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Die Republik der Irren von Dirk Stermann

  • Die Republik der Irren
    Hardcover
    26,70 €

    Dirk Stermann

    Die Republik der Irren

    Eine unglaubliche, aber wahre Episode aus dem letzten Jahrhundert: spektakulär komisch, erschreckend zeitgemäß.

    Fiume an der Adria. Bis 1918 hat die Hafenstadt zum Habsburgerreich gehört, jetzt rücken italienische Freischärler ein, unter Führung eines berühmten Mannes. Gabriele D’Annunzio, Dichter, Kriegsheld und glühender Nationalist, ruft die Republik aus. In Fiume soll nun der verrückteste Staat der Weltgeschichte entstehen, Politik als Spektakel. Unter D’Annunzios Anhängern: ein gewisser Mussolini. Und Guido Baron Keller von Kellerer und Wolkenkeller. Der tollkühne Flieger, Nudist und Utopist ist besessen von einer Idee aus futuristischen Künstlerkreisen: Will man die morsche Welt von gestern zerstören und eine strahlende neue erbauen, braucht es die Sprengkraft des Wahnsinns. Gesagt, getan. Aus den Irrenhäusern ganz Italiens werden (möglichst ungefährliche) Patienten angefordert. Sie sollen Minister werden im neuen Staat. Und so macht sich auch der Krankenwärter Cherubino auf, um einen freundlichen Axtmörder an die Adria zu begleiten – der Morgenröte einer neuen Zeit entgegen, in die Republik der Irren.

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Unser persönlicher Buchtipp

  • «Mir geht's gut, wenn nicht heute, dann morgen.»

    Maxie Bantleon

    Maxie ist Buchhändlerin in unserer Tyrolia-Filiale in der Maria-Theresien-Straße in Innsbruck. Ihre Spezialität sind Kochbücher - aber in ihrer Freizeit verschlingt sie alle möglichen Bücher, von Romanen bis zu den spannendsten Thrillern.

  • «Mir geht's gut, wenn nicht heute, dann morgen.»
    Hardcover
    25,70 €

    „Ich tu nie das Erwartbare… Wenn sie sagen, etwas geht nicht, mache ich es erst recht. Was ist Nein für eine Antwort? Nein ist der Anfang von Ja."

    Ich kann mich noch genau an die Folge von „Willkommen Österreich“ erinnern, in der Erika Freeman zu Gast war bei Stermann und Grissemann. Schon damals dachte ich: „Was für eine interessante Frau, ihr könnte man ja noch stundenlang zuhören.“ Zum Glück dachte sich Dirk Stermann das auch und begann, sich nach der Sendung – im Dezember 2019 – regelmäßig, Woche für Woche, immer mittwochs mit Erika Freeman zu treffen. Und so sollte das Buch zunächst auch heißen – „Mittwochs Erika“ – „aber der Verlag meinte, das würde unseriös klingen, als hätte ich mittwochs einen fixen Termin bei einer Prostituierten.“ Diese Anekdote hat Erika zu schallendem Lachen gebracht, was wunderbar zu ihrem Motto passt: „Lach, es macht dich glücklich. Und wenn nix Lustiges kommt, lach auf Kredit.“

    Im Herbst 2019 ist Erika Freeman wegen einer Herzoperation nach Wien gekommen; ihre Heimkehr nach New York wurde durch die Corona-Pandemie vereitelt, und so wohnt sie zum Zeitpunkt ihrer Treffen mit Dirk Stermann schon geraume Zeit und auch weiterhin im Hotel Imperial. „Meine Rache an Adolf Hitler. Er war nur einmal im Imperial. Ich wohne hier!“ Die Treffen mit Dirk beginnen immer auf die gleiche Art: Sie überreicht ihm ein Sackerl mit Shampoo, Seife und einem kleinen Imperialtörtchen – „Aus meinem Zimmer. Sie wechseln es jeden Tag. So eine Verschwendung.“ – dann schiebt er den Tisch näher zu ihr, es gibt für Erika eine bis zum Rand gefüllte Tasse Kaffee und zwei kleine Kipferl, und sie beginnt zu erzählen.

    Zum Beispiel erzählt sie davon, wie es dazu kam, dass sie zuerst internationale Politik studiert hat, aber dann zur Psychologie und Psychoanalyse gewechselt hat. Sie, die fast ihr ganzes erwachsenes Leben lang als Psychoanalytikerin gearbeitet hat und auch jetzt, mit weit über 90 Jahren, immer noch einige Patienten hat, erzählt von ihren teils beruflichen, teils privaten Erlebnissen mit (zum Teil längst verstorbenen) Hollywoodgrößen wie Marilyn Monroe, Marlon Brando und Woody Allen oder von ihren Begegnungen mit Politikern wie Golda Meir und Jimmy Carter.
    Sie erzählt, wie sie 1962 einen interkulturellen Lehrkurs zur psychologischen Stärkung und Unterstützung der New Yorker Polizei entwickelt hat und zur persönlichen Beraterin der Vereinten Nationen zur Förderung Jugendlicher in Entwicklungsländern wurde. Sie erzählt davon, wie es kam, dass die Geschichte ihrer Mutter, die gegen alle Widerstände als Mädchen zum Hebräischstudium zugelassen wurde, als Film mit dem Titel „Yentl“ und Barbra Streisand in der Hauptrolle verfilmt wurde.

    Vor allem aber erzählt Erika Freeman aus ihrem Leben, das selbst aus einem Film stammen könnte – wie sie mit zwölf Jahren ganz allein aus Wien über die Niederlande in die USA geflüchtet ist und in New York bei entfernten Verwandten unterkam. „Ich habe sie von Anfang an genervt. Sie haben mich nicht gemocht und nicht verstanden… Ich habe da nur geschlafen, aber nicht mit ihnen gelebt.“
    Und sie erzählt von dem mehr als unwahrscheinlichen Zufall, als sich ihr New Yorker Onkel und ihr totgeglaubter Vater, dessen Spur sich vor Kriegsende im Konzentrationslager Theresienstadt verloren hatte, eines Tages am Broadway über den Weg laufen. Beim Wiedersehen mit Erika lautet die erste Frage ihres Vaters (der auch sie für tot hielt): „Was liest du?“ Keine Floskeln, keine Umarmung, nur diese Frage.

    Erika Freemans Leben und ihre Erzählungen sind wie ein Kaleidoskop; wenn man ein bisschen dreht, fällt wieder ein Schnipsel und ein völlig neues Muster entsteht. Sie sagt selbst: „Ich beginne mit meiner Geschichte, und plötzlich meldet sich ein ganz neuer Gedanke.“ Und gerade das macht dieses Buch so lesenswert und so liebenswert. Und der Titel – „Mir geht’s gut, wenn nicht heute, dann morgen“ – passt perfekt, denn: „Pessimismus ist keine Option.“