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Die Kinderbuchwerkstatt ist ein Ort an dem wunderbare Kinderbücher entstehen.
Hier sitzen die Schreiblinge und Farbklecksis hinter ihren Türen und denken sich neue Kinderbuchgeschichten aus.
Und manchmal, wenn die Schreiblinge nicht richtig aufpassen, entwicht ihnen eine Buchfigur, die dann mit den anderen ausgebüxten Buchfiguren durch die Flure der Werkstatt streift.
So wie Marie! Marie ist schon lange hier und eigentlich mag sie ihre eigene Buchgeschichte gar nicht so sehr, denn da ist sie nur eine unwichtige Nebenfigur.
Aus purer Langeweile kritzelt sie an einem Plakat herum, das schon ganz vergilbt an einer Wand hängt. Und so erweckt Marie versehentlich den Pomps zum Leben, der bald schon ihr bester Freund wird.
Nur hat Pompsi keine eigene Kinderbuchgeschichte und wird sich so, bald in Luft auflösen. Das muss Marie unbedingt verhindern.
An "Eine Tür für den Pomps" gefallen mir so viele Aspekte, aber am besten gefällt mir natürlich der Pomps.
Seine drei Antennenglubschaugen und seinen grünen Wackelpuddingkörper muss man einfach mögen, und wie er den ganzen Tag durch die Flure wobbelt und Buntstifte knuspert.
Sein größtes Problem ist seine fehlende Geschichte, und wenn ihm niemand eine schreibt, wird er sich in Luft auflösen. Nur jemanden zu finden, der diese Aufgabe übernimmt, ist schwieriger als zunächst gedacht.
Die Kinderbuchwerkstatt ist voller lustiger Figuren und mit einigen von ihnen versteht Pompsi sich richtig gut.
Da ist der Kater Kapitän Krümel oder das Einhorn mit dem Glitzerpo, der Drache Schmauchi mit der lustigen Aussprache und der die allerbesten Kuchen backt. Da ist der Tintenfisch in seinem Goldfischglas, der ständig in der Nase popelt, und Marie natürlich. Am liebsten treffen sich alle in der Küche und futtern Kuchen.
Da möchte man sich als Leser direkt dazu setzen, Schmauchis Kuchen essen und den Vorlesegeschichten lauschen, die sich die Figuren gegenseitig vorlesen.
Das Buch ist eine Mutmachgeschichte. Es zeigt auf, dass man alles schaffen kann, auch wenn es erstmal nicht so aussieht. Dass man einen Schritt nach dem anderen wagen soll, und dass es nicht schlimm ist, wenn man auch mal einen Schritt überspringt, weil er noch zu schwierig ist.
Es geht um Freundschaft und Zusammenhalt und dass jeder wichtig ist, auch Nebenfiguren. Diese Geschichte ist wirklich etwas besonderes, und ich liebe die Sprache darin. Sie ist bildgewaltig und bunt, mit vielen alternativen und viel besseren und lustigeren Wörtern, als in anderen Büchern.
Manchmal muss man staunen über die schlauen Ratschläge vom Pomps, er hat oft sehr gute Lösungen parat.
Bespickt ist Pompsis Buch mit lauter tollen Bildern und Comics von Arabell Watzlawik, die den Pomps wunderbar aufs Papier pompst und seinen wobbeligen Charme perfekt einfängt.
Die Kapitel haben die perfekte Länge zum Vorlesen.
Und zum Schluß gibt es ein paar Denkaufgaben für die kleinen Leser und Leserinnen, die dabei helfen, sich eine eigene Geschichte auszudenken. Denn jeder kann der Held seiner eigenen Geschichte werden:
Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine klare Empfehlung für den Pomps.
Mira Sommer steckt mitten im Umzugschaos, als sie zufällig in ihren ersten Fall verwickelt wird. Zum Glück ist Mira eine besonders gute Beobachterin und oft entdeckt sie Details, die anderen niemals auffallen würden. Eine spontane Rettungsaktion ist unvermeidlich.
Und dann erhält Mira unverhoffte Unterstützung, denn sie lernt Fabio und Amelie kennen.
Ob die drei als Team den kniffligen Fall lösen können?
Schon auf den ersten Seiten wird der Leser mitten ins Geschehen geworfen, deswegen habe ich auch einen Moment gebraucht, um mich zurechtzufinden.
