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Bewertungen von Leser/innen

  • Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz

    Dieses Buch hat mich wirklich berührt. Vor allem durch die Frage, wie sehr einen vergangene Entscheidungen ein Leben lang begleiten können. Ich glaube, viele kenne dieses Gefühl, sich zu fragen, was gewesen wäre, wenn man sich damals anders entschieden hätte.

    Mich hat vor allem die Frage beschäftigt, was passiert, wenn man zu lange an einer Vorstellung festhält, anstatt sich der Realität zu stellen. Das Buch zeigt sehr eindrücklich, wie Erinnerungen und Sehnsüchte unser Leben beeinflussen können.

    Sehr berührend fand ich, wie feinfühlig erzählt wird, dass Entscheidungen der Eltern ihre Kinder oft noch viele Jahre später prägen und dass manche Verletzungen mit der Zeit nicht einfach verschwinden.

    Das Buch arbeitet nicht mit großen Dramen. Es erzählt einfach vom Leben. Es geht um Reue, Verantwortung, Beziehungen, dem Älterwerden und die Frage, ob man irgendwann lernt, die Vergangenheit loszulassen, um im Hier und Jetzt zu leben.
    Am Ende hat mich das Buch daran erinnert, dass man das Leben nur vorwärts leben kann.

    Ich kann das Buch allen empfehlen, die ruhige, tiefgründige Geschichten mit viel Gefühl mögen.

  • Dieses lehrreiche Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist verständlich geschrieben, ansprechend illustriert und vermittelt Wissen über die wichtige Rolle der Mitochondrien für unsere Energieversorgung und Gesundheit. Gleichzeitig zeigt es auf, welche Folgen es haben kann, wenn diese nicht mehr optimal funktionieren.

    Der Energie-Check hat mich sehr beeindruckt. Der Selbsttest gibt einen guten Überblick über die eigene gesundheitliche Situation und hilft dabei, Bereiche zu erkennen, in denen Veränderungen sinnvoll sein können. Diese Fragen finde ich auch für die ärztliche Praxis sinnvoll.

    Der letzte Teil mit seinen praktischen Tipps und Beispielen, wie man unterschiedlichste Aspekte der Gesundheit unterstützen kann, hat mir besonders gut gefallen. Dabei wird deutlich, dass schon kleine Veränderungen im Alltag eine große Wirkung haben können.

    Ich kann dieses lehrreiche Buch allen empfehlen, die ihren Körper und ihre Gesundheit besser verstehen und langfristig erhalten möchten.

  • Konfetti im Kopf von Doreen Aldugan

    Wie sehr ich gut durchdachte, hilfreiche, liebevoll gestaltete und wunderschöne Bilderbücher liebe.❤️

    Dieses Sachbilderbuch von Doreen Aldugan erklärt kindgerecht und verständlich, was Neurodivergenz bedeutet, welche verschiedenen Erscheinungsformen von ADHS es gibt und wie sich ADHS im Alltag zeigen kann.

    Die liebevollen Illustrationen von Emily Claire Völker finde ich wunderschön. Sie untermalen die Inhalte perfekt.

    Das Buch zeigt, wie wichtig Verständnis ist. ADHS ist definitiv kein Mangel an Fleiß und Kinder brauchen keine Vorwürfe, sondern eine unterstützende und liebevolle Begleitung. Themen wie Reizüberflutung, Emotionen und Impulskontrolle werden verständlich erklärt und mit praktischen Beispielen und Hilfestellungen ergänzt.

    Besonders wichtig finde ich die Botschaft, dass Kinder nicht ihre Diagnose sind. Sie haben nicht nur Herausforderungen zu meistern, sondern auch viele Stärken und besondere Fähigkeiten.

    „Konfetti im Kopf“ ist ein wirklich gelungenes Bilderbuch, das hilft, Kinder mit ADHS besser zu verstehen, um sie bestmöglich zu unterstützen.

