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Familiengeschichten ziehen mich fast immer in ihren Bann und auch „Ein Riesenspaß für die ganze Familie“ hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Im Mittelpunkt stehen vier Geschwister, die sich über Jahre entfremdet haben und durch ein chaotisches Familientreffen in North Dakota wieder miteinander konfrontiert werden. Dabei geht es um alte Verletzungen, unerfüllte Wünsche und die Frage, ob ein Neuanfang auch nach langer Funkstille noch möglich ist.
Besonders mochte ich den flüssigen Schreibstil. Das Buch liest sich angenehm leicht, ohne oberflächlich zu sein, und die wechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass man jede Figur besser kennenlernt. Mit jedem Kapitel öffnet sich ein weiteres Fenster in das Leben der Geschwister und nach und nach setzt sich das Familienbild zusammen. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Da sie sehr unterschiedlich sind und ganz verschiedene Lebensentwürfe verfolgen, fand ich sie interessant und vielschichtig. Jede Figur bringt ihre eigenen Konflikte mit, sodass ich neugierig blieb, wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln würden.
Das Erzähltempo war mir irgendwann allerdings etwas zu langsam. Manche Entwicklungen wurden für meinen Geschmack etwas zu ausführlich behandelt. Vor allem die wiederkehrende Betonung, dass die Geschwister trotz der jahrelangen Funkstille immer wieder aneinander denken und emotional miteinander verbunden bleiben, hatte ich schon früh verstanden. Hier hätte ich mir etwas mehr Straffung gewünscht, denn einige Wiederholungen haben die Handlung stellenweise ausgebremst.
Trotzdem hat mich der Roman mit seiner Mischung aus Familiengeheimnissen und emotionalen Konflikten gut unterhalten. Ein ruhiger, warmherziger Familienroman mit interessanten Figuren, der für mich nur ein wenig kürzer hätte sein dürfen!
„Wirf einen Schatten“ war für mich ein Buch, das vor allem durch seine Atmosphäre und seine Figuren gewirkt hat. Ich bin mit anderen Erwartungen an die Geschichte herangegangen und war zunächst überrascht, wie ruhig und entschleunigt sie erzählt wird. Im Mittelpunkt steht Joseph, ein Mann, der sein Leben lang gelernt hat zu funktionieren, aber nie wirklich gelernt hat, über seine Gefühle zu sprechen.
Joseph war für mich eine Figur, mit der ich sehr mitfühlen konnte, gerade weil er so unauffällig und menschlich wirkt. Seine Sehnsucht nach Nähe, sein Bedauern über verpasste Chancen und seine Schwierigkeiten, sich anderen zu öffnen, waren sehr emphatisch dargestellt. Besonders gefallen hat mir dabei die Sprache des Romans. Sie ist ruhig, oft poetisch und transportiert die melancholische Stimmung der Geschichte. Viele Kapitel leben weniger von dramatischen Ereignissen als von Gedanken und Erinnerungen.
„Wirf einen Schatten“ ist kein lauter Roman und keine Geschichte voller Wendungen. Stattdessen erzählt er langsam, nachdenklich und einfühlsam von Menschen, die lernen müssen, sich ihren Wahrheiten zu stellen. Gerade diese Ruhe und Melancholie haben das Buch für mich besonders gemacht.
Aufgrund des Titels habe ich mehr mit einem klassischen Erziehungsratgeber voller konkreter Handlungsempfehlungen und Tipps für den Familienalltag gerechnet. Bekommen habe ich stattdessen etwas, das ich viel spannender fand: eine fundierte Einordnung dessen, was die Wissenschaft tatsächlich über Erziehung weiß und was eben nicht. Tillmann Prüfer arbeitet sich durch Studien, Forschungsergebnisse und pädagogische Debatten und schafft es dabei, komplexe Zusammenhänge verständlich und unterhaltsam aufzubereiten. Statt einfache Antworten zu liefern, zeigt er, wo wissenschaftlicher Konsens besteht, wo Unsicherheiten bleiben und wie sich Erkenntnisse im Laufe der Zeit verändern. Besonders interessant fand ich, dass einige Annahmen, die ich selbst noch aus meinem Pädagogikstudium kannte, inzwischen durch neuere Forschung anders bewertet werden. Gerade diese Einblicke in die Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse haben das Buch für mich besonders lesenswert gemacht.
