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Nachdem unsere große Lieblingsbücher-Aktion so großen Anklang bei Ihnen gefunden hat, haben wir entschieden, immer mehr unserer Kolleg:innen mit der großen Gretchenfrage zu konfrontieren:
Welche Bücher würdest du als deine drei Lieblingsbücher bezeichnen? Nicht jetzt gerade, nicht letzte Woche - sondern jemals. Welche Bücher haben es geschafft, dich nachhaltig zu verfolgen, dich und deine Welt zu verändern und haben dich einfach nicht mehr losgelassen?
Ihr dürft euch auf spannende Buchtipps freuen, denn: So unterschiedlich unsere Kolleg:innen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Antworten ausgefallen!
Rebecca arbeitet als Buchhändlerin in der neuen Tyrolia-Filiale in Götzis.
Mara ist 15. Ihre esoterische Mutter schleppt sie regelmäßig in diverse Seminare (Baumsprechkurse, Klangschalen-Seminare etc.). Mara hingegen hat auf so etwas gar keine Lust. Bis eines Tages ausgerechnet ein Zweig zu ihr spricht: Mara ist eine Seherin und muss dafür sorgen, dass Loki seinen Fesseln nicht entkommt. Zuerst glaubt Mara an Tagträume und Verwechslungen und überhaupt: warum ausgerechnet sie?
Zusammen mit Professor Weissinger versucht Mara über drei Bände hinweg herauszufinden, wer sich hinter dem Flammenwesen, dem „Feuerbringer“, verbirgt. Dabei treffen sie auf Loki, Hela, Sigurd und weitere Figuren der nordischer-germanischen Mythologie.
Besonders gut gefällt mir, dass in diesem Buch, anders als in vielen anderen Fantasy-Büchern mit weiblichem Hauptcharakter, keine Liebesbeziehung gibt. Vielmehr geht es um Mara selbst: sie fängt an, sich wohler in ihrer Haut und mit ihren Fähigkeiten zu fühlen. Die Beziehung zu ihrer Mutter verändert sich. Beide gehen aufeinander zu und fangen an, einander besser zu verstehen. Ein weibliches Gegenstück zu „Magnus Chase“.
Beginnend mit „Ein Geheimnis liegt in der Luft“ ist die spannende Fantasy-Reihe um Luzie Alvenstein, ihren Bruder Benno und Nachbarsjunge Mats. Besonders gut gefällt mir, dass bestimmte Duftmischungen Zauberhaftes vollbringen: So lässt ein Duft zum Beispiel Pflanzen wachsen, ein anderer verwandelt einen Raum in eine Eislandschaft während andere Düfte Gefühle hervorrufen und Erinnerungen verschwinden lassen können.
Die Duftapotheke ist eine spannende Geschichte über Freundschaft und Geheimnisse mit einem Hauch von Magie – ohne Hexen, Zauberer, Zauberstäbe, Fabelwesen und sprechende Tiere. Anna Ruhes Bücher sehen wunderschön aus und sind hervorragend für alle Fantasy-Liebhaber*innen geeignet, die gerne mal etwas Neues lesen wollen – und natürlich auch für alle, die in die wunderbare Welt der Düfte eintauchen möchten.
Stephanie leitet die neue Tyrolia-Filiale in Rankweil, Vorarlberg.
Jim Knopf war bestimmt nicht das erste Buch, welches mir als Kind vorgelesen wurde. Es ist aber das Erste, an das ich mich bewusst erinnere und mit dem ich immer das unglaublich angenehme Gefühl von wohlig warmem Kuscheln verbinden werde.
Mittlerweile ist meine Ausgabe schon ziemlich ramponiert, alt und abgegriffen, aber sie begleitet mich noch immer, hat tapfer jeden Umzug überstanden und wenn ich einen Text zum Abtauchen und Abschalten brauche, begleite ich immer wieder gerne Lukas, Jim und Emma auf ihren Abenteuern.
Ich fürchte mich vor Frau Mahlzahn, besuche den Scheinriesen Tur Tur in seiner Oase, reise ins Land der Drachen und freue mich jedes Mal auf ein Wiedersehen mit Lummerland.
Dieses Buch steht stellvertretend für alle Titel dieses Autors, die sich ergänzen und fortführen.
