Jetzt
anmelden!
Armin Laschet als Geheimagent? Ob das eine so gute Idee ist? In "00-Laschet" ist das (leider?!) Realität. Ich kann mir nur wenige andere vorstellen, die für die Rettung der Welt noch schlechter geeignet wären. Aber durch überzeichnete Charaktere und absurde Situationen entfaltet sich im Laufe der (eher kurzen) Lesezeit eine humorvolle Politsatire und ein gar nicht so übler Agent 00-Laschet.
Durch den sehr lockeren, humorvollen Schreibstil und die sehr kurzen Kapitel lässt sich das Buch wirklich schnell lesen. Es ist weder anspruchsvoll noch beinhaltet es unerwartete Wendungen, sondern überzeugt hauptsächlich durch seinen Humor. Diesen würde ich eher als stumpf bezeichnen, trifft bei mir aber genau ins Schwarze.
Die Rolle, die Laschet hier einnimmt, ist amüsant mit anzusehen und hat mir immer wieder ein Schmunzeln hervorgelockt. Seine Begleitung, die junge Agentin 12, bringt dabei frischen Wind mit. Als junge Leserin, die der Gen Z zugehörig ist, hatte ich fast etwas Sorge, dass das Buch eher Boomer-Humor bedient, doch dem war gar nicht so! Gerade das Aufeinandertreffen der Generationen, was überraschend akkurat und ohne Vorverurteilung von statten ging, war tatsächlich einfach gut geschrieben.
Die Geschichte wird jedoch in ihrem Verlauf immer abgedrehter, schneller und hat am Ende mit der Realität nur noch wenig zu tun. Gerade das ist absolut Geschmackssache. Da ich bei dem Buch mit der Haltung rangegangen bin, einfach gut unterhalten zu werden, war das für mich vollkommen in Ordnung.
Wer also ein Buch sucht, das man einfach mal zwischendurch lesen kann, ohne sich dabei groß anzustrengen, wird mit "00-Laschet" sehr wahrscheinlich glücklich! Damit es keine bösen Überraschungen gibt (18€ sind ja schon nicht ohne), empfehle ich jedem, der etwas unsicher ist, einen Blick in die Leseprobe zu werfen. Dort wird gleich auf den ersten Seiten sehr deutlich, worauf man sich mit "00-Laschet" einlässt.
Ich habe es inhaliert. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit inhaliert und war wirklich in jedem Moment, in dem ich nicht weiterlesen konnte, genervt. Denn was ist zwischen Jojo und Yara passiert? Wie kann es sein, dass eine Freundschaft von heute auf morgen einfach nicht mehr existiert? In „Kaskaden“ begleiten wir Jojo, die auf diese Fragen zunächst selbst keine Antwort hat. Gemeinsam mit ihr gehen wir durch verdrängte Erinnerungen und intensive Gefühle.
Die Erzählweise hat wirklich süchtig gemacht. Es ging gar nicht anders, als immer weiterzulesen. Dazu war der Schreibstil unglaublich flüssig, aber gleichzeitig auch wunderschön. Er wirkte modern und jung, ohne künstlich oder gestellt zu sein. Jojo ist eine tolle Protagonistin. Sie nimmt uns Lesende auf intensive Weise mit in ihr Innerstes. Wir schauen ihr dabei zu, wie sie sich verliert, und fiebern mit, ob und wie sie sich vielleicht auch wiederfindet. All das wird auf eine unglaublich sensible und zugleich brutal schöne Art erzählt, sodass man gar nicht anders kann, als mitzufühlen.
Der Roman widmet sich abseits von zwischenmenschlichen Beziehungen einer ganzen Palette an Themen, die zumindest aus meiner Sicht alle sehr angemessen und realitätsnah behandelt werden: Klassismus (insbesondere im Studierendenalltag), Armut, Zwänge und Feminismus. Alles Themen, bei denen ich immer wieder dankbar bin, wenn sie eine Plattform bekommen. Denn darüber kann nie genug gesprochen werden!
