tief zu berühren vermag.