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Bewertungen von Leser/innen

  • Die Autorin aus Frankfurt macht sich tapfer über das Thema der Isolation in Wohnsiedlungen her. Kein Klischee wird ausgelassen und sogar Joggen in Frage gestellt. Unterhaltsam verknüpft sie die Lebensgeschichten der einzelnen Figuren und rankt diese um einen Bombenfund.
    Die Geschichten bieten fasst kabarettistischen Einblick in das Leben unterschiedlichster Charaktere. Mühelos folgt man der alleinerziehenden Mutter auf der Suche nach dem Vater des Kindes, dem etwas schrulligen Herren in Damenkleidung und dem spanischen Baggerfahrer bei seinem Lauschangriff. Rundum ein positives Buch für erholsame Lesetage.

  • Die Namen von Florence Knapp

    Florence Knapp setzt in ihrem Roman eine sensationelle Idee um. Verschiedene Namen verschiedene Schicksale. Spannend erzählt. Die Konsequenzen aus den Entscheidungen zu unterschiedlichen Namen gehen unter die Haut. Es geht nicht nur um die Namen sondern auch um Übergriffigkeit und Selbstbestimmung. Triggerwarnungen sind bei diesem Roman jedenfalls angebracht.

  • Im ersten Licht von Norbert Gstrein

    "Wir wissen, was wir verloren haben." So beginnt der Roman , der durch sein aktuelles Thema die Leserin gefangen hält. Leben wir derzeit im Schatten von kriegerischen Auseinandersetzungen und wissen nicht, was wir verlieren werden? Durch die Erzählung des Lebens von Adrian wird man durch ein ganzes Leben geführt, das mit Verlusten, Liebe und Fragen konfrontiert wird. Sehr spannend erzählt.

  • Malnata von Beatrice Salvioni

    Spannend erzählt Beatrice Salvioni was es bedeutet, nicht zu den Begünstigten zu gehören, nicht konform zu sein und seine eigenen Ideen ausleben zu wollen. Was passiert mit einem Mädchen, das von der "verbotenen" Welt angezogen wird und aus der beschützten bürgerlichen Welt heraustritt. Hat sie die kraft dazu, zu vermeintlich Schlechtem auch zu stehen? Eingebettet in das Umfeld der 30er Jahre stellt sie die Frage der Konformitätspflicht an alle.
    Spannend und gut zu lesen.

  • Das andere Tal von Scott Alexander Howard

    Ein bisschen wie die Geschichte mit der Fee und den drei Wünschen. Vergangenheit- Gegenwart - Zukunft - man kann zwischen den Zeiten, den Tälern nicht einfach wechseln. Alle drei Täler laufen parallel und der Conseil entscheidet die eventuelle Möglichkeit des Wechsels in Ausnahmefällen. Jedes Leben in der entsrechenden Zeit hat Auswirkungen auf die andere Zeit . Sehr gute Idee in toller Sprache ausgebreitet. Sehr lesenswert!

  • Die Entflammten von Simone Meier

    Verschiedene Milieustudien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die auch ein wenig Witz enthalten. «Der Sarg und ich setzten uns in den Zug nach Paris, nicht nebeneinander natürlich», zaubert dem Leser ein verschmitztes Lächeln ins Gesicht. Für mich dennoch zu wenig Tiefgang vor allem in den emotionalen Passagen, auch wenn das Krankheitsbild der Syphilis einen breiten Raum einnimmt.

  • Trophäe von Gaea Schoeters

    Ein Hochgenuss nicht nur für Jäger. Ein Roman über Afrika, der dem Europäer einen Spiegel vorhält. Der Jagdtourist wird herrlich dargestellt und vorgeführt. Die Darstellung der Gesellschaftsstrukturen, ihrer Machtspielchen, ihrer Korruptionsmöglichkeiten packen den Leser und lassen ihn bis zur letzten Zeile nicht los. Spannend und unterhaltend.

  • Packerl von Anna Neata

    Eine ungewöhnliche Familiengeschichte, die mich abgeholt hat. Mit sprachlicher Eleganz umschifft Anna Neata Problemzonen, die fast jeden treffen. Sehr spannend zu lesen - nicht nur ein Familienroman.

  • Schönwald von Philipp Oehmke

    Fabelhaft gutes Buch! Thomas Manns Buddenbrooks auf modern. Fein skizzierte Charaktere und eine elegante Sprache verhelfen der spannend erzählten Familiengeschichte zu purer Lesensfreude.

  • Mit dem Schnee kommt der Tod von Nicola Upson

    Harmloser Versuch, einen Kriminalroman der Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts nachzuahmen. Die gewöhnungsbedürftige Sprache ("...grüblerisch wirkende Festung; ...die unbeschmutzte Vollkommenheit; ...falls jemand auf der Burg gestorben ist, werden alle mit anpacken") dürfte der Übersetzung geschuldet sein. Die für einen echten Kriminalroman fehlende Spannung bewirkt, dass man versucht ist, das Buch bald aus der Hand zu legen.

  • Im Rahmen einer Familiengeschichte , in der die Männer absichtlich fehlen, werden die Beziehungen von Frauen untereinander beleuchtet. Annika Reich schafft es mit zum Teil sehr witzigen Personenbeschreibungen, die Bedeutung von Beziehungen der Frauen in einer Familie zu unterstreichen. Das prachtvolle Anwesen bettet die Figuren in ein Wohlfühlambiente, das auch durch die Wasserleichen gleich zu Beginn, nicht gestört wird.
    Eine entspannende Geschichte mit interessanten Gesichtspukten ein wenig verwirrend erzählt.

  • Going Zero von Anthony Mccarten

    Einfach einmal verschwinden - ein Traum wird Wirklilchkeit!? Anthony Mc Carten schafft es in seinem Roman, aus dem Englischen von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié sehr gut übersetzt, so viel Spannung aufzubauen, dass man nicht aufhören will, zu lesen.
    Zehn Personen nehmen an einem Test der Firma "Fusion" teil, der sie im Falle des Erfolgs um drei Millionen Dollar reicher macht. Wenn es gelingt, 30 Tage unauffindbar zu bleiben, erhält man die Prämie. Wenn es keinem der Teilnehmer gelingt "unsichtbar" zu bleiben, so winkt dem Initiator des Wettbewerbs ein millionenschwerer Auftrag des Geheimdienstes, um künftigTerroristen oder sonstige gefährliche Personen rechtzeitig ausfindig zu machen. Kaitlyn Day, "Musterbeispiel eines einfältigen Menschen, der immer noch glaubt, alles, was er auf dieser Welt tut, sei seine Privatsache" schlägt sich am besten durch.
    Unabhängig von der sehr spannenden Geschichte bleibt man als Leserin ein bisschen verunsichert zurück, ob es sich nicht doch um einen Tatsachenbericht handelt.
    "Die Maßnahmen ebnen den Weg in eine dunkle Zukunft"(Meredith Whittaker)