Florian Illies lässt ganze Jahre und Jahrzehnte nur an Hand biographischer Ausschnitte verschiedener Dichter, Maler, Schriftsteller, Politiker und anderen Berühmtheiten der jeweiligen Zeit lebendig werden.
Es ist für die Leser:innen ein ständiges Entdecken und Wiederentdecken. Man taucht ab in längst gelebte Leben und diese lassen einen nur schwer wieder los.
Durch den unglaublich fesselnden Schreibstil des Autors fühlt man sich inspiriert, manche der so geschlossenen Bekanntschaften zu vertiefen. Dadurch zieht das Buch, selbst wenn es fertig gelesen ist, noch weite Kreise und begleitet einen über lange Zeit.
Neben dem Lesen sind das Kochen und Backen zwei meiner großen Leidenschaften.
Da ich mich bei meinen Kochbüchern kaum für einen Favoriten entscheiden könnte, habe ich einen Titel gewählt, mit dem ich vor allem die Gerichte, Gerüche und Geschmäcker meiner Heimat und Kindheit verbinde.
Angefangen bei Capuns und Gerstensuppe, über Birnenbrot und Bündnerfleisch bis hin zu Maluns, Bramata und Gebrannter Creme ist alles in diesem Buch enthalten, was bei Heimweh gekocht werden muss.
Abgerundet werden diese tollen und sehr puristischen Rezepte mit wunderschönen Bildern aus der Region.
Franziska arbeitet als Buchhändlerin in der neuen Tyrolia-Filiale in Rankweil.
"Wenn man ins Universum starrt, ist sein Mittelpunkt nur Kälte. Und Leere. Letztendlich sind wir dem Universum egal. Dem Universum und der Zeit. Deswegen dürfen wir einander nicht egal sein."
A. Ein Junge, der jeden Morgen in einem anderen Körper aufwacht und sozusagen das Leben eines Fremden in seinen Händen liegt. A hat sich an sein Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt:
Falle nicht auf.
Hinterlasse keine Spuren.
Lass dich nicht auf etwas ein.
Doch dann lernt er Rhiannon kennen und seine Regeln werden zunichte gemacht.
Eine wunderschöne herzzerreißende Liebesgeschichte für Jugendliche und jung gebliebene! David Levithan hat mich mit seinem Schreibstil gefesselt. Er beschreibt die Geschichte zwischen zwei jungen Liebenden auf eine einfache und raffinierte Weise, die dennoch wortgewandt und literarisch auf hohem Niveau ist.
Mir hat diese Geschichte mehr als deutlich gezeigt, dass es bei einem Menschen ganz und gar nicht um sein Äußeres geht, sondern allein die inneren Werte zählen.
Sommer 1881. Ein Wiener Leutnant von der k. u. k. Armee Österreich-Ungarn, namens August Liebeskind, quittiert den Militärdienst. Ein langer Sommer liegt nun vor ihm, bevor er im Herbst in der Schokoladenfabrik seines Onkels seine neue Stelle antreten soll. Dann jedoch trifft er die schöne, unnahbare und exzentrische Elena Palffy, deren Mann erst kurz zuvor unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Mit außergewöhnlichen Schokoladenkreationen wirbt August um sie und gewinnt schließlich ihr Herz. Doch nach einem Brand in der Wiener Oper bleibt Elena spurlos verschwunden.
Die verschiedensten Düfte verpackt in einen etwas anderen Liebesroman. Schließen Sie ab und zu Ihre Augen und lassen Sie sich in ein sinnliches Leseerlebnis fallen.
August besitzt eine ungewöhnliche Gabe, Düfte sehen zu können. Aus Gerüchen werden Farben, aus Farben werden Bilder und aus Bildern werden Träume. Letztendlich werden bei August diese Träume zu Konfekt.
Ein Buch über zwei Liebende, hinzugegeben werden die unterschiedlichsten Düfte und herauskommt ein traumhafter Liebesroman.
Ewald Arenz versteht es ausgezeichnet “Der Duft von Schokolade” und andere Wohlgerüche in seinem Buch zu verpacken.
Gelesen und vorgelesen wurde in meiner Familie schon immer recht viel.
Besonders Märchen hatten es mir als kleines Mädchen angetan, am liebsten mit Prinzessinnen – das war fast schon ein Muss!
