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Wenn Gott zum Aufbruch ruft“ von Daniela Mailänder ist ein Buch über die innere und äußere Wildnis von christlichen Pionier-Innen und ist erschienen im März 2022 bei SCM-Brockhaus
Daniela Mailänder arbeitet als Theologin, Design-Thinkerin und Pädagogin. Sie erzählt hier von ihren Erfahrungen, neue Formen und Initiativen missional umzusetzen. FreshX und Kirche Kunterbunt sind ihre Pionierprojekte, bei denen sie alltagsnahe Kirche für Menschen erlebbar macht.
Das Buch gliedert sich in 11 Kapitel, in den sie Gleichgesinnte in die Wildnis einlädt und zugleich ermutigt, sich den dort wartenden Herausforderungen zu stellen und sich dafür mit dem notwendigen Proviant auszurüsten.
Mein Leseeindruck:
Jeder der hier aufgeführten Themenbereiche kreist um das von ihr selbst erlebte Gefühl des „Fremdseins“ in traditionellen und festgefahrenen Strukturen, in denen sie Grenzen überwinden muss, um Neues zu wagen. Dabei begegnen ihre Blockaden und Unverständnis, die sie bildlich gesprochen in die Wildnis führen.
An diesem Ort nimmt sie die Leser -Innen mit hinein und berichtet über Berufung, heilige Unzufriedenheit, Trainingseinheiten, Spiritualität, die sich bewähren muss, Identitätsfindung, Widerstände, Niederlagen und Ermüdung bis hin zur Begegnung mit Gott, um die Weite des Glaubens zu entdecken.
Besonders eindrücklich schildert sie die Bedeutung des Feuers für die Wildnis am Beispiel der Geschichte der Berufung Moses.
Die Frage, wer wir sind, beantwortet Gott ganz persönlich für jeden und spricht uns zu: „Ich werde mit dir sein.“
Mein Fazit:
Beim Lesen habe ich gemerkt, dass ich mich selbst nur ansatzweise mit der Gedankenwelt des Buches identifizieren kann. Es hat aber meinen Blick geweitet für Menschen in meiner Gemeinde und meinem persönlichen Umfeld, die genauen diesen Zustand der hier beschriebenen Wildnis- Erfahrungen erleben. Dabei ist mir wichtig geworden, wachsam und sensibel zu sein für Begegnungen mit Gott und immer mehr zu lernen, mit welchen Augen Gott, Menschen ansieht und wahrnimmt.
Wir brauchen beides: Neues und Altes, Bewegung und Beständigkeit. Wir brauchen „frische Flüsse, die in tiefe Seen fließen und reißende Ströme, damit neue Seen entstehen.“
Dieses für mich hilfreiche Bild der Autorin ermutigt aufzubrechen, statt auszubrechen.