Mein persönliches Highlight des Buches sind die Szenen, die sich mit der Vergangenheit von Jojo und Yara beschäftigen. Dort habe ich mich als frühes Kind der 2000er-Jahre an so vielen Stellen absolut gesehen gefühlt, sodass das Buch für mich weit mehr war als nur eine Geschichte – nämlich eine Zeitkapsel.
Mich hat „Kaskaden“ von Louise K. Böhm einfach total begeistert! Ich sage es nicht oft, aber dieses Buch ist wirklich zu einem meiner Herzensbücher geworden. Mir bleibt somit nichts anderes übrig, als zu sagen: Lest es! Vielleicht wird es ja auch euer Jahreshighlight.
In welchem Buch würdest du gerne leben? Für mich wäre die Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Roxie in "If Books Could Kill" weiß es jedoch genau: In einem Buch ihrer Lieblingsautorin schnulziger Romane. Als ihr eines Tages der Wunsch erfüllt wird, im neusten Roman dieser Autorin zu leben, stellt sich zu ihrem Leid jedoch heraus, dass diese plötzlich statt von der großen Liebe über Mord schreibt. Ihren Wunsch kann Roxie jedoch nicht rückgängig machen und so hat sie keine andere Wahl, als in diesem Thriller zu überleben. Zum Glück gibt es in der Geschichte auch den etwas tollpatschigen Grant, der sie dabei (unfreiwillig) begleitet.
Die Idee der Geschichte hatte mich wirklich vom ersten Moment an überzeugt. Ich liebe dieses kluge Zusammenspiel von Reflexion der Genres (Romance und Thriller) und den gleichzeitig wirklich witzigen Dialogen. Roxie und Grant haben eine tolle Dynamik, die einfach Spaß macht zu lesen. Die Dialoge sind für mich tatsächlich auch das Highlight an dem Roman. Sie sind irgendwie chaotisch, witzig und manchmal auch gesellschaftskritisch – einfach eine perfekte Mischung. Die Handlung an sich, ist jedoch leider eher vorhersehbar. Ich denke, das war für mich so auch das Problem, die Motivation zu finden, stetig weiterzulesen. Wenn ich einmal das Buch in die Hand genommen habe, hatte ich dabei total meinen Spaß, aber irgendwie hat die Geschichte es nicht geschafft mich wirklich am Lesen zu halten.
Auch wenn Roxie, Grant und alle anderen sehr sympathisch und liebenswert waren, fehlte mir manchmal ein wirklicher emotionaler Bezug. So ganz konnte das Buch es einfach nicht schaffen, mich wirklich zum Mitfiebern zu bringen, was ich schade fand. Ich glaube, damit das bei mir passiert wäre, hätte es für mich etwas mehr Tempo und etwas mehr Tiefe bei den Figuren gebraucht.
Trotzdem hatte ich am Ende Spaß. Und das ist doch alles was zählt, oder? Ich kann das Buch trotz der Kritik allen Romance- und Rom-Com-Fans wärmstens ans Herz legen. Für schöne Stunden zwischendurch ist dieser kurzweilige Roman wirklich eine erfrischende Abwechslung!
Sollte man einem schlechten ersten Date eine zweite Chance geben? Würde mich jemand fragen, würde ich sagen, sofern die Person kein Arsch war, warum nicht. Wenn du darüber nachdenkst, jemandem eine zweite Chance zu geben, dann hat die Person es vielleicht auch verdient. Margot aus "Worst-Date-Ever" sieht das etwas anders. Sie ist auf der Suche nach ihrem perfekten Partner und der dazugehörigen Kennenlernstory. Ein schlechtes Date ist davon kein Bestandteil. Zu doof, dass ihr auch nach all den Jahren Oliver nie ganz aus dem Kopf gegangen ist, auch wenn ihr gemeinsames erstes Date nicht wirklich gut lief. Neben der Liebesgeschichte begleiten wir Margot zudem dabei, wie sie versucht, Literaturagentin zu werden, was super spannende Einblicke hinter die Kulissen des Buchmarktes gibt.