Das wohl meist vorgelesene Märchen war „Schneewittchen und die sieben Zwerge". Jeden Abend hat mich das Märchen mit dem jungen Mädchen, deren Haut so weiß wie Schnee, das Haar so schwarz wie Ebenholz und deren Lippen so rot wie Blut waren in den Schlaf begleitet, bis ich es auswendig konnte. Und jedes Mal, wenn ich mir nun mein altes Kinderbuch von „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ ansehe, denke ich mir: Man müsste einfach wieder Kind sein…
Martina betreut als Filialleiterin unsere Tyrolia-Filiale in Imst. Sie ist immer auf der Suche nach den ganz besonderen Büchern!
„Als die Alte unter dem Zitronenbaum mit ihrer Mutter sprach, war Maria sechs Jahre alt, ein ungewolltes Kind nach drei erwünschten.“
Bei der alten Schneiderin geht es Maria gut, sie hat ein eigenes Bett, genug zu essen, die ganze Aufmerksamkeit ihrer Tzia. Von Anfang an spürt sie, dass Ihre Ziehmutter ein Geheimnis umweht, doch es soll Jahre dauern bis sie die ganze Wahrheit erkennen wird. Eine archaische Geschichte aus Sardinien in schnörkelloser, poetischer Sprache, die für immer im Gedächtnis bleiben wird.
„Bei uns zu Hause begann alles in die Brüche zu gehen, als mein Bruder nicht bei der Kommunion war und mein Vater sein schweres Meßbuch durch das Zimmer schleuderte und die Keramikfiguren auf der Etagere zerbrach“
Adichies erster Roman spricht mit verführerisch unschuldiger Stimme von den ganz großen Themen: Politik und Religion. Den fließenden Grenzen zwischen Liebe und Hass, Kindheit und Erwachsensein, Veränderung und Freiheit. Ein faszinierender Einblick in eine fremde Welt, die der unseren überraschend ähnlich ist.
Mit kühler Ironie und beeindruckender Prägnanz erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte der höchst eigenwilligen jungen Mascha, die keine Grenzen kennt. In ihrer Welt kommen viele Kulturen und viele Traditionen zusammen. Sie könnte überall leben. Doch eine Heimat hat sie nicht. Olga Grjasnowa zeigt uns ein ungeschminktes Bild der globalisierten Welt, ihre Heldin ist bewundernswert mutig, unerschrocken, tough und doch möchte man sie gerne an der Hand nehmen und nach Hause führen.
Patricia ist Verkäuferin aus Leidenschaft in der Tyrolia in Imst. Sie hegt und pflegt die Papierabteilung und ist unsere Krimi- und Thrillerspezialistin.
Ich durfte Judith W. Taschler schon bei mehreren Lesungen live erleben. Ich höre ihr so gerne zu – man kann gar nicht anders und muss danach das vorgestellte Buch einfach „haben"! Meine persönliche Empfehlung ist der „Roman ohne U“: Mich hat dieses Familiendrama gefesselt! Eigentlich sind es zwei Geschichten: Es geht um Liebe, Verrat und Tod. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen und als ich fertig war ging mir die Geschichte länger nicht mehr aus dem Kopf... Im Nachhinein wird einem noch mehr klar. Wie üblich bei den toll geschriebenen Büchern von Judith W. Taschler - ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch!
Mein zuletzt gelesenes Buch - das hat mich nicht losgelassen und ich musste es sehr rasch zu Ende lesen. Frans Bosman ist ein knallharter Ermittler beim LKA Berlin, der selbst auch einstecken muss im Kampf gegen den Drogenmarkt, dessen Clans und die Mafia. Ein sehr rasanter und verzwickter Thriller - Bezeichnung "Hardcore" verdient! „Der Libanese“ ist der Auftakt einer neuen Krimiserie um Ermittler Bosman - sehr lesenswert, für alle die etwas Spannung vertragen können!
Ein supertoller Thriller, der gerade als Film produziert wird - der wird sicherlich der Hammer! Brunhilde Blum - die Protagonistin ist Bestatterin, Ehefrau und Mutter (in Innsbruck) - ein bisschen schräg und geht über Leichen. Kaum zu glauben, was diese Frau drauf hat... schon gruselig! Super zu lesen, der Schreibstil von Bernhard Aichner ist sehr flüssig - die Bücher sind richtige Pageturner! Natürlich muss man die anderen beiden Bücher dieser Trilogie "Totenhaus und "Totenrausch" danach auch unbedingt lesen. Ich persönlich finde Herrn Aichner sowieso sehr sympathisch und lustig :-) und ich empfehle ein Interview mit ihm anzuschauen!