Trotz seines wissenschaftlichen Ansatzes ist das Buch keineswegs trocken. Es liest sich angenehm zugänglich und vermittelt immer wieder das beruhigende Gefühl, dass gute Erziehung nicht davon abhängt, jede aktuelle Mode oder jeden Ratgebertrend perfekt umzusetzen. Stattdessen wird deutlich, wie wichtig Beziehung, gemeinsame Zeit und ein reflektierter Umgang mit den eigenen Entscheidungen sind. Das Buch ist daher sehr ermutigend. Es nimmt Eltern den Druck, alles richtig machen zu müssen, ohne dabei beliebig zu werden.
Für mich war das eine sehr gelungene Mischung aus Wissenschaftsjournalismus, Pädagogik und alltagsnaher Reflexion. Wer sich für Erziehung interessiert und dabei lieber verstehen möchte, was hinter den Empfehlungen steckt, statt einfach nur Anleitungen zu bekommen, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Mit „Restsommer“ taucht man ein in den Sommer von Nick und Biff. Nick ist in der 10. Klasse und fragt sich, ob der für ihn vorgesehene Weg wirklich sein eigener ist. Eigentlich soll er später das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen. Doch als Biff neu in seine Klasse kommt, gerät vieles ins Wanken.
Die Geschichte ist im besten Sinne ein klassischer Coming-of-Age-Roman: Es geht um Identität, Selbstfindung, Familie, Zukunftsängste und darum, den Mut zu finden, für das eigene Glück einzustehen. Besonders schön fand ich dabei, dass die queere Liebesgeschichte ganz selbstverständlich Teil dieser Entwicklung ist. Was mir am besten gefallen hat, war die Atmosphäre. Beim Lesen konnte ich die drückende Sommerhitze förmlich spüren. Über dem ganzen Roman liegt eine Mischung aus Melancholie, Sehnsucht und Aufbruchsstimmung, die perfekt zu dieser Lebensphase zwischen Jugend und Erwachsensein passt.
Auch sprachlich hat mich „Restsommer“ überzeugt. Die Erzählstimme wirkt authentisch und nahbar, gleichzeitig finden sich immer wieder kreative Metaphern und Vergleiche, die den Text besonders machen, ohne künstlich oder aufgesetzt zu wirken. Sie passen wunderbar zu Nicks Blick auf die Welt.
„Restsommer“ ist damit ein berührendes, stimmungsvoller Sommerroman über das Erwachsenwerden, die erste Liebe und die schwierige Frage, wer man sein möchte. Es wird Leser:innen von „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ und „Der große Sommer“ gefallen.
Ein abgelegenes Ferienhaus, zwei Familien, eine Doppelbuchung und ein aufziehender Sturm: „Meeresdunkel“ startet mit einer klassischen Thriller-Prämisse, entwickelt sich dann aber überraschend anders, als ich erwartet hatte.
Wer hier von Beginn an einen rasanten Thriller mit Leiche erwartet, sollte wissen, dass der Roman sich Zeit lässt. Über weite Strecken steht nicht das Verbrechen im Mittelpunkt, sondern die Beziehungen zwischen den Figuren. Alte Konflikte, unausgesprochene Spannungen und familiäre Dynamiken bestimmen die Handlung. Für manche Leser:innen könnte das enttäuschend sein, mir hat dieser Ansatz jedoch gut gefallen, da ich normalerweise keine Thriller lese.