Für mich war "Worst Date Ever" eine süße und kurzweilige Lektüre, die jedoch irgendwie nichts Besonderes oder Herausstechendes hatte. Es war einfach eine nette Liebesgeschichte für zwischendurch, die aber bei mir nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Auch wenn das wie ein sehr hartes Urteil klingt, glaube ich aber, dass das Buch genau das auch einfach sein wollte.
Die Dialoge sind sehr humorvoll geschrieben, gehen aber nie wirklich stark in die Tiefe. Die Charaktere sind schnell sympathisch, jedoch habe ich keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen können. Ich habe mich für sie freuen können, habe aber wenig mitgefiebert. Für mich lag das einfach daran, dass etwas Zeit und Raum fehlten, um Margot und Oliver wirklich kennenlernen zu können. Gerade bei Oliver fand ich das etwas schade, da ich ihn wirklich sympathisch fand, die Geschichte mir aber wenig über seine Träume und Wünsche erzählt hat. Er war wirklich eher der hotte Love-Interest, dem irgendwie mal das Herz gebrochen wurde.
Auch wenn die Geschichte an sich für mich nun nicht überwältigend war, hatte ich trotzdem einfach meinen Spaß. Und manchmal ist es eben auch genau das, was man in dieser doch manchmal ernsten Welt braucht. Wer also eine Auszeit vom Alltag sucht, wird mit der witzigen Rom-Com nichts falsch machen!
Ich habe "Fünf Tage im Licht" schon vor einer Woche beendet und trotzdem begleitet es noch immer meinen Alltag. Die Geschichte setzt sich auf eine ganz einzigartige Weise damit auseinander, was der weibliche Körper ist und wem er gehört. In dem 300 Seiten langen Roman begleiten wir die erfolglose Künstlerin Sophie, welche von ihrem Partner gedrängt wird, sich mit der Frage nach Kindern auseinander zu setzen. Aber kann man eine irgendwann erfolgreiche Künstlerin und gute Mutter sein? Dazu nimmt sie uns auf eine sehr rohe Art mit in ihre Gedanken.
Überrascht bin ich, dass ich an keiner Stelle von dem Roman gelangweilt war. Denn eigentlich ist die Handlung eher wenig ereignisreich. Im Fokus steht die gedankliche Auseinandersetzung mit Themen wie Kinderwunsch, Weiblichkeit, Freundschaft, Klassizismus, welche von Ereignissen eines fünftägigen Junggesellinnenabschieds in Griechenland angestoßen wird. Gerade das Thema Weiblichkeit und Kinderwunsch wird dabei durch die wirklich wundervollen und sehr bereichernden "Zwischenkapiteln" ergänzt. In diesen kurzen Kapiteln werden Selbstaktdarstellungen von teils fast vergessenen Künstlerinnen in den Blick genommen, beschrieben und aus Sophies Blick diskutiert. Gerade aus diesen Kapiteln habe ich für mich unglaublich viel schöpfen können. Gerade die dadurch entstehende Mischung aus Fiktionalität und Realität ist so intensiv, dass sie mich wirklich emotional sehr berührt hat und meine Sicht auf bestimmte Dinge nachhaltig verändert hat. An der Stelle muss ich jedoch anmerken, dass dem Buch eine Triggerwarnung gut getan hätte! Insbesondere die Themen Fehlgeburt und Kindstod traten sehr unvorhergesehen auf.
Aber auch der Teil, der in Griechenland spielt, war spannend zu verfolgen. Gerade Sophie hat mich immer wieder in moralische Dilemmata geworfen. Denn sie ist alles andere als perfekt. Im Gegenteil, sie mach viel falsch, aber ist dabei immer sehr nachvollziehbar. Sie ist vielleicht nicht die klassische Protagonistin, mit welche man sich identifizieren will, jedoch ist das genau richtig so. Denn so blieb, zumindest in meinem Empfinden, mehr Raum für meine eigenen Gedanken.