Erzählt wird die Geschichte aus Miras Sicht in der Ich-Form. Das besondere an Mira ist ihre lebhafte Fantasie.
Sie selbst beschreibt ihr Gedankenkarussell als Waschmaschine, und manchmal gerät die in den Schleudergang. Und das beschreibt die Sache ganz gut: Plötzlich purzeln Miras Gedanken durcheinander und manchmal hört sie auch noch Stimmen, und in diesen Szenen fiel es mir echt schwer, ihr zu folgen.
Gut gefallen haben mir Fabio und Amelie und dass die beiden Mira so tatkräftig zur Seite stehen und zusammenhalten, wenn es darauf ankommt.
Jede Entscheidung in ihrer kleinen Agentengruppe wird stehts demokratisch beschlossen. Mira wird im Laufe des Abenteuers über sich hinauswachsen. Sie wird lernen, dass sie sich auf ihre Intuition verlassen kann und ihr Selbstvertrauen stärken.
Weniger gefallen haben mir die beiden Ganoven und dass die beiden schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Ich hätte gerne mehr über die beiden erfahren.
Dagegen kann man sich als Leser so richtig schön über die Hauptkommissarin ärgern, weil die offensichtlich über null Menschenkenntnis verfügt und überhaupt, ständig auf dem Holzweg ist.
Die meiste Zeit hat der Detektivfall mir gut gefallen. Nur kommt mir manchmal der Zufall zu oft zur Hilfe. Besonders bei dem, was Mira nach der Auflösung noch alles herausfindet, so plötzlich und willkürlich, nur um Material für eine Fortsetzung zu haben? So kommt es jedenfalls bei mir rüber.
Sprachlich gesehen ist das Buch für geübte Leser gut geeignet. Der Verlag empfiehlt das Buch allen Kindern ab 10.
Seit vier Monaten sind Lillian und Henry nun zusammen, und so langsam möchte Lillian die Beziehung ein wenig vertiefen. Sie möchte seine Familie kennenlernen und es wäre schön, wenn er sie überall als seine Freundin vorstellen würde.
Aber er lässt sie sitzen und Lillian ist stinksauer. Während eines Besäufnisses probiert Lillian einen Schadenzauber an Henry aus, den sie auf You Tube gesehen hat.
Am nächsten Tag ist Henry wirklich tot.
Wow, also was für ein Debüt, was für ein Kracher war das?
Dieses Buch lässt mich zwiespältig zurück, aber das meine ich positiv.
Einerseits habe ich nie eine Hauptfigur erlebt, die weniger sympathisch und angenehm ist, als diese. Andererseits macht das aber auch den Reiz an der Geschichte aus.
Lillian ist wie ein Unfall, bei dem man es nicht schafft, wegzusehen.
Der Leser bekommt Lillians komplette Gefühlswelt in der Ichform präsentiert. Alle ihre intensiven Gedanken, wovon sie ein Menge hat, und ihre eigene krasse Sichtweise und Logik, der sie folgt.
Schon der Prolog konnte mich direkt fesseln, weil ich ihn so stark fand.
Obwohl sich Lillian wirklich Mühe gibt, dass man sie als Leser nur schrecklich finden kann, gibt es doch diese Momente, bei denen man nur noch Mitleid für sie empfinden kann. Aber keine Sorge, dieses Gefühl macht Lillian dann meist selbst einen Satz weiter wieder zunichte.
Überhaupt hat sie bei mir ständig starke Emotionen hervorgerufen. Es ist faszinierend. Erst will man sie nur hassen, dann bemitleiden, und dazwischen ist man nur fassungslos.
Es ist wie es ist, Lillian ist ein unheimlich guter Mensch, nur sind alle anderen zu doof, das zu begreifen.
Lillian sieht sich selbst als das eigentliche Opfer, denn schließlich hat man ihr den Freund genommen. Und sie gefällt sich sehr in dieser Rolle.
Aber was wirklich in jener Nacht mit Henry geschehen ist, will sie trotzdem herausfinden. Das verleiht dem Roman auch etwas kriminalistisches.
Das alles fand ich schon ziemlich spannend geschrieben. Zudem weiß die Autorin in den richtigen Momenten mit Wendungen zu überraschen.