Etwa ab der Mitte zieht das Tempo dann deutlich an. Die Ereignisse überschlagen sich, Geheimnisse kommen ans Licht und die Handlung entwickelt sich immer mehr in Richtung Thriller. Dadurch entsteht eine spannende zweite Hälfte, die mich zum Weiterlesen motiviert hat. Mit der Auflösung hatte ich allerdings meine Schwierigkeiten. Sie wirkte auf mich etwas zu konstruiert und konnte die Erwartungen, die der Roman zuvor aufgebaut hatte, nicht ganz erfüllen. Schade, denn gerade die Figurenkonstellation und die psychologische Spannung haben mir zuvor sehr gut gefallen.
Insgesamt ist „Meeresdunkel“ für mich weniger ein klassischer Thriller, sondern eine gut geschriebene Mischung aus Familiendrama, Beziehungsroman und Spannungsroman.
„Unerwünschte Töchter“ erzählt die Geschichte von vier Frauengenerationen und spannt dabei einen Bogen über fast ein ganzes Jahrhundert deutscher Geschichte. Im Mittelpunkt stehen Margarethe, Marianne, Monika und schließlich Miriam als Frauen, deren Leben von Kriegen, gesellschaftlichen Erwartungen, familiären Konflikten und dem Wunsch nach Selbstbestimmung geprägt sind.
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die Art, wie Miriam Carbe Familiengeschichte und Zeitgeschichte miteinander verwebt. Die historischen Ereignisse bilden nicht nur die Kulisse, sondern greifen tief in die Lebenswege der Figuren ein. Gleichzeitig zeigt der Roman eindrucksvoll, wie sich bestimmte Muster und Verletzungen von Generation zu Generation weitertragen, selbst dann, wenn die Töchter fest entschlossen sind, alles anders zu machen als ihre Mütter.
Dabei hat mich „Unerwünschte Töchter“ von Anfang bis Ende gefesselt. Das Buch liest sich angenehm flüssig, verbindet persönliche Schicksale mit gesellschaftlichen Entwicklungen und regt immer wieder dazu an, über die eigene Familiengeschichte nachzudenken. Ein spannender Familienroman über Frauenleben, Generationenkonflikte und die Frage, wie viel Vergangenheit in unserer Gegenwart steckt.
„Ein unheimlich guter Mensch“ gehört für mich ganz klar in die Kategorie Weird Girl Fiction, die aktuell so beliebt ist, weil sie eigenwillige Protagonistinnen in den Mittelpunkt stellt. Der Roman ist schräg, bitterböse und dabei sehr unterhaltsam. Immer wieder überschreitet er die Grenze zwischen Fremdscham und Komik, sodass man gleichzeitig lachen und die Hände vor die Augen halten möchte.
Die Protagonistin Lillian ist keine sympathische Heldin im klassischen Sinn. Sie ist egozentrisch, impulsiv, unangenehm, selbstbezogen und besitzt ein Main-Character-Syndrom, das ihresgleichen sucht. Eigentlich müsste man sie furchtbar finden. Und trotzdem drückt man ihr die Daumen. Lillian möchte nämlich eigentlich nur, dass aus ihrer lockeren Affäre mit Henry endlich eine richtige Beziehung wird. Als er sie abserviert, greift sie zu fragwürdigen Maßnahmen. Als Henry dann tot aufgefunden wird, ist Lillian mittendrin in einem Chaos, das mit jeder Seite größer wird.
Wer liebenswerte Figuren sucht, ist hier vermutlich falsch. Wer aber Freude an chaotischen, moralisch fragwürdigen Protagonistinnen hat, die Katastrophen magisch anziehen und dabei für beste Unterhaltung sorgen, sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen.
Ausgangspunkt des Buches ist das reale, bis heute rätselhafte Treffen zwischen Marilyn Monroe und der Psychoanalytikerin Anna Freud im London des Jahres 1956. Hektor Haarkötter verbindet historische Quellen, biografische Details und eigene Hypothesen zu einer fiktiven, aber möglichen Erzählung der Begegnung der beiden Frauen. Als ich zu diesem Buch gegriffen habe, dachte ich ehrlich gesagt, dass mich vor allem Marilyn Monroe faszinieren würde. Früher war ich ein riesiger Marilyn-Fan, umso überraschender war es, dass ich die Passagen über Anna Freud letztlich fast noch spannender fand.