Das griechische Setting ist zudem wirklich wundervoll umgesetzt. Ich hatte stets sehr klar vor Augen wie es in der kleinen Villa in Strandnähe aussieht, konnte erahnen, was zu hören ist und wie der Ort riecht. All das, ohne dass man in dem Roman von Landschaftsbeschreibungen erschlagen wird. Jedoch hat die Autorin auf eine sehr natürliche Art und Weise eine angenehm bildhafte Sprache, wodurch ich nur so in die Geschichte abgetaucht bin.
Am Ende verblieb ich mit dem Gefühl, dass es wichtig ist einfach glücklich zu werden, auch wenn man manchmal dafür seine Grenzen ziehen muss. Auch wenn das bedeutet, Menschen zu verletzen. Auch wenn das bedeutet, aufzufallen. Aber das eigene Glück, das sollte es einem wert sein. "Fünf Tage im Licht" von Rhiannon Lucy Cosslett ist somit von mir eine dicke Empfehlung!
Nach einem zum Glück vergleichsweise kurzen Leidensweg habe ich vor ca. einem halben Jahr meine Diagnose Endometriose bekommen. Also bin ich noch ziemlich frisch dabei, mich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. Da gerade die Aufklärung meiner Ärztin etwas knapp ausfiel, hat mir der "Endometriose Alltagshelfer" doch nun einiges an Wissen sowie an Tipps mit an die Hand gegeben.
Der Ratgeber ist wirklich leicht verständlich und sehr ermutigend verfasst. Der Aufbau der Seiten ist sehr übersichtlich, ruhig, aber auch ästhetisch gehalten. Inhaltlich deckt er ein breites Spektrum ab, verbleibt hinsichtlich der einzelnen Themen jedoch etwas oberflächlich, was, um einen ersten Einblick in die Erkrankung zu erlangen, aber völlig in Ordnung ist. Dadurch hatte ich den Eindruck, dass der Ratgeber sich sehr gut dazu eignet, eine erste Richtung zu finden, welche einem Erleichterung verschaffen kann.
Ein großes Plus ist, dass immer wieder Expertinnen sowie Betroffene zu Wort kommen. Gerade diese Seiten spenden einiges an Hoffnung! Dadurch, dass diese "Info-Seiten" eher etwas verstreut im Buch sind, wird man davon auch nicht erschlagen.
"Dein Endometriose Alltagshelfer" ist ein wirklich guter Einsteiger-Ratgeber in dieses Thema, sowohl für Betroffene als auch für PartnerInnen!
Gerne beginne ich meine Rezensionen damit, den Inhalt in einem kurzen Satz zumindest ganz grob zu erfassen. Bei dem Buch habe ich jedoch keinen blassen Schimmer, wie ich das anstellen soll. Denn nichts, was ich schreiben könnte, wird diesem Buch gerecht. "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash (übersetzt von Sophie Zeitz) begleitet dabei eine Familie, die Flynns, in der sich niemand so wirklich gesehen fühlt. Das Buch wird dabei aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, welche sich nicht nur auf die Familie beschränken. Gerade dadurch wird einem nochmal so richtig vor Augen geführt, dass jeder Probleme mit sich herumträgt, die wir manchmal nicht erahnen.
Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm modern gehalten, wodurch es sich sehr leicht lesen lässt. Jedoch wird dieses Buch vermutlich nicht jeden glücklich machen. Um diese Geschichte der Flynns genießen zu können, muss man schon skurrile und absurde, satirische und überzogene Geschichten mögen. Gerade zum Ende hin wird dies auf die Spitze getrieben, so sehr, dass selbst ich mir schon nicht mehr sicher war, ob mir das nicht etwas zu viel ist. Die Figuren sind trotz ihrer Eigenheiten jedoch auf ihre jeweils ganz eigene Art liebenswürdig. Es sind zwar nicht die klassischen Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann, jedoch sind sie alle nachvollziehbar geschrieben.