Katherina fände ein Leben ohne Literatur unvorstellbar und freut sich für jeden das passende Buch zu finden. Ganz besonders hat es ihr der Diogenes-Verlag angetan. „Ich liebe meinen Job!"
Ich habe viele Lieblingsbücher und deshalb ist es für mich nicht sehr leicht, mich auf nur drei Bücher zu beschränken. Ein Buch, das definitiv zu mein Favoriten gehört, ist „Vom Ende der Einsamkeit“. Die Geschichte dreier Geschwister, die ihre Eltern früh verlieren und sich grundverschieden weiterentwickeln. Ein wunderschöner Roman über Verlust, das Leben und natürlich über die Liebe. 5 Sterne!
Die ausgewählte Sprache und der subtile Wortwitz von Heinrich Steinfest mag ich sehr. Ich sag immer: „Einmal Steinfest – immer Steinfest!“ Dieses Buch handelt von Tonia. Ihre Kindheit verbringt sie mit ihren äußert coolen Eltern auf einem Segelboot, welche ein entspanntes Leben führen.
Wieso nun der Titel „Die Büglerin“? Keine Angst, es ist kein Hausfrauenroman! Die Geschichte erzählt, wie Tonia, die ohne Geldsorgen leben könnte, auf einmal in deutschen Haushalten als Büglerin arbeitet – und wie es dazu kommen konnte… Tipp!
Ein Buch das einen sprachlos macht! Eine wunderbare Liebesgeschichte voller Hingabe und Exzentrik, dass man zu Beginn fast neidisch werden könnte! Was so schön begonnen hat, endet ganz unvorhersehbar. Tolles Cover, toller Titel – ein echter Insidertipp!
Verena leitet unsere Tyrolia-Filiale in der Maria-Theresien-Straße und ist für die inhaltliche Gestaltung des Onlineshops verantwortlich. Sie ist immer auf der Suche nach dem besonderen Leseerlebnis und hat eine Vorliebe für literarische Debüts, autofiktionalem Schreiben und feministischen Sachbüchern.
„Das achte Leben (Für Brilka)“ ist wirklich ein Lebensbuch. In drei Tagen habe ich diese 1280 Seiten inhaliert und hätte nochmal so viele – oder noch mehr – Seiten über diese Familie lesen können. Nino Haratischwili erzählt von 6 Generationen, von Menschen, die sich nie begegnet sind, aber deren Leben trotz allem ganz eng miteinander verknüpft sind. Sie vergleicht diese Familiengeschichte mit einem Teppich: Die einzelnen Personen sind ganz unterschiedliche Fäden – die einen dick, die anderen dünn, sie haben verschiedene Farben und werden zusammen zu Verzierungen, die wiederum Muster ergeben. Für sich betrachtet ist das oft nicht nachvollziehbar, aber wer sie gemeinsam betrachtet, der kann faszinierende Zusammenhänge erkennen.
Die Autorin breitet diesen unglaublichen Geschichtenteppich vor uns aus und lässt uns tief eintauchen in die Geschichte dieser Familie und in die Geschichte Georgiens im 20. Jahrhundert.
Amélie Nothomb ist eine meiner Lieblingsautorinnen von der ich nahezu alle Bücher gelesen habe. Eines meiner liebsten ist definitiv „Die Reinheit des Mörders“, da ich ein Faible für gut geschriebene Dialoge habe und der Roman hauptsächlich aus einem Interview besteht. Andere versuchen dem alten, fiesen Schriftsteller zu schmeicheln oder ihn zu beeindrucken – doch die junge Journalistin nicht, denn sie hat in der Vergangenheit dieses Ekels gegraben und die gefundenen Informationen setzt sie bewusst immer wieder ein. Der Schlagabtausch ist wirklich großartig zu lesen und hält einige Überraschungen bereit!
Die Autorin überzeichnet gern, spielt mit dem Absurden, erzählt vom Hässlichen und legt dabei immer den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft.
Mit diesem beeindruckenden Buch begann meine Liebe für autobiografische Erzählungen. Deborah Feldman schreibt in „Unorthodox“ vom Aufwachsen in einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinschaft in New York und ihrem Ausbruch aus dieser mit 23. Literarisch anspruchsvoll erzählt sie von strengen Regeln, ihrem Wunsch nach Freiheit, der Liebe zu Büchern und der Kraft, die es sie gekostet hat, diesen Schritt aus der Gemeinschaft heraus zu wagen. Eine beeindruckende Frau erzählt ihre beeindruckende Lebensgeschichte!