  • Leuchtfeuer von Dani Shapiro

    Dieses Buch transportiert so viel Gefühl. Dani Shapiro erzählt von falschen Entscheidungen, Familie, Liebe, Verlust, Tod, Sterben, Schuld, Geheimnissen, Alkoholabhängigkeit und den unsichtbaren Verbindungen, die Menschen über Generationen hinweg miteinander verknüpfen. Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie sie Zeit, Erinnerung, Verbundenheit und Vergänglichkeit betrachtet. Nicht als etwas, das einfach vergeht, sondern als etwas, das fortbesteht.

    Die Geschichte hat eine unglaubliche emotionale Tiefe, die sich langsam entwickelt. Nach und nach fügen sich die einzelnen Lebenswege zu einem Gesamtbild zusammen. Vor allem die Frage, ob Menschen und ihre Geschichten nach dem Tod verschwinden, hat in mir viel Resonanz ausgelöst.

    Da meine eigene Mama erst vor Kurzem verstorben ist, beschäftige ich mich momentan viel mit der Frage, was nach dem Tod kommt, ob man einfach ganz verschwindet und ob die Verbindungen zu den Menschen, die wir lieben, wirklich gekappt werden.

    Ein berührendes, kluges und einfühlsames Buch. Mich hat dieser Roman tief bewegt und er wird mich wahrscheinlich noch lange beschäftigen.

    Triggerwarnung: Das Buch behandelt unter anderem die Themen Tod, Sterben, Demenz, Alkoholabhängigkeit, Verlust und Trauer.

  • Das Leben fing im Sommer an von Christoph Kramer

    Ein berührendes Buch über die erste Liebe, tiefe Freundschaften und den Traum, Profifußballer zu werden. Es erzählt von Sehnsucht, Schicksal und den besonderen Verbindungen zu den Menschen, die unser Leben prägen. Besonders gefallen haben mir die transportierten Emotionen und das Gefühl, das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen intensiv zu spüren.

    Wunderschön fand ich die Gedanken darüber, wie sich Träume und Wünsche im Laufe des Lebens entwickeln. Ohne zu viel vorwegzunehmen, zeigt das Buch auf bewegende Weise, dass manche Träume wahr werden und dass wichtige Begegnungen unser Leben oft stärker prägen, als wird zunächst ahnen.

    Für mich ist dieses Buch ein sehr warmherziger Roman über das Erwachsenwerden, große Träume, die Liebe und die tiefe Verbundenheit zu Familie und Freunden.

  • Die Liebeshungrigen von Karine Tuil

    „Die Liebeshungrigen“ hat mich vor allem beschäftigt, weil das Buch viele aktuelle Themen aufgreift. Die Fassade bleibt erhalten, während sich hinter den Kulissen unglaublich heftige Szenen abspielen. Es geht um Macht, Politik, Ruhm, Ansehen und darum, was passiert, wenn jemand plötzlich degradiert wird und nicht mehr wichtig ist. Gleichzeitig geht es um Beziehungen, Ehe, Affäre, Identität, Kinder, Feminismus, Karriere, Filmwelt, MeToo und Machtmissbrauch.

    Besonders extrem und sehr verstörend habe ich die Darstellung von Machtmissbrauch gefunden. Einige Szenen habe ich als sehr erniedrigend empfunden und sie waren für mich mehr als verstörend und teilweise nur schwer zu lesen. Denn für mich hatten sie viel mit sexualisierter Gewalt und absolutem Machtmissbrauch zu tun.

    Das Buch zeigt mehr als eindrücklich, wie Machtgefälle Menschen und Beziehungen beeinflussen können und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.

    Den Schreibstil der Autorin fand ich richtig gut. Ich konnte mich sehr gut in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen und ihren teilweise heftigen, chaotischen und manchmal auch sexistischen Gedankengängen und Gefühlslagen folgen.

    Für mich ist „Die Liebeshungrigen“ ein sehr gesellschaftskritischer und brandaktueller Roman, der überaus wichtige Themen anspricht und sehr lesenswert ist.

    Triggerwarnung: Das Buch behandelt unter anderem Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt, Sexismus und Alkoholismus. Passt bitte gut auf euch auf.