Die schon angesprochenen Probleme, die all die Bewohner der Kleinstadt mit sich tragen, umfassen dabei ein sehr breites Spektrum. Dazu zählen (fehlende) Kommunikation, Religion, Suizidgedanken, Verschwörungstheorien, (dysfunktionale) Familienbeziehungen, Liebe, Erwachsenwerden und das (nicht) Durchbrechen vorgelebter Muster. Manches wird intensiver diskutiert, über manches fällt nur ein Kommentar am Rande. Alles in allem versucht dieses Buch jedoch, den aktuellen Zeitgeist satirisch wiederzugeben.
"Verlorene Schäfchen" ist auf eine ganz unscheinbare Art etwas ganz Besonderes. Man kann es mögen, man kann es hassen. Hier würde ich wirklich dazu raten, in die Leseprobe reinzuschnuppern. Wem das gefällt, dem kann ich nur sagen: Das Buch wird nicht enttäuschen!
Wenn der eigene Traum platzt, ist das absolut schmerzhaft. Dies erlebt leider auch Penelope an ihrem ersten Tag an der Anaximander-Akademie. Dort wird sie nämlich nicht von Athene, so wie sie es sich immer gewünscht hat, für ihr Haus ausgewählt. Wenn das nicht schon genug zu verarbeiten wäre, muss sie sich auch noch mit einer Katastrophe an Muse herumschlagen. Noch bevor sie sich versieht, wird (wortwörtlich) ihr Leben auf den Kopf gestellt.
Ich habe die Reihe rund um "Percy Jackson" schon wirklich gerne gemocht, weshalb ich hier auch hellhörig wurde. Schon das Cover (und der sehr hübsche Buchschnitt) zwangen mich dazu, dieses Buch lesen zu wollen. Jedoch war ich auch etwas skeptisch, denn kann dieses Buch mit "Percy Jackson" mithalten? Absolut! Wenn ich ganz ehrlich bin, irgendwie fand ich den ersten Band fast schon etwas besser...
Der Schreibstil ist wirklich eine glatte 100/10. Das Buch ist wirklich modern geschrieben und trifft mit seinem Humor den Zahn der Zeit. Unsere Protagonistin Penelope, von Freunden Ellie genannt, ist gezwungen, sich jeder Herausforderung zu stellen und an ihnen merklich zu wachsen. So macht sie innerhalb der Geschichte eine wirklich merkliche und vorbildliche Entwicklung durch. Ihre Freunde, aber auch menschliche Gegenspieler in der Akademie sind auch authentisch und interessant geschrieben. Im Vordergrund stehen hier definitiv die bedingungslosen Freundschaften und schwierige Geschwister- sowie Elternbeziehungen. Auch erste Verliebtheit wird am Rande angedeutet. Aus all dem können gerade jüngere LeserInnen so einiges mitnehmen. Gerade Penelopes beste Freundin Fifi ist wirklich ein Schatz! Neben all dem ist die Geschichte jedoch sehr actionreich gestaltet. Ständig passiert etwas Unvorhergesehenes, was alles über den Haufen wirft. Die Welt der Geschichte ist dazu unglaublich spannend und schon auch etwas komplexer gestaltet, wodurch es richtig Spaß macht, sich dort hineinzudenken.
Da in dem Buch eine ganze Reihe von Handlungssträngen angebrochen wird, von denen einige offen bleiben, bin ich unheimlich neugierig auf die folgenden Bände! Ich hatte beim Lesen auf jeden Fall unglaublichen Spaß und kann dieses Buch einfach jedem ans Herz legen, der oder die "Percy Jackson" gemocht hat. Hoch und heilig verspreche ich: Ihr werdet es lieben!
Schon die letzten beiden Bände habe ich in einem Stück verschlungen und auch bei diesem war es nicht anders. "The Darlington – Logan & Rose" hat für mich sogar nochmal einen draufgesetzt! Aber gehen wir das einmal geordnet durch...