Etwas Vergleichbares habe ich bisher nie gelesen und deswegen kann ich diese ungewöhnliche Geschichte nur weiter empfehlen.
Grellrode ist für die 17-jährige Sylvie der langweiligste Ort auf der Welt. Hier möchte sie dringend weg, am besten, noch vor dem Abitur.
Aber bis es soweit ist, jobbt sie neben der Schule als Aufpasserin im Grellrodener Kunstmuseum.
Bei einem ihrer Rundgänge entdeckt sie, dass ausgerechnet "Nachrichten aus dem Inneren der Katze" verschwunden ist. Sylvies Meinung nach, das einzige sehenswerte Bild der kompletten Ausstellung.
Doch dem Museumsdirektor scheint der Diebstahl egal zu sein. Sylvie soll Stillschweigen über den Raub bewahren, aber gefeuert wird sie trotzdem.
Dieser ungewöhnliche Titel hat mich neugierig gemacht.
Wir erleben Sylvie die versucht, ein paar Geheimnissen auf die Spur zu kommen.
Was hat es mit dem Bild auf sich und warum reagiert der Museumsdirektor so komisch.
Eine Geschichte, die als Kunstkrimi anfängt, und dann immer größere Kreise zieht, mit noch mehr Geheimnissen.
Nebenher lernt Sylvie auch noch Paul kennen. Von Paul fühlt sich Sylvie direkt angezogen, aber auch er scheint ein einziges Rätsel auf zwei Beinen zu sein.
Sylvies Gefühlsleben kann man als Leser gut nachvollziehen, da das Buch aus ihrer Sicht in der Ichform geschrieben ist.
Am Anfang ist es nur die Neugier die sie umtreibt, danach nimmt sie die Sache aus Gründen persönlich. Das wachsende Unverständnis, das irgendwann in Wut umschlägt, auch die konnte ich immer gut verstehen. Sie fühlt sie Hintergangen und nicht Ernst genommen, wie das oft bei Heranwachsenden so ist.
Sylvies Hang zur Selbstironie verleiht dem ganzen eine gewisse Prise Humor.
Sie ist eine gute Beobachterin und über ihre Einschätzungen im Alltag musste ich oft lachen.
Ihre 17 Jahre kommen jedenfalls gut zur Geltung und ich fand sie immer authentisch.
Mit Sylvie hat man eine sympathische Figur, mit der man gerne mitfiebert und die man auf ihren Weg zum Erwachsenwerden gerne begleitet.
Nach 30 Jahren verlässt Schwester Agnes ihr Kloster und nimmt wieder ihren bürgerlichen Namen, Nora Breen, an.
Sie reist ins Küstenstädtchen Gore-on-Sea, um sich in die Pension "Möwennest" einzumieten. Denn diese Pension ist der letzte Ort, an dem Noras Freundin Frieda zuletzt gelebt hatte, bevor diese einfach verschwand.
Nora beginnt nach ihrer Ankunft umgehend mit ihren Ermittlungen. Sie muss einfach herausfinden, was mit Frieda geschehen ist.
Dies war mein erster Roman von Jess Kidd und es wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein.
Die Autorin weiß, wie man ein lebendiges und überzeugendes Setting schafft.
Da ist erstmal die Pension Möwennest mit ihren schrägen Bewohnern. Sie alle wohnen dauerhaft in der Pension und sie alle hatten auch mit Frieda zu tun, nur reden möchte keiner über sie.
Zudem herrscht unter einigen der Gäste eine gewisse Feindseligkeit, die Nora als Außenstehende überhaupt nicht versteht.
Andererseits halten die Gäste auch wie eine eingeschworene Mannschaft zusammen, wenn es darum geht, sich über den Geschmack des täglichen Abendessens lustig zu machen, oder über die fragwürdige Gastfreundschaft der Hausmutter Irene.
Szenen, die mich als Leserin wirklich amüsiert haben.
Dann ist da noch das Küstenörtchen Gore-on-Sea selbst, das Nora nach und nach für sich entdeckt.
Sie besucht die Hotelbar, das Fotografiestudio, den Strand, das kleine Café. So kommen immer mehr Orte dazu und Menschen und Fragen und Möglichkeiten, denn wie es sich für einen ordentlichen Krimi gehört, wird bald eine Leiche gefunden.