Gerade wer sich für Psychoanalyse, psychologische Dynamiken oder die Geschichte berühmter Frauen interessiert, wird hier vermutlich viel Spannendes finden. Manche Gedankengänge und Interpretationen fand ich wirklich interessant, vor allem dort, wo das Buch sich mit der kritischen Einordnung der Psychoanalyse beschäftigt. Sprachlich hatte ich allerdings ein paar Schwierigkeiten. Teilweise war mir der erzählerische Ton etwas zu betulich und einige Metaphern wirkten auf mich eher schief als gelungen.
Trotzdem hat mich das Buch insgesamt gut gefallen. Ein Buch, das weniger Klatsch über Marilyn liefert als vielmehr eine Betrachtung zweier komplexer Frauenfiguren.
Warum schlafen Frauen eigentlich so oft schlecht? Genau dieser Frage widmet sich Dr. Kirschner-Brouns in „Frauen und Schlaf“. Sie verbindet dabei wissenschaftliche Erkenntnisse mit gesellschaftlichen Themen und praktischen Tipps. Das Buch zeigt, wie stark Hormone unseren Schlaf beeinflussen: Zyklus, Schwangerschaft, Stillzeit und Wechseljahre wirken sich massiv auf die Schlafqualität aus. Gleichzeitig geht es aber auch um Mental Load und den sogenannten „Gender Sleep Gap“ – also die Tatsache, dass Frauen statistisch gesehen schlechter schlafen und häufiger unter Schlafproblemen leiden.
Besonders gefallen hat mir der lockere, fast plaudernde Schreibstil. Trotz vieler wissenschaftlicher Informationen liest sich das Buch angenehm leicht und überhaupt nicht trocken. Ich mochte außerdem die vielen kleinen Fun Facts und Aha-Momente rund um Schlaf, Erholung und unseren Körper. Man merkt, dass das Thema inzwischen endlich mehr Aufmerksamkeit in Forschung und Medizin bekommt.
Hat mich das Buch nun zu einer ausgeschlafenen Mutter gemacht? Eher nicht ???? Mit Baby sind viele der vorgeschlagenen Maßnahmen aktuell einfach schwer umsetzbar. Genau deshalb fand ich das Buch aber trotzdem spannend: Es hat mir gezeigt, warum mein Schlaf gerade so herausfordernd ist. Einige Strategien und Tipps werde ich mir definitiv für ruhigere Lebensphasen merken. Für mich war es eine interessante Mischung aus Wissenschaft, gesellschaftlicher Einordnung und alltagstauglichen Impulsen. Wer sich für Gesundheit, Schlaf oder weibliche Körperthemen interessiert, bekommt hier einen gut verständlichen Einstieg ins Thema.
„Wut und Wärme“ ist ein sehr persönliches Sachbuch der Tekkal-Schwestern, das gesellschaftliche Werte nicht abstrakt verhandelt, sondern über gelebte Erfahrungen erzählt. Besonders gut gefallen hat mir die Struktur des Buches: Entlang zentraler Werte wie Mut, Verantwortung, Empathie oder Rebellion schildern die Tekkal-Schwestern abwechselnd, wie diese Werte ihr Leben geprägt haben und was sie ihnen heute bedeuten. So entsteht nach und nach ein Mosaik aus Kindheits- und Jugenderinnerungen, politischen Erfahrungen und persönlichen Entwicklungen.