Als Handelsassistentin und gelernte Buchhändlerin arbeitet Simone vielfach projektbezogen. Die Tätigkeitsfelder reichen vom Filialumbau bis hin zur Prozessoptimierung zwischen Handel, Verlag und Marketing.
Die wunderbare Christine Nöstlinger vermittelt Empathie, Offenheit und was es bedeutet „anders“ zu sein. Daher ist ihr Erstlingswerk auch so faszinierend und seit Kindertagen mein absolutes Lieblingsbuch. Sie verwebt die harte Realität mit einer fantastischen Handlung. Voller Begeisterung schlage ich hin und wieder diese Passage (Seite 50-51) auf: „Es gibt ein Land, dort sind alle Menschen glücklich. Auch alle Kinder. Niemand wird dort ausgelacht. Alle helfen einander“. Dazwischen führt die Autorin verschiedene Tauschgeschäfte und soziale Hilfestellungen an. „Die meisten Leute arbeiten. Weil jeder das arbeiten darf, was er gern tut. Und für Arbeiten, die keiner tun will, hat man dort Maschinen erfunden“. Bereits 1970 ist der Gemeinwohlgedanke ablesbar. Somit beninhaltet diese Geschichte für die Erwachsenen von morgen auch eine Portion Weisheit, wenn sie sich an Friederikes Erfahrungen und an bestimmte Zeilen erinnern.
Der Goldfisch ist „wirklich“ unschuldig, dass ich diesen beeindruckenden Titel ausgewählt habe. Vielleicht hat auch „Corona“ damit zu tun? Das geniale Buch lesen derzeit alle in meinem Haushalt lebenden Personen (10, 12, 43, 54 Jahre) zum 2. MAL! Henri, der Hauptprotagonist entwickelt sich nach einer unüberlegten Handlung zum Superhelden. Da sein Vater nicht mehr viel redet, schreibt er ihm Briefe, oder schmiedet mit dem italienischen Hausmeister Pläne, damit die depressive Krankheit, das sogenannte „Papa-Problem“ verschwindet. Die Autorin Tanja Fabsits begeistert auf allen Ebenen. Sie baut Momente der Leichtigkeit, aber auch der Tiefe spannend, gefühlvoll und humorvoll ein. Hoffe sehr, dass sich der Goldfisch zum Klassiker entwickelt.
Andre Heller ist neben all seinen Fähigkeiten ein begnadeter Poet. Ob LIVE, per Hörbuch oder in gedruckter Form. Daher lese ich seine Bücher oder Interviews auch bewusst sehr langsam, baue Pausen ein und höre dann schon das „Wienerische“ heraus. Er polarisiert. Entweder mag man ihn als Person und die „ART“, wie er schreibt, oder eben nicht. Ich bin jedenfalls hin und weg. Besonders da der Romancier die Hauptfigur, einen etwas altklugen Taugenichts, in einer sehr interessanten Umgebung und Epoche aufwachsen lässt. Viele Stationen dürfen die Leser während der lebenslangen Sehnsucht nach dem Süden mit ihm bereisen. Einfach wunderbar „unmodern“!
Bianca gehört zur Marketing-Abteilung und ist dort neben dem Online-Marketing des Tyrolia-Verlags auch für Newsletter und Onlineshop der Tyrolia-Buchhandlungen zuständig.
Als es hieß, ich müsse drei Lieblingsbücher auswählen, war dies der eine Titel, bei dem mir sofort klar war, dass er auf dieser Liste landen MUSS. Ich vertrete schon seit Jahren die Meinung, dass jeder bibliophile Mensch diese glorreiche Liebeserklärung an das geschriebene Wort gelesen haben sollte. Die Stadt der träumenden Bücher ist gleichermaßen Hommage an und Persiflage auf den Literaturbetrieb, eine liebevolle Satire und spitzzüngige Anklage. Mit viel Humor nimmt Walter Moers vom Schriftsteller über den Verleger bis zum Antiquar jeden Abschnitt des Lebenszyklus eines Buches auf die Schippe und lässt den Leser gleichzeitig seine große Liebe zum geschriebenen Wort spüren. Außerdem: Wer von uns hat sich nicht schonmal heimlich gewünscht, sich von Büchern ernähren zu können, wie es die Buchlinge tun?