Auch hier übernimmt Nora gleich die Ermittlungen. Anfangs wirkt sie dabei noch etwas zurückhaltend, aber sie gewinnt schnell an Selbstvertrauen.
Bald ist sie, zu DI Rideouts Leidwesen, ein regelmäßiger Gast im Polizeirevier.
Den Inspektor geht sie mit ihren neusten Beobachtungen und Erkenntnissen regelmäßig auf die Nerven.
Allerdings ist Nora so eine gute Beobachterin, dass sie sich bald unentbehrlich macht.
Den Fall selbst fand ich persönlich gut durchdacht und schwierig zu durchschauen. Es gibt mehrere Spuren, aber nicht alle haben unbedingt mit dem Mordfall zu tun.
Und dann darf man auch nicht den Vermisstenfall außer Acht lassen. Frieda wird ja immer noch vermisst.
Ich habe gehört, dass es weitere Bände um Nora und den Inspektor geben soll. Das ist eine gute Idee, ich möchte Nora gerne weiter in Aktion sehen.
Fermentieren liegt gerade voll im Trend, aber eigentlich ist das nix Neues. Schon immer haben die Menschen überall auf der Welt, so ihre Lebensmittel haltbar gemacht.
Man denke nur an Omas Sauerkraut oder an ihr Sauerteigbrot.
Aber das Fermentieren macht nicht nur Lebensmittel haltbar, Fermente unterstützten auch unsere Verdauung und liefern wichtige Probiotika. Insgesamt sorgen sie für ein besseres Wohlbefinden.
Davon abgesehen, kann man durchs Fermentieren komplexe Geschmackskombinationen kreieren. Ein Ferment schmeckt nämlich nie gleich und wie es am Ende wird, hängt von vielen Faktoren ab.
Alles was du jemals über das Fermentieren wissen wolltest, erfährst du hier. Deswegen ist dieses Buch auch nicht nur als simple Rezeptesammlung zu verstehen.
Was passiert eigentlich genau bei der Fermentation? Welches Material brauche ich? Wie kann ich das Ferment noch verbessern oder kombinieren? Wie können sich die Fermente auf meine Gesundheit auswirken?
Sehr informativ finde ich die Bilder mit den misslungenen Gläsern. Es kann manchmal passieren, dass bei der Herstellung ein Fehler passiert und die können unterschiedlich aussehen. Da finde ich es super hilfreich, dass die Autorin auch über die Fehlschläge aufklärt.
Nach dem dicken theoretischen Teil kommt der praktische, mit einer Reihe Basis-Fermente zum ausprobieren.
Die Anleitungen sind immer sehr präzise und verständlich geschrieben.
Mit der Hilfe der Autorin kann man so seinen ersten Sauerteig ansetzen oder sein erstes Gemüseferment. Dazu eignet sich fast alles: Tomaten, Gurken, Pilze, Rotkohl, Paprika, ...
Es gibt Anleitungen für salzige Zitronen oder Erdbeeren, selbstgemachten Frischkäse, Kefir, eingelegter Knoblauch, ...
Die Möglichkeiten sind unendlich.
Und zu guter Letzt folgt der Rezepteteil mit tollen Ideen, damit man auch weiß, was man mit seinen Fermenten alles leckeres Kochen kann:
Miso-Zitronen-Pasta, Lachs mit roten Zwiebeln, Bananenbrot mit fermentierten Erdbeeren zum Beispiel.
Im Grunde ist dieses Buch so etwas wie die Bibel zum Thema Fermentieren. Ich wüsste jetzt keine Frage, die nicht schon längst irgendwo in dem Buch beantwortet worden wäre.
Jetzt muss man sich nur noch trauen und endlich anfangen, mit der Fermentiererei.
Die Fabriktochter und Alleinerbin Renée Graf benötigt für ihre zukünftigen Eskapaden einen Chronisten.
Wie genau die aussehen sollen, diese Eskapaden, weiß Renée noch nicht. Nur langweilig dürfen sie nicht werden.
Am besten abenteuerlich, noch besser, gefährlich.
Der erste der sich zum Job vorstellt ist Caspar, der wird auch sofort eingestellt. Er weiß nur noch nicht, ob er sich über seinen neuen Job freuen, oder besorgt sein soll.