  • Weil sie lügt von Caroline Seibt

    Die Geschichte lebt von ihren Geheimnissen, den vielen Verdächtigungen und der durchgehend hohen Spannung.

    Besonders gut gefallen haben mir die familiären Verhältnisse und die Frage, wem man überhaupt noch trauen kann. Die Liste der Verdächtigen scheint dabei immer länger zu werden oder etwa doch nicht?

    Das Buch ist kurzweilig geschrieben, lässt sich flüssig lesen, hält die Spannung von Beginn an hoch und hat mir bis zum Schluss großen Lesespaß bereitet.

  • Rassismus im Rückspiegel von Angélique Beldner

    Ein eindrucksvolles, starkes Buch, das viele wichtige Themen anspricht. Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt. Die geschilderten Erfahrungen sind verabscheuungswürdig und zutiefst rassistisch und zeigen deutlich, wie tief Rassismus in unserer Gesellschaft verankert ist. Wie die Autorin selbst schreibt: Rassismus geht uns alle an!

    Eine absolute Leseempfehlung von mir. Bitte beachtet die Triggerwarnung zu Beginn des Buches.

  • Feine Risse von Elisa Hoven

    Was mich an diesem Buch am meisten begeistert hat, waren gar nicht nur die Kriminalfälle selbst, sondern was sie in mir ausgelöst haben. Jeder einzelne Fall hat mich überrascht, wenn auch öfters das Ende für mich absehbar war, und zum Nachdenken gebracht. Immer wieder wurde deutlich, dass Schuld und Unschuld, Recht und Unrecht sowie Wahrheit und Lüge oft viel schwieriger voneinander zu trennen sind, als man zunächst denkt. Während des Lesens habe ich mich oft gefragt, ob das, was juristisch korrekt ist, auch immer moralisch richtig ist. Genau dieser Konflikt hat mich besonders beschäftigt.

    Besonders spannend fand ich, dass das Buch mir gezeigt hat, in welchen Denkmustern ich selbst gefangen bin. Obwohl ich mich eigentlich für einen sehr reflektierten Menschen halte, hat mich der eine oder andere Fall zum Staunen gebracht und mich meine Sichtweise hinterfragen lassen.

    Das Buch macht deutlich, dass komplexe Fragen keine einfachen Lösungen zulassen. Genau das hat mir so gut gefallen. Es regt zum Nachdenken an und beschäftigt mich auch nach dem Lesen noch weiter.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die spannende Kriminalfälle mögen und sich gerne differenziert mit den komplexen Fragen hinter Recht, Gerechtigkeit und menschlichen Entscheidungen beschäftigen.

    Vielen lieben Dank an Lovelybooks und dem Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Leserunde. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

  • Kraftweg von Michael Stingl

    Dieses Buch ist wie Balsam für meine Seele, weil ich mich darin zum ersten Mal wirklich gesehen und verstanden fühle. Besonders berührt hat mich, dass hier ein Arzt die Schwere der Erkrankung und die Lebensrealität der Betroffenen ernst nimmt und klar benennt.

    Dr. Michael Stingl ist ein äußerst engagierter Neurologe, der sich seit vielen Jahren intensiv für Menschen mit ME/CFS und Long Covid einsetzt. Da er auch mein behandelnder Arzt ist, durfte ich seine wertschätzende, verständnisvolle und respektvolle Art persönlich kennenlernen. Die Haltung, die in diesem Buch spürbar wird, entspricht dabei genau meinen eigenen Erfahrungen mit ihm.

    Viele der beschriebenen Erfahrungen haben mich unmittelbar an meinen eigenen Alltag mit ME/CFS erinnert. Dadurch habe ich mich in diesem Buch außergewöhnlich gut aufgehoben und verstanden gefühlt.

    Für mich ist es ein wirklich gut geschriebenes Werk, das die Realität von Menschen mit ME/CFS sehr treffend beschreibt. Das Buch beleuchtet postvirale Erkrankungen allgemein, Long Covid und insbesondere ME/CFS umfassend und verständlich.

