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Gerade für Sie gelesen

  • Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck empfiehlt:

    Wer beim Lesen mit Barbara mithalten will, muss sich ranhalten: Als Filialleiterin in unserer Hauptbuchhandlung im Zentrum von Innsbruck liest sie sich quer durch die Weltliteratur, Genres und Nationen und kann eine beachtliches Reportoire an gelesenen Büchern und eine kaum zu toppende Lesegeschwindigkeit vorweisen. Wann sie diese vielen Bücher liest, wissen wir wirklich nicht. Der Tag hat doch nur 24 Stunden ...

  • Königin-Maud-Land ist geheim von Line Madsen Simenstad

    So ist es immer mit Erzählungen: Kaum fühlt man sich wohl in der Geschichte, schon ist sie wieder vorbei und man bleibt alleine mit den vielen offenen Fragen. Und man wünscht sich, diese norwegische Autorin würde noch mehr Bücher herausbringen. Es sind die kleinen Momente, auf die Line Madsen Simenstad sich einstimmt und eindringlich erzählt sie von geheimen Wünschen und Sehnsüchten, von den Schmerzen einer Mutter, die ihr Kind beschützen möchte, vom Tod des Vaters oder von einer engen Beziehung zwischen Geschwistern. Belass es nicht bei diesem Debüt, liebe Line!

  • Radio Activity von Karin Kalisa

    Mit „Sungs Laden“ hat Karin Kalisa 2015 einen großen literarischen Erfolg gefeiert. Sie beweist wieder emotionalen Tiefgang mit einer Geschichte, die den Leser nicht mehr loslässt. In der Klinik, kurz vor ihrem Tod, erzählt die Mutter ihrer Tochter Nora von einem Verbrechen, das ihr als Kind wiederfahren ist und das ihre Seele zerstört bzw. versehrt hat. Nora möchte Anzeige erstatten, doch das Verbrechen ist verjährt. Wie sie mit ihrer perfekten Radiostimme Gerechtigkeit walten lässt, werde ich nicht verraten. Ganz legal ist es nicht, dafür aber temporeich und in einem eigenwilligen Ton erzählt!

  • Herkunft von Sasa Stanisic

    Viele Kunden kommen zur Zeit in den Buchladen, und fragen nach dem Buch "Heimat". Sie meinen "Herkunft", von Sasa Stanisic. Es gibt etwas in uns, das wir uns nicht erklären können, das wir aber unser ganzes Leben lang suchen. Einen Schriftsteller in der Familie zu haben, hilft bei der Suche nach der Herkunft. Stanisic wirft einen besonderen Blick auf seine Großmutter Kristina. Mit ihr fährt er in ein Dorf, das nur noch 13 Einwohner hat. Bald wird es diesen Ort im ehemaligen Jugoslawien nicht mehr geben. Und wovon redet die Großmutter, der Flößer oder der Bremser? Und was hat das mit dem Sasa zu tun? Findet es heraus, es ist die "Reise" wert!

  • Santa Rita von Tommy Wieringa

    Dieser Roman hat mich überrascht. Wenige Bücher habe ich von niederländischen Autoren gelesen, hier habe ich Nachholbedarf. Man denkt sich, dieses flache Land hat nicht viel zu bieten, die Menschen wohnen weit entfernt voneinander und bekommen nichts mit von der Welt. Paul lebt seit Jahren alleine mit seinem Vater, bald wird er 50. Und das ist auch ein Grund, mehr darüber nachzudenken, welche Gründe es gibt, dass er keine Familie hat. Als sein Freund überfallen und ausgeraubt wird, ändert sich alles für ihn. Hat er noch eine Chance? Wieringa schlägt einen Ton an, der den Leser packt und nicht mehr loslässt. Seine erschütternden Wahrheiten werden noch lange in mir nachwirken!

  • Die Altruisten von Andrew Ridker

    Das „Sensations-Debüt“ aus den USA hat mich gefesselt, Andrew Ridker ist wirklich ein Ausnahmetalent. Wie er mit seinen 25 Jahren so viel psychologische Einblicke in das Leben und Scheitern seiner Charaktere geben kann, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Es braucht Jahre, dass sich Familienmitglieder wirklich kennenlernen, und nicht alle schaffen das. Doch das Bemühen, das Verstehen wollen, das hat mich beeindruckt und deshalb vertieft man sich immer mehr in die Geschichte der Alters. Auch wenn mir Arthur, der alte Unidozent, der nie eine Festanstellung bekommen hat, recht unsympathisch war, und ich seine beiden erwachsenen Kinder, Maggie und Ethan gut verstehen kann, so musste ich ihn doch am Schluss ein bißchen für seine Entwicklung bewundern. Ridker schreibt so unterhaltsam, dass es ein Vergnügen ist!