Dieses Buch hat mir wirklich Spaß gemacht.
Das lag natürlich vor allem an Renée, die alles andere als konventionell ist für das Jahr 1908, und eigentlich auch historisch gesehen, so ziemlich unkorrekt. Aber das ist in Ordnung, das darf sie ruhig sein.
Jedenfalls passt Caspar, der charakterlich viel vorsichtiger und zurückhaltender ist, als absolutes Gegenstück, perfekt zu seiner neuen Chefin.
Und es ist kaum ein halber Tag vergangen, da stolpern die beiden auch schon zufällig über eine Leiche.
Während Renée geradezu entzückt ist - immerhin passiert endlich einmal etwas Spannendes - kann Caspar sein Pech kaum fassen.
Natürlich will Renée den Fall selbst lösen und schrecken so, den ein oder anderen Missetäter auf.
Ganz besonders fand ich die beschriebenen Schauplätze im Buch. Ob es jetzt die Ausflüge ins historische Stuttgart waren, oder die Villa der Geographischen Gesellschaft Württemberg, die voller Geheimnisse und schräger Vögel ist. Aber auch Renées Zuhause hat einiges zu bieten. In ihrem Elternhaus lebt sie fast alleine, und das Haus ist vollgestopft mit wunderlichem Kram. Da kann ich mir vorstellen, dass da noch das ein oder andere Abenteuer auf Renée warten könnte. Sie müsste nur mal die Bude abstauben und aufräumen, um sie zu finden.
Die Handlung und der Fall sind spannend und beinhalten ein besonderes Thema.
Die Dialoge sind witzig und lebendig, und sie klingen immer so schön vornehm. Dazu wird unter anderem, Renées Queerness zum Thema gemacht.
Als ordentlicher Chronist, der stehts akribisch mitschreibt, ist auch dieser Roman aus Caspars Sicht geschrieben. Das macht aus Renée fast schon eine Nebenfigur ihrer eigenen Abenteuergeschichte, aber nur fast.
Ich hoffe sehr, dass es weitere Bücher von Fräulein Renée geben wird.
Klare Lese-Empfehlung von mir!
Das Nachmittagsmagazin "Hier und heute" ist beim deutschen Publikum seit Jahren schwer beliebt.
Im wöchentlichen Wechsel präsentieren die Fernsehköche und -köchinnen Olaf Baumeister, Julia Floß, Julia Komp, Lars Middendorf, Fabian Timmer und Alexander Wulf ihre regionalen und saisonalen Rezepte.
Die besten 72 Rezepte wurden in dieses erste Kochbuch der Sendung gepackt, so kann der Zuschauer die Gerichte zuhause, und in aller Ruhe nachkochen und genießen.
Alle 6 Köche und Köchinnen werden kurz vorgestellt und dann geht es auch schon los mit dem Kochen.
Aufgeteilt sind die Rezepte in den vier Jahreszeiten.
- Im FRÜHLING kann der Leser sich auf Gerichte mit Bärlauch, Spargel und Rhabarber freuen. Aber auch die ersten Erbsenhülsen, junge Möhren, Kohlrabi, Porree und Mairübchen werden ab Mai bereits geerntet.
Daraus ergeben sich dann zum Beispiel gefüllte Maultaschen, Seelachs in Kräuterkruste oder auch weiße Frühlingslasagne.
Den Süßkartoffel-Spargel-Salat mit Halloumi, Avocado und Zitronen-Honig-Dressing kann ich nur empfehlen.
- Im SOMMER kann die Redaktion aus dem Vollen schöpfen.
Auberginen, Fenchel, Bohnen, Zucchini, Paprika und Tomaten. Im Sommer hat gefühlt alles Saison und das sollte man ausnutzen.
Die Salate in diesem Kapitel finde ich mehr als gelungen. Kombiniert wird das Gemüse gerne mit Früchten und unterschiedlichen Käsesorten.
Herzhafte Gemüsecremes und Pesto, gefüllte Auberginen, Zucchini und Pfannekuchen, Gemüseauflauf und mehr erwarten den Leser.
- Bunt geht es im HERBST weiter. Jetzt übernehmen Kürbis, Pilze, Maronen, Esskastanien und Kohl die Hauptrolle.