Inhaltlich geht es, wie der Titel schon verrät, um Rose und Logan. Beide fühlen etwas füreinander, das Schicksal steht ihnen jedoch im Weg. Eine klassische Prämisse, welche mit unglaublich vielschichtigen Charakteren gefüllt wird. Rose und Logan auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen dabei zuzusehen, wie sie ihre Probleme bewältigen, hat mich wirklich einfach mit Freude erfüllt. Ihre Liebesgeschichte ist leise, aber doch so kraftvoll, dass selbst ich immer wieder Bauchkribbeln hatte. Vielleicht war ich aber auch nur in das Buch verliebt.
Thematisch ist das Buch, da es hier das Ende des Prozesses bezüglich Richard erzählt, etwas schwerer. Triggerwarnungen sind also auf jeden Fall zu beachten! Aus meiner Perspektive wurde hier aber wirklich sensibel mit den Themen umgegangen, ohne dass es sich aber erdrückend angefühlt hat. Gerade die Beschäftigung mit den feministischen Themen ist hier, aber eigentlich in der ganzen Reihe, wirklich perfekt. Laura Kneidel hat es einfach geschafft, dass sich ein Gefühl von Empowerment auf mich als Leserin übertragen hat! Das Buch führt wirklich nochmal vor Augen, wie wichtig es ist, zu kämpfen, ganz egal ob laut oder leise - jeder eben, so wie er oder sie es kann.
Da es der dritte und letzte Teil der Reihe ist, finden hier alle Handlungsstränge zu einem gelungenen Ende, welches auch alle anderen (Kate & Henry, Grace & Ethan) würdig mit einbezieht. Und auch wenn es so gelungen war und ich nicht das Gefühl hatte, dass mir noch etwas fehlte, fiel es mir wirklich schwer, das Darlington zu verlassen. Sagen wir es so, ich habe mich mit schwerem Herzen, aber Lächeln im Gesicht, in den Flieger zurück in die Realität gesetzt.
Die ganze Reihe ist wirklich eine dicke Empfehlung! Sie hat mir neben wundervollen Liebesgeschichten noch so viel mehr mit auf den Weg gegeben, dass ich vermutlich lange immer wieder daran zurückdenken werde. Vielen Dank für diese wirklich tolle Geschichte! (Und wenn nochmal jemand sagt, New Adult wäre nur oberflächlicher Schund, dem würde ich diese Reihe gerne an den Kopf werfen...)
Was würdest du tun, wenn du Geister sehen könntest? Ich würde vermutlich durchdrehen. Für Melody Bittersweet ist dies jedoch Alltag. Geister wahrnehmen zu können, liegt bei ihr in der Familie. Anders als ihre Mutter und Großmutter will sie nicht nur Nachrichten von Verstorbenen an ihre Hinterbliebenen überbringen, sondern sie will lieber Geister loswerden. Gemeinsam mit ihrer wundervollen Freundin Marina macht sie sich selbstständig und gründet die Girls Ghostbusting Agency. Es dauert nicht lange, bis der erste Auftrag eintrudelt: Drei Geisterbrüder, einer wurde ermordet, jedoch von wem?
Dieses Buch hat so viel Herz, Wärme und Humor – das war wirklich große Klasse! Ich hab mich im Buch wirklich von Seite eins an wie zu Hause gefühlt. Die Charaktere von Melody an über Babs den Bus bis zu Artie dem Handlanger. Alle habe ich geliebt. Zwischen all dem Witz ist dann auch sehr geschmeidig noch eine sich langsam aufbauende Enemies-to-lovers eingearbeitet. Tatsächlich habe ich es sehr genossen, dass diese mehr nebenher lief und der Fokus wirklich auf der Ghostbusting Agency und dem Fall liegt. Der Cozy-Crime-Fall hat zwar nicht unbedingt durch unvorhergesehene Plottwists geglänzt, sondern auch hier ging es mehr um die Personen bzw. die Geister. Auch das hat aber meinen Geschmack voll getroffen. Das Buch lebt davon, dass ständig einfach etwas unvorhergesehen Witziges passiert und irgendwie alles einfach schiefgeht. Murphys Law at its best.