  • FLIEGE FORT, FLIEGE fort von Paulus Hochgatterer

    Dass sich Paulus Hochgatterer auch die Zeit nimmt, neben seinem aufreibenden und intensiven Beruf (Kinderpsychiater), Bücher zu schreiben, ist ein Glück für alle Leser. Dass die Themen in seinen Romanen und Krimis tiefgründig und lebensnah sind, sollte erwähnt werden. Das Leben für den Polizisten Ludwig Kovacs und den Psychologen Raffael Horn (beide bekannt aus „Die Süße des Lebens“ und „Das Matratzenhaus“) ist nicht leichter geworden, beide stehen kurz vor der Pensionierung. Spannend finde ich es, dass beide im ganzen Roman nie aufeinander treffen und doch an einem gemeinsamen Fall arbeiten. Dieser Fall hat es wieder in sich: alte Menschen werden gefoltert und schweigen über die Vorfälle, ein Mädchen wird entführt, in der Klinik tauchen Patienten auf, die schwierig zu behandeln sind – etwas wurde vor Jahren totgeschwiegen, doch jetzt brodelt es an allen Fronten! Paulus Hochgatterers Bücher sind so schön lesbar, und doch so schwer verdaulich, da er das Grauen der Vergangenheit immer wieder zur Sprache bringt!

  • Der Fund von Bernhard Aichner

    Ich bin ja nicht die typische Krimi-Leserin, die schon ab der zweiten Seite weiß, wer was getan hat. Ich bin mir trotzdem sicher, dass Bernhard Aichner es wieder einmal geschafft hat, ein Buch zu schreiben, dass raffiniert aufgebaut ist und so bis zum Schluss spannend bleibt und für Überraschungen sorgt. Es sind auch die Dialoge, die ein atemloses Durchlesen garantieren, und die Frage, was würde ich machen, wenn ich Koks finden, beschäftigt mich immer noch. Ein Fund für alle Leser, denn das Lesevergnügen ist so gewaltig, als wäre man auf Koks!

  • Das Glück der kalten Jahre von Martyna Bunda

    Mit diesen Frauen habe ich mich köstlich amüsiert, denn die Mischung aus magischem Realismus und hartem Leben stellt so Einiges an im Kopf des Lesers. Greta, Truda und Ilda haben viel von ihrer Mutter Rozela mitbekommen. Natürlich die Sturheit und der Drang nach Unabhängigkeit. Die Männer haben es nicht so leicht in dem Frauenhaushalt. Die Autorin schafft es mit ihrer Romanstruktur ein ganzes Jahrhundert aufleben zu lassen. Die Traumata des Krieges, den sie alle irgendwie überlebt haben, lassen den Leser nicht kalt, doch mit einer Leichtigkeit beweist Bunda, dass Humor viele Verletzungen heilen lässt!

  • All unsere Jahre von Kathy Page

    Mich überzeugen englische Autorinnen (zb. Jane Gardam), denn sie versprühen einen trockenen Charme. Die Charaktere wirken zwar nach außen hin ruhig und mit einem gemäßigtem Lebensstil, doch innen brodelt es, als hätten sie den Krieg überlebt (was meistens auch der Fall ist). Harry und Evelyns Ehe dauert lange an, was schön und schrecklich zugleich ist. Ihr perfektes Liebesleben, die Idylle, die sie sich aufbauen, kommt immer wieder ins Wanken. Ich habe mit den beiden mitgefühlt, als wären sie meine Eltern, und ihre Zärtlichkeit füreinander und ihr unaufgeregter Zorn ist bei mir auf viel Verständnis gestoßen.

  • Brüder von Jackie Thomae

    Diese Autorin habe ich bereits kennengelernt, mit ihrem Episodenroman „Momente der Klarheit“. Doch Klarheit habe ich erst in „Brüder“ gewonnen: Hier trifft Können auf Erfahrung! Wie sie die Brüder vorstellt (beide haben einen afrikanischen Vater und eine deutsche Mutter), grenzt an Genialität. Mick und Gabriel wachsen ohne einander zu kennen in Deutschland auf, doch ihre Erfahrungen sind ähnlich. Glaubwürdig erzählt Thomae von einem Leben mit dunkler Haut, welche Erfahrungen sie machen müssen, ohne sich selber zu verlieren. Die Nominierung für die Longlist zum Deutschen Buchpreis ist mehr als gerechtfertigt!