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Bewertungen von Leser/innen

  • Meine sieben Leben von Inge Welzig

    Inge Welzig lässt mit diesem sehr persönlichen und detailreich ausgeschmückten Plädoyer für Tierschutz und Tierliebe sehr tief in ihr eigenes Leben mit und um ihr Engagement für unsere tierlichen Mitwesen blicken. Mit vielen witzigen Überschriften und kurzweiligen Kurzgeschichten, deren Texte mit ironischen als auch sehr realitätsresümierenden Passagen einhergehen, fesselt Inge Welzig ihr Lesepublikum. Die Einfachheit, zu leben, wofür man steht, und das Engagement, sich auch in schwierigere Episoden regelreicht hineinzubeißen, vermittelt die Autorin auf sehr direkte, aber dennoch Mitgefühl und Verständnis erzeugende Weise.

  • Maximilian I. von Sabine Weiss

    Der bildgewaltige Band von Frau Weiss überzeugt optisch als auch inhaltlich - wenn auch manche Quellen meines Erachtens etwas unreflektiert eingewoben wurden (so z.B. auf S. 283-288, wo sie auf einen anonymen niederländischen Bericht zu Maria von Burgund eingeht, diesen aber keinen anderen Quellen gegenüberstellt), liest man sich wohlinformiert von Kapitel zu Kapitel. Abgesehen davon bietet Frau Weiss eine monumentale Zusammenstellung aus Themen, Bildmaterial und Detailinformationen, die der Erinnerung an Maximilian ein würdiges Denkmal setzt - dem Wunsch seiner zeitlebens angestrebten gedechtnus würde dieser umfassende Band Maximilian selbst wohl sehr entsprechen! Ein anschaulicher und mitreißender Bildband, der zudem eine wertvolle Sammlung an Quellenmaterial vereint.

  • Er ging voraus nach Lhasa von Nicholas Mailänder

    Diese Biographie kommt mit einem fein lesbaren Mix aus historischer Quellenarbeit und dem Gefühl, die Aufzeichnungen des Biographierten für sich selbst sprechen zu lassen; Peter Aufschnaiters Erinnerungen werden dabei schnell ersichtlich in anderer Textfarbe angeführt. Auch über weite Schilderungen dieser direkt wiedergegebenen Erinnerungen hinweg verliert die Feder von Nicholas Mailänder aber nicht an fachlich fundierter Verortung: Den persönlichen Erinnerungen fügt er zeitgeschichtliche Informationen hinzu, die das Ausmaß des Erlebens Aufschnaiters noch zusätzlich unterstreichen.

    Die eingangs geschilderten Entwicklungen zur Tiroler Zeitgeschichte spannen einen mitreißenden roten Faden durch die folgenden Kapitel: Das Aufwachsen Aufschnaiters in Zeiten des Umbruchs zwischen veralteter Industrie und dem aufkommenden Glamour Kitzbühels, der Wechsel von der armen Bergarbeiterstadt zum noblen Hotspot des Wintertourismus bietet eine spannende Ausgangslage, die sicher so manchem Tiroler und mancher Tirolerin beim Lesen ein entzücktes "Ah!" angesichts der schön eingeflochtenen Detailinfos zum Werden der heutigen Nobel-Hochburg Kitzbühels entlocken.

    Der ausführliche Anhang war für mich als Historikerin besonders lesenswert: Die Etappen in Peter Aufschnaiters Leben werden hier nochmals zusammengefasst und zu Hintergrundinformationen zum Staat Tibet (1913-1950) am Vorabend der chinesischen Übernahme anschaulich geschildert. Als thematischer Abschluss wird der/die Leser*in noch mit einem knapp und gut verständlich geschilderten Überblick zum Tibetischen Buddhismus vertraut gemacht.


    Das Buch reißt mit, fasziniert und relativiert - hier ist ein gelungenes Gesamtprojekt aus Wiedergabe persönlicher Aufzeichnungen, Bild- und Anhangmaterial und historischer Verortung gelungen. Eine definitive Leseempfehlung meinerseits!