Auf herzhafte Suppen, Strudel (wobei gerne zum fertigen Teig gegriffen wird, zum Glück), bunte Eintöpfe, herbstliche Gemüseteller, Rindergulasch und Hackbällchen kann man sich freuen.
- Herzhaft geht es auch im WINTER weiter mit Walnüssen, Kartoffeln, Grünkohl, Wirsing und mehr.
In diesem Kapitel kann man von gemütlicher Hausfrauenküche sprechen, finde ich. Es gibt Lammschmortopf, geschmorte Chicorée, Kartoffel-Sauerkraut-Plätzchen, Großmutters Frikadellen, ...
Persönlich finde ich die Auswahl der Rezepte sehr gelungen. Es wurde auf eine gewisse Balance geachtet. So gibt es vegetarische Gerichte, welche mit Fleisch oder Fisch, es gibt sehr viel Hausmannskost, aber auch Gerichte für den besonderen Anlass, vieles stammt aus der Heimat, aber auch Weltessen ist vertreten.
Desserts oder süße Kuchen gibt es keine.
Die Anleitungen sind klar und deutlich, in einzelnen Schritten beschrieben.
Spezielles Equipment wird in den Rezepten extra erwähnt, wie Backbleche und Formen, Nudelmaschine, Nudelholz.
Zubereitungs- und Garzeiten werden angegeben.
Ein schönes Buch zur Sendung für Fans und alle, die es noch werden wollen.
Bisher haben Bud und Catherine noch jede Krise zusammen gemeistert, aber diese neuen Eheprobleme sind von einer ganz anderen Qualität.
Jedenfalls sind die Eltern so abgelenkt, dass sie gar nichts von den Eskapaden ihrer Töchter mitbekommen.
Denn auch Harper, Louise und Abigail haben ihre Sinnkrisen zu bewältigen, jede auf eine andere Weise.
Bei dieser Familie weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
Was habe ich mich amüsiert, mit dieser verrückten Familie!
Aus jeder Perspektive wird abwechselnd erzählt. So bekommt man als Leser einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt jedes einzelnen Familienmitglieds, und einiger anderer Personen.
Jeder Flynn ist mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. Jeder fühlt sich auf eine andere Art ungesehen.
Bedürfnisse wollen gestillt und Wünsche erfüllt werden.
So rutscht jeder für sich immer tiefer und tiefer in den Schlamassel, bis sich herausstellt, dass sie alle in derselben Sache drinstecken und nur wieder gemeinsam da hinauskommen.
Na ja, außer die Eltern vielleicht, die haben nämlich eine besonders lange Leitung.
Ich liebe den Humor der Autorin, die Situationskomik, die Dialoge und überhaupt, diesen ganzen Irrsinn.
Es geht um Verschwörungen und Vertuschung und sowieso, um die großen Themen wie Familie und Liebe und Vergebung, und ein bisschen Krimi ist auch noch mit dabei.
Und trotzdem wirkte die Geschichte auf mich nicht zu überladen und nur ein bisschen zu weit hergeholt (aber auf die gute Art).
Die Flynns fand ich allesamt grandios und jeder für sich unterhaltsam und einzigartig.
Dieser Roman hat mir wirklich großen Spaß bereitet und empfehle es gerne denen weiter, die schräge Geschichten lieben.
Der Morgen ist die liebste Tageszeit der Autorin, denn da nutzt sie die morgendliche Ruhe, um für sich und der Familie ein gemütliches Frühstück zuzubereiten.
Im Alltag ist das meistens nur ein schnelles Granola oder Brot, aber wenn die Zeit es erlaubt, wird das Frühstück richtig zelebriert.
Die Autorin betont in ihrem Vorwort, dass sie bewusst nach Rezepten gesucht hat, für die man nicht stundenlang in der Küche stehen muss, oder die im Vorfeld schon leicht vorzubereiten sind. Man selber will schließlich auch mit am Tisch sitzen und schlemmen, den Tag genießen und nicht noch ständig herumwuseln um tausend Sachen noch fertig zu kriegen.
Aufgeteilt ist das Buch in sechs Kapitel, wobei die Einführung gar nicht mitgezählt ist.
Die Autorin erzählt erst ein wenig über sich und ihre Vorlieben und worauf es bei ihr auf ein gutes Frühstück ankommt. Dabei kommt sie sehr sympathisch und entspannt rüber.