Was soll ich sagen – ich glaube, man hört es ganz gut raus – ich hatte einfach eine wirklich tolle Zeit mit dem Buch! Jede und jeder, der als Kind Fan der "Gespensterjäger" war, wird dieses Buch lieben, versprochen!!!
Als ich "Lightfall - Das verlorene Licht" zum ersten Mal in die Hand genommen hatte, hatte ich das Gefühl, dass es etwas Besonderes sein würde. Ich war fast schon nervös, ob die Geschichte mit dem positiven ersten Eindruck mithalten könnte. Aber das kann sie!
Gleich zu Beginn treffen wir auf unsere sympathische Hauptfigur Bea, welche der Welt eher etwas unsicher und ängstlich begegnet. Ergänzt wird sie durch Cad, einen eher mutigen, aber etwas einsamen Galdurier. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Beas Großvater, einem etwas vergesslichem Zauber-Eber. Dabei kämpfen sie gegen viele äußerliche Gefahren aber auch gegen die eigenen Ängste. Die Geschichte wird dabei durch wenige Worte, dafür aber umso atemberaubendere Zeichnungen erzählt. Also wirklich, alleine die Zeichnungen zu betrachten, ist einfach purer Spaß.
"Lightfall" bietet dabei einen echt niederschwelligen Einstieg in das Fantasy-Genre. Und das nicht nur für Kinder - auch Erwachsene werden dabei wirklich ihren Spaß haben.
Eine wunderschöne Welt, liebevolle Charaktere und atemberaubende Zeichnungen - damit hat sich "Lightfall" direkt in mein Herz geschlichen. Ich kann jetzt schon den zweiten Band kaum erwarten.
Wie wichtig sind freizugängliche öffentliche Einrichtungen für dich? Bisher habe ich mir selbst da nie wirklich groß Gedanken drüber gemacht. Den Park bei mir um die Ecke nutze ich gerne, aber die städtische Bibliothek? Dort war ich schon seit Jahren nicht mehr. In "Botanic Hearts" (übersetzt von Christiane Steen) geht es um Tansy, die Leiterin einer Bibliothek, und um Jack, den Manager eines Botanischen Gartens, die durch die Verwüstungen eines Hurricanes gezwungen sind, miteinander zu arbeiten. Denn beide sind sich bewusst: Ihre Einrichtungen sind essenziell für die Gesellschaft und müssen unbedingt erhalten und wiederaufgebaut werden.
Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass mich dieses Buch über so vieles nachdenken lassen würde. Aber das hat es. Durch dieses Buch habe ich ein völlig neues Verständnis dafür gewonnen, wie Gemeinschaft entstehen und funktionieren kann, welche Auswirkungen Katastrophen auf den Einzelnen und zugleich auf das Miteinander haben und wie Neopronomen sinnvoll verwendet werden. Und ich bin ehrlich: Das hatte ich bei so einem locker-leichten Buch einfach nicht erwartet.
Das Setting war wirklich eine 10/10! Wenn ich könnte, würde ich diesen Ort nachbauen. Genauso würde ich mir jede, wirklich ausnahmslos jede Figur aus diesem Buch in meinem Leben wünschen. Nicht nur Tansy und Jack wirken total lebendig, auch alle Nebenfiguren sind totale Mäuse, die alle ihre ganz eigene Geschichte haben. Die Liebesgeschichte - nicht zu schnell und perfekt spicy! Lediglich mit dem Schreibstil hatte ich ab und an etwas zu hadern. Da hatte es bei mir etwas gedauert, bis ich da reingekommen bin, und bis zuletzt brachten mich immer wieder einige Sätze zum Stolpern.
Für mich war das Buch tatsächlich eine totale Überraschung. Ich dachte nämlich, ich nehme einfach ein seichtes Buch in die Hand und lasse mich berieseln. Es war zwar auch eine cozy Geschichte, die mir jedoch wirklich nachhaltig so viel mehr mitgegeben hat, als ich es hier benennen könnte. Ich habe mir jetzt auf jeden Fall vorgenommen, meiner Bibliothek mal wieder einen Besuch abzustatten!