Es wirkt jetzt nicht sonderlich gebildet oder erwachsen, diesen Titel (oder eher: diese Reihe) als eine meiner drei Alltime-Favorites zu wählen, aber kein Buch hat meine Beziehung zum Lesen und Schreiben und meine Liebe zu fantastischen Welten so sehr geprägt, wie Harry Potter. Natürlich muss man bedenken, dass ich 11 Jahre alt war, als mir der erste Band in der Schulbücherei in die Hände gefallen ist und 17 Jahre, als der finale Band endlich erschienen ist, ich also nicht nur exakt die Zielgruppe sondern sogar das Alter der die Charaktere widergespiegelt habe, was vielleicht auch erklärt, warum ich mich vom ersten Tag an in Hogwarts wie zuhause gefühlt habe - konnte ich doch mit Harry, Ron und Hermine gemeinsam erwachsen werden. Und noch heute, mit Anfang 30, ist dieses Buch wie ein alter Freund für mich, ein Ruhepol, ein wohliger Rückzugsort, an den man dann und wann zurückkehrt, wenn die echte Welt einfach zu viel ist - um dann gestärkt und mit positiven Gedanken zurückzukehren.
Eine relativ neue Ergänzung meines persönlichen literarischen Kanons ist Brandon Sandersons The Stormlight Archive (auf Deutsch: Die Sturmlicht-Chroniken). Erst vor gut zwei Jahren habe ich es endlich von meinem Regal der ungelesenen Bücher genommen, auf dem es auf dringende Empfehlung eines guten Freundes gelandet ist. Was für eine unglaubliche Welt mir da bisher entgangen ist! Ein völlig neues Universum mit eigenständiger Flora und Fauna und einem ausgefeilten Magie-(oder Physik-?)System, das gleichzeitig so sympathische (und hassenswerte) Charaktere mitbringt, dass man nur mehr sehr ungern in die echte Welt zurückkehrt, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat Wer High-Fantasy mag, sollte dieser Reihe unbedingt eine Chance geben - auch wenn sie mit einem Umfang von bis dato insgesamt ca. 5.000 Seiten (im englischen Original) eindrucksvoll und abschreckend wirkt. Ich verspreche: Es lohnt sich!
Brigitte ist gelernte Buchhändlerin und leitet den Bereich Handelsmarketing.
Meine Ausgabe ist aus dem Jahr 1988 und wurde schon so oft von mir in die Hand genommen, dass sie geklebt und sogar mit Schutzfolie überzogen ist. Ich habe beinahe alle Gedichtbände vom großartigen österreichischen Dichter Erich Fried. Er war sozusagen mein erster Dichter, der mich dermaßen berührt und fasziniert hat, wie keine anderen LyrikerInnen danach. Obwohl - Rupi Kaur gehört auch dazu. Drei seiner schönsten Liebesgedichte wurden sogar bei meiner Hochzeit vorgetragen. Zum Immer-wieder-Lesen!
Der amerikanische Autor Paul Auster ist definitiv mein Lieblingsautor! Daher fiel mir die Auswahl bei seinen Romanen, die in meinern Bibliothek stehen, schwer. Dieser jedoch hat mich hineingezogen in eine mysteriöse Welt, dass mir dieses Buch so Erinnerung geblieben ist.
Dieser fulminante Roman erzählt aus der Sicht von Juliet, unterbrochen von den Logbucheinträgen ihres Mannes an Bord. Wir erfahren von den Schwierigkeiten ihrer Ehe, Streitereien, aber auch von Glücksmomenten. Was bedeutet beiden das Meer? Was bedrückt Juliet? Wovor hat sie Angst? Was ist in ihrer Kindheit passiert? Was belastet ihre Ehe?
Ein hochpoetischer, trauriger, wunderschöner Roman über das Leben, die Liebe, die Freiheit und das Segeln. Nicht zuletzt sind es so wunderbare Zitate von Juliet, die einem in Erinnerung bleiben: „Ich habe immer die Poesie als meine Therapie gesehen.“ „Die Lyrik umschließt mein Leben. Ich bin die Lyrik.“ Oder: „Es ist so ermüdend, das Gewicht von nie gesagten Worten mit sich herum zu tragen.“