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  • Der Apfelbaum von Christian Berkel

    Erst hieß es: Ein Schauspieler der ein Buch schreibt….geht doch gar nicht, bitte nicht!
    Dann hieß es: Wow, ein Schauspieler der wirklich schreiben kann – bitte mehr davon!
    Und nun? Habe ich mir mein eigenes Bild gemacht und kann mir nun erklären wo der Jubel nach der Lektüre herkommt.

    Der Apfelbaum ist ein sehr persönliches Buch des Schauspielers Christian Berkel über das Leben seiner Mutter.
    Wunderbar wie Christian Berkel den Leser abholt und sich erklärt wie er dazu kam die Geschichte seiner Mutter aufzuschreiben.
    Ein respektvoller Einstieg in die eigentliche Geschichte, die immer wieder gebrochen wird durch Einschübe aus der Gegenwart aus seiner heutigen Sicht, wenn er mit seiner Mutter die Vergangenheit ergründet.
    Christian Berkel taucht in seine Kindheit ein, er ist als erwachsener Mann nun bereit zu ergründen warum seine Mutter sich so verhielt wie sie es hat. Dass vor seiner Zeit viel erlebt wurde, nicht immer Positives. Ganz im Gegenteil.
    Behutsam und bedacht erkundet er das Leben und die Erlebnisse seiner Mutter – versucht zu rekonstruierte was passierte.

    Fazit: Da möchte man ein Aufnahmegerät in die Hand nehmen und die Geschichte der eigenen Eltern aufschreiben um zu verstehen was sie zu dem gemacht hat, was sie sind. Nachspüren wo die eigenen Wurzeln sind.

  • Der Apfelbaum von Christian Berkel

    Brigitte aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Sala und Otto könnten unterschiedlicher nicht sein, als sie sich 1932 zum 1. Mal begegnen und ineinander verlieben: Sala, Halbjüdin aus einer intelektuellen Familie, und Otto aus der Arbeiterklasse. 1938 muss Sala nach Frankreich fliehen und wird wenig später in einem Lager in den Pyrenäen interniert. Otto ist Sanitätsarzt in der Wehrmacht, gelangt jedoch am Ende des Krieges in russische Gefangenschaft. Sala zieht die gemeinsame Tochter Ada alleine auf, ist zeitlebens auf der Flucht und fühlt sich nirgends heimisch, auch Otto entfremdet sich. Viele Jahre später dann der Versuch eines gemeinsamen Lebens.

    Der Schauspieler Christoph Berkel erzählt in diesem bemerkenswerten Roman die Geschichte seiner Familie vor dem Hintergrund der Schrecken des 20. Jahrhunderts über drei Generationen und mehrere Schauplätze hinweg. Spannend, bewegend, lesenswert!

  • Der Apfelbaum von Christian Berkel


    Der Schauspieler Christian Berkel recherchiert in seiner Vergangenheit, um seine Großeltern und das Leben seiner Mutter besser kennenzulernen.
    Er spricht mit seiner demenzkranken Mutter und versucht die Wahrheit von der Phantasie zu unterscheiden.
    Seine Mutter lernt vor dem 1. Weltkrieg Otto kennen, der als junger Arzt eingezogen wird. Sala fühlt sich in Deutschland nicht sicher und verbringt ihre Zeit in Paris, Madrid und Argentinien.
    Als sie zurückkommt, gründet sie eine Familie. Doch der Krieg hat Spuren hinterlassen, Städte und Menschen zerstört, vor allem Menschen mit jüdischen Vorfahren.
    Die Familiengeschichte von Christian Berkel ist interessant und kurzweilig zu lesen. Erstaunlich, wie gut sich der "Kriminalist" als Schriftsteller macht.

  • Der Apfelbaum von Christian Berkel

    Barbara aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Berkels Familienchronik führt den Leser weit zurück in die deutsche Geschichte, sie zahlreichen Schauplätze (Berlin, Paris, Ascona, Moskau, Buenos Aires, etc) haben mich fasziniert. Drei Generation bringt der Schauspieler Christian Berkel in diesem Roman zusammen, doch viel Aufmerksamkeit bekommen seine Eltern, Sala und Otto, die sehr unterschiedlich sind. Mit Salas Geschichte beginnt der Autor, denn in ihrer Demenz bringt sie zwar viel durcheinander, sie erinnert sich aber trotzdem an viele Einzelheiten in ihrer Kindheit und Jugend. Ihre Gefangenschaft in einem französischen Lager geht dem Leser unter die Haut. Aber auch die Geschichte ihrer Eltern und Großeltern – Ehen zwischen Juden und Protestanten, Homosexualität des Vaters, Mutter Kommunistin, etc – wird von Christian Berkel mit viel Hingabe und Gefühl anschaulich in dem Roman dargestellt. Ein wichtiges Buch für den aufgeschlossenen Leser!

  • Der Apfelbaum von Christian Berkel

    Miriam Dörflinger

    Wie soll ich meine Begeisterung für diesen Roman in Worte fassen? Christian Berkel zeigt ein irrsinniges Talent für Sprache und Erzählung - ich wurde so gefesselt von der Handlung und von den Protagonisten! Ein großer Wurf, bitte lesen!

  • Der Apfelbaum von Christian Berkel

    Eine Reise in die Vergangenheit. Christian Berkel auf dem Weg, seine Familiengeschichte kennenzulernen.
    Otto und Sala kennen sich von Kindesbeinen an. Otto ist sicher: er heiratet Sala. Doch der Krieg hat anderes mit ihnen vor. Sala, Halbjüdin, wird in ein Lager interniert und flieht später nach Argentinien. Otto gerät als Kriegsarzt in russische Gefangenschaft. Auf die Entfernung verlieren sie sich aus den Augen, doch als Sala mit ihrer Tochter Ada wieder nach Deutschland zurückkehrt, trifft sie sich erneut mit Otto.

    Eine Lektüre, die mich sehr gefordert hat. Teilweise autobiographische Szenen, teilweise im Romanstil gehalten, ist das Buch nicht einfach zu lesen, weil man zu Beginn eines Kapitels erst ein paar Sätze braucht, um zu wissen, wer hier nun erzählt. Auch die vielen Namen (teilweise doppelt) erschweren es ein wenig, der Handlung zu folgen. Die jedoch hatte mich schnell gepackt. Sala im Lager, Otto in Gefangenschaft. Das entbehrungsreiche Leben, die Verfolgung der Juden. Im Grunde nichts Neues, aber Berkel packt die Geschehnisse in Persönliches, was das Ganze noch anschaulicher wirken lässt.
    Ein wenig schwer tat ich mich mit dem Berlinerischen und dem Französischen, aber gerade so wird die Handlung, die über mehrere Länder führt, noch authentischer. Was mir am Ende gefehlt hat, war, was aus Ada wurde.
    Fazit: Ein Personenstammbaum wäre hilfreich, damit man sich beim Lesen besser zurechtfindet. Ansonsten solide Romankunst, die aber teilweise etwas verwirrend ist.