    Besonders wertvoll sehe ich das Buch für Menschen, die sich erstmals mit ME/CFS oder Long Covid auseinandersetzen müssen. Es vermittelt einen umfassenden Überblick und hilft dabei, die Erkrankungen und ihre Herausforderungen besser zu verstehen. Wer sich bereits seit vielen Jahren intensiv mit ME/CFS beschäftigt, wird vieles davon vermutlich schon kennen. Gerade deshalb halte ich das Buch aber für ein ausgezeichnetes Basiswerk, das Betroffenen, Angehörigen und Behandelnden einen fundierten und gut verständlichen Einstieg in das Thema ermöglicht.

    PEM wird als Kernmerkmal der Erkrankung besonders hervorgehoben. Ich finde es sehr wichtig, dass sowohl Behandelnde, als auch Betroffene lernen, PEM frühzeitig zu erkennen und die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen.

    Auch auf den dringend notwendigen politischen und gesellschaftlichen Handlungsbedarf wird eingegangen.

    Für mich ist das Buch ein sehr gutes Basiswerk, das hilfreiche Informationen über die Erkrankungen, sowie Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bietet. Besonders wertvoll fand ich die verständliche Erklärung des Pacings und die Bedeutung, innerhalb der eigenen Energiegrenzen zu bleiben.

    Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Es ist nicht nur für Erkrankte und Behandelnde ein wertvoller Wegweiser, sondern auch für Angehörige, Freunde und alle, die diese Erkrankungen besser verstehen möchten. Da ME/CFS und Long Covid grundsätzlich jeden treffen können, halte ich dieses Buch für eine wichtige Lektüre weit über den Kreis der unmittelbar Betroffenen hinaus.

    Ein herzliches Dankeschön an den edition a Verlag für dieses tolle Buch. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.

  • Violette von Valérie Perrin

    Dieses Buch hat mich mit seiner feinen, poetischen Sprache direkt in seinen Bann gezogen.

    Die Geschichte ist äußerst berührend, teilweise melancholisch, aber auch hoffnungsspendend und inspirierend. Sie spielt auf einem Friedhof, wo sich viel mehr abspielt, als nur Trauerende, die bei den Toten Trost suchen. Man findet viel Menschlichkeit, viele Lebensgeschichten, Schicksale, Hoffnung, Humor und noch vieles mehr.

    Die Figuren finde ich sehr gelungen. Vor allem Violette ist eine ganz besondere, bemerkenswerte Frau, die viel in ihrem Leben durchlebt hat und dadurch auch eine völlig authentische Entwicklung durchmacht.

    Eine Triggerwarnung finde ich extrem wichtig, da dieses Buch wirklich viele schwierige und belastende Themen streift. Meines Wissens ist keine Triggerwarnung vorhanden. Ein entsprechender Hinweis zu Beginn des Buches hätte ich sehr hilfreich und wichtig gefunden! Wer auf Triggerwarnungen angewiesen ist, sollte sich gegebenenfalls vorab informieren, da meines Wissens keine entsprechende Warnung im Buch vorhanden ist.

    Ich habe das Buch teilweise als Hörbuch gehört und die Sprecherin hat die Emotionen meiner Meinung nach exzellent transportiert. Das Hörbuch kann ich daher ebenfalls uneingeschränkt empfehlen.

    Für mich war das Buch ein absolutes Highlight, das ich allen empfehlen kann- vorausgesetzt, sie sind sich bewusst, dass sensible und belastende Themen behandelt werden.

  • Pretty Girls von Karin Slaughter

    Das Buch ist definitiv spannend, aber für mich sind manche Szenen einfach viel zu brutal, grausam und unnotwendigerweise sehr detailliert beschrieben. Insgesamt habe ich das Buch verstörend empfunden.

    Die Charaktere sind für mich nicht gut ausgearbeitet, bzw. zu naiv und nicht sehr ansprechend.

    Ich mag den Schreibstil der Autorin eigentlich, aber dieses Buch hat mich einfach nicht vollends überzeugen können. Es kann aber für Thriller-Fans durchaus ansprechend sein, wenn einen explizite Inhalte nicht stören.