Gerade diese Verbindung aus individueller Geschichte und gesellschaftlicher Vision macht das Buch so lesenswert. Die Schwestern schreiben offen über ihre Herkunft als Töchter einer jesidisch-kurdischen Flüchtlingsfamilie, über Diskriminierung, Aufstieg und Aktivismus, aber immer auch über Zusammenhalt und Hoffnung. Dabei wirkt das Buch nie belehrend, sondern vielmehr motivierend und stärkend, der Ton ist plaudernd und liest sich flüssig. Besonders mochte ich, dass unterschiedliche Stimmen und Perspektiven nebeneinanderstehen dürfen. Dadurch entsteht ein sehr lebendiger Eindruck von Schwesternschaft, die eben nicht bedeutet, immer gleich zu sein, sondern sich gegenseitig zu tragen und zu inspirieren. Viele Gedanken haben mich beim Lesen beschäftigt und mir gleichzeitig Mut gemacht, gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft von Spaltung geprägt sind.
„Die Straße“ von Robert Seethaler unterscheidet sich stilistisch deutlich von seinen bisherigen Romanen. Statt einer klaren, durchgehenden Handlung entsteht hier ein Mosaik aus vielen kleinen Szenen, Begegnungen und Schicksalen. Unterschiedliche Bewohner der Heidestraße treten kurz ins Zentrum, verschwinden wieder und werden später vielleicht noch einmal gestreift. Diese Struktur fand ich anfangs sehr spannend und kunstvoll umgesetzt.
Sprachlich bleibt Robert Seethaler dabei unverkennbar: reduziert, poetisch und mit einem Gespür für die stillen Momente des Lebens. Viele Beobachtungen über Einsamkeit, Sehnsucht und menschliche Verletzlichkeit haben mir gut gefallen. Allerdings hatte ich im Verlauf der Lektüre zunehmend das Gefühl, dass sich die einzelnen Episoden eher zufällig aneinanderreihen. Teilweise bleibt lange unklar, von wem gerade erzählt wird, und nicht jede Figur oder Szene entwickelt genügend Tiefe, um wirklich etwas auszusagen. Was zunächst wie ein interessantes literarisches Mosaik wirkte, verlor für mich dadurch nach und nach an Spannung.
So blieb am Ende vor allem die Bewunderung für die Sprache und die Idee des Romans, während mich die eigentliche Lektüre irgendwann nicht mehr vollständig fesseln konnte. „Die Straße“ ist sicherlich ein interessantes literarisches Experiment und ein atmosphärischer Blick auf die kleinen Dramen des Alltags, ist für mich aber nicht einer der stärksten Romane von Robert Seethaler.
„Espresso unter Sternen“ ist wieder genau die Art von Buch, die man am liebsten mit einem Kaffee in der Sonne lesen möchte. Maiwalds Texte haben einfach etwas Wohlfühliges und sind voller kleiner Beobachtungen, die den Alltag plötzlich leichter wirken lassen. Schon das wunderschöne Cover macht Lust darauf, nach Italien aufzubrechen. Dieses Mal geht es nach Triest, wo sich der Autor eine „Anderszeit“ genommen hat.
Während Stefan Maiwald von Grado nach Triest zieht, entstehen wie gewohnt bei Maiwald viele charmante Begegnungen und kleine Alltagsgeschichten, die plaudernd erzählt werden. Dabei liest sich alles angenehm leicht, ohne belanglos zu sein. Zwischendurch gibt es immer wieder bunt gemischte Fakten zur Geschichte der Stadt. Gerade die historischen Hintergründe fand ich sehr spannend. Dass Triest so eng mit Literatur verbunden ist und viele Schriftsteller dort gelebt haben, war mir zwar grundsätzlich bekannt, aber die Art, wie das hier erzählt und zusammengeführt wird, hat mir richtig gut gefallen. Besonders die Passagen über Bücher, Cafés und kleine Glücksmomente haben bei mir sofort Fernweh ausgelöst.
Für mich war „Espresso unter Sternen“ ein entschleunigendes Wohlfühlbuch voller Italiensehnsucht, Lebensfreude und kleiner Glücksmomente. Es ist perfekt für alle, die Reiseberichte mit persönlicher Note und viel Atmosphäre mögen und natürlich für alle Maiwald-Fans.