- Dann geht es los mit den BASICS wie selbstgemachtes Granola, Marmelade, Gewürzmischungen, die echte Gamechanger sind, verschiedene Varianten von Hummus, andere Dips, usw.
- Das GETRÄNKEkapitel finde ich für mich persönlich nicht so interessant. Hier geht es um kalt aufgebrühten Kaffee und Tee, der wohl gerade voll im Trend liegt.
Dann noch weitere Kaffee- und Teespezialitäten, Drinks und selbstgemachte Limonaden.
- Das Kapitel mit dem BROT & GEBÄCK gefällt mir dagegen sehr, denn die Vorschläge sind unkompliziert und auch für Anfänger machbar. Ruckzuck-Focaccia, Joghurt-Fladenbrote, Scones und Hefezöpfe. Nur das Sauerteigbrot braucht ein bisschen mehr Zuwendung, und Anstellgut hat ja auch nicht jeder zu Hause.
- Im vierten Kapitel geht es um Rezepte FÜR JEDEN TAG.
Hirsebrei, Müsli, selbstgemachten Joghurt, ... alles Dinge, die perfekt für ein schnelles Frühstück sind, und trotzdem spontan abgewandelt werden können, je nach Laune, und damit es nicht jeden Tag gleich schmeckt.
- Meine persönlichen Lieblingskapitel sind die beiden letzten, mit den herzhaften Brunchgerichten. Hier geht es um Salate, Platten mit Grillgemüse, Frittata, ... alles ein bisschen gehaltvoller und perfekt für ein ausgedehntes Frühstück.
Ausprobiert habe ich hier bereits die Pancakes mit Joghurt und Beeren, den ofengerösteten Kürbis mit Dukkah, Joghurt und Cranberrys, die gegrillten Spitzpaprika mit Feta-Topping und den Dinkelreissalat mit Gurke und Rosinen.
Mir gefällt wie die Autorin salzige und süße Komponenten miteinander kombiniert.
Praktisch ist auch, das diese Gerichte auch gut zum Barbecue oder Abendessen serviert werden können.
- Das letzte Kapitel behandelt deftige Rezepte aus aller Welt, wie englisches Frühstück mit Bohnen oder türkisches Menemen.
Das Buch selbst ist modern gestaltet, mit verschiedenen Schriftgrößen zur besseren Ansicht.
Zu jedem Rezept gibt es einen kleinen Einleitungstext mit Erklärungen und oft findet man darin noch weitere Tipps, wie man das jeweilige Gericht noch verändern oder verbessern kann.
Die Kochanleitungen sind laufende Texte, und keine Schritte zum abhaken. Trotzdem sind sie klar und deutlich geschrieben, Fragen bleiben keine offen.
Die Zutaten sind überall leicht zu bekommen und nichts kompliziert exotisches ist dabei.
Alle Rezepte sind vegetarisch, bis auf eines. Die Autorin erklärt aber, warum sie dieses eine ins Buch aufgenommen hat.
Die Fotos finde ich sehr gelungen. Die Autorin hat ihre Speisen immer sehr schön in Szene gesetzt und auch oft mit Blüten dekoriert.
Das Buch empfehle ich gerne weiter, es bietet jede Menge Abwechslung und viele neue Ideen. Daumen hoch!
Wir schreiben das Jahr 1999, Leonie hat soeben ihre letzte Prüfung geschrieben und ihr Abi in der Tasche.
Jetzt liegt der Sommer vor ihr, der von Partys und Unbeschwertheit geprägt sein sollte.
Stattdessen muss Leo sich fragen, wie die Zukunft für sie aussehen soll.
Nur zu gerne flüchtet sie sich in der Freizeit in die Videothek, und lässt sich von ihren Lieblingsfilmen ablenken. Jede Realität ist besser als ihre eigene.
Dieses Buch lebt von den ruhigen Momenten. Es erzählt von diesen Gefühlen, die man, so oder so ähnlich, selbst als Jugendlicher hatte.
Die Schule ist geschafft, aber was jetzt?
Studieren ist für andere bestimmt, nicht für Menschen wie uns, so redet die Mutter.
Leo als Hauptfigur hat mich vollkommen überzeugt.
Eine junge Frau die noch ganz am Anfang ihres Erwachsenenlebens steht und dabei ist, eine große Entwicklung durchzumachen.
Wie die meisten Jugendlichen ist sie voller Selbstzweifel und Ängste. Sie hat zwar Vorstellungen davon, was sie gerne anfangen würde mit ihrem Leben, aber die behält sie für sich. So kann ihr wenigstens niemand ihre Ideen schlecht reden.
Die erste Liebe, eine depressive Mutter, ein kleiner Bruder der sie braucht, ein Sommerjob der sie anödet.
Dazwischen verbringt sie Zeit mit ihren Freunden aus dem Verein, feiert Partys, trinkt zu viel. Aber am liebsten geht sie zu Jo in die Videothek. Jo war in ihrer Abiklasse und sie teilen die gleiche Leidenschaft: Filme und Filmzitate raten. Gegenseitig stellen sie sich gerne auf die Probe.
Aber auch Jo hat sein Päckchen zu tragen. Das spürt Leo ganz genau.
In vielen Momenten habe ich mich in Leo wiedergefunden. Diese spezielle Stimmung, dieses Was-jetzt-Gefühl, hat die Autorin perfekt eingefangen. Leo möchte man am liebsten ganz feste umarmen und ihr sagen, dass alles gut werden wird.
Ein bisschen nostalgisch durch das 90er-Jahre-Feeling wird es auch, auch wenn es für meinen Geschmack ruhig noch etwas intensiver hätte sein können.
Ein starker Coming-of-Age-Roman der noch lange nachhallen wird.
Die Rattenfamilie aus Haus Nummer 12 staunt nicht schlecht, als ihnen ein Taubenküken samt Nest quasi vor die Füße fällt.
Das Küken ist völlig hilflos und ganz allein, da bleibt der Familie gar nichts anderes übrig, als das Vogelbaby zu adoptieren.
Tom, wie sie das Kleine bald nennen, wächst gut behütet und liebevoll bei den Ratten auf, aber bald merkt er, dass er irgendwie anders ist.
Eines Morgens hüpft er vor lauter Neugierde, und weil er Antworten auf seine Fragen sucht, aus dem Kellerfenster von Haus Nummer 12 und entdeckt eine völlig neue Welt.
Was für ein fabelhaftes Bilderbuch ich hier vor mich liegen habe.
Ganz besonders schön finde ich die Ratten und wie die beiden Macherinnen es auf wenige Seiten schaffen, den einzelnen Tieren verschiedene Charaktere einzuhauchen, sodass man sie auch auf den Bildern ganz leicht unterscheiden kann.
Ob es jetzt die kleine Lotte ist, der knurrige, fluchende Opa Theo, der sehr kluge Töffel oder auch die Rattenmama Rita, ich finde sie alle ganz zauberhaft gelungen.
Überhaupt finde ich die Bilder ziemlich gut. Es gibt viele Details zu entdecken und besonders die Behausung der Ratten, ist sehr liebevoll gestaltet worden.
Benutzt wurden erst gedecktere Farben, was auch logisch ist, befinden wir uns anfangs ja meist im dunklen Keller. Umso lebendiger erscheinen da die Farben, als Toms Abenteuer am helllichten Tage beginnt.
Das Buch hat die perfekte Länge zum Vorlesen. Die Seiten sind sehr dick und robust.
Der Text ist nicht zu kompliziert, aber auch nicht zu kindlich. Die Geschichte ist aufregend und spannend.
Der Verlag empfiehlt das Buch allen Kindern ab 4, was ich ganz okay finde. Es ist nicht schlimm, wenn man nicht sofort alles beim ersten Mal Lesen versteht.
Das Hauptthema der Geschichte ist das Gefühl der Zugehörigkeit und das man auch an zwei verschiedenen Orten Heimat finden kann. Auch dann, wenn man ganz anders, als die anderen ist.
Gleichzeitig wird aber auch über das harte Los der Stadttauben aufgeklärt. Warum sie fast überall verjagt werden und eigentlich nichts für ihre unglückliche Situation können.
Der CalmeMara-Verlag unterstützt soziale Projekte und mit dem Kauf dieses Buches, unterstützt der Käufer speziell den Deutschen Tierschutzbund, der sich um Stadttauben kümmert.
Außerdem werden alle Bücher aus dem Verlag vegan und ausschließlich in Deutschland hergestellt.